Second Unit #35 (Hörervorschlag: The Thing [1982])

Ihr habt uns diese Woche mal wieder das Programm vorgegeben und natürlich befolgen wir euren Wunsch. The Thing (Amazon) ist ein Klassiker des Horror-Genres und sollte nicht mit dem gleichnamigen Prequel verwechselt werden.

Doch vor der Filmbesprechung haken wir mal wieder einige organisatorische Dinge ab. Wir bedanken uns bei der Hörsuppe für die Aufnahme in das Podcast-Verzeichnis und fordern euch mal wieder auf uns Bewertungen bei iTunes zukommen zu lassen. Dort findet ihr mittlerweile auch unser komplettes Archiv, also wühlt euch durch unsere kleine Vergangenheit!

Wir bedanken uns weiterhin für die umfangreiche Lieferung aus München und für die Spende zu unserer Cloud-Atlas-Episode. Als Gegenleistung teasern wir schon das nächste Special zur Lord-of-the-Rings-Trilogie, das die Tage starten wird.

Diese Woche besprechen wir wieder einen Hörervorschlag, was im Umkehrschluss bedeutet, dass die nächste Vorschlagsrunde eröffnet ist. Die nächste Sendung dazu wird es erst Ende Januar geben, dann allerdings mit einem leicht abgeänderten Konzept. Denn dieses Mal verlangen wir von euch Vorschläge aus einem konkreten Genre. Schickt uns also eure Lieblings-Horror-Filme zu!

Das Getränk dieser Woche ist, wie das Ding aus einer anderen Welt, auch eine kleine Mutation. Wir probieren nämlich einen Energy-Drink der Marke Rockstar, angereichert mit Fruchtsaft-Geschmack. Eine wilde Kombination.

Natürlich müssen wir bei diesem Film auch kurz über John Carpenter sprechen. Tamino wird langsam ein richtiger Fan des alten Meisters, besonders Escape from New York und They Live haben es ihm angetan. In den Hauptrollen spielen Kurt Russel als MacReady, Keith David als Childs und Donald Moffat als Garry.

Wir diskutieren natürlich über den Film, aber auch manche allgemeinere filmische Aspekte. Ich erwähne zu Beginn beispielsweise das Stilmittel in medias res anzufangen, was mir sonst eigentlich nur selten gefällt. Wir erwähnen das Prequel natürlich auch und fragen uns, warum es diesen Film überhaupt geben sollte. Zum Schluss der Sendung landen wir bei Horror-Filmen und versuchen das Genre ein wenig einzugrenzen bzw. unsere Vorlieben herauszuarbeiten. Dabei erwähnen wir Filme wie Saw, Alien, Halloween, Paranormal Activity, Prometheus, Jaws, Hostel, Blair Wich Project und The Shining.

Nächste Woche widmen wir uns mal wieder einer DVD-Einsendung und vor allem mal wieder einem Nicht-Hollywood-Streifen. Wir schauen dann nämlich Das Fest (Amazon).

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

[Download | Länge: 1:11:48 | Größe: 33 MB| @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: cc by katerha]

  • http://twitter.com/PlayStarRocker PlayStar

    Ohne den Podcast gehört zu haben (hinke momentan ein wenig hinterher) und ich wiederhole mich sogar: Das The Thing-Prequel kann man schauen und ist viel besser als befürchtet. Gebraucht hat das trotzdem niemand, aber dafür geht es überraschend respektvoll mit Carpenters Fassung um.

    • Heisenberg

      Dann werde ich mir den wohl doch mal auf die Wachtlist setzen!

  • Heisenberg

    Diesen Folge zu Ende gehört, und schon steht die nächste Folge zum Download bereit … perfekt für einen Sonntagmorgen ;-)



    Das Ding ist wirklich ein bemerkenswerter Film, ich kann mich noch erinnern wie ich den zum ersten Mal sah und ziemlich beeindruckt war.
John Carpenter hat es schon echt drauf, wenn man sich mal so seine Filme anguckt. Das “Sie leben!” von ihm ist, war mir gar nicht mehr bewusst, obwohl ich den Film auch sehr gerne mag. 

Aber krass was aus Kurt Russel geworden ist, eigentlich könnte man dem ihm ja zutrauen, dass er auch im höheren Alter noch was drauf hat, aber da kommt ja gar nichts mehr. Death Proof ist wirklich die Ausnahme. 



