Second Unit #370 – Superman [2025]

Artist: Second Unit Studios
Album: Second Unit
Year: 2025
URL: http://secondunit-podcast.de/

Transcript

Christian:
[0:24] Herzlich willkommen zu einer in diesem Fall wirklich ganz besonderen Ausgabe der Second Unit. Mein Name ist Christian Steiner. Ich habe bei mir gleich zwei ganz wunderbare Menschen, um einen wunderbaren Film zu diskutieren. Einmal ist Lara Keilbart da. Hallo.

Lara:
[0:41] Hallo, schönen guten Tag.

Christian:
[0:42] Und Patrick Sweet ist auch da. Hallo.

Patrick:
[0:45] Schönen guten Tag und Abend.

Christian:
[0:48] Ja, ich bin ein bisschen aufgeregt. Es passiert ungefähr so alle zwölf Jahre in diesem Podcast, dass ich mit großer Vorfreude ins Kino gehe und einen neuen Superman-Film präsentiert bekomme. Nach dem letzten habe ich mir geschworen, das mit dieser Vorfreude zu lassen. Und James Gunn hat ungefähr so einen Trailer gebraucht, um diese goldene Regel bei mir zu brechen.

Christian:
[1:15] Aber ja, wir werden über Superman sprechen, über den Superman aus dem Jahr 2025, über den Neustart eines kompletten Filmuniversums. Wir sprechen über ein Reboot, ein Neustart einer mir sehr geschätzten Filmfigur und Comicfigur. Aber wir haben sehr viel zu besprechen. Ich glaube, die Sendung wird auch ein bisschen durcheinander gehen und durcheinander sein. Verzeiht es mir vor allen Dingen an dieser Stelle, weil ich auch nach einer Woche und zwei Sichtungen und der dritten Morgen geplanten Sichtung verzeihe. Glaube ich immer noch schwierig, nein nicht Schwierigkeiten habe, den Film zu greifen, aber immer noch sehr viel auf diesem Film grübel. Das unterscheidet ihn auch schon mal sehr stark zu meinem damaligen Kinoerlebnis zu Man of Steel, aber der Reihe nach. Ja, womit wollten wir anfangen? Wir wollten schon mal so ein kleines Kurzfazit machen, weil wir werden gleich sehr tief einsteigen und auch sehr viel spoilern. Ich fange mal mit dir an, Lara. Du hattest auch schon auf IGN ein Review geschrieben. Du hattest auch schon den Polygamia-Podcast, habe ich gesehen. Noch nicht gehört, aber gesehen, dass ihr da auch schon drüber gesprochen habt. Ich habe da so ein paar Querlesungen und Randnotizen gesehen. Ich habe mich noch nicht getraut. Wie fandest du denn jetzt diesen Film? Was ist so dein Statement oder so dein Kurzfazit vielleicht schon mal vorweg?

Lara:
[2:42] Ja, ich finde, der Superman-Film leidet schon unter einigen Schwächen leider. Ich finde, die Figuren sind mir zu wischiwaschi und oberflächlich, weil doch sehr viel in sehr kurzer Zeit passiert und James Gunn da einfach unglaublich viel reinpackt. Es fehlt mir auch ein bisschen an Sorgfalt und Feingefühl von Gunn selber, wie er diese Figuren in seinem Film präsentiert und wie der Plot so auch sich entwickelt. Und es ist trotzdem kein schlechter Film, aber es ist halt leider auch kein besonders guter Film. Also wenn man ihn für sich alleine stehend anguckt, dann rauscht er so durch, aber so richtig viele tolle Szenen sind mir jetzt nicht hängen geblieben. So ein, zwei auf jeden Fall. Ja, aber das reicht bei zwei Stunden plus auch jetzt nicht so aus und ich finde halt als Neustart für ein ganzes Universum ist er mir dann doch ein bisschen zu schwach auf der Brust.

Christian:
[3:39] Shots fired an dieser Stelle. Patrick, was ist denn so dein Kurzfazit, dein schneller Eindruck?

Patrick:
[3:46] Ich habe den ersten interessanten Superman-Film gesehen in meinem Leben und ich habe auch Christopher Reeves in Ehren. Allerdings habe ich das Gefühl, dass James Gunn jetzt den Superman-Mythos und auch die Welt da drumherum komplett neu erfunden hat. Und natürlich nimmt er bekannte Puzzleteile aus bekannten Comics oder vielleicht auch aus seinen eigenen Stilmitteln. Aber was ich jetzt nach dem Film sagen kann, ich habe drei, vier Szenen, die mich sehr begeistert haben. Ich habe sehr viel Lust, noch mehr von der Welt zu sehen. Denn wenn ich jetzt nach dem Kino drüber nachdenke, habe ich sehr viel mehr Lust auf Mr. Terrific. Kann ich vorher gar nicht. Ich habe Lust auf Peacemaker. Ich habe vor allem aber auch Lust, zum ersten Mal außerhalb von Batman, ich bin ja ein sehr großer Batman-Fan, mehr von DC zu sehen in filmischer Form. Und ich hatte unglaublich viel Spaß und hatte auch herzliche Momente. Aber, aber, ich bin etwas schwer reingekommen. 20, 25 Minuten hat es gedauert. Ich finde es eine interessante, ohne jetzt eine Wertung mehr zu bringen, eine interessante Entscheidung, so ein Universum zu starten. In einigen Punkten ist es sehr modern und sehr spannend.

Patrick:
[5:13] Aber er hat sich damit nicht den besten Gefallen getan. Und ein, zwei Handlungselemente, die ein bisschen CGI-lastiger sind, finde ich auch nicht so stark. Also ich bin sehr angetan. Ich würde sagen, es ist ein guter Film. Es ist aber kein Meisterwerk oder sehr guter Film. Genau. Und was ist mit dir, Christian?

Christian:
[5:33] Ja, ich habe Schwierigkeiten mit solchen Begriffen wie Meisterwerk oder sehr gut oder sowas irgendwie zu arbeiten. Ich kann den Film... Ich graue immer noch drauf rum. Aber ich bin erst mal sehr, sehr, sehr begeistert. Die erste Sichtung hat mich auch ... Ich war aufgeregt, ich war nervös. Der Film ist fordernd. In der ersten Sichtung hat er mich auch an vielen Stellen überfordert. Da war es echt gut, noch mal ein zweites Mal ins Kino zu gehen. Ich konnte den Flow des Filmes viel besser spüren. Ich konnte da auch viel besser mitgehen, nachdem ich einmal durch war. Weil der Film sehr schnell ist. wirklich alle zehn Minuten nicht nur ein, sondern gleich mehrere und auch oft große Konzepte in diesem Universum und aus der Comic-Welt und mit den Figuren und mit dem Setting und mit der Story macht. Also der Film ist sehr schnell und macht sehr viel und ist auch sehr voll. Ich persönlich bin aber also eine Sache, die sich da wirklich rauskristallisiert, sind für mich die Charaktere und ich finde sie on point und bis ins letzte Detail perfekt. Ich finde sie perfekt gecastet. Ich finde sie großartig geschrieben. Ich habe ja, wie gesagt, erstmal diese große Affinität auch zu Superman.

Christian:
[6:49] Und er ist wunderbar getroffen. Ich fand Lois Lane auch wunderbar getroffen. Ich hätte noch viel mehr Momente, auch so wie diese Szene am Anfang, dieser Streit, den die beiden haben, das ist so ein, für mich sehr, sehr starker, sehr perfekter Moment, der viele Aspekte dieser Figur Superman aufzeichnet, die ich gerne auch noch viel, viel tiefer ergründet hätte in diesem Film. Aber als ich dann rausgekommen bin und auch drüber nachgedacht habe und auch versucht habe, so meine Meinung zu formulieren, ist mir aufgefallen, ja.

Christian:
[7:23] Vielleicht ist das jetzt aber auch erst mal ganz okay, so wie es gelaufen ist für einen Film, der auch erst mal diese Figur auch erst mal in die Breite bringen muss und nicht nur so sehr in die Tiefe. Ich glaube, ich bin da vielleicht, weil ich da auch viel drauf rumkaue, schon auch in manchen Aspekten nochmal inhaltlich irgendwie vielleicht auch ein bisschen weiter, Ich will eigentlich auch in dieser Diskussion gar nicht zu sehr auf vorherige Filme irgendwie eingehen, weil ich habe das Gefühl, dass der Film, zumindest für mich, Befreiungsschlag ist vielleicht auch das falsche Wort, aber ich habe das Gefühl, das erste Mal einen Superman-Film zu sehen, der sich von allem, was vorher war, befreien kann. Von allem, was filmisch vorher war, befreien kann, indem er auch weiß, was er fortführt und was nicht und was er aufgreift und was er liegen lässt. Ich habe das Gefühl, der ist viel unverkrampfter mit sich selbst und mit Superman und mit seinem eigenen Mythos als alle besonders Returns on Man of Steel, die davor kamen. Ich glaube schon, dass das ein sehr, sehr guter Neustart für Superman ist. Ich glaube auch ein sehr guter Neustart für dieses Universum ist.

Christian:
[8:39] Ich habe auch Bock da drin weiter mich zu suhlen und in jede entlegenste Ecke zu reisen. Aber da werden wir glaube ich am Ende noch ein bisschen drauf zu sprechen kommen, wie es mit diesem gesamten Filmuniversum irgendwie steht und weitergeht. Und ja, ich bin erst mal sehr, sehr, sehr, sehr glücklich mit diesem Film. Ich sehe auch das ein oder andere Thema, wo wir vielleicht auch mehr darüber streiten können. Ich glaube auch, dass der Film in Sachen Plot und Story und Erzählaufbau so seine größten Probleme hat. Aber ich he did it, für mich hat James Gunn endlich nach irgendwie 20 Jahren, einen wunderbaren Superman ins Kino gebracht so, das, ja Punkt, Ende, mal gucken was wir da noch rausholen aus diesem Statement, ich glaube da gibt es noch eine Menge, auch dran zu rütteln, da bin ich ja sehr gespannt was ihr da noch was ihr da noch abklopft an dieser Meinung.

Lara:
[9:36] Ich bin also heute die Lexi Luthor unter der...

Christian:
[9:39] Nee, ich wollte gerade sagen, streif dir schon mal den grünen Ring über und guck mal, welche Formen du da heraufbeschwörst und mir um die Ohren wirfst. Aber ich freue mich drauf. Wir gucken gleich mal. Bevor wir das machen, noch einen ganz kleinen Hinweis in eigener Sache. Ihr könnt diesen Podcast unterstützen. Wir haben mittlerweile eine eigene Plus-Plattform aufgebaut, Second Unit Studios Plus, wo ihr diesen Podcast mit Kapitelmarken und früher und vor allen Dingen auch das ein oder andere Bonus bekommen könnt, wenn ihr dort kostenpflichtig abonniert.

Christian:
[10:13] Es gibt noch Aktionspreise. Bis zum 31.07. könnt ihr bei den Abos sogar noch ein bisschen sparen und dann auch dauerhaft sparen. Also wenn ihr bis dahin abschließt und es einfach laufen lasst, dann lasst ihr es zu einem reduzierten Preis laufen. Ab dem 1. August wird es dann quasi den normalen Preis geben. Das ist noch der Einführungspreis, denn Studios Plus ist erst vor kurzem gestartet und ich habe jetzt auch schon... Einen Audiokommentar zu besagten Man of Steel auf die Plus-Plattform gekippt. Das könnt ihr euch als Podcast anhören. Ihr könnt den Film einlegen, ihr könnt den Ton runterdrehen und ihr könnt mein mehr oder weniger eloquentes, vielleicht auch leidendes Geschwurbel hören, was ich dann so zu diesem Film für Gedanken habe, während er sich entfaltet. Dann tun das auch schon Leute. Also Leute unterstützen das. Leute haben dieses Plus-Abo schon abgeschlossen Und da gibt es eben auch ein Paket. Und wenn ihr dieses etwas höhere Paket abschließt, dann sage ich auch Danke regelmäßig auf den Webseiten, aber eben auch in dem Podcast. Und an dieser Stelle bedanke ich mich bei Anne, Sebastian, Rüdiger, Thomas und Markus, die genau das tun. Wenn ihr das auch wollt, guckt einfach mal auf secondunitstudios.plus. Da findet ihr eine Übersicht über alle Bonus-Inhalte und Zusatz-Inhalte und Plus-Inhalte zu allen möglichen Podcasts. Oder ihr klickt euch weiter durch und bezahlt über Steady. Das ist unser Dienstleister, der sich um die ganzen Finanzen und Auslieferungen dieser ganzen Bonus-Podcasts kümmert.

Christian:
[11:40] Und ja, macht das mal, klickt euch da mal durch, wenn euch das hier gefällt. Denn ganz wichtig, die beste Möglichkeit, um die Second Unit auch nachhaltig zu unterstützen, ist dieses Plus-Abo. Und dafür bekommt ihr so manches obendrauf. Vielen Dank an dieser Stelle. Tja, wir rudern nochmal ein bisschen zurück, denn wir haben jetzt schon so ein kleines Kurzfazit geliefert. Ich finde es immer ganz gut zu wissen, wie ist man denn so ins Kino gegangen? Mit welchen Erwartungen, mit welchen Gefühlen habt ihr denn so im Kinosessel gesessen? Ich fange wieder bei dir an, Lara. Mit welchen Erwartungen, mit welchen Gefühlen bist du in diesen Film gegangen?

Lara:
[12:19] Also, zuerst mal, anders als bei dir, ist mir Superman als Figur gar nicht so besonders wichtig. Ich habe immer mal, seit ich Comics gelesen habe, Superman-Comics gelesen. Ich fand die Figur nie total langweilig. Viele finden ja Superman als Figur super langweilig, weil er ja so ein übermächtiger Alleskönner ist. Und das fand ich noch nie. Es gab auch so ganz alte Zeichentrickfilme auf VHS-Kassette bei mir in der Dorf-Videothek, die mir meine Mutter ausgeliehen hat und die fand ich immer sehr, sehr cool. Da hat er meistens gegen irgendwelche Roboter oder Aliens gekämpft. Da gab's, glaube ich, Lex Luthor gar nicht in diesen Zeichentrickdingern.

Christian:
[12:57] Sind das diese Dinge aus den 40ern? Hast du das mal rausgefunden oder kannst du dich daran erinnern?

Lara:
[13:01] Sie sind sehr, sehr alt. Es könnte sein, dass es 40er kann, aber auch 50er sein. Es ist wirklich alt. Deswegen begleitet mich Superman ja schon lange.

Lara:
[13:11] Ich persönlich hatte jetzt keine riesen Emotionen gegenüber dem neuen Superman, muss ich ganz ehrlich sagen. Ich hatte aber nie besonders große Emotionen gegenüber Superman-Verfilmungen. Ich habe als junges Kind auch die Christopher Reeve-Filme gerne mal geguckt. Die waren, als ich ganz klein war, auch teilweise ein bisschen zu gruselig.

Lara:
[13:33] Es gibt da so diesen einen, wo so eine Frau in so einen Supercomputer reingesaugt wird und dann so zu einem Cyborg gemacht wird. Da habe ich heute teilweise noch Albträume von. Aber ich habe jetzt weder neue Superman-Filme mit großem Jubelschreien begrüßt, noch habe ich gesagt, was soll der Kack? Also ich habe mir schon gedacht, es ist gut, dass jetzt was Neues kommt. Dass DCEU vorher das sehr eng mit dem Snyderverse auch irgendwie zusammenhängt, das fand ich insgesamt halt größtenteils eher nicht so toll. Ich mochte einige einzelne Filme und so. Ich fand auch Henry Cavill jetzt nicht so einen schlechten Superman, aber halt auch nicht so einen besonders guten Superman. Es war mal ein ganz anderer Superman, weil er halt sehr dark und gritty war. Aber wenn halt alles immer dark und gritty ist, ist es auch langweilig. Deswegen fand ich es schon gut, dass jetzt der neue Superman, also auch der Trailer, den ich dann mal gesehen habe, dass der alles ein bisschen poppiger, bunter, farbiger war. Das Problem, was ich aber schon immer hatte, bevor ich in den neuen Film gegangen bin, Ich bin so ein bisschen dem James-Gun-Ding überdrüssig geworden. Also ich mochte seine frühen eigenen Filme sehr gerne. Also allen voran natürlich Super.

Lara:
[14:47] Sein sehr frühes Anti-Superhelden-Ding. Aber der erste Guardians war dann zum Beispiel noch ganz unterhaltsam, weil er auch in my MCU was anderes gemacht hat. Bisschen was Neues, bisschen was Freshes. Aber schon Guardians 2 und 3 fand ich nicht mehr überzeugend. Ich mochte seinen Suicide Squad Film jetzt auch nicht so super gerne. Ich mag diese Stilistik einfach nicht mehr so, weil ich finde, der kopiert sich da oft zu sehr selbst und lässt dann viele Sachen hinten runterfallen, die dann eben auch diese von mir schon bereits erwähnten Lieblosigkeit oder Oberflächlichkeit führen. Deswegen bin ich da reingegangen und habe mir gedacht, so, ja, jetzt schauen wir mal, was passiert. Das war so die Einstellung. Ich war da jetzt nicht irgendwie anti, aber ich war jetzt auch nicht so, oh, das wird bestimmt saugeil. Und das war so ein bisschen meine Stimmung vorher, sodass ich mir gedacht habe, naja, schauen wir mal, ob das jetzt funktioniert. War jetzt, wurde ja lange auch jetzt gehypt, so als der Retter von DC. Mal sehen. So, das war so mein Vorverständnis.

Christian:
[15:53] Patrick, wie war es bei dir?

Patrick:
[15:55] Ja, teilweise, wenn man vergangene Jahre oder manchmal zehn Jahre zurückgeht und unsere gemeinsamen Aufnahmen vom BVS zum Beispiel sieht, da brauche ich mich, glaube ich, gar nicht so groß wiederholen. Da empfehle ich einfach die Podcast-Episode. Oder ich hatte als Kind nur den Bezug zu Superman, den ein paar Animationsfolgen, entweder von Justice League oder von Batman, also irgendwie da zu sehen. Ich fand den aber auch damals zumindest immer langweilig. Die Filme haben mich damals als Kind auch irgendwie gar nicht bekommen.

Patrick:
[16:32] Und durch, vielleicht ist es einer der wenigen positiven Punkte von Snyders Ansatz, habe ich mich damit angefangen mal mehr auseinanderzusetzen, was macht jetzt eigentlich Superman aus? Was ist denn der Charakter? Und da habe ich natürlich auch durch deine Mithilfe, das blieb nicht aus natürlich, so Sachen wie Red Sun gelesen, Superman for All Seasons, jetzt vor kurzem hattest du mir All-Star-Superman ja geschenkt, was ja auch eine sehr gute Vorbereitung für den Film war. Und ähm, Ja, ich muss sagen, ich habe angefangen tatsächlich seit BVS irgendwie Superman mehr verorten zu können und auch zumindest zu verstehen, was der Kern der Figur ist und was sie so auch interessant macht. Also ich bin ganz weg von dem etwas europäisch oder deutschen Denken, dass Superman ist super langweilig oder sowas.

Patrick:
[17:35] Und ich bin gerade auch so wegen der weltpolitischen Lage und die Krisen, die wir erlebt haben, gerade auch in so einer Stimmung, wo ich gerne was Positives auch gucke lieber. Und da war ich noch ein bisschen offener und auch etwas mehr gehypt. Ich muss sagen, im Vorfeld hat mich das Marketing sehr gut abgeholt mit dem Hund. Ich weiß, das ist Low Hanging Fruits, aber ich bin ein sehr großer Hundeliebhaber. Ich mag Hunde und auch auf den Socials haben da irgendwie die CEO-Social-Leute auf jeden Fall sehr viel richtig gemacht, weil das alles sehr authentisch und menschlich rüberkam und das hat mir ganz gut gefallen. Deswegen war mein Vorverständnis da. Ich war aber auch sehr neugierig, weil mich das natürlich als Batman-Fan eher total betrifft. Ja, was wird denn eigentlich das DCU sein? Worauf muss ich mich einstellen? Und wird es jetzt nur James Gunn-Filme geben oder werden wir wirklich verschiedene Filme, was er ja versprochen hat, geben, die total auch mal anders sind und zumindest war dieser Startpunkt, wie ich schon im Fazit so ein bisschen erläutert habe, jetzt erstmal so ein Erweckungserlebnis. Ich hatte viel Freude nach der ersten halben Stunde, wo ich dann drin war und.

Patrick:
[19:00] Ja, hab auch das Gefühl, dass auch was, zumindest wenn ich jetzt die 7, 8 Comics, die ich gelesen habe von Superman, auch noch einiges Neues hinzugefügt wurde, neben viel Bekannten und, ich bin einfach sehr, sehr gespannt, wo auch die Reise hingeht, wie jetzt zum Beispiel auch auf Box-Office reagiert wird, wie viel Vertrauen das hat und ähnliches. Ja, genau, da bin ich sehr neugierig, wie die Zukunft aussieht.

Christian:
[19:27] Ja, ich glaube, da können wir am Ende nochmal ein bisschen drauf eingehen. Also ohne jetzt irgendwie groß zu spekulieren, aber schon so dieses DCU nochmal ein bisschen größer irgendwie auch anpacken, und was wir hier schon irgendwie sehen und was wir vielleicht rausziehen können und was vielleicht auch so unsere Hoffnungen, Erwartungen sind. Ja, ich war wirklich sehr aufgeregt bei der ersten Sichtung. Das lag aber auch daran, dass sie zehn Minuten gebraucht haben. Das war zehn Minuten zu spät und ich muss da wirklich mal losgehen. Aber ... Ich habe das schon, ich habe in den letzten, seit Guardians 3, ich habe mich immer mal wieder auch für Moviepilot ein bisschen daran abarbeiten dürfen, an meinen Erwartungen, an meinen Hoffnungen, so an diesem ganzen, an dem Weg zu dem Superman-Film, das werde ich auch nochmal verlinken, da sind ein paar Texte entstanden. Und ich kann mich wirklich daran erinnern, als ich Guardians 3 im Kino gesehen hatte.

Christian:
[20:23] Dass, und da war das ja glaube ich schon so irgendwie in der Schwebe oder irgendwie kam das, ich weiß nicht, ob es schon die Ankündigung sogar auch richtig gab, ich kriege das zeitlich alles gar nicht mehr so, aber es war so, irgendwie war das klar so, James Gunn übernimmt den Superman zumindest. Und da war ich schon vorsichtig optimistisch, weil ich das bei Guardians 3 schon sehr interessant fand, mit welcher, ich sag mal, Offenherzigkeit James Gunn da gearbeitet hat. Also ich fand es sehr, auch schon mutig, diesen Film mit so einer großen Dance-Party zu beenden.

Christian:
[21:03] Durchaus cheesy, durchaus, hoffnungsvoll ist das falsche Wort an dieser Stelle. Auch dieser Superman ist jetzt nicht, hoffnungsvoll finde ich, trifft es nicht so ganz. Aber ich finde es so offenherzig, also sich halt nicht dafür zu schade sein. Also das Gegenteil von Zynismus. Zynismus, der sich irgendwie versteckt und irgendwie die eigene Emotion hinter einer vermeintlich coolen Schale irgendwie abschirmt, weil Zynismus, also es ist immer leichter irgendwie mit einem zynischen Kommentar sich von seinen eigenen Gefühlen zu distanzieren und dieser Film Guardians 3 ist für mich das genaue Gegenteil. Also der isst sich seiner eigenen Emotionalität nicht zu schade, sondern schält sie noch so richtig heraus und präsentiert sie verwundbar auf so einem Silbertablett und sagt, das fühle ich gerade. Also in Hand dieser Figur auch von Rocket.

