Second Unit #66 (Hörervorschlag: Midnight in Paris)

Über ein Jahr Second Unit hat es gedauert, aber wir haben endlich mal einen Woody-Allen-Film in der Sendung. Ihr habt uns Midnight in Paris (Amazon-Link*) in die Sendung gewählt.

Obwohl Man of Steel abgeschlossen gilt, plaudern wir kurz zu Beginn noch ganz kurz über meine zweite Kino-Sichtung. Außerdem bedanken wir uns mal wieder für flattr-Spenden zu unseren Superman-Sendungen.

Da wir diese Woche wieder einen Hörervorschlag besprechen, ist die nächste Runde für Vorschläge eröffnet. Wir suchen dieses Mal Animationsfilme (die nicht von Miyazaki stammen). Also haut in die Tasten und schlagt uns in den Kommentaren schöne Filme vor!

Das Getränk in dieser Woche hat zwar nicht viel mit Paris zu tun, schmeckt uns aber. Wir probieren eine Ice-Tea-Limo-Mischung.

[YouTube Direktlink]

In den Haupt- und Nebenrollen spielen Owen Wilson als Gil, Rachel McAdams als Inez, Alison Pill als Zelda Fitzgerald, Tom Hiddleston als F. Scott Fitzgerald, Marion Cotillard als Adriana und Adrien Brody als Salvador Dalí. Im Zuge der Besetzung und besonders zu Owen Wilson erwähne ich die Hollywood-Gruppierung namens “Frat Pack”, zu denen er auch gehört. Der Wikipedia-Artikel dazu ist sehr aufschlussreich.

Zum Schluss besprechen wir Woody Allen und seine Art des Filmemachens.

Nächste Woche reisen wir mal wieder durch die Zeit und landen in den 80er Jahren. Wir schnappen uns die BluRay zu Beverly Hills Cop (Amazon-Link*) und besprechen den ersten Teil der Reihe.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

[Download | Länge: 01:19:05 | Größe: 36,5 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: cc by atl10trader]

*Amazon-Partner-Links: Über diese Links gekaufte Artikel werfen einen kleinen Obolus für uns ab. Für euch ändert sich nichts, schon gar nicht der Kaufpreis. Wir bedanken uns im Namen unserer Kaffee-Kasse.

  • cule0809

    Ich würde gerne einmal “Der Illusionist” vorschlagen. Ein französischer Zeichentrickfilm im alten Stil.

  • Xeldrak

    Noch keine Zeit gehabt um mir die Folge anzuhören, aber Ich würde Ghost in the Shell vorschlagen – auch japanisch aber GANZ anders als Chihiro o.Ä.

  • MJ-Cooper

    Ich schlage SPACE JAM vor. Der coolste Film der 90er!

    • tinkengil

      Da schließe ich mich an!

      • Stefan

        Bester Trickfilm, den es gibt!!!!!

  • cule0809

    So habe mir den Podcast mal angehört. Ich muss in erster Linie euch widersprechen, dass die aktuellen Filme von Woody nicht so gut bewertet werden oder ähnliches. Gerade Vicky Christina Barcelona ist für mich einer der besten Filme von Allen. To Rome with Love ist ebenfalls ein guter Film. Allen hat es aktuell besonders auf die europäischen Städte abgesehen und fängt immer wieder die Atmosphäre perfekt ein. Ich bin relativ oft in Barcelona und ich finde es wirklich faszinierend wie er in Vicky Christina Barcelona den Charme der Stadt einfängt. Ist im übrigen mit Javier Bardem.

    Der einzige Film den ich aktuell eher nicht so gelungen finde, ist Cassandras Traum.

    In Midnight in Paris gefällt mir dieser Aspekt mit der Nostalgie sehr gut. Ich interpretiere das eher als Zeitreise und finde die Umsetzung sehr gelungen. Dazu die Romantik, die sich aber nicht in der Liebe widerspiegelt sondern auf die Kunst. 9/10

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Macht er das denn auch so wie in “Midnight in Paris” und nimmt sich zusätzlich ein übergeordnetes Thema? Hier widmet er sich ja eben dem Thema Nostalgie und behandelt das durch die Stadt. Ist das in den anderen Filmen ähnlich?

