Second Unit #166 (Terminator 2: Judgment Day)

Wir sind zurück! Wie bereits in unserer letzten regulären Sendung angekündigt, schließen wir den Kreis mit Taminonator Terminator 2: Judgment Day (Amazon-Link*). Und gleichzeitig eröffnen wir die Phase II von unserem kleinen Podcast. Hurra! 

Zu Beginn der Sendung bedanken wir uns noch einmal bei unserer kompetenten, eloquenten und famosen Urlaubsvertretung! Außerdem verweisen wir auf unsere kleinen außerhäuslichen Gastspiele. Tamino war beim Enough Talk! Podcast und hat dort ausgiebig über Terrence Malick geplaudert. Meine Wenigkeit findet ihr außerdem beim Bahnhofskino über Point Break diskutieren.

Anders als in Phase I, gibt es ab jetzt keine Getränke mehr. Also, zumindest keine Verköstigungen. Dafür gibt es noch einmal ein großes Flattr-Danke für die vergangenen Wochen. Auch im Namen unserer Vertretungslehrer!

[YouTube Direktlink]

James Cameron hat auch in dieser brachialen Fortsetzung das Drehbuch geschrieben und die Regie geführt. Und natürlich ist auch Arnold Schwarzenegger als Terminator zurück! Edward Furlong spielt als John Connor den zukünftigen Heilsbringer der Menschheit. Linda Hamilton ist als Sarah Connor zurück, dieses Mal aber mehr Ripley als Tresenkraft. Robert Patrick ist als T-1000 der neue Gegenspieler. Micheal Biehn ist als Kyle Reese ebenfalls kurz dabei.

Wir diskutieren vor allem über den eigentlichen Twist bezüglich Arnies “Charakterwandel” in dieser Fortsetzung. Eigentlich plante Cameron ursprünglich die Rückkehr des T800 als Twist. Leider hat der obige Trailer alles versaut. Und heute weiß eh jede, was Sache ist. Natürlich gehen wir auch wieder auf die Dualität von Mensch und Maschine ein. Zum Schluss fragen wir uns, ob der Film die ideale Fortsetzung ist und welche Ansätze es eigentlich für das Weitererzählen gibt.

Ein kleiner Disclaimer: Wir haben wohl die Extended Version des Filmes geschaut. Die Kinofassung scheint fast vollständig aus dem kulturellen Verständnis verschwunden. Cameron scheint da wohl ein wenig bei Lucas geklaut zu haben.

Zur nächsten Ausgabe: Wissen wir noch nicht! Also, mittlerweile schon. Aber lasst euch überraschen! Oder folgt uns auf Twitter und erfahrt dort was/wann/wo!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

[Download | Länge: 1:51:56 | Größe: 54,0 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: by Ayleen Gaspar]

*Amazon-Partner-Links: Über diese Links gekaufte Artikel werfen einen kleinen Obolus für uns ab. Für euch ändert sich nichts, schon gar nicht der Kaufpreis. Wir bedanken uns im Namen unserer Kaffee-Kasse.

  • Spacedude

    Hallo zweite Einheit, danke für die schöne Episode!
    Mein Senf zum Ende von Terminator 2: Ich finde den Schluss von T2 ziemlich gut, da er reizvoll das Ende von T1 spiegelt. In T1 wird der Roboter-Terminator in einer Fabrik von Robotern erst verwirrt und dann getötet (von einer Presse). In T2 wird der Roboter aus flüssigem Metall von flüssigem Metall getötet. Das flüssige Metall der Fabrik ist heiß, der Terminator ist kaltes Metall. Die Kälte in Form von flüssigem Stickstoff kann den Terminator nicht töten, aber immerhin schwer beschädigen: Nachdem er sich aus Tröpfchen wieder zusammengesetzt hat, funktioniert er nicht mehr richtig. In einer Szene greift er den Handlauf einer Treppe und verschmilzt mit dem Treppengeländer, weil er das Metall seinen Körpers nicht mehr vom Metall der Außenwelt unterscheiden kann. Er ist zum ersten Mal ernsthaft beschädigt.
    Weil ihr von der Farbe gesprochen habt: Das Hitze/Kälte-Thema bei der Auferstehung des Terminators, nachdem er in tausend Teile zerprungen ist, wird farblich wunderbar inszeniert. In die blaue Kälte spritzen gelbe Funken aus flüssigen Metall.
    Was nervt am Ende von T2 ist die Überlänge. Dieses Beinahesterben von Arni mit seiner Wiederauferstehung und Rettung von Sarah in letzter Minute ist sooo langweilig und vorhersehbar. Solche ewigen Showdowns langweiligen mich nur noch. Schaut mal so einen Klassiker wie Highnoon (12 Uhr Mittags). Der ganze Film läuft auf den Showdown mit Revolverhelden hinaus. Die eigentliche Schießerei am Ende ist extrem unspektakulär. Der Film lebt von der Erwartung der Action, nicht von deren überlangen Zelebrierung.

