Second Unit #372 – Downton Abbey: Das große Finale

Artist: Second Unit Studios
Album: Second Unit
Year: 2025
URL: http://secondunit-podcast.de/

Transcript

Christian:
[0:24] Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe der Second Unit. Mein Name ist auch in dieser ganz besonderen finalen Besprechung, in diesem Grand Finale von Downton Abbey ist natürlich Christian Steiner und ich habe bei mir die wunderbare Anne. Hallo.

Anne:
[0:43] Hallöchen.

Christian:
[0:44] Wir haben uns vor dem metaphorischen Kamin im Lesezimmer zusammengefunden, Abendgarderobe, wir sind gleich bereit für was denn, für die Drinks nach dem Dinner oder für das Frühstück vor dem, aber auf jeden Fall nicht fürs Wochenende, weil das kennen wir ja.

Anne:
[1:07] Offiziell kennen wir kein Wochenende.

Christian:
[1:08] Genau, wir sind auf jeden Fall irgendwie so in der Materie drin. Wir fühlen uns, als ob wir im High Clear Castle, aka Downton Abbey, Anwesen gerade wären. Und ja, sind vielleicht, Fragezeichen, hoffentlich, maybe, wir sind auf jeden Fall nochmal zusammengekommen, um über Downton Abbey zu sprechen. Das freut mich sehr. Das haben wir in der Vergangenheit schon des Öfteren getan. Wir haben bei dir im Kostüm-Fable-Podcast schon die komplette Serie besprochen. Das waren fünf Staffeln, sechs Staffeln.

Anne:
[1:45] Sechs Staffeln, inklusive der ganzen Weihnachts-Specials, Holiday-Specials, was auch immer.

Christian:
[1:50] Genau, so die größere, die besonderen Anlässe hatten wir damals auch schon. Und dann haben wir auch schon zwei Filme verpodcastet. Mal gucken. Genau, ich glaube, wir werden da nachher auch nochmal ein bisschen so den Bogen vielleicht auch nochmal. Ich habe nämlich auch noch so ein paar Erinnerungen. Genau und jetzt sind wir das dritte Mal zusammengekommen und wie der Titel des Filmes ja auch schon sagt, das große Finale, diesmal scheint man sich, ja auch zu trauen das Ganze abzuschließen oder es ist zumindest der Wunsch es abzuschließen, und das werden wir jetzt auch in dieser Ausgabe tun, schon mal vorsichtshalber mache ich hier die Spoilerwarnung, aber eigentlich ist das Das ist ja auch ein, ich weiß nicht, das ist ja mehr so ein Film, den man auch fühlt. Das ist ja kein großes, also der Titel sagt ja eigentlich schon, worum es geht. Und dann geht es eigentlich darum, zwei Stunden da nochmal mit diesen Figuren, in diesem Anwesen, mit den einzelnen Plotlines nochmal so zwei Stunden zu verbringen und dann eben auch ganz gemütlich aus dem Kino rauszugehen. Deswegen weiß ich gar nicht, ob man das großartig spoilern kann.

Anne:
[2:57] Nicht so wirklich, nicht so wirklich.

Christian:
[2:59] Wir kommen auf jeden Fall nach dem Kinobesuch, nach dem Filmbesuch, wann auch immer, wie auch immer ihr den Film gesehen habt. Du hast ihn ja gerade frisch geguckt. Du kommst ja quasi direkt aus dem Kino.

Anne:
[3:10] Ja, ja, ich habe es wirklich sehr vorbildlich gemacht. Ich hatte dann im Vorfeld unsere Podcast-Aufnahmen nochmal alle reingehört, weil ich hatte nicht die Zeit, alles nochmal zu rewatchen. Aber so hatte ich zumindest unsere Argumente aus den Podcast-Besprechungen noch sehr gut im Ohr. Und ich habe extra veranlasst, möglichst heute direkt am Kino-Release-Tag. Die allererste Vorstellungsbesuche im wunderschönen Kino am Raschplatz in Hannover. Sehr liebe Grüße an dieser Stelle, weil ich hatte die extra per E-Mail angeschrieben und so. Wann habt ihr eure Vorstellungszeiten? Ich will podcasten. Und die haben mir sogar tatsächlich zeitnah geantwortet. Also großes Lob an dieser Stelle für die. Und es war sehr schön. Das ist ein wunderschönes, kleines Arthouse-Kino direkt am Bahnhof. Und das, ja, ich war mit die jüngste in der Runde. Wir waren vielleicht in Summe zehn Leute und die anderen waren alle so Ü60 aufwärts, aber es war mir egal.

Christian:
[3:58] Ja, vielleicht können wir das am Ende auch noch mal ein bisschen aufgreifen. Das ist ja schon auch ein, also das Publikum ist ein anderes, gerade auch so, was hier sonst in der Second Unit los ist. Also wir haben das letzte Mal über Marvel und davor über Superman und jetzt reden wir über Downton Abbey. Das fällt vielleicht ein bisschen so aus der Reihe, muss man sozusagen, aber ich habe das auch sehr genossen. Ich hatte den in der Pressevorführung geguckt, schon vor zwei Wochen. Auch eine absolute Odyssee danach, aber das lag eher an Bahnverbindungen und Strecken hier in NRW, die dazu geführt haben, dass ich irgendwie, ich glaube, ich war halb eins oder so zu Hause nachts. Ich habe, glaube ich, nach dem Kinobesuch dreieinhalb Stunden nach Hause gebraucht für eine Strecke, die eine halbe Stunde dauern würde, aber das war auch, also auch die Presseverfügung in Köln, die war auch sehr.

Christian:
[4:52] Ja, also war einfach ein anderes Publikum als irgendwie den Monat davor irgendwie bei, oder zwei Monate davor bei Superman, also, aber das hat man ja, das finde ich gut, das ist, aber da können wir vielleicht am Ende auch nochmal ein bisschen drauf zu sprechen kommen, wer eigentlich, Und für wen ja auch der Film mehr oder weniger gemacht ist. Und genau, wir hatten auch die ein oder anderen Termin-Herausforderungen, um es mal so zu formulieren. Deswegen war es sehr wichtig, dass du den halt pünktlich und in so einem sehr begrenzten Zeitfenster irgendwie guckst, damit es mit der Aufnahme noch klappt. Deswegen, ja, liebe Grüße nach Hannover. Gut, dass das alles geklappt hat.

Christian:
[5:29] Es freut mich schon mal sehr. Genau, ich mache einen kurzen Exkurs noch, bevor wir in den Film einsteigen. Wie immer natürlich an dieser Stelle der Hinweis auf das Abo auf Second Unit Studios Plus. Ihr könnt diesen Podcast nämlich unterstützen. Ihr könnt meine Arbeit unterstützen, die Arbeit an diesem Podcast hier unterstützen und das geht am allerbesten, indem ihr einfach ein Abo abschließt und mit diesem Plus Abo bekommt ihr auch ganz, ganz viel zurück. Ihr bekommt die Podcasts besser, das heißt, ihr bekommt sie mit Kapitelmarken, ihr bekommt Transkripte dazu verlinkt, ihr bekommt auch unsere Notizen, mit denen wir jetzt gerade so ein bisschen auch diesen Podcast hier durchgehen, das könnt ihr alles ein bisschen einsehen, ihr bekommt den auch früher, einen Tag in der Regel bekommt ihr den früher und ihr bekommt auch mehr Podcasts, ihr bekommt Bonus-Episoden, das können mal, wie schon erwähnt bei Superman, einfach mal so ein paar kleine Audioblocks sein, wenn ich nochmal drei Wochen nach dem Kinobesuch nicht aufhören kann, über den Film nachzudenken. Das können auch exklusive Podcasts sein, wir haben jetzt so ein bisschen im Plus-Bereich ein zaghaftes neues Format namens TV Unit. Da hatte ich neulich mit der wunderbaren Becky über die sehr, sehr gute Serie The Studio gesprochen, die gerade bei den Emmys abgeräumt hat. Also ihr bekommt auch ganz viel Bonus dort.

Christian:
[6:48] Und das Allerwichtigste, zumindest für mich, ist, dass ihr diesen Podcast auch nachhaltig unterstützt. Und das tun auch schon einige Leute. Es gibt mehrere Pakete, in denen man das machen kann. In jedem Paket sind diese erwähnten mehr und besser und früheren Podcasts drin.

Christian:
[7:04] Aber es gibt auch ein Paket, da bedanke ich mich ganz persönlich bei den Leuten und das tue ich auch an dieser Stelle sehr, sehr gern. Das ist einmal Anne, das bist du. Vielen Dank, dass du unterstützt. Vielen Dank auch an Sebastian, Christian Rüdiger, Thomas und Markus. Und wenn ihr das auch tun wollt, diesen Podcast unterstützen, mehr, besser und früher die Podcasts bekommen und oder auch euren Namen hier hören, dann klickt euch mal durch. Am besten geht das auf secondunitstudios.plus. Das ist eine riesengroße Übersichtsseite, wo ihr jetzt schon sehen könnt, was es dort alles gibt in dem Plus-Bereich, was es exklusiv gibt, was es für Podcasts plus Podcasts soweit gibt. Und das Ganze könnt ihr dann über Steady abschließen. Das ist so ein bisschen auch der Zahlungsdienstleister im Rücken. Da klickt ihr euch dann einfach mal durch, um das Abo abzuschließen. Vielen, vielen Dank an alle, die es tun und vielen, vielen Dank an alle, die das noch tun werden.

Christian:
[7:59] Ja, dann ist natürlich wie immer bei diesen Auseinandersetzungen hier in der Second Unit unser Vorverständnis ein Thema. Damit bezeichnen wir ja unsere Erwartungen an den Film, unsere Gefühle, wie sind wir in die Filmsichtung reingegangen. Jetzt ist es ein Kinofilm, der gerade neu anläuft, also wir haben ihn noch nicht vorher gesehen, aber wir haben diesen Readwatch ja auch schon vor Jahren gemacht. Ich erinnere mich eben noch sehr, sehr gerne an unseren Kinobesuch damals in Berlin noch, als wir beide da gewohnt haben. Vor sechs Jahren ist es schon her, als wir den ersten Film dann geguckt haben und ich weiß noch, auch ganz tolles Kino, wo wir da waren und das war noch so besonders, Downton auf der großen Leinwand. Wie war das denn jetzt für dich, den jetzt ja auch, also Downton zum zweiten Mal auf der Leinwand, weil wir haben ja, glaube ich, du hattest den, glaube ich, auch den zweiten Film, das war ja so Corona-Zeit, das lief ja alles noch ein bisschen schwieriger, den hattest du ja, glaube ich, auch nicht im Kino geguckt, aber wie war das denn jetzt für dich nochmal wieder und vor allen Dingen auch mit dieser Ansage, ein letztes Mal ins Kino zu gehen.

Anne:
[9:02] Ja, also ich muss zugeben, ich war ein bisschen skeptisch, weil wie gesagt, ich hatte ja auch nochmal unsere Gespräche dann zu den anderen beiden Filmen angeguckt und wir waren ja beide so der Meinung von wegen so, ja, es reicht jetzt eigentlich auch. Also wir wussten jetzt nicht so, mit was wollen sie jetzt eigentlich noch um die Ecke kommen so richtig? Gerade war ja auch dann der letzte Film, ja der Schwanengesang von Maggie Smith dann auch war. Also ihre Figur war ja offiziell dann schon weg und von da war auch nicht so ganz eindeutig, okay, wie könnte die Geschichte überhaupt da weitergehen? Ich weiß, es hatte alles immer so diesen Holiday-Special-Charakter irgendwie und ja, von daher, als dann die Ansage kam, es kommt nochmal ein dritter Teil, dachte ich so, okay, ja, nehmen wir mal so hin. Und dann kam halt der erste Trailer und dann hatten wir schon so einen Eindruck gekriegt, so, worum geht's denn eigentlich? Und als dann wirklich die Ansage kam von wegen, okay, das soll jetzt wirklich, wirklich, wirklich das Ende sein, nach mittlerweile 15 Jahren Down Abbey, dachte ich, okay, wir haben uns ja die Aufgabe vorgenommen zu sagen, wir ziehen das durch, wir wollen die Reihe auch wirklich zu Ende bringen. Da dachte ich so, okay, da führt kein Weg dran vorbei, wir müssen das beide zusammen nochmal gucken oder unabhängig voneinander und auch hier besprechen. Und dann dachte ich, ja gut, nimmst du das jetzt einfach mal so mit. Aber als ich dann im Kino war und dann halt schon direkt auf der großen Leinwand und dann direkt ganz am Anfang mit diesem langen Kamerashot und so, dachte ich so, okay, jetzt bin ich auch wieder drin und man freut sich dann doch wieder über die Figuren, über das eine oder andere lässt sich ja definitiv noch diskutieren.

Anne:
[10:29] Aber ja ich war dann doch ganz glücklich dann doch mitten im Kino dann zu sitzen und mich an den Figuren wieder zu erfreuen aber ich hatte auch das Gefühl, ja, jetzt ist aber auch wirklich so ein Cut gemacht worden von wegen so, okay, jetzt, also wenn die irgendwas noch dranhängen wollen, müssen wir mit einem komplett anderen Ansatz da rangehen ist jetzt zumindest mein Gefühl, aber das so mit der Ansage, die sie gemacht haben, von wegen so, das große Finale wir nehmen jetzt Abschied und war es jetzt für mich eigentlich klar, okay, das Buch ist jetzt zu, offiziell und das ist auch okay.

Christian:
[10:57] Ja, ging mir ähnlich. Ich war auch skeptisch. Ich war auch, müde ist vielleicht das falsche Wort, aber es, also, vielleicht werden wir da am Ende auch nochmal ein bisschen, auch über die Filme nochmal sprechen, weil jetzt so im Rückblick kann man die halt nochmal ein bisschen anders einordnen, weil ich weiß halt noch, so dieser erste Film, der hatte auch ja wirklich, also, ne, die Königsfamilie kommt nach Downton. Und das war ja innerhalb dieser Downton-Geschichte eigentlich so das größte Ereignis, was irgendwie stattfinden konnte. Und das dann auch auf der großen Leinwand zu präsentieren. Und das weiß ich ja auch noch, wie wir auch damals gesagt haben. Und wie ich auch damals so gesagt habe, ey, das ist nochmal was Neues. So diese Anwesen. Ja, und das weißt du, in einem Cinema-Format und irgendwie mit mehr Produktionsmitteln nochmal auch diese, also die Momente, die wir aus der Serie halt irgendwie kennen und lieben. Es sind unsere Figuren, aber eben auch die Darstellung, die Schauwerte sind nochmal höher aufgedreht. Und das hat immer so was Wohliges.

Christian:
[12:02] Bei mir ist es, naja, Tradition ist vielleicht zu weit gesagt, aber ich gucke, ich mache gern um Weihnachten rum so ein Downton Abbey Rewatch. Einfach weil das so eine heimelige Serie ist, die ja viel drinnen vor einem Kaminfeuer stattfindet. Das ist ja auch alles so ein bisschen soapy von den Erzählungen, wer mit wem und was passiert jetzt wieder dieser Familie. Das passt für mich irgendwie so gut in die Weihnachtszeit. Und dann eben mit diesem ersten Film zu sagen, hey, wir nehmen jetzt einfach auch noch mal mehr Geld in die Hand und bringen das auf die große Leinwand. Und ich weiß eben auch, wie wir damals gesagt haben, so hey, das ist ein Anlass, um das Haus zu verlassen. Das ist ein Anlass, um ins Kino zu gehen. Das passt ja alles auch inhaltlich so gut. Und dann kam dieser zweite Film und das war eben auch mit Corona auch eine merkwürdige Zeit. Ich glaube 2022 war das ja und wir waren, also ich war da noch gar nicht wieder im Kinomodus so richtig drin und bei uns dann auch mit Kindern, die, Ähnlich alt sind, wo man auch sagt, also mit einem zweijährigen Kind im Rücken ist Kino auch nochmal ganz anders und kompliziert dazu zu bewerkstelligen.

Anne:
[13:08] Die Prioritäten ganz anders.

Christian:
[13:09] Genau, aber ich fand diesen Film auch im Nachhinein so kurios, weil der jetzt nicht unbedingt höher, schneller, weiter geht. Also der hat jetzt nicht irgendwie größere Dinge gewollt, sondern wie du sagst, wie so ein Holiday Special irgendwie auch in so eine ganz andere Richtung irgendwie gegangen mit dieser Filmproduktion da in einem Anwesen von Downton Abbey und Robert und der andere Teil der Familie ist da irgendwie in Frankreich unterwegs und muss da auch nochmal.

Anne:
[13:38] Der ganze Plot war irgendwie völlig überflüssig. Also der hat nichts beigetragen. Der war auch gefühlt für diesen Film überhaupt nicht mehr relevant. Das andere, ja, aber jetzt die komplette Frankreich-Show war völlig, ja, das hätte man komplett skippen können eigentlich.

