Second Unit #383 – Spider-Man: Brand New Day

Artist: Second Unit Studios
Album: Second Unit
Year: 2026
URL: http://secondunit-podcast.de/

Chapters

0:00 Intro
0:19 Begrüßung
1:00 Danksagung
2:05 Vorverständnis
7:34 Plot
11:37 Cast
14:10 Film
1:07:28 Das MCU im Jahr 2026
1:40:36 Nächste Sendung: Wake Up Dead Man
1:41:27 Abmoderation
1:43:30 Outro

Transcript

Intro

Begrüßung

Christian:
[0:20] Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe der Second Unit, zu einer brandneuen Ausgabe der Second Unit. Mein Name ist Christian Steiner und bei mir ist Lara Keilbart von Polygamia. Hallo.

Lara:
[0:33] Hello there.

Christian:
[0:34] Du hast gesehen, was ich gemacht habe. Ja, brandneu. Noch nicht mal vorher aufgeschrieben. Es geht schon gut los. Wir bleiben, glaube ich, auf dem Level. Ja, Lara, du warst zuletzt bei Supergirl dabei, du podcastest bei Polygamia und bei Yay Comics du bist on fire, was den guten Spider-Man angeht Pew Pew.

Lara:
[0:58] Twip Twip Sehr gut.

Danksagung

Christian:
[1:00] Dann lass es da gleich mal reinspringen, vorher mache ich noch einen ganz kleinen, Schlenker und zwar noch der Hinweis auf das Plus-Abo, ihr könnt diesen Podcast nämlich unterstützen und ihr könnt ein kostenpflichtiges Abo dalassen und damit eben den Podcast unterstützen. Ihr bekommt ein bisschen was zurück, ihr bekommt die Podcasts früher, ihr bekommt sie besser mit Kapitelmarken und Transkripten und ihr bekommt auch exklusive Bonusinhalte. Zuletzt die zweite Staffel von Monarch haben wir da im Plus-Abo verpodcastet und, in Vorbereitung auf die Odyssee von Christopher Nolan haben wir da auch einen Podcast zu Following, dem Debüt, dem Independent Debüt von Chris Nolan veröffentlicht. Also klickt euch da gerne mal rein, hört euch da gerne mal rein, macht das mit dem Abo und wenn ihr ein bisschen mehr sogar unterstützt als das Basis Plus Abo, dann sage ich vielen, vielen Dank und das tue ich an dieser Stelle an Anne, Sebastian, Christian, Rüdiger, Thomas, Markus und Thomas. Vielen, vielen Dank für die Unterstützung. Klickt euch gerne mal durch oder auf secondunitstudios.plus,

Vorverständnis

Christian:
[2:05] Ja, jetzt bin ich ganz besonders gespannt, wie es bei dir war, Lara, mit dem Vorverständnis, mit den Erwartungen, Erwartungshaltungen. Wie bist du in diesen Film gegangen?

Lara:
[2:16] Ja, ich habe mir tatsächlich in Vorbereitung nochmal die Comicvorlage reingezogen, um nochmal zu gucken, wie war da eigentlich die Geschichte. Weil die stammt ja so aus 2008 rum und die habe ich damals gelesen, als ich Spider-Man noch im deutschen Comic-Abo hatte. Und ich fand ja die vorausgehende Comic-Geschichte furchtbar. Ich fand das ja alles total schlimm, dass Spider-Man jetzt diesen Deal in den Comics, geht ja einen Deal mit Mephisto ein, um dieses Vergessen zu haben, um Tante May zu retten und so weiter. Und ich bin froh, dass sie das im MCU anders geregelt haben, hatte aber jetzt so ein bisschen Sorge, wie sie jetzt damit weitergehen. Weil als ich das jetzt nochmal so durchgeblättert habe, war das schon alles auch sehr ja, ähm, wild und nicht so richtig stringent und irgendwie hatte das auch, hat mich das nicht gepackt, also damals schon nicht und jetzt noch viel weniger mit einigen Jahren mehr auf Buckel und war dann so mit einer leichten ...

Lara:
[3:21] Wie Skepsis wird das denn was werden? Ich dachte, weil normalerweise ist es ja auch so mittlerweile drei Filme und dann ist eigentlich irgendwie so ein großer Cut und dann wird entweder gerecastet oder sonst irgendwas. Jetzt ist der große Cut, aber es kann gar nicht so groß sein, weil er ja direkt anschließt an das, was im letzten Teil passiert ist. Wie wollen sie das denn hinkriegen? Und ich war auch ein bisschen skeptisch wegen des großen Hypes. Der Trailer hatte ja unglaublich viele Aufrufe erzeugt und dann gab es ja auch noch dieses Riesengedöns um die Rolle von Sadie Sink. Wen wird sie spielen? Ich bin so froh, dass ich das alles nicht mehr gucke vorher. Ich gucke nur noch einen Trailer und dann befestige ich mich nicht mehr damit, bis der Film dann geguckt ist und danach schaue ich mir das dann alles an. Und meine Güte, was haben die denn da alles für... Also, dass die da in sämtliche Talkshows geht, um dann nichts zu sagen. Wie albern ist denn das? Und dann habe ich mir den Film angeguckt. Und ich werde gleich sagen, wie er mir gefallen hat. Aber das war so... Ich bin also wirklich mit großen Hürden, sage ich mal, da reingegangen. Nicht, dass ich gesagt habe, ich habe keinen Bock drauf. Ich hatte Bock auf coolen Spider-Man, weil ich immer Bock auf Spider-Man habe. Aber ich wusste nicht, was mich erwartet Und war sehr, sehr skeptisch Wie ging es dir denn?

Christian:
[4:46] Das trifft es gut. Ich wusste auch nicht, was mich erwartet. Ich habe ein bisschen mehr im Vorfeld, gerade beim MCU ist das irgendwie auch merkwürdig, weil ich genieße das schon auch einfach mal so ein bisschen reinzudippen und zu gucken, was wird da so spekuliert und also dann auch gerne mal, nicht so wie du, du kennst die Comicverweise schon vorher, aber ich gucke dann auch gerne mal, der Filmtitel ist so und so, Secret Wars, was war das? Ah, habe ich sogar gelesen. Ich weiß eine grobe Richtung. Aber das ist ja das Schöne, wenn man dann, also ich kann das halt. Ich kann das alles ausblenden, weil es können ja alle, die dort irgendwie online sehr schlau zu sein scheinen, auch sehr falsch liegen. Und dementsprechend habe ich immer so ein bisschen was im Hinterkopf, was so passieren könnte und freue mich, wenn es dann auch passiert oder nicht passiert. Und dementsprechend war ich da auch so ein bisschen, voreingenommen ist das falsche Wort, aber ich hatte da so ein bisschen was im Rucksack dabei, aber genauso wie du, eher so eine Skepsis und eher so ein.

Christian:
[5:55] Wie soll man sagen, ein bisschen gedämpft irgendwie. So dieses, okay, Tom Holland, Spider-Man, ich weiß, ich hab das schon mal gesehen. Ich hab das jetzt schon dreimal mitgemacht und im MCU und da war jetzt erstmal so im Vorfeld nichts so richtig, wo ich so, meine Zähne irgendwie reinhauen konnte und drauf rumkauen konnte, sondern eher so dieses, naja, ein viertes Mal ist schon auch irgendwie ganz schön mutig. Mal gucken, was das... Was man sich da so überlegt. Weil, ja, also wie du sagst, ich nehm auch jederzeit einen Spider-Man mit. Aber eigentlich sind die Hürden schon ein bisschen höher als sonst.

Lara:
[6:32] Ja, vor allem zu dem vierten Teil kommt ja auch noch dazu, dass der dritte ja so ein riesen Abschluss war mit dem Verbinden von allen drei Filmen Spider-Man. Also das hat ja kein anderer Superheld jemals irgendwo gemacht, so auf dem Weg. Also wie kommt man da eigentlich dann weiter? Das ist ja auch so ein Ding. Also das kann ja eigentlich nur abkacken gegenüber diesem riesen Ding, weil es ja wirklich geschafft wurde, aus dieser Geschichte mit drei Spider-Men nicht nur ein reines Schaulaufen und Fanservice zu machen, sondern tatsächlich auch was zu erzählen und emotional uns abzuholen. Und das ist natürlich dann umso schwieriger, darauf zu folgen, finde ich.

Christian:
[7:12] Ja, und vor allen Dingen, wie du sagst, die Nostalgiekeule ist schon, die hat man schon geholt. Das ist ja dann auch gerne mal so das Zeichen, kann man auch skeptisch sehen und sagen, das ist das Zeichen, wenn dir nichts mehr einfällt, dann guckst du ... Guckst du mal in der Vergangenheit der IMDb, ob irgendwie Tobey Maguire noch, hier seine Telefonnummer hinterlassen hat, so ungefähr.

Plot

Christian:
[7:34] Ja, aber lass uns da mal reinspringen. Ich will an dieser Stelle pro forma in meinen Augen die Spoilerwarnung setzen. Wir nehmen den Film halt ordentlich auseinander. Also die halbe Welt hat ihn schon gesehen. Deswegen ist das, glaube ich, auch gar nicht so schlimm, weil die eine Hälfte weiß, was passiert. Und die andere Hälfte geht, glaube ich, morgen ins Kino und weiß dann auch, was passiert. Also irgendwie kommen wir auch noch drauf zu sprechen. Also ihr seid gewarnt, ab jetzt spoilern wir nicht nur die Besetzung, sondern auch die Momente im Film, und du hast die ehrenvolle Aufgabe, mal ganz kurz an den Plot zu erinnern.

Lara:
[8:07] Ja, wir befinden uns vier Jahre nach den, Geschehnissen aus dem dritten Teil und da endete der Film ja damit, dass Peter Parker gesagt hat zu Doctor Strange, er muss einen neuen Zauberspruch aussprechen, damit alle vergessen, wer Peter Parker ist. Nicht, wer Spider-Man ist, das war ja der Ausgangspunkt des Films, sondern wer Peter Parker ist. Das heißt, alle seine Freundinnen werden vergessen, dass er existiert hat. Keine der Heldinnen, niemand erinnert sich mehr an ihn und dass er Spider-Man ist oder dass er überhaupt existiert. Und damit hat er auch vier Jahre danach noch schwer zu kämpfen, weil er so hin und her gerissen ist zwischen, er möchte seine Liebsten beschützen, weil er hat ja noch, er weiß ja noch alles. Das heißt, sowohl MJ als auch nett, sein bester Freund und seine große Liebe, die will er beschützen, aber er kann ihnen auch irgendwie nicht sagen, was er fühlt, weil er Angst hat, dass es dann halt wieder gefährlich für sie wird und er auch sich nicht so richtig traut, weil er nicht weiß, wie sie reagieren werden und, deswegen ist dieser Film, so ein bisschen auf der Prämisse aufgebaut, er guckt immer so mal ein bisschen drauf, aber er hält sich bedeckt und er konzentriert sich nur noch auf Spider-Man sein und hat überhaupt kein Privatleben mehr. Und in diese Situation kommt dann eine neue Bedrohung hinein, denn eine mysteriöse Person.

Lara:
[9:34] Eine mysteriöse Schurkin kann es irgendwie schaffen, andere Menschen zu übernehmen. Mind Control ist da das Stichwort. Und mit dieser Fähigkeit bricht diese Figur, diese Antagonistin in die Damage Control verschiedenen Gebäude ein. Also Damage Control, das wissen wir ja aus dem ersten Spider-Man, glaube ich schon. Das sind die, die das so ein bisschen, das, was hinterher erstmal Clean-Up ist, wenn irgendwie ein großer Krampf war, dann räumen die das auf. Aber mittlerweile ist es auch eher so eine Präventivsache geworden. So eine Art neue CIA. Das ist ja im MCU alles sehr kompliziert und schwierig mit Shield und so weiter. Deswegen werde ich jetzt gar nicht weiter drauf eingehen. Aber diese neue Antagonistin bricht in die verschiedenen Gebäuden ein, einmal in ein Gefängnis und in einen Hochsicherheitstrakt, in irgendwelche Bürogebäude und sucht irgendwas. Und Spider-Man muss sie aufhalten, diese Person. Gleichzeitig ist aber so, dass er körperliche Veränderungen durchmacht. Denn plötzlich übernimmt seine mutierte Arachnid-DNA immer mehr Einfluss auf seinen Körper. Das heißt, plötzlich ist es wie bei Tobey Maguire Spider-Man, dass er Netzflüssigkeit aus seinen Armen schießen kann, was ja erstmal nicht unbedingt so schlimm ist, aber er muss sich damit auch erstmal auseinandersetzen.

Lara:
[11:01] Er wird noch kräftiger, er wird noch stärker, noch krasser, aber er wird auch tierischer und kann sich nicht mehr so im Zaum halten. Und das ist natürlich schon schwierig, wenn er mit anderen Leuten in Kontakt gerät und so weiter. Und dadurch muss er sich jetzt irgendwie navigieren, um sowohl seine FreundInnen als auch seine Superheldenidentität als auch seine Veränderungen irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Er kriegt dann die eine oder andere Hilfe, sag ich mal, aber da kommen wir dann wahrscheinlich im Laufe des Podcasts ja eh automatisch nochmal drauf.

Lara:
[11:35] Aber das ist so ein bisschen der Plot, worauf es hinausläuft.

