Second Unit #334 – Contagion
2020, Second Unit
Second Unit
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Transcript
Christian:
[0:26] Einer neuen.
Mein Name ist auch nach Babypause und während einer Panemie Christian Steiner. Herzlich willkommen und ich bin natürlich nicht alleine in dieser Ausgabe. Ich habe die wunderbare Christiane von den wunderbaren Brainflix dabei. Hallo.
Christiane Attig:
[0:41] Hallo Christian, schön, dass ich mal wieder da sein darf.
Christian:
[0:44] Ja, schön, dass du die Einladung äh so ähm so so angenommen hast. Äh ich glaube, ich habe uns beiden mit diesem Film, mit der Filmauswahl ja durchaus habe ich uns was zugemutet. Hm.
Christiane Attig:
[0:57] Mhm. Ja, durchaus.
Christian:
[1:00] Schon irgendwie schon irgendwie. Ähm.
Na ja, es ist ja so, also ich weiß schon gar nicht mehr, wie das geht hier dieses Podcast und ich hab's zu lange nicht gemacht, aber erstmal ist jetzt hier die Pause vorbei und wir sind ja in durchaus historischen.
Verhältnissen ähm und das ist auch der Grund, warum ich diesen Film besprechen wollte. Ähm.
Ich weiß nicht, ob du das schon mitbekommen hast, aber als die Corona
Kowit neunzehn Pandemie, so Anfang diesen Jahres, also wir sind im August, im September, mittlerweile September zweitausendzwanzig, falls ihr das irgendwie nachhört, ähm mittendrin eigentlich noch so in diesem ganzen Koroner Thema,
Dieser Film, den wir jetzt hier besprechen, Contain aus dem Jahre zweitausendelf ist Anfang des Jahres bei mir halt ganz oft irgendwie aufgeploppt.
Ähm weil der so als der Corona-Film irgendwie galt. Ich weiß nicht, ob du das schon mitbekommen hast oder von dem Film gehört hast.
Christiane Attig:
[1:56] Genau, das habe ich auch genauso wahrgenommen und ich bin jemand ich bin eine Person, die auf Hypes nicht gerne aufspringt, deswegen habe ich das alles komplett von mir gelassen und den tatsächlich gestern zum ersten Mal dann geschaut.
Christian:
[2:09] Ging mir eigentlich ähnlich. Also ich war da auch ein bisschen skeptisch, als das irgendwie losging, als als,
Film, also der ploppte denn bei Letterbox irgendwie vermehrt auf und dann auch alle so, ah ja, das ist ja wirklich so und.
Ist der Film und ich bin bei solchen Sachen auch eher immer ein bisschen vorsichtig, weil.
[2:32] Na ja, vielleicht kommen wir da am Ende nochmal ein bisschen drauf zu sprechen. Also ich ich würde gerne auch so über dieses Verhältnis von Filmen und Wirklichkeit und,
sind's denn ja Filme die historische Ereignisse nachträglich irgendwie einordnen.
Manchmal gibt's so diese zufälligen Dinge, die was vorwegnehmen und das ist ja ganz oft auch so.
[2:57] Also übers Knie gebrochen irgendwie und auch so ein bisschen Hanebüchen, dass man sagt, ja, mit sehr viel Fantasie kann man schon sagen, ja und vielleicht irgendwie so motivisch und in ganz, ganz,
dick eingepackt mit Taffern könnte man sagen, dass dieser Film irgendwie so auf die Gegenwart passt, aber irgendwie auch nicht und deswegen habe ich da auch eher mit den Augen gerollt und gesagt, ja, guckt euch mal alle diesen Corona-Film an und dann
Seid aber auch mal ruhig so. Ähm.
Aber ich war trotzdem neugierig und ich will, dass trotzdem auch hier im Podcast so ein bisschen thematisieren. Also dachte, das ist vielleicht ein ganz guter Anknüpfungspunkt, so nach dieser ganzen größeren Pause
auch mit dem Film mal wieder zu starten und,
Als ich ihnen auch jetzt die Tage geguckt habe, dachte ich, Hobbyshit, das ist jetzt kein also das also das ist schon sehr krass wie.
Sehr, also ich habe den Film geguckt und dachte, die erste Hälfte, das ist eine Dokumentation. So detailliert und so genau war dieser Film.
In den Dingen, die wir jetzt in der Wirklichkeit irgendwie gesehen haben und äh ja, also ja.
Christiane Attig:
[4:03] Ja, so ging's mir auch und das führte auch dann dazu, dass ich wirklich überhaupt keinen Spaß hatte, mir diesen Film anzuschauen, weil er einfach so nah an der Realität ist
und ich dadurch halt die ganze Zeit damit beschäftigt war, dass gezeigte irgendwie mit unserer Realität zu vergleichen und ich konnte mich überhaupt an keinem Punkt irgendwie so in diesem Film verlieren, was auch irgendwie,
An dem dokumentarischen Stil lag, den du gerade genannt hast und das hat da dazu geführt, dass ich eigentlich die ganze Zeit eine sehr kritische Distanz zu dem Gesehenen hatte.
Christian:
[4:33] Interessant, interessant. Ähm vielleicht kommen wir da auch noch drauf zu sprechen, so dieses diese Wechselwirkung sehr, sehr interessant. Vielleicht müssen wir auch ein bisschen noch über uns sprechen, wie wir diesen Film wahrgenommen haben. Sehr gut ist sehr guter Punkt, sehr gutes Thema. Ähm.
Bevor wir das tun, bevor wir jetzt hier wirklich ans eingemachte gehen.
Vielleicht noch ein kleiner Hinweis, falls ihr die
State of the Unit, äh die jetzt die Tage rausgekommen ist, falls ihr euch das irgendwie nicht zu Gemüte geführt habt, möchte ich das trotzdem nochmal ganz kurz erwähnen, was das Thema war, nämlich ähm ihr könnt diesen Podcast weiterhin unterstützen und auch hoffentlich umso mehr
damit das Ganze hier auch sagen wir mal regelmäßig, nämlich monatlich weitergehen kann. Ähm.
Ist es äh nötig, dass wir drüben bei Steddy ein bisschen Kohle zusammenkratzen und vor allen Dingen auch nur noch bei Steddy.
Klickt euch da gerne mal durch, das ist 'ne Summe von vierhundert Euro die ich da gerne zusammen hätte damit auch dieser Podcast wirklich
fest und regelmäßig einmal im Monat weiterhin und wieder stattfinden kann. Ihr könnt euch da durchklicken, ihr könnt euch da ein paar Pakete gönnen und unter anderem diesen Podcast live hören oder eben auch
Teil der Sendung werden oder eben auch äh mit sehr, sehr viel Ruhm, Ehre und Dankbarkeit überschüttet werden. Ähm das Ganze könnt ihr bei Stadt Q Punkt com Slash Second Unit auch direkt aufrufen oder.
[5:55] Wenn ihr so wie ich Overcast auf dem iPhone benutzt, dann könnt ihr auch einfach mal in euren,
Player schauen und da ist nämlich ein kleiner Button drin mit einem Euro drauf. Wenn ihr darauf klickt, landet ihr direkt bei Saddy.
Das Ganze geht mittlerweile auch über den Player direkt einzubinden. Ähm,
Ihr findet da schon irgendwie. Ähm vielen vielen Dank an alle, die das auch schon tun und auch schon getan haben, unter anderem auch du,
vielen vielen Dank für jegliche Form der Unterstützung und lasst uns da gerne noch ein bisschen.
Was zusammentragen, damit das auch hier in Zukunft so schön regelmäßig weitergehen kann wie bisher,
gut äh übers Vorverständnis zum Film haben wir ja eigentlich auch schon ein bisschen gequatscht. Ähm ich,
Ein Punkt, den ich aber noch so ein bisschen äh mit mit äh erwähnen wollte, weil ich den bisher nur so aus dem,
Augenwinkel, also so so aus dem Verständniswinkel äh aufgenommen habe, ist Steven Souderburg. Der Regisseur des Films. Ähm ich weiß nicht,
sagt dir Soda Burg was? Kennst du Filme von ihm oder Stilmittel oder so?
Christiane Attig:
[7:02] Ich kenne nicht so viele Filme von ihm, deswegen kann ich nicht sagen, was seine Stilmittel sind. Also ich habe gestern auch mal in die Filmografie reingeschaut und habe festgestellt, neben dem jetzt hier habe ich noch Solaris, Magic Mike und Logan Lucky gesehen.
Und ähm die anderen Filme, die da so draufstehen, das sind aber auch so typische Filme, wo ich weiß, ja, nee, die würde ich mir jetzt aber auch nicht unbedingt angucken. Also diese ganze Oceans-Reihe zum Beisp,
ist überhaupt nicht mein Ding. Ähm
werde ich mir wahrscheinlich niemals anschauen und ähm insofern habe ich da jetzt nicht so das Rieseninteresse, mich weiter mit seiner Filmographie zu beschäftigen. Aber die, die ich gesehen habe, die fand ich durchaus ganz gut.
Christian:
[7:37] Geht mir ähnlich mit dem Unterschied, dass ich tatsächlich Interesse jetzt an ihm bekommen habe. Ähm,
ich hatte auf der Berlinale zweitausendachtzehn irgendwie sein sein Film gesehen an Saint glaube ich mit Claire Foy in der Hauptrolle. Die hat mich damals so mega überrascht, weil ich einfach komplett blind in diesen Film gegangen bin. Ähm,
Das ist also Sodaburg, also der Name hat mir auch schon immer was gesagt und eben auch so ein so einen gewissen Status, den er irgendwie auch hat und dann eben mit diesem Unsaine-Film ist er halt irgendwie äh.
Ja, den hat er irgendwie nur auf dem iPhone gedreht und auf mehreren iPhones und selber irgendwie Kamera gemacht und das hat im Film in meinen Augen auch ähm also besser gemacht. Das war jetzt nicht nur irgendwie ein Gimmick oder sowas.
[8:23] Und dann irgendwie, weiß ich nicht, ich glaube, die ist irgendwie ich weiß nicht, ob das Ganze
Zehn Jahre waren aber auf jeden Fall eine Zeit lang hat er sich dann irgendwie von Hollywood und Filmen irgendwie weggewendet und ich glaube Logan Lucky war dann der erste mit dem er wieder zurück kam und irgendwie also die die Person oder der Filmemacher Steven Soderberg so
Den habe ich über Fetzen irgendwie immer mal aufgenommen.
[8:44] Auch die Oceans Filme, die du erwähnt hast, die habe ich halt damals irgendwie als die rauskam und dann war das für mich halt irgendwie so ein George Clooney Film, so unter dem Stempel irgendwie so, ja, weiß ich auch nicht, was ich davon halten soll und
weiß gar nicht, ich glaube von drei Filmen habe ich bestimmt irgendwie anderthalb oder so geguckt und irgendwie auch so so desinteressiert so nebenbei irgendwo
oder mal in das Preview irgendwie aufgeschnappt und das Interessante ist halt eben, dass jedes Mal, wenn ich jetzt sehr bewusst.
Ein Stephen Soderburg Film gesehen habe, war ich extrem begeistert. Logan Lucky zum Beispiel auch, die haben mich geguckt, weil ich eine Comedy mit Daniel Craig sehen wollte und.
Sehr begeistert war, wie lustig deine Crakes sein kann,
äh wie, wie, wie gut mit Adam Drivern dem Film gefallen hat und also es gab immer irgendwie andere Gründe als Souler Birk, mir seine Filme anzuschauen und ich bin aus jedem Film irgendwie raus und dachte, also dieser Soderbirg, also irgendwie muss ich mir den mal genauer anschauen.
Genauso geht's mir jetzt auch mit Contagen, weil also wir haben heute, ich habe den jetzt eben aus dieser Corona-Prämisse irgendwie auch.
Geschaut, aber da sind so einige Punkte auch dabei, die glaube ich auf Sodaburgs Konto gehen, die mir wirklich sehr, sehr gut gefallen haben. Deswegen ähm ja, ich glaube, ein paar äh Punkte zu Sorta Burg werden wir auch noch rausarbeiten, aber
wir sind beide jetzt nicht die großen ähm äh.
Fans mit wahnsinnig viel Kenntnis, deswegen mal gucken, wie viel wir da so äh trotzdem irgendwie rausziehen können. Aber ist schon, ich glaube schon, dass ich da mal ein bisschen genauer drauf gucken sollte, was so der Burg so gemacht hat.
Christiane Attig:
[10:11] Ja, was mich jetzt noch interessieren würde bei den Filmen, die du jetzt gesehen hast, dass du denn da irgendwie Übergreifende filmische Mittel feststellen können, also jetzt bei dem Film, den wir beigeguckt haben, ist mir halt dieses Colorgrading extrem aufgefallen. Ich erinnere mich aber nicht, dass es bei den anderen Filmen nicht gesehen habe, so krass war.
Christian:
[10:28] Ähm ich kann mich dran erinnern bei an zehn, also dadurch, dass es halt eben auch mit dem iPhone gedreht war, an so ein paar ech,
Sehr, sehr schöne Kamera Geschichten, also die ich dann hier bei Contain auch teilweise gesehen habe, dass da manchmal so eine so ein, so ein, so, so ein, so ein Blickwinkel oder also so ein so ein Kamerawinkel irgendwie so ein Kameraposition,
Dieser,
nah oder sehr realistisch irgendwie wirkt und irgendwie auch ungewöhnlich ist oder auch so ein paar Schnittelemente, die ich hier bei Contaction gesehen habe, ähm habe ich schon so das Gefühl, also,
und Contaction lassen sich für mich halt irgendwie noch zusammenbringen, weil die beide versuchen sehr realitätsnah auch zu erzählen,
Ich habe Logan, Lucky halt vor zwei, drei Jahren im Kino geguckt und habe den jetzt irgendwie, also den könnte ich gar nicht da einordnen. Der ist der, der fällt für mich ein bisschen da irgendwie raus, so äh und und auch die Oceans Filme, das ist zu lange her, dass dass ich das gesehen habe.
[11:19] Aber also Kamera, Kamera ist das Erste, was mir irgendwie bei Sodaburg einfällt, das das er glaube ich sehr.
Ungewöhnlich nah und direkt irgendwie filmt ähm ich glaube sogar auch,
sich hier bei Contation irgendwie für die Kameraarbeit zuständig war. Ähm,
Muss ich aber nochmal nachschauen. Auf jeden Fall ist es das also sind das für mich ähm also seine Kamerawinkel, seine Kameraarbeit ist etwas, was ich in jedem Film mir nochmal genauer anschauen würde von ihm.
Und dass das so dass das so ein Ding ist, was er irgendwie macht. Ähm.
Ja, Color Grading, darf ich zum Beispiel gar nicht jetzt so sehr drauf geachtet, aber ja, es ist schon alles sehr versucht, sich sehr echt zu präsentieren, würde ich mal sagen, ne? So.
Christiane Attig:
[11:59] Ja auf jeden Fall.
Christian:
[12:02] Ja, vielleicht sollten wir den Film aber trotzdem nochmal irgendwie zusammenfassen, zumindest ein bisschen in Erinnerung rufen, kann ja sein, dass manche Leute auch schon im, im, im Frühjahr, als das alles losging, äh, mit dem Hype auch oder mit dem mit dem ähm.
Mit dem äh ja wie sagt man mit der mit dem zweiten Hype um diesen Film, vielleicht gibt's da ja noch Leute, die ein bisschen erinnert werden wollen, was eigentlich bei Contaging wie passiert
kriegst du das noch hin oder sollen wir das zusammen machen oder.
Christiane Attig:
[12:32] Ich kann ja einfach mal anfangen. Also grob gesagt könnte man sagen, in dem Film geht's darum, dass eine,
Globale Pandemie ausbricht und äh uns wird dann gezeigt, wie verschiedene Menschen auf der Welt damit umgehen, ähm sowohl,
in persönlicher Hinsicht aber auch ganz, ganz stark so in ja in der Bekämpfung der Pandemie und in der ähm ja in der Prävention der weiteren Ausbreitung und so weiter und
es ist nicht so leicht, das Ganze irgendwie an einem roten Faden darzustellen, weil's keine richtige Hauptperson gibt. Also es gibt so ein paar Personen, die häufiger mal gezeigt werden, wo man auch
so merkt, okay, das dreht sich irgendwie um die besonders, aber die werden nicht mal so krass charakterisiert, da dass ich dir überhaupt die Namen nennen,
so, also ähm mit Damon spielt halt eine große Rolle, Lones Fischburn, ähm Kat Winslet auch.
Und ähm ja und ganz, ganz viel was wir im Film eben sehen, wie sich.
[13:31] Die Welt quasi wie die Welt quasi auf diese Pandemie reagiert. Das ist halt ganz krass das, was wir auch.
In ähnlicher Weise tatsächlich erlebt haben und immer noch erleben. Ähm also sprich, dass
beispielsweise die Menschen Insulation gehen müssen ähm dass Verschwörungstheorien aufkommen, dass ähm,
man erstmal sieht, dass diese globale Verbreitung ausgehend von den Großstädten sich relativ schnell vollzieht ähm,
diese,
Aspekt, dass ökonomische Interessen auf die Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung treffen, dass Hamsterkäufe gemacht werden. Also das findet sich alles irgendwie hier auch wieder.
Christian:
[14:11] Und das ist auch das, was ich dann so überraschend fand. Also ich find's halt immer so ein bisschen, ich fand's jetzt auch so ein bisschen ja na ja, makaber, geschmacklos, ich,
Also es gibt ja Leute, denen so auf die Idee kommen so, ja, das kann man ja alles irgendwie mit Zombiefilmen vergleichen, ne? Also wir sind hier,
und dann kommen sie alle und und packen ihn wie die die Zombieklassiker wieder aus und das finde ich dann irgendwie so ein bisschen na ja, das meinte ich so ein bisschen, ja, da muss man schon echt die die,
viele Sinne zusammenkneifen, um zu sagen, ja, das das trifft schon irgendwie ein oder ja, wir können erkennen, anhand dieses Filmes.
Wie scheiße Menschen vielleicht irgendwie sind oder wegoistisch sie wieder werden können, wenn's auf einmal.
Wenn das eigene Verhalten auch die Allgemeinheit stärker betrifft als im Alltag und da muss man schon irgendwie finde ich sehr vorsichtig und sehr metaphorisch hingehen und das Krasse bei diesem Film ist einfach, dass da bis hin zu.
[15:05] Ähm,
Behörden, Gesundheitsbehörden oder auch ein Entscheidungs äh äh Funktion, also das wirklich bis so aufs Detail genau getroffen wurde. Also die, die.
Also die Person, die hier in dem Film vorkommen, das Ganze ist ein Ensemblecars, das Ganze ist halt, wie du sagst, ohne zentrale Figuren, auch ohne zentrale persönliche Handlung, sondern eben mit so einer,
globaleren Perspektive und mit so einem also die die Geschichte ist die Panemie selbst und wie sie aus allen verschiedenen Ecken,
erzielt und erlebt wird. Du hast den Familienvater mit Dämon, du hast aber irgendwie auch den äh Vorsitzenden da von der amerikanischen Gesundheitsbehörde gespielt von Lorenz Fischburn, also es sind so die verschiedenen
Ebenen die da auch irgendwie mehr oder weniger interagieren und das halt wirklich im Detail auch getroffen bis hin zur Diskussion, die genauso in einem Film geführt werden, wie sie denn ähm bei uns auch in der Realität äh geführt wurden. Also ein Beispiel ist dann,
also wo ich, wo ich halt wirklich ähm sehr ähm.
[16:10] Ja sehr durcheinander geschüttelt vor dem vor dem Fernseher saß, als sie halt diesen R null Faktor diskutiert haben. Also diese Szene, wie halt diese Pandemie, also wie viele,
Leute, eine infizierte Person weiterhin ansteckt und wie man das mit verschiedenen Krankheiten vergleichen kann,
darum gehen muss diesen Faktor so zu senken und da dachte ich so ja hat uns der Drosten irgendwie vor einem halben Jahr auch so erklärt, al,
das war schon echt krass mit anzusehen, wie wie das halt eben, ja, also wie dieser Film.
So ein Thema ähm vorweggenommen hat, aber eben auch.
Also da werden wir vielleicht am Ende auch nochmal so drauf zu sprechen kommen, was es vielleicht auch so emotional auffüllend macht, wie vorhersehbar das eigentlich alles war und damit meine ich jetzt nicht,
dass so eine Panemie entsteht und dass irgendwie Menschen sich infizieren, sondern was auch die benötigten Schritte sind, um,
Dagegen anzugehen und und wie, also wie sozusagen die,
die Checkliste irgendwie aussieht, die man da durchgehen muss, um so eine Pandemie irgendwie auch zu bewältigen. Das war huh. Das hat schon irgendwie aufgewühlt, fand ich.
Christiane Attig:
[17:19] Ja auf jeden Fall, wo du gerade die Szene erwähnt hast mit dem R null Wert. Also die fand ich wirklich bemerkenswert
Weil zum einen hatten wir das gezeigt, okay, dieser Film hat irgendwie auch so einen aufklärerischen Wert, weil der vermittelt da wirklich Wissen, was irgendwie auch ganz hilfreich ist
Gleichzeitig war das aber auch so eine Situation, die ich halt oft habe, wenn ich irgendwie einen Film gucke und da werden so psychische Störungen erklärt, wo ich
denke, ja, okay, kenne ich und das war so ähnlich vom Gefühl her, aber auch nochmal was anderes, weil ich wusste, der null Wert,
Das ist ein Wert, den kennt wahrscheinlich jeder, der den Film jetzt irgendwie guckt zur heutigen Zeit und das ist irgendwie so ein so ein kollektives äh,
weiß ich nicht, so ein so ein kollektives Aha-Erleben, was man da wahrscheinlich hat, wenn wenn Kat Winsle da den R null Wert erklärt und sagt, dass der nicht unter eins und oder nicht über eins kommen darf und so weiter. Ähm das fand ich wirklich
merkenswert an der Stelle.
