Second Unit #212 – Holiday Special 2016 Teil 1 (Das Filmjahr 2016)

Tradition! Auch in diesem Jahr blicken wir zwischen den Jahren auf die vergangenen 12 Monate zurück! Im ersten Teil zusammen mit Arne von Enough Talk! geht es um unser persönliches Filmjahr 2016. 

Wir teilen die Diskussion (grob) in zwei Themenblöcke auf. Eigentlich wollten wir drei machen, aber zum Ende fehlte uns leider die Zeit. Wird aber im Januar drüben bei Enough Talk! nachgeholt.

Zunächst diskutieren wir Filme, die wir beide gesehen haben, aber keine eigene Second Unit Ausgabe verpasst bekamen oder über die Arne und ich noch keinen Austausch hatten. Das sind:

Im zweiten Block stellen wir uns gegenseitig eine Hand voll nennenswerter Filme vor. Das können großartige Highlights oder tieffallende Gurken sein.

Arnes Hand:

Christians Hand:

In der nächsten Ausgabe geht der Jahresrückblick munter weiter. Dann schnappe ich mir den Jan von der CineCouch und wir besprechen unser Filmjahr 2016 aus der Sicht des Deutschen Filmes. Morgen!

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[Teaser-Bild: cc by 2.0 Andreas Sander]

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  • PatrickSuite

    (Stell euch eine tiefe Stimme vor. Die Sorte tief, die jeden Abend vorm Schlafengehen einen Whiskey trinkt. Hier ein passender Sooundtrack zum Kommentar: https://www.youtube.com/watch?v=pxEgGTJCl3I )
    Die Gräser … sie sind umwuchert von den Nebelwolken unserer Dämonen, unserer Geheimnisse, unser Misetaten. Doch ein Mann steigt in den Zug, bewaffnet mit seinen Geschenken, eine volle Pulle Whiskey. Naja, nicht mehr ganz voll, doch das ist eine ganz andere Geschichte. Er trug Kopfhörer, die abgeranzten von Sony, die noch verkauft wurden als Star Wars Krieg der Sterne hieß und John Lennon noch kein Oldie war. Unser Protagonist setzte sich und hatte eine lange Zugfahrt vor sich. Die Nebelwolken verschwanden nun immer schneller, den unser Protagonist, startete den Podcast. Genau, den hier. Es vergingen Stunde, doch viel mehr wurde ein innerer Projektor vor seinem innerem Auge angeschmissen, der all seine wundervollen und ärgerlichen Momente des Filmjahres Revue passieren lässt. Der Zug stoppte. Es war Endstation. Zum Glück war es seine Station.

    (Normale Stimme kehrt zurück)
    Leute, sau starker Jahresabschlusspodcast. Ihr hattet die eingespielte Chemie, wie die beiden Herren hier zu besten Zeiten: https://youtu.be/o3gpPCBwo2Y?t=1m2s
    Scherz beiseite. Ihr seid toll eingegroovt und der Gesprächsfaden habt ihr euch immer wieder hin und her geworfen. Die Stunden vergingen wie im Flug.

    Bevor wir inhaltlich anfangen. Wow. Christian wird bald zum Berliner Bub. Er kommt aus dem Ghetto in die Second Unit, zum ersten Mal “Halt die Fresse.” und noch was gehört an Beleidigung. Man merkt, ihr habt Spaß einander. Find ich witzig und war in dem Moment echt etwas überrascht. Finde ich erfrischend.

    Nun denn. Eine kunterbunte Mischung habt ihr da gefunden.

    Kurz zu meinem Auswahlverfahren, was unbedingt auf dem Bildschirm. Ich als Cinephiler Mensch sehe das für mich als Pflicht zu wissen, was wann läuft. Die großen Filme werden sowieso beworben. Hier mal die Punkte, nicht in relevanter Reihenfolge eine bloße Aufzählung.