Christian:
[21:56] Das fand ich schon mal alles sehr, sehr schön und dachte, ja, okay, jetzt übernimmt dieser James Gunn also den Superman, haben wir jetzt alle drei Minuten irgendwie einen tollen Popsong im Film und haben wir irgendwie, also wie abgedreht wird das, wie viel James Gunn steckt in diesem Film. Nach Guardians 3 dachte ich dann aber schon, naja, wenn dieser James Gunn sich traut, an Superman ranzugehen, dann bin ich zumindest mal interessiert, so nachdem ich Snyder halt echt.

Christian:
[22:23] Aktiv auch da rausgeekelt hat aus dieser Filmwelt und von dieser Figur so. Und da war ich vorsichtig optimistisch und nach dem ersten Trailer war ich dann nicht nur vorsichtig, sondern sehr optimistisch, weil ich das Gefühl hatte, ja, also mit Krypto, da war ja schon sehr prominent im ersten Trailer, klassisches Gun-Trope irgendwie, mit dem Hund zu arbeiten, Aber ich habe da schon sehr viele Dinge gesehen, die mich in einem Superman-Film überrascht haben. Nicht nur die Sachen, die ich erwarte und die ich erhoffe und die ich mir wünsche, sondern einfach Dinge, von denen ich gar nicht wusste, dass das irgendwie geht, wie eben Krypto auch als Comedy-Elemente einzusetzen. Da gab es dann ja auch den einen oder anderen Trailer.

Christian:
[23:09] Das hatte mich schon alles sehr, sehr überzeugt. Die Erwartungen waren dann auch immer höher. Und wie gesagt, so nach der ersten Sichtung war ich erst mal, auch erschlagen vom Film, aber ja, wie gesagt, sehr, sehr, sehr angetan und da können wir gleich mal ein bisschen, ein bisschen weiter reinspringen und das ein bisschen weiter auseinander klabustern. Bevor wir das tun, Spoiler-Warnung auch an dieser Stelle, wir werden den Film jetzt ordentlich auseinandernehmen. Ich stelle mir das ja immer so vor, dass ihr diesen Podcast hört, nachdem ihr den Film gesehen habt, entweder im Kino oder wie auch immer, wann auch immer ihr diesen Podcast hört, aber wir kommen danach, wir kommen nicht davor. Deswegen spätestens jetzt ausmachen, Film gucken und dann weiter den Podcast hören. Also, Lara, du hast die ernstvolle Aufgabe, nochmal den Plot zusammenzufassen, an die Story zu erinnern von Superman.

Lara:
[24:08] Also der Film ist ja ein bisschen anders als die meisten anderen Neustarts, indem er der Figur überhaupt keine Origin-Story gibt, sondern wir springen direkt rein mitten in die Handlung und fangen an in einem Kampf, den Superman gerade verliert. Es wird nur kurz eingeblendet mit so Text-Stories, ja, also diese Meta-Humans, also Superwesen, sowohl Schurken als auch Helden, gibt es jetzt schon seit Ewigkeiten und seit einigen Jahrzehnten sind sie auch auf der Erde aktiv. Also sichtbar und Superman ist auch schon seit einiger Zeit aktiv, so, das ist schon mal das wird einem innerhalb von 30 Sekunden erzählt und dann sieht man halt Superman, wie er gerade den Kampf verloren hat und in seine.

Lara:
[24:52] Festung der Einsamkeit sich schleifen lässt von seinem Hund Krypto um dort sich schnell reparieren zu lassen, heilen zu lassen von seinen Super-Robots und wartet gar nicht ab, bis er wirklich voll geheilt ist, sondern fliegt direkt wieder in die Action, weil er hat sich mit in einen politischen Konflikt eingemischt zwischen zwei Ländern. Das sind erfundene Länder, die Namen sind auch egal. Aber das eine Land hat das andere halt überfallen und Superman findet das nicht in Ordnung und versucht sich dagegen zu stellen und ist dabei auf einen neuen Meta-Human gestoßen, der ihm ebenbürtig ist. Bisher war er immer der eindeutig krasseste auf dem Planeten. Und nachdem er diesen Konflikt mehr oder weniger gerade so überlebt hat, muss er sich halt schon so ein bisschen selber wieder zusammenreißen und erstmal wieder zu Kräften kommen und sich auch so ein bisschen die Frage stellen, wer er jetzt eigentlich sein will. Er versucht ja immer für die Menschen das Gute zu machen und da stößt er auf einen harten, eigentlich ist er ja der Held für alle, also er hat einen sehr guten Ruf, aber es gibt einen, der mag ihn gar nicht und das ist der gute alte Lex Luthor, ein Superbillionär und Tech-Bro vor dem Herrn, gespielt von Nicholas Holt.

Lara:
[26:08] Und der sieht in Superman eigentlich die ultimative Bedrohung und will das auch der Welt zeigen und dann spinnt da einen auf mehreren Ebenen spielenden Komplott, um ihn sowohl im Internet als auch in der Öffentlichkeit an sich immer wieder vorzuführen und schafft es dann auch, das Bild der Öffentlichkeit und die Meinung der Öffentlichkeit gegen Superman zu drehen, der plötzlich vom Held zur Bedrohung wird. Und gleichzeitig versucht er selber irgendwie die Macht an sich zu reißen mit seinen eigenen Meta-Humans und mit seiner eigenen kleinen Privatarmee. Und das Problem ist, dass er dabei auf instabile Technologie zurückgreift, denn er versucht oder eröffnet Tore in eine Taschendimension, wo er so wie ein Quantanamo für alle seine Erzfeindinnen, seine persönlichen hat, unter anderem auch seine Ex-Freundin zum Beispiel, aber auch andere Meta-Humans. Und da wird dann auch Superman hingebracht und in Schach gehalten.

Lara:
[27:08] Während Lex Luthor versucht, dann wirklich die Macht an sich zu reißen. Und dann kann Superman aber gerade noch irgendwie entfliehen und sich dann doch noch mal mit Hilfe von einer Superheldentruppe, die ihm am Anfang eher nicht so freundlich gegenüber war, aber auch nicht seine Feinde waren, nämlich die Justice Gang, angeführt von einem Green Lantern. Dann gibt es noch einen Hawkgirl und den Mr. Terrific. Die sind auch eine Superhelden-Eingreiftruppe, die aber von einer Firma eigentlich angeheuert wurde und die stehen ihm dann doch zur Seite gegen den großen Schurken und gegen die große interdimensionale Bedrohung. Er kann das dann am Ende alles lösen und sogar der interdimensionale Riss wird wieder auf Knopfdruck rückgängig gemacht, sodass am Ende Alex Luthor als der Böse dasteht und Superman doch als der Held. So, das ist ganz kurz.

Christian:
[28:05] Hervorragend. Eins plus mit Sternchen.

Lara:
[28:07] Danke.

Christian:
[28:08] Sehr gut. Du hast auch schon ein paar Namen erwähnt. Wir haben es auch schon getan. Ich gehe einfach mal ein bisschen so die Liste durch und dann können wir uns vielleicht noch einzelne rausgreifen, einzelne Aspekte, vielleicht auch einzelne Charaktere dann mit der Besetzung so ein bisschen.

Christian:
[28:24] Auseinanderdröseln. Wir haben es schon gesagt, ein ganz wichtiger Name steht sehr weit oben, nämlich an der Spitze sogar der DC Studios, wie sie jetzt heißen, das ist James Gunn. Der hat Drehbuch geschrieben und Regie geführt hier bei dem Film. Das ist, man kann es nicht anders sagen, sein Film. In der Hauptrolle haben wir David Corrensweat als Superman, als Clark Kent, als Carl L und auch Spoiler-Alarm als Ultraman. Fand ich auch interessant, da können wir vielleicht am Ende auch noch ein bisschen rumkauen. Wir haben Rachel Brosnahan als Louis Lane, wir haben Nicholas Holt als Lex Luthor. Wir haben Dann die erwähnte Justice Gang. Eddie Garthagy als Mr. Terrific, Anthony Kerrigan als Metamorpho, Nathan Fillion als Green Lantern, Guy Gardner. Wir haben Isabella Merced als Hawkgirl. Dann haben wir noch ein paar Drumherum. Wir haben Maria Gabriela de Faria als The Engineer. Das ist so ein Hedgewoman von Lex Luthor. Wir haben Skylar Gisondo als Jimmy Olsen. Wir haben Sarah Sampaio als Eve Teschmacher und Terrence Rosero als Otis. Dann haben wir noch, ganz wichtig, Perry White, gespielt von Randall Pierce, der Chefredakteur vom Daily Planet. Und wir haben Prue Tyler-Wince als Jonathan Kent, also als Papa Kent, und Nathan Howell als Martha Kent. Das sind die beiden Adoptiveltern von Martha. Ja, das haben wir zum Glück hinter uns gelassen.

Christian:
[29:54] Ja. Gut, dass du es nochmal erwähnst.

Patrick:
[29:59] Halte Wunden aufbeißen.

Christian:
[30:02] Aber wir haben auch ein paar Cameos, die ganz interessant waren. Ich weiß nicht, ob es bei euch Augenrollen oder Stöhnen gab im Kino. Ich war erstmal überrascht, dass Bradley Cooper da mitspielt. Als Joel, als Hologramm von Supermans kryptonischem Vater. Wir haben John Cena als Peacemaker dabei, der aus dem Suicide Squad von James Gunn kommt und da er ja dann auch den Sprung in die eigene Serie geschafft hat und wohl auch eines der wenigen Elemente ist, die aus dem alten DCEU den Sprung ins Neue schaffen. Da scheint es sich zu lohnen, aus der Feder von James Gunn zu stammen, denn ich glaube, er ist seinen eigenen Werken ein bisschen näher als den Werken der anderen im DCEU. Wir haben Millie Alcock als Supergirl und wir haben interessanterweise Will Reeve als ein Reporter, der da so ein bisschen während dieses Kaiju-Kampfes berichtet. Das ist der Sohn von Christopher Reeve. der in der Tat auch ein echter Reporter ist. Genau. Und der ja so einen kleinen Cameo hat.

Patrick:
[31:00] Ich würde gerne noch eine Sache anfügen. Und zwar Variety hat gestern einen Artikel veröffentlicht, mit dem Komponisten des Films.

Christian:
[31:13] Oh ja.

Patrick:
[31:13] Und dort wird in Klammern geschrieben, dass zumindest, solange man das Gesicht nicht sieht, würde wohl Ultraman von Tom Welling gespielt werden. Und vielleicht ist es irgendwie ein Fehler, aber es wurde noch nicht korrigiert und der Artikel ist seit 24 Stunden online. Keine Ahnung, ob das irgendwie noch irgendein Meta-Kommentar sein soll.

Christian:
[31:36] Interessant, weil Tom Welling ist der Darsteller aus Smallville, der dort den Clark Kent gespielt hat, der ja dann in der letzten Szene der letzten Folge auch wirklich zu Superman wird. Das ist ja auch nochmal so eine ganz eigene Geschichte. Ja, spannend.

Patrick:
[31:50] Und noch eine Anfügung, Und zwar, es ist erstaunlich, wie nah der Vater von Superman aussieht wie der Vater, der gestorben ist vor einigen Jahren, von James Gunn. Das wollte ich noch. Es scheint auch eine Rolle zu spielen, wo wir vielleicht später noch mal thematisch ein bisschen reinsteigen.

Christian:
[32:15] Stimmt, vielleicht können wir das jetzt auch schon so ein bisschen aufgreifen. Laura hat es ja auch schon so ein bisschen erwähnt. es ist halt ein James-Gun-Film und ich habe auch irgendwie gelesen, dass Gunn gesagt hat, also ihm wurde das Thema Superman auch schon, angeboten, als er bei Disney ja rausgeworfen wurde, zwischen Guardians 2 und 3, also nach Guardians 2 gab es diesen Rauswurf. DC, Warner hat die Tür aufgemacht, hat gesagt, Mensch, dann komm doch mal rüber, komm doch mal zu uns. Hast du nicht Bock, was zu machen? Und man hat ihm Superman angeboten. Und James Gunn hat dann eben gesagt, so, das kann ich nicht, weiß ich nicht, kriege ich nicht hin. Ich habe keine Ahnung, wie ich Superman machen soll. Und dann hat er eben diesen The Suicide Squad gemacht und Und so wie ich das verstanden habe, ist dann auch irgendwie, also als er sich dann an Superman gesetzt hat, war so das Thema Vater, sein eigener Vater da irgendwie auch so ein Zugang in diese, in diese Thematik.

Patrick:
[33:10] Also man sieht ja zum Beispiel bei Guardians 2, wo ja auch Vaterschaft mit Yondo zum Beispiel auch ein großes Thema ist. Das scheint wohl etwas zu sein, was ihn beschäftigt und ich habe heute auch noch im Zuge des Podcastes alte Tweets mal nachgeschaut, die er, James Gunn, geschrieben hat, wo er gerade ungefähr Superman entweder gedreht oder geschrieben hat. Und er hat einen Tweet geschrieben, das war vor den Dreharbeiten, dass er geschrieben hat, vor drei Jahren ist mein Vater gestorben. Er hat nie verstanden, warum ich Comics oder Filme mag, aber er hat mich immer daran unterstützt. Und das ist ein Aspekt, der für mich wichtig ist und ein Teil von Superman auch sein wird. Das hat er wortwörtlich so geschrieben. Und deswegen, denke ich, ist auch so die emotionale Szene des Films mit dem Vater auch sehr nachvollziehbar. Und auch, dass der Vater gewisse Ähnlichkeiten hat und nicht ein Hollywood-Top-A-Lister ist, der gut aussieht und modelartig aussieht, wenn man normschön denkt, sondern dass es auch wirkt wie eine Person, die ein Nachbar sein könnte oder der eigene Vater. und, ja, genau.

Lara:
[34:39] Also du meinst jetzt den Kent-Vater, nicht den Carl-L-Vater, oder?

Patrick:
[34:44] Genau, ich mein Prude Taylor Vince, also den Jonathan. Ich bin jetzt auch, weil ich aus den Filmen so rausgegangen bin, das ist ja eigentlich sein, wichtiger Vater, weil er für ihn gerade da ist und ihm auch Botschaften gibt, ihn uns zu unterstützen. Und Bradley Cooper, vor allem, wenn wir über die Message reden, die da gesendet wird, ist ja eher wie ein Faschum.

Lara:
[35:10] Ja, genau. Ich wollte es aber nur für die Hörer noch mal aufklären.

Patrick:
[35:12] Ach so, ja. Vielen Dank.

Lara:
[35:13] Weil du bist eingestiegen mit Bradley Cooper und bla und blub und deswegen wollte ich nur noch mal klarstellen, dass du seinen menschlichen Vater meinst. Dann müssen wir aber ja auch noch erwähnen, dass auch Krypto auf einem, tatsächlichen Hund von James Gunn beruht, den er deswegen auch so chaotisch geschrieben hat, weil sein Rescue-Dog, der auch so ist und der wurde zwar dann weiß gefärbt und, der echte Hund gespielt wurde nicht von seinem eigenen Hund, aber die Optik wurde ihm halt nachempfunden und das Wesen.

Patrick:
[35:47] Guter Punkt, ja.

Christian:
[35:48] Genau, das hab ich auch noch gelesen, das war für ihn dann auch so ein bisschen der, also ein weiterer Zugang in die Thematik. Das Ganze über den Hund auch so ein bisschen nahbarer zu machen. Ja, wie gesagt, also da haben wir schon auch ein paar Sachen aufgegriffen, James Gunn, James Gunn Tropes, vielleicht können wir das hier am Anfang auch noch mal so ein bisschen einsammeln. Es ist halt durch und durch ein James Gunn Film, habe ich so das Gefühl. Was du, Lara, ja auch schon so ein bisschen, vorsichtiger so formuliert hattest, dass du sagst, naja, ich bin diese Art von Filmen und diese Handschrift langsam ein bisschen überdrüssig und ein bisschen drüber. Aber ich finde das erstmal ganz spannend, dass es halt auch ein Film ist, der erstmal auch so eine dolle Handschrift hat. Was, wenn wir vielleicht auch nachher Richtung DCU gehen.

Christian:
[36:40] So dieses gesamte Filmuniversum und wie viele Handschriften kann es vertragen und das war auch immer so klassisch, dieses also das, was das Filmstudio Warner auch immer so ein bisschen eigentlich ausgezeichnet hat, eher näher an den Filmtalenten zu sein, denen eher auch Freiräume zu ermöglichen. Das war ja lange Zeit auch sehr legendär, was sie mit Christopher Nolan gemacht haben, jetzt unabhängig der Qualität der Filme, aber eher zu sagen, wir lassen die kreativen Individuen machen, während halt bei anderen Filmstudios und nicht nur Disney, Marvel, sondern so generell ja oft nochmal eher so der Input von oben kommt und die Notizen, die sagen, naja, aber den dritten Akt brauchen wir noch hierfür und denken wir ans Product Placement und mach mal so und mach mal so. Und Warner ist eigentlich traditionell eher so ein Studio, was die Leute eher machen lässt. Und ich finde es halt so interessant hier auch in dieser Funktion von James Gunn, er ist sein eigener Chef. Also er ist ja der Chef von diesen DC Studios und umso interessanter, dass diese Position eben jetzt auch das Drehbuch allein geschrieben hat und dann auch allein die Regie übernommen hat. Also wir haben hier einen Film, einen Superman-Film und einen Start in ein Filmuniversum, das, jetzt erstmal neutral betrachtet...

Christian:
[37:55] Eine sehr starke Handschrift hat. Und ich finde, da kann man dann auch nachher nochmal drüber streiten, ich finde, er nimmt sich auch was vor mit diesem Film. Er hat was vor, er will in diesem Mega-Blockbuster und auf dieser immens großen Leinwand, um das jetzt mal so zu beschreiben, auch was sagen und auch was erzählen und auch etwas, also ich sehe da ganz viel James Gunn auch nicht nur in der Art und Weise und da ist ein Hund und da ist irgendwie tolle Musik. Und das ist alles poppig, sondern auch in den Motiven, die da drinstecken, in den Erzählelementen. Also ich glaube schon, dass da auch die letzten paar Jahre James Gunn in diesem Film drinstecken und der ein oder andere Kommentar im Kleinen, wie auch im Großen in diesem Mega-Blockbuster-Superhelden-Film drin ist. Deswegen resoniert er, glaube ich, auch sehr stark gerade in den USA. Stärker vielleicht auch als hier. Da kommen wir auch noch vielleicht drauf zu sprechen. Aber das finde ich erst mal sehr bemerkenswert. Das ist ein James-Gun-Film. James-Gun ist da drin und James-Gun hat auch etwas zu erzählen mit diesem Film. Würdet ihr da erst mal mitgehen?

Lara:
[39:03] Also, ja, ja, klar. Also ich meine, gerade was du sagst mit den, mit diesen zwei unterschiedlichen Ansätzen, das ist schon so. Also DC hat schon oder Warner hat da schon immer mehr die Leute machen lassen. Das ist ein Risiko, aber es führt natürlich auch dazu, dass es, dass jeder Film oder jede Filmreihe, die von dann von so einem Regiemenschen verantwortet wird, halt auch wieder was Neues sein kann, was anderes sein kann. Ich meine, das war ja bei den Zack-Snyder-Filmen dann auch so. Der hat ja auch sein Ding gemacht. Das sind ja alles 100% Zack-Snyder-Produktionen. Der durfte zwar nicht ungeschnitten ins Kino erst mal, aber der Stil und die Erzählform und so, das war ja 100% Zack-Snyder. Also man sieht, das kann gut sein. Das kann vielleicht auch weniger gut sein. Du hast ja gesagt, erst mal ohne Wertung. Und beim Marvel, beim MCU ist es halt so, die gehen halt anders ran. Die holen sich Leute, die ihre Vision umsetzen können. Und deswegen kam ja dann auch so ein bisschen der Vorwurf irgendwann, diese MCU-Formel, dass fast alle diese Superheldenfilme aus dem Marvel-Universum irgendwie gleich wirken, gleich anfühlen, immer das gleiche Muster bedienen. Und das sind halt diese zwei verschiedenen Ansätze.

Lara:
[40:14] Wir hatten ja jetzt auch bei DC zum Beispiel Filme, die ganz unabhängig von irgendwelchen Universen gemacht worden sind. Wir hatten zwei Joker-Filme, wir hatten einen Batman, der auch für sich alleine steht. Und ich finde persönlich, und jetzt kommt eine Wertung, ich finde persönlich den Ansatz von DC eigentlich interessanter. Ich finde es aber falsch, dass sie jetzt trotzdem wieder ein Universum aufmachen. Also dann sollten sie meiner Meinung nach halt wirklich immer so diese Einheiten für sich machen. So wie Nolan. Drei Batman-Filme, da gibt es nichts anderes. da gibt's Batman, das spielt in seinem Ding dann wär's cool, drei Superman-Filme, wo es nur um Superman geht.

Lara:
[40:50] Dann drei Filme von Wonder Woman und so weiter und so fort und wenn man dann irgendwann mal wieder einen Team-Up-Film machen möchte, einen vielleicht, irgendwann aber dann muss man auch sagen, muss man die anderen vielleicht auch nicht gesehen haben, sondern diese für sich stehenden Sachen, ich glaube das ist das, wo man auch Leute noch mit Superheld-Filmen auch irgendwie überraschen kann und irgendwie begeistern kann, aber so dieses Dieses Franchise-Ding, ich glaube, da sind wir einfach generell an einem Punkt, wo wir ein bisschen drüber sind.

Lara:
[41:20] Vielleicht in den USA weniger als im Rest der Welt, aber deswegen bin ich jetzt auch so ein bisschen skeptisch, was das angeht. Aber es ist auf jeden Fall von vorne bis hinten ein James-Gun-Film, das stimmt auf jeden Fall. Für mich funktioniert es nicht so ganz, weil halt auch dieses James-Gun-Muster mit der Figur Superman... Schon sehr große Reibungsmomente auch in diesem Film hat. Da kommen wir dann im Laufe der Diskussion auf jeden Fall noch mal drauf. Das hat bei Suicide Squad noch viel, viel besser funktioniert, weil die Suicide Squad aus den Comics und die Idee, die dahinter steckt, die passt eins zu eins auf die Ansätze, wie James Gunn seine Filme schreibt und macht. Weil das genau diese Tonalität ist und diese Art, da ist ein Team, das ist sehr unterschiedlich. Aber irgendwie ist es auch charmant, wie die miteinander umgehen. Es ist derbe, es ist brutal und so. Das funktioniert bei Suicide Squad. Für mich ist es aber keine gute Formel für einen Superman-Film. Und vielleicht habe ich auch deswegen so ein Problem mit James Gunn und seinem Superman. Weil er einerseits versucht, was völlig anderes zu machen als bisher. Aber dann doch seine Vision sich dann doch zu sehr auf seine eigenen Muster verlässt. Und die nicht bricht. Und das finde ich dann wiederum ein bisschen schade.

Christian:
[42:35] Na, da kommen wir gleich auch noch mal ein bisschen mehr drauf zu sprechen. Ja, Pati?

