Second Unit #247 – Star Trek: The Motion Picture (Gast: David X. Noack)

Heute aus einer weit, weit entfernten Galaxie Zukunft! Der David X. Noack ist zu Gast und hat gleich ein ganzes Franchise mitgebracht! Richtig gelesen: Star Trek: The Motion Picture (Amazon-Link*) ist der Startschuss für eine neue Reihen-Besprechung hier im Podcast! Faszinierend. 

Natürlich sei an dieser Stelle auch noch mal auf unsere große Live-Show am 18.11. im Filmrauschpalast hingewiesen. Dann gucken wir nämlich alle zusammen den nächsten Teil der Star-Trek-Reihe und bereden den Film anschließend für und mit euch!

[YouTube Direktlink]

Der Film hat eine stürmische Produktion hinter sich. Robert Wise hat Regie geführt, das Drehbuch stammt von Harold Livingston nach einer Geschichte von Alan Dean Foster basierend auf den Figuren von Gene Roddenberry. Der Cast ist ein großes Ensemble: William Shatner als Captain Kirk, Leonard Nimoy als Spock, DeForest Kelley als Dr. McCoy, James Doohan als Scotty, George Takei als Sulu, Walter Koenig als Chekov, Nichelle Nichols als Uhura, Persis Khambatta als Ilia und Stephen Collins als Decker.

Wir diskutieren ausführlich den beschwerlichen Weg zum ersten Star Trek Kinofilm; analysieren die Inszenierung und Bedeutung von Wissenschaft, Religion und Science-Fiction sowie der Frage: Was genau ist Star Trek eigentlich? Und was davon finden wir hier im Film?

Diese und weitere Fragen werden wir in den nächsten Monaten wiederholt an jeden einzelnen Film der Reihe stellen. In der Zwischenzeit könnt ihr Davids Blog, den Mate-Schrank, verfolgen. Dort bloggt er zum Beispiel auch über die neue Serie, Star Trek: Discovery.

Nächste Woche beenden wir hingegen eine Filmreihe. Dann geht es nämlich weiter mit Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2 (Amazon-Link*). Harry gegen Voldi!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

[Download | Länge: 02:19:33 | Größe: 67,3 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes | Unterstützt uns bei Patreon!]

[Teaser-Bild: cc by 2.0 JD Hancock]

*Amazon-Partner-Links: Über diese Links gekaufte Artikel werfen einen kleinen Obolus für uns ab. Für euch ändert sich nichts, schon gar nicht der Kaufpreis. Wir bedanken uns im Namen unserer Kaffee-Kasse.

 

  • http://mateschrank.wordpress.com/ Dave vom Mateschrank

    Hier der Link zum Filmarchiv:

    https://www.bundesarchiv.de/bundesarchiv/organisation/abteilung_fa/index.html.de

    Es ist weiterhin am Fehrbelliner Platz in Berlin.

  • Filmeonkel

    Ein wunderbarer, tiefgehender Auftakt zu eurer Star-Trek-Reihe. Christians Freude und authentische Wissbegierde sowie Davids kompendienhafter Wissensschatz sind eine tolle Ausgangslage für ausgewogene und interessante Gespräche. Ihr deckt die vorhandenen Schwächen des Films sehr gut auf und seid trotzdem deutlich gnädiger, als ihr selbst glaubt, scheint mir.

    Der erste Film ist tatsächlich mein subjektiver Liebling, auch wenn ich die meisten anderen (gerade den zweiten und achten) objektiv betrachtet für viel bessere Filme halte. Er funktioniert für mich, weil wie nie zuvor oder danach in Trek die Utopie kompromisslos und opulent eingefangen wird. Zusammen mit den exzellenten Effekten alter Schule und einem der besten Soundtracks aller Zeiten verschmilzt der Film für mich zu einem über zwei Stunden andauernden Musikvideo, dass in seiner Langsamkeit doch einen einzig- und fremdartigen Flow hat. Wenn ich ihn sehe, was mindestens einmal im Jahr ist, bin ich anschließend glücklich und in positivem Sinne bild- und tonsatt.

    Zwei Anmerkungen.

    Die Ouvertüre ist ein klassisches Hollywood-Ding, das gerade Robert Wise immer wieder zelebrierte – “The Sand Pebbles” oder “West Side Story”, um nur zwei Beispiele zu nennen. “Star Trek: The Motion Picture” war einer der zwei letzten Filme mit Ouvertüre, denn auch Disneys “The Black Hole”, ein weiterer Star-Wars-Trittbrettfahrer, der ebenfalls im Dezember 1979 anlief, hatte eine. Danach war Schluss damit. (Überhaupt ist “The Black Hole” ein Film, der auf mich fast dieselbe Wirkkraft hat wie der erste Star-Trek-Film.)

