Second Unit #127 (Inglourious Basterds)

Heute ist Sitzfleisch nötig! Wir widmen uns zum einen Tarantinos Magnum Opus Inglourious Basterds (Amazon-Link*), zum anderen dürfte dies wohl die längste Second-Unit-Ausgabe aller Zeiten. Es gibt viel zu besprechen, also packen wir’s an!

Zu Beginn gibt es mal wieder eine kleine Eigenwerbung: Ich war zu Gast auf der CineCouch und habe mir mit Jan und Niels Gedanken zu Watchmen gemacht. Die Episode findet ihr drüben bei den Mainzer Kollegen.

Tamino hat uns nicht nur den Film, sondern auch das Getränk in dieser Ausgabe aufgetischt. Wir probieren uns deshalb an einer Pistazien-Kokos-Milch.

[YouTube Direktlink]

Der Cast ist gewaltig. Sowohl quantitativ, als auch qualitativ. Der Film stammt aus de Hirn und der Hand von Quentin Tarantino. Neben Brad Pitt als Lt. Aldo Raine spielen Mélanie Laurent als Shosanna und Christoph Waltz als Col. Hans Landa die weiteren Hauptrollen. Außerdem sind Eli Roth als Sgt. Donny Donowitz, Michael Fassbender als Lt. Archie Hicox, Diane Kruger als Bridget von Hammersmark, Daniel Brühl als Fredrick Zoller, Til Schweiger als Sgt. Hugo Stiglitz, August Diehl als Major Hellstrom, Mike Myers als Gen. Ed Fenech, Samuel L. Jackson als Narrator und Bo Svenson als American Colonel dabei. Puh.

Unsere Diskussion hangelt sich zunächst durch die einzelnen Kapitel des Films. Dabei gehen wir auf das Schauspiel, die Metaphern und all die schönen Details, die der Film so hergibt. Zum Schluss landen wir mal wieder in einer allgemeinen Kunst-Debatte, bei dir wir nicht uns fragen, ob und wie Filme mit dem Nationalsozialismus bzw. Anstößigkeiten umgehen können.

In der nächsten Ausgabe gehen unsere inoffiziellen “Lieblingsfilm-Wochen” weiter. Dann bin ich nämlich mit der Auswahl dran. Passend zum Kino-Start von Wish I Was Here werden wir uns nämlich das Erstlingswerk von Zach Braff anschauen. Kann Garden State (Amazon-Link*) immer noch den starken Eindruck bestätigen, den ich vor fast zehn Jahren bei der ersten Sichtung hatte?

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[Download | Länge: 2:48:46 | Größe: 81,3 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: by [puamelia]]

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  • Gormenghast

    Genialer Film, Super Podcast…was will man mehr?

    Vielleicht ein paar Streicheleinheiten, weil die immer gut tun ;)

    Gratulation zu eurer bis jetzt längsten Sendung (BRAZIL wird bestimmt länger), und zwei oder drei allgemeine Worte.

    Ich habe keine Ahnung wie ich euren Podcast gefunden habe, aber ich bin so froh darüber, und habe auch die ersten Folgen nachgehört, aber der Punkt ist folgender: es macht einfach Riesenspaß euch zu lauschen!

    Der Grund ist einfach zu erklären, ihr seid mit Euphorie und Herz bei der Sache, und dafür sage ich einfach mal Danke.

    Ich wünschte ich wäre Jessy Zuckerberg, ich würde eine gezuckerte Spende reichen, aber ich arbeite dran :)

    Lieblingsfilm-Monat?

    Für Tamino wirds bestimmt BRAZIL, oder weil er seinen Trash entdeckt hat und im Thema bleiben will SURF NAZIS MUST DIE.

    Was wisst ihr über das böse Gerücht dass Tarantino Til Schweiger eine größere Rolle geschrieben hatte, aber nach den ersten Sprechproben seinen Part auf das Nötigste gekürzt hat ( einen kleinen Satz) , stimmt wohl nicht, oder?