Christian:
[13:52] Ja, und das hat für mich so was wie, ich glaube, da gibt es irgendwie bei den Simpsons auch diesen Gag, oder gab es den auch wirklich oder so, aber es gab irgendwie dieses Beetlejuice in Hawaii, wo du so sagst, was hat das eine mit dem anderen zu tun, aber ist egal, weil das klingt nach einem Aufwand, damit alle irgendwie Urlaub machen können und man kann das irgendwie von der Steuer absetzen, weil offiziell ist man ja da, um einen Film zu drehen. Und so war das gefühlt auch irgendwie bei Downton, dass man gesagt hat, okay, die Hälfte von Cast und Crew, ihr könnt euch mal schön nach Frankreich absetzen und ein bisschen macht mal Urlaub, so ungefähr. Und wir filmen da mal ein bisschen nebenbei. Also das hat diesen zweiten Film halt so ein bisschen kurioser irgendwie gemacht. Der Anlass war irgendwie ein ganz anderer. Und jetzt wird die Klammer so zurückgeholt. Jetzt wird die Klammer gesetzt, dass man sagt, oh, das ist jetzt auch das große Finale und für meinen Geschmack hätten sie auch nichts anderes mehr machen können. Also jetzt einen Film zu machen, der eben nicht mit dieser Ansage auftritt, sondern der sagt, ach, ja, es gibt dann nochmal wieder eine andere Nebengeschichte und, weißt du, das hätte auch irgendwie irgendeine Random-Folge in irgendeiner Random-Staffel sein können, das hätte einfach auch nicht mehr funktioniert für meinen Geschmack. Eigentlich war ich auch schon überrascht, dass sie überhaupt noch einen machen, aber mit dieser Ansage von, nee, wir wollen jetzt auch ein Ende setzen und nicht die Erzählung mit diesem, ja klar, die Figur von Maggie Smith ist mit dem letzten Film zu Ende erzählt worden, die ist ja dann auch da gestorben, bevor Maggie Smith selbst verstorben ist.

Anne:
[15:22] Film 2 und Film 3 gestorben, das muss man vielleicht fairer sagen, also die ist nicht während des Films gestorben.

Christian:
[15:26] Genau, innerhalb der Filmerzählung ist, wie hieß sie denn noch?

Anne:
[15:31] Violet.

Christian:
[15:32] Violet. Violet war das?

Anne:
[15:34] Ja, Violet Crawley.

Christian:
[15:37] Wie ist denn die Mutter von... Ach, Isabel. Ich verwechsel die beiden Namen immer. Isabel und Violet. Aber Violet ist verstorben, genau. Und damit hat man dieser Figur irgendwie ein Ende erzählt. Auch irgendwie random in diesem random Film. Aber worauf ich eigentlich hinaus will, ist, ich finde das jetzt gut, dass man auch mit einem Film nochmal ein Ende setzt. Es war ohnehin, ich habe das irgendwo mal gehört, dass, ich weiß nicht, ob Julian Fellows das gesagt hat, der ja so der Drehbuchautor und Serienerfinder ist.

Anne:
[16:08] Showrunner.

Christian:
[16:09] Showrunner, genau. Irgendwie ist so der zweite Weltkrieg auch so ein natürlicher Endpunkt. Also ich habe irgendwie mal so gehört, dass er gesagt hat, ja, zu nah können wir an diese Zeit in der Erzählung eigentlich auch nicht mehr rangehen, weil das eigentlich, also dieses ganze Setting, glaube ich, auch zu sehr auf den Kopf werfen würde, wenn das auf einmal realweltlich um diese Familie herum passiert. Und deswegen, dieser Film endet ja im Jahr, oder er zählt im Jahr 1930. Und ich glaube, das ist jetzt auch wirklich das Ende. Also ich kann mir da nicht mehr viel vorstellen. Auch in 10, 20 Jahren noch irgendein Reunion- Anlass zu nutzen oder so. Also können wir am Ende auch noch mal ein bisschen spekulieren, aber ich sehe das eigentlich alles nicht mehr. Sondern ich glaube schon, dass das jetzt hier auch das Ende ist.

Anne:
[17:06] Aber das hatten wir ja auch in den Gesprächen davor auch gehabt, dass wir gesagt haben, also viel näher an 1933 und Co. können wir eigentlich nicht mehr rangehen. Also jetzt kann man noch sagen, das ist alles noch schön, glorios und ähnlichen so. Und dann bevor dieser Downfall, dann kommt so, nee, dann machen wir da den Cut und dann ist es auch schön und ja, das macht ja auch Sinn.

Christian:
[17:24] Tatsächlich. Ja, du bist frisch aus dem Kino. Ich muss nochmal an den Film erinnert werden. Du hast die ehrenvolle Aufgabe, das zu tun für mich und für alle, die zuhören. Worum geht's denn bei Da unten, Abby, das große Finale? Was passiert in dem Film?

Anne:
[17:41] Oh Gott, gefühlt passiert da unglaublich viel. Mal gucken, ob ich das alles wieder so zusammenkriege. Bei meinem Podcast bin ich auch mal froh, wenn ich das outsourcen kann. Ja, also im Grunde genommen geht es hier um das Thema Staffelübergabe. Also es steht ja quasi im Raum, dass ja Lord Grantham, ja, dann mal sagt, okay, so langsam, aber sicher muss er mal sein Heimatschiff verlassen, um dann quasi die Staffelübergabe an seine älteste Tochter Mary zu machen. Ja, jetzt kommt aber hinzu, dass die gute Mary sich frisch hat scheiden lassen von ihrem zweiten Mann Henry, den wir das letzte Mal noch in voller Gänze, glaube ich, noch im ersten Teil ganz kurz gesehen haben. Im zweiten Teil war schon gar kein Thema mehr, der war immer abwesend. Und jetzt im dritten Teil wird dieses Kapitel auch wirklich abgeschlossen und gesagt wird, ja, so wie ich es verstanden habe, hat er sie betrogen und sie hat daraufhin die Scheidung eingereicht, weil er halt ständig immer unterwegs war und das ist halt in den 1930er Jahren ein riesen riesen, riesen Skandal, dass die Leute sogar sagen, du, wir wollen dich nicht mal in seinem Raum haben hier, wenn dann halt noch andere hohe Tiere hier dabei sein wollen, deswegen wird Mary auch bei einer Veranstaltung von, Berties Cousine rausgeschmissen tatsächlich.

Christian:
[18:56] Ja, sie darf ja irgendwie nicht im selben Haus sein, wenn die Königsfamilie, ne, als geschiedene Frau, oh Gott, Skandal, es geht gar nicht.

Anne:
[19:03] Und das zieht natürlich weitere Kreise, dass selbst in Downton, wenn sie dann vor Ort ist und man sagt, okay, so die näheren Bekannten, wir wollen sie mal einladen, selbst die sagen so, nee, Moment mal, meinen sie wie das Fegefeuer. Und ja, und dann ist halt eben die Frage, was machen wir jetzt mit der Situation? Kann Mary jetzt tatsächlich Downton übernehmen oder nicht, ohne dass das irgendwie negative Auswirkungen haben könnte. Das steht dann so im Raum. Dann kommen natürlich mal wieder finanzielle Geschichten in die Presche im Sinne von, dass Korras Bruder Harrod, gespielt von Paul Giamatti, den wir ja alle lieben, der kommt mal wieder vorbei und es kommt dann raus, ja, also deren Mutter ist ja jetzt auch gestorben, die ja damals von Shirley MacLaine gespielt wurde und die da die er in Amerika gelebt hat, musste sich ja dann Corals Bruder um das Ganze dann kümmern. Das Problem ist halt, der gute Harold hat da nicht so ein gutes Händchen dafür und hat dann relativ viel verprasst und hofft jetzt zusammen mit einem anderen Typen dann Coral zu überzeugen, dass sie ihm da aus der Patsche irgendwie hilft. Und das war der, ich hab den Namen schon wieder vergessen, dieser Guy irgendwas.

Christian:
[20:15] Ich hab den hier auch irgendwo aufgeschrieben. Gus Sambrook.

Anne:
[20:19] Sambrook, genau. der kommt dann neu ins Spiel, der kommt dann aus Amerika dann mit und, ja, genau, und dann kommt noch hinzu, denn so der Bundle ist ein bisschen mit Mary dann an, die ja gerade frisch von diesem Haus ausgeschmissen wurde, und ja, ein bisschen viel Alkohol führte dazu, dass die beiden in der Kiste landen und sie denkt sich auch so, oh Gott, oh Gott, oh Gott und sie halt typisch britisch denkt sich so, oh Gott, das geht gar nicht und er dann so, ja das ist doch nicht so schlimm, du bist eine geschiedene Frau ja mei, passt schon.

Anne:
[20:47] Und ja es kommt dann auch noch im Laufe der Geschichte dann raus, dass er dann so ein Trickster ist und ja, Tom ist mal wieder der Held der Geschichte, der kriegt das dann durch Zufall raus und die kriegen das dann.

Anne:
[21:01] Ja hin, sodass er dann sie dann nicht irgendwie bestechen kann und das hat mich wieder sehr an die Storyline in der zweiten Staffel erinnert, wo Mary auch dann irgendwie mit jemandem was hatte und der wollte sie auch erpressen und ich auch dachte, oh Gott, nicht nochmal sowas mit ihren Männergeschichten aus Staffel 5, aber zum Glück wird das ja alles irgendwie doch wieder geregelt. Insbesondere durch eine Ansprache von Edith, was ich sehr gefeiert habe. Und ja, Am Ende kann das Ruder aber doch noch rumgerissen werden, weil es dann dazu kommt, dass der Schauspieler aus dem zweiten Teil, der Dexter, zusammen mit einem anderen Schauspieler, nämlich dann in London ist, dem Noel Coward, der auf einer realen Figur basiert, so wie ich es verstanden habe.

Anne:
[21:47] Und ja, es werden ein paar Telefonate geführt und es führt dann dazu, dass dieser Guy zusammen mit dem Noel nach Downton kommt und man auf die Weise dann dafür sorgt, dass Mary dann in ihrer Gunst doch wieder etwas höher steht und auf einmal alle, die vorher abgesagt haben, dann sagen, oh, Moment mal, denn Noel ist ja da. Och, unsere Termine haben sich gerade verschoben, wir kommen jetzt doch alle mal wieder. Und am Ende ist wieder alles schön, alles super und das Ende von Lied ist dann, dass dann Mary tatsächlich Downton übernimmt und Lord Grantham und seine Frau ziehen dann in eine Wohnung. Was auch eine sehr super Szene ist, dann wo das Thema so von wegen Man fühlt sich wie in so einer mehrschichtigen Torte. Und dann im Moment mal, über uns und unter uns wohnen Menschen, die wir nicht kennen. Das ist total merkwürdig.

Christian:
[22:32] Was mache ich denn, wenn ich nach oben ins Bett gehe? Du gehst nicht nach oben.

Anne:
[22:36] Du gehst gerade aus. Das ist sehr, sehr schön. Und am Ende sieht man halt, wie dann Lord Grantham und Lady Grantham dann halt das Anwesen dann zu Fuß verlassen, weil sie das aber auch wollen. Sie wollen einen Spaziergang machen und dann genau. Und dann ist dann wirklich Ende Gelände.

Christian:
[22:53] Kleine Korrektur, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ziehen sie ja eben nicht in die Wohnung, sondern in das alte Dowager-Haus, da wo vorher Violet gewohnt hat.

Anne:
[23:04] Das kann auch sein.

Christian:
[23:05] Das wollten die ja eigentlich irgendwie aufgeben und waren ja dabei irgendwie auszusortieren und auszumisten und dann hat doch, glaube ich, hat doch Cora, glaube ich, gesagt so, hey, ich habe schon mal das veranlasst, dass der Umzug da gar nicht stattfindet und wir ziehen da jetzt hin.

Anne:
[23:23] Ach so, warum war das dann? Das war ein bisschen verwirrend, weil halt so viele Ortsnamen irgendwie gejobb wurden.

Christian:
[23:28] Korreiert mich auch gerne in den Kommentaren, falls ich das auch irgendwie falsche Erinnerung habe. Ich bin jetzt auch nicht mehr hundertprozentig sicher, aber ich dachte, das war irgendwie so das Ende vom Lied, um, glaube ich, auch so diese Klammer zu setzen, dass die ja als alte Garde auch in das Haus aus der ehemals alten Garde einziehen und da auch dieser, Generationswechsel dann auch stattfindet, genau.

Anne:
[23:50] Stimmt.

Christian:
[23:52] Genau, ja, ich gehe mal ein bisschen Cast und Crew durch und dann steigen wir da mal ein bisschen weiter ein, weil jede Figur bekommt ja auch noch so ihren Moment dazu. Da haben wir ja, glaube ich, schon drei Viertel der Laufzeit, einfach nur, um diesen unfassbar großen Cast auch irgendwie nochmal zu bedienen und da auch nochmal für alle irgendwie so ein schönes Schleifchen irgendwie zu schnüren. Aber wir haben schon erwähnt, das Drehbuch auch an dieser Stelle stammt von Julian Fellows, der selber ja auch adelig ist, selber ja aus dieser Welt irgendwie kommt und ja eben schon damals mit der Serie Downton Abbey da ja auch so seine, ja also eine Epoche verarbeitet, der er auch so familiär so ein bisschen näher ist. Und wir haben bei der Regie erneut Simon Curtis, der auch den zweiten Film gemacht hat. Und beim Cast, der ist immens. Ich habe es schon versucht zu sortieren, ich gehe es mal so ein bisschen durch. Also wir haben Michelle Dockery als Mary Crawley, die neue Matriarchin von Downton Abbey. Eigentlich die alte und neue. Wir haben Laura Carmichael als Edith Crawley, ihre Schwester. Wir haben Harry Haddon Patton als Bertie Hexham, der Ehemann von Edith. Wir haben Alan Leach als Tom Branson. Über den muss ich gleich auch nochmal wieder ein bisschen schwärmen und schimpfen gleichzeitig.

Anne:
[25:14] Diesmal ohne seine Ehefrau, die sehen wir nicht. Dafür seine Tochter.

Christian:
[25:16] Genau, wir haben Elizabeth McGovern als Cora Crawley, Hugh Bonneville als Robert Crawley, Paul Giamatti als Harriet Levinson, der... US-amerikanische Bruder von Cora. Wir haben Penelope Wilton als Isabel Crawley. Wir haben Douglas Reith als Lord Merton. Die beiden hatten ja auch am Ende der Serie schon angewandelt. Wir haben Joanne Froggatt als Anna Bates. Brendan Coyle als John Bates. Unser geliebtes Paar, genau.

Christian:
[25:43] Michael Fox als Andy Parker. Der neue Chef-Butler von Downton. Auch da der Generationswechsel findet ihr auch oder wird zumindest thematisiert. Wir haben Sophie McShearer als Daisy Parker. die neue Chefköchin von Downton Abbey und wir haben Leslie Nickel als Miss Patmore, die eben dabei ist zu gehen. Wir haben Phyllis Logan als Mrs. Hughes, John Carter als Carson. Wir haben Rachel Cassidy als Phyllis Baxter und Kevin Doyle als Joseph Mosley, der sein Job aus dem zweiten Film als neuer Drehbuchautor für Filme da ja auch wunderbar weitermacht. Wir haben Dominic West als Guy Dexter, den wir im zweiten Film als Neuzugang in dieser Downton-Welt eben hatten, der der Filmschauspieler. Wir haben Robert James Collier als Thomas Barrow, der persönliche Assistent und darüber hinaus von Guy Dexter. Wir haben Alessandro Nivola als Gus Sandbrook. Wir haben Artie Frushan als Noel Coward. Wir haben Jolie Richardson als Lady Pettersfield, die ja am Anfang eben Mary da rauswirft aus ihren Räumlichkeiten. Ganz genau, so die Liste ist lang, jetzt kommen wir in den Filmen.

Anne:
[26:58] Also ursprünglich waren noch mehr Leute gewesen also.

Christian:
[27:00] Ich wollte gerade sagen, ich könnte auch noch die Kinder und noch die weiteren, Nebenfiguren, aber ich habe mich dann doch irgendwann entschieden, da den Cut anzusetzen, aber man sieht es ja schon in der Menge man hört es schon in der Masse, es ist ein großer Cast und es ist natürlich auch, In den meisten Fällen, also wir haben hier mehr oder weniger so drei Neuzugänge, die aber auch in sehr starken Nebenrollen ja nur auftreten. Es geht ja darum, dass diese alte Garde, aber eben auch die alte Welt von Downton, der wir jetzt ja eben schon über sechs Staffeln und jetzt im dritten Film so nahe gekommen sind, dass da eher ein Abschluss stattfindet, als dass man sagt, hey, der halbe Cast ist neu, weil man stößt die Türen auf für die nächsten 20 Jahre Downton Abbey. Das ist ein Abgesang, es ist ein großes Finale und das sieht man eben auch schon an der Besetzung und auch an der ganzen Geschichte. Und es geht in der Hauptsache darum, dass alle ihren Moment bekommen. Genau.

