Second Unit #93 (Back to the Future)

Great Scott! Wir starten mit satten 1.21 Gigawatts und flotten 88 mph in das neue Jahr und damit in die Zukunft. Zurück in die Zukunft (Amazon-Link*), um genau zu sein! 

Doch bevor es in die Diskussion geht, haben wir einige kleine Ankündigungen zu machen. Da sind zunächst mal wieder fleißige Spenden von euch angekommen, vielen Dank!  Zum anderen möchte ich zumindest hier in Textform an die Film-Reihe “Lebenslieder –Film ab. Musik an.” erinnern. Die Termine und Filme findet ihr auf der verlinkten Facebook-Page. Und zu guter letzt erinnern wie mal wieder an unser Hörer-Voting! Ihr habt die Wahl zwischen Tropa de Elite, New World und Visioneers. Klickt euch rüber zur Abstimmung!

Passend zum Film trinken wir eine Limonade aus dem Hause Pepsi. Wir versuchen uns an der Kirschvariante von 7up. Spoiler: Hat uns gut gefallen.

[YouTube Direkttrailer]

Robert Zemeckis hat sowohl Regie geführt, als auch das Drehbuch (mit)geschrieben. Steven Spielberg hat produziert. Michael J. Fox ist auch heute noch als Marty McFly bekannt. Christopher Lloyd spielt Dr. Emmett Brown und hat sich ebenso wie Crispin Glover als George McFly in das kollektive Gedächtnis eingebrannt. Lea Thompson als Lorraine Baines und Thomas F. Wilson als Biff Tannen runden den Main-Cast ab.

Natürlich schwelgen wir bei der Diskussion in Erinnerungen und Spaß. Bei diesem Film ist auch jedwede Kritik überflüssig. Selten sind Filme so rund, so gut geschrieben und so spaßig inszeniert. Lediglich die Rolle von Martys Mutter könnten wir ein wenig kritisieren, wenn wir denn wollten. Wir verweisen zum Schluss natürlich auch auf die beiden Fortsetzungen sowie das Adventure-Game. Dabei wundern wir uns ein wenig, warum wir bisher kein Remake in den Kinos sehen mussten. Zum Schluss greifen wir indirekt unseren Film für die nächste Woche vor und diskutieren über Product Placement in Filmen.

Nächste Woche gibt es einen kleinen Geheimtip und neuen Fast-Lieblingsfilm von mir. Ben Stiller hat mit The Secret Life of Walter Mitty (Amazon-Link*) einen erfrischend hoffnungsvollen und wunderschönen Film in die Kinos gebracht. Für mich eine klare Empfehlung, auch wenn der Film nicht perfekt ist.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

[Download | Länge: 1:29:17 | Größe: 41,1 MB| @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: by Garry Knight]

*Amazon-Partner-Links: Über diese Links gekaufte Artikel werfen einen kleinen Obolus für uns ab. Für euch ändert sich nichts, schon gar nicht der Kaufpreis. Wir bedanken uns im Namen unserer Kaffee-Kasse.

  • Daniel Nagel

    “Tropa de Elite” ist eine gute Wahl!

    BTTF weckt in mir immer Kindheitserinnerung und ich verneige mich vor eurer Liebeserklärung an einen der besten Filmen aller Zeiten. Magic Moment #1 ist definitiv die Szene kurz vor dem Ende, als Vergangenheits-Doc realisiert, dass seine Zeitmaschine wirklich funktioniert. In Verbindung mit dem wirklich großartigen Soundtrack ist das wirklich eine der schönsten Szenen, die ich kenne.

  • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

    Es macht richtig Spaß euch in so gut gelaunter Zweisamkeit zu lauschen. Aber mal ehrlich: Es KANN auch nach Sichtung dieses Streifens keine andere Stimmung entstehen :)
    Da passt einfach alles..
    Alles was ich positives sagen könnte habt ihr schon gesagt, demnach einfach: Coole Folge, ich freue mich auf nächste Woche und nehme an da werdet ihr euch nicht ganz so einig sein ;)

  • Marcel

    Mein Lieblingsfilm (zusammen mit Donnie Darko) bei Second Unit, dass ich das noch erleben darf! Super Folge, ihr habt praktisch alles gesagt was es zu diesem Meilenstein der 80er zu sagen gibt.