Christian:
[18:10] Und das Krasse ist ja, dass dieser Film neun Jahre alt ist. Also wenn wir den jetzt vor neun Jahren besprochen hätten, wir würden den komplett anders besprechen, wir würden ihn komplett anders wahrnehmen und diese Szene also ich,
sehe uns in dem Paralleluniversum, wie wir genau diese Szene besprechen und sagen, ja,
wirklich erzählerisch ganz sauber gemacht, ja, das ist eine wichtige Information, die wir für den Film brauchen und wirklich toll, wie das in der einen zehn und mit Tafel bildet und da so da haben die sich wirklich auch in der Inszenierung was gedacht und jetzt sitzen wir hier und sagen so das wirkt komplett anders diese Szene,
Also das das erreicht uns irgendwie ganz anders. Ich habe auch ganz große Schwierigkeiten gehabt, den Film filmisch irgendwie wahrzunehmen, weil so viel.
Also weil wir so viel aus der Realität irgendwie kennen, so diese Distanz, diese diese filmische.
Zu dem Erzielten ist irgendwie ganz schwierig,
einzunehmen für mich gewesen so und das das und deswegen finde ich das eben auch interessant. Also deswegen ist das für mich was anderes als irgendein Zombiefilm, den ich jetzt irgendwie aus so einer,
Pandemiebrille irgendwie deuten kann, weil das hier ist irgendwie sehr nah und sehr direkt und auch sehr,
wirklichkeitsnah irgendwie und das ja ist irgendwie eine andere Qualität des Filmes und.
Christiane Attig:
[19:19] Ja, man muss keine keine Metaphern irgendwie deuten, es ist einfach komplett in Your Face.
Christian:
[19:25] Ja und also und dieses komplette Face ist halt, glaube ich, auch so eine Sache, die wir jetzt sagen können und vor neun Jahren irgendwie nicht so gesagt hätten, aber.
Ja ähm.
Lass uns auch noch ein bisschen über den Kast sprechen, Carst and Crew, bevor wir noch weiter einsteigen, paar Namen haben wir ja schon erwähnt, also an allererster Stelle Regie von Steven Soderburg, ähm,
Wie gesagt, ich habe Blut geleckt, ich ähm habe durchaus Interesse,
Interesse an ihm. Ähm ja, was, also.
Ich würde sagen, so die Regie ist halt sehr ja sehr also die ganze Inszenierung, aber auch glaube ich, die Regie ist halt sehr wirklichkeitsnah.
Also es versucht sehr, das irgendwie auch ganz toll in der Erzählung, also Drehbuch von Scot,
See Burns, der das anscheinend, also das meine ich ja, das
Paradox ist ja, dass vor das vor neun Jahren, der hat mit Expertinnen und Experten einfach gesprochen und da war glaube ich schon ziemlich klar, wie sowas verlaufen wird und wie man drauf reagiert und wo auch die sozusagen Entscheidungsfaktoren und Unsicherheiten irgendwie sind, welch,
Welche Institution besetzt werden müssen nachher mit Schauspielenden und so, das ist schon ist irgendwie sehr paradox, aber die beiden zusammen finde ich, haben das sehr, sehr.
Also sehr, sehr, sehr, ja, realitätsnah, wie wir jetzt sagen können, aber eben auch so so in der Inszenierung irgendwie auch sehr also das Ganze ist halt eben nicht.
[20:48] Filmisch aufgeladen ist jetzt nicht irgendwie ähm bestückt auch mit Erziehlsträngen, wo ich jetzt sagen würde, boah Gott, ey, das ist jetzt wieder typisch Hollywood und dann ist da irgendwie die krass aufgeladene.
Pathetische Figur irgendwie drin oder so, also das ist alles sehr bodenständig, nüchtern, reduziert, distanziert und das finde ich, macht's irgendwie auch besonders, oder?
Christiane Attig:
[21:14] Ja, ja, auf jeden Fall. Also das ist genau dieser dokumentarische Charakter, den man da ganz stark spürt, indem eben.
Der Film nicht diese ähm,
ja diese krass überemotionalen Momente drin hat, wo man merkt, okay, das ist es nur da drin, um mich irgendwie emotional zu manipulieren oder um den großen Pathos hier auszupacken, also das ist eben gar nicht der Fall und das fand ich auch super angenehm einfach.
Christian:
[21:39] Ich muss grad an The Day of the Tomorrow denken. Ich äh weiß nicht, ob du den mal gesehen hast.
Christiane Attig:
[21:44] Mhm. Ich weiß es ehrlich gesagt grad auch nicht. Wenn dann hab ich's komplett vergessen.
Christian:
[21:51] Ginhall in einer der Hauptrollen und das ist so ein.
Christiane Attig:
[21:54] Ja okay, ja. Mhm. Ja, den habe ich gesehen.
Christian:
[21:57] Ja also,
Ist auch nicht schlimm, den zu vergessen, der ist halt sehr ähm vergessenswert, aber irgendwie irgendwie kommt der mir gerade so in den Sinn, weil das ist, glaube ich, so, dass das negativ Beispiel oder oder das Beispiel, ähm was Contaction eben nicht ist. Also, wenn wir jetzt irgendwie dran denken.
Dass halt eine, sagen wir mal, absehbare Katastrophe und bei der Tomorros ist,
Klimakatastrophe, Klimawandel, aber halt
so extrem das irgendwie ganz Manhattan unter Schnee und Eis liegt und da passiert von heute auf morgen passieren halt eben auch katastrophale Dinge, aber so.
Auch übermäßig und übertrieben und dann eben auch wieder so wahnsinnig individuell verankert. Ich glaube, Jack Chino irgendwie seinen Vater finden irgendwo in in verschneiten Mattenhatten und ich glaube,
ich erinnere mich auch noch an so eine, an so eine Szene von einem Wissenschaftler, der vor dem UN-Sicherheitsrat irgendwie warnt am Anfang, ja, es wird zur Katastrophe kommen. Wir müssen uns vorbereiten und natürlich hört niemand zu und das ist so, das ist so klischeebeladenes,
Katastrophenkino möchte ich mal sagen. Und Contagen ist halt das komplette Gegenteil, also das also.
Wie wir jetzt ja vergleichen können, so die Checkliste wird halt irgendwie durchgegangen, aber sehr bodenständig und eben so so ja wie du sagst, so fast dokumentarisch irgendwie auch und es gibt vielleicht den ein oder anderen Moment, auch hier in dem Film, wo ich sage.
[23:21] Ja gut, da ist dann doch irgendwie ein Drehbuch zu erkennen, was irgendwie erzählen und unterhalten will.
[23:30] Aber das ist halt so minimal. Das ähm.
[23:34] Ja, wie gesagt, Ensemble Cast, Win of Paltro ist da so die sagt man das, Patientin null, Pation Zero.
Sie spielt best,
Ernhoff, die aus Hongkong glaube ich irgendwie zurückkommt, ähm zurück in die US,
zu ihrem Ehemann zur Familie, Ehemann gespielt von Mc Damon, der mal wieder so diesen.
Typischen amerikanischen Typen spielt. Ich hab das Gefühl, das ist irgendwie auch so eine Paraderolle von ihm.
Ähm da müssen wir nochmal gucken jetzt, ich habe einen Haufen Namen, so ein bisschen überlegen, wer die nochmal genau waren. Also Lorenz Fischburn spielt auch mit als Doktor Alice Shiva. Der glaube ich bei der amerikanischen Gesundheitsbehörde,
so hochrangig irgendwie ist.
Christiane Attig:
[24:28] Ja, also so eine Position hat er auf jeden Fall inne, ob das jetzt die WHO war oder dieses C äh C, hieß die so, ähm CDC.
Christian:
[24:36] CDC ist das glaube ich. Mhm.
Christiane Attig:
[24:38] Also da bin ich auch ehrlich gesagt ein bisschen durcheinander gekommen, wer jetzt zu welcher Behörde gehört und wer zu welchem Labor und so, aber letztlich ist das glaube ich auch nicht so unfassbar wichtig für den Film, oder?
Christian:
[24:50] Nee, also es ist halt nur so, auch interessant, weil viele Wege sich gar nicht kreuzen, das ist so,
Ne, also wenn ihr jetzt irgendwie dran denkst, so, also mit dem Casting auch noch weiter durch,
Emmerich hat wahrscheinlich irgendwie alle fünf Mal in eine Szene geworfen, damit die sich gegenseitig an die Wand spielen und hier hast du halt so so auch isolierte,
Erzielt strenge, also vermeintlich isolierte, die halt nur über die Sache irgendwie zusammenkommen.
Also genau, also Lounge, Lohnspishmann, ich bin mir ziemlich sicher, dass er so bei dieser eher amerikanischen Ecke da irgendwie so in der in der in der Behörde irgendwie ist. Wir haben J
dabei als Ellen Crum Crum Weed, keine Ahnung, wie man's ausspricht. Er ist auf jeden Fall so der.
Journalist Schrägstrich Blogger, Schrägstrich Verschwörungstheoretiker, Verschwörungs äh.
Wie sagt man denn ähm Fanatiker, wenn man so will? Ähm der,
Interessanterweise das irgendwie auch schon vorwegnimmt, ja, der irgendwie die ersten Videos sieht auf YouTube von von
Menschen, die in Hongkong irgendwie in in Bus husten und irgendwie ohnmächtig werden und das geistert irgendwie alles durchs Netz und er weiß schon gleich, das wird ein großes Ding hier.
Christiane Attig:
[26:02] Ein Kommentar dazu,
fand das befremdlich, dass man an dieser Rolle so ein schreckliches Gebiss reinsetzen musste, wo ich dachte, das hat überhaupt nichts
was irgendwie zur Handlung beiträgt, ist das einfach nur, damit man Leute, die irgendwie ein Verschwörungsmythen glauben, irgendwie nochmal ein bisschen hässlich darstellen sollen. Also das fand ich echt,
D Platziert, muss ich sagen. Ich weiß nicht, ob's dir überhaupt aufgefall.
Christian:
[26:23] Nee, es ist tatsächlich kalt.
Ich finde, ich ich weiß nicht, für mich ist Trudel irgendwie, also in der Besetzung in der Rolle ziemlich gut, weil ich habe das Gefühl, der sieht einfach immer ziemlich fies aus.
Ich weiß nicht, wo das herkommt, vielleicht weil ich jetzt auch irgendwie noch neulich Captain Marvel gesehen habe und ähm so dieses bisschen hinterhältige, so habe ich das Gefühl, das kann da glaube ich irgendwie ganz gut. Irgendwie assoziere ich das mittlerweile mit ihm. Aber auch eine.
Ja, merkwürdige Figuren, merkwürdige Rolle irgendwie.
Also na ja, wenn wir es jetzt so mit der Wirklichkeit abgleichen, also die gibt es, die ist absolut berechtigt. Ich würde sagen, wenn der Film von neun Jahren versucht hat,
Die Zukunft vorherzusagen hat er sich mit der Figur ein bisschen verschätzt.
Weil er sie eigentlich ins weiße Haus hätte schreiben müssen.
Verschwörungs,
Mythos äh Persönlichkeit, die dann auch noch in vermeintlichen Selbstversuchen Wundermittel äh unter die Leute bringen will.
Nicht der Blogger mit den schlechten Zehen, sondern neun Jahre später ist es halt irgendwie der.
Chef einer gesamten Nation. Na ja ähm.
Christiane Attig:
[27:36] Richtig, aber wenn man das vor neun Jahren ins Drehbuch hätte, schreiben äh sollen, dann hätten die Leute das als unrealistisch abgestimmt.
Christian:
[27:42] Ja, dass das absolut, ja, vor neun Jahren hätten wir uns darüber aufgeregt und sagen, das ist so ein Quatsch, ey, also wirklich, da fällt der ganze Film auseinander. Ähm,
Wir haben Marion Cotia als Doktor Leonora Orantis, die bei der WAU, glaube ich, arbeitet.
Die in China unterwegs ist, um zu forschen und da bin ich so ein bisschen also
neben ihr spielt in den Sinnen Ginhun als Zoom Fan der ähm glaube ich irgendwie gefühlt auch auf diese Rolle,
verdammt ist, irgendwie immer den chinesischen Bösewichten zu spielen so,
Da war ich jetzt so ein bisschen so, na ja, weil irgendwie ich habe das auch nicht so ganz auf die Kette gekriegt, aber irgendwie also sie ist halt da, um nach dem Virus irgendwie zu forschen und eben auch zu gucken, wo kommt es her und wie wie überträgt es sich und so ein bisschen auch quasi ähm.
Äh also auch nach der Quelle zu forschen, so um zu gucken, ähm was was das überhaupt von mir ist, dann wird sie da aber irgendwie von den Chinesen entführt, also von von irgendwie entführt, damit sie dann aber irgendwie sein Dorf versorgen kann und das also,
da war ich dann eher so ein bisschen, dass ich sage, na ja, das ist jetzt irgendwie dann schon auch das Drehbuch aus den USA, wo ich ein bisschen mit den Augen rollen muss und sage, naja, so.
Christiane Attig:
[28:59] Ging mir genauso.
Christian:
[29:01] Es sind wieder die bösen Chinesen und auch wenn jetzt hier das Covit neunzehn Jahr mehr oder weniger aus China kommt. Ich finde das immer ein bisschen schräg, dass auch so so.
Also das ist schon irgendwie auch so ein Klischee, finde ich, so ein also so ein filmisches Klischee, das irgendwie auch so so darzustellen. So, bei aller Kritik auch,
In der wirklichen Welt, so wie das alles gelaufen ist. Ich finde das ein bisschen, na ja, also na ja bisschen ausgelost.
Christiane Attig:
[29:30] Wobei das wobei das jetzt schon so einen sozialkritischen Twist auch bekommt, ne, wenn man dann rausfindet, warum sie entführt wurde.
Christian:
[29:37] Das stimmt. Das stimmt dann auch.
Christiane Attig:
[29:39] Damit konnte ich dann eigentlich wieder ganz gut leben, aber als ich die Szene an sich gesehen habe, wo sie entführt wird, dachte ich so, oh nee, wirklich.
Christian:
[29:46] Ja ja,
Dann ähm wo sind wir? Sind Kate Winslet ist auch dabei als Doktor Evan Meers, die unter Lorenz Fischburn arbeitet, also auch irgendwie so in der US Gesundheitsbehörde und mehr so ähm.
Wie sagt man Onthe Ground unterwegs ist, ne? Also wirklich ähm sehr praktisch, pragmatisch auch versucht, also die, die er irgendwie dann nach Turnhallen irgendwie sucht, damit da äh Krankenhäuser aufgebaut werden können, ad hoc, die halt sehr ähm.
Ähm, ich glaub also die die genauso war das doch. Sie versucht doch herauszufinden wie das Virus in die USA gekommen ist. Dann ist relativ klar, dass eben Bef Emhov, also die,
Figur von Gunnar Palschoder irgendwie über diese über über diese Firmenreise nach Hongkong, dass da irgendwie was passiert ist und dann geht sie in diese Firma und versucht da halt eben auch so Contact Racing zu machen.
Ähm also äh.
Auf auf dem Level ist sie halt unterwegs. Ähm,
ja infiziert sich dann irgendwie auch selber, ne? Also das, das fand ich halt mega krass.
Das das fand ich auch sehr berührend, sehr, sehr.
Also da hat er, da da hat's der Film auch geschafft, trotz aller Sachlichkeit irgendwie so mich auf so einer persönlichen Ebene irgendwie abzuholen, als sie dann da irgendwie feststellt, dass sie irgendwie Symptome hat.
Ging, aber das war so der Moment, wo ich dachte, Scheiße, das, also die, die Ebenen gibt's ja auch in solchen Erzählungen.
Christiane Attig:
[31:12] Ja. Ja, ich ich habe da auch gedacht, Scheiße, weil zu dem Zeitpunkt, wo sie erkrankt ist, für uns als Zuschauer noch überhaupt nicht klar. Oder ich hab's verpasst, das kann natürlich auch sein, dass diese Krankheit überhaupt heilbar ist, weil alle, die die vor
sind halt irgendwie sofort gestorben und ich dachte okay, das ist ihr Todesurteil und na ja, so, so kommt's ja dann auch relativ schnell. Ähm ich fand's aber ganz gut, dass.
Wie gezeigt wurde ähm ja, dass sie verstebt an der Krankheit, das war so
Unglaublich nüchtern. Also sie wurde einfach nur in einem Leichensack gezeigt und äh das das fand ich wiederum dann auch gut, dass da nicht so ne das Pathos ausgepackt wurde, sondern einfach nur das Ganze dargestellt wurde.
Christian:
[31:50] Ja und auch so krass, also,
auch wahnsinnig gut gespielt. Der ganze Film ist gut besetzt und gut gespielt, aber eben auch wie sie denn selber realisiert,
Ähm in diesem Hotelzimmer, in dem sie ja irgendwie ist, weil sie ja irgendwo da äh
eben versucht herauszufinden, ne, was was Sache ist und dann irgendwie selber merkt, Scheiße, ich habe Symptome
dann auch irgendwie so trotz allem so diesen diesen Schalter irgendwie umlegen kann und dann irgendwie das Telefon, also das Telefon in die Hand nimmt und irgendwie das komplette die die komplette Besetzung von einem Hotel irgendwie instruiert, so wie auch immer mir hier das Essen gebracht hat, muss sofort dies tun und
irgendwie die Leute, die für mein Zimmer zuständig sind, die müssen bitte folgendes tun und informieren sie die und machen sie dies und das war so, das fand ich halt so krass.
Trotz allem, also wie du sagst, ne, irgendwie so dieses halbe Todesurteil da,
'ne schnupfende Nase und mit 'nem Fieberthermometer irgendwie so festzustellen und dann aber immer noch so lang wie möglich auch irgendwie.
Der Sache, die im Licht zu sein, das ist schon irgendwie ja.
Christiane Attig:
[32:50] Ja und in der Situation halt sofort an die anderen zu denken, ne? Also ähm dass sie eben sofort den Schalter umgelegt hat und gewusst hat, ich muss die Leute jetzt warnen, die mit mir im Kontakt waren, so. Also das fand ich auch beeindruckend.
Christian:
[33:04] Dann haben wir Jennifer Eal,
Sie spielt Doktor Ellie Hackstore, die auch, glaube ich, irgendwie rundum ähm,
Lorenz Fischburn und Gesundheitsbehörde, aber die glaube ich mehr so in der Laborarbeit tätig ist,
glaube ich diejenige, die irgendwie einen sehr experimentellen Impfstoff entwickelt.
Ähm den dann auch im Selbstversuch sehr, wie soll man sagen, überschwinglich ähm an sich selbst im,
testet und ihren infizierten Vater dann besucht.
Also das war für mich so der größte Moment von Film oder Filmerzählungen irgendwie so.
Wo ich eigentlich auch da saß und so ein bisschen mit dem Kopf geschült und gesagt habe, boah ja, das ist
also das ist dieser Pathos dann irgendwie, also die haben infizierten Vater gegenüber zu sitzen und zu sagen so, Daddy, ja, ich habe jetzt aber hier irgendwie den Impfstoff und das ist der Versuch und entweder es klappt oder es klappt nicht, fand ich dann doch irgendwie etwas ähm.
Sagen wir mal, also ich will nicht sagen, unglaubwürdig, aber so ein bisschen, hm, aber andererse.
Christiane Attig:
[34:08] Ich fand das wirklich unglaubwürdig, weil in Impfstofftest an einer Person durchzuführen und der Film suggeriert, ja, dass das, dass äh quasi das,
Moment war, wo dann ähm ja die Heilung auch greifbar war oder zumindest der Impfst
da dachte ich auch so, nee, okay, also da hätten sie doch wenigstens noch ein bisschen andeuten können, dass da Studien durchgeführt wurden oder zumindest erklären können, dass da gewisse St
Studien ähm ähm Abschnitte übersprungen wurden, damit das alles schneller geht oder so. Aber das dann so darzustellen, okay, wir haben's von einer Person getestet und da hat's offenbar geklappt. Okay, fertig ist es,
das fand ich unglaubwürdig.
Christian:
[34:43] Ja genau und auch irgendwie also so wenn ich jetzt drüber nachdenke, dass da das ist dann irgendwie
doch auch diese sehr amerikanische Perspektive aus der heraus erzählt wird, ne? Also und gerade auch von
neun Jahren, also wenn man jetzt natürlich auch überlegt zweitausendelf irgendwie ist der Film rausgekommen, so ist es eine amerikanische Produktion von Amerikanern geschrieben und inszeniert und eben trotz Ensemble Cast auch sehr amerikanisch besetzt und gespielt. Das
eine US-amerikanische Perspektive, die vor neun Jahren eben auch gedacht hat, wir retten natürlich die Welt, also wenn irgendwo der Impfstoff gefunden wird, dann bei uns, also in einem amerikanischen Labor und natürlich,
da da kommen die Amis einfach selten oder überhaupt schlecht irgendwie weg von dieser also von diesem,
American Exectionalism Ding, ne? Also wir sind, wir sind, wir sind die Besonderen und auch immer über diese sehr besonders,
Schrägstrich Hyroische Leistung einer einzelnen Person wird das große Ganze gerettet. So, anstatt eben auch.
Das Ganze aus einem,
ähm aus einer wie sagt man gesellschaftlichen Perspektive auch zu erzählen, ne? Also es muss dann irgendwie doch immer diese besondere, dieser besondere Moment, dieser einen Person und dieses heroische Selbstaufopfernde vermeintlich selbstaufopfernde Element irgendwie da drin sein. So und das ähm.
Christiane Attig:
[35:58] Wobei wobei sie ja nicht glorifiziert wird als Heldin. Ähm das fand ich dann wiederum ganz schön, dass sie da nicht so
Unglaublich auf dieses Podest gehoben wird, sondern auch am am Tag, wo die Impfstoffe dann ausgegeben werden, dass sie da noch arbeitet und dann Lorenz Fischbrunn auch zu ihr sagt, so hier es kann ja nicht sein, dass du jetzt in dem Moment arbeitest und ähm,
Das hat mir aber wiederum dann gefallen, dass da eben ja auch wiederum nicht so dieser Pathos da war, dass sie ähm einfach ihre normalen Tätigkeit weiter nachgegangen ist und sich auch nicht so auf dieses Podest,
Ähm hat heben wollen und dass es halt auch mal eine Frau war, hat mir natürlich auch gefallen.
