Second Unit #371 – The Fantastic Four: First Steps

Artist: Second Unit Studios
Album: Second Unit
Year: 2025
URL: http://secondunit-podcast.de/

Transcript

Christian:
[0:24] Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Second Unit. Mein Name ist auch im alternativen Jahr 1900, wo waren wir, 64, 62, 63, ich weiß es nicht, aber auch auf Erde 828 bin ich Christian Steiner und ich habe die wunderbare Lara Kalbert bei mir. Hallo.

Lara:
[0:45] Hallöchen.

Christian:
[0:46] Wir kommen aus dem Paralleluniversum, aus dem Multiversum und haben hoffentlich ohne Gammastrahlen den Sprung geschafft und werden jetzt sehr ausgiebig und vor allen Dingen auch sehr spoilerreich über The Fantastic Four First Steps podcasten.

Lara:
[1:06] Ja, genau das machen wir, weil das ist jetzt der neueste Marvel Cinematic Universe Film und deswegen ist er dran. Ich meine, die Fantastic Four sind ja schon lustigerweise eigentlich das eine der tragischsten, ja, Bereiche, Familien, Superhelden, wie man es auch immer nennen will, im cineastischen Sinn. Weil ganz früh verfilmt worden und dann danach irgendwie nie den Sprung wieder so richtig ins MCU geschafft. Es gab dann auch mal 2015, also ziemlich genau vor zehn Jahren, so einen richtig schlechten Film. Da wollten sie vieles richtig machen und haben drehbuchmäßig irgendwie alles verkackt. Also die SchauspielerInnen tun mir heute noch weid.

Christian:
[1:55] Die haben gemacht.

Lara:
[1:56] Bei denen lag's nicht. Und jetzt, versuchen sie es nochmal mit nochmal mit Starpower jetzt wo unter Disney alles zusammen gehört, weil das waren ja früher immer auch, Lizenzstreitigkeiten mit 20th Century Fox und bla und blub, das gibt es jetzt alles nicht mehr und jetzt schauen wir und reden darüber, ob es jetzt besser geworden ist, ob sie jetzt ihren rechtmäßigen Platz im Marvel Superhelden Universum einnehmen können.

Christian:
[2:24] Und wie du gesagt hast du kannst den Bogen ja noch weiter spannen wir haben ja eigentlich seit den 90ern alle zehn Jahre den Versuch, die Fantastic Four, also nicht nur den Versuch, wir haben auch Fantastic Fours bekommen. Mitte der 90er ja noch nicht offiziell, aber da kursiert ja auch die inoffizielle Version, das war ja damals, glaube ich, unter Bernd Eichinger noch produziert, so eine, ich weiß gar nicht mehr, wie hieß das, war das Canon Films? So ein B-Movie, C-Movie Label.

Lara:
[2:52] Ja, ich glaube irgendwie.

Christian:
[2:53] Da gab es da irgendwie so eine Geschichte, dass man dann sich die Lizenzen geschnappt hat und man musste einen Film machen und den hat man gemacht, aber Zwinker, Zwinker, man hat ihn halt nie veröffentlicht, also hat man immer noch die Lizenz behalten und dann zehn Jahre später, 2005 so ungefähr, kam dann ja auch schon die, ich weiß gar nicht mehr, welche Ära das war, aber auch schon unter Fox und da hatten wir auch schon hier unseren Chris Evans als Johnny Storm da drin, der dann ja letztes Jahr, vorletztes Jahr, weiß ich gar nicht mehr, wann das war, letztes Jahr bei Deadpool. Viele Bögen, viele Bögen, die sich aufspannen und dann Josh Trank, der es versucht hat, aber dem das Studio ja auch unter dem Popo den Film weggeschnappt hat und jetzt naja, ja, endlich kann man mal sagen, endlich im MCU angekommen, aber wir gucken mal intensiver, wie sehr wir dieses endlich unterstreichen, einklammern, durchstreichen, mit Sternchen versehen und dann vor allen Dingen in diesen MCU-Pot werfen. Also wir haben eigentlich viel vor, deswegen will ich da auch direkt reinspringen. Erstmal, vielen Dank, Lara, dass du auch in dieser Sendung, wir hatten ja die Superman-Sendung im Rücken, es ist ein Summer of Superheroes und es ist ein Summer of Lara hier in der Second Unit. Gefällt mir?

Lara:
[4:07] Du, ich bin immer gerne dabei. Ich bin immer gerne dabei, wenn es um so was Superheldiges geht. Auch wenn es um nicht Superheldiges geht, bin ich natürlich gern dabei, aber Marvel DC, ich meine, so überladend, das in den letzten Jahren war, es ist halt irgendwie was, was ich immer noch gucke. Also es ist jetzt, es ist anders als noch vor zehn Jahren, aber irgendwie ist es halt immer noch da und deswegen gucke ich es auch immer noch. Es ist halt irgendwie schon was, womit ich halt comicsmäßig aufgewachsen bin mit dem einen Superhelden-Team mehr, mit dem anderen weniger. Aber ich habe mich halt auch schon noch nie darum geschert, ob das jetzt DC oder Marvel war. Ich habe als Kind halt einfach alles gelesen und richtig geil war, als es dann, als ich als Kind die Marvel-DC-Crossover-Hälfte, wo ich weiß gar nicht mehr, wer zusammen war. Ich glaub, irgendwie Batman und Deadpool und Spider-Man und Green Arrow oder so. Also, es gab schon mal, und das war natürlich für mich der Himmel, heutzutage wahrscheinlich im Kino undenkbar. Aber deswegen gucke ich halt beides und deswegen kommt jetzt nach Superman Fantastic Four dran und ich bin dabei.

Christian:
[5:15] Ja, die beiden Filme, ich bin mal gespannt, wie oft wir Superman irgendwie noch dazu holen, die sind halt so dicht beieinander, sie sind ja auch auf eine gewisse Art so vergleichbar. Ja, diese ikonischen Ursprünge dieser Comic-Abteilung, dieser Comic-Verlage, also was bei DC Superman ist, die Geburt dieses Comic-Universums sozusagen der SuperheldInnen, ist bei Marvel eigentlich tatsächlich Fantastic Four. So, das ist ja der erste Run gewesen in den Marvel Comics eben in den 60ern, wo ja dann sozusagen alle anderen erst danach kamen. Und interessant, dass wir die jetzt im Sommer 2025 so dicht beieinander auch innerhalb von zwei Wochen im Kino irgendwie zu sehen bekommen und dass die sich da jetzt auch so einen Schlagabtausch quasi liefern. Das ist, glaube ich, auch weniger Zufall, als man denken mag. Ich glaube, da haben die einen oder anderen schon auch versucht, sich gegenseitig ein bisschen so die Butter vom Brot zu nehmen.

Lara:
[6:16] Ist ja auch ganz interessant, weil der Erfinder oder der Co-Erfinder Jack Kirby, dem ja auch jetzt dieser Film gewidmet ist, das Universum trägt ja nicht einfach so diese Zahl, sondern das ist ja sein Geburtsdatum. Der war ja vorher bei DC, bevor er dann zu Marvel gegangen ist und dieses Silver Age mit den Fantastic Four und mit all diesen anderen, mit Stan Lee zusammen quasi so aus dem Boden gestampft hat. Also diese, das ist schon irgendwie ganz witzig, dass das halt jetzt auch mit dem Superman so zusammen fällt quasi, dass sie jetzt wieder, die Rivalität ist wieder da.

Christian:
[6:47] Ja, ich bin mal gespannt. Ich möchte am Ende auch sehr intensiv über Marvel, über das MCU mit dir sprechen. Ich kann mich auch noch an unsere Diskussion aus dem letzten Sommer erinnern, als wir über Deadpool und Wolverine gesprochen haben und ja, da, hat da, ich glaube, es gibt so einiges zum Aufarbeiten. Bei mir hat sich, glaube ich, auch in den letzten Monaten oder im letzten Jahr vielleicht auch so gesehen, auch ein bisschen was getan. Aber da kommen wir dann hoffentlich am Ende. Ich will vor allen Dingen auch diesen Film besprechen. Ich habe ein bisschen Angst, dass ich meinen Fokus zu sehr von diesem Film wegnehme. Aber wir versuchen es. Wir versuchen da auch dem Film gerecht zu werden und eben auch nochmal an dieser Stelle Spoilerwarnung. Aber ich empfinde die Sendung hier sowieso als Nachtrag zum Kinobesuch, also.

Christian:
[7:35] Also immer erst den Film schauen oder eben Hände in die Luft werfen und sagen, I don't give a dings und dann könnt ihr euch über Spoiler ja auch nicht beschweren. Also, ihr seid gewarnt. Genau, bevor wir eintauchen, noch ganz kurz ein kleiner Exkurs. Ihr könnt nämlich diesen Podcast unterstützen. Ihr könnt nämlich die Second Unit Studios Plus abonnieren. Ich weiß, ein Zungenbrecher, aber die Idee dahinter ist vielleicht auch relativ leicht zu erklären und bekannt. Ihr könnt nämlich das gesamte Podcast-Label, wo eben auch die Second Unit ein Teil von ist, das könnt ihr quasi in einer Plus-Variante abonnieren. Ihr bekommt alle Sendungen, also auch die Super Hero Unit, die wir machen oder eben auch andere Formate, die bekommt ihr früher, ihr bekommt sie besser, ihr bekommt auch Bonus dazu. Gerade jetzt im Juli ist so einiges passiert. Ich weiß nicht, wie ich das irgendwie noch alles geschafft habe. Aber es gab einen Audiokommentar zu Man of Steel. Den hatte ich schon auf der Platte, aber nochmal wieder veröffentlicht. Dann habe ich mit der wunderbaren Becky von den KulturpessimistInnen eine, wie wir es jetzt nennen, TV-Unit gemacht. Die zweite Ausgabe zu der Apple TV Plus Serie The Studio. Also da könnt ihr euch mal schön ein Stündchen unsere Meinung zu der, ich finde, fantastischen Serie anhören.

Christian:
[8:52] Und dann habe ich auch noch, weil mich der Film so sehr beschäftigt hat und auch unser Podcast letztes Mal zu Superman, habe ich dann auch noch mal so einen halbstündigen Audioblog einfach eingesprochen, weil mir so viele Dinge im Kopf herumkreisten, auch nach der dritten Sichtung und Tage nach unserem Podcast. Und ich kaue da immer noch sehr gerne drauf rum. Ich habe auch in die Tasten gehauen bei Moviepilot und habe da auch noch ein bisschen was zum Film geschrieben, aber ich musste auch meine Gedanken sortieren. Das habe ich quasi in Audioform gegossen, das könnt ihr auch hören. Das sind alles exklusive Sachen in dem Plus-Abo und wie gesagt, ihr unterstützt vor allen Dingen auch diese Sendung nachhaltig, das ist mir natürlich auch ganz nah am Herzen. Also wenn das alles Argumente für euch sind, schaut am besten auf secondunitstudios.plus, da findet ihr eine Übersicht über alle Bonus-Inhalte und Zusatzinhalte und wenn ihr dann Bock auf das Abo habt, dann klickt euch mal durch. Das Ganze ist bei dem Zahlungsdienstleister Steady, da klickt ihr euch dann eben in ein entsprechendes Paket, wie sehr ihr diesen Podcast unterstützen wollt. Und das tun auch manche. Das tun manche in dem Paket, bei dem ich mich dann persönlich bedanke. Das sind Anne, Sebastian, Thomas, Rüdiger, Christian und Markus. Und ja, es kommen immer mehr dazu. Also wenn ihr auch hier erwähnt werden wollt in jeder Sendung und auch bei uns auf den Webseiten, dann klickt euch natürlich in dieses Paket. So.

Christian:
[10:07] Haben wir. Jetzt ist natürlich die Frage, liebe Lara, wie bist du denn überhaupt in diesen Film gegangen? Also gerade nach Superman, gerade nach so der zweite Teil der Frage, wo stehst du quasi im MCU?

Christian:
[10:24] Erwartung, Hoffnung, Vorfreude, Angst, was war so dein Gefühl im Kinosessel?

Lara:
[10:31] Also ich bin ja mittlerweile an dem Punkt angekommen, dass ich einfach überhaupt nichts mehr erwarte vom MCU Resignation.

Christian:
[10:38] Klingt da so.

Lara:
[10:39] Durch könnte man so nennen ja, also ich bin immer noch, interessiert genug, dass ich die Filme alle gucke mit einem offenen Auge und es ist jetzt nicht so dass ich mir denke, oh jetzt muss ich mir den nächsten MCU Film anschauen, ich habe überhaupt keinen Bock also soweit ist es nicht, aber ich habe halt auch gar also ich habe keine großen Erwartungen und Hoffnungen mehr.

Lara:
[11:00] Auch jetzt nach dem letzten Thunderbolts war ja eigentlich, den fand ich ja ziemlich gut, mit dieser Thematik Mental Health und wie sie es gelöst haben und dass es sich mal wieder ein bisschen zurückgenommen hat, ein bisschen weniger CGI-Schlacht, ein bisschen mehr wieder auf Personen und Charaktere und so weiter. Das hat mich ja schon positiv überrascht. Aber ich habe das damals schon nicht als Anzeichen gesehen, dass es jetzt immer so ist. Und dann habe ich mir gedacht, okay, das ist jetzt ein guter Film, aber das heißt noch lange nicht, bei den 12.000 Filmen und Serien und alles, was da rauskommt, dass es jetzt immer so weitergeht. Deswegen gehe ich jetzt immer in so einen Film und auch in jede Serie im MCU rein, dass ich mir denke, na, zeigt mir mal, was jetzt passiert. Ich meine, das ist ein bisschen tragisch.

Lara:
[11:40] Weil die Fantastic Four halt das erste Team für Marvel Comics waren und die halt eigentlich gar keine Relevanz mehr haben. Auch im Comic-Bereich sind die so ein bisschen hinten runtergefallen. Die haben viel, viel weniger eigene, laufende Serien, haben eher so Miniseries, tauchen in Team-Ups und bei Events auf. und das ist halt schon ein bisschen schade, dass man jetzt, wo die wieder ins MCU kommen, eigentlich überhaupt keinen Bock mehr auf irgendwas hat. Also das, was ich so höre, ist halt immer diese MCU-Müdigkeit oder dass die Leute nicht wollen, dass man halt irgendwie noch zehn andere Filme und Serien und so weiter und das ist halt gerade bei den Fantastic Four so ein bisschen tragisch. Das ist mir schon auch im Kopf herumgegangen, aber ich persönlich hatte halt überhaupt keine Erwartungen. Ich hab ehrlich gesagt, ich weiß nicht, ich hab ab einem ersten Teasertrailer vielleicht mal gesehen aber selbst da bin ich mir nicht ganz sicher.

Lara:
[12:30] Und deswegen wusste ich über den Film halt auch gar nichts und bin da mit sehr offenen Augen und einem offenen Herz rangegangen. Wie war es bei dir?

Christian:
[12:41] Irgendwie ähnlich. Ich habe gefühlt diesen Trailer, ja gut, ich war jetzt irgendwie zwei, dreimal im Kino, um Superman zu sehen. Ich habe den gefühlt einfach sehr oft gesehen, diesen Trailer. Gefühlt so diesen ganzen Sommer irgendwie. Und ich weiß nicht, so oft war ich eigentlich gar nicht im Kino, aber immer war dieser Trailer auch dabei. Und ich glaube, ein paar Sachen wusste ich auch schon vorher so online irgendwie aufgeschnappt. Irgendwie gab es so für mich diesen Mini-Spoiler, dass irgendwie Post-Credit-Scene, Dr. Doom, Robert Downey Jr. irgendwie auftaucht.

Lara:
[13:11] Okay, aber das ist bei Fantastic Four jetzt auch nicht so.

Christian:
[13:14] Ja, und ich wusste auch schon irgendwie, also ich habe so Fetzen mitbekommen, irgendwie auch so dieses Stichwort Franklin und irgendwie sehr overpowered, irgendwie ein sehr mächtiges Wesen im Comic. Ich komme ja nicht aus der Comic-Welt sozusagen. Ich habe gar nicht so viele Comics gelesen. Fantastic Four gerade ist mir auch eher so aus den Filmen. Ich glaube, es gab auch mal, das habe ich jetzt vergessen zu recherchieren, der Silver Surfer ist mir irgendwie ein Begriff. Ich glaube, da gab es mal so eine Cartoon-Serie in den 90ern oder so. Ich weiß nicht, ob es nur Silver Surfer war oder irgendwie auch mit Fantastic Four.

Lara:
[13:49] Also er alleine hatte keine eigene. Zumindest ist keine bei uns in Deutschland gelaufen, aber er taucht halt immer wieder mal auf.

Christian:
[13:55] Ja, also irgendwie so ganz tief unten, als ich im Kino war, kam da sowas hoch, dass ich irgendwie das Gefühl hatte, boah, irgendwie so eine Kindheitserinnerung an den Silver Surfer und auch an Galactus. Also, das hat mich halt mega geflasht, da kommen wir dann nachher auch noch drauf zu sprechen. Einfach diese Bilder, diese Wesen, da hab ich so gemerkt, okay, irgendwas, irgendwie muss ich da in meiner Kindheit schon mit in Berührung gekommen sein, eben nicht durch die Filme, sondern durch irgendein anderes Medium und ich kann mir eigentlich nur so irgendeine Comicserie oder sowas dabei denken. Auf jeden Fall, ähm, Habe ich sonst keine großen Berührungspunkte so mit den Fantastic Four, sehe das aber auch so ein bisschen ähnlich wie du, also es ist ein guter Punkt, so diese Tragik irgendwie so dahinter, dass wir, da kaufe ich auch noch so ein bisschen drauf rum, wir sind jetzt halt in diesem MCU-Kontext und das, was halt in den Comics passiert ist, dass diese gesamte Marvel, dieses Marvel-Universum im Comic um die Fantastic Four herum entstanden ist. Das waren die ersten, die Entstehungsgeschichte ist ja auch so ein bisschen wilder, dass Marvel ja eigentlich so kurz vor, gerade Stan Lee irgendwie auch so kurz vor der Rente quasi war, dass der gesagt hat, ich lass das jetzt mal hier mit den Comics.

Christian:
[15:12] Und dass dann ja nochmal so eine Art Neustart bei Marvel dann passierte und dann ja erst auch so die richtigen Superhelden, SuperheldInnen also dass der Erfolg auch kam, da gab es ja so in den 30er, 40ern auch so ein paar mit Captain America und ich glaube Human Torch war da irgendwie auch schon und Namor war da glaube ich irgendwie auch schon aus der Zeit und dann hat ja Stan Lee nochmal so ein bisschen sozusagen diesen.

Christian:
[15:35] Urknall sozusagen des heute bekannten Marvel-Universums geliefert. Und ganz ehrlich, also die Ansage war ja immer, wir zeigen die Welt außerhalb des Fensters. Das ist ja irgendwie so diese Metapher, so wie sie da draußen passiert, mit echten Städten und alles so bodenständig und so. Aber trotzdem, also da kann mir niemand erzählen, dass die nicht auch mit ein paar Substanzen experimentiert haben, als sie eben innerhalb weniger Jahre ja so ein Wahnsinns-Output hatten. Also Jack Kirby ja auch, die beiden haben ja so viel zusammen gemacht und ja.