    Zu dem angesprochenen genialen Overacting von Crispin Glover ist definitiv noch dieser Ausschnitt aus Freitag der 13. Teil 4 zu nennen, falls ihr den noch nicht kennt: http://www.youtube.com/watch?v=ocgj9tewHso

  • RiSiNGxSuN

    Damit wäre ja klar welcher FIlm geschaut wird… als ob New world oder der andere schmarn gegen Tropa de Elite ne chance hatt der is auch weder weniger bekannt noch nen geheimtipp….

    MAINSTREAM KACK !!! =D

    • http://geschichtendose.de/ Lars

      Visioneers stammt aus Galifianakis’ Zeit vor Hangover. Der Film vereint Comedy und eine ziemlich depressive Atmosphäre. Wenn du Visioneers im Mainstream verortest, dann schätzt du den Mainstream offenbar deutlich progressiver ein, als ich.

      • RiSiNGxSuN

        war jetzt auf Tropa de Elite bezogen, ich persönlich mag ja Galifianakis nicht besonderst und die art Filme er JETZT macht.

        @ SecondUnit…. kann es sein das was mit dem Vote nicht stimmt oder habt ihr echt so viele Hörer xD?

        hab eben für Visioneers gevotet aber mit New World und Tropa stimmt doch was nicht….

        • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

          Schön wärs! Entweder Google spinnt herum oder irgendwelche Scherzkekse stimmen hier öfter ab. An den Timecodes kann ich erkennen, dass manche Votes für den gleichen Eintrag nur Sekunden auseinander liegen. Eigentlich sollte das nicht möglich sein. Ich werde die Daten dann nach Abschluss des Votings noch einmal kritisch durchgehen und das dann auch öffentlich machen. Danke für den Hinweis :)

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Mainstream? Ich hab von Tropa noch nie was gehört und mein Filmgeschmack ist schon sehr im Mainstream zu finden…

      • cule0809

        Manche hauen das Wort Mainstream mittlerweile sehr schnell raus. Finde es auch interessant wie Mainstream auch immer so negativ gewertet wird. Mir doch egal ob der Film Mainstream ist oder nicht. Hauptsache er gefällt mir. Finde bei beiden Seiten was gutes ;)

        • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

          An sich richtig, hier wurden aber natürlich Geheimtipps gefordert. Dennoch, ein Film der zwar nen goldenen Bären (aber was zählen schon Festival-Auszeichnungen), aber nicht einmal nen deutschen Kinostart hatte, ist ne andere Liga als z.b. BASIC INSTINCT beim letzten mal!

        • RiSiNGxSuN

          Ich wollte auch nicht über den Film oder über Mainstream werten, es ging mir nur darum das geheimtipps gefordert wurden und Tropa de Elite is halt kein geheimtipp mehr… ^^ meiner Meinung nach gab es halt sehr viele interessantere filme die vorgeschlagen wurden aber is ja auch egal. Bin gespannt was geschaut wird.

      • RiSiNGxSuN

        Ja sorry eigentlich dachte das (MAINSTREAM KACK !!! =D) reichen würde um die Ironie zu untermauern, war natürlich nicht ernst gemeint allerdings is Tropa schon sehr sehr sehr sehr bekannt unter den nischen Filmen. ^^ bin gespannt was ihr Schaut =D i hope Visioneers.

  • cule0809

    Mein absoluter Lieblingsfilm als Kind und als Teen. Marty Mcfly fand ich als Kind einfach extrem cool und wenn ich heute die Filme sehe hat sich nicht viel geändert. Ja die Mutter ist etwas aus der Reihe aber sonst stimmt alles. Ich fand lange Teil 2 auch besser aber mittlerweile hat sich das auch geändert. Wobei mich persönlich Teil 2 auch eher anspricht aber objektiv betrachtet ist Teil 1 klar der stärkste Film. Ich kenne mittlerweile zwei Menschen, die finden Teil 3 am stärksten. Keine Ahnung was da schief gelaufen ist. :D

    So oder so finde ich es eine gelungene Trilogie wo auch die Fortsetzungen nicht so schlecht sind. Super Folge im übrigen und ich musste viel lachen. Film wird demnächst auch mal wieder geguckt.

    Ich freu mich schon auf eure nächste Sendung. Mitty fand ich cool :D

    • SecondUnitTamino

      “Ich kenne mittlerweile zwei Menschen, die finden Teil 3 am stärksten.” Ganz klare Sache: Sofort Kontakt zu besagten Personen abbrechen, unverzüglich den Notruf wählen und vielleicht noch zum Abschied nen Tritt in den Hintern spendieren ;-)

      • cule0809

        Eine Therapiesitzung in Kiel würde glaube ich reichen. :D

  • Heisenberg

    Habe ich mich verhört oder hat Tamino tatsächlich in dieser oder der letzten Folge den Tod der James Bond Reihe gefordert bzw. als sinnvolle Alternative zur Fortführung dargelegt … :-O

    Zurück in die Zukunft: geiler Film! Musste ihn mir direkt mal wieder ansehen um mir seine Qualitäten wieder in Erinnerung zu rufen.

