Second Unit #41 (Once Upon a Time in the West)

Diese Woche haben wir endlich mal einen Western im Programm. Und dann mit Once Upon a Time in the West aka Spiel mir das Lied vom Tod (Amazon) auch einen richtigen Klassiker! 

Was passt wohl besser zu einem staubigen Western als ein trockener Whiskey. Tamino hat mich im Oktober mit einem Elijah Craig beschenkt, den wir auch endlich einmal in der Sendung trinken.

Doch zunächst müssen wir natürlich auf das nächste Hörervoting hinweisen. Wir haben uns im letzten Jahr von euch ja Hörerfilme gewünscht, ihr habt uns einen Haufen vorgeschlagen. Wir sind allerdings auf deutsche Versionen angewiesen, weil wir uns bei Indizierungen nicht die Finger verbrennen wollen. Unsere Auswahl beläuft sich deshalb auf Hellraiser (dt. Version), Dawn of the Dead (2004) und The Shining.

Zum Voting gelangt ihr hier!

Once Upon a Time in the West lebt natürlich von seinen Namen. Sergio Leone übernahm mal wieder die Regie. Charles Bronson spielt Harmonica, Henry Fonda entgegen seiner normalen Spielweise den Bösewichten Frank, Claudia Cardinale spielt die Witwe und Jason Robards als Cheyenne. Als fünfter Hauptdarsteller wäre wohl Ennio Morricone zu nennen, der die legendäre Musik gemacht hat.

Wir erwähnen zum einen die Once Upon an Time-Trilogie von Leone, verweisen aber natürlich auch ein wenig auf andere Western. Das sind die Django-Filme, das Videospiel Red Dead Redemption und natürlich der anstehende Django Unchained.

Zum Schluss diskutieren wir über das Western-Genre und die Macht von Klassikern bzw. Meisterwerken.

Nächste Woche gibt es dann einen weiteren Klassiker. Ich werde mit Pulp Fiction (Amazon) endlich eine weitere Bildungslücke füllen!

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[Download | Länge: 1:07:22 | Größe: 31,0 MB| @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: cc by stevendepolo]

  • Heisenberg

    Und mal wieder habt ihr richtig Lust auf den Film gemacht … könnte ihn mir sofort ansehen!

    Aber werde wohl das auf ein Doppelfeature mit dem grandiosen Once Upon a Time in America verschieben, sobald ihr den auch besprochen habt ;-)

    • SecondUnitTamino

      Da musste dir dann aber nen Tag für freinehmen;)

  • slasher

    Super Folge, super Podcast!
    Freu mich auf die Horrorfolge, sind spannende Filme in der Abstimmung.

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Danke :-)

  • http://twitter.com/PlayStarRocker PlayStar

    Das Spiel, dass Tamino erwähnte, gibt’s wirklich. Soll damals ein recht gutes Commandos-like gewesen sein.

    (Erwähnte ich schon, dass ich mit meinen Podcast-Konsum stellenweise sehr hinterherhinke?)

  • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

    DER Western schlechthin :)

    1 Mal in der Schule gesehen und gehasst, irgendwann mit viel mehr Filmverständnis und -erfahrung /und Lebensjahren auf dem Tacho) gesehen und voll geflasht gewesen.

    Dem was ihr zu dem Film sagt ist eigentlich nichts mehr wirklich hinzuzufügen. Dem was ihr allgemein über Western sagt allerdings schon. Ich bin selber überhaupt kein Western-Spezialist, aber Leone’s Werk hat auf jeden Fall eine neue Ära eingeleitet, die extrem mit den Werten des klassischen Western aufgeräumt hat.

    Vorher war Western sehr heroisch, patriotisch, Extrem Schwarz/Weiß und stereotyp. Einer war klar der Held und der hat am Ende gewonnen. Mit Beginn der Italo-Ära wurde das alles dreckiger, verschwitzter, brutaler und die Grenzen zwischen gut und böse sind teilweise kaum noch erkennbar (wie in THE GOOD, THE BAD & THE UGLY, den ich zwar fast hasse, aber wo keiner der drei Hauptfiguren ‘der gute’ oder ‘der böse’ ist!)

    Wenn man also von Western spricht macht es einen krassen Unterschied ob man von klassischem, Italo- oder Spätwestern spricht (wo z.B. Tamino’s Erähnung UNFORGIVEN zu zählt).

    Will nicht den Oberlehrer spielen, das ging mir nur durch den Kopf beim Hören ;)

    Übrigens ist mein (trotzdem nach wie vor kaum vorhandenes) Western-Interesse auch durch READ DEAD REDEMPTION geweckt worden!

    • SecondUnitTamino

      Wie alle immer so geile Filme in der Schule gucken durften. Ich musste so Dinger wie “Der Schimmelreiter” gucken, der definitiv einer meiner Kandidaten für den langweiligsten Film aller Zeiten ist. Aber noch zu krassen deinem Statement. Du “fast hasst” “The Good, The Bad & The Ugly”? Wie geht das denn, wenn man den vorliegenden Film mag? Bei mir kämpfen die beiden immer miteinander um den Titel meines persönlichen Western-Favoriten. Die sind doch beide total ähnlich im Stil und von den Figuren. Wo ist denn da dein Problem mit dem Werk?

      • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

        Den kenne ich nicht, hab aber auf MP schon öfter Diskussionen zu ‘Film in der Schule’ gelesen und immer gedacht: ‘DAMN! Warum war das bei mir nicht so?’
        Wie gesagt, ONCE UPON.. konnte ich damals auch noch nicht wertschätzen und der einzige Film den ich sonst überhaupt in der Schule gesehen habe war CLUB DER TOTEN DICHTER. Den fand ich damals auch nicht so prickelnd!