    1. Filmfestivals – Ich schaue auf Websiten wie zB Slashfilm, Collider, AV Club oder IndieWire, was deren Urteile sind bei Cannes, Sundance, Toronto usw.. Da bekommt man schon einen guten Eindruck, was die nächsten Monate auf uns zukommt. (Dafür nehme ich mir 2 Stunden pro Festival)
    2. IMDB – Jip, sie haben auch bei den großen Festivals Auflistungen. Dazu aber jedes Quartal ein Rundgang durch meine Lieblingsfilmemacher oder generell relevante Filmemacher, was sie so gerade treiben oder treiben werden.
    3. Reddit – Bestimmte Subreddits sind Goldgruben, mehr braucht es nicht.
    4. Blacklist – Ich checke immer auch ab, ob die Drehbücher auf der Liste waren. Das ist schon mal eine spannende Vorrausetzung (kann aber auch immer in die Hose gehen).
    5. Freunde – Zum Glück hab ich im Freundeskreis viele Cinephilen, die mich auf Filme aufmerksam machen, egal ob per Social Media oder aktiv nach einem Kinobesuch fragen.

    Arne hat eine alte Wunde aufgemacht. BvS. Mein Trauma dieses Jahr. Irgendwie bin ich verdammt müde, Blockbustermüde. Nächstes Jahr werde ich deutlich weniger sehen, denn auf meiner Topliste wird keiner landen, obwohl Djunglebook und Doc Strange toll waren, aber nicht herausragend imo.

    Denis Villeneuve ist mein neuer Fincher. Da Fincher nicht wirklich viel macht im Filmbereich gerade, braucht es jemand und Villeneuves Arbeiten ähneln gewissermassen Fincher, aber könnten nicht weiter anders sein. Ich freue mich schon auf eure Besprechung, Christian. :) (Ihr werdet mich im Kommentarbereich finden).

    Barry war ein wunderbar kleines Portrait über einen Mann. Vielleicht sogar über eine Generation. Netflix schießt sich etwas ins eigene Knie, weil sie Filme zeitgleich auf Netflix veröffentlichen wollen zum Kinostart, das machen die meisten Kinoketten nicht mit, generell ist eine Antihaltung da, weswegen es bisher so wenig Beachtung gab. Außerdem kauft Netflix viel billigen Schund. Nächstes Jahr wird es interessant, schaut mal hier:

    Bright von David Ayer mit Will Smith & Joel Edgerton
    Okja von Bong Joon-Ho mit Tilda Swinton, Jake Gyllenhaal, Lily Collins, Paul Dano
    Mute von Duncan Jones – Der Moon Nachfolger!
    Death Note – Enough Said
    First They Killed My Father – Der neue Angelina Jolie regiegeführte Film
    uvm…

    Außerdem bitte nicht “Beasts Of No Nation” nicht vergessen, ein Film mit Schwächen, aber dennoch großartig.

    These: Zuschauer werden an einer Plattform mehr gebunden ,wenn sie eine Serie schauen, weil sie dann mehr Zeit darin verbringen.
    Lest selbst: https://mic.com/articles/131829/here-s-why-netflix-is-losing-so-many-movies-and-why-it-s-ordering-so-many-tv-shows#.X3MbYHAA6
    http://www.nytimes.com/2016/11/13/movies/why-netflix-lets-movie-lovers-down-and-what-to-do-about-it.html

    Ach, Arne, super, dass Du “The Whispering Star” erwähnst, der ist lange auf meiner Liste, muss ich unbedingt schauen. Hast Du eigentlich mal die kürzere Fassung von “Guilty Of Romance” gesehen? Ist ja auch die bevorzugte Fassung von Sono.

    Ich bin jetzt am Ende angelangt. Klar, könnte man über den schönen, sehr, sehr schönen Podcast noch mehr schreiben. Aber dazu dann später mehr. Das soll erstmal reichen.

    Ich freu mich auf ein 2017 mit tollen Episoden von Second Unit & Enough Talk. *whoop whoop*

    Post Skriptum: Schon Mubi getestet? Großartiger Streamingdienst, genau für uns cinephilen Menschen: https://mubi.com/de/tell-a-friend/global/1asm7ru

    • http://www.enoughtalk.de jacker

      Vielen Dank für den epischen Kommentar – die Frage ist jetzt nur: Wer ist Diedääääh und ist das das größere Übel!?