    Die Vorschlagsrunde ist gar nicht so einfach, es gibt ja so viele wegweisende Horrorfilme, vor allem aus den 70ern. Auch die Diskussion was jetzt Horror ist oder nicht, fand ich sehr interessant. Für mich gibt es da eigentlich keine klaren abgrenzenden Merkmale, auch die ganzen Splatter/Gore Filme gehören für mich aber eindeutig in diese Sparte. 



    Nach längerer Überlegung habe ich mich für “Suspiria” von Dario Argento aus dem Jahre 1977 entschieden. 

Nicht nur als Horrorfilm genial, auch generell absolut außgerwöhnliche und überragend filmische Mittel, wie zum Beispiel den Score:
http://www.youtube.com/watch?v=iJUaCAIxSk4

    

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=_8zbV_fFkYs

  • Peter

    “When there is no more room in hell, the dead will walk the earth.”

    Für mich DER Horrorfilm des letzten Jahrhunderts: George A. Romeros DAWN OF THE DEAD (ZOMBIE) von 1978.

    Kultfilm, Klassiker, Meisterwerk.

    http://www.youtube.com/watch?v=Pt-EipwlWQ0

  • Farmer Fred

    Erstmal vielen Dank für die guten Podcasts. An dieser Folge hab ich aber danndoch was auszusetzen. Es wird der Eindruck erweckt, das der hier besprochene Film das Original bzw. der Klassiker sei. Dem ist aber nicht so. Das Original stammt aus dem Jahre 1951. Und der ist um Lichtjahre besser als das Carpenter – Remake. Aus mehreren Gründen. Erstmal ist er in Schwarz-Weiß gedereht, die Spannung spielt sich vor allem im Kopf des Zuschauers ab, da man das “Ding” praktisch gar nicht oder nur kurz am Ende mal sieht. Er hat eben diese typische 50er Jahre Stimmung, ohne einen B-Movie-Look zu haben. Zudem hat das 51er Original einen richtigen Soundtrack, geschrieben von einem richtigen Komponisten. Den solltet ihr euch auf jeden Fall mal anschauen, wenn ihr ihn irgedwie zu fassen kriegt.
    Mit John carpenter hab ich nämlich so meine Probleme, außer dem Philadelphia Experiment und Christine haben praktisch alle seine Filme diesen typischen B-Movie-Billiglook. Was wohl auch am Budget gelegen haben muß. Zudem hatte Carpenter die m.E. unangenehme Gewohnheit für seine Filme unbedingt auch den Soundtrack selber machen zu müßen und auch selbst einzuspielen. Und genauso billig hörte sich das auch dann an. Schlechte Meldodien auf den übelsten 80er-jahre Synthesizers heruntergenudelt. Außer den oben genannten filmen finde ich Die Klapperschlange eigentlich noch okay, was aber an Ernest Borgnine liegt, der den Taxifaher spielt. Kurt Russel ist in beiden Snake Plissken-Filmen iegentlich als Darsteller ziemlich blaß. Ist halt meine Meinung.

    Nichts für ungut und trotzdem liebe Grüße
    Farmer Fred

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Danke für dein Kompliment und die konstruktive Kritik.
      Zum Film: Ich wusste tatsächlich nicht, dass es noch einen gleichnamigen Film aus den 50ern gab. Wieder was gelernt.
      Zu der Musik: Also ich finde die Synthesizer gerade gut in dem Film. Der “klassische” Soundtrack hat mir nicht so gut gefallen, aber dieser Theme-artige Einsatz in den spannenden Momenten hat mir richtig gut gefallen. Aber ich hab auch generell eine schwäche für Synthesizer ;-)

      • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

        Geht mir ähnlich, die Carpenter Synthie-Scores nehmen mich immer voll mit. aber das ist wohl einfach eine Frage der Präferenz, ich mag den ‘Charme’ dieser alten Synths, andere empfinden das als billig und somit auch als störend. Den Look von THE THING fand ich jedoch keineswegs billig, da ist das Budget schon an genau die richtigen Stellen geflossen!

  • Edgie

    Das Original aus den 50ern habe ich mal versucht anzugucken, aber ich kann mir Filme in Schwarz-Weiß und in diesem Alter einfach nicht antun.
    Da bin ich Carpenter schon dankbar, dass er was richtig daraus gemacht hat.

