Wir sind zurück und haben mit Star Trek Into Darkness (Amazon-Link*) wohl den Tiefpunkt in unserer Star-Trek-Reihe erreicht. Wieso, weshalb und warum klären wir mal wieder mit David X. Noack vom Mateschrank.
Zu der bekannten Crew kommen in diesem Film noch einige Neuzugänge hinzu: Benedict Cumberbatch als supergeheimer Plot-Twist-Villain Khan. Daneben auch dabei: Bruce Greenwood als Pike, Peter Weller als Marcus und Alice Eve als Carol Marcus.
Wir sind eigentlich schon recht sauer, was den Film angeht. Aber aus Müdigkeitsgründen fahren wir unseren Ärger gar nicht so hoch, wie wir könnten. Enttäuscht sind wir also. Über den Plot, über die blödsinnige Mystery-Box, über das Whitewashing, über den offenen Sexismus, über die Verschwörungsphantasien und 9/11-Fan-Fiction, eigentlich über fast alles. Bis auf die Effekte.
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[Teaser-Bild: “Chris Pine” by Eva Rinaldi is licensed under CC BY-SA 2.0]
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Hey, vielen Dank für deinen Kommentar. Nur vorweg: Es freut mich, wenn jemand Freude an irgendeiner Serie hat – unabhängig davon, ob ich sie schaue oder für gut befinde. Soll hat jede/jeder schauen, was sie/er will.
Vielleicht ist es unangebracht, dass ich bei DIS ständig auf GoT verweise, da ich selbst die ersten fünf Folgen GoT geschaut habe und dann die Serie abbrach. Es gab darin keine für mich interessanten Charaktere, keine gute Musik und das Setting hat mir überhaupt nicht gefallen. Insofern kann ich über GoT so gut reden wie über Alkohol – denn ich bin Antialkoholiker.
Über DSC kann ich aber ein wenig reden, da ich mich durch die ersten zwei Staffeln durchquälte bevor ich die Serie abbrach. Ebenso wie bei den ersten fünf Folgen GoT gab es in DSC keine für mich interessanten Charaktere (die nicht aus TOS übernommen wurden), keine gute Musik und die Serie passt nicht in die 50 Jahre Trek-Kanon, den es vorher gab. Wie schlecht die Charakterentwicklung war, zeigte sich für mich exemplarisch an der Folge ‚Light and Shadows‘, in welcher Airiam zum ersten Mal eine größere Rolle spielte – nur um dann in der gleichen Folge zu sterben. Da wurde nichts aufgebaut. Da war gar nichts vorher, außer, dass man sie des Öfteren sah.
Worauf ich bei meinem Vergleich DSC-GoT abzielte, war der Gewaltaspekt, wie er in DSC und PIC kultiviert wird. In „Murder Trek“, wie es manche auch nennen, geht es ständig um Gewalt. Erkundung und Forschung, wie es bei meiner Lieblings-Trek-Serie ‚Star Trek Enterprise‘ noch zentral war (bis auf die dritte Staffel, die ich nicht mag), gibt es in „Gore Trek“ (DSC und PIC) nicht mehr.
Bei meinem jüngsten Star-Trek-Vortrag wurde auch aus dem Publikum angemerkt, dass die Geschlechterrollen in DSC ja äußerst positiv sind. Das freut mich – damit zieht ‚Star Trek‘ jetzt endlich nach, nachdem die Serien der 1990er und 2000er da gar nicht mehr so fortschrittlich waren wie ihr Ruf.
Das mag ja sein, dass die Serie in diesem einen Aspekt fortschrittlich ist – aber wenn in allen anderen Aspekten, in denen das Franchise die 50 Jahre zuvor fortschrittlich war (Völkerverständigung, Frieden als Wert an sich, Multikulturalität, Internationalismus, Offenheit gegenüber anderen Kulturen etc.) deutlich in das Regressive abfällt, dann kann ich die Serie allgemein nicht als fortschrittlich bezeichnen. Insgesamt ist „Murder Trek“ sogar ziemlich reaktionär, wie die Kollegen von RedLetterMedia herausgearbeitet haben. Bei mir bleibt halt vor allem die Gewaltdarstellung im Gedächtnis und dann vergleiche ich die Serie halt mit einer Serie wie GoT, die weithin bekannt ist für ihre explizite und exzessive Gewaltdarstellung.