Cast

Christian:
[11:37] Hervorragend. Eins plus mit Sternchen. Ich mache mal gleich weiter mit Cast und Crew. Wir haben auf dem Regiestuhl eine Veränderung in Sachen Spider-Man. Wir haben Destin Daniel Cretton, der vorher Shang-Chi gemacht hat und irgendwie bei Wonder Man bei der Serie auch involviert war. Und der darf jetzt Spider-Man machen. Also bekannt fürs MCU, aber eben noch nicht bekannt für Spider-Man. Dafür sind die beiden Drehbuchautoren Eric Sommers und Chris McKenna sehr bekannt, weil die auch die drei Teile davor geschrieben haben, was ich, ja, wenn wir, glaube ich, gleich auch noch mal ein bisschen drauf zu sprechen kommen, irgendwie auch überraschend finde. Anekdotisch, ich habe mir vorher auch ein paar Interviews und so angeschaut, durchgelesen, dass eben Tom Holland als Peter Parker, Spider-Man, ja eben jetzt das vierte Mal auch dabei ist in seinen eigenen Filmen. Der hatte auch so das ein oder andere Mal da im Writers Room vorbeigeschaut und mal einen Kaffee vorbeigebracht und die eine oder andere Idee sehr laut geäußert und das ist halt neu also ich würde mal vorsichtig sagen, gibt ihm mal einen eigenen Stuhl da in diesem Writers Room, ich glaube da sind, tendenziell ganz gute Ideen bei rumgekommen zumindest was den Film angeht, wir haben Zendaya als MJ, wir haben Jacob Batalon als Ned, wir haben Sadie Sink als, Achtung, Tü-Tü-Tü-Tü, Jean Grey.

Lara:
[12:58] Jean Grey.

Christian:
[12:59] Und was ich ganz hervorragend finde, um das schon mal vorwegzunehmen, der Film hört ja nicht auf, als der Name fällt. Der Film baut da nicht seine 5 Sekunden Publikumsapplaus ein, sondern geht einfach weiter. Weil es ist halt keine relevante Information für irgendjemand in diesem Film.

Lara:
[13:17] Weil niemand weiß, wer Jean Grey ist.

Christian:
[13:18] Exakt. Dann haben wir noch Lisa Collins-Sayas als Detective Jean de Wolfe. Wir haben John Bernthal als Frank Castle, beziehungsweise Punisher, wir haben Mark Ruffalo als Bruce Banner, beziehungsweise Hulk und Florence Pugh als Jelena Belowa, beziehungsweise Black Widow. Wir haben Trammell Tillman als Bill Metzger, wir haben Michael Mando als Scorpion, wir haben Marvin Jones III. Als Tombstone, was ich überhaupt nicht gehört habe, Naomi Watts als Evie, die habe ich gar nicht erkannt, Marissa Tomei als May Parker und Keith David als ja, Cameo Voice-Actor, der halt das eine oder andere YouTube-Video über Spinnen einspricht. Und ich glaube, im Trailer auch irgendwie recht populär war und da ja auch alle spekuliert haben, wen er wohl spielt. Aber es ist halt einfach nur ein Voice-Over.

Film

Christian:
[14:11] Genau. Kommen wir mal zum Film. Versuchen wir da mal irgendwie ein bisschen einzusteigen. Ich habe noch eine Sache, bevor es losgeht. Eine kleine Randnotiz. Ich weiß nämlich nicht, wohin sonst damit. Ich war nämlich im Kino. Also ich habe den geguckt. Ganz normal. Und stand da so in der Schlange so im hiesigen Multiplex-Dingsbums.

Christian:
[14:32] Und ich war schockiert, als ich an der Schlange da dran war und gesehen habe, dass dieser fucking Popcorn-Bucket 40 Euro gekostet hat. Ich bin da einfach echt hinuntergefallen. Absolut. Also ein Glück, ich hatte die Kinokarte schon gekauft, weil ich wäre sonst fast rückwärts aus diesem Kino rausgegangen.

Christian:
[14:50] Ich mache das Game ja nicht wirklich mit bei sowas. Aber weißt du, das war wirklich so, ich starte an der Schlange und habe lange auf dieses Ding geguckt, bevor ich den Preis gesehen habe und dachte, Naja gut, also.

Christian:
[15:03] 10 Euro sollte das Ding vielleicht maximal kosten, weil 15 kann ich ja schon mal ein bisschen irgendwie hin und her rechnen, aber dann schweig dran und hab gesehen, das kostet 40 Euro. Holy fucking shit. Aber erstaunlicherweise gingen die auch nicht oder überraschenderweise, vielleicht auch nicht überraschenderweise, gingen die auch nicht besonders gut weg an dem Abend. Und ich war irgendwie in der Vorpremiere oder am ersten Abend. Darum geht es eigentlich gar nicht, aber ich wollte es nochmal festhalten. Lass uns vielleicht ein bisschen erstmal so über das Optische anfangen. Über die Inszenierung würde ich gerne reingehen, weil ich glaube, das Leitmotiv auch in dieser Diskussion zumindest geht es mir so, es ist tatsächlich ein Brand New Day. Also für mich fühlt sich dieser Film frischer, anders an. Für mich ist es aufgegangen.

Christian:
[15:51] Dass dieser vierte Film sich zumindest anders anfühlt, was anderes macht. Also ungewohnte Stärken präsentiert im Vergleich zu den ersten dreien. Und ich finde, die Inszenierung ist da auch so eine Zutat. Ich fand einfach, also viele visuellen Momente fand ich irgendwie toll. Die Art, wie sich Spider-Man bewegt, diese Montagen am Anfang, die benutzt wurden, viele Bösewichte, die da irgendwie von der Straße weggeschnappt wurden und ich hab nicht viele Spider-Man-Comics gelesen, aber, in den Freeze-Frames die Cover erkannt und fand das einfach cool. Das auch in so einer Montage irgendwie zu machen. Also blinzelt zweimal und du verpasst die Hälfte, anstatt halt gefühlt ganze Filme auf ein Comic-Cover hinzuarbeiten, um zu sagen, guck mal, was wir hier rekreieren. Und dann fällt das oft irgendwie auseinander. Aber ja, es ist halt einfach visuell cool.

Christian:
[16:53] Und überhaupt so, die Kameraarbeit, da waren einfach Dinge dabei. Die Kamera hat sich bewegt, die Kamera ist mit Spidey teilweise mit. Wir sehen ein paar Sachen auch im Trailer. ich fand das irgendwie für den einen Moment auch total cool, mal unter die Maske so auf das Auge von Spidey zu gucken und so, Also so viele Kleinigkeiten, gar nicht die großen, boah, bahnbrechend, sondern in vielen kleinen Momenten, wie sich Spider-Man bewegt, wie er gefilmt wird, wie Bewegungen irgendwie stattfinden, das hat mir einfach gefallen. Das war jetzt, wie gesagt, alles nicht, das hatte alles das Kino nicht neu erfunden, aber das war ein bisschen, das war frischer Wind in diesem sehr ausgetretenen Spider-Man-Ding. Hat mir erstmal alles sehr gut gefallen. Wie ging dir das?

Lara:
[17:34] Ja, ja, also da stimme ich grundsätzlich zu. Es ist so ein bisschen Ja und Nein und das ist so auch ein bisschen das, was, also ich finde, da passt die Inszenierung sehr gut zum Inhalt, weil, es wird erfolgreich geschafft, auf dem Alten aufzubauen, das nicht komplett über den Haufen zu werfen, aber mit ausreichend neuen Ideen so anzureichern, dass es weiterhin spannend bleibt. Also die Identität von Spider-Man bleibt in der Inszenierung gleich. Er ist jetzt nicht plötzlich ein völlig anderer Charakter und hat jetzt nicht plötzlich ganz andere Fähigkeiten, die er vorher noch nie hatte, außer die, die halt erzählt werden. Und das ist in der Inszenierung, wir kommen dann gleich in den anderen Bereichen nochmal ein bisschen genauer drauf, dann kann ich noch ein bisschen mehr erklären, aber ich finde in der Inszenierung, und da ist es super, dass es eben an der, Regieposition glaube ich den Wechsel gab. Weil ich glaube, sonst hätten wir das nicht bekommen. Es gibt eine Szene, wo mir das ganz deutlich wird, dass der halt auch Janshi gemacht hat, nämlich die Szene am Ende, die Kampfszene gegen die Ninjas von der Hand. Das war nämlich Wirework. Das war, sowas hat man einfach in keinem Spider-Man bisher gesehen.

Christian:
[18:45] Stimmt, ja.

Lara:
[18:46] Nicht so. Und auch wie die miteinander interagiert haben, dass die nicht einfach einzelne Ninjas waren, die auf ihn eingekloppt haben, sondern dass die quasi wie eine lebende Masse irgendwie so als Wesen sich ergänzt haben. Und das war grandios, fand ich. das ist eine der besten Action-Szenen, die ich jemals im MCU gesehen habe. Und passend zu Spider-Man sieht Spider-Man das und sagt, das ist so cool. Also er kommentiert es auch noch selber, aber es passt in dem Fall. Wenn das jetzt bei Iron Man gewesen wäre, da hätte es nicht gepasst. Und deswegen, oder bei Shang-Chi selber, wenn der jetzt gesagt hat, oh, das ist aber schon cool, euer Move. Das passt nur zu Spider-Man. Und dann halt auch so viele Kameraarten, wo du dann sagst, okay, du hast plötzlich First-Person-Shots. Du hast dieses Überkopfstehen. Du hast das, was sie sich aus dem animierten Spider-Verse genommen haben, wo er so runterspringt, divet. Diese Shots, die man aus den Filmen kennt. Du hast Szenen, die eins zu eins aus den letzten Videospielen sind. Ich weiß nicht, ob du die gespielt hast.

Christian:
[19:46] Ich habe den ersten und den Miles Morales, den zweiten habe ich noch nicht gespielt.

Lara:
[19:51] Genau, dann sind ja bestimmt auch zum Beispiel der Szene aufgefallen, wo plötzlich zwei Wachen so Elektro-Stäbe, eins zu eins, wie er sich da über den drüber schwingt und dann von hinten, das war ein Move, den man in dem Spiel gemacht hat. Oder wenn er dann gegen fünf Leute gleichzeitig dann, die Kamera dreht sich mit und dann hast du irgendwelche, so ein Web-Explosion, er hat diese Web-Granaten und sowas, das ergibt alles Sinn aber es sind halt Sachen, die er vorher nicht so benutzt hat.

Christian:
[20:17] Ja.

Lara:
[20:18] Und das Einzige, wo ich sage das hat, das funktioniert irgendwie immer noch nicht so richtig, ist wenn sie beim Schwingen Nahaufnahmen machen. Das ist seit dem ersten Tobey Maguire Spider-Man sieht das irgendwie komplett komisch aus, wenn er so dann mit MJ im Arm wirklich so Nahaufnahme irgendwie schwingt. Das sieht nicht echt aus, finde ich. Und das ist das Einzige, wo ich sage, okay, da hat's immer noch nicht so ganz geklappt, aber das ist auch eine Szene, wo das wirklich so richtig offensichtlich ist. Das kann ich verschmerzen. Und dann sonst ist die Inszenierung interessant, weil du hast halt eine Action-Szene irgendwo wie mit Fahrzeugen, du hast eine Action-Szene, ganz oben in einem Hochhaus, in einem Bürogebäude, dann in so einem großen Arena-Kampf, dann unten auf dem Street-Level gegen Scorpion. Also es sind auch ganz viele verschiedene Hintergründe, sodass es eben nicht der gleiche Einheitsbrei immer ist, wie es viele andere vielleicht haben.

Christian:
[21:17] Ja, und du hast auch hier mehr, Street Level ist ja auch so das Stichwort, was auch so im Marketing viel benutzt wird. Also die, gemeint ist ja da mit Spider-Man halt wirklich auch inhaltlich, aber eben auch visuell so ein bisschen mehr zu erden. Also den halt mal ein bisschen aus dem großen MCU und Kampf gegen Thanos auf irgendwelchen Planeten und Spider-Man einfach mal so in seine Nachbarschaft holen, die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft und dann geht es halt eben auch, eher darum, wie er da seine Gadgets baut und dann halt mal nebenan den Banküberfall irgendwie verhindert und so. Also das hat mir auch alles total gut gefallen. Das waren, so wie ich das verstanden habe, so vorher in dem Marketing, war das wohl auch so ein Ding, worauf man Wert gelegt hat. Genau diese Frage hat man sich gestellt nach dem dritten Teil, so wie du sagst. Drei Spider-Man zum Preis von einem. Wie steigerst du das Ganze noch? Also du kannst halt irgendwie hier Spider-Verse machen und sagen, wir machen 100 Spider-Man zum Preis von einem. Du kannst in die Richtung gehen oder du gehst halt genau in die entgegengesetzte Richtung und sagst, nee, wir machen den ein, aber wir erden den auch mehr. Wir holen den mal wieder mehr so ein bisschen zurück auf den Boden der Tatsachen. So gut, wie es halt bei Spider-Man geht, weil der schwingt durch die Gegend und krabbelt die Wände hoch. Aber so dieses, wie du sagst, dann geht es halt mal eher um eine gute Verfolgungsjagd durch die Schluchten von, ich glaube, Edinburgh. Ich glaube, man hat es in Schottland gedreht. Aber ja, es sieht halt aus wie New York.