Anne:
[28:01] Ich war bei dem Cast der Positive überrascht, die ganzen KinderdarstellerInnen, das sind exakt alle die gleichen geblieben. Also die haben nicht zwischenzeitlich nochmal neu gecastet, sondern die sind jetzt konsequent bei allen drei Filmen so geblieben, wo ich dachte, ach Mensch, Respekt.

Christian:
[28:13] Das ist mir gar nicht aufgefallen, aber interessant.

Anne:
[28:15] Vorhin auf der Rückfahrt der S-Bahn hatte ich das nochmal nachgeguckt, weil ich mir nicht mehr so ganz sicher war und hab dann gesehen, oh doch, die waren tatsächlich konsequent durchgezogen worden. Haben die auch hier so ein Tagesreden mal gehabt.

Christian:
[28:26] Vielleicht picken wir uns einfach schon mal so ein bisschen anhand der Figuren, weil alle Figuren haben ja so ihre eigene Geschichte, irgendwie auch so ihr eigenes Ding, ihre eigene kleine Welt, in der sie unterwegs sind. Vielleicht können wir dann von den Figuren im Schritt danach so ein bisschen versuchen, größere Motive herauszuarbeiten, weil viele Geschichten oder viele, Dinge über mehrere Figuren hinweg erzählt werden oder die gleichen Motive, aber in unterschiedlichen Werdegängen irgendwie drinstecken. Genau, eine Sache, die mir da schon gleich als erstes einfällt, ist Mr. Carson, der ehemalige Butler, der jetzt in Rente ist, der eben sich mit dieser neuen Rolle auch erst noch anfreunden muss und auch da zeigt, wie schwierig ihm das fällt. Und ich will Andy sagen, aber Andy ist ja eigentlich falsch. Es ist Andrew. Er sagt ja dann auch immer Andrew. Andrew Parker, genau. Der neue Chef-Butler. Und Carson fällt es aber schwer zu gehen.

Anne:
[29:28] Der Erdungsstrahl hat mich total verwirrt, weil das haben wir im Laufe des Rewatches ja auch festgestellt von der Serie, eigentlich war ja Carson schon längst in Rente geschickt worden. Der hatte eigentlich ja diese Parkinson-Geschichte, aber irgendwie hat man das im Laufe der Filme schon wieder vergessen. Zwischenzeit hat man ihn ja wieder zurückgeholt, weil Barrow überfordert war durch diese Königsfamilien-Geschichte.

Christian:
[29:49] Stimmt.

Anne:
[29:49] Im zweiten Teil war er anscheinend irgendwie konsequent wieder da. Ich weiß es gar nicht mehr genau.

Christian:
[29:53] Da war er doch, glaube ich, auch in Frankreich. Er hat auch immer über die Franzosen geschimpft, dass das alles so britisch ist und das Essen und die Leute.

Anne:
[30:00] Ja, also das hat mich super verwirrt. Warum ist der schon wieder da? Warum wird jetzt quasi nochmal sein Abschied gefeiert? Also bei Mrs. Padmore hat es für mich ja noch Sinn gemacht. Aber Carsten, warum ist er schon wieder da? Ich weiß es nicht.

Christian:
[30:10] Und ich habe mir das auch nur so aufgeschrieben, ich weiß nicht, ob du das jetzt mit den frischeren Eindrücken noch hast, aber hat seine Geschichte auch irgendeine Pointe am Ende? Also führt das zu irgendwas? Weil ich habe jetzt nicht den Eindruck, dass er jetzt, endlich endgültig in der Rente angekommen ist, sondern ich hatte das Gefühl, er geisterte eigentlich den ganzen Film über irgendwie noch so halb in seiner Rolle und guckt immer, was Andrew macht und aber das ist das falsche Geschirr und das falsche die falsche Politur und, Andrew hat immer nur so seine Blicke und alle rollen mit den Augen so nach dem Motto, ach der alte, schrullige Typ.

Anne:
[30:50] Der ist der vergangenen Weihnacht quasi.

Christian:
[30:52] So ungefähr. Also da war ja kein, also da gibt es dann nachher mit Robert diesen schönen Moment.

Anne:
[30:59] Das war glaube ich so ein Schlüsselmoment und dann ganz am Ende, wo er dann quasi nicht durch das Gesinnehaus dann wieder zurück geht, sondern halt vorne dann mit Mrs. Hughes und so. Also das war für mich dann eher der Mund, zu sagen, okay, jetzt hat er das wirklich verinnerlicht. In dem Moment, als dann Robert dann auch selber das Haus verlässt und Mary halt jetzt das Ganze übernimmt, dass dann er dann auch für sich so einen Abschluss gefunden hat. Aber ja, so richtig eindeutig war es nicht. Das war eher so sehr subtil.

Christian:
[31:25] Ja, und auch, also für mich war das auch nicht so ganz das versöhnliche Bild. Ich hätte jetzt eher gedacht, dass er so auch in seinem eigenen Anwesen, weißt du, so in seiner eigenen Welt jetzt wirklich final ankommt und sagt, hey, so, ja, die Einkehr ins eigene, und damit auch in die eigene Welt und eben auch nicht mehr diese Zugehörigkeit zu downen zu haben. So, ja klar, Missy Suze ist da irgendwie noch unterwegs, aber, ja, fand ich jetzt nicht so pointiert wie andere Geschichten vielleicht. Aber das ist mir zum Beispiel aufgefallen. Ja, dann ist mir Tom aufgefallen. Ich mochte den ja immer total gerne. Das weiß ich auch noch so aus der Serie. Ich mag die Figur total gerne. Ich bin, du hast recht, er rettet mal wieder den Tag. Er hat durch Zufall eben erfahren, dass dieser Begleiter von Harold, Harold ist ja der Bruder von Cora, der Onkel für viele in der Familie und Harold hat da so seinen Berater, Begleiter, der ja irgendwie schon so shady daherkommt. Irgendwas hat er da mit den Finanzen zu tun und mit dem Börsencrash und naja, man braucht vielleicht nochmal eine kleine Finanzspritze und dann kriegt man die Kehrtwende und dann ist das Geld wieder da und dieser Begleiter, der Gas.

Christian:
[32:41] Der entpuppt sich ja eben als großer Schwindler und Tom ist derjenige, dem das durch Zufall bei so einem Pferderennen gesteckt wird. Irgendein alter Bekannter sagt, hey Mensch Tom, du bist ja auch hier und ach hier, pass mal auf, der Typ da vorne und so, da kenne ich irgendwie, ich war irgendwie glaube ich Zeuge oder sowas oder da irgendwie bei dem Gerichtsverfahren in den USA und das ist ja so ein Betrüger, genau, der da irgendwie durch so eine Formalität irgendwie dann noch freigesprochen wurde, aber eigentlich in der Gittern gehört. Tom erfährt das und bringt das dann auch in die Familie. Oh, alles ist gerettet. So der Große mal wieder, da unten hat wieder Finanzprobleme. Aber mir war das ein bisschen zu wenig, gerade als derjenige, der halt immer, also er kommt ja aus dieser... Republikanisch angehauchten irischen Welt, der immer diesem ganzen Adel so skeptisch gegenüber stand und ja, wir kennen ja die ganze Geschichte, wie er da mehr oder weniger dramatisch dann eingeheiratet hat und so, alles wunderbar, aber dass er dann, also für mich war das jetzt leider zu versöhnlich am Ende, dass er zu sehr, also da gab es auch glaube ich diesen einen Satz, da sagte er doch irgendwie auch so, sagte nicht irgendwie jemand zu ihm sowas von wegen, ich dachte immer, du bist ja der große Revolutionär und Und er sagt, nee, ich bin vernünftig geworden. Wo ich mir auch so dachte, das ist mir ein bisschen zu dick. Also ich hätte immer noch gern...

Anne:
[34:06] Die ist aber zu ihm gesagt.

Christian:
[34:07] Ja, ich hätte immer noch gern irgendwie diesen Geist da drin. Oder zumindest eine knackigere Antwort, die so sagt, hey, bin ich immer noch, aber so dieses, ihr seid meine Familie.

Anne:
[34:18] Ich bin da ein bisschen Lede geworden, ich weiß es nicht. Aber der ist ja auch relativ entspannter, als sie da dieses Dinner dann irgendwie haben, wo er auch nur sagt, von wegen so, ja, wir verändern uns alle. Wir reden jetzt anders, wir kleiden uns anders. Und Mary ist da wesentlich besser darauf gewappnet, uns auf die 30er, 40er und 50er Jahre dann zu verwalten und ähnlichen so. Aber ja.

Christian:
[34:37] Also ich mochte seine Rolle wieder, dass er derjenige ist, der bei diesem Dinner halt eben auch die harten Wahrheiten ausspricht. Und es geht ja eben ganz stark um dieses Generationenwechsel und eben auch, ja, Mary ist die nächste in der Reihe, aber das ist ja eben auch ganz stark so dieses... Ich weiß nicht, was das deutsche Wort dafür ist, aber dieses Hereditary System, also das ist ja diese Erbschaftsfolge.

Anne:
[35:06] Erbschaftsfolge, ja. Oder Erbfolge.

Christian:
[35:08] Erbfolge, ich glaube, so nennt man das ja auch. Was ja eben auch schwierig und durchaus kritisierbar und dieser Reichtum, der über Generationen hinweg einfach immer nur weitergegeben wird. Und das ist ja alles auch in der Gegenwart höchst schwierig und komplex. Und deswegen mochte ich Tom als Figur eigentlich immer ganz gerne. Der, ja, das ist alles eine sehr wohlwollend, weich gespülte Welt von da unten, aber dass zumindest eine Figur irgendwie da drin ist, die da nochmal ein bisschen mehr aneckt. Und er hat diese Ecken und Kanten für meinen Geschmack ein bisschen verloren, wo ich einfach dachte, ja, das ist mir ein bisschen, da ist er mir nach hinten raus in dieser Erzählung einfach zu glatt geworden. Aber ich finde es halt interessant, dass er eben auch, ja, auf den Tisch haut und eben sagt, so, wenn wir, also, was diese Figur halt für mich so schön und komplex macht, so, wenn wir jetzt uns in diesem Erbsystem bewegen wollen, so gerade er, der das jetzt so stark macht, der hat eben immer so kritisch gegenüberstanden, aber wenn, wenn wir das jetzt annehmen wollen, Robert, dann musst du jetzt auch zurücktreten, deine Zeit ist vorbei und wenn da unten, wenn diese Familie überleben soll in diesem System, dann muss halt auch dieser Wechsel passieren, so, und das finde ich ist so die größte Brisanz, also eigentlich so der größte Knackpunkt in dieser ganzen Erzählung, die er so auf den Punkt bringt.

Anne:
[36:25] Ja, vorhin ist er sogar bereit, dieses Geld, was er dann durch den Verkauf dieses Autoladens ja dann noch übrig geblieben ist, dann quasi in seine Schwiegerfamilie dann irgendwie reinzustecken, so im Sinn von hey, ich wäre sogar bereit, euch zu helfen. Wo sogar Lord Grantham zu seiner Frau im Schlafzimmer meinte von mir so, ja, ich hab's abgelehnt, aber ich war sehr gerührt und so. Also dafür, dass sie ja sich anfangs total spinnefeind waren, war das wiederum ganz niedlich, so von wegen so, hey, das ist dann auch ein Geben und Nehmen auch und das ist, Von daher habe ich das vielleicht nicht ganz so kritisch gesehen, aber ich verstehe deine Punkte.

Christian:
[36:57] Ja, ich mochte Tom einfach, ich mag ihn auch immer noch. Ich finde, das ist einfach eine klasse Figur. Aber es ist einfach nur so in den Nuancen nach hinten raus, hätte ich mir da ein bisschen mehr wieder. Naja, aber dafür, wenn wir schon eine Revolutionärin in der Welt von Downton Abbey suchen, dann finden wir sie auch. Isabel.

Anne:
[37:16] Yay, zusammen mit Daisy auch. Also ich habe das so gefeiert, wenn sie dann auch wirklich dann mal sagt, so vor dem Moment mal, ja, aber das lief total doof. und was ist mit den Tieren und was ist mit den Kindern? Also es geht ja darum, die sollen ja da so ein Landschafts- Sommerfest organisieren und Isabel ist dann halt einer vom Vorstand, zusammen mit diesem Hexten, glaube ich heißt der, und die sind sich auch so Spindefeind. Also selbst Violet mochte ihn damals schon nicht und sie sagt dann so, ja, wir müssen mal ein bisschen mehr Leute in das Komitee reinholen und holt dann eben Daisy und Mr. Carson noch mit ins Boot und Und weil Carsten sehr beliebt ist und Daisy ist einfach so die jüngere Generation. Und Daisy dann einfach auch sehr unbefangen. Und dann sagt sie, ja, warum sollen wir das Prozedere so machen wie im letzten Jahr? Das war letztes Mal total chaotisch. Die Tiere liefen alle frei rum, die Kinder konnten nicht wieder gefunden werden und was eh nicht alles. Und man sieht, wie sie auch extremst aneckt. Aber am Ende sieht man, es hat oftmals doch Früchte getragen. Und Isabel zieht einfach ihr Ding dann durch. Und das fand ich auch sehr schön.

Christian:
[38:19] Und sie hat halt gefühlt so den einen oder anderen knackigen One-Liner abbekommen, den eben Violet sonst gehabt hätte. Also ich hatte so das Gefühl, dass diese Energie, dieser Vibe von, naja, mal ein bisschen Schwung in die Bude bringen, das hat sie halt fantastisch gemacht, indem sie da dem alten Kerl da in seinem Komitee so ein bisschen mal vor den Latz haut und das auch genüsslich tut. Und ich weiß gar nicht mehr, da gab es noch diese eine Szene so nach dem Motto ähm, Wo er sich so brüskiert und irgendwie, glaube ich, so was sagt wie, also ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Und sie sagt, sie bindet es so ab, so nach dem Motto, ja, ein Glück, dass ihnen auch nichts einfällt und geht einfach. Also so dieses, hervorragend.

Anne:
[39:03] Ja, ich habe doch Anmerkungen. Ja, ich werde sie mir zu Gemüte führen, wenn ich sie danach frage.

Christian:
[39:07] Ja, genau, das war der Moment.

Anne:
[39:09] Also richtig geil. Ich war immer super irritiert bei diesem Komitee, weil da war auch so eine ältere Dame, wo ich das Gefühl habe, die war fast eins zu eins so gekleidet wie Violet. Und ich dachte so, warum? Also das war so ein bisschen Copy and Paste-mäßig. Das hat mich ein bisschen aus dem Konzept gebracht. Wo kommt denn die Damen auf einmal her und warum wirkt sie wie Violet? Und ich will keinen Violet-Ersatz. Also wenn, wenn dann schon das Original oder gar nicht. Aber ja, aber du hast recht. Isabel war dann wirklich super in ihrer Rolle und hat ja auch dann am Ende dann auch die Position von Mary dann auch nochmal wieder schön hervorgehoben, wo ich dachte so, ja, sie hat auch ihre Daseinsberichtigung auch als geschiedene Frau.

Christian:
[39:49] Ja. Mr. Mosley war ja auch einer meiner Lieblingsfiguren. Ich habe es ja sehr gefeiert, was er da im zweiten Film mit seiner großen Drehbuchautoren- Karriere und er ist ja öfter auch so der Comic Relief gewesen, der so ein bisschen, stolpernd durchs eigene Leben geht.

Anne:
[40:09] Der große Fanboy auch, haben wir hier wieder.

Christian:
[40:12] Genau, ich fand die Szene mit dem Autofahren auch sehr gut.

Anne:
[40:17] Die haben es gelitten.

Christian:
[40:21] Ja, also ich mag die Figur immer noch total gerne. Ich fand es auch ein bisschen kurios, diese ganze Erzählung, also Mr. Mosley, Merkt man auch so eine gewisse Unsicherheit irgendwie in dieser Rolle als Drehbuchautor. Schreibende Zunft, das ist ja auch alles was Neues und was anderes. Er war vorher Diener, er war dann irgendwie Lehrer und jetzt so als freischaffender Drehbuchautor. ich glaube, da hat der gute Julian Fellows sich auch mit dem einen oder anderen Satz selbst nochmal reingeschrieben, augenzwinkernd. Weil Mr. Moseley auch nicht müde wird zu betonen, dass ja die Drehbuchautoren die eigentlichen Stars der Veranstaltung sind.

Anne:
[41:02] Zwinkerzwinker?

Christian:
[41:02] Genau.