    Was die ersten fünf Filme angeht, finde ich schon, dass sie alle recht unverhohlen religiöse Motive aufarbeiten. Was ihr nicht nanntet: Genesis (2), die Vertreibung aus dem bzw. die Zerstörung des Paradieses aufgrund des Menschen Hochmut (3), Tod und Wiedergeburt (2+3), die Sintflut (4).

    Ich würde Christian empfehlen, sich vielleicht ein Dutzend handverlesener Fernsehepisoden aus den diversen Star-Trek-Serien anzuschauen. Es müssen ja nicht gleich alle siebenhundertpaarunddrölfzig sein, das ist ein angsteinflößender Serien-Everest. Ich glaube aber, ein wählerischer Einblick schafft Kontext und erhöht den Genuss der Filme.

    Ich freue mich sehr auf die nächsten Ausgaben und wünschte sehr, ich hätte die Zeit, am 18. nach Berlin zu reisen.

    Macht weiter so!
    - Sebastian von Trek am Dienstag

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Danke!

    • SecondUnitTamino

      Oh, ich kenne da jemanden, der da eine hervorragende Auswahl an Episoden vorschlagen könnte, hust, hust…

    • http://mateschrank.wordpress.com/ Dave vom Mateschrank

      Vielen Dank für den tollen Kommentar!

  • Sultan-of-Swing

    Schöner Podcast zu einem der langatmigsten Filme überhaupt. Ich hätte nicht gedacht, dass der Film so viel Gesprächsstoff liefert.
    Ich habe nur die Originalserie gesehen und die ersten Folgen der neuen Generation. Ich liebe die Star Trek Filme und habe alle mehrmals gesehen, aber Teil eins und zehn sind die Ausnahme, da konnte mich nichts zur zweitsichtung bewegen.

  • Spacedude

    Danke, dass Ihr Euch mit dem Star Trek Universum beschäftigt. Das finde ich großartig!
    Ich denke man darf nicht unterschätzen, wie optimistisch man in den sechziger und siebziger Jahren war, was den Raumflug anbelangt. Allein das Wort Astronaut, Sternreisender, ist ja sehr verwegen. Wir haben es leider “nur” zum Mondfahrer geschafft und heutzutage sind wir im Erdorbit gefangen (allerdings mit sehr langen Aufenthaltszeiten). Zu Beginn des Raumfahrzeitalters hat man sich das Unternehmen Raumfahrt viel gewaltiger vorgestellt.
    Was die Voyager anbelangt: Ich denke, dass die Intelligenz, die sich um die Sonde herum entwickelt hat, für das sinnlose Forschen steht. Die Sonde sammelt einfach nur empirische Daten. Sie hat aber keine Möglichkeit, die Daten zu deuten, einen Sinnzusammenhang herzustellen. Sie hat auch keine ethischen Prinzipien. Auch die Raumsonden Voyager sind ja reine Kameras plus ein paar andere Sensoren. Die Deutung der Bilder und Daten, die sie von den Planeten geschickt haben, erfolgt(e) erst durch die Astronomen auf der Erde.
    Die Sonde Voyager II ist übrigens die einzige, die bislang am Uranus und Neptun vorbei geflogen sind. Das war 1986. Schon ein bisschen peinlich, wie wir diese beiden Eisriesen mit ihren Ring- und Mondsystemen vernachlässigen. Natürlich hätten sich die Menschen damals sehr gut vorstellen können, dass es eine Voyager III, IV, V, etc. geben wird.

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Das finde ich ja auch so geil an 2001: Wie optimistisch und alltäglich die Reisen durch das All dort sind! Der Flug ins All ist genauso alltäglich wie das Reisen mit dem Flugzeug. Wenn das nur mal tatsächlich so wäre :D

  • tinkengil

    Tolle Folge! Danke euch beiden!
    Ich bin ja dieses Jahr auch endlich mal ernsthaft in das Star Trek-Franchise eingestiegen, zunächst mit den Kirk-Filmen und mittlerweile mit der Enterprise-Serie; auch auf Empfehlung von David hin. Star Trek 1 hat mir, zusammen mit dem zweiten Teil, bislang am besten gefallen. Dem Film merkt man einfach diese unglaubliche Liebe zum Weltall, und insbesondere zur Enterprise an. Die Story um die Voyager 6 ist zudem auch heute noch immer noch greifbar, da jeder schon mal von diesen Sonden gehört hat. Für mich ein guter Einstieg selbst für Leute, die sonst eher weniger mit Science Fiction zu tun haben.

    Die echten Voyager-Sonden sind übrigens immer noch aktiv und kommunizieren mit der Erde. Auch wenn die meisten Instrumente schon nicht mehr funktionieren. Vor ein paar Tagen wurden sogar die Ersatztriebwerke, die seit 37 Jahren nicht mehr benutzt wurden, erstmals wieder aktiviert, so dass die Missionsdauer sogar noch um ein paar Jahre verlängert werden konnte:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/nasa-voyager-1-zuendet-ersatztriebwerke-nach-37-jahren-a-1181642.html