Christian:
[22:45] Und darauf halt irgendwie mehr wert zu legen. Und ganz ehrlich, das habe ich dann auch erst so im Nachhinein auch aus ein paar Interviews irgendwie wiedergezogen. Da waren wir ja eigentlich auch noch gar nicht so richtig. In diesen MCU-Geschichten waren wir ja relativ schnell. Also Spider-Man ist das erste Mal bei Civil War aufgetaucht. Also war schon gleich irgendwie in diesem großen MCU-Ding eingeführt und klar, er hatte seine eigenen Filme, aber gefühlt waren wir jetzt die letzten paar Jahre halt so wirklich... Abgespaced, im wahrsten Sinne des Wortes, dass sich das total gut anfühlt, zu sagen, okay, wir kommen jetzt mal wieder irgendwie im Kleineren an. Das ist vielleicht auch so die Überleitung zum Inhaltlichen. Wir konzentrieren uns mal mehr wieder auf die Figuren. Wir holen die Figuren mal wieder ab. Also wir besuchen die irgendwie und wir besuchen sie da, wo sie sind. Sie sind in New York, also bleiben wir auch irgendwie in New York. Sie sind, wie du sagst, gab's nicht im Comic ist es doch, glaube ich, Spider-Man No More. Das war doch der zweite Spider-Man von Raimi basierte doch da drauf.

Lara:
[23:52] Ja, genau. Wo er aufhört, Spider-Man zu sein.

Christian:
[23:54] Und hier ist es genau andersrum. Er hört halt Peter Parker No More. Er hört jetzt auf, Peter Parker zu sein und sagt, ich widme mich jetzt hier ganz der anderen Seite. Aber wir gehen das Thema auch schön durch. Das ist jetzt nicht nur so ein Setup für zwei Momente im Trailer, sondern eher andersrum. Der Trailer zeigt uns ganz andere Dinge im Film, die dann halt in zwei Montagen abgefrühstückt sind und konzentriert sich halt viel mehr auf, seine Hauptfigur, auf den Cast drumherum, auf diese Prämisse, die aus dem vorherigen Film übernommen wurde. Also das, finde ich, funktioniert auch relativ gut so vom vom, vom soften Neustart-Charakter her. Also ich habe die anderen Filme gar nicht mehr so in Erinnerung gehabt, aber ich wusste, als sie davon geredet haben, hier Zauberspruch und, ah ja, jetzt, die paar Fetzen kommen wieder zurück, mehr brauche ich auch gar nicht. Ich muss jetzt nicht...

Lara:
[24:48] Genau.

Christian:
[24:49] 20 Serien...

Lara:
[24:50] Du kannst diesen Film komplett eigenständig gucken. Du musst noch nie einen MCU-Film gesehen haben oder Spider-Man und du kannst diesen Film verstehen, weil es wird dir alles Wichtige gesagt.

Christian:
[24:59] Ja, und du kannst ihn auch mitfühlen. Das finde ich ist so das Starke. Du bist so bei der Figur.

Lara:
[25:03] Das ist dein Exit. Ja.

Christian:
[25:04] Genau. Also, ähm, diese ganze, ja, persönliche, persönliche Geschichte irgendwie auch so, ähm, Also mir hat Tom Holland da auch sehr gut gefallen. Der hat mir ja schon bei euch sehr gut gefallen.

Lara:
[25:18] Der ganze Cast ist einfach ein Glücksgriff für Sony und MCU. Weil die einfach eine supergute Chemie haben. Also er und Zendaya sind ja auch dann offscreen zusammengerückt. Aber auch mit Jacob Bedellin. Also die sind einfach ein gutes Trio. Und das können die halt nutzen. Und das nutzen sie aber halt auch. Also es gibt diese Szenen. Man merkt halt wirklich, also es gibt ja auch gerade in der ersten Hälfte so einige Szenen von Peter, wie er versucht, wieder da hinzukommen, aber es irgendwie nicht schafft, den richtigen Moment zu finden und dann auch wieder so zurückschreckt, weil er merkt, okay, die sind jetzt weiter und kennen mich auch gar nicht mehr, das wird seltsam. Also, der Film lebt davon, dass er zum einen zeigt, wie sich eine Figur auch wirklich weiterentwickelt und zwar nicht sprunghaft, sondern soft weiterentwickelt, aber eben auch irgendwie zeigt, wie diese Verbindungen nach hinten trotzdem irgendwas mit ihm machen. Und es ist auch hier, du hast vorhin das Wort Nostalgie benutzt und das passt halt auch auf der Plottebene weil er selber spürt die Nostalgie und erinnert sich an den Moment die er mit den beiden hatten und das kann er nicht loslassen aber er kann es auch nicht wiederkriegen und sein.

Lara:
[26:36] Charakter Growth passiert, indem er einen Weg findet da weiterzukommen, ohne das komplett wegzulassen das ist natürlich auch nicht immer ganz freiwillig es gibt die Szene mit MJ zweimal quasi, wie das aufgelöst wird ähm, Aber es passiert. Und es gibt diese wunderbare Szene, nachdem MJ, kommen wir bestimmt auch nochmal drauf, rausgefunden hat, den Brief gelesen hat und so weiter. Und dann sitzen sie zu dritt in der Wohnung, bauen Lego. Und das ist alles ein bisschen wie früher, aber es ist halt nicht einfach nur wie früher. Sondern man merkt, dass alle drei haben sich weiterentwickelt. Also du siehst, Ned hat diese App entwickelt. Der ist total, der ist fähig. Der ist nicht nur der nette Sidekick im Stuhl, sondern der hat auch sich weiterentwickelt. MJ hilft ihm bei dem Gadget. Die hat sich auch weiterentwickelt. Die hat studiert. Und das nehmen die mit. Das bauen die in diese Beziehung mit ein. Und das ist das, was sich kaum ein anderer MCU-Film in den letzten Jahren wirklich Zeit genommen hat dafür.

Christian:
[27:47] Stimmt. dass die Figuren tatsächlich weitergehen, weitergehen können können wir vielleicht am Ende auch nochmal so ein bisschen gucken weil, ich finde das nicht so alle Motive auch wirklich aufgehen und vielleicht krankt der Film immer noch an anderen Stellen auch an diesem, wer darf sich irgendwie entwickeln und wer muss irgendwie dahin zurück wo es schon mal vor 20 Jahren war damit das irgendwie gut in die Szene passt oder so aber ich gebe dir vollkommen recht und ich finde das irgendwie auch ganz toll, an dieser Stelle irgendwie ähm, dass die, ja wie du sagst, dass die Figuren, das ist mir auch hängen geblieben, dass die Figuren auch weitergehen konnten, also du kannst halt, die sind jetzt alle so um die 30, also, die Schauspielenden, du kannst jetzt auch nicht mehr die Nummer fahren und sagen, ach wir machen das nächste Abenteuer, der Schulabschluss kommt irgendwie übernächste Woche auf uns zu, die Welt wartet auf uns, das finde ich irgendwie, gleichzeitig sind sie an einer ähnlichen Stelle im Leben und ich finde das irgendwie auch so toll, das.

Christian:
[28:52] Weil du auch sagst, so Nostalgie, so der Rückgriff auf Spider-Man und eben auch, die Lücken, die diese MCU-Spider-Man-Filme von Anfang an eingebaut hatten. Damals war es klug zu sagen, boah, wir machen jetzt nicht die nächste Origin-Story, wir machen hier nicht das nächste Spinnenbiss, Peter, Onkel Ben, große Kraft, das weiß jeder, deswegen müssen wir das Peter jetzt nicht nochmal beibringen.

Christian:
[29:19] Aber ich finde es halt so cool, dass wir das jetzt so nach zehn Jahren und dem vierten Film und dem sechsten Film mit Spider-Man und dem siebten oder achten, ich habe schon nicht mehr mitgezählt, aber dass wir das jetzt so im Rückgriff halt wieder bekommen, weil diese ganze, Spider-Man verändert sich. Er mutiert irgendwie neu, da passiert was mit ihm. Das ist ja auch visuell eigentlich nochmal so ein Rückgriff auf, er lernt seine Kräfte jetzt neu kennen, aber immerhin, wir sind das erste Mal jetzt mit ihm dabei, wie er sie irgendwie überhaupt entdeckt, wie er sie ausprobiert. Es sind alles bekannte Momente, Elemente und auch visuell irgendwie alles bekannt. Er hängt da in dem Spinnennetz auf einmal irgendwie auf und so. Das sind ja alles Geschichten, die wir so ähnlich bei Tobey Maguire ja auch schon gesehen hatten. Aber an dieser Stelle fühlt es sich tatsächlich irgendwie anders und frisch an, weil wir nicht so damit erschlagen wurden. Also ich finde, das ist irgendwie eine ganz spannende Mischung aus, Vorwärts gehen, Rückgriff, Tropes auch irgendwie noch mal so durchgehen. Also das ist halt mehr als billige Nostalgie und das finde ich stark. Das macht Spaß irgendwie.

Lara:
[30:28] Also ganz, ganz eindeutig ist ja auf Tobey Maguire Spider-Man ist diese Szene, wo er entdeckt, dass er jetzt doch auch selber aus deinem Arm das rausschießt, oben auf dem Dach ist und erst mal rausfinden muss, wie das geht. Und das ist eins zu eins quasi so auch im Tobey Maguire Film drin. Aber Tobey Maguire ist in dem Moment halt noch Highschool-Schüler. Und danach, also da passieren halt ganz viele Slapstick-Sachen, wo das Netz plötzlich rauskommt, wo er es nicht will. Und dann gibt's mit dem Schul-Bully-Problem. Das passiert in Brand New Day halt einfach nicht. Es gibt maximal noch diesen Lacher, wenn er gegen Scorpion kämpft und dann eben.

Lara:
[31:05] Nicht weiß, wann er loslassen muss und in das Auto reinkracht. Aber das war's. Also die Probleme sind halt einfach auch größer und ernster, dass er sich das nicht mehr erlauben kann. Es geht, also der Spider-Man, und das ist interessant, weil das hat meine nicht so Superheldin Fan-Drinsteck-Begleitung gesagt, sie hat es ein bisschen vermisst, dass Spider-Man lustig war. Und ich finde, es war genau richtig, dass er nicht mehr so lustig war, weil er ist jetzt keine 16 oder 18 mehr, er ist jetzt Mitte 20 in dem Film. Und da geht es um mehr als nur noch lustig. Natürlich hat er immer noch so ein paar Sprüche rausgehauen, aber es war deutlich weniger. Es ging um um, also er hat, er ist auch wirklich älter geworden in dem Film. Und ich finde, das ist auch was, was dann diesen Nostalgie-Faktor so ein bisschen aufhebt, beziehungsweise halt weiterbringt, weil es keine reine Nostalgie ist, sondern es ist eher so ein Rückbesinnen. Wie war das nochmal? Ach ja, genau. Und deswegen brauche ich den Fehler nicht nochmal machen. Das macht der Film halt in den meisten Fällen ziemlich gut, muss ich sagen.

Christian:
[32:06] Ja, und ich finde auch, dass der das immer wieder so aus den, das meiste, nicht perfekt, aber dass er ganz oft aus den Charakteren heraus denkt und arbeitet. Und das fühlt sich auch so an. Das ist nicht die Nummer von, hey, wir haben schon letztes Jahr diese Fight-Sequenz irgendwie hier an die Computerbude irgendwie ausgeliefert. Finde jetzt irgendwo eine Stelle in einem Film, wo das passt, weil wir haben das Geld dafür schon ausgegeben, sondern, und wie du auch sagst, die, die Sachen, die bei mir auch wirklich hängen geblieben sind, also es ist jetzt ein paar Tage her, dass ich den Film gesehen habe, das sind diese Charaktermomente, das sind die Momente, wo er, betröppelt auf sein Telefon schaut und sieht, wie sich, der Bekanntenkreis, die Freundinnen eben weiterentwickelt haben und er stehen blieb, was das angeht.

Christian:
[32:53] Also diese Gefühlslager irgendwie oder da eben das Lego bauen oder was ich eben auch so cool fand. War dann auch das Ende, da können wir auch drüber sprechen, dass, also sie sind auch auf dem Weg dahin, sie sind selten in so klassische Fallen, gestiegen, die halt andere Filme im MCU, andere Filme in dem Genre halt viel zu oft dann machen. Ich fand's, also diese Szene, ja, wo dann eben wo er MJ irgendwie rettet und dann da schwingen sie durch die Gegend und du musst mitkommen und so und dass sich ja alles so zuspitzt, und die sich irgendwie küssen und oh, sie erinnert sich und, du bist es doch, Peter und all das passiert, was er sich den Film bis dahin gewünscht hat, so und dann stellt sich aber raus, dass es halt nicht MJ war, sondern von dieser noch bis dahin unbekannten, Bösewichtin vereinnahmt wurde und das dann ja auch nur so ein Spiel mit ihm ist und das war so ein richtiger Schlag in die Magengegend.

Christian:
[33:56] Und dann aber und das fand ich halt so cool, also es hat gepasst alles diesen Moment auch so zu kommentieren und zu sagen, du bist bescheuert, also jetzt der magische Kuss ist jetzt das, was mich zurückerinnern lässt an all das, was hier.