Anne:
[41:05] Da fand ich irgendwie diesen Konflikt zwischen ihm und Miss Baxter so merkwürdig. Ich hatte das Gefühl, das wirkte sehr forciert da drin, sodass er dann, also es wird Nebensatz auch gesagt, dass er zum Beispiel auch wollte, dass sie dann gar nicht mehr als Zofe dann irgendwie arbeitet und sie sagt so, ja, aber ich möchte das gar nicht und ich möchte halt in dem Beruf bleiben, ich mag den total gerne und das fand ich irgendwie ein bisschen weird, wo ich dachte, warum müssen wir jetzt noch so ein, Eheproblem dann noch mit reinschreiben, also ich hab dann den Sinn dahinter nicht so richtig gesehen.

Christian:
[41:34] Ich fand auch bei seiner Erzählung, also auch da hab ich die Pointe irgendwie so den Ausgang nicht so ganz verstanden, was da jetzt so die große Lösung des Was ist der eigentliche Konflikt und was ist die Auflösung? Der eigentliche Konflikt ist ja irgendwie diese Anerkennung von dem Noel Baxter, der ja, Entschuldigung, Noel Coward, der ja hier Theaterautor ist und eben der Star in diesem Bereich, der Star als Bühnenautor, und ich glaube auch Filmautor und sowas oder Buchautor. und Mr. Mosley himmelt ihn ja total an und versucht sich ja auch so auf eine Stufe zu stellen und spricht von uns als künstlerisch, Schreibenschaffenden und will aber irgendwie so an ihn herangeführt werden, versucht das über den Guy Dexter und denkt, ah, wenn ich irgendwie als Servant, als Bediensteter arbeite, dann erkennt mich Guy Dexter wieder, für den ich ja im zweiten Film das Drehbuch geschrieben hatte, den zum großen Also alles so ein bisschen verkopft und ein bisschen so versucht auf Comedy irgendwie zu spielen, aber dann dachte ich auch so schlussendlich, ja was ist denn jetzt, also der hat so seinen Moment mit Noel Coward unten am Tisch, aber so richtig aufgelöst fand ich das jetzt nicht für die Figur. Dass man irgendwie so einen Triumph hat, so ein, so ein, so ein, auch, also.

Christian:
[43:04] Der Versuch einer Schleife, aber die ist irgendwie nicht wirklich gebunden für meinen Geschmack. Also fühlt sich ein bisschen wie festgetackert an, so.

Anne:
[43:12] Ja, ich überlege gerade, wie endet das dann nochmal?

Christian:
[43:14] Ich glaube, dass die sich irgendwie unten Ja.

Anne:
[43:18] Ja, irgendwie haben sie dann mal ein Gespräch mit allen irgendwie zusammen und dann irgendwas von wegen auch so, ja, das kriegen schon irgendwie alles hin und zu Hause wirst du ja auch glücklich sein und dass er einfach ein bisschen runterkommt, so, aber so ganz genau kriege ich jetzt auch nicht mehr hin. Das war so viel auf einmal.

Christian:
[43:33] Das fällt mir noch ein, weil das habe ich dann nämlich noch nachgeguckt. Also da gibt es diesen Moment unten bei den Bediensteten irgendwie am Tisch. Noel Cowart kommt irgendwie nach unten, weil ich glaube, die wollen sich da irgendwie noch bedanken oder fängt einen Moment. So und da kommt dann aber irgendwie, ich weiß gar nicht mehr durch wen, ist das sogar durch Thomas oder irgendjemand, setzt glaube ich irgendwie diese Verbindung oder bringt irgendwie diesen Punkt, hey Mr. Mosley, du schreibst doch auch und dann sagt doch… Mr.

Anne:
[44:01] Bates war das, glaube ich, der hat es erwähnt.

Christian:
[44:03] Oder Mr. Bates und dann sagt dieser Noel Coward auch irgendwie so, ah, wie merkwürdig, dass sie jetzt aber hier unten als Bedienstete arbeiten und dann sitzen die da, glaube ich, irgendwie alle so am Tisch und dann kommt der Noel Coward irgendwie so ins Gespräch, weil er ja, glaube ich, so wahnsinnig interessiert an der ganzen Geschichte von Mary ist und sagt, ich will da ein Theaterstück drüber schreiben. Und also ich hab den im Englischen geguckt und dann sagt nämlich Mr. Moseley sowas von ja was ist denn so, was soll denn schon interessant sein about the private lives of people, und der echte Noel Coward hat ich glaub sein berühmtestes Theaterstück ist eine Scheidungsgeschichte, eine Comedy und die heißt Private Lives und ich glaube, dass das ich glaub nämlich, dass das dann eher so dieser Gag sein soll, dass Mr. Moseley ihm den Titel quasi ins Ohr legt, der wahrscheinlich auch in Großbritannien halt so wahnsinnig bekannt ist und dass das die Pointe für Mr. Moseley sein soll, dass sozusagen seine größte Errungenschaft, weißt du so, und ich weiß nicht, in der deutschen Übersetzung geht's wahrscheinlich komplett verloren und ich hab diesen Moment, ich hab schon gespürt, als ob das irgendwie so ein Gag sein soll, den ich einfach nicht verstehe, also so nach dem Insider ist das.

Anne:
[45:17] Aber wenn man halt Noel Coward nicht kennt, also ich kannte ihn vorher nicht und so, dann zieht man die Verbindung natürlich auch nicht.

Christian:
[45:23] Genau, und auch das Schaffen nicht. Deswegen hatte ich dann nochmal nachgeguckt. Ah, es gibt ein Theaterstück und das berühmteste von ihm ist Private Lives und das ist irgendwie das Zwinker-Zwinker in die reale Welt und ah, Mr. Mosley ist hier wieder der, weißt du so, der Bumbling-Sidekick, der eben dann auch noch diesen legendären Titel irgendwie diktiert. Umso skurriler ist das, dass die Pointe von Mr. Mosleys kreativen Schaffen irgendwie sein soll. Also fand ich irgendwie ein bisschen schräg, auch da nicht so fein, nicht so rund irgendwie, aber ja. Hast du noch irgendwelche Figuren, auf die du noch genauer geguckt hast, bevor wir zu Mary und vor allen Dingen auch Robert und zu diesem ganzen größeren Hauptplot noch kommen?

Anne:
[46:11] Ich gucke gerade jetzt nochmal so auf meine Notizen und irgendwie, also, was mir halt auch sehr positiv aufgefallen ist oder generell aufgefallen ist, ist halt generell dieser Familienzusammenhalt also ich war extremst überrascht wie viel Zeit Edith mit Mary verbringt, wo ich so dachte so Moment mal, die waren sich auch zwischenzeitlich richtig spinnefeind, also vor allem seitens Mary wo ich auch manchmal dachte so, ich habe eigentlich keinen Bock mehr auf diese Figur, so mehr habe ich dann Edith gefeiert und ich dachte auch so, boah und Und was mir aber wiederum positiv aufgefallen ist, dass dann halt durch Edith und Anna da einfach ganz viel ins Rollen gekommen ist und die einfach irgendwie so die besten Ideen mit in das Ganze reingebracht hatten, wo ich so dachte, yay, ich mag ja beide Figuren sowieso unglaublich gerne und hab mich umso mehr für sie dann gefreut, sodass die dann auch ein bisschen da mehr wieder so ein Spotlight kriegen. Und ich war auch überrascht, sodass Anna wieder schwanger ist. Und ich auch so dachte, huch! und war erst mal kurz und sorglich dazu, was ist denn eigentlich mit dem ersten Kind? Und ich dachte so, haben sie das komplett vergessen? Aber ganz am Ende bei diesem Landwirtschaftsfest, dann sieht man so, okay, Sohn Nummer eins ist doch noch da. So ein Ding gibt es auch noch. Und ich fand es auch wiederum ganz niedlich. Ganz am Ende gibt es ja dann bei den Credits gibt es ja nochmal so kleine Mini-Sequenzen, wo nochmal alle Konstellationen irgendwie nochmal aufgeführt wurden. Und dann sieht man auch, okay, Baby Nummer zwei kommt dann auch.

Christian:
[47:33] Das hat mich auch total überrascht. Ich dachte ja, da gibt es dann auch nochmal wieder die große Szene, den großen Moment, weil, ne, oh, hier die gleich zu Beginn eingeführt, schwangere Person, Chekhovs Gun-mäßig, so nach dem Motto, okay, dieses Baby muss auch noch zur Welt kommen im Laufe des Filmes. Aber das kam dann halt irgendwie da so, wie du sagst, im Abspann einfach war es dann auf einmal da, wo ich dachte, okay, ähm.

Anne:
[47:55] Sie hatte ja schon mal eine große Geburtsszene gehabt in der Serie. Wahrscheinlich haben sie sich gesagt, ja, nee, dann machen wir es nicht nochmal.

Christian:
[47:59] Ja, aber da dachte ich halt auch, okay, also das muss halt irgendwie, weißt du, so plotmäßig, dass das irgendwie noch so irgendwo noch auftaucht. Da war ich einfach überrascht, dass das dann gar nicht so Thema war.

Anne:
[48:09] Ja, ja.

Christian:
[48:11] Ja, zu Edith muss ich auch noch sagen, großartiger Moment, wo sie ja denn dem Gast Steinbrück, ja, also, um Olli Schulz zu zitieren, da sagt sie doch auch, brichst du Mary das Herz, brech ich dir die Beine.

Anne:
[48:24] So, dieses Die war so cool drauf. Und wo sogar Robert sich dann so gewundert hat, war mir so, seit wann haben wir denn so resolute Töchter? Ach, das fällt dir erst jetzt auf. Also das war nicht so schön. Und dachte ich so, ah, also das waren so, da ging mein Fangirl-Herz dann auf. Und ich dachte so, yes, the justice for Edith. Also die ja teilweise extrem, genau, die in der Serie extremst gelitten hat. Und die habe ich ja durch den Rewatch auch nochmal deutlich mehr lieb gewonnen im Vergleich zu Mary, wo ich dann zwischendurch dachte, boah, du blöde Kuki einfach mal weg und dachte schon wieder, warum muss sie wieder so geheilatet werden, aber ich hatte jetzt in dem Film doch ein bisschen mehr Nachsicht mit ihr, wahrscheinlich sind die auch alle wieder altersmilde geworden, aber ich fand es dann auch gut, dass Edith das hingekriegt hat, dass Mary endlich mal über ihren Schatten springt und sich auch mal bedankt bei ihr, dass sie auch mal was für sie getan hat und das nicht einfach nur für selbstverständlich nimmt und da dachte ich so, ja, wunderbar, also das fand ich wiederum auch sehr schön. Und ansonsten von den Figuren, ich überlege gerade, sehr niedlich fand ich dann den Moment zwischen Daisy und Mrs. Patmore, da die Staffelübergabe und wo Mrs. Patmore auch so diesen Satz sagt, von wegen so, du bist wie die Tochter, die ich nie hatte und Daisy danach so, ich werde diese Worte immer in Ehren halten. Und ich dachte, oh, und was ich auch sehr schön fand, also Mrs. Patmore ist ja mittlerweile mit Daisys Schwiegervater verheiratet.

Christian:
[49:46] Ex-Schwiegervater.

Anne:
[49:47] Ex-Schwiegervater, genau. Also das war ja diese kude Situation mit diesem William, der ja durch den Krieg verletzt wurde und dann haben sie schnell geheiratet und dann ist er gestorben. Und, Das hat tatsächlich den größten Lacher bei uns im Kinosaal gelöst, das Gespräch zwischen Mrs. Padmore und Mrs. Hughes, wo es darum geht, das Eheleben. Und die dann darüber gehen, ja, ich habe mit Mr. Mason noch nicht zusammen gewohnt. So richtig, richtig. Und Mrs. Hughes dann so scheitert von mir, so, oh, wir reden über dieses Leben. Und sie dann halt ein bisschen was zugibt aus ihrem Eheleben. Und die beiden so einen Lachflash kriegen. Und das hat selbst bei mir im Publikum gesagt, es waren alles Ü60, Leute. Und das war der größte Lacher, den ich gehört hatte um mich herum. Das war sehr niedlich.

Christian:
[50:31] Ja, ja, da sagt auch, glaube ich, Mrs. Hughes auch von wegen das größte Geheimnis, worüber niemand spricht es, dass es halt sehr, sehr viel Spaß machen kann.

Anne:
[50:40] Ich meine, Mrs. Hughes liebe ich ja auch sehr. Und es war halt sehr witzig, das aus ihrem Mund zu hören. Und ja, da fand ich es auch wiederum witzig bezüglich Mr. Carson, dass kurz nochmal ein Rückgriff gemacht wurde zu seiner Vergangenheit als Bühnendarsteller. wo ich dachte so, ach Mensch, das aus der ersten Staffel holen sie auch nochmal wieder hervor. Das ist für die Handlung eigentlich nicht wichtig, aber mei.

Christian:
[51:03] Da hat man das auch gemerkt, das große Finale. Also wie viele Andeutungen auf vergangene Momente. Selbst ein Kumpel von mir fängt jetzt an mit Downton Abbey und war so sehr begeistert von dieser wahnsinnigen Geschichte mit Mr. Pamuk aus der ersten Staffel. und ich meinte dann auch nur so, ja, das war für mich eigentlich so das absolut Schlimmste in der ganzen Serie. Ich erinnere mich auch noch an.

Anne:
[51:29] Hat er den Podcast gehört schon?

Christian:
[51:31] Nee, aber so dieses, und selbst das wird ja mit irgendwie Kicher, Kicher, Zwinker, Zwinker nochmal aufgegriffen. Ja. Aber genau, wie du sagst, diese Mr. Carson, aber auch hier Miss Padmore und Mrs. Hughes haben ja auch dieses Gespräch schon mal geführt mit veränderten Vorzeichen und so, da wird ja auch drauf angespielt. Also wir haben sehr viel, im Laufe des Filmes haben wir sehr viele erstmal Andeutungen oder Verweise auf die Serie, wo halt einfach nochmal so diese, das meine ich halt immer wieder mit Schleife, nochmal so diese Nostalgiegeschichte, diese Erinnerung an die Serie, an die besten Momente, an wichtige Momente für die Figuren. Da wird ja nochmal einiges so nochmal angedeutet, wo man merkt, dass es so diese Ehrenrunde.

Anne:
[52:20] Da gibt es noch eine Schleife und zwar zu der Staffel, wo Korra dann mit diesem Kunsthändler zu tun hat, mit der Richard E. Grant-Figur. Fünfte Staffel war das, glaube ich, wo es ja darum geht, um dieses eine bestimmte Gemälde von diesem einen bestimmten Künstler, ich habe den Namen vergessen, und darauf wird hier auch wieder, zugegriffen, weil Herod, also ihr Bruder, wuselt ja dann im Haus da rum und sagt dann so, hey, übrigens, ich will dem Sam Brook da das Bild zeigen und Korra schon sagt so, das darfst du ihm zeigen, aber nicht zum Verkaufen.

Christian:
[52:49] Ich hab die Einspielung gar nicht verstanden, aber ja.

Anne:
[52:52] Das kommt davon, wenn man den Podcast nochmal nachhört, weil da sind wir auf die Sachen ja auch nochmal eingegangen. Deswegen hatte ich das noch ein bisschen präsenter. Wenn man schon nicht rewatchen kann, Podcast hören. Das spart viel Zeit. Du kannst nebenbei Haushalt machen.

Christian:
[53:03] Das ist sehr praktisch. Genau, aber ich glaube, dann können wir auch zu der größeren Geschichte zu Mary kommen. Zu dieser ganzen Scheidungsgeschichte und diese ganze Staffelübergabe auch mit Downton. Also erstmal.

Christian:
[53:19] Erstmal fand ich das gut, dass endlich mal die Abwesenheit von Henry thematisiert wurde, weil wir haben jetzt den dritten Film, wo er wenn man gnädig, also im ersten Film ist er glaube ich einmal so eine Szene irgendwie schnell ins Anwesen gehuscht, aber bei den Filmen war Matthew Goode hieß er glaube ich der Darsteller, eigentlich nie Thema und irgendwie hieß es aufgrund von anderen, Produktionsgeschichten einfach nie irgendwie so, ne? Und das war ja, glaube ich, auch irgendwie schon beim zweiten Film schräg, da mussten die das auch irgendwie, ich erinnere mich noch an so, ich weiß nicht mehr genau was, aber ich erinnere mich an diese Momente, wo mit sehr, holprigen Dialogen nochmal erklärt wird, warum Henry nicht da ist. Irgendein Rennen hat er schon wieder und dann ist es kein Thema und dann war ja ständig auch dieses, oh, verfällt Marie jetzt diesem Typen oder doch eher diesem Typen und alle wollen was von ihr und oh, aber sie ist verheiratet, das war das Ende der Serie und aber so dieses, also die Filme wissen nicht genau was die erzählen wollen, so was sie mit ihr machen wollen, wenn sie eben so und deswegen fand ich das irgendwie gut, dass sie das mal aufgegriffen haben und dann eben auch mit dieser Scheidungsgeschichte fand ich das, interessant und irgendwie auch ein bisschen mutig, das so zu machen. Das macht eben viel mit Mary als Figur.

