Second Unit #62 (Inception)

Es hat lange gedauert, aber endlich können wir mal einen Nolan-Film als solchen besprechen. Inception (Amazon-Link*) ist für mich der perfekte Blockbuster. Und auch Tamino gefällt der Film durch die Diskussion zunehmend.

Doch zu Beginn gibt es wieder einige kleine Ankündigungen. Ich erinnere erneut an die Filmreihe meines Uni-Seminars. Die letzten beiden Filme sind Jäger des Augenblicks und The Bus. Der erste beschäftigt sich mit einer Gruppe von Bergsteigern, die ihren Aufstieg erst im zweiten Anlauf und nach dem Tod eines Freundes schaffen können. Der zweite ist eine Dokumentation über den Inbegriff des Reisemobils, dem VW-Bully. Die Filme laufen am 17.06. bzw. 19.06. jeweils um 20:30 im Kommunalen Kino hier in Kiel. Ich erhoffe mir ein zalhreiches Erscheinen von euch!

Natürlich bedanken wir uns auch wieder für eure fleißigen flattr-Spenden. Das werde ich nicht müde zu sagen oder zu schreiben. Danke! Im Zuge dessen bitten wir erneut um eure Hilfe. Wenn euch gefällt, was wir hier machen, dann empfehlt uns doch weiter! Egal ob ihr uns eine Bewertung bei iTunes verpasst, uns in sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook empfiehlt oder einfach nur eurer Mama und Nachbarn von uns erzählt. Jede Form der Empfehlung ist eine große Hilfe für uns. Auch dafür bedanken wir uns schon im Voraus!

Wir haben unsere Vorauswahl für den nächsten Hörervorschlag getroffen. Dieses Mal möchten wir uns einen Woody-Allen-Film vorknöpfen. Unsere Auswahl versucht drei verschiedene Zeitabschnitte seiner Filmographie abzudecken. Ihr habt die Wahl zwischen Annie Hall, Manhattan Murder Mystery und Midnight in Paris. Abstimmen könnt ihr hier drüben.

Zu dieser Sendung bietet sich auch wieder eine kleine Schleichwerbung für Second Cut an. In der ersten Ausgabe gibt es nämlich auch eine Diskussion von Tamino und mir zum Thema Träume und Filme zu hören. Wir vergleichen die Struktur-Ähnlichkeiten der beiden Phänomene. Da gehen wir auch ganz kurz auf Inception ein. Die Episode gibt es hier oder bei iTunes.

Das Getränk in dieser Woche ist wenig verträumt, dafür aber ein idealer Sommer-Drink. Wir trinken mit Bounty einen flüssigen Schoko-Riegel.

[YouTube Direktlink]

Christopher Nolan versammelt ein wahres Ensemble um sich herum. Leonardo DiCaprio spielt die Hauptrolle Cobb, Joseph Gordon-Levitt ist sein bester Freund und Helfer Arthur, Ellen Page übernimmt als Ariadne die Architektur der Träume, Tom Hardy ist als Eames ein überzeugender Fälscher und Imitator, Ken Watanabe liefert als Saito das nötige Kleingeld für die Mission, Dileep Rao steuert als Yusuf die nötigen Substanzen für den Tiefschlaf bei, Cillian Murphy ist als Robert Fischer das Opfer der ganzen Inception-Mission, Pete Postlethwaite ist als Maurice Fischer der sterbende Vater, Tom Berenger spielt als Browning dessen rechte Hand, Marion Cotillard schleicht sich als Mal in Cobbs Träume und Michael Caine ist als Miles Cobbs Mentor.

Wir beziehen uns in unser Diskussion rund um die verschiedenen Interpretationen des Filmes auch auf diesen wunderbaren Artikel drüben bei negativ-film.de. Eine weitere Leseempfehlung ist dieser längere Artikel bei Screen Rant. Unsere Diskussion beschäftigt sich vor allem auch mit der gelungenen Umsetzung dieser doch recht komplexen Thematik und des eigenen Regelwerks. Dabei vergleichen wir auch mit dem furchtbaren Remake von Total Recall sowie der Matrix-Trilogie. Zum Schluss beschäftigen wir uns endlich mal intensiver mit Nolan und seiner Art von Filmen und Blockbustern.

Nächste Woche versuchen wir uns mal wieder fortzubilden. Die Dokumentation Side by Side (Amazon-Link*), die sich mit den unterschieden von digitaler und analoger Filmtechnik beschäftigt.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

[Download | Länge: 01:21:47 | Größe: 37,7 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: cc by Shardayyy]

*Amazon-Partner-Links: Über diese Links gekaufte Artikel werfen einen kleinen Obolus für uns ab. Für euch ändert sich nichts, schon gar nicht der Kaufpreis. Wir bedanken uns im Namen unserer Kaffee-Kasse.

  • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

    Vorfreude!

    INCEPTION fand ich im Kino bei der Erstsichtung richtig gut.
    Als ich den Film dann vor einigen Monaten noch mal sah war es um mich geschehen. Absoluter Lieblingsfilm!

  • die_krabbe

    SPOILER WARNING!!!

    Jungs! Ich bin enttäuscht! :) Ihr als Philosophen scheint nicht die herausragende Auseinandersetzung mit dem Film von philosophischer Seite gesehen zu haben, bei der nebenbei so brutale Fragen zu dem Film gestellt werden, die wenige stellten.

    In seinem Buch “Inception and Philosophy” setzt sich Kyle Johnson unter anderem damit auseinander, warum Inception den Oscar für den besten Film hätte gewinnen sollen. Für sein Argument nimmt er den Film komplett auseinander und findet tolle Anhaltspunkte zu Interpretationen, die weit über die offensichtlichen (Filmmetapher, fällt der Kreisel usw.) hinaus gehen. Zudem nimmt er die philosophische Perspektive zur Analyse des Films ein und ich musste nach den 30 Minuten des Videos erstmal mein Kinn wieder vom Boden aufsammeln.

    Wer gerade nicht die halbe Stunde Zeit für dieses Video hat (und ich empfehle dringendst sich diese zu nehmen) ein wenig Nahrung zum Nachdenken,

    * wenn man sich anschaut, wie Totems funktionieren (sie verhalten sich in der Realität ANDERS als normal) ist Cobbs Totem überhaupt ein sinnvolles Maß dafür, ob er in einem Traum ist, oder nicht? Ist der Kreisel überhaupt sein Totem?

    * stellt man dies in Frage, so ist die Abschlusseinstellung vollkommen aussagelos und der Kreisel unten links im Bild nur ein Red Hering, während das aufschlussreiche woanders im Bild passiert.

    * es gibt einen Haufen Hinweise dafür, dass die “Realität” tatsächlich auch nur ein Traum ist: das bekannte Theme des Films ist eine verlangsamte Version des Edith Piaf Songs, der das Ende eines Traumes signalisieren soll. der Song ist 2 Minuten 28 lang, der Film 2 Stunden 28 Minuten und er beginnt mit dem verlangsamten Piaf Song. Die Verfolgungsjagd in Mumbassa ist extrem Traumähnlich (Agenten, die aus dem Nichts kommen, Wände, die sich verengen…), Eames ist auch in der Realität am “dreamforgen” und alle Figuren sind eindimensional und haben bloß Vornamen (wie in einem Traum)

    * Wo landet man, wenn man im Limbo Selbstmord begeht? In der Realität, oder woanders? Wo ist Cobb dann am Ende?

