Second Unit #16 (Catch.44)

Dass wir auch für Filmempfehlungen offen sind, beweisen wir diese Woche. Mir wurde auf meinem München-Besuch von einem Kumpel die DVD zu Catch.44 zugesteckt. Dazu die Bemerkung, dass es irgendwie an Tarantino erinnert. Damit ist die Fallhöhe erdenkbar groß.

Weil Bruce Willis mitspielt und der Tarantino-Vergleich im Raum stand, habe ich diese Woche mal zum alkoholfreien Warsteiner gegriffen. Die Frage war im Vorfeld nämlich, ob der Film etwas vermissen lässt. Spoiler: der Film ja, das Bier nicht. Alkoholfrei schmeckt das Warsteiner nämlich schon.

Aber im Ernst, in dieser Ausgabe spoilern wir tatsächlich den Film, indem wir sehr explizit auf einzelne Szenen eingehen. Doch zu Beginn diskutieren wir kurz andere Reviews zu The Amazing Spider-Man, konkret von, Red Letter Media, Spill und dem /Filmcast. Kleine Ergänzung: Forest Whitaker hat tatsächlich einen Oscar gewonnen.

Auch in dieser Sendung schmeißen wir wieder mit Filmtiteln um uns. Das sind zum Beispiel Happythankyoumoreplease; Im Kontext vom Nonlinearen Storytelling (500) Days of Summer, Memento und Eternal Sunshine of the Spottless Mind und im Zuge der Tarantino-Diskussion einige seiner Klassiker wie Pulp Fiction, Jackie Brown, Reservoir Dogs, Kill Bill und natürlich Taminos Lieblingsfilm Inglorious Basterds.

Außerdem erötern wir zum Ende hin das Verhältnis von Original und Kopie, eben weil Catch.44 eine Menge von Tarantino übernimmt, ohne das Idol zu erreichen. Dabei fallen Namen wie Alien, Moon, 2001 – A Space Odyssey und der empfehlenswerte Indie-Film Love.

Nächste Woche schauen wir zum Deutschlandstart The Dark Knight Rises. Im Vorfeld gibt es auch wieder ein kleines Special von uns, dieses Mal mit Batman Returns und natürlich The Dark Knight.

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[Download | Länge: 1:07:13| Größe: 30,9 MB| @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: cc by Muffet]

 

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  • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

    Kenne den Film nicht und habe nach eurer Besprechung auch nicht wirklich Lust den zu sehen.
    Zwei Dinge nur:
    1. Erzählung des Lebens in Flashbacks. Ihr überlegt ja wo ihr das mal gesehen habt. Mir ist auch kaum was eingefallen, nur jüngst MAN OF STEEL und ein wenig passt vielleicht WE NEED TO TALK ABOUT KEVIN dazu. Aber auch nur ein wenig, weil der in seiner Chronologie immer hin und her springt und eh nicht wie ein straight runtererzählter Film, sonder mehr wie eine subjektiv gefilterte Erinnerungssammlung zu verstehen ist.
    2. Tarantino Style. Leidiges Thema, ich sage: Man KANN ihn nicht kopieren. Tarantino’s Style ist einfach brutalste Mashup Kultur, die voll aus seiner filmischen B-, C- und Pulp-Movie Sozialisierung heraus entwachsen ist. Deswegen schaffen es die meisten einfach nicht das zu kopieren. Es fehlt der Background UND es fehlt auch das iTüpfelchen, was seine Filme eben zu mehr als ‘nur’ Mashup macht: Das Gespür für gute, packende, skurrile, teils absurde Dialoge. Die Fähigkeit das unterhaltsame im banalen zu finden. Leute die über Bullshit quatschen sind ja nicht per se unterhaltsam oder lustig. Die Tarantino-Note macht es eben..
    Unkopierbar!
    Ich empfinde aber z.B. Guy Ritchie absolut nicht als PULP FICTION Rip-Off. Der erzählt halt auch leicht skurrile Gangster-Geschichten, aber die Qualität liegt doch bei ihm (zumindest in den Neunzigern bei LSATSB und SNATCH) darin, 3, 4, sogar 5 verschieden handlungsstränge zu kreiren und sternförmig zum Finale zusammenzuführen :) Mag ich auch sehr!

    Tarantion hat halt was neues gemacht damals, aber nicht jeder leicht skurrile Gangsterfilm ist ein Rip-Off!

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Hm, dann muss ich mir Guy Ritchie wohl doch mal näher anschauen ;-)

      • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

        SNATCH und LOCK, STOCK… sind auf jeden Fall zu empfehlen! Die ‘Madonna-Phase’ einfach auslassen und dann bei REVOLVER wieder einsteigen. Letzterer ist aber doch recht wirr.