Patrick:
[42:38] Ich würde gerne drauf antworten, weil ich glaube, die versuchen gerade etwas aufzubauen, was so im Blöcken funktioniert. Dass wir so einen Matt Reeves haben, der da Pinguin-Serie hat und eben die Hauptfilme. Ich hoffe, es kommen auch weitere Filme. Und jetzt haben wir erst mal Superman und Supergirl. Und dann vielleicht noch so einen alternativen Clayface. Und einer der, es wurden ja so Regeln aufgezählt von James Gunn, als das erste Video über das DCU rauskam, dass jeder Film auch eine in sich geschlossene Geschichte hat. Und das ist etwas, wo ich da denke, okay, das ist ein interessanter Ansatz, dass man erstmal die Geschichten erzählt und dann guckt.

Patrick:
[43:24] In sieben, acht Jahren gibt es dann irgendwie ein Team-Up mit verschiedenen oder vielleicht gibt es auch ein Supergirl und Superman-Team-Up, vielleicht gar nicht das ganz große und ich muss aber auch sagen, ich habe letztens mit einem Batman-Fan gesprochen und Und er ist nicht so der größte Nolan-Fan von einem Film. Und er sagte auch, es ist ja total schade, dass dieser realistische Batman-Ansatz nachgeheilt ist zu Superman, zu Zack Snyder, weil Christopher Nolan dann den produzieren sollte. Und ich glaube schon, dass es immer wieder Probleme gab in der Vergangenheit.

Patrick:
[44:06] Dass halt obwohl sachen abgeschlossen waren dennoch aber wenn dann filme super gut gelaufen sind dann trotzdem noch gemacht wurden zum beispiel in naher vergangenheit immer noch für mich aus ich kann es nicht verstehen wieso der so gut lief aquaman 1 obwohl der 1,2 milliarden eingespielt, Das DCU war ja überhaupt nicht beliebt zu dem Zeitpunkt. Und da kam der zweite Film und hat auch sein Ding gemacht. Ist aber auch total floppen gegangen. Und ich glaube, jetzt wird erstmal diese ganze Marke komplett neu aufgestellt. Was ich sehr wichtig finde bei Superman ist tatsächlich, unabhängig vom Inhalt, dass das wieder ein Superman-Film ist, den ich einem Kind zeigen würde. Und jetzt keinem vierjährigen Kind, aber vielleicht so einem Zehnjährigen oder Elfjährigen, und der zumindest mit der Action und dem tonalen Gefüge zumindest was damit anfangen kann.

Christian:
[45:09] Warte mal kurz, ich glaube, Lara will schnell beim Jugendamt anrufen.

Lara:
[45:13] Ich mache mir nur Notiz.

Christian:
[45:15] Achso, okay. Die Augen werden grüßt. Okay, gut.

Patrick:
[45:17] Oh Gott. Ich habe keine eigenen Kinder. Vielleicht bin ich da auch nicht der beste Experte, Aber zumindest mein Grundgefühl sagt, dass es so ein Film ist, den man Kindern zeigen kann, wo aber auch Erwachsene Spaß dran haben können. Also eigentlich was so Pixar mitbringen. Gut, das ist der Punkt, den ich eigentlich machen wollte. Was denkst du denn darüber, Christian?

Christian:
[45:38] Ich springe mal weiter. Wir sind ja schon drin. Ich dachte, wir gehen noch weiter durch Cast und Crew, aber wir sind drin in der Diskussion. Diese ganzen Filmuniversums, Überlegungen und Abgrenzungen und so, die will ich wirklich noch ein bisschen weiter nach hinten schieben. Du hast es gerade eben, Patrick, schon so ein bisschen erwähnt. Ein Superman für Kinder. Ein, ein, ein, ja, ich will über Superman sprechen, ich will über die Charaktere sprechen und natürlich ist die zentralste Figur Superman. Der Film heißt Superman, es ist, es geht um Superman und Lara sagt schon, James Gunn kann sich selbst gar nicht so sehr zurücknehmen, wie es die Figur vielleicht verlangen würde, so habe ich das gerade so ein bisschen rausgehört. Ähm, Ich will erstmal ein bisschen Grundlagenarbeit machen. Ich bin, also für mich ist Superman in diesem Film das absolute Highlight. Ja, ich habe also endlich, es funktioniert. James Gunn ist da sehr vielen Sachen für mich sehr richtig auf der Spur, hat das Herz am rechten Fleck, hat ein sehr, sehr gutes Gespür für Superman, hat auch ein tiefes Verständnis für diese Figur und bringt für mich einen Superman auf die große Kinoleinwand, wie ich ihn sehen will, wie ich ihn auch ganz oft verstanden habe. Und da sind ganz viele Details, die es ausmachen.

Christian:
[46:58] Ich finde es erst mal sehr, sehr gut, sehr spannend, dass dieser Film mit einem blutenden Supermensch startet, der auf die Erde kracht. Und wie Lara, wie du schon gesagt hast, diese Texttafeln uns ja diesen Kontext setzen am Anfang und sagen, seit 300 Jahren gibt es die Meta-Humans, Seit 30 Jahren gibt es einen Carl L. auf der Erde. Seit drei Jahren erscheint dieser als Superman in der Öffentlichkeit. Und dann geht es irgendwie weiter. Ich glaube, vor drei Wochen dieser politische Konflikt, vor drei Stunden begann ein Kampf in Metropolis. Und vor drei Minuten hat Superman zum ersten Mal in seinem Leben einen Kampf verloren. Und dann kracht er da in die Arktis.

Christian:
[47:40] Als Superman-Fan ist das schon mal gleich so ein What the hell? Also das geht hier schon ordentlich ab. Da brauchen andere Filme mehrere Instanzen für, um da hinzukommen und Gunn fängt halt gleich mit diesem Element an und liefert auch sofort einen größeren Superman-Mythos mit Krypto, der dazu kommt. Mit einer Festung der Einsamkeit, die sich aus dem Eis erhebt. Mit Superman-Robotern, die sprechen können, die sich um ihn kümmern, die Persönlichkeiten haben, obwohl sie vorgeben, keine zu haben. Also mit Ironie, Augenzwinkern, also da sind schon wieder mehrere Ebenen. Und der Film ballert eigentlich die ganze Zeit zwei Stunden lang durch den Superman-Mythos durch und liefert uns Konzepte und Aspekte und Dinge, bei denen ich da gesessen habe beim ersten Mal und gesagt habe, wie großartig ist das, einen Superman-Film zu haben, der sich vor nichts zurücknimmt, der sich nicht zu schade ist, der auch die weirdesten Aspekte von Superman. Eine der besten Szenen für mich in diesem Film ist, wie Metamorpho als Tentakelmonster in diesem Pocket-Universe neben Superman liegt und ihn anguckt und sagt.

Christian:
[48:57] Mein Gott, du bist echt total weird. Also das ist für mich einer der besten Kommentare in diesem Film, wenn dieses spacige Tentakelwesen da, also das ist großartig, dass selbst solche Figuren und solche Momente noch in der Lage sind, Superman zu kommentieren. Und das fand ich schon mal, das hat mich auch zwischendurch überfordert, wie viel.

Christian:
[49:20] Um so in dieser Comic-Terminologie zu arbeiten, wie viel von diesem Silver-Aging-Superman wir haben, Superman der 70er, der wirklich mit den krassesten, weirdesten Konzepten gearbeitet hat. Weil die Comics sich so langsam, ich sag mal, narrativ damals ja auch in so eine Sackgasse begeben haben, dass einfach immer wieder neue Konzepte her mussten. Und dann kommen solche abgefahrenen Sachen wie Krypto der Superhund und die Hypnoglases und allen möglichen Dingen. Und das fand ich erst mal sehr, sehr großartig. einen Superman zu haben und das ist halt dann doch wieder auch der Vergleich zu Zack Snyder. Zack Snyder hatte seine Vision und auch da kann ich erstmal daneben stehen und sagen, mit sehr viel Respekt so, das ist ein visionärer Film gewesen, das ist ein Film, das ist ein Zack Snyder Film gewesen. Mein Problem war, dass Zack Snyder quasi ein Elseworlds Film aufgebaut hat, bevor wir überhaupt mal einen echten Superman hatten. Zack Snyder hätte quasi nach 20 Jahren DCU kommen können und sagen können, so Leute, jetzt drehen wir mal alle Konzepte ordentlich durch einen Fleischwolf.

Christian:
[50:22] Also deswegen hat er Watchmen auch so gut hingekriegt, weil das ja das in den Comics gemacht hat, das bringt er auf die Leinwand, das kann Zack Snyder. Zack Snyder steht daneben und sagt, ich mach's mal anders. Mein Problem war, dass das aber sozusagen Ground Level war. Das war die Nullen, die Erdung von Superman, das war der Nullpunkt, wo ich halt eben dann im Laufe der Zeit gesagt hab, das ist halt falsch. Das ist halt ein falscher Nullpunkt. Das ist nicht der Nullpunkt, das ist halt eine Randnotiz. Das ist am Mythos, am Rande und dann kann ich da auch Spaß mit haben, aber das kann nicht das Zentrum, nicht der Kern der Figur sein, nicht der Kern der Auseinandersetzung. Was Gunn jetzt hier als Nullpunkt setzt, ist für mich auch ein Nullpunkt. Ist die Figur, ist dieser Charakter einer der besten Momente auch, wenn Clark Kent in dieser da kann ich euch auch noch irgendwie in drei Stunden TED-Talk zu halten, aber diese Symbiose dieser mehreren Persönlichkeiten zwischen Clark Kent, Superman, Carl L und irgendwie noch was eigenem dazwischen. Dieser Streit mit Lois Lane, wo er ungeduldig wird, wo er.

Christian:
[51:23] Auch nicht so ganz in der Lage ist, also er versucht sich zu artikulieren, aber er merkt, dass er eigentlich gar nicht kann, also er kann eigentlich gar nicht seine sehr einfachen Konzepte von Gut und Böse in diese vielschichtige, geerdete Ebene von Lois Lane bringen, die er wirklich sehr realpolitisch argumentiert und auf einer ganz anderen Ebene unterwegs ist als er. Deswegen ist dieser Streit so großartig. Und ich fand es toll, dass wir auch solche Aspekte bekommen. Klar kennt Superman, der ungeübt ist, weil er das klassisch eigentlich auch nie musste, sich selbst zu erklären, seine eigenen Moralvorstellungen philosophisch zu ergründen, der macht, der zeigt, was er denkt, wofür er steht, indem er tut, nicht indem er das groß erklärt. So, tolle Momente, tolle Charaktermomente, wo die beiden aneinandergeworfen werden und durch die Bank, auch wenn Superman dann im großen Finale mit Krypto zusammen noch die Fäuste verteilt und dann in Zeitlupe die Kamera am S hängen bleibt, die Musik fährt auf.

Christian:
[52:28] Ich war sehr, sehr glücklich in diesen Momenten und in diesem Film. Ich habe endlich meinen Superman bekommen, so wie ich ihn sehen wollte. Cheesy, corny, manchmal vielleicht auch ein bisschen peinlich. Das ist für mich Superman. Superman ist das Gegenteil von cool. Und da mache ich jetzt auch den Monolog zu Ende. Weswegen ich auch dieses, ich liebe das, wenn Superman da sitzt und sagt, Ist es nicht eigentlich eher Punkrock, wenn man nett und freundlich und gut zu allen ist?

Christian:
[52:59] Und Louis, genauso wie du, Lara, wird den Auge rollt, weil genau das ist die Figur. Das ist die Figur, eben zu denken, dass das so war. Und da ist dann wieder James Gunn auch sehr gut.

Christian:
[53:12] Der ja sehr viel über Musik kommuniziert, ein Clark Kent, der diese, wie hießen sie, Mighty Crabjoys, glaube ich, diese erfundene Band, die auch einen eigenen Track von James Gunn geschrieben hat, aber Clark Kent pubertiert mit Radiopop-Rock und meint, das sei jetzt Punkrock. Und das fasst für mich diese Person ganz großartig zusammen. Ja, also einen klar kennt, der meint, Punkrock zu sein, weil er die Radioversion von Punkrock irgendwie hört, die Top 40 Punkrock Variante und das unterstreicht alles an dieser Figur für mich und das habe ich einfach nur gefeiert. Das war genau das, was ich vorhin meinte mit diesem Guardians, mit diesem offenherzigen, mit diesem fast schon dadurch verwundbaren, weil der diese populäre Hülle des Zynismus gar nicht erst hat. Und das ist für mich ein Superman, deswegen trägt er auch den Schlupfer drüber, deswegen ist er bei Kindern beliebt, wie auch in diesem Film, ja, die Justice Gang rettet die Welt, aber die Kinder rennen alle zu Superman. Das ist auch wieder so ein tolles Detail in diesem Film. Also da sind sehr, sehr viele Superman-Momente, die ich immer mir gewünscht habe auf der großen Leinwand und endlich bekommen habe.

Christian:
[54:40] Monolog Ende. Lara, deine Notizen, sie brennen.

Lara:
[54:43] Nein, nein, nein, diesmal lasse ich mal Patrick vor, weil ich bin immer die Erste, die dann redet.

Patrick:
[54:50] Also zwei Punkte, die mich sehr bekommen haben, ist einerseits ... Der ganze Dialog mit Louis Lane, das war für mich etwas, wo ich als jemand, der nicht so Superman begeistert ist wie du, sagen wir mal, ich war vorher Superman interessiert, aber der Film musste, damit er für mich funktioniert, Antworten liefern, wie Superman sich selbst in einer modernen Welt definiert und die ganze Szene fand ich einfach großartig. Und ich wollte immer im Kino, ich war zweimal im Kino, einmal mit der deutschen Synchro, einmal in der Originalfassung und ich wollte beides mal jubeln, wo er sagt, Leute werden gestorben, dass das der Punkt ist, warum er das macht und nicht, um Amerika zu repräsentieren, was glaube ich auch in den heutigen Zeiten etwas problematischer wäre, als vielleicht noch vor zehn Jahren. Und der zweite Punkt war tatsächlich die Rede, die mich auch ein bisschen ergriffen hat, was auch nicht jeder Blockbuster-Regisseur auch schafft.

Patrick:
[56:00] Ist tatsächlich dieser Monolog, wo Superman ganz am Ende auf Lex trifft und dann eigentlich mir die Antwort gibt, ach nein, er ist ja eigentlich total der Mensch. Und diese Immigrantengeschichte, die wir erzählt bekommen, die findet da ihr das Ende der Klammer, weil er sagt, ich bin vielleicht ein Immigrant, aber jetzt, wie ich vor dir stehe, bin ich die Person wie viele andere. Nur weil ich ein Immigrant bin und eine eigene Persönlichkeit habe, ist es halt nicht so krass. Ich würde aber noch eines sagen, was ich sehr interessant fand, dass es aber dennoch sehr wenig Clark Kent-Szenen gab. Vielleicht eine nur, wenn man ganz genau schaut, mit Brille. Und wenn ich mich richtig erinnere, vielleicht habt ihr da noch eine Antwort, im Abspann wird, glaube ich, nur Superman und nicht Clark Kent bei dem Namen aufgeschrieben. Und das fände ich auch schon so eine Botschaft irgendwie, dass wir eher den Superman kennengelernt haben. Und ich möchte einmal kurz, weil mir das ein bisschen gerade noch zu untergeht, ich finde wirklich Louis Lane wirklich toll. Sie ist eine Journalistin, die Interesse an der Wahrheit als pure Leidenschaft empfindet. Und das fand ich sehr interessant, weil sie ihre Beziehung, zumindest in dieser einen Szene.

Patrick:
[57:25] Über, nein, also das Herz für die Wahrheit und für eine gute, ehrliche Geschichte ist ihr wichtiger als vielleicht die Beziehung zu Superman. Und das fand ich irgendwie sehr interessant, sehr modern und in den heutigen Zeiten auch sehr interessant, weil es ja auch in der Geschichte sehr viel um Wahrheit geht. Einerseits die Botschaft von den Eltern von Superman, einerseits sehen wir viele Medien, die über Superman und Lex berichten. Und ja, Lara, was sagst du dazu? Was sagst du zu Louis? das.

Lara:
[58:02] Bevor wir zu Lois Lane kommen können, ich würde gerne auch erstmal was zu der Hauptfigur sagen, weil bei Lois Lane sind wir uns glaube ich sehr uneinig. Also, wo wir uns einig sind, diese Szene zwischen, das Interview zwischen Lois und Superman und das ist ja ein Interview zwischen ihr und Superman und nicht zwischen ihr und Clark Kent.

Christian:
[58:23] Ich würde da noch unterscheiden, aber ja.

Lara:
[58:25] Es ist für mich die stärkste Szene in dem Film und sie kommt leider im ersten Drittel und Und das ist genau das Problem für mich. Das ist eine super starke Szene, aber danach fällt das für mich total ab, was diese Qualität angeht. Genau wegen dieser Aussagen. Diese Interaktion zwischen Louis und Superman passiert danach auch kaum noch. Weil die die ganze Zeit getrennt sind. Bis sie ihn dann irgendwann mit Terrific rettet. Und selbst dann interagieren sie überhaupt nicht richtig miteinander. Und deswegen ist diese Beziehung zwischen den beiden so weird für mich gewesen. Und ich muss auch ganz ehrlich sagen, das, was du gesagt hast, Patrick, Clark Kent kommt in dem Film 10 Minuten vor. Und das finde ich falsch. Das ist ein völlig falscher Ansatz für mich. Weil du brauchst Clark Kent, um Superman zu erzählen.

Lara:
[59:15] Du brauchst diesen Kontrast zwischen diesen zwei Figuren für mich. Weil sonst wirkt das überhaupt nicht, wenn er dann eben in die Action geht. Wir haben hier quasi eineinhalb Stunden lang Superman in seinem Kostüm. Die ganze Zeit. Und das ist die ganze Zeit, wie du schon gesagt hast, Christian, das ist die ganze Zeit bam, bam, bam, bam, bam. Und das nutzt sich für mich dann auch total ab. Und ich brauche halt auch irgendwo meine Charaktertiefe. Und Superman hat halt keine Charaktertiefe. Clark Kent hat die Charaktertiefe für mich. Und die kommt hier nicht vor. Ich finde auch, es ist... Ich finde, Superman ist in dem Film schon erfrischend anders. Und ich mag es auch bis zu einem gewissen Teil, aber dafür, dass wir so in die Mitte der Sache reinsteigen und er eigentlich ja schon seit Jahren auch Superman ist, ist er mir viel zu naiv, viel zu impulsiv und checkt überhaupt nicht, was eigentlich passiert. Also er hat anscheinend, er hat nicht die Erfahrung, die er eigentlich schon längst haben müsste. Klar kommt er jetzt zum ersten Mal an eine neue Hürde, das verstehe ich, aber trotzdem fand ich ihn nicht, er hat in dem Film für mich über die Laufzeit des Films auch zu wenig gelernt als Superman.

Lara:
[1:00:28] Und dadurch, dass dann auch Clark Kent wiederum fehlt, fehlt mir dann halt auch wieder dieses, okay, ich setze mich jetzt mal kurz hin und überlege mal und dieses Reflektieren. Und dazu braucht er halt Louis Lane anscheinend, weil das ist ja genau das, was das Interview in ihm auslöst. Es rüttelt an seiner Weltsicht, es rüttelt an seinem innersten Kern. Und das kommt einmal am Anfang und dann gar nicht mehr. Und dann bekommen wir eine kurze Szene, wo er noch mal richtig, also wo er nachdem er aus dem Gefängnis befreit ist und immer noch wieder am regenerieren ist, bekommen wir eine super kurze Szene mit seinem Vater.

Lara:
[1:01:03] Und das geht so schnell. Er hat eine Identitätskrise innerhalb von einer Minute. Nehme ich ihm nicht ab. Das ist genau das, was ich an James Gunn kritisiere. Der nimmt sich keine Zeit, der hat kein Feingefühl für diese Figur, wenn er sie braucht. Das muss nicht zwei Stunden lang Feingefühl sein. Aber es braucht wenigstens diesen einen Moment, wo man dann auch sagt, okay, jetzt hat er auch was gelernt und jetzt versteht er auch was und jetzt hat sich auch was in ihm getan. Und ich finde, das passiert hier nicht. Das wird hier so schnell gemacht, indem es halt gesagt wird, ja, aber ich bin ja dein richtiger Vater und ich habe das immer ganz anders gesehen und es ist ganz egal, was dein biologischer Vater sagt, wichtig ist, was du draus machst und das ist so eine Binsenweisheit.

Lara:
[1:01:45] Das ist mir für einen Superman halt auch zu wenig. Und weil du, Patrick, noch gesagt hast, die zweite starke Szene mit dem Monolog, ich fand den Monolog halt auch eher nicht so stark, weil ich sehe Superman nicht als Mensch, der ist kein Mensch, der ist halt kein Mensch, der ist Superman, der wurde auch so konzipiert als Superman, der ist nicht wie wir, der ist nicht so wie wir und es ist okay, dass er nicht wie wir ist, weil die Message ist ja nicht, dass wir alle gleich sind, sondern die Message muss ja sein, egal wie unterschiedlich wir sind, wir sollten trotzdem versuchen, miteinander klarzukommen. Und ich finde, das ist dann so ein bisschen seltsam zu sagen, ja, ich mache auch Fehler und deswegen bin ich wie ihr. Aber ein Superman, der Fehler macht, hat ja riesen krass andere Konsequenzen, als wenn ich Fehler mache. Also wenn ein Superman die falsche Entscheidung trifft, dann kann das die Welt in den Abgrund oder sonst was führen. Und ich finde, da hat zum Beispiel die Superman und Lois Serie aus dem CW-Universum das viel, viel, viel, viel besser hingekriegt. Da gibt es eine super tolle Szene, wo Superman, der hat dann schon Teenager-Söhne, deswegen ist es ein bisschen was anderes, aber es gibt eine Szene mit seinem Teenager-Sohn, wo der Teenager-Sohn seine Kraft rauslässt. Und dann setzen sie sich am Küchentisch zusammen und der Superman, Clark Kent in der Serie, sagt zu ihm.

Lara:
[1:03:01] Ich weiß, dass du diese Emotionen hast und es ist frustrig und man möchte impulsiv sein, aber du musst dich zusammenreißen, weil du hast eine ganz besondere Verantwortung und du musst auch wissen, dass du in deiner Sonderrolle als dieses Einzelwesen immer anders beurteilt und verurteilt wirst für deine Aktionen als alle anderen Menschen. Und ich finde, das stimmt halt auch. Und das ist bei Superman hier halt, wird es am Ende nicht richtig umgesetzt. Man sieht es mit diesen ganzen Medien-Sachen, aber am Ende zieht er für mich nicht die richtigen Schlüsse daraus. Deswegen ist es auch so, dass ich sage, ja, der Superman in diesem Film hat gute Ansätze und er macht ein bisschen mehr Spaß als die anderen vorher, aber am Ende fehlt mir da was. Da fehlt mir irgendwo was. Das geht in die falsche Richtung. Deswegen ist der Superman im Superman-Film für mich schon mal nicht perfekt. Also ich verstehe, dass ihr beide ihn mögt und gerade Christian, ich verstehe, dass du den auch magst, aber für mich ist es nicht der perfekte Superman. Für mich bleibt der Superman aus der Serie der Beste bisher.