Anne:
[54:40] Vor allem, das ist ja tatsächlich auch ein gesellschaftliches Thema, was die Zeit ja auch geprägt hat, von wegen so, das war einfach etwas, was du nicht gemacht hast. Das ist ja dann, ich weiß nicht mehr, ob es genau der Zeitpunkt war, oder etwas später mit hier King Bertie mit seinem Bruder.

Christian:
[54:55] Ich glaube, das war noch ein Tick später, so 32 oder so, glaube ich.

Anne:
[54:59] Genau, mit dieser Wallis Simpson dann auch so, Das war ja auch so ein Riesenskandal, weil die ja selber auch schon verheiratet war und geschieden und so. Aber das dann zeigt, okay, selbst da war das auch auf jeden Fall ein Thema. Und was dann auch wirklich mal gezeigt wurde, okay, welche Folgen hat das dann tatsächlich für alle? und wo sich dann auch zeigt, wie solidarisch die dann halt, also gerade rund um Downton dann auch ihr gegenüber sind, dass sie sagen, okay, es war ja schon absehbar, dass es darauf hinausläuft. Also im Grunde waren die nicht alle so geschockt gewesen, dass es dann kam, aber dass es dann mit so einer Wucht dann auf die dann so geprasselt kommt. Und Mary sagte auch so, naja, als sie da bei diesem Empfang da irgendwie sind, ja, ich wollte es wenigstens mal einen Tag jetzt noch irgendwie noch genießen, halt nicht darüber zu reden, bevor die ganze Welt auf mich einstürzt. Aber es hat sie ja dann doch wesentlich früher eingeholt, weil natürlich die ganzen Zofen alle miteinander reden, wie das nochmal so ist. Was nachher aber wiederum ein Vorteil ist dann, wie wir dann feststellen, als dann Anna und Baxter ja dann rumlaufen und dann so erzählen so, ach übrigens, der neue Code kommt zu uns. Lü, lü, lü. Und dann, dass wie so ein Laufheuer sich dann ausbreitet.

Anne:
[56:02] Aber ja, da hatte ich tatsächlich wieder ein bisschen Verständnis für Mary und ich fand es ja auch niedlich eben von Edith, dass sie ja dann wirklich versucht hat, sie aufzubauen, so im Sinne von, hey, das ist doof. Und so wie es halt eben verstanden hatte, Henry hatte sie auch betrogen. Das ist halt doof. Und da fing es wiederum schön von Edith Seite, dass sie dann sagt, okay, ich versuche dich da irgendwie aufzubauen, abzulenken oder ähnlichen. Also, dass sie dann halt über alle Differenzen, die sie mit ihrer Schwester all die Jahre dann hatte, dass sie dann für sie dann auch wirklich da ist. Und auch Cora ist auch sehr supportive und dann sagt er so, hey.

Anne:
[56:34] Da, wo du nicht eingeladen wirst, werde ich auch nicht hingehen. Und Mary dann auch schon sagt, um Gottes willen, Mama, nee. Und wo dann auch wieder diese Kluft kommt von wegen so, du hast halt diese Tradition, die müssen eingehalten werden. Und weh, du willst auch nur ein bisschen abweichen. Selbst Barrow, der dann halt später als Gast mit dort ist, selbst der sagt dann so, nee, nee, nee, wir wollen nicht in einem Abend dann halt alles wieder einreißen. Selbst der sagt dann so, nee, ich bin untergestellt. Ich muss halt durch den gesinnene Flur und Ähnlichem. Und das dann, also dieser Erfrau kommt von wegen so, Moment mal, er wird nach oben eingeladen, oh mein Gott, er hat gar nicht den richtigen Anzug dafür, oh mein Gott und gut, Carsten, der Traditionalist, für den fällt ja alles so richtig zusammen und ja, also man merkt dann einfach, dass dieser Film oder auch jetzt die letzten zwei Filme, das zeugt einfach viel von diesem Thema Veränderung mit der Zeit gehen, Tradition hinterfragen, Tradition neu aufbauen, was behält man bei, was nicht. Solche Aspekte kommen hier natürlich wesentlich mehr rein. Also an Sachen wird ja natürlich festgehalten, wie zum Beispiel diese Erbfolgegeschichte, dass halt Mary halt die Nächste ist. Und es ist klar, folgerichtig ist dann ihr Sohn George der Nächste. Also das wird gar nicht hinterfragt. Das ist dann jetzt so. Aber ja, gewisse Sachen, da ist man ein bisschen gnädiger.

Christian:
[57:50] Ja, also ich finde, ich habe gerade nochmal nachgeguckt, dass von 1936, dass der König Edward, der Achte war das, dass der abgedankt hat für seine Liebschaft mit einer geschiedenen Frau. Deswegen konnte er dann nicht mehr König sein.

Anne:
[58:09] Könnte ich mir nur wegen King's Speech merken, sonst käme ich da gar nicht aus.

Christian:
[58:13] Ja, genau. The Crown, da habe ich das so ein bisschen auch. Ja, genau. Und deswegen, also das finde ich auch interessant, dass sie das ja quasi hier auch schon so ein bisschen vorbereiten. Also Mary als große Vorreiterin in Sachen, als Trendsetterin mehr oder weniger so mit dieser Scheidung, aber eben auch so interessant, aber so war das halt damals, dass sie ist die geschiedene Frau. Also die Frau war diejenige, die dann den Stempel und das Problem hatte, weil er hat sich halt scheiden lassen und, das haben sie ja auch irgendwie so erwähnt, dass halt die heimliche Liebschaft ja noch nicht mal diejenige ist, die vor Gericht geladen wird, sondern dass man sich da ja glaube ich irgendwie so eine Stellvertreterin irgendwie holt, die kriegt den ganzen Schmutz ab und die eigentliche Liebschaft, die wird aber gar nicht an die große Glocke gehangen und die wird gar nicht in die Öffentlichkeit gezogen und so dieses, ne, die Männer wissen schon, wie sie quasi diesen ganzen Zirkus und diese, Spielregeln, die sie ja meistens selbst gemacht haben, auch so navigieren und umgehen können und Mary ist halt diejenige, die dann eben gebranntmarkt ist, um es mal wirklich auch so zu formulieren. Aber umso interessanter.

Christian:
[59:21] Ja, also damit wird auch wieder, finde ich, voran erzählt. Das ist so, dass beim ersten Film war das nicht so ein Vorangehen, sondern eher nochmal so ein Highlight, also eher nochmal so eine Eskalation in Umständen, der König kommt. Also das bringt nichts voran, außer dass es halt allen quasi ja nochmal so ein, wie so ein goldenen Pokal irgendwie. Downton wird halt noch mehr geehrt und noch ruhmreicher und also so. Aber bleibt ja irgendwie auf der Stelle. Dieser zweite Film, der ist halt irgendwie so Wet Hot Summer Vacation in France, so dieses völlig daneben und wie skurril ist das, dass aus dem Stummfilm der Tonfilm wird. Also das macht halt irgendwie mit Downton macht das ja erstmal gar nichts so. Das bleibt so auf der Stelle stehen und ist halt irgendwie wie so eine Sommerurlaubslektüre irgendwie dabei. und jetzt geht es mal wieder voran. Also jetzt will man zwar abschließen, aber dabei auch nochmal einen großen Schritt nach vorne gehen. Irgendwie auch so in dieser Zeit und mit den Figuren. Und das hat mir irgendwie gut gefallen, dass sie dann wirklich sagen, okay, obwohl wir jetzt hier das Ende einläuten, gehen wir dabei noch einen Schritt voran. Und das mit dieser Scheidungsgeschichte, weil hätte man jetzt auch nicht unbedingt machen müssen.

Christian:
[1:00:38] Er hätte auch einen Autounfall haben können. Wir hätten die trauernde Mary und die große Geschichte. Ja, aber so vom Prinzip her, dass es eher so darum geht, dann wäre alles aber auch so auf der Stelle geblieben, aber halt eben so diese Tradition noch so aufzubrechen und umso interessanter, weil das ist echt so seit zwei Wochen in meinem Kopf so hängen geblieben, ist halt auch das Ende. Also wir haben jetzt, müssen wir vielleicht auch gleich noch ein bisschen erzählen, so Robert und Cora, aber besonders mit Robert wird das ja erzählt, Cora hat auch nicht so viel hier in dem Film zu tun, außer ihrem Bruder auf die Finger zu hauen, zurecht.

Anne:
[1:01:12] Und Mary mental zu unterstützen.

Christian:
[1:01:15] Genau. Männer und Geld ist halt auch immer ein Thema. Aber Robert ist ja derjenige, bei dem dieser Generationswechsel eben auch erzählt wird. Der sagt, ich will eigentlich gar nicht. Und der sich ja noch mal eher wieder in dieser alten Rolle berufen fühlt, weil Mary jetzt diese gesellschaftlichen Probleme irgendwie hat. So dieses, sie kann nicht, also muss ich wieder, also darf ich wieder. So in dieser Rolle irgendwie aufgehen. und er kriegt aber so diesen ... Diesen Backlash sozusagen von der Familie und eben auch von anderen in der Familie, die halt eben ihn aus der Rolle da wieder rausschubsen wollen. Aber die letzten Bilder sind Mary in Downton. So die nächste Generation ist angekommen, aber es ist diese geschiedene Frau, also Frau und geschieden, die jetzt die neue Chefin, der neue Kopf von Downton Abbey ist, die ja dann eben auch sehr bildstark unter diesem Gemälde von Violet Crawley von Maggie Smith steht und auch nochmal diese Blicke in die Halle wirft und an, also da ist ja wirklich die Tränendrüse aufgedreht worden.

Anne:
[1:02:24] Oh Gott, ja. Ich habe Spor zum Wasser geheult, als dann Maggie Smith dann nochmal aufschlug, wo ich dachte, bei den anderen Figuren, ich meine, die leben alle noch und das war ja dann halt aufbeifahren, aber gerade mit Maggie Smith nochmal und wie sie dann so in die Kamera guckt, so dieses so, I'm so proud of you-mäßig und ich dachte so, oh Gott. Da ging gar nichts mehr bei mir, da war ich völlig durch. Weil, ja, meine gute Dame ist ja dann auch irgendwann von uns gegangen, so, ich meine, die war auch wirklich schon sehr, sehr alt und am Ende dann auch so dieses so in Gedenken an eben. Dame, Maggie Smith und so.

Christian:
[1:02:57] Aber so die Größten, wir hatten ja eben auch Dan Stevens, Matthew, genau und Sybil, genau. Also auch diese innerhalb der Downton-Erzählung wichtigsten verstorbenen, eben fehlenden Familienmitglieder, um da auch nochmal so eine Schleife irgendwie zu ziehen und eben auch nochmal in die Serie zu erinnern. Aber eben auch Mary, die sich das anschaut und die halt eben so ich fand das irgendwie stark. Ich fand dieses Bild irgendwie stark, dass sie eben so nochmal mit einem Blick in die Vergangenheit die Zukunft symbolisiert von Downton Abbey. Und eben jetzt innerhalb dieses Filmes, diese Scheidungsgeschichte eben nochmal so obendrauf und dazu kommt so, ja, sie navigiert da irgendwie durch und am Ende ist das auch alles mehr oder weniger Happy End, aber ich fand es irgendwie interessant, dass so viel, nach vorne, also zumindest am Ende auch nach vorne geguckt wird, auf die Zukunft irgendwie projiziert wird.

Christian:
[1:03:59] Das fand ich, also ich mochte diese Nostalgie-Trenendrüse nicht so ganz, aber das bin auch ich, ich bin bei sowas mittlerweile echt, das ist ein bisschen schwierig, aber ich fand eben, für mich war diese starke Bild, dass eben, also erstmal Mary, die ja sowieso immer eigentlich so die Powerfrau in dieser Welt war, die sich ja noch nie was hat sagen lassen. Früher so ein bisschen trotzig pubertär, aber je älter sie geworden ist, ja trotzdem irgendwie so zu sich auch irgendwie steht und stehen kann in einer Welt, die sie eigentlich immer kleiner machen wollte, als sie ist. Um dann aber eben auch, also diese ganze Scheidung war ja auch eine Sache, zu der sie halt stand. Also das war ja jetzt auch nicht, dass sie da sitzt und sagt, oh, ich hab ihn ja so geliebt und das ist so unfair, sondern dass sie auch gesagt hat, na, ist schon vielleicht auch besser so den alten Sack losgeworden zu sein. Es war ein Arschloch und zu spät erkannt und tschüss, schönes Restleben, aber weg ist er. Ich fand das ein geiles Bild einfach, wie sie da am Ende steht.

Anne:
[1:05:02] Ja, ich fand das vorhin auch sehr stark, ganz am Ende haben wir ja dann so diese Mid-Credit Scenes, wo ja dann sämtliche, Pärchenkonstellationen nochmal gezeigt werden, also ich sag jetzt bewusst Pärchenkonstellationen, wo wirklich nochmal über allem so eine Minischleife nochmal gemacht wurde, von denen so, ihr seid da, da, da, da und da, aber sie als finales Bild, als, alleinerziehende Mama mit ihren beiden Kindern, liest eine Geschichte vor und sie ist glücklich. Und das fand ich auch gut, dass man ihr nicht nochmal jetzt noch einen Ehemann aufgezwungen hat. Also ich dachte schon, als dann halt dieser Sam Brook, dann kam ich, ich dachte so, oh Gott, jetzt nicht noch der nächste Typ. Ja, dachte ich auch. Ich hatte diese Staffel 5 Flashbacks, wo dann teilweise zwei Leute um sie buhlten, wo ich so dachte, oh nee, bitte nicht das auch noch wieder. Das haben wir doch schon durch, also da sind wir doch schon weiter. Ich meine gut, dass sie jetzt dieses One-Night-Stand dann hatte, Ja, das war der Situation geschuldet und der Plot musste ja vorangetrieben werden, aber ich fand es wiederum sehr angenehm, dass dann diese vermeintliche Erpressung sehr schnell aufgelöst wurde. Also, dass sie sich gar nicht erst darauf eingelassen hat, dass sie sehr schnell zu Edith gegangen ist. Das fand ich schon mal hohe Kunst. Ich dachte so, wow, also da ist sie wirklich über ihren Schatten gesprungen. Sie hätte ja zu ihrer Mutter gehen können oder sonst irgendwas. Aber dass sie explizit zu ihrer Schwester hingegangen ist und sich da ihr anvertraut hat, das fand ich gut. Das hat das gut abgerundet auch.

Christian:
[1:06:18] Und überleg mal, das wäre sonst immer Futter für eine ganze Staffel gewesen von Downton Abbey. Also, wer mit wem und wer mit Mary und oh, Mary und ich will ihn aber gar nicht und das war doch nur das eine Mal und oh, Mary, du kannst doch nicht und ja, sieht so gut aus, aber eigentlich will ich ihn nicht und hin und her und hier war das so ein so, naja, ein bisschen Alkohol, kann schon mal passieren, hab keinen Bock auf dich, verpiss dich.

Anne:
[1:06:42] Ja, gut aus.

Christian:
[1:06:43] Ja, aber auch irgendwie, dass sie da so zu steht und das ist auch nicht dieses große, weißt du, dieses große Drama, es hätte ja auch sein können, dass das irgendwie am, Essenstisch wieder irgendwie und Robert haut auf den Tisch, Mensch Mary, was machst du da nur und du riskierst das ganze Erbe von Downton und die Zukunft und wenn das die Bauern in der Nachbarschaft wissen und Das war es halt alles nicht so.

Anne:
[1:07:03] Wobei er sehr viel wütend war in diesem Film.

Christian:
[1:07:06] Das stimmt, aber nicht so. Nicht deswegen.

Anne:
[1:07:08] Ja, das stimmt.

Christian:
[1:07:09] Und das hat mir einfach gut gefallen. Und irgendwie, also dieses letzte Bild, wie du auch sagst, wie sie da auch liest und wie sie da auch steht und so, das ist irgendwie... Auf eine gewisse Art und Weise symbolisiert das ja eben auch, dass das so ihre Geschichte war. Downton Abbey ist irgendwie auch die Geschichte von Mary und was aus ihr wird und wie sie da durchnavigiert und dass das jetzt so der Punkt ist, an dem sie ankommt, nachdem sie so viele Dramen mit und ohne Männer und mehrfach und gleichzeitig und auch nicht und tragische Unfälle und so, da ist schon echt einiges bei ihr passiert. Aber das ist halt so, wie du sagst, dass sie da schlussendlich dann allein mit ihren Kindern dasteht, ist irgendwie auch irgendwie ein spannendes Bild, finde ich. So für diese Welt, für diese Fiktion, für diese Zeit, für das, was da irgendwie erzählt werden will.

Anne:
[1:08:04] Eben weil halt nicht dieses Forcierte, das ist von dem so, jeder muss irgendwie seinen Deckel zu seinem Topf irgendwie finden.