Christian:
[34:10] In was für einer naiven Märchenwelt lebst du eigentlich und ich saß dann und dachte, Stimmt, hast ja recht. Ja, erwachsen werden. Wir kennen dieses Trope. Und deswegen fand ich das umso cooler, dass es dann ganz am Ende nochmal aufgegriffen wurde und dass es halt eher der Handschlag mit dem besten Kumpel war, wo dieser magische Feen-Moment, dieser Märchen-Moment, dass es eher auf der Ebene passiert. Also um diese Freundschaft auch so nach vorne zu rücken und nicht das klassische Trope, ja, der Superheld und der Kuss und alle sind wieder, sondern wenn der Superheld die magische Märchenkraft hat, dann zumindest bei seinem besten Kumpel mit einem Handshake. Und das war dann wieder, das war so schön. Das war alles so ... Meine ich ja so, nicht in die typischen Fallen getappt, irgendwie die perfekte Mischung aus Nostalgie, aber auch vorangehen und immer so aus den Charakteren heraus gesprochen. Also der Moment war cool, weil der für diese beiden Charaktere cool war und nicht.

Christian:
[35:09] Weißt du noch damals und hier der Handshake und das ist doch der Trope und die beiden so, nee, das sind, also der Film kommuniziert auch nicht permanent in irgendwelchen Memes oder sowas mit dir, sondern es sind immer die Figuren im Vordergrund und ich hab das Gefühl, dass so Deswegen meine ich das am Anfang bei den beiden, Autoren, die drei Spider-Man-Filme gemacht haben, die hätten auch immer wieder in falsche Ecken irgendwie abbiegen können und immer nur die Nostalgie-Keule ziehen. Aber ich hatte das Gefühl, dass an jeder Stelle mal so ganz kurz sich zurückgelehnt wurde und nochmal kurz gegengecheckt wurde.

Christian:
[35:43] Macht das für die Charaktere gerade Sinn, wo wir stehen im Skript? Wenn ja, gehen wir weiter. Wenn nicht, müssen wir noch mal ran. Und das ist selten im MCU so. Weil ganz oft diese Szenen passieren, weil nächsten Monat kommt die Serie. Letztens hatten wir den Film und die Fortsetzung und die Figur. Und deswegen, also ich finde das sehr, sehr rund.

Lara:
[36:03] Und selbst wenn man im Film bleibt, nicht alles ist immer nur Plot getrieben. Sondern es ist vieles Figuren getrieben. Der Film nimmt sich halt auch die Zeit, Dinge zu erzählen. Und das ist halt interessant, weil es halt auch eine Gegenentwicklung ist zu vielen allgemeinen Actionfilmen.

Lara:
[36:22] Ich finde, der Film hat sehr viele kleine Dialogmomente. Also gerade zwischen MJ und Peter kommt das ja häufiger vor. Und ich finde, eine der bedeutendsten Szenen ist ja da, wo sie den Brief findet. Das ist ja an sich nicht plotrelevant. Das ist ja erst mal nur relevant für die beiden Figuren. Und dass das halt so viel Zeit bekommt, dass sie dann nicht innerhalb von drei Sekunden dann irgendwie oh, jetzt kommt ein Alarm, Banküberfall, ich muss weg, sondern da wird sich Zeit genommen und MJ darf sagen, warum hast du eigentlich damals die Entscheidung für uns alle getroffen? Wie egoistisch bist du eigentlich? Und er kann da nichts zu sagen in dem Moment. Und das finde ich aber gut, dass der Film das auch stehen lässt und dann nochmal versucht irgendwie aufzulösen und das dann aber eben nicht aufgelöst werden kann in dem Moment, weil sie einfach auf ihn sauer ist. Und dann kommt aber ja kurz danach diese Dreier-Szene im Apartment. Er schwingt sie nach Hause und sie bittet ihn hoch. Das ist auch was, wo ich sage, das ist nicht unbedingt plotrelevant. Das ist was, um diese Charakter zusammen zu bringen wieder. Und das finde ich super.

Christian:
[37:35] Und immer mit dem Gefühl, Tschüss. Nicht einfach nur ein Status Quo zurück zu erreichen.

Lara:
[37:44] Genau.

Christian:
[37:44] Das war nämlich auch meine...

Lara:
[37:45] Veränderung durch Vorwärtsgehen mit Rückbesinnung.

Christian:
[37:49] Genau, das war nämlich auch so meine Skepsis, was das anging. Diesen Film, wenn wir jetzt den vierten Spider-Man bekommen und da war irgendwas mit diesem Zauberspruch und alle haben es vergessen. Das hatten wir wirklich, das Marketing, die Trailer ja auch wirklich allen reingedrückt. Wo ich mir dachte, ich kenne auch das Universum im Multiversum, wo das Ding nach fünf Minuten fallen gelassen wird, weil man merkt, Moment mal, oder zumindest, wir arbeiten diesen Film dran, genau da wieder hinzukommen, wo wir am Anfang von No Way Home waren. Das war doch der Vorgänger, ne? No Way Home. Weißt du, dass wir halt quasi den ganzen Film darauf verwenden, da hinzukommen, wo wir eigentlich schon mal längst waren.

Lara:
[38:33] Was grob der Comic nämlich gemacht. Und deswegen bin ich so froh, dass sie das nicht so gemacht haben.

Christian:
[38:39] Ja, oder halt eben auch sehr viele MCU-Filme. Ich erinnere mich auch, ich weiß schon gar nicht mehr, ich glaube bei Endgame haben wir damals auch, da warst du auch dabei, da hast du gesagt, Thor durchläuft ständig die gleiche Charakterentwicklung. Irgendwie sich selbst zu finden ist so das Ding, was Thor war. Der verliert sich am Anfang des nächsten Filmes wieder, um wieder dahin zu kommen, wo er schon mal war. Und das ist mir auch so hängen geblieben. Ich gucke die ganze Zeit wirklich auf Thor und frage mich jedes Mal, okay, zu wievielten Mal? Aber ja, das war so ein bisschen meine Befürchtung, dass wir das hier irgendwie auch so bekommen, dass das so ein großes Budget und lange Laufzeit, um eigentlich dahin zu kommen, wo wir... Und umso schöner, diese Momente zu haben, auch wie MJ ja auch sagt, glaube ich, dann, als ich das so... Ich glaube, irgendwie auch danach, die streiten, das klärt sich so ein bisschen auf, aber wo sie ja auch vehement auf dem Punkt bleibt und sagt, hey, ich bin aber nicht diejenige, die das Gedächtnis verloren hat. Mir fehlen die, also ich bin jemand anderes. Wie du sagst, ich habe mich weiterentwickelt, ich habe mich verändert. Wir können nicht zu dem Punkt zurückkehren, an den du dich aber sehnst, lieber Peter, lieber Spider-Man. Zurück geht's nicht mehr. Es geht nur noch voran und wir können vielleicht, aber, ja.

Lara:
[39:55] Und ich finde, das ist auch interessant, weil der Film auf zwei Ebenen, wir kommen bei Gene, nehme ich nochmal dazu, aber hier ist es auch ganz interessant, das gab es auch schon mal im MCU und das wurde deutlich schlechter gelöst, nämlich bei Guardians of the Galaxy. Peter Quill hat ja seine Gamora verloren und dann gibt es ja die Gamora, die dann aus der anderen Zeitlinie geholt wird und da ist genau das Problem, dass er sie liebt und Und er hat diese Entwicklung gemacht. Sie kennt ihn gar nicht. Aber das wird ganz, also finde ich ganz komisch, gar nicht aufgelöst quasi. Ist jetzt schon eine Weile her. Wahrscheinlich erinnert sich jetzt nicht jeder daran.

Christian:
[40:37] Ich habe es ein bisschen anders in Erinnerung tatsächlich. Aber ja, ich folge dir erstmal.

Lara:
[40:42] Zumindest in dem Moment hatte ich das Gefühl, dass es in Spider-Man deutlich besser gemacht wird. Also auch hier, es wird eine bekannte Trope, sage ich mal, genommen. Aber sie wird sehr, sehr, sehr gut aufgelöst indem es halt einen anderen Weg geht als zu sagen ja, ich bin jetzt doch wieder dein oder so ja.

Christian:
[41:00] Ja, also der eine Kuss im richtigen Mondschein am 5.

Lara:
[41:03] Des 7. Monats aber eben auch nicht einfach nur zu sagen ich bin nicht das, was du von mir willst lass mich verdammt nochmal in Ruhe, du Arschloch und das ist so das, was ich bei Gamora gemerkt habe dass die einfach das komplett ablockt.

Christian:
[41:16] Ja, ja, ja, Wie gehen wir denn mit dieser ganzen Jean-Grey-Geschichte in den Film um?

Lara:
[41:23] Ja, das ist so ein bisschen die Krux, sag ich mal. Findest du. Weil da muss man schon auch ein bisschen was aushalten. Also an sich finde ich es jetzt nicht die schlechteste Idee, die X-Men so reinzuholen. Ich finde es interessant, weil Jean Grey ja jetzt dann sehr jung ist und ich natürlich mich schon und auch in ihren Entwicklungsstadien ja jetzt gerade erst mal noch so einen Sprung gemacht hat in dem Film. Also die ganze X-Men-Geschichte ja eigentlich erst noch passiert. Aber wie wir ja schon durch zahlreiche Trailer, Teaser, was auch immer wissen, dass ein Cyclops ja wohl der alte Cyclops ist und Charles Xavier ja auch der alte. Und diese alten Leute hatten ja schon eine Jean Grey. Also das ist so ein bisschen okay. hey, machen wir mal schauen, was daraus wird. Aber tatsächlich war mein größtes Problem damit, dass es für mich einige Entscheidungen im Plot gab, die ich sage, das erscheint mir nicht so nachvollziehbar.

Lara:
[42:22] Zum Beispiel die Sache mit MJ. Es gibt vorher dieses Rennen, wer schneller bei MJ ist. Und Spider-Man schafft es dann, Jean Grey in dem Kopf eines Hauptschubschrauberpiloten irgendwo über der Stadt festzusetzen, sodass sie nicht mehr weiterspringen kann. Und trotzdem schafft sie es ja dann doch vor ihm, bei MJ zu sein. Sonst gäbe es ja diese Magengrub-Szene nicht. Da frage ich mich dann schon, warum erzählt mir der Film nicht irgendwie, wie das funktioniert?

Lara:
[42:55] Das war so der erste Moment, wo ich gesagt habe, Moment mal, wozu haben wir jetzt gerade diese ganze Verfolgungsjacke gehabt, wenn es dann am Ende doch gar nicht da, ne, das war das Erste. Dann war es die Sache mit, mit dem finalen Konfrontation. Sie übernimmt Bruce Banner Hulk, um die Stärke zu nehmen und einfach vorne durchzulaufen und in den Vault reinzukloppen. Während sie mir vorher sagen, dass sie in die anderen Gebäude teilweise sehr smart eingedrungen ist, indem sie den Hausmeister übernommen hat oder irgendwelche Angestellten, warum macht sie das bei der größten Sache nicht so, wo die Sicherheit am größten ist? Warum geht sie da den komplett ersten, großen? Warum übernimmt sie nicht den Hulk und schickt ihn an die andere Seite der Stadt, um Spider-Man abzulenken, um dann heimlich in diese, weißt du, die ist doch nicht so blöd, wie mir gesagt wurde und auch gezeigt wurde. Und dann kämpfen, also da kommen wir noch auch, das ist das zweite große Problem, was ich so ein bisschen mit dem Film habe, nämlich Punisher.

Lara:
[44:04] Der kommt dann auch noch dazu und dann sagt Punisher, ich kümmere mich um die, die meinen Kopf übernehmen kann und du, der das als Einziger nicht kann, bei dem sie das nicht kann, du kämpfst mal einfach gegen Hulk. Es gibt überhaupt keinen Sinn, warum Spidey da nicht sagt, Moment mal, nee, das geht nicht, sondern sich darauf einlässt. Und das sind so die herausstechenden Momente mit Jean Grey, wo ich sage, bei all dem guten Writing in dem Film, was war da los? Ging dir das da auch so oder konntest du das komplett ausblenden?

Christian:
[44:38] Ich hatte da tatsächlich gar nicht so die großen Probleme mit. Also die Nummer da mit dem Helikopter, ich hab mir das auch einfach so erklärt, also vielleicht hab ich da auch was verpasst, aber ich dachte halt immer, dass sie jederzeit wieder rauskommt.

Lara:
[44:53] Ja, schon.

Christian:
[44:54] Und dann halt wieder einen neuen Anlauf zu machen. Also dieses eingesperrte oben im Helikopter ist halt vielleicht für einen kurzen Moment so, bis sie sozusagen sich wieder zu sich selbst zurückholt und dann wieder so einen neuen Weg startet. Also, weißt du, diese Momente haben für mich nicht so sehr an der Unglaubwürdigkeit gekratzt. Also, die haben mich nicht so rausgeworfen. Das haben dann eher wirklich Momente so ganz am Ende. Kommen wir gleich vielleicht noch ein bisschen drauf zu sprechen.