    • SecondUnitTamino

      Das mit dem Ende ist so ein wenig wie mit dem Anfang: man kann es als schönes Spiegeln empfinden oder eben eher als Kopie. Ich persönlich hätte lieber etwas ganz anderes gehabt.

  • Familienpapa

    Passt vielleicht nicht hierhin, aber egal: Bin gerade über den Persona-Kommentar auf moviepilot gestolpert und habe so laut lachen müssen, dass mein Nachbar geklingelt hat. Die Antwort von Samourai hat das Ganze anschließend noch vergoldet. Wenn ihr in Phase 1 schon alle euch wichtigen Filme besprochen habt, könntet ihr durchaus mehr von denen besprechen, die euch von allen Filmen am wenigsten gegeben. Nur muss man sich dazu nochmal durch Langweiliges/Hassenswertes durchquälen, deshalb wahrscheinlich besser:
    Generell mal das Thema Hassfilme, was und warum es sie auszeichnet. Da legt nämlich auch scheinbar jeder andere Maßstäbe an und ich beobachte sehr oft die Haltung “0 Punkte-Filme gibt es für mich nicht”. Für mich zumindest ein sehr interessantes Thema, da ich durchaus finde, dass man das sehr starke Gefühl ‘Hass’ gegenüber einem Film empfinden kann.

    • SecondUnitTamino

      Ich kenne eigentlich nur die Einstellung “10 Punkte-Filme gibt es für mich nicht” was ich ähnlich unsinnig finde. Wenn ich eine künstliche Skala erstelle, dann sollte ich sie auch ausnutzen. Ich suche schließlich nicht nach dem metaphysisch perfekten Film oder einem Werk, was selbst unter dem Elektronenmikroskop keinerlei Qualitäten aufweist. Wir haben in der Episode zu MIND GAME am Ende über dieses Thema gesprochen, aber sicherlich nicht ausreichend.

      Ich persönlich bin sehr oft von Filmen angeödet, da ich generell anscheinend deutlich höhere Ansprüche zu haben scheine als viele andere. Damit ich einem Film z. B. eine 6/10 gebe, muss er mir schon einiges bieten. Bei den meisten scheint dagegen “joa, ganz nett” eine 8/10 zu sein. Eine gute Idee alleine oder ein interessanter Subtext bedeuten mir so gut wie gar nichts, wenn ich nicht auch den Kern des Films aus Plot und Audiovisualität mag. Aber richtig sauer werde ich nur selten. Da muss schon ein Film wie CHAPPIE kommen, der einfach inhaltlich so endlos dumm ist, dass ich förmlich spüren kann, wie ich bei seinem Genuss verblöde. PERSONA war eine völlig andere Art Filmerlebnis, das aber letztendlich nicht viel besser war. Für meinen Teil hat der Film nichts, wirklich gar nichts getan, um mich in irgendeiner Weise für seinen Inhalt zu interessieren. Es war fast das gleiche Erlebnis wie eine weiße Wand anzustarren. Ich habe nicht im mindesten verstanden, was der Film mir sagen wollte, noch wieso man auch nur im entferntesten auf die Idee kommen könnte, seine Audiovisualität zu loben. Vermutlich liegt es zum Großteil daran, dass ich bis auf ganz wenige Ausnahmen “experimentelle” Werke per se verabscheue. Meistens wirken die auf mich einfach nur willkürlich und ohne Konzept. Für viele scheint so etwas dann eher mysteriös oder faszinierend zu sein, ich hingegen bin einfach nur desinteressiert oder wütend darüber, wie man z. B. einen Film wie EIN ANDALUSISCHER HUND loben kann, in dem einfach nur IRGENDETWAS passiert.

