Second Unit #158 (Star Wars – Episode I: The Phantom Menace)

Invasion! Of boring. Ihr habt richtig gelesen. Wir widmen uns dem wohl unnötigsten Prequel aller Zeiten. Star Wars – Episode I: The Phantom Menace (Amazon-Link*) ist eine schmerzhafte Erfahrung. Zum Glück gibt es nicht mehr davon! Wait, what? 

Wir verköstigen die Diskussion mit einem weiteren Kinder-Getränk. Unser “Saft” ist ähnlich substanziell wie Georges Drehbuch. Oh snap!

Als Grundlage und Ergänzung unserer Diskussion sei mal wieder auf die großartigen Reviews zu den Star Wars-Prequels von RedLetterMedia verwiesen. Die Reviews selbst haben wir auch in unserer Jubiläums-Ausgabe zu unserem ersten Geburtstag besprochen!

[YouTube Direktlink]

Es fällt mir schwer, nicht aggressiv beim Schreiben dieser Zeilen zu werden. Deshalb sage ich, ganz wertneutral, dass dieser “Film” von George Lucas als Drehbuchautor, Regisseur und Mastermind verbockt wurde! Hauptrollen scheint es keine zu geben, stattdessen stolpern sehr fähige Schauspieler und Schauspielerinnen durch die leblosen Welten. Das sind Liam Neeson als Qui-Gon Jinn, Ewan McGregor als Obi-Wan Kenobi, Natalie Portman als Queen Amidala / Padmé und Jake Lloyd als Anakin Skywalker. Weiteres Mitleid geht an Ian McDiarmid als Senator Palpatine, Pernilla August als Shmi Skywalker, Oliver Ford Davies als Sio Bibble, Hugh Quarshie als Captain Panaka, Ahmed Best als Jar Jar Binks, Anthony Daniels als C-3PO, Kenny Baker als R2-D2, Frank Oz als Yoda und Terence Stamp als Chancellor Valorum.

Wir versuchen zunächst ein paar lobenswerte Aspekte an diesem Streifen zu suchen und werden tatsächlich fündig. Verständlicherweise überwiegt aber die Kritik. Zum Schluss richten wir diese aber vor allem an den dümmlichen Plot, der mit dem weiteren Verlauf der Trilogie noch dümmer wird.

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[Download | Länge: 1:45:47 | Größe: 51,0 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: by Mike Mozart]

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  • LaLiLuLeLo

    Ich bin mir nicht sicher was mit mir nicht stimmt aber ich kann diesen Film nicht Hassen, als Kind liebte ich ihn und auch letztes Jahr habe ich die gesamte Reihe nochmal geschaut und finde bis auf Episode 2 alle Filme gelungen.
    Natürlich kann man Episode 1-3 nicht mit der Original Trilogy vergleichen da liegen Galaxien dazwischen und dennoch stört mich weder Jar Jar Binks, noch die Apple Raumschiffe noch die Mediclorianer usw usw usw.
    Besonderst Episode 1 mag ich noch immer sehr( 7.5 auf MP), ich feier Darh Maul ich mag die Martial Arts Schwertkämpfe und mMn hat Episode 1 eines er besten John Williams stücke aller Zeiten, Dual of the Fates hat für mich den selben Stellenwert wie ein Imperial march oder das Main Theme. =D
    So, nun dürft ihr beginnen die Steine zu werfen.

  • Ralle

    Könnte jemand bitte die einstündige Making-Of/Hinter-den Kulissen-Dokumentation zum Film verlinken? Ihr habt sie mir sehr schmackhaft gemacht. Ich find sie nicht … Naja gut, eigentlich bin ich zu faul dafür. Danke

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Mein Internet ist gerade zu kaputt für YouTube, daher so: Such mal nach “The Begining: The Making of Episode 1″. Irgendwie so müsste die Doku heißen :)