Christian:
[45:23] Ich war dann, also generell so beim Hulk, da war ich dann eher so ein bisschen raus. Das war für mich eher so das, was ich vorhin auch angedeutet hatte von Hilft mir mal kurz auf die Sprünge. Warum Bruce Banner die Apparatur, weil war der nicht zuletzt Professor Hulk und dann geht es halt los, wo wir leider momentan sind. Da war doch die Serie mit She-Hulk, die habe ich gesehen. Da war er dabei. Spielte das danach? Ich glaube ja, aber was war da das Ende? Weiß ich schon gar nicht mehr. Hat das was damit zu tun? Moment mal, welche Serien habe ich nicht gesehen? The Devil habe ich nicht gesehen. Ah, Punisher, die machen da irgendeine Anspielung auf Staten Island. Ist das auch was aus einer Serie? Also ich bin halt mittlerweile, also gerade bei den Serien halt so weit raus, dass ich dann eher Schwierigkeiten habe und mich dann halt fragt, Moment mal, wenn der Hulk jetzt, also wenn Bruce Banner so in dem Film eingeführt wird, warum? Und der Film kommentiert es nicht großartig und dann hast du halt die Wahl, entweder hast du was verpasst oder, ist halt wichtig für die eine Action-Szene, ist halt so ein Plot-Ding und das, entweder war es hier ein Plot-Ding oder ich hab was verpasst und beide Fälle sind so, hm, ja, versteh ich jetzt auch nicht so ganz.

Christian:
[46:38] Das war eher so mein Problem, was ich mir dachte, ja, aus Bruce Banner muss wieder der Hulk werden und ich fand's dann visuell auch ein bisschen ermüdend, weil ich das Gefühl hatte, das referenziert die ganze Zeit den ersten Avengers, also jedes Mal, wenn der Hulk durch diese engen Gänge und auf die Kamera rennt da jemand zu. Vielleicht war das auch ein Augenzwinkern so, vielleicht war das auch so gedacht, aber ich dachte so, ja, auch die Nummer, wo er da klatscht und irgendwie, das ist mir irgendwie alles zu bekannt, also das ist mir irgendwie, das sind olle Kamellen irgendwie für mich, das war so mein Problem.

Lara:
[47:06] Genau, also auf den Hulk hätte man komplett verzichten können, man hätte Bruce Banner reinbringen können als Bruce Banner oder als Professor Hulk, um diesen Plot voranzubringen mit dem Inhibitor oder sonst irgendwas irgendwie, aber das hätte dann auch nicht Bruce Banner sein müssen. Es gibt ja noch so viele andere WissenschaftlerInnen, auch im Spidey-Universum, die man da mit reinbringen hätte können. Also, hey.

Christian:
[47:28] Also, ich fand's schon so okay auf der Ebene irgendwie. Aber also, in dem Moment, wo Bruce Banner da an dem Schreibtisch steht und Grün anläuft und sagt, geh weg, komm raus. Das haben wir doch schon längst hinter uns gelassen.

Lara:
[47:40] Oder nicht?

Christian:
[47:40] Also, die Nummer von I'm always angry war ja die Pointe im ersten Avengers. Da ist doch schon längst darüber hinweg, dass er weiß, damit umzugehen. Und das haben wir auf verschiedenen Ebenen auch visuell gehabt. Wir haben die Fusion. Und dann haben wir aber diesen Moment, oh, jetzt kommt der Hulk wieder als Monster und alle müssen wegrennen und ich dachte mir, ja, also da bin ich raus aus der Nähe irgendwie gewesen. Hab mich zurückgelehnt, hab gesagt, ja gut, sieht wenigstens irgendwie interessant aus. Spidey krabbelt auf dem Hulk und irgendwie in diesem Hochhaus.

Lara:
[48:08] Das gab's halt noch nicht. Spider-Man gegen Hulk gab's halt noch nicht. Okay, kann man auch mal machen. Das hat mich so ein bisschen an die, auch an alte Comics erinnert. Da gab's mal, gab's diese Marvel Team-Ups und so weiter, wo dann die Spider-Man immer mal mit einem anderen Helden irgendwie entweder aneinander geraten ist oder eben zusammen gemacht hat. Das wäre okay gewesen, aber es hat auch nicht so ganz Sinn ergeben. Das meine ich, also das hat alles irgendwie, gab es da so Ungereimtheiten. Tatsächlich diese Sache mit Punisher, das gibt's nicht. Das ist einfach nur in dem Film, wird das immer wieder referenziert. Ich habe selbst diesen Punisher One Last Kill. Das ist so ein 60-Minuten-Ding, wie Punisher jetzt wieder zu Punisher geworden ist, nachdem irgendwie doch nicht mehr wollte. Kann man völlig vergessen übrigens. Ist totaler Humbug. Aber da kommt es auch nicht drin vor und deswegen, ja, Das sind dann so Momente, wo ich mir auch denke, da habt ihr es doch nicht ganz kapiert, dass man nicht immer alles MCU-mäßig referenzieren muss. Es ist halt so ein bisschen ein Drahtteilakt, glaube ich, gewesen. Und manchmal haben sie es halt geschafft und manchmal nicht.

Christian:
[49:17] Genau, das war auch so mein Eindruck. Also perfekt ist der Film halt nicht. Es gibt halt leider die Momente, wo es dann doch wieder ein bisschen so auf diese alten Tropes und Geschichten zurückfällt. Wie du sagst, also da war dann, glaube ich, der Moment, das Ziel stand fest. Kevin Feige will sehen, wie Spider-Man auf Hulk rumkrabbelt und dann müssen wir jetzt rückwärts schreiben, um da irgendwie hinzukommen. Also eben nicht von den Charakteren aus an den Moment ankommen, sondern wir haben den Moment und müssen den irgendwie einbauen und müssen irgendwie ...

Lara:
[49:46] Viel krasser fand ich das tatsächlich bei Black Widow. Da habe ich auch gedacht, da stand einfach fest, die muss irgendwie vorkommen und das war total hanebüchen. Erstens, warum ist die in diesem Hammam? Die haben doch am Ende von Thunderbolts ein eigenes Office. Einen eigenen Avengers Tower. Warum? Das ist reine Comedy-Szene, dass er da irgendwie und die kommt zweimal vor, einmal in dieser Szene und dann nochmal über einen Call und das war's. Und das ergibt für mich halt auch irgendwie nicht so Sinn, weil ich hab dann echt gerechnet, dass sie am Ende auch auftaucht und mitkämpft. Irgendwie. Weil für mich war, also wenn mir jemand sagt, es gibt hier eine neue Bedrohung und die kann andere Leute übernehmen, ist es kein Small Potato mehr. Das ist für mich, also wenn wir von Jean Grey reden, klar, die kennen die alle noch nicht, aber in dem Moment, wo jemand zu mir sagt, da gibt es eine, die kann alle anderen, also als Avengers, die sind ja in dem Moment auch so Government-mäßig als Schutztruppe unterwegs, da würde ich doch denken, Moment, das heißt, die kann theoretisch auch den Präsidenten der USA übernehmen. Das ist für mich kein Small Potato mehr. Da muss man dann schon sagen, okay, warum hat die da nicht mehr gemacht?

Lara:
[51:04] Und die war halt auch nur da, um da zu sein, um irgendwie eine Verbindung aufzubauen, damit beim nächsten Mal bei Doomsday dann Spider-Man und Jelena sich halt irgendwie schon kennen. Aber woher die sich kennen, warum er mit ihr zoomen kann, das wird ja auch nicht geklärt. Also, das ist auch sowas. Das fand ich noch viel krasser als bei Hulk, weil das hätte nun wirklich jeder sein können.

Christian:
[51:26] Ja, und das sind auch diese Szenen, also, die sind auch so klinisch rausgetrennt. Das ist ganz oft auch so in diesen MCU-Geschichten, wo du weißt, ich meine gut, das sah jetzt nicht nach Greenscreen aus, das ist dann noch so, der Höhepunkt von diesen Szenen, wo du einfach siehst, okay, da ist nix, da ist keine Kulisse, da ist einfach nur ein Nachmittag und ob das jetzt nur die Person oder eine andere Person ist, ist egal, weil es wird alles drumherum gebaut. Und genau so war das hier irgendwie auch nicht mit dem Greenscreen, aber dieses, es hätte jede andere Person sein können. Es ist so klinisch abgetrennt vom Rest des Filmes. Es gibt keinen Moment, wo es irgendwie, also weißt du, der Hulk ist wenigstens in diese Action-Szene mit eingewoben, wo du sagst, ja, und dann da auch an einem Campus und so. Das macht alles viel mehr Sinn, als zu sagen, oh, Spider-Man geht durch eine Tür, cut, und jetzt haben wir hier irgendwie den Cameo-Auftritt von irgendeinem anderen Avenger.

Lara:
[52:22] Das hätte doch auch mit der Police Officer, Detective-Frau passieren können. Die hätte doch dieselben Informationen bestimmt irgendwie, wenn die sagt, okay, ich hab hier einen Kontakt vom Secret Service oder sonst irgendwas und schon hätte man das machen können.

Christian:
[52:36] Genau, das ist auch immer dieses Indiz, wenn das so plotgetrieben ist. Es ist räumlich und irgendwie so von der Inszenierung so sauber abgetrennt und dann geht's nur darum, so ein Info-Nugget, und dann ist auch egal, wer den liefert, aber es geht nur um dieses Plotding zu sagen, Spider-Man muss da einmal raus, kommt wieder, also wieder einmal rein, kommt wieder raus und hat Informationen XYZ, die dazu führt, dass er dann wieder den Plot voran. Das ist ja, schwierig. Das erinnert mich an Ant-Man, der erste Ant-Man, der da bei den Avengers landet, um da, es hätte jeder sein können, es hätte alles sein können, aber ja.

Lara:
[53:11] Ganz genau. Und da hab ich mir dann wieder gedacht, ach Mensch, jetzt habt ihr so viel richtig gemacht und dann könnt ihr das doch nicht lassen. Und ich bin mir ziemlich sicher, das ist was, das haben weder der Regisseur noch die Drehbuchautoren gewollt, das kam bestimmt von ganz oben.

Christian:
[53:25] Ja, ja, glaub ich auch.

Lara:
[53:26] Und das nervt. Das nervt mich, dass so ein guter Film durch sowas dann so einen Makel bekommt.

Christian:
[53:34] Kevin Feige guckt auf das Einspielergebnis der Thunderbolts und sagt ... Per Redconning mit den nächsten drei Cameos reiße ich den Film wieder rum. Das macht er gerne.

Lara:
[53:45] Furchtbar. Ja, aber wie ging es dir mit Punisher? Weil der ist ja noch viel, stärker als Hulk auch noch eingebaut.

Christian:
[53:52] Ich habe ja den Vorteil, ich habe wirklich vom Punisher, glaube ich, noch nie was gesehen. Also ich bin bei diesen Netflix-Serien, ich bin damals nach der, glaube ich, ersten Staffel Daredevil raus und nie wieder zurückgekommen. Ich glaube Jessica Jones habe ich auch noch geguckt und bei allem was bei Disney Plus dann so übernommen wurde, der Devil Born Again, und ich glaube da gibt es dann ja auch irgendwie Punisher ich habe das nie gesehen also für mich war es wirklich das erste Mal die Figur, glaube ich im MCU zu sehen, das hat mir prinzipiell erstmal gut gefallen, halt eben auch im Zusammenspiel mit Spidey und ich finde die beiden haben da auch ihre Chemie, ich finde das merkt man auch, dass die, so hinter den Kulissen sich kennen und mögen und so. Das hat mir alles sehr, sehr gut gefallen. Deswegen war ich dem jetzt auch nicht irgendwie über. Also kann ich mir auch vorstellen, dass das auch so eine Figur ist, die so ein bisschen eintönig OneNote ist, wo ich mir auch denke, ja, ähm, zu viel und zu wenig, also zu viel der Figur und zu wenig Fortschritt, zu wenig vorankommen, kann das Ding auch schnell, ähm, langweilig werden lassen. Und das hatte ich zum Glück alles nicht.

Lara:
[55:08] Diese Probleme. Ja, ich kenn ihn halt schon, ich hab auch alles gesehen, aber das Ding ist, das war für mich so dieses Marvel-Team-Up. Das war genau sowas, wie ich mir das vorstelle. Spider-Man hat eine Story, wo Punisher irgendwie vorkommt, weil sie entweder den gleichen Gangster jagen oder weil irgendwas gerade ist. Und das passt in dem Fall mal deswegen zusammen, weil sie sich so reiben. Und das haben sie in dem Film ja auch gemacht. Natürlich ist der Punisher in Spider-Man Brand New Day deutlich harmloser als der Punisher, den man vorher gesehen hat. Vor allem, wenn man direkt vorher diesen One Last Kill gesehen hat. Also da ist die letzte Viertelstunde einfach nur ein Schlachtfest. Der schießt den Leuten mit einer Schrotflinte von zwei Zentimeter Entfernung ins Gesicht. der steckt ihm dieses Messer in den Schädel rein und das siehst du auch alles. Und das ist ja alles hier gar nicht. Also hier schießt er einfach mal schreiend auf den Hulk oder sonst irgendwas. Und deswegen war das okay, dass das angepasst war und dieses Banter war auch in Ordnung und es war von einem nicht zu viel. Der hatte seine Momente und es passte auch, dass dann MJ zu ihm gebracht wird und so weiter. Aber er war jetzt nicht ständig dabei. Es gab eine Action-Szene am Anfang mit ihm, mit dem Panzer und dann am Ende nochmal und da fand ich es dann interessant, wie sie das aufgelöst haben mit diesem finalen Schuss.