Lara:
[16:09] Ja, vor allem ging es da ja ganz stark dann in das Science-Fiction, das Fantastische rein. Und das kam halt wirklich schon von Anfang an durch die Fantastic Four, weil die ja immer schon ins Weltraum gereist sind. Die sind immer schon in allen anderen Dimensionen gehüpft und so weiter. Während halt so Leute wie Spider-Man schon immer sehr New York, Erde und so und viele andere auch. Wirklich bei uns auf dem Planeten waren die Fantastic Four immer die, wenn es um irgendwas Interdimensionales, irgendwas Intergalaktisches ging, waren immer die Fantastic Four diejenigen, die am Start waren. Und das hat natürlich damals auch gezogen, weil es gab nichts Vergleichbares im Comic-Bereich. Dieses Weird Fantasy oder diese Science-Fiction Sense of Wonder, das gab's halt eigentlich gar nicht.

Christian:
[16:49] Und auch diese, also was ich jetzt auch aus diesem Film einfach ziehe, diese... Diese tolle Dynamik und auch diese, also es ist ja schon mal gleich ein Team, es beginnt ja schon mit einem Team dieses Universums, also in den Comics beginnt es schon mit einem Team und auch diese Team- und Familiendynamik, da ist ein Paar, ein Ehepaar und dann der Bruder von ihr und dann eben der Pilot und auch was aus denen geworden ist. Also das ist ja auch ein bisschen anders schon als irgendwie Superman, Schlüppi drüberziehen und durch die Gegend fliegen, ist ja mehr diese, wie du sagst, dieses weirde, dieser Unfall, aber die Tragik, aber irgendwie auch das Überkommen und also da sind schon so viele sehr unterschiedliche Dinge drin in dieser einen Geschichte, in diesem einen Comic, in dieser einen Konstellation, die dann ja auch nachher so ein bisschen Blaupause für den Rest irgendwie wurde. Ist so mein Eindruck gewesen. Also es gibt ja keine Avengers irgendwie ohne die Fantastic Four. Dieser Teamcharakter und so. Und das fehlt ja jetzt auch alles im MCU. Also diese Zeit können wir nie wieder zurückdrehen. Deswegen interessanter Kniff, dass man schon mit der Paralleldimension, ich glaube anders hättest du es nicht machen können, weil du hättest jetzt nicht nach Endgame und da wo wir jetzt sind quasi, jetzt gibt es eine Gruppe von Scientists, die irgendwie ins Weltall fliegt und es passiert ein Unfall, das funktioniert so im MCU nicht mehr.

Lara:
[18:12] Ja, oder zu sagen, wir waren wie Ant-Man die ganze Zeit in einer Paralleldimension unterwegs und sind jetzt erst wieder zurück. Das wäre zu cheesy-easy gewesen. So war es schon besser gelöst. Ich finde es halt interessant, weil das jetzt passiert ja jetzt immer wieder wahrscheinlich. Das wird ja mit den Mutanten und mit den X-Men irgendwann auch passieren. Und das stellt ja, also das stellt dieses Comic-Universum mir so ein bisschen auf den Kopf, die Sachen, die viel früher passiert sind in den Comics oder wo auch Geschichten erzählt wurden, wo halt manche Charaktere noch nicht im MCU sind oder waren, die kommen dann jetzt erst rein, nachdem diese Geschichten passiert sind. Und das ist natürlich irgendwie total seltsam und da müssten die sich halt immer wieder überlegen, wie können wir das jetzt machen, dass es trotzdem funktioniert. Und diese Idee, in so eine Alternate History zu gehen und wir sind ja jetzt auch in Fantastic Four in den 60ern auf dieser Erde, die natürlich ein bisschen einen anderen Weg gegangen ist, wegen den Fantastic Four. Aber es gibt ja auch auf dieser Welt, außer den Fantastic Four, anscheinend keine Superhelden.

Christian:
[19:15] Ja, stimmt. Stimmt. Ja. Lass mal reinspringen. Du hast die ehrenvolle Aufgabe, noch mal an den Plot zu erinnern, weil wir sind da direkt schon dran. Also wir sprechen schon von alternativen Universum, Fantastic Four. Was ist denn so die Geschichte jetzt von Fantastic Four First Steps?

Lara:
[19:31] Also wir sind auf der Erde, aber wir sind, wie du schon gesagt hast, auf einer alternativen Erde, in der die Superhelden, wie wir sie kennen, bisher nicht aufgetreten sind. Und es spielt auch in den 60ern, also weit vor, bevor überhaupt so jemand wie Thor oder so aufgetreten ist. Aber anscheinend gab es auch niemanden wie Captain America und sowas. Und es geht um vier, ja, eigentlich Astronautinnen. Das ist Reed Richards und seine Frau Sue Storm Richards.

Lara:
[20:01] Dann der Bruder von Sue Storm, Johnny Storm und Ben Grimm, der beste Freund von Reed Richards. Und die bilden ein Spezialistenteam und wollen in den Weltraum fliegen als erste in den 60ern. Und Reed Richards ist ein begnadeter Wissenschaftler, total gut in Mathematik und Physik und kann ganz viele Erfindungen machen, hat auch schon angefangen, Robotik voranzutreiben. Also da geht es schon abseits von unserer Entwicklung. Und die fliegen ins Weltraum. Werden von kosmischer Strahlung erwischt und entwickeln dann dadurch spezielle Fähigkeiten. Also Reed Richards kann plötzlich alles in seinem Körper dehnen, passt bis ins Unendliche, nicht nur seine Muskeln, alles andere auch. Sue Storm kann sich unsichtbar machen und so, ja, so Felder, so Kraftfelder aus dem Nichts hervorrufen und mit denen Dinge bewegen. Johnny Storm wird plötzlich zur lebenden Fackel. Also der kann sich jederzeit entflammen. Und Ben Grimm, der versteinert alles. Der wird zu dem sogenannten Das Ding.

Lara:
[21:09] Der wächst ins Unermessliche quasi fast so ein bisschen. Und doppelt so groß und doppelt so hart in allem. Nahezu unzerstörbar und sehr kräftig. Und dadurch bilden sie das Superheldenteam. Und werden dann auch so ein bisschen zu den BeschützerInnen, der Erde dort. Es gibt so ein paar Krisen. Es gibt ein, zwei Superschurken, die sie irgendwie besiegen müssen. Aber Sue Storm zum Beispiel schafft es als politische Vermittlerin auch irgendwie zwischen zwei oder mehreren Ländern zu vermitteln, ist Teil der United Nations und so weiter.

Lara:
[21:43] Und wir steigen halt direkt am Anfang, das waren jetzt die ersten, weiß ich nicht, drei Minuten, die ich erzählt habe. Weil der Film steigt eigentlich da an, ein, wo das Ganze schon mitten am Laufen ist. Es ist schon mehrere Jahre so. Und Sue Storm sagt zu ihrem Ehemann Reed Richards, du, ich bin schwanger. Damit fängt der Film mehr oder weniger an. Das ist natürlich eine große Herausforderung. Sie machen sich auch ein bisschen Sorgen, was mit dem Kind ist, weil zwei Super-Powered Beings, wenn die ein Kind kriegen, was wird damit? Und sie können sich kaum über diese neue Nachricht so ein bisschen freuen, weil kurze Zeit später taucht plötzlich die Silversurferin auf. Ein seltsames Wesen komplett aus flüssigem Metall, so ein bisschen wie der T-1000 kann man sich das vorstellen und die sagt, ja, ihr habt jetzt nicht mehr viel Zeit, demnächst kommt der Galactus und der frisst eure Erde auf ihr könnt leider nichts dagegen tun, also nutzt die Zeit und natürlich wollen die Fantastic Four ihn aufhalten und reisen ihr hinterher, der Silversurferin finden heraus, dass sie die welche Planeten sie bisher so bereist und die alle zerstört sind und versuchen mit Galactus irgendwie auszuhandeln, der sie aber vor einer relativ unlösbaren oder eigentlich nicht möglichen Handelsvoraussetzung stellt, weil.

Lara:
[23:05] Ähm, sie, also Soestorm kriegt im, in, im Weltraum ihren Sohn und kaum ist das Baby geboren, sagt Galactus, also ich verschone die Erde, wenn ihr mir euren Sohn gebt. Natürlich wollen die das nicht. Also reisen sie wieder zurück, können vor Galactus und dem Silversurfer fliehen, auf die Erde zurück, sagen dort Bescheid, was passiert ist und, äh, dann müssen sie sich irgendwie überlegen, wie sie Galactus vielleicht doch aufhalten können. Ich meine, das reicht jetzt erstmal, wie sie das machen, können wir ja im Laufe der Storybesprechung noch mal besprechen, aber das ist so, sag ich mal, der grobe Ausgangspunkt von dem Ganzen. Das ist der große Konflikt, ist Galactus, der Weltenfresser.

Christian:
[23:43] Ja, und wie du gesagt hast, wir sind mittendrin. Also wir sind an einem Punkt, also wir haben quasi drei Filme ausgelassen, so ungefähr. Das, was du für die ersten drei Minuten zusammengefasst hast, was der Filmerin so eine Montage zusammenfasst, das hätte auch schon die Fantastic Four Trilogie sein können, die wir in den letzten Filmen gesehen haben.

Lara:
[24:01] Ja, also wir haben schon, also die ersten beiden Filme haben das, also bei den alten Filmen gab es da einen extra Film dazu. Es ist keine Origin-Story im klassischen Sinn, wo der ganze Film die Erstehung erzählt, sondern die Entstehung wird zusammengefasst und als Standard quasi gesetzt und dann passiert direkt was mit diesem Standard. Und das ist ja gar nicht so weit weg von Superman.

Christian:
[24:22] Das ist der Punkt und ich find's auch gar nicht mal so verkehrt. Wie gesagt, wir haben jetzt innerhalb von irgendwie 20 Jahren locker schon zweimal diese Origin-Story in verschiedenen Reboots gehabt und so. Kann man schon machen. Ja, werden wir, glaube ich, gleich noch mal ein bisschen auseinander pflücken können. Wir haben einen Haufen Namen, wie das so ist bei Marvel. Ist besonders die Crew auch sehr groß. Wir haben erstmal Matt Shackman als Regisseur, der auch, glaube ich, also der im Marvel-Universum unterwegs ist. Der hatte, glaube ich, die Wonder-Vision-Serie irgendwie schon mitgemacht.

Lara:
[24:58] Passt ja gut.

Christian:
[24:58] Genau. Kommt aber, glaube ich, eher so ein bisschen aus dem TV-Bereich bisher. Dann haben wir ein paar Leute, die sich Screenplay und Story teilen. Eric Pearson, auch so ein Marvel-Mensch, der irgendwie bei Thor, glaube ich, schon mitgeschrieben hat, hier Ragnarok und einen Haufen Credits bei Marvel-Drehbüchern hat. Jeff Kaplan und Ian Springer. Dann haben wir noch Cat Wood, die einen Story-Credit hat und Josh Friedman, der nur einen Drehbuch-Credit hat. Also auch da wieder, ich habe auch irgendwie nur am Rande gelesen, da gab es dann irgendwie auch so ein bisschen Schwierigkeiten, dass die Drehbuch-Gewerkschaft das nochmal auseinander dividieren musste, wer jetzt nun welchen Credit wie bekommt. Das ist bei Marvel ja auch immer so ein Ding. Vielleicht gehen wir da am Ende auch noch mal ein bisschen drauf ein. Viele Köchinnen und so.

Christian:
[25:44] Dann im Cast. Erst mal den Hauptcast. Also Pedro Pascal als Reed Richards, Mr. Fantastic, wir haben Vanessa Kirby als Sue Storm, Eben Moss Beckrack als Ben Grimm und Joseph Quinn als Johnny Storm. Das ist ja so der Kern, die Kernfamilie, die Fantastic Four. Wir haben Ralph Innocent als Galactus, Julia Garner als Silversurfer, Paul Walter Hauser als Mole Man, Natasha Leon als Rachel Rossman, Sarah Niles als Chief of Staff bei den Fantastic Four, Lynn Nichols heißt die, glaube ich, und Mark Gettys als Ted Gilbert, das ist dieser Moderator dieser Late-Night-Show. Genau. Also insgesamt erstmal, ich finde, wie eigentlich immer bei Marvel, ein großartiger Cast. Auch die Hauptfamilie, die Fantastic Four, finde ich sehr gut getroffen. Ich habe natürlich ein bisschen naja, vielleicht so ein bisschen Makeln auf hohem Niveau, weil ich mag zum Beispiel den Ebeney Mosbuckrack sehr gerne. Ich bin großer Fan von The Bear, von der Serie. Ich weiß nicht, ob du sie gesehen hast. Da spielt ihr auch eine ganz wichtige Rolle. Da fand ich das halt sehr, sehr schade, dass er ja als The Thing eigentlich nur noch so für Motion Capture und so ein bisschen Voice-Over irgendwie da war. Den hätte ich zum Beispiel viel lieber gesehen so in Marvel.

Lara:
[26:58] Ja, aber ich glaube, da hatten sie einfach auch Bedenken, weil er ja in der Punisher-Serie mitgespielt hat und zwar keine kleine Rolle.

Christian:
[27:04] Oh, dann muss ich die aber auch noch mal gucken. Interessant.

Lara:
[27:06] Der hat in der Punisher-Serie quasi den Sidekick von dem Punisher gespielt.

Christian:
[27:10] Einen Grund mehr, die mal nachzuholen. Interessant.

Lara:
[27:13] Der war da so ein Hacker. Und dadurch, dass der jetzt auch wieder da ist, der Punisher, wäre das so eine ganz komische Doppelbesetzung gewesen, finde ich. Also glaube ich, dass das auch ein Grund war, dass sie mit ihm keine vorher-nachher-große Szenen gedreht haben. Ich meine, an sich ist es nicht ungewöhnlich, haben wir ja an anderen Stellen auch schon gesehen, dass manche Leute doppelt besetzt werden. Aber ich glaube, in so einer prominenten Rolle wollten sie ihn vielleicht dann auch einfach nicht anders besetzen. Aber ich gebe dir recht, das ist ein toller Schauspieler. Es ist ein bisschen schade, dass er da quasi nicht Schauspielern durfte, aber, Macht er trotzdem ganz gut.

Christian:
[27:48] Ja, ja, also die Rolle, die Figur finde ich auch gut getroffen. Hat mir sehr gut gefallen. Ja, Pedro Pascal als Reed Richards. Ich weiß nicht, wie du zu Pedro Pascal stehst. Ich habe das Gefühl, dass das Internet ihn sehr lange sehr gern gemocht hat und jetzt auch so ein gewisser Überdruss entsteht, weil, also ich habe jetzt auch schon bei Fantastic Four im Kino gesessen und ich glaube mindestens ein Trailer nochmal mit ihm gesehen.

Lara:
[28:15] Ja, war so ein Dating-Film.

Christian:
[28:17] Genau, auch mit hier Chris Evans. Das fand ich halt auch sehr lustig. Aber ja, also ich finde ihn erst mal gut, ich finde ihn erst mal stark. Ich finde die Figur, da müssen wir vielleicht gleich noch mal ein bisschen eher drüber sprechen.

Lara:
[28:32] Auf jeden Fall.

Christian:
[28:33] Ich fand Vanessa Kirby eigentlich auch sehr klasse. Auch da noch ein bisschen mehr so über die Figur gleich noch. Aber ja, insgesamt so, was Casting angeht, ist Marvel auch immer noch sehr, sehr stark und sehr, sehr gut. Also ich...

Lara:
[28:49] Zieht halt auch wirklich immer große Namen an. Also die haben halt das Geld, um sich das zu leisten. Und sie leisten es sich auch. Aber sie machen auch, gerade jetzt hier bei Fantastic Four, finde ich, eine sehr interessante Mischung. Weil also Petro Pascal ist ja wirklich der Superstar. Vanessa Kirby ist auch sehr bekannt, aber eine Stufe drunter. Und die anderen beiden sind halt auch noch mal eine Stufe drunter. Ich meine, Joseph Quinn kennen die meisten wahrscheinlich von Stranger Things, aber er hatte ja jetzt auch bei dem letzten Gladiator eine relativ große Rolle, aber er ist noch nicht so weit, er ist ja relativ jung im Vergleich auch zu den anderen dreien. Und dadurch entsteht halt schon auch immer eine ganz interessante Mischung von Leuten. Also sie hätten ja alle vier mit so ganz bekannten Leuten besetzen können, haben sie halt auch nicht gemacht.

Christian:
[29:33] Stimmt.

Lara:
[29:34] Und das ist halt schon, das ist ganz clever, finde ich. Bei mir ist es eher sogar fast so, dass Petro Pascal, es geht nicht darum, dass ich ihm überdrüssig bin, aber irgendwann hast du das Problem bei super bekannten, super gehypten Leuten, dass du halt nur noch Petro Pascal siehst. Der ist halt ein super guter Schauspieler, aber wenn du zu viel in zu kurzer Zeit machst, dann funktioniert das irgendwann nicht mehr so gut, finde ich. Da kann er gar nicht so viel wahrscheinlich dafür, sondern das ist einfach so ein Effekt, der sich einstellt.

Christian:
[30:06] Also, bin ich auch voll bei dir. Ich glaube, den Film haben sie ja irgendwie vor zwei Jahren gecastet. Ich glaube, da war das noch so ein Wow-Moment. Gefühl hat Pedro Pascal einfach in den zwei Jahren zwischen Casting, Announcement und Filmstart einfach mal so komplett Hollywood übernommen. Von Serien bis Filme, einfach alles irgendwie. Ich habe das Gefühl, der nimmt einfach alles irgendwie mit. Ich weiß nicht, ob der irgendwie sich zum Ziel gesetzt hat, in drei Jahren in Rente zu gehen oder so. Aber das ist schon sehr ehrgeizig einfach, was der auch so für Projekte macht. Also, ja, wie du sagst, jetzt hier auch so in der Hauptrolle. Aber ich glaube, da sind wir auch schon in der Filmdiskussion eigentlich so drin. Weil ich würde gerne auch erst mal versuchen, ein bisschen über die Figuren zu sprechen. Weil die ja so zentral auch sind. Dieses Familienthema natürlich auch ein ganz großes Thema. auch ein bekanntes Marvel-Thema im MCU-Thema, aber jetzt halt, Noch eher in so einer, ich will nicht sagen klassisch, aber also in so einer familiären Familienbeziehung. Oft ist es ja die Wahlfamilie und die zusammengeraufte Familie, also von den Guardians bis zu den Avengers ist ja dieses Familienthema, Teamthema, zusammenkommen, zusammen sind wir mehr als Individuen und so. Das ist ja eigentlich, das zieht sich ja durch so viele Sachen, auch dieses Zugehörigkeit und was Familie auch als Raum irgendwie bietet und darstellt.

Christian:
[31:30] Also da passen die Fantastic Four ja eigentlich perfekt irgendwie rein, aber ich finde trotzdem in so einem neuen Flavor irgendwie, weil ich das, wie du sagst, mit diesem, ich fand den ersten Moment schon mal interessant, dass wir einfach mit diesem Schwangerschaftstest, mit diesem neuen Familienmitglied, was sich da ankündigt, ja auch in diese Familie einsteigen. Also mit der Nachricht der Veränderung, das fand ich schon mal sehr, sehr interessant. Wie ging dir das, die Fantastic Four als Familie?