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Dankeschön :)

      Es mag kitschig klingen, aber es ist immer schön zu lesen, dass das, was man mit viel Energie und Freude betreibt, anderen ebenfalls Spaß bereitet. Deshalb ein großes Dankeschön dafür :)

    • SecondUnitTamino

      Dass mit Til habe ich noch nie gehört, wäre aber natürlich echt knuffig, wenn das stimmen würde.^^ Auch von mir danke für deine Komplimente. Gerade in einem Lieblingsfilmmonat sollte es an Euphorie natürlich besonders wenig mangeln. Die Länge unserer Episoden hat ja inzwischen etwas zugenommen und wir sind da manchmal etwas unsicher, wie das so ankommt. Generell fnde ich es gut, wenn man sich nicht all zu sehr vom Roten Faden entfernt, aber bei einem Film wie INGLOURIOUS BASTERDS fällt das manchmal schwer, weil da einfach so viel Interessantes drinsteckt, das es wert ist, besprochen zu werden. Manchmal höre ich eine ältere Episode von uns nochmal an und dann kommt es mir schon fast fragmentarisch vor, wenn man sich “nur” eine Stunde über einen Film unterhält. Aber das hängt natürlich auch einfach damit zusammen, wie viel man zu einem bestimmten Film sagen kann und will und bei einem Tarantino ist das bei sicherlich mehr als sonst bei mir. Solange wir hier nicht irgendwann regelmäßig bei drei+ Stunden enden, ist es hoffentlich noch im Rahmen. Nächste Woche ist’s ja nur einer Christians Lieblingsfilme, da müssen wir dann ja nicht so viel drüber reden und hängen die Extrazeit dann bei BRAZIL dran ;-)

  • Christian

    Zur “Kunst darf alles Debatte”: Falls er es noch nicht gemacht hat empfehle ich Tamino einmal die eine oder andere Grundrechte-Vorlesung zu besuchen. Es hat einen guten Grund, warum in Deutschland gerade eben die Würde des Menschen und nicht die Meinungsfreiheit über allen anderen Grundrechten steht. Sobald die Menschenwürde berührt wird ist (aus gutem Grund) Schluss mit allen anderen Grundrechten. Kunst und öffentliche Meinung dürfen die Menschenwürde nicht verletzten. Fertig. Aus.

    Zum Ende des Films: Ist Landas Stigmatisierung nicht das schlimmere Schicksal? Er hat sich durch den Deal ein schönes Leben in den USA erhofft, das Hakenkreuz macht das zunichte. Gerade durch die gezeigten Persönlichkeitszüge Landas, die alle auf Kontrolle beruhen, wird dieses doch als viel schlimmeres Übel für Landa deutlich als der angesprochene Bildschirmtod.

    • SecondUnitTamino

      Nun ja, man kann ganz leicht “fertig aus” sagen, aber was genau eine Verletzung der Würde eines Menschen bedeutet, ist in vielen Fällen gar nicht so einfach festzumachen. Für mich gehört freie Meinungsäußerung eben auch ganz klar dazu und daher geht es dann um verschiedenen miteinander in Konflikt stehende Grundrechte, was die Debatte dann nicht mal eben mit einem “fertig aus” abschließen lässt. Was genau ist den überhaupt Würde? Wie weit dieser Begriff reicht, ist ja gar nicht so einfach festzumachen.

      Bezüglich des Endes gebe ich dir absolut Recht. Im Grunde ist das eine sehr treffende Schlussnote, denn ihm wird genau das genommen, was er so an sich liebt: seine Anpassungsfähigkeit. Hatte ich bis jetzt noch nicht so klar gesehen.

  • cule0809

    Podcast noch ganz am Ende bei mir. Wollte nur hinweisen, dass der Film von Daniel Brühl “Rush” ist, der sich um die Formel 1 dreht. Kann den Film an dieser Stelle auch empfehlen. Daniel Brühl ist eh mein Lieblingsschauspieler aus Deutschland und durfte ihn auch mal in Barcelona treffen. Ein guter Typ. Hat viele gute Filme die zeigen, dass es in Deutschland doch möglich ist gute Filme zu zeigen.