    Vorschlag: Lieber was aktuelles!
    Aus den letzten Jahren gibt es da natürlich wenig innovatives nebem dem ganzen Schrott wie den SAW Fortsetzungen etc.
    Eine kleine französische Perle gibt es aber aus dem Jahr 2005: High Tension.
    Wirklich brutal und schockierend, und trotzdem nicht platt, sondern intelligent und sehr spannend Kann wirklich was.

    http://www.youtube.com/watch?v=cCP0nHopT7Y

  • Lobster

    Ahoi!
    Erstmal Lob für die schöne Sendung! Wird dem großartigen Film gerecht. Die Effekte sind für damalige UND heutige Verhältnisse außergewöhnlich!
    Zur Thematik Original, Remake, Sequel:
    Ja, es stimmt, das Original in schwarz/weiß ist großartig! Der Film funktioniert aber auf eine ganz andere Art. Es ist wirklich schade, dass manche mit älteren Filmen so gar nichts mehr anfangen können, denn da entgeht einem filmgeschichtliche einfach so wahnsinnig viel. Praktisch ein halbes Jahrhundert Filmkunst. Von daher mein Appell: lernt solche Filme zu schauen und gebt ihnen einen Chance. Nur weil sie in schwarz/weiß sind, sind sie nicht automatisch schlecht. Aber vielleicht sage ich das auch nur aus meiner alten Perspektive, die junge Menschen nicht mehr versteht und trotzdem Converse trägt :D
    Ich habe mir das Sequel nicht angeschaut, weil es, wie ihr auch schon ausgeführt habt, nichts hat, was mich interessiert ABER, eins muss man der Unternehmung zu Gute halten, sie machen nicht einfach ein schnödes Remake des Stoffes, sondern gliedern es sinnvoll in die Geschichte ein. Dafür von mir einen Daumen hoch!

    Zur Horrorfilmthematik:
    Erstmal toll, dass ihr diesem oft unterschätzten und zu Unrecht gescholtenen Genre mehr Zeit einräumt. Da gibt es so unglaublich viele außergewöhnliche Filme zu entdecken, die z.T. noch aus Indizierungsgründen in der Versenkung schlummern und momentan (zumindest die ganzen 80er Jahre Streifen, wie ja auch The Thing) Stück für Stück das Licht der Welt erblicken.
    Grundsätzlich würde ich relativ viele Subgerne in den Horror einordnen. Und mich beeindruckt ein Schockeffekt genauso, wie eine dicht aufgebaute unheimliche Atmosphäre.
    Da zählt auch der Jumpscare dazu, der, wenn er vernünftig eingesetzt ist, gar nicht mal ein so plumpes Stilmittel ist. Immerhin ist es schon beachtlich, wenn ein Film beim Zuschauer physikalische Reaktionen auslöst und wenn mich ein Moment in einem Film so schockiert, dass mir dann auch mal ein kleinlauter Schrei entwischt, umso besser. Nur darf das eben nicht in jedem Film passieren und man muss in der richtigen Stimmung sein. Gerade im Horrorgenre gibt es leider viel dritt- und viertklassigen Exploitationkram, der einfach nur kostbare Zeit raubt.
    Aber wenn man mal einen wirklich guten schwarz/weißen Horrorfilmen sehen möchte: The Haunting. Der hat mir, obwohl er eigentlich ganz harmlos ist, einen fiesen Schrecken eingejagt.
    Neben der Geisterhorrortrinität schlechthin: Der Exzorzist, Das Omen und Poltergeist, sollte man aber auch noch klassische Zombiefilme wie “Night Of The Living Dead” oder Dawn Of The Dead” (wobei der schon wieder actionorientierter ist) erwähnen.

    Tortureporn ist ja so ein heikles Thema und eigentlich bin ich da ganz bei euch und lehne diese Strömung ab. ABER
    der “Ursprung” wenn man das so sagen kann, ist natürlich das Texas Chainsaw Massacre vom Herren Hooper und selbiges ist mit seiner unfassbar ranzigen und schmierigen Atmosphäre einfach nur großartig und verstörend! Man fühlt sich direkt schmutzig beim Schauen.
    Und auch Saw hat im ersten Teil einen frischen Blick auf diese Genre gelegt. Der Film war, eben auch durch die Story und die Twists, sehr gut und hatte auch eine gehaltvolle Hintergrundthematik. Eigentlich gute Voraussetzungen, leider hat man es dann mit den endlosen Sequels komplett ruiniert…

