| Artist: | Second Unit Studios |
| Album: | Second Unit |
| Year: | 2025 |
| URL: | http://secondunit-podcast.de/ |
Christian:
Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe der Second Unit. Mein Name ist Christian Steiner, ich bin wieder in dreidimensionaler Umgebung und habe bei mir den Thomas T.J. Jaspers. Hallo.
TeeJay:
Ja, das ist vollkommen richtig. Ich muss jetzt schon ein bisschen schmunzeln, weil ich eigentlich was anderes zu Anfang sagen wollte, Das hole ich aber gleich nach, weil das wäre unhöflich, dich und natürlich auch die Second-Unit-3D-Fans so lange auf eine richtig gute Begrüßung warten zu lassen und sage deshalb einfach in der Kurzform Greetings Programs.
Christian:
Ja, hervorragend. Wir bringen in unserer, wie wir es hier nennen, 3D-Unit, ja, wir besprechen ja da drin das 3D-Heimkino und ich wiederhole dort wieder den gleichen Gag, den ich jedes Mal wiederhole von Arrested Development. There are dozens of us, also an alle Dutzende da draußen, die auch das 3D im Heimkino pflegen und fördern und genießen. You're home, welcome home. Wir arbeiten uns in diesem kleinen Themen-Special durch 3D im Heimkino. Und jetzt haben wir einen Vertreter dabei, der Form und Inhalt auf eine ganz besondere Art und Weise zusammenbringt. Wir sprechen über John Legacy von 2010, einem Legacy-Quel, wenn man so will, einer Fortsetzung zu dem Film John von, korrigiere mich gerne, 1982.
TeeJay:
So ist es.
Christian:
Fast 30 Jahre liegt zwischen diesen Filmen und John Legacy knüpft auch an die Legacy von John eben an. Darüber werden wir sprechen und dann zum Ende hin auch nochmal über den Film auch im 3D-Heimkino oder überhaupt im 3D-Kino. Wie er damals vielleicht auch irgendwie fürs Kino produziert wurde, wie wir ihn auch jetzt zu Hause in 3D geschaut haben und wie auch da so unsere, ich sag mal, See-Eindrücke und Erlebnisse nochmal waren. Da soll die Diskussion quasi hinführen, aber an alle anderen da draußen, die diesen Film vielleicht eher in 2D genießen, die kriegen auf dem Weg dahin auch jede Menge interessante Aspekte, glaube ich. und vielleicht auch die ein oder andere Kontroverse mit. Mal gucken, wie wir uns hier auseinander pflücken.
Christian:
Ich mache nochmal einen ganz schnellen weiteren Bogen. Ich rede mich gerade selber warm. Und zwar der Werbehinweis. Ihr könnt diesen Podcast unterstützen. Ihr könnt diesen Podcast im Rahmen eines größeren Abos abonnieren. Das Abo nennt sich Second Unit Studios Plus. Das ist die Plus-Variante von allen Podcasts, die ich soweit unter diesem Second Unit Studios Label produziere. Und das betrifft eben auch und ganz besonders die Second Unit. Klickt euch da gerne mal durch secondunitstudios.plus. Da findet ihr eine Übersicht über alle Inhalte, die ihr dort bekommt und was dieses Abo beinhaltet. Ihr könnt euch weiterklicken, wie ihr das Abo abschließen könnt, denn die Idee ist, dass ihr mit diesem einen Abo alle Podcasts unterstützt und auch zu allen Podcasts etwas dazu bekommt. Ihr bekommt die Podcasts besser, ihr bekommt sie früher und ihr bekommt auch mehr. Also Podcasts mit Kapitelmarken, das Ganze mindestens einen Tag früher und ihr bekommt auch exklusive Inhalte, exklusive Podcasts, die es nur in einem Abo gibt. Auch eigene Formate, wie zum Beispiel unsere Gaming-Unit, die wir vor einigen Jahren gemacht haben. Wir beide haben da auch eine zu The Last Guardian gemacht, dem Playstation 4.
TeeJay:
Eine Denkwürdige. Wer möchte die nicht wieder gerne mal hören da draußen? Von daher, nimmt dieses Angebot an.
Christian:
Das geht ganz hervorragend mit diesem Abo. Klickt euch da mal durch, schaut euch mal die Pakete an. Da gibt es, wenn ihr das hier rechtzeitig hört, auch noch bis zum 31.07. Einführungspreise, die ein bisschen günstiger ausfallen. Also klickt euch da gerne mal durch, schaut euch das gerne mal an und das ist mir natürlich am allerwichtigsten zu betonen, ihr unterstützt damit die Podcasterei, die Second Unit Studios und mich. Also vielen, vielen Dank, ganz besonders vielen Dank an Leute, die das tun, sodass ich mich auch persönlich bei ihnen bedanke. Das ist unter anderem Anne, Sebastian, Rüdiger und auch vielen Dank an dich, Thomas.
TeeJay:
Das bin ich, ne? Ja, ich freue mich ja auch immer so, beispielsweise Aufzeichnungen wie diese eher hören zu dürfen. Dann liege ich abends schon in meinem Bettchen und sage, jetzt mache ich die Reise wieder gemeinsam mit dir und stolper so über sprachliche Unzulänglichkeiten. Nehmen und sagt, lass uns das am besten nochmal aufnehmen. Ah nein, alles gut. Ja, das klappt wunderbar, was du gerade sagst und ja, ich kann das einfach nur sagen, dass ich das schon immer wichtig gefunden habe und naja, ich wäre gerne noch ein bisschen eher dazu gestoßen. Du warst ja früher nicht bei Steady, beziehungsweise Steady kam ja erst dazu. Vorher war es ja ach, ich habe den Namen wieder vergessen. Ja, genau, Patreon. Aber ja, ich glaube, das ist eine gute Wahl bei Steady und da passiert ja auch einiges, was du da gerade gesagt hattest, was du aktualisierst. Und ja, ich freue mich einfach weiter dabei zu sein. Toll, nicht natürlich nur für mich, für dich in erster Linie, für deine anderen tollen Gäste. Das denke ich, da sollte man auf jeden Fall drüber nachdenken.
Christian:
Ja, vielen, vielen Dank an alle, die es tun. Und klickt euch, wie gesagt, gerne da mal rein. SecondUnitStudios.plus ist da die Webadresse für Abo-Infos und auch Inhalte.
TeeJay:
So ist es.
Christian:
Jetzt aber holen wir aus, denn wenn wir über Tron Legacy sprechen, dann müssen wir ja nicht nur über Tron Legacy sprechen, sondern auch über Tron. TJ, wie ist das Ganze denn so bei dir und für dich? Im Vorgespräch haben wir uns schon ein bisschen ausgetauscht. Also der Tron von 1982, das Kinoerlebnis, das muss ein Erweckungserlebnis für dich gewesen sein.
TeeJay:
Dort, wo die Sonne aus gebündeten Laserstrahlen scheint und Leben in sich aufsaugt, wo Farben zur Bedrohung werden, wo Unendlichkeit in Quadrat und Romben aufgeteilt wird, dort ist die Welt von Tron. Tron ist ein Computerprogramm, heute noch Vision, abhängig von menschlicher Fantasie, von unserem Denken. Vielleicht ist Tron schon morgen Wirklichkeit. Die Entscheidung liegt bei uns, den Usern.
TeeJay:
Ja, das ist nicht meiner Federentsprung. Ihr wisst, ich mag das ja nicht so gern und das sollte man ja auch generell nicht tun, sich mit fremden Federn zu schmücken. Aber ich finde diese Einleitung so ganz hervorragend, die übrigens tatsächlich auf dem offiziellen Disney-Hörspiel so zu hören ist, das 1982 zum Kinostart rausgekommen ist. Und ich hätte jetzt mal fairerweise den Namen des Sprechers nachreichen sollen, aber ich finde, er macht das so großartig, dass er diesen Originalfilm kommentiert, beschreibt und dass es sogar noch so eine Einleitung gibt, die das irgendwie so wunderbar zusammenzieht, dass ich euch das allen da draußen nicht vorenthalten wollte. Ja, es gibt dieses Hörspiel, wer es denn beispielsweise sich gerne nochmal anhören möchte, durchaus bei YouTube. Dort kann man sich das dann auch in Ruhe und alles anhören, geht eine gute Stunde. Und ich möchte mal behaupten, dass das vielleicht der bessere Zugang ist für Tron Nostalgica oder für diejenigen, die mit Tron nun auch überhaupt nichts anfangen können. Ja, tatsächlich, Tron war bei mir, Christian, deine Frage zu beantworten, ein echtes Erweckungserlebnis. Ich habe da so eine Theorie. 1982, kann ich ja frei raus sagen, war ich halt 13 und ich hatte das große Glück, dass mein Vater Filmvorführer war und ich insofern einen sehr guten Zugang zu Kinos und zu Kinofilmen hatte.
TeeJay:
Meist oder eigentlich nur im Original, weil das handelte sich um ein niederländisches Kino und wir wissen ja, in den Niederlanden es ist eine Originalfassung mit Untertiteln das tut natürlich dann so, ich kann mal gerade dem Lehren und Lehren der englischen Sprache lernen vielmehr keinen Abbruch, und das war halt 1982, da war ich halt 13 und meine Theorie ist ja es gibt so, Es gibt so in dem DNA-Sprang eines Menschen, der ja so ein paar Basenpaare, ein paar Millionen bildet, da gibt es so einen Abschnitt, so einen cineastischen Abschnitt.
TeeJay:
Und dieser hat so in dem zarten Alter von, also wo man so in der Coming-of-Age-Alter ist, in diesem zarten Alter, ist der besonders formbar noch. Da hat er eine gewisse Plastizität.
TeeJay:
Und Tron hat 1982 voll in diese DNA reingewirkt und diese DNA so sehr verändert, dass ich nicht fähig und in der Lage bin, objektiv über diesen Film zu reden, sondern er, ich habe den, ich weiß nicht, ein halbes Dutzend Mal tatsächlich immer gesehen, weil ich die Gelegenheit hatte, den im Kino zu sehen. Im Kino zu sehen, wo gemerkt und so mit freier Platz aus waren und allem. Und ich konnte den nicht einordnen. Ich wusste nur, das ist der Start von etwas ganz Besonderem. Und Tron sollte deshalb ein ganz, ganz zentrales Element innerhalb meines cineastischen Erweckungsmomentes haben. Und er hat auch maßgeblich tatsächlich ein Stück weit, ein gutes Stück weit jedenfalls meinen Berufswunsch mit beeinflusst, was ja jetzt auch gar nicht so selten ist. Also denken wir an Top Gun 86, danach gab es ja einen Regenzulauf ausbildungswilliger Kampfpiloten für die US Navy. Oder denken wir an Jurassic Park 93, danach soll es ja auch eine kleine Welle von neuen Paläontologen gegeben haben. Das war auf jeden Fall 1982 bei mir mit Tron, bei Tron der Fall, weil er so komplett anders war als alles, was ich bis dahin so gesehen hatte. Und ich hatte schon so einiges gesehen, aber dieser Film hat halt wirklich bleibende Spuren, nicht nur in meiner Erinnerung, ich sag auch in meiner cineastischen DNA.
Christian:
Er hat dich mutiert, möchtest du sagen.
TeeJay:
Er hat mich in gewisser Weise, ja, ich weiß nicht, ob ich jetzt so langsam hier schon so das Grid um sich greife. Das könnte ja vielleicht ein bisschen später noch passieren.
Christian:
Ich sehe da auf deinem Rücken so eine Disc-Leuchte.
TeeJay:
Ja, ach so, noch ein bisschen zu hell. Vielleicht sieht man es nachher noch ein bisschen besser. Aber es ist tatsächlich so, dass er wirklich so diesen Stellenwert hat. Und ich glaube, wir haben auch ein paar gute ... Ach ja, wir wollten heute gar nicht so sehr über Tron 1982 reden. Du hast natürlich vollkommen recht. Weil ihr da draußen, Christian, hat mir nämlich ... Oder wir haben es schon vereinbart, wir werden das tun, in Klammern, müssen.
TeeJay:
Jetzt nicht im Zuge dieser 3D-Unit. Aber klar, Tron Legacy trägt halt die DNA von Tron in einer faszinierenden Art und Weise in sich. Und ich möchte vielleicht nur nochmal, da wird ja das Wort zu dir, Christian, sagen, dass ohne Tron kein modernes Kino und ohne Tron Legacy keine digitale Ästhetik. Und lass mich abschließend ein Zitat aus Tron 1982 bringen. Da sagte er nämlich relativ zu Anfang des Films Dr. Walter Gibbs, nun, kleine Probleme gibt es überall. Computer sind immerhin nur Maschinen und können nicht denken. Daraufhin Alan Bradley, der ja Tron spielt, gespielt von Bruce Boxleitner, als Antwort. Manche Programme werden bald denken können. Daraufhin wieder Dr. Walter Gibbs. Das wird ja fantastisch. Computer und Programme können denken und die Menschen hören ganz damit auf. 1982. Also ich glaube, man braucht nicht so viel nachdenken, wie die Relevanz dieser Aussage, dieses kleinen Schnipsels eigentlich heute deutlicher als jemals zuvor oder deutlicher als 82er irgendwo an der Wand schon zu sehen ist im Grid. Also so, das einfach mal so ein ganz klein bisschen umrissen, wie es bei mir mit Tron anfing, genau 1982 mit der Premiere dieses Films im Kino. Ja, Wahnsinn.
Christian:
Ich habe gerade eben auch nochmal den Trailer geguckt auf YouTube von dem ersten Tron, der dann auch so ein 35mm-Scan war und auch die Art und Weise, wie Trailer auch in den 80ern und wie Filme da irgendwie präsentiert und erklärt wurden. Ich musste sofort an den 1984er Werbespot zum Macintosh denken.
Christian:
Und das hat mich dann auch nochmal in so eine, also in diese Zeit, also in der ich ja selber noch gar nicht existiert habe, das hat mich in diese Zeit so zurückgeworfen, wo ich gemerkt habe, ja okay krass, klar, also der erste John ist historisch und filmhistorisch auch etwas ganz Besonderes, weil, also ich bin Jahrgang 87, ich bin in diese Welt quasi nachträglich. Tron ja reingeboren, auch was das Computerzeitalter, das digitale Zeitalter angeht, natürlich in eine ganz andere Welt als 82 sich die Welt von Tron noch vorgestellt hat. Und das macht ihn halt auch so besonders und das macht diese ganze Welt, filmische Welt, glaube ich, auch so besonders. Ich habe den ersten Film, Irgendwann mal nachgeholt. Ich hatte dann auch noch mal in meine Letterboxd-Review geguckt. Ich glaube 2016 oder so habe ich den dann, das ist auch schon fast zehn Jahre her, nachgeholt. Und habe auch nur so was Schnippisches geschrieben, wie so, das ist der großartigste Fiebertraum, den ich jemals hatte. Also ich habe mich auch kaum noch an irgendwas erinnert, so außer Bilder vielleicht noch ganz dunkel.
Christian:
Ich glaube, ich hatte auch Schwierigkeiten mit der Geschichte. Ich glaube, ich fand ihn irgendwie auch eher langweilig und dröge. Aber wie du sagst, wir werden das noch mal in einem eigenen Podcast ohnehin noch mal besprechen müssen, weil Tron jetzt ja auch noch mit einem dritten Teil im Jahr 2025 auch wieder ins Kino kommt, diesmal nur 15 Jahre später. Aber da ist was los, ja. Also filmisch ist etwas in der Welt von Tron und auf der Kinoleinwand ist wieder was los. Und ich glaube, wir sollten da mal in den ersten auch noch mal intensiver reinschauen.
TeeJay:
Ich mache auch niemandem einen Vorwurf zu sagen, dass der erste Film, wenn man ihn mit jetzigen Augen guckt, natürlich so seine Besonderheiten hat. Einige würden vielleicht sehr kritisch Probleme sagen und ist natürlich jetzt hier kein Gegenstand. Wie gesagt, da bin ich mal gespannt, wie wir das besprechen werden. Also das sehe ich natürlich auch. Aber Tron ist einer der Filme, wo man gerne einen Meter zurücktreten darf, auch von dem bunten Fiebertraum und sich erst einmal, denke ich, wenn man den, Und das, ich meine, das ist ja heutzutage eigentlich auch, die 80er Jahre gelten ja sowieso als ganz besonderes Kinojahrzehnt. Und das Jahr 82, wenn man sich mal anschaut, welche Filme da angelaufen sind, in welchem Kiel war es, in welcher Konkurrenz Tron damals in den zweiten Kinos kam.