    • SecondUnitTamino

      Ne, das hast du schon richtig verstanden. Ich habe da anscheinend eine recht ungewöhnliche Ansicht im Vergleich zu den meisten Filmfans. Ich glaube ich bin da auch irgendwann bei unserem James Bond Special oder in Bezug auf die neuen Star Treks näher drauf eingegangen. Ich finde es einfach schade, dass man heutzutage kein filmisches Werk mehr für sich stehen lassen kann. Alles muss fortgesetzt oder geremaked werden, auch wenn das Material schon längst alles hergegeben hat, was es kann.

      Was hat uns denn die Bond Reihe nach Sean Connery in über 20 Filmen wirklich noch tolles neues präsentiert? Immer andere Bond-Darsteller, die sich in gewissen Eigenschaften eben von ihren Vorgängern unterscheiden, aber im Grunde ist fast jeder Film ein Remake der vorherigen gewesen – mal mehr deutlich bei Pierce Brosnan, mal weniger deutlich bei Daniel Craig – und das Ganze immer mit dem Kriminalitäts-Thema des Jahrzehnts. Mich langweilen diese Filme fast alle, nur GOLDFINGER finde ich recht unterhaltsam. Im Vergleich zu dem scheinen mir alle anderen recht forgettable zu sein, da GOLDFINGER alles tut, was James Bond auszeichnet und interessant macht und die anderen Filme einfach das gleiche nochmal in weniger gut immer und immer wieder aufwärmen. Klingt natürlich recht hart, wenn ich das so schreibe, aber das ist eben der Grund, warum ich kein Bond Fan bin. Es ist für mich im Grunde nichts anderes als 20 mal der gleiche Film. Die vielen natürlich dennoch vorhandenen Unterschiede der jeweiligen Bond-Perioden liegen für mich hier nur im Detail, nicht im Konzept.

      Manche meinen im Gegensatz zu mir, dass besagte Filmreihen inzwischen einen “neuen Umgang mit der Materie” betreiben würden. Ich hingegen empfinde das Ganze als sinnloses Ausschlachten eines Franchises, das für die breite Masse AUSSCHLIEßLICH durch seinen Namen relevant ist. Ich bin der festen Überzeugung, dass kein Hahn nach Filmen wie INTO DARKNESS oder SKYFALL krähen würde, wenn man die Namen der Charaktere, die Details in den Gimmicks und den Look der Fahrzeuge bzw. Raumschiffe verändern würde. Diese Filme haben eine Existenzberechtigung die fast ausschließlich in ihren Titeln und Namen begründet liegt. “Oh look, it’s Mr Spock!”, “How cute, her name is Moneypenny!”, “Wohoo, there’s the Astin Martin from that other Bond movie!” und natürlich “My name is KHAAAAAAN!” etc.

      Dazu kommt bei Abrams’ Filmen, dass diese Werke einfach nichts mehr mit dem Konzept von Star Trek zu tun haben. Das meine ich auch gar nicht abwertend; ich würde das auch sagen, wenn ich sie ganz toll fände. Diese Filme haben schlichtweg falsche Titel und die Charaktere haben falsche Namen. Ein Film wird nicht zu Star Trek, weil Mr Spock mitspielt oder Leute auf der Enterprise rumfliegen. Es gibt ein Konzept hinter Star Trek und damit ist sein Name verknüpft. (Bei James Bond sehe ich das ähnlich, kenne mich aber zu schlecht mit der Reihe aus, um da ein fundiertes Urteil abgeben zu können. Außerdem finde fast alle dieser Filme an sich einfach viel zu öde, um mich sonderlich für das Franchise zu interessieren.)