Christian:
[36:31] Das stimmt, das stimmt, das stimmt. Also und worauf ich auch noch hinaus wollte, also als ich das geguckt habe und so ein bisschen mit der Nase gerumpft hat und dachte, na ja, das ist schon irgendwie auch sehr,
Man weiß ja nicht so, auch in der heutigen Nachrichtenlage so, also es heißt ja jetzt, dass irgendwie Russland angeblich den Impfstoff schon hat,
und dass das ja wohl irgendwie auch also ne, dass da eben die ganzen Studien oder viele viele entscheidenden Dinge irgendwie erst spät,
Oder spät herkam und dass das auch irgendwie in Selbstversuchen äh gefunden wurde, da dieser Impfstoff und ob das jetzt nun stimmt oder nicht, aber.
[37:05] Irgendwie ist es interessanterweise ja doch Teil unserer.
Wirklichen Erzählungen geworden, auch wenn's vielleicht eher ein Propagandamittel ist oder weiß, was ich meine. Also es ploppt ja doch irgendwie so auf.
In unserer Realität und das fand ich irgendwie dann wieder bemerkenswert, also das jetzt irgendwie so ich weiß nicht, also ich weiß nicht, ob da irgendwie die.
Erzählung in die Wirklichkeit so überläuft oder also das ist auf jeden Fall ein komisches Spannungsverhältnis finde ich irgendwie. Also wir kommen in der Realität dann doch nicht drumherum die Wirklichkeit vielleicht auch so erzielen zu wollen, dass es dann doch irgendwo dieses,
heroische, aufopfernde einer.
Wenn's auch nur kleine Forschungsgruppe war oder weißt du so, das ist irgendwie also weil eigentlich müsste man sich diesen Moment ja so vorstellen, dass das sehr nüchtern, sehr bürokratisch, sehr.
Ja experimentell in einem Labor mit sehr vielen Fehlversuchen und sehr vielen Absicherungsmechanismen und eben sehr, sagen wir mal langweilig und nüchtern denn zu so einem Impfstoff kommt.
So 'ne Erzählung muss das halt sehr aufgejast werden mit und dann hat sie hier ruhig zur Spritze gegriffen und sich selbst und ist natürlich zu ihrem kranken Vater gefahren.
Irgendwie, weiß ich nicht, wir kommen, also irgend irgendwas ist an diesem Element, dass das auch in der Wirklichkeit so propagiert werden will. Komisch, finde ich irgendwie komisch.
[38:24] Dann haben wir noch ein paar weitere Namen, also wir haben Brian Grenson noch dabei, der so dieses diese militärische Seite irgendwie ähm verkörpert, der ja glaube ich general ist, der dann auch so für die für die Verteilung glaube ich nachher so ein bisschen auch so Sicherheitsaspek
äh da zuständig ist und.
Christiane Attig:
[38:42] Da fand ich ganz interessant, als er eingeführt wurde, dachte ich gleich, oh, das ist der böse Wicht. Ich bin dann schon so drauf geprime, da äh nee, dass das so Militärmenschen einfach die böse Wichte sind, glaube ich. Aber ähm hat sich ja dann nicht so rausgest.
Christian:
[38:56] Stimmt. Stimmt. Ich sehe es auch vor mir. Das ist dann wieder dieses Roland Emmerich klischeemäßige, ne? So, wo wo er denn auf dem Tisch hat und sagt, wir brauchen den Stoff, aber zuerst und wir sind hier in der, ne, wir wir opfern uns hier täglich schon irgendwie im Krieg, da müssen wir auch geschützt werden und äh ja, das ist schon.
Stimmt, aber irgendwie.
Irgendwie, ich würde auch eher eine Randfigur würde ich so sagen, ne, wie viele irgendwie auch. Also es ist schwer, dann aus so deren deren Zutun zum großen Ganzen irgendwie dann auch nachträglich nochmal so rauszuarbeiten.
Aber lustigerweise ist mir das halt erst aufgefallen, als ich denn die die Castliste durchgelesen habe. Armin Rode ist dabei.
Christiane Attig:
[39:32] Ja, habe ich aber gesehen im Film schon.
Christian:
[39:34] Ich habe das Gesicht gesehen und dachte, ja, ja, kenne ich auch irgendwoher, weil das war auch noch so der Teil, wo ich.
Erstmal die ganzen Gesichter wieder zuordnen musste so, das ist ja sehr vollgepackter Chaos, aber ich konnte euch nicht mit dem Finger dabei. Ich wusste gar nicht in dem Moment, dass das Armin Rode ist und dachte dann, als ich's durchgelesen habe, so, wie kommt der denn in den Film? Aber ja,
glaube ich auch irgendwie via O,
Mensch so Schreibtisch äh äh Meetingraum Mensch, der da glaube ich auch irgendwie in Sachen Entscheidungen dabei ist.
Ähm ja, wir haben schon einiges ähm angedeutet, sowas denn, was was den Film, was was die Handlung angeht. Ich bin dafür, dass wir da nochmal ein bisschen tiefer reingehen und nochmal ein bisschen äh ja.
Ich weiß gar nicht wie und wo wir da anfangen sollten, aber ähm.
Lass uns vielleicht ein bisschen nochmal bei der, bei der Handlung und auch so bei dem, bei unserem persönlichen Spannungsverhältnis, mich hat der Film schon fertig gemacht, als er losging.
Christiane Attig:
[40:28] Mhm.
Christian:
[40:29] Der Film hat noch nicht mal wirklich begonnen, so die ersten Logos sind weg. Wir haben noch eine schwarzblende, wir sehen noch nichts und das erste, was wir hören ist Husten.
Christiane Attig:
[40:39] Ja. Ja.
Christian:
[40:40] Und da hm das hat mich erstaunlich.
Durcheinander gewirbelt. Ich weiß nicht, wie es dir ging, aber es äh ja.
Christiane Attig:
[40:52] Also gerade am Anfang ist das Husten sehr präsent, aber auch so diese ganzen Übertragungswege, also man sieht Hände, die auf irgendwelche Oberflächen fassen und die Gläser anfassen und dann wechselt das Glas den den Besitzer und äh man denkt so die ganze Zeit, oh Leute,
Wenn ihr wüsstet, also der der Fokus ist hier ganz ganz äh klar auf diesen ähm Übertragungswegen und offenbar ist hier in diesem Film, das wird ja auch später dann noch erwähnt, die Schmierinfektion, was,
was ganz krass ist, was bei uns jetzt bei Kurve neunzehn nicht so ähm präsent ist, aber das also es sind halt einfach ganz normale.
Handlungen, die gezeigt werden zu Beginn des Films mit Husten unterlegt,
aber dass man da gleich, also sofort so denkt, oh mein Gott, oh mein Gott, die müssten eigentlich alle Masken tragen, es geht da los, das ist ja ganz schlimm. Ähm, das fand ich auch krass, ja.
Christian:
[41:43] Ich weiß nicht, wie dir das geht, aber ähm also das ist ja also das ist ja auch so ein bisschen ähm
Anekdote scherzhaft, aber irgendwie ist da auch ein wahrer Kern drin, aber wenn wir jetzt hier irgendwie auch äh Filme gucken oder Serien gucken, dann ertappe ich mich auch manchmal dabei, wie so wie so Momente,
in einem Film, in einer Serie passieren und ich mir denke, ey, ihr müsst viel mehr Abstand halten. Ey, das kannste. Du kannst auch jetzt hier, ihr könnt euch da nicht umarmen, seid ihr wahnsinnig, so diese,
diese Verhaltensmuster, die wir jetzt irgendwie seit einem halben Jahr doch recht streng auch irgendwie so uns antrainiert haben, die wir jetzt irgendwie in so etwas hineintragen, was wir sehen und natürlich ist das auch irgendwie,
dann macht das Beste draus und vielleicht ein bisschen makaberer Moor, aber also sowas liest man ja auch oft irgendwie auf Twitter oder sieht so Screenshots von irgendwelchen Filmen, so weiß ich nicht, irgendwelche Feierlichkeiten in dem Film und also.
Seit einem halben Jahr ist das ja irgendwie auch so Thema. Und.
Also bei mir, also mir geht's teilweise auch so, dass ich mich so ertappe und dann sagt na ja, es ist ja nur ein Film und das ist ja auch alles eine ganz andere Normalität noch. Aber hier bei dem Film, bei dem wir ja wissen, laut Titel und Plakat, worum es geht.
Irgendwie umso dringlicher, dass man den Fernseher anschreien will und sagen will, ähm lass das Glas mal stehen und ähm geht immer in die Hände waschen. So.
Christiane Attig:
[42:59] Ja. Ja und hier ist der Fokus halt so krass, dass ich mich nicht nur,
An diese realen Szenerien irgendwie sofort erinnert gefühlt habe, sondern auch, dass ich sofort dachte, also es wird halt alles negativ geframt so, dadurch, dass man weiß, worauf das hinausläuft. Deswegen denkt man gleich so, oh Gott, das ist ganz schlimm, was die da machen, obwohl sie sich einfach nur ganz normal miteinander
Ne, ganz normal interagieren und das hat dann dazu geführt, dass ich mich gefragt habe, das ist ja normal gewesen. Und das ist das Verhalten
und das ist ja auch das, wo eigentlich alle hin zurück wollen. Aber werden wir das jemals wieder kriegen, mit dem Wissen und mit solchen Filmen, die das auch noch irgendwie so hervorheben, dass wir eigentlich alle totale Bakterien und Virenherde sind und es,
Gar nicht so bewusst sind dessen.
Christian:
[43:46] Ja, also ich meine, interessanterweise hört der Film ja auch damit auf, ne? Also mit mit der Heilung, mit dem Impfstoff und äh auch eben ganz starke,
also Bilder, die auch irgendwie so hängen geblieben sind, ähm,
glaube ich, der Impfstoff ähm in so eine Truhe gelegt wird und irgendwie eingefroren wird und drumherum sind ja noch weitere Impfstoffe, also weitere Kisten, die sind halt, also es ist halt irgendwie nur so das Label drauf und ich weiß nicht mehr genau, wie das, wie das bei denen hieß, die Krankheit. Ähm,
Auf jeden Fall ist dann so das Label auf dieser Truhe und irgendwie da drüber sind dann noch weitere Tuen mit mit äh ich glaube in Visas und äh äh Schweinegrippe oder irgendwie sowas, genau.
Christiane Attig:
[44:23] Eins, ja genau.
Christian:
[44:25] So also real existierende Impfstoffe gegen real existierende Pandemien und,
Das wird dann halt so eingefroren und damit endet der Film auch, ne? So, das ist ja so die Klammer, die er bildet. So. Wir wir sehen quasi, wir hören mit dem Husten den Beginn der Pandemie und wir sehen mit dem Einfrieren, also mit dem Archivieren auch des Impfstoffes so.
Den Abschluss.
In Einreihung anderer Panamien, so im Sinne von na ja, so die Pandemie ist jetzt anscheinend geschafft, aber diese anderen ähm ähm Label suggerieren, so das wird wahrscheinlich auch nicht die letzte Pandamie gewesen sein.
Das, was du gerade gesagt hast, so, das macht der Film halt nicht, ne? Also er versucht jetzt nicht irgendwie zu überlegen, wie sich dann auch wie die neue Normalität aussieht nachdem so etwas.
Weltumspannendes passiert ist und wir sind auch noch nicht so weit.
[45:14] Spekulieren tun wir halt auch schon irgendwie, ne? So wie wie wird das für uns mal in der Realität eines Tages aussehen? Ähm.
Man möchte hoffen, dass da vielleicht auch ein paar sagen wir mal Verhaltensregeln, aber auch so weitere.
Also so ging mir das im Frühjahr auch tatsächlich, ich weiß nicht, ob dir das auch ging. Ähm das also wir haben ja sehr rasche Veränderungen auch irgendwie gesehen
Also bestes Beispiel, was mir da so eingefallen ist, als es denn losging und als es hieß, so, ja, du musst für einen für einen Attest irgendwie bei deiner Hausärztin nicht extra in die Praxis kommen, um dir ein Attest ausstellen zu lassen, du kannst telefonisch irgendwie anrufen und äh sagen hier, ich habe irgendwie eine Grippe,
oder vielleicht auch irgendwie diese neue Krankheit, aber ich bin auf jeden Fall krank und muss krankgeschrieben werden, sondern also ich habe das halt so gelesen so auch in den Medien und dachte.
Ja krass, wie wie doof sind wir eigentlich? Also wir schleppen uns, also wir sind krank und versammeln uns dann in Wartezimmern.
[46:11] Zu Hauf mit Krankheiten, um dann uns gegenseitig nochmal diese Krankheiten auszutauschen. Und am Schlimmsten ist, wenn du ja weißt, eigentlich bist du gar nicht krank. Du bist da, um.
Deine Grippeimpfung abzuholen. Du bist da, um vielleicht irgendwie, weiß ich nicht. Also du hast jetzt anscheinend kein, kein, keine, keine.
Kein Virus oder sowas, sondern du bist da, um vielleicht nochmal irgendwie ein Rezept abzuholen oder irgendetwas, aber du bist in dieser Praxis, in diesem Virenhort quasi,
Und wir haben das aber gesellschaftlich auch so geregelt, dass das notwendig ist. Du musst da erscheinen, um vielleicht noch irgendwie auf dem Weg Leute anzustecken und dann vor Ort noch Leute anzustecken?
Um irgendwie so ein Papierstück abzuholen und ich habe das gelesen und dachte irgendwie irgendwie krass, also es brauch,
So eine sonderbare Situation und so ein Abstand, um etwas völlig Normales mal zu reflektieren und zu sagen
irgendwie ist das nicht der klügste Weg, den wir da gewählt haben. Aber wir schwören auf diesem Weg und
Ich weiß nicht, also das das ist so ein Detail gewesen, wo ich auch dachte, ob das in Zukunft irgendwie besser wird, ob wir uns da bessere Sachen überlegen, weil wir das auch mal anders regeln konnten, so.
Möchte man ja hoffen irgendwie.
Christiane Attig:
[47:18] Das frage ich mich auch in Bezug auf die Masken. Also das war ja sonst was, was man irgendwie kannte aus Dokumentationen in Asien so, dass man da mal Leute gesehen hat, die irgendwie so Masken im Alltag tragen. Und dann kam das ja hier und äh ist Stoß
oder Stieß ähm meines Empfinden nach äh meines Empfindens nach erstmal auf relative
Lehnung. Mittlerweile müssen wir es aber machen und ich glaube mittlerweile haben auch äh hoffentlich der Großteil der Leute, na ja gut, da kann man auch wieder
diskutieren, ähm, verstanden, dass es durchaus sinnvoll ist und
da hoffe ich ehrlich gesagt auch, dass das was ist, was ich auch irgendwie nach der Pandemie weiter fortsetze, dass man irgendwie zu dem Bewusstsein kommt, okay, wenn ich eine Erkältung habe, dann setze ich mir doch mal lieber eine Maske auf, damit ähm ja, ich ich
Versuche, zumindest meine Umgebung irgendwie zu schützen oder so oder gerade wenn man sehr anfällig ist für Erkältungskrankheiten, ähm dass man das vielleicht auch weiterhin tut und dass so dieses dieses
Stigma der Maske einfach abgelegt wird und dass man eben nicht mehr rüberguckt nach nach Asien, Japan, China, wie auch immer und denkt die Leute, die da Masken aufhaben im Alltag, in in
nicht ja besonders infektiösen Situationen
Die haben doch irgendwie einen Schaden oder so. Das ist ja. Also ich glaube, das hat sich mittlerweile gewandelt. Zumindest in meiner Bubble, ich kann mich da total irren.
Christian:
[48:37] Also ich kann auch von von mir sprechen, ne? Also wenn ich auch manchmal Menschen vorher mit Maske in der Öffentlichkeit gesehen habe, hm einfach weil das auch so ungewöhnlich ist.
Ist das oft so ein? Also war für mich wirklich die allererste und sehr furchtbare Reaktion. Oh Gott, was stimmt nicht mit denen?
So etwas so aha, also eher so dieses Abstandhalten, aber auch mit so einem sagen wir mal sehr, also nicht so netten.
Verurteilungsmoment. Weißt du, so dass ich irgendwie auch sauer werde und sage, vor allem wenn man so krank ist, dass man eine Maske, warum ist man überhaupt jetzt hier irgendwie draußen oder sowas?
Das also das geht mir schon so, dass jetzt über auch diese.
Über diesen Zeitraum und auch über diese Veränderung hier zu im öffentlichen Verhalten. Also ich guck auf Leute mit Maß geehrte, die sagt, sehr gut,
Also das ist so, das ist also das mein Urteil hat sich komplett geändert, dass ich sage toll, dass du eine Maske trägst. Gut, dass du das machst. Du zeigst mir damit, dass du,
auch an mich denkst. Uns habe ich vorher überhaupt nicht auf Leute mit Masken und deswegen gehe ich selber auch gar nicht auf die Idee gekommen, also.
Ich weiß nicht, wie es dir ging. Am Anfang, als ich mit einer Maske auch raus bin und wie du sagst, auch raus musste, hat sich das auch komisch angefühlt, dass ich dachte, oh Gott.
Christiane Attig:
[49:51] Ja total.
Christian:
[49:52] Von anderen Leuten angeguckt, denken die jetzt, ich bin ja irgendwie totkrank und schleppe das Virus jetzt irgendwie in den Supermarkt und muss jetzt meine drei Bananen kaufen und,
Ich werde jetzt so verurteilt, wie ich vor anderen verurteilt habe.
Christiane Attig:
[50:02] Richtig, ja.
Christian:
[50:03] Und das da hat sich schon was äh verändert und da habe ich auch drüber nachgedacht und dachte, ach ja, da möchte man hoffen, dass das irgendwie eine Sache ist, die vielleicht so gar nicht mehr weggeht oder eben auch das Bewusstsein, wenn man auch nur eine Erkältung hat.
Vielleicht dann sich doch nicht zur Arbeit schleppt und da andere Leute irgendwie infiziert, weil's einfach nicht nett ist. So. Ich meine, also.
Da verurteil ich nicht die Leute, die es tun, sondern eher die Gesellschaft, die sowas auch irgendwie unterstützenswert findet, weil kann ja nicht angehen, dass du hier krank schreibst und nicht auf der Arbeit bist und wir müssen auch alle leiden und.
Also das hat sehr gesellschaftliche viele Gründe, sagen wir's mal so. Ähm.
Aber ja, da da hoffe ich auch, dass da irgendwie was was beihängen bleibt, so.
Verhalten, aber um den Bogen zurück zu dem zu dem Film nochmal zu schlagen. Ja, also es ist definitiv so, dass dieser Film,
Grad am Anfang sehr viel Wert auf diese und ich glaube auch, dass dieses Soderbirk. Ich glaube auch, dass das meine ich so ein bisschen auch mit der Kameraarbeit. Das hat mich ein bisschen an andere Filme von ihm erinnert, dieser,
Blick fürs Detail, aber eben auch so wahnsinnig.
[51:09] Also auch auch übers Detail zu erzählen und du hast Recht, also da da gibt's so Momente da, also bei dieser einen Orthopädie, ich glaube, von von Gunitz Paltschos Figur, da spritzt dem ein,
Menschen hat, also die sind in diesen Schutzanzügen und haben auch so Schirme irgendwie auf und dann spritzt da so Blut.
Auf diesen, auf diesen Schirm, auf diesen Anzug, so. Ich weiß nicht, wie es dir ging, aber dieser Moment hat mich wahnsinnig fertig gemacht. Also das war.
Da habe ich auch gedacht so, ey, Zeit jetzt wahnsinnig vorsichtig, so, hoffentlich wisst ihr, was das bedeutet, also wie gefährlich diese Krankheit ist, weil eigentlich wissen das noch niemand in der Erzählung. So, das hat,
super nervös gemacht oder wie mit dem in sein Kind irgendwie aus dem Kindergarten da abholt oder aus der Schule und dann irgendwie so.
Aus der Schule rausgeht, also das Kind öffnet irgendwie die Tür und die Kamera ist so starr und man sieht die Tür irgendwie nur Zufall und dann ist die Türklinke halt so direkt im Mittelpunkt des Bildes und man sieht halt,
du sagst so einen leichten Schmierer da drauf. Das hat mich auch wahnsinnig nervös gemacht. Also das war so Stress.
Christiane Attig:
[52:08] Mhm.
Christian:
[52:09] Ich hatte sehr viel Stress beim Schauen. Dieser Momente.
Christiane Attig:
[52:11] Ja. Ja.
Christian:
[52:15] Aber ja, also für mich sehr, also dann wieder, wenn wir auf diese filmische Ebene gehen, auch.
Toll gemacht eigentlich, dass der Film das schafft, auch so dass er sich für diese nüchterne Art der Vermittlung auch entscheidet. Also du hättest diese Momente halt eben auch so aufblasen können filmisch, aber einfach nur so eine starre Kamera zu wählen.
Die ihre Position erst dann verrät, wenn die Tür zuschlägt, also erst am Ende des Bildes, so am Ende der der Szene.
Das ist irgendwie cool, also mir hat das gefallen. Also ich fand das sehr zu dem ich das gestresst hat, das hat mich filmisch irgendwie sehr begeistert.
Christiane Attig:
[52:49] Ja, dem schließe ich mich an.
Christian:
[52:52] Ja
Na ja und dann haben wir halt eben auch so grad am Anfang ähm da hat mich der Film auch wieder sehr äh äh ja gestresst, wenn diese ganzen Städte und die die Populationszahlen eingeblendet werden,
Also die Zahl, die hat mich auch immer sehr sehr gestresst, sehr ähm ja ich weiß nicht wie es dir ging, aber ich dachte so, ja komm, jetzt die Zahl mal weggelassen, ich weiß schon, dass das jetzt.
In diesem Film nach London zu schneiden, aber ja, sehr effektiv irgendwie.
Christiane Attig:
[53:22] Auf jeden Fall. Ja, also es war schon auch sehr plakativ, weil's auch so riesig eingeblendet wurde in den Bildern. Aber es hat auch seine Wirkung nicht verfehlt.
