Second Unit #216 – La La Land

In dieser Ausgabe packen wir die Steppschuhe aus, ziehen unsere gelben Sommerkleider an und tanzen durch den Nachthimmel Hollywoods! Es geht mit der wunderbaren Michi von der CineCouch ins La La Land (Amazon-Link*). Kommt ihr mit? 

[YouTube Direktlink]

Der Film entstammt dem Kopf, der Feder und jeder einzelnen Schweißperle von Writer & Director Damien Chazelle. Die Musik ist von seinem ehemaligen Uni-Kumpel Justin Hurwitz. Die beiden Hauptrollen übernehmen Ryan Gosling als Sebastian und Emma Stone als Mia. In wirklich kleinen Nebenrollen sind J.K. Simmons als Bill, John Legend als Keith und Rosemarie DeWitt als Laura zu sehen.

Wir haben einiges zu besprechen! Es geht um den Style des Filmes: Die Musik, die Story, die Songs. Und natürlich geht es uns auch um das zentrale Thema des Filmes: Träume. Wer träumt hier eigentlich wovon? Wer erreicht welchen Traum? Wie “ehrlich” ist der Film dabei?

In der nächsten Woche übernimmt drüben die Superhero Unit mit Batman Returns (Amazon-Link*), bevor es hier dann in zwei Woche mit Daniel, dem Zauberer und Harry Potter weitergeht. Dann machen wir weiter mit Harry Potter und der Feuerkelch (Amazon-Link*). Freut euch drauf!

Bis dahin erfreuen wir uns alle an der Großartigkeit namens Emma Stone:

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[Download | Länge: 2:14:10 | Größe: 64,6 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes | Unterstützt uns bei Patreon!]

[Teaser-Bild: cc by 2.0 Andy]

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  • https://vandermeyden.org Christopher van der Meyden

    Nachdem ich der Second Unit lange abtrünnig war (warum eigentlich?), habe ich mal bei euch wieder reingehört und ich bin mal wieder begeistert. La La Land finde ich auch ganz hervorragend, aber ich war Musicals vorher auch nicht abgeneigt, von dem her war die Hürde vielleicht nicht all zu groß.
    Ich muss Christian in einem Punkt widersprechen, denn die beste Schauspielerin unserer Zeit ist natürlich Kristen Stewart ;) Nichts desto trotz war Emma Stone hervorragend und man muss vielleicht auch nochmal ihre mimischen Fähigkeiten hervorheben. Selten sieht man jemanden, der so sein/ihr Gesicht einzusetzen weiß wie Emma Stone.
    https://giant.gfycat.com/UnhappyAdvancedAntarcticfurseal.gif
    Ich habe Ryan Gosling eher durch Drive kennengelernt, deswegen habe ich ihn nie mit so romantischen Filmen verbunden, habe auch nie The Notebook geschaut.

    Doch ich habe ein ganz großes Problem mit dem Film, was ich auch schon bei Filmen wie Fantastic Beasts und Equals hatte:
    Jazz, dessen Kultur und Geschichte ist ein großer Teil des Films, doch kommen schwarze Schauspieler nur sehr spärlich vor. John Legend ist der einzige mit einer größeren Rolle. Es gibt eine Szene, in der Sebastian Mia über die Geschichte des Jazzes erzählt, wie es dazu diente sich innerhalb der Kulturen zu verständigen. Da ist es mir am meisten aufgefallen: Die Geschichte des Jazz hat ganz viel damit zu tun, dass schwarze Jazz-Musiker dafür kämpfen mussten, dass ihre Musik als vollwertige Kunstform anerkannt wird. Und jetzt gibt es einen Film über Jazz, der dessen Kultur ehrt, aber irgendwie vergessen hat mehr als einen schwarzen Schauspieler zu casten (ähnliches sieht man in Whiplash). In Fantastic Beasts sieht man ähnliches: Das Element, dass nicht Magier und Magier nicht heiraten dürfen, ist etwas, was man aus der Geschichte von Afroamerikaner genommen hat und mit weißen Schauspielern neu erzählt. Equal macht das gleiche mit Homosexualität. Kulturelemente, die vor allem Nicht-weiße oder nicht-heterosexuelle Menschen betrifft, werden in Filmen aufgegriffen, aber dann eben diese Personengruppen aus dem Film rausgenommen. Ich finde diesen Trend sehr schade.
    Geht das nur mir so, reagiere ich da über?
    Zum Abschluss nochmal ein paar Emma Stone GIFs:
    https://giant.gfycat.com/RemoteAnotherDungenesscrab.gif
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    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Interessanter Punkt. Ich würde das aber etwas aufdröseln: Ja, der Film scheint tatsächlich die Geschichte des Jazz zu vergessen. Vor allem unterstreicht das ja durchaus Sebastians Probleme mit seiner eigenen Jazz-Affinität. Die historische Geschichte unterstreicht seine persönliche.