  • SecondUnitTamino

    Hier noch die erwähnte SIMPSONS-Sequenz. Scheint es leider nicht in besserer Qualität zu geben:

    https://www.youtube.com/watch?v=IvJD9fHS8Hk

  • http://cinecouch.net/ Jan

    Eine Lanze für Episode 1 zu brechen, ist ja schlicht unmöglich. Aber ich versuche doch mal, ein bisschen aus der Erinnerung für den Film zu argumentieren:
    - Diese Rückbezüge auf die alte Trilogie (R2D2, C3PO, Tatooine, Jabba …) klappen sicherlich nicht immer, dass Anakin an einem Protokoll-Droiden arbeitet, der millionen Sprachen beherrscht, die Anakin gar nicht kennen kann, ist schon seltsam. R2D2 wird gerade in den folgenden Filmen mit so vielen Extras ausgestattet, bei denen man sich fragen muss, warum der später so beschränkt agieren kann – dafür sind die Rückkehr auf Tatooine wirklich schön gelöst und dass Jabba vorkommt, passt für mich sehr gut in das Bild dieses (im Untergrund agierenden) Herrschers über den Planeten.

    - Dass Episode 1 für die Geschichte um Anakin Skywalker auf den Weg zu Darth Vader gestrichen werden könnte, würde ich nicht unterstreichen. Es wäre doch vollkommen langweilig, wenn keine Fallhöhe aufgebaut werden würde. Anakin steckt als Junge voller Wünsche und Hoffnungen und Träumen – genauso wie (teilweise) die Hoffnung auch in ihn gesetzt wird. Das aus diesem unschuldigen Jungen später einer der mächtigsten Sith wird, ist doch die tragische Geschichte der neuen Trilogie. Die spätere Liebesgeschichte in Teil 2 und die Folgen für den Wandel in Episode 3 sind da viel schwächer umgesetzt.

    - Auch wenn mir die Entwicklung in der Filmproduktion nicht so sehr schmecken mag, ist Episode 1, was ich in eurer Diskussion vermisst habe, ein Meilenstein der Filmgeschichte. Denn es ist der erste komplett digital gedrehte Langfilm. Lucas hat damit den Trend mit digitalen Kameras zu arbeiten losgetreten. Das steckte damals noch in den Kinderschuhen und hat eine beachtliche Entwicklung in kürzester Zeit hingelegt. Dass damit gleichsam auch das Verschwinden von Zelluloid-Film langsam eingeläutet wurde, ist natürlich die Kehrseite der Geschichte.

    Insgesamt mag ich Episode 1 vermutlich noch am meisten von der Trilogie, wenn auch die beste Szene in Episode 3 vorkommt. Aber Podracing, Droideka! und Darth Maul (der schändlich verschenkt wird!) machen das Geschehen doch immerhin kurzweilig.

    Achso, was diesen “bescheuerten Vertrag” anbelangt. Ist es nicht offensichtlich, dass dieser Vertrag eine reine Farce ist und deswegen auch genau in Palpatines Plan passt? Das Einstimmen einer Machtübernahme durch die Invasion der Handelsförderation kann ja niemand unterzeichnen wollen, d. h. es kommt unweigerlich zur Eskalation. Die Jedis zu töten (und damit eine neutrale Partei anzugreifen) drängt doch ebenfalls letztlich dazu, der Massen an Droiden durch die Klonarmee (von der man damals ja so noch nichts wusste) Herr werden zu können. Das ganze Vorgehen mag nicht perfekt ausgedacht sein. Der Plan von Palpatine aber, so finde ich, kann man aber wirklich nicht so sehr kritisieren.

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Soweit ich weiß, gilt der “Meilenstein” erst für Episode 2. Phantom Menace wurde, soweit ich weiß, noch auf 35 Millimeter gedreht ;-)

    • SecondUnitTamino

      Punkt 1: Bei Jabba stört mich eher das “wie” als das “dass”. Ich fand das recht lieblos, wie als er olles CGI-Monster das Pod-Rennen anschaut. Er ist halt auch nicht der Bürgermeister von Mos Eisley, sondern ein dreckiger Molch, der im Untergrund von kriminellen Machenschaften lebt. Find ich jetzt aber nicht soo schlimm.

      Punkt 2: Sehe ich leider einfach nicht so. Es gibt keine fühlbare Verbindung zwischen dem Anakin aus EPISODE 1 und dem aus EPISODE 2. Zehn filmische Jahre liegen dazwischen, von denen wir NICHTS erzählt bekommen. Wenn das anders wäre, dann könnte EPISODE 1 in der Hinsicht einen deutlich besseren Einstieg bilden, aber so liegt da eine unüberwindbare Kluft dazwischen. Ich sehe halt überhaupt keine Verbindung zwischen Loyd-Anakin und Christensen-Anakin. Die wirken auf mich wie zwei verschiedene Charaktere.