    Bei Hostel ist es ganz ähnlich. Natürlich wird er oft auf die besagten Folterszenen reduziert, aber es ist ja viel mehr, was ihn eigentlich ausmacht. Allein die gesamte Hinführung ist einfach unheimlich, der Schluss und der Tortureporn fällt auch eher unspektakulär und als Stilmittel denn Sensation aus. Dieser starke realistische Fokus, der eben nicht auf übersinnliche Geister oder übermenschliche Monster gelegt wird, macht mir fast mehr Angst, als alles andere.
    Um das ganze dann noch abzuschließen: Martyrs. Ein Nemesis von einem Film. Auf der einen Seite vereint er alles, was man eigentlich nicht will: Schauwerte, Sensationsgier, Gewalteskalationen etc. und der Film besteht eigentlich aus 90 Minuten Qual, dennoch ist es für mich einer der besten Filme, den ich jemals gesehen habe, weil er mich so nachhaltig verstört hat, dass ich ihn niemals wieder sehen möchte. Ob man solche Filme dann mit den Kategorien wie “gut” und “schlecht” bewerten kann, weiß ich gar nicht. Aber gerade Horrorfilme funktionieren zumindest für mich, auf ganz anderen Ebenen als z.B. Komödien oder Dramen.

    Anders sieht es dann aber mit Horrorkömodien wie Shaun Of The Dead aus, die sich verschiedene Elemente greifen und das dann wieder anders präsentieren, so dass man zwar Schockeffekte hat, aber auch andere parodistische Merkmale, die Filme wieder aufheitern. Das geht sehr oft schief, aber in den seltenen Fällen, wo es gelingt, hat man dann auch wirklich große Filme.

    Wie dem auch sei, es gibt auf jeden Fall ziemlich viele verschiedene Ansätze, an solche Filme heran zu gehen und wenn einem mal nach debilen Geschplättert alá Braindead ist, dann macht das auch Spaß, aber gerade diese Vielschichtigkeit, macht das Genre glaube ich auch so beliebt, auch wenn die wirklich großen Filmen relativ rar gesät sind.

    Allein das Slashergenre hat ja durch die Wiederbelebung durch Scream so unglaublich viele schlechte Epigonen bekommen, dass Perlen, wie High Tension, dann komplett untergehen. Daneben ist das “Rape and Revenge” Subgenre ebenfalls klinisch Tod und bis auf Eden Lake, gab es keine hoffnungsvollen Neuzündungen in der jüngeren Vergangenheit.

    Aber ihr macht das schon! Ich bin gespannt, was ihr so raussucht und dazu sagt!
    So long!

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Mal wieder Danke zu diesem wunderbaren Kommentar. Vielleicht ziehen wir uns ja einen der erwähnten Filme als Vorschlag heraus ;-)

      • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

        Das fänd ich wirklich interessant. Aber seid gewarnt, für MARTYRS oder EDEN LAKE braucht man wirklich Nerven!

  • Kapone

    Hellraiser (1987) von Clive Barker:

    Zitat Wikipedia: “Hellraiser gilt als Meilenstein des Horror-Kinos. Neben Nightmare on Elm Street war er einer der ungewöhnlichsten und auch erfolgreichsten Horrorfilme der 1980er Jahre.”

    http://www.youtube.com/watch?v=WAx34IZ8bTk

  • Ash

    Mein Horrorkindheitstrauma, geschaffen von Sam Raimi: Tanz der Teufel (Evil Dead):
    http://www.youtube.com/watch?v=dtsK7skqk9U

  • Pingback: Second Unit #36 (Das Fest) | Second Unit

  • Gregor

    Es ist zwar die offensichtliche Wahl, aber The Shining ist immer noch der furchterregendste Film aller Zeiten und wie immer bei Kubrick gibt es eine Menge zu besprechen.

  • http://www.facebook.com/alexgalax3000 Alex Galax

    Zur Folge bzw zum Film selber kann ich nicht so viel sagen. Liegt schon zu weit zurück und ich hatte auch irgendwie nicht das Bedürfnis den noch einmal zu schauen.

    Einen Vorschlag für nächste Woche habe ich dennoch: “The House Of The Thousand Corpses”

    Für mich der beste Horrorfilm. Man merkt einfach das Rob Zombie richtig Spaß gehabt hat den Film zu machen. Diese bizarre und dichte Atmosphäre, der progressive Verlauf des Horrors(!), der selbst eingespielte Soundtrack und die Anspielungen auf Klischees des Genres (Dialoge der Teenies z.B.) machen den Film für mich so gut.