      Was das Casting angeht weiß ich nicht so genau, was ich von dem Argument halten soll. Erstmal ist der Film super “klein” gecastet. Neben Stone und Gosling gibt es einfach keine Hauptrollen. Hätte Sebastian anders gecastet werden müssen? Glaube ich kaum. Hätte es weitere wichtige Figuren neben den beiden geben müssen, die dann auch schwarz gecastet werden? Glaube ich auch nicht.

      Und die Rolle von John Legend ist schon eine der wichtigsten, wenn nicht sogar _die_ wichtigste Nebenrolle im Film. Er liefert ja genau den Satz: Seb hat Jazz nicht verstanden und ist auf seiner Version hängen geblieben.

      Kurzum: Inhaltlich mag ich dir zustimmen, da hätte der Film besser mit der Hostorie der Musik umgehen müssen. Beim Casting sehe ich kein großes Problem.

      • Chong Senfei

        Die Geschichte des Jazz ist eine Geschichte voller Missverständnisse..

  • Tante Hete

    Tolle Folge, Ihr beiden Mädels habt ‘ne gute Chemie!
    Super das Du dich endlich “sort of” geoutet hast Christian,
    ist Tamino eigentlich auch Schwul?

    Wäre schön wenn Ihr das Schwule Kino (besser) behandeln würdet..

    PS Vielleicht mögt Ihr ja mal das Schwule Museum hier in Berlin erwähnen, wir brauchen dringend Aufmerksamkeit!

    Danke für die gefühlvollen Podcasts, die neue Musik am Anfang gefällt mir aber überhaupt nicht, wie in der Warteschleife vom Finanzamt.. (üben,üben,üben! )
    Weiter so!

  • http://roempke.me/ Niklas

    Ganz toller Film ❤️.
    Bin gestern Nacht nach dem Kino mit dem Soundtrack auf den Ohren ganz beschwingt nach Hause geradelt.

    • maslab neppal

      Ich hab Dich gesehen Niklas, bist mir übern Fuß gefahren;

      sorry!
      Super Film, super Soundtrack, super Podcast.
      Vielleicht kann Christian aber mal aufhören dauernd von Seiner Reputation zu quatschen, das nervt ganz schön.
      -Wie haben verstanden- Du hast fleißig gelernt!- Good Boy..

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Vor allem in Kiel, wo das mit der Sonne ja eher eine Legende ist ;-P

  • Ibrahim Honigschuh

    Mir brennt die Puperze!

  • cule0809

    Ich finde es wirklich großartig, dass der Christian sich so begeistern kann für diesen Film und sich nun auch diesbezüglich gewillt ist, mehr Musicals zu gucken. Ich finde es immer schade, dass man die Arme verschränkt und sagt das will ich nicht gucken. Den Superhelden oder irgendwelchen Horrorfilmen gebe ich ja auch immer wieder eine Chance und ich bekomme da auch hin und wieder Sachen, die mich sehr stark begeistern. Aber das Problem sehe ich ja gar nicht so bei Christian, er macht mir ja immer einen weltoffenen Eindruck, der nur manchmal einen Schubser brauch (was nicht negativ gemeint war).

    Den gemeinsamen Kinobesuch werde ich zudem definitiv auch nicht vergessen. Besonders jetzt, wo ich den Cast auch gehört habe hehe.

    Zur Gegenbewegung etwas. Ich finde es extrem schade, dass viele heute gar keine Meinung mehr so wirklich haben. Entweder man ist dafür weil jeder dafür ist oder man ist halt dagegen weil das gerade cool ist. Jeder dieser Seiten hat natürlich noch eine Gegenbewegung und Grautöne werden gar nicht erst zugelassen. Ist aber wohl der Zeitgeist und man muss sich damit zufrieden geben. Ich liebe diesen Film, da er die alten Stärken der Musicals wieder präsentierte und gleichzeitig in Sachen Bild, Ton und Geschichte all meine Geschmacksknospen abgreift. Habe auch schon andere Meinungen gehört und es gibt auch teilweise Kritik, die ich selbstverständlich auch verstehen kann.