TeeJay:
Dann hat er sicherlich ein schweres Jahr erwischt. Ich wäre mich aber jetzt generell, und das ist nicht auf Tron bezogen, aber wir werden ja auch sehen, dass Tron Legacy ja durchaus auch so ein bisschen den Ruf hatte, nicht besonders erfolgreich gewesen zu sein. Ich wehre mich aber auch immer so ein bisschen darüber, dass man heutzutage ganz pauschal sagt, wenn die Filme nicht mindestens übertreiben und das Zehnfache eingespielt haben von dem, was sie gekostet haben, dann war es schon mal wieder kein Erfolg. Ja, und wenn man einen etwas geringeren Maßstab an Erfolg, an Einspielergebnis, anlegt, dann ist es durchaus so, dass dann auch so ein Film wie Tron oder Tron Legacy nicht nur ihr Geld eingespielt haben, aber auch einen gewissen Gewinn an der Kinokasse, dann tatsächlich zu verzeichnen hatten, erlöst hatten und ja, also von daher, ganz so schlimm ist es immer alles nicht, aber klar, es, lässt sich natürlich nicht mit wirklich großen Blockbustern vergleichen, die dann ich sag mal, wo wir über eine Milliarde reden, an Einnahmen. Gut.
Christian:
Eine Frage habe ich noch, bevor wir weiter reinspringen. Wie war denn für dich der Weg zu John Legacy? Also wir springen jetzt nicht zurück ins Jahr 82, sondern ins Jahr 2010 und auch das 3D-Kino war da ja nach Avatar am Puls der Zeit und auf einem glorreichen Status, wenn man so will. Wie bist du damals ins Kino? Ins 3D-Kino? Wie war das damals?
TeeJay:
Ja, das war natürlich, das war auch wieder ein besonderer Zeitpunkt. Auch hier war es, ich glaube, das hatte ich bei Avatar ja schon so ein ganz klein bisschen andeuten lassen. Im Grunde genommen fing für mich so diese goldene Zeit des 3D-Kinos mit Tron Legacy an. Gar nicht so sehr mit Avatar, weil mich Tron Legacy einfach nochmal wieder auf eine gewisse Art und Weise begeistert hat, abgeholt hat, wie es Tron 1982 getan hat.
TeeJay:
Tron Legacy war für mich einfach, das war so der... Das für mich so das zeitgemäße Tron einfach. Er hatte komplette Tron-Vibes für mich, aber eben halt wirklich sehr modern auf einer nächsten Ebene, wo ich gemerkt habe, Tron Legacy ist mit mir gereift einfach.
TeeJay:
Alleine schon anzuerkennen, zu sagen, Mensch, also dieses 82er-Gefühl ist irgendwie da wieder so drin. Das flammt nicht nur auf, aber das bekommt neue Facetten, das wächst ein Stückchen. Ja, das führt dazu, dass wir jetzt beispielsweise diesen Podcast gemeinsam aufzeichnen. Mein Weg dahin war tatsächlich, mir war schon klar, dass irgendwo Tron Legacy in 3D ein beeindruckendes audiovisuelles Erlebnis sein würde. Und deshalb habe ich so ein bisschen um mich rum geguckt, wo dann ein für mich erreichbarer, bester Kinosaal, der entsprechend, also bester Kinosaal meine ich, der technisch natürlich so state of the art ausgestattet ist, und da fiel die Wahl auf ein IMAX Kinosaal. Allerdings nicht mit dem IMAX zu vergleichen, wie man es so in den 80er, 90er Jahren kennt, Das sind so diese IMAX-Dom-Kinos oder diese riesen 70mm Leinwand, denn vielleicht erinnert sich der eine oder andere draus, ich glaube es mittlerweile auch nicht mehr. Es gab damals auch Kinoketten, konkret war es jetzt hier die Cinemax-Kinokette, die konnten sich IMAX-Säle zertifizieren lassen. Wie beispielsweise auch damals in den 80er, 90er Jahren THX von Lucasfilm auch Zertifikate vergab an Kinos, die besondere Standards und besondere Vorgaben erfüllten.
TeeJay:
Nun gut, so ein in einem normalen Multiplex-Kino, so ein IMAX-Kinosaal war natürlich technisch auch damals schon. State of the Art, könnte man sagen. Also es gab vielleicht richtige IMAX-Kinos mit den entsprechenden Leinwänden, so wie es damals in Bremen den Space Park gab. Die hatten dann natürlich nochmal andere Projektoren, andere Leinwandgrößen, noch andere Leinwandformate. Aber da lief er halt nicht. Und somit war ich halt froh. Eine Digitalprojektion im IMAX-Cinemax-Kinosaal damals in Bremen. Es soll jetzt keine Werbung natürlich sein, aber so war es damals im Cinemax am Hauptbahnhof zu sehen. Und die Projektion war halt sehr gut und der Sound war sehr gut und das Ganze war in 3D natürlich.
TeeJay:
Und ich weiß noch, als ich zusammen mit dem guten Freund die Vorstellung verließ, da glaube ich war das Erste, was ich zu Hause gemacht habe, nachgeguckt, wann es denn eine 3D-Wiedergabemöglichkeit geben würde. Und ich habe tatsächlich Disney angeschrieben in Deutschland und gefragt, Disney, ihr wollt doch diesen Film auf 3D-Blu-Ray rausbringen, da ist doch auch eine 3D-Fassung geplant. Und tatsächlich, Disney hatte zurückgeschrieben mit der erfreulichen Nachricht, ich kann ganz beruhigt sein, also wohlgemerkt, das waren ja so die, da wurde ja 3D angeschoben für zu Hause auch. Da waren ja alle TV-Hersteller, die Projektorenhersteller, die zogen ein bisschen nach. Das war ja so der nächste Hype, der da gestartet wurde. Und von daher hatte, glaube ich, Disney damals schon gleich die Entscheidung getroffen, jawohl, den bringen wir auch als Disney-3D-Blu-Ray raus.
Christian:
Und ganz kurz, war das dann auch der Startschuss für dich fürs 3D-Heimkino? Also hast du daraus investiert in die Hardware?
TeeJay:
Ja, jein. Also etwas natürlich, klar. Aber ich wusste gleich, ich mache nicht den Sprung zum Fernseher, sondern ich bin ja Projektormensch. Da hatte ich ja zu Hause im Grunde genommen auch schon alles da. Leinwand war da und Projektor, nur eben halt noch kein 3D-fähiges Gerät. Und ich kann mich noch erinnern, aber jetzt sind wir echt so in einer Technik-Diskussion, dass der erste 3D-Projektor, das war eigentlich ein Projektor, der bestand aus zwei Projektoren in einem Gehäuse.
Christian:
Oh nein.
TeeJay:
Ja, war für mich unbezahlbar und das war auch noch einer, der das passive 3D verwendete. Das heißt, ich hätte zu Hause auch noch eine spezielle Silberleinwand nutzen müssen. Das war, glaube ich, von LG der 3DF oder so hieß er. Für mich unbezahlbar. Und dadurch, dass er zwei Lampensysteme hatte, natürlich dementsprechend auch nicht gerade besonders geringen Stromverbrauch etc. Also das war etwas, wo ich gesagt habe, okay, ich hoffe, dass mal bezahlbare Projektoren rauskommen und tatsächlich ja, ich glaube, ich musste ein gutes Jahr warten. Das heißt, ich hatte die 3D-Blu-Ray tatsächlich schon vorher in den Händen. Ich konnte sie allerdings noch nicht in 3D wiedergeben, bis dann in der Preisklasse um was immer noch wahnsinnig viel Geld natürlich damals und damals war jetzt auch es um 4000 Euro der erste halbwegs bezahlbare 3D-Heimkinoprojekt dafür zu Hause. Erschienen und ja, was soll ich sagen, ich hätte irgendwie wahrscheinlich, alles mögliche verkauft, aber es hat einigermaßen funktioniert, auch da mit meinem Job, dass ich gesagt habe, gut, also jetzt mache ich das Upgrade und jetzt will ich die dritte Dimension zu Hause haben und, ja, das war für mich, glaube ich, so eine.
TeeJay:
Sternstunde, wenn man so will, in der Unterhaltungselektronik, die hier zu Hause einfach Einzug gehalten hat, weil im Vergleich mit dem, was jetzt ist, natürlich dann immer noch ein bisschen bescheidener, aber ich konnte halt alles auf einmal selber in 3D sehen und das war für mich einfach die Erfüllung eines wirklich, langgesehenen Traumes und Tron Legacy hat das dann angeschossen. Habe ich also nochmal in diesen starken visuellen Impuls gegeben, wie es beispielsweise Tron 82 das erste Mal auf der Leinwand für mich auch konnte und es geschafft hat.
Christian:
Ich habe dann ja quasi viel, viel später die Früchte, diese Investition ja auch genießen können, weil ich habe den Film das erste Mal dann bei dir in einem 3D-Kino gesehen.
TeeJay:
Ja, das verbindet uns auch.
Christian:
Ja, ich habe den vorher sehr viel gehört, weil ich den Soundtrack schon rauf und runter gehört habe. Daft Punk, werden wir auch noch drüber sprechen, ist halt wirklich, phänomenal. Also die Musik ist einfach grandios und die habe ich mir in Soundtrack Form halt wirklich schon sehr, sehr viel vorher reingezogen und dann, sozusagen die Bilder dazu bei dir gesehen in 3D auch in einem Heimkino so und da kam wirklich audiovisuell kam da einiges zusammen. Das war dann alles sehr, sehr, sehr rund quasi. Plastisch, aber sehr rund war dann dieser Eindruck. Lass uns gerne mal in den, Plot noch weiter reinspringen. Du hast ja, glaube ich, was aufgeschrieben. Was passiert bei John Legacy? Worum geht's?
TeeJay:
Ja, ich fasse das mal wieder so ein bisschen zusammen. Für euch da draußen. Ja, ich lese vor, weil ich das immer so schlecht irgendwie, ihr seht ja, ich neige ja dazu immer auszuführen. Also, vielleicht zur Einstimmung. Stellt euch da vorne Folgendes vor. Es sind die 1980er Jahre, Synthesizer sägen durch die Klanglandschaft, Neonröhren flackern im Halbdunkeln und Und Heimcomputer haben gerade das Wohnzimmer betreten. Inmitten dieser digitalen Revolution erscheint fast 30 Jahre später die futuristische Fortsetzung eines Kultklassikers, nämlich Tron Legacy. Ein Cyberabenteuer, das aussieht, als hätte man 2001 Odyssee im Weltraum mit einem Arcade-Automaten verschmolzen.
TeeJay:
Handlung oder zur Handlung. Kurz zusammengefasst, Kevin Flynn, einst Programmierer-Rebell und Arcade-Mogul, ist seit den 80ern spurlos verschwunden. Sein Sohn Sam, mittlerweile ein junger Tech-Erbe mit rebellischem Herz und Motorrad im Schuppen, gerät auf der Suche nach Antworten durch einen geheimnisvollen Laserstrahl direkt in die digitale Welt, das sogenannte GRID. Dort trifft er nicht nur auf Clue, einen digitalen Doppelgänger seines Vaters mit totalitärem Glanz, in den LED-Augen, sondern auch auf Quora, eine mysteriöse ISO-Kämpferin. Gemeinsam muss das Trio gegen das System rebellieren, Discoschlachten überleben und mit futuristischen Lightcycles um Ehre, Freiheit und den Weg in die reale Welt rasen.
Christian:
Eins plus mit Sternchen. Hervorragend. Da spürt man schon die Liebe zur Materie. Keine Frage. Wir haben einen Haufen Leute vor und hinter der Kamera, die durchaus bekannt sind, aber die über die wir vielleicht auch noch ein bisschen sprechen. Also, ich habe mir ein paar Credits hier rausgeschrieben. Die Charaktere stammen von Bonnie MacBird und Steven Lissberger. Screenplay und Storycredit haben Adam Horowitz und Edward Kitzes und Screenplay Credit Humbley ist Dan Thall und Brian Klugman. Der Regisseur ist Joseph Kuczynski. Dann im Cast hast du schon erwähnt Kevin Flynn und Clue wird gespielt von Jeff Bridges und einer, ja, durchaus merkwürdigen digitalen Maskierung obendrauf, über die wir ja auch noch sprechen müssen. Wir haben Garrett Hadland als Sam Flynn, das ist der Sohn von Kevin Flynn, Olivia Wilde als Cora, Wir haben Bruce Boxleitner als Alan Bradley bzw. Tron. Wir haben James Frayn als Jarvis, Bo Garrett als Jim und Michael Sheen als Castor oder Zeus. Ja, wollen wir uns da vielleicht den einen oder anderen Namen schon mal rausgreifen?
TeeJay:
Ja, ich kann vielleicht mal was zu Bruce Boxleitner kurz erzählen.
Christian:
Mach das.
TeeJay:
So eine kleine Anekdote hinter den Kulissen. Ich hatte vor, ach, das ist auch schon wieder sechs, sieben Jahre her. Ich weiß nicht, ob ich die Korrespondenz noch habe. Ich hatte ja mal vor ein... Jetzt kann ich es ja sagen, weil da nichts draus geworden ist, sonst hätte man es vielleicht gehört, so eine Art Tron-Convention mal zu starten, hier in Deutschland, so im Nachgang zu meiner Tron-Faszination. Ja, ihr hört da draußen, also was das angeht, hat vielleicht Christian einen richtigen Tron-Nerd erwischt. Und ich hatte tatsächlich mal Kosten kalkuliert und bei der Agentur von Bruce Boxleitner mal nachgefragt, was kostet denn so ein Brucie, den mal eben hier rüber fliegen zu lassen, wenn ich so eine Convention starte, so vielleicht auch mit dem Hinterkopf, so machst du einen Kickstarter und wie viele Tron-Fans kriegst du hier noch zusammen? Jetzt denkt das Podcast hoffentlich natürlich Hunderte, die freudig sagen, wo ist der Hut? Tausende, mach das bloß. Ja, und ich dachte, mal gucken, aber die Agentur meldete sich tatsächlich, jetzt nicht Bruce Boxleitner selber, aber als ich dann so die Preisvorstellungen, tatsächlich dann das erste Mal gehört habe, beziehungsweise die hatten dann also relativ, er macht das ja öfter, man sieht ja so einen Bruce Boxleitner und eine Cindy Morgan, die ja nun leider verstorben ist.
TeeJay:
Die war ein bisschen günstiger. Also, lange Rede, kurzer Sinn. Also, alleine die eigentlichen Anreisekosten, also nein, das eigentliche Honorar wären so 25.000 Dollar gewesen. Das ist vielleicht gar nicht so viel, wenn man so jemand wie Tom Cruise sich angeln möchte, dann ist man leicht sechs, wenn nicht sogar siebenstellig.
TeeJay:
Aber was natürlich dazukommt ist, die Herrschaften und die Schauspielerinnen stellen natürlich dann entsprechend auch Anforderungen an die Reise. Also wie wollen sie reisen? Mindestens Business Class. Wie ist es mit dem Transport geregelt? Welches Hotel wollen sie haben? Bruce Boxleiter hätte seine Partnerin, seine Frau mitgenommen. Dann natürlich die Frage, was soll auf der Convention passieren? Nur Autogramme oder auch im Kinosaal oder Questionen oder in einfach Kuhrunde und so weiter und so fort. Und da wurde mir relativ schnell klar, der Hut muss ein bisschen größer sein, die Fans müssen ein bisschen zahlreicher erscheinen und der Film muss wirklich super gut sein und die ganze Convention, dass sich alleine so ein Boxleitner mal irgendwie rechnet. Also Das vielleicht einfach mal so ein bisschen als Anekdote und nochmal so als zusätzlichen Beweis meiner Faszination für dieses kleine, feine Franchise, für diese beiden Filme. Und durchaus mal so die Idee, es wäre natürlich klasse, so eine Community zu haben, die diese Filme einfach mal feiert, so durch die Bank. Und dass man dann als besonderes Highlight mal jemand aus dem alten und neuen Cast hätte hier einladen können. Also von daher hat natürlich Bruce Boxleitner bei mir einen ganz besonderen Stellenwert, weil ich da ja schon mal relativ dicht dran war.