Christian:
[53:33] Naja und dann gehen wir ja auch so ein bisschen, also die die.
Die Erzählung ist ja auch so ein bisschen über Infektionswege und eben auch dann die Reaktion von und da geht's dann halt eben los, so dass dann da irgendwie dieses ähm.
Diese Gesundheitsbehörde, die CDC ja noch namentlich erwähnt wird und ähm ich weiß nicht, wie sehr du jetzt auch so,
Politische und reale Lage in den USA so auch im Umgang mit dem Virus verfolgst, aber das ist zum Beispiel auch eine Behörde, die ich jetzt eben aus den letzten Monaten.
In der Wirklichkeit erst kennengelernt habe, weil die halt eben tatsächlich eine Schlüsselfunktion einnimmt und eben auch das Personal recht prominent in den USA, also prominente Funktionen halt eben auch in der Öffentlichkeit einnimmt. Ähm.
Und da war ich dann halt sehr ähm ja also sehr, ich weiß nicht, was das richtige Wort ist, aber es hat mich auf jeden Fall auch irgendwie getroffen zu sehen.
[54:29] Gut der Film,
Also da und das der Film auch, also der erfindet nichts, der erfindet keine Behörden, also klar, vielleicht irgendwie Namen und Figuren und so, aber der findet jetzt nicht der überträgt nichts auf Metaphern über erfundene Behörden oder über erfundene.
Einrichtung, sondern der geht den real weltlichen Weg. Wir haben die City Silvia und die WRO und das fand ich halt auch am Anfang sehr.
Ja das hat mich auch irgendwie aufgewühlt, aber auch irgendwie reingezogen in die in die Erzählung. Ähm ja.
Ja genau, Lauenz Fischbären wird dann da irgendwie auch eingeführt. Ähm und auch sehr,
Ich weiß nicht wie, wie, wie, wie das für dich denn war als, als ähm Wissenschaftlerin auch, aber sehr schön, wie wissen steht oder wie nah der Film auch an der Wissenschaft irgendwie ist und erzählt. Und ich habe da ja durchaus so ein, so ein, so ein Softspot für bei Filmen
wenn die auch nicht also wenn sie das nicht irgendwie so künstlich.
Wenn wir mal Wissenschaft funktioniert, sondern wirklich,
Grafiken zeigt und Menschen, die auf monitorisch starren und Whiteboards, die benutzt werden und das hat der Film irgendwie sehr gut gemacht. Ich weiß nicht, wie du auf diese Momente geguckt hast, aber ich fand das halt, also die wirken auf mich sehr nüchtern, sehr, sehr ähm,
auch da irgendwie mein Gefühl von Wirklichkeitsnähe hat, hat hat das irgendwie sehr getroffen. Ich weiß nicht, wie dir das da ging.
Christiane Attig:
[55:57] Ja doch auf jeden Fall, das hat schon gepasst und ich fand vor allem die Szenen im Labor auch ganz interessant
Da wurde ja am Anfang relativ viel Wert drauf gelegt, dass man gezeigt hat, wie dort im Labor eben steril gearbeitet wird und dass dieser diese Anzüge ähm mit Luft gefiltert werden und geguckt wird, dass da wirklich kein kein Löchlein drin ist,
dass irgendwie noch was eindringen könnte, wo ich dachte,
Okay, jetzt wird es gezeigt, es wird garantiert noch eine Rolle spielen, deswegen wo später ein Loch auftaucht, wo ich auch hinterher total beruhigt war, dass diese Trope dann nicht wirklich ausgespielt wurde. Ähm wo ich auch gemerkt habe, der Film, der spielt auch so ein bisschen mit unseren Erwartungen, glaube ich, also gerade mit solchen Szenen oder wie mit dem Militärdude, der sich dann doch nicht als
böse entpuppt und so. Ja.
Christian:
[56:40] Stimmt. Ja ja also ja das stimmt. Das stimmt. Ich habe halt so sehr irgendwie auf diese Wirklichkeitsnähe geguckt, wie, wie, wie sich das irgendwie, aber du hast schon Recht, also die filmische Erwartung, die man an den Filmen stellen könnte.
Damit bricht er sehr oft. Über Figuren über Momente ähm.
[57:00] Ja, auch wie du sagst, okay, Winsle, die halt eben sich infiziert und stirbt.
Keine große Erlösungsgeschichte und in letzter Sekunde bekommt sie noch irgendwie von Lorenz Fischbären persönlich irgendwie die Spritze gesetzt, damit sie dann doch wieder sondern sachlich.
Nüchtern stirbt sie halt aus dieser Erzählung noch irgendwie raus. Und das ist schon, das ist schon, das stimmt schon, ja.
[57:25] Ja. Ich fand dann eben auch, also weil der wird, also der dann auch langsam so dazukommt. Ich fand Jud Loes Figur auch sehr äh sehr interessant irgendwie, also weil,
Der Film, das ja eben auch also ihn ja auch benutzt,
tut, als dieser Blogger, Journalist, Verschwörungs äh Fanatiker, der ja stellvertretend auch für diesen Aspekt.
So einer Pandemie irgendwie steht.
Diese diese Komponente, die wir ja auch in der Wirklichkeit sehen, ja? Leute, die halt irgendwie sagen, das ist alles nur eine Erfindung, das ist alles nur eine Grippe, das ist alles gar nicht so schlimm. Äh ähm also die, die ja auch,
Bis hin zu wir stürmen jetzt hier irgendwie noch äh das Bundestagsgebäude, um irgendwie die Regierung abzusetzen, weil das irgendetwas mit der Pandemie vermeintlich zu tun haben soll. Also,
Also der Film konnte erstmal nicht mich vorwegnehmen, was für wirklich sehr merkwürdigen Zeiten.
So etwas passieren kann und wie sich das denn äußert, aber das Element ist halt drin. Das Element wurde auch schon vorweggenommen, dass halt das Ringen um Informationen, das Ringen um die Wahrheit.
Das wird eben verkörpert von Jukelhaus Figur.
Christiane Attig:
[58:38] Wobei man sagen muss, das ist ja einfach nochmal eine ganz andere Qualität hat als das, was wir in der Realität sehen und damit meine ich auch vor allem die Intention, die dahinter steht
weil bei Jode Law ist das ja so, dass uns ganz klar so geredet wird, der hat wirtschaftliche Interessen und deswegen macht er das und deswegen versucht er seine Story zu verkaufen, deswegen ähm ja.
Versucht er, die die Fehlinformation zu streuen, dass eben dieses dieses Alternative
angebliche Mittel wirklich wirksam ist, indem man ja auch vorspielt, dass er die Krankheit hatte, obwohl das eigentlich gar nicht der Fall war. Ähm und das wird so als als
persönliches, isoliertes Problem geframt, aber wir wissen ja heute, dass es eigentlich nochmal eine ganz andere Qualität hat, die
viel, viel mehr damit zu tun hat, dass Leute sich versuchen durch den Glauben an solche Verschwörungsmythen und durch das durch den Zusammenschluss mit mit ebenso ähm äh ja gläubigen Menschen, sage ich mal, ähm auch versuchen, ihren Selbstwert zu steigern und irgendwie so einen, so einen Halt im Leben zu finden und
ähm sich selbst auch irgendwie ja zu erhöhen, indem man eben.
Vermeidlich der Meinung ist, man hat die Wahrheit, die die vielen anderen eben nicht haben und das finde ich, das ist ein Ding, das wird allerhöchstens,
Ganz ganz seichte mal gestreift, aber eigentlich wird's viel mehr als persönliches Ding von hier dargestellt.
Christian:
[1:00:03] Stimmt uns fehlen. Also es wird viel angedeutet, es wird ja glaube ich dann was ich eigentlich auch ganz toll finde wie der Film auch so manchmal so.
So nebenbei irgendwie Sachen auch erzählt und da eben auch gar nicht so den Scheinwerfer drauf drauf richtet, aber also spielt immer gern mit den Zahlen, mit seinen Abrufzahlen.
[1:00:23] Und also weiß man auch nicht, ob man ihm da so sehr glauben kann, aber es scheint ja so, dass er ein Millionenpublikum hat. Also und
Der Film versäumt ist dann halt eben dieses Publikum auch irgendwie mit reinzunehmen in die Handlung. Also die sind halt also es gibt ja irgendwie Leute, die das konsumieren, was er da irgendwie ähm,
veröffentlicht, aber wir sehen diese Leute halt nicht, wie du sagst, wir sehen halt nicht eine größere Gruppe oder eben eine Anhängerschaft irgendwie, die da, die da stattfindet, aber die irgendwo auch stattfinden muss,
Erzählung. Die wird halt ein bisschen angedeutet. Und das wird ja glaube ich dann auch irgendwie in so einem Lebenssatz erzählt.
Dass er auch wahnsinnig reich geworden ist an der Nummer. Also dass er innerhalb weniger Wochen da irgendwie zu Millionär geworden ist. Ähm durch halt seine Veröffentlichung und durch dieses.
Medikament, das erde als Wundermittel verkauft und die Komponente fand ich halt auch sehr interessant, wie er da ja mit so einem
Fondsmanager, Börsenmenschen da irgendwie auf der Parkbank sich trifft
relativ früh ja auch so ein bisschen umschmeichelt wird und gesagt wird so na ja lieber so du hast das ja schon irgendwie vorweg gesehen und da ist glaube ich auch so sein sein also da ist er so auf dem
strebenden Ast irgendwie auch in Sachen Popularität und.
[1:01:36] Das wird halt auch eher angedeutet, aber ich fand das wahnsinnig spannend, weil dieser Typ dann auch gesagt hat, so ja, also Pandemie passiert,
Das Leben geht irgendwie auch weiter, aber wo ist die Chance? Wo ist das Investment? Wo, also wie können wir uns und wo können wir uns bereichern?
[1:01:55] Das ist natürlich auch eine Komponente, die irgendwie stattfindet. Und damit meine ich jetzt auch nicht die ganzen Verschwörungsfanatiker, die sagen hier, der Drosten ist persönlich mit
Bill Gates irgendwie Aktionär von der Deutschland GmbH und deshalb wollen sie uns alle impfen, sondern ich meine halt eher so dieser Aspekt, also mich hat es dann auch nochmal anders auf die Wirklichkeit gucken lassen, weil.
Wenn wir Jude Lose Figur auf die Wirklichkeit übertragen und das meine ich jetzt gar nicht mal so scherzhaft, dann ist das erste Pendant tatsächlich Trump. Also jemand, der vor Mikrofon und vor Millionenpublikum ein Wundermittel proklamiert, also das hat er,
Mindestens einmal getan mit diesem Hydrotroxiploroquin oder wie das heißt ähm.
[1:02:34] Wo halt auch Leute spekuliert haben oder sich gewundert haben und überlegt haben, ob's vielleicht auch wirtschaftliche Zusammenhänge zwischen den Trump-Imperium und diesem Medikament gibt.
Warum also klar, er hat politisch Interesse daran, von heute auf morgen sagen zu können, äh gibt eine Heilung und jetzt ist das Thema vom Tisch, aber die Frage, wer wo.
Finanziell,
Gestärkt aus der ganzen Sache rausgehen wird, die wird auch nochmal spannend zu beobachten so. Das das ähm und da gibt's ja auch schon ähm.
Anzeichen, weil natürlich ist jetzt so der Impfstoff ist jetzt mehr als Gold wert, also,
die die Unternehmen, die da irgendwie forschen und die da äh zugange sind, so und das meine ich jetzt nicht auf irgendeiner auf irgendeiner
Verschwörungsebene, sondern natürlich wird da sehr viel Geld fließen und ist jetzt auch schon sehr viel Geld geflossen, ähm um diese Impfstoffe halt eben noch schneller auch möglich zu machen und da bin ich auch nochmal gespannt, ob wir da irgendwann mal in so ein paar Jahren
den ein oder anderen Skandal irgendwie auch in die Öffentlichkeit bekommen werden, wie halt da auch Gelder gemacht wurden. Also da gab's ja auch ähm ähm,
Geschichten und Enthüllung, dass da ja angeblich irgendwelche Leute Trump angetwittert haben und gesagt haben, mir ich habe irgendwie, ich bin Unternehmenschef, gib mir mal dreißig Millionen, dann kriegst du hier so Beatmungsgeräte und dann sind die Leute einfach abgehauen mit dem Geld und äh,
Also.
[1:03:56] Da also dieses und das fand ich halt so krass, dass oft auf diese Szene runtergebrochen zu sehen, dass da halt zwei Menschen sich gegenüber sitzen und sagen, wir diskutieren diese Pandemie,
Aber wir diskutieren das auf einem anderen Level als zu fragen, wie können wir Menschenleben retten, nämlich wie können wir dafür sorgen, dass wir beide hier.
Auch was dran verdienen. So, das war so ein Moment, wo ich dachte, ja, das huh, das trifft irgendwie auch.
Christiane Attig:
[1:04:24] Ja ja auf jeden Fall. Also das zeigt nochmal ganz klar, dass,
Diese Pandemie auf einen kapitalistischen System trifft und da natürlich auch gewisse Interessen herrschen, die
Daraus Profit schlagen können und ich finde, man muss nicht mal auf die oberste Ebene zu Trump gucken, sondern das fängt ja auch schon im Kleineren an, dass eben versucht wird, ähm von Homöopathen
Da irgendwelche Mittel gegen Korona an die Leute zu bringen, wo man sich auch nur an die Nase, also äh an den Kopf fassen kann und ähm das ist einfach so perfide, aber ich meine, das das ist ja nicht
das ist man muss ja sagen, das ist nichts Neues, das kennen wir genauso von irgendwelchen Krebserkrankungen oder so.
Durch die Pandemie einfach eine viel breitere ähm ja Bevölkerungs äh Menge trifft und ja.
Schwierig.
Christian:
[1:05:11] Ja auf jeden Fall ja es ist auch so eine Sache, da habe ich jetzt so auch noch nicht so viel drüber nachgedacht, aber wie jetzt auch also weil's mir wirtschaftlich,
immer noch gut geht und also.
Dir glaube ich auch und also ähm wir sind da ja doch auch also generell auch in Deutschland recht privilegiert. So, klar, es gibt auch auch Bereiche, die sind härter getroffen, die sind weniger hat getroffen, aber dass das alles auch einen wirtschaftlichen.
Eine wirtschaftliche Ebene hat nicht nur,
Der Kapitalismus, der das Ganze irgendwie auch noch befeuert und auch in Bahn lenkt, die auch nicht ähm also die gefährlich auch sind, also wenn der Kapitalismus auf das Gesundheitswesen trifft, ist es immer kann's immer gefährlich werden und jetzt sehen wir eben auch so,
wie äh und an welchen Stellen das äh und gerade in den USA, ne? Also verlierst deinen Job, hast keine Krankenversicherung mehr, das mitten in der Pandemie, ist vielleicht auch nicht die,
schlaueste Erfindung ähm äh da vom Gesundheitswesen, aber,
Aber trotzdem so, dass das also ja, es gibt auch Leute, die während einer Panemie wirtschaftlich gestärkt rauskommen und es gibt Leute, die wirtschaftlich geschwächt rauskommen, ohne jemals irgendwie infiziert worden zu sein und das ist schon auch eine Ebene, die ähm ja,
die irgendwie krass ist. So und die in dem Film halt so ein bisschen angeschnitten wird. Äh.
[1:06:26] Aber äh der Film macht's ja eben auch auf der persönlichen Ebene. Ähm über die Figur von Marco Röbeck,
über den, über die Familie, über den Familienvater, der das wird auch nur angedeutet, irgendwie ja Immun zu sein scheint. Ähm und äh ja,
Frau und Stiefsohn verliert und dann eben noch versucht, die Tochter zu schützen. Ähm.
Und das fand ich halt auch, also für mich hat da auch der Anfang erstmal.
[1:06:58] Also dieser Film hat mich echt durchgeschleudert, aber der Moment, wo wir Qualwork ins Krankenhaus fährt, um zu erfahren, dass eine Frau gestorben ist, der hat mich fertig gemacht und wir dann irgendwie nach Hause eilt
weil im gleichen Moment irgendwie der Sohn Symptome hat und und ihm da auch irgendwie im Arm wegstirbt, also das hat mich.
Ja hat mich sehr aufgewühlt, aber auch ähm also.
Also das ist auch eine Leistung des Filmes, finde ich, das sind filmisch sehr starke Momente ähm und eben auch zeigt eben auch die persönliche Ebene bei der ganzen Sache.
Ähm, also wie, wie eben die Familie da getroffen wird, überhaupt auch dieses ganze, weißt du, Mark Wolberg erfährt von der Affäre seiner F.
Christiane Attig:
[1:07:38] Damon meinst du?
Christian:
[1:07:38] Tschuldigung mit demen ja. Für mich sind das für mich sind die Bleicht. Ich kann die kaum auseinander halten. Ähm wie die wie die beiden also wie wie er.
Von der Affäre seiner Frau erfährt.
Weil's eigentlich um das Contectracing seiner an der Panemie verstorbenen Frau geht. Also dieser wahnsinnig absurde Moment äh.
Also den den fand ich halt auch krass. Also das das ja.
Weißt du was ich meine? Also diese diese also ich habe mich schon gefragt, ob das irgendwie darauf hinausläuft, dass eben,
beide Elemente in einer Szene irgendwie zusammenkommen und das haben sie dann ja auch gemacht, also also das also was was ihm da passiert, also er wird ja auch durch durcheinander geworfen äh innerhalb dieser Handlung. Und dann geht's ja weiter mit diesem ganzen ähm
Was wir eben jetzt auch in der Realität sehen das Thema Quarantäne. Also wie er versucht die Tochter zu schützen und,
irgendwie der Freund der Tochter an der Tür klingelt und er zur Tür stürmt und eben ein Kontaktverbot verhängt und ähm also da gibt's da einige krasse Momente finde ich so in seiner Erzählung. Ähm.
Ja
Christiane Attig:
[1:08:50] Ja, dieses ganze Thema Isolation wird auch aufgemacht und.
Das fand ich aus der heutigen Perspektive wiederum dann auch interessant zu beobachten,
dass die Person in dem Film damit total Probleme hat, wo ich dachte, ach Gott, ihr seid ja erst bei Tag dreißig oder so
Passt mal auf, worauf ihr euch hier einlässt, wobei man muss ja auch sagen, dass wir hier nie so den kompletten Lokdown hatten und ich war auch nicht in Quarantäne und so weiter,
es ist sicherlich dann nochmal was ganz anderes, aber fand ich auch interessant, weil einfach klar wäre, vor neun Jahren hätte ich da komplett anders drauf geguckt.
Christian:
[1:09:26] Auf diese Quarantäne-Isolation oder.
Christiane Attig:
[1:09:29] Äh auf die auf die Reaktionen darauf. Also da hätte ich wahrscheinlich auch gedacht, oh Gott, dreißig Tage Quarantäne, das ist ja der Horror und heutzutage denke ich mir
ja gut, also es ist nicht schön, aber wir haben zumindest ganz viel Ablenkung zu Hause und wenn man Unterstützung hat, dann
geht das auch irgendwo und die Leute hatten ja auch Unterstützung im Film und dann halt ja gut dreißig Tage. Wir sind heute bei Tag zweihundertfünfzig, der Kurve neunzehn ähm Pandemie und.
Christian:
[1:09:58] Ja, ja, ja, das stimmt.
Interessant, ich hätte, ich hätte eher gedacht, dass du da anders irgendwie draufguckst, dass du damals gesagt hättest so, naja, wo ist denn das Problem und heute sagst du, oh, ich kann das voll nachvollziehen, wie anstrengend, Quarantäne oder überhaupt so dieses Isolationsding irgendwie, diese Isolationsaspektes, aber.
Christiane Attig:
[1:10:13] Ja, wahrscheinlich liegt das aber auch an an der privilegierten Situation, die du gerade angesprochen hast, dass ähm,
dass ich da vielleicht ein bisschen anderen Blick drauf habe als andere Leute, die die wirklichen Quarantäne waren und die wirklich dran erkrankt sind und,
oder Leute verloren haben im näheren Umfeld, das ist natürlich nochmal eine ganz andere Nummer so.
Christian:
[1:10:33] Also ich ich also ich find's erstmal gut und auch interessant, dass halt so über die Tochter irgendwie zu machen, also ich find's irgendwie glaubwürdig, dass aus ihrer Perspektive.
Das halt auch noch so umso intensiver irgendwie ist. So ist vielleicht doch irgendwie so die,
Also das ist ja so alter irgendwie Abschlussjahrgang in den USA. Ich glaub das ist zu sechzehn, siebzehn, achtzehn irgendwie so, vielleicht die erste größere Liebe und dann kommt dann wieder blöde Vater und sagt, nee, du kannst doch nicht mal die Tür aufmachen, so, du kannst,
mal irgendwie die Blumen annehmen, so was was soll das? Ist das nicht irgendwie wahnsinnig übertrieben? Ähm.
Aber es ist natürlich nicht während so einer Panemie, wo man halt eben auch nicht weiß und ähm wo vieles auch im Unklar im unklaren ist ähm aber ich fand halt eben auch also müssen wir vielleicht auch noch ein bisschen bisschen genauer äh drüber sprechen, weil.
[1:11:24] Wir sehen über jetzt fast wieder gemacht mit Bayman, nicht mal ein Kolberg, mit Bemen. Ähm, sehen wir ja auch.
Also erst so unsere unser unsere Perspektive, also er hat am ehesten noch die Verbindung zur Gesellschaft, zu,
zur Gemeinschaft. Alle anderen sind ja
eher aus dieser Vogelperspektive theoretische Überlegungen im Labor, theoretische Überlegungen vielleicht im politischen und er ist aber derjenige, der so, der so am Boden der Tatsachen irgendwie ist, unterwegs ist und halt sieht, wie Plünderungen stattfinden,
um äh Nahrungsmittel, also weil irgendwie das Militär verteilt Nahrungsmittel wie sich gestritten und geprügelt wird und er der eher so diesen Zugang auch zu der ganzen.
Handlungen zu dieser Pandemie. Und das fand ich halt auch interessant, weil da.