Du schreibst: „Ich gehöre zur Fraktion derer, die sich erst mit ST:D in diesem Universum angekommen fühlen.“ Hast du denn jetzt nach DSC noch andere Star-Trek-Serien aus den Jahren vor 2006 nachgeholt?
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Hey, vielen Dank für deinen Kommentar. Nur vorweg: Es freut mich, wenn jemand Freude an irgendeiner Serie hat – unabhängig davon, ob ich sie schaue oder für gut befinde. Soll hat jede/jeder schauen, was sie/er will.
Vielleicht ist es unangebracht, dass ich bei DIS ständig auf GoT verweise, da ich selbst die ersten fünf Folgen GoT geschaut habe und dann die Serie abbrach. Es gab darin keine für mich interessanten Charaktere, keine gute Musik und das Setting hat mir überhaupt nicht gefallen. Insofern kann ich über GoT so gut reden wie über Alkohol – denn ich bin Antialkoholiker.
Über DSC kann ich aber ein wenig reden, da ich mich durch die ersten zwei Staffeln durchquälte bevor ich die Serie abbrach. Ebenso wie bei den ersten fünf Folgen GoT gab es in DSC keine für mich interessanten Charaktere (die nicht aus TOS übernommen wurden), keine gute Musik und die Serie passt nicht in die 50 Jahre Trek-Kanon, den es vorher gab. Wie schlecht die Charakterentwicklung war, zeigte sich für mich exemplarisch an der Folge ‚Light and Shadows‘, in welcher Airiam zum ersten Mal eine größere Rolle spielte – nur um dann in der gleichen Folge zu sterben. Da wurde nichts aufgebaut. Da war gar nichts vorher, außer, dass man sie des Öfteren sah.
Worauf ich bei meinem Vergleich DSC-GoT abzielte, war der Gewaltaspekt, wie er in DSC und PIC kultiviert wird. In „Murder Trek“, wie es manche auch nennen, geht es ständig um Gewalt. Erkundung und Forschung, wie es bei meiner Lieblings-Trek-Serie ‚Star Trek Enterprise‘ noch zentral war (bis auf die dritte Staffel, die ich nicht mag), gibt es in „Gore Trek“ (DSC und PIC) nicht mehr.
Bei meinem jüngsten Star-Trek-Vortrag wurde auch aus dem Publikum angemerkt, dass die Geschlechterrollen in DSC ja äußerst positiv sind. Das freut mich – damit zieht ‚Star Trek‘ jetzt endlich nach, nachdem die Serien der 1990er und 2000er da gar nicht mehr so fortschrittlich waren wie ihr Ruf.
Das mag ja sein, dass die Serie in diesem einen Aspekt fortschrittlich ist – aber wenn in allen anderen Aspekten, in denen das Franchise die 50 Jahre zuvor fortschrittlich war (Völkerverständigung, Frieden als Wert an sich, Multikulturalität, Internationalismus, Offenheit gegenüber anderen Kulturen etc.) deutlich in das Regressive abfällt, dann kann ich die Serie allgemein nicht als fortschrittlich bezeichnen. Insgesamt ist „Murder Trek“ sogar ziemlich reaktionär, wie die Kollegen von RedLetterMedia herausgearbeitet haben. Bei mir bleibt halt vor allem die Gewaltdarstellung im Gedächtnis und dann vergleiche ich die Serie halt mit einer Serie wie GoT, die weithin bekannt ist für ihre explizite und exzessive Gewaltdarstellung.
Du schreibst: „Ich gehöre zur Fraktion derer, die sich erst mit ST:D in diesem Universum angekommen fühlen.“ Hast du denn jetzt nach DSC noch andere Star-Trek-Serien aus den Jahren vor 2006 nachgeholt?
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