Second Unit #221 – Logan (Gast: Henning Harder von Cinematic Smash Bros.)

Seine Zeit ist gekommen. Hugh Jackman legt ein letztes Mal die Adamantium-Krallen an und liefert uns ein Highlight der X-Men-Reihe, ach was, sogar im gesamten Genre! Grund genug also, um mit Henning von den Cinematic Smash Bros. mal tiefer in Logan (Amazon-Link*) einzutauchen. 

[YouTube Direktlink]

Regie und Geschichte stammen von James Mangold, der auch schon den ganz guten Vorgänger gemacht hat. In den Hauptrollen spielen Hugh Jackman als Logan, Patrick Stewart als Charles und Dafne Keen als Laura. Boyd Holbrook spielt als Pierce Bösewicht Nummer 1, Richard E. Grant als Dr. Rice Bösewicht Nummer 2. Stephen Merchant überrascht wohl jeden in der Rolle als Caliban.

Wir sprechen über die Schwere des Filmes, über Verweise auf andere Filme und Videospiele, über die gezeigte Gewalt, über die X-Men-Reihe und natürlich auch über das Superheldengenre selbst. Falls euch gerade letztes interessiert, dürft ihr gerne in unserem kleinen Nebenprojekt namens Superhero Unit reinhören.

Nächste Woche übernimmt auch wieder die Superhero Unit das Programm, dann steht nämlich Batman Forever (Amazon-Link*) auf dem Plan. Hier machen wir in zwei Wochen weiter mit dem nächsten Potter: Harry Potter und der Orden des Phönix (Amazon-Link*). Und in der Zwischenzeit wird garantiert wieder eine State of the Unit rausfallen. Es gibt also viel zu gucken, viel zu besprechen, viel zu tun!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

[Download | Länge: 02:03:08 | Größe: 59,3 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes | Unterstützt uns bei Patreon!]

[Teaser-Bild: cc by 2.0 Gage Skidmore]

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  • http://mateschrank.wordpress.com/ Dave vom Mateschrank

    Eine schöne Besprechung, hat mir gefallen!

    Wer hätte gedacht, dass es in der Berliner Podcaster-Szene eine so große Schleswig-Holstein-Connection gibt.

    Henning, zwischendurch wolltest du einmal “islamistische Terroristen” anstatt “Muslime” sagen, denke ich. So wie du es da gesagt hast, geht es gar nicht. Ich gehe davon aus, dass war ein Versprecher.

    • TheMiddlist

      Naja, ich fand “Muslime” ging an der Stelle auch – es geht ja darum, was man glaubt und was nicht. Es ist aus dem Kontext durchaus ersichtlich, dass Henning nicht sagt “Muslime wollen uns alle in die Luft sprengen”

  • TheMiddlist

    Film und Podcast waren beide super (und haben schon wieder anscheinend zu viele tweets inspiriert)
    Ich finde Logan funktioniert tatsächlich als Film (auch aber eben nicht nur als Superheldenfilm) sehr gut. Es wird einiges angesprochen, was für Superhelden ziemlich untypisch zu sein scheint (Pflege im Alter & Demenz oder was auch immer das sein sollte, Landesgrenzen) Mir ist aufgefallen, wie die mexikanisch-amerikanische Grenze inszeniert war und wie aktuell das jetzt natürlich ist. Die Bilder von Kindern, die von schwer bewaffneter Polizei verfolgt werden passen irgendwie auch in die Zeit und waren nicht einfach zu sehen. Das Finale fand ich unglaublich eindringlich grade weil es um nicht um eine ganze Stadt oder so ging, aber die Kinder, um die es ging, kannten immerhin ein bisschen und Laura sehr gut.
    Die Szene auf der Farm fand ich nicht so toll, weil sehr vorhersehbar war, dass das auf jeden Fall schief geht. Ich dachte erst, ach jetzt passiert der Familie doch nichts – das wäre mal was anderes gewesen – aber dann sind sie doch alle gestorben. Wäre für mich eher ein Fall für „Dinge, die zu oft benutzt werden“ da von Anfang an klar war, dass die drei das nicht überleben werden.
    Ich glaube, wenn man kein Handyvideo gehabt hätte, hätte man viel weniger Zeit gehabt um Gabriella kennenzulernen und sie wäre einfach eine Frau gewesen, die irgendwie an Laura gekommen ist und man hätte vermutlich länger erklären müssen, was genau in Mexico City passiert ist und wer Laura ist und so… vermutlich mit Akten und Zusammenpuzzeln von Fakten. Wäre auch gegangen, aber so hat man eben die Kinder und Krankenschwestern dort gesehen. Das fand ich schon ok, wenn das auch irgendwie unrealistisch ist (das fällt über Wochen keinem auf?) und sehr oft gemacht wird.
    Was mir zur allgemeineren Diskussion noch einfällt:
    Zweifelnde Helden zweifeln auch oft an den immer gleichen Dingen… z.B. diese ganze Frage, was sie mit ihren Kräften tun sollen, und dass sie die für „das Gute einsetzen“ müssen etc. Ich habe das Gefühl, das ist einfach nicht besonders kreativ. Wenn dann der Held dazu kommt, sich für „das Gute“ einzusetzen kommt nie die Frage auf (die ja im sogenannten echten Leben z.B. wenn man sich fragt welcher Organisation man spenden will oder ob ein Trip zum Häuserbauen in Somalia den Bewohnern vor Ort was bringt) wie genau der Held „das Gute“ am besten unterstützt und sondern es werden immer Leute, die aus Häusern fallen aufgefangen und Superschurken bekämpft. Es kommt nie jemand auf die Idee das Problem „Verbrechen“ oder „Superschurken“ anders anzugehen.
    Die Run-idee ist super. Im Grunde ist es im Theater und so ja auch so. Dann gibt es halt nicht Batman sondern (ist ja eigentlich auch heute schon so) den „Nolan-Batman“ und „Animated Series Batman“ und den „Schumacher Batman“ so wie es eben den „Gründgens Hamlet“ oder den „Chéreau-Ring“ und so weiter gibt

    Ansonsten : Superheldenfilme sollten immer an Little Miss Sunshine gemessen werden
    Zwei überzeugte Atheisten sprechen über den Messias – besser geht es nicht :)
    Thanos ist irgendwo auch ein Mensch <3