Second Unit #63 (Side by Side)

Heute gibt es mal wieder eine Dokumentation in der Sendung. Side by Side (Amazon-Link*) beschäftigt sich mit dem Unterschied zwischen analogen und digitalen Film. Die Doku ist deshalb Pflichtprogramm für uns und euch.

Zu Beginn bedanken wir uns mal wieder für eure schönen flattr-Spenden. Außerdem hat uns die Krabbe ein schönes Video zur unserer Inception-Episode in die Kommentare gepostet, das ihr euch unbedingt anschauen solltet.

Das Getränk in dieser Woche stammt aus Taminos Limonaden-Regal und ist eine Maracuja-Limonade.

@jonasschoen hat uns auf Twitter gefragt, wie man überhaupt an den Film herankommt. Wir haben den Film über Netflix geschaut. Im US-iTunes-Store werdet ihr aber auch fündig. Side by Side ist unsere zweite Doku hier im Podcast. Das erste Mal haben wir uns mit dem ausgezeichneten Indie Game: The Movie auseinandergesetzt. Deshalb sinnieren wir zu Beginn der Diskussion noch einmal über die besondere Rolle von Dokus für Filmfreunde.

[YouTube Direktlink]

Side by Side stammt von Christopher Kenneally und ist produziert sowie erzählt von Keanu Reeves. In der Doku kommen viele Filmemacher zu Wort. Martin Scorsese,
Robert Rodriguez, die Wachowski-Geschwister, Lars von Trier, Chris Nolan, James Cameron, David Fincher, Joel Schumacher, Steven Soderbergh, Danny Bolye, und George Lucas diskutieren die technischen Fortschritte des Filmemachens. Doch auch Kamera-Menschen wie Wally Pfister, Ellen Kuras und Anthony Dod Mantle ordnen die Zukunft des Mediums ein.

Wir diskutieren zwar auch die Qualitätsmerkmale von Side by Side, doch stürzen uns auch auf die in der Doku angesprochenen Themen. Das sind zum Beispiel Entwicklungen wie digitale (Video-)Kameras, der Fortschritt von CGI, der aktuelle 3D-Trend, die Zukunft des Kinos als gemeinsamer Raum für den Filmgenuss sowie neue Methoden der Farb-Korrekturen in der Nachbearbeitung von Filmmaterial.

Zum Schluss gehen wir auf die Frage ein, ob und wie nun diese ganzen neuen technischen Möglichkeiten die Kreativität und Möglichkeiten der Filmemacher bereichern können.

Nächste Woche holen wir mal wieder einen Film nach, den ihr uns schon im letzten Jahr als DVD zugeschickt habt. Wir widmen uns dann nämlich endlich The Abyss (Amazon-Link*), den wir eigentlich noch für 2012 versprochen hatten. Nun ja, hier oben im Norden vergehen die Tage einfach etwas langsamer.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

[Download | Länge: 01:25:26 | Größe: 39,4 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: cc by popturf.com]

*Amazon-Partner-Links: Über diese Links gekaufte Artikel werfen einen kleinen Obolus für uns ab. Für euch ändert sich nichts, schon gar nicht der Kaufpreis. Wir bedanken uns im Namen unserer Kaffee-Kasse.

  • Robin

    Man of Steel – nur noch 5 Tage!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Siehe Kommentar oben, wir sind erst 4 Tage nach dem Bundesstart an der Reihe. Zum Einen aus Zeitgründen, zum anderen, weil dann erst wieder eine O-Ton-Vorstellung bei uns ist. Bis dahin halte ich aber noch durch!

  • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

    Ich mag euren Hang zur Grundsatzdiskussion!

    Besonders die Diskussion am Ende (die ja thematisch genau der aus der FEST Episode entspricht) hat Spaß gemacht zu hören.
    Ich sehe das so: Unendliche und limitierte Möglichkeiten sind natürlich zwei völlig gegensätzliche Ansätze, aber man kann nicht per se sagen, dass bei perfekter Nutzung beider Ansätze, dann durch unendliche Möglichkeiten zwangsweise ein besserer Film raus kommt.
    Ich denke nämlich sehr wohl, dass Limitierung dabei helfen kann, den Fokus zu behalten und eben auch dazu motiviert aus geringeren Mitteln mehr rauszuholen. Wenn ich etwas zeigen will, aber (aus welchem Grund auch immer) die Mittel nicht habe, dann muss ich mir Gedanken machen und unkonventionelle (kreativere!) Wege finden zu zeigen was ich will. Und wenn cih es nciht ZEIGEN kann, es AUSDRÜCKEN.
    Genauso wird ein Filmemacher, der nicht die Möglichkeit hat große Animationen, oder aufwändige Kulissen in den Film zu integrieren, seinen Fokus noch weiter auf die Inhalte legen. Und das ist doch genau das, was in vielen großen, teuren Filmen heute fehlt. WEIL man durch hochtechnisierte Optik ‘blenden’ kann (und es zur Genüge tut).
    Weil Tamino ja oft in der Diskussion Dogma95 anspricht noch kurz was dazu: Die Macher waren ja nicht der Meinung, dass mit dem Ansatz zwangsweise “bessere” Filme dabei raus kommen. Sie haben nur genau das eben beschriebene Style-over-Substance Problem im Massenfilm damals schon kritisiert und wollten einfach experimentell herausfinden was übrig bleibt, wenn “Style” VOLLSTÄNDIG aus der Gleichung Film entfernt wird. Es sollte pure Substanz und pure Geschichte sein. Diese Limitierungsregeln sind insofern nur konsequent. Weil einfach ALLES was von der reinen Erzählung ablenken kann verneint wurde.
    So verstehe ich das. Es geht nicht darum, dass ein Film nicht mehr gut aussehen darf, sondern um das experimentelle Aufkonzentrieren der Substanz.

    Auch interessant: Oftmals sind Debutfilme von Regisseuren richtig gut, aber völlig anders als spätere mit hohem Budget – wenig Mittel, aber viele Ideen, mehr Geschichte.

    Ich glaube das kann hier wieder eine lange Diskussion werden :D

    Übrigens sehe ich das mit 3D genauso: Der Film muss in 3D bereits entwickelt und gedreht sein, damit es Sinn macht. Um Welten fühlbar zu machen. Was taugt ein Beziehungsdrama in 3D? Eine gute Technik, aber absolut kein Muss!

  • Heisenberg

    Schöne Folge! Die Doku ist auf jeden Fall mal auf meine Doku-Watchlist gewandert – ob ich die aber jemals abarbeiten werde weiß ich nicht – die Filmliste ist dann doch immer wichtiger ;-)

    Ansonsten müssen wir jetzt noch die nächsten Tage überstehen (zur Überbrückung gibt’s ja noch eine zweite Special Folge oder) bis endlich Man of Steel drankommt. Ich hoffe ja inständig auf eine Epik-Skala von The Dark Knight – dafür wird’s wohl nicht reichen, aber mal sehen.

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Wir sind erst am 24.06. mit Man Of Steel dran, bis dahin muss ich das Wechselbad der Vorfreude noch aushalten.

  • Pingback: Second Unit #64 (The Abyss) | Second Unit