Second Unit #169 (Spectre)

Wir verlassen unseren kleinen Exkurs zum Deutschen Film und beschäftigen uns stattdessen mit einem britischen Mythos. James Bond kehrt mit Spectre (Amazon-Link*) zurück auf die Leinwand. Und Patrick Suite als Gast zurück in die Sendung. 

Zu Beginn der Sendung machen wir einen kleinen Umweg und reden über letterboxd. Dort ist der Podcast bzw. meine Wenigkeit jetzt nämlich auch vertreten. Dort halte ich euch auf dem Laufenden bezüglich unserer nächsten geplanten Sendungen. Außerdem pflege ich auch eine Liste, die eure Wunschkandidaten für die Sendung sammelt.

[YouTube Direktlink]

Die Liste der Beteiligten ist lang, aber lesenswert. Sam Mendes hat auch nach dem Mega-Erfolg von Skyfall wieder die Regie übernommen. Daniel Craig ist als James Bond ein vorletztes Mal (?) dabei. Christoph Waltz spielt als Oberhauser den Bösewichten und passt wie die berühmte Faust auf’s Auge. Wo wir gerade beim Thema Faust sind: Dave Bautista übernimmt als Hinx die Handlangerrolle. Léa Seydoux und Monica Bellucci spielen als Madeleine Swann bzw. Lucia die beiden Bond-Girls. Ralph Fiennes übernimmt erneut als M, Ben Whishaw als Q und Naomie Harris als Moneypenny runden das MI6-Team ab. Neu dabei ist Andrew Scott als C, der ebenfalls für Zündstoff sorgt.

Die erste (frohe) Botschaft: Wir halten uns mit Spoilern zurück! Erst ab 59:01 legen wir so richtig los. Die zweite Botschaft fällt etwas nüchterner aus: Mir hat er weniger gut gefallen, Patrick hingegen schon. Es herrscht also ein eher gemischtes Stimmungsbild. Deshalb reden wir im spoiler-freien Part auch über die positiven und negativen Aspekte. Der Cast, die Locations, die Kameraarbeit haben uns beide voll überzeugt. Aber das Script hat so seine Schwächen. Was und warum erfahrt im in der zweiten Sendungshälfte.

Zum Schluss spekulieren wir, wie die Craig-Bond-Saga weiter gehen könnte. Dabei äußern wir auch gleich Wünsche, wie das nächste Reboot des britischen Geheimagenten aussehen könnte. Patrick erwähnt dabei diesen lesenswerten Artikel vom A.V. Club.

Ihr findet Patricks Arbeit auf Facebook und ihn auch auf Twitter. Ein letterboxd-Profil hat er auch.

Solltet ihr bei der Diskussion auf den Geschmack gekommen sein oder ihr arbeitet euch als Vorbereitung durch ältere Bond-Filme: Schaut doch mal in unser Archiv. Wir haben zum Start von Skyfall ein großes Bond-Special mit einer Ausgabe zu jedem Bond-Vertreter gemacht.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

[Download | Länge: 02:08:30 | Größe: 61,9 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: cc by 2.0 www.GlynLowe.com]

*Amazon-Partner-Links: Über diese Links gekaufte Artikel werfen einen kleinen Obolus für uns ab. Für euch ändert sich nichts, schon gar nicht der Kaufpreis. Wir bedanken uns im Namen unserer Kaffee-Kasse.

  • Onan der Zerstäuber

    Christian ..ich “reibe” mich an Deiner Auslegung,
    die Perspektive des alten,
    klassischen 00-7 wird doch hervorragend transzendiert.

    Waltz´ Rolle hast Du richtig beurteilt.
    Gut, 3+

    (Kannst Du bitte etwas langsamer sprechen mein lieber, dann kommen die Bässe mehr rüber)

    PS

    Der “neue” Tamino ist niedlich..
    der echte war aber besser!

    :Gemeinsam gegen die Langeweile:

    Danke für ganz viele, tolle Infos,
    ich bin vom ersten Tag an bei euch und drücke euch die Daumen.. ganz fest.

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Ich sehe das Transzendierende ehrlich gesagt nicht. Wenn, dann noch bei Casino Royale oder auch Skyfall. Aber hier? Hier verfällt Bond wieder in völlig überholte Muster (Wie er Monica Bellucci “verführt”, wie absurd der Bösewicht plant und agiert etc.). Hm.