Christian:
[1:04:03] Maybe. Also die Serie feiere ich auch sehr. Ich habe bisher nur die erste Staffel gesehen, aber zwei Sachen dazu. Also ich sehe auch, dass sich James Gunn ein bisschen zu viel von der Butter aufs Brot gestrichen hat. Der Film, und das meine ich so, ich glaube, in Sachen Plot, in Sachen Story, Handlung versucht er auch für meinen Geschmack zu viel hier rein zu quetschen. Also da sind eigentlich, glaube ich, so, und das meine ich jetzt nicht mit Figuren und Welt, sondern in der Handlung um die Kernfigur Superman herum sind da eigentlich wahrscheinlich dreieinhalb Filme oder zehn Staffeln oder wie auch immer, aber da ist eigentlich zu viel drin, weil dieses ganze Element von, ähm, auch da dann wieder in Sachen Plotaufbau und Erzähltechnik auch schwierig, wir haben keine Origin-Story, aber kriegen dann im Laufe des Filmes ja das Problem rein, dass Superman sich seine eigene Origin-Story sozusagen anhand dieser Botschaft zurechtgelegt hat, von der wir aber nichts mitbekommen und in dem Moment, wo wir sie sozusagen erfahren, wird sie ja schon gleich umgekehrt und in Zweifel gesetzt und das finde ich halt handlungstechnisch alles sehr problematisch. Eine Sache noch, also die andere Sache noch dazu.

Christian:
[1:05:19] Es gibt mehr als Clark Kent und es gibt mehr als Superman, die Schwierigkeit dieser Figur und da kau ich auch schon lange drauf rum und da hat mir der Film auch nochmal wieder ein Stückchen mehr geholfen es gibt noch etwas dazwischen, beides Clark Kent und Superman sind beides Rollen die dieses Wesen und das ist auch nicht Karl L. Karl L. Ist das Baby, der Säugling, der von Krypton stammt und das Alien und damit auch, wie du Patrick so schön gesagt hast, Alien ist ja im Englischen auch ein Immigrant, also das hat ja mehrere Ebenen.

Christian:
[1:05:59] Es gibt noch, es gibt irgendwie so eine Symbiose, die eigentliche Figur, die eigentliche Hauptfigur. Sie hat auch, glaube ich, keinen eigenen Namen, weil es ist eine Mischung aus Clark Kent und Superman. Es gibt noch einen anderen. Superman ist eine Rolle. Superman ist der Feuerwehrmann. Superman ist das Kostüm, ist das Symbol, das da steht, wenn ein Kaiju durch Metropolis rennt. Und Superman ist dazu da, um zu helfen. Ist der Feuerwehrmann. Und wenn du einen Feuerwehrmann am Rande eines Brandes siehst, der erschöpft ist und sagt, ich kann nicht mehr und das ist zu viel, dann stehst du davor und sagst, holy fucking shit, was passiert hier gerade? Also du willst dieses Bild und diese unerschütterliche Symbolfigur eines Feuerwehrmannes nicht zweifeln sehen, nicht realistisch sehen. Du willst nur sehen, wie sie tut, was ihre Rolle von ihr verlangt. Du willst dich sicher in ihrer Gegenwart fühlen. Das ist Superman, das ist das Kostüm und das ist halt auch wieder eine Rolle. Und die spannenden Momente sind die, wo eben mit Lois Lane oder auch mit den eigenen Adaptiveltern zusammen er beide Rollen ablegen kann, aber gleichzeitig er in beiden Rollen auch irgendwie ist. Also dann sind es nicht mehr die Rollen, dann sind es Persönlichkeiten und da ist dann wieder der Bogen zu dem Monolog und da gehe ich halt mit. Ich finde es vielleicht auch da wieder so handlungsdrehbuchtechnisch.

Christian:
[1:07:29] Ja, das ist ein Monolog, den ein Superman da halten muss. So, das muss dann einmal laut ausgesprochen werden, aber da denke ich mir, mein Gott, ich habe schon Comicpanels gelesen, die waren irgendwie auch platt formuliert. So, okay, ja, kann man vielleicht noch mitgehen. Aber dass Alex das an den Kopf wirft, was in ihm ist, dieses Bedürfnis, dieses Menschliche, und das macht ihn dann auch wieder menschlich, dieses Bedürfnis, dazu zu gehören, dieses Bedürfnis nach anderen Menschen, dieses Bedürfnis gesehen zu werden. Und das ist nicht Superman und das ist auch nicht Clark Kent. Das ist dieses Wesen dazwischen, was den Feuerwehranzug ablegen will, was die Brille ablegen will und einfach nur sein will und gesehen werden will, wie es ist. Ja, dem kannst du einen Truck um die Ohren hauen, immer noch diesem Wesen und das wird nicht bluten. Okay, fine.

Christian:
[1:08:23] Und das ist immer noch irgendwie der Star-Reporter des Daily Planet, aber da gibt es noch eine Ebene dazwischen. Und das, finde ich, kommt in diesem Streit auch ganz wunderbar heraus, wo er ja auch diese Schwierigkeiten hat, zwischen diesen Personas hin und her zu wechseln, weil das beginnt mit einem Beziehungssetting und... Versucht eigentlich auch da dieses, eigentlich will diese Figur nur geliebt werden von Lois in dem Moment und versucht ja irgendwie sich diese Zuneigung etwas unbeholfen zu holen. Ja, ich habe dir hier dein Lieblingsessen, wir sind drei Monate zusammen, hey lass doch mal unsere Partnerschaft feiern mit deinem Lieblingsessen. Ja, das ist aber in Wirklichkeit eigentlich dein Lieblingsessen, Clark, das ist nicht meins. Okay, aber du machst, also da geht es ja schon los, dieses, es knirscht da schon so in dieser Beziehung. Und daraus entwickelt sich dann ein echter Beziehungsstreit, der aber immer auf diesen verschiedenen Ebenen unterwegs ist. In diesem Wechsel zwischen, wer bist du jetzt eigentlich gerade? Bist du jetzt Superman? Bist du jetzt diese Rolle? Weil er diese Kommentare dazwischen ablässt, die dieser Rolle nicht gerecht werden, sondern seine Ungeduld und sein, mein Gott, ich habe den Typen an einen Kaktus gehangen, wo ist das Problem? Das ist nicht Superman in dem Moment. Das kommentiert Lois ja auch. Und das hätte ich mir auch gewünscht, dass der Film das vielleicht noch ein bisschen mehr herausbringt, außer dieser einen Szene und dieses, ich sag mal.

Christian:
[1:09:43] Diese Symbiose, mir fehlt das Wort, mir fehlt der Name dafür, das ist der, weiß ich nicht, der Super Clark oder so. Aber diese Persönlichkeit, dass die irgendwie nochmal klarer herauskommen kann, auch im Laufe des Films, weil die sehe ich dann in den Momenten in dem Kostüm. Das ist dann der blutende Superman. Das ist dann der zweifelnde Superman, der irgendwie die Cola-Dose an den Kopf geworfen bekommt. Das ist der Superman, der dann auch Lex Luthor diesem Monolog um die Ohren haut.

Christian:
[1:10:13] Um eigentlich, was ich auch fantastisch fand, weil das ist in einem Moment, wo er auch wieder so ungeduldig wird und sagt, mein Gott, Lex, also finde ich auch fantastisch, dass das diese große Konfrontation der beiden ist. Da geht es nicht darum, dass der eine dem anderen mehr aufs Maul haut.

Christian:
[1:10:27] Ob jetzt nun selbst oder mit diesem Ultraman als Werkzeug oder so, sondern es geht darum, dass diese beiden Weltsichten aufeinanderprallen. Und der eine sagt offenherzig, verwundbar, mein Gott, Digga, ich will doch einfach nur genauso geliebt werden wie du. Ich bin genau so wie du, ich blute nicht so wie du und ich kann vielleicht Dinge, die du nicht kannst, aber unter all diesen Rollen und Anzügen und Fassaden und Feuerwehrhelmen bin ich am Ende des Tages einfach nur jemand, der vielleicht auch mal in den Arm genommen werden will, der auch seine Zweifel hat, warum er morgens eigentlich aufsteht, der eigentlich auch nicht immer diesen Feuerwehranzug anziehen will, weil es wieder irgendwo brennt und die Leute wieder untereinander sich irgendwie an die Kehle gehen, sondern im Idealfall muss ich gar nicht mehr, aber es geht nicht anders. Als Unternehmer hast du den Lex Luthor, der genau das Gleiche sagt, der sagt, warum werde ich von der Welt nicht mehr geliebt? Warum nimmt mich niemand mehr in den Arm? Weil es dieses fucking Alien da draußen gibt, dem all die Sachen in den Schoß fallen, für die ich immer arbeiten musste, für die ich Dinge tun musste. Und der wird angebetet, angeliebt von der Welt, weil der in der Lage ist, irgendwie so ein Truck über seine Schultern zu tragen. Wie unfair ist das denn bitte? In dem Moment, wo der auf die Erde gefallen ist, haben sich alle Spielregeln für uns Wesen hier auf der Erde so sehr verändert, ich kann gegen den Typen gar nicht mehr gewinnen.

Christian:
[1:11:52] Der sieht einfach besser aus als ich, dem fliegen die Herzen einfach zu und die Kinder rennen nach jeder Rettungstag zu ihm und bejubeln ihn auch noch. Wie soll ich denn da irgendwie diese Liebe bekommen, die der einfach so bekommt? Finde ich fantastisch, finde ich auch super, dass die beiden eigentlich sich dann im Hitze des Gefechts einfach nur so ihre eigene Verwundbarkeit um die Ohren hauen und auch da so im Kern viel näher beieinander sind, als sie sehen und als sie zugeben wollen und als dann eben auch dieser bonbon bunte Comicfilm uns suggerieren will, weil haut rauf, Action, die Häuser fallen um, aber im Endeffekt geht es eigentlich nur um zwei Typen, die vielleicht mal miteinander reden. Sollten, ernsthaft miteinander reden sollten und dann vielleicht irgendwie feststellen, dass die gar nicht so unterschiedlich sind, wie sie ursprünglich dachten. Und das ist das, was Superman ihm dann in dem Moment auch so an den Kopf wirft. Der ist vielleicht schon einen halben Schritt weiter gekommen als Lex Luthor.

Patrick:
[1:12:48] Da würde ich auch noch zu sagen, was ich, wie gesagt, als einer Person, die Superman nicht so interessant findet, bis vor diesem Film oder ähnliches. Dieser Monolog, natürlich, Lara, wenn du sagst, wenn er einen Fehler macht, hat das ganz andere Dimensionen, als wenn wir Fehler machen. Wenn er zum Beispiel pustet und dann ist plötzlich ein Wald weg. Jetzt mal ganz metaphorisch gesprochen. Aber ich fand es sehr interessant, mal diese Sicht von ihm halt zu fühlen, nicht nur irgendwie als Behauptung irgendwie zu sehen, sondern, dass er, einfach in dieser Konfrontation wie Christian Lui auch sehr ausführlich, sehr gut analysiert hast, einfach klar macht, ah, okay, das sind diese Bedürfnisse, er ist auch unsicher, zum Beispiel bei anderen Superman-Versionen, auch wenn wir den Clark hier nicht so prominent haben, beziehungsweise es nur diese eine Szene gibt, fand ich das sehr interessant, das von Superman zu hören und nicht von Clark Kent und das irgendwie hat ihn für mich näher und irgendwie, obwohl er fliegen kann, obwohl er einen Hitzestrahl hat, einfach irgendwie nahbar da gemacht und das fand ich so wahnsinnig schön, weil eigentlich ich immer diese Distanz zu dieser Figur habe und genau das ist der Punkt.

Lara:
[1:14:15] Ja, kann man so sehen. Wie du es schon gesagt hast, Christian, das wäre ein Film gewesen.

Lara:
[1:14:23] Und wenn das ein Film gewesen wäre und er das auch richtig gut verarbeitet hätte, fände ich den Film wahrscheinlich auch besser. Aber so wie er es halt jetzt gemacht hat, kam es für mich nicht so rüber. Also da muss man schon sehr viel selber mitbringen, um das alles so zu verstehen und zu sehen. Und ich glaube, wenn man jetzt nochmal auch kurz diesen, nochmal den Rückgang zu dem James-Gun-artigen Film macht, es ist ein Film, der in erster Linie für Fans gemacht hat. Und ich glaube, für Leute, die eben Superman noch wirklich wenig kennen oder die nicht so drinstecken in der Figur, ist es super schwierig, diesem Film so viel Spaß abzugewinnen und so viel Bedeutung abzugewinnen für Leute, die die Figur halt über die Comics, über alte Filme, über Serien und all das schon mal irgendwie mitgekriegt haben. Und ich finde es halt auch schwierig, weil Sam Scandas halt so, es ist klar, es ist seine Entscheidung, aber er interessiert sich dann auch irgendwie nicht mehr. Also stattdessen haut er halt noch 20.000 andere Figuren und Plotlines rein und Anspielungen und was weiß ich nicht alles. Und das führte halt eher für mich dazu, dass das Ganze so überfrachtet wird, dass diese ganzen wichtigen Momente und Emotionen, die ihr gerade aufgezählt habt, die kommen für mich halt einfach nicht rüber. Also nicht stark genug. Die sind alle da im Ansatz. Wirklich, das habe ich schon gemerkt, aber ich finde, sie kommen nicht gut genug rüber, dass sie bei mir auch das auslösen, was sie auslösen sollen.

Lara:
[1:15:49] Und ich glaube, das passiert bei vielen Leuten, die den Film sehen und Superman halt auch eher so kennen als popkulturelle Figur, aber nicht wissen, was da eigentlich genau dahinter steckt.

Christian:
[1:16:02] Spannende Beobachtung, weil ich schon fast eher nach der ersten Sichtung dachte, ah ja, das ist eben ein Film für alle anderen. Also der Film versucht eher ... Ich bin auf Feedback jeder Couleur gespannt. Also meldet euch gerne so in den Kommentaren.

Lara:
[1:16:21] Also allein, dass er halt die Origin nicht erzählt, heißt für mich halt, dass er das voraussetzt.

Christian:
[1:16:25] Oh, nee, nee, ja. Aber also die Origin von Superman nicht zu erzählen, ähm, finde ich absolut richtig.

Lara:
[1:16:33] Ich persönlich finde es super, weil ich kann sie nicht mehr sehen. Aber das geht mir bei allen Superhelden so mittlerweile, die halt bekannt sind. Aber es gibt ja trotzdem noch Leute da draußen, die ja immer wieder nachwachsen, die vielleicht einfach nur Superman als Name kennen, aber halt trotzdem nichts damit anfangen können. Also ich finde schon, dass er auch gerade, wenn dann so Sachen wie die Justice Gang so reingeworfen wird, mit denen wird ja nichts gemacht. Mit denen wird ja gar nichts gemacht.

Christian:
[1:16:58] Oh, da sehe ich, also ich sehe auch Dinge, die da gemacht werden. Da werden wir wahrscheinlich eher widerstreiten. Es ist zu wenig oder, ne? Ja, genau, also zu wenig gemacht.

Lara:
[1:17:07] Sagen wir mal zu wenig gemacht.

Christian:
[1:17:08] Also ich sehe da, ja, okay, nee.

Lara:
[1:17:11] Ja, ich würde jetzt zu Lois Lane weitergehen wollen, weißt du?

Christian:
[1:17:13] Ja, ja, ja, mach mal.

Lara:
[1:17:15] Weil ich finde es super erfrischend, dass sie nicht mehr Damsel in Distress ist. Ich bin sehr, sehr, sehr happy darüber. Aber sie ist halt auch sonst nichts. Also nach dieser Interview-Sache macht sie halt charakterlich gar nichts mehr. Sie ist nur Plot-Device, mehr oder weniger. Sieg ist diejenige, die zu Terrific geht und sagt, wir müssen jetzt was machen, damit wir Superman retten. Terrific macht es dann und sie steht daneben und versucht halt auch irgendwie sinnvolle Dinge zu tun.

Lara:
[1:17:43] Aber wie gesagt, also sie hat dann mit Superman so wenig Interaktion, und es kommt ja auch nicht zur Aussprache zwischen den beiden diese Konfrontation und diese Beziehungskrise, die wir gerade besprochen haben, wird ja nicht gelöst, die verpufft einfach und das finde ich so schade, also das ist ich weiß auch und ich finde halt auch das ist jetzt die prominenteste Frauenfigur, alle anderen Frauenfiguren in dem Film finde ich noch viel schlimmer, also was ist ein Hawkgirl für eine Figur also die ist nur da um genervt zu sein und dann zwei, drei Action-Szenen zu haben. Also die macht ja gar nichts. Und die Ex-Freundin oder die aktuelle Freundin von Lex Luthor ist auch nur Plot-Device, damit sie am Ende wissen, wie sie ihn besiegen können. Aber Charakterisierung, Fehler am Platz. Am besten halt noch schön viel Titten zeigen, auch bei der anderen Kollegin von Lois Lane. Die hat wie viele Sätze? Zwei in dem ganzen Film. Aber Hauptsache, man sieht ihren hochgepushten Ausschnitt. Also das hat mich schon eher sauer gemacht als Feministin, muss ich sagen. Also, obwohl dieser gute Ansatz, nicht mehr Damsel in Distress, aber dann halt gar nichts anderes. Also... Ihr seht das wahrscheinlich wieder anders.

Christian:
[1:18:54] Nee, nee.

Patrick:
[1:18:55] Also, ich finde in der Darstellung natürlich der Nebenfiguren stimme ich dir zu. Ich würde schon sagen, dass Teschmacher, Eva Teschmacher, dass ich den Namen jetzt auch nicht kenne, ist natürlich auch Yves Teschmacher. Ja, also ich kann euch sagen, ich habe zu meiner Begleitung in der ersten Hälfte des Films gesagt, mich nervt das, dass jetzt ganze Zeit Selfies da gemacht werden. Das ist so ein plumper Social Media Gag. Und dass dann wirklich doch eine Doppelwürdigkeit da war, das da halt fand ich schon eine gute Idee.

Patrick:
[1:19:37] Ich muss sagen mich hat es total irritiert, dass Jimmy total der Frauenheld ist weil das kommt irgendwie für mich aus dem Nichts ich bin nicht so vertraut mit Superman deswegen weiß ich nicht, ich dachte der wäre eher naja, bisschen, uriger und gar nicht so der Frauenheld, aber scheint so der Fall zu sein oder ist es eine James Gunn Sache, ich weiß es nicht auf jeden Fall, ja, das mit der Kollegin von Louis habe ich auch nicht so ganz verstanden, vor allem die hat eine sehr auffällige Brücke, die für mich eher wie ein Cosplay dann aussieht. Ich kenne den Charakter nicht. Ich fand Hawkeye mit ihren Hawkeye. Okay, das ist Hawkeye, sorry. Hawkeye fand ich ganz cool mit diesen Lauten, weil damit habe ich nicht so ganz gerechnet. Das war für mich auch so Comic-Bookie, was sehr zu dieser ganzen Justice-Gang passte. Und jetzt halt zwei, drei Gags. Ich finde, sie hat mich zum Beispiel nicht so gestört, aber ja, wie gesagt, diese ähm, Frauen-Darstellung ist immer so eine Sache, finde ich, bei Gunn, die mal funktioniert, mal nicht.

Christian:
[1:20:50] Das ist schon schwierig.

Patrick:
[1:20:51] Ich habe nicht das Gefühl, dass er auf einer Ebene immer alles trifft, sondern entweder ist eine gute Figur und dann kommen zwei, die sind unangenehm. Das stimmt auf jeden Fall, da bin ich bei dir, Lara. Lois Lane, ich würde, also ich habe das sehr häufig irgendwie gelesen, oder auch bei YouTube-Kritiken irgendwie mitbekommen, dass, häufig diese Kritik war, dass es ein Device, ein Storytelling Device und jetzt gar nicht nur bei Louis, sondern auch bei anderen Sachen, ich finde aber die Story float ganz gut, ich verstehe nämlich diesen Punkt, den sie hat, also Louis dass sie, es gibt bei diesem Punkrock Dialog da wo im Hintergrund was passiert mit irgendeinem Impfest glaube ich genannt, sagt er am Ende ja noch, ich muss den Hund retten und, dann sagt sie so fast schon what the fuck, es ist doch nur ein Hund, wieso musst du den Hund retten und dann sagt sie, ja fühlt sich alleine und das war für mich auch so für mich ohne Superman sehr sehr gut zu kennen, ah ok, er schert sich wirklich um Menschen und Tiere die halt.

Patrick:
[1:22:08] Gefühle haben, das fand ich irgendwie sehr erfrischend wenn man Man of Steel jetzt vergleicht Ich habe Superman-Serie nicht gesehen, deswegen kann ich da nicht mitreden, leider.

Patrick:
[1:22:17] Und da fand ich diesen Punkt, auch wie sie das spielt, dann das bei ihr auch etwas Klick macht. So, wow, okay, er braucht jetzt vielleicht die Hilfe. Und ich finde dann, das hast du ja sehr gut rausgearbeitet, Lara, dass sie dann keine Dämsel in das Rost ist, sondern Aktionen macht. Sie ist, glaube ich, das Problem, das wird es, glaube ich, immer geben, wenn sie jetzt nicht irgendwelche Superheldenkräfte bekommt, dass sie halt nicht diese Kräfte, aber dafür ist sozusagen ihre Superkraft diese Motivation, dass sie sich als einziges vielleicht in dieser Welt zu dem Zeitpunkt für Superman einsetzt. Und das ist für mich schon etwas, was einen gewissen Wert hat und nicht nur ein Storytelling-Device ist. Weil ich schon das Gefühl bekomme, durch den Streit, weil ein intensiver Streit kann auch eine Form der Wertschätzung sein, überhaupt in etwas zu investieren. Emotionen, Meinung. Sie sagt zwar am Ende des Gesprächs, ich war noch nie gut darin, eine Beziehung zu führen, wo sie dann zum rücken zu ihm steht und er auch raus geht ich war übrigens sehr überrascht dass das so aufgelöst wird oder unaufgelöst wird und ja das ist so ein punkt wo ich denke dass.

Patrick:
[1:23:40] Ähm, ich kann mir schon vorstellen, dass vor allem jüngere Personen dann irgendwie so eine Inspiration auf ihn sehen, weil sie dann auch alles miteinander verbindet, weil dann ja Jimmy sie anruft und sagt, hör mal, ich habe hier ein paar Infos. Er scheint ja aber, glaube ich, nicht irgendwie in der Lage zu sein, das alleine zu bewerkstelligen, sondern ruft sie an. Sie ist da der Anker. Und, ähm, das fand ich schon eine spannende Sache. Ich hatte noch einen anderen Punkt, den habe ich gerade vergessen.

Christian:
[1:24:09] Ich greife den gerne mal auf, was du gerade gesagt hast. Schöne Beobachtung. Es ist nicht die Fortführung des Streits, aber ich glaube, das ist dann eher wahrscheinlich so sein Apartment oder so, wo er reingeflogen kommt, während draußen dieser Kampf passiert. Fand ich auch einen schönen Moment, wo er einfach nur sagt, so ja, kein Problem, das kriegen die hin. Ich brauche jetzt mal eine Pause. Und das eigentliche Action-Set-Piece nur so im Hintergrund für bunte Lichter sorgt und so. Schöner Moment, wo er da seinen heißen Kakao trinkt. Und die versuchen, nach dieser Streitsituation sich so ein bisschen zu versöhnen, die beiden. Dieser zaghafte Versuch, sich wieder anzunähern, nachdem man sich ja eben auch räumlich so voneinander entfernt hat. Und ... Das ist auch ein sehr, sehr wichtiger Dialog, der auch der Lois auch sehr bezeichnet. Also sie ist in diesem Film, ist sie leider, kann man sagen, das ist dann vielleicht auch weniger im Vergleich zu anderen, aber sie ist eigentlich in so einer Beziehungsschrägstrich Liebesgeschichte unterwegs. Das ist ihr Film. Bei ihr geht es nicht um die gleichen Sachen, also Lex fährt seine Neid, Hass, Wut.