Lara:
[56:34] Und deswegen, Punisher war tatsächlich der, das ist ja kein Cameo, das ist ja einfach ein Gastauftritt, der hat für mich irgendwo Sinn ergeben und funktioniert. Hätte aber natürlich auch jeder andere sein können. Es hätte auch Wolverine sein können oder jemand, der ähnlich ruppig ist wie er. Das hätte jetzt nicht Punisher sein müssen, aber vom Street-Level her passt er halt auch ganz gut.

Christian:
[56:56] Ja, und ich finde, das passt halt eben auch so gut als Gegenentwurf. Also die haben es ja auch sehr deutlich dann eingebaut, so dieses Spiegelbild von Peter, der ja sagt, ich will nicht mehr Peter sein, ich bin jetzt nur noch Spider-Man. Und der Punisher, der da in seinem komischen Hausboot, ich kenne die Vorgeschichte jetzt nicht im Detail so, ich kenne halt die anderen Filme, die es mal gab und so. Also da muss man auch nicht viel wissen. Du siehst halt irgendwie ein Foto von einer Frau, ein Foto von einem Kind. Die gibt es nicht mehr, alles klar. Und dann ist er der Punisher. Okay. Aber dass er das ja selber auch so adressiert und sagt, du pass mal auf, das ist hier ja kein Zuckerschlecken. Also das ist jetzt hier kein Lifestyle-Choice, den ich gemacht habe. Das ist kein, tu es bloß nicht so wie ich. Mach nicht die gleichen Fehler wie ich und verrenn dich hier in dein alter Ego. Und so bau die Brücken. Anstatt sie abzureißen. Such dir dein Umfeld, such dir deine Freundschaften, deine Partnerschaften, mach das. Und mach eben nicht den gleichen Fehler wie ich. Und das fand ich dann wieder irgendwie auch sehr gut. Dass das so ...

Lara:
[58:02] Ja, das zahlt ja auch genau dann wieder auf diese Charakterentwicklung ein. Weil es geht ja genau darum, was du gerade gesagt hast, dass er eben diesen Schritt geht. Und da spielt der Punisher halt dann auch vielleicht nur eine kleine Rolle, aber er macht halt auch noch diesen, macht noch ein Nugget in die Richtung, dass Peter in diese Richtung gedrängt wird. So wie der Nugget mit MJ, die sagt, na ja, vielleicht ist die Veränderung, die du körperlich durchmachst, gerade gar nicht so schlimm. So, das ist ein kleines Nugget nach dem anderen, um auf diese Zielgerade zu kommen. Und da würde ich jetzt so ein bisschen auf das Ende, weil du hattest ja auch gesagt, Jean Grey, weil ich glaube, Jean Grey ist halt da auch nicht ganz unwichtig und, diese Sache mit Jean Grey hat mich auch wieder an eine andere Sache erinnert, nämlich zum einen an WandaVision. Ich weiß nicht, ob du das gesehen hast.

Christian:
[58:50] Das hatte ich noch gesehen, ja.

Lara:
[58:51] Genau, weil da geht es ja auch darum, persönliches Trauma als Grund zu nehmen, andere Leute zu missbrauchen. Sie übernimmt ja in WandaVision die ganze Stadt Hier ist es Jean, die von Mensch zu Mensch hüpft, ohne dass sie sich Gedanken darüber macht, was mit denen ist, Sie übernimmt diese Frau, die dann diesen Panzer fährt, die wahrscheinlich auch traumatisiert für ihr Leben ist, Und dann das zweite tatsächlich, der Thunderbolts-Film Weil das Ende ist ja nicht Ich hau dich so lange kaputt, bis du zugibst, dass du falsch schlagst, oder sonst irgendwas, sondern hier, hör mir mal zu, wir setzen uns mal zusammen hin, wir gehen mal in den Kopf rein wir machen mal Traumabearbeitung wir machen mal Psychotherapie und das ist die Lösung, Das ist ein starker Moment gewesen. Und das finde ich eine interessante Sache, dass da auch zu, ich weiß nicht, ob es in Zukunft öfter so, noch öfter, und dass das jetzt der neue MCU-Weg ist, zu sagen, wir kloppen nicht mehr so viel am Ende.

Christian:
[59:56] Ja.

Lara:
[59:57] Oder nur noch, oder ausschließlich, sondern die Lösung ist eher Heilung als ins Gefängnis.

Christian:
[1:00:04] Ja, ja.

Lara:
[1:00:05] Weiß ich nicht. Wie fandst du das?

Christian:
[1:00:07] Ich glaube, die Klopperei ist dann so alle fünf Jahre bei den Avengers die Therapie der Wahl. Aber ja, ich hatte, glaube ich, Schwierigkeiten, dass im Kino, also das ging mir dann zu schnell. Die Heilung ging mir ein bisschen zu schnell. Auch bei Spidey zuerst. Das ist ja dieser große Konflikt, der Film geht zweieinhalb Stunden, wir sind da locker zwei Stunden in dem Thema drin. Soll er sich irgendwie zurückziehen und die Sehnsucht nach vergangenen Zeiten, die Sehnsucht nach seinem Umfeld und die Unfähigkeit, aber irgendwie aufzuzugehen und das ist ja alles dieses Spannungsfeld. Die Veränderungen, die bei ihm körperlich stattfinden, die aber vielleicht eben auch psychisch irgendwie verstärkt oder und so weiter. Das ist ja alles ein Riesending und dann haben wir da am Ende diese Kampfszene da in einem Gefängnis, also visuell da in diesem Gitterkäfig Ding mit The Hand und.

Christian:
[1:01:05] Und mir ging das dann einfach ein kleines bisschen zu schnell und zu knackig, zu sagen, wer bist du, Spider-Man oder Peter Parker? I am both. Und dann, tada, mit der Power des Auflevelns hat Peter jetzt, wie du auch gesagt hast, diese Kanonengeschichte jetzt ist sein Spider-Web, auf Level 95 und damit drei Level mehr und kann jetzt, und das war mir ein bisschen zu platt dann. Also ich habe diesen Moment nicht so gefühlt, als er da saß und gesagt hat, I am both. Das hat für mich, also da fehlte was. Ich war da mit auf dem Weg, aber dann war mir das irgendwie zu glatt und zu schnell. Und das Problem hatte ich dann auch bei Jean Grey, dass mir das ein bisschen zu schnell und zu einfach war.

Lara:
[1:01:56] Also bei ihm ging es mir auch zu schnell, muss ich sagen, weil da, weil er ja auch mitten im Kampf war und die dann trotzdem so ein bisschen schnell noch geredet haben, das ging mir zu schnell. Bei ihr hat man halt diese Erinnerung und ich finde, das hat für mich funktioniert, weil das halt, du siehst halt diesen Grad von okay, beide haben diese traumatische Verlusterfahrung gemacht, er hatte halt jemanden, der ihn aufgefangen hat mit Tante May und, sie hatte das nicht, ihre Mutter hat sie verstoßen und das soll halt dann symbolisch natürlich dafür stehen, dass wenn du das hast, dass du dann auch eben nicht böse wirst. Also, dass der Grad zwischen Held und Schurke ist halt das Umfeld.

Christian:
[1:02:38] Da bin ich voll dabei. Die Message gefällt mir auch.

Lara:
[1:02:42] Und bei ihr hat mir das, also da nimmt er sich zumindest die Zeit, diesen vollen Dialog zwischen Tante May und Jean zu machen. Ich glaube aber tatsächlich auch, dass es auch nur erstmal ein Pflaster war. Also ihre volle Umentwicklung, die ist noch gar nicht passiert. Und sie muss sich ja auch damit auseinandersetzen, was sie getan hat. Also das wird ja in dem Film auch noch nicht gemacht. Also das muss ja dann das MCU nur erzählen. Das ist auch eine, wirklich, das ist eine Aufgabe, da packe ich Feige beim Schlawittchen. Das muss er erzählen, weil sonst ist das alles nicht glaubhaft. Da gebe ich ihm ein bisschen Vorschuss, weißt du?

Christian:
[1:03:19] Und dem gebe ich ihm nicht, weil das fehlte mir hier schon. Also als es dann losging mit, oh Gene, du bist doch keine Killerin, du bist doch keine, da war ich schon halb dabei, die Hand zu heben und zu sagen, äh, doch. Also die Nummer, wo sie da jemanden übernommen hat und dann da vom Laster, oder wie du sagst, schmeißt MJ, als MJ vom Dach und also ich habe jetzt gerade eben noch die Erinnerung an diesen anderen Modus und der war mir ein bisschen zu doll, um jetzt mit dem simplen, hey du bist doch eigentlich gar nicht so fies.

Christian:
[1:03:49] Das ging mir zu schnell und dann ging es mir die ganze Zeit zu schnell. Also einfach so dieses, auch die Nummer da mit Tante May am Ende, wo ich mir auch dachte, das ist ja alles schön und gut, aber das ist halt nicht, also in dem Moment sagt sie das halt zu Peter, das sind Peters Erinnerungen. Da kann Gene genauso gut rausgehen und sagen, ist ja alles schön und gut für dich, Peter, aber ich hatte das halt nicht. Also wie fies ist das eigentlich, mir das jetzt auch noch zu zeigen und durchleben zu lassen, so im VR-Virtual-Reality-Modus. Das macht mich vielleicht sogar noch mehr pisst, weil ich jetzt irgendwie noch mehr spüre, was mir eigentlich gefehlt hat. Also es hätte genauso gut anders irgendwie ausgehen können. Und da bin ich so ein bisschen, also die Kehrtwende war mir ein bisschen zu doll und zu schnell und zu einfach. Und das ist das, was du meinst mit, du gehst diesen Vorschuss mit, ich hätte ein bisschen mehr noch hier gebrauchen können. Aber ich sehe auch ich verstehe auch ich sehe also der weg gefällt mir so die die art und weise wie er gegangen wurde vielleicht nicht so ganz, aber so prinzipiell das fand ich auch sehr sehr schön wie du sagst dass es am ende nicht darum ging einfach nur dreimal mehr drauf zu hauen, die bösewichtin oder wer auch immer das hat mir auch schon auf dem weg dahin so gut gefallen dass es halt.

Christian:
[1:05:00] Für peter für spiderman, Ja, die Realisierung auch ist, hey, dieses Umfeld, für das ich gearbeitet habe, Damage Control ist nicht das, wofür ich es halte. Und das Ganze auch eher auf so einem intellektuellen Level, das war ja nicht, die schicken jetzt hier irgendwie die bösen Roboter, sondern das war einfach der Moment, Moment mal, der Typ hat mich angelogen. Das fand ich halt großartig und auch das war dann so dieses strukturelle Problem, das war nicht der Bösewicht Scorpion, den wir am Anfang in der Montage und jetzt aber mehr drauf und dann ist der im Gefängnis, sondern das Problem ist das Gefängnis also das hat mir sehr sehr gut gefallen, dass das da alles schon so gebröckelt hat und dass das dann eben am Ende muss ich auch sagen, ich fand diesen Twist mit diesem, MacGuffin mit dieser Phrase, mit diesem V-Max, fand ich, das fand ich richtig großartig Deswegen war ich vielleicht auch zwischendurch ein bisschen zu sehr auch bei Jean dann auf einmal, dass ich mir dachte, naja.

Lara:
[1:06:01] Eigentlich hat sie recht.

Christian:
[1:06:02] Eigentlich, also sie hat mehr Recht, als dass sie Unrecht hat. Also das war so diese moralische Grauzone, wo ich irgendwie auch fand, also sie hat zumindest sehr, sehr viele Gründe, jetzt sehr pisst zu sein.

Lara:
[1:06:15] Ob sie so weit gehen sollte.

Christian:
[1:06:17] Weiß ich auch noch nicht so ganz, aber ...

Lara:
[1:06:20] Vor allem, weil das Trauma, was ihr angetan wurde, ja auch ein bisschen ein anderes ist als sein Trauma. Also, dass die Strukturen, die eigentlich für die BürgerInnen da sein sollen, genau das Gegenteil tun, ist ja was anderes, als wenn jemand wie der Green Goblin deine Tante umbringt oder dein, Onkel von irgendeinem Kleinganoven erschossen wird. Das sind schon auch zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich glaube, warum ich es auch verstanden habe, dass das so schnell geht, weil es ist ja nicht zu Ende gegangen. Die Unterhaltung war ja noch mittendrin also sie hätte ja sogar noch sagen können ja, jetzt bin ich noch mehr pisst aber es wurde ja durch den Schuss von Punisher unterbrochen Stimmt, ja und, er rettet sie und dann reden sie ja auch gar nicht mehr und sie haut dann einfach nur ab sie stellt sich nicht, sie, entschuldigt sich nicht also deswegen ist, deswegen meine ich also für mich ist diese Entwicklung gar nicht in dem Moment abgeschlossen gewesen sie ist nur angestoßen worden vielleicht ja, das stimmt vielleicht können wir uns darauf einigen Ja.

Christian:
[1:07:19] Da bin ich voll bei dir. Das habe ich auch schon wieder vergessen, dass wir es gar nicht so abgerundet und mit Schleifchen haben, wie ich das irgendwie in Erinnerung hatte. Das stimmt schon. Ja, ja, da ist mehr offen.