    Zur Rassismusdebatte. Die finde ich doch etwas weit ausgeholt. Sebastian sagt ja sogar in der Szene, wo er den Jazz erklärt, dass die Weißen mittlerweile den Jazz erobert haben, was nämlich auch stellenweise so ist und mittlerweile Jazz eben nicht nur die Musik der Schwarzen ist sondern von vielen verschiedenen Kulturen ausgelebt werden kann. In Asien und auch in Europa ist Jazz zum Beispiel auch angekommen. Es ist wichtig und bedeutsam zu erklären wie wichtig Jazz für eine Gruppe ist besonders in den USA, was ja auch heute auf HipHop zutrifft. Aber nicht nur Schwarze dürfen Jazz machen. Da würden wir uns in den positiven Rassismus bewegen.

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Danke für das Lob!

      Wenn ich so auf die fast fünf Jahre Second Unit zurückschaue, dann ist das tatsächlich mein größter Antrieb: Neugier. Ich weiß, was ich nicht kenne, womit ich mich beschäftige, was ich eher meide. Und genau deshalb gehört das in die Sendung :)

  • TheMiddlist

    Schaue mir den Film jetzt gleich an!!!

  • TheMiddlist

    Ok, ich habe den Film endlich gesehen und den Podcast mitsamt Spoilern gehört. Leider teile ich die Begeisterung jetzt nicht so richtig.
    Ich war auf jeden Fall über weite Strecken gut unterhalten und der Soundtrack ist super “uplifting” und Emma Stone ist unglaublich charmant und spielt toll (aber ich mochte sie vorher sowieso vor allem aus “Easy A” und “Crazy Stupid Love”). Ich fand den Oscar definitiv verdient, wenn ich auch Jackie echt gerne mochte und Elle ja super sein soll. das hat sie schon gut gemacht.
    Ich habe einige etwas unorganisierte Ideen zum Film und schreibe die einfach mal auf, leider ist das Kommentar sehr lang und unsortiert.
    1) ich fand der Film war zu lang und hat sich zum Teil sehr gezogen. Ich weiß, dass ich an einer Stelle dachte, “Och, wann ist endlich Herbst”
    2) Sind die Mülltonnen in LA wirklich lila?
    3) Emma Stone singt ganz ok, aber dadurch dass der Rest der singenden Rollen anscheinend aus ausgebildeten Sängern besteht ist sie mir doch aufgefallen und Ryan Gosling wirkte sehr computergestützt und war zum Teil einfach falsch. Ich muss aber sagen, dass ich selbst auch viel Musik gemacht und gesungen habe (aber eher im Chor) und habe viele Musiker in der Familie. Mich hat der Gesang wirklich gestört und ich glaube auch nicht, dass das Absicht war. Ich glaube mir hätte es besser gefallen, wenn Gosling nicht selbst gesungen hätte. Er wirkte auch einfach sehr gebremst.
    4) Die Szene im Observatorium war unglaublich schön & ich fand es toll dass der Kuss so lange verzögert wurde.
    5) John Legend spielt die erwachsenste und sympathischste Figur in dem Film. Sebastian ist ein ziemlicher Arsch und auch ganz schön “entitled”. Irgendwie gibt es echt schlimmere Probleme, als das einem ein Bekannter eine zweite Chance gibt, einem 1000$ die Woche zahlt und dafür von einem verlangt Lieder zu spielen, die Leute hören wollen und PR zu machen. Dass dieses Fotoshooting als Sebastians Tiefpunkt gelten soll, ist einfach unglaublich schal und hat für mich überhaupt nicht funktioniert. Emma Stones Theaterstück ist mir da viel näher gegangen, sie hat wirklich etwas riskiert und zunächst mal so wie es scheint, viel verloren. Geld zu verdienen für etwas, das man nicht 100% machen will, ist ein einfach nur ein Luxusproblem und kein Grund sich zu benehmen wie mit 14 auf dem 80sten von Tante Elfriede. Ich weiß einfach nicht, was der Film mir an dieser Stelle vermitteln will? Soll ich Mitleid mit Sebastian haben (hatte ich nicht), soll das ambivalent sein, will der Film sagen, dass Bessessenheit einen dazu führen kann undankbar zu sein und die Chancen, die man hat, nicht zu erkennen? Sebastian ist für mich einfach kein erwachsener Mensch. Er kann offensichtlich keinen Kalender bedienen und es ist ihm unmöglich sich klar und deutlich mit anderen Menschen zu verständigen (Hey Mia, wenn ich in diese Band gehe und sie erfolgreich ist, führen wir eine Fernbeziehung, du Keith, Mia hat heute abend ihre Premiere, ich weiß ich habs versaut und den Fototermin vergessen, wie können wir das lösen? Btw, gibt es in LA keine Handys?). Da ich Sebastian (nicht Ryan Gosling, gegen den habe ich nichts) nicht mag, fand ich es auch schwierig viel in die Beziehung von Mia und ihm zu invenstieren, was es schwer macht, den Film so zu schauen, wie man glaube ich soll. Bei der Endmontage dachte ich mir nur “Der Sebastian, von dem Mia träumt, existiert überhaupt nicht, deshalb ist das nichts weiter als ein Wunschtraum und zum Glück ist es anders ausgegangen”. Ich empfand keine “War-wäre-gewesen-wenn-Nostalgie” sonder nur “naja, ist halt besser so”. Mich hätte interessiert, wer der Mann an Mias Seite ist und was er macht. Leider kommt das gar nicht vor.
