Second Unit #40 (Ghost Dog)

Das neue Jahr bricht an und wir sind natürlich auch wieder am Start. Diese Woche gibt es mit Ghost Dog (Amazon) eine Hörereinsendung.

Da uns Alax Galax nicht nur den Film, sondern auch gleich das passende Getränk hat zukommen lassen, gibt es diese Woche einen frisch zubereiteten grünen Tee. Vielen Dank dafür!

Zu Beginn bedanken wir uns außerdem über die anonyme flattr-Spende zu unserer Vorweihnachtsepisode zu Das Fest. Ich verweise außerdem auf meine neue Adresse, die ihr in unserem Impressum findet. Falls ihr uns auch im neuen Jahr mit Filmeinsendungen bestechen erfreuen wollt.

Wenn wir über Ghost Dog sprechen, müssen wir natürlich auch über Jim Jarmusch sprechen. Tamino ist mal wieder besser vorbereitet als ich. Er kennt immerhin Dead Man und Down by Law. Dafür habe ich das im Film erwähnte Buch Hagakure zumindest überflogen. Den titelgebenden Ghost Dog spielt der großartige Forest Whitaker. Die Musik stammt von RZA und hat uns ebenfalls sehr gut gefallen.

Wir besprechen zum Abschluss die Frage, was eigentlich ein Indie-Film ist bzw. sein kann. Dabei geht es uns vorerst gar nicht um eine konkrete Definition, sondern eher um eine grobe Eingrenzung des Phänomens.

Nächste Woche beginnen wir die Vorbereitung zum nächsten Tarantino-Film. Wir schauen deshalb mit Once Upon a Time in the West (Amazon) einen echten Western-Klassiker.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

[Download | Länge: 1:09:31 | Größe: 32,0 MB| @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: cc by me vs gutenberg]

  • eazy

    Die Verlinkung zur IMDB von Ghost Dog stimmt nicht ganz :-)

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Fixed. Besten Dank :-)

  • HarryG

    Ein super Januarprogramm steht da mit Once Upon a Time, Pulp Fiction und Django an. Aber was ich nicht verstehe: In der vierten Woche müsste doch ein Hörervorschlag dran sein?

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Wir schummeln dabei auch ein wenig. Wir nehmen den nächsten Hörervorschlag in der letzten Januar-Woche auf, erscheinen wird die Episode dann am 01.02. ;-)

  • Matze

    Frage zur Abstimmung:

    Was ist genau mit “deutsche Version” bei Hellraiser gemeint?

    Und warum das doofe Remake von Dawn of the Dead und nicht das Original :(

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Die Erklärung dazu gibt es ausführlich erst am Freitag, das hab ich nicht bedacht. Wir gucken die nicht-indizierte Fassung, also die geschnittene deutsche Version. Deshalb auch das Remake von Dawn of the Dead.
      Indizierte Titel darf man nämlich nicht bewerben. Böse Anzugträger könnten uns das aber eines Tages vorwerfen. Wir wollen einfach nichts riskieren ;-)

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  • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

    Und finally hat der GHOST DOG es in die Sendung geschafft!
    Finde den Film (wie alle anderen die ich von jarmusch kenne) richtig klasse. Zum einen aufgrund dem von euch angesprochenen, kontrastreichen Ansatz der Kulturen Samurai vs Ghetto-Thug. Zum anderen aber auch weil ich Jarmusch’s Art zu inszenieren einfach toll finde. Diese Langsamkeit lullt mich immer so dermaßen ein! Ich kenne seine ganz alten Filme noch nicht, aber ab Anfang der Neunziger habe ich alle gesehen und nur DEAD MAN hat mir nicht so gut gefallen. Visuell zwar schon, aber der Soundtrack ist irgendwie nervig :/

    Sehr schön sind auch der Episodenfilm NIGHT ON EARTH und seine neueren Filme BROKEN FLOWERS (richtig gut! Aber ich vergöttere auch Bill Murray) und LIMITS OF CONTROL. Letzterer ist aber was seinen Stil betrifft sein Opus Magnum. Der fühlt sich fast wie eine Aneinanderreihung wundervoller Standbilder an :)

    Den Sountrack von GHOST DOG finde ich ebenfalls sehr gelungen und atmosphärisch! Tamino’s Einstellung zu dem Film ist auch genau richtig. Selbst wenn das nicht mein Ding wäre würde ich den Film glaube ich voll respektieren. Weil es ein brtal-eigenständiger Ansatz ist. Inhaltlich und Stilistisch.

    Bleibt noch die Indie-Frage offen.
    Hab ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht, hab den Begriff aber unbewusst immer sehr wörtlich genommen. Indepent, also wirklich im Sinne von unabhängig, also von den großen Studios (Universal, 20th Century Fox, etc.) gelöst. Unabhängig finanziert.
    Deswegen ist das Label ‘Indie-Film’ auch gar nicht ausschlaggebend für die ‘Größe’ des Projekts. Ein konsequenter Independent-Regisseur ist z.B. auch David Cronenberg, der seine ganze Karriere lang die Filme (in denen ja durchaus auch große Namen anzutreffen sind und die nicht nach low-budget aussehen) alternativ finanziert hat.
    Im Resultat schätze ich, dass Indie-Filme weniger Zwängen unterworfen sind. In großen Filmen pfuschen ja irgendwie meist doch Produzenten, Studiobosse, etc. rum. Motto: 100Millionen rein, und mindestens 200 raus. Und dafür muss das alles auf Familienfreundlichkeit, Konsumierbarkeit, etc. getrimmt sein. Indie-Regisseure haben offensichtlich freiere Hand und mehr künstlerische Freiheit?!

    Ich denke aber den begriff sauber einzugrenzen ist schwer!