Second Unit Live #01 – Star Trek II: Der Zorn des Khan (Gast: David X. Noack)

Wir sind live! Also, wir waren es zumindest. Im Filmrauschpalast Moabit, direkt nach der Sichtung von Star Trek II: Der Zorn des Khan (Amazon-Link*). Inklusive Publikumsbeteiligung. 

[YouTube DirektTrailer]

Regie führte Nicholas Meyer, der hier erstmals zum Star-Trek-Franchise dazustößt. Zur bekannten Truppe der Enterprise gesellen sich drei Neulinge: Kirstie Alley als Saavik, Bibi Besch als Carol und Merritt Butrick als David. Ricardo Montalban kehrt zurück als Khan.

Wir halten uns in dieser Live-Ausgabe etwas kürzer. Dafür liefert uns das Publikum aber schönen Input für die Diskussion. Es geht um das Verhältnis zwischen Kirk und Khan; Khans Inszenierung; die Kostüme und natürlich auch um unsere wiederkehrende Frage: Ist das eigentlich Star Trek?

In den nächsten Wochen wird die Superhero Unit mit einem Doppelpack an Episoden zu Unbreakable (Amazon-Link*) und Blade 2 (Amazon-Link*) übernehmen.

[YouTube DirektPodcast]

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[Download | Länge: 00:59:07 | Größe: 28,6 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes | Unterstützt uns bei Patreon!]

[Teaser-Bild: Hardy Zaubitzer]

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  • TheMiddlist

    Ich liebe die Star Trek Reihe – könnt ihr einen Podcast zu jeder Folge machen (geht nicht, ich weiß xD – aber vielleicht zu bestimmten Folgen, auf die die Filme Bezug nehmen?).

    Zwei kleine Ergänzungen: Ich sehe jetzt eher nicht so sehr, dass Khan als queer inszeniert ist, allerdings vermutlich deshalb weil er in der Folge seine Frau (die im Film ja bereits tot ist) verführt. Der Kontrast wäre für mich eher, dass Khan eine treu ergebene Frau gesucht hat, die er dann dominiert und schlecht behandelt (die Frau, die er sich aussucht ist bereits von dominanten Männern fasziniert), während Kirk kurzlebige Affairen sucht, die er aber eher durch persönlichen Charme überzeugt und die oft eher selbstständige und erfolgreiche Frauen sind. Ich dachte irgendwie eher, dass Khan und Kirk zwei unterschiedliche Arten von Männlichkeit darstellen Ich würde außerdem sagen, dass es für Khan insofern eine Rolle spielt dass er Sikh ist, als dass zumindest in der Serie behauptet wird, dass die Sikhs besonders gute Krieger oder eine Kriegerkaste wären, wobei das wohl nicht er Realität entspricht.

    • Filmeonkel

      Vielleicht etwas unverhohlen, aber die Besprechung aller Folgen findest Du zum Beispiel in meinem Podcast “Trek am Dienstag”.

      Aber auch ich unterstütze und -schreibe Deinen Wunsch nach einer “Starfleet Unit”!

      - Sebastian

      • http://mateschrank.wordpress.com/ Dave vom Mateschrank

        Korrekt, jede Folge werden Christian und ich nicht besprechen können – dafür verweise ich aber sehr gerne auf ‘Trek am Dienstag’. Wem das zu viele Folgen sind, den verweise ich auf den gerade eingeschlafenen ‘Rewatch-Podcast’, der eine Folge pro Staffel macht.

        Diese Männlichkeitsdichotomie ist auch interessant. Ich habe generell noch sie über Kirk und Khan nachgedacht.

  • Filmeonkel

    Ein schöner zweiter Teil eurer noch jungen Star-Trek-Reihe. Etwas schade finde ich, dass ihr live die exzessive Ausführlichkeit abgelegt habt. Ein paar Gedanken…

    Ich finde durchaus, dass der Film in bester Star-Trek-Manier Fragen zur menschlichen Verfassung stellt. Er ist nur deutlich introspektiver, wenn er zentrale Themen wie Jugend, Älterwerden, Tod, abwesende Väter (ja, auch ein Leitmotiv Star Treks), Freundschaft und Schuld verhandelt. Die melancholische Grundstimmung, die von der ersten bis zur letzten Sekunde aufrechterhalten wird, ist unnachahmlich und wäre heute so nicht mehr im Mainstream möglich.

    So ganz Kino-unbeleckt war Nick Meyer nicht. 1979 inszenierte er die SciFi-Thriller-Komödie “Time After Time” (“Flucht in die Zukunft”), in der Jack the Ripper (David Warner) ins San Francisco der damaligen Jetztzeit flieht und dorthin von deren Erfinder H. G. Wells (Malcolm McDowell) verfolgt wird. Ähnlichkeiten mit dem vierten Star-Trek-Film, an dem Nick Meyer mitschrieb, sind alles andere als zufällig. Eine tolle Blu-ray von Warner Archive erschien vor einem Jahr, meine Empfehlung.

