SECOND UNIT #155 (MAD MAX: FURY ROAD)

WE LIFE, WE DIE, WE LIFE AGAIN! UND DAMIT HERZLICH WILLKOMMEN ZU UNSERER DISKUSSION ÜBER MAD MAX: FURY ROAD (AMAZON-LINK*). WARUM ICH HIER SO SCHREIE? DAAAAAAAARUM

WIR HABEN HIER KEINE ZEIT DESHALB SCHNELL NOCH DAS GETRÄNK ERWÄHNEN UND DAS IST EINE FANTA-KLASSIK WEIL SIE ORANGE IST UND AUCH REMAKE UND ÜBERHAUPT UND: VALHALLAAA!!!

ZU BEGINN DER SENDUNG BLEIBEN WIR OHNE SPOILER, ERST AB 00:36:30!

[YouTube Direktlink]

GEORGE MILLER HAT SOWOHL DAS DREHBUCH GESCHRIEBEN ALS AUCH REGIE GEFÜHRT. UND VERMUTLICH ZU VIEL SPRÜHLACK BEIM DREHEN GESOFFEN!
IN DEN HAUPTROLLEN SPIELEN TOM HARDY ALS MAX UND CHARLIZE THERON ALS FURIOSA. AUSSERDEM DABEI SIND NICHOLAS HOULT ALS NUX UND HUGH KEAYS-BYRNE ALS IMMORTAN JOE!

WIR DISKUTIEREN DEN FILM VOR ALLEM STILISTISCH, EIN BISSCHEN INHALTLICH, ABER AUF JEDEN FALL THEMATISCH. SELTEN KOMMEN WIR DABEI SO SEHR INS SCHWÄRMEN WIE HEUTE!

NÄCHSTE WOCHE WIDMEN WIR UNS DEM NÄCHSTEN ACTION-BRETT: DANN STEHT DER TERMINATOR (AMAZON-LINK*) VOR DER TÜR! UND ICH MUSS EUCH NICHT MEHR ANBRÜLLEN!

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[Download | Länge: 2:35:12 | Größe: 74,7 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: by David Holt]

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  • Gesichtwechsler

    OMFG

  • http://www.enoughtalk.de jacker

    Ich gebs mir mal. Der Vorsatz, sich nicht eine weitere Sekunde mit dem Film zu befassen ist ja schon verworfen, da ich ja mittlerweile versucht hab den Alptraum schriftlich aufzuarbeiten.

    • http://www.kinofilme.com/podcast Dennis B.

      WHAT?

      • SecondUnitTamino

        Jacker ist der einzige Mensch auf dem Planeten, der den Film scheiße fand ;-)

        • Weltraumhirsch

          Dabei hast du doch die Meinung über einen Film meist weltexklusiv ;)

  • http://www.enoughtalk.de jacker

    Second Unit Feat. Hannes macht Endzeitfilm im Sandkasten. Muahaha!

    • SecondUnitTamino

      Ich hoffe der bekommt dann eine bessere Kritik von dir! ;-) Hast du denn die ganze Episode gehört? Wenn ja, dann würde mich schon interessieren, ob sich deine Sicht vielleicht zumindest ein bisschen zum Positiven geändert hat. Nach wie vor bin ich echt erschüttert, dass der Film für dich anscheinend so überhaupt gar nicht funktioniert hat. Dass der Film weder inszinatorisch noch inhaltlich/symbolisch ein Mindestmaß an Respekt von dir bekommt ist für mich ABSOLUT unverständlich und ziemlich hart zu schlucken.

      • http://www.enoughtalk.de jacker

        Euer Endzeitfilm bekommt ungesehen 10P – das ist ja wohl klar! Habe mir die ganze Episode angehört und war ziemlich verblüfft wie extrem lang ihr über Facetten sprechen konntet, die für mich einfach nicht da waren. Allerdings, dafür reflektiere und diskutiere ich Filme schon zu lange, würde ich nie behaupten, dass die, weil ICH sie nicht sehe oder sehen will, generell nicht da sind. Wir haben hier einfach (und das ist ulkig, weil sonst die Rollen immer vertauscht sind) das SNOWPIERCER / SPRING BREAKERS Szenario in umgedrehter Form – das waren ja Filme wo ich unendlich viel drin sehe und nicht im entferntesten verstehen kann, wieso das bei dir (und zumindest allen anderen Menschen, die von Film was verstehen) nicht auch so ist. Grund: Die jeweilige Inszenierung (die ja nunmal das erste ist, was bei ner Filmsichtung auf einen prallt) stößt dich scheinbar so extrem ab, dass weitere Gedanken gar nicht möglich sind, weil du so enorm gegen einen starken Unmut andenken musst. So ist das wohl bei dir hier. Ich hab jetzt nach zwei Tagen Online-Diskussion zwar echt schon kaum noch Lust mich irgendwie weiter mit dem Film zu befassen, aber immerhin ist die Wut so weit abgeklungen, dass ich jetzt normal drüber reden kann. Es ist ja gar nicht so, dass ich in dem Film gar nichts respektiere. Die 4/10 hab ich ja gegeben, weil ich finde dass der Film die verdient, egal wie hart er mich angekotzt hat. Die Qualität der Stunts erkenne ich ja an und dieser ganze Feminismus-Aspekt, den ich wie Christian weit wichtiger als Du erachten würde, geht ja damit einher, dass Theron eine Bad-Ass Figur ist. Wenn ich mir ne Figur aussuchen müsste, die ich mochte, dann auf jeden Fall Furiosa. Es läuft bei dem Film drauf hinaus, dass die Action (und ich betone nochmal) völlig egal, wie überragend sie technisch umgesetzt ist mich null angesprochen hat (ist wie der Metal, den du hier mal verlinkt hast – der war auch ohne Frage technisch das perfekteste was ich je Menschen aus INstrumenten hab rausholen hören, aber in mir hat sich nüscht geregt, als ich es gehört hab). Es war einafch in keinster Weise mein Ding. Und da 80-90% des Films diese Action sind, haben mir 80-90% des Films nix gegeben. Jeder der das jetzt unabhängig liest, wird natürlich sagen: “Hätte der jacker doch im Trailer sehen können, was fürn Honk!” – und so war es ja auch, aber ihr (Tamino, Hannes) habt mich ja überredet rein zu gehen, demnach bin ich schuldfrei :P Aber wie an anderer Stelle gesagt: Ich werfe Miller am meisten vor anfangs in der Zitadelle gelungene und starke Atmosphäre aufzubauen und dann wars alles egal, weil sich eh nur zwei Stunden Autos überschlagen. Wie bei DREDD, der 5 min die mega Dystopie andeutet udn dann ein Actionfilm in nem geschlossenen Hochaus ist. Ich HASSE so verschenktes Potential, aber hab jetzt halt auch realisiert, wieso ich es überhaupt als verschenktes Potential ansehe: Action-Overdose ist einfach in 99 von 100 Fällen nicht meins, der FIlm hier ist die Definition von Action-Overdose, also istd er Film nicht meins!