      Und dann gibt es natürlich noch Werke wie die Star Wars Prequels oder INDIANA JONES 4, die mich einfach als Fan dieser Reihe so enorm beleidigen, dass ich nur noch wütend sein kann. Ich finde das Thema aber auch spannend. Vielleicht können wir das nochmal in Bezug auf DISTRICT 9 behandeln, den ich auf jeden Fall noch in der Sendung besprechen will. Der ist zwar nicht ganz ein Hassfilm von mir, aber immer wenn ich Lob in Bezug auf dieses Werk lese, kommt mir die Galle hoch :-)

      • Familienpapa

        Super, ich freue mich drauf. Auch auf ein bisschen Selbstreflexion. Denn wenn Persona nicht gerade eine Heerschar apodiktischer Verehrer hätte, wäre dir der Film doch weder Kommentar noch 0 Punkte Wertung wert gewesen ;)
        Es muss ja erst einen Tenor geben, bevor man sich unverstanden fühlt.

        PS: Ich wäre ja mal wirklich gespannt, was du von Jackers Hassfilm Marienbad hältst. Im Prinzip wie Persona, nur schlimmer und geiler.

        • SecondUnitTamino

          Die Frage ist dabei nur, ob Jackers Prädikat Hassfilm die Wahrscheinlichkeit erhöht oder senkt, dass ich den Film verabscheue :-)

          • Familienpapa

            Soweit ich das mitbekommen habe, sind eure Vorlieben reziprok proportional. Andererseits – so scheint mir zumindest – beginnt deine Skala 3 Punkte weiter unten. Hmm, knifflige Frage!

          • http://www.enoughtalk.de jacker

            Es gibt auch Schnittstellen ;) Ich habe übrigens bereits versucht, Tamino (als er bei Enough Talk! zu Gast war) ein wenig zu erläutern, was man in PERSONA sehen kann.. Das weiten wir aber irgendwann noch mal aus.

            Und BTW: Wer auf MP bist du denn eigentlich?

          • Familienpapa

            Die Gastepisode klingt interessant. Und mit stattlichen 3.5 Std. kann ich da auch ganze zwei Mal die nervtötende Pop-Musik beim Trainieren übertönen. Ziehe ich mir mal rein, vielleicht verstehe ich dann auch, was man in Persona sehen kann ;)
            Auf MP rate ich unter dem Nick Yadokari herum. Aber bevor du dir jetzt meine Ratings ansiehst und schon geistig den Sarg zunagelst, sei dir gesagt, dass ich da peu a peu mehr oder weniger stochastisch irgendwelche Bauchgefühldinger verteile (wobei selbst bei n=1854 noch keine Gaußglocke entstanden ist, was mich sehr verwundert)

          • http://www.enoughtalk.de jacker

            Ich führe das nicht bis ins letzte aus, aber lasse ein paar Stichworte fallen. Für ne erste Idee könnte das reichen ;)

            Hast du dich bei MP mal ab- und wieder angemeldet? War mir sicher, wir waren da mal befreundet…

          • http://www.enoughtalk.de jacker

            In diesem Fall steigert es die Wahrscheinlichkeit ins Unermessliche. Wenn du den magst, verstehe ich GAR NICHTS mehr. Wobei.. Wir haben ja bei POSSESSION bemerkt, dass WENN dir überhaupt mal surrealer Artsy-Kram was gibt, kommt das in den seltenen Fällen vor, wo ich nichts mit anfangen kann :D Also liebst du MARIENBAD sicher ;P

  • http://www.privatsprache.de/ Privatsprache

    Also ihr habt T2 ja gar nicht verstanden! Daher muss ich ihn euch jetzt erklären! ;-)

    Zum Flüssigmetal und wie das funktioniert, sage ich nur Nanosonden:
    http://de.memory-alpha.wikia.com/wiki/Nanosonde

    BTW @Christian: Aber mir vorwerfen, dass ich Magnetos Mutiermaschine unglaubwürdig finde!

    Zum leichteren Tonfall: Ich glaube nicht, dass der Kommerz der (primäre) Grund war. Stattdessen sind T1 und T2 ein Kalter-Krieg-Allegorie: Der erste Teil spiegelt noch komplett die No-Future-Einstellung der 80er wieder. Dass der Krieg zwischen den beiden großen Mächten irgendwann kommen wird, ist unausweichlich, alles was wir tun können, ist, uns darauf vorzubereiten. T2 ist hingegen ein Nach-Wende-Film: Das Hauptthema ist, dass es kein Schicksal gibt, dass die Zukunft noch nicht geschrieben ist und es alles in unserer Hand liegt – eben die Einstellung, die nach dem Zusammenbruch des Ostblocks (zumindest) im Westen vorherrschte.

    Und jetzt pack da aber mal die ganze Selbstreferenzialität und die Spiegelungen drauf … Während der Film uns die ganze Zeit SAGT, die Zukunft ist noch nicht geschrieben, ZEIGT er uns durch diese ganzen Wiederholungen genau das Gegenteil: Alles wiederholt sich immer bloß, der Judgementday ist unausweichlich.