      Wenn Britney Spears behaupten würde, ihre Musik sei ein neuer Umgang mit Metal, dann ist das für mich so ziemlich das gleiche, wie zu sagen, Abrams betreibe einen neuen Umgang mit Star Trek. Das was Star Trek ist, das was der Name Star Trek BEDEUTET, ist bereits zumindest grob definiert. Wäre dies nicht so, dann würde Star Trek überhaupt nichts bedeuten und der Begriff wäre an sich völlig leer. Wenn ein solches einigermaßen klar umrissenes Konzept heutzutage als zu veraltet, naiv oder unspektakulär erscheint, dann bedeutet das entweder, dass man sich einfach nicht darum schert und die Filme/Serien nur für Fans weiter nach altbekannter Manier produziert (was die Kreativität übrigens nicht im mindesten einschränkt, sondern nur stilistisch und thematisch sinnvoll verortet) oder dass man sich entschließt, die Materie völlig ruhen zu lassen.

      Das ist übrigens keine destruktive Einstellung, sondern eine absolut produktive. Mein Vorschlag ist ja nicht, keine neuen Filme mehr zu drehen, nein, ganz im Gegenteil: Mein Vorschlag ist GÄNZLICH NEUE Filme zu machen, die sich nicht nur durch altbekannte Namen ohne inhärenten filmischen Sinnzusammenhang relevant machen, sondern durch ihre eigenen filmischen Qualitäten interessant sind. Jeder Film muss für sich stehen können und darf nicht hauptsächlich durch einen künstlich an ihn gehängten Mythos reizvoll gemacht werden. Für mich fühlen sich diese ganzen neuen unsinnigen Filme alter Materien (wie auch z. B. Indiana Jones 4, Die Hard 4 etc:) an wie neue Songs einer Band, von denen alle oder vielleicht alle bis auf ein einziges Mitglied der Ursprungsbesetzung schon längst ausgestiegen sind, die Band aber immer noch Konzerthallen füllt, weil der Name von früheren Erfolgen bekannt ist und die Leute sich (vielleicht auch nur unterbewusst) an ihre alte Begeisterung erinnern.

      Es gibt sicher viele Menschen, die behaupten, dass SKYFALL oder die neuen Star Teks an sich gute Filme seien. An diesem Punkt kann ich dann nur betreten den Kopf schütteln. Wer meint, dass SKYFALL ein in irgendeiner Weise besonderer und toll geschriebener Actionthriller sei – wie es z. B. Filme wie HEAT, RONIN oder DIE HARD sind – oder bei INTO DARKNESS meint, er habe einen markanten und einprägsamen Sci-Fi Film ala STAR WARS oder ALIEN oder meinetwegen auch eines innovativen Films weniger brillianten Kalibers wie SUNSHINE oder EVENT HORIZON vor sich, mit dem bin ich dann wohl einfach nicht auf einer Wellenlänge was filmische Präferenzen angeht. SKYFALL war so sehr by the numbers. All der typische moderne Actionthrillerscheiß mit Computerkriminalität und Pseudo-Charaktergeschichte und dazu natürlich gemixt mit Fanservice hoch zehn, damit auch ja jeder erkennt, dass es ein “moderner James Bond” Film ist – übrigens eine Bezeichnung, die an sich schon ein Oxymoron ist, da der Name James Bond der Inbegriff von Klassik, Naivität und Schnick-Schnack ist.

      Wie gesagt, ich bin jemand, der neue, eigenständige Werke will. Ich mag die meisten Originale einfach viel zu gerne, um meine Zeit mit aktuellen Versionen dieser Filme “in schlecht und konzeptlos” aka “modern” zu schauen. Projekte wie Burton-Batman und Nolan-Batman gefallen mir, da es zwei eigenständige Reihen sind, die sich außerdem nicht auf einen Film, sondern eine außerhalb des Mediums befindliche Referenz beziehen. Von Batman gibt es sowohl ernste als auch abgedrehte Comics und alles Material eignet sich für eigene Verfilmungen. Bei Star Trek ist das was anderes. Ich möchte hier abschließend noch kurz einen kleinen geschichtlichen Overview geben, da man mithilfe von “Star Trek im Wandel der Zeiten” eigentlich perfekt meine Gedanken belegen kann.