    Schaut das Video. Es ist der blanke Wahnsinn.

    http://www.youtube.com/watch?v=ginQNMiRu2w

    • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

      Sehr cooler Vortrag, danke für den Link!
      Bin ganz heiß den Film wieder zu sehen um auf ‘Entdeckungsreise’ zu gehen :)

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Richtig gutes Video, vielen Dank!

      Hast du das Buch auch gelesen? Taugt das so viel wie seine Präsentation?

      • die_krabbe

        das habe ich nicht.

  • Stefan

    Ariadne ist deshalb ein komische Name, weil er eine Anspielung auf den Ariadnefaden aus der griechischen Mythologie ist. Der wurde nämlich benutzt, um aus dem Labyrinth des Minotaurus zu entkommen! Ansonsten sehr coole Ausgabe die mir meine Schonzeit grade schneller vergehen lässt!

  • Stefan

    Achso, zur letzten Diskussion noch 2 Worte:
    Hier sieht man auch schon wieder, dass man komplett unterschiedlich an einen Film gehen kann, was eine völlig andere Rezeption zur Folge und jeden Gedanken von Objektivität ad absurdum führt!
    Wie ich Filme sehe und warum ich das tue. In erster Linie möchte ich von einem Film unterhalten haben. Es gibt für mich einfach keinen Grund, weshalb ich einem Film von Anfang an nicht völlig neutral gegenüber stehen sollte. Ich habe keinen Anlass zu denken, dass ein Regiesseur oder Drehbuchschreiber mit aktiv etwas Böses wollen. Von daher bin ich da ganz rational und auf mein Eigeninteresse bedacht, dass ich mir einen Film nicht durch eine verzerrte Haltung von Anfang an kaputt mache. Das geht in positiver, wie in negativer Hinsicht. Wenn ich zu gehypt bin, dann kann ein Film nur scheitern und das ist unfair. Denn unrealistische Erwartungen führen ebenfalls dazu, dass ich eine völlig andere Wahrnehmung des Films habe.
    Im Endeffekt geht es mir wirklich nur darum Spaß zu haben und dabei möchte ich mir selbst nicht im Weg stehen, natürlich kann man nach dem Film beginnen über den Plot und Theorien nachzudenken, aber für den Moment, in dem der Abspann abläuft, habe ich genau eine Emotion dem Film gegenüber und diese Emotion ist genau das, was einen Film für mich ausmacht. Die gibt es nur in dem Moment und lässt sich auch nicht konservieren, aber für diesen Augenblick schaue ich Filme.

    Bei Inception war es z.B. so, dass ich in der dritten Ebene, wo es mit den Schneemobilen losgeht komplett aus dem Film gerissen wurde. Sehr schade, weil ich bis dahin komplett im Film gefangen war. Am Ende kriegt er noch die Kurve, aber leider hat das doch deutlich meinen Seheindruck geschmälert. Das war aber auch schon bei The Dar Knight so, der ab der zweiten Hälfte, als der Joker als Krankenschwester Auftritt, völlig auseinander fällt…und das war auch so bei The Dark Knight Rises. Hm…naja

    • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

      Ist eine gute Einstellung um an Filme zu gehen, versuche ich ähnlich und es zahlt sich aus. Am besten ist es erst mal jeden FIlm mögen zu wollen und nichts zu erwarten!

    • SecondUnitTamino

      Mögen wollen tue ich ja auch, klappt nur oft nicht so richtig ;-) Ich glaube du verzeihst Filmen eher noch gewisse Dinge, die mir als größere Fehler auffallen, wie eben Plot-Holes etc. Ich kann für mich aber schon sagen, dass ich Filme nicht nur für den Moment schaue. Ich will sie am Ende genau verstehen und für mich einordnen können. Daher kann es auch nach einer genaueren Betrachtung dazu kommen, dass mir ein Film viel mehr oder viel weniger gefällt als bei/nach dem direkten Anschauen. Für mich ist diese geistige Komponente genau so wichtig die emotionale, unmittelbare Erfahrung. Ich würde beides bei einer abschließenden Bewertung berücksichtigen und daher auch meine initiale Einstellung zum Film – wenn es angebracht ist – relativieren.

      • Stefan

        Klar, diese sekundäre Betrachtung gehört auch zum Film, aber so sehr man auch über einen Film diskutiert, hat das alles überhaupt keinen Einfluss darauf, wie ein Film unmittelbar auf mich gewirkt hat. Ich sehe Filme daher eher als Kunstwerke, die man zwar handwerklich beschreiben kann, aber deren Wirkung genau das ist, was sie besonders oder herausragend macht.
        Deshalb ist es ja auch so arbiträr Filme zu beurteilen, weil es ganz unterschiedlich ist, wie man an einem Film geht. Sieht man ihn zum zweiten Mal, wird die Wirkung ganz unterschiedlich ausfallen. Hatte man dazwischen dann noch eine Diskussion darüber, dann wird das Urteil wieder ganz anders und niemand hat die genau gleichen Voraussetzungen.
        Ich halte diese Wirkung bewusst einfach und auf das Seherlebnis in erster Instanz beschränkt, weil die nachgelagerte Betrachtung und die intellektuelle Beschäftigung damit für mich nichts mit dem Film und dessen unmittelbare Wirkung darauf, ob ich ihn gut oder schlecht finde, haben. Sicherlich hat sie auch ihre Berechtigung, aber weil sie eben so unterschiedlich ausfällt, ist für mich sinnvoller das unmittelbare Gefühl eines jeden nach dem Sichten zu vergleichen, da man hier, wenn ihn alle zum ersten Mal sehen, viel homogenere Voraussetzungen hat.
        Momentan schaue ich beispielsweise surrealistische Filme, die man überhaupt nicht verstehen kann, weil der Surrealismus vom Konzept her jede Rationlität verneint. Daher genieße ich einfach die Wirkung der Filme auf mich und versuche so oft wie möglich mich in einen Zustand nahe dem Nullpunkt zu versetzen, um jedem Film so neutral wie möglich zu begegnen, da jeder Film einen intrinsischen Wert hat!
        Deshalb finde ich es auch so extrem problematisch, wenn man Filmen vorwirft, dass sie etwas zeigen, was man schon mal gesehen hat. Denn es ist völlig willkürlich in welcher Reihenfolge man welche Filme gesehen hat. Natürlich ist es mit zunehmendem Alter chronologisch determiniert, aber wenn man jetzt anfängt Filme aus der Vergangenheit zu sehen, dann ist die Reihenfolge völlig offen und die Kritik, die ein aktueller Film bekommt, weil er etwas wiederholt, ist für diesen Rezipienten nicht relevant und somit nicht wichtig.
        Daher tue ich mich auch völlig schwer mit Filmkritik allgemein, weil sogenannte Experten ganz andere Maßstäbe an Filme haben und meiner Meinung nach jeder Film, aus seinem Wert den er aus sich selbst heraus hat, von jedem Menschen ohne Sachkenntnisse beurteilt werden können muss!
        Das Sehvergnügen ist für mich mit Poesie vergleichbar. Man kann in einem unglaublich beschränkten Rahmen die formale Qualität feststellen, aber die Wirkung der Poesie hängt dann von jedem ganz individuell ab. Und da die Form im Vergleich zu dem, was ein Kunstwerk in einem auslöst, nur einen winzigen Anteil hat, ist für mich die nachgestellte Kritik vergleichsweise bedeutungslos.
        Was nicht heißt, dass ich Diskussion über Filme schlecht oder überflüssig finde. Nur haben diese für mich nur in einem begrenzten Maß Einfluss auf den Film und meine Bewertung dessen. Denn die Bewertung, die ich nach dem Austausch darüber vornehme, ist eine völlig andere, als die, die der Film in mir beim Schauen ausgelöst hat. Sie ist in gewisser Weise unechter, weil doch x Paramter verfälscht und beeinflusst.