      • cule0809

        Naja, geht eher um zwei Frauen die unterschiedliche Ansichten zur Liebe haben bzw. zum Sexleben. Vicky hat einen Verlobten den sie sogar bald heiraten will, Christina sucht eher die schnelle Liebe und Abenteuer. Dann kommt Antonio Gonzalo in das Leben der beiden. Ein Maler, der noch seiner Exfrau nachtrauert. Antonio stellt das Leben beider völlig auf den Kopf…

        Wenn du also ein übergeordnetes Thema suchst, dann thematisiert Allen hier stark die Liebe und die verschiedenen Ausprägungen. Wird in To Rom with Love auch ähnlich gestaltet. Bei beiden Filmen ist es aber auch ähnlich wie bei Midnight in Paris, dass ein etwas höher gestellter Mensch oder Promi, mit sogenannten Luxusproblemen zu kämpfen hat. Bzw. werden die Schattenseiten von diesem Lebensstil aufgezeigt.

        Dazu wird Barcelona perfekt in Szene gesetzt und besonders gut finde ich, dass man auch die katalanische Kultur zelebriert und nicht immer die spanische. Wie in Midnight in Paris, könnte dies auch als ein Touristenwerbefilm verstanden werden.

    • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

      Ich finde sein Spätwerk auch ganz großartig. Ihm gelingt es ohne banal oder kitschig zu werden die pure Schönheit auf die Leinwand zu bringen! Was Tamino meinte ist glaube ich: Viele Altfans sehen das Spätwerk als schlechter an, weil es weniger satirisch und nicht so bissig wie viele der frühen Filme ist. Ich seh das ganz anders.. Jeder große Künstler braucht Entwicklung!

      • cule0809

        So ist es !

  • die_krabbe

    Ich schlage Hotaru no haka (Das letzte Glühwürmchen) vor. Der mit ziemlichen Abstand beste Animationsfilm, den ich kenne.

    http://www.imdb.com/title/tt0095327/

  • Wommel

    Wie wärs mit “Mary and Max” ein großartiger australischer Film. Und der hat mal davon abgesehen das es auch irgendwie ein Animationsfilm ist garantiert keine ähnlichkeiten mit Pixarfilmen ;)

    http://www.imdb.com/title/tt0978762/?ref_=fn_al_tt_1

    Dazu: Kondensmilch, schaut dan Film dann wisst ihr wieso :)

    • SecondUnitTamino

      mmmhhh, lecker Kondensmilch!

    • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

      Ganz toller Film, ist auch mein Vorschlag!

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Den kenn ich schon (was kein Ausschlusskriterium ist) und er hat mir im Kino schon gut gefallen. Sehr charmant und ehrlich.

  • TheEddies

    Vorschlag: PAPRIKA (2006)

  • Pingback: Second Unit #66 – Midnight in Paris (2013) « jacker’s 2Cents..

  • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

    Mal wieder eine gelungene Besprechung :) Woody Allen ist eine Herzensangelegenheit, also Vorsicht, Romanalarm..
    Er ist für mich ein ganz großer Regisseur, deswegen hab ich insgeheim gehofft, dass ihr beide mit dem Film was anfangen könnt. Das Schöne daran: Ihr habt es selbst gesagt, das Gefühl im Film und sein Stil haben hohen Wiedererkennungswert. Und soweit ich das einschätzen kann (habe ihn spät entdeckt, nun aber schon 25 Allen-Filme gesehen) trifft auf ihn tatsächlich die Formel ‘mag man einen, mag man alle’ zu. Nicht falsch verstehen, er hat auch Filme gemacht, die nur ganz okay sind (das bleibt bei einer Frequenz von 1 Film / Jahr, die er seit 45 Jahren einhält nicht aus), aber trotzdem findet man da seine typischen Merkmale wieder und es ist sicher individuell sehr verschieden welche man nun als stärker oder schwächer empfindet.

    Welches die typischen Merkmale sind, hat Tamino schön ausgeführt und ich sehe das ziemlich gleich: Im Kern geht es um die Irrungen & Wirrungen des Lebens (und der Liebe), um die Absurdität des Daseins, um den Blickwinkel auf das Leben. ‚Bittersweet‘ trifft voll zu. Immer charmant und auf intelligente, subtile Weise lustig (manchmal so sehr, dass ich mich kaum halten kann, manchmal so versteckt dass ich es kaum bemerke), auf der anderen Seite ist der Hang zur Tragik auch immer da. Er verpackt das wie kein zweiter und die Dialoge sind pures Gold! Ein interessanter Film in dem er sich und diese Gratwanderung selbst reflektiert ist MELINDA & MELINDA. Der spielt ganz offensichtlich mit der Nähe zwischen Tragödie und Komödie, thematisiert sie und zeigt uns: Es kommt auf den Blickwinkel an. Ist ein gelungener Film, Allen hätte aber noch ganz viel mehr draus machen können.