Lara:
[31:59] Ja, also das ist genau wieder das Problem. Ich glaube, das ist dadurch, dass wir jetzt so viele Found-Families hatten und Team-Ups hatten vorher, wirkt das jetzt halt nicht mehr so besonders, wie es vielleicht von Anfang an hätte wirken können. Dadurch haben sie wahrscheinlich auch die Idee gehabt, das nochmal zu forcieren durch diese Babysache. Und sie haben ja auch wirklich im Film das Thema Familie ganz offensichtlich und wirklich fast schon mit dem Zaunfall dann angesprochen, gerade wenn es dann hinten raus um die Lösung des Problems auch geht so ein bisschen. Und ich finde, es ist dadurch schon auch, dadurch, dass er auch in den 60ern spielt, wirkte dieses ganze Familienthema für mich halt sehr konservativ, muss ich sagen. Weil wir haben ja auch eine sehr klassische Familienaufteilung. Also, Reed Richards ist ja der gefeierte Uniprofessor, der immer nur Zeit für seine Arbeit hat. Und Sue Storm ist diejenige, die zwar so ein bisschen auf der politischen Bühne mal so ein bisschen vermitteln darf, aber ansonsten hat sie ja keinen Job. Man sieht nicht, dass sie noch eine Arbeit hat. Also ist das schon eher das klassische Familienbild. Und dann hast du noch die zwei Onkels und dann war's das. Dann haben sie noch so eine Art Bedienstete in Roboterform, auch sehr klassisch.

Christian:
[33:27] Herbie, ja.

Lara:
[33:28] Herbie, der bei allem hilft so. Und dann hast du sogar noch eine, ja, du hast die Staffmanagerin genannt. Also von konservativer Seite eigentlich das Idealbild. Wir haben dann auch noch, vielleicht können wir da später nochmal drauf kommen, es sind alles Weiße.

Christian:
[33:45] Ja, ist mir auch schon aufgefallen.

Lara:
[33:46] Eine einzige schwarze Person, die in den Nebenrollen auch jetzt nicht so viel zu tun hat, aber zumindest mal auftaucht. Und die scheinen ja auch überhaupt keine Geldsorgen zu haben. Die leben in irgendeinem riesigen Turm und haben alle möglichen Ressourcen auch zur Verfügung. Also, das ist schon ein sehr traditionelles, konservatives, republikanisches, Fragezeichen, Familienbild. Und das hat bei mir immer wieder zu Reibungen geführt, auch in dieser Diskussion zwischen Reed und Sue und dem Baby und was die Erwartungen der jeweiligen Leute sind. Und so, wenn sie zu ihm sagt, ich hatte erwartet, dass du die Babykrippe aufbaust und nicht der Roboter. Und dann macht er das irgendwie so widerwillig. Also diese Dynamik zwischen diesen zwei und dann plus die anderen beiden war schon so ein bisschen...

Lara:
[34:47] Immer mit so einem komischen Sub-Gefühl, weil ja auch die anderen beiden, also die Familie mit, die erweiterte Familie mit Johnny und so weiter, das wirkte dann gar nicht mehr so wie eine moderne Familie eben. Und dadurch, dass es aber ja auch in den 60ern spielt, können die sich da immer darauf rausreden, dass sie sagen, ja, aber es muss ja auch keine moderne Familie sein, weil es spielt ja in den 60ern. Und das ist so dieses vielleicht so ein bisschen romantisierte, rückblickende Bild auf wie Familie in den 60ern noch war. Deswegen, ich habe da so ein bisschen gemischte Gefühle mit diesem Familienthema, ehrlich gesagt.

Christian:
[35:20] Spannend. Also ich glaube, dass du Sue ein bisschen unterschätzt, weil sie schon in diesem diplomatischen Umfeld unterwegs ist. Also sie ist die Politikerin und er ist mehr der Wissenschaftler tatsächlich. Also ich würde schon sagen, dass sie so einen Job und so eine Berufung irgendwie hat und ja auch auslebt, sehen wir dann ja auch mit dem Mole Man, dass sie da diplomatische Brücken schlägt, die andere eben nicht hinbekommen und so. Da ist, glaube ich, schon ein bisschen mehr los. Deswegen, ich fand es bei dem Film aber, was jetzt, weil du auch so dieses republikanisch verklärte Familienbild.

Christian:
[36:00] Da steckt schon was drin. Ich würde es, glaube ich, nicht so politisch lesen, weil ich finde der Film sehr deutlich in so einer, ein bisschen auch wie bei Superman, in so einer, Fantasy ist das falsche Wort, aber in so einer eher märchenhafteren, Nicht-Realität unterwegs ist. Und das hat bei mir manchmal auch angeeckt, aber ich finde das prinzipiell sehr schön. Also besonders dann im Laufe der Handlung, wie du schon gesagt hast, erstmal diese Fantastic Four, diese Familie, diese Truppe hat die Welt ja auch so nachhaltig geändert. Und das ist ja einfach gesetzt, dass die in dem höchsten Turm der Stadt einfach königlich nicht nur hausen und thronen, aber ja auch irgendwie so eine Art, naja, Regierung sind sie auch nicht, aber sie sind so vordenkend, wegweisend, Popkultur beherrschend, Wissenschaft vorantreibend. Also da kommen so viele Ebenen zusammen, die wir aus der realen Welt nicht kennen. Und wenn, dann kennen wir das nur in Möchtegern-Varianten, die halt überhaupt nicht mit dem vergleichbar sind, was hier passiert. Und deswegen, für mich war dann der Moment, wo, was du im Plot erwähnt hast, Galactus will das Kind, die Fantastic Four sagen, no way, Jose, fahren wieder zurück auf die Erde. Die Erde sagt, na, was war denn da im Weltall? Und die sagen, naja, die wollten unser Baby haben. Und da dachte ich auch, okay, jetzt kommen die Fackeln und die Heugabeln, jetzt ist hier vorbei.

Lara:
[37:28] Kam sie auch, ja?

Christian:
[37:29] Kam auch. Aber nur so drei, so gefühlt und noch so zivilisiert.

Lara:
[37:36] Entschuldigung.

Christian:
[37:37] Genau, wir hätten da mal eine Frage. Und dann aber auch, weißt du, Sue Storm mit dem Baby im Arm kommt dann raus und macht irgendwie so die First Mother, die sagt, ich will euch mal hier diesen Franklin vorstellen. Und die Fackeln und die Heugabeln, metaphorisch, weil die gab's im Film halt nicht, die werden sofort wieder eingepackt und alle nicken und sagen, oh ja, wie warmherzig und wir wollen auch bessere Menschen sein und lassen das mal hier mit der Rebellion. Stattdessen packen wir zusammen die ganze Welt, geht hier in Großbauprojekte, um Portale zu errichten. Da saß ich natürlich auch im Publikum und dachte, uiuiuiui, aber... Das ist das Schöne dabei, finde ich. Ich finde es gerade sehr gut, eben nicht zu viel Realismus in diesen eskapistischen und vor allen Dingen Fantasy-Welten irgendwie zu haben.

Christian:
[38:24] Das ist nämlich der Punkt, das soll die Kritik jetzt gar nicht so sehr rausnehmen, denn ich sehe da auch so, ja, ich würde es vielleicht eher als generell amerikanisch beschreiben. So, ich fand zum Beispiel, um weiterzuspringen, diesen Gag ganz am Ende fand ich irgendwie sehr süß, wo sie dann versuchen, den Sitz einzubauen und diesen Kindersitz und eben, ne, aber es sind halt Es klappt einfach nicht. Es klappt einfach nicht, weil du musst den Nippel erst durch die Laschen, du musst erst drücken und dann zieht, nein, erst heben, nein, du machst es falsch rum, erst links, nein, links ist falsch, super, ja, klasse, also fand ich toll, so und auch, punktuiert diesen Gag eben nicht zehnmal im Film zu haben, sondern so einmal am Ende, toll. Aber dann fand ich halt auch das Bild wieder so klassisch amerikanisch, weil das sind natürlich die drei Männer, die den Sitz irgendwie einbauen und Mama steht mit dem Kind daneben und schmunzelt und sagt unsere Jungs, guck mal Franklin.

Lara:
[39:14] Ja, ja, genau.

Christian:
[39:15] Wo ich mir auch denke, ja, weiß ich auch nicht. Den Punkt, also ich will noch mal ganz kurz zurück, noch mal an den Anfang, weil die ersten Momente, mit diesem Schwangerschaftstest und Reed Richards, der ja, die Nachricht bekommt, die beiden freuen sich und sie.

Christian:
[39:32] Erzählen das dann ja eben im Weiteren hier, Johnny und Ben und so, hey, Schwanger, bla bla bla.

Christian:
[39:38] Da dachte ich, okay, interessant, überhaupt erst mal im Superheld, in den Genre, in dieser Welt, diese Komponente mal reinzuholen. Da ist sofort die erste Glocke bei mir angegangen, die dachte, na, das kenne ich jetzt aber auch nicht. Also jenseits der ganzen Möbel und Ästhetik und dieses ganze Production Design, das ist natürlich auch erstmal sehr einzigartig, sehr frisch, sehr anders, das loben auch alle, finde ich auch super. Aber erstmal diesen Plotpoint da drin zu haben, dachte ich, oh wie interessant.

Christian:
[40:10] Und dann, ich bin kein Experte, was die Fantastic Four angeht, ich kenne Reed Richards nicht besonders oder nicht intensiv. Ich kenne so ein paar Erzählungen über ihn, so dieses schlauste Mensch der Welt, aber ja auch nicht irgendwie, also auch mit seinen eigenen Schwächen und fehlbar und so, sehr verkopft. Und da dachte ich mir dann auch, ah, interessant, also ich habe mich nicht unbedingt wiedererkannt, aber dieses Gefühl, also ich bin halt auch Vater, ich kenne diesen Moment, wo sich das Leben komplett verändert mit dieser Nachricht. Und dann dachte ich, wow, diesen Zugang hatte ich in dem Genre so noch nicht zu einer Figur. Was ich dann aber ein bisschen schwach fand, dass mir dieser Reed Richards die ganze Zeit als sorgsamer Grübler schon vorgestellt wurde und ich hatte das Gefühl, Pedro Pascal macht das super, aber ich hatte das Gefühl, dass Reed Richards schon vor dieser Nachricht.

Christian:
[41:10] Dieser Typ ist. Und mit der Nachricht im Grunde genommen dieser Typ bleibt. Wo ich dachte, wow, wenn der Film schon mit dieser lebensverändernden Nachricht anfängt, bin ich ja mal gespannt zu sehen, wie sich Reed Richards mit dieser Nachricht verändert. Was das auslöst. Und natürlich Ängste, Sorgen, das ist alles da drin. Da dachte ich, okay, das kann ich aus meinem Erfahrungsschatz quasi ziehen. Und das werde ich ja hier jetzt wahrscheinlich sehen. Aber dann hatte ich das Gefühl, ich weiß nicht, ob es an dieser Plotentscheidung hängt, den Film so zu starten, weil ich kenne Reed Richards nur mit dieser Nachricht. Ich kenne ihn halt nicht davor. Oder ist er wirklich die ganze Zeit so gewesen? Das kann ich nicht beurteilen und da habe ich so Schwierigkeiten mit, dass ich sage, hm.

Lara:
[41:54] Das ist genau die Gefahr, den Film so zu starten, ohne mehr Zeit für die Origin zu haben, ohne mehr Szenen zu zeigen, wie es vorher lief, sondern die Szenen, die man vorher von Ihnen sieht, sind ja so in so einem Cartoon und in so einer lustigen, Fernsehshow aufbereitet. Und genau das ist die Gefahr, vor allem nicht nur bei dir, sondern alle anderen Leute, weil, auf der einen Seite ist es ein super Wiedereinstieg, Neueinstieg für alle Leute, die noch nichts vom MCU gesehen haben, weil du musst nichts gesehen haben, aber für alle Leute, die halt auch noch nie was von den Fantastic Four gehört haben, müssen die halt auch irgendwie diese Figuren kennenlernen und wir lernen sie nicht so richtig gut kennen, weil klar, die ist es schon so, dass man dass man das so versucht rüberzubringen. Richard Richards war halt immer der Wissenschaftler, der alles immer versucht zu zerdenken und auf wissenschaftliche Weise die Lösung zu finden. Und das hat er bisher immer geschafft. Und wenn er es nicht geschafft hat, dann haben Johnny Storm und Ben Grimm die Sache mit den Fäusten gelöst. Das sind die Strategien, die er bisher hatte. Und man versucht jetzt so reinzubringen, jetzt kommt eine neue Ebene mit dem Baby.

Lara:
[43:04] Aber das funktioniert noch nicht so richtig, weil das Babyproblem geht ja genauso an. Er versucht, alles wissenschaftlich zu lösen und zu zerdenken. Er verbaut ja diese Maschine und dann wird ja so insinuiert, ja, aber die Maschine kann es nicht leisten, weil das Baby hat ja diese kosmischen Kräfte und will sie nicht zeigen. Und dann kommt diese unmögliche Herausforderung, sich zu entscheiden, also es ist ja keine Entscheidung an sich, aber eben zu sagen, entweder du gibst uns dein Baby oder die Welt stirbt. So und da wird ja im Film so getan als würde er jetzt vor ein Problem stoßen das er mit wissenschaftlich lösen kann, Und daran würde er so ein bisschen zerbrechen, aber das passiert nicht so richtig. Weil er hat diesen einen Satz, wo er sagt, ich habe keine Lösung, ich weiß nichts. Und dann kommt von zu ein Satz und plötzlich hat er wieder eine wissenschaftliche Lösung. Also er macht ja eigentlich gar keine Veränderung durch. Und das ist auch wieder so etwas Klassisches aus den, von mir aus den 60ern, aber auch schon danach. Das sind die Filme und Figuren von damals, die Helden. Die waren am Anfang gut und die waren am Ende gut. und die haben in der Regel auch keine große Veränderung zwischendurch gemacht. Und Reed Richards ist genauso jemand. Der ist am Ende von Fantastic Four eigentlich die gleiche Person wie am Anfang.

Christian:
[44:21] Ja, und ich hab auch so eine Chance gesehen. Also diese Fetzen hatte ich ja auch im Kopf. Dieser wissenschaftliche Kopfmensch, wo ich aus der dachte, ah, dieses Kind wird ihn auf einer ganz neuen Ebene herausfordern, weil jedes Kind einen auf einer ganz neuen Ebene ...

Lara:
[44:38] Aber das passiert nicht.

Christian:
[44:39] Genau, weil ich das Gefühl hatte, die Ebene, auf der dieses Kind ihn herausfordert, kann ich halt nicht an anderen Herausforderungen vorher irgendwie messen, weißt du, weil ich das halt einfach, weil ich den Bezug zu ihm nicht hatte oder weil ich irgendwie das Gefühl hatte, naja, das ist halt keine Herausforderung auf neuer Ebene, weil er so irgendwie immer herausgefordert wurde. Also diese grübelnde Stirnfalte habe ich halt irgendwie den ganzen Film übergesehen und hätte halt viel lieber sozusagen erst nach dem Baby diesen neuen Aspekt irgendwie gesehen. Auch diese, ja, wie du sagst, du kannst halt, du kannst dich so einer Herausforderung niemals theoretisch irgendwie begegnen.

Lara:
[45:19] Genau, du kannst so viele Bücher lesen, wie du willst, YouTube-Videos und was weiß ich nicht alles, aber es gibt immer genügend Sachen, die du nicht vorher selbst als schlauster Mensch... Und ich will noch kurz dazu sagen, dass ich es halt auch irgendwie... Komisch finden. Also, einerseits finde ich es super gut, dass der Film auch was ganz im Großen, was sehr untypisch für die letzten Male Filme macht. Er fährt die Action drastisch zurück. Es gibt glaube ich drei Action-Szenen und dann obwohl er zwei Stunden geht, wird sehr viel zwischen den Figuren geredet. Aber das wird dann wieder eben nicht genutzt, um da irgendwas mitzumachen. Und es gibt eine Szene und das hat mich, das ist das, was zum Beispiel, worauf ich noch drauf rumkaue. Da nimmt Reed Richards seinen Sohn in die Hand und hält ihn so sich vor's Gesicht und sagt ihm irgendwie, irgendwas und dann sagt er, weil ich und sagt dann, irgendwas war schon immer nicht in Ordnung mit mir und mit dir wird alles in Ordnung sein oder so und da hab ich mir gedacht, oh das ist jetzt vielleicht der Kniff da passiert es, aber es wird, nicht mehr, das ist eine verlorene Szene.

Christian:
[46:27] Ja, ich fand das auch mit dem Streit, wo sie doch, glaub ich, ihm irgendwie sowas an den Kopf wirft, ich weiß nicht mehr den Wortlaut, aber so nach dem Motto, ich weiß nicht mehr, was da der Konflikt, ich glaube, weil er irgendwie sagt, ja, ich bin, meine Aufgabe ist es immer das Schlimmste irgendwie zu durchdenken, damit es andere nicht tun und sie sagt, ja, oder damit andere nicht verletzt werden oder irgendwie sowas und sie sagt, ja, aber genau diese Art ist es, die mich halt immer wieder verletzt, wo ich dachte, geiler Moment und auch irgendwie cool so auf diese Sätze runtergebrochen, aber verpufft halt auch, weil das ist, wird nicht gelöst und gefühlt auch der erste Streit zwischen den beiden, weil, hätte man das auch schon mal ohne Kind irgendwie in diesem Kontext so die beiden, Ehepartner in den Streiten sehen, das hätte eine andere Brisanz, als das eben jetzt erst. Und auch so klassisch, ich wirf dir meine Gefühle an den Kopf, anstatt dass wir sehen, wie sie verletzt wurde oder so in einer anderen Situation.

Lara:
[47:22] Und das ist auch ein ganz reales Problem. Also du hast ja gesagt, Eskapismus und diese tolle alternative Welt. Aber genau das, dass meistens der Mann sagt, ich erwarte immer das Schlimmste, damit ich irgendwie schon vorher was dagegen tun kann und so. Das sind tatsächliche, Partnerschaftsprobleme. Die gibt's wirklich, dass halt eine Partnerin zu ihrem Partner sagt, du denkst immer nur an das Schlimmste. Du kannst dich ja gar nicht mehr an dem Guten erfreuen, weil du immer nur wieder sofort daran denkst, was alles Schlimmes passieren könnte. Und dadurch nimmst du dir und uns allen halt auch den Spaß am Leben. Und das ist wirklich was, was existiert in den Partnerschaften. Und da hab ich mir gedacht, okay, da hat der Film vielleicht doch mehr als nur dieses Eskapistische, aber dann macht er halt wieder nichts damit und dadurch hat er es dann doch nicht. Und das ist auch so ein grundsätzliches Problem, was der Film auch auf anderen Ebenen noch hat, dass, die Sachen, die er, das Potenzial, das er eigentlich hat und wo man denkt, die merken, dass sie das Potenzial haben, dass sie sich wahrscheinlich, dass sie das Risiko nicht eingehen wollen, dann doch in diese Richtung zu gehen, sondern lieber doch wieder an der Oberfläche bleiben und dann eine fantastische Geschichte erzählen wollen.

Christian:
[48:35] Ja, und mir ist auch sehr schnell klar geworden, dass Franklin, das Baby, einfach nur ein Plot-Device ist und bleibt. Das fand ich halt auch super schade. Also klar, wie willst du irgendwie Großgeschichten irgendwie rund um ein Baby erzählen? Okay. Aber dass das auch so ja, halt eigentlich, also wirklich Plot-Device, ne? Also bis hin zum großen Finale und also MacGuffin im Grunde genommen ja auch noch ist, ne? So sitzt da unten irgendwie in der Babyschale und Galactus will es irgendwie greifen und holen und da dachte ich mir dann auch, boah, schade, dass das halt, Also das meine ich halt, dass so das Thema First Steps, das Baby, was jetzt da ist, diese komplette Welt dieser ja auch vier Personen, das ist dann auch wieder irgendwo schön oder hätte auch schöner, größer sein können, dass es ja eben nicht nur die beiden, sondern eben auch Ben und Johnny dabei sind. Also diese, also wie du sagst, anderes Familienmodell und die versuchen es ja so ein bisschen aufzubrechen, so bleiben in diesen klassischen Onkelrollen, okay, geschenkt, aber so schade, dass es irgendwie immer nur, wenn es um das Baby geht, immer um diesen Plotcharakter geht, um dieses, das Baby ist ja der Gegenstand, der zwischen den beiden irgendwie steht oder ist ein, ne, so ist das, was Galactus will und hat irgendwie keine Möglichkeit.