        • Hannes

          Hi Jacker,

          gleichwohl ich DREDD und nun auch FURY ROAD total gerne habe, kann ich deinen Punkt sehr gut verstehen. Ich denke, viele Filmliebhaber haben mitunter den einen oder anderen Film, welcher entweder als Meisterwerk, Kultklassiker oder Superhit abgefeiert wird, und bei dem sich ein Enthusiast unmöglich vorstellen kann, diesen Film schlecht finden zu können. Ich hatte diesen befremdlichen Eindruck, wenn auch nicht so stark, in letzter Zeit bei den Comic-Verfilmungen THE DARK KNIGHT RISES, THE AVENGERS und X-MEN: DAYS OF FUTURE PAST, die mir alle als handwerklich solide und allenfalls mäßig unterhaltsame Filme dahergekommen sind. WAKING LIFE und DISTRICT 9 dürften da wohl stärkere Antipathie-Beispiele sein. Ich finde es im selben Sinne auch interessant, wenn beispielsweise Jay von RedLetterMedia im Commentary-Track zu ALIEN sagt, er könne sich BLADE RUNNER nicht anschauen, ohne nach 20 Minuten einzuschlafen. Gleichwohl ich also deine Abneigung gegenüber FURY ROAD nicht direkt nachvollziehen kann, so weiß ich zumindest wie das ist, einen Film zu kennen, den man selbst entweder öde findet oder nur schwer ertragen kann, während alle anderen scheinbar den jüngsten cineastischen Orgasmus erleben.

          • http://www.enoughtalk.de jacker

            Jo, das ist im Endeffekt alles wieder nur ein toller Beweis für den unglaublichen Wert der Subjektivität. Wenn der Film dich kickt, fängst du an die Stärken zu suchen und siehst über evtl. Schwächen hinweg, wenn er dich anödet oder gar aufregt, Nitpickst du eher was du alles blöd fandest und etwaige Qualitäten sind dir ziemlich egal. Bezeichnend dafür ist z.B. dass Tamino in unseren Diskussionen zu GRAVITY schon mindestens 5 Mal die Keule raus geholt hat, wie unnötig, platt und dämlich doch die im Raum schwebende 3D Träne ist, bei FURY ROAD aber an keiner Stelle in Wort oder Schrift auch nur erwähnt hat, dass es in FURY ROAD eine exakt gleiche Szene gibt, in der einem völlig ohne Sinn eine Gitarre und ein Lenkrad entgegen fliegen. Eine Szene, die also per Definition genauso unnötig, platt und dämlich sein müsste. Aus unserer emotionalen Response heraus sehen wir im Weiteren halt was wir wollen (und das ist GUT so!) ;)

          • SecondUnitTamino

            Ich fänd’s ja generell besser, wenn das Aufregen über oder das “Klicken” eines Filmes nicht VOR der Rezeption stehen würde, sondern vielmehr aus dem Erfahren und Reflektieren der einzelnen Pro- und Kontra-Aspekten RESULTIERT. Das Viewing Pleasure ist doch das Gesamtgefühl, dass durch das Zusammenspiel aller Eigenschaften des Films entsteht. Das ist doch nicht alles undefinierbare Intuition, bevor ich Positiv und Negativ definieren kann. Wenn ich z. B. einen Plot nicht verstehe, wirft mich das aus dem Film und daher formuliere ich in meinem Kopf schon beim Schauen das Problem eines Plotholes. Daher gefällt mir auch der Begriff des Nitpickings nicht. Wenn es mich eben enorm stört, dass in STAR TREK Kirk mal eben zufällig auf einem unbewohnten Eis-Planeten Spock und Scotty unabhängig voneinander begegnet, dann sehe ich das als gewaltigen Störfaktor an, während andere das als unbedeutende Kleinigkeit sehen und sagen: “oh, das ist mir gar nicht aufgefallen”. Ich komme nicht erst im Nachhinein her und überlege mir krampfhaft, was ich alles so Schlechtes in dem Film finden kann, sondern die Probleme manifestieren sich beim Schauen. Na ja, ich gucke halt Filme nicht wie ein gehirnloser Zombie und mache mir Gedanken, was, und wie es gerade passiert – und zwar genauso bei einem Action-Blockbuster wie bei einem Ingmar Bergmann Film. Ich halte mich auch für nicht so intuitiv, dass ich bei Filmen, die mir nicht gefallen, prinzipiell noch mehr schlechte Aspekte rausfiltere. Kann natürlich unbewusst so sein, aber glaube ich nicht.