Christian:
[1:25:33] Alpha-Tech-Pro-Schiene, Superman sucht, will geliebt werden, sucht vielleicht auch irgendwo noch seinen Platz in der Welt und so und Lois ist eigentlich in dieser Beziehungsgeschichte unterwegs. Ja, es beginnt mit diesem Streit und dann kommt eben so dieser Versuch der Versöhnung. Und da sagt sie ihm ja auch, ich weiß gar nicht, ob die Basis hier bei uns überhaupt funktioniert, wenn wir beide so unterschiedlich sind. Da musste ich auch tatsächlich ein bisschen an Batman denken. So dieses, naja, Superman ist halt derjenige, bei dem das Glas halb voll ist.

Christian:
[1:26:12] Es gibt ja irgendwie diesen, ich komme jetzt zu spät, es gibt auch irgendwie dieses Sprichwort, irgendwie ein Wolf, der im Wald ist und andere Wölfe sieht sie einfach nur einen Wolf und irgendwie der Mensch, der einen anderen Mensch sieht, sieht die Bedrohung so ungefähr. Also dieses, der Mensch, der sich selbst zur Bedrohung irgendwie werden kann. Und Lois ist die Skeptikerin, das macht sie zur guten Journalistin, aber sie misstraut auch, sie hat da so Schutzschilde um sich herum, mit denen sie durchs Leben geht. Und in dieser Beziehung mit diesem sehr gutherzigen, gutmütigen, mit diesem Wesen, das die emotionale Verwundbarkeit eigentlich quasi in dem Kostüm schon mit sich herumträgt als Superman. Ja, also das ist ein sehr, eine sehr, ein sehr offenes Wesen, das will, dass alle zu ihm kommen, dass in dieser Rolle Superman ja nicht bedrohlich sein will, sondern will, dass selbst die kleinsten Kinder mit ihren blödesten Sorgen, das ist die Katze im Baum, so, ja, auch dafür ist Superman da, so. Und Lois ist eigentlich das Gegenteil, die ist eigentlich zu, die geht anders durch die Welt, die hat diesen Schutzschild, die misstraut die hat Schwierigkeiten sich zu öffnen und das sagt sie ihm ja auch da so im Streit und das sagt sie ihm ja auch danach, so und da kommt ja dann auch diese Punkrock-Geschichte.

Christian:
[1:27:36] Und das ist ja eigentlich dann auch diese Szene dieser Versuch, das Ganze wieder ein bisschen weiter zu öffnen und dann haben wir am Ende wie schon gesagt, sie ist dann nicht damsel in distress, ähm.

Christian:
[1:27:47] Sie ist da sehr aktiv, aber die eigentliche Versöhnung der beiden findet dann in diesem Kuss statt und da war für mich dann eben auch die Handlung eher auf dieser Ebene, dass sie sich dann in diesem Rush of the Moment auch hinreißen lässt. Also Lara, du hast recht, der Streit ist gar nicht aufgelöst. Man hat sich für den Moment, glaube ich, nach diesen Adrenalinschüben, der ja auch in einer Beziehung stecken kann. Ja, Patrick, wie du gesagt hast, so ein Streit, in dem man viel investiert, in dem man sich selbst vielleicht ein Stück offener macht, als man es eigentlich ist. Also jedes Feuer, jede Flamme, die da irgendwie ausbricht, verbrennt die Erde, aber da kann ja was Neues draus wachsen. Das kann ja auch etwas Fruchtbares, etwas Heilendes, etwas Erschaffendes sein. Und so sehe ich diesen Streit so ein bisschen, aber man löst ihn jetzt nicht so wirklich auf, sondern man versöhnt sich dann einfach sehr. Man versöhnt sich in diesem Kuss und wahrscheinlich ist dann so drei Wochen später in der übernächsten Situation der Streit vielleicht wieder dabei auszubrechen, weil man merkt, wir haben ihn beendet, aber wir haben ihn nie gelöst in dieser einen Szene. So sehe ich ihre Geschichte. Die ist sehr eng an Clark, Superman irgendwie dran. Und ja, sie kann mit dem UFO und mit Mr. Terrific und so.

Christian:
[1:29:08] Das finde ich noch okay. Das finde ich erstmal noch okay. Das, was du gesagt hast, Lara, ich bin da auch voll bei dir. Ich habe das auch nach der Filmsichtung gesagt. Ich habe es nur gesehen, aber ich habe da auch die Vermutung, ich weiß nicht, was mit James Gunn los ist, ob er ein Problem mit Frauen hat, wo das herkommt, was das ist. Aber das habe ich halt auch gesehen, dass die anderen Frauen in diesem Film massiv abfallen.

Christian:
[1:29:33] Eine Sache, die mir im Nachhinein auch wieder positiv aufgefallen ist, die aber dann dieses Element auch wieder quasi konterkariert, ist die Tatsache, dass wir, was ich gut finde in diesem Genre, ähm, sehr wenig Körperkult haben. Ich erinnere an Man of Steel und an einen Henry Cavill, der da als Muskelprotz aus dem Wasser kommt und seinen obligatorischen Oben-Ohne-Shot hat. Drüben in der Superhero-Unit bin ich mit Arne gerade in den Jahren 2013, 2014 unterwegs. Und da passiert das ständig. Das war die Phase, wo ein Chris Pratt mit seinem Sixpack, weißt du, die Selfies bei Instagram, wo das zum Trope in den Filmen und um die Filme herum einfach massiv wurde. Diese, gerade die Männerkörper, die halt immer überproportionierter wurden und auch in diesen in diesem einem Shot dann nochmal so krass in den Mittelpunkt gerüttet wurden. In jedem Film dieser Zeit. Hier haben wir das gar nicht. Wir haben ja, ein Devin Corrensworth, der auch irgendwie trainiert hat und wie viel ist egal und es geht nicht darum zu sagen, oh, das sind die größten Muskelberge, die jemals einer innerhalb von drei Wochen oder fünf Monaten, und ob jetzt nun mit oder ohne Spritzen, sondern das ist kein Thema, weil dieser Superman nicht als Clark Kent aus der Dusche kommt und erstmal der ganze Kinosaal staunen soll, wie toll dieser Körper aussieht.

Christian:
[1:30:56] Bei den Frauenkörpern sehe ich das dann wieder ein bisschen anders, weil dann haben wir die Engineer hieß sie ja, glaube ich, die dann in der einen Szene bauchfrei und dadurch trainiert war. Lara, wie du gesagt hast, Cat Grant ist der Name der Rolle. Die Gossip-Kolumnistin da im Daily Planet, die sehr viel Kleidung trägt, aber diese Kleidung dazu da ist, um trotzdem alles zu betonen, was an Körperproportionen da ist. Und das zieht sich so durch den Film irgendwie durch. Also, dass die Frauen anders, auch inhaltlich anders dargestellt wurden. Das fand ich auch schräg bei Eve Teschmacher, die da die Selfies die ganze Zeit macht. Und dann haben wir so dieses clevere Ding von naja, das ist ihre Art. Ja, so, okay, aber dann gibt es da diese, diese, ich finde auch tonal fällt sie raus, diese, jetzt fehlt mir das deutsche Wort, diese Domestic Abuse-Moment, wo sie sich in den Serverraum... Fäustliche Gewalt. Fäustliche Gewalt, danke. Wo der Film halt auch auf einmal aus dieser bunten Comic-Ebene so rausbricht, weil sie wird da an einem Bein gepackt und schreit und weint. Und also das fand ich halt zu krass für den Rest des Filmes, wo Tentakel Monster aus einer anderen Dimension im Pocket-Universe das passte nicht mehr zusammen. Also das fand ich sehr deutlich, sehr brutal irgendwie.

Patrick:
[1:32:22] Aber kurz eine Frage. Am Anfang des Filmes wird ja schon etabliert, dass Lex ja irgendwie große Probleme hat mit Ex-Freundinnen. Ich hatte eher das Gefühl, ich habe eher das Gefühl, es ist ein Bösewicht. Er macht böse Dinge. Natürlich macht er böse Dinge.

Christian:
[1:32:40] Aber ich fand auch in dem Moment die Inszenierung, das ist ja nicht mehr der Bösewicht. Also der Bösewicht kann ja böse Dinge tun. Die Frage ist, wie zeigt uns dann der Film die Boshaftigkeit der Dinge? Und das fand ich in der Darstellung, in der Inszenierung einfach eine Ebene zu realistisch. Also da bricht diese Comic-Tonalität und es wird auf einmal so real. Weil das fand ich, also das, ja, vielleicht soll mich das auffühlen, vielleicht soll das brechen, vielleicht ist das alles Absicht. Ich fand es aber, na ja, irgendwie auch falsch. Also ich fand, das hatte so einen Beigeschmack und das zieht sich durch den Film, dass wir immer mal wieder sehen, wenn die Körper betont, also der Film betont keine Körper, bis auf die einzelnen Frauen, die da irgendwie stattfinden. Und das hat er dann so, also das, ich kann da auch nicht den Finger drauflegen. Ich kann ja nicht sagen, James Gunn ist ein absoluter Frauenfeind und es geht gar nicht, was man da macht. So weit ist das nicht. Was machst du da eigentlich?

Lara:
[1:33:36] Es ist seltsam einfach.

Christian:
[1:33:37] Es ist seltsam. Und da kommt dann, das ist noch der Bogen, den ich schlagen wollte. Ich habe dann auch noch mal nachgeguckt. Das hat mich dann auch wirklich erschüttert. James Gunn ist fast 60. Das sieht man dem Mann nicht an. Und die Art und Weise, wie er seine Filme macht, würde ich den mal locker 20 Jahre jünger schätzen. Aber der Typ geht halt auch auf die 60 zu. Der ist auch in einer Zeit groß geworden mit Popkultur groß geworden, auch mit Comicvorlagen groß geworden, die in dem Silver Age halt auch Dinge betont und gezeigt haben, wo man auch heute sagen würde ei, ei, ei. Und das ist einfach, ich sag ja, das ist kein Hot Take, dass ich sag, wir müssen jetzt, sondern ich beobachte da was und, es irritiert mich und ich müsste vielleicht auch noch mal ein bisschen weiter zurückgucken, so in die Filme davor, vielleicht mal genauer gucken, was macht er danach noch, wie geht er mit den Frauen in seinen Filmen um und da sag ich mal James, I'm watching you. Das ist schrecklich.

Patrick:
[1:34:35] Es ist ja auch komisch, dass er zum Beispiel bei der ersten DCU-Serie Creature Commando da, Rick Flagg sieht aus wie er und es gibt eine Sexszene mit einem Charakter, der aussieht wie seine Frau. Das fand ich ein bisschen merkwürdig.

Lara:
[1:34:52] Gott sei self-insert, sind seltsam.

Patrick:
[1:34:55] Und ich habe gerade nachgefragt bei diesem Beispiel von Lex Luthor, weil das war für mich ein... Ich habe mich gefragt, was die Person, Yves Teichmecher, halt für eine Motivation hat von Lex Luthor wegzugehen, weil sie ja diese Angst haben muss. Es muss ja, sie muss ja irgendwie gebrochen werden und es muss ja irgendwas, krasses ja passieren, damit sie dieses Risiko eingeht, weil sie weiß, wenn sie Informationen weiter weitergibt, dass sie nicht viel Zeit haben wird und dieser dramaturgische Grund, deswegen habe ich da gerade nachgefragt, weil sie weiß ja, weil sie es selbst tagtäglich bei Lex sieht, wie er umgeht mit Allgemeinpersonen. Das sind ja nicht nur Frauen, sondern auch die Angestellten und so weiter. Das ist ja alles ganz grässlich, wie er sich benimmt. Das muss ein krasser Grund sein. Und als sie dann das erfährt, war für mich dann irgendwie glaube ich von ihrer Sicht aus dem Bogen überspannt natürlich.

Christian:
[1:36:03] Vollkommen klar. Ich fand es halt nur krass, dass dann die Frau diese Brutalität abbekommt.

Patrick:
[1:36:07] Ja, vollkommen richtig.

Christian:
[1:36:08] Gutes Beispiel, was du gerade nennst, wo ich mich, wo ich mich gerade daran erinnere, was dann halt für den Gag gespielt wird, ist, wie er mit seinen Angestellten umgeht. Also er schmeißt vor Wut die Tasse auf den Boden und sagt, heb das auf. Ja, und dann heben die ja alle da die Tasse auf und packen die Bleistifte wieder alle rein und im Dialog mit einer ganz anderen Figur schiebt er ja so süffisant diese Tasse ohne hinzuschauen wieder so runter auf den Boden, damit sich das Fußvolk wieder darum scheren muss. Das ist ein Gag. Ich fand's lustig. Das hat funktioniert. Wenn die Figur auf der Ebene geblieben wäre, fein, aber dass die auf einmal dann zu der häuslichen Gewalt greift und halt, nicht nur übergriffig, sondern auch echt in der Inszenierung so brutal sich dann auch an dem Frauenkörper so abreagiert, fand ich irgendwie, also ich, das ist der Bruch für mich. Das ist der Bruch. Also Lex ist der evil, evil dude, so, aber ich fand's halt irgendwie interessant, wann er diese Ebenen wechselt. Ja, also, da hat die Szene mit dieser russisch Roulette Spielerei, die hat halt funktioniert.

Lara:
[1:37:12] Da wollte ich nämlich jetzt gerade, da wollte ich gerade hin.

Christian:
[1:37:14] Das hätte gereicht, um zu zeigen, wie brutal der Typ ist, anstatt dann eben nach dem Frauenschenkel zu greifen und zu ziehen und so, das fand ich irgendwie ein bisschen weird einfach.

Lara:
[1:37:27] Also ja, ich finde auch, das hätte man anders inszenieren können. Da hätte sie auch einfach nur irgendwie in Grund und Boden schreien können. Das hätte vielleicht auch schon gereicht oder einfach irgendwie, dass jemand kommt und sie abführt erstmal oder beiseite schiebt oder so.

Christian:
[1:37:41] Er reißt die Tür auf und beide Blicke treffen sich Schnitt weg und wir können uns denken, was passiert.

Lara:
[1:37:46] Genau.

Christian:
[1:37:47] Wir müssen es nicht verhindern.

Lara:
[1:37:48] Ich finde aber tatsächlich, dass es diese tonalen Brüche eben halt immer wieder gibt, gerade bei Lex. Und ich finde, diese Szene mit dem russischen Roulette ist genau so ein tonaler Bruch. Ich finde, das hätte es auch nicht gebraucht. Und genau das sind diese zwei Momente, auch mindestens die zwei, warum ich vorhin, als ihr gesagt habt, oder Patrick, du hast das glaube ich gesagt, das kann man einem Zehnjährigen zeigen, auf gar keinen Fall. Auf gar keinen Fall. Da wird jemand, der in den Kopf geschossen das kannst du keinem 10-Jährigen zeigen auf gar keinen Fall.

Lara:
[1:38:18] Das geht nicht vor allem weil der tonale Shift so krass ist wenn das die ganze Zeit so wäre dann würde man sich ja auch darauf einlassen aber ich finde gerade weil dieser Bruch so stark ist du hast in der Szene vorher irgendwas lustiges und dann kommt diese Szene mit dem russischen Roulette und das sind immer wieder so diese tonalen, Switches wo ich sage aber genau das will ich doch nicht mehr haben, Ich will einen Superman, der mir Spaß macht, wo ich locker und luftig sein kann, der bunt und knallig ist und vielleicht mal ein bisschen lustig. Und dann kriegt er vielleicht auch mal ein bisschen aus, man darf bluten, aber es ist ein, dann kommt der lustige Hund und schleift ihn zurück und dann wird er vom Licht auch wieder geheilt und alles ist super. Also ich will ja nicht mehr diese The Boys Brutalität haben. Und das passte für mich überhaupt nicht rein, diese Szenen. Also es war ja auch nicht immer wieder, aber es waren diese zwei Szenen, die mich wirklich vor den Kopf gestoßen haben, weil ich mich nicht, ich konnte mir nicht erklären, warum James Gunn die so da drin hat, weil ich finde, man kann Lex Luthor, und er ist ja auch ohne diese zwei Szenen in dem Film, ist der super evil, finde ich. Also, ich finde, das braucht es nicht, um ihm zu zeigen, wie evil er ist.

Lara:
[1:39:29] Deswegen verstehe ich nicht so ganz, warum James Gunn darauf bestanden hat, aber es passt halt und da sind wir wieder bei diesem, es ist halt ein James-Gunn-Film. Und seit Super macht er das so. Und bei Suicide Squad war das halt stimmig, weil das waren Massenmörder oder Auftragskiller oder halt psychisch kranke Menschen mit irgendeinem Gewaltpotenzial. Aber bei Superman, nee, nee, nee, gefällt mir nicht. Nein, gefällt mir nicht.

Patrick:
[1:39:58] Ich finde, also ich stimme dem nicht ganz zu in dem Punkt, dass du die Szene jetzt mit The Boys vergleichst, weil wir sehr weit raus, also rein handwerklich, jetzt bin ich ein bisschen, weil ich ja beruflich auch mit Kamera arbeite und so, da geht es ja sehr weit raus. Wir sehen kein Blut, wir sehen auch keinen Kopf. Er macht ja einen Kommentar und deswegen würde ich bei der Szene nicht so ganz mitgehen. Weil bei The Boys wird ja immer voll drauf gehalten, superbrutal, super viel gezeigt. Und hier kann ich mir schon vorstellen, dass das geht.

Lara:
[1:40:39] Also ja, klar, es ist natürlich von der Inszenierung jetzt nicht so krass im Fokus, aber es ist immer noch jemand, der in den Kopf geschossen bekommt. Und das finde ich, das passt einfach nicht. Das passt einfach nicht zum Rest des Films auch.

Christian:
[1:40:57] Also ich persönlich habe ja eher noch Probleme, also auch, ja, dieses Alienwesen, was da dieses Flugschiff da in diesem Pocket-Universe, jedes Mal, wenn das ins Bild kommt, ich glaube, da werde ich in zehn Jahren noch von träumen. Das war so echt der Moment, wo ich dachte, ein bisschen viel Giga vielleicht an der Kunsthochschule irgendwie studiert. Das war so ein bisschen creepy, ein bisschen doll.

Lara:
[1:41:25] Das war auch ein krasser Bruch, auf jeden Fall.

Christian:
[1:41:29] Ich will noch mal ganz kurz zurückrudern. Wir haben jetzt so ein bisschen über Lex auch gesprochen. Den würde ich gerne noch mal ein bisschen abrunden, ein bisschen als Figur noch mal einfangen, weil dann haben wir über Superman gesprochen, über Lois und ich finde, Lex ist so der Dritte im Bunde, den ich jetzt auf dieser Drehbuchebene, diese Momente, diese Szenen, Da haben wir uns jetzt schon ein bisschen dran abgearbeitet. Jetzt kommt der Bogen. Ich finde die Besetzung auch sehr, sehr großartig. Nicholas Holt als Lex Luthor. Ich finde die Figur ganz, ganz, ganz wunderbar, so wie sie charakterisiert ist mit diesem, also das funktioniert für mich halt in Kombination total super. Ein Lex Luthor, der jetzt nicht böse des böse sein Willens ist, sondern weil der, also ich glaube ihm das, ich kaufe ihm das ab, ich fand diesen Lex Luthor in den Comics auch schon immer am besten, dann habe ich ihn verstanden, nicht nur, wenn er irgendwie wie in einem alten Superman von 78 da irgendwie die Landkarten sich neu zeichnet und da irgendwie sein Beach Resort am Strand bauen will und seine, Immobilienmillionen, ich meine, welcher Bösewicht hat auch schon mit Immobilien zu tun, haben wir ja gar keine Vergleiche dazu.

Christian:
[1:42:46] Aber, ne, also das war immer, also das war nett, das war spaßig so auf dieser Ebene, aber ich fand diesen Lex Luthor, ich hab Lex Luthor erst dann verstanden, wenn es genau auf dieser Ebene ging, wenn ich diesen….

Christian:
[1:43:01] Dieses verletzte Ego gesehen habe, diesen Egoman, der sagt, Moment mal, wenn es dieses Alien nicht gäbe, dann müsstet ihr mich als Superman bezeichnen. Ich bin eigentlich die nächste Evolutionsstufe. Nietzsche hat damals von mir geschrieben, ich bin der Übermensch. Ich bin klüger als alle anderen, fähiger als alle anderen. Ich habe mir dieses Imperium aufgebaut. Mir steht auch da vielleicht der Vergleich zu der ein oder anderen real existierenden Person in der heutigen Zeit, die auch von sich behauptet, aufgrund der eigenen Fähigkeiten, aufgrund der eigenen Mittel und der eigenen Überfähigkeiten dazustehen, wo sie steht. Das hat für mich wunderbar funktioniert und dann habe ich einfach diese, ich habe diese Momente geliebt wo Nicholas Holt das nicht nur gespielt, sondern halt wirklich gefühlt hat also das, Lex Luthor hat keine Haare mehr, aber hätte er ein Schnauzbart, er würde ihn zwirbeln an dieser Stelle und das gehört dann auch zu dieser Figur dazu finde ich halt super, wenn das, zusammenkommt so mag ich meinen Lex Luthor so mag ich ihn so.

Lara:
[1:44:06] Gehört er charakterlich wirklich eine der besten Darstellungen von Lex Luthor auch viel besser zum Beispiel als bei Christopher Reeves irgendwie Gene Hackman oder so. Also in allen Ehren, aber Nicholas Holt macht das von der Charakterdarstellung richtig gut. Ich hab ihm das wirklich abgenommen. Ich fand's auch super, dass sie ihn nicht einfach nur evil, sondern so wirklich dieses in seiner egomanischen Existenz angefeindet. So, ich würde, man muss da gar keine real existierenden Personen mitnehmen, weil der ist ja in den Comics, wie du gesagt hast, auch schon oft genug so. Ich finde, das Einzige, was ich so ein bisschen schade finde, ist tatsächlich bei ihm diese Körperlichkeit, weil Lex Luthor ja auch immer sich selber auf der körperlichen Ebene als das Maximum dargestellt hat. Der ging ja immer, der hat sich aufgepumpt, der hat versucht, irgendwie Rüstungen zu bauen, die ihn noch stärker machen und so. Das hat mir noch so ein bisschen gefehlt. So ist halt Nicholas Holt nicht. Der ist halt kein Muskeltyp.

Lara:
[1:45:03] Das kann er auch, glaube ich, wirklich, das wäre seltsam. Deswegen ist, es ist nicht so schlimm für mich, aber es ist so der einzige Aspekt, wo ich sagen würde, das fehlt noch, aber es ist trotzdem der Lex Luthor, der für mich am besten und am nächsten an die Comic-Vorlage rankommt. Und deswegen funktioniert er als Antagonist so gut. Und das ist auch was, wo ich wieder sagen muss, da hat DC was geschafft, dass das MCU einfach immer wieder verkackt. Einen guten, glaubwürdigen, nachvollziehbaren Antagonisten, den man das abnimmt, den muss man nicht mögen, überhaupt nicht. Aber man versteht, wo er herkommt und man glaubt ihm das. Und Nikolaus Holt spielt das mit so einer Spielfreude auch.

Christian:
[1:45:48] Ja.

Lara:
[1:45:49] Also, wirklich sehr, sehr gut. Hat mir sehr, sehr gut gefallen.