Christian:
[50:00] Mehr zu sein oder irgendwie auch für mehr zu stehen, sondern und dann kommen halt auch diese wirklich sehr platten Momente.

Christian:
[50:09] Also vielleicht Kehrseite der Medaille, was sie mit zumachen, habe ich glaube ich, also den Versuch mehr aus ihr zu machen, mehr mit ihr zu machen, habe ich zumindest gespürt, so zaghaft, ja, also kann man wohlwollend anerkennen, also Wir springen ins Finale, weil das Bild, wie sie Galactus... Eigenhändig mit ihren Kräften quasi durch Manhattan irgendwie durchschiebt, finde ich, ist in einer Metapher, irgendwo hat es etwas Schönes, in Klammern, auch wieder sehr klassisch belegt und diese Mom-Power und I heard my baby und so.

Lara:
[50:52] Genau, das habe ich mir nämlich auch gedacht.

Christian:
[50:53] Okay, ne, also auf der einen Seite irgendwie schon ein Fortschritt auf eine, also Baby-Steps, ne?

Lara:
[51:00] Ja.

Christian:
[51:00] Im MCU, ein Baby-Steps, um im Bild zu bleiben, aber halt irgendwie auch viel, viel weniger, als es hätte irgendwie sein können, so.

Lara:
[51:09] Weißt du, woran mich der Moment erinnert hat? Nur ganz kurz, du kannst gleich weiter erzählen. An den Avengers Endgame, jetzt lassen wir einmal alle Frauen, die wir haben, durchs Bild fliegen. Moment. Daran hat es mich so ein bisschen erinnert. So auf ganz verkrampft jetzt den Power-Woman Modus anschalten für 30 Sekunden und das war's. Daran hat es mich so ein bisschen erinnert.

Christian:
[51:33] Fand ich dann auch, ja, ein gutes Bild fand ich dann eben auch so platt, dann wieder im Genre, dass Sue wahrscheinlich für so ungefähr 73 Sekunden irgendwie tot war, um dann von ihrem eigenen Baby wiederbelebt zu werden. Das ist ja irgendwie, okay, kann man auch, sie gibt das Leben und das Leben gibt ihr zurück und okay, meinetwegen. Aber auch wieder irgendwie alles so ein bisschen platt und auch wieder dann in diesen Genre Fallstricken, dass du sagst, niemand bleibt tot, alle kommen zurück. Und das fand ich so ein bisschen, ja ... Dann vielleicht wieder so der Punkt, wenn halt ich glaube, irgendwie fünf Dudes dabei sind, das Drehbuch, die Story und das alles irgendwie zu entwickeln und die Chefkappe auch von einem Dude getragen wird in dem Universum, dann ist das, wohlwollen vielleicht gut gemeint, aber halt nicht unbedingt gut gemacht.

Lara:
[52:28] Ja, es fehlt halt dann auch ein bisschen die Unterfütterung, der Unterbau, der das trägt, der da wirklich dann auch Gewicht dran macht. So wirkt es halt wie irgendwie mal schnell hingerissen. Und was uns beiden vielleicht jetzt kurz auffallen sollte, ist, dass wir super viel über die beiden reden und über die anderen beiden irgendwie so gut wie gar nicht. Und das ist ja auch ein Problem, das der Film hat. Und das hängt auch, aber nicht nur mit dem Baby zusammen. Dadurch, dass das Baby halt nur ein Objekt ist und keine wirkliche Figur, haben die anderen beiden, Ben Grimm und Johnny Storm, auch kaum Interaktionsmöglichkeiten mit dem Baby so. Also es gibt vielleicht zwei, drei Szenen, wo sie das mal halten oder so. Aber es gibt kaum, also die sind eigentlich keine richtige Familie, das wird einfach behauptet aber man sieht die jetzt außer dass sie sich jeden Abend zum Abendessen treffen wollen, das ist das eine große Ritual was sie haben aber sonst interagieren die relativ wenig miteinander und wenn man dann da raus geht und nochmal sagt okay, Reed Richards und Sue Storm haben das Baby das ist ihr Thema, das ist ihr Konflikt interpersonell okay, was haben die anderen beiden? Was hat ein Johnny Storm?

Christian:
[53:38] Die Silversurferin, ne?

Lara:
[53:40] Ja, aber was ist sein Konflikt mit ihr? Also er hat eine Aufgabe, aber das ist ja auch nur ein Plot, die weiß. Aber hat er im Kern irgendwas, woran er reift, wo er sich verändert? Weil er ist eigentlich auch ein sehr ungewöhnlicher Johnny Storm in dem Film. Johnny Storm, wie man ihn eigentlich kennt, auch aus den bisherigen Verfilmungen, ist ja der wortwörtliche Hitzkopf. Der ist ein Frauenschwarm, der jeden Tag mit einer anderen im Bett aufwacht und sie auch fallen lässt, der.

Lara:
[54:09] Nicht nachdenkt sondern immer emotional handelt weswegen er auch immer mit Ben Grimm, aneinander gerät, weil der ja auch ein bisschen, der irgendwann die Schnauze voll von ihm hat und so aber in diesem Film hat er eigentlich keine eigene Geschichte, also er findet sich irgendwie seltsam hingezogen zu der Silversurferin weiß aber nicht warum und das wird auch irgendwie gar nicht aufgelöst, was zwischen den beiden vielleicht passiert und hat das auch verbunden mit dieser Subplot-Geschichte, dass er quasi, entziffert diese Sprache von ihr und das wird ja dann auch später genutzt, aber er hat jetzt keine von der, Oosenhandlung abweichenden eigenen Handlungen. Ben Grimm hat ja wenigstens noch diese angedeutete Liebesgeschichte, aber auch die, muss ich ganz ehrlich sagen, fand ich so, also so wie sie da drin war, hätte ich sie nicht gebraucht, weil sie hat eigentlich auch nichts getan in dem Film. Normalerweise ist Ben Grimm derjenige, der mit sich struggelt, weil er eben nicht mehr menschlich aussieht und damit eben auch keine Familie zum Beispiel gründen kann, nicht mehr heiraten kann und so. Und dann in anderen Inkarnationen ist es zum Beispiel oft so, das war auch schon in dem anderen alten Film so, dass dann Victor Van Doom ihn zum Beispiel auf seine Seite ziehen kann, weil er ihm verspricht, wieder ein Mensch zu werden und all diese Sachen. Und jetzt hat er halt diese kleine Mini-Liebesgeschichte. Aber nicht mal das hat ja Johnny. Also, ne?

Christian:
[55:33] Ich hab auch irgendwie am Rande gehört, dass wohl, also es wird spekuliert, dass 40 Minuten rausgeschnitten wurden. Dass der Film eigentlich eine Laufzeit von ungefähr zweieinhalb Stunden haben sollte. Aber da irgendwie eine Menge dann entfernt wurde, wird mich nicht, oder andersherum, so, das geht in die Richtung, was du sagst. Die beiden sind tatsächlich, ja, ich wollte gerade sagen, unterschrieben ist das falsche Wort, zu knapp, also deren Geschichte ist unterentwickelt. Danke, ja, das Wort hat mich auf jeden Fall unter. Und auch die Silversurferin, ich finde das eigentlich, ich sage ja, also Silversurfer und Galactus hat irgendetwas in mir, was schon lange versteckt unten im Aktenschrank im Hinterkopf war, irgendwie so wachgerüttelt, weil diese, ich meine mich nämlich auch an so Geschichten zu erinnern, vielleicht waren es auch die Filme, ich weiß es nicht mehr, aber diese Tragik des Silversurfers oder der Silversurferin in diesem Fall, dieses.

Christian:
[56:33] Ja eigentlich auch in dieser Sisyphus-Aufgabe zu sein, da steckt ja eine ganze Menge Tragik dahinter, diese Botschafterin des, Untergangs und immer wieder mit dieser Aufgabe, also aus der ja auch nicht rauszukommen, es gibt kein Ende und die Tragik dahinter immer wieder zu spüren und so, das ist hier ja auch nur so ganz leicht angedeutet, da ist auch wenig Raum, kommen wir vielleicht am Ende nochmal so bei diesen ganzen MCU und was sind die Marvel-Probleme? Vielleicht geht es auch ein bisschen in diese Richtung. Ich habe das Gefühl, jetzt schon eine ganze Menge auch kritisiert zu haben. Mir hat der Film erstmal grundsätzlich gefallen und ein Highlight wirklich in diesem Film ist für mich Galactus. Ich weiß nicht, wie es dir ging, aber ich finde diese, also da ist wirklich dieses das Asset aus den 60ern, was die sich da eingeworfen haben, ist da wirklich on point an dieser Stelle. Ein World-Eating Thing in Space Base Giant. Großartig. allein dieses Bild in diesem Schatten und diese Augen und dieser Merkwürdigut und da finde ich das auch so geil, dass da nicht viel erklärt wurde, ja, dass das Ding einfach da ist, dass der ist da und bewegt sich mit dieser Maschinerie durchs Weltall und auch dieses ganze, Design dahinter mit den Schläuchen, die da überall, und ich saß davor und dachte, was zum Teufel, wie zum Teufel und, aber die Bilder sind so geil, also da ist...

Lara:
[57:53] Das ist auch so super cool inszeniert, weil du hast vorher dieses runde Hippie-Eske 60er Jahre, dieses Set-Design und dann kommst du zu Galactus, das ist das HR-Giga, weißt du? Alles ist voller dunkler Maschinen, die sich drehen und Schläuche und das ist so ein guter Gegensatz auch visuell gewesen. Das haben die so gut inszeniert. Die Inszenierung ist on point. Also das ist einer der bestinszenierten Marvel-Filme, weil einfach das greift so gut ineinander, beziehungsweise gegeneinander. Und Galactus passt halt auch, also dieses, zu diesem Sense of Wonder, zu diesem leicht überdrehten 60er-Jahre, wie man sich Science-Fiction, Retrofuturismus vorgestellt hat, ist Galactus genau der richtige Gegenspieler. Viel besser als ein Victor van Doom. Weil da muss man wieder viel zu viel erklären und das ist wieder so tragisch alles, aber du hast bei Galactus einfach nur, er ist ein großer Gigant im Weltraum und der muss die ganze Zeit fressen, weil ihm sonst die Energie ausgeht. Mehr musst du nicht wissen. Und das passt halt auch zu den Fantastic Four und zu diesem ganzen Film und deswegen bin ich da voll bei dir. Tolle Sache.

Christian:
[58:59] Ja, auch da so reingeworfen zu werden, weil genauso für uns ja die Silversurferin einfach auftaucht und sagt, umarmt, wen du noch umarmen willst. Was ich auch in dem Moment großartig fand, einfach die Szene. Ich glaube, sie sagte ja irgendwie sowas wie, also jetzt so sinngemäß so, sprecht noch aus, was ihr bisher irgendwie nicht aussprechen konntet und zu und Reed gucken sich in dem Moment beide halt an, wo ich auch dachte, okay, dieser Moment sagt gerade sehr viel, ohne was zu sagen.

Lara:
[59:29] Gut gemacht.

Christian:
[59:30] Ja, also super Schnitt so, aber diese ganzen Bilder dahinter, dass da auf einmal diese unabwindbare Bedrohlichkeit kommt und sagt, das Ende ist nicht nur nah, sondern ich bringe euch Botschaft vom Ende. Ich bin nicht das Ende, was ich auch klasse finde. Silversulferin ist ja jetzt nicht da um Laserstrahlen, sondern es ist einfach nur sozusagen die die, wie sagt man, die, ich weiß nicht, was das deutsche Wort für Courtesy ist, diese quasi in freundlicher Vorauseilender Botschaft. Also das ist ja eigentlich so noch so ein Akt der Gnade zu sagen, hey, wir überfallen euch jetzt nicht einfach nur, sondern wir verkünden erst mal noch die Botschaft, damit ihr noch feiern oder was auch immer könnt. So, nutzt die letzten Gelegenheiten und dann ist da eben dieser Galactus, die ganze Erde weiß nicht wer, das ist nur die Fantastic Four schaffen es ja dahin in diesem ganzen Sci-Fi Deep Space, fand ich auch super, fand ich spannend die ganze Szene hat super funktioniert auch da die Geburt in Space eigentlich eine spannende Idee, die auch wieder zu wenig gemacht hat, aber also.

Christian:
[1:00:39] Plus der Moment Vanessa Kirby mit Babybauch in dem Superheldinnen Kostüm, fand ich geil, also fand ich wirklich ein cooles Bild, auch wieder nicht so wirklich was draus gemacht, so, weil das halt schnell wieder überwunden war und schnell wieder, dann war das Baby da und so, aber irgendwie einfach so ein paar Bilder dazwischen mal zu haben, fand ich halt super. Ähm.

Christian:
[1:01:02] Wie gesagt, dann den Galactus irgendwie zu haben, der da einfach irgendwie im Weltall unterwegs ist und auch diese absolut überraschende moralische, dieses Dilemma halt aufmacht. Es gibt so diese eine Sache, für die ich euch verschonen würde und das ist das Baby. Das Baby hat das Potenzial, mal Nachfolger zu werden und mich aus dieser Verdammnis hier zu befreien und deshalb bringt mir irgendwie das Baby. Es ist halt irgendwie auch ein cooler Twist, ein cooler Konflikt, dass es ja irgendwie auch darum geht, jetzt nicht den Space Laser zu besiegen, aber schon irgendwie diese Space Bedrohung für die Erde relevant, aber auf der anderen Ebene halt auch so persönlich für dieses Team, für diese Familie so nochmal eine andere Brisanz reinzubringen. Die müssen halt nicht nur den Planeten retten, sondern sie müssen halt, also das Größte quasi retten, nämlich alle, alles und jeden, aber gleichzeitig halt auch dieses super kleine, super konkrete, super nahe Wesen. Finde ich irgendwie schöne Dynamik. Also auch da wieder ganz viel, finde ich, wird da so mit Flavor gemacht. Also ganz viele Geschmacksrichtungen, die irgendwie ganz neu sind, wie du sagst, Production Design, ganz neue Dinge, die da reinkommen. Da ist in dem Topf, in diesem Gulasch, ist eine ganze Menge neuer Gewürze drin. Und das finde ich erst mal sehr gut, sehr interessant. Die Frage ist vielleicht, was wird da schlussendlich für ein Gericht draus?

Lara:
[1:02:24] Ich fand halt die Idee, das ist halt wirklich eine andere Strategie, weil sie es ja auch anders machen müssen. Wenn die Fantastic Four Teil des normalen Marvel-Erdedings gewesen wären, dann hätten sie ja, um Galaxis zu besiegen, 50 andere Superheldings gehabt. Da hätten wir das bei Endgame gehabt wo dann alle zusammenkommen und gegen Galactus haben sie aber nicht, was haben sie gemacht sie haben halt alle anderen Menschen mitgenommen, haben gesagt, wir können den allein nicht besiegen so wie Thanos nicht allein besiegt wurden, werden konnte von einem Superhelden sondern wir müssen halt alle irgendwas tun und weil wir vielleicht nicht stark genug sind ihn zu besiegen müssen wir uns was anderes überlegen und da fand ich die Idee dann zu sagen, okay wir hauen ab, das ist halt für Superheld auch sehr ungewöhnlich zu sagen, tschüss wir fliehen, wir fliehen, wir kämpfen nicht.

Christian:
[1:03:15] Super Beobachtung, ist mir so noch gar nicht aufgefallen. Ja, ich fand diesen, diese Inspiration für die Menschheit fand ich auch irgendwie schön. Das sind ja auch Sachen, die ich eigentlich immer, ne, also, das ist mir irgendwie, Das ist dem MCU auch so abhandengekommen, halt für den Rest der Welt, auch den Rest der Welt irgendwie mal mitzudenken. Ja, also, und das sieht man ja hier, zu sagen, hey, alle Nationen packen gemeinsam an, das größte Großbauprojekt aller Zeiten, diese Portale zusammen irgendwie aufzubauen. Und die Fantastic Four sind halt nicht nur Inspiration, sondern sie bringen halt diesen ganzen Planeten zusammen mit, diese Idee. Fand ich halt wieder wundervoll, zu sagen, ja, natürlich wird das nie funktionieren. Also, das ist total unrealistisch, ja, wie bei Superman das Unrealistische war, dass die Menschen halt irgendwie Zeitung lesen und glauben, was drinsteht und daraufhin ihre Meinung ändern, ist es hier halt dieses, oh, ein gemeinsamer, also das Wissen um das unvermeidliche Ende wird von allen Menschen gleichsam angenommen und es werden Handlungsänderungen daraufhin vorgenommen, die kollektiv sich dieser Bedrohungslage sozusagen entgegenstellen. Und das ist, also Galactus als Symbol für den Klimawandel wundervoll, ja, was hätte sein können, wenn wir würden, so, finde ich alles super.

Christian:
[1:04:32] Auch da dann wieder so im Nachklang fand's ein bisschen lame, dass er dann einfach irgendwie wie so ein Kaiju durch Manhattan irgendwie stampft, da haben für mich auch die Größenordnungen irgendwie alle nicht mehr irgendwie Sinn ergeben, ich weiß nicht, wie es dir ging, aber ich hatte da so in Space das Gefühl.

Christian:
[1:04:47] Das hat mich so orientierungslos werden lassen dann in dem Moment, weil ich dachte, Moment mal, also als wir da in Space Bis wann hatte ich das Gefühl, der ist so groß wie, weiß ich nicht, zehn Planeten gleichzeitig irgendwie so aufeinander gestapelt.

Lara:
[1:05:00] Aber vielleicht kann er seine Größe ja anpassen.

Christian:
[1:05:02] Maybe so. Maybe. Aber ich fand's dann auch wieder, okay, dann ... Also, ja, es wurde auf einmal so vernah.

Lara:
[1:05:10] Ich fand so ein bisschen ... Ja, genau, ich fand so ein bisschen ... Also, ich fand die Kaiju-Szene an sich lustig, aber ich hab mir natürlich auch gedacht, so, warum geht der da jetzt selber hin? Warum schickt der nicht seinen Silversurfer?

Christian:
[1:05:21] Oder hat sein ... Weiß ich nicht, hat so ein Beam, Traktor-Beam.

Lara:
[1:05:24] Irgendwas, weißt du? Also warum muss der persönlich das Ding in die Hand nehmen? Also ich hab mir dann das halt so gedacht, okay, wahrscheinlich, weil er so fixiert ist auf seiner Erlösung, dass er diese Hybris hat, dass er sagt, mir kann ja eh niemand was. Er weiß ja, dass niemand auf der Erde ihm was anhaben kann. Dass er sich gedacht hat, naja, dann mach ich's selbst. Aber ja, das ist dann alles auch so ein bisschen sehr einfach, wie er da fast hinein stapft und natürlich das dann nicht tut, weil er doch noch mal scannt und so, aber dann.