TeeJay:
Cindy Morgan, das erzähle ich dann am besten mal zu Tron 1982, da habe ich auch noch eine Anekdote und zwar darüber berichten und Jeff Bridges war natürlich für mich damals außer Reichweite. Also das, da habe ich gleich gedacht, da ist er dann doch schon, das ist ja doch nochmal ein anderes Kaliber als jetzt, also ich will dem guten Bruce, ich will dem nicht zu nahe treten, ja, aber ich denke bei Jeff Bridges bist du sowieso schon mal sechsstellig, bevor er ja überhaupt drüber nachdenkt. Ja, so ungefähr. Ja, also das kann ich so ein bisschen zum Cars sagen. Und von Cars ist natürlich gerade Boxleitner und Kevin Flynn, ach jetzt habe ich den Namen, Jeff Bridges, verdammt, Entschuldigung, sind natürlich zwei zentrale Figuren, die im ersten Tron auch den Film tragen und dort auftreten und sind dann eben im zweiten auch wieder da.
Christian:
Und Jeff Bridges ist einfach, egal was er macht und wo er dabei ist, er ist einfach großartig, auch in so einer ganz eigenen Liga, also diesen, Zen-suchenden Kevin Flynn in dieser Tron-Welt, der dann erstmal noch eine Runde mehr meditiert, um seine innere Mitte zu finden, bevor es in die Action-Szene geht, fand ich einfach großartig. Also der ganze Vibe der Figur und eben auch von Jeff Bridges ist fantastisch. Also das hat mir großen Spaß gemacht.
TeeJay:
Die, gerade wenn er so sagt, so Digital Jazz und all diese ganzen Dinge, so ein bisschen den Dude natürlich immer noch herausfinden. Er hat so diesen Vibe einfach und aber er macht das, also für mich ist Jeff Bridges einfach schon mal so ein Element zu sagen, über Jeff Bridges kann man sich diesem Film unheimlich gut annähern und ihn einfach auch gucken. Er ist natürlich, man muss sich ein bisschen lösen davon, dass er da nicht der Dude-Dude ist, aber wer das gerne ein bisschen erkennen möchte und ich glaube, er spielt einfach auch so ein bisschen mit dieser Art und Weise, wie er diese Dialoge einfach führt. Das ist halt so, das macht vielleicht auch schon sein vorgerücktes Alter mittlerweile, dass er das einfach darf und kann und er sich diese Freiheit raus nimmt und sagt, ich kann mich noch gut dran erinnern, das kann man sich bei YouTube ja auch anschauen, als es diesen Test- Vorführung gab auf der San Diego Comic Con, wo Disney ja wirklich, das erste Mal Tron Legacy angeteasert hat, das ist ja ein Trailer, der im Grunde genau einfach so eine Art Proof of Concept sein sollte. Und diese Leute sind völlig ausgeflippt, als auf einmal Jeff Bridges sein Konterfei in diesem Trailer auftaucht. Also da merkt man im Grunde genommen schon, ja, das ist so etwas für die Fans des 82er, wow. Also da ist er wieder so. Und für die Fans, die vielleicht nicht so viel mit Tron bis jetzt anfangen konnten, ist es halt Jeff Bridges.
Christian:
Also ein Film mit ihm. Er ist auch so ein Anker, also so ein Magnet, der irgendwie auch reinzieht und der auch irgendwie so diesen, also ich finde, er trägt diese Tonalität des Filmes auch so oder er verkörpert sie auch so gut. Also ich kenne auch eher den späteren Jeff Bridges und das ist eine Sache, die ich mit dir auch noch diskutieren möchte. So ist das Science Fiction, ist das Science Fiction Fantasy? Was genau ist das? Aber dieser, ich sag mal, diese eher fantastische Welt von Tron und auch eher diese, ich sag mal, Fantasy Welt, diesen Vibe, den verkörpert er so gut. Ja, also das Ganze irgendwie auch gar nicht zu sehr sich erklären zu müssen und zu wollen, sondern so go with the flow. Geh einfach mal mit uns und verstehen ist viel unwichtiger als fühlen, als erleben, als Präsenz sein. Und das finde ich verkörpert er halt fantastisch, so diese Zen-Art, die er auch in dieser Rolle hat.
TeeJay:
Das ist auch einer der roten Fäden, glaube ich, die wir bei Tron Legacy, die wir jetzt einfach schon, weil du es angestoßen hast, die man sich jetzt schon klar machen kann.
TeeJay:
Ja, wenn man die verschiedenen Elemente des Films anschaut, also es gibt vielleicht fünf oder sechs Stationen, markante Punkte, durch die dieser Film geht. Mehr will er auch gar nicht haben. Er hat auch gar nicht diesen Anspruch, dass er jetzt hochphilosophische Themen in Dialogschwerpunkten miteinander verhandelt, sondern es geht um dieses... Also in erster Linie wirklich dieses audiovisuelle Erlebnis und das Gefühl, dich da durchzuleiten. Er ist ja auch wirklich auch wieder ein Vertreter der Filme, wo es 100 Prozent das Motto zutrifft, die Aussage, Filme werden fürs Kino respektive für die große Leinwand gemacht.
TeeJay:
Und das hat eine Qualität an sich. Und ich finde gerade in Jeff Bridges Schauspiel, das dauert ja auch einen Augenblick, bis er dann auch in Erscheinung tritt in dem Film, zeigt es eigentlich sehr gut, woran sich dieser Film einfach auch langhangelt. Also ich glaube, dass das wirklich eine Qualität des Films an sich ist und diesen Film auch auszeichnet zu sagen, das sind so die wesentlichen Punkte. Du kannst da, man kann tiefer reingehen, also vielleicht erinnert ihr euch da draußen, du dich auch, Christian, noch an das Anfangszitat mit, was ist künstlicher Intelligenz, Denken, Computermaschinen, also all diese ganzen, Themen, die sind da im Grunde genommen auch drin, denken wir an die, jetzt hole ich mal so ein paar Stichpunkte an die ISOs auf einmal, diese.
TeeJay:
Mystischen Wesen, also da sind ganz, ganz viele Elemente, aber du musst das alles auch wieder gar nicht, du kannst einfach auch hier, was ich durchaus immer eine Qualität finde ich. Ich finde es schön, wenn du einen Film als, Robbuster-Film sehen kannst, in dem Sinne, dass er dich unterhält und dass du sagst, ich bin auch gar nicht in der Lage, heute großartig drüber nachzudenken über diesen Film, sondern funktioniert bei Tron Legacy vielleicht auch deshalb etwas schlechter im ersten Moment, weil er dich so überfällt von dieser, Bildmacht und diesem Soundtrack und allem. Oder du sagst, okay, ich setze mich jetzt mal, so wie wir gerade, mit gewissen Punkten dieses Films, mit Themen auseinander. Wieder zurück zu Jeff Bridges und ich finde, dass Jeff Bridges dass er in seinem Schauspiel und in Dialogen, die er halt hat, Don't mess with my thin and the old man is knocking on the heaven, dass er damit einfach so eine schöne Transzendenz schafft, so eine Bandbreite mit reinbringt. Aber wir dürfen auch die anderen Schauspieler vergessen, nur so nebenbei.
Christian:
Ich würde gerade sagen, vielleicht holen wir die gleich noch mal so ein bisschen in Momenten und auch in anderen Aspekten mit rein, weil ich glaube, du hast gerade schon die Filmdiskussion auch so aufgeschlossen.
TeeJay:
Ja, entschuldige, genau.
Christian:
Wir sollten, wir müssen an allererster Stelle das wirklich nochmal betonen, vielleicht auch ein bisschen ausbreiten, was für ein audiovisuelles Brett dieser Film ist. Auch in 2D. Also, ne, das 3D-Klammern wir vielleicht sogar noch ein bisschen aus. Packen es noch ein bisschen nach hinten. Aber wir haben es schon erwähnt, ich habe es bei den Credits Cast und Crew gar nicht erwähnt, die Musik stammt von Daft Punk. Auch als dieses Duo Daft Punk als diese Elektro-Pop-Pop-Kultur-Erscheinung-Band, also das ist ja auch schon erstmal perfekt getroffen.
Christian:
Also Daft Punk als musikalische Untermalung irgendwie einzuspannen, weil die beiden Roboterhelm tragenden elektronischen Musikwesen, ja, die Daft Punk nun mal so waren, ähm.
Christian:
Also die, das sind ja quasi, also die, also die sind eigentlich in der Welt von Tron geboren und durch Zufall in unsere Welt irgendwie übertragen worden. Also das ist ja schon mal perfekt eigentlich. Und dann erschaffen die auch einen Score, einen Soundtrack, der diesen Film in meinen Ohren einfach nochmal, also viele, viele Stufen auch nach oben heben. Das ist Wahnsinn. Das ist halt, ich habe nochmal ein bisschen nachgeguckt, was war da eigentlich schiefgelaufen, dass dieser Score keinen Oscar bekommen hat. Und dann habe ich aufs Jahr geguckt und das war das gleiche Jahr, in dem Social Network rauskam und Trent Reznor und Atticus Ross für diesen Score, der auch einmalig und phänomenal ist, diesen Oscar bekommen haben. Und jetzt kommt ja die große Eronie, dass die 15 Jahre später zu John Aris als Nine Inch Nails, als Band wieder auch den Score liefern. Also da schließen sich irgendwie Kreise, aber das ist eigentlich ein Fehler in der Filmgeschichte, dass Daft Punk keinen Oscar für diesen Score bekommen haben. Das ist für mich einfach einer der besten Filmuntermalungen aller Zeiten.
Christian:
Ich kann nicht gut über Musik sprechen, das merkt ihr gerade, aber es ist halt wirklich herausragend. Ich hatte Momente in diesem Film, da habe ich einfach mal kurz zurückgespult, einfach weil ich es nochmal hören wollte. Und das hat mich auch an die Sichtung bei dir da in meinem Kino erinnert es bebt, es wummert also den Film spürst du über die Musik und das ist einfach phänomenal.
TeeJay:
Ich kann den Leuten da draußen, die vielleicht jetzt noch mal wieder neugierig werden, respektive den Film noch gar nicht gesehen haben, einfach nur den Tipp geben, guckt so die ersten zwei Minuten. Und zwar alleine dieses Intro, wie dieser Film losgeht. Ich finde übrigens das Disney-Schloss, das wird ja auch in diesem Tron-Stil dann das erste Mal aufgehoben, mit diesen Lasern. Und diesen dann auf einmal, ich finde die schönste, für mich sowieso als Stronfin, die schönste Version, Ausprägung, Optik, die das Lesingschloss jemals hatte. Aber dann, wie dieser Soundtrack eingeführt wird, man sieht ja im Grunde genommen so, wie dieses Grid anfängt zu laufen, man hört schon diese sehr markante, im Original finde ich das natürlich sehr schön, Jeff Bridges Stimme. Und dann hörst du schon, wie dieser erste Beat einfach einsetzt.
TeeJay:
Und das hast du auch einfach so klasse gemacht. Und dieser Vorspann ist dann 3D, da werden wir nachher auch nochmal drüber reden, weil dieser Film hatte ja vielleicht als Erinnerung oder nochmal als besonderen Hinweis, bevor er anfing, diesen Titel-Einblendung, diesen Hinweis, bitte die 3D-Brillen nicht absetzen. Es ist mit Absicht eine künstlerische Entscheidung gewesen, dass ausgewählte Szenen in 2D tatsächlich präsentiert werden, in 2D sind. Aber können wir gleich nochmal drüber reden. Nichtsdestotrotz, das ist dann schon in 3D. Und wie es dann vom Grid in diese Großstadt geht und dann dieses Tron-Logo auftaucht, da dann auf einmal natürlich der Dialog zu Ende ist, wo du nur noch diese Musik hörst.
TeeJay:
Also wer das mag, der wird zu neuen Höhepunkten geführt in diesem Film. Ja, wenn es dann um das Verschmelzen von audiovisuellen Geschehnissen geht, von Musik und von Bildern. Und ja, also vollkommen zurecht tauchen. Ja, aber ich glaube, das wissen auch die meisten, die den Film gesehen haben und Daft Punk selber auch auf in Tron. Sie sind ja in dem End-of-Line-Club, dann hinten so in diesem DJ-Pult, wo sie mit ihren beiden ganz genau Helmen dann auch den Takt vorgeben und die Musik machen.
Christian:
Ich glaube, die Kostümabteilung war auch total glücklich, weil zum ersten Mal am Set sich niemand Gedanken machen musste, sondern quasi die Statisten schon ihre eigenen Kostüme mitgebracht haben.
TeeJay:
Ja, das glaube ich auch. Das hat erheblicher zu beigelassen, dass der Film vom Budget her ein ganzes Stück in der Runden rutscht. Nein, aber die Musik ist fantastisch. Also ich glaube, Daft Punk hat sowieso eine große Fangemeinde da draußen, weil Daft Punk ist, oder war, muss man ja so sagen, sie haben sich ja irgendwann getrennt, war schon eine gewisse Institution, auch in musikalischer Hinsicht, sehr wandlungsfähig. Und es war eine echte Überraschung. Für mich auch, dieser Soundtrack war natürlich ein groß, wie bei dir genau das Gleiche, als ich ihn um iMix gehörte, Und da war für mich eine große Freude, ihn zu hören. Und war für mich natürlich echt so ein großer Moment in diesem Film. Und auch gesagt, das passt einfach so zusammen mit dem 3D, dem Film an sich, den Bildern. Und ich muss dazu sagen, er steht aber auch in einer großartigen Tradition. Auch dann wieder zum 82er. Da werden wir natürlich dann auch drüber reden. Der Soundtrack ist ganz anders von Wendy Carlos. Eine ganz interessante Musikerin. Wurde total missverstanden 1982. Gott sei Dank ist das jetzt hier 2010 nicht passiert. Der Soundtrack wurde gefeiert. Vollkommen zu Recht. Und nach wie vor.
Christian:
Und auch, das ist dann auch die perfekte Besetzung. Also wie darf Punk auch hier mit, ich glaube auch so Orchester-Sounds arbeiten. Also das ist natürlich ein, ein, ein, ein, es ist elektronische Musik, das ist darf Punk, aber diese, also das Menschliche im Elektronischen musikalisch auch zu finden. Schaffen die halt so fantastisch. Also es gibt auch Fanfaren da drin, es gibt halt, Stücke, Momente, die halt eher an, wie du sagst, klassische, Filmscores erinnern, wo wir dann eher ans große Symphonieorchester irgendwie denken, das spüren und hören wir dann, aber wir haben auch die kalten, kühlen, trockenen, stampfenden Beats, die Club-Sounds, die wirklich die coolen Action-Momente, die auch so cool klingen, wie sie aussehen, die Zeitluppen quasi, die wir musikalisch hören und so, das ist, auch das ist halt möglich und das ist halt nahezu perfekt, das ist, also wie gesagt, ich habe vorher den Score ganz viel gehört, das ist für mich fantastische Musik, zum Arbeiten, es treibt, es konzentriert und da, ähm.
Christian:
Da fand ich das halt auch immer schon so klasse, diesen Eröffnungsdialog von Jeff Bridges, den haben sie ein bisschen verkürzt, aber der ist Teil des Scores, wenn er über das Gridge spricht und wie er dann da drin war. Und das ist dieses Intro, das filmische Intro ist auch das musikalische Intro. Es ist wirklich fantastisch. Und ja, das nächste große Lob geht ja auch auf technischer Ebene gleich weiter. Also die Inszenierung und die Effekte und der Style und das Design und die Optik des Filmes ist ja auch fantastisch. Also es gibt eine Sache, die möchte ich aus dem Lob rausnehmen, die spreche ich vielleicht gleich auch noch an.
Christian:
Aber allein so dieses ganze Production Design, die Kostüme, auch diese ganzen, das haben sie ja auch irgendwie aufgegriffen in Tron Tradition. Das hattest du ja auch in deinen Notizen so ein bisschen rausgesucht. Was ist Tron eigentlich, hat man sich ja gefragt. Also was muss die Fortsetzung leisten oder was muss dieser Film leisten, um Tron zu sein? und da war so diese Stil, Kostümierung, das war ganz wichtig.