            Ich finde übrigens SPRING BREAKERS gar nicht so schlecht wie du immer denkst. Mich persönlich haben nur einfach diese Mädels extrem genervt (was mich vermutlich zwei Punkte gekostet hat) und so wie du die Auto-”Thematik” hier nicht ansprechend findest, ging es mir dort mit der Rave-Szene. Die Britney-Sequenz gegen Ende habe ich mir sogar nach dem Film noch hin und wieder angesehen, weil ich die echt klasse fand. Wenn in AGUIRRE Kinski größenwahnsinnige Reden hält, finde ich das nur weitaus beeindruckender, als wenn ein paar blasse Mädels ne Sauftour machen und sich in James Franco verknallen, obwohl beides seine Symbolkraft hat. Aber der wär jedenfalls kein Beispiel für einen Film, bei dem ich großartig mit Fans darüber diskutieren würde, warum er so scheiße sei, sondern der einfach nicht wirklich mein Ding ist. Der hat ja durchaus eine stimmige Inszenierung (Softcore-Porno meets Langnese-Werbung nannte ich es, hehe) und seine Symbolik – die war mir nur irgendwie zu selbsterklärend. Das gefühl der Leere in dieser Szene hätte man für mich wohl eher i einem Charakterdrama aufzeigen müsen, das tiefer geht als bloße Symbolik, da bei mir keinerlei “Vorkenntnisse” über die Szene bestehen und ich deren Reiz nicht mal verstehe. Bei SNOWPIERCER sehe ich das im Grunde ähnlich – nur noch deutlich stärker. Der hätte mir in seiner Abgedrehtheit besser gefallen, wenn er keinerlei oder kaum Message hätte haben sollen. So fand ich ihn fast offensive in seiner Oberflächlichkeit. “Schau, so ist der Mensch”. Genau, so sieht’s aus. Der von hannes erwähnte DISTRICT 9 ist allerdings was ganz anderes. Der ist einfach nur schlecht, sowohl narrativ als auch inhaltlich.

            Die CGI-Träne war jetzt wirklich das geringste Problem in GRAVITY. Ich glaube du verwechselst meine “Keule” da mit der Feuerlöscher-Szene, deren extraordinäre Dummheit ich an dieser Stelle noch einmal herausstellen möchte ;-) Statt der Träne nenne ich (im schönen Gegensatz zu hier) lieber die Action als eines der größten Probleme, die da zwar auch nett aussah (wie gesagt, ich fand den Film ok), aber mich insgesamt ziemlich gelangweilt hat, weil sie für mich a: keinen besonderen Stil hatte (bis auf die Kamera natürlich) und mich b: fliegender Weltraumschrott im Gegensatz zu ikonisch stilisierten Fahrzeugen nicht sonderlich begeistert. Außerdem – was ich selten abkann – etabliert der Film ein glaubwürdiges Setting mit realitischer Raumfahrt, bodenständigen Figuren usw. und gibt mir dann Wile E. Coyote Physik. Da fühle ich mich vom Film nicht ernst genommen. FURY ROAD ist von vorne bis hinten absolut konsistent und das brauche ich bei jeden Film. Ich hasse tonale Brüche enorm (ich hab mich ja selbst an der kleinen Tanzszene in EX MACHINA ziemlich gerieben). Aber wie gesagt, GRAVITY war ok zum einmal angucken. Sandra Bullocks Gequitsche hat mich da lustigerweise extremst angekotzt, während ich Hardys Laute hier als total stimmig und passend zum Charakter empfand. Ich hab den Film eben auch im O-Ton geschaut, aber mir ist ehrlich gesagt nicht mal aufgefallen (!), dass er überdurchschnittlich oft solche Laute macht, bis ich davon überall gelesen habe. Hab das anscheinend als völlig natürlich empfunden und du sprichst von einem “Geistig-Behinderten”. Da muss die Synchro ja einiges vermiest haben.