        Kurz: für mich persönlich und die Art und Weise, wie ich Filme schaue, ist das Kunstwerk Film größer, als eine banale Bewertung. Denn selbst wenn mir durch eine spätere Diskussion klar wird, dass die ein oder andere Szene nicht ganz so stringent erzählt war, meine unmittelbare Reaktion darauf, mein Gefühl “das war ein guter Film” wenn ich aus dem Sessel aufstehe, wird davon zu 0,00% beeinflusst. Und das ist für mich genau das, was Filme ausmacht. Die magische Kraft eines Kunstwerks und die Frage, ob es mich emotional berührt, ob ich es spannend, lustig, geistreich gruselig oder nachdenklich finde.
        Mittlerweile finde ich Filme auch viel spannender, die mit den formalen Maßstäben, mit der Filme bewertet werden, brechen. Zerstückelte Narration oder von den gewöhnlichen Konventionen befreite Strukturen und Einstellungen. Das mögen dann zwar nach den herkömmlichen Maßstäben “objektiv” schlechte Filme sein, aber genau darin sehe ich ihre Qualität.

        Nagut, das ist hier schon wieder ein halber Roman geworden, also komme ich zum Ende ;)
        Natürlich soll das niemand so sehen, wie ich, aber grade im Rahmen meines Literaturstudiums ist mir aufgefallen, wie unglaublich absurd und leider eben auch willkürlich, weil an zeitliche und örtliche Konventionen gebunden, Bewertung von Kunst ist.
        Denn man kann formal Texte der französischen Surrealisten mangelnde Qualität vorweisen, weil sie orthographische Fehler haben, aber dies ist nur ein Resultat der Écriture automatiqued. Ohne Kontext kann man das aber nicht wissen. Sind die Texte deshalb gut oder schlecht? Weder noch, weil die Entscheidung darüber von jedem Individuum abhängig ist!

        Ein schönes Wochenende :-)

        • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

          Ich glaube da finde ich mich auch in etwa wieder.

          Das unmittelbare Gefühl nach dem gucken prägt bei mir einfach die Meinung die ich vom Film habe!

          Darf man fragen welche surrealistischen Filme du so schaust (bin da immer auf der Suche meinen Horizont zu erweitern) ?

          • Stefan

            Klar, das sind in erster Linie die Klassiker von Dali und Bunuel aus den 20er. Die gibt es zum Glück auch alle in guter Qualität auf Youtube. Grade der andalusische Hund ist absolute Pioniersarbeit und lässt sich überhaupt nicht mehr greifen. Bei moderneren Vertretern muss man natürlich Cronenberg, Lynch und Jodorowsky nennen. Letzter bekommt bald deutsche Veröffentlichungen vom Label Bildstörung. Und natürlich Terry Gilliam oder der Franzose Gaspar Noé. Menschenfeind und Irreversibel sind ziemlich starke Filme!

          • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

            Danke, das sind in etwa die Kandidaten, die ich auch damit verbunden habe.
            Wobei ich bei der Hälfte (Dali / Bunuel / Jodorwsky) noch nichts kenne.
            Vielleicht schau ich mir das auch einfach mal auf youtube an. Schön mit der Bildstörung-Veröffentlichung, denn MONTANA SACRA will ich schon lange sehen! Hatte wirklich NUR großartiges gelesen und war schon kurz davor mir (damals) für knapp 30€ ungesehen die UK-DVD zu ordern. Bin dann aber zurückgerudert, weil ich über den ebenfalls so hochgelobten POSSESSION (womit wir wieder bei Bildstörung sind) genau so viel gutes gelesen hatte, aber den recht mau (zumindest keine 30€ wert) fand. Sind natürlich völlig verschiedene Filme, aber ich hab es dann einfach gelassen!

            Ich empfehle noch mal die Werke von Andrej Tarkovskij!
            (Bis auf DER SPIEGEL) nicht wirklich surreal, eher ‘traumartig’, aber trotzdem ganz weit entfernt von herkömmlichen Konventionen!

          • Stefan

            Danke! Tarkovskij steht auf dem Speiseplan. Montag wird Stalker geschaut und ich freu mich schon riesig drauf! :-)

          • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

            Viel Spaß!

            Passt übrigens zu unseren Diskussionen hier mit Tamino :)
            STALKER ist einer der Filme, die man unmöglich in einem Durchgang ganz begreifen kann. Ob man es überhaupt kann weiß ich nicht mal.

  • Pingback: 2nd Unit Podcast #62 – Inception (2013) « jacker’s 2Cents..

  • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

    Anfangs ging es mir mit INCEPTION wie Tamino.
    Ich fand ihn zwar etwas besser als ‘bestmögliches Mittelfeld’, war aber auch durch den Trailer (umklappende Stadt) auf noch mehr visuelle Unglaublichkeiten eingestellt. Die zweite Hälfte empfand ich dann als guten, aber leider sehr Action-lastigen Thriller. Da hätte ich mir mehr ‘traumhaftes’ gewünscht.
    Nach dem Kinobesuch hätte ich dem Film wohl etwa 8/10 gegeben.

    Beim zweiten Mal haben sich mir in INCEPTION völlig neue Seiten offenbart – ich sage nur: emotionaler Zustand von Cobb / Schuldfrage / nicht loslassen können – und ich fand ihn unheimlich tief und Cobb’s Zustand sehr bewegend! Auch ist mir jetzt erst vollständig die Genialität dieser verschachtelten, auf 3-4 Ebenen in unterschiedlichem Tempo parallel ablaufenden Erzählung aufgefallen. Von da an auch ‘Lieblingsfilm’!

    Beim nächsten Mal – was sehr bald sein wird, euer Podcast und die verlinkten Artikel haben echt direkt wieder Lust auf den Film gemacht – werde ich dann wohl verstärkt auf Spurensuche gehen und für mich eine Lösung der Traum/Realität-Frage suchen!

    Mich würde interessieren wie oft ihr den Film gesehen habt? Bei Tamino schien ja durch, dass es deine zweite Sichtung war, aber Christian du nennst ihn ja auch ‘Lieblingsfilm’.. Rein aus Interesse, ich habe die Filme, die ich ‘Lieblingsfilm’ nenne teilweise 10, teilweise aber auch nur 2 Mal gesehen, daher interessiert mich das mal :)

    Schön, dass ihr auf die vielen verschiedenen Interpretationen eingeht. Man kann da auch gar keinen Favoriten wählen, alles erscheint plausibel – großartig daran ist aber, dass es den Film nicht verwässert, sondern er trotzdem unheimlich straight ist!