Lara:
[1:06:00] Durch das Tor hineingestoßen wird, dass also das, dass er da nicht nochmal irgendwie einen Gegenangriff startet, sondern sich wirklich einfach von Sue da mehr oder weniger bis zu vor das Tor rein stupsen lässt, war dann auch so ein bisschen, naja. Aber weil du gerade nochmal Superman angesprochen hast mit dem Kollektiven und so. Ich finde halt, dass es da schon Unterschied, das ist der Unterschied, ne? Also bei Superman ist es ja immer noch so, wie es bei vielen anderen MCU-Filmen auch so ist, der Held ist am Ende die Einzelperson, die uns rettet. Und das ist ja das, was bei den wenigen, was die Fantastic Four ja auch wirklich gesellschaftlich vielleicht oder politisch aussagen, im Vergleich zu Superman nämlich viel, viel weniger, finde ich, ist es so, dass hier halt gezeigt wird, die Superhelden, die uns am Anfang immer gerettet haben, sind am Ende nicht diejenigen, die die Erde retten, sondern wir zusammen machen das. Und dann wird es aber doch wieder auf den Kopf gestellt, weil es funktioniert ja nicht. Und dann sind es ja doch wieder die Superhelden, die ihn dann irgendwie durch dieses Tor durchschopfen. Und das fand ich halt auch so ein bisschen, da macht ihr euch eure eigene tolle Message kaputt. Warum?

Christian:
[1:07:04] Und dann auch wieder so ein bisschen zu viel drüber, weil es dann ja eben die Betonung der Supermom an der Stelle auch noch ist. Also es ist ja single-handedly quasi Sue Storm, die ja dann über sich hinaus wächst und das fand ich dann auch ein bisschen, sag ich ja, das ist wohlwollend, das ist vielleicht gut gemeint, aber irgendwie auch ein bisschen, zu klischeehaft und zu sehr so in diesem in diesem Superman-Bild irgendwie ich weiß nicht.

Lara:
[1:07:33] Ja und dann will sich ja Jonny Storm noch opfern und da habe ich mir dann auch gedacht, dass das hätte, erstens ging das zu schnell dass dann plötzlich der Silver Surfer, die Silver Surferin kam und ihn dann doch nicht sich opfern hat lassen und zweitens hätte selbst wenn er sich geopfert hätte hätte das gar nicht so einen Impact gehabt, weil wir ihn vorher ja so wenig hatten, also wir konnten gar nicht so eine Beziehung aufbauen. Deswegen bin ich fast froh, dass dann Silversurferin kam. Aber sie kam auch ein bisschen schnell, fand ich. Und da auch dieses Umdenken, das war auch fast ein bisschen zu leicht, sag ich mal.

Christian:
[1:08:07] Genau. Also da vermute ich auch, dass da von diesen 40 Minuten, wenn das alles stimmt, dass da eben sehr viel bei diesen Figuren halt weggeschnitten wurde. Dass man da sehr viel weggenommen hat. Und da fand ich irgendwie, ich will die Filme nicht zu sehr miteinander vergleichen, aber ich fand, Fantastic Four hat ein ähnlich hohes Tempo wie Superman, also der, also bei Superman, ich weiß nicht, ob du das mitbekommen hast, so da kamen dann später ja auch noch so ein paar Sachen heraus, dass das relativ kurz vor knapp noch rausgeschnitten wurde, diese Einblendung, das ist ja eigentlich alles innerhalb von einer Woche passiert bei Superman. So nach dem Motto, Typical Day, Typical Work Week, so Montag, Dienstag, und hier bei Fantastic Four hatte ich echt Schwierigkeiten und konnte das teilweise nur anhand des Babys irgendwie mit erkennen. Also wir sind ja, Also in der Kernhandlung würde ich jetzt mal so vermuten, ungefähr anderthalb Jahre irgendwie unterwegs, vom Schwangerschaftstest, der positiv ist. Gut, weiß man jetzt auch nicht, welcher Monat. Aber das ist ein sehr großer Zeitraum, den dieser Film sehr sprunghaft hinter sich lässt. Und da war ich dann teilweise auch so ein bisschen, ja, nicht verwirrt, aber ich fand die Zeit Spanne zu groß, um so schnell da durchzugehen.

Lara:
[1:09:28] Ja, genau.

Christian:
[1:09:30] Da hatte ich auch ein bisschen Schwierigkeiten. Bei dem anderen Film so, also hättest du mich gefragt, hätte ich nicht mit dem Finger drauf zeigen können, was für ein Zeitraum das gewesen sein muss bei Superman. Aber ich fühle das eher, das eine ist eine Woche und das andere, also es sind ja viele Monate.

Lara:
[1:09:48] Ja, wenn Erzählzeit und Erzähltezeit halt so weit auseinander gehen, dann ist es immer schwierig, dem zu folgen. Und wenn man dann eben, also obwohl der Film ja da glücklicherweise auf Action-Szenen relativ verzichtet, weil das hätte das Ganze noch viel schneller wirken lassen, hat man halt dadurch, dass aber auf der anderen Seite zu wenig wirklich mit den Figuren dann gemacht wird, funktionieren die Sprünge halt auch nicht so gut. Also wenn du halt pro Sprung auch wirklich Szenen hast, die irgendwie eine große Bedeutung haben, die irgendwie eine Auswirkung haben, dann funktioniert das auch noch, weil dann kannst du dich als ZuschauerInnen halt auch auf diese Momente so einlassen und das Das führt dann wieder zu einer Linie, zu einer Kurve. Aber das war hier nicht so gut. Vielleicht war das auch deswegen, weil sie 40 Minuten rausgeschnitten haben, dass da auch so ein, zwei Beats gefehlt haben. Und das hat es vielleicht auch ein bisschen hastig, schnell wirken lassen, obwohl der Film ja gar nicht so hastig ist, wie wir gerade gesagt haben. Also es passiert ja über viele Zeit eigentlich nichts. Aber das sehen wir halt auch nicht.

Christian:
[1:10:53] Ja, ja. Ich glaube, wir können mal rüberspringen. Wir bleiben ja noch beim Film, aber ich glaube, die Tore gehen so langsam auf in Richtung MCU, weil viele Punkte oder auch Probleme jetzt mit dem Film auch irgendwie so auch ins MCU zeigen, finde ich. Weil ein Problem auch, was ich mit dem Film hatte, war die Computereffekte besonders rund um Franklin. Also ich fand nämlich, dass da ganz viel wirklich nicht gut aussah. So nach Greenscreen, Compositing, wo du wirklich gemerkt hast, ey, das Baby liegt jetzt nicht auf ihrem Bauch. Da hat man wahrscheinlich 25 Takes zusammengeworfen und vielleicht kommt das Baby auch komplett aus dem Computer oder so. Das fand ich manchmal echt schwierig. Es gab auch diese eine Szene, ich weiß nicht, ob du dich noch erinnerst, als sie da diese Pressekonferenz abliefern und Reed Richards so in die Kamera guckt, weil er so seine fehlenden Erkenntnisse ja irgendwie mitteilt. Das sah teilweise echt richtig mies aus. Also der Greenscreen dahinter, der Hintergrund, wie so ein klassischer Marvel-Nachdreh, der aber nicht irgendwie on location stattfinden konnte, weil die Location gibt es ja gar nicht mehr, sondern hey, mach mal bei Kevin Feige im Büro den Greenscreen an.

Lara:
[1:12:17] So ungefähr.

Christian:
[1:12:18] Ganz, ganz, also da waren so punktuelle Momente, die mich so rausgeworfen haben. Der Rest sieht schon sehr gut aus und ich glaube, das ist dann wieder die Kehrseite der Medaille, der Film lebt halt auch von belebten Sets. Also ich glaube, so wenig Greenscreen gefühlt wie hier, also gerade diese ganzen Locations und Möbel und Settings und Apartments und so, das haben sie schon gut gemacht, endlich mal mehr wieder auf haptische Sets und Locations irgendwie zu setzen, aber umso mehr sind mir dann so einzelne Momente irgendwie sauer aufgestoßen.

Lara:
[1:12:51] Ja, vor allem bei Momenten, wo es so unnötig ist. Ich meine, dass du, wenn du im Weltraum unterwegs bist, das irgendwie Greenscreen-CGI-mäßig lösen musst, ist ja klar. Aber wenn du eine Pressekonferenz in irgendeinem Gebäude drehst.

Christian:
[1:13:03] Warum?

Lara:
[1:13:04] Oder wenn du ein Baby auf dem Bauch hast, es ist ja ein echtes Baby da gewesen. Es gibt ja einen Credit dafür.

Christian:
[1:13:11] Ja, und das ist dann aber eben, deswegen wollte ich die Tür schon mal aufmachen Richtung MCU und was eben auch so meine Probleme sind beim MCU. Vielleicht klären wir die gleich auch noch mal ein bisschen größer, aber wir sind jetzt, wo sind wir denn? Wir sind jetzt 17 Jahre nach Iron Man, glaube ich, kommt das hin? Ja, ungefähr, ne? 17 Jahre sind wir jetzt nach Iron Man.

Lara:
[1:13:33] Ja, so grob.

Christian:
[1:13:33] 20 Jahre.

Lara:
[1:13:34] Noch nicht ganz 20.

Christian:
[1:13:36] Ja. Also das ist ja schon eine lange Zeit. Das hat sich viel getan, das hat sich viel entwickelt und ich arbeite mich jetzt auch gerade sehr stark so an Marvel und an dem MCU ab. Ich glaube ... Dass die Art, wie Marvel produziert, denen in den letzten Jahren halt so massiv auf die Füße gefallen ist. Und das ist ja ein, man hat ein Drehbuch von irgendwie gefühlt 35 Leuten geschrieben. Das meinte ich so ein bisschen mit, bleiben wir mal in dieser Küchenmetapher. Es dürfen sehr viele Leute was in den Topf reinwerfen an Zutaten. Und dann wird ganz viel rumgerührt, also es wird gedreht und es wird erstmal ganz viel eingesammelt. So und ganz am Ende wird halt immer noch, also dann wird ja der Film erst gebaut, da ist Marvel ja auch bekannt für dass die halt bis, also dass sie ja im Schnitt quasi ganz oft erst den Film noch finden, dann wieder zurück gehen, nachdrehst, nochmal einen ganzen Monat oder so und dass ja eben auch die, CGI Artists sich ja auch mittlerweile sehr laut darüber beschwert haben, dass ja ganz viel, also ganz viel, ganz lange so in Bewegung ist, dass die halt einfach keine Produktionszeit haben um auch die Effekte dann an vielen Stellen vernünftig irgendwie abzuliefern. Weil wenn du nicht, also ne, wenn du halt kurz vor knapp...

Lara:
[1:14:49] Das kostet Zeit!

Christian:
[1:14:50] Das ist der Punkt. Und also Geld hat Marvel und hat Disney. Das ist nicht das Problem, ja, dass man denen irgendwie vorwerfen könnte, oh, die sind knausrig und die sind geizig bei der Produktion. Das ist, glaube ich, bei denen gar nicht so die Sache. Die schmeißen sowieso viel zu viel Geld in diese Sachen rein. Ich glaube, dass diese, das hatte... Jeff Bridges hat das wohl mal in dem Interview gesagt. Er war ja beim ersten Iron Man. Und das war ja auch bekannt, dass die damals halt eben sehr viel improvisiert haben und wirklich ja noch im Trailer Jon Favreau und Robert Downey Jr. Da irgendwie zusammen noch die Szene, die dann erst gedreht wurde, noch kurz vor knapp nochmal umgestellt, improvisiert. Da ist so viel in Bewegung gewesen. Jeff Bridges hat gesagt, das war der teuerste Studentenfilm, den er jemals gemacht hat, der erste Iron Man, ja, also die Art und Weise, wie da eben die Sachen in Bewegung sind, anstatt eben, und das ist der Punkt, so Richtung James Gunn, das, was James Gunn ja eben jetzt gesagt hat, was er da drüben vorhat bei DC, er will erstmal ein fertiges Drehbuch haben. Er will auf dem Papier die Filme erstmal fertig haben und dann wird gedreht. Und ich glaube, das fällt Marvel halt eben, also ist gerade in der Vergangenheit Marvel sehr viel auf die Füße gefallen und ich finde, Das sind dann eben die Punkte hier bei Fantastic Four, gerade diese Szenen mit dem Baby. Das kostet halt Zeit. Ja, also wenn du es halt richtig machen willst, dann musst du wahrscheinlich eher 40 statt 10 Takes machen und dann kannst du auch nicht, weißt du?

Christian:
[1:16:14] Sondern das muss dann sitzen und dann musst du halt sehr viel Arbeit reinstecken, glaube ich, damit du mit echten Babys die Szenen auch so drehen kannst, wie sie vielleicht irgendwie sein sollten. Aber wenn dir dann drei Wochen später einfällt, dass die Szene ja gar nicht mehr und du sie komplett anders haben willst, das geht halt so nicht. Ja, das kannst du mit CGI ja schlagen, aber auch da sehen wir ja eben, haben wir auch bei anderen Filmen gesehen, auch das geht ja nur bis zu einem gewissen Punkt. Und ich hab da mittlerweile echt so meine, oder krieg da immer mehr meine Probleme mit, dass dieses.

Christian:
[1:16:41] Ich sag jetzt mal ganz platt, auch dieses Rumgewurschtel auch immer mehr in den Filmen aufgetaucht ist. Also lange Zeit ging das gut, auch in Avengers Endgame ist, also die Geschichte war ja auch, dass sie das Iron Man mit ihm auch nachgedreht haben, weil es gar nicht im Drehbuch stand und man im Schnitt gemerkt hat, da fehlt was, das muss punktuierter sein, da die Zwischwitzung. Das ist ja nicht das Problem, aber ich hab das Gefühl, dass es bei Marvel so ein Übermaß einfach genommen hat. Da geht's nicht darum zu sagen, naja, wir schleifen nochmal und wir, weißt du, wir arbeiten die Details nochmal heraus, sondern das ist da ganz oft.

Lara:
[1:17:20] Das, was man normalerweise immer in der Post-Production ja noch machen.

Christian:
[1:17:23] Genau.

Lara:
[1:17:23] Das ist ja auch völlig okay. Es gibt immer Nachdrehs bei jedem Film.

Christian:
[1:17:26] Genau.

Lara:
[1:17:26] Also darum geht's ja nicht, genau.

Christian:
[1:17:28] Genau, sondern dass du halt so lange auch, also am Drehstart gar nicht weißt, wo es hingehen soll und was du eigentlich willst mit dem Film Und auch da mit den Figuren auch gar nicht weißt, was du willst.

Lara:
[1:17:42] Also 40 Minuten rausschneiden, das sagt doch schon alles.

Christian:
[1:17:45] Ja.

Lara:
[1:17:46] Also wie kann man bei so einer Riesenproduktion am Anfang ein Skript haben, was so viel mehr hat an Inhalten, dass man am Ende sagt, nee, wir müssten jetzt fast ein Viertel davon wegschneiden, damit unsere Version, wie wir sie jetzt haben, funktioniert, weil uns vor einem Jahr oder zwei gar nicht aufgefallen ist, dass das so gar nicht ist, wie wir es wollen. Also diese Inkonsistenz ist wirklich ein Riesenproblem und ich glaube, je schwächer die Filme performt haben in den letzten zwei, drei Jahren und je schlechter auch die Kritiken oder beziehungsweise die Stimmen der Fans waren, desto mehr hat Disney und Marvel haben Schiss gekriegt und desto mehr verstärkt sich dieses Problem. Weil dann immer noch mehr Leute draufgucken und noch mehr Leute dann eine Meinung haben. Und diese Linie, die es vielleicht auch noch in dem ersten großen Story-Arc gab, auch wenn es da auch schon vielleicht Probleme gab, aber da gab es eine Linie. Da wusste man, wo man bei jedem Film rauskommen wollte. Man wusste, am Ende läuft es auf den Endgame raus. Die fehlt komplett.

Lara:
[1:19:01] Eigentlich sind die seit Eternals nur auf Schlingerkurs. Und reißen das Ding immer wieder rum. Dann hatten sie das Problem, dass sie ihren neuen großen Schurken plötzlich nicht mehr verwenden konnten. Das kann man ihnen schwer vorwerfen, aber danach haben sie halt auch keinen klaren Cut gemacht. Sondern sie haben irgendwie wieder versucht, den großen Dampfer wieder auf Kurs zu bringen. Und dabei ist halt die Küche wirklich 3,15 Mal Kopf gestanden. Ja, deswegen genau da bin ich voll deiner Meinung. Und sie versuchen sich zwar irgendwie daraus rauszumanövrieren, indem sie jetzt vielleicht wirklich mit Thunderbolts und mit Fantastic Four versuchen ein bisschen zurückzufahren und die Filme wieder ein bisschen mehr für sich stehen zu lassen, weil sie diese Kritik, dass man immer alles vorher gesehen haben muss, vielleicht verstanden haben. Aber die Konsequenzen, die sie daraus ziehen, sind halt auch nicht so bis zum Ende durchgedacht, dass sie sagen, okay, wir machen aber dann auch wirklich alles an dem Film kompakt für sich.

Christian:
[1:20:01] Das ist das Problem. Ich glaube, Marvel kocht immer noch mit dem gleichen Rezept. So, die sind jetzt dabei, die Zutaten ein bisschen zu verändern. Und deswegen meine ich das hier so ein bisschen so. Der Flavor ist anders. Ja, also zu sagen, ey, wir investieren mal ein bisschen ins Production Design und gehen in diesen Retro-Futurismus und machen dafür auch den Kniff, dass wir halt eben explizit in einem anderen Universum unterwegs sind. So, das sind alles neue Geschmacksrichtungen. Aber das Problem ist, wenn das Rezept immer noch das Gleiche ist, nämlich zu sagen, schnell, irgendwie auf eine gewisse Art und Weise auch irgendwie planlos, chaotisch und so wie du sagst, so wie diese Multiverse-Saga so ziellos, planlos, chaotisch irgendwie sich verhält, so gefühlt verhalten sich ja auch viele Filme. Also ich fand den Captain America Anfang diesen Jahres, den fand ich echt mau, weil der sich genauso angefühlt hat. Da waren irgendwie drei verschiedene Stoßrichtungen, die der Film nie konsequent irgendwie ausspielen durfte, weil gefühlt jeder Drehbuchdurchlauf einer anderen Person so erkennbar in dem Film war, dass man gesagt hat, machen wir auch noch irgendwie da draus. Und das ist so, das meine ich halt, das ist so das Rezept oder die Küche oder die gleichen Kochutensilien. Ich weiß schon gar nicht mehr, wo ich in der Metapher bin, aber es schmeckt halt irgendwie auch nicht mehr.

Lara:
[1:21:16] Ich hab mir halt fast gedacht, du hast zwar, du hast, du hast, du kriegst quasi, ist die Aufgabe, koch mir Spaghetti Bolognese. Und dann lassen sie einen Koch ran und der schreibt erstmal ein Rezept. Und dann wird das weitergegeben und dann der Nächste schaut sich das an. Nee, streich die Hälfte durch, mach ein neues Rezept draus. Also das Rezept verändert sich auch, aber es wird halt so oft neu umgestellt. Es bleibt aber immer was übrig von dem Rezept vorher und am Ende hast du eine Lasagne aus Gemüse, die mit Spaghetti Bolognese nichts mehr zu tun hat, aber sie stellen sich hin und sagen, das ist jetzt Spaghetti Bolognese und wir 15 Köche haben das alles zusammen gemacht.