Das MCU im Jahr 2026

Christian:
[1:07:29] Ich finde das auch, vielleicht ist das auch so ein bisschen schon mal so die Brücke auch in Richtung so MCU und X-Men und so. Da können wir, glaube ich, ganz gut auch drüber sprechen, wie das Ganze jetzt nun hier vorbereitet wird, wie die X-Men jetzt ins MCU kommen. Das können wir auf, sage ich mal, sehr technisch verkopfter Ebene machen und als Puzzle und das MCU und welche Puzzlestücke docken wo an, aber das können wir auch irgendwie so aus den Charakteren heraus machen. Wie, wie, also auf welcher Ebene willst du es machen und wie findest du da so den Zugang, wie gefällt dir das auf diesen beiden verschiedenen Ebenen? Jetzt auf einmal, also nicht auf einmal, aber hier eine sehr deutliche X-Men, X-Women zu haben.

Lara:
[1:08:14] Ja, also es ist auf jeden Fall smarter, als es irgendwie, also in der Vergangenheit haben sie solche Sachen viel stärker mit der Brechstange gemacht. Ich erinnere mich an hier Black Panther und Ironheart. Da hatte ich das Gefühl, das haben sie viel, viel stärker mit der Brechstange gemacht oder bei anderen kleineren Sachen, wo es dann einfach nur über eine, Post-Credit-Szene irgendwie, Ende letzter Doctor Strange, wo dann plötzlich irgendeine andere Person auftaucht und sagt hier jetzt Multiverse hat noch was anderes und zack oder so. Oder bei Thunderbolts, wo dann plötzlich der Jet von den Fantastic Four auftaucht ohne Kommentar. Das sind ja wirklich nur so, ich schmeiß dir was hin. Hier hast du ja mit einer Figur, die in dem Film eine Rolle spielt, wirklich eine Transition, die dann auch für die Leute, die es interessiert, interessant ist.

Lara:
[1:09:13] Jetzt habe ich einen Grund, mich dafür zu interessieren, was mit den X-Men ist. Vorher waren die halt einfach nur, okay, X-Men, für die Leute, die die vorigen Filme nicht gesehen haben, die wissen sowieso nicht, wer das ist. Und für alle anderen denken, die warten jetzt nur drauf, dass die irgendwann auftauchen. Aber jetzt habe ich eine emotionale Bindung dazu. Jetzt weiß ich, wie du auch gesagt hast, wir sind auf der Seite von ihr eigentlich und haben irgendwie, sie hat einen Stein im Brett bei uns, wir wollen jetzt wissen, wie es bei ihr weitergeht. Wir wollen wissen, in welche Richtung geht sie, was passiert jetzt und wie geht sie damit um. Und das finde ich einen sehr, sehr guten Weg, als irgendwie da kommt jemand und sagt, du musst mit mir kommen oder, hallo, ich bin übrigens XY und du, so wie bei den Eternals am Ende, wo dann plötzlich irgendwie dieser, was war das, Red Fox oder Silver Fox oder wie heißt der auftaucht, das ist also, ne, das sind so Sachen, wo ich mir denke, und bei Jean Grey jetzt denke ich mir, okay, das ist smart. Eigentlich bräuchten sie jetzt noch zwei andere Filme, wo sie das mit den anderen X-Men-Figuren vielleicht auch noch machen, aber die Zeit haben sie halt jetzt nicht mehr bis Dezember.

Christian:
[1:10:25] Ja, und also ich finde das auch erstmal auf dieser, ich sag mal, verkopften Ebene, also diese, auf der theoretischen Ebene, da wurde ja auch schon seit Jahren philosophiert, wie kann man das jetzt irgendwie machen und was ist da der richtige Weg oder wie könnten sie es irgendwie machen? um, Also ich glaube nämlich schon, dass da auch eine gewisse Hürde einfach ist. Du hast halt nicht wie bei anderen Figuren, bei denen du sagst, hey, es gab noch keine Miss Marvel irgendwie im Film oder keine Eternals oder so. Da hast du mehr Freiheiten, um Figuren irgendwie neu reinzubringen, um denen halt irgendwie Geschichten zu geben. Du hast halt hier, also die X-Men haben wir schon des Öfteren in verschiedensten Inkarnationen und auch schon mit Reboots irgendwie gesehen. Das ist so ein bisschen wie bei Spider-Man. Da ist schon was da, kulturell auch da. Da ist irgendwie so ein Vorverständnis vorhanden. Da wäre es irgendwie komisch, komplett bei Null irgendwie anzufangen und so zu tun, als ob es das vorher nicht gegeben hätte.

Christian:
[1:11:28] Gleichzeitig, wie du sagst, diese mittlerweile sehr vielen Marvel-Versprechen, die in irgendwelchen Anekdoten, Post-Credit-Scene, Easter Eggs gesetzt wurden, die man gar nicht mal einholen kann. Es sei denn, Doomsday und Secret Wars das hat erstmal so 20 Minuten, Montage-Chameos, so wie du sagst, Charlize Theron taucht dann auf und Brett Goldstein taucht auch als Hercules und Harry Styles um alle aber abzusägen, um zu sagen ja, haben wir mal versucht, aber, mehr kannst du eigentlich nicht mehr daraus machen weil das mit Mahershala Ali als Blade, deren Voice-Over in den Eternals am Ende und das wird ja auch nie passieren, also man hat sich da schon echt in so ein paar Ecken auch verrannt das jetzt erstmal so nicht zu machen, finde ich auch ganz gut Gut, gleichzeitig haben wir ja auch schon sehr, sehr viele Andeutungen auf die X-Men gehabt. Ich erinnere mich an Miss Marvel am Ende der ersten Staffel da von ihrer Serie. Da gab es irgendwie schon so Andeutungen, dass sie halt irgendwie mutiert sei. Das Thema Mutation wurde laut. Wo auch alle entsprechenden die Luft angehalten haben und gesagt haben, das kann ja nur eins bedeuten. Und dann ist da auch nicht mehr wirklich was draus geworden. Das haben wir schon öfter gehabt, wie du sagst. Wir haben.

Christian:
[1:12:44] Deadpool und Wolverine gehabt, diese alte Besetzung, wir haben die alten X-Men auch bei oh Gott, wo war das noch, Doctor Strange war das doch auch irgendwie, diese Paralleluniversen und dann haben wir Xavier wieder, aber eine andere Rolle und so dieses.

Lara:
[1:12:59] Genau Marvels war es glaube ich so, dass ja Photon am Ende in diese andere quasi, Universumssache rüber und dann kommt ja Beast und kümmert sich um sie genau.

Christian:
[1:13:12] Genau, also ne, diese dieses Spiel und die Verweise auf dieses alte X-Men-Universum, das wissen wir jetzt auch schon, zu Doomsday sehr deutlich nach vorne geholt wird und da mit Sicherheit irgendwie auch was abzuschließen und zu sagen, hey, das hört auf und parallel haben wir hier schon, eine Richtung absehbar dieser neueren X-Men. Vielleicht auch nicht doof, das so zu machen, aber ja, auch irgendwie sehr, Ja, also das könnte auch alles ein bisschen stringenter jetzt schon sein. Da hat man sich schon echt auch aus dem Fenster gelehnt, auf diese alten Sachen so zu verweisen, Hugh Jackman zurückzuholen. Da ist schon eine Menge los. so.

Lara:
[1:13:55] Da kann auch eine Menge schief gehen, das ist das. Also die Fallhöhe ist halt auch extrem hoch und da reden wir jetzt nur über die X-Men. Die Fallhöhe generell ist für Doomsday halt einfach extrem hoch. Wie soll das denn alles noch, und die bauen das ja auch extrem auf mit nach jedem MCU-Film kommt jetzt XY will return in Avengers Doomsday. Also das ist, das kann eigentlich nur schief gehen, meiner Meinung nach.

Christian:
[1:14:22] Was ich ja erstmal eine sehr gute Voraussetzung für so einen MCU-Film. Also solche Zeiten hatten wir ja schon mal. Beim ersten Avengers ist es auch, das kann ja nur schief gehen. Also Fallhöhe finde ich jetzt erstmal so rein, Fallhöhe ist besser als gar keine Höhe, weil das haben wir halt auch zuletzt so oft gehabt und dann ist das halt irgendwie so ein Mischmasch und so ein Brei und so ein ja nett. Also Fallhöhe finde ich schon erstmal ganz okay, aber es ist auch.

Christian:
[1:14:50] Es macht die Sache komplexer, also sich ja eben auch so an den alten Figuren zu bedienen. Und damit ja eben auch, also da bin ich auch gespannt, wie, also wie final da auch Dinge zugemacht werden, weil du hast ja dann auch noch diese ganzen James McAvoy, Michael Fassbender Reboot-Geschichten, wo man auch sagen könnte, ja, das war ja irgendwie, Days of Future Past davor, danach, daneben, keine Ahnung, aber ich fand XY immer am coolsten in der Rolle, den hätte ich jetzt aber gerne im MCU und dann weiter voran. So die Gründe die kann man sich ja irgendwie aus den Fingern saugen also du machst ja die Türen halt auch auf dass du sagst erinnere dich nochmal an die erinnere dich an die Rolle, an die Besetzung, an die Figur, Jean Grey ist ein gutes Beispiel die hatten wir halt schon die hatten wir jetzt auch glaube ich schon zweimal also jetzt ein drittes Mal Jean Grey.

Christian:
[1:15:36] Kann halt auch nach hinten losgehen, wenn du die immer gleichen Figuren in die erste Reihe holst und sagst, jetzt aber nochmal und nochmal anders so. Umso besser, um auf dieser Figurenebene zu bleiben, umso besser hat es mir hier einfach auch gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass ich zum ersten Mal dicht an Jean Grey dabei war. Also das, was wir vorher mal in den Filmen in so einer Rückblende mal so kurz weggewischt haben im Sinne von... Das darf nicht mehr passieren. Das wird hier so richtig schön langsam aufgebaut. Und da bin ich voll dabei, wenn wir da auch noch mal länger bleiben. Wenn die X-Men, diese Formierung, diese Schule, dieses Ich-bin-für-euch-da-und-niemand-anders-sonst, weil niemand irgendwie an euch glaubt, wenn wir diesen Weg auch noch mal viel langsamer gehen. Bei den bisherigen Erzählungen war der halt sehr schnell gesetzt.

Lara:
[1:16:27] Ja, und vor allem auch dieses Vertrauen in Charles Xavier überhaupt erst aufzubauen, weil die haben ja alle, die dort hinkommen, haben ja irgendeine Art von Trauma erlebt und das wird halt nie richtig erzählt, wie das Leben vorher war, sondern die kommen da hin und dann, der kann die halt befehligen wie seine Armee, so, die sind halt bedingungslos loyal und das muss sich ja eigentlich erst aufbauen und das haben wir auch in First Class nie wirklich bekommen. Die kamen da hin und waren plötzlich alle FreundInnen, weil alle eben anders waren. Aber das funktionieren halt auch MutantInnen nicht. Also da muss ja auch schon eine Zeit lang was passieren. Und das fand ich, das ist eine Hoffnung, die jetzt sein kann. Aber es kann mit Doomsday auch einfach alles weggewischt werden. Wir haben jetzt noch im Oktober Vision Quest angesetzt als Serie. Da geht es wahrscheinlich auch weniger um die X-Men. Aber es kann natürlich sein, dass da auch einer vorkommt, der dann irgendwie eine Rolle spielt. Man weiß es nicht. Aber eigentlich haben sie halt nicht die Zeit, die X-Men so aufzubauen, wie sie es bräuchten, meiner Meinung nach.

Christian:
[1:17:31] Ich finde es, also meine Hoffnung ist ja, dass sie sich einfach mal die nächsten zehn Jahre Zeit nehmen. Also dass das halt wirklich so ein Ding ist von, das wird jetzt dauern. Also die X-Men sind so das, sind so nach Secret Wars, also sind so die nächste große Phase, sind die nächste große Erzählung. Um halt wirklich nicht irgendwie schon im ersten Film Team und hier Professor X und jetzt können wir die Welt retten, sondern halt viel mehr diesen Weg dahin, diese Traumata, aber auch diese...

Christian:
[1:18:03] Diese Konstellation irgendwie zu haben. Also ich fand so mit am spannendsten eigentlich immer diese Vorgeschichten dabei, was dann halt oft so, ja, hier, weiß ich nicht, die und die kann durch Wände laufen. Ja, könnte ganz schön gefährlich sein, aber zum Glück ist sie hier bei uns und alles ist cool und wir sind die X-Men, wir retten die Welt und am Ende dieses Filmes, im dritten Akt ist es wichtig, durch Wände zu gehen und dann wird die Welt gerettet. Viel interessanter fand ich halt so, ja, aber wie ist man da hingekommen mit diesen Fähigkeiten? Was hat man auf dem Weg erlebt, als Mensch, als Mutant, so dieses, bei Wolverine haben wir das gesehen, da haben wir so diesen langsamen Weg durch den ersten Film gehabt zu den X-Men und auch diesen, Widerspruch, eigentlich habe ich ja gar keinen Bock dazu zu gehören, wenn das eigentlich viel mehr Raum bekommen könnte und auch viel mehr Arbeit kostet, weil das war ja auch immer, kommen wir irgendwie Patrick Stewart im Bild, dann sind sofort alle irgendwie ich bin dabei, alles klar, wunderbar. Wenn das alles länger dauert und auch so wie hier bei Jean Grey mit so Grautönen und auch echt motiviert sein muss. Also auch wirklich, also wenn wir auch im Publikum so eine Art ähm.