      • Onan der Zerstäuber

        Danke für Deine Antwort,
        .. eine frage der Perspektive.
        Gerade wegen der stereotypen dachte ich,
        transzendiert ist aber vielleicht auch schlicht nicht richtig gesagt..
        Ich mache ja auch keinen Filmkunst Podcast..

        Toll, wie professionell die Second Unit geworden ist!

        PS

        (Tamino fehlt mir ..wie Bolle)

  • Heisenberg

    Fehlt nur noch ein schöner Rage von Tamino dazu!

    • SecondUnitTamino

      Der hat den Film sogar gesehen, weil er nichts anderes mit seiner Mutter im Kino gefunden hat. Well, ich mochte das Longtake auf dem Karneval, die Prügelei im Zug und den Soundtrack. Und, ähm…ne, das war’s. Besonders schön fand ich, dass James am Ende anscheinend die Frau fürs Leben gefunden hat, weil sie, nun ja, die 265. Frau ist, die er in seinem Leben flachgelegt hat?

      • http://vadder.acamar.uberspace.de/ Donngal

        Ich habe eine sehr sehr ähnliche Sicht auf den Film wie Tamino, komme aber zum entgegengesetzte Schluss daraus. Ja, die Story war flach, die Figuren handeln nicht nachvollziehbar und das haben wir so alles schon gesehen. Aber genau darum war der Bond für mich sogar noch besser als Skyfall. Es fühlte sich an, als hätte man einen alten Bond genommen, den Darsteller ausgetauscht und die Action auf dem Stand der Technik neu verfilmt. Und genau das erwarte ich von einem Bond. Es soll sich nichts ändern, es soll alles so bleiben wie es ist. Ich habe alle Bond Filme (teilweise mehrfach) gesehen, und kann jeden einzelnen von den Filmen ohne Probleme nochmal gucken. Ich setze mich hin, erfreue mich an den immer gleichen Sprüchen, geniesse die tollen Locations, die stimmungsvolle Musik und freue mich über die idiotischen Villians und den völlig sich selbst überschätzenden Bond, der am Ende dann doch gewinnt. Das ist völlig unrealistisch, das weiss ich, aber das mag ich. Die Story ist mir egal, die ist nur das Vehicle um mir coole Locations und over-the-top Actionszenen zu präsentieren. Achja und zwischendurch werden ein paar Frauen flachgelegt. Völlig dämlich und nicht in unsere Zeit passend, aber so will ich das.
        Deswegen verstehe ich Taminos Meinung der sagt dass der Film objektiv nicht gut ist. Ist er auch nicht, er gefällt mir nur im Bond Kontext. Und ich fand auch Skyfall keinen unabhängig von Bond guten Film, Skyfall war für mich so gut, weil er angedeutet hat, was Spectre jetzt vollendet: Wir kriegen den alten Bond zurück. Im Gegensatz zu den meisten hat mir Casino Royale nur so mittel gefallen, der war mir nicht Bond genug, über Quantum Trost brauchen wir nicht zu reden, der war einfach kacke und mit Skyfall gings bergauf. Ich hoffe die Linie bleibt und wir kriegen weiter diese Art von Bond Filmen. Die sind für Leute wie mich gemacht.

        • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

          Das ist ja immer das große Problem bei solchen langlebigen Geschichten. Wie “klassisch” hält man sie, wie “modern” müssen sie sein? Das war ja auch mein großes Problem mit Man of Steel. Ich bin aber trotzdem in dem eher progressiven Bond-Lager und will einen zeitgemäßen Helden in einer gegenwärtigen Welt. Weil, die alten Geschichten gibt es ja schon ;-)

          • http://vadder.acamar.uberspace.de/ Donngal

            Ja, aber ich bekomme nicht genug von den alten Geschichten, ich will mehr mehr mehr ;) Ich freu mich jedenfalls über jeden neuen Bond. Moderne Filme gefallen mir auch, die sollen dann aber auch nicht Bond heissen. Ich fände übrigens auch mal einen Retro Bond super, einen Bond der eben nicht in der Gegenwart spielt sondern in der Vergangenheit. Nur eben auf dem aktuellem Stand der Film-Technik.

          • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

            Bei deinem Retro-Bond wäre ich auch voll dabei! Da würde dann auch alles zusammenpassen, für mich. So sind das einfach Brüche zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Das wäre doch eine super Idee für das nächste Bond-Reboot :D

          • SecondUnitTamino

            Working Titel des Skripts: “Whatever”

        • SecondUnitTamino

          Im Grunde kann ich das voll nachvollziehen. Ich persönlich bin aber einfach nicht Bond-Fan (genug), um damit so viel Spaß zu haben wie du. Dafür habe ich meine 80er Actioner. Ich verstehe nur diese vielen Leute nicht, die anscheinend irgendeine Art von “zeitgenössischem Bond” wollen, denn für mich ist das ein Widerspruch in sich. Bond zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass es total unzeitgemäßiger Schnickschnack ist. Wenn man das relativieren will, kommt am Ende ein belangloser Actioner raus, wo ein Typ rumläuft, der halt zufällig James Bond heißt. Ist genau das gleiche wie mit den neuen Star Treks. Da sind halt ein Schiff, das Enterprise heißt, und ein Haufen Leute, die die Namen der alten Charaktere haben. Ansonsten hat das nichts mit Star Trek zu tun. Das meine ich jetzt erstmal sogar völlig wertfrei. Selbst wenn ich auf blasse, moderne Sci-Fi-Actioner stehen würde, würde ich niemals behaupten, dass die Filme irgendeine Leistung vollbringen, weil sie Star Trek ein neues Gewand geben würden oder was auch immer. Star Trek ist halt tot und sucht mich als buntes, schreiendes Gespenst heim. Als ein durchaus hübsches Gespenst, aber gleichzeitig ziemlich nerviges ;-)

          Bei dem neuen Bond ging man jetzt wieder in eine klassischere Richtung, da hast du recht. Ich persönlich mag einfach den Look der meisten aktuellen Filme nicht. Einige Locations und die Opening Scene fand ich hier auch cool, aber so insgesamt klicken viele solcher Filme einfach nicht mit mir emotional und daher kann ich sie hauptsächlich nur objektiv betrachten. Außerdem würde ich halt nie meine Actioner so verteidigen, wie es viele mit SKYFALL getan haben. Am Ende des Filmes kämpfen irgendson Rentner und eine klapprige Frau gegen eine Gruppe von ausgebildeten Söldnern mit einem Kampfhubschrauber im HOME ALONE-Style. Wenn man sowas lustig findet, find ich’s ja voll ok, damit Spaß zu haben, nur ist’s irgendwie etwas absurd, das als einen an sich guten Film verkaufen zu wollen. Es ist halt voll der Schwachsinn. Darauf muss man sich irgendwie einigen find ich und dann kann man sich darüber unterhalten, ob das Spaß macht oder nicht.

      • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

        Kann ich nur unterschreiben, wenn auch mit der kleinen Einschränkung, dass ich Bond als Mythos mag. So grundsätzlich :)

  • Second Unit Ultras

    Wann spricht denn Tamino mal wieder in ein Mikrofon?

    • Brigade-Tamino-Muth

      Gute Frage!
      #GegenDenModernenPodcast #BackToTheRoots

      • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

        Eigentlich sollte er das schon letzte Woche, aber die Technik wollte nicht. Wir arbeiten aber dran ;-)

      • TaminoFanclubFlensburg

        Bellucci dürfte mich-
        Bellucci dürfte mich,
        Bellucci dürfte mich..
        Bellucci dürfte mich:

        #BellucciMich #fantasticle

  • LaLiLuLeLo

    Muss leider sagen das ihr mich seit der Neuausrichtung als Hörer verloren habt, die Soundqualität der Gäste ist für mich meistens nicht akzeptabel und auch ihre Meinung interessiert mich leider nicht, ach Ich vermisse die guten alten Second Unit Podcasts. =(

    • Second Unit Ultras

      Das sehen wir als offizieller Second Unit Fanclub anders! Die meisten neuen Sendungen waren durchaus gut und die Tonqualität stimmte eigentlich nur diesmal nicht so ganz. Besonders bei der Live-Sendung war sie erstaunlich gut. Aber nach all den Auswärtsspielen wollen wir auch wieder mal ein Heimspiel!

      • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

        Kommt ja, kommt ja. Geduld, Freunde!

  • http://nein.com Akmo Schmako

    Der eine Produzent der Patrick vergessen hatte war Michael G. Wilson. Der hat auch immer einen Cameo in den Filmen. Und irgendwann hat Christian Dalton mit Lazenby verwechselt. Und Sean connery war tatsächlich vorgesehn für die Rolle in Skyfall.
    Die Idee von Patrick mit der Amnesie von Bond ist ähnlich dem Anfang vom Buch The Man with the Golden Gun.

    Interessant das mit Bond und dem Zeitgeist. Ich finde das fang an mit Diamonds are Forever, wofür die Batman TV Serie Pate stand. Live and Let der von Blacksplotation inspiriert war. Dann Man with the Golden Gun der beeinflusst war von Kung Fu Filmen. Spy Who Loved Me fand ich langweilig. Moonraker kam direkt nach Star Wars. Dann schwingt das Pendel zurück zum Realismus mit For Your Eyes Only. Und gleich wieder zurück mit den anderen. Timothy Dalton war auch von den 80ern beeinflusst. In The Living Daylights blieb Bond monogam, weil es die Höhe der AIDS-Welle war. Licence To Kill war ein typischer 80er Film. Drogenbosse, Gewalt und der Soundtrack kam vom Typen der Lethal Weapon vertont hat. Goldeneye war interessant mit dem Thema Kalter Krieg. Tommorow Never Dies hatte Rupert Mudorch als Bösewicht. Die Ära von Brosnan war aber zum Schluss von den Riesen-CGI-Blockbustern beeinflusst.
    Die Another Day war völlig abgedreht.
    Dann musste das Pendel wieder zurückschwingen. Man wollte halt einen Bond der “gritty” ist. Den findet man in den Büchern von Fleming, in denen Bond verletzlich ist, sich verliebt und am Ende oft im Krankenhaus landet.

    Kommen wir zu Spectre. Das Pendel schlägt wieder in Richtung Schwachsinn. Da ich Roger Moore Fan bin, bin ich damit einverstanden. Ich habe lieber Unsinn als erzwungene Düsterheit. Es ist halt nicht jeder Nolan und das ist ok. Ich fand es gab auch weit weniger Leerlauf als in Skyfall. Beim Soundtrack bin ich nicht eurer Meinung. Es ist fast der gleiche wie bei Skyfall und ich fand ihn schon damals nicht gut. Die Schlägerei im Zug wurde meiner Meinung nach durch die Shaky-Cam ruiniert. Man hat das doch schon in From Russia with Love hingekriegt. Ein Rückschritt. Das Intro fand ich auch dähmlich. Im Kino wurde während des Intros auch gelacht, aber ich glaube das war nicht so beabsichtigt. Und der Twist in der Art: “Du dachtest ich bin X, aber ich bin Y!” nervt mich.
    Der Film war weit weniger tief als die Trailer suggeriert haben. Aber das stört mich nicht. Ich war gut unterhalten und mehr will ich nicht von Bond.

    Ich hoffe aber das die Ära der Autoren Purvis/Wade vorbei ist. Daran kranken die Filme seit World is not Enough. Mir fehlt einfach da einfach was. Bösewichte mit Motivation. Übergreifende Themen etc.

    Rechtschreibfehler könnt ihr behalten ^_^

    • http://vadder.acamar.uberspace.de/ Donngal

      Das ist interessant, denn auch ich bin ein großer Freund von Roger Moore (der sich ja selbst fälschlicherweise nicht als besten Bond sieht) und genau deshalb ist mir das Pendel Richtung Schwachsinn so angenehm. Ich wurde auch hervoragend unterhalten. Übrigens fand ich auch den völlig abgedrehten Moonraker noch gut.

      • http://nein.com Akmo Schmako

        Ich dachte ich wäre der einzige. Moonraker hat die dümmste Bondszene überhaupt (Pidgeon Doubletake auf Youtube) aber er ist so verdammt unterhaltsam. Ich liebe auch A View to A Kill obwohl er objektiv nicht gut ist. Bei Bond bin eincfach nicht subjektiv, dazu zählt auch meine Review zu Spectre.