    Etwas was ich von Till nicht sagen kann…xd

    Habe wie gesagt noch nicht alles gehört, aber ich habe jetzt schon wieder Lust den Film zu gucken :D

  • Sugarman

    Ganz ganz großes Lob an euch für diesen Podcast.

    Inglourious Basterds gehört auch bei mir zu den Top 5 meiner Lieblingsfilme und da ich noch relativ neu als Hörer bei eurem Podcast dabei bin war ich sehr gespannt auf eure Besprechung zu dem Film.
    Und was soll ich sagen ihr habt mir aus der Seele gesprochen und den Enthusiasmus und die Begeisterung für diesen Film nachempfindbar dargestellt.
    Einfach großartig. Bitte mehr davon. Danke.

  • Oliver

    Ich hab die Episode eben grad passend auf einer vierstündigen Zugfahrt gehört und kann nur sagen: Meisterwerk … Film wie auch Podcast. Hab richtig Lust bekommen, den Film mal wieder zu sehen.

  • Christopher Meyden

    Sehr schöner Podcast! Hab mir gestern nochmals I. B. angeschaut und die Perspektive als “jüdische Machtphantasie” finde ich sehr interessant. besonders im finale, wo wild in die Menge an Nazioffizieren und Kollaborateuren geschossen wird.
    Zu Der Diskussion: Ich stimme Tamino in seiner Aussage zu, dass wir in einer Kultur des Offendetsein leben. Doch ich stimme nicht ganz zu, wenn es heißt, dass Freiheit und besonders die freie Meinungsäußerung überm allem steht. Denn wen wir das als Maßstab sehen, dann gewinnt der, der am lautesten Schreien kann. Mich würde interessieren was Tamino zu dieser Diskussion meint: http://kleinerdrei.org/2014/10/datingportale-sind-keine-glashaeuser/

    • SecondUnitTamino

      Interessantes Thema, aber es scheint für mich hier relativ leicht aufzulösen zu sein, denn es wird bei dem Projekt ja ganz klar die Privatssphäre der einzelnen konkreten Menschen verletzt und deswegen bin ich da voll und ganz auf Seiten der Kritik. Wenn ich sage “Kunst darf alles” meine ich natürlich nicht, dass sie gegen andere Grundrechte wie Privatsphäre verstoßen dürfe oder in irgendeiner Weise kriminell sein kann. Hier geht es um konkrete Bilder von konkreten Menschen und das ist ein No-Go – bei IB hingegen geht es um fikitive Charaktere in einer fiktiven Geschichte, die nur in einem realen Setting verwurzelt ist. Davon hat meiner Meinung nach keiner das Recht, sich persönlich angegriffen zu fühlen, weil niemand persönlich adressiert wird. So irre das klingt: Die einzigen, die sich berechtigterweise von IB angegriffen fühlen dürften, wären Hitler und Goebbels, wenn sie noch leben würden. Und dann muss man darüber diskutieren, inwieweit man das Andenken Verstorbener waren müsse, was besonders bei historischen Persönlichkeiten, die nachweislich Verbrechen begangen haben, noch komplizierter wird.

      Wenn jetzt aber irgendjemand daherkommt, der direkt oder indirekt ein Opfer des Holocausts ist und meint, er würde in irgendeiner Weise persönlich angegriffen von einem unpersönlichen Kunstwerk, dann macht das für mich keinen Sinn bzw. ist nicht das Problem des Künstlers sondern des Rezepienten. Und dieser kann für sich immer solche Kunst ignorieren, die ihm nicht zusagt oder ihn verletzt. Er hat aber seinerseits nicht das Recht, den Künstler oder das Kunstwerk jenseits eines reinen Geschmacksurteils zu denunzieren. Das Problem bei dieser ganzen Debatte ist letztendlich, dass der Satz “die Würde des Menschen ist unantastbar” in so einem Fall einer ziemlich starken Auslegung bedarf. Ich für meinen Fall akzeptiere es nicht, dass jemand sich durch einen fiktonalen Film in seiner persönlichen Würde verletzt fühlt, bin mir aber gleichzeitig bewusst, dass viele Menschen das durchaus tun. Wie so oft in der Philosophie kann man diesen Zwist leider nicht befriedigend auflösen, da er zum Großteil auf moralischen Intuitionen beruht, die für den Anderen oft nicht erklär- bzw. verstehbar sind.

  • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

    Also in letzter Zeit überttrefft ihr euch wirklich ein ums andere Mal selber! Was diese Episode an Feuer für die Materie versprüht hat, ist unglaublich! 2h+ waren hier gar kein Problem, hätte auch noch eine Stunde länger gehen können. Der Mega-Exkurs in der letzten Stunde war zudem einfach ziemlich spannend, gerade weil so krasse Meinungen aufeinander geprallt sind, die ich beide zu teilen ebenfalls so sehe, zu Teilen aber auch vehement widersprechen würde! Dieses allgegenwärtige offended sein und die völlige überzogene Political Correctness heutzutage gehen mir ziemlich auf die Nerven, alles wird direkt stigmatisiert und ständig werden Aussagen auf die Goldwaage gelegt und der Rotstift angesetzt. Das geht so nicht, ein unbedachter Kommentar, eine rotzige Ansicht, etc. das MUSS erlaubt und geduldet sein. Widersprechen würde ich aber in dem Punkt, dass Wörter ja nur Wörter seien, die leer und erst vom menschen mit Bedeutung aufgeladen sind. Sprache ist nun mal ein sich entwickelndes Konstrukt, dass durch historische Begebenheiten eine Färbung hat. Wenn ich heute einen Afrikaner als Neger bezeichne, wähle ich einen Begriff, der aus einer Zeit stammt, in der er zwar ausschließlich genutzt, aber eben aufgrund der Weltsicht der meisten Menschen zumeist abwertend gemeint wurde. Das Verschwinden des Begriffes geht doch einher mit der Zunahme an normalen Umgang miteinander. Auch Zunahme des Respekts! Und deswegen aknn ich nicht sagen, das sei das Problem der so bezeichneten Person. Wenn ich alle Begriffe aus Seite des addressierenden als bedeutungsleer proklamiere, funktioniert Sprache und auch Kommunikation nicht mehr. Das Wort aus Pipi Langstrumpf Büchern zu streichen ist trotzdem unglaublicher Quatsch. Der Vater, der das fordert will nur die Verantwortung abgeben seinem Kind zu erklären was es mit solchen Begriffen und ihrer Entwicklung auf sich hat. Das muss offen thematisiert werden und nicht mit dem Rotstift in der Geschichte herumgestrichen – sonst sind wir bald in 1984 angekommen, wo laufend die Geschichte umgeschrieben wird, immer so wie den aktuell gewünschten Umständen gerade das beste fundament liefert.

  • Rockzilla

    Ich habe mir vor einer Woche diese Ausgabe angehört und fand die Diskussion nicht schlecht. Doch leider muss ich auch gestehen dass ich finde dass man viel hätte rausschneiden können. Diese ständigen Lobhudeleien auf Tarantino zum Beispiel, ich hatte es auch schon nach dem zweiten mal verstanden dass ihr ihn als Regisseur gut findet. Versteht mich nicht falsch, ich sehe auch gerne Filme von Tarantino, aber ich finde es reicht wenn man das ein oder zwei mal erwähnt wie sehr man seine Filme mag. Aber in dieser Ausgabe kommt das gefühlt 200 mal vor. Auch bauen sich viele Diskussionspunkte nur darauf auf.