            Deine Formulierung mit dem “verschenkten Potenzial” gefällt mir in Bezug auf FURY ROAD nicht sonderlich. George Miller hat immer betont, dass er einen Actionfilm mit visuellem Story-Telling machen wollte und auch die Trailer zeigen das ganz klar. Ich finde es da schon etwas unfair, wenn du am Anfang die Citadel geil findest und der Film danach dann das tut, was seine Hauptintention ist – nämlich Action in einer großartig gefilmten Wüste zeitlos zu inszenieren – und du dann von verschenktem Potenzial sprichst. DU wolltest vielleicht etwas anderes sehen, aber das ist eine etwas unproduktive Grundlage für eine Diskussion. Leute wie ich wollen eben tolle Action in einem Actionfilm haben und sehen die Citadel Location als coole Dreingabe. Bei DREDD argumentierst du ähnlich, weil du anscheinend eine gedanklich nachhaltige Dystopie erwartet hast, was der Film halt nie und nimmer zu sein versucht (und ich auch nicht verstehe, wie man überhaupt auf die Idee kommen kann). Ich verstehe natürlich schon, was du sagen willst, aber das klingt für mich ein wenig, wie vom neuen Tarantino einen völlig gewaltlosen Film zu erwarten, nur weil man selbst keine Lust mehr auf Gewaltexzesse hat. Das wird man von ihm aber nicht bekommen. Und daher sollte man auch Miller in der Mad Max Reihe, die sich stets hauptsächlich durch ikonische Sets, Charaktere und natürlich Fahrzeuge ausgezeichnet hat, nicht plötzlich eine atmosphärische, ruhige Dystopie mit ausgefeiltem Inhalt erwaten. Da liegt dann das Problem wirklich nur bei dir, wenn du die alten Filme nicht kennst und keine Lust auf Action hast.

            Ich hatte hier bei dir irgendwie das Gefühl, dass du von vornherein schlichtweg ÜBERHAUPT keine Lust auf diesen – oder überhaupt nur diese Art von – Film hattest und daher jeden Aspekt im Film ausschließlich subjektiv kritisierst, einfach weil DU keine Lust darauf hattest. Das ist für dich persönlich natürlich auch völlig berechtigt, aber irgendwie macht eine weitreichende Diskussion (wie wir sie sehr schön bei BONE GIRLD geführt haben) dann wahrscheinlich nicht so richtig Sinn. Das ist vielleicht so, als wenn ich mir jetzt die ROCKY HORROR PICTURE SHOW anschauen würde, die ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit grauenhaft finden würde und dann einen seitenlangen Review dazu schriebe, warum ich Musicals per se scheiße finde. Das macht irgendwie wenig Sinn. Man muss einem Film zumindest prinzipiell die Chance auf Erfolg geben können. Wenn du das bei Actionfilmen nicht mehr kannst, dann ist es halt leider so. Ich hab mich bei Marvel ja auch endgültig ausgeklingt, weil ich anscheinend nicht mehr auf einer Wellenlänge mit den modernen Kinogängern bin. Ich habe ja prinzipiell nichts gegen Comicfilme, mag ja einige sogar sehr gerne, aber ich kritisiere inzwischen bei jedem Marvelfilm eh nur noch genau das gleiche. Zur konkreten gechichte komme ich in der Kritik ja gar nicht, da ich vorher schon blutige Finger vo Schreiben habe.

            Für meinen Geschmack hast du jedenfalls nicht das nötige Feingefühl für das Action-Genre, das aber in unserer übersättigten Kinowelt absolut notwendig ist, um die brauchbaren Filme wie DREDD, THE RAID 2 (den mochtest du aber oder?) oder FURY ROAD aus dem Comic- und DIE HARD 15-verseuchten Kino-Alltag herauszudestilieren. Wenn du zwischen diesen Filmen gar keinen Unterschied mehr siehst, dann bist du anscheinend einfach so sehr abgestumpft, dass du auf das ganze Genre an sich schon keine Lust mehr hast. Wenn du bei Marvel schon sagst, dass dir die Action meist am wenigsten gefällt, dann merkt man an dem Statement eigentlich schon, dass du gar keinen Bock auf solche Filme hast. (Btw. wenn man Marvelfilme nicht wegen der Action schaut, warum, the fuck, denn dann? Wegen der Charaktere?? Wegen der “Entwicklung von Iron Man”?^^ Und bei FURY ROAD nervt dich die sogenannte “Plattheit”? What?^^)

            Hab jetzt mal wieder sehr viel geschrieben, aber einfach weil mir dein filmisches Wohl natürlich am Herzen liegt, musste das raus :-) Du bist wie ein Kanker, den man mit guter Action heilen muss.^^ Weißt du, irgendwie glaube ich dir gar nicht, dass du den Film nicht magst. Irgendwo in dir drin liegt das Potenzial, diesen Film genau so zu mögen wie der Rest der Welt, aber vermutlich überträgst du berechtigte Kritik an anderen Filmen unberechtigterweise auf FURY ROAD, da du vorher AVENGERS gesehen hast und der deine Actionsinne verpestet hat. ;-)

          • http://www.enoughtalk.de jacker

            Ich werde jetzt nicht ganz so viel Antworten und das Thema FURY ROAD dann zu den Akten legen.

            Natürlich fällt mir auch beim schauen eines Films auf welche Elemente ich richtig gut und/oder richtig schlecht finde. Verwoben damit gibt es aber auch noch eine reine Wirkungsebene, die mich mitreißt oder gelangweilt auf die Uhr gucken lässt. Teilweise erklären offensichtliche Qualitäten/Schwächen letztere, teilweise aber auch nicht. Aus einem audiovisuell großartigen Film schmeißt micht kein kleines Plothole raus, oder wenn mich die Action von Anfang an nervt, reißt es keine visuelle Charakterisierung der Figuren raus, etc. Meinen emotionalen Gesamteindruck bringe ich einfach im nachgang mit den Elementen des Films zusammen – das meinte ich.

            Bei SPRING BREAKERS und SNOWPIERCER dachte ich wohl, dass die niedriger in seiner Gunst stehen.