Christian:
[1:45:53] Ich fände es auch so super, er weiß, in welchem Film er ist. Ja? Da kommt er eben auch noch hinzu. Der ist jetzt nicht dabei, sich irgendwie die Oscar-Nominierung zu erspielen. Der will jetzt auch nicht irgendwie ... Sondern da gibt es auch diese paar Shots im Trailer. Dieser eine Moment, wo die Kamera so an ihn heranfährt und wo ich so das Gefühl habe, dass er sich gerade an seiner eigenen Großartigkeit so ergötzt, dass er kurz davor ist, sich selbst küssen zu wollen. Also das ist so dieser Moment, wo er erkennt, wie gut er sich selbst findet. Ich glaube, da gibt es da draußen auch so ein paar Leute, denen ich diese Wumpe, aber okay.

Lara:
[1:46:29] Und ich finde es vor allem schauspielerisch eine gute Leistung, weil er bisher halt völlig andere Charakter gespielt hat. Eigentlich immer genau das Gegenteil. Ich meine, sein Biest in X-Men war ja zurückgenommen, leise und dann also völlig anders. Und auch in Renfield dieser Diener von einem Vampir und so, das waren ja völlig andere Figuren. Und deswegen, also er zeigt hier auch nochmal seine Bandbreite, finde ich.

Christian:
[1:46:55] Ja. Ja. Patrick, hast du noch was zu Lex Luthor? Du hast jetzt gebannt zugehört.

Patrick:
[1:47:02] Ich habe gebannt zugehört. Ich muss sagen, ich bin da ein bisschen verhaltener. Ich finde ihn passend und gut.

Patrick:
[1:47:11] Finde ihn aber gar nicht so... Also ich glaube, das ist einer der wenigen Sachen, vielleicht im Film, die ich vergessen werde. Also ich finde, dass es schon akkurat ist. Ich hatte letztes Jahr den Film The Order gesehen, da spielt er auch einen Bösewicht, einen Neonazi, mit Jude Law, und da dachte ich mir nach dem Film, wow, jetzt habe ich ihn zum ersten Mal als Bösewicht gesehen, interessant, was er wohl mit Lachs Lufa machen wird, und irgendwie hat es mich, aber es klingt jetzt vielleicht ein bisschen negativer, ich würde es tatsächlich so bezeichnen, dass er mir weder positiv noch negativ aufgefallen ist, es gibt so paar Szenen, wo ich meine Freude hatte, äh, zum Beispiel, wie häufig erwähnt, Superman, ist nicht mal ein Man ist, ein Alien so, das war vielleicht eine gute Stelle aber auch so ein klassischer Lex Luthor Moment, den glaube ich jeder Schauspieler den Verkörperten mal einmal so sagt ungefähr, ähm, Ich fand auch die Introduction ganz cool, weil er so aus dem Licht kommt. Das fand ich interessant, weil Bösewichte sonst immer aus Dunkelheit oder Schatten oder ähnliches kommen. Und er wird sozusagen uns als zuschauende Person mit aus dem Licht. und.

Patrick:
[1:48:34] Warum ich glaube ich nicht so diese Begeisterung teilen kann, das ist jetzt eher was Inhaltliches, als was mit seinem Schauspiel-Talent zu tun hat, weil ich habe ihn schon gerne gesehen. Ich mochte auch tatsächlich die Parallele, wie er versucht in der Politik mitzumischen, auch mit diesem Konflikt von Ukraine-Russland oder Israel-Palästina. Das fand ich sehr interessant, auf jeden Fall. Aber, was mich gestört hat, und das ist nicht so, wie ich zumindest in Superman Comics bis der Lex Luthor gesehen hat, dass, wenn er verloren hat, dass er keinen alternativen Plan hat, sondern er hat angefangen zu weinen, und dann war der Film irgendwie mit ihm ja auch schon vorbei, weil er ins Auto, geschleppt wurde und verhaftet wurde. Und ich hatte eigentlich ein bisschen die Erwartung, okay, er hat jetzt natürlich, weil er so intelligent und großartig ist, wie er selbst sagen würde, hat er natürlich noch einen Plan. Weil wenn es dazu kommt, dann hat er dann Plan D. Nicht A, B, C, sondern D. Und das hat mir ein bisschen gefehlt. Weil das macht für mich auch immer die Schurken so interessant, wenn sie viel weiter denken als das, was der Film mir gerade erzählt. Wie ging euch das? Das würde mich mal interessieren. Am Ende des Films.

Lara:
[1:49:54] Ja, also da muss ich tatsächlich sagen, es hat mich an einer anderen Stelle des Plots sehr, sehr, sehr gestört. Und zwar die Rettung aus seinem Gefängnis. Also, ne, dieser Pocket-Dimension.

Lara:
[1:50:08] Kriegt er das nicht mit? Dass er da keinen Security Alert bekommt, hey, da ist was in deinem super wichtigen Ding da, da geht was schief, das bricht gerade in sich zusammen und er kriegt das mit, nachdem alles vorbei ist, also er weiß, er hat Superman in einem Gefängnis und die werden bewacht von zwei Leuten, also das passt für mich einfach nicht zu einem Lex Luthor, der alle Eventualitäten mitdenkt, also so überheblich, dass er sagt, ja, wir haben ja das Kryptonit, das reicht schon, ich lasse den einfach mal zusammen mit dem Metamorph oder in der Zelle und dann wird er schon und ich habe überhaupt kein Security System darüber hinaus mehr. Das hat für mich dann nicht zu seiner Intelligenz gepasst, ehrlich gesagt. Das ist am Ende, da war er einfach, da war er wirklich, damit hat er einfach nicht gerechnet. Er dachte einfach, sein Plan geht auf. Und ich meine, der wird ja jetzt erstmal nur in ein Auto gesteckt. Was dann dann vielleicht noch für Contingency-Plans passieren, weiß man nicht. Also klar, das zeigt der Film nicht, aber würde ich jetzt mal nicht ausschließen, dass da nicht noch was passiert. Und auch da, weil wir am Anfang gesagt haben, der Film beginnt damit, dass Superman das erste Mal einen Kampf verliert. Es ist halt das erste Mal, dass Blu-X-Luther was verliert. Das kennt er halt nicht. Er kennt das nicht zu verlieren. Vielleicht hat er einfach damit überhaupt nicht gerechnet, dass er überhaupt verlieren kann.

Christian:
[1:51:35] Gute Beobachtung, ja.

Lara:
[1:51:36] Aber das mit dem Gefängnis fand ich weird.

Christian:
[1:51:40] Solche Sachen kann ich immer gut mir erklären mit dem Todesstern. Also das Imperium, das einfach nicht mitdenkt oder nicht in der Lage ist, in Dimensionen zu denken, dass ein einzelnes Schiff mit einem einzelnen Schuss dort an dieser Stelle ja, also ich lass mal da dieses Extended Universe von Rogue One mal so ein bisschen weg, weil das fand ich immer ein bisschen albernd zu sagen, ja, das war alles der große Masterplan der Rebellen. Nee, ich glaub einfach, das Imperium kann auf der Ebene gar nicht denken, so wie du gerade gesagt hast, Lara, so dass Lex Luthor ist so, also, ich sag ja, der ergötzt sich ja an seiner eigenen Genialität so sehr, dass er sich selbst am liebsten selber nochmal heiraten würde, so dass auf der Ebene ist an, wenn er, ich glaub, wenn er da irgendwann zu sehr um sich herum sich selbst.

Christian:
[1:52:30] Beglückwünscht, dann fehlen halt eben, wie du sagst, vielleicht auch die Überlegung zu sagen, naja, ich sollte mal da in einem Pocket-Universe irgendwie so eine kleine Überwachungskamera aufstellen oder so, dass da was schiefläuft. Ich glaube, der war einfach so von sich selbst, weil das war ja sein Plan. Sein Plan war ja, Superman da reinzukriegen, über das ganze politische Rumgescheme und so, dass der, glaube ich, der Plan war erfüllt. So, der Plan war erfüllt und damit hat er sich selbst auf die Schulter geklopft und gesagt, oh, ich bin so großartig und so geil. Und dann hat er aufgehört, über den Plan nachzudenken. Also auf der Ebene bin ich dann so. Das Imperium ist nicht in der Lage, an das Individuum zu denken. Lex Luthor ist nicht in der Lage, über den Plan hinauszudenken, weil wenn der Plan erfüllt ist, dann ist er ja bewiesen, das größte Genie aller Zeiten. Was soll schon schief gehen? Also so auf der Ebene bin ich dann so ein bisschen unterwegs. das eigentliche Ende, das habe ich gerade so ein bisschen rausgehört, finde ich erstmal super, weil es total cheesy ist. Der Superman, der da irgendwie zu dem Iggy Pop Song im Stuhl sitzt und sich seine eigenen Kindheitserinnerungen anguckt.

Christian:
[1:53:34] Cool my old school, aber ich habe da auch manchmal Pippi in den Augen, wenn ich das sehe. Fand ich einfach schön von der Sentimentalität her. Ich finde aber die Auflösung des Filmes auch ein bisschen da wieder auf Drehbuchebene dramaturgisch hätte ich mir da irgendwie noch einen Kniff mehr gewünscht von Gunn. Also Lex Luthor und Superman brüllen sich ihre Monologe um die Ohren und zeigen sich sozusagen, brüllen sich an, wie verwundbar sie sind und dann kommt Krypto, schleudert Lex Luthor ein paar Mal durch die Gegend, Szene ist vorbei, Film ist vorbei, wir haben sie jetzt alle im Kasten. Fand ich irgendwie, also auch da wieder James Gunn weird, aber da hat mir irgendwie noch ein bisschen was gefehlt. Also irgendwie eine Szene mehr, ein Moment mehr, das war irgendwie... Das war dann einfach vorbei.

Lara:
[1:54:23] Antiklimaktisch, oder?

Christian:
[1:54:24] Ja. Interessant und eigentlich, wie gesagt, ich fand's auch irgendwie cool, dass diese Monologe dann so der eigentliche Climax sind und dass es eben nicht darum geht, dass Superman Lex Luthor jetzt durchs Fenster schmeißt und, fünfmal feste drauf und der andere sechsmal feste drauf und der nächste siebenmal feste drauf.

Lara:
[1:54:39] Ja, das hatten wir ja mit dem Ultraman vorher schon.

Christian:
[1:54:41] Genau. Und das ist auch nicht Lex Luthor, also das ist ja nicht die Ebene, wie du sagst, dann braucht er da seinen Spaceanzug oder sonst was für. Fand ich erstmal nett, aber irgendwie fehlte mir da so der eigentliche Twist, also nichts Großes, sondern einfach so eine Szene mehr, vielleicht geht das auch in die Richtung.

Lara:
[1:54:58] Ja, diese Bloßstellung in den Medien hätte man noch ein bisschen besser inszenieren können, so dieser Fall von Grace, wie man es so schön sagt im Englischen, der hat mir so ein bisschen gefehlt, der wurde dann ganz schnell von, jetzt schieben wir ihn ins Auto und dann war es das, aber dass der noch mal ein bisschen besser inszeniert wäre, ich glaube, das wäre es gewesen.

Christian:
[1:55:16] Genau das ist es auch, kein neues Element, sondern die Elemente, die da waren und dann zu Ende gebracht wurden und aufgegangen sind, nochmal irgendwie ein bisschen stärker herausarbeiten. Weiß ich nicht, was und wie, aber genau das ist es. Übrigens, Randnotiz, für mich die absolut unrealistischste Szene im gesamten Film, bei der ich eigentlich rausgefallen bin und gesagt habe, oh, ich bin ja in dem Film, als sich die Öffentlichkeit als die Öffentlichkeit durch einen Zeitungsartikel von ihrer falschen Meinung abrückt, um eine neue Meinung zu formulieren. Da dachte ich, wow.

Patrick:
[1:55:58] Aber warte mal, wir sind total im bunten Universum. Ich finde nicht, dass es realistisch ist.

Christian:
[1:56:05] Nein, aber ich bin so rausgeworfen worden, weil ich dieses Plottelement in der Wirklichkeit seit zehn Jahren bestimmt nicht mehr gesehen habe.

Lara:
[1:56:12] Ja, der Disbelief konnte nicht mehr suspended werden. Es war zu krass.

Christian:
[1:56:16] Gerade dieser Fox News Stand, in der da irgendwie in seiner Talkshow saß, oh, ich hab meine Meinung über Superman und wir sind alle von Lex Luthor irgendwie in die Irre geführt worden. Das ist so, das geht.

Lara:
[1:56:26] Schönes Wunschdenken.

Christian:
[1:56:28] Ja, also in Fiktion geht alles, aber okay, ja, stimmt. Eigentlich müsste so, vielleicht, aber naja, so tut es nicht.

Patrick:
[1:56:37] Das sag ich jetzt nur als Gag, aber bei Hawkgirl, als sie Zeitung gelesen hat, da dachte ich, lesen junge Menschen noch Zeitung?

Christian:
[1:56:47] Aber das finde ich wieder so geil, weil das ist, also habe ich auch geweckt, dieser ganze Daily Planet und dieses, ich habe die Szene so gefeiert, ich weiß nicht, wie es euch geht, aber als ein Mensch, der auch mit Texten und auch im Internet Geld verdient, ich fand die Szene in diesem, das ist so wie der Japs Gun, wie ich ihn liebe, in diesem UFO. Der Chefredakteur gibt den Laptop weiter und sagt, Jimmy, die Story ist super, veröffentlich sie. Und dann zoomt die Kamera auf den Laptop. Auf Publish-Button. Aber dreimal. Web, Print, Publish.

Patrick:
[1:57:17] Ah ja.

Christian:
[1:57:18] Es ist so unnötig gerade, aber ich finde das gerade so geil.

Lara:
[1:57:21] Ja, in der Presseverführung haben viele gelacht. Ich glaube, in einem normalen Kino ist das ein Gag für die JournalistInnen und Medienleute, oder?

Christian:
[1:57:29] Ich glaube auch, aber daran will ich halt wieder glauben, dass ein gut recherchierter Artikel dazu da ist, um Menschen vielleicht auch mit ihren eigenen Meinungen zu konfrontieren und zu reflektieren.

Lara:
[1:57:41] Aber das ist halt auch so ein Grund, warum ich, das ist auch so eins von diesen, wo ich sage, es ist sehr hastig und oberflächlich am Ende, weil alle diese Konflikte werden genauso, schnell aufgelöst, wie diese Sache mit dem, die öffentliche Meinung wird plötzlich wieder auf links gedreht, anstatt, dass man sich da vielleicht noch ein bisschen mehr Feingefühl erlaubt und sagt, naja, wir wissen jetzt erst mal gar nicht, was wir denken sollen. Oder es braucht wieder ein bisschen Zeit, um Vertrauen aufzubauen. Ich weiß, das funktioniert Gunn halt nicht. Deswegen hab ich ja auch ein Problem damit, wie Gunn seine Filme macht. Aber so werden halt alle Plotpoints, auch dieser Konflikt zwischen diesen zwei Ländern, der ist auch, der wird einfach so schnell niedergebügelt, wo ich mir denke, dann lass ihn doch weg. Oder dann lass es doch sein, dass du da noch mal hingehst mit der Justice Gang. Auch dieses Aufstellen von den Kindern mit der Superman-Flagge so, oh, nee.

Christian:
[1:58:38] Also da bin ich natürlich wieder zu Hause, das, aber ja.

Patrick:
[1:58:42] Ja, also ich muss auch sagen.

Lara:
[1:58:44] Dann lass den Konflikt doch sein.

Christian:
[1:58:46] Ja, ich fand diese, aber nur ganz kurz, also ich fand auch diesen ganzen politischen Konflikt schwierig, weil das eine Ebene ist, die, das ist wieder ein eigener Film, das ist eine komplett eigene Geschichte, die da erzählt werden müsste und auch dieses, was du sagst mit der öffentlichen Meinung. Also immer dann, wenn wir nahe an die Wirklichkeit kommen, an unsere Wirklichkeit kommen, hatte ich wieder eher Probleme damit, als in den Momenten, wo Tentakelwesen im Pocket-Universe Babys gerettet haben. Da sage ich, let's go. Aber diese realen, also eben weil die, schnell dann auch in diese Richtung gehen kann, vielleicht muss es zu stark, aber gehen kann, die ich so durchgelutscht finde. Ich habe es nie gesehen, aber sowas wie The Boys und dieser ganzen okay, was wäre, wenn Superman richtig pisst wäre und das finde ich stinkend langweilig. Das erzählt wenig. Das zieht aber gerade.

Christian:
[1:59:48] Kann ich auch verstehen. Aber ich finde es halt wahnsinnig uninteressant. Und also diese Plotpoints schrammen halt an dieser Ebene, finde ich, vorbei. Weil wenn du eben aufmachst, dass Superman sich in diese politischen Konflikte, Scheinkonflikte, die eigentlich andere politische Interessen vertreten, als sie nach außen vorgeben, dann müsstest du einen Superman auch auf dieser Ebene mal durcherzählen. Und dann musst du halt richtig an die Arbeit gehen. Da musst du richtig tief und richtig rein und richtig viel machen. Und dann geht es nicht mehr mit Space Tentakel Wesen.

Patrick:
[2:00:21] Ich muss da mal kurz eingreifen weil ich schüttere eigentlich schon die letzten 10 Minuten im Kopf.

Patrick:
[2:00:29] Das Ziel ist doch jetzt ein ganz neues Fundament aufzubauen ich finde es total, richtig, dass es so Ansätze wie von Nolan gibt, ich finde es sehr gut, wenn wir so ein Spektrum haben wo halt wenn so ein Konflikt entweder moralisch oder politisch auftaucht, sehr groß erzählt wird aber hier habe ich halt das Gefühl ich nehme einen kleinen Comic und nicht Dark Knight von Frank Miller oder so raus, sondern ich nehme einen Comic, den es gerade irgendwie im Kiosk gibt und blätter da durch und habe da eine gute Zeit. Er wird nicht in die Geschichte eingehen als super moralisch und politischer Film, aber ich finde es ein bisschen schade, und so habe ich das Gefühl bei euch beiden, dass ihr entweder das eine oder das andere haben wollt. Aber ich finde das spannend, dass doch gerade Gun baut, sehr modern. Ich habe auch das Gefühl, für eine neue Generation ist, die wesentlich jünger ist als wir. Ich meine damit jetzt nicht Zehnjährige, sondern vielleicht auch Gen Z oder ähnliches. Ich habe einen Artikel letztens noch gelesen, dass zum Beispiel Marvel gerade bei Gen Z gar nicht mehr funktioniert irgendwie.

Patrick:
[2:01:38] Dass vielleicht auch diese schnelle Erzählung von Panel-Mikro-Konflikten, das ist etwas, was man, das hätte man nie in den 90ern oder 2000ern gemacht natürlich, aber vielleicht brauchen wir das gerade auch um ganz andere, neue Zielgruppen zu erschließen und das klingt jetzt vielleicht, als ob ich ein Aktionär wäre, weil ich Zielgruppen sage, aber irgendwie, wenn man doch so ein großes Projekt hat, dann hat man ja auch irgendwie so ein.

Patrick:
[2:02:03] Einen kulturellen Auftrag und denkt sich, okay, wie kann ich vielleicht Probleme, die wir bei einem DCEU hatten mit Man of Steel, der sehr grim war, wie kann ich was ändern? Okay, ich baue ganz viele kleine Konflikte ein, weil vielleicht die Leute, die dann einen langen Film sehen, sich vielleicht etwas langweilen würden. Und das hat er nach meiner Meinung ganz okay geschafft. Er hat ein paar Probleme. Ich finde zum Beispiel diese Spalte, die dann durch Metropolis geht, finde ich nicht so spannend, aber er stört euch dann an diesem politischen Konflikt. Aber ich fand das irgendwie total toll, dass es diese kleinen Chilischoten da drauf gab, weil dadurch hat das für mich noch ein bisschen mehr bekommen, weil wir so diese ganz leichte Unterhaltung, die hatten wir vielleicht früher mit Bryan Singer, der natürlich auch moralische Konflikte erzählt hat und politische Sachen aber das ist für mich eine Weiterentwicklung und ich muss sagen, das ist jetzt ein bisschen raus aus Comic-Verfilmung, aber ich habe so die letzten ein, zwei Jahre.

Patrick:
[2:03:14] Sehr viel Langeweile bei Blockbustern, ich bin gar nicht so der Freund die letzten Jahre von Blockbustern, ich kam hier aber aus dem Kino, habe irgendwie das Gefühl gehabt, oh, das ist was Frisches, Neues und ich will mehr davon. Und auch bei meiner Begleitung, die gar nicht Superman affin ist. Wow, der Charakter, der Charakter und ich habe jetzt Lust darüber eine Serie zu sehen und ich musste eigentlich die Person auch mitschleppen, weil sie eher sagt, Superman langweilig. Und die findet den Film jetzt besser als ich zum Beispiel. Und das ist etwas, wo ich so ein bisschen entgegenhalten muss, dass ich irgendwie diesen ansatz der ist nicht komplett aufgegangen ich will denn nicht restlos feiern und finde alles gut, Aber diese Mischung ist interessant und hält sich noch genug zusammen, dass ich sage, nee, ich finde gerade das irgendwie spannend, weil wäre zum Beispiel der politische Konflikt, dass Lex Luthor, ich war super überrascht, als diese eine Zeile gesagt wurde, Lex Luthor schenkt sozusagen die Waffen den Staat, weil dann dachte ich so, oh, es ist doch nicht so einfach, sondern es gibt noch eine weitere Ebene und oh, was kommt als nächstes? das? Jetzt bin ich irgendwie gespannt, worauf der Film hinaus? Und das hat für mich doch ein bisschen, ja, irgendwie das Freudigere am Film gemacht, wo ich denke.

Patrick:
[2:04:36] Das wird nicht immer gut gehen, aber als Start fand ich das irgendwie ganz überraschend, weil ich mir so einen Start von einem Universum nicht vorgestellt hätte.

Patrick:
[2:04:46] Aber irgendwie sehr spannend, ja. Da wollte ich ein bisschen vielleicht ein bisschen gegenhalten.

Lara:
[2:04:51] Es ist ganz, ganz spannend, weil ich finde es halt genau andersrum, dass ich finde, man hätte bei dieser Spalte bleiben sollen, weil das passt viel besser in dieses ja, ich nenne es jetzt mal nochmal oberflächlich, aber in dieses weniger.

Lara:
[2:05:06] Ernsthafte und das hat ja auch eine Symbolkraft, ein Riss, der buchstäblich durch die Gesellschaft geht, der dann mit einem sehr schnell und einfach mit einem bisschen tippen wieder auch wirklich zusammenwächst, als wäre es fast nicht passiert. Wo dann auch noch am Ende ein Joke gemacht wird, wo Superman zu Mr. Terrific sagt, aber hier hast du nicht sauber gearbeitet. So, das hätte ich, wenn es nur das gewesen wäre, hätte ich viel besser gefunden, aber diesen Krieg damit reinzubringen, wo jeder natürlich weiß, das wird auf jeden Fall mindestens auf einen echten Konflikt übertragen. Ich persönlich finde jetzt Israel, Palästina nicht so naheliegend wie Russland und Ukraine, muss ich sagen, weil als das Drehbuch geschrieben wurde, da war das noch gar nicht so mit Israel und Palästina, das ist ja noch vorher geschrieben worden und ist auch noch vorher gedreht worden, deswegen, das ist jetzt von außen so ein bisschen draufgepropft, das passt auch nicht so ganz in dieses Setting, dass halt, dass da eine aggressive Macht, die andere ja überfällt, das ist ja bei Israel-Palästina ein bisschen anders gelagert gewesen, egal wie man jetzt diesen Konflikt beurteilt, ich finde, da ist Russland-Ukraine schon näher und ich finde.

