Second Unit #115 (The Matrix)

Verzeiht uns unsere Verzögerung, aber wir hatten Probleme die rote Pille zu finden. Deshalb schaffen wir es jetzt, uns mit The Matrix (Amazon-Link*) zu beschäftigen. Aber das Warten hat sich gelohnt. 

Zu Beginn der Sendung verweise ich noch einmal auf mein neues Nebenprojekt namens podroll sowie auf meine letzten und kommenden Gastspiele bei PlayTogether. Wir rufen euch außerdem zur Teilnahme auf! Schickt uns eure Audio-Kommentare zu den Star-Wars-Filmen und/oder den 80er Jahren als Filmjahrzehnt! Wir planen den nächsten Themenmonat zu eben jenem Jahrzehnt und werden den Juli mit einer Sichtung von Empie Strikes Back beenden. Also her mit euren Stimmen! Schickt sie uns per Mail an secondunitpodcast ÄT googlemail PUNKT com oder über Twitter bzw. Facebook. Haltet euch am besten etwas kurz, nicht länger als eine Minute. Dann werdet ihr euch und unsere Reaktionen Ende Juli zu hören kriegen.

Wir probieren in dieser Ausgabe das offizielle Getränk zum Film, passend in blauer Farbe.

[YouTube Direktlink]

The Matrix entstammt den Hirnen der Wachowski-Geschwister, die den Film aus inszenierten. Für Keanu Reeves als Neo, Laurence Fishburne als Morpheus, Carrie-Anne Moss als Trinity und Hugo Weaving als Agent Smith war der Film wohl mehr als Karriere-fördernd. Jo Pantoliano spielt als Cypher eine überaus wichtige Nebenrolle, die ich schon fast vergessen hatte.

Wir nähern uns diesem Meisterwerk über die vielen ikonischen Szenen, Momente und Oneliner. Dabei versuchen wir uns auch eine völlig unwissende Sichtung vorzustellen und wie revolutionär dieser Film um die Jahrtausendwende gewesen sein muss. Außerdem reden wir über die vielen technischen Aspekte des Films wie die verschiedenen Farbfilter und Kameraarbeiten. Zum Schluss gehen wir der Frage nach, welche philosophischen Konzepte in dem Film angesprochen oder verhandelt werden.

In der nächsten Ausgabe besprechen wir endlichendlichendlich den neuen Film von Richard Linklater. Ich habe große Erwartungen an Boyhood (Amazon-Link*).

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

[Download | Länge: 1:46:39 | Größe: 48,9 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: by David Poblador i Garcia]

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  • http://www.privatsprache.de/ Privatsprache

    Sehr schöne Folge mit einem essentiellen Fehler: Es gibt nur einen Matrix-Film! Es gibt noch zwei ganz unterhaltsame Actionfilme der Wachowskis, die in den gleichen Sets mit den gleichen Schauspielern gedreht wurden, aber es gibt nur einen Matrix! Und wer etwas anderes erzählt, wird mit Episode I gucken im Clockwork-Orange-StylE bestraft…

    P.S.: Zum Thema Philosophie und Matrix darf nicht das Gehirn-im-Tank-Gedankenexperiment (unter anderem) von Hilary Putnam vergessen werden. Ich würd’s ja verlinken, aber das letzte Mal wurde ich von eurer Kommentarfunktion für einen Link als Spam eingestuft. Außerdem steckt Platons Höhlengleichnis in Matrix. Habe ich auch mal drüber gebloggt, aber – wie gesagt – NO LINK FOR YOU! ;-)

  • http://www.grindthatauthority.de/ PlayStar

    Großes Lob von mir für die Folge, ganz speziell für den großen Block am Ende, wenn ihr die ausgetretenen Pfade von Lucas, Nolan und Schwarzenegger verlässt und ausführlich über Philosophie redet. Das war toll.

    Apropos: Ich weiß nicht, ob es noch in aktuellen Versionen (Blu-Ray) enthalten ist, aber es gab in einer DVD-Version der Matrix-Trilogie einen Audiokommentar mit Philosophen, die die Filme mochten und einen anderen Kommentar mit Filmkritikern, die die Filme am laufenden Band zerrissen und bemängelten.

  • Gormenghast

    O je….keiner schreibt was.

    WM Fieber?

    Ferienzeit?

    Oder kann es sein, daß…

    Ich meine optisch war MATRIX zu seiner Zeit ganz, ganz weit vorne, keine Frage.

    Aber kann es sein…

    Ist vielleicht alles schon gesagt worden zu Inhalt und Handlung, zu Acting und Ausstattung?