Christian:
[1:21:54] Ja, und wenn du Glück hast, schmeckt's.

Lara:
[1:21:58] Genau, es kann schmecken, aber ...

Christian:
[1:22:02] Ein anderer Punkt, weil alle ja auch sagen, also ich find das erst mal, ich find das, als mir das klar geworden ist, also alle sprechen ja davon und sagen, der Film ist so eigenständig, du brauchst keine Hausaufgaben machen, du musst nichts kennen. Du kannst einfach reingehen und kannst ihn dir einfach angucken. Dass das auch so herausgearbeitet und so hochgeluppelt, also stimmt ja auch bei dem Film, ne? Es ist ja wirklich so. Aber ich glaube, da müssten langsam auch die Alarmglocken angehen, weil jetzt ist ja quasi schon das MCU offensichtlich zu so einem Problem geworden, dass das Gegenteil davon jetzt zum großen Lob herausgearbeitet wird. Also das ist ja, also wovon sprechen wir denn jetzt noch? Also, Was ist denn jetzt noch der Mehrwert davon, dass wir in diesem geteilten Filmuniversum, in dieser Multiverse-Saga, also das ist der Satz, den ich von allen gehört und gelesen habe.

Lara:
[1:23:08] Ja, das stimmt auch.

Christian:
[1:23:09] Das ist einer der stärksten Aspekte des Filmes. Aber das sagt ja schon so viel über die Problematik im MCU aus. Das wäre so wie, ja, weiß ich nicht, was ist da der Vergleich? Das ist so wie, keine Ahnung, eine Sportart, bei der du sagst, du musst, die kannst du machen, weiß ich nicht, wenn du komplett unsportlich bist oder ich weiß nicht, das ist so gefühlt wie Fußball, wo alle sagen, endlich geil, weil der Ball irgendwie brennt und es wird endlich spannend. Ja, dann hat das ja aber nichts mehr mit Fußball zu tun. Also das ist so, weißt du, wenn das, worauf es ja irgendwie, nein, nicht unbedingt angekommen ist, aber was ja immer der Vorteil war, auf einmal so deutlich zu einem Nachteil wird. Und das war ja immer, also überleg doch mal, das war ja noch bei beim ersten Ironman Samuel L. Jackson, diese Post-Credit-Szene, die ja dieses Ding aufgemacht hat, wo alle gesagt haben, wow, und genau dieser Wow-Effekt, dieses, was das so von allen anderen unterschieden hat, ist jetzt der Punkt, wo alle sagen, ein Glück, es ist nicht mehr da. Also das finde ich schon irgendwie alarmierend. Dass man eben nicht sagt, guck mal, wie toll und endlich und die Kurve, sondern es ist jetzt nicht mehr sozusagen das, was, ein wichtiger Aspekt war, ich weiß nicht, ich kann das schwer in Worte fassen, aber wenn auf einmal aus dem Vorteil der Nachteil wird.

Lara:
[1:24:32] Crazy. Ich weiß, was du meinst. Die Stärke war, dass man eben mehrere Sachen zusammen machen konnte und dann das Endprodukt noch besser wurde. Du hattest dann drei starke Einzelfilme und die hast du am Ende kombiniert und dann hast du einen noch geileren Effekt gehabt. Und jetzt dreht sich das um und die Leute sagen, bloß keine Zusammenführungen oder sonst was. Das kann man so sehen.

Lara:
[1:24:58] Und das hat, also bis zu einem gewissen Gratsch, ist das ja auch so. Diese Abnutzung ist ja genau diese MCU-Müdigkeit, dass die Leute sagen, ja, ich muss ja jetzt noch diese Serie gucken und diesen Film muss ich, damit ich das überhaupt verstehe und so weiter.

Lara:
[1:25:12] Aber das ist ein bisschen was anderes, als zu sagen, das MCU an sich ist das Problem.

Lara:
[1:25:18] Weil es ist eher das, wie man das MCU jetzt nutzt, ist das Problem. Weil du kannst ja eigentlich jetzt in dem Zustand, in dem das MCU jetzt ist, ist es ja einfach als großes Universum da, wir haben auch noch ein Multiversum. Das heißt, du kannst eigentlich jeden Film eigenständig machen und du kannst trotzdem auch immer noch Querverweise haben, aber du musst es halt nicht mehr tun. Wo vorher, wo wir sagen, okay, wenn ein neuer Film rauskam in dieser Infinity-Sache, musste auch irgendwo irgendwas da drin sein, um die Verbindung zu haben. Weil sonst waren die Leute enttäuscht. Jetzt bist du aber in so einem großen, ja, auf so einem großen Spielteppich, dass du halt auch am ganzen hintersten Zipfel eine geile Geschichte erzählen kannst, ohne dass du das andere Ende vom Zipfel auch mitdenken musst. Also du hast auch Freiheiten in diesem Universum, weil das mittlerweile halt so groß geworden ist. Woher war das halt noch so klein, dass man halt auch immer gesagt hat, na ja, Moment mal, das ist doch dieselbe Erde und das ist sogar derselbe Kontinent, auf dem auch der andere Superheld gerade ist. Warum ist denn der gerade nicht da? Und jetzt ist das Universum so groß, dass du halt sagen kannst, na ja, der ist gerade mit Dr. Blipsblups auf der anderen Seite vom Universum. Klar ist er ja nicht da. Weißt du, das meine ich. Also vielleicht ist das nicht unbedingt der Ballast, sondern vielleicht ist es die...

Lara:
[1:26:45] Die Interpretation müsste man anders machen, aber das macht Babel noch nicht so.

Christian:
[1:26:49] Voll.

Lara:
[1:26:50] Die können sich von diesem Verbindungsgedanken noch nicht lösen. Das müssten sie jetzt einfach mal machen. Sie müssten jetzt erkennen, dieses Lineare funktioniert nicht mehr.

Christian:
[1:27:03] Ich würde auch noch weitergehen. Also ich habe jetzt, wir sind jetzt ja am Start der sechsten Phase. Ich habe auch den Überblick sehr stark verloren.

Lara:
[1:27:13] Schmarzen, Schmarzen, echt.

Christian:
[1:27:15] Ja, aber das ist ja auch so ein bisschen sinnbildlich dafür. Ich habe jetzt in, also ich habe besonders die Disney-Plus-Serie, ich habe die Hände in die Luft geworfen irgendwie seit, glaube ich, zwei Jahren oder so und bin da jetzt raus. Ich habe jetzt aber Ironheart mal wieder nachgeholt.

Lara:
[1:27:28] Aha, interessant.

Christian:
[1:27:30] Interessante Serie, so hat mir auch irgendwie an vielen Aspekten gefallen, an vielen auch wieder nicht, also so. Aber ein paar Beobachtungen, die ich jetzt in diesem, also die mir auch so ein bisschen damit einhergegangen sind. Also, ich glaube auch, dass der erhöhte Output ein Riesenproblem ist. So, das hat Kevin Feige ja auch schon in den Interviews, also auch da der Pressezyklus, den sie da gewählt haben und gesagt haben, ja, wir wissen, es ist zu viel, wir wissen, es ist zu viel, finde ich auch schon mal interessant, ja, das... Auch da so bildhaft irgendwie, also zu viel einer guten Sache, aber es ist schon lange nicht mehr gut, deswegen ist das jetzt auch ein Problem, dass es zu viel ist. Ich bin fasziniert, wie diese Infinity-Saga nach Endgame aufgebaut ist, weil ich glaube, also A, was ich immer so toll fand beim MCU, bei der.

Christian:
[1:28:27] Infinity-Saga, also was bei der Multiverse-Saga so schiefläuft, Marvel fand ich eigentlich sehr stark und sehr gut im seriellen Erzählen, in Anführungszeichen, im Filmformat. Ja, die Infinity Saga ist ja auch nichts anderes mehr oder weniger als eine Serie, als ein serielles Erzählen. So. Und du hattest in dem Teil ja, Filme, die irgendwie ineinander gegriffen haben, aber du hattest irgendwie immer eine relativ starke, um im Serien sprecht zu bleiben, einen relativ starken Maincast, eine Hauptbesetzung. Und die hat sich innerhalb der ersten Phase anhand dieser Avengers ja irgendwie herauskristallisiert. Und dann kam nach den ersten Avengers, kamen noch die dazu und noch die dazu, die Guardians irgendwo da hinten im Weltall. Hat gedauert, bis die mal zum Rest dazu kamen. War ja dann auch ein Riesending bei Infinity War und Endgame und so. Das war also der Aufbau. Du hattest einen Maincast, der dich durchgezogen hat. Und dabei konntest du schon erkennen, interessiert dich das oder interessiert dich das nicht? Ist der Maincast dabei? Ist es ein Iron-Man-Film? Ist es ein Thor-Film? Ist es ein Captain America-Film? Oder nicht? Da haben die Leute wahrscheinlich auch schon gesagt, naja, der Film interessiert mich eher, der vielleicht nicht so. Aber du hattest diese Hauptbesetzung. Die fehlt in der Multiverse-Saga komplett. Verstehe ich auch nicht, wie es Marvel geschafft hat, als für mich.

Christian:
[1:29:54] Starkes serielles Erzählen, diesen Ball halt so komplett zu droppen und zu sagen, also die haben's komplett verlernt, das Serielle erzählen, weil sie einfach den Maincast nicht, also und damit meine ich nicht, bringen Tony Stark zurück und holt Captain America aus dem, sondern, wer ist denn der Maincast in der Multiverse?

Lara:
[1:30:12] Naja, es gab bestimmt eine Idee am Anfang. Und das Problem ist, dass sie die nicht durchgezogen haben, weil, und ich bin mir ziemlich sicher, die Eternals hätten mindestens einen großen Teil des Maincasts ausmachen sollen. Bin ich mir hundertprozentig sicher. Und weil der so gefloppt ist, haben die alles umgeschmissen. Und was ich auch gesagt habe, das habe ich am Ende von der Infinity-Saga gesagt, jetzt beginnt die Saga von Captain Marvel. Und das haben sie nicht gemacht. Und das ist für mich immer noch einer der größten Fehler und auch einer der größten Gründe, warum das MCU seitdem verkackt. Weil das wäre der Main-Character gewesen. Captain Marvel hätte alles verbinden können, hätte das super in sich aufbauen. Und dann haben sie es mit The Marvels irgendwie so halb gar irgendwas gemacht. Anstatt sie mal ordentlich sauber als neuer Captain irgendwie, als Main-Character für alles, der alles auch zusammenbringt, der überall mal auftreten kann, weil sie es ja kann. aber die auch eine eigene Geschichte erzählen kann, haben sie einfach nicht gemacht. Und das ist für mich so genau meine Antwort auf das, was du sagst. Ja, es fehlt der Maincast, weil sie es nicht durchgezogen haben.

Christian:
[1:31:22] Glaube ich auch. Ich glaube auch, dass Black Panther mit Chadwick Boseman, da haben sie, glaube ich, auch ganz andere Pläne gehabt, als sie nachher aufgehen konnten. Also ich glaube auch, dass da eine Menge oder einige Punkte auch irgendwie so außerhalb der ... Auch Corona hat da auch nicht geholfen.

Lara:
[1:31:37] Ja, klar.

Christian:
[1:31:38] Also keine Frage. Aber ich glaube auch irgendwie, also auch unterm Strich, also der Fokus auf den Maincast fehlt und das ist nämlich noch die nächste Metapher, die ich nämlich auch nochmal stark machen will, die sich auch so ein bisschen auf Fantastic Four nochmal auch zurückbesinnt. Also wir haben jetzt dieses Argument, der steht für, also du musst keinen Ballast mitnehmen, keine Hausaufgaben machen. Okay.

Christian:
[1:32:01] Aber auch hier, finde ich, machen sie wieder, nicht ganz so stark und ein bisschen weniger, den gleichen Fehler, den sie eigentlich seit Endgame machen. Und das ist das, was auch Menschen im Casino machen, die dabei sind zu verlieren, immer weiterspielen.

Christian:
[1:32:20] Solange du nicht aufhörst zu spielen, sondern immer noch Chips auf den Tisch legst, hast du nicht verloren. Und genau diesen Modus fährt Kevin Feige mit im MCU momentan, indem er halt, und das ist halt krass, wie viele Türen innerhalb der Multiverse-Saga aufgegangen sind. In jedem Film, in jeder Serie sind mindestens zwei, drei mögliche Andeutungen, Versprechen und kaum etwas davon ist eingelöst worden. Wie viele Post-Credit-Szenen haben wir gesehen, die einfach bisher verpufft sind? Und vielleicht kriegen sie es hin, hier Secret Wars, die großen, also alles nochmal aufzugreifen und wieder zuzumachen, aber auch dann hast du halt höchstens irgendwelche Cameos, wo du Leonardo DiCaprio-mäßig auf dem Bildschirm zeigen kannst und sagen kannst, ich weiß, wer das ist, weil den habe ich in Tor 4 oder 5 oder was das war in den Credits gesehen und ich weiß, wer die ist, weil die ist einmal in der einen Serie, wo ich 20 Stunden meines Lebens versenkt habe, auch irgendwo mal aufgetaucht. So, das ist irgendwie auch ein Riesenproblem. Also, dass halt immer mehr, auch hier habe ich das Gefühl, was da irgendwie so an, was passiert mit Silver Surfer? Wo ist Galactus irgendwie hin? Dann diese Post-Credit-Szene, die ich hier auch eher so ein bisschen mau fand mit, mit, ähm, Dr. Doom, der da irgendwie kurz abtauft.

Lara:
[1:33:42] Ja, das war jetzt eigentlich nur, also das ist so ein bisschen, da haben sie sich vielleicht so ein bisschen zurückbesinnt auf diese ganzen Thanos-Postcredits-Szenen und es war ja klar, also der Film war ja schon angekündigt, der kommt ja schon nächstes Jahr.

Christian:
[1:33:54] Eben, aber auch da wieder so super viel irgendwie so die Versprechen in die Zukunft. Ja, und dieses Versprechen verschiebt sich halt immer weiter. So dieses...

Lara:
[1:34:06] Naja, also ja, ich geb dir grundsätzlich recht, aber ich Ich finde halt, jetzt ist es gerade so, dass es jetzt nicht so weit ins Unbekannte verschoben wird, was Doom angeht.

Christian:
[1:34:14] Doom ist konkret.

Lara:
[1:34:16] Aber Galactus ist tatsächlich wieder so, ja, der ist halt jetzt irgendwo anders, wird bestimmt noch mal irgendwann rausgekramt, wenn sie wieder einen intergalaktischen Schock brauchen. Aber gelöst ist es auf jeden Fall nicht.

Christian:
[1:34:27] Und Franklin genauso, auch das Riesenversprechen. Ist es jetzt im nächsten Film, im übernächsten Film, im über, über, übernächsten Film, also in einem Jahr, in fünf Jahren, in zehn Jahren, in 20 Jahren, wann kommt da irgendwie noch ein Payoff für was auch immer da angedeutet wurde. Und das ist für mich ein Riesenproblem mittlerweile bei Marvel, dass das halt so eine, also in dieser Multiverse-Geschichte sich halt, also das ist für mich halt der zu hohe Output hätte kein Problem sein müssen, wenn der nicht ständig wie so eine Wurzel immer mehr entfacht. Und da kommt, glaube ich, auch eher dieses Gefühl der Hausaufgaben her, dieses ja, also muss ich jetzt sozusagen dieses Versprechen aus irgendwie einer fünf Jahre alten Serie kennen, um den Pay-Off, also, genau, so dieses, ähm.

Lara:
[1:35:15] Es ist eigentlich ein bisschen ironisch, weil wenn man, wenn man die Loki-Serie die zweite Staffel gesehen hat, mit diesen ganzen, da geht's ja um Paralleluniversen ganz viel, und dass, dass wenn zu viele Paralleluniversen aufgemacht werden, das Universum instabil wird, und eine bessere Metapher für das MCU-Problem gibt's eigentlich nicht.

Christian:
[1:35:33] Und es ist ja auch klar, also ich hab den, den Secret Wars Run, den hab ich auch mal gelesen, ja, das ist ja dann nachher diese große Geschichte, wo irgendwie Victor von Doom ja versucht, glaube ich, also mehrere Universen irgendwie oder zwei, glaube ich, gegeneinander irgendwie auszuspielen, zu vereinen. Also ich sehe ja auch, was nachher die Lösung ist, nämlich der große Urknall, 2027 nach Secret Wars zu sagen, so, jetzt haben wir wieder eine Sacred Timeline, hier ist etwas, ne, so, das, Nachbeben nach Secret Wars ist Fokus, jetzt haben wir hier wieder eine Main, ne?

Lara:
[1:36:05] Genau, also, wenn man es jetzt positiv sehen möchte oder vorsichtig optimistisch sein möchte, könnte man sagen, dass Marvel erkannt hat, dass sie eine Art Schlusspunkt setzen müssen, dass sie vom Spieltisch zurücktreten müssen, jetzt einfach auf diesen Endpunkt zusteuern. So könnte man das jetzt vorsichtig optimistisch aus. Ich bin trotzdem nicht optimistisch, dass es auch so durchgezogen wird. Und das nicht dann, weißt du, da kann doch so viel passieren. Und selbst im Film, also in diesem Secret, in diesem Dings, da kann auch so viel passieren, dass sie am Ende doch wieder Angst haben und doch wieder 10.000 Türen aufmachen. Also, ja.

Christian:
[1:36:48] Und das ist der Punkt. Also ich glaube auch, dass mit Secret Wars in zwei Jahren die Karten auf den Tisch gelegt werden müssen, so all in, alle Chips auf den Tisch und was dann halt eben, ne, entweder man gewinnt die Runde, man gewinnt noch irgendwie die Multiverse-Saga oder man verliert, man geht halt irgendwie mit Verlust raus sozusagen und damit meine ich jetzt finanziellen Verlust, sondern einfach so Niederlage eingestanden, Karten auf den Tisch, okay, das war's, aber quasi der Neustart, die D-Nix-Runde.

Lara:
[1:37:16] Da kommt der klassische, aus den Comics herstammende Reboot dann her.

Christian:
[1:37:19] Genau.

Lara:
[1:37:19] Da wird alles auf Null gesetzt.

Christian:
[1:37:21] Genau, so. Aber ich find's halt auch da wieder so faszinierend, die Beobachtung, wie lange das dauert. Also ich hab das Gefühl, also ich hatte noch mal nachgeguckt, ich glaub, seit ein oder zwei Jahren spricht Marvel auch sehr laut davon, dass sie Output verringern wollen und wissen und zu viele Serien. Und trotzdem ist irgendwie dieses Jahr gefühlt, weiß ich nicht, fünf, sechs, sieben Sachen, die irgendwie erschienen sind. Also du siehst, wie behäbig auch die Maschine im Hintergrund ist, dass wenn du das Problem erkennst und sagst, wir reißen das Ruder rum, wie lange es dauert, bis die Kurve erkennbar wird, also das ist halt auch ein Riesenproblem. so.

Lara:
[1:38:01] Ja, ich glaube, weil die halt auch einfach über die letzten fünf oder mehr Jahre einfach schon so viel angefangen haben zu produzieren, dass die auch sehr viel raushauen müssen, um das irgendwie noch zu rechtfertigen. Also die stecken wahrscheinlich auch in vielen Verpflichtungen einfach drin. Anders als Warner, die dann fast fertige Filme einfach nicht rausbringen, ist es vielleicht bei Marvel Disney ein bisschen anders gelaufen. Vielleicht vertragsrechtlich, vielleicht aus anderen Gründen, aber Aber ich glaube, das, was jetzt gerade alles noch rauskommt, das ist alles auch schon mindestens ein Jahr fertig gewesen.