Christian:
[1:08:09] Ja und gerade sie als Erbe, das war ja oft auch Thema, dass also gerade die ersten Staffel bewusst darum ging, dass sie irgendjemanden heiraten muss. Damit das ja irgendwie mit da unten weitergehen kann. Und da ging es ja nie um sie, da ging es ja irgendwie mehr um das Anwesen und so. Ich finde das irgendwie ein cooles Bild. Ich finde das irgendwie, also auch...

Anne:
[1:08:24] Ja gut, sie hat jetzt aber auch zwei Kinder und da hat das Thema ja auch nicht mehr durch. Also sie ist ja theoretisch nicht mehr drauf angewiesen verheiratet. Sie hat ja mindestens einen Erben.

Christian:
[1:08:32] Stimmt.

Anne:
[1:08:33] Sie hat jetzt den kleinen George und dann hat sie ja noch ein Töchterchen gekriegt, wenn ich das richtig auf dem Zettel hatte.

Christian:
[1:08:37] Stimmt. Ja, ja, die Erbreinfolge ist gesichert. So, die Pflicht ist erfüllt. Das stimmt schon.

Anne:
[1:08:43] Aber...

Christian:
[1:08:43] Das stimmt schon, ja. ja, aber ich finde das irgendwie ein tolles Bild, also das bleibt bei mir irgendwie länger hängen, als ich das auch erwartet habe und, steht halt eben auch für dieses große Motiv, darüber wollte ich halt auch nochmal sprechen, diese, ja, mit dieser Erbreihenfolge eben diese Generationenwechsel. Das ist ja eigentlich das große Motiv, was sich hier durch den Film zieht, also es hat ja eben, also im Englischen ist es ja glaube ich The Grand Finale, es hat ja auch irgendwie die, The Next Generation oder sowas heißen könnte. Darum geht es ja ganz stark. Eben auch in diesen kleineren Geschichten. Carson, der abdankt. Miss Padmore, die abdankt. So die Nächsten, die da nachrücken. Und diese Funktionen, die Küche, das Anwesen mit dem Butler, aber eben auch das Anwesen upstairs mit Mary. Das ist alles in guten und in sicheren Händen.

Anne:
[1:09:38] Ich hatte aber tatsächlich auch, als ich den Trailer gesehen hatte, kurz die Vermutung gehabt, dass das mit diesem großen Finale auch gemeinsam könnte, dass sie tatsächlich das Anwesen verkaufen. Also, dass sie sich so auf komplett dann von Downton Abbey verabschieden, dass dann da der Cut gemacht wird. Aber so, wie das jetzt gelöst wurde von wegen, okay, es ist einfach nur die Staffelübergabe im Sinne von nur Robert und Cora verabschieden sich quasi vom Haus. Aber zumindest Mary führt das dann weiter. Da dachte ich so, ja, das ist aber auch ein schönes Bild. Dann weiß man wenigstens, Downton Abbey ist in guten Händen. Mary wird sich darum kümmern. Und ja, was die ganzen Bediensteten betrifft, da ist auch alles gerät im Sinn von, die alte Garde geht und so die neue Garde übernimmt dann quasi mit Daisy und Andrew und auch die Situation mit den Bates, die ja eigentlich so aufgeteilt waren, die haben eine gute Lösung gefunden im Sinn von, die ziehen dann geschlossen mit, Lord Grantham und Lady Grantham einfach mit und sind dann dort einfach und allein da, das fand ich auch einen sehr süßen Moment, wo dann Anna, dann Mary fragte, ja, wenn das Baby dann da ist, wäre es okay, wenn sie dann die Patentante wären. Wo ich so dachte, oh, so schön. Also da merkt man halt, die beiden sind halt auch so ein Herz und eine Seele und vertrauen sich auch. Und die werden sich immer, wie sagt die Anna so schön, wir werden immer voneinander abhängig sein. Also das war süß. Also da haben wir halt dieses oben und unten Ding dann halt auch wieder, dass dann merkst du, okay, da vermischen sich die Grenzen dann doch wieder so ein bisschen. Also sie können dann doch nicht ohne einander. Das war nicht süß.

Christian:
[1:11:06] Ja, man bleibt verwoben und, Ja, nicht verwandt, aber zusammengehörig und das hat mir auch gut gefallen. Aber ich fand dieses Motiv irgendwie auch sehr schön. Also, weißt du, ja gut, ich kann nur spekulieren, Julian Fellows ist auch nicht der Jüngste und eben auch Teil dieser Aristokratie und so, aber ich fand es irgendwie, also auch, wie du sagst, das Publikum eher Ü60 und dieses ganze, Also das ist ja auch ein Film übers Altwerden. Und Altwerden heißt ja auch loslassen. Und wir sind jetzt beide nicht in dieser Generation. Also wir sind beide nicht in der Generation, die jetzt eigentlich, also wir sind so dazwischen. Also wir haben eigene Kinder, die noch sehr klein sind. Also wir sind jetzt nicht Anfang 20, wo wir in die Welt ziehen und sagen, jetzt sind wir dran und gib uns. Wir sind aber auch nicht Ü60, wo wir sagen, okay, wir haben das alles schon hinter uns und jetzt kommt da, an wen übergeben wir das, was wir irgendwie geleistet haben, sondern wir sind ja noch dabei.

Christian:
[1:12:11] Aber ich finde das irgendwie, also ich glaube, dass der Film ein Film ist, der erstmal so mit einem wachsen kann. Dass man so in verschiedenen Lebensphasen eben, also ich bin gespannt, wie das ist, wenn ich nachher 50, 60 bin und diesen Film nochmal gucke. Und ich dann auch ein ganz anderes Verständnis für die Figuren habe, auf die ich jetzt eher von außen gucke.

Christian:
[1:12:34] Und gleichzeitig finde ich das irgendwie ... Ich will nicht zu weit gehen mit dem Lob, aber ich finde es schön und ich finde es auch einen Tick erfrischend, dass ein Film für diese Zielgruppe, aus dieser Zielgruppe, also aus dieser Altersgruppe, auch aus dieser Generation auch, so versöhnlich auch mit dem Thema umgeht und eben nicht so verbittert zurückguckt und sagt, wir waren die letzte gute Generation und guck mal, was nach uns kommt. Da kommen die unverheirateten Frauen, die von sich behaupten, allein so ein Anwesen zu führen und zehn Jahre später bricht der Weltkrieg aus und dann ist es eh dem Untergang geweiht. Also so verbittert, so zynisch, so kalt auf das irgendwie zu gucken, sondern auch zu sagen, nee, das ist schon auch richtig so, dass jede Generation abgelöst wird und dass danach was kommt, was, wie wir ja über die Jahre gesehen haben bei Downton, eigene Ideen hat, frischen Wind reinbringen. Dinge anders macht und denkt und plant und das hat mich am meisten überrascht eigentlich bei dem Film, dass das so ein Film ist, der so versöhnlich alt geworden ist oder alt werden will.

Anne:
[1:13:45] Also mich hat es nicht überrascht und so, ich fand das eigentlich in sich schlüssig von dem, was wir auch all die Jahre dann halt gesehen hatten durch die Serie, durch die Filme auch. Das ist ja immer eigentlich was sehr Versöhnliches hatte. Es ist ja im Grunde genommen eine Eskapismus-Reihe dann auch so, die halt viel für das Thema Familie steht, aber halt auch das Thema, ja, was machen die Zeiten mit einem und so. Ich meine, wir erzählen hier 15 Jahre, dann Downton Abbey. Ich meine, überlegen wir, wir haben mit dem Untergang der Titanic angefangen und jetzt sind wir hier in den 30ern. Das ist schon eine ziemliche Zeitspanne und da ist einfach viel passiert, auch über die ganzen Generationen hinweg. Also angefangen mit Violet, ihre Garde und so und dann hast du die Elterngeneration, dann hast du die Kindergeneration und die werden dann auch alle Erwachsener, Und weiß er dann auch, also selbst eine kleine Daisy, wenn man überlegt, wo sie angefangen hat und wo sie jetzt dann steht. Und man denkt so, ja, schön. Also man freut sich für die Figuren auch mit. Aber wie du schon sagtest, ich kann mir auch gut vorstellen, wenn wir den Film auch noch mal etwas später gucken, dann wenn unsere Kinder zum Beispiel dann schon Flügge geworden sind. Und wie wir dann auf das Ganze dann gucken. Oder wenn die selber dann mal Kinder dann haben sollten.

Anne:
[1:14:48] Ist ja nicht auszuschließen, wie wir dann noch mal auf die ganze Geschichte dann gucken. Also das ist ja eine Serie oder generell auch die Filme, die bieten das ja auch wirklich an, dass man dann in gewissen Lebensphasen da einfach nochmal reinschaut und dadurch nochmal andere Aspekte für sich mitnimmt. Das erleben wir ja mit Kinderfilmen ja auch so, wenn man die ja hinguckt, nimmt man die so wahr und später als Erwachsener merkt man auf einmal, oh, da sind ja nochmal ein paar Ebenen, die ich so noch nicht kannte, weil die Lebenserfahrung dann auch entsprechend fehlte. Und ja, das fand ich dann auch sehr schön. Was mir aber auch sehr aufgefallen ist bei dem Film, ist ganz viel dieses die amerikanische und die englische Weltsicht, wo ja wirklich auch so ein bisschen Culture Clash irgendwie stattfindet, wo ich dachte so, aha, okay, also im Sinnvoll wurde immer verkauft von wegen so, ja, die Amerikaner sind viel entspannter und die Briten, die achten immer so sehr auf Tradition und wir gehen da anders mit gewissen Situationen um. Und ich dachte so, na, was ist gerade jetzt mit dem aktuellen Weltgeschehen? Weiß ich nicht, ob die Amerikaner so das Vorbild sein sollten, so richtig.

Christian:
[1:15:49] Ja, das stimmt, das stimmt. Ich habe jetzt eher noch dran gedacht, ich weiß nicht, hast du mal The Gilded Age geguckt?

Anne:
[1:15:58] Noch nicht.

Christian:
[1:15:59] Ja, das wird auch nochmal spannend. Ich will dich da ja auch nochmal zu so einem großen Podcast, aber die muss erstmal abgeschlossen sein. Ich glaube, das sind auch schon drei oder vier Staffeln. Genau, das ist nämlich die nächste Serie von Julian Fellows.

Anne:
[1:16:12] Feuer anzieht.

Christian:
[1:16:13] Genau, die so im 19. Jahrhundert in den USA spielt und da eben in der großen Verhandlung das Thema Neuerreichtum versus Alterreichtum verhandelt. Dass du halt in den USA, also eben dieses Gilded Age war da so die Zeit, ich glaube so 1870 bis 1890 oder so, wo halt in den USA, ich glaube so mit so zum ersten Mal so eine komplette Generation an Reichtum neu hinzugekommen ist, weil man den Reichtum selbst aufgebaut hat. Also der große Konflikt dort ist halt in dieser Serie, das ist halt das alteingesessen, ist ja nicht wirklich Aristokratie, aber die rübergemachte Aristokratie, die aus irgendwie England kommt und wo schon in zweiter, dritter, vierter, sonst wie Generation eben der Reichtum da ist, die beherrschen die High Society in New York. Die sind so, die geben den Ton an und auf einmal prescht aber eine selbstgemachte Elite, die nicht den Reichtum vererbt hat, sondern sich selbst angehäuft hat durch, ich glaube.

Christian:
[1:17:25] Zug, wie heißt das, Eisenbahnimperien, mediale Imperien. Ich weiß nicht, ob Öl da auch schon eine Rolle spielt, aber diese Selfmade-Reichen. Und das ist so der Clash, der da untereinander stattfindet. Und ich glaube, darauf spielt das halt auch so ein bisschen ab, dass halt eben in den USA dieser Reichtum und diese High-Society-Regeln halt noch in vielen Kontexten halt so neu und noch so unbedarft sind, weil man halt vielleicht erst seit einer Generation in diesem Reichtum lebt. Und dann gibt es halt diese Tradition und diese ganzen Dinge halt gar nicht, sondern dann ist das halt so, dass du als geschiedene Frau und dann geht das alles. Aber in Großbritannien ist das halt alles so in Stein gemeißelt und so... Unter Tradition eben auch manchmal erdrückt. Also das habe ich da so ein bisschen rausgesehen, dass halt eben auch so dieser Lobgesang auf die USA, wo ich mir so dachte, ah ja, Julian Fellows, du bist ja gerade eigentlich auch viel, also mit The Gilded Age bist ja gerade mehr in den USA unterwegs, um da deine Vorgeschichte quasi zu erzählen. Da bin ich auch nochmal so ein bisschen drauf gespannt, ob es da auch nochmal irgendwelche Versuche gibt, Brücken zu da unten zu schlagen, ob es da irgendwann in späteren Staffeln auch nochmal so Andeutung gibt oder so.

Anne:
[1:18:42] Würde sich ja anbieten, weil das ist ja quasi dann so die Ecke rund um Koras und Harrods Mutter wahrscheinlich, also so in jungen Jahren, also zumindest so das Gefilde, so in dem sie sich ja wahrscheinlich bewegen würde, wenn man sagt, man möchte ihre Figur da so ein bisschen reinbauen und dadurch kann man eventuell einen Verweis zu Korra machen und dann wiederum zu Lord Grantham und so weiter.

Christian:
[1:19:01] Genau, vielleicht ist das, ohne da auch irgendwie die große Brücke zu schlagen und zu sagen, wir haben die Figur und den Namen und die taucht da auf, sondern eher vielleicht so diese, thematische Linie einfach zu machen, dass man weiß, okay, vielleicht taucht irgendwann mal der Name einfach nur irgendwo auf, wo man merkt, ah, und Chorus Familie kommt aus dem neuen Reichtum und deshalb erklärt sich vielleicht eben auch, warum die Familienseiten sich halt nie so gut verstanden haben, weil, ne, so diese unterschiedlichen Backgrounds einfach da sind, dass man das einfach vielleicht nochmal ein bisschen mitdenken oder mitnehmen kann, aber ja, also was, um nochmal auf meinen Punkt gerade nochmal, um den Bogen nochmal zu schlagen. Ich finde das, weil du gerade gesagt hast, so in der heutigen Zeit und in der realen Welt, ich habe nämlich auch das Gefühl, dass dieses, also ich finde das so bewundernswert, weil ich das Gefühl habe, dass in der heutigen Zeit, in der realen Welt, aber auch in der fiktionalen Welt, also ich sehe das leider eher.

Christian:
[1:20:00] Ich sehe das nicht so oft, dass so Erzählungen über das Altwerden so funktionieren wie hier. Also dass man so lustvoll, aber auch so wohlwollend alt wird. Ich sehe dann eher das Schimpfen über die jungen Generationen, also gerade auch so im Politischen, so nach dem Motto, na klar sind die Alten diejenigen, die die Welt irgendwie kaputt machen wollen, weil die sind halt irgendwie alt und wissen es nicht besser und jetzt müssen aber die jungen Generationen kommen und die Welt wieder verbessern, so nach dem Motto, sie tun es nicht. Also es ist ein Fehler der jungen Generation und nicht der Fehler der alten Generation, die es verkacken. Die könnte man ja genauso in die Pflicht nehmen. Und ich kenne das halt eher so auch ...

Christian:
[1:20:43] So, ja, also ich, das ist eine Randnotiz, eine Momentaufnahme, das ist vielleicht sehr speziell, aber was ich manchmal so gegen meinen Willen aufschnappe an Krimiserien von diesen alten weißen Säcken, die irgendwie ermitteln, wo ich mir immer denke, ach, das geht mir so auf die Nerven, diese, das meine ich halt, so wo dieses für die Generation 50, 60 plus, wo es immer nur heißt, ah ja, weißt du, der schrullige Ermittler, der sein Smartphone nicht bedienen kann, Der aber gerade, weil der so analog ist und auf diese ganzen neuen modernen Methoden und diese jungen Kollegen scheißt, ist natürlich nur der alte Sack in der Lage, den Fall zu lösen. Weil die böse KI und das böse Internet und das böse Smartphone, das ist ja eigentlich immer das, ich habe das leider zu oft auf familiären Couches am familiären Fernseher miterleben müssen, wo ich mir denke, oh eine Fresse, was wird dieser Generation eigentlich so an Erzählungen da so hingerotzt und hingeworfen und was frisst die eigentlich mit Löffeln und Gabeln da, also furchtbar. Ja, da finde ich das halt so versöhlich, dass man sagen kann, hey, alt werden tut nicht weh, weißt du, so wie bei Robert, so dieses, ja, man kann sich auch in dem Alter noch an neue Dinge gewöhnen, auch wenn die neuen Dinge vielleicht eher die alten Dinge, aber in einer anderen Umgebung sind, okay, also so dieses.

Christian:
[1:22:02] Ich fand das einfach so angenehm, endlich mal eine Erzählung zu haben, die sagt, hey, liebe Leute, alt werden ist nicht schlimm, weil wir sind auch alt, wir werden auch alt. Das kann man auch in Würde tun. Fand ich halt sehr angenehm einfach.