    Die Frage, ob Khan queer inszeniert wurde, fand ich – gelinde gesagt – seltsam. Schon in der Urserie trugen die meisten Männer Kajal, vermutlich ohne dass das eine gewollte Konnotation war. Mit seiner fürchterlichen Fönfrisur war er in den Achtzigern auch nicht allein.

    Mein weitergehender Hörtipp ist Folge 80 von “The Ready Room”, für die John Tenuto tief in die Archive Nick Meyers einstieg und faszinierende Dinge über den Werdegang des zweiten Films aufdeckte: http://trek.fm/the-ready-room/80

    Ich bin gespannt auf eure Verhandlung des achten Films. Mich interessiert, wo David dort das Rachemotiv herholt. Die Borg waren auf ihrer üblichen Mission, nur diesmal mit einer anderen Herangehensweise. Oder meint David das, was Picard tut?

    Voll Vorfreude warte ich jetzt aber erstmal auf die dritte Ausgabe – visuell der Film aus dem Rest der Reihe, der im Kino am schönsten wäre!

    - Sebastian

    • http://mateschrank.wordpress.com/ Dave vom Mateschrank

      Das mit der Trek-Infusion gehen wir nun langsam an.

      Oh, ich dachte ‘Timer after Time’ sei ein Fernsehfilm gewesen. Habe den nie gesehen. Aber dann hat Nicholas Meyer als Regisseur ja direkt in Hollywood angefangen (nicht wie Steven Spielberg). Das ist ja ein beeindruckender Karrierestart!

      Also ich weiß ja auch, wie alles in TOS aussah. Aber hier ist mir im Kino zum ersten Mal aufgefallen, wie die (wahrlich beeindruckende) Physis von Khan eingefangen wurde und fand das mit der queeren Inszenierung schon passend. Aber leider hat dazu noch nie jemand etwas geschrieben (soweit ich weiß).

      ‘The Ready Room’ ist eines der Trek-FM-Formate, die ich nicht höre. Aber danke für den Tipp!

      ‘Star Trek: The First Contact’? Ich sage nur:

      https://www.youtube.com/watch?v=oeGMHbK4NlA

  • Sultan-of-Swing

    Mag sein, dass der Film nicht so viel Tiefgang hat, wie andere Star Trek Filme, aber das Drehbuch und die Dialoge sind erste Sahne. Allein dieser geniale Dialog im Fahrstuhl über die Frisur von Saavik. Das die beiden Kontrahenten niemals aufeinandertreffen ist auch eine Super Idee, auch wenn sie aus einer Not heraus geboren wurde. Dazu der tolle Kampf im Nebel, dadurch wirkt das Duell der beiden wie ein Schachspiel. Das Khan nur noch auf Rache aus ist, macht Sinn nach 15 Jahren auf einem unbewohnbaren Planeten kann selbst der überlegenste Verstand verloren gehen.

    Das Ende lässt mich jedesmal eine Träne vergießen, bei der tollen Trauerrede.

    • http://mateschrank.wordpress.com/ Dave vom Mateschrank

      Ich stimme dir zu, filmisch alle mal besser als der erste Teil.

  • Spacedude

    Ich muss sagen, ich finde den zweiten Star Trek Film in jeder, wirklich jeder Hinsicht schlechter als den ersten. Die Story ist ein langweiliges Duell zweier Spacecowboys ohne jegliche Relevanz für irgendwas. Khan wird als Übermensch eingeführt, verhält sich aber wie ein Spacetrottel. Der Film hat nirgendwo ein fantastisches Sciencefictionmoment, keinen Sense of wonder.

    • http://mateschrank.wordpress.com/ Dave vom Mateschrank

      Also ich meine ja auch, dass hier weniger Science-Fiction drin als in dem ersten Teil – aber so radikal würde ich es auch nicht formulieren.

      Kirk hier als Cowboy zu bezeichnen finde ich auch nicht angebracht – das ist kein Abramsfilm. Kirk, Spock und McCoy sind noch mehr die “aufgeklärten Detektive” wie in der Originalserie und weniger die Actionhelden aus den Abramstrek-Filmen.

      Der Film war im Kino echt beeindruckend – habe da trotz des geringen Budgets so viele tolle Sachen gesehen. Ich würde schon sagen, dass es da einen “Sense of Wonder” gab ;)

      • Spacedude

        Okay, den Spacecowboy nehme ich zurück. Der Rest bleibt aber wahr ;-)