Lara:
[2:06:15] Passt hier irgendwie nicht so rein. Also das wäre, man hätte es am Anfang damit belassen können, um diese Einführung zu machen, dass Superman sich in diesen Konflikt eingemischt hat, er kriegt aufs Maul und muss damit erstmal klarkommen und dann hätte man diesen Konflikt einfach nicht mehr erwähnen müssen. Weil er eigentlich keine Rolle mehr spielt für den Weg von Superman. Und ich finde, es wäre dann viel besser gewesen, man konzentriert sich auf diesen, interdemotionalen Schnickschnack.

Lara:
[2:06:42] Tentakelmonster, Kaijus, was weiß ich nicht alles, das hätte für mich, das wäre für mich das gewesen, was ich ja auch will, ich will ein DCU was wieder weniger überhaupt irgendwas mit meiner Realität zu tun hat das soll noch mehr mich rauswerfen so wie die beiden, ersten Batman Filme, die ich gesehen habe die wirklich nichts mit der Realität zu tun hatten, die haben mir richtig viel Spaß gemacht, die machen mir heute auch noch richtig viel Spaß und so ein Superman Film die Burton Filme oder was hast du als erstes gesehen? Genau, die Burton Filme und so ein Superman Film Und das wäre super gewesen für mich. Aber da hat er sich für mich halt in sein eigenes Knie geschossen, indem er diesen realen Konflikt da wieder aufbeschworen hat. Und deswegen auch da schade, weil das wäre für mich dann auch der Start für eben genau so ein Universum gewesen, wo ich weiß, in diese Filme kann ich gehen und ich muss mir eben keine Gedanken über die reale Welt machen. Er hat Botschaften, die auch wirken können, wie eben Empathie für Leute zu entwickeln, sich Schwächen einzugestehen und all diese Sachen, gesellschaftliche Risse als Metapher, wunderbar, aber so weit weg von der Realität, dass ich halt sagen kann, okay, das sind halt übergeordnete, universelle Werte und Themen, die immer wichtig sind und die jetzt nicht unbedingt meinen Alltag widerspiegeln. Und deswegen, auch da ist das wieder so ein Punkt, wo ich sage, deswegen finde ich den Film halt nicht so super super, wie vielleicht anderen.

Patrick:
[2:08:09] Okay, das macht es für mich auf jeden Fall sehr viel besser nachvollziehbar. Ich bin gespannt, ob du das mit Supergirl bekommst, weil das klingt so ein bisschen auf das, was bisher kommuniziert wurde, das ganz viel Tentakel, ein bisschen Lobo und das war's. und, ich habe irgendwie das Gefühl ich weiß nicht, ob das ein zu neues Fass aufmacht aber, dass wir vielleicht gar nicht mehr in einer Zeit leben, wo wir, nicht mehr also wir werden glaube ich immer wieder irgendwelche Konflikte haben, die gespiegelt werden auf die Realität also, wenn dann was Intergalaktisches passiert, dann wird es dann irgendein Film-Essay geben was das irgendwie noch näher vergleicht und beleuchtet. Das war natürlich jetzt mit dem, auch wenn die Staaten irgendwelche Fantasien haben, natürlich sehr deutlich, weil es ja so russische, russisch anmutigende, Sprache hat und ähnliches. Klar, ich möchte auch, das war ja auch einer dieser Prämissen, die ich noch am Anfang ja gesagt habe, dass ich zu Superman etwas offener war, weil ich gerade auch weltpolitisch keine Lust auf Man of Steel von Zack Snyder oder Grim, Dark, Gritty hab. Ich glaube, ich hätte auch wenn es Nolan machen würde, nicht so viel Lust. Und ja, dann schauen wir mal, wie das in der Zukunft wird.

Christian:
[2:09:33] Ich greife da auch noch mal was auf, was wir am Anfang gesagt hatten. Also ich habe euch beiden jetzt auch zugehört und finde beide Argumente absolut valide. Ich schlage mal den Bogen wieder zurück dann zu James Gunn und damit können wir vielleicht dann auch rübergehen in die Beobachtung zum DCU. Denn ob das jetzt nun klappt oder nicht oder zu viel, zu real oder nicht, zu politisch, zu nicht politisch aber es ist eine Entscheidung gewesen es ist eine Entscheidung von James Gunn gewesen, damit in dieser bunten neuen DC-Welt klar zu machen, dass die Kreativen in dieser Form Drehbuchautor und Regisseur in Personalunion, hoffentlich die Möglichkeit bekommen, mit ihren Filmen auch etwas zu sagen. Und ich habe das Gefühl, dass dieser Superman in diesen Motiven und in diesen Metaphern und in diesen Bildern, was du, Lara, gerade schon so ein bisschen gesagt hast, also Risse, die durch Gesellschaft gehen, aber ja auch dieser ganze...

Christian:
[2:10:43] Meinungsmanipulation. Social Media kommt nicht gut weg in dem Film. Vielleicht eben auch aufgrund der persönlichen Erfahrung, die James Gunn gemacht hat.

Christian:
[2:10:53] Nachdem eben ein rechter Internet-Mob ihn da halt von Disney irgendwie wegcanceln wollte und das auch geschafft hat. Und wir kennen ja die ganze Geschichte. Aber das finde ich erst mal gut und irgendwie auch stark. Und ich bin da sehr dankbar für, dass wir jetzt mit diesem Comic-Film, mit dieser Comic-Verfilmung, mit diesem Superhelden die Möglichkeit bekommen, auf diesen Ebenen zu interpretieren, zu diskutieren, das mal stärker, mal schwächer zu sehen. Aber da ist etwas. Ich habe das Gefühl, dass Superman ein Film ist, der eine Handschrift hat, der einen wortwörtlichen Autor hat, der in dieser größtmöglichen Blockbuster-Projektionsfläche etwas zu sagen hat. Und wir diskutieren jetzt, ob das die richtigen Vokabeln sind oder die richtige Aussage, zu viele Aussagen in einem Film und so weiter. Aber wir haben die Möglichkeit, auf diesen Ebenen uns mit dem Film auseinanderzusetzen. Immer noch mit dem Wissen, dass auch Tentakelmonster da drin und dass das auch Popcorn und Unterhaltung ist. Aber ich habe das Gefühl, dass wir jetzt die Möglichkeit haben, mal wieder auf diesen Ebenen unterwegs zu sein und dass das Genre, glaube ich, lange Zeit irgendwie nicht hatte, weil wir lange in diesem Superheld-Innen-Genre in...

Christian:
[2:12:20] Ja, den eigenen Metageschichten unterwegs waren, das Universum, das sich aufbaut und zusammenfällt und zum Ende kommt. Und diese Filme haben sich sehr stark mit sich selbst beschäftigt. Vielleicht hatte zuletzt noch so ein Nolan mit seiner Dark Knight Trilogie die Möglichkeit, die ein oder andere Aussage über die Welt mitzutreffen, während vieles, was danach kam.

Christian:
[2:12:49] Selbstreferenzielles Franchise-Building war, wo eigentlich kaum jemand in der Lage war, darüber hinaus Aussagen zu treffen. Da hatte Lara am Anfang ja auch schon gesagt, das Marvel-Modell, die Marvel-Maschinerie, von der ich ja auch Fan bin, aber die, sag ich mal, andere Mechanismen bedient, als jetzt ein Superman von James Gunn, der ein James Gunn-Fan ist, mit dem James Gunn ein paar Aussagen trifft. Das finde ich interessant. Damit vielleicht auch die Überleitung ins DCU. Wir haben jetzt einen Film im DCU. Wir werden jetzt über Sachen sprechen, die ja noch gar nicht irgendwie da sind. Wir haben noch kein Filmuniversum. Wir haben einen Film und wir haben diese Serie Creature Commandos und so. Da können wir vielleicht gleich auch noch kurz was zu sagen. Aber wir haben die Hoffnung, wir haben das Versprechen, wir haben die Absicht, dass mehr draus wird. Und so können wir diesen Film ja auch betrachten als Startschuss für dieses Universum. Und da finde ich das erstmal interessant und hoffentlich auch ein Versprechen, dass das nicht nur beim Studio-Chef James Gunn möglich ist, sondern dass der auch andere.

Christian:
[2:14:01] Lässt, mit diesen Filmen eigene Botschaften, Aussagen, Dinge vielleicht auch zu verarbeiten. Und nicht nur, dass er selber das darf, sondern dass eben auch andere das können und dürfen. Und ich glaube, wenn wir jetzt mal das Kinopublikum außen vor lassen das wäre vielleicht nochmal eine andere Ebene sind wir überdrüssig, ist es zu spät, ist es zu viel ist es zu doll, aber ich sehe da schon eine Chance auch für diese Filme und für das Genre, wenn, Warner und DC diese Plattform sich auf die Fahne schreiben und sagen wir möchten auch, dass die Leute mit ihren eigenen Ideen und Aussagen und Botschaften kommen und sich selbst in diesen Filmen irgendwie auch, einbringen können. Während drüben in Villabajo halt die Maschinerie läuft und die Maschine sagt, was passiert. Hier sagen noch die Menschen, hier können die Menschen noch zu anderen Menschen sprechen. Da drüben, da spricht, um es mal zu überspitzt zu formulieren, da arbeitet die Maschine und da kippen wir die Leute rein und am Ende kommt ein Film raus. Patrick, siehst du das? Oder Lara? Wie seht ihr das? Patrick.

Patrick:
[2:15:16] Ich habe durch das Snyderverse und so ein bisschen die Hoffnung verloren. Ich habe nach diesem Film mehr Lust, ihr habt es ja jetzt die vergangenen zwei Stunden mitbekommen, dass ich da einfach Lust habe, mehr zu sehen in Serien, Comic oder auch Filmform. Ich bin sehr neugierig, also so vor allem auch eine Lantern-Serie oder auch Clayface, der so ein bisschen aus der Reihe tanzen soll und an Creature-Kommandos eher anschließen soll. Es ist eine Möglichkeit. Ich bin ein bisschen vorsichtig, auch wenn bei David Sasslav da so gerade so beteiligt ist. Der hat natürlich jetzt sehr viel aufgeräumt. Der hat Filme auch in den Schrank wieder stecken lassen wie Batgirl, weil er die Makel stärken möchte und es ein bisschen sortiert haben möchte. Ich bin sehr gespannt, wie ein kreativer James Gunn halt die anderen Filmemacherin lässt. Er hat ja jetzt das erste Skript, was er direkt gegreenlighted hat, sozusagen nachdem er seinen Skript geschrieben hat, war ja das von Supergirl, von Anna Nogiera. Ich muss zugeben die hat sehr viel TV gemacht deswegen bin ich gar nicht so vertraut mit ihrer.

Patrick:
[2:16:45] Mit ihrem Schreibstil, deswegen habe ich da nicht so die Meinung, ist eine sehr junge Autorin vom 80er Jahrgang bin ich unglaublich gespannt, natürlich, ich erhoffe mir tatsächlich, dass wir auch so eine das war eher ein Warner Problem oder DC Problem als zum Beispiel bei Marvel, dass wir vielleicht auch dann wirklich, okay, wir haben jetzt zum Beispiel Hawker gesehen, die scheint wohl, wenn man den Trailer von Peacemaker sieht, sie kommt auch mit Peacemaker vor. Ich kann mir vorstellen, die kommt vielleicht noch für eine Szene vor. Ich glaube nicht, dass sie jetzt einen Handlungsstrank oder sowas bekommt. Aber dass wir wirklich so diese natürliche Welt haben und das immer so ein bisschen, wir sehen nicht das Ende des Horizonts, wir sehen den ganzen Horizont und, ich hoffe, dass das ganze Zeit auch nach 4, 5 Filmen und 3, 4 Serien immer noch spannend bleibt, weil das sowas kann sich auch, wie ich das zumindest bei Marvel so ein bisschen für mich entdeckt habe, sehr, sehr, sehr, sehr schnell auch in eine Langeweile oder Ziellosigkeit münden und.

Patrick:
[2:17:54] Ich bin sehr gespannt auf dieses Versprechen und damit wird auch sehr viel fallen für mich, ob das funktioniert oder nicht, dass James Gunn behauptet hat, dass wirklich jeder Film abgeschlossen ist und, auch dieses Versprechen, wir greenlighten erst Projekte, wenn ein fertiges Drehbuch oder ein gutes Drehbuch am Start ist. Ich bin gespannt, ob es Marketing Sprech war oder ob wir wirklich in ein paar Jahren uns wieder treffen zu Superman 3, und dann zusammen gucken, okay, irgendwie ist der Plan doch ganz gut aufgegangen und ja, ich bin zum Beispiel als Batman-Fan, auch stehe ich immer noch vor der Frage, werden sie irgendwie Matt Reeves doch noch irgendwie einbauen, deswegen hat er länger mit dem Drehbuch gebraucht oder, oder wird es einen klamaukigen Batman geben, wenn ja, wie wird das aussehen, Weil zum Beispiel so eine Bildsprache wie bei Superman jetzt wünsche ich mir dann zum Beispiel nicht bei Batman. Und da bin ich halt sehr, sehr neugierig drauf. Wie ist es bei dir, Lara? war.

Lara:
[2:19:04] Ich bleib total skeptisch, weil ich ja auch jetzt den Start nicht so gut fand, bleib ich natürlich skeptisch, was die nächsten Filme angeht. Ich mein, Fredgirl, Supergirl, wird mal sehen, ist auf jeden Fall ein interessanter Ansatz, die jetzt so als Partygirl und auch von so einer eher jungen Regisseurin machen zu lassen, finde ich super, aber das kann halt auch völlig in die Hose gehen, da kann ich, das kann man überhaupt nicht einschätzen, finde ich. Ist aber auf jeden Fall erstmal interessante.

Lara:
[2:19:37] Entscheidung, das jetzt als nächstes zu bringen. Batman, ja, Batman wird irgendwann kommen müssen. Und ich persönlich fände es schon interessanter, ehrlich gesagt, auch mal wieder einen übertretenen, lustigen Batman zu haben. Ich könnte mir vorstellen, dass wenn man so jemanden wie Taika Waititi den machen lässt und dann eben nicht wie beim, äh, hier God of Thunder, äh, dann doch wieder was aufdrückt, wo es dann plötzlich zwei völlig verschiedene Filme in einem drin sind, wo der eine Taika Waititi lustig ist und der andere, äh, Ragnarök, alles ist schade. Schlimm und Sterben ist, sondern wenn man dem halt wirklich dann auch freie Hand lässt, dann könnte das ein sehr lustiger Batman werden.

Lara:
[2:20:19] Der wird wahrscheinlich nicht allen gefallen, aber es wäre auch mal wieder ein frischer Batman. Weil ich frage mich halt manchmal momentan, wenn ich so über Batman nachdenke, was will man denn da jetzt noch erzählen bei dem? Batman ist halt eigentlich völlig auserzählt. Superman hatten wir halt jetzt nicht so viel, aber Batman hat man halt immer wieder den gleichen Schmuh. Und da ist halt die Frage, was willst du da jetzt noch erzählen? Wir haben jetzt zuletzt mit Matt Reeves diesen ganz jungen Batman gehabt. Das Einzige, was man vielleicht jetzt nur auf der Kinoleinwand haben könnte, was ja auch im DCEU nun mal so angedeutet war, mit dem Michael Keaton Auftritt, ist halt ein alter Batman. Und den werden wir nicht kriegen, glaube ich. Also deswegen, was das angeht, interessant, vielleicht kriegen wir den auch erst sehr spät und es wird erstmal geguckt, was sonst noch so geht. Ich lasse es auf mich zukommen. Ich bleibe ähnlich wie bei dem Superman-Film jetzt offen für alles, aber ich bin jetzt nicht in freudiger Erwartung und kann es kaum glauben, dass es jetzt bald weitergeht und hoffe, dass jetzt irgendwie, weil der Plan ist ja schon auch wieder sehr, sehr franchisig. Franchising, so zwei Filme plus Serien pro Jahr ist wieder sehr viel. Finde ich.

Christian:
[2:21:35] Also, ich bin das genau in dem Teil.

Patrick:
[2:21:37] Ich möchte kurz reinrätchen.

Christian:
[2:21:38] Ja, klar.

Patrick:
[2:21:39] Und zwar die Autorin ist, hatte ich genannt, von Supergirl, weil ein Regisseur das inszeniert.

Lara:
[2:21:48] Ja, Entschuldigung, hab ich falsch gesagt.

Patrick:
[2:21:50] Vielleicht kam das gerade falsch bei mir drüber. Nee, ich hab's falsch gesagt, du hast recht. Und zweite Sache, ich möchte einen witzigen Batman auf jeden Fall mal wieder sehen. Auf jeden Fall, bin ich voll bei dir. Mir ging es um den Punkt, ich bin gespannt, wie dieses ganze Franchise, dieses DCU, wie das funktionieren wird visuell, weil wir haben jetzt so einen Superman etabliert und die Welt hat voll gut funktioniert für mich visuell, wenn wir jetzt nur um das Visuelle sprechen und ich bin sehr neugierig, wie dann plötzlich ein Batman interpretiert wird. Selbst wenn er witzig ist, selbst wenn er vielleicht ein bisschen Neon oder Farbe hat, alles gut. Aber ich bin super neugierig, wenn die jetzt einfach Metropolis 2.0 als Gotham City mir verkaufen wollen, das würde nicht funktionieren. Und ich bin halt sehr neugierig, wie das aussehen wird. Christian, ein Wort an dich bitte.

Christian:
[2:22:42] Genau, ich wollte ein bisschen was zu den bisherigen Plänen auch sagen. Also der Batman, der kommen soll, ist ja irgendwie in dieser The Brave and the Bold Story. das ist ja irgendwie, ich glaube, so ein Batman-Run gewesen. Wenn ich das richtig verstehe, ist der Witz dabei, dass das eine Geschichte mit Robin ist. Und so wie ich das verstehe, wird es kein Batman, sondern ein Deadman, also Batman als Vater, Batman als Vaterfigur. Und da bin ich dabei, das haben wir so auch noch nicht gesehen. Also ein Batman in Kombination mit Robin, wie auch immer der besetzt ist, welche Inkarnation, da bin ich auch gespannt drauf. Dann haben wir wieder den Batman Year One ich breche dir gleich die Beine und dann das Genick bei Matt Reeves. Fine, bin ich auch dabei, aber das ist ein Elseworlds. Und ich glaube.

Christian:
[2:23:33] Also wir können ja schon mal so ein bisschen gucken auf das, was wir haben. Wir haben jetzt eben nur einen Film, also der, wie sagt man, der Datenpunkt in unseren Untersuchungen und in unserem Experiment ist zwar noch ein bisschen dürftig, aber ich kann mir auch vorstellen, das hat mir hier gut gefallen, das gefällt glaube ich nicht allen, dass wir in dieser belebten Welt schon sind. Ich fand in keiner Weise, dass das hier ein Teamfilm wäre, sondern das war für mich immer ein Superman mit einer Welt, in der andere Figuren existieren und es ging auch dabei für mich immer um das Zusammenspiel. Also die anderen Figuren haben in ihren Interaktionen mit Superman gewirkt. Eine Justice-Gang, die eigentlich keinen Bock hat, die anders unterwegs ist, die das Kaiju gleich irgendwie töten will und Superman, der anders unterwegs ist und sagt, ich arbeite gerade noch an meinem Plan, wie ich dieses Wesen in Sicherheit aber wegbringen kann und die hauen einfach drauf, bis es tot ist. Und das ist ja der Witz an der ganzen Sache, dass die Justice Gang am Ende in diesen politischen Konflikt eingreift, ist ja inspiriert durch Superman, durch Lois Lane, durch, das Wirken von Superman das finde ich schon mal ganz interessant ja, das könnte man auch größer machen.

Christian:
[2:25:01] Aber einfach nur erstmal diese Beobachtung und so kann ich mir, also da sehe ich den großen Reiz, wenn das alles aufgeht, wenn man eben auch von Zeslev von oben, also wenn die Excel-Abteilung da nicht irgendwie reingrätscht, wenn das Publikum soweit mitgeht, dann könnte ich mir auch vorstellen, dass auch der Reiz darin besteht.

Christian:
[2:25:24] Endlich, sage ich als Fan dieser Figuren, endlich mal diese Figuren in einer, gemeinsamen, belebten Welt miteinander interagieren zu sehen. Und das Besondere ist dann eben in diesen unterschiedlichen Tonalitäten. In dem Moment, wo ein Batman auf einen Superman, auf einen Green Lantern und eine Wonder Woman vielleicht auch nur in einer Szene trifft. Das muss kein Justice League, wir retten das gesamte Multiversum, sondern wir gehen gemeinsam Kaffee trinken, so ungefähr. So ähnlich wie die Streitszene am Anfang. Da geht es einfach nur um die Figuren. Aber man wirft die mal zusammen. Das haben wir so noch nicht gesehen. Wir haben das in diesem sehr verkorksten DCEU gesehen. Also das passte selten bis gar nicht zusammen. Das ist halt mein großes Problem damals gewesen, dass der Aufbau dieses Universums schon unter sehr erschwerten Bedingungen passierte. Ein Superman, der kein Superman ist, ein Lex Luthor in BVS, der eigentlich wie der Joker geschrieben war, aber man hat den Joker nicht genommen. Was soll das? Also die Figuren haben schon mal alle gar nicht gestimmt im DCEU und die Tonalität...

Christian:
[2:26:34] War zwar oft unterschiedlich, ja, aber ich finde, das hat irgendwie alles nicht miteinander so gut funktioniert. Und das ist für mich die Chance. Also ein neuer Batman, der vielleicht anders charakterisiert wird, weil er diese Vaterrolle für Robin in seinem eigenen Film hat, die dann aber mal zusammentreffen mit diesen anderen Figuren, da sehe ich schon Chancen drin. Ich sage ja, ich bin Fan dieser Figuren. Das habe ich jetzt nach dem Kinobesuch gemerkt. Ich habe auch ein bisschen getrauert. Ich habe nämlich den 15 Jahren nachgetrauert oder 10 Jahren nachgetrauert, die ich quasi mich an dem DCEU abgearbeitet habe, erfolglos abgearbeitet habe und wenn wir ganz viel Pech haben als Fans dieser Figuren, dann ist da auch ein Zug vielleicht abgefahren, dann ist eine Chance vielleicht auch vertan, dass wir gar nicht so tief in diese Welt rein können. Aufgrund des fehlenden Erfolges, weil das Publikum sagt, haben wir schon gesehen, haben wir keinen Bock mehr drauf. Das Genre ist überholt und so weiter und so fort. Vielleicht noch ein anderer Aspekt. Aber auf den Punkt wollte ich noch machen.

Christian:
[2:27:36] Dritter Punkt vielleicht, der ein bisschen bricht zu dem, was ich gerade gesagt habe. Also ich habe jetzt schon Creature Commandos gesehen. Nochmal der Hinweis, bei YouTube ist die erste Staffel frei verfügbar gerade. Habe ich mir jetzt in Vorbereitung auf diesen Podcast reingezogen, weil ich gerade so in diesem DCU drin bin und sage, ich will mehr, gib mir alles, Das geht mir sofort. Gebt mir nicht drei Filme, gebt mir fünf Filme, zehn Filme, 20 Serien ist mir egal. Bei Marvel fühle ich das gerade nicht. Da habe ich die Hausaufgaben zu lange nicht gemacht. Da ist ein bisschen was irgendwie für mich verpufft an Magie. Aber ich spüre das jetzt gerade im DCU. Und es ist interessant. Creature Commandos ist eine Animationsserie, komplett von Gunn geschrieben.