      Star Trek oder auch heutzutage TOS ist ursprünglich nur eine abgefahrene Fernsehserie gewesen die für ein paar Jahre in den weltraumvernarrten 1960ern produziert wurde, aber dann aufgrund mangelnden Erfolges jahrzehntelang ruhte, bis man sich Ende der 1980er traute, die damaligen tollen inhaltsvollen Ideen aus einer Billigproduktion ohne technische Möglichkeiten herauszudestillieren und in einer besser funktionierenden, meinetwegen “moderneren” Weise zu verarbeiten: es entstand TNG, deren mittlere und spätere Staffeln Star Trek in Reinform sind. Im Grunde ist TNG nichts anderes als ein Remake von TOS, aber eben ein sinnvolles, denn die Serie operiert in einer Weise, die nicht einfach nur charmant wie die alte, sondern gleichzeitig auch bedeutsam ist, da philosophische Inhalte nun endlich einen ernstzunehmenden Rahmen bekamen. Dennoch ist der Kern der gleiche geblieben, sowohl in Bezug auf die vorzufindenden Themen als auch auf die Dynamiken innerhalb der Crew (ganz deutlich natürlich mit Data, dem neuen Spock wenn man so will, der die Stimme der kalten Vernunft repräsentiert, welche stets im Konflikt mit der Menschlichkeit steht).

      Mit DS9 und VOYAGER hat man dann an den Erfolg von TNG anknüpfen wollen, aber sich nicht getraut, konsequent einen Schritt weiterzugehen, obwohl beide Serien in konzeptioneller Hinsicht völlig neue und interessante Ausgangspositionen hatten: bei ersterer war es eine nur teilweise von der Föderation kontrollierte Raumstation (was natürlich ein starker Bruch zu den bisherigen Raumschiff-Settings war) und bei letzterer ein vollkommen isoliertes Föderationsraumschiff, dass praktisch unendlich weit von allem Bekannten seinen eigenen Weg zurück finden muss. Beides ist konzeptionell betrachtet im Grunde brillant, da es so ergiebige Ausgangspositionen. Das Setting von DS9 ermöglichte, einen größeren Fokus auf politische Kontroversen zu legen und das von VOYAGER bietet natürlich alle nur erdenklichen Mölichkeiten, Themen aus TOS und TNG nach weiter zu vertiefen und mit langfristigen Survival-Elementen zu verknüpfen, die bisher nur in einzelnen Folgen auftraten. Leider bleiben beide Serien WEIT hinter ihren Möglichkeiten zurück. Generell ist DS9 bei Fans beliebter als Voyager, aber für mich sind beide Serien ähnlich mittelmäßig und das im Grunde auch nur, wenn man über endlos viele total belanglose Folgen hinweg sieht. Während viele Folgen einfach genau das tun, was man von der neuen Materie erwarten kann, machen noch mehr Folgen einfach genau das Gegenteil. Entweder sind sie einfach nur völlig belanglos (in einer DS9 Folge spielt die Crew Baseball gegen eine Raumschiffbesatzung – das ist die gesamte Folge!) oder sie wärmen Altbekanntes aus TNG nochmal in der gleichen oder sogar weniger interessanten Weise auf. VOYAGER tut im Grunde zu 80% nichts anderes als TNG mit einer belanglosen Crew nachzuspielen. Beide Serien haben ihren fair share an herausragenden Episoden, aber an TNG kommen sie nicht ansatzweise heran.

      Da ich ENTERPRISE nie gesehen habe und langsam mal zum Punkt kommen will, überspringe ich diese letzte Serie mal und komme zu den Kinofilmen, um die es mir ja eigentlich geht. Die sechs bzw. sieben alten Kirk-Filme sind ab den späten 70ern entstanden und taugen bis auf WRATH OF KHAN nicht all zu viel. STAR TREK: THE MOTION PICTURE erinnert stellenweise eher an 2001 als an die alte Serie und die anderen sind eben typische Kinofilme: mehr Action, weniger (bis gar kein Inhalt). Die vier TNG Filme sind allesamt grausam bis übelkeitserregend in ihrer Ausführung, aber bei manchen kann man immerhin noch eine Spur der Inhalte der Serie und ihrer Charaktere erkennen. Bei Abrams’ Filmen hingegen ist nun schlichtweg ALLES weg, was der Begriff Star Trek bedeutet. Wissenschaft wird nicht mit einem Wort erwähnt, der Konflikt von Menschlichkeit und Rationalität ist anscheinend jetzt egal, ist wohl zu dröge. Ab und zu wird mal ein Satz eingestreut, der dem Zuschauer glauben machen soll, es ginge hier auch irgendwo um Inhalt, aber im Grunde ist alles nur ein riesiger Haufen Unsinn, der keinen Sinn ergibt und kein Thema hat. Das einzige was hier stellenweise Viewing Pleasure bereitet, ist die Audiovisualität, – besonders die Inszenierung der Raumschiffe.

  • -DN-

    Es gibt erste bewegte Szenen aus Jurassic World aka. Jurassic Park IV
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    • SecondUnitTamino

      hehe, sehr schön!