    Ich fühle mich zwar ein bißchen Hipster mäßig dabei, aber ich habe euren Podcast mal gebloggt: http://weltamdraht.blogsport.de/2013/06/06/2nd-unit-podcast-62-inception-2013/
    Noch nicht viel drauf auf der Page, aber ich beginne gerade sie mit Content zu füllen!

    Sehr interessant finde ich eure abschließende Diskussion über die Filmrezeption. Ich bin eher der Bauchgefühl Filmschauer. Trotzdem kann ich anhand von Kriterien ganz gut begründen warum mir ein Film gefallen, oder eben nicht gefallen hat. (Zum Glück) ist es aber nicht so, dass mir ‘Filmfehler’ (STAR TREK Diskussion lässt grüßen) immer direkt ins Auge fallen und mein Viewing-pleasure direkt schmälern. Sowas fällt mir dann eher auf, wenn ich rückwirkend darüber nachdenke. Deswegen gewichte ich sie auch nur so sehr, wie sie mich akut beim Schauen beeinflusst haben und verzeihe eine Menge!
    Aus der Bauchgefühl-Rezeption, ergibt sich auch, dass es ganz verschiedene Möglichkeiten gibt, wie ein Film bei mir richtig punkten kann. Was ich aber sagen kann: Durch dunkle/mysteriöse Atmosphären (Lynch!), oder überragende Visualität, die das Medium FILM eben durch die OPTISCHE Komponente von einer bloßen Geschichtenerzählung abhebt (Aronofsky/Malick/…), kriegt man mich :P
    Bauchgefühl ist aber auch ein guter Indikator für zu hohe Dummheit in einem Film. Wenn der Bauch nach facepalms ruft, stimmt etwas nicht ;)

    Wichtig ist es auf jeden Fall (wie Stefan unten schon schreibt) an alles möglichst unvoreingenommen ranzugehen. Selbst Filme von Lieblings- / Hassregisseuren versuche ich ohne Erwartung zu sehen. Oder besser gesagt: Ich will jeden Film mögen,w arum sollte ich ihn sonst anschauen :D Für Selbstgeiselung ist Zeit zu wertvoll. Wahrscheinlich erkenne ich daher eher gelungenere Charakteristiken des FIlms an, anstatt das Haar in der Suppe zu suchen. Es gibt nichts blöderes als ein vorgefertigtes Bild, denn wenn man etwas sehen will (bzw. NICHT sehen will) dann biegt das Hirn sich schon das Gesehene entsprechend zurecht.

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Danke für den Beitrag auf deinem Blog :-)

      Ich habe Incpetion noch gar nicht so oft gesehen. Einmal im Kino, einmal mit meinem allten Herren, und nun mit Tamino. Vielleicht habe ich den Film zwischendurch noch mal auf Blu-Ray gesehen, aber das weiß ich gar nicht mehr so genau. Mehr als eine Hand voll war es auf keinen Fall.

      Ich hab ihn aber vor allem so gut in Erinnerung, weil ich nach dem Kino-Besuch eine Menge mit meinen Leuten drüber diskutieren konnte. Und danach habe ich mich dann ein weng in Wikipedia-Artikel und Blog-Beiträgen dazu verloren. Die Diskussionen danah haben den Film für mich auf jeden Fall bereichert.

      • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

        Das ist ja auch das tolle daran!
        Man hat nicht das Gefühl, dass man fertig werden kann mit der Diskussion darüber, sondern es tun sich immer neue Seiten auf! Und trotzdem ist es ein bärenstarker Blockbuster. Wenn es doch nur immer so wäre :O

    • SecondUnitTamino

      Ich weiß gar nicht genau, ob ich den Film 2 oder 3 mal gesehen habe. Vermutlich aber 3 mal wo ich drüber nachdenke. Auf jeden Fall hat sich bei mir erst bei dieser Sichtung mehr getan als als vor 2-3 Jahren beim letzten Mal.

      Danke fürs weiterbloggen. Kannst ja mal ne Second-Unit-Fanpage aufmachen ;-)

      Zum Thema Bauchgefühl. Mich persönlich würde ich da überhaupt nicht zu zählen. Ich wage es zu behaupten, dass ich bei jedem Film ziemlich gut erklären kann, warum ich ihn mag oder nicht. Bei so guilty pleasure Dingern mag das vielleicht noch etwas schwieriger sein, aber generell habe ich nie das Gefühl, dass ich nicht wüsste, was mir an einem Film gefällt und was nicht. Was die Voreingenommenheit angeht, gebe ich euch größtenteils recht, allerdings sind Vorurteile nicht immer nur schlecht. Sie helfen immerhin dabei, von vorn herein eine Auswahl möglicher zum Anschauen infrage kommender Filme erstellen zu können. Wenn man den Film dann erst einmal schaut, sollte man dann natürlich ziemlich frei von ihnen sein. Die Frage um Voreingenommenheit hat für mich aber eher weniger mit der Debatte um die emotionale vs. rationale Filmrezeption zu tun. Wenn ich einen Film aktiv schlecht finden will, dann ist meine Meinung einfach Unfug. Und auch wenn sich sowas erst später rausstellt (z. B. weil ich eigentlich keine Lust hatte, einen Film zu schauen etc.), dann ja ebenso.

      Ich habe bei Stefan und dir ein wenig das Gefühl, dass ihr nicht so gerne im Nachhinein eure Meinung zu einem Film noch großartig ändert (verbessert mich, wenn ich das falsch verstanden habe). Wenn dem so ist, dann kann ich da nicht stärker widersprechen. Ich wüsste nicht, warum ein emotionaler Eindruck ein höheres Gewicht als eine rationale Überlegung haben sollte. Wenn ich einen Film nur mochte, weil ich seine Probleme nicht wahrgenommen habe, ich diese aber nach einer Diskussion über das Werk schließlich erkannt habe, dann macht es doch keinen Sinn, weiterhin auf seinem initialen Bauchgefühl zu beharren. Wenn ich mich an gewissen Problemen einfach nicht störe, ist das ja ok, aber wenn mir Probleme erst im Nachhinein auffallen, die dann meine Meinung zum Film verändern und daher auch meine zukünftigen Sichtungen des Werks beeinträchtigen werden, so muss man doch seine ursprünglich emotionale Haltung rationalisieren und ein vollkommeneres Urteil abgeben. Bei mir ist da Nolan’s TDKR ein gutes Beispiel. Der kam hier damals in der Sendung noch ganz gut weg – 8/10 Punkten – und ich würde ihm heute niemals mehr als 6/10 geben, einfach weil ich nach erneutem Überdenken, meine initiale, ungeordnete, hauptsächlich emotionale Einstellung verfeinert habe.

      Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass man viele Filme nach einer einzigen Sichtung kaum vernünftig beurteilen kann, eben weil man hauptsächlich durch den unmittelbaren Eindruck geprägt ist und daher kein abschließendes, alle wichtigen Dimensionen des Films umfassendes Urteil formulieren kann. Bei Filmen wie “Apocalypse Now” oder “Brazil” wusste ich zu Beginn nur, dass mich vieles an ihnen interessiert hat, aber nicht, wie sehr sie mir gefallen. Gerade bei “Brazil” habe ich nach einmaligem Anschauen sofort gemerkt, dass ich ihn nicht die Bohne für mich persönlich einordnen konnte und habe ihn erst ein paar Monate später abschließend bewerten können. Meine ursprünglichen Gedanken hierzu waren ungefähr solche wie: grotesk, interessant, wirr, metaphorisch, übertrieben, beeindruckend, ziellos… Es gab zig positive und negative Aspekte, die ich nicht vernünftig abwägen konnte. Ich musste also erst durch eine Zweitsichtung mit abschließender logischer Filmanalyse (ich habe dann sogar einen Review bei MoviePilot geschrieben um meine Gedanken ein wenig zu ordnen) Ordnung in dieses Wirrwar in meinem Kopf bringen. Und seit dem bezeichne ich den Film als einen meiner Lieblingsfilme. Wäre ich hier nur bei meinem ersten Eindruck geblieben, dann hätte es der Film für mich niemals über das Mittelmaß hinaus geschafft.

      Wenn der initiale Eindruck bei einem Film eher mäßig war, dieser sich aber später als tolles Werk herausgestellt hat, ändert man also konsequenterweise seine Bewertung. Warum sollte das nun nicht andersrum genau so ablaufen? Man kann ja nicht einmal das Bauchgefühl als größtes Maß betrachten und ein anderes Mal den Verstand. Das wäre ja völlig inkonsequent. Offenheit gegenüber einem Film? Ja! Aber Vernachlässigen filmischer Probleme zugunsten einer ursprünglich positiven emotionalen Rezeption? Nein.

      • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

        “Danke fürs weiterbloggen. Kannst ja mal ne Second-Unit-Fanpage aufmachen ;-)”

        Haha, ganz so weit ist es noch nicht ;)
        Aber a) will ich den Blog jetzt einfach mal mit allem, was mir so an erwähnenswertem begegnet füllen und b) hab ich mittlerweile einige andere (Film-)Podcasts ausgecheckt und erst einen gefunden den ich ähnlich gern höre (Flimmerfreunde). Mag euer Format, weil es schön strukturiert ist, viele andere quatschen einfach stundenlang ohne roten Faden vor sich hin!

        “dass ihr nicht so gerne im Nachhinein eure Meinung zu einem Film noch großartig ändert”

        Ja und nein :D

        Du weißt ja selber, dass ich regelmäßig meine Gedanken zu den Filmen in Schriftform bringe, dabei ordne ich mich meistens mental (das schreiben hilft sogar), mir wird bewusst was ich mochte / was nicht und das bestärkt / schmälert meine – beim Schauen rein emotional entstandene – Meinung (oder auf MP auch Bewertung). Dabei fallen mir auch etwaige Probleme auf und fließen mit verschiedener Gewichtung in die Wertung / den Kommentar ein. Hab auch schon ab und an trotz ganz gutem Gefühl Filmen nur eine 6/10 oder darunter gegeben, weil einfach vieles drin war, was bei genauerem Nachdenken absolut dämlich / geschmacklos / schlecht ist. Das geht also schon mit ein!
        Und was bleibt mir in Erinnerung?
        Da kann ich ja nur von mir sprechen und sagen: es ist genau so wie es bei dir eben NICHT ist. Wenn ich an Filme zurück denke, dann kommt flash-artig ein Teil des Gefühls wieder. Das schließt aber nicht aus, dass ich mir bewusst bin warum ein Film die entsprechende Wirkung auf mich hatte und bedeutet auch nicht, dass ich mich NUR auf die Emotion beim Schauen besinnen kann.
        Bezüglich der Mehrfachsichtungen muss ich dir natürlich zustimmen! Bei mir ist es idR so, dass meine Meinung des Films NIE gleich bleibt, wenn ich ihn noch mal sehe. Entweder er kann nicht halten was ich in Erinnerung habe (Reiz des Neuen, Überraschungseffekte, etc. weg) und ich sehe, dass unter der Fassade nicht mehr viel kommt. Oder er ist eben (wie die von dir genannten Filme, oder eben auch INCEPTION hier) ein wirklich guter Film, der dann eigentlich mit jedem Schauen besser wird, weil sich Vielschichtigkeit, Komplexität (oder Schlichtweg überragende Qualität als Gesamtes) offenbaren.

        Insofern ändere ich meine Meinung sogar regelmäßig im Nachhinein, aber zu 90% aufgrund einer neuen Sichtung.
        Ich verstehe deinen Punkt: Wenn du jetzt zu mir kommst und sagst ‘Film XY ist doch völliger Humbug, die und die und die Szene gehen doch gar nicht auf’, ich aber vom Film ziemlich beeindruckt war, weil andere Faktoren mich überzeugt und eingelullt haben, dann würde ich auf jeden Fall bei einer weiteren Sichtung im Hinterkopf behalten was du gesagt hast. Aber vorerst muss ich ja von dem ausgehen, was mein Gefühl mir sagt.

        TDKR ist ein riesen Beispiel!
        Ich war weder vorher ultra gehypet drauf (wie alle), noch im Nachhinein enttäuscht (wie fast alle). Weil der Film auf mich nen Sog ausgeübt hat der kaum zu beschreiben war (Hatte mir eine Pizza bestellt, sie kam und ich hab kurz angefangen zu mampfen und dann einfach VERGESSEN weiter zu essen :D). Das sind Kandidaten wo ich mich frage: Kann das beim zweiten Mal genauso funktionieren? Und ich glaube es nicht! TDK hat das bei mir geschafft, weil es ein richtiger Nolan ist (MEMENTO hat mich auch beim fünften Mal noch fasziniert!). TDKR wird (befürchte ich) nachlassen bei weiteren Sichtungen. Aber das mutmaße ich nur und ändere meine Meinung nicht ohne diese Mutmaßung zu überprüfen!

        Hast du ihn seitdem noch mal gesehen?

