Second Unit #226 – My Fair Lady (Gast: Sabine Jaspers vom Wundertüte Podcast)

In dieser Ausgabe reisen wir mit Sabine durch die Filmgeschichte und landen im Jahr 1964, bei der ikonischen Audrey Hepburn und mit My Fair Lady (Amazon-Link*) mitten im Musical-Genre. So viele Premieren auf einmal! 

[YouTube Direktlink]

My Fair Lady basiert auf einem Stück von George Bernard Shaw; George Cukor übernahm die Regie der Verfilmung. In den Hauptrollen spielen Audrey Hepburn als Eliza Doolittle und Rex Harrison als Professor Henry Higgins. Außerdem dabei sind Stanley Holloway als Alfred P. Doolittle, Wilfrid Hyde-White als Colonel Hugh Pickering und Gladys Cooper als Mrs. Higgins.

Hepburn ist der Grund für unsere Besprechung des Filmes und deshalb natürlich auch ein ganz großer Schwerpunkt in der Diskussion. Ihr Spiel, ihre Karriere, ihre Persönlichkeit. Sabine spricht dabei euch von zwei Büchern. Zum einen die Hepburn-Biografie des Sohnes (Amazon-Link*), zum anderen einen Bildband von und mit Hepburn (Amazon-Link*). Darüber hinaus durchleuchten wir aber auch die Beziehungen der Filmfiguren, die Bedeutung von Sprache für den Plot und warum uns das Musical so gut gefällt.

In der nächsten Woche übernimmt drüben wieder die Superhero Unit, dort geht es dann mit dem Jahr 1996 und dem Film The Phantom (Amazon-Link*) weiter. Hier geht es dann mit einer ausführlichen Besprechung zu Guardians of the Galaxy Vol. 2 (Amazon-Link*) weiter. Und zwischendurch wird auch noch eine State of the Unit sowie eine spoilerfreie Mini Unit zu Guardians rausfallen. Volles Programm also!

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[Download | Länge: 02:06:32 | Größe: 61,0 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes | Unterstützt uns bei Patreon!]

[Teaser-Bild: cc by 2.0 Luisa Contreras]

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  • TheMiddlist

    Tolle Diskussion mit ganz leichter Tendenz zur Audrey Hepburn Hagiographie (aber wirklich nur ganz leicht und sie war soweit ich weiß auch ziemlich toll). Ich würde mich sehr über mehr Musicals und mehr alte Filme freuen (mein Favorit ist ganz klar “Some like it hot” wo auch gesungen wird (ist aber eher kein Musical), einer der wenigen Filme wo ich sagen würde, den muss man gesehen haben). Ich glaube Musicals können sehr unterschiedlich sein darin wie viel gesungen wird – manche sind beinahe Opern oder zumindest Operetten wo nur gelegentlich gesprochen wird (soweit ich mich erinnere ist das bei Les Miserables so), in anderen gibt es nur gelegentliche Songs (z.B. bei Disney). Nach der neulichen Revenant-normalitätsdiskussion frage ich mich, was eigentlich Standards oder Normen bei Musicalfilmen sind und ich weiß ehrlichgesagt nicht ob es überhaupt welche gibt oder ob ich dazu mehr gesehen haben müsste. Zwischen den Musicals, die ich kenne und die mir grade einfallen (Les Miserables, Chicago, Phantom der Oper, Sweeney Todd, Mary Poppins, The Producers, Moulin Rouge, Little Shop of Horrors und Annie) gibt es irgendwie riesige Unterschiede, weder sind die alle kitschig noch geht es in allen direkt um Liebe (oder jedenfalls nicht mehr als in anderen Filmen auch), noch gehen sie alle gut aus, noch wird die Musik immer gleich eingesetzt.
    In Mary Poppins kommen auch Sufragetten vor, ich frage mich grade ob das in noch mehr Musicals aus der Zeit ein Thema war?
    Kleine Korrektur: Shaw hat das Stück, das die Vorlage für das Musical war geschrieben (Pygmalion, 1913).