Also da übersteigt der Film ja eben, also da da wird der Film zum Film, da wird der Film vergleich zu unserer Realität dann ja doch irgendwie zu einer filmischen Erzählung. Ähm,
Obwohl es vermehrt Ausschreitungen in den USA gibt.
[1:12:28] Die vielleicht in den Bildern ähnlich aussehen können, aber natürlich anders begründet sind. Also äh in,
unserer Wirklichkeit. Das sind halt sehr politisch äh motivierte ähm äh Demonstrationen vor allen Dingen, die stattfinden, die sich halt eben vor allen Dingen Richtung Polizeigewalt äh richten, die sich vor allen Dingen
Also die vor allen Dingen gegen Rassismus auf die Straßen gehen und ähm also da also,
Da geht es nicht darum, dass irgendwie die Nahrungsmittel ausgehen und man irgendwie um das eigene Überleben befürchtet, sondern das sind halt andere Gründe und andere Elemente. Also da darf man auch nicht jetzt irgendwie zu sehr das Ganze miteinander vermischen. Ich fand's nur interessant
auch wieder auf so einer merkwürdigen Ebene, also das ist so schwer mit dem Finger drauf zu zeigen, aber
das das halt in der Wirklichkeit auch irgendwie ein Aspekt ist. Also wo ich wo ich gesagt hätte so vor zehn Jahren so.
Das, also da beginnt jetzt irgendwie der Science-Fiction-Anteil in dem Film. Da beginnt jetzt irgendwie das realitätsfremde so. Ähm.
[1:13:32] Wir sehen aber Gewalt auf den Straßen. Während der Pandemie, wie gesagt, anders begründet und es soll, also es geht nicht darum, dass sie jetzt irgendwie in einen Topf zu werfen, ist nur so krass, dass halt diese Bilder, die da stattfinden,
manchmal gar nicht so unähnlich sind und vor allen Dingen und das ist dann wieder der der Punkt, wo wo,
Vieles, also wo der Film mal wieder in die Realität andockt, also wie dann irgendwie da Menschen in Schlange stehen, um vielleicht noch Medikamente oder die ersten Hamsterkäufe zu machen.
Wie die Leute sich aber trotzdem da irgendwie gegenseitig anrempeln und wurde eine Person zur anderen sagt so hey kannst du mal aufhören mir in den Nacken zu husten so und dann irgendwie blöd angeprügelt wird,
Da bin ich überrascht jetzt mit der Wirklichkeit im Jahr zweitausendzwanzig sprechen zu können, dass das gar nicht so unrealistisch ist, wie ich das vor neun Jahren noch gedacht hätte.
[1:14:19] Also wie egoistisch tatsächlich die Leute irgendwie sein können, weil man irgendwie Zugbegleitungspersonal irgendwie Gewalt androht, weil.
Besagtes Personal sagt man sollte doch vielleicht mal die Maske aufsetzen in dem Zug zum Wohle aller und dass die Leute dann halt irgendwie nicht,
an alle denken, sondern halt nur an sich und das ist schon aus, ja, aus so einem Aspekt, der ja, mich ein bisschen zum Kopfstillen bringt.
Christiane Attig:
[1:14:44] Ja, kann ich total nachvollziehen, das klingen wir bei den Szenen ganz ähnlich. Ähm es gab ja diese eine Szene, wo man diesen geplünderten Supermarkt gesehen hat, wo auch keiner mehr gearbeitet hat. Und da dachte ich erst so, okay, das ist jetzt wirklich ganz,
Stark so dieses Szenario äh Zombie-Apokalypse und Postapokalypse, aber eigentlich waren wir davon gar nicht so unfassbar weit entfernt. Also ich ich kenne das nicht oder ich ich hab's nicht mitbekommen, dass irgendwelche Supermärkte hier geplündert wurden
Aber ich sage mal so von der Situation, die wir hatten zu dieser hin, zu extrapolieren, das ist jetzt kein weiter Weg.
Christian:
[1:15:19] Und vor allen Dingen gab's so einen Moment, den ich dann auch wieder so ganz, also dieser Film ist halt gespickt mit tollen Details. Der, die dann wieder auch so wichtig für die Erzählung sind und das Ganze auch so glaubhaft machen.
Er ruft ja, also er sieht ja glaube ich irgendwie bei, wie bei den Nachbarn eingebrochen wird, die er schon gar nicht mit
zu Hause sind. Auch da so diese diese Flucht irgendwie, wenn man's noch kann, wenn man's konnte, so sehen wir ja auch teilweise, ich habe auch gelesen, dass irgendwie in New York so leer ist wie noch nie, weil die Leute, die sich's leisten können, halt irgendwie so in die Vororte oder weiter weg, so
zweites Haus irgendwo auf dem Land, dann während der Panemie bloß hin. Ähm also dass dass du so ähm solche Elemente auch stattfinden, aber er ruft ja da an.
Bei der Polizei und die Polizei hat schon so eine so eine so ein Hotline-Mechanismus geschaltet so und die Stimme am Telefon sagt, ja, wir sind völlig überfordert und überlastet. Äh wir können eigentlich gar nicht kommen, aber,
Falls sie denken, also den denen geht so eine Checkliste durch, ne? So, wenn sie denken, sie sind krank, wählen sie die eins, wenn sie denken,
Jenes passiert, wählen sie die zwei, wenn sie glauben, bei ihm wieder eingeboren, wählen sie die drei. Also.
Das fand ich halt so krass. Also wie, also dieses Detail hat mir so wahnsinnig viel erzählt. Also hat einfach mal den kompletten ähm.
[1:16:35] Polizeiapparat oder eben auch, also das hat ja dazu geführt, dass es,
Board in einem Film zu Plünderungen kommt und dass die Leute halt also das Gesetz kann nicht mehr durchgesetzt werden, also der Egoismus herrscht wieder und die Leute,
plündern und ähm rauben sich irgendwie gegenseitig noch aus, äh, anstatt irgendwie zusammenzuarbeiten und das das hat's für mich so glaubhaft gemacht, das hat für mich.
Die Erzählung vervollständigt zu sagen, aha, ja gut, die Polizei ist einfach nur überfordert, da geht's jetzt nicht darum, wie du sagst, dass da irgendwie die Zombies kommen oder so, das ist es nicht, sondern es ist einfach.
Es ist pure Überforderung eines staatlichen Apparats und das ist für mich absolut glaubwürdig, also.
[1:17:17] Wenn irgendwann dieser Punkt kommt, dass einfach nicht mehr reagiert werden kann, dann äh ja, dann dann kommt's vielleicht auch eher zu diesen Zu diesen Pländerungen und so. Und das.
Und dann eben auch so mit anzusehen, wie wirklich die Leute sich da gegenseitig ähm verprügeln, weil da irgendwie noch so die letzten.
Vorräte und so, das ist schon also ja, das hat mich auch sehr sprachlos irgendwie zurückgelassen und.
Es sollte aber auch ein Teil dieser Erzählung und auch ein Teil der der dieser Pandemie dort bei denen. Ähm.
Ja und wie gesagt, auch so so weitere Details, also dass irgendwie die Tochter schon recht früh angefangen hat, eine Maske zu tragen, finde ich zum Beispiel auch interessant. Ich weiß nicht, ob sie irgendwie für eine Vorerkrankung hat.
Weiß gar nicht, ob das irgendwie noch so so ob ich das verpasst habe oder so, aber es war so interessant zu sehen, wann wie die, wie die Masken auch so dazukommen.
Manche schon früher dabei sind und ähm ja.
Ja. Ähm vielleicht können wir noch ein bisschen über die weiteren ähm.
[1:18:22] Wissenschaftlichen sagen wir mal Momente des Filmes irgendwie auch sprechen, was ich auch sehr interessant fand und was eben.
Also wo mir die Realität, in der wir uns befinden irgendwie, also wo diese Checkliste irgendwie funktioniert hat für mich, die ich auch erst jetzt wahrgenommen habe, weil wir mitten in so einer Panemie sind. Also es geht ja auch erstmal irgendwie los,
Ein wichtiger Bestandteil ist halt irgendwie die WHO, ähm, die ja auch versucht, ähm, äh, zu, zu, ähm,
zu ermitteln oder herauszufinden, was so ähm ähm was was eigentlich gerade los ist und äh.
Dann halt auch sofort nach nach ähm.
[1:19:03] Auch selber nach so Art Checklisten irgendwie arbeitet, also da wird dann ja auch da werden gleich reale Pandimien erwähnt, saß wird irgendwie erwähnt, so im Sinne von okay, wir gehen genauso vor wie in dem Fall.
Fand ich zum Beispiel auch interessant, also das da der Film hier eben auch sehr deutlich wieder den Bezug,
auch zur zur damaligen Realität irgendwie irgendwie herstellt, so dieses man begegnet so 'ne Pandemie,
also so einer neuen Panemie erstmal über Verhaltensweisen und Erkenntnisse, die man aus alten oder,
ähm
vorherigen Panimien irgendwie entwickelt hat und so war's bei uns ja auch. Also die erste Empfehlung, die ausgesprochen wurden, Hände waschen, zwanzig Sekunden, Hände waschen, so nichts irgendwie unnötig anfassen, Abstand halten. Das war ja auch eben auch die erste ähm ähm,
Zuerst hieß es ja auch erstmal keine Masken tragen, weil man noch nicht weiß, irgendwie ist das sinnvoll und man will eben auch nicht
so ein so ein, so ein Run-Off-Masken irgendwie, die die eigentlich in anderen Fällen, also in medizinischen Fällen erstmal gebraucht werden und
dass da keine Engpässe entstehen. Das fand ich halt wahnsinnig interessant, so zu sehen, wie der Film das halt auch wusste, dass man sich erstmal an dem orientiert, was man schon so an Erfahrungen irgendwie hat.
Da hatte ich so den Eindruck, dass wir da auch so durchgegangen sind.
Christiane Attig:
[1:20:14] Ja, interessant fand ich auch, dass ab dem Moment, wo diese ähm Checklisten dann auch veröffentlicht wurden oder da bekannt gegeben wurden. Ähm von
Das war, glaube ich, von Leuenz Fischbörn in dem Fall, dass dann auch gleich so Widerstand aufkam, dass diese Maßnahmen als ja einfach
übertrieben wahrgenommen wurden als äh unverhältnismäßig,
und da dachte ich auch so, okay, ja. It hits home, sage ich mal.
Christian:
[1:20:42] Und und auch so ähm.
Das macht's halt für mich irgendwie auch so so gruselig, weil das wie du sagst, das ist genauso passiert.
Und dieser Film konnte es aber auch genauso schon neun Jahre vorwegnehmen.
[1:20:58] Widerstand, der sich bildet, aber auch die gleichen Fragen, die auf den Tisch kommen und die eben auch diskutiert werden.
Sind auch in einem Film diskutiert worden. Ähm ähm das war glaube ich die Szene Wood Kate Kate Winslet. Ich glaube, das war auch noch so im WHO-Behördenkontext irgendwie. Ähm versucht.
[1:21:17] Ähm einem einem, ich weiß gar nicht mehr genau, was das war, aber auch so anderen Behörden äh.
Trägerinnen und Trägern das Problem näher zu bringen und sie ja also die Diskussion um diesen R null Faktor.
Und erstmal überhaupt diesen R null Faktor zu definieren, also es ist ja das ist ja die der die Zahl wie viele Leute.
Von also wie viele, also eine, wir haben eine infizierte Person und die Zahl gibt an, wie viele andere Personen, diese eine Person infiziert. So und man will diesen.
Ähm diesen Faktor so gering wie möglich halten und auch unter bestimmte Werte drücken, damit diese Panimie eben nicht weiter ausbricht, sondern eher eingedämmt wird oder im Rahmen gehalten werden kann, also damit man sie überhaupt irgendwie managen kann.
Wie gesagt, war ja auch so ein so ein so ein äh Ding, was wir jetzt alle irgendwie gelernt haben im Laufe dieses Jahres, dass es diesen Faktor gibt und sie bringt den halt an die Tafel, sitzt ihn auch eben mit anderen Krankheiten in Verbindung und sagt, naja, die Grippe hat irgendwie den Faktor so und so und hier irgendwie die die
saß, hatte so und so und irgendwie die, ich weiß gar nicht mehr, Pocken oder irgendwas anderes ähm,
so und so und setzt das halt irgendwie so alles in Verbindung, um auch um auch diese Zahl etwas plastischer zu machen. So, das das fand ich übernimmt ähm erstmal interessant so, weil ja.
[1:22:31] Für Leute in diesem Feld ist das halt keine Überraschung, dass dieser Faktor wichtig ist und.
Die haben schon immer mit diesen Faktoren gearbeitet und aber für uns alle war das ja etwas sehr Neues. Ähm und so und Film halt sauber irgendwie vermittelt, aber so wahnsinnig interessant, wie die anderen drauf reagieren, weil man hier gar nicht so sehr zuhört, sondern schon merkt, ja okay,
ob das jetzt nun zwei, drei oder fünf wir merken, das ist ein Problem, aber wie begegnen wir jetzt diesem Problem? Und dann haben die sich halt irgendwie so gegenseitig so Sachen irgendwie an einen Kopf geworfen, auch wieder nur so Details irgendwie so im Dialog nebenbei, wo ich so dachte,
Genau diese Diskussion führen wir jetzt im gesellschaftlichen und wahrscheinlich irgendwie vor drei Monaten im politischen.
So, wie reagiert man drauf? Wie drückt man diese Zahl? Ja, heißt das, wir müssen die Schulen jetzt irgendwie zumachen, so sagt auch eine Person in dem Film. Heißt das, wir müssen die Schulen irgendwie zumachen.
Ich schwöre, vor neun Jahren hätte ich nichts mir gedacht bei diesem Satz, aber dadurch, dass ich jetzt auch so ein bisschen.
[1:23:26] In dieser Twitter-Bubble auch irgendwie so drin bin und merke, wie schwierig das auch für Eltern älterer Kinder.
Von Schulkindern halt ist und wahr diese Panimmi, diese ganze Home Schooling-Geschichte, der würde ja auch schon sehr viel auch drüber diskutiert, wie was wir auch schon thematisiert hatten. Also,
Wie sehr der Kapitalismus auch dann in so eine Panemie irgendwie reingrätscht und sagt na ja ähm wir müssen aber dafür sorgen, dass die Erwachsenen, dass die Eltern auch irgendwie arbeiten gehen können. Also den muss man irgendwie die Möglichkeit geben zu arbeiten, weil das die Wirtschaft braucht,
diese Kinder, ja was machen wir mit den Kindern, wenn wir die Schulen zumachen, sitzen sie zu Hause, das ist eine Mehrbelastung für die Eltern, die können dann vielleicht auch gar nicht so sehr arbeiten. Also müssen die Schulen offen gehalten werden, ja, aber die Schulen offen halten, heißt,
riesengroße Virenherde.
[1:24:14] Zu haben. Ja, wie kann man die irgendwie bearbeiten, wie kann man die sicher machen oder muss man die doch zu machen? Alles Diskussionen, die jetzt auch mit dem neuen Schuljahr gerade sehr aktuell geführt wird und auch so im,
Elternkontext sehr aktuell geführt wird und auch eben ein großes Ding im Frühjahr gewesen, als auf einmal die Schulen alle zugemacht haben und nur so entfernt der Unterricht möglich war und ich fand das halt einfach nur so krass, das war so ein Satz in diesem Film,
ein riesengroßes Problem,
aufmacht oder andeutet, was ich jetzt sozusagen in der Realität zwar aus der Entfernung so, Kind ist zwar da, aber geht noch lange nicht in die Schule,
Aber ich konnte mich da so wahnsinnig reindenken in diesen einen Satz, der so ein Riesenproblem aufmacht und der Film schmeißt das so mit rein, aber,
klingelt das gar nicht so sehr durch und das fand ich halt auch irgendwie krass so, dass das wie da diese
interne politische Diskussion auch schon geführt wird, ne? Wie du sagst, so wo beginnen die Mehrbelastung, wo sind die Belastungen vielleicht doch zu doll,
den Leuten zumuten irgendwie, zwei Meter Abstand und Masken zu tragen in der Öffentlichkeit können wir der Gesellschaft zumuten, dass die Schulen zu bleiben, müssen jetzt alle irgendwie ein Homeoffice, was ist überhaupt, ne? Hatten wir ja auch äh äh unsere unsere neue, unser Wort des Jahres ist systemrelevant,
überhaupt systemrelevant, so dass das sind so Diskussionen, die da so angedeutet wurden und das fand ich halt auch. Fand ich halt irgendwie krass, wie der Film das.
[1:25:35] So im Detail so im Nebensatz irgendwie auch. Auch aufgreift und mir so zeigt, ja, ja, an solche Aspekte denken wir auch, obwohl wir die jetzt gar nicht so riesig hier machen in dem Film.
Christiane Attig:
[1:25:45] Mhm. Da gab's noch eine zweite Szene, die so ähnlich war, wo auch ein Satz, so finde ich so rausgestochen ist. Ähm und das war die Szene, wo Kat Winslet da dieses Shelter aufbaut in der Turnhalle,
wo auch genau die gleichen Leute von von dieser Szene anmarschiert kommen ähm und dann erstmal fragen so, ja wer bezahlt denn eigentlich für das hier alles? Wo ich erwarte, oh Leute, Prioritäten.
Christian:
[1:26:11] Stimmt, die ist diesmal auch im Kopf geblieben, die fand ich auch großartig, weil weil weil solche Filme Gefahr laufen können.
[1:26:19] Das entweder zu übersehen und dann ist das ein heroischer Akt sämtlicher,
S-Behörden, die gemeinschaftlich Hand in Hand, aber vor natürlich desinfiziert, die Hand in Hand zusammenarbeiten und mit
gemeinsam will die Pandemie alleine besiegen, so entweder gehst du die Variante oder begibst die andere Variante und lässt.
Alle berühren sich gegenseitig irgendwie kleinkriegen und auch überhaupt nichts irgendwie vorangehen und das ist eine riesen Kritik an,
Behörden überhaupt und dann braucht es wieder irgendwie den den Multimilliardär, der es im Alleingang ohne irgendwelche Auflagen retten kann oder so. Und der Film geht halt.
Geht halt beide Abzweigungen nicht, aber vergisst das Problem nicht. Dass nämlich all das auch Geld kostet.
[1:27:06] Wie wir ja auch in der Realität sehen, man möchte ja meinen, das Geld dann keine Rolle mehr spielt und gerade auf politischer Ebene keine Rolle mehr spielt, aber im Gegenteil, natürlich wird auch immer noch gefalscht und gehandelt und gesagt, okay.
Wir können jetzt hier irgendwie die Krankenhäuser aufbauen zu äh die die Tour nein zu Krankenhäusern. Kostet aber alles Geld. Wir können dafür sorgen, dass jetzt irgendwie alle kostenlose Masken bekommen. Kostet aber alles Geld. Wir können dafür sorgen, dass die Schulen zugemacht werden. Das kostet aber auch alles,
für die Schulen umrüsten. Wir können uns hier alle irgendwie zu super ausgestatteten äh äh technisch ausgestatteten ähm ähm,
Leuten machen, die halt irgendwie in keinster Weise, das kostet aber alles Geld. So und.
Das fand ich, das fand ich auch super, wie der Film auch oder überhaupt, also das ging mir glaube ich auch los. Wir hatten dann eine Turnhalle irgendwie gefunden.
[1:27:53] Und dann sagte Kate Winzler, die ja so äh also irgendjemand hat ihr da geholfen so so ne,
in dem Ort diese Turnhalle da irgendwie zu finden und aufzubauen. Und sie sitzt da also auf dem Boden und schreibt da so in ihre Papiere irgendwie rein und und
der Typ so wahnsinnig stolz, ja, guck mal hier und jetzt, ne, so Erfolg hier und alles toll und sie sagt, ja, super toll, klasse. Ich brauche vier weitere davon.
Christiane Attig:
[1:28:13] Ja, das.
Christian:
[1:28:15] Kleinen Siege, die eigentlich für den Moment vielleicht gut sind, aber die auch so wertlos irgendwie ähm erscheinen. So, das also ja ich weiß nicht, fand, ich fand ihre Figur auch irgendwie toll, weil die so.
[1:28:28] Also weil die halt eben auch so im im so nah an der Sache irgendwie ist und auch so mit so Kleinigkeiten, vermeintlichen Kleinigkeiten konfrontiert ist.
Recht erfolgreich ihm wieder durchkommt, aber dann halt auch so tragisch bitter irgendwie aus der Erzählung geht. Also irgendwie, ja, große Sympathie auf jeden Fall für sie.
Ähm ja und auch so weitere Nebensätze, die ich toll fand, irgendwie ähm ich glaube, Relones Fishburning wie in so einer frustrierten,
so 'n frustrierten Moment rattert der irgendwie auch so die die den Status quo irgendwie runter so mitten in der Panimmi und er sagt irgendwie sowas wie ja das Krankenhauspersonal streikt hier überall.
Ja, also das Problem ist, die haben irgendwie alle nichts zu tun, weil die einfach nichts tun können und bevor die sich alle selbst und gegenseitig nur infizieren, um am Ende einfach nur die Leichensäger rauszutragen, sind sie alle im Streik, wo ich auch so dachte, ja, das also so krass kam's halt nicht, aber,
Ich kann mich erinnern, dass das ein Riesenproblem war und wahrscheinlich auch immer noch in vielen Bereichen ist und wir es lange nicht mehr hören, wie,
eben direkt.
Im Umgang mit infizierten und in Krankenhäusern ja auch klar wurde, wo die Schwächen auch im System sind, so welche Mittel fehlen, wie die,
also wie das, wie das äh Krankenpersonal auch über alle Grenzen hinweg beansprucht wird und.
[1:29:48] Ich glaube nach Applaus irgendwie Samstagabend um achtzehn Uhr bis heute irgendwie nicht viel davon. Also dafür bekommen hat oder,
also ähm ja für den Einsatz irgendwie bekommen man gesehen hat, so das ist schon auch irgendwie krass.
Christiane Attig:
[1:30:04] Auf jeden Fall und dieser Aspekt der fehlenden Ressourcen, der wird ja in einer anderen Szene auch nochmal angesprochen, ähm wo das Massengrab ausgehoben wird
wo dann einer sagt, so haben wir eigentlich keine Leichensäcke mehr oder warum sind die da offen bei anderen Säcken irgendwie drin? Das das sieht man dann nicht. Wo aber auch gesagt wird, so wir haben keine Leichensäcke mehr.