      Ich denke ich werde meinen aktuellen Urlaub auch dazu nutzen, mir über die Filme des kommenden Jahres mal einen Überblick zu machen…

      Spannende These mit Villeneuve und Fincher – fühlt sich irgendwie treffend an. Und bei GUILTY OF ROMANCE weiß ich nicht, welche Fassung ich kenne. Die, die alle paar Jahre bei MUBI läuft (was deine letzte Frage beantwortet).

      Auf ein gutes und filmreiches 2017!

      • PatrickSuite

        Die präferierte Fassung von “Guilty Of Romance” Sono ist die 30 minütige kürzere Fassung. Sie lässt viel mehr Leerstellen und erklärt nicht alles so kleinkariert, außerdem ist der Plot der Polizistin zum großen Teil nicht vorhanden. In Deutschland, Amerika und Japan gibt es die Langfassung. Zum Beispiel erhälst Du in England, die Sono präferierte Fassung.

        Hier mal mehr, da wird aufgelistet, welche Szenen/Szeneerweiterungen in der Langfassung auftauchen: http://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=301647

  • http://mateschrank.wordpress.com/ Dave vom Mateschrank

    Schöne Folge, hat mir mal wieder gefallen. Aber eine Bitte hätte ich noch: Kapitelmarken wären bei dieser Folge – genau wie vergangenes Jahr – echt praktisch gewesen. Man kann nicht davon ausgehen, dass jeder, der das hier hört, auch alle Filme gesehen hat. Bei manchen Filmen will ich halt mit sehr wenig bis gar kein Vorwissen rangehen.

    Und zum “Ultimate Cut” von ‘Batman v. Superman’ möchte ich noch anmerken, dass er dem Film deutlich mehr Tiefe und vor allem Logik verpasst. Es geht sogar so weit, dass die netten Herren vom deutschen Batman-Podcast meinten, dass der Kino-Release in Zukunft einfach geleugnet werden muss, da er bei weitem nicht alles erklärt, so wie es ein sollte.

    Zu Lex Luthor ist noch zu sagen, dass er Angst vor einer zu starken politischen/militärischen Macht gibt – das ist das Erbe, welches er von seinem Vater noch mitgenommen hat. Das erklärt er auch im “Ultimate Cut”, aber auch eigentlich im Kino-Release.

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Leider sind Kapitelmarken (auch einfach nur im Text) ein Mehraufwand, den ich momentan nicht leisten kann. Das kostet einfach zu viel Zeit, sorry.

      Alternativ übergebe ich den Posten aber gern hier an die Leute, die zuhören und mitlesen. Wer Lust hat mitzuloggen, darf das gerne in die Kommentare kippen und ich füge es dann im Blogbeitrag nach.

      Das wäre ein guter Kompromiss :)

      • http://www.florianpriemel.de Florian Priemel

        Ich fand Kapitelmarken in der Postproduction auch immer tierisch aufwändig. Falls du mit Reaper arbeitest, würde ich empfehlen die Marken direkt bei der Aufnahme hinzuzufügen. Ich habe dafür eine Taste meines Midi-Controllers genommen, es wird aber auch mit nem Tastaturbefehl gehen. Das verkürzt den Aufwand wirklich enorm. Inhaltlich habe ich, da noch nicht zu Ende gehört, noch nix beizutragen ;)

        • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

          Ja, das Problem ist dann aber, dass ich am Workflow schrauben muss, was ebenfalls (vorerst) ein Zeitintensives Unterfangen ist. Und darauf kommt es schlussendlich immer zurück: Zeit. Davon hab ich auch nur endliche Ressourcen und der Podcastbetrieb, ohne Veränderungen sondern so wie er jetzt gerade ist, verschlingt eine ganze Menge davon. Pro Woche gut und gerne 1-2 Arbeitstage / fast alles an Freizeit. Deshalb sind alle weiteren Veränderungen und Sprünge erstmal zweitrangig :)