        • SecondUnitTamino

          Ne, habe ich nicht, nur viel drüber nachgedacht ;-) Der Film für den ich meine Pizza vergesse muss übrigens erst noch erfunden werden, dafür bin ich viel zu gierig nach Tomatentorte. Ich finde deine Ausführungen hier echt interessant, weil ich bei mir im Gegensatz erkenne, dass ich meistens Filme bei erneuten Sichtungen recht ähnlich empfinde/einschätze wie zuvor. Da gibt’s natürlich auch zig Gegenbeispiele aber die Mehrheit der Filme, die mir wichtig sind, habe ich ziemlich genau im Kopf und da ändert sich dann nur – wenn überhaupt – die Wahrnehmung von Details oder der Film rutscht in ganz krassen Fällen in meiner Bewertung einen Punkt nach oben oder unten. Ich kann mich eigentlich bei Filmen meistens ziemlich genau an ihren Inhalt und ihr Feeling erinnern und weiß, was mich an ihnen stört oder was mir an ihnen gefällt. Wenn ich z. B. im Fernsehen am Rumzappen bin (was ich heutzutage natürlich kaum noch tue), kann ich fast immer innerhalb von wenigen Sekunden erkennen, ob es sich um einen Film handelt, den ich schon einmal gesehen habe oder nicht. Kein Plan ob das jeder kann, aber ich bin dann immer stolz auf mich :-)

          Generell scheine ich mit Filmen jedenfalls deutlich anders umzugehen als du und Stefan. Hängt natürlich auch mit der Art von Filmen zusammen um die es geht, aber das was ich gewöhnlich schaue, ist meistens wenig abstrakt und daher auch eher auf rationaler Ebene zu verinnerlichen. Ich mag Deutlichkeit, Geradlinigkeit (die auch komplex sein kann wie z. B. bei “Apocalypse Now”) und starken Ausdruck (sowohl inhaltlich wie audio-visuell) und daher erkenne ich einfach fast immer, warum und was genau ich an dem Film mag oder nicht. Ich habe eigentlich keine undefinierbaren Gefühle bei oder nach dem Schauen. Ich kenne mich selbst sehr gut und weiß wie ich ticke, besonders bei Geschmacksfragen ;-) Während ich Emotionen empfinde, weiß ich meistens auch, woher sie kommen. Also sind bei mir persönlich die emotionale und die rationale Ebene wohl recht eng miteinander verknüpft. Logikprobleme fallen mir daher auch oft sehr schnell auf und stören mich dann auch sofort emotional, weil sie mich aus der Filmerfahrung rauswerfen. Ich bin eigentlich beim Filmschauen immer auch im hinterfragenden Modus: “Warum machen die Protagonisten das gerade? Macht das Sinn in Hinsicht auf die Geschichte? Erkennt man hier gerade zu deutlich die Handschrift des Filmemachers? Fühlt sich die Geschichte authentisch an? etc. Diese Fragen muss ich mir auch nicht aktiv stellen, das passiert einfach automatisch. Ich schaue Filme immer so und will das auch nicht anders. Ich mag zwar auch gerne Unmittelbarkeit, aber da eine solche ja fast nie richtig vorhanden ist, da eine Geschichte um irgendwelche Geschehnisse, die andere Leute erleben, erzählt wird, muss ich ja versuchen, auf rationaler Ebene da einzutauchen. Bei Filmen wie “2001″ oder Lynch-Dingern mag das eher anders laufen, aber das ist eben auch der Grund, warum mir die nicht wirklich was geben. Da denke ich nämlich meistens nur: “Hä?” ;-)

          Ich will einen Film durch sein Verständnis genießen. Filme, die ich nicht verstehe, mag ich nicht. Ich kann das für mich wirklich so formulieren. Ein Film ist ja nicht ein Bild wie “Der Schrei”, vor dem man einfach steht und es auf sich wirken lässt. “Star Dreck: Into Darkness” z. B. kann man wohl kaum auf so eine unmittelbare Weise schauen. Ich denke da auch nicht nur, nein, ich FÜHLE alle 30 Sekunden seine unfassbar dummen Entscheidungen. Ich will doch nicht einfach nur ein buntes Feuerwerk oder eine inhaltsleere Atmosphäre. Ich werde auch nie verstehen, wie man einen Film nur aufgrund seiner Atmosphäre mögen kann. Diese muss doch in etwas eingebettet sein, damit sie überhaupt etwas tut. Ich glaube ich kann bei einem Film einfach nichts fühlen, wenn ich nicht gleichzeitig auch verstehe. Ich breche hier mal ab, weil man einfach ewig so weiter schreiben könnte :-) Ich hoffe das war hier nicht alles zu wirr.

          • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

            Ich habe mich oben etwas schwammig ausgedrückt: Wenn ich einen Film mehrmals sehe, pendelt sich das natürlich ein und ich habe irgendwann eine feste Meinung dazu. Große Unterschiede erkenne ich jedoch oft zwischen erster und zweiter Sichtung. Manchmal auch noch beim dritten Mal (wobei es ja auch nicht unendlich Filme gibt, die man dreimal und öfter ansieht!), aber dann steht meine Meinung.

            Vielleicht ist unsere Rezeption gar nicht so verschieden (im Resultat), bei dir nur etwas logischer/begründeter.
            Die vielen Gedanken, die du dir automatisch machst, auch das Hinterfragen kann man ja als direkte, bewusste Reflektion bezeichnen.
            Wie oben gesagt ist es bei mir so, dass ich mich zum Film (zumindest bei Erstsichtungen) eher treiben lasse, aber auch direkt eine emotionale Wertung entwickle. Im Endeffekt kann ich ja im Nachhinein auch gut einschätzen warum diese Wertung entsprechend ausgefallen ist und auch begründen. Nur ist mir das während des Schauens nicht rational präsent (ich WILL auch gar nicht viel denken BEIM anschauen, sondern erst danach!). Der Film soll intuitiver wahrgenommen werden, wenn er gut ist fühle ich mich großartig, wenn er schlecht ist pissed.

            Wo wir uns aber definitiv völlig unterscheiden ist die Verständnis-Frage!
            Auch wenn ich weiß, auf welche Ebene du deine Aussage beziehst (eine Logik in sich, die zum Ende zufriedenstellend einen Kreis schließt, in dem alles DRIN liegt?!), sehe ich das anders. Natürlich kommt es auf den Film an. Wenn ein Thriller/Krimi keinen Sinn macht, ist er für die Katz. Aber Filme die bewusst nicht auf verstehen ausgelegt sind nehme ich als gern gesehenes Stimulanz entgegen. Weil in den Fällen die Fragen viel interessanter als die Antworten sind und ich nicht will, dass der Film mir abgeschlossenes vorsetzt, sondern ich mir erhoffe, dass er mich auf Gedanken bringt die mir vorher noch nicht in den Sinn gekommen wären.

            Bezüglich Atmosphäre:
            Die entsteht ja aus dem Gesamtpaket heraus. Ein Film kann audiovisuell überragend sein, wenn aber nonstop schlechte Dialoge gesprochen werden, kicken die mich raus und er hat keine Atmosphäre. Das Gespür dafür unterscheidet die Spreu vom Weizen (unter den Filmemachern). Ein Jarmusch zeigt mir Bill Murray in BROKEN FLOWERS (oder Whittaker in GHOST DOG) lange nachdenklich am Steuer und das vermittelt mir etwas. Durch die Musik dazu, dadurch wie er den Darsteller dirigiert, etc. Andere Regisseure zeigen mir das absolute Gegenteil – pompösen Maximalismus – und da fühle ich gar nichts, weil eben NICHTS unmöglich zu etwas großem werden kann.