TeeJay:
Ja, Sean Bailey wurde ja 2007 wurde das erste Mal bei Tron Legacy gesprochen, eigentlich schon auch mal immer vorher, so weit ich das mitbekommen habe, aber letztendlich war es dann doch eine Überraschung, dass sich Disney dazu doch noch dazu, durchgerungen hat und entschieden hat, dass man in das Tron Franchise, dass man Tron nochmal wieder eine Geschichte hinzufügt und das Schöne war ja einfach auch, das war mit Steven Leisberger, den Namen, der ist, glaube ich, einmal kurz gefallen, aber den müssen wir nochmal eben prominent herausholen, weil Steven Leisberger, und das werden wir im 82er natürlich auch besprechen, ist der Kopf hinter Tron, der kreative Kopf, der, Tron geboren hat 1982 und den hat man ja 2007, auch sehr, sehr frühzeitig wieder mit ins Boot geholt, weil Steven Leisberger Ja, also wenn man, Steven Lisbeth sagt eigentlich niemand irgendwas noch so, weil wenn überhaupt, dann ist, und wenn man die Biografie von ihm sich anschaut, dann ist er halt mit Tron verknüpft. Man könnte sagen, so eine Art One-Hit-Film-One, der hat noch, glaube ich, ein bisschen mehr gemacht, aber im Grunde genommen ist sein Lebenswerk einfach Tron gewesen, 82. Und das Schöne ist eigentlich, das mag ich so, dass trotz, dass es Disney ist und wenn man so guckt, 2007, 2008 ging es Disney auf jeden Fall besser als damals 82.
TeeJay:
Ja, sie hätten eigentlich auch was ganz anderes machen können mit Tron. In dem Sinne, dass sie im Grunde genommen so alte Zöpfe abschneidend sagen, es ist ja schön, dass Steven, dass du das mal gemacht hast. Aber wir sind jetzt Disney, wir sind die anderen Disneys, wir sind nicht mehr die 82er. Wir wollen jetzt hier was ganz anderes machen. Nein, aber er wurde ganz früh wieder mit ins Boot geholt. Er hat ja auch seinen Cameo-Auftritt, auch wieder im End-of-Line-Club. Da sieht man den als Barkeeper, wo er, glaube ich, auch relativ glücklich war, dass er nicht viel mehr in dem Film zu tun hat, noch als kreativer, als hinter der Bar zu stehen. Er hat auch schon ein bisschen mehr gemacht. Und Sean Bailey, der Produzent, sagte dann, das kann man sehr schön in dem Making-of sehen, es gibt eigentlich so drei, vier Elemente, an denen wir uns orientieren, wenn es damals, als es um die Frage geht, was ist denn so diese Tron 82 DNA, was muss drin sein? Das sind die leuchtenden Kostüme, die Light Cycles, die Lichtrenner, das ist Jeff Bridges und ein Filmlook, den es im Grunde genommen so noch nie gegeben hat.
TeeJay:
Und ja, das sind die vier Elemente, wo der Produzent selber sagt, darum hat sich halt viel gedreht. Und ich glaube, oder beziehungsweise wir sehen ja auch, dass sie da nicht mehr... Großartig Abstriche gemacht haben und nicht mit sich haben es verhandeln lassen, weil die sind da wirklich drin und, ja, die haben sie meiner Meinung nach auch wirklich sehr, sehr, wir haben es schon oft gesagt, ich glaube wir werden es des Öfteren hier noch sagen, die haben sie also wirklich sehr, sehr toll in Szene gesetzt und, da kann man wirklich sagen, das ist das ist dann Tron, was ich eingangs schon sagte nach meiner Kinofahrung bei Tron Legacy auf dem nächsten auf der nächsten Ebene.
TeeJay:
Wirklich alles aus dem Hut gezaubert, wenn es ums Design geht, was damals so Special Effect-mäßig State-of-the-Art war. Und es ist auch was ganz Besonderes geworden. Also dieser Look von Tron, den er 1982 hatte, den hatte der 2010er auch. Und es gibt ja immer nur ganz wenig Filme, wo man einfach wirklich sagen kann, du kannst die Augen schließen und du spürst den Look. Oder du guckst an andere popkulturelle Phänomene und sie erinnern dich sofort an irgendeinen Film XYZ, so wie beispielsweise diese Neonspielereien sofort irgendwo auf Tron tatsächlich schließen lassen. Und ich glaube, das ist so die höchste Auszeichnung, die ein Film tatsächlich haben kann, wenn Elemente aus diesem Film aufgegriffen werden und sie immer wieder nach diesem Film immer in Evolution, in Variation sich in anderen Bereichen einfach widerspiegeln. Und das nicht nur in Filmen, aber auch in Mode, aber auch in Videoclips, auch in Bühnenshows von Musikgruppen. Das ist dann wirklich etwas, was man sagen kann, okay, da muss man den Stellenwert dieser Filme mit dieser besonderen Bildsprache, mit diesem Design geschaffen, die muss man anerkennen an der Stelle.
Christian:
Ja, allein auch, was ich irgendwie gelesen hatte, die Kostüme jetzt auch bei John Legacy, die waren wohl irgendwie auch wahnsinnig teuer, weil sie ja diese Lichtinstallationen eingebaut haben, die leuchten ja so irgendwie so an den Rändern und in ihren Akzenten und das ist wohl auch irgendwie so wahnsinnig crazy gewesen. Die hatten da halt irgendwie so Akkupacks eingebaut in ihren Kostümen, die haben echt immer nur so zehn Minuten gehalten, dann war der Akku leer und da musste dann auch ständig quasi um diese Kostüme herumgearbeitet werden und erst kurz vorm Take anmachen, damit der Akku nicht so schnell leer ist und so, also, alles sehr, sehr aufwendig, aber wie du sagst.
Christian:
Beeindruckend und auch einzigartig im Look. Auch ein Film, der wie gesagt, Klammer ist da noch zu füllen, aber der auch zeitlos ist. Also wo die Special Effects, die Inszenierung, die digitalen Effekte auch einfach sehr gut aussehen, sehr gut rüberkommen, sehr gut gealtert sind, physisch stehen, weil sie eben auch, dann, wenn sie etwas Künstliches erschaffen wollen, halt so gut aussehen, weil es keine Referenz gibt. Und vielleicht mache ich da jetzt die Klammer auf, bis auf die Tatsache, dass man Jeff Bridges ja mit diesem digitalen Make-up erstmals verjüngt hat. Ich glaube, das war wirklich das allererste Mal, dass man das so versucht hat. Ich weiß nicht, ob es vorher schon Fälle gab. Aber dieses, was wir jetzt als De-Aging bezeichnen und was dann auch später immer wieder aufgegriffen wurde, 2016 bei Captain America Civil War, wo sie das mit Robert Downey Jr. Als Iron Man oder als Tony Stark gemacht haben.
Christian:
Andere Produktion, ich erinnere mich an Star Wars Rogue One 2000, was war das? 16 auch. Da haben sie nicht de-aged, aber da haben sie Carrie Fisher und Peter Cushion ja komplett aus dem Computer erzeugt, um diese, der eine verstorben, die andere schon viel, viel älter. Also das Rekreieren von Schauspielenden, um optisch an sozusagen vorherige Produktion direkt anschließen zu können oder halt den Eindruck zu erwecken.
Christian:
Es würde jetzt eine Rückblende sein und man sei jetzt zu jung. Da muss ich wirklich sagen, das funktioniert hier in meinen Augen überhaupt nicht. Das funktioniert technisch nicht. Das sieht furchtbar aus. Und was mich am meisten ärgert hier bei John Legacy ist, dass die Chance verpasst wurde, wie in allen anderen Bereichen Form und Inhalt zusammenzubringen, weil hier bricht die Form in meinen Augen mit dem Inhalt. Dieses De-Aging wäre genial gewesen, um Clue darzustellen. Da hätte ich auch nichts dran auszumerken. Clue ist sozusagen die digitale Kopie von Flynn aus den 80ern, sein Ebenbild, was er sich damals erschaffen hat, um diese Computerwelt umzugestalten. Und in Rückblicken wäre das für mich perfekt gewesen, das mit einem digital verjüngten Jeff Bridges zu machen. Aber den in Anführungszeichen echten Kevin Flynn, den echten Jeff Bridges, den hätte man entweder über Maske oder über eine andere Besetzung in diesen Rückblenden darstellen müssen. Dann hättest du nämlich auch den Gegensatz, das sieht das Auge einfach. Das hat mich total irritiert, als diese beiden verjüngten, dass Jeff Bridges Figuren auftauchten, nebeneinander standen und ich dachte.
Christian:
Leute, ihr habt echt die Chance vertan, weil das wäre auch so ein, also da wäre, das wäre inhaltlich dann auch aufgegangen, ja, also da hätte man eben auf der Meta-Ebene auch was erzählt oder was, also das Gezeigte mit dem Erzählten halt viel besser verbunden, als zu sagen, unser Computer kann jetzt, unser Special Effects Computer kann Jeff Bridges so aussehen lassen wie in den 80ern und ich sitze davor und sage, ja, aber es ist halt falsch. Also meine Augen erkennen keinen Menschen da drin, weil ich die Effekte sehe.
TeeJay:
Das ist noch stärker ausgeprägt. Also dieses Argument oder dieses Problem sind ja viele Leute einfach, die ihn auch so gesehen haben. Und das ist natürlich etwas, was sich so ein bisschen aus dieser ansonsten ja sehr ästhetischen, sehr runden und total beeindruckenden Sichtung und was alles dann, wie gesagt, so auf dich einstürzt und was sich da so ein bisschen rauszieht. Und es fällt insbesondere noch mehr auf, wenn man so wie ich jetzt beispielsweise gestern sich den Spaß macht und direkt als Double Feature den ersten John Cook 82. Bei der Gelegenheit, da höre ich halt auch von vielen Leuten, dass wenn sie so ein Stück weit an Jeff Bridges interessiert sind, sie mit dem 82er allerdings oftmals den jüngsten Jeff Bridges zu sehen bekommen, den sie in den Filmen, den sie bis dato gesehen haben. Weil so viel früher ist ja seine Karriere noch nicht gestartet.
TeeJay:
Und Tron 82 war schon ein größerer Film in seiner Biografie, in seiner cineastischen Vita. Und wenn man die beiden natürlich direkt hintereinander schaut, dann ist es schon so, dass man da einfach Abstriche sagen muss. Ich kann dich ein bisschen beruhigen und euch da draußen auch. Es wird natürlich irgendwann besser, weil irgendwann hat das Gehirn, das ist unser Gehirn gecheckt und gesagt, okay, besser wird es halt. Also es wird besser, weil es nicht besser wird. Ja, man gewöhnt sich halt daran, dass dieser Look nun mal so ist. Also mein Gehirn übersetzt das mittlerweile so, dass ich dann einfach so sage, okay, das ist so ein bisschen so ein Glitch in der Matrix. Das sieht halt so ein bisschen komisch aus. Ja, aber du hast natürlich vollkommen recht. Ich glaube, dass sie da zu viel wollten einfach.
TeeJay:
Ich dachte, sie waren natürlich irgendwie angefixt von Avatar. Bloß bei Avatar funktioniert es natürlich anders, weil die Navi sind halt keine Menschen. Sie sind halt Aliens, wo wir keine Referenz haben und sagen, na gut, okay, dann ist das halt eine Saigonier Weaver. Die hat zwar so ein bisschen ihre Gesichtszüge und auch ihre Stimme oder Synchronstimme in dem Fall, aber es ist halt etwas Exotisches, passt. Das hat leider bei Tron Legacy tatsächlich nicht so gut funktioniert. Und ich glaube, das kann man natürlich wahrscheinlich bei dem Film auch an anderen Stellen sagen, es hätte auch gar nicht Not getan. sondern man hat hier wirklich einen Fehlgriff einfach gemacht. Man konnte das im Nachhinein, Die Produktion war angelaufen, ich glaube, als man die Dailies gesehen hat, hat man auch vielleicht noch so gedacht, okay, wenn die erstmal richtig hochglanz durchgerendert werden, die Szenen, dann sieht das Gesicht vielleicht einfach noch ein bisschen besser aus.
Christian:
Das Problem ist für mich vor allen Dingen so das Bewegbild. Also das ist wie so ein Botox-bespritzter Jeff Bridges, weil du siehst einfach, er versucht zu lachen und es ist halt, also das ist halt so schwer auch fürs menschliche Auge glaubhaft zu machen. Das ist, ich finde, noch vorm Uncanny Valley, weil ich niemals das Gefühl habe, oh, ist er das, ist er das nicht. Aber ja, es ist, wie du sagst, man wollte zu viel, zu früh und man ist, glaube ich, da in die Falle getappt. Weil Tron immer, also der 82er, wie du sagst, audiovisuelles Meisterwerk, visionär, ein Film, der so aussah wie kein Film jemals wieder danach und ich glaube, man war da einfach zu verzückt über die Möglichkeit, wieder so einen Meilenstein zu setzen und es fehlte aber dann, es fehlten die letzten mehrere, vielleicht schon fast Kilometer, um diesen Weg komplett zu Ende zu gehen.
TeeJay:
Ja, jetzt komme ich vielleicht auch mal mit einem Punkt, nicht, dass ihr da draußen denkt, okay, ich muss gar nicht weiter zuhören, weil das wird sowieso nur in höchsten Tönen von diesem Film gelobt oder so. Mache ich natürlich trotzdem. Ich habe ja trotzdem auch so einen Punkt. Ehrlich gesagt, ein Aspekt, über den ich immer schwerer hinwegsehen kann, das ist mir gestern auch wieder aufgefallen, weil wenn man den einmal sieht.
TeeJay:
Dann fragt man sich, what the hell soll das? Da gibt es so eine schöne Szene, in der das erste Mal zusammen gespeist wird. Quora, die übrigens tolle Olivia Wilde, vielleicht können wir da auch nochmal so den einen oder anderen Satz gleich verlieren, die ich in 3D in Nahe von Namen sowieso immer diese Uhrzeit kann ich das sagen, aber die ich sehr toll finde einfach, wo ich so, ja, die ich auch sehr gut schauspielert, also wenn ich das so ein bisschen mit Cindy Morgan vergleiche im ersten, dann sage ich das ist echt und wir müssen natürlich vielleicht auch ein bisschen über Garrett Hadland, über Sam sprechen. Die sitzen also das erste Mal dann bei dem Vater an der Tafel und Ich verstehe nicht, warum da ein Spanferkel tatsächlich mitten auf dem Tisch liegt. Also so ein ganz traditionelles, das gerade erst, also ich finde das sowieso, ich finde das merkwürdig, wenn mein ganzes Tier, also ich bin ja sowieso jemand, der kein Fleisch und so. Und ich finde es umso skurriler, also ich habe schon ehrlich manchmal Schwierigkeiten da hinzugucken, wenn ich so sehe, da ist jetzt ein totes Spanferkel, also richtig so gegrillt. so richtig. Da frage ich mich immer, also mit Trinken und all den Dingen, da haben manche Leute ja auch Schwierigkeiten. Wieso? Die sind im The Grid und dann trinken die und dann gibt es Eiswürfel und so. Aber ich frage mich, what the heck soll jetzt diese Spanferkel da?
TeeJay:
Was könnten da die Antworten sein? Vielleicht für euch da draußen auch mal, wenn ihr den Film guckt. Ich will euch das jetzt nicht, also guckt euch das vielleicht wegen der Szene einfach an und dann wird ihr diese Frage, damit die in euch aufkommt und ihr da Nächte rumgrübeln könnt. Vielleicht hat es damit einfach was zu tun, dass Joseph Kosinski irgendwie der Meinung war, er muss irgendwie so einen organischen Kontrapunkt setzen. Vielleicht hat es auch mit Cora irgendwas zu tun, die ja auch finde ich so eine besondere Stellung in diesem Vater-Sohn-Gespräch eigentlich auch einnimmt, während dieses gemeinsamen Essen. Es wird übrigens ja nicht, also es wird nur gezeigt, es wird damit nichts gemacht. Da wird keine Gabel reingestochen, kein gar nichts, so. Aber ich höre jetzt auch auf. Also das ist so für mich immer so eine Szene, wo ich eigentlich sage, ich verstehe es nicht, ich verstehe es nicht. Aber vielleicht ist das auch etwas, dass das, wie gesagt, wirklich von Kusinski, den ich nicht so gut kenne, irgendetwas ist, wo ich so nicht verstehe.
Christian:
Irgend so ein Kommentar, so ein...
TeeJay:
Ja, ja.
Christian:
Ging eh nicht gut, dass du nochmal dran erinnerst. Ich mache gerne nochmal eine Klammer, um wieder auf den Positiven auch anzukommen. Also, weil ich einfach noch den einen oder anderen Moment audiovisuell auch rausgreifen wollte. Und das ist, weil du das in diesen vier Punkten, in diesen vier Stichworten, was ist Tron? Also wir haben jetzt hier Jeff Bridges ja auch schon besprochen und das De-Aging problematisch. Wir haben aber ja auch diese Light Cycles, diese Motorräder, die da auf diesem Grid in dieser digitalen Welt unterwegs sind und da ja auch so eine ganz eigene Ästhetik aufmachen und diese Lichtstreifen hinter sich herziehen. Und als diese Light Cycles dazukamen, das hat für mich wahnsinnig gut funktioniert. Auch quasi die Evolutionsstufe dann im großen Finale mit diesen Light Jets, die diese Schrauben drehen in der Luft und dabei diese Lichter hinter sich herziehen und dabei, wie du ja auch sagst, durch diese triste, digitale Welt so diese hellen, farbigen, kontrastreichen, bunten Streifen ziehen. Und dann die Musik dazu und der Schnitt und so, das ist schon alles in diesen Momenten, wo, kaum Dialoge fallen, sondern das, was wir am Anfang gesagt haben, wo man den Film eher spürt, als ihn zu verstehen, funktioniert das ganz fantastisch. Also diese Action-Momente.
