Second Unit #120 (Never Say Never Again)

Wir sind zurück! Genau so, wie Sean Connery als James Bond in Never Say Never Again (Amazon-Link*). Mit diesem kuriosen inoffiziellen Bond-Streifen knüpfen wir an unser Special aus dem Herbst 2012 an. Oder versuchen es zumindest. 

Auch nach unserer kleinen Pause geht mal wieder ein großes Dankeschön an euch fleißige Flattr-Spender!

Wir brechen passenderweise mit unserer Martini-Tradition und probieren eine fruchtige Limonade aus.

[YouTube Direktlink]

Irvin Kershner ist der Regisseur und wird uns auch in der nächsten Woche wieder über den Weg laufen. Sean Connery spielt nach über einem Jahrzehnt Pause erneut als James Bond. Klaus Maria Brandauer als Maximilian Largo und Max von Sydow als Blofeld spielen die Bad Guys, während Kim Basinger als Domino das Bondgirl verkörpert.

Die Produktionsbedingungen dieses Bond-Streifens sind äußerst kurios. Der Film stammt nicht von der Bond-Produktionsfirma EON und darf deshalb viele berühmte Bond-Trademarks nicht verwenden. Der Wikipedia-Artikel dazu ist ganz spannend.

Wir besprechen ein wenig die Unterschiede bzw. fehlenden Bond-Aspekte bei diesem Film; Tamino darf erneut beweisen, warum er mit Bond nicht klarkommt und zum Schluss landen wir erneut bei der Reboot-Mythos-Forsetzungs-Problematik. Good Times!

Nächste Woche führen wir unseren kleinen Themen-Schwerpunkt langsam zu Ende. Wir schließen die 80er mit Star Wars: Episode V – The Empire Strikes Back (Amazon-Link*) und euren Audiokommentaren perfekt ab.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

[Download | Länge: 1:25:55 | Größe: 39,4 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: by Alan Light]

*Amazon-Partner-Links: Über diese Links gekaufte Artikel werfen einen kleinen Obolus für uns ab. Für euch ändert sich nichts, schon gar nicht der Kaufpreis. Wir bedanken uns im Namen unserer Kaffee-Kasse.

  • Heisenberg

    In einem Wort: BLASPHEMIE!

    • SecondUnitTamino

      unsubscribed!

      • Heisenberg

        Ha ha, ach was.
        Ich war nur abwechselnd schockiert und köstlich amüsiert wie du den James Bond Mythos mal wieder in seine Einzelteile zerlegt hast um als Fazit das Ende der Serie zu fordern.

        Zu Sag Niemals Nie: Für mich ein halbwegs solider Bondfilm, der sich irgendwo im unteren Drittel der Rangliste einordnet. In Erinnerung bleibt auf jeden Fall Klaus-Maria Brandauer als einer der charmantesten Bösewichte.

        @Gormenhangst: Hmm naja, der Plot will etwas zu viel. Man hätte sich auf die Action fokussieren sollen.

        • Gormenghast

          Brandauer hat immer zuviel Theaterschauspielgrinsen für mich im Gesicht.

          Bester Bondschurke ist und bleibt Gert Fröbe, wobei ich den unglaublich fiesen deutschen Klassiker ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG empfehlen möchte; Gert Fröbe als Kindermörder, Heinz Rühmann als Kommissar, Friedrich Dürrenmann Buchvorlage, sauspannend und brisant auch heute noch…aber Vorsicht Kids…ist Schwarzweiß!!!!

          • Gormenghast

            Dürrenmatt, lol

  • Gormenghast

    Na sowas,
    ich hätte schwören können ihr würdet eure 80er Jahre-Reihe mit BRAZIL beenden. Muss meine Kristallkugel mal wieder putzen…dieser sommerliche Feinstaub trübt meine Prophezeiungen.

    Warum Sean Connery nochmal angetreten ist erinnere ich noch schwach. Das war eine Mischung aus murrenden Bondianern, die Roger Moore zu dandyhaft, verweichlicht und als Bond zu albern fanden, der rechtlichen Möglichkeit, die literarische Vorlage auch außerhalb der Filmstudios drehen zu können, und einem finanziellen Angebot an Mr. Connery, das er nicht abschlagen konnte (auch ohne Pferdekopf in seinem Bett). Die Gagen und Produktionskosten für die ersten Bondfilme hielten sich in überschaubarem Rahmen (gemessen an den Einspielergebnissen) und für Connery war diese späte Würdigung seiner Paraderolle, auch in Dollarnoten, eine Rache an seinem damaligen, knauserigen Produzenten Albert Broccoli. Also hieß es: Toupet auf und Bart ab.

    Zu den Bond-Filmen im allgemeinen:
    mag ich eigentlich ganz gerne. Die erste Stunde finde ich recht unterhaltsam, freue mich auf coole Sprüche und heiße Babes, klinke mich aber gedanklich regelmäßig aus wenn die unweigerliche Materialschlacht beginnt, die teilweise hoffnungslos veraltert wirken; Explosion an Explosion, und diese gruseligen Studio-Unterwasserfights, gähn…

    Connerys Bonds haben für mich diesen wunderbaren 60s Look, die schnittigen Klamotten, den Aston Martin, Moore dieses british snobistische Getue, und Daniel Craig dieses proletenhafte “Ich-bin-kein-Übermensch” Ding….über die anderen Bonds breite ich den Mantel des Schweigens, hoffentlich haben sie gut verdient ;)

    PS: THE RAID 2 soll tatsächlich einen coolen Plot haben, nicht nur klasse Action.