  • Pingback: Second Unit #37 (Die Hard) | Second Unit

  • Pingback: Second Unit #53 (Birthday Special) | Second Unit

  • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

    Habe THE THING nun auch anch Ewigkeiten wieder gesehen und die Erinnerung (ganz okay) revidiert (auf genial!).
    Ich glaube ich hab früher mal diese eklig beschnittene TV Version gesehen. Da geht natürlich ein Teil verloren.
    Ein bißchen was zu euren Gesprächspunkten:

    - Motivation in Horror Filmen: Ganz simpel, es geht ums Überleben :D Jeder, nicht vollkommen depressive Mensch will leben und das Ur-Thema des Horrors ist doch die Bedrohung auf eben dieses Leben. Deswegen hat mir irgendwie noch nie Motivation gefehlt, viel mehr haben mich Figuren geärgert die (ein typischer Horrorfilm-Trope) sich so dumm benehmen, dass sie ihr Leben völlig unsinnig über Bord werfen.
    - Das Ende des Films finde ich großartig! Es passt sehr zur Grundstimmung, des Films wie die zwei da (wieder von diesem gänsehaut-erzeugenden Synthie-pulsieren untermalt) sitzen und sich nicht trauen. Und ob es eine Andeutung auf ‘Infizierung’ gibt? Ich denke schon :) Die Stichwörter heißen hier Atem und Kälte.
    - Dann das Problem mit dem Vorwissen zu Filmen. Ja, das PROBLEM, denn es wird mittlerweile eindeutig zum Problem: Kaum ein Trailer ist unter zweieinhalb Minuten lang und erzählt nicht die komplette Geschichte bis auf das absolute Ende im zeitraffer nach. Ich gucke kaum noch Trailer, weil mir das einfach mittlerweile meist too-much-information ist. Der ganze Aufbau etc. wird schon verraten. Ist ja ein Produkt der Übersättigung – jeder Film soll das neue große Ding werden, das funktioniert aber nicht jede Woche zwei Mal. Das jeweilige Marketing geht in ein extremes Rennen gegen die Konkurrenz, buhlen um Aufmerksamkeit ist zu krass geworden.
    Und es wird immer schon soo viel gezeigt. Ich wette wenn THE THING ein neuer Film wäre würden mindestens 3/4 der Mutationen etc. schon in den diversen trailern verbraten werden. Ihr habt das, glaube ich, auch in Bezug auf MOS mal erwähnt, dass aus Trailermaterial im Vorfeld bereits 30 Min. des Films rekonstruiert werden konnten. Das geht nicht klar!

    Hab mal in Bezug auf ALIEN eine interessante Aussage eins älteren Filmfreundes gehört: “Damals 1979, da sind wir ins Kino und niemand wusste was einen erwartet. Und als dann irgendwann dieser Moment kam, als das Alien aus dem bauch bricht, da hat ging ein Raunen und Kreischen durch den Saal und es hat sich für die Anwesenden für immer etwas verändert!” :) Vielleicht etwas pathetisch ausgedrückt, aber es trifft den Kern der Sache! Damals wusste man im Vorfeld grob worum es geht. Das wars. Und das war gut so. Ich lese oft nichtmal mehr die Handlungen, sondern wähle Filme nach genreangabe, Regisseur und Autor aus!

    Und was ist Horror?
    Interessante Frage, aber da hab ich zu eurer HELLRAISER Episode schon zu massiv abgesenft um das alle szu wiederholen!
    Achja, und SAW war wirklich grandios, weil er sich nicht nur an Gewalt aufgegeilt hat (wie Filme a la A SERBIAN FILM oder INSIDE), sondern mit menschlichen Abgründen gespielt hat. Das ist auch das interessante an Torture-Horror – die Filme müssen glaubhaft das Grauen vermitteln was vom Menschen ausgeht, nicht von Ausserirdischen, traummonstern, geistern, etc.. Dieses ‘es könnte jeder sein’ Gefühl macht die teilweise unerträglich. Aber vieles ist leider wirklich Torture-PORN.. Aufgeilen an Gewalt.

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Dann freu dich mal auf die Folge #83 nächste Woche ;-)