TeeJay:
Ja, das war schon, also es gibt ja auch viele Leute, die sagen, vielleicht hätte Tron, ohne sich jetzt auf diese Vater-Sohn-Geschichte so zu konzentrieren, mehr auf diese Gaming-Aspekte einfach auch ruhig fokussieren können, weil es wahnsinnig gut aussieht, weil es Tempo hat, weil es weil das wirklich wie so eine Art Musikvideo ist, das man gerne noch deutlich länger sich angucken könnte.
TeeJay:
Ja, das war beim ersten Teil aber auch schon so. Auch da werden wir noch drüber reden. Natürlich wollte man im ersten Teil viel mehr, auch bei dieser Light-Cycle-Geschichte. Das ging technologisch nicht. Das war schon sehr, sehr aufwendig, wie das damals erstellt worden ist. Und ich kann mich noch daran erinnern, das, worauf ich immer drauf gefiebert habe, als ich den Tron den ersten dann gesehen habe, das war natürlich diese Light-Cycle-Szene und diesen Moment, vielleicht kannst du dich noch so ein bisschen daran erinnern, wo es heißt, schickt ihn durchs Labyrinth, wo es auf einmal so diese Barrieren der Lichtmotorräder, die links und rechts diese Mauern, die aufgebaut werden, so ein Labyrinth ergeben haben. Und die Kamera war wirklich in dieser Ego-Perspektive und Einstellung und hat dich durchs Labyrinth mitgenommen. Und das ging wirklich so links, rechts, links, links, rechts. Und das war so ein unglaublich immersiver Moment. Für mich dadurch bedingt, dass alles so perfekt war. Ja, es war dadurch, dass es aus dem Computer kommt, alles perfekt. Die Geometrie war perfekt.
TeeJay:
Die Bewegungsgeschwindigkeit war perfekt einfach, weil sie immer konstant war und es nie irgendeinen Ruckler oder eine Abweichung gab. Und das habe ich jetzt hier bei, der Einstieg in dieses ganz großes Kino einfach, einfach in diese Tron Legacy, in diese Light-Cycle-Szene. Dieses Greifen nach dem Stab und in Zeitlupe dann. Dann springt er ja sozusagen hoch und in dem Moment baut sich ja erst mal so ein Wire-Grid des Motorrads auf und dann das gesamte Motorrad und du siehst, wie er damit verschmilzt. Und dann ist die Zeitlupe zu Ende und dann geht es halt so richtig in die Szene hinein bei normaler Geschwindigkeit. Und die Musik natürlich, in dem Moment hast du auch keine Sound-Effekte, Sondern du hörst nur die Musik, wenn er in dieser Zeitlupe ist. Ich kannte Kusinski ja vorher nicht, aber spätestens da habe ich so, vielleicht ihr da draußen schon, also für mich war das so dieser Erstkontakt, da haben sie also wirklich insgesamt jemanden angerufen, die wussten, wie sie damit spielen und wie sie das tatsächlich, also wie sie da solche Wow-Effekte und Momente einfach erzeugen. Und dann, wie du gerade sagst, insgesamt diese gesamte Szene mit dieser mit dieser.
TeeJay:
Tron-Optik auf Steroiden, wenn man so will, das, ja, das haben sie sehr, sehr gut hingekriegt und auch die Balance finde ich dann, so das Pacing in diesem Film, danach wirst du ja ein bisschen rausgenommen, weil dann kommt ja diese Szene, wo es dann erstmal off-grid geht und dann Sam das erste Mal auf seinen Vater trifft nach diesen ganzen Jahren und sich dann diese Geschichte einfach weiterentwickelt. Also das sind schon ganz, ganz, finde ich, tolle, besondere, mitreißende Handlungen und Bilder und wieder Audiovisuelles, was man da sieht.
Christian:
Perfekte Überleitung, um auf die inhaltliche Ebene auch noch mal zu gehen, weil du hast es schon jetzt mehrmals auch angesprochen, diese Vater-Sohn-Geschichte, die, ich habe mich gefragt, jetzt im Laufe dieser Wiederholungssichtung, so ein bisschen auch strenger mal gefragt, worum geht es eigentlich hier bei dem Film? Also was erzählt er? Was ist eigentlich die Geschichte? Was ist so die Perspektive?
Christian:
Ist das Ganze, Also schafft es, will das Tron Legacy überhaupt, irgendetwas über den Menschen und das digitale Aussagen, ist das eine Utopie, ist das eine Dystopie, sind politische Aspekte mit drin, dann haben wir das Problem in Anführungszeichen. Wir sind im Jahr 2010 aus einer Welt von 82, also wir sind eigentlich aus einer sehr technisch optimistischen Zeit.
Christian:
Gerade 82, der Computer als Wundermaschine und daraus dann diese digitalen Welten und schon, sag ich mal, auch auf so einer Fantasy-Ebene ersponnen. Und dann 2010, wir sind in einer Welt, die immer digitaler wird, wo das Internet auch immer mehr in den Mainstream kommt und auch mit so einer immer noch auf so einer Welle der Hoffnung auch reitet. Ja, wir haben einen Präsidenten Obama 2008 gewählt, der der erste Internetpräsident war, der mit Twitter-Kampagnen und Facebook benutzt. Und da kommen wir ja noch aus so einer Welt, oh, wenn wir uns alle nur vernetzen digital, dann werden wir besser. Halleluja, wir haben das Utopia endlich erschaffen. Und jetzt sind wir im Jahr 2025, die Big-Tech-Konzerne sitzen irgendwie dem Faschismus im Nacken und unterstützen ihn, tragen ihn in die Welt und lassen sich formen und formen zurück. Und da kann Tron Legacy nicht viel für, für die vergangenen 15 Jahre. Aber das hat so meine Sichtweise auf den Film einfach so geprägt, dass ich mich wirklich gefragt habe, okay, was ist der Kern dieser Science-Fiction-Geschichte?
Christian:
Und ich, um das schon mal ein bisschen vorweg zu beantworten, diese Vater-Sohn-Geschichte, diese menschliche Perspektive, die ja auch im Titel steckt, das Legacy, das Vermächtnis, ist ja nicht nur ein Anknüpfen an 82 und Tron, das Vermächtnis des Filmes, sondern darum geht es ja auch ganz stark innerhalb des Filmes. Und Kevin Flynn, der Messias der digitalen Welt aus Tron, der jetzt sozusagen zusehen muss, wie seine eigene Kreation, seine eigene Welt zum Scheitern bringt. Und seine andere Kreation, nämlich sein eigener Sohn, der nächste Heilsbringer für diese Welt sein könnte oder auch nicht. Und auch ein Schöpfer, der im Widerspruch zu seiner Schöpfung steht. Also Kevin Flynn, das ist schon auch alles sehr komplex. Aber da muss sich der Film, finde ich, auch die Frage stellen, wie sehr schneidet er vielleicht nur an? Wie viel thematisiert er oberflächlich? Geht es dem Film überhaupt darum oder ist das eigentlich nur so eine Art Baseline für dieses audiovisuelle Schauspiel- und Fantasy-Erlebnis? Und ich glaube, meine Frage hat schon auch eine Menge beantwortet, die guten Suggestivfragen, aber wie siehst du das denn? Wie gehst du mit dem Inhalt des Filmes um?
TeeJay:
Ja.
Christian:
Okay, nächstes Thema.
TeeJay:
Ja, das ist eigentlich das, was du, ja, schön, schön zu hören wie du und bei der Gelegenheit auch wieder Diskussionsplan an euch da draußen natürlich. Wäre auch sehr, sehr interessant zu wissen, wie ihr damit einfach umgeht. Ja, ich glaube noch mal ein bisschen zurückzugreifen auf das, was ich so ein bisschen vorhin schon mal so gesagt habe. Du kannst diesen Film als audiovisuelles Erlebnis dir anschauen, wirken lassen und dann ist es gut. Und so hast du, haben wir schon jetzt wirklich vertieft drüber geredet, tolle Musik, tolle Bilder, ein bisschen Story, ein bisschen Vater und Sohn. Und ja, dann kann man ganz zufrieden sein und sagen, das war hoffentlich was Besonderes. Aber wenn wir uns damit ein bisschen auseinandersetzen, du hast ja gerade diese Aspekte gesagt, warum gibt es denn da sowas wie Vater, Sohn? Warum gibt es denn überhaupt dieses.
TeeJay:
Realität hier und die Cyberwelt im Computer? Ich glaube, auch hier liegt für mich so ein bisschen so eine Antwort oder so ein gewisser Antwortansatz in dem ersten Film. Ich frage mich immer 1982, Tron-Schwierigkeiten gehabt, verstanden zu werden, weil niemand verstanden hat, was ein Computer eigentlich ist. Oder ein Mainframe. Oder warum die Leute auf einmal Rum heißen. Oder warum Tron Tron heißt. Übrigens nur mal so da draußen für euch. Ihr wisst ja, Tron kommt eigentlich nur von Electronic. Punkt. Also das ist ja und diese ganzen Geschichten, von denen also niemand irgendwie wusste. Also das war ja kurz vorher gab es noch Lochkarten. Jetzt auf einmal.
Christian:
Also zwei Jahre vor dem Macintosh. Der Macintosh, der ja auch so die ganze Maussteuerung populär gemacht hat. Da muss es auch erst wieder drauf gestoßen werden.
TeeJay:
Du hast ja viele Apple-User da draußen wahrscheinlich. Genau. Die Konzeption von Tron ja sogar noch früher vom 82er. Jetzt haben wir 2010 oder wir haben natürlich auch 2024 oder auch 2010.
TeeJay:
Ich hatte ja schon so zum Eingang ein bisschen diesen Dialog aus Tron mal vorgelesen. Strichwort künstliche Intelligenz. Menschen, Maschinen, Denken. Ich sehe das eigentlich so, dass Tron für mich und Tron Legacy in dieser Computerwelt spielen, verhandeln mit diesen Themen wie künstliche Intelligenz, wie ISOs, wie Evolution, wie die andere Seite des Bildschirms, was dort passiert. Dass viele Leute wahrscheinlich ähnlich unaufgeklärt sind heutzutage.
TeeJay:
Wie damals 82 im Grunde genommen auch. Wir alle sind prima Anwender geworden. Wir können swipen, wir können unser Mobiltelefon für unsere Social und Social Apps und Media nutzen usw. Aber die Dinge, die wirklich... Die ablaufen, die wirklich die Kontrolle über uns übernehmen, die sozusagen wie das Master Control Program sind, das jetzt im zweiten nicht so, aber im ersten die Rolle gespielt hat, auch die DNA ist und eventuell auch im dritten wieder auf eine gewisse Art und Weise zurückkommen könnte, weiß ich nicht, alle Spekulationen. Ja, das ist unheimlich relevant. Tron stellt und Tron Legacy stellen die Fragen, die essentielle, substanzielle Frage für mich, wie gehe ich mit dieser Technologie um? Was macht diese Technologie? in einem Fantasy-Setting, ich glaube, wir können davon ausgehen, dass es im Computer tatsächlich auf der Elektronenebene unten bei den Elementarteilchen nicht so aussieht wie in the Grid, aber es ist eine Übersetzung dafür, es ist eine Interpretation dafür.
TeeJay:
Und das ist für mich einfach auch so dieses, wie ich finde, dieses zeitgemäße, also man muss ja vorsichtig sein, 2010, das sind ja nun auch wieder mittlerweile 25, 25, 15 Jahre, Aber dieses nach wie vor dieses zeitgemäße, letztendlich wir brauchen eine menschliche Ankopplung, eine menschliche Identifikation und deshalb ist es auch genauso wie bei Tron, bei Tron Legacy, du hast erstmal eine Vorgeschichte in der realen Welt, bis dann der Übergang auf dem Grid in die Cyberwelt, in die Welt des Computers stattfindet. Und dann ist es eine Interpretation. Es ist eine Interpretation, dass du in dieser Cyberwelt Elemente siehst, die dich durchaus zum Nachdenken darüber bringen können, wie wir mit dieser ganzen Hochtechnologie immer unwissender vielleicht und immer sorgloser umgehen. Und ich denke, dass man diese Flasch-Synthese, die ich jetzt einfach aufstelle, einfach auch von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr genauer beobachten kann, in dem wie sich, du hattest das ja gerade so ein bisschen auch angedeutet mit den Tech-Konzernen und so, wie wir als Nutzer damit umgehen und wie sich die Welt dadurch im Grunde genommen wandelt.
TeeJay:
Und das ist, ich habe ein bisschen mehr ausgeholt, aber das sind für mich Fragen, die da auftauchen. Fragen, die da auftauchen, wenn ich so sehe, wie sind denn die Machtverhältnisse, die gesellschaftlichen, die in Tron, auf dem Grid ablaufen. Vielleicht noch ein bisschen einfacher dargestellt im 82er Tron und vielleicht wird man im 2010er durch dieses audiovisuelle Erlebnis ein bisschen mehr abgelenkt. Ja, aber Aber ja, das ist das, was ich auch immer wieder neu entdecke. Also ich gehe immer wieder so aus einer Tron-Sichtung heraus und habe, ich habe was Tolles gesehen und ich frage mich selber, wie viel Reifer bin ich eigentlich geworden.
Christian:
Super spannend, dass du das auch so beschreibst. Mir fehlte das ein bisschen. Mir fehlte... Das ist vielleicht ein bisschen stark formuliert, aber mir fehlte diese Substanz dahinter. Kann sehr stark auch an mir liegen. Also ich bin ja nicht so der größte Fantasy-Mensch. Also ich habe so Schwierigkeiten. Also ich, mir fällt der Zugang in Fantasy-Welten, glaube ich, tendenziell schwerer als in andere Welten, um es mal so zu formulieren und das ist mir jetzt bei Tron aber auch erstmal so aufgefallen, also diese Erkenntnis, dass wir uns hier wirklich in einer Fantasy-Welt befinden. Ich glaube, mich hat das immer so ein bisschen irritiert, was du nämlich genauso beschrieben hast, dieses Wissen um die Mikroebene auf Elementarteilchen, wie du es so schön beschrieben hast, zu wissen, dass der Computer so nicht funktioniert. Und das ist das Interessante. Also 82 ist diese Imaginationsfähigkeit, sich Computerwelten so vorzustellen, glaube ich, noch viel, viel offener und viel, viel zugänglicher. Also wenn ich den auch 82 mit 13 im Kino gesehen hätte, hätte der, glaube ich, auch Dinge mit mir gemacht, die du so beschrieben hast, die ich jetzt einfach nicht fühlen kann oder nicht so sehen kann.
Christian:
Ich hatte dir da mal in so einer Sprachnachricht dieses Beispiel mit John Carter schon mal so angeheutet. Ich hatte nämlich auch dieses in Anführungszeichen Problem, also als der Film 2012 rauskam, wollte ich mich da auch reinarbeiten und diese Geschichte von John Carter, ich glaube Princess of Mars heißt glaube ich das erste Buch hier, Burroughs hat das geschrieben um die Jahrhundertwende, so und, Das ist ein fundamentales Werk für die Science-Fiction-Erzählung. Also alles, was danach kam von Star Wars über Dune. Alle zitieren Burroughs und seine Geschichten. Und eben seine Geschichten von John Carter auf dem Mars, der über ein geheimnisvolles Portal in einer Höhle auf diesen fremden Planeten geschleudert wird und dort aufwacht und ein Königreich von Aliens wiederfindet.
TeeJay:
Quatsch.