  • Sultan-of-Swing

    Sehr schön, dass ihr endlich über Audrey Hepburn sprecht. Es ist eine meiner Lieblingsschauspielerinnen und einer der schönsten Frauen Hollywoods (oder war es).

    My Fair Lady ist ein absolut toller Film, den ich auch schon mehrmals gesehen habe. Zu den Empfehlungen für Hepburn Filme fallen mir spontan “Denen man nicht vergibt”, “Infam”, “Charade” und “Wie klaut man eine Million” ein.

  • Inge

    Hallo zusammen, jetzt musste ich mich doch auch einmal bei Disqus anmelden um hier ein paar Worte verlieren zu können.
    Erst einmal: Sehr schöne Folge :-)

    Weil die Fragestellung aufkam ob Musicals oder Musicalfilme existieren in denen die Musik weniger bis nichts zur Handlung beiträgt: die gibt es natürlich.
    Ein prominentes Beispiel sind die sogenannten “Jukebox Musicals” in denen schon existierende Musik zweitverwertet wird. Wenn wir beim Film bleiben ist als Beispiel “Mamma Mia” mit Meryl Streep zu nennen oder auch “Rock of Ages” mit Tom Cruise. Hier bedient man sich an schon vorhandener Musik. Sie wird nicht extra für den Film komponiert um die Erzählung zu unterstützen, es werden eher Songs ausgesucht die zur jeweiligen Szene passen. Manchmal geht man sogar den umgekehrten Weg und passt die Handlung den Liedern an (schlechte Idee!), wie im Fall von Mamma Mia. Die Handlung ist (in meinen Augen) belanglos und in keinster Weise eine Geschichte, die wir unbedingt gebraucht hätten. Man hat sie einfach um die berühmten Lieder von ABBA rum entwickelt. Klar, der Film macht Spaß und Laune, bei ernsthafter Betrachtung allerdings ist es kein Meilenstein der Filmkunst.

    Im Normalfall (*zieht Kopf ein*) trägt die Musik in einem Musical oder Musicalfilm die Handlung fort, vertieft sie oder lässt uns kurz innehalten um den Moment einzuordnen.
    Für eine Sichtung,wenn man ganz neu in diesem Genre unterwegs, ist empfehle ich:
    Moulin Rouge (Jukebox Musical, aber wunderschön. Hat bei mir ähnliche Reaktionen wie Christians Liebe zu La La Land ausgelöst).
    Evita (Ein Fest für die Augen und auch historisch hochspannend)
    Into The Woods (Märchen einmal ganz anders)
    The Producers (bissige Satire)
    The Last 5 Years (schöne Charakterstudie, 2 Personen Stück)
    Sweeny Todd (wundervoller schwarzer Humor)
    Once (tut der Seele gut)
    Nur ein paar Beispiele aus “aktuellen” Filmen. Für weitere Empfehlungen stehe ich natürlich jederzeit gerne zur Verfügung :-)

    Als kleiner Nachsatz. Es ist verblüffend wie viele Hollywoodstars gut, sehr gut oder auch hervorragend singen können. Oft herrscht im Vorfeld einer Filmankündigung eine Vorverurteilung warum man denn immer große Namen verpflichten muss. Die breite Masse weiß jedoch kaum, dass viele dieser Schauspielerinnen und Schauspieler vom klassischen Theater kommen und eine grundsolide Ausbildung besitzen. Es gibt natürlich Ausnahmen. Ist eh klar. Aber man sollte auch einmal anerkennen, dass es viel Talent in der Filmbranche gibt. Nicht nur im Bereich Schauspiel, auch im Bereich Gesang.
    My two cents.
    Viele Grüße allerseits, Inge

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Danke für die Beispiele und das ausführliche Feedback :)