    Was mir aber doch sehr aufgestoßen ist und ich deswegen den Podcast nicht bis zum Ende hören konnte waren die mit Brecheisen reingebrachten englischen Wörter. Ganz besonders “offended” oder verdeutscht “geoffended”. Ich habe nichts gegen Anglizismen, aber “offended” gehört nicht dazu. Ich konnte es mir am Ende echt nicht mehr anhören da ich je mehr das Wort benutzt wurde die Lust am hören verlor. Es sei mir die Frage erlaubt warum ihr immer wieder englische Wörter wie in diesem Fall “offended” benutzt. Versteht mich nicht falsch, aber das sind weder irgendwelche Fachwörter aus dem Film Business, noch sind es eingedeutschte Wörter. Nehm´t es mir nicht krumm, aber was soll das wenn ich fragen darf? Soll das dann intelligenter klingen wenn man englische Wörter mit in einem Satz verwendet was im Grunde völlig Sinnfrei ist? Dann benutzt doch gleich “beleidigt”. Nein also ich kann mir das nicht mit anhören und musste aus machen. Klnnt ihr nicht bitte auf diesen Quatsch verzichten?

    Ich muss aber trotzdem mal ein Kompliment machen dass ihr es doch schafft Filme aus einem Blickwinkel zu betrachten wie es kaum ein anderer Podcast kann. Ehrlich kenne ich auch keinen. Bleibt so wie ihr seid, ihr macht das Prima.

    Ach ja, leider muss ich auch sagen dass eure Intro Melodie sehr nervig ist. Ich meine das nicht böse, aber dieses Flötengeräusch tut einfach nur in den Ohren weh.

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Zu dem Tarantino-Lob: Ich halte nichts davon in Diskussionen rumzuschneiden. Das würde in meinen Augen jeden Fluss zerstören. Ich kann mich ehrlich gesagt auch nicht erinnern, dass wir so krass auf Tarantino abgegangen sind.

      Zu den englischen Begriffen: Wir diskutieren spontan. Und dabei fällt uns beiden manchmal zuallererst nur der englische Begriff ein, weil wir viel englisches Zeug und lesen und hören, ganz besonders im Netz und ganz besonders zu Filmen. Ich versuche auch meistens den deutschen Begriff einzuwerfen, aber bei dieser Diskussion ging es so hitzig zur Sache, dass ich darauf keine Rücksicht nehmen wollte. Außerdem halte ich den Begriff “offended” nicht für übersetzbar. In meinen Augen bedeutet er mehr als nur “beleidigt sein” und ich glaube für Tamino auch.

      Zum Intro: Geschmackssache ;-P

      • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

        Zum Intro auch von mir als Stammhörer ein kurzes Statement: Ob es gefällt oder nicht, ist nach knapp 150 Folgen völlig egal. Die Melodie hat einfach nen Wiedererkennungswert und es wäre ziemlich strange die jetzt zu ändern. Die gehört halt zu Second Unit!

        • SecondUnitTamino

          Sehe ich auch so. Und ich persönlich mag irgendwie diesen leicht nervigen, trashigen Charakter davon auch ganz gerne. Hat fast einen satirischen Charakter ;-)

    • SecondUnitTamino

      Christian hat dir sehr freundlich geantwortet, von mir kriegst du die etwas genervte Variante. “Bleibt so wie ihr seid, ihr macht das Prima.” Genau so klingt dein Post, absolut. Zwei Zeilen Lob, 15 Zeilen Beschwerden. Und natürlich benutzen wir Anglizismen, um intelligenter zu klingen, warum sonst? Wir sind halt ziemlich arrogant, you know? Sollte ja auch dein Eindruck von uns sein, denn wir sollen ja so bleiben wie wir sind. Hä? Und mal ganz im Ernst: glaubst du wirklich, ich fange jetzt an mein Vokabular zu ändern, weil sich irgendjemand mir völlig fremdes im Internet meine furchtbar nervigen und arroganten Anglizsimen nicht anhören kann? Wirklich, glaubst du das? Und was das mit der “Tarantino-Lobhudelei” angeht, so werde ich nächstes Mal sagen: “Tarantino ist ein guter Regisseur. Bis nächste Woche.” Wär das recht? BEI EINER LIEBLINGSFILMBESPRECHUNG!?! Wuaaaargh… Jacker z. B. hat mir mal gesagt, dass er genau diese Art von Episoden sehr gerne hört, wenn man meine ganze Zuneigung zu einem Film auch als Hörer spürt, bei CARLITOS WAY war das glaube ich. Offensichtlicherweise kann ich es nicht jedem recht machen, aber mein persönlicher Eindruck ist nicht, dass wir in der vorliegenden Episode einfach nur zusammenhanglose und substanzlose Lobreden auf Tarantino gehalten hätten. Wenn du das anders empfindest: schade (für dich). Wir haben für diese Episode ansonsten so viel Lob bekommen wie noch nie (!) in der gesamten Zeit dieses Podcasts, also scheint es den meisten Leuten durchaus gefallen zu haben, was wir hier gemacht haben.