    • SecondUnitTamino

      BRAZIL kommt noch, keine Angst, nur im Rahmen eines anderen Themas. Der ist jetzt auch weniger so der klassische 80er Film, halt eher so zeitlos, nech. AUF THE RAID 2 bin ich echt gespannt. Wenn da noch mehr als gute Action dabei ist, dann natürlich gerne. Nur war da beim ersten Film ja wirklich mal so gut wie gar nichts in Sachen Plot dabei und daher dachte ich, dass das hier ähnlich werden würde.

  • cule0809

    Ich hoffe, ihr wisst, dass The Raid 2 kein wirkliches Sequel ist. Ursprünglich war nämlich The Raid 2 schon immer geplant. Aber aufgrund kleiner finanziellen Mitteln, hat man sich entschieden The Raid so zu machen wie er nun ist. Im Grunde könnte The Raid nämlich eine Anfangssequenz sein, für The Raid 2. Freu mich jetzt schon auf den Podcast. Wird Tamino nämlich gefallen durch die Longshots :)

    Hab ja schon bei Moviepilot genug geschwärmt, deswegen lass ich es an dieser Stelle ;).

  • Gormenghast

    KIDDIES, HÄNDE WEG !!!

    AB 18 !!!

    https://www.youtube.com/watch?v=y_z3EBalwI4

  • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

    So, zurück aus dem Urlaub, da kann ich mich nun auch mal wieder zu Wort melden :)
    Ist jetzt schon über zwei Wochen her, aber es wirkt noch nach, dass ihr hier wieder eine sehr starke und gehaltvolle Diskussion abgeliefert habt! Und das, obwohl der Film voll an euch vorbei lief.. Hat Spaß gemacht.

    Zu Bond (und Tamino’s Frage, warum immer neue gemacht werden, die aber immer das Gleiche sind) hab ich folgende Sicht:
    Weil Bond Kino für die Massen ist und die Massen nehmen einfach am liebsten das was sie kennen. Da spielen mehrere Effekte mit rein. “Wir Filmfreunde” greifen ja immer wieder gerne zu guten Filmen, um sie uns ein zweites, drittes, viertes, xtes Mal anzusehen – weil sie für uns eben u.U. (bzw. sogar ganz sicher) mehr als nur Unterhaltung darstellen. Weil wir ihre Qualitäten lieben, die über den Handlungsverlauf hinaus gehen und uns immer wieder daran erfreuen wollen. Und obwohl ich es nicht glauben kann, bei Leuten die Filme weniger wichtig finden und nur als Nebenbeschäftigung, etc. sehen ist das teilweise gravierend anders (ohne das jetzt zu sehr zu verallgemeinern). Ich habe schon Aussagen gehört wie: “Oh nee, Filme mehrfach gucken geht gar nicht!”. Darauf ich: “Aber wenn sie doch richtig gut sind?”. Darauf er: “Ja, aber ich weiß ja trotzdem schon was passiert.” Unglaublich. Wenn so jemand nun Bond mag, dann braucht er logischerweise immer neue Filme und die gibt man ihm. Das Resultat variiert nie gravierend (das schafft den Wiedererkennungs- und Identifikationswert), aber gaukelt vor etwas neues zu sein (obvwohl die Pfade der Handlung einfach nur immer wieder vor anderen Kulissenb beschritten werden).

    Immer neue Bonds werden aus dem gleichen Grund gemacht, wie jeden Sonntag ein neuer TATORT läuft, der auch immer nur eine endlose Variation der 2-3 bekannten Inhalte ist: damit der “Durschnittszuschauer” (nicht abwertend gemeint) sich in die Illusion von etwas neuem begeben kann, dabei aber nicht “Gefahr” läuft, sich auf unbekanntem Terrain zu verirren. Auf bekanntem fühlt er sich nämlich am besten aufgehoben. Wer ab und zu ne Pizza ist, nimmt die die ihm schmeckt, da weiß er was er hat, wer ständig Pizza ist probiert die Karte durch, weil ihm sonst langweilig wird.

    Ich persönlich kann Abneigung und Affinität verstehen, weil ich mich irgendwo dazwischen befinde. Ich schätze sowohl neue, frische Stoffe, bin aber bei fortlaufenden Reihen wie Bond, oder mittlerweile Marvel-Filmen immer neugierig wie sie es diesmal angehen. Da erwarte ich nichts gravierend neues, aber kann eine gelungene Umsetzung auch übersolide finden.
    Die These von wegen “jeder Generation ihr Bond” fand ich auch ziemlich brauchbar ;)

    My 2Cents.

  • Feliks

    Lieber spät als nie, will ich hier auch noch einen Beitrag liefern. Was mir bei Taminos Punkt zur ewig gleichen Geschichte eingefallen ist, ist dieses wirklich komische Phänomen des Tatorts, der ja ähnlich wie Bond, die Charaktere nur minimalst weiterentwickelt, aber eigentlich immer wieder die gleiche Geschichte erzählt, und das schon gefühlte drölfzig-millionen-mal. Und dennoch hat das Format immer noch einen gewissen Erfolg, oder eben gerade deswegen. Es ist zudem auch ein Überbleibsel aus vergangenen Filmjahrzehnten, bei dem sich mir persönlich der Reiz noch weniger erschließt als bei Bond. Aber für viele Leute scheint das zu funktionieren. Wirklich erklären kann ich mir das aber auch nicht.

    • Feliks

      Beim Kommentare-Durchlesen fiel mir auf, dass Jacker das – ein bisschen weiter unten – schon so oder ähnlich geäußert hat… naja, komisches Phänomen.