Christian:
[1:38:33] Ja, ja. Also ich glaube, auch bei Iron Heart war das irgendwie schon ein Trailer vor zwei, drei Jahren auf irgendwelchen Conventions und so gezeigt. Das finde ich halt auch krass.

Lara:
[1:38:40] Ja, wann war der Wakanda-Film?

Christian:
[1:38:42] Ich glaube, 2022.

Lara:
[1:38:45] Ungefähr, oder? Also das ist jetzt schon drei Jahre her, wo sie das erste Mal aufgetaucht ist und jetzt kam die Serie erst.

Christian:
[1:38:51] Und dann auch so ein bisschen verpufft, ne? Irgendwie zwei Wochen und dann war's fertig.

Lara:
[1:38:56] Rausgehauen, zweimal, zwei Release-Tage, zweimal, einmal die eine Hälfte, einmal die andere Hälfte, dann merkst du ja auch schon, was Sache ist.

Christian:
[1:39:03] Ja, ja. Ja, und ich hab, also diese ganzen Beobachtungen, so Marvel hat sich irgendwie auch verzockt beim seriellen Erzählen, auch da irgendwie die Erkenntnis so, die Serien, auch da sind ja nur, fast nur Miniserien, ne? Wir haben eine zweite Staffel Loki, aber auch da so, wo ist der Fokus auf die Charaktere, das was eigentlich die Infinity-Saga so stark gemacht hat, diese ganzen Charakter-Payoffs, was ich so mit Maincast auch so ein bisschen meinte, man verzettelt sich aber auch in den Serien so stark mit den Figuren. Es sind irgendwie wahnsinnig teuer und hingewurschtelte, oftmals so 10 Stunden oder 5 Stunden lange Filme, aber so machst du halt keine Serie. Dann gucke ich halt sowas wie The Bear auf, zwar auch Disney+, aber eine FX-Serie, wo ich sage, ey, diese Charaktere, wenn eine Szene einfach nur, also eine Szene, einen Moment, 30 Minuten im Vorgarten dieses Restaurants stattfindet, weil sich zwei Leute endlich mal die Dinge an den Kopf werfen, die sie seit Jahren mit sich herumtragen. Und ich sitze davor und sage, zum Fingerlecken, wunderbar. Weil es die Charaktere sind. Und ich vermisse diesen Drive durch Charaktere im MCU momentan super, super stark.

Lara:
[1:40:18] Ich meine, ich glaube, das liegt auch daran, dass die sich nie wirklich ... Entweder sie haben sich die Gedanken darüber gemacht oder, was wahrscheinlicher ist, sie haben sich so lange Gedanken darüber gemacht, dass sie sich nicht mehr entscheiden konnten, was sie mit den Serien eigentlich machen wollen. Wollen sie kleine Side-Story-Stränge, die sie in den Filmen aufgemacht haben, nur zu Ende bringen? Oder wollen sie in den Serien das Universum weitererzählen?

Christian:
[1:40:43] Ja, ja.

Lara:
[1:40:44] Wollen sie die Figuren weitererzählen? Weil es ist ja was anderes, ob du eine Geschichte, also eine Figur zu Ende erzählen willst, oder ob du sie weitererzählen willst. Das sind ja zwei völlig verschiedene Ansätze. Und sie machen beides nicht richtig.

Christian:
[1:40:55] Ja.

Lara:
[1:40:55] Also, was war denn diese Falcon-Winter-Soldier-Serie? Das war ja irgendwie nix Halbes und nix Ganzes. Auf der einen Seite wolltest du was mit den Figuren machen, wusstest aber nicht so recht was, und hast dann irgendwas in diesem Universum erzählt, was null relevant für irgendjemanden war.

Christian:
[1:41:12] Ja, und das ist genau auch ein sehr, sehr guter Punkt, die ist mir auch aufgefallen, dieses irgendwie diese wahnsinnig unelegante Expansion des Universums, um es mal so zu nennen. Also ich habe jetzt auch die What-If-Serie, die letzte Staffel da irgendwie zu Ende geguckt. Die habe ich auch so halbherzig irgendwie lange liegen gelassen. Und auch da, also diese Animationsgeschichten, Da muss ich auch noch ein paar Sachen nachholen.

Christian:
[1:41:40] Ist ja eigentlich spannend. Also die haben ja sehr spät jetzt auch diese verschiedenen Labels rausgeholt, zu sagen, okay, das ist jetzt Marvel Television, das ist Marvel Animation, Marvel Studios sind die großen Filme. Ist ja auch ein Eingeständnis von, wir können nicht Marvel Studios Logo auf alles flanschen, weil dann kommt dieses Gefühl von Homework. Und das ist mir dann auch klar geworden, was für eine verpasste Chance, wie du sagst. Was, auf welchen Ebenen bewegen sich jetzt diese verschiedenen Inhalte, weil jetzt habe ich ganz viele Miniserien, Laufzeiten, gefühlt irgendwas zwischen vier bis zehn Stunden, je nach Serie, je nach Staffeln, hat es mal ein oder zwei Staffeln, aber wie du sagst, warum gibt es da auch keine erkennbare Einordnung von außen, wo man auch sagt, ja, so, auch da wieder so der Maincast im MCU, You bewegt sich durch die Filme, sodass du da diese Zuglinie irgendwie hast, aber wie du sagst.

Christian:
[1:42:43] Bau doch verschiedene Ebenen ein, was du mit diesem Spielteppich so schön bezeichnet hast, sodass du sagst, ja, der Kernkreis ist in der Mitte und das ist das Wichtigste, aber dann hast du halt andere Bereiche drumherum, wo du sagen kannst, okay, hier machen wir inhaltlich oder formell gewisse Abstufungen, Einschränkungen oder andere Sachen, so, wo du sagst, ja, meinetwegen, um die unkreativste Variante zu machen.

Christian:
[1:43:11] Bist in einer Multiverse-Saga, also mach irgendwie ein Universum auf, wo sich vielleicht mehrere Serien irgendwie durchbewegen, was losgelöst ist vom Hauptuniversum, ähnlich wie damals bei den Guardians. Das passiert, aber da hinten und irgendwann kannst du dich ja mal dann dafür entscheiden, diese Verbindung erst zu schlagen, indem du sagst, ja, wir holen jetzt hier drei Figuren über was auch immer rüber in das Mainline Haupt-Event-Ding und führen da was zusammen und dann zeigst du nicht nur, wie Leo auf die Leinwand und sagst, oh, ich kenne das, sondern dann kannst du was mitnehmen und sagst, wow, ich kenne die Figur ja schon aus dem und dem Bereich und verstehe, warum sie agiert, wie sie agiert und andere, die das Wissen nicht haben, für die funktioniert die Szene aber trotzdem noch, weil in dem Moment so, das finde ich halt irgendwie so, so, so, das verwundert mich so, dass da kein, also die Marschrichtung irgendwie ja noch während der Infinity Saga war ja klar, da kommt die Plattform Da müssen wir rausballern. Aber dass da keine erzählerische Chance irgendwie gesehen, genutzt wurde, außer zu sagen, oh, wir greifen uns mal so ein paar Figuren, schmeißen die in die Miniserie und das wird dann schon ziehen.

Lara:
[1:44:23] Ja, ich glaube tatsächlich, dass es aber genau das Problem war, die hatten keine gute Strategie dafür oder die Strategie, die sie hatten, war halt von Anfang an flaut. Also da ist, glaube ich, immer wieder, wir kommen immer wieder zurück zu dem viele Köche Problem. Ja. Weil ich glaube, auch bei den Serien gab es halt einfach, du hast jede Serie jemand anders gegeben, dann hat an jeder Serie auch wieder fünf Leute geschrieben und dann war aber immer auch im Hintergrund der große Dings, wo sie sagen mussten, aber ihr müsst auf jeden Fall das und das noch einbauen.

Christian:
[1:44:55] Ja. Ja.

Lara:
[1:44:55] Und das, ich meine, du hast es selber gesagt, so wie viele von diesen Serien waren eigentlich in die Länge gezogene Filme?

Christian:
[1:45:03] Ja, ja. Ja, ja.

Lara:
[1:45:04] Bestimmt die Hälfte.

Christian:
[1:45:05] Ja, ja.

Lara:
[1:45:05] Also ich mochte die Miss Marvel Film Serie sehr, sehr gern, aber warum war das kein Film? Warum war das eine Serie?

Christian:
[1:45:13] Ja. Ja, oder vielleicht auch hätte man da so dieses, wir gehen auf Disney Plus mehr in die Origin-Stories rein. Ich weiß nicht, ob es irgendwie gut gewesen wäre.

Lara:
[1:45:23] Genau, also man hätte auch sagen können, okay, ich erzähle jetzt auf Disney Plus die Origins von allen Young Avengers in Miniserie-Form. Aber sonst eben nichts.

Christian:
[1:45:32] Genau, oder eben auch wie bei Netflix, dieses, wir schaffen hier unser eigenes Event, arbeiten darauf hin und dann aus diesen Defenders oder die Defenders als Team, das holen wir dann mal irgendwie in die Filme, das landet bei Doomsday aus dem Portal oder was auch immer man sich da überlegt.

Lara:
[1:45:49] Jetzt hast du halt wieder, du hast sowas wie, du hast Winter Soldier und Falcon als Serie gehabt, du hattest dann diese Secret in welchen?

Christian:
[1:46:00] Ja, Secret in welchen?

Lara:
[1:46:02] Dann hattest du Serien wie Loki, dann hattest du Serien wie eben Ironheart und Miss Marvel und, Also irgendwie passte das alles nicht so recht zusammen. Dann hast du jetzt auch wieder so Neustarts mit Daredevil, wo du auch wieder nicht weißt, was das jetzt wieder soll. Wo spielt das denn jetzt wieder rein? Wo zahlt das ein? Steht das wieder für sich oder nicht? da, also und da frage ich mich halt auch so, haben die denn immer noch keine Strategie gefunden oder gibt's da keinen? Wollen die sich, also ich hab immer das Gefühl, die trauen sich einfach nix.

Christian:
[1:46:37] Ja.

Lara:
[1:46:38] Und dadurch machen sie halt, also im Zweifel machen sie irgendwie alles, aber nichts, weil sie sie nicht trauen in eine Richtung mal ordentlich zu gehen.

Christian:
[1:46:45] Ich hab auch gehört, das war nur so eine Anekdote, vielleicht auch irgendwie eine gewisse Übertreibung, keine Ahnung, so, aber in dem The Town Podcast von Mark Bellany, der so in Hollywood unterwegs ist und ich weiß nicht, ob du The Studio gesehen hast, die Serie, da tauchte er auch auf. Und in einem Podcast nach, weiß ich gar nicht mehr nach welchem Film, das war jetzt auch vor kurzem, dass die sich irgendwie drüber unterhalten hatten und irgendwie, da sagte er wohl auch, er hat so gehört, dass halt.

Christian:
[1:47:13] Dass halt da teilweise echt die Leute versucht haben, irgendwie zur richtigen Zeit über dem richtigen Flur irgendwie Kevin Feige zu erwischen, weil sie noch gewisse Absegnungen im Drehbuch in der Produktion, die Stempel, die noch irgendwie gemacht werden mussten, damit man vorankommt, dass halt alles über ihn läuft und ich glaube auch, dass das mittlerweile eher zum Problem geworden ist.

Christian:
[1:47:35] Dass, da bin ich auch neulich erst drüber gestolpert wieder, der ist ja nach Endgame nicht nur Chef von Marvel Studios, das war er ja schon, sondern, wenn ich das richtig verstanden habe, auch Chef von Marvel geworden. Also halt als Belohnung nach dieser ganzen wunderbaren Infinity-Saga die nächste Beförderung. Aber so wie ich das verstehe, halt jetzt auch Comics noch aufsieht und übersieht und andere Animationsgeschichten und halt immer mehr in dieser einen Person so gebündelt wurde, dass, glaube ich, halt jetzt nicht unbedingt nur der erhöhte Output das Problem ist, sondern auch die Struktur dahinter, die komplett durch eine Person laufen muss. Und das sind halt eben nicht mehr nur nur in Anführungszeichen zwei, drei Filme pro Jahr, sondern das plus Serien plus der Comic-Bereich. Also ich will nicht wissen, wie dem seine To-Do-Liste aussieht jeden Tag. Und weil das halt auch im Kontext irgendwie der Interview-Routine jetzt hier bei Fantastic Four, das schultert der halt nahezu alleine. Ja, wir reden ja von einer sehr personifizierten Struktur. Wir kennen drumherum niemanden sonst.

Christian:
[1:48:48] Klar gibt es noch weitere, aber es ist ja jetzt nicht, dass man irgendwie sagt ... Da ist ein erkennbares Team und hier ist Head of Disney Plus und hier ist Head of Animation und hier ist ...

Lara:
[1:49:01] Gibt's bestimmt im Hintergrund, aber die Frage ist halt, wie viel Entscheidungsgewalt haben die wirklich? Ich meine, das Absurde ist ja, dass sie in der Ski-Hulk-Serie sogar das selbst thematisieren.

Christian:
[1:49:11] Genau. So.

Lara:
[1:49:13] Aber es ändert halt nichts.

Christian:
[1:49:15] Da gab's auch mal irgendwie, glaube ich, so zu diesen zu diesen, das hatte ich aus diesem einen Buch genau, The Rain of Marvel, The Reign of the MCU, auch ein ganz tolles hinter dem Kulissenbuch vor ein, zwei Jahren erschien, wo es irgendwie auch so diesen Satz, glaube ich, drin gab. So lange Zeit, also so sinngemäß, lange Zeit hatten alle anderen keinen Kevin Feige und jetzt hat Disney nicht genug Kevin Feige. Also das halt eben die Aufgaben und die Power, die Macht einfach auch zu stark in dieser einen Person liegt. Es gibt ja auch keine offensichtliche Nachfolge, dass man weiß, na klar, so ein bisschen wie in vielen anderen Bereichen auch so, wo ist eine erkennbare Weitergabe eines möglichen Fackelstabes? Wie lang kann das irgendwie alles noch gehen? Die Pläne sind immer weit geschmiedet, aber was kann denn noch danach kommen? Ich meine, bei Disney selbst ist das Problem, dass die nicht wissen, wer nach Bob Iger den Laden irgendwie führen soll. Und das ist halt auch das Problem, wenn das zu personifiziert, zu erfolgreich ist, dass die Heiligsprechung über allem steht und dann steht und fällt alles mit einer Person. Und wenn die morgen vom Bus erwischt wird, dann ist das Problem halt irgendwie immens.

Lara:
[1:50:31] Ja, auf jeden Fall.

Christian:
[1:50:32] Und ich glaube auch, dass das mittlerweile, also viele Sachen, die lange Zeit zu den Geheimzutaten, um in dieser Kochmetapher zu sein, die geheime Coca-Cola-Formel so ungefähr, das, was es halt ausgemacht hat, ist halt mittlerweile das, was es auch irgendwie zum Problem werden lässt. Also viele Köche schön und gut, aber wenn der eine irgendwie alle anderen so überstimmen kann, dass halt eben der komplette Topf wieder ausgekippt werden muss, weil er sagt, ich wollte gar keine Spaghetti Bolognese machen, sondern jetzt gibt es einen Gurkensalat. Das ist halt irgendwie auch schwierig, wenn das so da ist.

Lara:
[1:51:09] Ja, und ich glaube, das ist auch ... Im Kern wird das halt auch das Problem bleiben, selbst wenn sie mit dem netzten Endpunkt einen halbwegs guten Endpunkt finden. Wenn sie dann mit dem gleichen Prinzip den Reboot machen, dann wird das wieder nicht funktionieren.

Christian:
[1:51:28] Ich hab keinen Bock auf diese ganzen Lagerbildungen. Du hast es vorhin noch so schön bei den Comics gesagt. So dieses Scheißegal, ob DC oder Marvel. Hauptsache irgendwie gute Geschichten und gute Comics. Ich bin natürlich aus diesem Superman-Kontext, aus dieser Leidenschaft für die Figur und auch aus dieser, ja, ich will schon fast sagen, aus dieser Hoffnung, die ich jetzt auch für die Zukunft so in diesem DC-Universum habe. Ich finde es so wahnsinnig interessant, einfach mal jetzt zu sehen, also ich glaube, es kernt sich jetzt tatsächlich mal so eine Alternative heraus. Allein diese Personalstruktur, zwei Köpfe zu haben, einer mehr Produktion, einer mehr Inhalt. Bei Marvel ist es alles in einer Person. Also ich glaube, ich hoffe, dass so die nächsten Jahre so einfach Alternativen jetzt auch so möglich sind. Und damit meine ich jetzt nicht im Sinne von, es ist eines besser als das andere. Sondern zu sehen, ah, so geht es ja auch. Also wir dachten ja lange Zeit, es geht nur auf dieser einen Ebene, weil das so erfolgreich war.

Lara:
[1:52:28] Aber vielleicht, ja ich bin da, ich bin da, ich finde das super spannend weil ich hab halt auch gedacht jetzt mit DC, Filmuniversum, dadurch dass die von Anfang an so einen Fehlstart hatten, denn dieses Verkacken viel früher gekommen ist haben die halt jetzt die Chance dieses, äh, diesen langsamen.

Lara:
[1:52:47] Verkackensabstieg von Marvel für sich halt eigentlich sehr gut zu nutzen ja, aber ich seh's äh, also ich will's nicht ich will's nicht sofort schlecht reden, aber die haben doch jetzt auch schon diese Jahrespläne mit zwei Serien, drei Filmen und da denke ich mir dann, habt ihr es nicht gelernt von Marvel, dass das jetzt nicht die richtige Strategie ist und ich weiß halt nicht, ob es ausreicht, wie du sagst, dass es eben nicht so auf eine Person, sondern vielleicht auf zwei oder mehr Schultern verteilt ist, um das dann wieder richtig zu machen, dass es trotzdem funktioniert oder ob einfach diese Herangehensweise jetzt schon wieder völlig falsch ist. Ich hätte halt gedacht, DC sagt jetzt, ah ja, okay, bei Marvel funktioniert dieses riesen Mega-Output-Universums-Ding nicht, lasst uns doch bei uns das auch anders machen und genau das ausnutzen und wir machen immer nur so unsere kleinen Filme. So, ein Batman hier, dann hier mal ein Superman da, hier kommt vielleicht ein Wundermummer und die haben überhaupt nichts miteinander zu tun, die können für sich stehen, die können vielleicht in ihrer Figur, in ihren Filmen dann Batman 1, 2, 3, Superman 1, 2, 3 sein, aber... Wir machen erst mal kein großes Universum auf. Und es sieht ja jetzt nicht so aus, als würde sie das machen, sondern dass sie halt genau dieses Universums-Ding wieder machen wollen. Und deswegen denke ich mir so, spannende Zeit. Aber ich sehe schon wieder die nächste Katastrophe in fünf, sechs Jahren bei DC.

Christian:
[1:54:15] Ja, und das kann passieren, keine Frage. Ich bin nur noch mal hellhöriger geworden auf diesen angekündigten Unterschieden. Es gab jetzt einen Film und es gab die Creature Commander Serie, da ist noch sehr viel Bringschuld, keine Frage.

Lara:
[1:54:36] Ja, ja, ja.

