Mini Unit #28 – Solo: A Star Wars Story (Mit Spoilern und Tamino!)

Und noch eine Mini Unit hinterher! Obwohl es in dieser Ausgabe gar nicht so Mini dahergeht. Mit Tamino geht es um Solo: A Star Wars Story (Amazon-Link*) und um Star Wars allgemein. 

[YouTube Direkttrailer]

Da wir in der Mini Unit unterwegs sind, geht es ein bisschen chaotischer zur Sache. Das herkömmliche Format haben wir mal kurz über Board geworfen. Daher steigen wir auch direkt ein, pflücken die guten und schlechten Seiten des Filmes auseinander und reden dabei immer wieder über Star Wars selbst. Was wollen wir? Wo soll das Franchise hingehen? Und warum hat Christian mittlerweile keine Lust mehr drauf? Das alles und mehr in dieser Ausgabe!

Nächste Woche geht es wieder mit einer regulären Ausgabe weiter. Dann geht es um Hell (Amazon-Link*), einem knackigen Endzeitfilm aus Deutschland. Und ja, das funktioniert!

 

[Download | Länge: 01:25:05 | Größe: 40,9 MB]

[Teaser-Bild: „Day 152 – Photo365 – High Angle“ by 2.0 UnknownNet Photography is licensed under CC BY-SA 2.0]

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4 Kommentare

  1. Mal wieder vielen Dank für Eure interessante Diskussion!

    Ich finde, dieser Film ist der bislang beste Star Wars, seit Disney das Kommando hat. Mich stören an Star Wars immer zwei Dinge: Man sieht weder Sterne noch (echten!) Krieg. Ersteres ist nicht per se schlimm. Es ist halt kein philosophischer Sciencefiction, sondern reine Fantasy. Dass das Star Wars Universum aber sehr zurückhaltend in der Darstellung von Leid ist, war für mich schon immer ein großes Problem. Ich habe noch nie verstanden, warum das Imperium schlecht sein soll, weil seine Schlechtigkeit kaum gezeigt wurde. Warum ist Darth Vader eigentlich eine böse Figur? (er ist faschistoid, aber reicht das schon?) Anakin Skywalker will ja nur für Ordnung sorgen in einer chaotischen Galaxie. Seine Stormtrooper sind doch nicht mehr (okay, auch nicht weniger) als eine prügelnde Polizeitruppe.

    In Rogue One wird das sogar explizit gesagt: „Wenn man nicht nach oben schaut, bemerkt man das Imperium gar nicht“ (witzigerweise steht gerade ein Sternenzerstörer über der Stadt). Wer einfach nur sein Leben lebt, lebt gut. Das ganze Gedöns um die Macht ist eine Fehde der Siths mit den Jedi, mit der ich kleiner Mann nichts zu tun habe. Der sich anschließende Sinneswandel, der Heldin, der zum Diebstahl der Pläne für den Todesstern führt, war für mich nicht gut motiviert. In Rogue One erfahren wir auch, dass die Rebellen uneins sind und es durchaus viel unethisches Handeln im Namen des Guten gibt. Leider wird dieser Faden überhaupt nicht weiter verfolgt.

    In Solo sehen wir zum ersten Mal, dass die Welt, in der ein Teil der Bewohner dieser Galaxie lebt, keine schöne ist. Wer mithalten will muss sich kriminellen Clans anschließen. Das Imperium ist zwar eine Ordnungsmacht, aber doch sehr mit Krieg und dem erobern fremder Welten beschäftigt – und dabei geht es sehr grausam zu. „Wir erobern den nächsten Hügel, weil er da ist.“, klingt sehr nach 1. Weltkrieg. In diesem Kontext finde ich das Verhalten von Han Solo extrem plausibel. Mit vergleichsweise harmlosen Gaunereien (Schmuggeln) will er als freier Mensch leben – idealerweise mit Kira statt einem Zottelmonster an seiner Seite. Er ist weder gut noch böse, sondern frei und damit der ikonische Space-Cowboy. Ich verstehe daher auch, warum ihm der Name Solo so gut gefällt.

    Ich finde sein in Solo skizzierter Charakter fügt sich auch gut in seinen späteren Auseinandersetzungen mit Prinzessin Lea. Sie sieht die Welt aus den Augen einer engagierten Aktivistin aus hohem Hause. Er hat sich aus kriminellen Dreck nach oben gearbeitet und versucht seinen Weg im Universum zu gehen ohne zu viel Leid zu verursachen.