Anne:
[1:22:18] Ja, definitiv. Ich wüsste jetzt auch keine anderen Beispiele, wo das so thematisiert wird. Aber wo du das Thema versöhnlich sagst, so würde ich mal den Schlenker nochmal in eine andere Richtung biegen, ist das Thema rund um Thomas und Dexter. Weil das hatten wir ja auch in der Serie oder im Rewatch ja auch besprochen, dass wir generell dieses Oberthema Homosexualität oder seine Sexualität ausleben, dass das in diesem historischen Kontext doch ungewöhnlich versöhnlich behandelt wird. Also, dass gerade so auf Frauenseite, also rund um Anna, Baxter, Suze, dass sie alle nie so ein Problem damit hatten, so richtig. Einzig Mr. Carsten da gerne mal so ein bisschen mal rummotzte. Ich sag das jetzt bewusst so. Und auch hier in der Geschichte hat man das Gefühl, irgendwie wissen das alle, dass da irgendwas ist. Also gerade zwischen eben Thomas und dem Dexter, dass die mehr sind, als einfach nur Arbeitgeber und irgendwie Garderobier. Und dann, dass es dann so weit kommt, dass er dann halt mit da oben sein kann. Und das schwingt er immer die ganze Zeit so mit. Und selbst Mary dann so, ja, ja, ich weiß, dass das mehr ist zwischen denen. Und musste sofort wieder ein Untergespräch daran denken, so als wir das vor ein paar Jahren noch schon hatten. Und ich dachte so, na, wird dann doch hier wieder aufgegriffen. Also es wird wieder nicht konkret ausgesprochen, aber es ist da. Aber man freut sich ja auch wieder für Thomas von wegen so, oh, er hat auch sein Glück irgendwie gefunden. Vielleicht nicht auf dem Weg, wie er es erwartet hat, aber immerhin hat er sein Glück. Und es ist doch schön.

Christian:
[1:23:44] Und da muss ich auch sagen, das fand ich halt auch sehr angenehm, dass Guy Dexter auch Thema war. Da hatte ich so ein bisschen Angst. Also ich wusste nicht, dass der Dominic West auch wieder dabei ist. Ich weiß gar nicht, ob ich das im Trailer nicht mitbekommen habe oder so. Aber als das so gleich am Anfang irgendwie Thema war und das auch gezeigt wurde, dass die beiden halt immer noch zusammen sind, zusammenarbeiten, zusammenleben, ein Paar sind, da war ich auch sehr beruhigt, weil es hätte halt genau das gleiche Problem wie bei Matthew Goode und bei der Figur Henry sein können, dass man sagt, ah, wir kriegen den Schauspieler jetzt aber nicht in den Film und deswegen müssen wir uns irgendwas für Barrow überlegen. Und heißt es, wir bringen ihn auch nicht in den Film oder ist er im Film, aber die sind getrennt. Also dass so diese Umstände irgendwie dazukommen und da so eine Tragik in die Figur reinmachen. Ich fand das einfach sehr schön. Ich fand das auch sehr schön und versöhnlich. Ich glaube, Robert ist der Letzte, der es irgendwie mitbekommen hat. Hat er ja nicht irgendwie, glaube ich, nochmal so einen Kommentar und Cora und Edith und Mary gucken sich doch, glaube ich, so an. So, ja, ja, schon, die stehen sich schon sehr nahe. Ja, ja, hat so gut erkannt, der hat, ja, ja, genau.

Anne:
[1:24:52] Ich fand aber auch das Trio auch so niedlich, rund um eben dann Thomas Dexter und eben diesen Noel Coward, den ich als Charakter eigentlich auch sehr sympathisch fand und wo, ich weiß gar nicht mehr, wie der genau Dialog war, es ging dann irgendwie darum, so von wegen so, ja.

Anne:
[1:25:05] In Zeiten von heute, da sieht man bei den Frauen wenigstens noch die Knöchel und Noel dann nur den Spruch lässt so, ja, für uns ist das ja nicht so relevant. Das fand ich irgendwie wieder sehr niedlich. Aber ich fand den als Charakter auch sehr sympathisch. Also ich fand das eine schöne Ergänzung dann halt auch in dieses Setting und dass der da einfach so ein bisschen mitwischte. Also da hat jetzt die Handlung auch nicht wirklich vorangetrieben. Da war halt nur dieses Easter Egg, was wir schon gesagt haben, mit Moseley und mit diesem Titel für das Theaterstück. Aber ja, ich fand das Lied auf dem Pian fand ich auch sehr schön. Also das findet man auch im Soundtrack. Ich habe das auf der Rückfahrt sehr viel gehört. Das ist sehr schön, weil das so diese Vibes von Comedian Harmonists auch irgendwie hat, nur halt im sehr starken amerikanischen. Aber das fand ich schön. Und ich fand das sowieso extrem, dass dann in diesem Soundtrack viel mehr man so diese Radiosongs dann auf einmal hatte. Das hattest du ja vorher gar nicht. Und diesmal merkt man das auf einmal. Okay, das ist noch ein bisschen... Moderner, in Anführungszeichen, gehalten. Da dachte ich so, ah, ja, das fand ich auch irgendwie angenehm, weil es halt auch immer vom Text her auch immer sehr gut passte. Also es gibt dann eine Szene, ich kriege nicht mehr das Glied genau zusammen, aber da ist Carsten dabei, auch irgendwie wieder Silber zu polieren. Und dann kommt irgendwas so sinnmäßig von, ja, hier traditionell und, hm, das ist alles schön. Oder ich bin so an Old English Guy und keine Ahnung was. Und dachte ich so, ja, das war schon on point. Das fand ich sehr schön.

Anne:
[1:26:23] Fiel mir gerade jetzt noch wieder ein.

Christian:
[1:26:25] Vielleicht machen wir damit auch so langsam den Endspurt, kommen damit langsam zum Ende. Ich habe einfach nur noch mal so als, ja genau, die Schleife um die Schleife, in der Schleife. Long live Downton Abbey. Ist ja auch so einer der letzten Sätze, glaube ich, in dem Film. Lang lebe Downton Abbey.

Anne:
[1:26:42] Von Mary, genau. Das habe ich sogar als TV-Kritik, als Kino-Review-Titel gesehen, von wegen so, Downton Abbey ist tot, lang lebe Downton Abbey. Das fand ich irgendwie sehr zutreffend.

Christian:
[1:26:53] Ja, wie ist das denn jetzt so, dass Downton Abbey vorbei ist? Wie war das jetzt, das Ganze nochmal so im Kino, diese Schleifen um die Schleifen zu sehen und was könntest du dir vielleicht dann doch noch für Möglichkeiten vorstellen? Oder welche Erzählungen, welche Geschichten schlummern vielleicht noch so am Horizont, falls du dir dazu schon Gedanken gemacht hast?

Anne:
[1:27:19] Also erstmal jetzt so, wie fühle ich mich jetzt nach dem Kinobesuch, also es war dann schon dieses so, ach das war doch schön ich hab's genossen, ich hatte meinen Spaß im Kino und so auf der Rückfahrt merkte ich dann auch, als ich den Soundtrack noch ein bisschen gehört hatte, dass dann doch so eine gewisse Melancholie auch irgendwie einsetzte von wegen, okay, jetzt ist es wirklich, wirklich Ende Gelände und man guckt dann mit einer gewissen Wehmut dann auch zurück und denkt so okay, im Vergleich zum vorherigen Film wirkte das jetzt wirklich deutlich runder und man merkte auch so auch dieses Bild von wegen Lord Grantham und Korra verlassen das Gebäude tatsächlich und man sieht dann halt so diesen Drohnen-Shot, so wie er dann so hoch geht und dann halt dann am Ende mit diesen ganzen Mid-Credit-Scenes, wo man sieht, okay, alle haben irgendwie ihr Ende gefunden, und dann kann man auch sagen, okay, jetzt kann man wirklich guten Gewissens das Buch zumachen und sagen, hier, das war ein schönes Kapitel meines Lebens, wo man vielleicht in ein paar Jahren nochmal gerne draufschaut und sich dann nochmal ein neues Bild zur Serie und zu den Filmen auch macht.

Anne:
[1:28:15] Ja, wie könnte ich mir das Ganze weiter vorstellen? Also Julian Fels meinte auch so, ja, man könnte was machen noch im Anschluss, aber ja, muss jetzt auch nicht. Also wenn man wirklich sagen möchte, man möchte das Kapitel doch nochmal wieder aufmachen oder ein neues Kapitel dazuschreiben, frühestens nach dem Zweiten Weltkrieg. Aller, aller frühestens. Und dann wahrscheinlich eher so, dass man sagt, man konzentriert sich tatsächlich dann auf eben Mary und ihre Kinder. Also wenn die Kinder schon deutlich älter sind, wahrscheinlich so in dem Alter, wie sie war, als wir die Serie angefangen haben. Also schon so kurz vor der Volljährigkeit, dass man dann vielleicht nochmal eher drauf schaut und dann schaut so, okay, wie geht wiederum diese Generation mit dem ganzen Thema dann um mit dem Haus? Und dann sind ja gerade durch den Zweiten Weltkrieg vielleicht auch nochmal andere finanzielle Situationen und Strukturen, die sich da ergeben und dann hat man so Figuren wie Lord Granton und so, dann eher so als supportive Charakter dann nebenbei rumwuseln, der dann gerne mal so Violet-mäßig, dann gerne mal so Kommentare reinstreut, aber ja, ist jetzt für mich jetzt auch kein Muss. Also wenn die jetzt sagen, okay, wir werden dieses Universum nicht mehr besuchen, wäre ich jetzt auch fein mit. Gut, das haben wir bei den anderen beiden Filmen auch schon jedenfalls gesagt, aber diesmal habe ich das Gefühl, ja, jetzt so, wirklich, wirklich. Also ich bräuchte jetzt keinen Nachschub mehr.

Christian:
[1:29:34] Geht mir ähnlich. Also auch mit diesem.

Christian:
[1:29:38] Gefühl der Wehmut und mit diesem, also das.

Christian:
[1:29:44] Um so etwas zu fühlen zu können, musst du ja auch ein Ende haben. Und ich bin, ich werde immer versöhnlicher auch mit dem Film, je länger das irgendwie auch zurückliegt, je mehr ich mich daran erinnern kann, dass ich einfach jetzt auch glücklich bin zu sagen, ja, das ist jetzt dieses Ende mit Ansage. Also eben nichts wie so ein, also hätten sie diesen Film jetzt nicht gemacht und da unten wäre so nach hinten raus so weggefisselt und man hätte so alle zwei Jahre die Schlagzeilen, ja man versucht den nächsten Film nochmal zu machen und Julian Fellows hat aber ein Drehbuch und man kriegt die Gelder nicht und macht Netflix noch was draus und auch nicht und so dieses, solche Sachen gibt es ja, so diese Erzählungen, die halt irgendwie aufgrund äußerer Umstände nicht zu Ende erzählt werden durften. Die eigentlich noch so viel, also die eben noch so eine letzte Schleife bräuchten, aber irgendwie nicht bekommen und irgendwie nicht bekommen können. Da bin ich auch sehr froh, dass das jetzt erstmal so passiert ist. Und ich glaube auch sehr, wie sagt man so, sehr wohlwollend und auch sehr, so wie wir auch reingegangen sind in den Film. Ich glaube, das ist bei vielen so diese Skepsis, aber so wir haben alle noch genug Sprit im Tank, dass wir sagen, ja eine Runde schaffen wir noch. Einmal und das ist jetzt auch versöhnlich und so für Downton-Fans wirklich auch gut, aber so mehr als einmal hätten wir, glaube ich, alle jetzt nicht geschafft. Also das ist.

Christian:
[1:31:09] Und deswegen ist das irgendwie auch sehr wertvoll, dass das jetzt mit dieser Ansage zu Ende ist und eben nicht quasi wie so eine gecancelte Filmsreihe, wo man sagt, oh man wollte aber noch drei Filme machen und kriegt aber nur Geld für einen Film und das ist zu. Das Kapitel, wie du sagst, ist wirklich, das Buch ist wirklich jetzt zugemacht. Das finde ich erstmal auch sehr schön. Und da bin ich auch sehr dankbar drüber, auch dass wir diese letzten Einstellungen, diese letzten Bilder haben und dass es irgendwie auch eine gewisse Punktlandung auch geworden ist. Dass man auch alle nochmal zusammenkriegen konnte und eben so dieses, die Umstände und dafür, nicht nur für die Umstände, sondern generell, das ist ein gutes, ein gutes letztes Kapitel, ein letzter Abgesang. Aber ich frage mich auch, ist da noch irgendwas? Kann man da noch was erzählen? Würde ich da gerne noch was sehen? Also wir haben halt diesen, wir hören jetzt 1930 auf und ich sehe da schon auch, es wäre was komplett anderes. Das wäre eine komplett andere Erzählung. Aber Downton im Zweiten Weltkrieg, rund um den Zweiten Weltkrieg, wäre vielleicht auch noch mal interessant.

Christian:
[1:32:13] Also allein durch die, durch mögliche Bombenschäden durch, also wir hatten den ersten Weltkrieg als Teil in der Serie und das fand ich auch sehr gut gemacht und hat, also ne, dass wir jetzt nicht nochmal die ganze Geschichte nochmal neu durchlaufen, wie wir es irgendwie beim ersten Weltkrieg und sie werden alle der Reihe nach eingezogen und die einen wollen nicht und die anderen wollen aber und diese ganzen Erzählungen hatten wir schon also ich denke mir aber einfach so als, Bild für dieses Anwesen also wie schafft dieses Anwesen auch diese Zeit zu überstehen. Das wäre jetzt nochmal interessant, weil einfach die Probleme ja weitaus größer und krasser sind, als jetzt einfach nur die Frage, wer gewinnt jetzt auf dem Sommerfest irgendwie den Schweinezüchterpokal? Das war ja sonst auch gerne mal das große Drama.

Christian:
[1:33:02] Aber wie du sagst, vielleicht auch dieser Sprung über den Zweiten Weltkrieg hinweg, vielleicht eher so ein Downton 1950, so immer noch, weißt du, die letzten Kriegsschäden, Die größten Kriegsschäden sind immer noch nicht beseitigt und die ganze Welt hat sich radikal verändert. Das britische, die britische Welt, das britische System, diese ganze Erbreinfolge, das ist da ja glaube ich dann auch nochmal massiv umgekrempelt worden, so was ich irgendwie gelesen und gehört habe, ist das eben auch nochmal so ein krasser Einschnitt gewesen, der Zweite Weltkrieg. Und dann frage ich mich halt auch, wie weit kann man es denn ziehen? Also Downton Abbey im Jahr 2012. Und dann bist du ja in der realen Welt. Und dann geht es ja darum, dass die Familie, denen dieses Highclere Castle gehört, auch sagt, na ja, das ist eine Touristenattraktion. Also die Gelder müssen irgendwie reinkommen. Und dann, was ist da die große...

Anne:
[1:33:55] Wenn es auch sehr meta irgendwie, wenn man das irgendwie dann tatsächlich nochmal aufgreift, so von dem, ja, aber brauche ich jetzt eigentlich auch nicht als Serie irgendwie.

Christian:
[1:34:02] Nee, und eigentlich, also in dem Moment, wo dann irgendwie der, weiß ich nicht, der Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel Robert Grantham, der Fünfte auf der Couch sitzt und irgendwie Facebook-Nachrichten liest und irgendwie im Fernsehen die Nachrichten. Das hat ja auch gar keinen Reiz mehr, oder?

Anne:
[1:34:22] Ja, stimmt.

Christian:
[1:34:23] Downton in der Gegenwart ist irgendwie auch total sinnlos, finde ich. Also irgendwo muss das historisch verankert bleiben. Und dann habe ich mich wiederum, ich glaube, du hast nie The Crown geguckt, oder?

Anne:
[1:34:35] Ich habe es nur angefangen tatsächlich, aber ich habe nicht so den Zugang dazu gefunden, weil es mir dann doch ein bisschen zu deprimierend war.

Christian:
[1:34:42] Ja, das ist schon auch sehr, also das bohrt auch sehr dicke Bretter, aber da habe ich dann nämlich mich auch gefragt, weil, also das fängt ja glaube ich 52 oder so an, Königin Elisabeth, wie sie denn also noch kurz vor der Thronbesteigung so, aber da habe ich mich dann auch gefragt, ist das denn eben nicht, also haben wir nicht quasi, Eine Serie, die in dieser Epoche spielt und die halt eben nochmal auf größeren, dramatischen Eskalationsstufen stattfindet. Also sozusagen, also ich habe halt The Crown bis zum Ende durchgeguckt, es geht ja auch relativ bis in die Gegenwart irgendwie, ich glaube irgendwie nach Diana Stutt.

Anne:
[1:35:20] Bis über Lady Di's Tod hinaus.