Christian:
[1:54:37] Aber sich halt auch, also ich habe das Gefühl, jetzt auch viel besser verstehen zu können, warum James Gunn immer wieder dieses Mantra fährt und sagt, ich will erst ein vernünftiges Drehbuch haben. Und da sind auch schon die ersten Sachen verschoben, gecancelt, auf Eis gelegt. Also die ersten Pläne, die gehen schon gar nicht mehr auf. Deswegen bin ich auch umso gespannter, was die Konsequenz ist. Weil wenn bei Marvel, was wir ja gesehen haben, da auch nur das kleinste Korn im Getriebe irgendwie landet, dann gab es ja diese großen Probleme. Oh, der eine Film kommt jetzt doch nach dem anderen raus. Scheiße, wir müssen die Hälfte wieder umdrehen, weil die Basis jetzt gerutscht ist mit Spider-Man und Strange und so. Und wenn, also ich, das sind einfach so ein paar Sachen und das ist dann nämlich auch der Punkt, ich bin mal gespannt, ob man das irgendwie dann auch später halt rückwirkend irgendwie erahnen kann. Ich glaube, James Gunn, der hat den Apparat von innen auch sehr gut gesehen und deswegen bin ich mal gespannt, auch was da gar nicht groß an die Glocke hängt, was für Ideen und Verbesserungsvorschläge er jetzt vielleicht umsetzen möchte. Ich habe nur so das Gefühl, dass da zum ersten Mal auch einfach so, Potenzial da ist für einfach nur so, also wenn Marvel selbst nicht aus den Fehlern lernen will, was du gesagt hast, wenn sie es halt einfach nicht lernen wollen, vielleicht sehen wir jetzt, wie jemand anders daraus lernen kann, weil man so.

Lara:
[1:56:03] Ja, also wenn, dann James Gunn. Also ich meine, näher war keiner dran, der jetzt bei der Konkurrenz arbeitet.

Christian:
[1:56:11] Also, dass das vielleicht auch so die Geheimzutat jetzt sein könnte. Ich dachte halt ...

Lara:
[1:56:16] Ich bin halt immer super skeptisch, wenn Konzerne im Hintergrund sind. Und auch Warner ist im Hintergrund von DC. Und auch DC ... Wenn's einer kann, dann James Gunn. Und ich würde es mir ja wünschen. Also, ich bin jetzt auch kein ... Wie gesagt, ich bin ja auch kein Marvel-MCU-Fangirl. Was die Filme angeht, sehe ich es ähnlich wie bei den Comics, überzeugt mich mit Figuren und mit Storys und ich feiere es egal, woher es kommt. Also ich habe damals den Wonder Woman Film ja auch gefeiert. Und ich würde mich freuen, wenn ich jetzt wieder einen geilen Wonder Woman-Film bekäme oder auch mal noch andere. Also wenn der Supergirl-Film wirklich geil wird, hey, bin ich die Letzte, die das kritisiert oder sagt, das will ich nicht gucken, das ist DC. Aber ich bleibe halt einfach grundsätzlich mittlerweile skeptisch, wenn es um so große Konzerne und IPs und all den ganzen Kram geht. Aber wenn es einer kann, dann wahrscheinlich James Gunn. Also wenn der es nicht schafft, schafft es auch kein anderer wahrscheinlich mehr. Ja.

Christian:
[1:57:17] Wie gehst du denn jetzt, um auch den Bogen zu schlagen, wie gehst du denn jetzt aus Fantastic Four, mit welchen, ich weiß nicht, Gefühlen oder Erkenntnissen oder, also hat sich da irgendwie was verändert? Ist da jetzt die Bringschuld noch höher? Bist du jetzt noch vorsichtiger in der Filmauswahl? Also wie guckst du jetzt auch so auf, sag ich mal, so die nächsten ein, zwei Jahre?

Lara:
[1:57:42] Also, ich hab ja am Anfang gesagt, ich bin mit dieser Einstellung reingegangen, dass ich keine Erwartungen habe und dass ich auch keine Bedenken hab und so. Und dadurch, dass jetzt der Fantastic Four-Film ja doch auch sehr für sich selbst eben steht, hat sich das kaum verändert. Also auch mit der Post-Credit-Szene, weil das wusste ich ja einfach, dass der irgendwann kommen wird, bin ich jetzt weder in die eine noch in die andere Richtung ausgeschert. Ich finde, der Fantastic Four-Film, den kann man gut gucken, da kann man Spaß mit haben, aber mehr halt auch nicht. Also der hat auch inhaltlich wenig sowas so groß auszusagen, wo ich sagen würde, ich persönlich werde jetzt in Monaten noch so oder so, wie du jetzt über den Superman-Film immer noch nachdenkst. Ich glaube, über den Fantastic Four-Film werde ich jetzt nicht mehr so viel nachdenken.

Lara:
[1:58:29] Aber ich sehe halt schon mit Bedenken, worauf das jetzt hinausläuft. Also ich glaube, die nächsten Sachen, da, selbst wenn ich versuche, da genauso bedenkenlos ranzugehen, werde ich mit gewissen Vorbehalten rangehen. Einfach, weil die Historie jetzt so ist. Aber der Fantastic Four Film hat es halt jetzt auch nicht geschafft, mich davon zu überzeugen, dass es jetzt doch wieder in eine gute Richtung geht. Er hat mich halt einfach in keine Richtung gesteuert, sondern er hat gesagt, okay, ich bin jetzt dieser Film hier und für das, was er sein möchte, ist er gut, der alte Spruch. Aber für mich hat sich da nicht viel geändert, muss ich sagen. War das bei dir so? Hast du jetzt irgendwie, denkst du jetzt, boah, ja, okay, es könnte doch noch mal was werden? Oder ist deine MCU-Müdigkeit jetzt wieder ein bisschen abgebaut und du bist jetzt wieder wacher?

Christian:
[1:59:24] Das ist eine sehr gute Frage, weil ich habe schon auch ein bisschen nach dem Film Lust bekommen, die Lücken, die eher auf Disney Plus unterwegs sind, zu füllen. ich glaube wenn mich ein Film ein Film, wieder wacher gemacht hat, dann war es Thunderbolts tatsächlich, weil den, also nach Captain America war ich echt so weit, dass ich gesagt habe, lass mal gut sein, kommt ja eh, ich muss dreimal blinzeln und dann ist er bei Disney Plus, Zeit ist relativ, den kann ich jetzt auch mal aussitzen. Und dann kamen da aber eben eher so die, ich habe da auch so ein bisschen rumgestochert, liebe Grüße auch an Patrick aus der letzten Sendung, der hatte den irgendwie schon gesehen und ich habe gefragt, erzähl mal so, nur so zwei, drei Fragen, macht er jetzt auch hier tausend Sachen wieder auf und versucht er so, nee, nee, der ist ja bodenständig und dann ist mein Interesse schon geweckt worden dann habe ich ihn doch im Kino gesehen und war echt positiv überrascht, aber rückblickend bin ich über mich selber verwundert, dass ich an einem Punkt angekommen war wo ich gesagt habe, also jetzt unabhängig von Corona und irgendwie Schwierigkeiten und so, wo ich einfach, jede Zeit hätte in den Film gehen können und mich bewusst eigentlich dagegen entschieden habe da ist es eigentlich schon eher als jemand der echt Bock auf, Filme, Thematik, Genre hat. Das war eigentlich schon.

Christian:
[2:00:43] Ein Warnsignal. Fantastic Four geht mir wie dir. Der hat mich jetzt weder in die eine noch in die andere Richtung bewegt. Ich gucke mir das jetzt auch noch weiter an. Die nächsten Sachen, die da kommen, Spiderman und die beiden Avengers. Ich sag mal so, Ich werde im Kinosessel sitzen, aber die verschränkten Arme müssen sich im Laufe des Filmes lösen, sagen wir es mal so. So gehe ich da rein.

Lara:
[2:01:10] Noch eine interessante Sache, weil wir jetzt beide sagen, Thunderballs hat uns eigentlich umgestimmt und Fantastic Four war jetzt so, erstaunlicherweise, was den Erfolg an den Kinokassen angeht, ist es ja ein bisschen andersrum. Zumindest in der Homebase USA. Also Thunderbolts war ja international relativ erfolgreich, aber Domestic ja eher ein Flop. Und Fantastic Four hat jetzt nach dem zweiten Wochenende auf jeden Fall Domestic die 200 Millionen Einspieler geknackt. Und international läuft er nicht ganz so gut, aber trotzdem ausreichend gut, dass man sagen würde, das ist kein Flop.

Christian:
[2:01:49] Ja, ich habe halt auch gesehen, ich bin da auch ein bisschen tiefer nochmal in dem einen oder anderen Subreddit irgendwie auch unterwegs gewesen. Also was auch in den USA besorgniserregend ist, ist, man nennt es halt den Drop, also die Veränderung zum ersten Wochenende. 66 Prozent weniger Einnahmen im Vergleich zum Startwochenende und Superman kratzte eher immer so bei 50 Prozent herum, was halt eher ein Zeichen dafür ist. Also das ist eher unüblich, nur 50 Prozent von Wochenende zu Wochenende zu verlieren. So 60 Prozent ist so bei Superheld in den Geschichten schon relativ normal. So die 66 Prozent sind eher besorgniserregend, also weil einfach klar ist, die Fans gehen zum Startwochenende rein und was denn so am zweiten und dritten Wochenende passiert, da geht es eher darum, sind mehr als Fans wachgerüttelt, sind mehr als Fans interessiert, um sich die Sache anzuschauen. Und dieser Kuchen wird bei Marvel durchaus kleiner, also wo du halt...

Christian:
[2:02:54] Klar, am Anfang noch größere Startwochenenden hattest und wenn du dann fällst, fällst du weicher, aber die Zeichen gehen wohl eher in die Richtung, dass das Massenpublikum jetzt nicht mehr so Feuer und Flamme ist, nicht mehr so stark dabei ist, auch Mundpropaganda kein so ein Faktor ist. Dass die Leute, die aus dem Startwochenende kommen, erzählen es im Freundeskreis irgendwie rum und dann geht man doch noch ins Kino. Diese ganzen Dinge sind gar nicht so die Faktoren mehr bei Marvel. Und da wird so ein bisschen auch spekuliert, dass so dieser, ich sag mal, kulturelle, also Marvel hat kulturell, popkulturell so stark den Ton angegeben, dass das auch rückläufig ist. Dass es halt eben weniger in die breite Masse geht und diese breite Masse mehr und mehr so Geschichten wie Jurassic Park sich anguckt. Also, dass Marvel mehr und mehr an die Fanbase sich adressiert und also, dass das alles so ein bisschen schrumpft. Klar, wenn Avengers auf dem Plakat steht und Robert Downey Jr. Irgendwie dabei ist und so und sie vielleicht irgendwie noch Chris Evans aus der Mottenkiste wiederholen für ein Cameo, dann hast du wahrscheinlich auch eher wieder den Massenmarkt irgendwie adressiert. Deswegen bin ich auch so gespannt auf die nächsten Filme, ob das irgendwelche Publicity-Dinger sind, so ein bisschen wie bei Deadpool Wolverine, wo du ja auch gesagt hast, ja mehr als für den Moment zu schmunzeln ist es halt nicht. Mal gucken.

Christian:
[2:04:15] Also mal schauen. Und ja, also es ist interessant, in welche Richtung sich das alles bewegt. Auch da der Tanker so, wenn da rumgerissen werden kann, dann wird es wahrscheinlich auch noch länger dauern als jetzt dieser Film oder jener Film. Mal gucken. Aber ich merke das auch. Ich bin so ein bisschen, müde ist das falsche Wort, aber mir fehlt auch ein bisschen das Feuer unterm Hintern, was das alles angeht. Weil, was wir schon gesagt haben, das ist alles ein bisschen zu zerfasert. Mal gucken, ob da nochmal irgendwie so ein Comeback passieren kann.

Lara:
[2:04:45] Genau.

Christian:
[2:04:46] Mal schauen.

Lara:
[2:04:46] Ich glaube auch, dass das Mainstream-Publikum, die Nicht-Nerds und, Auch vor allem wahrscheinlich Familien mit Kindern, dass die gerade nicht mehr in Marvel gehen.

Christian:
[2:05:02] Ja, und auch, du hast ja noch weitere Faktoren. Das ganze Kino-Business ist nach Corona eingebrochen, ist anders geworden. Und dann hast du eben auch noch so Geschichten wie jahrelang die Leute auf Disney Plus trainiert. Ich kann das absolut nachvollziehen. So habe ich ja über Thunderbolts auch gedacht. Ja, du sagst einfach.

Lara:
[2:05:22] Ich warte drei Monate und gucke ihn in meinem Abo.

Christian:
[2:05:24] Genau, ich gucke ihn zu Hause und ich muss nicht vor die Tür und irgendwie, weiß ich nicht, Babysitter besorgen, mir frei machen.

Lara:
[2:05:31] Teure Kinokarten.

Christian:
[2:05:31] Teure Kinokarten und dann irgendwie nochmal das Zehnfache gefühlt irgendwie in Popcorn investieren und also es ist absurd geworden. Ich glaube, da sind viele Faktoren, die da mit reinspielen. Aber ich weiß auch, ich werde wahrscheinlich einer der Letzten sein. Wir beide machen wahrscheinlich das Licht aus, was das Thema Superheld in dem Kino angeht. In der letzten Reihe sitzen wir noch, während alle anderen schon nach Hause gegangen sind, weil Bock habe ich immer noch auf die ganze Sache. Ja, und mal gucken. Also ich bleibe dran, aber das Interesse hat sich auf jeden Fall verändert.

Lara:
[2:06:07] Liebe ZuhörerInnen, wir bleiben für Sie am Ball.

Christian:
[2:06:12] Ja, investigativ in der dritten Reihe sitzen wir da und können, ja. Sehr gut, das ist das gute Schlusswort. Klar kennt ich, setze die Journalistenbrille auf.

Lara:
[2:06:22] Ja, schalten Sie auch nächstes Mal wieder ein, wenn es heißt.

Christian:
[2:06:26] Hat Marvel es verkackt oder nicht? Wir finden es für Sie heraus.

Lara:
[2:06:29] Ja.

Christian:
[2:06:30] Sehr gut, ja. Absoluter, ich wollte gerade sagen, absoluter Szenenwechsel. Nächste Sendung. Es wird wieder ins Kino gehen, hoffentlich. Es soll um das große Finale von Downton Abbey gehen.

Lara:
[2:06:44] Ja, das ist wirklich was völlig anderes.

Christian:
[2:06:46] Naja, Kostüme ist auch da.

Lara:
[2:06:49] Ich weiß nicht, ob die ganze Welt Familie ist auch da.

Christian:
[2:06:52] Hervorragend Familie. Ein multimediales Serien- und Film-Franchise soll zu Ende gehen.

Lara:
[2:07:00] Das ist was völlig anderes.

Christian:
[2:07:03] Weißt du was, das wäre eine schöne Hausaufgabe, mal zu gucken, ob die Crawley-Familie auch wie so eine Superheld-Innen-Familie irgendwie um das große Anwesen, aber egal. Downton Abbey, das große Finale, heißt der Film auch. Ich hoffe es, jetzt müssen wir noch mal ein bisschen gucken hinter den Kulissen, die Planerei. Es ist auch im September noch mal zumindest hier bei uns ein bisschen Urlaubszeit. Ich hoffe, dass wir das irgendwie schaffen, mit Kinoterminen und so weiter, den nächsten Podcast tatsächlich zu Downton Abbey, das große Finale, zu machen. Es wird auf jeden Fall einen geben. Das kann ich schon mal versprechen, das machen wir auf jeden Fall. Guckt vielleicht einfach mal ein bisschen bei uns auf Mastodon vorbei abonniert mal den Newsletter, weil da erfahrt ihr das alles nochmal ein bisschen zeitnah falls sich das Programm ändern sollte, überzeugt mal die Kinos in Hannover dass die wunderbare Anne da auch zum Filmstart in den Film gehen kann dass das alles zeitlich bei uns passt wir gucken einfach mal, aber ich hab auf jeden Fall, ist das für dich überhaupt irgendwie Thema, hast du dich mit Daun & Abby mal beschäftigt?

Lara:
[2:07:59] Ich hab tatsächlich die Serie damals geguckt, Aber danach nichts mehr. Also es gab ja dann, es gab ja so eine lange Pause. Und das, und dann die, ja, und die habe ich alle nicht gesehen.

Christian:
[2:08:14] Ja, da bin ich, bin ich mal sehr gespannt, was sie da angeblich ja mit dem großen Final, ich hoffe auch wirklich, dass das jetzt vorbei ist.

Lara:
[2:08:21] Ich weiß halt nicht, ob ich da auch nochmal so reinkommen würde, weil ich habe das, das, das habe ich zu einer bestimmten Zeit geguckt alles und ich weiß nicht, ob ich auf sowas nochmal so richtig Bock habe, ehrlich gesagt.

Christian:
[2:08:33] Es ist auch anders. Also man hat ja auch gemerkt, die Serie hat ja wirklich auch einen Abschluss gefunden und das ist ja auch immer ein bisschen schwierig, wenn denn noch so die Filme hinterherkommen. Der erste Film war nochmal so ein, wie so ein Special, nochmal so ein Aufleben. Der zweite war eher so Random Story, ganz woanders, nochmal eine schöne Reisegeschichte. Also das war auch so ein bisschen weird und jetzt nimmt sich ja der dritte das große Finale vor. Mal gucken. Also ich glaube, das ist für die Serie auch nicht unbedingt Essential Viewing, aber es sind so nette Nachklänge nochmal. Deswegen mal gucken. Ich bin interessiert, ich bin gespannt. Aber ja, genau. Wenn nicht Downton Abbey, dann vielleicht nochmal den Polygamia Podcast. Das wäre ja auch eine schöne Beschäftigung für die nächsten Tage.

Lara:
[2:09:19] Immer, immer.

Christian:
[2:09:21] Ihr habt da ja auch noch mal über Fantastic vorgesprochen. Also, wer nicht genug reden kann, hört da noch mal rein.

Lara:
[2:09:26] Wir haben noch ein paar andere Aspekte hervorgehoben, als wir jetzt heute auch tatsächlich. Deswegen kann sich lohnen.

Christian:
[2:09:34] Sehr schön.

Lara:
[2:09:35] Ansonsten haben wir natürlich noch immer auch andere Themen. Wir reden ja auch immer wieder über Videospiele und so und über andere Serien. Es ist bestimmt auch was für euch dabei.

Christian:
[2:09:44] Sehr gut. Ich würde mal sagen, polygamia.de. Wir verlinken das auf jeden Fall auch. Da findet ihr alle möglichen weiteren Links und Anlaufstellen. Ihr findet uns auf secondunit-podcast.de. Ihr könnt den Podcast abonnieren im Plus-Abo auf secondunitstudios.plus. Da findet ihr alle Links, alle Inhalte und seht, was ihr da alles zurückbekommt, wenn ihr diesen Podcast unterstützt. So, jetzt versuche ich mal hier meine ganzen Knöpfe nochmal zu drücken, nachdem das hier in dem Vorgespräch halt so herrlich daneben gegangen ist. Lara, vielen, vielen Dank für das Gespräch. Ich werde überhaupt nicht müde, mit dir über diese Thematik zu sprechen. Also wahrscheinlich auch in ein, zwei Jahren drohe ich schon mal an. Doomsday und Secret Wars. Mal gucken, was sich erwartet. Hervorragend. In diesem Sinne, habt alle noch einen schönen Abend. Kommt gut nach Hause. Tschüss.

Lara:
[2:10:37] Tschüss, danke fürs Zuhören.