Christian:
[1:30:23] Ja
Und also habe ich auch sofort an Italien gedacht, ne? Wo wo wirklich ähm die.
Ja, Krankentransporter eigentlich nur noch, gleichen Transporter irgendwie wurden so und das war halt auch so wahnsinnig bitter irgendwie mit anzusehen, wie in dieser auch bildlich, wie in dieser Szene, wie sich Mark Wolbergler irgendwie umguckt und irgendwie.
Brennen schon wieder Socke.
Ähm wie irgendwie die die Autos brennen, Plünderungen stattfinden und gleichzeitig die Leichen aber irgendwie aus den aus den Häusern getragen werden. Also.
Und und zu wissen wo der Übergang von ja so passiert ist wirklich und okay das ist vielleicht ein bisschen filmisch überspitzt aber zu merken dass da.
Dass da gar nicht so viel Überspitzung irgendwie stattfindet, das war auch sehr bitter. Ähm.
In dem Film, ich glaube, das war auch irgendwie der, der im Moment äh der auch so bitter war, aber auch also auch dann wieder so toll in der Erzählung eingebettet, mit dem man kann seine eigene Frau nicht beerdigen.
Niemand niemand, also niemand kann.
[1:31:30] Ja, niemand kann mit dieser Leiche irgendwie umgehen, weil man nicht weiß und Infizierung und man will nicht und kann nicht,
nicht und das war auch so wahnsinnig bitter wie in dieser sehr.
Ja systematischen und wie gesagt diese Vogelgeschichte in der Vogelperspektive erzählt, aber wie dann so im Detail und im persönlichen denn auch so wahnsinnig bittere Momente wieder stattfinden. Also die, die.
Diese, also die Figur, ich finde, ich finde die Figur halt wahnsinnig wichtig, um halt auch solche Details ähm zu lebensnahe Details irgendwie auch zu zeigen, so.
Ähm ja.
[1:32:13] Genau, was hatten wir denn noch? Äh, wir haben einen Haufen weitere Entwicklungen und noch weitere Details, ich glaube, irgendwo wird auch mal gesagt, so, das ist zweihundert Millionen Tote irgendwie am Ende der Pandemie gibt oder irgendwie zum also im Verlauf der Panimie, ähm.
Ich glaub korrigiere mich gerne, wie viele Tage waren's? Irgendwas über hundertdreißig oder so.
Christiane Attig:
[1:32:35] Also der Impfstoff wird äh rausgegeben am hundertdreiunddreißigsten Tag.
Wo ich auch dachte, das ist aber optimistisch.
Christian:
[1:32:47] Also ja.
Christiane Attig:
[1:32:49] Also wir sind ja gerade an Tag zweihundertfünfzig und der Impfstoff ist immer noch in weiter Ferne. Ich habe mir in Vorbereitung auf den Podcasten ähm Video angeschaut, das ist veröffentlicht
DE und da wird ein Wissenschaftsjournalist interviewt, der sich eben äh ja mit Infektionskrankheiten beschäftigt und der diesen Film kommentiert quasi
dem Wissen der Corona Pandemie im Hinterkopf, das wurde irgendwie im März aufgenommen und ähm.
Worauf wollte ich jetzt hinaus? Äh ach so genau, der hat
Genau, der hat gesagt, dass es bei Impfstoffen oder bei der Entwicklung von Impfstoffen quasi zwei Möglichkeiten gibt, entweder das Virus, das kann ganz einfach isoliert werden. Man findet ganz schnell einen Impfstoff oder es dauert halt sehr lange und es gibt fast nicht
dazwischen und dann dachte ich okay
Das kann man sich dann so erklären, dass das offenbar ein Film einer ist, wo es offenbar ganz schnell ging und dann war ich damit auch wieder okay, aber so beim Gucken dachte ich, oh, das ist jetzt aber schon relativ optimistisch. Ist das jetzt eigentlich noch eine Distopie oder ist das eine Utopie
irgendwie beides.
Christian:
[1:33:50] Das ich habe auch irgendwie gelesen, dass ähm also jetzt so, als das dann irgendwie im Frühjahr, so mit dem Corona Virus kam und dieser Film halt auch so erneute Popularität irgendwie bekommen hat. Ähm
da da wurde halt irgendwie, da, da wurden, glaube ich, auch ähm nochmal so Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler irgendwie interviewt zu dem Film.
Habe ich halt auch noch gelesen, dass die meinten, so ja, so.
Mehr oder weniger sinngemäß, so ja, der ist schon echt sehr realistisch der Film. Äh,
die einzig unrealistischen Dinge sind äh Punkt eins, das geht viel zu schnell vorbei. Punkt zwei, die ganzen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten an hochmodernen Mitteln und nicht irgendwie an Zeug aus den Siebzigern, so wie wir. So.
[1:34:29] Technisch irgendwie ein bisschen zu gut ausgestattet alles, aber sonst sehr, sehr äh realistisch und ja, das ich habe auch in Kalender geguckt und dachte, Tag hundertdreiunddreißig ähm schön wär's, ähm.
Aber dann auch wiederum sehr interessant, also es beginnt, also ich ich habe mal, ich habe mir das mal aufgeschrieben, ich muss mal kurz schauen, wo ich das hier notiert habe. Ich glaube, ja, so nach ungefähr achtzig Minuten.
Ähm, was sind das ja über eine Stunde, Stunde, zwanzig Minuten, also ich glaube, ich so ungefähr die letzten zwanzig, dreißig Minuten würde ich sagen, Beginn zum Zeitpunkt jetzt dieser Aufnahme, September, zweitausendzwanzig, da beginnt so quasi der.
Science-Fiction oder da da wird aus der Dokumentation ein Film. So, weil wir uns da so langsam auseinanderbewegen, also an dem Punkt sind wir halt noch nicht. Ähm.
Dass da auch irgendwie Impfstoffe äh äh gefunden sind oder zumindest bestätigt äh gefunden und äh getestet und auch als sicher deklariert. Ähm.
[1:35:28] Auch sehr interessant wie der Film, denn auch die Verteilung. Ähm thematisiert und auch das Durchspielen. Habe ich mir zum Beispiel noch gar keine Gedanken zu gemacht, wie das.
Gehen wird, also ähm ich versuch natürlich auch so gut es geht,
mich zu informieren und irgendwie auch am Ball zu bleiben so, mal mehr mal weniger, je nachdem auch was so die eigene Seele aushält, aber ähm immer wieder gelesen habe ich halt auch so, dass es heißt, na ja,
nur wenn der Impfstoff da ist, heißt es noch lange nicht, dass das Virus vorbei ist und vielleicht muss man sich da auch ein bisschen länger drauf einstellen, es kann immer wieder kommen, vielleicht,
braucht's auch regelmäßige Impfung dagegen, ähm weil's irgendwie viel und schnell mutiert.
Da ist noch einiges so, wie ich das wahrnehme, so ein bisschen im im Ungewissen, aber die Frage der Verteilung ähm.
Wie gesagt, habe ich mir selber auch noch gar nicht so sehr die Gedanken gemacht, aber der Film beantwortet das damit, dass es so ähnlich wie bei der.
Bei dem bei dem bei dem Einzug äh in den Vietnamkrieg,
in den USA, da gab's auch diese Lotterie, diese diese Geburtstagslotterie, die da irgendwie gemacht wurde in den sechziger, siebzigern, ähm um das so fair wie möglich zu halten, also ne, durch den Vietnamkrieg braucht die USA irgendwie.
Braucht man in Anführungszeichen. Wollten viele äh Soldaten äh haben,
dann eben nach Vietnam mussten und das war natürlich auch sehr, also es gab ja sehr viel.
[1:36:53] Kritik und auch Demonstrationen dagegen und so weiter und so fort und irgendwie hat man das halt so gelöst, dass dann eben auch tatsächlich im Fernsehen Lotteriemäßig halt Kugeln gezogen wurden und auf den Kugeln äh waren dann halt Geburtsdaten,
Tag und Monat und dann hieß es, ja, wer jetzt an dem Tag geboren wurde, äh wird mit dieser Ziehung auch eingezogen. Und.
Das fand ich irgendwie, ich fand das ähm filmisch irgendwie auch so krass, dass äh also der Film macht ein TV-Ereignis da draus.
Christiane Attig:
[1:37:25] Ja, ja.
Christian:
[1:37:26] Was sich auch wieder so US-amerikanisch finde, aber auch irgendwie gar nicht so wei,
Also ich halte das für nachvollziehbar. Ich weiß nicht, wie es dir geht. Also ich glaube nicht, dass das hier so passieren wird, dass wir irgendwie vor der Tagesschau abends in den Nachrichten äh per Lotterie irgendwie unseren, unseren Nimpfstoff bekommen, aber ich habe das Gefühl, dass die USA da irgendwie so,
Wahrscheinlich das Erste, was denen irgendwie einfällt. So.
Christiane Attig:
[1:37:48] Ja. Ja, ich fand's auch nicht unrealistisch. Ich hätte auch nicht gedacht, dass unsere erste Informationsquelle für eine Pandemie mal einen Podcast sein würde. Also insofern kann ich mir mittlerweile alles vorstellen.
Christian:
[1:37:58] Und damit meinst du den den diskorenden Virusupdate.
Christiane Attig:
[1:38:01] Ja, ja, genau. Und.
Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich die Methode, die im Film dargestellt wird, wirklich so befürworten würde. Ich glaube, da gäb's noch
ja ich bin da überhaupt keine Expertin, aber ich kann mir vorstellen, dass es doch sinnvoller wäre, zuerst mal die Leute zu versorgen, die Risikogruppe so sind, die irgendwie älter sind, die wirklich ähm ein höheres Risiko haben, auch schwere Verläufe zu bekommen
aber wie gesagt, ähm ich ich find's durchaus nicht unrealistisch.
Christian:
[1:38:30] Aber irgendwie auch so wahnsinnig absurd. Also nachvollziehbar, realistisch, aber irgendwie, ich habe das gesehen, dachte, ey, was ist wir leben so oder so in einer komischen Welt, aber dass das irgendwie so, also ich halt's auch für für grad in den USA durchaus recht, aber.
Ich ich kann mir auch nicht vorstellen, wie man das also auch ganz pragmatisch, wie löst man das,
Also wie, wie verteilt man diesen Limpstoff? Du hast natürlich Recht. Natürlich, also es gibt schon, würde ich auch jederzeit sagen, es gibt gewisse Kriterien, wo ich auch sagen würde, ja, die Person hat's definitiv vor mir verdient,
sehr wahrscheinlich ein sehr großes, gleichzeitiges Bedürfnis, aber.
Wartet man solange bis alle was relativ gleichzeitig,
können, staffelt man das ganze Wochen und Monate lang, um auch so ein,
Und das fand ich halt auch dann wieder auch da wieder Details nachvollziehbar, wo auch drüber diskutiert wird und werden muss und auch schon wurde, aber diese Bändchen, die sie da alle haben.
Mit deiner Impfung kriegst du so einen Strichcode um ums Handgelenk und kannst dann so wie hier ich mach jetzt nicht den Fehler mit Damon. Ähm.
Irgendwo einkaufen gehen will, glaube ich, irgendwie in die Shopping-Mall und der der Sicherheitsmensch vor der Tür, das erste, was er macht, ist sein, sein Bändchen zu scannen. So, ah ja, der darf rein. So, der.
Die Impfung der Simonen so keine Gefahr? Auch.
[1:39:55] Sagen wir mal, schwierig, fragwürdig. Es gab, glaube ich, die Diskussion sogar tatsächlich hier.
Gab's nicht irgendwie im im Frühjahr, als das so losging, dass irgendwie auch gesagt wurde, na ja, wer's schon hatte, muss ja eigentlich gar nicht sich so zurücknehmen und kann ja auch,
Voll arbeiten und überall eingesetzt werden und na ja müsste man die Leute nicht irgendwie auszeichnen, kriegen die irgendwie ein.
Papa oder ein Papier ins Portemonnaie oder also.
Also ich kann mich erinnern, dass es diese Diskussion gab zu sagen, okay, du bist cool und safe und wenn du das nicht hast, dann bist du es halt nicht und diese Zweiklassengesellschaft irgendwie aufzumachen, so im Film ist es kein Problem und Teil der Lösung.
Aber als ich das gesehen habe, dachte ich auch, hm, das, also es gibt auch die Filme, die das Ganze dann in so einer Dystopie irgendwie verpacken würden, ne, wo alle nur mit Strichcode rein dürfen und gescannt werden und so, hm, aber habe ich mich auch gefragt, ja wie,
Wie, wie sieht das dann aus.
Christiane Attig:
[1:40:56] Ja, da fand ich den Film tatsächlich ein bisschen zu optimistisch, weil ich dachte, wenn das wirklich der Fall wäre, dass die Leute, die safe sind, dieses Bändchen bekommen, dann würde ein unheimlicher Schwarzmarkt aufgemacht werden oder die Leute würden ähm ja äh gewaltsam dafür sorgen, dass sie selber so ein Bändchen bekommen
Und das macht der Film halt so gar nicht. Also da ist es ja irgendwie dann okay so, man hat das Bändchen und alles ist gut und
Da waren die Menschen auf einmal wieder sehr friedlich miteinander, obwohl's vorher ja zu diesen Plünderungen gekommen ist und ja.
Christian:
[1:41:29] Stimmt, ja ja, Schwarzmarkt auf eBay, die Dinger irgendwie für ein paar tausend Dollar verkaufen, damit du wieder, egal ob du Impfung hast oder nicht, aber damit du wieder irgendwie Urlaub machen kannst oder sowas.
Christiane Attig:
[1:41:39] Ja, genau.
Christian:
[1:41:40] Ja ja ähm aber ja, so ähm.
Ist so schwierig, also die Momente, die sich eben nicht mit der Realität abgleichen lassen, weil wir an dem Punkt noch nicht angekommen sind. So, bis dahin war der Film so wirklichkeitsnah, dass ich mich frage, okay.
Wenn's vielleicht jetzt auch nicht exakt diese Umsetzung ist oder exakt diese Lösung, die der Film uns irgendwie zeigt, das Problem ist aber auch oder wird auch auf uns zukommen,
das Problem der Verteilung vom Impfstoff. Das Problem wer hat, also wer gilt irgendwie als sicher und gesund und wer vielleicht nicht oder,
Sind das vielleicht auch noch Faktoren, die uns jahrelang begleiten werden, so dass man irgendwie sagt, na ja, vor fünf Jahren gab's mal dieses Corona Virus und ähm Leute, die vielleicht auch einen Impfstoff nicht.
Vertragen mich aufgrund anderer gesundheitlicher Umstände irgendwie nicht nicht bekommen können oder also die halt weiterhin als gefährdet gelten.
Und nur durch so ein ähm also nur quasi indirekt geschützt sind, weil wir alle geimpft sind, so gibt's vielleicht in Zukunft dann,
Na ja so ähm Einschränkungen, weitere Einschränkungen für die Leute. So ähm keine Ahnung, dass die.
[1:42:56] Dass man anders behandelt wird, wie auch immer das aussehen kann, wie auch immer, also wo auch immer diese Stellschrauben sind und Faktoren sind, die es irgendwie ähm äh.
Kontrollieren oder auch irgendwie Aussagen so keine Ahnung, aber das könnte schon auch irgendwie ein Problem für uns werden.
[1:43:15] Wenn wir so bei einem Film bleiben, der uns das halt eben auch zum Problem ähm macht oder oder zeigt. Ähm ja.
[1:43:25] Gibt's noch weitere Aspekte, wo wir sagen, hier äh äh der Film deutet auf die Zukunft und äh ich weiß nicht, also ganz am Anfang, also nicht am Anfang, aber als dieser Impfstoff kommt.
Gibt's ja auch ein wie soll man sagen, also gibt's Übergriffe gegenüber den Menschen, von denen man meint, dass sie schon einen Impfstoff hätten.
Angehörige der Gesundheitsbehörden Überfälle, die da stattfinden, so keine Ahnung, ob wir soweit sind, aber ähm ich frage mich halt wirklich, wie das, wie das aussieht.
Oder was passiert, wenn wirklich verlässlich klar ist, so, es gibt irgendwie ähm es gibt jetzt diesen Impfstoff.
Da, der ist sicher, der ist auch schon in Produktion, keine Ahnung, also.
Christiane Attig:
[1:44:13] Es gibt ja im Film noch diesen Aspekt, dass diese Entführung geschieht und dann Placebos ähm gehandelt werden, statt des Impfstoffes, um dann ähm ja zur Befreiung der Personen zu führen.
Christian:
[1:44:27] Mhm. Na ja und also auch da haben wir ja diese politische Ebene, ne? Also Placebus ist halt auch eigentlich,
Könnte auch ein Riesenaspekt sein, so diese Frage, na ja es gibt den Impfstoff, aber ist der Impfstoff, der Impfstoff und wo gibt's, wie du sagst, ne, wenn du irgendwie auch ein schwarzmarkt entsteht oder wenn halt dieses wahnsinnig hohe Interesse irgendwie da ist, so da gibt's ja auch die Möglichkeiten, dass da ähm ähm.
Dass da sowas wie Placebus irgendwie mit rein.
Kommen oder oder, also so ein so ein Faktor irgendwie werden, aber eben auch im Politischen, ne? Also das, also wenn wir jetzt sagen, okay, wir sind jetzt hier irgendwie in Deutschland und äh da heißt es ja auch immer wieder so,
Impfstoff ist eigentlich schon gesichert, die Frage ist halt nur, welche Firma die Erste sein wird, die halt dann auch genug herstellen wird, aber wie sieht's mit anderen Ländern aus? Wie sieht's auch
Also, ne, nicht nur jetzt innerhalb Deutschlands, wenn man sagt, okay, die das Krankenpersonal kriegt natürlich vor ähm allen anderen irgendwie die die äh Impfung so,
Davon abgesehen, aber was ist, wenn wir auch global denken und auch das globale Problem vielleicht besteht, dass natürlich jetzt alle,
reichen Industriestaaten halt mit Geld um sich werfen, um um diese Impfstoffe irgendwie ähm ähm zu sichern, was es mit den Nationen wo es halt einfach nicht geht oder.
[1:45:42] Betreiben die Preise ja auch eigentlich in die Höhe damit und kann das irgendwie auch noch ein politisches Problem irgendwie werden. Und da gab's ja auch schon,
tatsächliche,
Probleme, dass irgendwie auch gesagt wurde hier äh äh ich glaube irgendwie ein deutsches Unternehmen war ja schon relativ schnell und früh dabei am Impfstoff zu forschen
und wo man irgendwie Angst hatte, dass Trump sich da irgendwie was schnappen könnte mit irgendwelchen Geschäftsübernahmen oder Deals oder Einkäufen in diese Firma. Also wo.
Dieses also wo wo aus der wirtschaftlichen Komponente eine britische Komponente wird und andersrum und das war ja so ein bisschen auch in der Szene, dass halt,
Mit Platz Cebus gehandelt wurde, aber na ja, also hm ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, ob da irgendwie auch noch politische Konflikte auf uns zukommen werden.
Christiane Attig:
[1:46:31] Wo wir gerade bei der Szene sind ähm die hatte ich ja am Anfang schon mal angesprochen, wo ja dieser Faktor soziale Ungerechtigkeit auch tatsächlich aufgemacht wird,
Also es gibt ja dieses chinesische Dorf, wo eben ähm ach Gott, jetzt muss ich nachgucken, wie er hieß, so ein Fan, kann
weil sich sonst keiner darum kümmern würde. Ähm.
Das fand ich insofern ganz gut, allerdings.
[1:47:07] Ist das auch irgendwie, also klar, es ist ein Film, man kann nicht alles an soziale Ungerechtigkeit in einem Film unterbringen.
Aber.
Diese sozusagen soziale Ungerechtigkeit, die gibt's ja nicht nur in anderen Ländern, sondern die gilt's ja auch zu Hause. Also sprich in den USA. Und wenn man sich
eben anguckt, wer so in den USA in diesem Film porträtiert wird, dann fällt einem auf, dieser Film ist extrem weiß. Also äh Leons Fischburn und seine Frau, die sind da irgendwie die einzigen, die so herausstechen, als schwarze Personen, wo ich auch gleich so dachte, okay, das sind wieder so die Token, damit man auf jeden Fall mal welche drin hat, aber ähm,
ja grad mit dem, was, was wir die letzten Monate auch erlebt haben, ähm kann man den Film, also oder kann ich den Film einfach nicht mehr,
So als solchen anerkennen und und finde das einfach nicht,
Also ich habe damit totale Probleme, dass fast nur weiße Personen gezeigt werden. Eben mit dem Hintergrundwissen, dass die schwarzen Personen in den USA viel, viel mehr unter der Corona Pandemie leiden, als die weißen privilegierten Personen. Und ähm.
[1:48:11] Ja wie sich struktureller Rassismus auf die Behandlung von Panthemieopfern auswirkt, das wird im Film nicht angesprochen. Es ist natürlich die Frage, muss der Film das
Aber ich will's trotzdem erwähnen, weil mir das extrem stark aufgefallen ist, dass das quasi komplett ausgeklammert wird.
Christian:
[1:48:28] Absolut richtig. Also das da ist der Film äh tatsächlich blind. So, was was die Komponente angeht. Das stimmt. Also viele Punkte, viele Sachen,
Aspekte dieser Pandemie sind ja wahnsinnig detailliert auch durchgedacht worden, aber.
Die Komponente des Rassismus in der Verteilung und also ja, da also.
Wundert mich jetzt auch nicht, also der Film ist von zwei weißen Männern gemacht, geschrieben und und inszeniert, wundert mich auch nicht, dass da halt eben diese Komponente irgendwie nicht nicht auftaucht. Aber ähm.
Ja? Stimmt schon. Ja? Ja.
Ja, aber da sind wir vielleicht auch schon. Ich meine, das ist ein fehlendes äh ein fehlendes Motiv.
[1:49:15] Aber ähm vielleicht können wir noch ein paar paar weitere ausarbeiten.