  • David Noack

    Also ich kann eurer milden Haltung zum Film absolut nicht zustimmen. Ich dachte, ‘Quantum of Solace’ sei nicht zu unterbieten, doch dieser Film hat mich eines Besseren belehrt.

    Die Handlung war grauenhaft, die Motivationen der Charaktere größtenteils unklar (Swann will nichts von ihrem Vater wissen – Swann will wissen, was mit ihrem Vater geschehen ist; Swann will nichts von Bond – Swann liebt ihn; Swann kommt mit nach London – Swann will mit dem Agentenkram nichts mehr zu tun haben), die Geschlechterrollen waren schlimm (der Film erfüllt nicht den Bechdel-Test; absoluter Tiefpunkt Monica Beluccis Charakter: Sie hatte nichts unter dem Beerdigungskleid an, schläft [vollkommen ohne Motivation] mit dem Mörder ihres kürzlich verstorbenen Ehemanns [obwohl sie meinte, in fünf Minuten kommen ihre nächsten Killer] und hat danach [!] auf dem Bett liegend ein Korsett an [Was haben sie genau gemacht?]), die VFX waren teilweise katastrophal (vor allem im Opening Shot: Craig-Kopf auf Stuntman, der vor einem Green-Screen langläuft und das obwohl das Szenario nicht einmal besonders gefährlich war), die Beleuchtung/Farbpalette kam mir vor wie aus ‘Star Wars: Episode 2′ und der Score war lustlos (hauptsächlich Wiederholungen von ‘Skyfall’). Manche Sachen ergaben einfach überhaupt keinen Sinn (hat Mr. White bei jedem Besuch im L’Americain die Wand zertreten und dann wieder zugemauert? Wieso hat die kleine Madeleine das nicht mitbekommen? Wo landete das Flugzeug, mit welchem Bond um die Klinik auf dem Berg gekreist ist? Was war die Motivation von S.P.E.C.T.R.E. Swann zu jagen? Kann die marokkanische Eisenbahn nur Rechtskurven bauen? Was für eine Relevanz hatte es, dass Blofeld Bond von früher kannte? Hat keiner von den marokkanischen Schurken den Umgang [vor allem das Zielen] mit Pistolen und Gewehren gelernt? Was sollte die Schnitzeljagd im alten Geheimdienstgebäude? Wie viele Tage Vorbereitung hat S.P.E.C.T.R.E. dafür gebraucht? Müssen Hubschrauber entlang von Wasserwegen fliegen?) und Christoph Waltz konnte leider überhaupt nicht glänzen. Moneypenny und Ms Assistent Tanner waren quasi überflüssig.

    Zum Positiven: Cinematographisch war es meist gut, Q hat Spaß gemacht (der Humor war allgemein gut) und die Autoverfolgungsjagd war klasse.

    Aber trotzdem: Der Film hat nächträglich eine Schneise der Verwüstung in die Craig-Reihe geschlagen (Was hatte Silvas Rache mit S.P.E.C.T.R.E. zu tun?) und wird mein “Kristallschädel-Indy” – also der Teil, den ich einfach leugnen werde.

    Ich sage das nicht oft, aber ein Reboot muss her: Am besten Idris Elba in den 1970er Jahren, dann kommt auch keiner auf die bescheuerte Idee, Bilder und Animationen in Code zu malen.

    • David Noack

      Wie kannst du nur so etwas behaupten und

      dann auch noch in meinem Namen?
      Bitte nimm´ es zurück und

      suche dir einen anderes Pseudonym.

      David Noack
      CDU Landesvorsitzender/ NRW

    • SecondUnitTamino

      Ich glaube bei vielen Leuten gibt es eine Haltung, nach der es bei Popcorn-Filmen VOLLKOMMEN egal ist, was eigentlich plotmäßig passiert und was die Figuren wollen – ja, ob überhaupt irgendetwas Sinn ergibt. Ich persönlich – und da gibst du mir vermutlich Recht – bin nicht der Meinung, dass derlei Dinge in einem Blockbuster weniger wichtig sind. Ohne motivierte Figuren und eine verständliche Handlung kann ich nämlich genau das nicht haben, wofür ein Film dieser Art immer gelobt wird: Spaß haben.