Christian:
Prinzessin retten muss. Und ich habe das gelesen, das Buch vor dem Kinofilm. Ich habe es angefangen zu lesen. Ja, ich wollte da wirklich rein und habe dann aber auch beim Lesen gemerkt, wow, ich kriege das nicht mehr hin, was um die Jahrhundertwende die Menschen begeistert haben muss. Also auch da zur falschen Zeit da reingekommen mit dem Ballast des Wissens. Also ich kenne jetzt, so platt gesagt, ich kenne die NASA hochauflösenden Aufnahmen vom Mars. Ich weiß, da ist nichts. Und dann fällt es mir schwer, mich in so eine, ich sag mal, Vorgeschichte, vor diesem Wissen zurückzubesinnen und ich muss halt diesen Suspension of Disbelief ablegen. Ich muss halt, ich muss etwas verlernen, was ich schon weiß. Und das Problem habe ich ein bisschen auch bei John, dass das damit kollidiert, dass ich sage, also ich muss meinen sehr schwachen Fantasy-Muskel so stark anstrengen und das geht nicht auf für mich.
Christian:
Aber ich finde das so spannend und faszinierend und so toll, dass du das auch gerade so formuliert hast weil bei dir funktioniert das ich glaube auch, dass ich da nochmal öfter rein muss und auch mich, Jeff Bridges wird wahrscheinlich auch sagen zu mir, einfach loslassen, einfach loslassen beim Schauen, dass ich zu verkrampft auch bin und zu verkopft noch bin aber ja, Ich habe da so meine Schwierigkeiten mit dem Zugang in diese Welt, aber ich beginne, glaube ich, auch etwas zu sehen, je öfter ich mich damit auseinandersetze, was ich, glaube ich, vorher auch nicht gesehen habe.
TeeJay:
Ich baue dir mal so eine Brücke. Vielleicht ist das eigentlich gar nicht so schwer, weil letztendlich das, was tatsächlich in einem Computer abläuft, ich glaube, das sind auch nur Modelle. Wir haben ja auch, wie sieht ein Atomkern, ein Atom aus, wie sich Elektronen in Leiterbahnen bewegen. Wir haben Modelle dafür. Aber wenn man das wirklich physikalisch betrachtet, Heisenbergsche Unschärferelation, niemand kann genau wissen, wo sich ein Elektron jetzt aufhält. Die Quantenmechanik macht sowieso Dinge, die jenseits jeglicher menschlicher Vorstellungsvermögen liegen. Das ist Fantasy auf der Ebene für mich ein Stück weit auch. Ja, natürlich physikalisch beschreibbare Durchgleichungen, abbildbare Vorgänge, die ziemlich gut sind, weil sonst hätten wir ein Tron nicht auf der Leinwand und hätten unser Handy nicht in der Tasche und würden nicht vor dem Macintosh oder ich vor dem PC oder vor dem Computer wie auch immer sitzen. Aber es sind alles Abstraktionsebenen irgendwo. Und ich mach, also jeder tickt anders und jeder nimmt auch anders wahr. Und ich glaube, Tron hat so viele verschiedene Ebenen, die wir jetzt so langsam wie so eine Zwiebel ja schon mal so ein bisschen auseinanderschälen können. Diese audiovisuelle Ebene, diesen tollen Soundtrack, diese Vater-Sohn-Geschichte.
TeeJay:
Diese Gaming-Momente da drin mit den Light-Cycles und mit der Arena und allem. Dass man sich daran erfreuen kann. Aber es hat für mich eben halt auch diese Möglichkeit, was du gerade, was ich vorbeschrieben habe, diese Fantasy-Welt in meiner Realität, in meinen Fragen, die ich habe, meinem Umgang mit Hochtechnologie letztendlich ein Stück weit zu übersetzen und ein Stück weit kritisch auch zu übersetzen.
TeeJay:
Um nochmal so diese Brücke etwas anders zu beschreiben, ich kann mich erinnern, so mit dem fast ersten Computer, kennen viele Leute vom Namen, haben vielleicht auch einige von euch da draußen besetzt, ein Commodore 64, gab es damals ein Activision, glaube ich, war das damals schon Activision, Computerspiel namens Little Computer People, LCP genannt. Du hast dann, also so eine Art, man könnte sagen, so eine Art absoluter Sim, also diese Sims, diese Computer-Vorgänger. Du hattest so ein Haus und du hattest einen Bewohner und mit der konnte halt so Sachen machen, die so Menschen machen normalerweise am Tag. Also da konnte eine Zeitung lesen, da konnte schlafen gehen, was essen und so. und es wurde damals tatsächlich beworben mit dieser kleine Computerbewohner, die wohnt in deinem Computer. Ähnlich wie die Tamagotchis beispielsweise auch. Du musst dich um sie kümmern. Das ist kein elektronisches Spielzeug. Es ist Elektronik da drin, aber es übersetzt sich in die reale Welt, damit es für dich greifbarer wird. Und was ist denn passiert? Viele haben sich um diese Tamagotchis gekümmert. Als wenn es tatsächlich irgendwie so ihr eigenes, als wenn es was Organisches wäre. Oder Little Computer People auf den C64. Mann, ich muss mal, der, du, 20 Minuten, da muss er wieder was essen hier und so.
TeeJay:
Weißt du, das ist für mich einfach diese Freude an der Möglichkeit, diese Abstraktionsebenen so zu übersetzen, dass Fantasy nicht nur einfach so eine schnöde Übersetzung ist, in dem sie unterhaltend ist, aber in dem sie auch kritisch natürlich ist und auch Fragen aufwirft. Ja, denn ich glaube, das müssen wir Fantasy einfach auch anerkennen, dass Fantasy genauso menschliche Themen verhandelt, wie wir in der realen Welt einfach auch haben. Manchmal sogar noch besser, manchmal aus Perspektiven, die uns neu sind und die uns neue Impulse irgendwie geben. Und zum Schluss vielleicht einfach auch noch zu Tron Legacy. Dieses, um das vielleicht für mich auch nochmal zu beschreiben, diese Armee, die da aufgebaut wird.
TeeJay:
Konkret endet der Film ja im Grunde genommen damit, dass verhindert wird, dass, die Armee aus dem Cyberspace in die reale Welt es wird ja wirklich dieser Globus, die Erdkugel auch, die wird ja wirklich dargestellt und Clue erzählt ja in dem Moment, was er vorhat, dass er einen Weg gefunden hat, über dieses Portal, in unsere reale Welt letztendlich einzudringen ich glaube, so viel kann man bei Tron Aris schon vorwegnehmen, wenn ihr den Trailer kennt irgendwas in der Richtung passiert. Und das ist für mich aber auch so eine wunderbare Metapher zu sagen, diese reale jetzt wieder, Cyberwelt, die wir haben, die greift nicht nur nach uns, Christian, die hat viele Leute einfach schon komplett in ihrem Bann. Und schon ergriffen.
Christian:
Da bin ich auch voll bei dir. Und das meine ich. Ich glaube, ich muss noch viel, viel metaphorischer und viel, viel losgelöster von Bits und Bytes und kleinen Lämpchen und so denken und das merke ich auch, mir ist auch gerade noch in den Sinn gekommen, weil wir so diesen Bogen 82 Tron, 84 der Macintosh, Steve Jobs als 68er, aus der 68er Bewegung als Hippie, der ja auch, das Digitale und Analoge auf eine ganz eigene Art kombiniert und zusammengedacht hat und da ist glaube ich auch diese Verbindung oder dieser diese Geburt auch von Tron als eine, Also da müsste ich halt, müsste ich auch nochmal gucken. Aber das Personal, was 82 sich Tron erdacht hat.
TeeJay:
Wird auch Leesburger vorher gemacht hat, woher der kommt.
Christian:
Genau, das wird halt auch alles Hollywood, L.A., Kalifornien in den 80ern sind ja sozusagen so ein bisschen die Auswüchse dieser auch technikoptimistischen Hippie-Welle und Generation, die halt auch ganz anders nochmal auf dieses Thema auch geguckt hat, wie du sagst, als es auch dann hochkam Und also da war es ja auch noch gar nicht im Mainstream. Und das wollte ich auch noch mal loben, dass Tron, auch Tron Legacy eben nicht in die Falle tappt. Das macht es für mich ein bisschen schwerer zu greifen, aber er tappt nicht in die Falle, sozusagen sich zu konkret in der technologischen, digitalen Gegenwart verankern zu wollen. Ja, das macht ja der Sohn, also die beiden Flints machen das ja mal ganz kurz in so einem Dialog, als sie mal so ein paar Minuten Zeit haben. So, was habe ich da die 25 Jahre oder was dazwischen liegt irgendwie oder die 20 Jahre, was habe ich eigentlich verpasst? naja, wir haben uns so ein paar Sachen schon überlegt, sowas wie irgendwie WiFi, ja, das hatte ich in den 80ern mir auch schon gedacht. Das ist ein schmunzelnder Moment, der sozusagen diesen Einwand aus dem Publikum versucht, ganz sanft abzufedern, anstatt eben zu sagen, oh Gott.
Christian:
Wir haben jetzt spätestens das Internet, aber gleichzeitig auch schon das Smartphone in den Hosentaschen. Also wir haben ja eine digitale Welt, die extrem weiterentwickelt ist im Vergleich zu der digitalen Welt von 82 und wir müssen jetzt auf Teufel komm raus, das in Metaphoriken.
Christian:
Runterbrechen oder die Metaphorik 82 von Trident, wie du sagst, neu erfinden. Das Grid können wir ja gar nicht mehr benutzen. Wir müssen ja mindestens mit dem Web arbeiten, aber das Transferieren in etwas ganz anderes, das hat man alles gar nicht gemacht. Man ist diese, finde ich, sehr klug um gewisse Stolpersteine herumgegangen, indem man sagt, das, Dieses Fass machen wir gar nicht auf, sondern wir bleiben in dieser selbst erschaffenen Welt, in diesen Regeln auch dieser Welt und wie du sagst, wir versuchen sie sehr liebevoll und zart irgendwie so abzudaten, dass das zwar eine Weiterentwicklung ist, aber die eigentlich sozusagen innerhalb dieser Welt gedacht werden muss. So nicht unsere Entwicklung von außen auf diese Welt übergestülpt, um vielleicht auch mit irgendwelchen Seherfahrungen oder Lebenserfahrungen des Publikums das irgendwie da reinbrechen zu müssen. Das macht den Zugang, finde ich, umso schwerer, auf eine gewisse Art und Weise, aber es macht dann wiederum auch den Film zeitloser und wie du sagst, mit diesen, also lässt diese Metaphern dann auch irgendwie besser sprechen. Es lenkt nicht von sich selbst sozusagen ab. Und das finde ich dann wieder sehr clever.
TeeJay:
Ein ganz, ganz wichtiger Wendepunkt, ja, ein Wendepunkt ist nicht, aber doch schon ein wichtiger Punkt in dem Film ist auch, wenn auf einmal das Wort Improvising mitfällt. Das ist ja immer das, was also dieser, man könnte ja auch sagen, es gibt ja auch durchaus einen religiösen Bezug in diesem Film, denn die User sind ja das logischerweise, was das sieht man bei, ehrlich gesagt, bei Tron82 noch ein bisschen exponierter, in dem die Programme die Spiegelbilder ihrer User sind und die User für die Programme im Grunde genommen eine Glaubensfrage sind. Bis in dem Moment, dass tatsächlich das erste Mal ein User in das Grid geholt wird. Eben halt an der Stelle der gute Jeff Bridges. und, in dem Moment ja, als User da auch ganz besondere Fähigkeiten hat, aber das ist wie gesagt noch mehr beim 82er. Im Tron Legacy und auch da man sieht es in der Szene, man hört es auch an der Musik als Sam und Kevin, also Vater und Sohn das erste Mal so drüber reden so, was willst du jetzt machen, mein Sohn? Sagt er I'm a user, I'm improvising.
TeeJay:
So und das sind für mich auch wieder auch so genau an der richtigen Stelle hätte auch an einer anderen Stelle sein können aber dass dieses Element auftaucht zu sagen wir müssen immer noch dran denken, das ist für mich ja im Grunde genommen eine einfache Übersetzung die heißt wir als Menschen können improvisieren wir haben eine Kreativität, und solange wir uns deren bewusst sind und solange wir die anwenden können diese nicht verlernen uns nicht steuern lassen durch das, was da draußen Einfluss auf uns nehmen will, haben wir einen Vorteil. Haben wir etwas, was zutiefst menschlich ist.
TeeJay:
Und das wird ja dann nachher eigentlich ... Und im Handlungsstrang führt das ja einfach dahingehend, dass dieser Film für Sam Flynn zumindest ein Happy End hat, dass er seine Heldenreise positiv fortsetzen kann, wenn man so will. Das finde ich aber ein tolles Moment, dass das immer wieder so in Nuancen gesagt wird, Improvising. Und er versucht sein, oder auch in dem Moment, wo eigentlich sein Vater jegliche Hoffnung aufgegeben hat, noch wieder über das Portal rauskommen zu können, seinem Schicksal entkommen zu können, ist es der junge Sam, der frische Ideen einfach, der ist ja noch nicht lange da auf dem Grid, erst ein paar Stunden oder so, der aber diesen Impuls gibt zu sagen, was ist eigentlich aus dir geworden, Vater? Ja, dass du jetzt jeden Mut verloren hast. Also, dass du das Menschliche jetzt hier verloren hast im Prinzip. Dass du dich in dein Schicksal jetzt hier ergibst, dass es dir, wenn man das Apartment gesehen hat, mit seinem Zen-Hocker sich das da gemütlich gemacht hat und seine Bücher und so hat. Aber das ist eigentlich nicht sein Destiny, ist eigentlich nicht sein Schicksal, sondern er ist Mensch in erster Linie. Und Quora für mich, wollten wir auch nochmal, also die wunderbare Olivia White, die ja dieses ISO ist, das Element, die auf einmal aus dem Nichts aufgetaucht sind.
TeeJay:
Ja, also wo er so sagt, so wie so Digital Jazz im Grunde genommen, ja, also wirklich dieses esoterische Element da drin, ist für mich einfach wirklich so eine Brücke. Auf der einen Seite ist sie ein digitales Wesen, eine digitale Schöpfung, aber auf der anderen Seite ist sie nicht programmiert, sondern das wäre ja übrigens auch das große Geschenk gewesen, und was ja eigentlich Kevin Flynn der Welt überbringen wollte, bis zu dem Moment, wo was schief lief und er nicht mal rauskam aus dem Grid. Und sie sitzt dort als einzige Vertreterin. Wir spoilern ja, hier haben wir gar nicht gesagt, aber das kennen ja deine Leute, deine Zuhörer, Zuhörerinnen da draußen. Die sind von Clue gepurcht worden, sind ausgelöscht worden, weil Clue, es wird auch immer wieder gesagt, ist ja dafür erschaffen worden, das perfekte System zu erschaffen. Und da passten diese ISOs nicht rein, Menschen passen eigentlich auch nicht rein und, Quora ist für mich halt so diese Brücke dazu, so dieses Mysterium, dieses, es gibt noch mehr in diesem Grid im Grunde genommen, ja, dass auf einmal auf einmal.
TeeJay:
Anfängt zu existieren, das auf einmal da ist, auftaucht, dass sich niemand genau erklären kann. Und, Ja, genau. Und das ist auch für mich so ein interessantes Element drin gewesen. Aber nochmal zurück, es ist immer wieder so auch dieser Rückfall auf Improvising, auf diese Kreativität und auf die Bedeutung letztendlich, die dadurch sich im Film entfaltet. Und das ist auf jeden Fall, wie ihr da draußen auch hört, so ein bisschen eine Ebene, die wenn ihr den Film das erste Mal guckt oder nochmal erneut guckt, wo ihr vielleicht einfach Spaß habt, da nochmal so ein bisschen genauer hinzugucken, weil das, was vielleicht nur angedeutet wird, oftmals spannender ist, als das, was direkt ausgesprochen wird und als Frage auch beantwortet.
Christian:
Das kann ich komplett unterstreichen. Ja, eine Sache, die ich noch ganz kurz erwähnen wollte, weil uns jetzt auch tatsächlich die Zeit auch schon etwas fortschreitet.
TeeJay:
Ach ja, unten links sehe ich jetzt auch eine Uhr. Da war ja was. Ein paar Mikrozyklen haben wir vielleicht noch, oder?