    Allerdings hat er auch ganz andere Filme gemacht, es gibt schon eine merkliche Entwicklung in seinem Werk. Angefangen hat es ja mit purem Slapstick (WHAT’S UP, PUSSYCAT? oder PLAY IT AGAIN, SAM). Das war auch unheimlich witzig, aber trotzdem sehr banaler Klamauk. Diese Albernheit hat er dann immer mehr mit echter, bissiger Satire durchflutet (BANANAS) und die Tragikkomödie/Beziehungsthematik einfließen lassen (ANNIE HALL, MANHATTEN). Irgendwann, speziell in den 80ern wurde es dann aber richtig ernst (INTERIORS, SEPTEMBER), teilweise fast schwer. Das nennen einige Cineasten gerne seine Bergmann-Phase. In den 90ern dann die kleinen Gaunerkomödien und sein grandioses (!!!) Spätwerk habt ihr ja nun auch angeschnuppert. In den neuen Filmen kommt einfach ein großartiger Hang zur Romantik und zur Schönheit durch. Trotz Beziehungskrisen und innerer Probleme der Figuren, sind die Filme (auch z.B. TO ROME WITH LOVE und WHATEVER WORKS) vom Gefühl her sehr lebensbejahend. Ihr habt ja diesen philosophischen Aspekt und die Sinnsuche angesprochen. Die Protagonisten finden, auch wenn es vielleicht schmerzhaft ist, immer etwas über sich heraus. Wie sie leben wollen / können / sollten. Und das trotz allem immer ein richtiger Weg möglich ist.

    Schön ist aber, dass diese ganzen Phasen seines Werkes fließend ineinander übergehen, sein Stil trotzdem immer direkt erkennbar bleibt und zwischendurch absolute Überraschungsperlen auftauchen, die inhaltlich voll aus Allen’s aktuell präferierten Richtung herausstechen. Ich folge mal eurer Aufforderung und grabe in der Erinnerung, wie Allen es sonst mit Fantasy Elementen gehalten hat: Kommt immer wieder vor und ist dann immer als nicht erklärungsbedürftige Selbstverständlichkeit etabliert. In ALICE darf Mia Farrow unsichtbar werden um ihrem Mann beim Fremdgehen nachzustellen, in PURPLE ROSE OF CAIRO klettert eine Filmfigur aus der Leinwand und verliebt sich in eine der Zuschauerinnen, in DER SCHLÄFER reist Allen durch die Zeit und landet in einer absurden Zukunft.

    Noch was zur männlichen Perspektive: Tamino hat es ja auch schon gesagt, in anderen Filmen gibt es ganz oft Protagonistinnen. Häufig dreht sich der ganze Film um sie und ihr Leid (INTERIORS, SEPTEMBER, ANOTHER WOMAN). Interessant ist dabei auch, dass er epochenweise bevorzugt immer mit den Selben Frauen gearbeitet hat. Anfangs mit Diane Keaton (Ein Dream-Team die beiden), denn Mia Farrow, später Scarlett Johannson.

    Toller Typ, ich mag die Filme echt sehr. Um selber zu sammeln wie sehr, hab ich mal ne kleine Liste mit Allen-Filmen die ich gesehen habe angelegt: http://www.moviepilot.de/liste/der-woody-und-ich-ich-und-der-woody-jacker

    Nächste Woche BEVERLY HILLS COP ist großartig. Axel Foley das größte Plappermaul aller Zeiten :D Guckt ihr den in OV? Ich glaube da würde ich (trotz reichlich Expertise und gutem Englisch-Verständnis) in die Knie gehen.. Ihm kann man ja auf deutsch schon kaum noch folgen :D

    Achja, der Vorschlag:
    Wurde schon genannt, aber meine Wahl wäre auch MARY & MAX. Der ist so unglaublich schön (und auch so tragisch)!! Alternativ finde ich auch die real gedrehten und dann nachanimierten Filme von Linklater stark, primär die Phillip K. Dick Verfilmung A SCANNER DARKLY. Im gleichen Stil soll auch WAKING LIFE ganz toll sein, den hab ich jetzt aber schon drei mal angefangen und bin immer eingeschlafen. NICHT weil er schlecht war, eher weil der Film tatsächlich ein bildgewordener Wachtraum ist und ich immer viel zu spät nachts auf die Idee kam, den noch anzusehen..

    Podcast übrigens auch weiterverbreitet (sofern es irgendwer liest :D): http://weltamdraht.blogsport.de/2013/07/05/second-unit-66-midnight-in-paris-2013-2

  • Mike

    Mein Vorschlag: Arielle die Meerjungfrau

  • isah

    oh, da wäre doch dieser film von 1978 etwas
    Watership Down – Unten Am Fluss

  • Alan

    ratatouille

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