    6) Mias Character finde ich im großen und ganzen besser gelungen und auch deutlich sympatischer. Leider endet für Emma Stone ja dann doch alles in Märchen, was sich für mich auch unglaublich schal anfühlt. Fazit, wenn man aussieht wie sie, kann man es versauen wie man will, am Ende findet sich doch noch ein gutaussehender Börsenmakler. Das ist einfach nicht echt. Am Ende sitzt im leeren Theater halt keine Castingdirektorin, sondern nur die Eltern und gelangweilten Mitbewohner und man geht zurück nach Nevada und wird Anwältin, manche nicht mal das. Was ich sehr gut an ihrer Figur finde, ist dass ihr Traum sehr breit ist. Sie will Schauspielerin werden und nicht in diesem einen bestimmen Theater Frau Marthe Rull aus dem zerbrochenen Krug spielen und sie probiert verschiedene Dinge aus (Theater, Fernsehen, Film).Für mich ist das wie Träumen wirklich ist. Es gibt Leute wie Sebastian, die von sehr spezifischen Dingen träumen, aber die meisten Menschen haben doch eher Träume die etwas vage sind so wie “Ich möchte Kunst machen und damit Leute erreichen” oder “Ich möchte einen Job in dem ich wirklich etwas bewegen und die Welt ein kleines bisschen besser machen kann”. Das ist flexibler und für mich auch realistischer. Im echten Leben läuft es ja dann meistens so, dass man mit irgendwelchen Vorstellungen irgendetwas anfängt, aber erst auf dem Weg lernt man, was es überhaupt alles gibt in der Welt und was einem wirklich wichtig ist. Manche Dinge, die von aussen ganz toll aussehen, sind es einfach nicht und man eignet sich eben wirklich nicht dafür. Vielleicht würde man gerne Schauspierin werden aber die Oberflächlichkeit in LA geht einem so auf den Keks, dass man lieber irgendwo in der Provinz an ein Theater geht. Vielleicht denkt man ein eigener Jazzclub ist das einzig wahre, aber wenn man ihn hat, merkt man, dass man da dauernd Dinge machen muss, die nichts mit Jazz zu tun haben (Musikerverträge, Alkoholausschanklinzenz, Mieterhöhung, Steuererklärung).
    7) Das Problem ist für mich irgendwie, das der Film so tut, als wäre die Geschichte kein Märchen und an vielen Stellen das “RomCom-Musical-Märchen” Schema bricht aber dann ist am Ende ja doch alles super. Das hat für mich nicht funktioniert. Ich gebe Jeff Cannata vom Slashfilmcast da absolut recht, dass der Film unfair ist, ich würde sogar sagen unehrlich. Ich wollte aber nie Künstler werden, habe es nie probiert und bin daher auch nicht enttäuscht worden. Trotzdem funktioniert der Film für mich auf dieser Ebene nicht. Das Problem ist auch, das mich der Film sehr stark an Moulin Rouge erinnert (bessessener Künstler, rothaarige Frau, die Schauspielerin werden will, überkandideltes Musical) aber in Moulin Rouge wird irgendwie wirklich was geopfert und hinter den krassen Varietynummern lauert das Leben in all seiner Härte. Chicago ist auch so ein Musical wo hinter dem bunten Singen und Tanzen irgendwie mehr steckt. Vielleicht ist das Problem, das ich schon mehr Musicals kenne und manche Dinge die Lalaland versucht schon mal in (für mich) besser gesehen habe? Ich finde grade Moulin Rouge ist der perfekte Film für ein double feature. Ich finde es ehrlichgesagt auch etwas seltsam, dass in den Kritiken und der Presse generell so viel geschrieben wird, das Lalaland etwas ganz Neues ist. Musical gibt es schon immer mal wieder, wenn das auch kein Genre ist, was im Moment ganz viel gemacht wird, und grade Chicago oder Les Miserables haben unglaublich viel Beachtung und einige Oscars bekommen (das war 2002 und 2012, also noch nicht Ewigkeiten her) und wie gesagt, Moulin Rouge (2001) ist einfach sehr ähnlich, aber das scheint kaum jemand aufzufallen. Die Rezeption is etwas seltsam, dafür kann der Film allerdings nichts.
    8) Someone in the crowd und alles was in und um diesen Song passiert ist unglaublich gut beobachtet. In dieser Situation “Partyeinladung, man will irgendwie nicht, geht doch hin, irgendwie ist das doch nicht so richtig toll, allein sein in einer Menge von betrunkenen fröhlichen Leuten” kennt wohl jeder, und das nachause gehen in hohen Schuhen kennt wohl fast jede Frau
    9) Ich finde es ok, das in einem Film über Jazz beide Hauptrollen weiß sind, aber es ist zum Teil schon aufgefallen, das Gosling und Stone die einzigen Weißen in manchen Szenen waren, was schon befremdlich war. In Whiplash waren die Hintergrundcharactere irgendwie durchmischter und die weißen Hauptrollen fielen dadurch weniger auf. Überbewerten würde ich das allerdings nicht.
    10) In den Film kommen verdammt viele Leuchttürme vor
    11) Der Soundtrack ist klasse.