            Ich breche hier auch mal ab :D
            Mal wieder spannend ;)

          • SecondUnitTamino

            Bei der Logik/Verständnis-Problematik muss man sehr genau differenzieren. Bei den meisten quasi “normalen” oder bodenständigen Filmen sind wir uns einig: die müssen einfach logisch und vor allem verständlich sein, damit sie funktionieren. Bei sehr abstrakten oder surrealen Werken ist das natürlich etwas komplizierter. Ich würde natürlich einen Lynch nicht in der gleichen Weise das Fehlen von Logik vorwerfen. Da empfinde ich eher persönlich, dass mir so eine Operationsweise nichts gibt. Ich will einfach auch bei abgefahrenen Filmen ihren Sinn erkennen können. Ich weiß, du bist hier sicher nicht meiner Meinung, aber Lynch ist für mich einfach oft viel zu willkürlich und das stört mich total. Ich erwarte ja in “Mulholland Drive” keine Geschichte, die auf die gleiche Weise Sinn ergibt wie in einem Thriller, aber dennoch will ich ihre einzelnen Elemente zumindest irgendwie logisch erschließen und in einen Zusammenhang mit dem großen Kontext setzen können.

            Du nennst das Aufstellen von interessanten Fragen eine Qualität von Filmen und da stimme ich dir voll zu. Nur würde ich nicht sagen, dass Lynchs Filme Fragen formulieren. Vielleicht erinnerst du dich noch an unsere Folge zu “2001″, da haben wir nämlich genau darüber gesprochen. Für mich werfen Lynchs Fime Fragen auf, aber formulieren keine. Mir zu überlegen, was irgendeine surreale Szene bedeuten könnte, ist für mich nicht das Formulieren einer Frage, mit der ich mich als Zuschauer produktiv auseinandersetzen kann, sondern eher das lästige und nahezu unmögliche Entschlüsselnmüssen eines prinzipiell undefinierten Etwas (in etwa so als ob ich die Lösung für die Aufgabe x+y=? suchen würde. Da könnte halt alles rauskommen, weil nichts gesetzt ist, an dem ich mich orientieren kann). Ich will auch nicht behaupten, dass Lynchs Filme ausschließlich aus solchen Elementen bestehen, aber ich habe bis jetzt in all seinen typischen Werken diese Elemente gesehen und sie haben mich immer gestört, weil ich der Meinung bin, dass sie per se nicht lösbar sind (weil sie einfach zu abstrakt/undefiniert sind wie z. B. auch das Ende in “2001″). Ich wünsche mir eine Auseinandersetzung mit einem Thema und das produktive Aufstellen von Denkanstößen und Fragen, wie es in Filmen wie “Seven”, “Apocalypse Now” oder “Fight Club” geschieht. Diese Werke entwickeln mithilfe ihrer Handlung, ihrer Charaktere und ihrer Audiovisualität ein Problem, in das ich eintauchen kann, es dadurch mitfühle und angeregt werde, selbst weiterzudenken.

            Für mich ist das Abstrakte meistens schlichtweg zu einfach und austauschbar. Beim Ende von “2001″ z. B. sehe ich eine Menge bunter Farben und höre komische Musik dazu. Hier die Stelle: http://www.youtube.com/watch?v=pIwvLJX-Olg So eine Szene ist für mich völlig bedeutungslos, weil sie zu unkronkret ist und man sie auch auf zig andere Weisen genau so passend bzw. unpassend hätte inszenieren können. Natürlich ist sie stellenweise hübsch anzusehen, aber man sieht ja (fast) nichts. Es sind einfach nur bunte Farben, die für mehrere Minuten über den Bildschirm fliegen. Ich mag hier z. B. die Shots vom Auge des Protagonisten, weil dies immerhin ein wenig den Bogen zurück zum Film schlägt, aber größtenteils finde ich diese Szene einfach nur unglaublich öde. Sie hat keine Atmosphäre, weil sie nicht mit dem Rest des Werks verbunden ist und weil die genaue Form ihrer Inszenierung willkürlich ist. Ob ich hier 5 Minuten lila Kreise sehe oder 30 Minuten tanzende Aliens ist völlig egal, weil das Gezeigte keinen Sinn ergibt (und ja wohl auch nicht ergeben soll).

            Im krassen Gegensatz dazu z. B. diese Szene aus “AN”: http://www.youtube.com/watch?v=HSWtc01BlqM So eine Inszenierung eines Endes ist so ziemlich das Beste, was man in einem Film vollbringen kann. Sie erfüllt mehre Aufgaben gleichzeitig und völlig harmonisch. Der Plot wird auf der Story-Ebene aufgelöst; audiovisuell besticht fast jedes Bild durch die Dualität und den Konflikt von Licht und Schatten und das parallele Anziehen und Abstoßen von Hell und Dunkel bildet eine perfekte Metaphorik in Bezug auf das gesamte Thema des Films; und schließlich wird der Zuschauer zum Weiterdenken angeregt, indem er sich fragt, ob Willard das “Richtige” (was auch immer das ist) getan hat, da die Grenzen zwischen Gut und Böse sich im Verlauf der Handlung immer weiter verflüchtigt haben und letztendlich kaum noch vorhanden zu sein scheinen. Die Audiovisualität hat hier eine klare Aufgabe. Sie zieht den Zuschauer in diesem wichtigsten Moment des Werks in seinen Bann und vermittelt somit die Inhalte der Geschichte. Genau so funktioniert ein Film am besten, weil dadurch seine verschiedenen Dimensionen Hand in Hand arbeiten und sein Inhalt beindruckend visualisiert wird. Die Szene aus “2001″ ist einfach nur irre und nervt mich daher sehr schnell. Der Film scheint mir hier zu sagen: Guck mal wie “beyond everything” ich bin. Der Film ist so transzendent, dass er über eine bloße, niedere Verständlichkeit erhaben ist. Abgefahrene, sinnlose, bunte Farben interessieren mich nicht; eine wohl überlegte und audiovisuell toll inszenierte Metaphorik in Bezug auf die inhaltliche Thematik eine Films ist dagegen eine der größten Leistungen in der Filmkunst.

            Mit diesem Exkurs wollte ich meine Ansicht verdeutlichen, dass die emotionale Komponente eines Films sinnvoll mit der rationalen verbunden sein muss, damit ein Film nicht auseinander fällt. Ein Film wie “300″ sieht auch audiovisuell unglaublich toll aus, ist aber dennoch belanglos und höchstens ein guilty pleasure, da er inhaltlich leer ist. Es sind nur hübsche Bilder aneinandergereiht. Das zeigt sich im Vergleich von “The Matrix” und “The Matrix Reloaded” auch sehr schön. Während der emotional total zu fesseln vermag, ist der zweite bestenfalls unterhaltsam anzusehen. Die Audiovisualität des zweiten ist im Vakuum betrachtet viel beeindruckender als die des ersten, sie wirkt aber dennoch viel weniger auf den Betrachter, da sie inhaltlich kaum mit einer Geschichte verbunden ist. Und das würde ich auch zu Lynchs Werken sagen. Die Audiovisualität läuft oft an mir vorbei, weil sie nirgends verankert ist. Ich hoffe ich konnte hier etwas klarmachen, warum für mich das Fühlen von Emotionen auch immer mit einer rationalen Komponente verbunden ist. Diese ist nämlich die Verbindung der einzelnen filmischen Elemente, die erst in einem sinnvoll verknüpften Zusammenspiel ihre größte Wirkung auf mich erzielen können.

          • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

            So, ich wollte die ganze Zeit noch drauf Antworten, jetzt habe ich die Zeit :)

            Die Art wie Lynch’s Filme Fragen aufwerfen ist einfach anders und das ist wohl das womit du nicht konform gehst. Ich glaube auch, das wir da sicher noch je 20 Antworten zu geben können, aber es im Endeffekt auf die Erwartung die man persönlich an den Film hat, hinaus läuft und ob die Vorgensweise der Filmemacher damit zur Deckung kommt:

            2001 stellt generelle Fragen in Bezug auf uns und unser Dasein / Lynch stellt Fragen, die im Endeffekt selbstreflektiver Natur sind.

            -> 2001 ist ein Denkanstoß / LOST HIGHWAY ist ein Rätsel.

            Ich kann dem was du schreibst auch gar nicht viel entgegen setzen, denn entweder man hat Spaß daran surreale Darstellungen zu Dechiffrieren und aus einem Werk als Ganzem die Essenz selber heraus zu ziehen, oder eben nicht. Wogegen ich mich jedoch wehre, ist die Behauptung der Willkür..
            Ich bin mir sicher, dass er (ausser in INLAND EMPIRE, der Film hat keinen Sinn) sich im klaren ist was er zeigen will und DANN die sehr abstrakte Form der Darstellung generiert. Wenn du jedoch, verglichen mit einer klaren Darstellung das abstrahierte immer austauschbar findest, ist es kein Wunder, dass diese Art Filme zu machen dir nichts gibt.

            Beispiel 2001: Natürlich gibt es unendlich viele andere Möglichkeiten das zu zeigen. Aber das entscheidende ist doch WAS gezeigt werden soll. Er geht am Ende in einen höheren, gottgleichen Zustand über und ist somit sehr wohl mit dem Rest des Werks verbunden, welches ja die Evolution des Lebens von Tag1 an zeigt, aber eben nicht auf der aktuellen Stufe halt machen will. Da die Geschehnisse am Ende noch keinem Menschen nachweißbar passiert sind, gibt es keine “richtige” Art sie zu zeigen – das wichtige ist aber einzig und allein, dass man aus der Szene ableiten kann was sie darstellen soll!
            Manch einer findet hier (leider) nur visuellen Unsinn..

            Genauso hätte Gaspar Noé in ENTER THE VOID auch sicher zig andere Möglichkeiten finden können, die Seele (welche ja Protagonist des Films ist) durch Tokyo wandern zu lassen.
            Manch einer findet hier (leider auch) nur visuellen Unsinn..

            Natürlich ist die Szene aus AN absolut großartig und regt genau die von dir genannten Gedanken an. Aber es ist eben nicht die einzig richtige Art etwas zu zeigen. Und auch nicht mit abstrakter Filmkunst a la Lynch zu vergleichen (auch wenn AN sehr surreal wirkt, ich bezeichne den Film immer als Fiebertraum). Weil Lynch ja in den neueren Werken immer diese Mystery-Komponente drin hat. Das bedeutet aber nciht, dass das alles keinen Sinn machen kann. Es liegen nur viele Dinge nicht auf der Hand und wenn man sich gegenüber dem Aufruf sie aktiv zu deuten verweigert, steht man vor einem haufen nicht stimmiger Szenen.

            Es reicht beispielsweise in LOST HIGHWAY bereits ein Mal gewisse Charakteristika des Films erkannt zu haben, um alles was passiert in einem anderen – und im Universum des Films auch absolut nicht unlogischen – Licht zu sehen. Aber da muss man aktiv drauf kommen und ich gebe zu, dass Lynch es einem da oft nicht gerade einfach macht. Er setzt nur kleine Indizien, aber es wäre schlicht gelogen zu behaupten man würde die ganz offensichtlich bemerken ohne Detektiv zu spielen! Weil das Gezeigte auch (im Fall LOST HIGHWAY) nicht nur auf Allerweltswissen fust. Da der Rahmen um diese rätselhafte Konstruktion zudem auch noch sehr stark emotionsgeladen bzw. -dominiert ist (er versteht es sehr gut durch Klang und Optik bestimmte Gefühle, speziell Angst zu erzeugen) entsteht leicht der Eindruck, die Filme böten lediglich Verwirrung zum Selbstzweck, aber keinerlei plausible Ansätze. Noch mal: Dem ist nicht so.

            Allerdings muss Freude am Rätselraten und Offenheit für gewisse Spekulative Freiheiten da sein. Sonst wird es nichts ;)

  • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

    Der Punkt vor Voreingenommenheit ist mir ein wichtiger: Egal ob man es nun so negativ formuliert oder nicht. Wir haben immer eine Position, mit der wir in einen Film gehen. Das nennen wir ja manchmal Vorverständnis in der Sendung. Das geht in die Richtung von Erwartungen und Vorurteilen. Natürlich gehe ich in den nächsten Superman-Film ganz anders als Tamino. Oder er in einen Tarantino als ich. Das beeinflusst auch stets die erste Sichtung. Die Frage ist doch nur, ob es auch etwas an der langfristigen Meinung zu einem Film ändert. Ich kann Schwächen ja anders gewichten oder sie gänzlich übersehen. Aber ich kann sie doch nicht leugnen.

    • Stefan

      Hab weiter unten mal ausführlich formuliert, wie ich das meine. Dann wird bestimmt klar, weshalb für mich die langfristige Meinung unbedeutend und zu vernachlässigend ist.

    • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

      Klar hat man dieses Vorverständnis immer. Das ist Psychologie gegen die man sich nicht wehren kann!
      Trotzdem kann man versuchen sich nicht in Hypes aufsaugen zu lassen – ich habe das Gefühl viele Leute entwickeln mittlerweile durch das mediale Aufbauschen von Promo-Kampagnen Erwartungen die utopisch und nicht erfüllbar sind.
      Man muss das aktiv tun, aber vor jeder Filmsichtung ‘alle Regler auf Null’ verschont einen vor Enttäuschung / belohnt einen mit Überraschung!

      • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

        Natürlich sollte man sich dem Hype entziehen. Ich meine aber auch s etwas wie Vorwissen. Ich hab zum Beispiel ein ganz anderes Gefühl für Superman als Tamino. Dafür ist er mir in Sachen Star Trek voraus. Das meine ich mit Vorverständni und Perpesktive

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  • Alexander Gajic

    Bin erst mit etwas Verspätung dazu gekommen, diesen Podcast zu hören. Wollte euch hier in den Kommentaren auch auf die Herkunft des Namens “Ariadne” hinweisen (griechische Mythologie Basics :)). Außerdem finde ich – das klingt bei euch ja durchaus auch an – dass man sich bei der Interpretation von “Inception” durchaus auch am bisherigen Werk von Nolan orientieren darf, und dass einem das einige Anhaltspunkte gibt. Ich habe das damals nach Sichtung des Films mal aufgeschrieben: http://realvirtuality.wordpress.com/2010/07/22/inception-christopher-nolans-studien-uber-selbst-gewahlten-konstruktivismus/

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Sehr schön, danke für den Link! Ist in meine Instapaper-Liste gewandert und wir die Tage nachgeholt ;-)

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Und nun hab ich deinen Artikel auch endlich gelesen. Schönes Stück, besonders deine Deutung von Nolans Gesamtwerk. Lesebefehl für Nolan-Fans!

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