Christian:
[1:35:21] Genau, ich glaube Anfang der 2000er oder so war glaube ich das Ende davon, was auch schon dann den Tod der Königin verhandelt hat, obwohl sie ja in der Serie noch gar nicht stirbt und so, aber auch schönes Ende, wie ich finde, aber was halt quasi diese Epochen zeigt, aber eben mit einem viel größeren dramaturgischen Druck durch das Königshaus, anstatt zu sagen, da ist irgendwie so ein Popel anwesend irgendwo auf dem Land und irgendwo im Nirgendwo und also wo ich mich auch fragen würde, interessiert mich das denn noch, was da jetzt irgendwie Lady Mary in ihren 50ern mit Downton Abbey vorhat, wenn ich nicht weiß, dass im Königshaus gerade quasi zur gleichen Zeit viel größere, wichtigere Themen, weil staatstragend und der Wandel der Welt und dieser ganzen Kaste auf der Ebene viel interessanter zu beobachten ist als in Downton. Also das ist halt auch so ein bisschen das Ding. Ich glaube, da ist was, also das könnte auch noch so seinen Reiz haben irgendwie, aber vielleicht ist das auch irgendwie nur so was Punktuelles, wo man sagt, weiß ich nicht, so vielleicht so die Zeit von 45 bis 50 oder so, wo man sagt, ja, da ist nochmal so eine Momentaufnahme, die es vielleicht irgendwie sein könnte. Also nochmal die nächste Generation irgendwie anteasern oder so. Aber dann, also ich glaube, da ist gar nicht mehr so viel noch offen oder so viel Packendes zu erzählen.

Anne:
[1:36:46] Ja. Also kann ich mir gerade jetzt auch nicht richtig vorstellen. Also wie gesagt, die Überlegung zu sagen, okay, wenn, dann macht man eher den Fokus dann halt auf die Kindergeneration dann auch. Also von Mary und Co. Aber ja, könnte aber auch schnell sehr forciert wirken. Also wie du sagst, man könnte ja Theos, wenn man sagt, man möchte etwas zeitlich Nahes anschließender machen, dann könnte man dann halt überlegen, ob man zu The Crown und Air rüber wechselt oder wenn man noch weiter früher gehen möchte, könnte man eben The Good Age oder Young Victoria irgendwie auch nehmen, das würde ja glaube ich auch etwa passen, theoretisch, ansonsten, ja. Also ich bräuchte tatsächlich aus diesem Universum nicht mehr. Ich hatte auch irgendwo mal die Kritik gelesen oder gehört dann so von wegen, naja, war jetzt bei diesem Film das überhaupt notwendig, das überhaupt noch als Kinofilm zu machen? Hätte das nicht eigentlich für TV völlig gereicht? Also muss man dafür überhaupt ins Kino gehen? Und da dachte ich auch so, streng genommen muss man das eigentlich nicht. Ich meine, es gibt natürlich so gewisse Schauwerte, wie am Anfang halt so, wo sie dann durch London da rumfahren, so mit diesem riesigen Theater oder halt mit diesem Escort-Pferderennen oder halt mit diesem Yamak-Ding. Aber klar, du kannst es theoretisch auch zu Hause gucken auf einem Fernseher.

Christian:
[1:37:57] Sehr guter Punkt, ja. Ich meine, das ist ja auch nochmal so eine Meta-Ebene. Wir waren 2019 im Kino, da war, ja, Streaming war da auch schon Thema. Aber gerade so dieser ganze Corona-Wandel, der durch Corona ja nochmal beschleunigt wurde. Also man kann ja schon fast sagen, also das ist auf jeden Fall Teil der Produktion und Spekulationen gewesen zu sagen, naja, wahrscheinlich mindestens 50 Prozent dieses Filmes ist im Selbstverständnis ein Streaming-Film. Man bringt ihn nochmal ins Kino und der Film hatte, glaube ich, ein Budget von 50 Millionen Dollar. Habe ich jetzt irgendwie gelesen, das ist ja immer noch das ist ja immer noch irgendwie Kaffeekasse für Streaming-Plattformen.

Christian:
[1:38:40] Und deswegen, ich glaube schon auch, dass dieser Film das größte Publikum im Heimkino dann auch wieder finden wird und damit ist es dann ja quasi auch wie so ein TV Film. Ja, genau, wie so ein TV Special. Und also ich glaube, das ist nämlich der Punkt, ich glaube, ein viertes Mal kannst du da unten auch gar nicht mehr ins Kino bringen. Also ich glaube, die wirtschaftlichen Bedingungen sind gar nicht mehr so richtig da, dass das alles so klappt, wie es irgendwie noch vor sechs Jahren geklappt hat. So der Film hatte damals 20 Millionen gekostet, hat irgendwie 200 Millionen eingespielt. Mega Erfolg. Aber seitdem gehen die Zahlen, also das Budget hoch und das Einspielergebnis eher weiter runter. Und da ist so ein Faktor wie Streaming halt auch drin. Und ich würde mir auch wünschen, dass man das jetzt auch dabei belässt. Also das ist nämlich auch der Punkt. Habe ich eigentlich auch keinen Bock drauf, dass wir jetzt noch fünf reine Streaming-Ableger-Filme bekommen, die alle irgendwie und auch so immer banaler werden.

Christian:
[1:39:44] Sondern das fand ich schon gut, dass man jetzt sagt, letzte Nummer, größte Leinwand, zieh dir mal eine Hose an und verlass mal das Haus und dann geh mal in den Kinosaal und dann, weißt du, so, aber, weil... Das hat ja auch so seine, also wenn wir schon von Generationswechsel und ungewisse Zukunft für ein System, so das System Kino steckt in einer ähnlichen Problematik, wie Downton Abbey eigentlich immer gesteckt hat. So mit der Frage, was kommt da noch und wo geht die Reise noch hin? Und deswegen bin ich irgendwie auch ganz, ganz versöhnlich, dass sie es jetzt nochmal ein letztes Mal so gemacht haben und ja, also ich wünsche mir da auch nichts mehr. Es ist jetzt auch nicht so, dass ich sage, ich muss jetzt hier irgendwie noch was, ich habe nur so ein bisschen auch so im Nachklang nochmal so nachgedacht, dachte mir, ja, ich glaube, da ist noch ein bisschen was, da könnte noch irgendwie was sein, aber eigentlich auch noch losgelöster vom alten Cast, von der alten Garde, vielleicht eher nochmal so ein Epilog, wo man sagt, ah ja, wie du sagst, Kinder sind da jetzt auf einmal tonangebend und, man könnte bei fast jeder Figur nochmal fragen, wie kommen die eigentlich durch dieses sehr dunkle Kapitel Weltgeschichte von den 40er Jahren und was erwartet, was erwartet Leute wie Andrew und wie.

Christian:
[1:41:06] Daisy in 20 Jahren, wie leben die, was kann halt auch sehr deprimierend einfach sein, so vielleicht will man das auch gar nicht sehen aber das wäre so das Einzige was mir so einfällt, irgendwie nochmal zu sagen ja, da könnte noch was sein, aber ich vermisse jetzt auch nichts ich denke mal.

Anne:
[1:41:27] Wir können hier wirklich auch den Deckel zumachen, können dann für uns diese ganze Besprechungsreihe dann auch wirklich final mal abschließen und sagen, okay, wir haben unsere Pflicht getan, wir haben unsere Hausaufgaben erfüllt, wir haben wirklich alles komplett besprochen und gehen da auch mit einem, ja, zufrieden im Herzen da auch raus, würde ich sagen.

Christian:
[1:41:43] Ja, ja, das tue ich auch, ja. Das war ein schönes Projekt, eine schöne Serie, eine schöne Auseinandersetzung. Ich bin immer noch ein bisschen angefixt, was The Gilded Age angeht, aber da haben wir wahrscheinlich noch ein paar Jahre und dann gucken wir mal.

Anne:
[1:41:58] Ja, ja, ja. Also hatte ich ja an mancher Stelle schon gesagt, ich will ja erst mal nächstes Jahr, wenn meine Tochter in die Schule kommt, will ich ja erst mal wirklich eine Pause machen, bewusst, um dann erst mal dieses Lebenskapitel erst mal vernünftig mitbetreuen zu können. Da ist dann der Fokus erst mal auf sie und gucken, wie das dann alles weitergeht. Aber ja, ich bin mir sicher, in irgendeiner Form finden wir auf jeden Fall auch noch mal zusammen. Da haben wir immer noch in der Schwebe, dass wir mal über Gosford Park sprechen.

Christian:
[1:42:26] Stimmt. Wie sagt man, spirituelle Vorgänger von Downton Abbey.

Anne:
[1:42:31] Auch so eine Riesen-Cast mit einer Maggie Smith, mit dem Richard E. Grant, mit dem Stephen Fry, mit Michael Gampen. Also das ist ja auch irgendwie das Who-is-Who der britischen Filmlandschaft. Dann so als Houdanit-Film auch und könnte man ja überlegt auch nochmal in Erwägung ziehen, aber hat jetzt auch nicht die Eile. Ich meine, der Film ist aus den 90ern, also von daher, Hätten wir theoretisch auch noch Zeit.

Christian:
[1:42:58] Dann machen wir auch wirklich mal hier den Deckel drauf und das Kapitel langsam zu. Ich mache einen klitzekleinen Ausblick in die nächste Sendung, denn hier bei der Second Unit geht es in der nächsten Sendung und im nächsten Monat, schon Anfang Oktober weiter mit auch wieder komplett, obwohl es geht wieder ins Kino, aber ein komplett anderes Thema, Avatar The Way of Water. Der zweite Avatar-Film wird Thema in der nächsten Sendung und er wird Thema im Rahmen unserer 3D-Unit. Und da wird es jetzt ein bisschen besonders, weil der gute TJ kann das ja in seinem Heimkino zu Hause in 3D. Da bleibt er ja thematisch in der 3D-Unit, die ja immer versucht, das 3D-Heimkino abzufrühstücken. Und ich mache aber mal eine Exkursion ins Kino-Kino, ins 3D-Kino da draußen. Denn der zweite Avatar kriegt zu Anfang Oktober nochmal so eine halbe Woche nochmal so eine Wiederaufführung spendiert in den Kinos.

Anne:
[1:43:58] Und Re-Release quasi.

Christian:
[1:43:59] Genau, um auf den dritten Film, glaube ich, ein bisschen hinzuarbeiten. Ich habe auch irgendwie gehört, dass, glaube ich, irgendwie in den USA irgendein Film sich so verzögert hat, dass da eine Woche die IMAX-Kinos nicht zu spielen hatten und dass man gesagt hat, jo, dann können wir nochmal auf der großen fetten Leinwand den Avatar zeigen. Lange Rede, kurzer Sinn. Ich mache mal für die nächste 3D-Unit eine Exkursion ins 3D-Kino und werde dann meine Erfahrung von der Firma, ich habe den auch schon mal gesehen in 2D, aber zu Hause, aber ich werde den nochmal in 3D und dann auch im Kino schauen. Da bin ich mal sehr gespannt drauf. Und dann werden wir uns weder über das 3D-Kino austauschen, über das 3D-Heimkino und eben auch so über den Status quo, von, also auch die Unterschiede der Filmtechnik, der Projektionstechnik. Es wird wieder sehr nerdig. Es wird wieder sehr technisch. Ich freue mich drauf. Ich habe ja mittlerweile einen großen Spaß am 3D-Kino gefunden. Ja, Anne, dann darfst du noch einmal kurz die Fläche und Plattform nutzen und Werbung machen für dich und deine eigenen Projekte.

Anne:
[1:45:06] Juhu, genau. Ja, ich bin ja mit diversen Projekten unterwegs. Unter anderem ja Klassiker-Fable, Kostüm-Fable, Ungeheuerlich Schön und Podcast-Fable. Und der Großteil ist ja bei dir, bei der Second Unit ja auch schon zu Hause. Von daher, wenn ihr darauf geht, dann findet ihr mich auch in irgendeiner Form. Und genau, bei Blue Sky bin ich auch vor allem sehr aktiv, halt als die Kostümfrau, das Ganze mit UE. Und beim Mastodon bin ich auch allerdings unter Podcast-Fable, alles ein Wort. Und bei Letterboxd bin ich auch unter Kostümfrau. Wobei da momentan nicht besonders viel passiert. Ich habe nicht so viel Zeit zum Film gucken, außer für irgendwelche Podcast-Projekte.

Christian:
[1:45:51] Aber da kannst du den ja eintragen.

Anne:
[1:45:53] Da kann ich jetzt den ja eintragen, genau. Habe ich auch sogar schon, fällt mir gerade ein. Und ja, bei mir, jetzt überlege ich gerade, was steht denn jetzt aktuell an. Also wenn zum Zeitpunkt der Aufnahme dieser Film nächste Woche kommt, dann kommt auch meine aktuellste Folge von Ungeheuerlich Schönheit dann auch raus. Und das ist dann zu dem Debütfilm von Serda Williams, nämlich Lisa Frankenstein. Ähm, Zusammen mit Jasmin und mit Cheryl hatten wir ein sehr schönes Dreiergespräch über einen Film, der so ein bisschen Tim Burton-esk wirkt und so mit Frankenstein-Thematik. Also hatten wir ein sehr, sehr schönes Gespräch. Ich freue mich schon darauf, wieder Direktionen drauf werden. Und bei Klassiker Fable geht es ein bisschen schwerer weiter, nämlich mit der große Diktator von Charlie Chaplin.

Christian:
[1:46:41] Ah, den.

Anne:
[1:46:43] Ja. Gerade jetzt im Kontext mit dem Weltgeschehen hier dachte ich auch so, da bin ich auch mal auf das Gespräch gespannt. Aber es ist ein schön und wichtiger Film.

Christian:
[1:46:52] Ja, ich bereue das so sehr, dass ich den noch nicht geguckt habe. Das ist echt eine der großen Lücken. Ich kenne die Szene da am Ende, wo er mit dem Globus rumtanzt. Also so Ausschnitte kenne ich. Aber ich, ja.

Anne:
[1:47:04] Wenn du die finale Rede kennst, bist du ja schon mal sehr gut dabei.

Christian:
[1:47:07] Ja, aber ich will mal den ganzen Film sehen.

Anne:
[1:47:10] Jetzt hast du eine gute Hausaufgabe, ne?

Christian:
[1:47:11] Ja, sehr gut.

Anne:
[1:47:12] Dann guckt den Film und dann leistet ihr den Podcast an.

Christian:
[1:47:14] Das werde ich auf jeden Fall tun, ja. Ich habe Hausaufgaben für die nächsten Wochen, ja, genau.

Anne:
[1:47:20] Bis Ende Oktober hast du jetzt.

Christian:
[1:47:22] Ja, sehr gut. Ja, bis dahin schaffe ich das hoffentlich.

Anne:
[1:47:24] Sehr gut.

Christian:
[1:47:25] Ja, sehr schön. Dann sage ich dir natürlich vielen, vielen Dank fürs Mitmachen, für die ganze Downton Abbey-Reise, für, ich wollte jetzt gerade sagen, sechs Jahre, aber wir haben es ja schon mehr als sechs Jahre jetzt hier gemacht.

Anne:
[1:47:39] Wir haben 2019 damit angefangen.

Christian:
[1:47:44] Ach, war das, 2019 waren wir im Kino, haben wir das wirklich geschafft in dem Jahr?

Anne:
[1:47:49] Ja, ja. Wir haben ja jeden Monat eine Staffel dann besprochen und es war ja dann die Zeit so Übergang, so bei mir Familienplanung, ich war mittendrin schwanger gewesen und genau.

Christian:
[1:47:59] Ja, Wahnsinn. Wahnsinn. Lang, lang ist es her. Ich sage auf jeden Fall vielen, vielen Dank für diese Reise und für die Zeit und Und ja, ich mache auch noch eine kleine Werbung auf, weil ihr könnt ja bei uns auf secondunit-podcast.de gucken. Da findet ihr auch einen Kommentarbereich. Da habe ich ein bisschen umgestellt. Das ist alles noch ein bisschen baustellig, aber ihr dürft da sehr, sehr gerne kommentieren. Kann vielleicht ein bisschen länger dauern jetzt, bis sie freigeschaltet werden. Aber ja, lasst gerne Kommentare da. Meinungen zu dem Film, auch Meinungen zur Serie, Downton Abbey, zu der gesamten Reise. Und natürlich auch sehr gerne Feedback zu diesem Podcast. klickt euch sehr gerne durch Second Unit Studios Plus das findet ihr auf secondunitstudios.plus da findet ihr alle Infos was es in diesem Abo gibt und wie ihr diesen Podcast nachhaltig unterstützen könnt ihr könnt auch abonnieren ihr könnt folgen ihr könnt diesem Podcast ganz viel Liebe und ganz viel zurückgeben da findet ihr auch alle Links in den Shownotes und ja im Web vielen vielen Dank fürs Zuhören und fürs Mitmachen und ja, bis zum nächsten Mal. Tschüssi!

Anne:
[1:49:08] Ciao!