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      1) Den Eindruck hatte ich damals auch bei der ersten Sichtung, danach aber nicht mehr. Ich glaube das liegt auch etwas an den krassen Eröffnungsnummern und dem Ende. Dazwischen ist es einfach ruhiger.
      2) Gute Frage, ein Grund mehr um mal wieder hinzureisen!
      3) Ich bin so unmusikalisch wie eine Gurke, mir ist das daher nicht weiter aufgefallen. Oder zumindest nicht negativ aufgefallen. Außerdem ist das für viele ja auch gerade der Witz an dem Film
      4) Absolut! Allein die Vorbereitung im Kino war wunderbar <3
      5) Sebastian opfert seinen Traum für Sicherheit, ja. Natürlich ist das irgendwie ein Luxusproblem, aber ich kann das schon verstehen. Ihm ging es nie um Geld, ihm geht es um die Musik. Und ich finde auch da ist der Film wunderbar widersprüchlich. Keith knallt ihm ja zu recht vor die Füße, dass er zu verkrampft in der Vergangenheit lebt. Gleichzeitig liefert der Film aber in kleinen Details auch wieder einen Kommentar auf die "Verpopisierung", als Seb auf der Bühne gleichzeitig angehimmelt und von super-gut-gelaunten Backgroundtänzern überschattet wird.
      6) In meinen Augen geht es in diesem Film nicht um die Frage, wie man seine Träume verwirklicht. Sondern was man bereit ist für sie zu opfern. Und das auch die Erfüllung der eigenen Träume nicht perfekt läuft oder zum perfekten Glück verhilft. Melancholie und Reue ist Teil von Erfolg. Immer.
      7) Ich muss mich erst noch in Musicals einarbeiten :D
      8) Yipp. Mich hat das Ding auch an eine meiner Lieblingsszenen aus (500) Days of Summer erinnert: Die Splitscreen-Party mit "Vorstellung" und "Realität".
      9) Ich würde nicht sagen, dass das ein Film über Jazz ist. Oder Hollywood. Beides wird als Backdrop für ein Märchen über zwei TräumerInnen benutzt.
      10) Ist mir nicht aufgefallen, ein Grund mehr für eine weitere Sichtung!
      11) Wird noch besser bei der zweiten Sichtung, wenn man die Songs schon kennt. Glaub mir :D

      • TheMiddlist

        Zu 6) ich glaube mir hat der Film die Beziehung der beiden nie als besonders erstrebenswert vermittelt und deshalb wurde für mich in dem Film auch nichts geopfert. Das einzige, das die beiden am Ende nicht erreicht haben eben ihre Beziehung ist – ansonsten haben beide alles was sie wollten und zwar in absout idealer Form. Mia ist nicht nur Schauspielerin, sie st supererfolreiche “jederkenntsie” Starschauspielerin und hat Familie, Freunde und Geld, Sebastian hat einen vollen autentischen Jazzclub. Das geht mir einfach alles zu glatt auf und geopfert wird meiner Meinung nach eigentlich gar nichts.

  • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

    Dritte Kinosichtung und ich bin endgültig verliebt! Ausführlicher bei Letterboxd: https://letterboxd.com/secondunit/film/la-la-land/2/