    Allerdings finde ich nicht, dass es einen Solo II braucht. Ich finde wir haben die Figur des Han Solo ausreichend kennengelernt. Er wird jetzt ein paar Aufträge für Jabba erledigen, dabei in Probleme geraten und Luke Skywalker kennenlernen, der seine Dienste benötigt.

    Interessant ist, was mit Kira geschieht. Ich empfand es auch zunächst als störend, dass im Film nie ihre Geschichte erzählt wurde. Am Ende des Films wurde aber klar warum: Ihre Geschichte ist es wert, in einem eigenen Star Wars Film erzählt zu werden. Wie kam sie mit den Siths in Kontakt, als sie auf dem Planeten zurückgelassen wurde? Was hat sie alles für Skills erlernt und was haben die Siths mit ihr vor?

    Eine kurze Bemerkung noch zum Fanservice: Das Star Wars Universum hat halt seinen eigenen Look. Wenn im Hintergrund ein AT-AT läuft oder ein R2D2-Verschnitt über den Boden rollt, dann würde ich das nicht als Fanservice bezeichnen. Es ist einfach die Ausstattung dieses Universums, an dem wir es erkennen.
    Auch das mit den Würfeln ist doch hübsch gemacht. Er schenkt ihr seine Glücksbringer, sie werden getrennt und all die Jahre bewahrt sie die Würfel für ihn auf, um sie ihm wieder zurückzugeben. Ich empfinde das nicht als Fanservice, sondern als ein Symbol für Treue.

    Sorry Christian, Du willst ja nichts mehr über Star Wars lesen, aber das musste ich halt loswerden :-)

  2. Also von mir gibt es viel zu der „Mini“-Unit von euch zu sagen, aber als erstes erst einmal eine Richtigstellung: Der Charakter mit dem kurzen Cameo am Ende heißt Maul und nicht Darth Maul. Darth ist ein Titel der Sith und das ist er dann nicht mehr. In ‚Star Wars: The Clone Wars‘ wird er wiederbelebt, steigt als Verbrecherboss auf und wird dann von Darth Sidious besiegt. Dann würde die Serie abgesetzt ohne die Geschichte zu Ende zu erzählen. In ‚Star Wars Rebels‘ taucht er dann wieder auf und scheint ein gebrochener aber nicht machtloser Mann zu sein, der versucht, den Hauptcharakter Ezra zur dunklen Seite zu verführen (Spoiler: am Ende wird er von Obi-Wan in einem unspektakulären Kampf niedergestreckt).

    1. Und meinst du man kann mit der Figur etwas Vernünftiges machen in einer möglichen Fortsetzung? Und hast du seinen Auftritt hier auch als so störend empfunden wie Christian? Ich verstehe da ja nach wie vor das Problem nicht so richtig.

      1. Nicht wirklich. Sein Aufstieg zum Unterweltboss in ‚Star Wars: The Clone Wars‘ war ganz interessant, doch der endete damit, dass Sidious ihn bezwang und ihm sagte, dass er ihn nicht umbringen würde, da er noch andere Pläne für ihn hatte (eine meiner Lieblingsszenen der ganzen Serie):

        https://www.youtube.com/watch?v=-7hBZNsPnyg

        Doch danach wurde die Serie abgesetzt, da sie auf dem Cartoon Network lief und dieses zu Turner, also dem gleichen Unternehmen wie Warner Bros. gehörte. Disney übernahm Lucasfilm und wickelte die Serie spontan und ziemlich ruhmlos ab (obwohl sie gerade auf dem Höhepunkt war).

        Als Nachfolgeserie lief dann ‚Star Wars Rebels‘ (auf Disney XD), in welcher Maul als gebrochener alter Macht-Nutzer auftauchte. Ich weiß nicht, was der ursprüngliche Plan für Maul nach dem Aufeinanderprallen von Sidious war, aber eigentlich wirkt die Figur wie auserzählt.

        Im alten EU, welches nun „Legends“ ist, wurde der damalige Darth Maul mal eingesetzt, eine Unterweltorganisation eigenhändig außer Kraft zu setzen. Ich weiß nicht, ob sie das aufgreifen wollen. Aber für einen Solo-Film eignet sich das nicht. Eher für einen Kira-Film, sollte sie irgendetwas mit der Macht zu tun haben bzw. bekommen.

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