    Das ist einfach genial von Cameron und jeder, der was anderes behauptet, hat unrecht!

    • http://www.enoughtalk.de jacker

      Nice Thoughts :)

    • SecondUnitTamino

      :-)

  • http://www.enoughtalk.de jacker

    So Männer, ich hab euch vermisst. Also klar, ich hab jetzt ja sogar mit euch beiden schon selber gequatscht und was aufgenommen, aber das eingespielte Team namens Second Unit, was mega Sendungen raus haut und mich dazu verleitet ihre Kommentarsektion voll zu senfen – DAS hab ich schon vermisst (obwohl ja was kam in den letzten drei Monaten)!

    Bei TERMINATOR hat sich für mich beim letzten Rewatch beider Teile die Präferenz gedreht. Für mich war T2 auch immer irgendwie der bessere (wohl wegend er tatsächlich größeren Scale, den tollen Effekten, etc.). nachdem ich aber zum Start von Enough Talk! T1 geguckt hatte, ist der in meiner Gunst noch mal um einiges gestiegen. Ich liebe die Atmosphäre, ich liebe die kompromisslose Straightness, ich liebe wie Cameron ganz selbstverständlich ein Gefühl der Bedrohung und Unausweichlichkeit schafft. Ihm gelingt das Kunststück, den kampf gegen eine unbesiegbare Maschine trotzdem spannend zu gestalten, weil immer eine Resthoffnung bleibt. Ich dachte danach, T1 und T2 wären nun gleichauf.

    Bald darauf hab ich dann T2 nochmal geguckt und muss sagen, dass er, witzigerweise aus einigen Gründen die Tamino auch nannte, bei dem Rewatch etwas in meiner Gunst gesunken ist. Irgendwie hat mich der viele Humor, etc. dieses Mal eher gestört und raus geworfen. Ich glaube ich ziehe die kalte, kompromisslose Atmosphäre des ersten einfach vor. Mit den besagten Spiegelungen habe ich kein Problem, im Gegenteil, da sie hier im Hinblick auf den ursprünglich mal angesteuerten Twist (Arnie = gut) sogar Sinn machen ( und ich dieses wilde Zitat-gesmashe ja sogar in GENISYS recht amüsant fand). T2 ist immer noch ein mega-Film mit etlichen ikonischen Bildern, krasser Action und revolutionären Effekten, aber “lieber” gucke ich mittlerweile eher T1. Kann auch damit zusammen hängen, dass mein Geschmack sich generell recht stark von großen Produktionen weg bewegt und gerade das kleine, B-mäßige in T1 mir sehr zu sagt…

    • SecondUnitTamino

      Ich glaube, ich habe T2 Unrecht getan. Wenn du meiner Meinung bist…

      ;-)

      • http://www.enoughtalk.de jacker

        Haha. Ach komm, wir finden schon unsere Schnittpunkte ;)

  • http://nein.com Akmo Schmako

    T2 war auch der erste Terminator gesehen habe. Terminator 1 ist aber auch indiziert. Dadurch darf der ja nicht öffentlich beworben werden und er läuft nicht so oft im Free-TV (oder sehr spät). Diese Filme kann man bekommen, sie “verschwinden” aber aus dem öffentlichen Bewussstsein. Für die meisten Leute ist es eher ein Schock dass Arnie in Teil 1 der Böse ist.
    Er ist auch ganz klar der Böse. In der ersten Szene rammt er wirklich jemanden die Gedärme raus. Die Szene ist auch ein Beispiel für die Actionszenen in Teil1 und 2. Sie sagen auch immer etwas über die Charaktere, im Gegensatz zu z.B. Star Wars Episode 2.
    Mein Beispiel für eine gute Fortsetzung: Der Pate 2. Eine logische Weiterentwicklung der Charaktere und gleichzeitig Erweiterung von Teil 1 durch die Geschichte mit dem jüngeren Vito Corleone. Schlechtes Beispiel: Der Pate 3. Völlig unnötig.
    In Berlin geht Moin Moin klar. Was nicht klar geht ist Brötchen. Es heißt Schrippe.

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Seit 2010 ist der nicht mehr indiziert. Und von Gedärmen weiß ich nüscht.

      Und mit Schrippen komm ich gar nicht klar! Willste mir als nächstes noch erzählen, dass mit Marmelade gefülltes Gebäck nicht Berliner heißt? ;-P