Christian:
Ich wollte auf jeden Fall noch mal kurz eine Beobachtung auch noch teilen, die mir auch so ein bisschen sauer aufgelöst. wo ich mit den Augen auch des Öfteren geheult habe. Ich fand die Darstellung von Frauen, also ich finde, das ist ein sehr weißer und auch ein sehr männlicher Film, weil das einfach, also die vier Sirens da in ihrem engen Latexleder, die dann auch noch Sam ausziehen, damit er da sein digitales Kostüm da vor den großen Games anziehen kann und auch Quar, die sehr oft sehr gut aussieht, aber dann auch das alles ist, was sie in der Szene leisten darf und dann so diese klassische sexy, die eigentliche Protagonistin ist, fähiger als der Protagonist, aber der Protagonist ist ja der Mann und dann auch noch der Sohn des alten Protagonisten und damit der eigentliche Held und sie aber in zweiter Reihe diejenige ist, die fähiger ist, besser ist, mehr weiß und eigentlich dazu da ist, um den Protagonisten quasi zu seinem Erfolg stolpern zu lassen. Das waren für mich schon sehr überholte Tropes und es ist mir einfach nur aufgefallen, wo ich auch dachte, ja, ja, ja, ja, viele Klischees, viele auch in der Bildsprache sehr klischeehafte Sachen, aber naja.
Christian:
Also ich fand es dann noch bezeichnend, als ich am Ende da in den Credits geguckt habe und es durchaus lange gedauert hat, bis die erste Frau in den Credits aufgetaucht ist von irgendwie Produzierenden und wo ich das Gefühl hatte, weiß ich gar nicht, wo das dann irgendwie kam, so Casting oder so glaube ich erst, wo ich dachte, okay, das erklärt auch ein bisschen was.
TeeJay:
Konnte man sich das 2010 noch ein bisschen leisten jedenfalls, eher als es vielleicht mittlerweile tatsächlich in der Betrachtung.
Christian:
Ja, und das ist halt, also das ist glaube ich auch so eine männliche Power-Fantasy, Power-Fantasy ist es nicht ganz, aber wirklich so ein Männer-Ding. Ohne jetzt, weißt du, Schenkelklopfen, Zoten und diese Männer-Filme gibt es auch, aber und da ist dann vielleicht wieder so der Bogen zu dem Joseph Kosinski, ich kann den Typen nicht packen, weil der irgendwie so nach Top Gun Maverick auf einmal für mich da war und ich entdecke so, der hat Filme davor gemacht und jetzt macht er diesen Formel-1-Film mit Brad Pitt. Ich müsste mir den auch noch mal ein bisschen genauer angucken. Ich glaube, das ist so einer, der halt irgendwie auch diese Art von Film, weil Top Gun Maverick ist ja auch so ein Männerfilm. Tom Cruise, der irgendwie da über 60, glaube ich, oben ohne da noch wieder und den großen Fighter-Pilot wieder spielen kann. Und jetzt Brad Pitt, der auch aus der Mottenkiste geholt wird, um da irgendwie den Formel-1-Fahrer und das sind irgendwie schon so diese diese Filme.
TeeJay:
Also in dem Zuge, das ist eine interessante Betrachtung, die können wir gerne, weil uns jetzt wirklich so ein bisschen die Zeit vielleicht wegläuft, auch nochmal, wenn wir den Vergleich haben mit dem Tron 82er, wie da die gute Cindy Morgan als frauliche Protagonistin geschlechterspezifisch dargestellt wird, kann ich auf jeden Fall eins sagen, dass es für mich eine positive Weiterentwicklung im Falle von Quora jetzt ist. Wie sie ja durchaus auch starke Momente einfach hat. Wo sie als Kämpferin, die sich auch nicht so schade ist, die auch ihren Beitrag leistet, auch in diesem Film in Erscheinung tritt. Das hast du beim 82er noch, ist natürlich auch eine andere Storyline, deutlich verhaltener an der Stelle. Aber ich gebe dir recht, ist mir auch aufgefallen, als wir in dem End-of-Line-Club waren, da siehst du ja auch nochmal diese Siren Nummer 2. Also wirklich in ihrem knackigen Hinterteil, wie sie dann da dann weggeht und das hat man auch, also gut, also sie nicht nur alleine, sondern ist Zeus oder Castor, der, ich glaube, der war in dem Moment ja neben ihr, oder war Sam, glaube ich, neben ihr. Genau, sie ist halt beide, aber es ist schon ziemlich betont da jedenfalls, ja, also da gibt es schon so zwei, drei Szenen, da kann man auch sagen, eine etwas andere Kameraeinstellung hätte vieles entschärft an der Stelle und gut ist, ne, aber Bis zum nächsten Mal. Die hat man damals wohl einfach so gewählt. Und ja, hast recht.
TeeJay:
Das wünsche ich mir jedenfalls. Wir werden das ja sehen und vielleicht dann auch besprechen. Mal schauen, dass es im dritten Teil solche Sachen nicht mehr so in gewissen Szenen in den Vordergrund gerückt werden.
Christian:
Ja, ich habe es dir schon im Vorgespräch gesagt. Ich bin irgendwie so ein bisschen hin und her gerissen, was schon Ares angeht.
TeeJay:
Woher kommt das?
Christian:
Ja, ich glaube, es verkörpert sich vor allen Dingen in der Hauptbesetzung, aber wir schauen mal, vielleicht schaffen wir den auch, vielleicht, vielleicht auch nicht, mal gucken.
TeeJay:
Wir haben jetzt erstmal diesen hier.
Christian:
Und vor allen Dingen jetzt können wir es endlich mal, also wir haben es wirklich schon lange durchgehalten, aber wir müssen ja auch noch über 3D sprechen, über diesen einen durchaus wichtigen Aspekt der Inszenierung, den wir bisher immer wieder nach hinten geschoben haben. Und da muss ich sagen, also nochmal zum Setup, ich habe halt so eine VR-Brille und habe den Film tatsächlich zwei Stunden in VR da im 3D-Kino in 3D geguckt. Also ich war quasi direkt on the grid, also mehr Meter auf der Metaebene geht es gar nicht.
TeeJay:
Zuckerberg hat das auch gleich mitgekriegt und hat gesagt, was guckt der jetzt hier?
Christian:
Das leider auch noch, aber ich habe auch wirklich zwischendurch den Akkupack hinten auf die Brille noch drauf gesetzt. Das war so kurz vor Neo in der Matrix, wie ich mich gefühlt habe. Aber genau, also ich war, wenn ich einmal hochgesprungen wäre, dann wäre glaube ich auch so ein Motorrad um mich herum erschienen. So habe ich mich zumindest gefühlt. Aber ja, du hast es schon erwähnt. Also dieses erstmal fantastische Intro, diese Eröffnungssequenz, die uns Jeff Bridges aus dem oft Daft Punk unter die Ohren, dann diese Kamera fahrt da durch diese Stadt in 3D und uns schon mal gleich so ein Teaser setzt für das, was danach kommt. Also schon so ein, du hast ja gesagt, es gab vor dem Film so ein Proof of Concept Trailer, den man irgendwie gedreht hat und das war jetzt quasi nochmal das Proof of, ja was ist denn, Proof of Existence oder Proof of, also der klassische Vorgeschmack auf den Film.
TeeJay:
Und.
Christian:
Fängt schon mal sehr, sehr gut an. Ja, also das habe ich auch gemerkt. Und dann, mutig, spannend, sehr interessant auch für unsere Auseinandersetzung hier, beginnt der Film in 2D. Ein 3D-Film, der es wagt, wie du sagst, der noch eine Einblendung liefern musste und sagen musste, das ist Absicht, liebe Leute. Fand ich schon mal mutig, stark und irgendwie auch toll, um uns dann diesen Effekt zu geben, wenn es auf Skrid geht, wenn es in den Computer geht, dann zoomt und dann öffnet sich die Leinwand in eine räumliche Tiefe. Ganz, ganz fantastische Idee und bringt da, was ich an anderer Stelle kritisiert habe, Form und Inhalt sehr, sehr gut zusammen.
TeeJay:
Ja. Punkt. So sollte das auch sein. Ja, schön. Also erst mal finde ich es wunderbar, dass du da draußen den Leuten, eine Motivation gibst und vielleicht noch mal so einen kleinen Schubser jetzt. Jetzt bist du so wie ein Regisseur, der so ein bisschen so in die Seite haut und sagt, guckt euch das mal so als Plattform so eine Quest 2 oder Quest 3, wenn ihr dann so 3D und aktuell dann vielleicht doch noch mal jetzt Interesse kriegt, so einen Film zu sehen.
TeeJay:
Ich habe das auch auf meiner Quest 3 mal gemacht, weil ich einfach wissen wollte, wie sieht das denn mittlerweile aus und weil ich mich ein bisschen wie Christian fühlen wollte, der ja dann auch die Quest 3 auf der Nase hat und damit wir so ein bisschen, jedenfalls einen ähnlichen, gleichen visuellen Eindruck haben. Nicht ganz natürlich dann, weil ich dann doch auf die Leinwand gewechselt habe, aber zumindest so, dass ich halt einen guten Eindruck hatte. Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin so froh, dass es diese Plattform wie, und wir hatten schon ein bisschen darüber gesprochen, da sollen wir das nicht zu sehr vertiefen, und wir werden sicherlich auch nochmal so ein bisschen drüber sprechen, weil ich glaube, dass gerade wenn es um diese VR-Brillen geht, dass die mittlerweile klassischen Laser-TVs und sowieso Heimkinoprojektoren den Rang abgelaufen haben, wenn es um die Menge geht, die da draußen mittlerweile verkauft wird. Und da ist ja nicht nur Meta-Quest, sondern es gibt ja auch Pico und es gibt natürlich die Apple Vision und so weiter. Also es gibt sehr viele Leute, die wahrscheinlich noch gar nicht wissen, dass sie mit einer solchen Plattform eben halt auch 3D-Filme gucken können. Und wir stellen ja immer wieder mal, da haben es ja jetzt schon und in Zukunft auch mal immer wieder die vielleicht ganz sehenswerten Filme vor.
TeeJay:
Also von daher war ich wirklich sehr angenehm überraschend, dass es eine deutlich immersivere Art 3D-Filme zu gucken, als es auf jeglichen Fernseher, den ich so kenne, möglich gewesen wäre damals. Und was natürlich auch folgerichtig dazu beigetragen hat, Ob das 3D beim Thema Fernsehen keine Rolle mehr spielt. Denn hier ist es wirklich so, size does matter, Punkt. Die Größe des Bildschirms ist entscheidend für die Immersion und für das 3D-Gefühl an sich.
TeeJay:
Also das erstmal vielleicht auch zu dem Rahmen, den du sagst. Und dann bin ich selber, ich weiß nicht, ob du das mutig findest, so konsequent, dass das jetzt hier entschieden worden ist, zum einen, dass die in der realen Welt in 2D gedreht worden ist und in dem Moment, wenn es auf das Grid geht, der gute Sam Flynn in den Computer reingelasert, saugt wird, dass dann auf einmal tatsächlich dieser 3D-Moment kam. Ein 3D, das vielleicht so ein bisschen dann auch zu den Gedanken, die man sich da gemacht hat, das bewusst auf Dinge, die vor deiner Nase gehalten werden, die aus der Leinwand herausragen, weitestgehend verzichtet wurde. Das 3D, und das ist immer etwas, was ich bevorzuge, Das 3D spielt sich ab Leinwand Ebene hinter der Leinwand ab und zeigt damit einfach die Architektur, die Tiefe des Grids, die Layer. Die Ausgestaltung, darüber haben wir auch schön beispielsweise bei Hitchcock gesprochen, wie Objekte im Raum gestaltet sind.
Christian:
Die Light Cycles, die sich im Raum ja zueinander parallel oder überkreuz bewegen, das funktioniert fantastisch.
TeeJay:
Ja, und gedreht wurde übrigens mit dem gleichen Kamerasystem, wie auch Avatar verwendet hat. Das ist dieses Fusion-3D-Kamerasystem, wenn ihr das da draußen mieten wollt. Mittlerweile gibt es, glaube ich, auch ein neues System. Zuletzt Alita Battle Angel 2019 damit gedreht. Man sagt so ungefähr zwischen 20.000 und 40.000 US-Dollar pro Tag. Oder meinte ich auch, Euro ist ja nicht so weit entfernt. Ihr kriegt aber auch natürlich Support. Und vielleicht kommt James Cameron persönlich auch nochmal vorbei und stellt dann irgendwie Kontagent.
Christian:
Für so eine Hochzeitsfeier, Einschulung oder einen runden Geburtstag.
TeeJay:
Macht es auf jeden Fall Eindruck, wenn auf einmal dann erst mal drei Tage vorher aufgebaut wird. Mit Steadicam und allem drum und dran und Dollys und so. Das wird ein denkwürdiger Film. Läuft auch in den Kinos demnächst dann an. Einschulung von und dann in 3D. Also das war jedenfalls, das ist jedenfalls sehr, sehr toll. Und auch vor allem diese nahtlose Kombination, die man hat. Der Schauspieler, die ja dann und der Szenen, die in 3D gedreht worden sind, in Kombination mit dem CGI, mit dem ganzen Bühnenbild, mit der Verschmelzung der Hintergründe, der computergenerierten Hintergründe, bis hin zum Abspann. Also alleine, wie der Abspann sich gestaltet. Zuerst die wichtigen Personen, bekommen natürlich dann einen besonders markanten Teil des Abspanns und der Scrolltext, der nachher durchläuft. Aber auch da, das ist alles so das Zuckergüsschen auf diesem audiovisuellen Film obendrauf. Und ich kann einfach nur hoffen, also wenn ihr nicht die Möglichkeit habt, über eine VR-Brille oder über ein Laser-TV, Die werden ja auch immer bezahlbarer und Gott sei Dank in dieser Preisklasse gibt es dann auch wieder 3D mit an Bord, dass eventuell im Zuge von Tron Aris das ein oder andere Kino nochmal wieder Tron Legacy auch aufführt.
TeeJay:
Tut euch den Gefallen einfach, egal wie ihr zu diesem Film steht, wenn ihr Tron Aris sehen wollt, dann habt ihr vielleicht auch ein bisschen Liebe für Tron Legacy übrig und versucht den nochmal in 3D zu schauen, weil es ist einer der Filme, wo 3D für mich ja sowieso, aber wo glaube ich jeder erkennen kann, was er dem Film hinzufügt. Für mich ist es sogar essentiell, aber zumindest, wenn man sagt, man hat nicht so viel mit 3D zu tun. Und dazu muss ich auch eins sagen, die Kinos, die jetzt noch 3D-Projektion haben, sind ja in der Regel auch Kinos, die im Laufe der Jahre technisch aufgerüstet haben, nochmal vielleicht wirklich modernere Projektoren, hellere Projektion. Da hat sich ja in den Kinos, die noch 3D anbieten, auch einiges getan. Also von daher ruhig mal wieder sonst einen 3D-Film wagen und einer, der wirklich die Stärken dieser Technologie auch zeigt und in der Lage ist, vernünftig zu präsentieren. Dann denke ich, hat man nochmal wieder auch als Skeptiker vielleicht mal wieder ein bisschen Freude an 3D.
Christian:
Also, ich kann noch eine Anekdote von meiner Sichtung erzählen, als diese Szene passiert, wo Sam von, wie hieß sie denn noch, ich glaube, Jem, also von dieser Siren Nummer 2, da so aufgegriffen wird, er sucht ja irgendwie diesen Kontakt Zeus, weil er weiß, da muss ich hin, der kann mir helfen. Und dann wird er da ja so aufgegabelt und sagt, hey, ich kann dir helfen, komm mal mit. Und dann geht ja dieser Weg so in diesen Club. Und das war einer der coolsten Momente, die ich in dieser VR-Brille überhaupt erlebt habe. Das war einer der coolsten 3D-Film-Kinomomente. Also da kam in dem Moment einfach alles zusammen. Der Score von Daft Punk, dieser treibende, kalte, aber ruhige Beat, den ich auch auf dem Score schon immer so geliebt habe. Ich habe wirklich die Szene begann und ich zu meinem Set, ich habe halt keine Kopfhörer so drin. Ich lasse das einfach so über die Lautsprecher dieser Brille entlaufen. Das funktioniert gut genug und ich habe gemerkt nee, nee, nee, ich habe schnell meine.
Christian:
Besseren Kopfhörer rausgeholt, weil ich das wirklich spüren wollte da war dann das Problem da ist irgendwie Latenz drauf, da müsste ich im Setup, da müsste ich nochmal richtig tief reingehen und nochmal gucken, dass ich das Latenzfrei hinbekomme also die Dialoge, aber in dem Moment war mir die Dialoge auch gar nicht so wichtig wie die Musik, und wie die Musik auch zu spüren, den Bass halt auch richtig mitzukriegen und um, Also diese Coolness in diesem Moment, dieser wortkarge Eingang, Einritt in den Club, in diese Club, in diese Unterwelt, in diese, ja, also auch dieses Hochfahren da im Fahrstuhl und so. Also das ist alles, das versprüht diese Coolness, diese kalte Technikwelt, Coolness war da einfach großartig. Und dann eben auch mit dem 3D und dann eben mit diesem Score unterlegt. Und dann eben auch diese coolen Kostüme. Das hat so wortlos, wie du sagst, so ein cooles Musikvideo war das auch in dem Moment. Und das war, das ist irgendwie bei mir hängen geblieben. Also mehr noch als jetzt irgendwie der große Action-Moment und ja, Light-Cycle ist auch alles cool, aber dieser wortkarge Moment hat für mich einfach... Sehr viel hergegeben.