Haben wir auch schon viel, vielleicht sollten wir uns einfach nur nochmal ein bisschen so wiederholen oder ein bisschen konkretisieren, aber viele Momente stehen dann ja auch eben so für diese für diese größeren Motive und
auch da lässt sich das halt sehr gut auch auf die Wirklichkeit übertragen, ne? Also ähm ich fand diese Szene,
Zum Beispiel so auch da wieder zu Nebensätze.
Vermeintliche Nebensätze, Kate Winslet erscheint ja in dieser Firma.
Ganz am Anfang. Da geht's ja noch um dieses Contact-Racing. Also wir haben jetzt hier eine infizierte Person, Grünens Paltscho ist infiziert,
an einem Ding gestorben, an diesem neuen, dieser neuen Krankheit und man weiß, okay, hier passiert was und eben man versucht das ja irgendwie noch zu erforschen, einzudämmen und da ist eben das Wichtigste am Anfang
kommt das her? Wer könnte vielleicht noch infiziert sein, wo wo äh entstehen weitere Cluster und Krisen her, ne? Deswegen reißt sie da zu dieser Firma.
Und holt alle Leute ins Büro, äh die mit ihr irgendwie, glaube ich, in Kontakt waren. Ähm.
Und das fand ich halt auch so.
Menschlich nachvollziehbar, aber auch so wahnsinnig schräg. Die stehen, das sind glaube ich so drei, vier Leute, die stehen da mit ihrem Büro und seht ihr Notizblock und schreibt die ganze Zeit fleißig mit. Und die Fragen, die da gestellt werden, sind halt so.
[1:50:36] Also ich glaube, die haben uns alle irgendwie auch gestellt und täglich wahrscheinlich immer noch also als als Zeichen dafür, was wir halt nicht wissen, so.
Ein Problem, dass sich hier irgendwie eine Kaffeetasse berührt hab
Vor drei Monaten die irgendwie ihr gehörte, so und Kat Winzel schreibt die ganze Zeit mit so, nein, ist kein Problem. Nein, ist kein Problem. Meinen sie, haben sie Symptome? Nee, dann ist es wahrscheinlich auch kein Problem. Aber so dieses, alle denken sofort an sich.
[1:50:59] Und auch dieses ähm es wirkt.
Aber es ist so wahnsinnig nachvollziehbar, menschlich und eigentlich auch richtig in dem Moment alles durchzugehen und zu sagen, oh ich habe.
Ne? Also ich ich war in einem Raum mit dieser Person, ist das bin ich krank. So alle stellen ja indirekt die Frage, bin ich krank? Bin ich schon krank? Und.
Also diese individuelle Überforderung auch in dieser Szene zu spüren, fand ich halt irgendwie auch sehr, sehr ähm ähm,
Also einerseits sehr gut, aber eben auch so, also das ist für mich halt auch so ein zentrales Motiv in dem Film, diese dieser dieser und das sehen wir halt eben auch in der Realität, dieser Zwiespalt zwischen mir als Individuum und der Gesellschaft, also.
[1:51:43] Der Egoismus liegt sehr nahe und das ist vielleicht auch erstmal ganz nachvollziehbar und gesund zu fragen, wie geht es mir und was ist mit mir und bin ich krank und kann ich krank werden und was kann ich tun, damit es mir gut geht?
Aber gleichzeitig sind wir halt eben auch in einer Gesellschaft und aus diesen gleichen Energien.
Kommen denn später die Leute, die sich gegenseitig irgendwie totschlagen, weil man irgendwie äh frisches Wasser braucht oder weil halt irgendwie, also aus, aus, aus gleichen Perspektiven passieren Plünderungen, aus gleichen,
ähm,
Momenten heraus kann das Ganze eben auch in etwas sehr hässliches umschlagen und das fand ich halt auch sehr interessant wie der Film auch sowas irgendwie mit reinbringt und ähm also das sehe ich auch als ein zentrales Motiv in dem in dem Film, sowas auch was was kann ein Individuum.
Was kann die Gesellschaft denn wie.
Christiane Attig:
[1:52:31] Ja. Ich fand auch in der Szene stark, wie die Verantwortung von Cate Winslet,
deutlich gemacht wurde, indem sie eben sagt, nee, nee, das ist nicht so schlimm und ähm da können sie sich nicht äh ähm infiziert haben. Das hat mich halt auch so stark an den
Corona Update Podcast von Christian Drosten erinnert, wo er halt auch eine Ratschläge gegeben hat oder Hinweise ähm Verhaltensrichtlinien, wie man sich verhalten soll, die sich dann über die Zeit hinweg halt auch mal geändert haben,
weil sich eben die wissenschaftlichen Erkenntnisse geändert haben
Wo dann aber die Leute natürlich auch schnell dabei sind, die Verantwortung dann abzugeben und zu sagen, na ja, aber Christian Drossen hat doch gesagt, ich darf das und das und ähm das steckte für mich auch so ein bisschen in der Szene drin.
Christian:
[1:53:14] Guter Hinweis, auch so diese Frage von Wissen.
Das das Problem, das ist ja Wissen gibt und das finde ich, macht der Film auch sehr gut auch über diese Instanzen und,
wo also die sich halt darauf spezialisiert haben ähm.
Alles zu wissen und auch dieses Wissen herauszufinden oder zu zu erforschen, also an Erkenntnissen interessiert sind und eben wissen, ähm also,
Das braucht es ja auch bei so einer Panimin, die ist halt irgendwie immer neu und es gibt immer Sachen herauszufinden und neues Wissen zu erarbeiten und dafür sind diese Instanzen ja eben so wichtig, da.
Transportiert der Film eben auch sehr gut. Wie du sagst, wie in den Laboren gearbeitet wird und geforscht wird und wie jemand wie Kate Winsplin unterwegs ist, um Sachen herauszufinden und das haben wir eben auch ähm,
jetzt nochmal erfahren, da bin ich auch nochmal ganz, ganz neu und auch sehr dankbar, wie du sagst, so der der Coruna-Podcast, zu der er daran interessiert, ist auch Wissen zu tran,
äh transportieren. Also das ist ja auch sehr wichtig, dass dieses Wissen erstmal da ist und auch.
Vermehrt wird, aber dann eben auch kommuniziert wird mit,
allen anderen und auch ausgetauscht wird und auch wenn du sagst auch Wissen sich verändern kann, das was man irgendwie gestern wusste kann heute mit neuen Erkenntnissen wieder was ganz anderes bedeuten und da haben wir jetzt auch gelernt oder merken wir eigentlich auch.
Täglich wie es halt eben auch ist mit Wissenschaft umzugehen.
[1:54:36] Macht der Film halt auch äh gut und gleichzeitig sehen wir aber auch in der, in der Realität.
Dass das ja auch, wie du sagst, Verantwortlichkeiten, aber eben auch eine gewisse Überforderung auch auch bedeuten kann, weil na ja Moment mal, ich habe doch alles richtig gemacht und jetzt kommt da jemand und sagt, ab heute ist das aber nicht mehr richtig, aber.
Sowie die Masken am Anfang. Wir sollten keine tragen und dann sollen wir sie doch tragen und dann gibt's natürlich äh die Knalltüten, die sagen, gut, dann kann man ja gar nichts mehr glauben. So, nee, nee, es gibt schon Dinge, die man wissen kann, aber Wissen verändert sich eben auch. Und das ist halt auch.
Also das ist ja eigentlich auch das große Plädoyer des Films sozusagen. Hey, die Wissenschaft kann das Problem auch lösen, wenn man sie lässt.
[1:55:17] Dieses, wenn man sie lässt, ist vielleicht auch ein bisschen so aus der Realität und Gegenwart gesprochen, wo irgendwie ja auch ein Volkssport äh entstanden ist, die Leute an den Pranger zu stellen und irgendwie dran zu pöbeln, deren Job es ist, Wissen herauszufinden dazu.
Ähm ja, also ähm auch da und da ist eben auch dann wie ich finde eine sehr wichtige Figur, die halt eben.
Vermeintliches Wissen, um es mal so zu formulieren, ähm unter die Leute bringt und ähm.
Ich habe auch ein bisschen was gelesen zu dem Film. Ich glaube, Sweat Trudel hat das selber gesagt, oder zumindest wurde das über seine Figur gesagt und das finde ich ist auch.
[1:55:57] Auch ein zentrales Motiv, das halt Informationen ähm quasi ähnlich viral sein können, also.
Die Pandemie ist eine Katastrophe, aber um diese Katastrophe herum entsteht eigentlich immer noch eine zweite, nämlich,
eben besagtes Wissen und Information und auch Falschinformation und wie das alles ausgetauscht wird und,
Wie du dir auch schon angedeutet hast, ähm vermeintliche Wundermittel, die propagiert werden und wenn man irgendwie dreimal eine Zitrone beißt, dann ist man Immun, aber stimmt natürlich alles nicht, aber solche oder ähnliche Informationen können halt auch entstehen und rumgeistern und das verkörpert Jude Law auch
ähm mit seiner mit seiner Figur diese auch eben mit diesem äh.
Mit diesem wirtschaftlichen Aspekt, ne? So Wissen ist auch eben nicht nur Information, sondern eben auch Kapital und Geld und das finde ich ist auch wahnsinnig ähm.
Interessant auch mit der Realität abzugleichen, wie das der Film. Also das sehen wir halt auch in der Realität.
Auch Deutungshoheit, Instanzen und da denke ich auch an sehr bestimmte Medien hier in Deutschland, die irgendwie überhaupt nicht cool damit sind, dass jetzt auf einmal jemand wie Christian Drosten.
Von sich behaupten kann, zu wissen oder besser zu wissen, wie es funktioniert, weil das nimmt natürlich die Deutungshoheit.
[1:57:16] Gegenüber einem sehr prominenten, großen deutschen Medium und natürlich gibt's dann auch Kampagnen, die gefahren werden, um sich diese Deutungshoheit wieder zurückzuholen und das ähm! Ja, auch das übersieht der Film halt nicht. Auch das äh! Taucht in dem Film auf.
Christiane Attig:
[1:57:30] Ja, sowieso, je mehr wir darüber sprechen, desto Kapitalismus kritischer kommt mir dieser Film vor und ganz ehrlich, damit rennt man bei mir sowieso immer offene Türen ein. Ich finde aber, dass
gegen Ende des Films nochmal ein weiterer Aspekt hinzukommt, der das Ganze irgendwie noch ein bisschen
Wir sind tiefgründiger noch macht. Wir sehen ja ganz am Ende nochmal wie
tatsächlich gezeigt wird oder was sie im Wissenschaftler halt herausgefunden haben, wie das Virus auf den Menschen übertragen wurde, nämlich durch eine Fledermaus auf ein Schwein dann auf den Menschen, ähm indem
Eben in einer ganz netten Montage gezeigt wird wie eine Palme abgeholzt wird aus der äh fliegen dann die Fledermäuse raus, die haben noch ein Stück Banane im Mund und das fällt halt in eine Schweinefarm, ähm was so ein bisschen
ich weiß nicht, ob man das als Massentierhaltung bezeichnen kann, aber es sind auf jeden Fall viele Schweine dort und.
[1:58:24] Ähm das zeigt so ein bisschen, dass diese Übertragung auch eine Zufallskomponente hat, weil das sind einfach zufällige Ereignisse, die da,
dafür gesorgt haben, aber der Film so gerät halt auch das ursächlich die Menschen dafür verantwortlich sind, weil die Sorgen letztlich für die Szenerien
in denen die Übertragungskette überhaupt erst entstehen kann, indem sie dort die äh Massentierhaltung ähm äh ja quasi anstoßen, indem sie dafür sorgen, dass,
ja Wälder abgeholzt werden, dass die Tiere ihren normalen ähm,
Ihre normale Lebensgrundlage verlieren und so weiter und das sozusagen dafür erst die Grundlage geschaffen wird, dass solche mutierten Viren sich dann auch verbreiten, also erstmal entstehen können und dann auch verbreiten können.
Christian:
[1:59:10] Ja und das sind auch so Sachen, die gar nicht so ähm also die sich der Film da nicht unbedingt ausgedacht hat. Also auch da ist natürlich hinterher ist man immer schlauer, klar, gerade bei so einer Pandemie, aber.
Das wird auch, also ich lese das halt auch immer wieder, das ist halt auch ähm also unter Virologen und Virologen, das halt.
Man hat halt immer irgendwie drüber diskutiert, ähm wenn es passiert und nicht ob es passiert.
Also es war immer so diese Prämisse, es wird passieren und dann muss man schauen wie und was und wo, aber nicht die Frage, ob es passiert und eben auch durch solche Faktoren, durch durch ähm,
Waldrodung und und also ja das ähm das stimmt schon und auch da, ich finde auch, dass der Film das sehr gut.
Also du sagst Kapitalismuskritik, die sehe ich irgendwie auch da drin, aber auch so herrlich unaufgeregt.
Also die ist jetzt auch nicht da da kommt auch nicht der Zeigefinger irgendwie durch. Da ist jetzt nicht so die die ähm.
Ja das das ist so, das gehört irgendwie dazu, so so präsentiert der Film das irgendwie.
[2:00:19] Ja. Ähm was haben wir denn noch so an an Motiven? Ja, also das hattest du auch schon erwähnt, so diese Isolation, ne, das Individuum, die Gesellschaft, aber eben auch so die, die Isolation, wie eben auch ähm.
Also wie, wie, also das hatte ich auch gelesen zu zu dem Film ist auch interessant eigentlich, weil alle Figuren irgendwie auch so eine persönlich Schrägstrich egoistische Komponente haben,
vielleicht auch irgendwie recht, also dir auch dieses glaubhafte dann irgendwie ähm auch in einem Film ähm ähm ermöglicht, weil sie ist ja irgendwie glaube ich in Zwischbahn telefoniert mit seiner Partnerin und,
gibt ihr die Information vor allen anderen, ne? Also darf er nicht, soll er nicht und sie soll's auch nicht weitererzählen und natürlich tut sie's, aber,
Zu dieser dieser dieser also das ist das fällt ihm auch noch auf die Füße, ne? Also das ist ja das ähm bringt ja auch für ihn noch Probleme und und ähm.
Klar Juke Loris, wo der Obereggurist in der ganzen Nummer, aber alle haben irgendwie so diese diese ähm,
persönlich motivierten Momente, die trotz aller wir forschen und wir versuchen das große Ganze, aber,
Wir sind halt irgendwie auch individuell oder halt, ne, so die Tochter von mit Dämon, äh die halt auch ihre persönliche Motivation irgendwie bei der ganzen Sache hat und ja.
[2:01:38] Ähm ja,
Also und ich meine, das ist auch ein riesen Ding, dass ähm.
Weiß ich gar nicht, ob wir das noch so sehr aufmachen können, aber das Thema Freiheit und und Sicherheit, ne? Also ähm und damit meine ich jetzt nicht eine Maske zu tragen, ist irgendwie ein Zeichen von Unfreiheit, sondern eher.
So wie es der Film dann halt noch weiter äh spinnt und zeigt, wie das denn so ist mit diesem Scan Bändchen. Also wie es so ist halt Strichcode durch die Welt zu laufen und zu sagen, du bist cool und du bist nicht cool. Ähm.
Und das hat natürlich dann irgendwie auch so, also da ist auch wieder diese Balance, so wie viel Freiheit ist.
Irgendwie nötig und gut und sinnig und wo nimmt man sich irgendwie auch zurück, um auch eine Sicherheit für alle irgendwie zu zu garantieren und ähm das ist halt eben auch, also da da in diesem Spannungsverhältnis sind wir auch täglich irgendwie noch drin und auch gesellschaftlich so und.
Auch am Anfang gesagt, dass das Verhandeln wir jetzt hier irgendwie auch mit neuen Aspekten, so die die Maske als Zeichen für Sicherheit irgendwie auch für die anderen.
Also ist hoffentlich auch irgendwie etwas, was bleibt, so,
Ähm.
Christiane Attig:
[2:02:42] Ja, so dieser ganze Aspekt der digitalen Überwachung, das ist was, das hätte man sicherlich auch noch mit reinbringen können, aber ähm.
Ich glaube, der hatte schon eine ganz gute Laufzeit, insofern war ich froh, dass das nicht noch aufgemacht wurde. Ähm aber das ist natürlich auch noch was äh,
könnte man auch noch mitdiskutieren, inwiefern also wie da eben der ähm ja so dieser dieser schmale Grad ist zwischen digitaler Überwachung und ähm wir sichern wirklich eure Sicherheit, was ja bei uns bei der
Entwicklung der Corona Warn App auch ein riesiges Thema war.
Christian:
[2:03:16] Stimmt, ja, ja, ja, stimmt. Ja.
Ja ja und eben auch so also ich meine wir wissen alle nicht wie es irgendwie noch weitergeht und ich bin auch also ich hab die Energie ja kommen um irgendwie durch den Alltag irgendwie bei diesem Thema zu kommen aber was da noch
uns zukommen wird, sodass das werden wahrscheinlich auch noch riesengroße Debatten, aber ich frage mich da auch manchmal,
Also wir müssen, glaube ich, in vielen Punkten noch recht vorsichtig sein, da nicht auch irgendwelche.
Mit vermeintlich guten Intentionen jetzt uns auch irgendwelche Dinge so ins Haus zu holen, die dann da sind und Systeme zu erricht,
also ich nehme jetzt mal das filmische Beispiel so diese diese Bändchen am Handgelenk. Ähm die kann man auch für andere Sachen benutzen.
Also dieses technische System, was irgendwie dazu da ist, um vielleicht neue Freiheiten zu ermöglichen,
irgendwie eine Sicherheit bringt, aber gleichzeitig auch in beiden Fällen das Gegenteil irgendwie bringen kann, ne? So.
Weil's halt Systeme sind, die man da errichtet und die vielleicht auch für Unfreiheit und für, ja, das Gegenteil von Sicherheit irgendwie sorgen können, aber.
Christiane Attig:
[2:04:20] Da muss man wirklich sagen, dass wir mit der Realität da eigentlich ganz gut,
Zurecht gekommen sind. Also die Diskussion nur die Corona Warnet fand ich wirklich interessant und,
Auch bemerkenswert wie Personen das gewichtet haben, dass sie von dieser App in Anführungsstrichen verfolgt werden, aber gleichzeitig Apps wie äh WhatsApp beispielsweise bedenkenlos benutz,
Ähm aber ja, also das
wird das, also ich sage, wie er das geschafft wurde, diese App äh zu entwickeln, die tatsächlich ähm so wenige Informationen äh personalisierte Informationen der,
App-Nutzer, Nutzerinnen erfasst und trotzdem irgendwie funktioniert, aber natürlich auch davon abhängt, wie viele Personen bereit sind, sich die auf ihrem Smartphone zu installieren, ähm,
Ja, ich ich fand's auf jeden Fall ähm prinzipiell positiv, wie wir das geschafft haben. Ähm aber da könnte man sicherlich auch noch einen Film drüber drehen, wie das Ganze ganz ganz anders läuft.
Christian:
[2:05:17] Das stimmt, das stimmt. Äh die die du meinst die distopischen Aspekte.
Christiane Attig:
[2:05:23] Ja, könnte man sicherlich noch weiter ausführen, ja.
Christian:
[2:05:27] Aber ich finde, da können wir auch sehr gut abbiegen, das zumindest nochmal versuchen, vielleicht ist es auch eher so ein so ein, so eine Klammer, die wir irgendwie versuchen zu bilden, weil wir das ja eigentlich deren Zeit auch schon ähm versucht haben, so dieser Spagat zwischen Film und Wirklichkeit.
Vielleicht auch nochmal über den Film hinaus gedacht, also über diesen konkreten Film hinausgedacht, ähm.
Ich weiß selber auch noch gar nicht, wo wo das hingehen soll. Aber ich finde Contagen ist,
Durch das, was wir jetzt erleben, immer noch erleben, ähm auf einmal irgendwie ein besonderer Film. Weil der sich eben so,
Wie wir es ja getan haben, wir können so viel mit dem Film über Wirklich,
brechen, ohne dass es eine Dokumentation ist, ohne dass es eine Verfilmung, also nachträgliche Verfilmung wirklicher Ereignisse ist,
Es ist eben kein, kein, kein, auch kein kein politisches Ereignis in dem Sinne, ne? Es geht jetzt nicht irgendwie um den elften Se,
der natürlich wenn er aus den USA irgendwie verfilmt wird,
ein Standpunkt hat und dann können wir die Geschichtsbücher irgendwie nehmen und,
Den Film daran anlegen und sagen, na guck mal, hier haben sie übertrieben und das ist falsch und das ist richtig und die Person gab's gar nicht und der Aspekt ist der Film, äh wie er sich das ausdenkt. Wir sind in einer ganz anderen Position und wir sind in einem ganz anderen Verhältnis zwischen Film und Wirklichkeit und,
Ich finde das irgendwie bemerkenswert. Ich,
Kann da nicht so mit dem Finger drauf zeigen und sagen, das ist jetzt die Erkenntnis oder das ist jetzt irgendwie das, aber es ist, es ist irgendwie, es ist sehr merkwürdig, diesen Film jetzt zu gucken.
[2:06:56] Ähm und eben auch ja, wie schon am Anfang erwähnt, dass es halt eben auch anders als andere Filme, also jeder Film,
steht in einer Beziehung zur Wirklichkeit oder eben auch. Also jeder Film macht ja auch Aussagen oder steht ja auch kommt aus einer Gesellschaft und hat.
Wird er nicht in einer politischen Blase, also Filme werden von Menschen gemacht, aber Menschen möchten was erzählen. So, dass er jetzt nun relativ banal. Und.
[2:07:23] Ich weiß halt nicht, also es ist es ist was anderes, was hier irgendwie erzählt und gezeigt wird, als bei anderen Filmen, wo wir eben Metaphern benutzen müssen oder eben auch keine Metaphern wählen, sondern uns an einer Sache abarbeiten.