            Zur Träne: Klar weiß ich, dass du andere Probleme damit hast. Die 3D Träne wurde von dir trotzdem schon mehrfach als Störfaktor erwähnt. Daraus folgere ich, dass du (korrekterweise) 3D Effekthascherei als störend und blöd empfindest. Gibt es hier auch,du prangerst es aber nicht an, und das ist ganz die Funktionsweise die ich meine: Du findest den Rest scheinbar so gut, das solche “Schwächen“ an Relevanz verlieren.

            Zur Filmdiskussion: Genau was du hier schreibst schreibe ich schon die ganze Zeit überall ;) Anscheindend ist das absolut nicht (mehr) meine Art von Film. Demnach ist inhaltliche Diskussion müßig. Wenn du (und der Rest der Welt) sagen die Action ist geil und perfekt dosiert und ich sage, die ist zwar beeindruckend, aber nutzt sich sehr schnell sehr stark ab, weil es die ultimative Overdose ist, dann prallen zwei mal persönliche Vorlieben aufeinander. Ich brauche scheinbar mehr Variation (übrigens nicht nur in den Genre, ich will auch in Lynchy Filmen nicht zwei Stunden lang Selbstzweck Traumszenen un Folge sehen, egal wie Hammer ich sie einzeln finde). Was will man da inhaltlich diskutieren? Das ist ja keine “plothole x ist mies weil“ vs “nee, macht doch Sinn, weil“ Diskussion.

            Es gibt aus den letzten Jahren (bzw. Generell) nur sehr vereinzelt Filme, die mir WEGEN der Action so richtig gefallen. Wohldosiert reißen mich auch Action Szenen mit, in dieser Dichte aber scheinbar absolut nicht. Ich mag THE RAID I & II, HARD BOILED und der relativ unbekannte THE VIRAL FACTOR hat mir auch gefallen – mehr fällt mir schon gar nicht ein. Wobei es bei RAID z.b. auch so ist, dass ich den zweiten WESENTLICH mehr mag, weil er mehr als “nur“ Action bietet. Generell scheine ich Martial-arts und shootout-action such much etwas mehr als auto-Action und Zerstörung zu mögen.

            Übersättigung, Geschmacks-Verschiebung zu artsy-Einschlaf Zeugs, oder was auch immer. Meine Heilung heißt auf jeden Fall nicht FURY ROAD, sondern wird durch eine komplette Streichung von Actionfilmen aus dem Jacker-Speiseplan versucht. Mal sehen wie lange ich jetzt erstmal 0,000% Lust mehr auf das Genre habe…

  • Martin

    Eigentlich wollte ich mir nun die volle Episode anhören, um eure Meinung mit der meinen abzugleichen.
    Aber nun muss ich mir erst mal ‘ne Flasche von diesem Nazi-Gesöff kaufen, weil mich die Schwärmerei echt durstig machte.

    Also bis nachher.
    (Und, da ebenso seit heute online: http://www.scififilme.net/mad-max-fury-road.htm)

  • http://herrvonspeck.de/ Lars

    Fanta mit Hitler-Geschmack – Nur echt in der braunen Flasche!

    MAD MAX: FURY ROAD IST VERDAMMT NOCH MAL GROßARTIG! WER WAS ANDERES BEHAUPTET IST EIN HALBTOTER BUZZARD!

  • lars

    Es tat so weh..
    Allein der Komnentar zu den Farben.. “Der Film hatte so einzigartige Farben” “In Hollywood gibts den orange/blau Trend”
    Kleiner Tipp, der komplette Film besteht NUR aus diesen (wunderschönen) Komplementärfarben.

  • cule0809

    Gute Episode. Mir hat der Film auch viel Spaß gemacht und freue mich schon auf die zweite Sichtung morgen :)

    Besonders zwischen den Filmen wie Avengers oder anderen Blockbustern wo es immer nur darum geht die Welt zu retten, ist dieser Film eine gelungene Abwechslung. Genau dafür ging ich früher so gern ins Blockbusterkino. Eigener Stil, eigene Dynamik und obwohl es eigentlich auch ein Franchise ist, fühlt sich dieser Film sehr “Neu” an.

    Dass der gute Jacker diesen Film nicht so gut findet, zeigt doch dass der Film alles richtig macht. Diese Blockbuster auf den kleinsten Nenner sind doch extrem langweilig. Da habe ich lieber solche Filme, die auch etwas polarisieren. Jacker ist da auch nicht der Einzige denke ich. Wird viele geben, die mit dem Film nichts anfangen können. Schon deswegen, weil der Film gewisse Sehgewohnheiten bricht, die heute aber Gang und Gebe sind.

    Fand euren Vergleich mit der F&F-Reihe sehr gut. Weil der Film für mich all das richtig macht, was F&F immer wieder verkackt.

    Dann bis nächste Woche :)

  • LaLiLuLeLo

    Ich war vorgestern im Kino habe denn Podcast allerdings noch nicht gehört will aber dennoch kurz und knapp meine Meinung wiedergeben.