      Man, man, man. Also ich weiß nicht, ob ich da etwas altmodisch bin (ich denke nicht), aber was du hier schreibst finde ich einfach nur extrem unhöflich. Wenn du dich an so vieen Kleinigkeiten störst und deswegen sogar die Episode nicht zu Ende hören kannst (lol), dann hör halt einen anderen Podcast, gibt doch noch einige andere gute. Mich persönlich nervt es z. B. wenn Leute dauernd “quasi” oder andere Füllwörter benutzen (was mir sicherlich auch öfter mal passiert), aber ich schreib doch nicht in die Kommentare eines Podcast, dass die Autoren sich bitte eines anderen Wortschatzes bedienen sollten, weil ich mir sonst die Episode nicht zu Ende anhören kann. Wir machen das hier völlig umsonst und außerdem unproffessionell als Hobby – und vor allem machen wir das natürlich so, wie uns das gefällt. Das bedeutet, dass wir nicht in einer Episode rumschneiden, weil wir eine natürliche Diskussion schätzen und das bedeutet verwunderlicherweise auch, dass wir die Wörter benutzen, die wir für angebracht halten. Ich bin da übrigens genau bei Christian: es gibt schlichtweg keine adäquate Übersetzung für “offended”. Wenn ich “beleidigt” höre, denke ich an etwas deutlich anderes und auch “angegriffen” geht für mich zwar in eine ähnliche, aber nicht in die exakt gleiche Richtung. Wo genau ist das Problem, wenn man EIN Wort aus einer anderen Sprache hier in dieser EINEN Diskussion mal recht häufig benutzt? Ich versteh ganz ehrlich einfach nicht, was dich hier stört. Wir reden doch nicht permanent Denglisch, was ich selbst übrigens am nervigsten fände. Darf ich denn auch nicht mehr “tracking shot” oder “dutch angle” sagen? Oder willst du mir allen Ernstes erzählen, dass sich diese Begriffe weniger gut übersetzen ließen als “offended”? Und warum sollte es einen Unterschied machen, ob es filmische Fachbegriffe sind? Wenn ich einen Wildfremden frage, was “offended” bedeutet, dürfte die Chance deutlich höher sein, dass er die Antwort kennt als bei einem Begriff wie “blocking”.

      Versetz dich doch mal in unsere Lage. Manche wollen lange, manche wollen kurze Episoden. Manche wollen geschnittene, auf den Punkt gebrachte Diskussionen, andere schätzen vor allem Natürlichkeit und die Atmosphäre eines Gesprächs, das auch mal hin und wieder ein wenig offtopic sein darf (wie auch wir). Wir können da einfach nicht alle zufriedenstellen. Dass das Intro manche nervt, kann ich mir ja vorstellen, aber mal echt, ist das wirkich ein so schlimmes Problem? Man hört die Melodie nicht mal eine halbe Minute am Anfang, dann spult man halt ein paar Sekunden vor und trara, Problem gelöst. Kritik ist ja auch mal ganz interessant für uns, aber deine klingt in meinen Ohren wenig konstruktiv und vielmehr nach Gemecker, weil dir anscheinend gewisse Details bei uns nicht passen. Ich kenne keinen Podcast, wo mir das nicht genau so ginge. Aber so ist’s leider meistens im Leben: wenn man etwas will, mit dem man wirklich vollkommen zufrieden ist, dann muss man es selber machen. Wenn man das nicht kann oder will, dann muss man eben mit dem Vorlieb nehmen, was andere einem bieten können.