        Wie kann ich THE GOOD, THE… fast hassen?
        Wenn ich das mal wüsste. Wie gesagt, ich hab diesem Film hier im zweiten Anlauf ein totales blown-away Gefühl gehabt. Wollte mich dann irgendwann mal mit Leone befassen und hab die Dollar-Trilogie im Abstand von ca. je einem Monat geguckt.

        FISTFUL OF DOLLARS -> Witzig, dreckig, hart, grotesk, einfach ein guter Film!
        FEW DOLLARS MORE -> In allen Belangen (vor allem dem Grotesken / Überzeichneten) noch einen Tick besser als der Vorgänger.

        Danach war ich richtig gehypet auf den dritten! Zum einen weil ich den zweiten so gut fand, zum anderen weil ich auf MP bei meinen Buddy-Bewertungen vielleicht gerade noch so bei FIGHT CLUB und DRIVE genausoviele Herzen wie beim dritten Teil der Dollar Trilogie finde.
        Dazu noch Aussagen wie: “Wenn du FEW DOLLARS MORE so magst wirst du GOOD, BAD, UGLY lieben” etc.

        Und dann habe ich ihn mir angesehen und es war eine einzige Qual :O
        Ich empfand den fast durchweg als unglaublich zäh, künstlich aufgeblassen, in seinen Figuren und seinem Humor wie einen billigen Abklatsch des zweiten Teils, zudem ging mir der Score (den fast jeder als ‘den besten aller Zeiten’ bezeichnet) so HEFTIG auf die Nerven, dass ich es kaum aushalten konnte. Für mich hat sich alles einfach nur verkopft geschrieben und künstlich albern angefühlt.
        Wo andere argumentieren, der Film sei doch in seiner Epik überhaupt nicht mehr zu übertreffen, finde ich gerade mal 2-3 Szenen, die Atmsosphäre haben und mir überhaupt irgendeine Stimmung ausser Langeweile vermittelt haben (Ritt durch die Wüste, Shootout in der zerbombten Stadt und Finale auf dem Friedhof).

        Bei ONCE UPON.. ist das anders. Der hat diese ‘alberne’ Komponente nicht mehr, sondern fühlt sich viel echter dreckig, kalt und hart an. ODER ich erinnere mich völlig falsch und werde bei der nächsten Sichtung den Film ebenso hassen. Was ich nicht hoffe ;)

        • SecondUnitTamino

          Was man bei Western als “albern” empfindet (oder was man überhaupt als “albern” bezeichnet) ist da wohl entscheidend. Ich empfinde im Grunde alle Leones als ziemlich albern, weil sie so unglaublich übertrieben inszeniert sind und alle Figuren in jeder Szene immer übercool und unrealistisch auftreten. Aber gerade dieses Überstilisierte und dadurch in gewisser Weise auch Alberne mag ich ja gerade an seinen Werken. So unglaublich dreckig empfinde ich seine Filme eher nicht, zumindest nicht in erster Linie. Klar haben die ihre ernsten Elemente, aber hauptsächlich bin ich beim Schauen eher am Grinsen, z. B. wenn zum gefühlt 10. Mal die gleiche Mundharmonika-Melodie erklingt.

          Die ersten beiden Filme der Dollar Trilogie geben mir übrigens eher weniger. Der erste hat halt nur Eastwood als coolen Typen und spielt die ganze Zeit am gleichen Ort, was ich recht ermüdent finde (6/10). Der zweite bekommt dann noch van Cleef dazu, der da schon eine Menge mehr Dynamik in die Geschichte reinbringt (7,5/10), und der Dritte hat dann schließlich auch noch Wallach, durch den das Ganze dann zur fast perfekten Mischung wird. Ich finde auch die ganze Atmosphäre hier wirklich VIEL besser als bei den Vorgängern, nicht nur durch die Musik, sondern auch durch die ganze Abwechslung. Es gibt ne schicke Eisenbahn, ein Gefangenenlager, einen kurzen Kriegsschauplatz und was nicht noch alles. Hier wird eine richtige Welt etabliert, in den Vorgängern waren es eher nur Ausschnitte, daher auch meine sehr hohe Wertung (9,5/10). Das vorliegende Werk bekommt übrigens die gleiche Bewertung, weil es viele diser Stärken teilt. Hauptsächlich aufgrund der drei noch etwas besseren Hauptcharaktere hatte ich “The Good, the Bad and the Ugly” auch lange Zeit als etwas stärker als “Once Upon a Time in the West” im Kopf, aber inzwischen sehe ich beide Werke als nahezu gleich gut an, vor allem da das Finale in letzterem deutlich toller ist. Ich habe wirklich noch nie gehört, dass einer nur einen der beiden Filme mag. Für mich sind sie im Grundtone und von der Inszenierung quasi identisch, wieso ich deine Nsicht da leider auch gar nicht verstehe. Ist Brunsons Mundharmonica Spiel nicht eigentlich auch völlig albern? Ich würde sagen: ja, aber genau das mag ich daran. Ähnlich wie auch die Albernheit in Tarantinos Werken.

          • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

            Vielleicht war ich absolut nicht in der Stimmung für den Film?
            Vielleicht gefällt mir im nächsten Durchlauf ONCE UPON A TIME auch nicht mehr.?
            Vielleicht ist GOOD, BAD… auch einer der Filme bei denen eine nicht überwindbare Barriere besteht?

            Ich werde sehen ;)

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