    Ich finde Mad Max: Fury Road einen perfekten plumpen Actionstreifen der beim schauen einfach Spaß machen will, er verlangt von einem absolut nichts was man durchaus als großen Kritikpunkt sehen kann.
    Mein größtes Problem des neuen Mad Max ist tatsächlich Max selber, ich fand Tom Hardy in der Rolle langweilig, Charakterlos, und maßlos unterfordert, auch Charlize Theron fand ich auch nicht viel besser da auch die Geschichte einfach nix hergibt und dennoch wurde ich 100 Minuten super unterhalten und lediglich die ersten 10 und die letzten 10 Minuten fand ich sehr sehr sehr dröge und langatmig.
    Auf Moviepilot habe ich eine 8 gegeben, was für mich ein guter aber ausbau fähiger Film ist.

    Ps: Ich mochte den Einsatz der Musik und die Musik selber hat mir wahnsinnig gut gefallen. ^^
    PPs: Die Plot Ladys waren unglaublich Nervig…^^

    • http://www.enoughtalk.de jacker

      Oh, oh, Vorsicht. Bei Formulierungen wie “plump“ geht Christian auf die Barrikaden. Aus meinem Munde war es zwar “stumpfsinnig“, aber da gab es gleich mächtig Gegenwind ;)

      • LaLiLuLeLo

        Hab den Podcast jetzt gehört und denke ich werde mir jegliche Auseinandersetzung mit Tamino und Christian sparen, die zwei sind so verliebt in diesen Film das ich da nicht gegen argumentieren kann.
        Mad Max ist und bleibt für mich unterm Strich ein sehr gelungener Action-Film der den Meisterwerkstempel durch zu FLACHE Charaktere und nicht vorhandener Story verpasst.
        Aso und die Five Wifes sind einfach nur zum Kotzen.

        • BattleDay

          Was hast du gegen die Five Wives?

        • SecondUnitTamino

          Es ist ja nun nicht so, dass man nicht mit uns über den Film reden könnte. Blinde Fanboys sind wir nicht, wir mochten nur den Film sehr gerne. Ich war neulich zum zweiten mal im Kino und meine Meinung hat sich danach wenig verändert. Meisterwerk würde ich ihn wohl auch nicht nennen aufgrund vieler Kleinigkeiten, die ich gerne anders gehabt hätte, aber ich werde jedenfalls nach wie vor nicht sagen, dass er in irgendeiner Hinsicht platter sei als 95% aller existierenden Actionfilme.

          Ich möchte jetzt nochmal kurz was zu der immer wieder auftauchenden Kritik, die du auch geäußert hast, sagen. Nenn mir doch mal einen Actionfilm, der Charaktere hat, die nicht flach sind. Ich müsste da wirklich mal Beispiele hören, damit ich endlich diese Kritik verstehe. Ich hab da in letzter Zeit schon häufiger drüber nachgedacht und mir fällt eigentlich keiner ein (vielleicht HEAT, aber den würde ich nicht wirklich als Actionfilm bezeichnen). Es gibt viele Actionfilme mit effektiven und/oder ikonischen Figuren, aber das Genre an sich legt es einfach nicht auf Charaktertiefe an, da es ja schließlich in erster Linie um die namensgebende Action gehen soll. Ich sehe jetzt nicht, warum ein John McLane, eine Ripley oder eine Sarah Connor weniger flach sein sollten als Furiosa. Man bekommt im Laufe des jeweiligen Films eine recht grobe Idee dieser Figuren und wie sie ticken. Ist das nicht genug? Ich bin der Meinung, dass man einfach nicht an jeden Film den gleichen Maßstab anlegen kann. Ist ein Film ein Actionspektakel, kritisiert man die flachen Charaktere; hat ein Film tolle Themen, dann kritisiert man den minimalistischen Plot (BLADE RUNNER) usw. Da ein Film niemals aus allen inhaltlichen Aspekten besteht, kann man immer sagen, dass einem gerade das gefehlt hat, was der Film nicht sein will. Aber ist das wirklich sinnvoll?

          Ich kritisiere lieber ein Drama für seine flachen Charaktere, denn da sind diese von essentieller Bedeutung. In einem Actioner reicht da doch ein völlig anderes Level. Und bei FURY ROAD ist dieses Level absolut angemessen. Max und Furiosa sind für mich großartige Charaktere – in Bezug auf DIESEN Film. Bei mir fangen die Probleme erst an, wenn Nux und die Roothaarige sich ineinander verlieben, denn da hätte ich dann wirklich etwas mehr gebraucht, um das mitfühlen zu können. Selbst auf einer symbolischen Ebene fühlt sich das für mich recht mager an. Was aber Max und Furiosa angeht, bin ich in der Hinsicht absolut zufrieden. Ich habe da sogar bewusst bei der Zweitsichtung drauf geachtet und ich habe nicht im mindesten mehr Exposition oder mehr Dialoge über ihre jeweilige Vergangenheit oder was auch immer vermisst. Die Figuren sind ikonisch, ich verstehe ihre Motivationen, mir gefällt ihre Entwicklung in Bezug auf das Gegenüber. Wo ist denn das Problem? Was hätte man denn hier anders machen sollen? Flashbacks von Furiosas Vergangenheit? Eine Montage, wie sie in der Citadel aufgewachsen ist? Hätte man vielleicht machen können, aber vermisst habe ich sowas kein Stück.