TeeJay:
Dann darf ich, wundervoll, also da könnte ich dir Stunden zuhören, wenn du, für euch da draußen vielleicht einfach auch, dürft ihr ja nicht vergessen, also bei mir wisst ihr ja, also so mit 3D, das ist ja so mein Leib-und-Magen-Thema und gibt es eigentlich nichts mehr ohne 3D, aber gerade bei Christian, das ist ja durchaus jemand, das darf man ja sagen, der 3D, was würde ich sagen, so kritisch eigentlich oder doch mehr oder weniger als okay, die 3D-Zeit ist vorbei, haben wir gehabt, jetzt mal weiter im Thema, bitte.
Christian:
Genau.
TeeJay:
Und du ja jetzt so ein bisschen so wieder in Dosen, also klar, man muss das ja auch nicht so wie ich, aber zurückkommst zu diesem Thema und jetzt anfängst so.
Christian:
Ich formuliere es mal so, die generelle, ich würde so sagen, generelle 3D-Kritik wandelt sich in eine konkrete um.
TeeJay:
Ja, okay.
Christian:
Also ich gucke jetzt genauer hin, ich benutze es jetzt, ich meine, das muss man ja auch sagen, die technischen Voraussetzungen sind jetzt auch zugänglicher, also auch die finanziellen Voraussetzungen. Ich muss jetzt nicht, wie du sagst, 4000 Euro allein für einen 3D-Projektor ausgeben. Das ist definitiv auch ein Faktor, aber so als ein, ja, ein weiterer Pfeil im Köcher der Filmsichtung, der Filmerfahrung. Wir haben jetzt auch schon mal ein bisschen mit den Gedanken gespielt, vielleicht auch mal wieder im Rahmen der 3D-Unit mal über einen Kinofilm nochmal wieder zu sprechen, also auch mal rauszugehen und nicht nur Heimkino 3D, sondern auch mal wieder zu gucken, wie du sagst, wie ist denn auch das Kinoerlebnis in 3D? Hat sich da was getan, auch filmisch? Also, um schon mal ein bisschen zu teasern, also der Superman, der jetzt im Sommer ins Kino kommt, der wird auch in 3D hier in der Umgebung laufen.
TeeJay:
Du hattest was mit Superman in deinem Leben irgendwie.
Christian:
Durchaus. Und da jetzt die, wie sagt man, die, Strömung sich kreuzen zu lassen, das könnte ich mir auch nochmal vorstellen. Also ich schaue schon wirklich anders jetzt drauf. Und wie gesagt, also das war dann wieder zurück an DLM for Murder, Hitchcock, ja, in den 50ern. Das war auch eine sehr, sehr schöne und wertvolle Filmerfahrung zu sehen, was Hitchcock da gemacht hat. Der sich Gedanken dazu gemacht hat und jetzt auch in diesem Tron Setting, wo man sich auch sehr viele Gedanken dazu gemacht hat und eben diesen für mich, fulminanten Moment erschaffen hat, das lohnt sich für mich schon. Muss man ja aber auch dazu sagen, es ist ja nicht so, dass wir jetzt, also wir picken uns ja auch die Rosinen raus, wir fangen ja jetzt nicht an sozusagen, den müssten wir vielleicht auch noch mal so einen richtigen 3D-Schrott irgendwie reinholen, wo man sagt, ach du liebe Zeit.
TeeJay:
Sie gibt es leider.
Christian:
Die qualitative Skala noch ein bisschen weiter aufreißen, aber wir suchen die Perlen. Und ich finde, das ist definitiv eine Perle, wie du sagst, das bereichert, das lenkt nicht ab, das ist hier auch kein Gimmick, das ist Teil des Konzepts und auch da nochmal das größte Lob, was ich ausstellen kann, wenn Form und Inhalt zusammenkommen. Und das ist ja immer die Kritik an 3D-Filmen, dass die Form über dem Inhalt steht oder, der Inhalt da war, der in eine Form gekippt wird, die dem Inhalt gar nicht gerecht ist und so weiter und so fort. Aber hier haben wir aus dem Jahr 2010 nach diesem von Avatar losgetretenen Boom relativ zeitnah. Ich habe jetzt geguckt, der kam im Dezember 2010 raus, also ein Jahr nach Avatar. Und man auch sagen muss, ja, die sind nicht erst auf die Welle aufgesprungen. Das ist zeitlich gar nicht möglich innerhalb eines Jahres, sondern wie du sagst, in der Produktion war das schon mitgedacht und mitgemacht. Also hat man da andere Gründe gewählt. Und das merkt man einfach.
TeeJay:
Und ich glaube, im Laufe der Zeit, wenn immer wir den einen oder anderen Film in regelmäßig, unregelmäßigen Abständen hier bei der 3D-Union noch besprechen werden, ich denke jetzt mal an was ganz anderes. Ja, jetzt haben wir das visuell opulenteste Mitbeispiel einer gelungenen, eines gelungenen 3D-Spielfilms besprochen. Ich erinnere so ein bisschen auch dann wieder, wenn ich mal so zurückgehe und warum ich das sage, Stichwort Werner Herzog und seine Liebe für das 3D-Kino. Das ist die Bandbreite der ästhetischen Möglichkeiten, die einfach durch 3D eröffnet wird und habe ich jetzt Werner Herzog gesagt oder wollte ich Wim Wenders sagen? Jetzt weiß ich gar nicht. Der auch allerdings mit seiner Hürde der vergessenen Träume. Aber vor allem Wim Wenders natürlich. Ich denke, jetzt gehen wir natürlich wirklich mal so die andere. Aber das soll einfach nur die Bandbreite zeigen. Denn auch ein Wim Wenders ist aus bestimmten Gründen, hier und da gibt es Interviewschnipsel, die das allerdings auch schon schön verdeutlichen, was er von einem wirkungsvollen und sinnvollen Einsatz der 3D-Technologie hält.
TeeJay:
Und das ist für mich etwas, das so diese ... Diese Faszination oder stärker noch diese Daseinsberechtigung des 3D-Kinos auch auszeichnet. Wir haben, egal auf welcher Plattform, eine wunderbare Technologie, die doch nie besser war, immersive 3D-Inhalte plus VR, 180, 360 Grad und was noch alles so möglich ist, uns diese wirklich anzuschauen und auf uns wirken zu lassen. Plus Kino, plus Heimkino. Und ich finde, jeder, der an, ich glaube, das haben wir aber schon mal so gesagt, aber ich wiederhole es gern nochmal, und dieser Film zeigt das ja auch, jeder, der an Kinoerlebnissen in irgendeiner Weise, an cineastischen Erlebnissen, seine Freude hat und interessiert ist, sollte mit zwei offenen Augen sich auf solche 3D-Erlebnisse einfach mal einlassen dürfen, um darüber zu diskutieren, um vielleicht dann seine.
TeeJay:
Vorurteile, die vielleicht noch da sind, zu revidieren oder bestärkt zu wissen. Wer weiß das schon? Wäre wieder interessant, denke ich, wieder an euch da draußen mit uns zu diskutieren.
TeeJay:
Ich glaube aber, dass wenn man genau hinguckt, eine gute Auswahl an 3D-Filmen hat, die es durchaus rechtfertigen, vielleicht mal eine VR-Brille sich auszuleihen, vielleicht ein gebrauchtes Gerät mal zu kaufen, und 3D dadurch einfach nochmal neu zu bewerten. Denn wir können dankbar sein, dass wir diesen technologischen Zugang an der Stelle haben und dass wir solche Filme, hoffentlich natürlich, aber da bin ich überzeugt, die wir hier auswählen, dass wir die in all ihrer Tiefe einmal erfahren dürfen. Denn das sind in der Regel ja auch Filme, die der Regisseur, die Filmemacher eigentlich so geplant hatten. Und ja, das ist ein weiterer Zugang tatsächlich Filme auf sich wirken zu lassen, die man in 2D vielleicht oder mit Sicherheit anders wahrgenommen hätte und dadurch einfach eine andere Wirkung erzielen. Also das nochmal so dieser zum Ausatmen vielleicht, nach diesem spannenden Grid und diesem audiovisuellen Erlebnis, dass man da hat, dass man sagt, es ist eine ganz große Bandbreite, die uns mittlerweile zur Verfügung steht und die wirklich in der Lage ist.
TeeJay:
Eindrucksvolle, cineastische Momente uns zur Verfügung zu stellen, Geschichten zu erzählen, die in 3D halt anders wirken als in 2D.
Christian:
Ja, und auch einzigartige Momente erzeugt. Das ist das, was mich jetzt, glaube ich, auch so interessiert und fasziniert an der ganzen Sache. Da gibt es kein Äquivalent für. das ist wie ein.
TeeJay:
Ja, also wirklich ein abschließendes Beispiel, Hürde der Vergessenen Träume, das geht ja um die Höhlenmalereien in der Chivaux-Höhle, die normalerweise niemand betreten darf. Wann hat man sonst Gelegenheit, wann hat man sonst, das sage ich wirklich ehrfürchtig, sich nicht nur diese Höhlenmalereien als flaches Gemälde irgendwo anzuschauen, aber mit Erstaunen festzustellen, wie damals die Menschen vor, ich muss lügen, vor wann war das, vor 40.000, 45.000 Jahren so ungefähr, Ich glaube, man hat das noch ein bisschen zurückdatiert, erst zu älter bevor, aber ist egal, wie sehr sie mit Perspektiven damals schon gearbeitet haben, wie sehr sie Felsvorsprünge und die entsprechenden Texturen, die diese Felsen haben, benutzt haben, um Perspektive darzustellen.
TeeJay:
Und das sieht man in 3D natürlich in diesem Film wunderbar. Und das ist für mich einfach schlickwick der Beweis, dass der Mensch ein perspektivisches Wesen ist. Schon damals in diesen Bildern unsere Vorfahren von vor über 40.000 Jahren schon versucht haben, Perspektive in diese Malereien mit einzutragen. Und ich finde das, vielleicht ist das jetzt sehr, aber letztendlich geht es darum in 3D. Es geht um diese Perspektive und hier schließt sich der Kreis wieder. Und unsere Technologie macht das erfahrbar. Und ich bin dann immer ergriffen, wenn ich das sehe. Und ich bin immer so dankbar, in einer Zeit zu leben, da bin ich dann so ein bisschen, I'm knocking on Heaven's door, so don't mess with my hand, da zu sitzen und zu sagen, danke Werner Herzog war es in dem Fall, nicht Wim Wenders mit Hürde vergessenen Träumen. Und es ist fantastisch, sowas sehen zu können. Und wer da halbwegs dann interessiert ist, solche Reisen zu machen, glaube ich, da lohnt sich 3D wirklich dafür. Das möchte man so sehen.
Christian:
Gutes Schlusswort, ja. Ich springe auch einfach mal direkt ins nächste Kapitel über.
TeeJay:
Ja, unbedingt.
Christian:
Die Besprechung ist zu John Legacy, also wir könnten und werden wahrscheinlich auch noch so für uns weiter sinnieren und schwärmen über den Film, aber in der nächsten Sendung hier in der Second Unit werde ich hoffentlich sehr viel schwärmen können und hoffentlich auch ein ganz emotionales Kinoerlebnis zu berichten haben. Ich gehe ins Kino. Es gibt Superman.
TeeJay:
Wow, Mann.
Christian:
James Gunn bringt uns ja einen neuen Superman. Zwölf Jahre nach Man of Steel. Das DCEU ist vorbei und lang lebe das DCEU. Ich freue mich einfach. Ich werde des Öfteren ins Kino gehen, Superman gucken und.
TeeJay:
Mit dem John-Williams-Hauptthema, irgendwas in dem Trailer so epochal in Sinn.
Christian:
Alles, was ich bisher von dem Film irgendwie so mitbekomme, über Trailer, über Interviews. Meine Spidey-Senses kitzeln mich ständig, weil das sieht alles sehr, sehr gut aus. Die Erwartung ist vielleicht auch sehr hoch, aber das wird sich dann alles im nächsten Podcast abklären.
TeeJay:
Den wollen die Leute doch früher haben dann. Also das wäre doch jetzt ein Grund, dein Plus-Angebot. Also wenn ihr Superman und du, der die Masterarbeit darüber geschrieben hat und ein Experte, eine Koryphäe in Deutschland bist auf dem Gebiet, also das möchte man doch so früh wie möglich hören, oder?
Christian:
Hervorragend an dieser Stelle, TJ.
TeeJay:
Das muss ich auch haben, ne?
Christian:
Das ist perfekt.
TeeJay:
So zum Schluss nochmal.
Christian:
Genau, perfekte nächste Überleitung. Also, ja, klickt euch sehr gerne rein in das Plus-Abo secondunitstudios.plus. Da kriegt ihr den Podcast dann eben auch früher und da kriegt ihr dann auch Kapitelmarken zu der Besprechung, auch zu dieser hier. Also die ganzen Boni, die gibt es dann dort. Und gleichzeitig sehr, sehr gerne natürlich auch bei uns auf secondunit-podcast.de reinklicken, zu dem Podcast an dieser Stelle, zu John Legacy gerne. Feedback dalassen gerne, vielleicht auch eure Erfahrungen mit John, eure Filmsichtung. Vielleicht gibt es ähnliche Erlebnisse wie bei dir, TJ. Vielleicht habt ihr den auch damals im Kino gesehen.
TeeJay:
Du meinst die Convention mit doch noch was jetzt?
Christian:
Wenn, dann startet sie bei uns im Kommentarbereich.
TeeJay:
Ich schreibe Boxleitner morgen schon mal. Wir haben drüber gesprochen.
Christian:
Oder?
TeeJay:
Soll schon mal.
Christian:
Falls auch der sich melden will, das geht auch bei uns in den Kommentaren. Oder natürlich auch sehr gerne Auf allen möglichen Social-Media-Kanälen sehr gerne. Am allerliebsten, wie haben wir gesehen hier, wie es auch in einer eher dystopischen Computerwelt aussehen kann. Macht das Ganze am besten bei Mastodon, vielleicht auch noch bei Blue Sky. Das sind mir die Lieblingsplattformen. Also meldet euch auf jeden Fall. Folgt uns, abonniert uns, meldet euch und denkt an das Plus-Abo, wenn ihr den Podcast auch unterstützen wollt. So, TJ. Jetzt ist es, glaube ich, für uns Zeit. Langsam, ja was machen wir denn? Langsam den Laser hochzufahren und zurück ins Gutz gehen, oder?
TeeJay:
Ja, unsere Hightech zu beenden hier, oder? Und dann in die Low-Tech-Welt überzugehen.
Christian:
Ja, das ist natürlich auch die Frage. Vielleicht waren wir schon die ganze Zeit im Grid. Das ist natürlich richtig. Wir machen auf jeden Fall hier langsam den Ofen aus.
TeeJay:
Und wir machen irgendwann weiter mit der 3D-Unit. Da freue ich mich sehr drauf.
Christian:
Das auf jeden Fall, das nächste Thema ist schon gesetzt. Vielleicht drängelt sich Tron Ares sogar noch, dazwischen. Schauen wir mal, aber uns geht der Stoff vorerst nicht aus. Vielen Dank auch für deine Energie und auch deine Leidenschaft für das Thema. Das macht sehr viel Spaß.
TeeJay:
Das kann ich nur gerne zurückgeben und ich bedanke mich natürlich ganz, ganz herzlich bei all deinen treuen, neuen Zuhörer, Zuhörerinnen, ob ihr im Grid seid oder in Real Life, jetzt völlig egal. Vielen Dank, dass ihr auch so lange durchgehalten habt. Ich hoffe, ihr hattet ein bisschen Spaß. Ihr habt ein bisschen Perspektive wieder gewonnen an dieser Stelle. Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, Christian und ich haben uns Mühe gegeben und werden mit Freuden uns das nächste Mal auch wieder Mühe geben, wenn es dann um einen neuen 3D-Film oder um neue Inhalte zum Thema 3D, wie auch immer, gibt. Christian, vielen Dank dir, dass ich dabei sein durfte.
Christian:
Sehr, sehr gerne und bis zum nächsten Mal. Tschüss, bis dahin.