    Aber kann es sein, daß der Film…

    Mein Ex-Mitbewohner (Philosophiestudent) hatte eine stundenlange Diskussion mit seinem Kumpel (Philosophiestudent) über diesen Film. Bei Platons Höhlengleichnis war ich noch cool dabei, aber dann verloren sie sich in für mich unverständliches Fachchinesisch…

    Kann es sein, daß der Film einfach….nicht so toll ist?

    Kann es sein?

    • Raffi-LS

      Kurz und knapp: NEIN.

      • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

        Oder noch kürzer: Hell no!

    • Fabi

      Nope, Nope, Nope…just NOPE!

  • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

    Traumhafte Episode in allen Belangen!
    Für mich auch immernoch der wahrscheinlich beste Blockbuster, ever.
    Hab letztens auf Moviepilot tatsächlich die Meinung gelesen, der Film hätte ein “unterirdisches Drehbuch”. Da hatte wohl jemand nicht so ganz verstanden, dass das Maß an Onelinern immernoch GAR NICHTS über das Gesamtdrehbuch aussagt!

    Eure abschließende Diskussion über Philosophie in Filmen war Top und hat übrigens neugierig gemacht! Geht mal ruhig öfter in die Richtung ;) Ich finde das Thema nämlich interessant, weil es auf die Sichtweise ankommt. Ich spreche nem Film da eine gewisse Deepness zu, wenn er diverse Gedanken anstößt, also die richtigen Impulse setzt. Abhandeln muss der gar nichts bis ins Detail. Kenne mich mit echter Philosophie ja gar nicht aus, aber könnte mir vorstellen, dass es schnell zu wild, trocken, oder konfus wird?

    MATRIX war zumindest für mich der erste Film, der mich motiviert hat, mir über das Sein mal ein wenig Gedanken zu machen – bzw. nachdem wir den damals völlig unwissend gesehen hatten, VÖLLIG umgehauen waren und uns langsam erholt hatten für Wochen oder sogar Monate sowohl Kopfintern, als auch im Freundeskreis über kaum was anderes mehr zu sprechen/denken. War der Hammer!
    Aber interessant wie schwer es fällt, überhaupt zu definieren, was ein “philosophischer Film” ist!

  • Gormenghast

    Na gut, ihr Freaks.
    Dann checke ich den nochmal :)

  • tinkengil

    Irgendwie schwirrt mit im Kopf herum, dass die Farbmischung des Films nach Erscheinen der beiden Fortsetzungen noch abgeändert wurde, aber ich kann mich auch irren – verifizieren konnte ich das grad nicht. Ich besitze selbst noch Ur-DVD, die damals wahrscheinlich jeder besessen hat. Die war damals ja auch revolutionär, z.B. wegen des Follow the White Rabbit Features.

    Bei der “Farbenlehre” verhaspelt ihr euch aber doch ein wenig. Gelb ist in der additiven Farbmischung keine Grundfarbe, sondern kann aus Grün und Rot zusammengemischt werden. Gelb ist allerdings zusammen mit Cyan und Magenta eine Primärfarbe der subtraktiven Farbmischung. Ein Gelbfilter absorbiert den blauen Farbanteil des Lichts. Gelb ist also die Komplementärfarbe zu Blau. Aber mit Sicherheit kann man in Zusammenhang mit Matrix da mehr hineininterpretieren, als eigentlich zu holen ist ;)

    Schöne Episode, werde sie auf den Nachhauseweg zu Ende hören :)

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  • Donngal

    Ein Nachtragskommentar: Ich habe den Film tatsächlich damals mit 14 oder 15 Jahren gesehen, dann ganz lange nicht, dann einmal in einem Sneak-Marathon zum schlafen genutzt weil ich keinen bock auf science fiction um 3 Uhr nachts nach 3 anderen Filmen hatte, und jetzt als Vorbereitung auf die aktuelle Episode, vor der ich noch die von mir bisher sehr schlecht gesehenen Fortsetzungen gucken werde.

    Mir stellt sich beim gucken eine Frage: Das Simuationsprogramm kann alles, richtig? Warum stört es dann Cypher so sehr, dass er nur Proteinschleim isst etc? Ich meine, wenn Mouse ihm ein Schäferstündchen mit “der blonden” verschaffen kann, warum loggt er sich zum Steak essen, Zigarre rauchen und geniessen nicht in die Matrix ein? Wenn ich einen Whisky mit allen Sinnen geniessen kann ohne ihn wirklich zu trinken (und vermutlich sogar jeden Whisky der Welt, egal was er kostet, mit einer guten Zigarre, ohne Lungenkrebsrisiko) dann wäre mir doch wumpe, ob das alles real ist oder ob ich es nur als real empfinde. Aber vermutlich ist das auch eine der Fragen die der Film aufwerfen will. Ich wäre auf der Schiene: Wenn ich geniessen kann, und das sogar ohne Reue, dann ist mir egal ob der genuss real oder nur maximal realitätsnah ist.