          Shia Labeuf in TRANSFORMERS ist ein Beispiel für einen flachen, bedeutungslosen Charakter, da der keine andere Aufgabe hat, als den Zuschauer in der Geschichte über sich prügelnde Weltraum-Roboter zu halten – und das mit wenig Erfolg. Wenn ich so eine Figur mit den Charakteren hier vergleiche, sehe ich da einen himmelweiten Unterschied. Wie gesagt, ich bräuchte Beispiele für Action-Filme, die mir ausgefeilte Figuren mit brillanten Konflikten präsentieren, denn noch kann ich die Kritik an FURY ROAD kaum verstehen – außer natürlich, man kritisiert JEDEN Actionfilm in der Weise. Wirft man für gemeinhin jedem JAMES BOND Film vor, dass die titelgebende Figur so platt ist? Was ist mit JEDEM Schwarzenegger- und JEDEM Marvelfilm? Bei FURY ROAD lese ich nichts anderes als Kritik, obwohl man bei quasi jedem Actionfilm das gleiche unangebrachte Argument bringen könnte und ich FURY ROAD aufgrund seiner Symbolkraft sogar gerade als Beispiel für einen Actioner mit MEHR Substanz als der Durchschnitt anführen würde.

          Das ganze kann man übrigens genau so auf die Story übertragen. In THE RAID und DREDD geht’s um das Stürmen eines Gebäudes. Ok, die Filme können also in die Tonne, denn die Story ist zu platt? Oder THE THING: ein Monster greift eine Station in der Arktis an. “Lame, Story quasi nicht vorhanden.” Ich gucke Filme so jedenfalls nicht. Ich brauche nicht immer einen 4-Stunden-Film mit 20 wichtigen Charakteren und einem superkomplexen Plot – auch wenn das natürlich eine tolle Sache sein kann. Ein minimalistischer Actioner mit ikonischen und symbolhaften Charakteren ist ein GENAU so valider Ansatz. Und wenn man jeweils die eine Art Film dafür kritisiert, das sie nicht die andere ist, wird man immer unzufrieden sein. Bei HEAT lese ich übrigens auch dauernd, dass da zu viele Charaktere und Konflikte drin seien. Wie gesagt, man kann so wundervoll bis in die Ewigkeit jeden Film kritisieren, einfach nur, weil man selbst anscheinend was anderes sehen will als das, wodrauf der Film ausgelegt ist.

          • LaLiLuLeLo

            “ich werde mir jegliche Auseinandersetzung mit Tamino und Christian sparen´´

            Sorry aber daran halte ich mich, ich kann dir auf all das keine Antwort geben weil es einfach eine Gefühlssache ist, für mich sind Ripley ein John Mclane und ein Arnold Schwarzenegger einfach CHARAKTERE, Furiosa finde ich durch aus gelungen im vergleich zu Tom Hardys Non-Character.
            Du darfst nicht vergessen das ich Mad Max: Fury Road sehr mag, ich habe ihm schließlich eine 8.0 gegeben und dennoch bleibt bei all deiner Argumentation für mich ein Schwarzer fleck an diesem Film der mich ohne Erfüllung zurückgelassen hat.
            Ich glaube darüber haben wir vor einiger Zeit schon mal gesprochen, ich schaue Filme einfach nicht Rational und vergleiche sie schon gar nicht groß miteinander, entweder ich Spüre den Funken der mein Herz für einen Film entzündet oder er fehlt schlichtweg.
            In diesem Fall war er da aber hat das TNT nicht ganz erreicht. ^^

            Ich versuche meine Kritik noch einmal ein wenig auszuarbeiten auch wenn mir dies eigentlich nicht möglich sein dürfte.
            Tom Hardys Mad Max als Namensgeber “Protagonist´´ hat mich einfach nur gelangweilt, er hatte schlicht keinen Charakter in meinen Augen.
            Furiosa hingegen ist definitiv ein Charakter und im Anbetracht des mageren und nervigen Plot Device der Five Wives alles andere als Flach, dennoch hat sie für mich als “Neuer Protagonist´´ diesen Film nicht getragen das war letztendlich nur die Geile Action, der Fette Soundtrack und das Setting.
            Ich glaube nicht das du meine Ansicht jetzt besser nachvollziehen kannst da es einfach ein Subjektives irrationales Gefühl ist. ^^

            Sorry Tamino aber ich kann mich da einfach nicht besser ausdrücken, bin halt kein jacker. =P

          • SecondUnitTamino

            Ich verstehe dich schon in gewisser Hinsicht und ich habe selbst oft wenig Spaß an enorm reduzierten Charakteren, aber du übersiehst für meinen Geschmack bei FURY ROAD, dass es in gewisser Weise gerade der Witz an Max ist, dass er quasi eine Art “Nicht-Charakter” ist. Er ist nicht so, weil Miller nichts besseres eingefallen ist oder er keine Lust hatte, sich mit seinem Protagonisten zu befassen, sondern ganz bewusst. Max irrt durch diese menschenfeindliche Wüste voller irrer Gestalten und abgefahrener Ideologien bzw. Hoffnung (von Furiosa), hat sich aber aufgrund seiner Vergangenheit mit einer Fassade aus Nihilismus abgeschottet und sich als Mensch ausschließlich auf seinen Survival-Instinkt zurückgefahren. Das erfährt man ja schon recht deutlich im Eröffnungsmonolog. Wie ich auch in der Episode sagte, erinnert mich das ein wenig an einen Snake Plissken aus ESCAPE FROM NEW YORK. Max’ Nihilismus bricht dann im Laufe des Films langsam auf und er und Furiosa entwickeln eine schöne Beziehung. Ich habe da absolut nichts dran auszusetzen. Mich würde noch interessieren, ob du bei DRIVE die gleichen Probleme mit dem Protagonisten hast wie hier, denn die beiden Filme ähneln sich in der Hinsicht sehr stark wie ich finde.