Wie jetzt zum Beispiel ähm Oliver Stone, der einen Film übers Noten macht
Ja, uns Noten sehr hier ruhig irgendwie darstellt, unabhängig jetzt von der Person oder wie man dazu steht, aber der bewusste Entscheidung trifft und sagt, na ja, ich habe vielleicht auch, ich möchte was sagen mit dem Film und ich möchte auch über diese Person etwas sagen. Und dann macht er diesen Film,
Der Film ist irgendwie ein paar Jahre nach den Ereignissen passiert und dann können wir uns den Film anschauen und sagen, aha, jetzt,
Gibt's ein Plädoyer von Oliver Stone zu der Person etwas Snowden? Und ich weiß halt einfach nicht, ich frage mich, was das hier, also ich frage mich, wie das bei Containtion ist,
was.
Wie wie fällt der sich zur Wirklichkeit? Was ist da die die Aussage gerade vor neun Jahren gewesen, als der rauskam und jetzt sind wir in dieser sehr merkwürdigen Situation,
Mit der Realität neu auf den Film zu gucken und den Film auch ganz anders zu deuten und ich weiß nicht, ich habe das Gefühl, dass irgendwie so ein, dass es irgendwie ein sehr eigenartiges Spannungsverhältnis.
Christiane Attig:
[2:08:30] Ja, ich weiß nicht, ob ich das genau verstanden habe, was du meinst mit diesem Spannungsverhältnis, aber ich habe mich nach dem Schauen des Films auch gefragt,
Warum habe ich mir das jetzt angeschaut? Also was ist die Intention dessen? Weil manchmal ist der ja so stark in diesen Erklärungen verhaftet, dass er fast wie so ein Lehrfilm wirkt
grad wo es um den R null Wert ging zum Beispiel, wo ich mir auch jetzt dachte aus der heutigen Perspektive,
Ja okay, das weiß ich jetzt schon. Das hat jetzt keine äh aufklärerische Wirkung mehr auf mich,
Gleichzeitig fand ich den aber auch überhaupt nicht unterhaltsam.
Christian:
[2:09:09] Darf ich da kurz fragen? Also fandest du ihn nicht unterhaltsam, weil wir jetzt zum das Thema quasi durchmachen oder fandest du den Film an sich? Also kannst du dir vorstellen, dass er vor neun Jahren unterhaltsam war.
Christiane Attig:
[2:09:20] Boah, das das ist echt eine schwierige Frage, weil ich prinzipiell solche Filme halt nicht gerne gucke und ich glaube deswegen
Hätte ich mich vielleicht auch damals schon so ein bisschen, also gelangweilt, ist das falsche Wort, weil der hat ja schon echt viel Information und und viel Handlung auf auf kurzer Zeit und so, aber dadurch, dass alles nüchtern wirkt
Hätte ich wahrscheinlich schon gedacht, was was will mir der Film denn jetzt eigentlich sagen? Will der mich nur warnen, wie das mal sein kann,
Und das verpufft ihr heutzutage irgendwie, deswegen kann ich so so wenig mit diesem Film letztlich anfangen, obwohl ich viele positive Aspekte auch sehe.
Christian:
[2:09:57] Interessant, interessant, ich glaube, das geht in die ähnliche Richtung, dass ich mich auch frage, also die Frage ist, glaube ich, bei uns beiden gleich, was machen wir jetzt mit diesem Film?
Was machen wir überhaupt mit diesem Film? Und ganz besonders, wenn man, was machen wir jetzt mit diesem Film? Weil wie du sagst, ja also vor neun Jahren ähm,
ja eine Warnung, also ich bin mir ziemlich sicher, dass damals wie heute nach dem Schauen des Filmes sehr viele Leute und.
Ich auf jeden Fall, du vielleicht auch, das Bedürfnis hatten sich danach die Hände zu waschen.
Christiane Attig:
[2:10:30] Ja. Ja.
Christian:
[2:10:32] Das ähm ist vielleicht damals wie heute gleich. So. Ähm also irgendwie auch berührt zu werden irgendwie auch von diesem Thema erfasst zu werden. Aber ja, ich also.
Ich gehe davon aus, von neun Jahren, also klar, wir hätten Diskussion anders geführt, wir hätten uns viel mehr im Film abgearbeitet, wir hatten sie irgendwie theoretischer geführt natürlich.
Jetzt jetzt haben wir diesen diesen Blick aus der Wirklichkeit und können können, können das an diesem Film irgendwie anlegen, was halt auch.
Ist das, ist das ungewöhnlich? Hm, ich überlege grad,
Also na ja, bei anderen Filmen haben wir die Wirklichkeit vor dem Film und können dann damit an die Filme rantreten. Das meinte ich so mit diesen ähm,
mit diesen Biopix oder eben so reale Ereignisse. Da kommen erst die Ereignisse. Dann gibt's ja eine Geschichtsschreibung, die ja auch,
Je nachdem wer sie macht, vielleicht irgendwie anders ausfällt und dann gibt es die Verarbeitung dieser Geschichtsschreibung und hier ist,
Gefühl irgendwie andersrum. Mir gab's irgendwie erst die Fiktion, die sich dann,
Erst später wird mit der Wirklichkeit als noch wirklichkeitsnaher entpuppt, als man vielleicht damals schon wusste oder so. Ich weiß es nicht. Das ist irgendwie sehr merkwürdig.
Ich habe das Gefühl, hier ist irgendwas umgekehrt.
Christiane Attig:
[2:11:53] Ja, ich habe gerade gedacht, man könnte den Film natürlich auch nutzen, wenn man den jetzt äh
heute und damit meine ich September, Oktober, wie auch immer, schaut, wo man das Gefühl oder wo man das Gefühl bekommen könnte, muss ich sagen, dass Corona ja schon vorbei ist. Ich das ist bei euch in Berlin sicherlich auch noch was anderes als bei uns hier in Leipzig, in Sachsen
wo der ähm Ehrwert ja tatsächlich schon längere Zeit ziemlich tief ist und man so im Alltag
Kaum noch Einschränkungen hat, beziehungsweise man sich schon so sehr an diese Einschränkung gewöhnt hat, dass es nichts
besonderes mal ist, sprich mit Maske einkaufen und so weiter beispielsweise. Ähm dass man sich diesen Film zu Gemüte führt, um sich nochmal bewusst zu machen. Nee, nee, nee, wir sind noch nicht da, wo die am Ende sind, wir sind noch mittendrin.
Christian:
[2:12:36] Der Impfstoff ist noch nicht eingefroren.
Christiane Attig:
[2:12:38] Ja, genau.
Christian:
[2:12:39] Ja? Ja, ja, das ist es auch, das ist auch, ich weiß nicht, ob das, also ich halte das nicht für sinnvoll.
Es sind Momente und Bilder in mir geblieben, mit denen ich jetzt auch in die Zukunft gucke, so diese ganzen Impfprobleme, die der Film eben aufmacht, so Verteilungsgerechtigkeit und so weiter. Also ich glaube schon, dass der auch als eine gewisse.
Warnung irgendwie funktioniert, aber ich würde da halt auch nicht den Fehler machen, diesen Film jetzt zu zu real zu nehmen.
Zu sagen, das ist jetzt also lange Zeit bis der Film möglichst, also rückblickend sehr wirklichkeitsnah, aber das heißt noch lange nicht, dass er in der Lage ist, auch in die Zukunft zu gucken.
Ähm den Fehler sollte man nicht gehen, aber ich finde es schon irgendwie ich glaube das Besondere für mich an diesem Film ist auch irgendwie.
Der, also ist vielleicht ein bisschen ähm,
schwierig äh auszudrücken, was ich damit meine, weil ich das selber noch nicht ganz weiß, aber es gibt ja den Film Idea Cousin. Ich weiß nicht, ob du den kennst, ob du den mal gesehen hast.
Christiane Attig:
[2:13:40] Ja, habe ich.
Christian:
[2:13:41] Ähm, ich hab ihn zum Beispiel noch nicht gesehen, aber ich weiß um diesen Film und ich weiß dass seit Jahren,
auch so ein, so ein gängiger Gag ist zu sagen, ah ja guck mal, gerade die USA, die steuern ja auf die Zustände in diesem Film irgendwie hin. Also,
Blödung der Gesellschaft oder aller und also ich glaub der Film ist halt hauptsächlich 'ne Comedy und ähm.
Er findet da ja glaube ich auch irgendwie so eine eigene Welt, die halt immer ich weiß nicht, wie man's ausdrücken soll, aber immer mehr verblödet oder so.
Oder oder die US-Gesellschaft irgendwie damit halt auch kritisiert und.
Es ist, ich habe das Gefühl, das ist irgendwie auch so ein Filmkreis und Volkssport irgendwie so sich Szenen irgendwie rauszugreifen und zu sagen, na ja guck mal, Nachrichtenfetzen irgendwie dazuzulegen und zu sagen, na ja guck mal, wir sind ja gar nicht mehr weit weg von den Zuständen in diesem Film, weil
In Florida ist irgendwie ein Bootsbesitzer beim Snapchat von einem Hai gefressen worden oder irgend so ein Quatsch so.
Und das ist aber, also wie gesagt, ich kenne den Film nicht, aber auf mich wirkt das aus der Entfernung halt auch immer so ein bisschen.
[2:14:50] So zahnlos auch so etwas irgendwie als Kritik zu benutzen und also überhaupt dieses man nimmt so einen Film, greift sich wahllosen Szene raus
und mein oder und erhöht dann diesen Film in etwas Prophetisches und sagt, ah ja guck mal, wir sind ja gar nicht mehr weit weg irgendwie davon.
[2:15:09] Ich habe mich eben so oft an diesen Film ohne ihn zu kennen, aber an diese Situation erinnert gefühlt bei diesem Film, so dachte ich wäre es im Frühjahr auch, dass alle im März, April auf sie sich auf Contation stürzen, weil sie jetzt irgendwie auch aus so einer.
Sagen wir mal, ketzerisch vielleicht doch aus unserer Sensationsgeil halt jetzt Bock haben, sich so ein Panimiefilm irgendwie anzuschauen,
guck mal, wir steuern hier selber auf so eine Pandemie zu. Also irgendwie auf sowas leicht Geschmackloses irgendwie da drin zu finden,
Und umso überraschter war ich dann, als ich den Film gesehen habe, dass dieser Film sich halt nicht auf diese Ebene irgendwie für mich nicht inbeziehen lässt.
Keine geschmacklose also das ist jetzt nicht so wie zu sagen, hey guck mal wir sind hier Klimakatastrophe eigentlich schon mittendrin boah geil lass mal Roland Emmeries in hier Day auf der Tomorrow guck,
damit wir wissen, so das ist es halt nicht. Aber das Merkwürdige ist, dass Contagen so sachlich nüchtern distanziert ist.
[2:16:03] Dass das halt kein, also für mich hat das nicht ganz sowas makaberes, sondern es ist so ja, es ist halt irgendwie.
Eine vielleicht doch sehr ernst gemeinte Warnung vor allem,
vor neun Jahren auch schon irgendwie ausgesprochen wurde
in Fachkreisen wahrscheinlich seit Jahren ausgesprochen wird und die aber so an uns verpufft und vielleicht ist da auch so dieser Punkt, Film und Wirklichkeit, so wir haben selbst,
Wir haben selbst Fiktionen, die so wirklichkeitsnah ist und schon vor vor zehn Jahren an uns appelliert hat, aber wir haben halt nicht zugehört und nicht aufgepasst und sind deshalb irgendwie auch da so reingeraten,
Vielleicht ist es das irgendwie. Hm.
Christiane Attig:
[2:16:40] Ja, ich stimme dir absolut zu. Also der Film ist in keinster Weise irgendwie sensationslüstern, so wie das im Roland Emmerich Film
Beispielsweise ist, ne? Der ergötzt sich nicht an den am Anblick der Zerstörung oder so. Ähm es ist ein sehr nüchterner Blick und,
ich habe jetzt zu den Produktionshintergründen nicht so viel recherchiert, aber mit diesem CDC wurde ja auch,
ähm ja kooperiert bei der Konzeption, das hattest du ja auch schon erwähnt, aber es gibt ja auch sowas wie Zukunftsforscher, ne, die sich genau damit beschäftigen, solche Szenarien aufzustellen ähm und,
Ja, das fühlt sich quasi an wie so ein Paper von so einem Zukunftsforscher als Film umgesetzt mit ein bisschen persönlicher Fiktion noch mit reingebracht. Und deswegen
Fühlt sich das auch nicht irgendwie eklig an oder so, sich sowas jetzt anzuschauen in dieser Situation.
Christian:
[2:17:33] Guter Punkt, es ist auch eben nicht der Zukunftsforscher, der uns seit zwanzig Jahren erzählen will, dass wir irgendwann fliegende Autos und Huverboards haben und irgendwie äh Displays an unseren Klamotten, sondern das sind die Zukunftsforscher, die halt so, also die wirklich wissen, was sie tun.
Ja, dass irgendwie eher und das macht den Film irgendwie auch so ernüchternd, glaube ich, so. Das ähm ja. Ja.
Gehen wir jetzt aus der Nummer raus, ich weiß es nicht. Ich glaube schon.
Christiane Attig:
[2:18:08] Ich glaube auch, ich habe keinen Punkt mehr, der irgendwie ein bisschen optimistischer wäre, den ich noch anbringen kann. Hm.
Christian:
[2:18:15] Na ja, bleiben wir beim Filmen, also der Optimismus im Film ist ja, dass das ganze handelbar ist, dass es einen Impfstoff geben wird, der dann auch wie,
auch immer, aber irgendwie gerecht verteilt wird oder überhaupt verteilt wird, wissen wir ja gar nicht im Film, ob das so gerecht passiert, aber ähm also,
Der Film um positiv rauszugehen. Der Film hat es geschafft,
dieses Bild in mir zu verankern, eine eine unbestimmte Sehnsucht in ein Bild zu verwandeln und das ist das Bild,
Impfstoff eingefroren wird und zu dem ins Archiv kommt und damit quasi das Thema für beendet erklärt wird. Also,
Wenn es nur dieses eine Bild ist, an das ich mich jetzt irgendwie hangel und sage, okay, ich kann's mir jetzt bildhaft vorstellen, wie das Ende dieser Panne mir aussehen könnte. Dann ist es immerhin das. Also.
[2:19:07] Okay.
Christiane Attig:
[2:19:14] Was für ein Neustart, oder?
Christian:
[2:19:17] Selten so resignierend, aber tja, es ist ähm es ist halt irgendwie auch das Neue normal oder so.
Christiane Attig:
[2:19:26] Ja
Christian:
[2:19:28] Ich bin auf jeden Fall sehr, sehr dankbar, dass du überhaupt dich hier bereit erklärt hast, äh das Ganze, also ich glaube, du wusstest ja gar nicht so richtig, ob du dich da einlässt, oder? Ich habe dich da ein bisschen überfallen.
Christiane Attig:
[2:19:39] Ja, ich hatte den Film ja wie gesagt noch nicht gesehen und es ist auch kein Film, den ich mir normalerweise angesehen hätte, aber wenn ich schon gefragt werde, ob ich hier in der ersten Folge nach der langen Pause mit dabei sein möchte, dann sage ich natürlich, ja, da habe ich ja gar keine andere Wahl
Es ist schon irgendwie eine kleine Ehre für mich.
Christian:
[2:19:55] Äh ja und ähm sehr, sehr schön, dass du das halt auch so. Ich hoffe, ich habe da jetzt kein, kein, kein, kein guten Willen verbrannt, dass du jetzt irgendwie okay.
Sehr gut. Ähm dann klär uns gerne nochmal ein bisschen auf, äh, hat mir am Anfang auch schon erwähnt, äh, die Brainflix.
Was ist da so Phase und Thema, gerade auch für mich, ich hab das Gefühl, ich bin irgendwie zehn Jahre eingefroren gewesen und komm jetzt so langsam wieder in die Welt zurück, erzähl mal ein bisschen vom Brainflix.
Christiane Attig:
[2:20:25] Ja, Brainflix ist ein Podcast, in dem wir uns über Psychologie in Filmen unterhalten und ähm dein Gefühl, dass du zehn Jahre nichts mitbekommen hast, das kann ich ein bisschen teilen, weil während der Coronapanemie
die er immer noch anhält, ähm, waren wir da nicht so aktiv, weil das,
Ja schon teilweise schwierigere Themen sind, die wir da behandeln und da war einfach gerade so zu Beginn März April, Mai, einfach
nicht die Energie, nicht die Stimmung da sich mit solchen Themen näher zu befassen, deswegen haben wir einen anderen Podcast einfach angefangen, nämlich Kian Reloaded, wo wir die Filmographie von Kiano Reefs,
Analysieren.
Christian:
[2:21:00] Kurz nur, ich will dir nicht ins Wort fallen, ich tue es, ähm, ein sehr gutes Gegenmittel gegen Pandemie, ähm, Isolationsgefühle und seelisches Unbehagen sich mit Kernowitz zu beschäftigen in dieser Zeit. Also, da hat ja alles richtig gemacht.
Christiane Attig:
[2:21:13] Der, ja, also grad die Filme so aus seiner Anfangszeit, die bieten schon manchmal oder oft,
lässt sie sich aufzuregen, aber sie sind auch ähm ja einfach total eskapistisch und deswegen sehr gut geeignet und da machen wir aber auch noch weiter
Ich muss aber wirklich zugeben und mich entschuldigen, dass im Moment bei meinem Podcast zu wenig Regelmäßigkeit drin ist, weil
Na ja, die Situation geht halt an uns auch nicht komplett spurlos vorbei. Ja.
Christian:
[2:21:42] Du hast schon von einer Mehrzahl gesprochen, ähm damit meinst du auch mehr als nur diese beiden Podcasts, oder?
Christiane Attig:
[2:21:48] Ja, es gibt noch weitere, es gibt noch randvoll, der pausiert momentan auch. Ähm das ist ein Podcast, in dem wir uns mit ganz verschiedenen Leuten unterhalten über Themen ihrer Wahl, die sie irgendwie
aufregend im Alltag oder prinzipiell in ihrem Leben, was ich ähm ja wirklich ganz,
Ganz gewinnbringend finde für mich ganz persönlich auch, weil ich ganz viel lerne über Problembereiche, die ich vielleicht gar nicht so auf dem Schirm hatte und ähm ja, finde ich auch ein
schönes Projekt, aber wie gesagt, da,
pausiert auch gerade. Dann gibt es noch Audiophil, der Podcast, in dem wir über Podcast sprechen, die wir selber gehört haben, dann gibt
ist noch den Podcast-Vielzimmerwohnung, wo es um die Wissenschaft
und das Leben mit der desoziativen Identitätsstörung reden. Ähm momentan auch relativ unregelmäßig was äh an denselben benannten Gründen liegt. Aber ein Podcast, der regelmäßig erscheint, ist der Track sechsundzwanzig und da geht's um die Besprechung der Animeserie Neongenesis Evangelium
die mich mittlerweile seit äh ich glaube wir haben rausgefunden seit achtzehn Jahren begleitet und die wir Folge für Folge besprechen zusammen mit Mario von den Serienjunkies mach ich das.
Christian:
[2:23:02] Ich bin nicht so Anime-Film, aber ich glaube, das ist doch so eine ziemliche Klopperserie, oder?
Motivisch reich und voll und nichts für so mal eben nebenbei.
Christiane Attig:
[2:23:18] Genau, das das kann man sagen, ähm der Film äh der Film sage ich schon. Die Serie bietet sehr, sehr viele philosophische, psychologische auch theologische
ähm Anknüpfungspunkte und Diskussionspunkte und deswegen
ja, bietet sich das an, dort über die zwanzigminütigen Folgen regelmäßig eine ganze Stunde lang zu sprechen, weil sie wirklich sehr, sehr reichhaltig ist in ihren Motiven.
Christian:
[2:23:39] Sehr gut. Das klingt nach idealem Podcastfutter. Also.
Christiane Attig:
[2:23:42] Ja. Ja.
Christian:
[2:23:43] Wunderbar,
Ja, dann dürft ihr euch da gerne äh durchklicken, werde ich auch einen Shownotes ähm alles verlinken, wenn ihr weiter Podcast mit Christiane Hönwold auch gerne äh ins Archiv schauen.
Doch gerne ältere Episoden. Ähm, ja, bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass der Hinweis nochmal Richtung Steddy unterstützt diesen Podcast sehr, sehr gerne, wenn ihr wollt
der auch in Zukunft monatlich bestehen bleibt, so die Deadline ist zum Jahresende sollten wir die vierhundert Euro zusammenkriegen damit,
Jeden Monat hier so ein Podcast möglich ist und das ist ja das Tolle bist Deli, ihr kriegt ja auch jede Menge Goodies und Bonus und Zeug obendrauf. Klickt euch da mal durch und ähm lasst sehr, sehr gerne etwas im Stadion Hood
wenn euch das zu viel ist, ihr könnt auch sehr gerne kleinere Beträge als Banküberweisung, als PayPal-Zahlung, äh, das rechne ich dann auch in den Pot mit an, also wenn wir jetzt,
Dreihundertfünfzig Euro bei Steddy und fünfzig Euro Banküberweisung zusammenkriegen, dann ist das äh auch,
gesetzt und geregelt, aber klickt euch da gerne mal durch und wenn ihr könnt und wollt,
mögt sehr, sehr gerne auch den Weg über Steddy und wie schon erwähnt, Hovercast, Nutzende brauchen noch nicht mal äh Links klicken, sondern können auch Buttons klicken in ihren Podcast-Player, nämlich das kleine Symbol mit dem,
Euro, bringt euch auch direkt zu Stedy. Sehr, sehr praktisches Feature, wie ich finde und.
[2:25:07] Gar nicht so kompliziert umzusetzen wie ich äh gelernt habe. Gut äh ich kann's,
doch noch und vor allen Dingen auch so lange. Ich weiß gar nicht, ob ich mich entschuldigen soll oder nicht, aber äh,
Vielen vielen Dank fürs Zuhören und äh vielen Dank auch an Christiane, dass du hier noch über Stunden mit mir machst und äh gemacht hast.
Christiane Attig:
[2:25:28] Sehr, sehr gern.
Christian:
[2:25:29] Dann hören wir uns in einem Monat auch schon wieder. Ne? Gut. Bis zum nächsten Mal. Ahoi und.
Christiane Attig:
[2:25:39] Tschüs.