      Punkt 3: Kenne die Geschichte auch wir Christian, EPISODE 1 ist in der Hinsicht noch nicht “ground breaking” (breaking im Sinne von “zerstörend” natürlich)

      Punkt 4: Verstehe ich nicht. Was soll denn noch eskalieren, NACHDEM die Armee den Planeten besetzt hat? Macht für mich keinen Sinn.

      Und was ist “die beste Szene aus den Prequels”? Hab da leider keine Szene in den drei Filmen bemerkt, die für so einen Titel ansatzweise in Frage käme ;-)

      • http://cinecouch.net/ Jan

        1) Ok, bei dem WIE bin ich auf deiner Seite, richtig schlimm wurde das ja schon in den Special Editions von der alten Trilogie, wenn ich da an diese zusätzliche Szene in Episode 4 denke, in der Han Solo vorm Falken mit Jabba diskutiert.

        2) Ich verteufel immer lieber Episode 2 (dazu dann bei der nächsten Folge mehr), denn der hätte ja für die Verbindung sorgen müssen, nicht unbedingt der erste Teil. Im Endeffekt hängt es ja wohl damit zusammen, dass Lucas die Filme nicht an einem Strang geschrieben hat, was man auf der Makroebene ziemlich stark an den Verbindungen zwischen den einzelnen Episoden merkt.

        3) “ground breaking” :D – sehr schön beschrieben!
        Ich schätze ich vertue mich da. Möglicherweise war es der erste Film, der komplett digital ins Kino kam (irgendwas war da und es gibt zumindest die 2K-Fassung). Die Info führe ich übrigens auf die Doku SIDE BY SIDE (2012) zurück.

        4) Ich sehe die Krise als Beginn einer galaktischen (wer interessiert sich schon für nen popeligen Planeten wie Naboo). Wenn man das ganze wieder als Spiegelung der alten Trilogie sieht, soll die Invasion wohl vergleichbar sein wie die Zerstörung von Alderaan, was auf keinen Fall den gleichen Eindruck hinterlässt in PHANTOM MENACE.

        Und “die beste Szene” ist ja relativ auf die Filme angelegt. Aber die am “wenigsten schlechte Szene” ist auf jeden Fall die Ausführung der Order 66.

        • SecondUnitTamino

          SIDE BY SIDE haben wir ja auch mal besprochen und ich meine mich zu erinnern, dass dort (vor allem?) über EPISODE 2 gesprochen wurde. Recherchier das mal bitte ;-)

          Ok, über die Order 66-Szene habe ich mich sogar zu einem kleinen Lob hinreißen lassen in der noch zu veröffentlichenden Episode. Ein bisschen mehr Kontext wäre aber schon nett gewesen, vor allem um zu verstehen, ob die Klone eigentlich noch Menschen sind oder nur ferngesteuerte Marionetten.

          • http://cinecouch.net/ Jan

            Dann muss ich da wohl noch einmal reingucken – aber wohl erst nach der Bachelor-Arbeit ;)

            Ich bleibe gespannt auf die nächsten Besprechungen!

    • http://www.enoughtalk.de jacker

      Das Problem bei dieser ganzen Invasion/Vertrag/Eskalations-Thematik ist doch, dass man erst mal ewig Diagramme, Plot Nacherzählung, Erklärungen und sonst was lesen muss, um auch nur in entferntesten eine Idee zu bekommen, was das nun alles wirklich bedeuten soll. der Film versagt einfach vollkommen dabei, einem zu vermitteln worum es geht. wer will da was und warum? Da diese Frage, trotz vollkommen simpler Plots auch meist in den neuen Marvel Filmen nicht ganz einfach zu beantworten ist, ist Star Wars vielleicht nun bei Disney in angemessener Gesellschaft gelandet?

      • http://cinecouch.net/ Jan

        Meine Aussagen basieren ja wie gesagt alle auf Erinnerungen. Ich weiß jedenfalls, dass mich dieser Vertrag nie auch nur im Geringsten gestört hat. Der Plot war für mich auch nie verwirrend, weil ich ja weiß worauf letztlich alles hinauslaufen wird (auch ohne Episode 2 und 3 zu kennen). Aber ich glaube, letztlich war mir die Handlung von Episode 1 immer ziemlich egal.