          • LaLiLuLeLo

            Japp, ich finde Drive auch auf Grund seiner Optik und des Soundtracks ganz nett (6.5 Punkte bei MP) und dort habe ich genau das selbe Problem, ich verstehe nicht und sehe nicht was der Film mir sagen will bzw ich verstehe die Intention von Ryan Gosling aber dennoch gibt mir das überhaupt nichts.
            Ich weis nicht woran es liegt den eig. mag ich diese art von reduzierten ruhigen Filmen sehr, zumindest wenn sie aus dem Koreanisch/Japanischen Kino kommen.
            Dabei denke ich an so etwas wie Sympathie for Mr. Vengeance der sehr reduziert und ruhig wirkt.
            Wobei dass hier nicht ganz das Thema trifft. Ich denke das der Nihilismus von Tom Hardy´s Max mich nicht stört, es gibt mehrere Filme/Serien mit solchen Protagonisten wo mir das sehr gut gefällt bei Matthew Mc Conaughey in True Detektiv oder bei dem von dir genannten Snake Plisskin. (Was übrigens die Vorlage einer meiner Lieblings Videospiel Figuren ist, Naked Snake aus Metal Gear Solid 3)

  • LaLiLuLeLo

    Off-Topic: Macht bitte eine Mini Unit zu Kung Fury. ^^

    • http://www.florianpriemel.de Florian Priemel

      +1

    • SecondUnitTamino

      Aufgrund terminlicher Schwierigkeiten wird das leider nichts mehr. Christian ist jetzt erstmal für mehrere Monate im Urlaub. Als kleine Entschädigung kann ich aber ein kurzes Statement zum Film abgeben: ich fand ihn ganz nett, begeistert hat er mich aber nicht im mindesten. Ich verstehe nicht so ganz, warum alle so auf ihn abgehen. Die Idee einer 80er Homage/Parodie sollte gerade mich definitiv ansprechen, aber der Film hat bei mir nicht so richtig geklickt. Es war mir einfach alles zu überzogen und daher nicht mehr so lustig. Einige Stellen waren knuffig, z. B. die Szene im Büro des Polizeichefs, das Prügel-Longtake und natürlich Triceracop, aber viele Witze haben bei mir auch gar nicht gezündet, z. B. die Odin-Geschichte. Manchmal habe ich zu sehr einen SHARKNADO-Vibe bekommen und das ist einfach nicht meine Wellenlänge. Ich mag nur selten Trash mit Ansage.

      Es kommt mir insgesamt ein wenig zu einfach vor, schlichtweg alle Regler auf 110% zu drehen und einen Haufen völlig verschiedener Action Tropes ohne Plot zusammenzuwerfen und das ganze dann Homage zu nennen. Ein bisschen mehr Cleverness und Liebe zum Detail hätte ich mir da schon gewünscht. Der Film war allerdings nicht zu lang und ich fand ihn zum einmal Anschauen ganz brauchbar. Zum Schmunzeln hat er mich hier und da gebracht, aber am Ende hatte ich eher das Gefühl, dass ich mit dem Macher gerne mal ein paar 80er Streifen in entspannter Atmosphäre schauen würde, aber sein Film mir etwas zu anstrengend ist.

  • Franz_Biberkopf

    Danke für diese tolle Folge über einen sehr unterhaltsamen Film, der – wie ihr ja in aller Länge ausgearbeitet habt – mehr Substanz hat, als manche ihm zusprechen. Ich habe beim Hören gleich Lust auf eine Zweitsichtung bekommen. :-)
    Ich habe mir “Mad Max” im Double Feature mit “Ex Machina” gegönnt. Tamino erwähnt “Ex Machina” am Anfang des Podcasts. Daher die Frage an euch: Wie fandet ihr den Film? Auch wenn keine für eine Folge ist, würde mich eure Meinung interessieren.

    • SecondUnitTamino

      Ich habe EX MACHINA gesehen, Christian soweit ich weiß nicht. Hat mir gut gefallen (7/10), muss ich mir aber nicht nochmal anschauen. Der Film hat hauptsächlich durch seinen spannenden Aufbau für mich funktioniert und jetzt, da ich das gelungene Ende kenne, würde viel Reiz verloren gehen. Ich mochte den Nathan-Charakter, aber der Protagonist war dagegen ziemlich belanglos (auch wenn das ja ganz clever begründet wurde). In Sachen Dialogen war der Film allerdings recht schwach, was mich ziemlich gestört hat. Besonders die Gespräche mit Ava fand ich recht blass. Ich bin insgesamt auch nicht so die Zielgruppe für “kleine” Filme. Ich will eigentlich immer eine bombastische Produktion mit tollem Inhalt zusammen haben und da so etwas quasi nie rauskommt, bin ich permanent filmisch enttäuscht^^ Begeistert hat mich der Film jedenfalls nicht, aber er war sehr solide. Die ganzen euphorischen Stimmen zum Film verstehe ich wie üblich recht wenig. Die Themen waren jetzt nicht neu und die Umsetzung weder brillant noch revolutionär. Es war einfach ein rundum gelungener Film mit guten gedanklichen Ansätzen zum einmal Anschauen.