Christian:
[2:28:15] Die, wie er selbst mal gesagt hat, so eine Art Aperitif auf Superman, auf den eigentlichen Start des Universums ist.

Christian:
[2:28:23] Und manche Figuren tauchen auch in Superman wieder auf, wie zum Beispiel der Rick Flagg, der hier, glaube ich, zwei Szenen im Rahmen dieser US-Regierungsbehörden da irgendwie hat. Der taucht in dieser Animationsserie auf und die ist sehr anders als Superman. Die ist ultrabrutal, die ist viel mehr James Gunn, stimmig, also auch wieder diese Figuren, für die James Gunn ja auch so eine Zuneigung hat, die halt super krass am Rand stehen, die obskur sind, die halt eben nicht Superman, diese ikonischen Figuren, die auf jeder Brotdose kleben, sondern diese Figuren, von denen nie jemand gehört hat, aber mit denen er spielt und da auch wieder tolle Sachen erzählt. Also da sind Aspekte eben anders als jetzt hier in dem Superman. Da geht es auch um ähm, häusliche Gewalt ist das falsche, toxische Männlichkeit. Das ist ganz klasse, wie da mit diesen Figuren um Frankenstein und Frankensteins Braut umgegangen wird. Also super gemacht, aber und das finde ich halt so interessant, jetzt in Bezug zu Superman, das passt eigentlich gar nicht zusammen. Und das macht es aber so interessant. Also das ist eigentlich eine R-Rated Animationsserie, bei denen es jetzt wenig Überschneidung gibt zu Superman. Und wenn ich dann an den Clayface von Mike Flanagan. Ich habe, glaube ich, keinen Film von ihm bisher gesehen, aber der sehr.

Christian:
[2:29:49] Wichtig, stark im Horror-Genre unterwegs ist, wenn das wirklich ein richtiger, echter, guter Horrorfilm wird, Clayface, das weckt mein Interesse gerade sofort. Und das Potenzial, dass wir eben nicht nur Filme und Serien mit der immer gleichen Formel sehen, sondern wirklich so unterschiedliche Ausprägung haben. Vom R-Rated Horrorfilm eines Horrormeisters bis hin zum Bon-Bon-Popig-Bunten James Gunn-Superman bis hin zum keine Ahnung, was da noch kommen kann. Die Lanterns-Serie, die wie ein True Detective irgendwie angepriesen wird. Das ist alles so unterschiedlich voneinander. Tonal und in der Prämisse, dass ich das total reizvoll finde. Dass es vielleicht auch gar nicht zusammenpassen muss. ja, dass halt die, manche Figuren vielleicht selten bis gar nicht aufeinandertreffen werden, weil es einfach nicht funktioniert. Oder nur andere als Bindeglieder, die es schaffen zwischen fünf verschiedenen Genres zu springen, aber der Superman und die Lanterns kommen gar nicht zusammen, weil es gar nicht, also da bin ich halt sehr, sehr interessiert dran, weil das war eigentlich auch immer eine Sache.

Christian:
[2:30:59] Die ich mir gewünscht habe, dass es vielleicht irgendwie eine gemeinsame, ein gemeinsames Universum gibt, aber dass nicht jede Inkarnation mit den gleichen Gags, im gleichen Setting, in den gleichen Setpieces funktioniert, sondern tonal unterschiedlich einfach, eben auch über die Kreativen dahinter so unterschiedlich sein kann.

Christian:
[2:31:20] Dass, also bis heute wird ja noch gerätselt, wie ein Deadpool in einem Avengers-Film auftauchen soll. Und ich denke mir, nicht rätseln, so mach mal. Also das ist doch eine Riesenherausforderung, solche tonal unterschiedlichen Filme mal zusammenzubringen. so, mach das mal, bring das mal. Also gefühlt ist das ja im MCU ja ein Riesenproblem und im DCU zeigt sich jetzt schon, dass das irgendwie zumindest versucht wird.

Christian:
[2:31:47] Und das ist meine große Hoffnung, dass wir eben auch, vielleicht auch was du gesagt hast, Lara, am Anfang vielleicht nicht in Trilogieform, aber wirklich so unterschiedliche Sachen haben, die unter demselben Dach sind, aber nicht, inhaltlich zusammengehören, sondern du als Individuum, das sagt, ich hab Bock auf eine cheesige Rom-Com-Story, genauso wie ich übernächste Woche Bock auf das Charakterdrama als Kammerspiel hab und natürlich geh ich in drei Monaten nochmal in den Blockbuster-Kino. Wenn das alles in einem gemeinsamen Universum passieren könnte, fände ich das extrem spannend, weil ich das so noch nicht gesehen hab.

Patrick:
[2:32:30] Ja, und es ist ja auch so, dass DC EU läuft ja nicht unter Warner, sondern es ist ein eigenes Filmstudio und das würde ja auch irgendwie die Definition eines Filmstudios sein, dass wir halt verschiedene Genres bekommen, dass zum Beispiel Supergirl vielleicht total der Party Film wird und vielleicht Leute dann Supergirl und Superman oder nur Supergirl gucken und Creature Commandos vielleicht auch nicht mal kennen oder sowas, dass es nicht mehr, diese Verpflichtung ist, weil das ja auch ein Problem von Marvel, glaube ich, gerade war. Mit den ganzen Serien, wo man erst mal fünf Serien gucken muss, um dann einen mittelmäßigen Film zu verstehen irgendwie. Und ich habe dann einfach alles nicht mehr geguckt. Und ja, das wird spannend sein. Ich finde auch zum Beispiel so Teilaspekte. Zum Beispiel, wie reagiert Supergirl auf, wenn sie plötzlich merkt, wie die Eltern drauf sind. Also, wenn die wirklich so drauf sind, wie uns das erste Superman-Film erzählt hat.

Patrick:
[2:33:36] Kryptonischen Eltern mit der Botschaft, wie sie darauf reagiert, das erzählt viel über sie, das erzählt aber vielleicht auch ein bisschen was über kryptonische Herkunft, die wir dann von einem ganz anderen Blick auch erzählt bekommen. Weil vielleicht gibt es irgendwelche Comics und irgendwelche Spin-Off-Filme, wo Supergirl mal vorkam, aber so diese weibliche Perspektive im ganz anderen Alter und sie wirkte auf mich zumindest jünger und irgendwie... Das hat ja was total Erfrischendes. Und da bin ich sehr gespannt, ob wirklich sowas an... Also ich meine damit nicht ein Redconning, was häufig auch passiert, dass man jetzt sagt, nee, die kryptonischen Eltern waren ja eigentlich gar nicht böse, sondern mich würde dann sehr viel reizen, okay, da gibt es diesen Partyfilm und wie schaut sie aber auf diese eine Botschaft? Ja, aber gut. Auf jeden Fall sehr spannende Zeiten.

Lara:
[2:34:31] Ja, also ich glaube, solange sie wirklich voreinander getrennt sind, kann das sehr gut funktionieren. Aber wenn wir wirklich dann Figuren haben, die in dem einen Serie oder Film dann so auftreten und im anderen völlig anders, dann wird's schon wieder schwierig. Weil man dann verschieden, also das könnte uns einfach als ZuschauerInnen immer vor den Kopf stoßen, weil man denkt, man kennt eine Figur und dann ist sie ganz anders. Ich erinnere mich jetzt gerade ganz jüngst an Daredevil, wie er in der She-Hulk-Serie war und Daredevil, wie er dann in seinem Reboot selber war. Das waren ja zwei völlig verschiedene Figuren und das hat, das war nicht das war schon noch, das war noch sehr low level aber das hat ja schon viele vor den Kopf gestoßen und wenn die jetzt anfangen, Rick Fleck so und Rick Fleck so und dann das könnte schon schwierig werden es kann funktionieren, aber mir wäre es lieber, es wäre es wirklich so self-contained jeder für sich, die spielen zwar alle in der gleichen Welt, aber ich will jetzt nicht, dass der Superman irgendwo dann bei jemand anders auftaucht, wenn es überhaupt nicht passt, bei Superman und Supergirl haben wir ja jetzt schon die Verbindung da ist es ja okay, aber, wenn wir dann jetzt ein Clayface haben und dann taucht irgendwie Lobo da nochmal auf oder sowas, das muss ja alles gar nicht sein.

Lara:
[2:35:39] Also dann wirklich für sich die einzelnen Sachen und Figuren erstmal halten und vielleicht jetzt auch bei dem, bei so einem Justice Film, Justice Gang Leak, was auch immer, dann da auch nicht zu viele Gastauftritte haben von irgendjemand anders, sondern erstmal wirklich für sich auch das, weil dann kann man halt auch mal eine Geschichte erzählen die vielleicht wirklich auch, wie du schon sagst, irgendwie eine Botschaft hat, die funktioniert.

Lara:
[2:36:06] Die jetzt auch vielleicht nicht unbedingt super hasty ist. Und als letztes noch, ich hätte halt gerne zwei Dinge. Ich möchte vor allem gerne Poison Ivy mal in einer richtig guten Darstellung haben, weil die hatte ich noch nie, noch nie, noch nie, noch nie. Gab es eine gute Poison Ivy Darstellung in Filmen. Und das wäre mir super wichtig. ich lese die aktuelle von G. Willow Wilson geschrieben, eine Poison Ivy Storyline bei den Comics. Eine bessere werdet ihr nicht finden. Das wäre was, wo ich sagen würde, auf jeden Fall hätte ich das gerne. Und jetzt wollte ich noch eine zweite Figur sagen, dann habe ich vergessen. Verdammt. Fällt mir gleich bestimmt wieder ein.

Christian:
[2:36:46] Ich wollte gerade sagen, fällt dir wieder ein oder trägst du nochmal in den Kommentaren danach? Das ist ja auch absolut legitim.

Patrick:
[2:36:52] Vielleicht ist das der Zeitpunkt, wo ich einmal kurz roben kann, dass seit diesem Jahr oder seit November, also letztem Jahr, DC ein digitales Abo-Modell hat, wo man verschiedene Comics, also sehr, sehr viele Comics lesen kann. Vergangene, aber auch gerade aktuelle Serien. Also, Also wenn man vielleicht gerade diesen Hype verspürt und in der App war dann direkt am Wochenende, wo jetzt Superman rauskam, hier das Mr. Terrific-Comic und zum Beispiel jetzt auch das aktuelle von Poison Ivy. Werde ich gleich direkt nachschauen, ob es da ist. Vielleicht klingt das wie so ein Bewerbogen, oh mein Gott. Aber ich habe sehr viel Spaß an der App, will ich damit sagen. Und vielleicht ist das das Richtige gerade.

Christian:
[2:37:41] Wenn wir schon Comic-Empfehlungen machen, dann mache ich das auch. Und zwar die Supergirl Woman of Tomorrow heißt das, glaube ich. Das ist die Comic-Vorlage zu dem anstehenden Supergirl- Film. Den habe ich auch noch nicht ganz gelesen. Ich bin auch noch da drin. Ist aber schon sehr, sehr stark. Und ich habe da auch große Hoffnung. Also ich glaube, das wird nicht nur der Party-Film. Ich kann mir vorstellen, dass die und auch da so die Schnittmenge, so dass hier in dem Superman droppt sie so als Partygirl irgendwie rein und ist für den Moment und für den Gag und für, Krypto halt sinnig ich kann mir vorstellen, dass das in ihrem Film halt nochmal eine ganz andere Ebene aufmacht mit Krypton und der Verlust und sie ist die Überlebende und sie wird wahrscheinlich mehr auf Krypton, mitbekommen haben, was du auch meintest Patrick und vielleicht jetzt mit dieser Botschaft also ich kann mir vorstellen, dass das auch so eine also dass das Stichwort Trauma da auch eine sehr größere Rolle spielt als bei einer Person wie Superman, der halt kein Keine Erinnerungen.

Lara:
[2:38:41] Mir ist wieder eingefallen. Es ist natürlich Wonder Woman. Ich will natürlich wissen, was jetzt in dem neuen Universum mit Wonder Woman passiert. Das ist die Figur im DC-Universum, die ich am allermeisten bisher gelesen habe. Und das ist die einzige, die mich eigentlich auch immer noch interessiert, so richtig, von den Helden. Also im Comic-Bereich meine ich jetzt. die ganzen anderen, selbst Bad Girl habe ich jetzt kaum noch verfolgt oder Birds of Prey, ist alles so ein bisschen ich, diese Superheld in, egal ob Marvel oder DC Comics sind für mich so alle nicht mehr so interessant geworden, weil sich durch Events und alles mögliche das für mich so ein bisschen auserzählt und Poison Ivy steht da für sich alleine, weil die halt so, abseits wirklich buchstäblich ist und Wonder Woman ist halt die eine Figur, die mich die mich irgendwie immer noch packt. Das ist wahrscheinlich das, was für dich Christian Superman ist und das, was für dich Patrick der Batman ist. Das ist für mich halt Wonder Woman. Und da wird sich für mich zeigen, ob sie es verkacken oder nicht. Da steckt mein Herzblut wahrscheinlich noch so ein bisschen mit drin.

Christian:
[2:39:48] Na, dann mach ich mal das Wunschkonzert zu, weil ich glaube auch, dass wir die Sendung langsam zumachen. Aber du hast es gerade auf den Punkt gebracht. Also spätestens, ja, wenn wir diese Trinity in einem in einem Film haben, ja, also wenn wir Wonder Woman, Batman und Superman World's Finest zusammenbekommen, ich würde sagen, der Podcast macht sich von ganz alleine.

Lara:
[2:40:10] Also dann treffen wir uns wieder.

Christian:
[2:40:14] Spätestens dann, ja.

Patrick:
[2:40:15] After all this years.

Lara:
[2:40:17] Genau.

Christian:
[2:40:19] Ja, ich bin ja, also jetzt haben wir gar nicht mehr so viel noch über Einspielergebnisse und mögliche Erfolge oder Misserfolge.

Lara:
[2:40:26] Aber das ist ja alles die Spekulation, Christian.

Christian:
[2:40:28] Ich will einfach nur, dass es weitergeht. Wenn ihr mehr einen Gefallen tun wollt, dann sorgt dafür, dass das DCU länger existiert als das, wie hieß es damals? Das Dark Universe, dankeschön.

Lara:
[2:40:40] Oh ja, oh Gott, ja.

Christian:
[2:40:42] Da wurde ich neulich auch wieder daran erinnert, dass wir das ja mal so für drei Monate hatten.

Lara:
[2:40:46] Oder das Monsterverse.

Christian:
[2:40:49] Das feiere ich ja auch noch ab, aber auf anderen Gründen.

Lara:
[2:40:54] Ja, also ich meine, guck mal, was ich ganz interessant finde, ist, dass tatsächlich, wenn man sich die User-Scores auf Metakritik anguckt, sind die User-Scores von Man of Steel und jetzt dem 2025er Superman um 0,1% auseinander. Aber die Kritiken sind halt ganz, ganz weit auseinander. Deswegen, ich glaube, Einspielergebnisse wird schon okay sein. Ich glaube, Geld ist jetzt erst mal nicht das Problem. Die Frage wird, glaube ich, wirklich eher sein, ob die nächsten zwei Filme gut ankommen. Sowohl in der Kritik als auch bei einer Kinokasse. Daran wird es sich entscheiden. Ich glaube, der Superman-Film ist jetzt noch nicht so entscheidend.

Christian:
[2:41:33] Also ich war wirklich, also auch da Thema Trauerverarbeitung und so, ich bin echt schockiert, wie schlecht der Film hier in Deutschland ankommt. Ich habe das Gefühl, also da waren ja irgendwie nur 145.000 Zuschauende jetzt irgendwie am Startwochenende in der Startwoche oder so in einem Superman-Film und ich habe gefühlt irgendwie von allen persönlich über Signal Nachrichten bekommen, die ihn gesehen haben. Also das hat mich einfach schockiert ich habe auch so am Rande gelesen, dass selbst Morbius irgendwie mehr Leute ins Kino gelockt hat als dieser Film da weiß ich auch nicht.

Patrick:
[2:42:09] Was da los ist Laune aufhält, aber Flash hat am ersten Wochenende 100.000, also es geht immer wieder noch tiefer und, Gestern hatte ja David Zaslav, ich glaube, das ist das Wichtige, weil James Gunn wird da, glaube ich, ein ruhiges Händchen haben, hat aber jetzt ganz groß gefeiert. Das war erst der Anfang. Wir haben den Zehn-Jahres-Plan, den James Gunn entworfen hat. Ich mag David Zaslav gar nicht, aber solange er noch irgendwie daran glaubt oder zumindest irgendeine Investition, bei ihm sind ja nur Dollarzeichen.

Christian:
[2:42:41] Ja, klar. Wenn die stimmt, dann geht es weiter.

Patrick:
[2:42:45] Ich glaube, solange er da noch gut Stimmung macht, und die nächsten Filme liefern, dann läuft das.

Christian:
[2:42:53] Ich glaube, auch da ist der Vorteil, James Gunn ist ein eigener Chef. Also wenn der jetzt Bock hat, in zwei Jahren den nächsten Superman ins Kino zu bringen, dann macht er das halt. Also vielleicht ein bisschen anders und vielleicht wird dann nochmal so geguckt, aber ich glaube, dass es nochmal als eigener Studio-Chef ist, muss der, glaube ich, ein paar Meetings weniger abhalten als andere. So, wenn jetzt der Supergirl floppt, dann ist das vielleicht nicht ganz so einfach irgendwie für alle Supergirl-Fans. ja. Ja, ich leite einfach mal direkt über. Also erstmal, das war mir eine sehr, sehr große Freude, mit euch diesen Podcast zu machen. Wie ihr wisst, ich bin noch lange nicht fertig mit dem Thema. Ich könnte auch noch zehn Stunden weitermachen. Ich erspare euch allen das mal. Aber ja, bei der Fortsetzung spätestens dann wieder. Lara, wir sind sogar in der nächsten Sendung wieder bei Sam. Da bin ich aber sehr gespannt.

Lara:
[2:43:46] Bei den nächsten Superhelden.

Christian:
[2:43:49] Wir werden uns dann mit den Fantastic Four auseinandersetzen. Ich bin auch trotzdem irgendwie gespannt, was da so kommt. Ich weiß nicht, wie du in den Podcast gehst.

Lara:
[2:44:03] Ich denke, dass Peter Pascal alleine es nicht reißen wird. Also da muss schon noch was mehr kommen.

Christian:
[2:44:10] Ja, aber also, hast du die Augen gesehen? Also, du hast schon recht, aber ja. Also ich bin gespannt. Ich habe das Gefühl, das wird jetzt doch irgendwie so ein bisschen auch Schleudertrauma nach Superman, dann wieder ins MCU und wahrscheinlich sehr tief und wahrscheinlich sehr viel Multiverse, Saga und 20 Filme und 5 Türen, die aufgehen. Und da bin ich mal gespannt drauf, ob ich das jetzt nach dem Superman irgendwie noch so gut kann, quasi in dieser eher tieferen, größeren Geschichte. Und weil mir eben auch echt viele Hausaufgaben fehlen. Aber ich glaube, das wird bei dem auch gar nicht so das Problem sein. Genau. Ja. Nächstes Mal Fantastic Four. Ich freue mich drauf. Lara, bis dahin, wo finden wir dich? Wo können wir noch von dir lesen, von dir hören?

Lara:
[2:45:05] Naja, also abseits von den IGN-Reviews, die ich manchmal mache, könnt ihr natürlich auf Polygame ja den Polycast hören. Da podcaste ich regelmäßig mit Gästen oder mit meinem Kollegen Andreas über Filme, Serien, Videospiele und alles Mögliche. Zuletzt auch ein Spezial-Podcast, der mir sehr am Herzen liegt, ist nämlich mit Konrad habe ich über die Teenage Mutant Ninja Turtles Comic-Reihe gecastet. Die, das, ja genau ähm, und die, diese Erzählstrang lag mir sehr am Herzen, also wenn ihr nur ein bisschen was über die Totens hören wollt oder da mit einem was zu tun habt, dann hört euch gerne das an, ansonsten auf Social Media findet ihr mich auf Blue Sky oder auf Mastodon.

Christian:
[2:45:52] Verlinken wir auch alles. Patrick, wo finden wir dich?

Patrick:
[2:45:56] In meinem Podcast die filmische Begegnung. Dann auf Letterboxd. Sehr gerne mal teilen. Ich mag Letterboxd wirklich sehr. Das ist, glaube ich, immer noch das einzige Social-Media-Ding, was ich wirklich sehr gerne benutze. Aus Pflicht und teilweise beruflichen Gründen benutze ich Instagram, auch alles Patricks Jude. Und das nächste Mal, wenn Trinity rauskommt. Also spätestens. Spätestens. Aber wir wollten ja vielleicht auch was zu Creature Commandos oder Peacemaker oder so machen. Ja, auf jeden Fall.

Christian:
[2:46:32] Ja, deine Hausaufgabe ist auf jeden Fall Creature Commandos noch zu gucken. Ich, wie gesagt, bin jetzt gerade frisch durch. Ich habe Bock. Vielleicht schaffen wir das ja dann eben für Second Unit Studios Plus eine kleine TV-Unit zu machen. Da entwickelt sich sehr ungeplant gerade, glaube ich, so ein TV-Format. Ich habe jetzt schon aufgenommen mit der lieben Becci von den KulturpessimistInnen zu der TV-Serie The Studio bei Apple TV+. Hat mir großartig gefallen, gerade für Menschen, die Filme mögen, ist das eine sehr großartige Serie. Das muss ich nur noch mal zu Ende produzieren und raushauen. Ich bin, wie gesagt, jetzt noch etwas mit Superman beschäftigt gewesen. Da auch noch mal der Hinweis, ihr könnt den Audiokommentar zum Man of Steel auch in einem Plus-Abo hören. Also da passiert noch einiges. Denkt dran, bis zum 31.07. ist das Ganze auch noch ein bisschen günstiger, wenn ihr da ein Abo abschließt. Klickt euch da gerne mal durch auf secondunitstudios.plus oder ihr folgt einfach den Links in den Shownotes. Ihr findet uns mit diesem Podcast auf secondunit-podcast.de Gerne mal in die Kommentare hauen, wie so eure Filmerfahrung war, wie leer oder voll das Kino war, wie sehr oder auch nicht sehr ihr euch auf das DCU freut. Da bin ich mal sehr gespannt und freue mich wie gesagt auch so auf alles was da noch kommt ihr könnt den Podcast abonnieren, ihr könnt den Podcast unterstützen, ihr findet dazu wie gesagt alle Links in den Shownotes.

Christian:
[2:48:02] Ja, ich hole tief Luft ich bin geschafft, das war eine gute Diskussion.

Christian:
[2:48:10] Ja, ich muss erst mal Luft holen Luft holen für die Fantastic Four, das ist ja auch was in diesem Sinne. Vielen, vielen Dank, dass ihr auch dabei wart. Ich wünsche euch einen guten Abend. Vielen Dank, Patrick. Vielen Dank, Lara. Schlaft gut, träumt gut von nicht von Kaijus, vielleicht von Superman, aber vielen Dank erstmal.

Patrick:
[2:48:33] Dankeschön und look up.

Lara:
[2:48:35] Sehr gerne, Dankeschön.

Christian:
[2:48:37] Bis zum nächsten Mal.

Lara:
[2:48:39] Tschüss.