        • SecondUnitTamino

          Ist das jetzt ein Kompliment an den Film?^^

          Wieso kann ein Plot nicht auch verwirrend sein, wenn man weiß, was am Ende passieren wird? Geht’s nicht gerade um die Schritte dahin? Woher kommt denn das Viewing Pleasure, wenn einem der Plot völlig egal ist? Mir sind solche Filmerfahrungen mittlerweile echt zu stumpf. Ich will verstehen, was passiert – egal ob Blockbuster oder nicht. Ich will mich nicht von einem Plothole zu nächsten dümmlichen Entscheidung eines Charakters entlanghangeln.

          • http://cinecouch.net/ Jan

            Ein Kompliment ist es nicht wirklich.
            Aber ich hatte zumindest nie das Gefühl bei dem Film, etwas nicht nachvollziehen zu können. Für einen Blockbuster reicht mir das ganze.
            Zumindest in meiner Erinnerung hatte ich immerhin bei EPISODE 1 noch das Gefühl, in dieser fernen Galaxie zu sein, die ich als kleines Kind so vergöttert habe (und mich heute noch liebendgerne drin verliere).

            Ich will auch gar nicht sagen, dass der Film super wäre. Ich finde ihn nur vollkommen unterhaltsam, er hat seine Höhepunkte und sicherlich deutlich mehr Schwächen. Aber diese Höhepunkte blieben mir eben so gut in Erinnerung, dass ich den Film nicht komplett verteufeln will.

            Und bei Filmen sind für mich in ALLERERSTER Linie nicht die Handlungen wichtig. Film ist ein audiovisuelles Medium. Deswegen mag ich auch gerade Filme, deren Plot total vernachlässigbar ist – für mich ist das wirklich kein Todesurteil ;)

  • http://www.enoughtalk.de jacker

    Ich hab den Film ja, weil ich wie im Audiokommentar zu eurer EP. V Folge beschrieben, eben nicht der riesige STAR WARS Fan bin, damals nur auf DVD geschaut und fand den nett (an mehr kann ich mich nicht erinnern). Irgendwann muss ich im TV nochmal Ausschnitte davon gesehen haben, aber wohl nicht den ganzen Film. Jetzt hab ich den nochmal geguckt (oder sollte ich sagen, mich da mehr oder weniger durch gezwungen), denn wenn Tamino sich schon zu den Prequels auslässt (ich hatte an anderer Stelle mal vom ZORN DES TAAAAM gesprochen), will ich auch wissen, worüber er spricht.

    Muahaha, ist das ein hingewichtes Ding. Es gibt zwar einige Szenen, die ich im Vakuum betrachtet immernoch als ganz nett einstufen würde (Teile des Pod-Rennens, Endkampf mit Darth Maul), aber ansonsten.. Bings nervt, CGI nervt, ich hab mich die ganze Zeit gefragt, worum es eigentlich geht, was soll der Quatsch mit Medikloreanern, etc. etc. Als irgendwann tatsächlich FURZ-HUMOR kommt, dachte ich einfach nur WTF?!

    Bin jetzt echt gespannt, ich hoffe ihr rantet richtig ab!

  • Gormenghast

    ihr findet den film ja blos doof weil auch Kinder was können und nich nur Erwaxende was können und Kinder auch Pottcastrennen gewinnen können dabei können Kinder das auch und das finden Erwaxende doof weil die denken die können immer alles besser machen können die aber nicht und das ergert die dann wenn die nicht gewinnen aber die Kinder. und jajabinks ist auch lieb weil der hilft auch immer mit.

    • http://www.enoughtalk.de jacker

      Antwort des Jahres ^^

  • http://greifenklaue.wordpress.com/ Ingo Schulze

    Was mich mit Episode I versöhnt hat, ist der Webcomic Darth & Droids, welches die Originalbilder des Films nimmt und als – schräge – Rollenspielrunde darstellt. Ziel u.a. Jarjar Binks symphatisch zu machen (was gelingt – Wahnsinn – ist eine missverstandene und schlecht würfelnde Rollenspielerin, passt). Und man lernt auch einiges, z.B. das in Star Wars absichtlich kein Papier gibt in den Filmen.

    Zu Episode I auch auf Deutsch:

    -> http://darthsanddroids.net/episodes_de/0001_de.html