Christian:
[1:19:16] Also wenn wir das auch spüren können, also wenn das auch so eine Errungenschaft ist, in dieser Schule anzukommen, wenn wir den Weg dahin auch, muss ja vielleicht nicht immer ein Leidensweg sein, aber ist es wahrscheinlich oft, wenn wir diesen Leidensweg auch viel länger mitgehen, um dann halt diese, also die Errungenschaft der X-Men ist nicht am Ende die Welt zu retten, sondern zusammenzukommen. Also wenn es viel mehr darum geht, als am Ende den Laserstrahl aus dem Himmel irgendwie zu besiegen, das finde ich halt irgendwie cool.

Lara:
[1:19:45] Ja, so ein bisschen, was eigentlich der New Mutants Film hätte sein können, der aber ja auch völlig was anderes geworden ist irgendwo. Aber ja, genau, eben das. Und was mich daran so ein bisschen zweifeln lässt, ist, es war jetzt dann Diego Comic Con vor kurzem und da kommen ja immer die großen Ankündigungen auch und so und da ist in die Richtung ja nichts passiert. Also da gab es die Ankündigung, dass Ryan Gosling jetzt ein neuer Flammenkopf wird, ein neuer Ghost Rider wird. Okay, schwierig, die Fußstapfen von Nicolas Cage zu steigen, aber wenn es einer kann, dann wahrscheinlich Ryan Gosling. Er hat ja durchaus bewiesen, dass er auch in solche Rollen spielen kann, so mit Barbie und so, so drüber zu sein. Und dass wir einen dritten Black Panther mit einem neuen Black Panther wahrscheinlich bekommen. Und ansonsten ging es ganz viel um das Aktuelle, also Doomsday und Spider-Man. Und sonst haben wir für die nächste Zeit, also da sind sie noch sehr im Verschluss gewesen. Das heißt, bisher ist es genauso möglich wie alles andere auch, dass die X-Men im Zentrum stehen. Ich würde es mir wünschen. Es ist auch nicht so unwahrscheinlich, weil man muss auch sagen, ähnlich wie Spider-Man haben die X-Men immer irgendwie es geschafft, so ein Publikumsliebling zu sein.

Lara:
[1:21:11] Also es gibt ja jetzt gerade wieder diese reanimierte Zeichentrickserie aus den 90ern und so, die X-Men haben es als Team halt auch irgendwie geschafft, jeden anzusprechen weil es auch immer irgendwie eine Figur für jeden gab und die waren halt auch anders als jetzt zum Beispiel die Avengers, die hatten irgendwie wie du schon gesagt hast, auch immer irgendwo eine Backstory, die emotional interessant war, und ich glaube das würde, das wäre auf jeden Fall eine sicherere Bank, als wieder sowas wie Eternals zu probieren, die kein Schwein vorher kannte und die halt auch völlig untergegangen sind. Und ich glaube, das ist auch so ein bisschen der Grund, warum jetzt zum Beispiel der Spider-Man-Film so krass erfolgreich in der ersten Woche ist, weil das halt eine Figur ist, mit der kann irgendwie jeder was anfangen. Der ist für die Kinder, der ist für die Erwachsenen, der hat irgendwie noch eine Leichtigkeit, der ist eben auch noch nicht diese alte Riege und der hat halt auch geschafft, in der MCU U-Zeit eine Konstante zu sein.

Christian:
[1:22:12] Ja. Ich bin ein bisschen überrascht, wie groß Spider-Man einfach ist. Also, das geht ja jetzt nicht.

Lara:
[1:22:19] Damit hat, glaube ich, niemand gerechnet. Selbst MCU-Leute nicht.

Christian:
[1:22:22] Nee, also, da bin ich auch noch mal gespannt, was da noch so irgendwie entdeckt wird. Aber ja, da bin ich auch bei dir. Und ich glaube auch einfach ... Also, Spider-Man ist halt einfach auch cool. So Kostüm, Power, New York, das ist ... Also, das sticht irgendwie, finde ich, auch immer heraus.

Christian:
[1:22:46] Und ich glaube auch, dass, auch wenn der im MCU drin ist und so, aber ich glaube auch, dass da draußen, für viele, glaube ich, bei Spider-Man auch diese ganzen Fragen nicht so relevant sind wie bei den Eternals oder bei, weiß ich nicht, dem zweiten Doctor Strange oder so, wo einfach, die Leute mehr Vorwissen, glaube ich, irgendwie brauchen oder das auch irgendwie spüren. das ist so komplex. Spider-Man geht einfach immer, weil der ist auch für sich so und ich glaube, das haben sie ja auch gut geschafft, auch in den Trailern und im Vorfeld halt diesen ganzen Ballast an MCU irgendwie gar nicht so da reinzuholen. Vielleicht ist deswegen Doomsday umso voller. Der ist ja wirklich nur noch Inside Baseball und alle kommen zurück und Robert Downey Jr. und Chris Evans und ja, ähm, Auch nochmal ein anderes Thema, aber also der ist ja, also der ist das komplette Gegenstück irgendwie dazu. Hier ist einfach guter Sommerfilm, leicht, Spider-Man schwingt durch die Gegend. Selbst wenn du die Hälfte nicht verstehst, aber die Action-Szenen kannst du mitgehen und New York ist immer cool und dann hast du da deinen Sommer-Blockbuster. Ich glaube, dass das irgendwie auch alles.

Christian:
[1:24:01] Auch leichtfüßiger ist, als eben Film ist das jetzt, Moment, wie viele Serien muss ich jetzt vorher gesehen haben? Ist das die Fortsetzung von und knüpft das an und ich hab seit Endgame aber gar nicht mehr und so, ja, dann ist egal, du kannst den Spider-Man sehen und fertig. Genau.

Lara:
[1:24:18] Aber diese Außenseiterrolle hatte er ja schon immer so ein bisschen, weil er halt einerseits mit Sony diese Sonderrolle hat und andererseits einfach auch seine eigenen Filmgeschichten so self-contained waren.

Christian:
[1:24:30] Was ja auch ein Riesenglücksgriff ist, also es hätte ja auch von der anderen Seite kommen können, dass Sony sagt, ja, da muss noch aber zwei Venom-Filme und wir machen das Spin-Off von Sinister Six und das hatten wir ja auch schon alles zu Genüge, wo die Leute dann auch irgendwie nicht mehr mitgekommen sind, ja. Ja, vielleicht so als Abschluss noch so zu dem etwas größeren MCU-Kontext, wo wir irgendwie sind. Wie geht's dir diesbezüglich eigentlich? Wie stehst du im Sommer 2026? Wir machen jetzt hier irgendwie schon Spekulationen zu X-Men und die nächsten Avengers und was kommt noch die nächsten zehn Jahre? Einfach mal so ein kleines, Status-Update. Wie tickst du da eigentlich gerade?

Lara:
[1:25:11] Es ist immer noch nicht so, dass mir das MCU oder dass mir Marvel komplett egal ist, aber ich bin schon seit langem nicht mehr so krass investiert, wie es vielleicht mal war. Ich verspreche mir von dem Doomsday nicht so viel. Ich fand, also Doomsday in den Comics war auch einfach nur da, um zu rebooten und das ist jetzt auch so und klar, die zögern das dann nochmal mit raus mit dem Secret Wars Film seit 2027. Damit schließt ja die Multiversums Ära erst so richtig ab, aber ich erwarte mir davon jetzt nicht so viel Dolles. Also ich, das wird für mich ein Schaulaufen und irgendwie panisches Versuchen, da jetzt irgendwie alle Stränge zusammenzubringen, aber ich erwarte da jetzt keinen mitreißenden Film. Also ich muss sagen, Infinity und Endgame hatten mich ja emotional auch noch mitgenommen, weil ich investiert war in die Figuren, in die Story. Ich fand den Snap am Ende von Infinity halt auch wirklich, das war mutig, zu sagen, wir enden einen Film so auf so einer krassen, tragischen Note und warten ein Jahr, bis wir es auflösen. Das ist so ein bisschen der Original Star Wars Trilogy-Move von Empire Strikes Back gewesen. Ich glaube, das macht, äh.

Lara:
[1:26:30] Das kann Doomsday jetzt gar nicht so machen. Weil wir haben zwar gesagt, die Fallhöhe ist hoch, aber emotional ist die Fallhöhe für mich einfach nicht da. Weil mich 99 Prozent der Figuren, die da vorkommen, einfach noch nicht wirklich gepackt haben. Ich fand die Fantastic Four nett, aber ich bin nicht investiert. Die alten Avengers sind mir mittlerweile einfach zu ausgelutscht. Die brauche ich nicht mehr. Die neuen Thunderballs sind mir noch nicht genug ans Herz gewachsen. Die bräuchten noch mindestens einen Film, um als Team mir ans Herz zu wachsen. Und was da noch alles passiert, diese ganzen einzelnen Leute, die da jetzt auch noch auftauchen, sind halt auch emotional nicht da, wo ich sage, die liegen mir am Herzen. Also die Einzige, wo ich mich halt jetzt frage, ist, was ist eigentlich mit Captain Marvel und wie wird mit ihr in diesem Film umgegangen? Ich hoffe, dass sie sie nicht ähnlich so ein bisschen wie bei Infinity einfach nicht mitnehmen, sondern dass sie halt einfach so eine Randnotiz ist. Das wäre auf der einen Seite super traurig, auf der anderen Seite machen sie dann vielleicht auch nicht zu viel kaputt mit ihr. Ich glaube auch, dass die Schauspielerin mittlerweile mit Captain Marvel so ein bisschen abgeschlossen hat, leider. Also auch da wird wahrscheinlich ein Reboot kommen und so sehe ich das. Also es steuert eigentlich nur, ich bin einfach sehr so, ja, hoffentlich kommt jetzt bald das Ende dieser Ära, damit wir wieder mal neu anfangen können, so wie es jetzt DC ja gerade macht und da merkt man ja, der Neustart kann auch viel Gutes bringen.

Christian:
[1:27:54] Ja, geht mir irgendwie ähnlich. Also Ich merke das auch einfach auf Serienebene. Das ist auch nochmal so ein ganz anderes Thema, auf dem ich auch gerade rumkaue. Ich bin so generell gerade so dieses Prestige-Fernsehen in allen Bereichen irgendwie ziemlich drüber gerade. Da kommt gerade einfach zu viel zusammen. Also irgendwelche Multimilliardärs, Söhne, die anderen Multimilliardären, die Multimilliarden wegkaufen wollen, um einen engen Konglomerat und der Fisch stinkt von ganz weit oben. Und dann sitze ich aber da unten und soll dann irgendwie noch allen drei Monaten irgendeiner strategisch wichtigen, fürs Portfolio ausgelegten Miniserie auf zehn Folgen, 200 Stunden für 500 Millionen irgendwie applaudieren und sagen, boah, das war ganz toll. Und eigentlich habe ich gerade gar keinen Bock, also auch so generell irgendwie ganz wenig Bock auf Fernsehen, weil das halt alles, also weil, weil es so schwer ist da irgendwie gerade auch so das zu finden, was so richtig begeistert und so. Und deswegen, also gerade deswegen bin ich halt beim MCU auf Serien-Ebene schon lange ausgecheckt. Eben weil dann so ein Daredevil-Reboot halbwegs ins MCU holen, das spricht mich halt einfach null irgendwie an. Und dann eben auch diese ...

Christian:
[1:29:18] Hatten wir ja auch damals, so letzten Sommer, so dieses, es ist mittlerweile einfach zu viel geworden, zu viele Stunden an Material, was sich irgendwie teilweise über mich ergehen lassen müsste. Merke jetzt aber auch mit Spider-Man, auch mit dem Film aus dem letzten Jahr, dass so die Lust auch langsam wieder auf die Filme wiederkommt. Das zumindest was das Kino angeht und auch so eine Erinnerung an damals, weil ich fand das ja gerade so gut, dass mir das MCU im Kino, zweimal, einmal, vielleicht auch mal dreimal im Jahr.

Christian:
[1:29:55] Den Zugang auch zu diesen Comic-Geschichten irgendwie liefert. Das war so hochdestilliert, anstatt irgendwie 20 Jahre Comic-Geschichte in verschiedensten Varianten, hatte ich so die besten Ideen denn mal in so einem Film und konnte darüber kennenlernen, wer die Guardians of the Galaxy eigentlich sind. Und dann ein halbes Jahr später hatte ich was ganz anderes irgendwie mir so aufbereitet bekommen. Das hat mir wirklich sehr, sehr gut gefallen da möchte ich auch wieder hin, ich möchte auch wieder dahin dass ich so gerne zweimal im Jahr da hingehen kann und dann immer so ein halbes Jahr Pause habe, spekulieren kann, gucken kann, was ist, wer ist, was, noch wie, das reicht mir, aber dass dazwischen dann irgendwie noch, ja hier sind noch, weiß ich nicht 180 Stunden und hier sind noch irgendwie drei Staffeln und das ist mir einfach zu viel geworden und wenn wir da auch wieder zurückkommen können also, ich bin ja eh der Meinung also Disney Plus könnte auch ganz weg, weil diese ganze Streaming Geschichte, mich auch nervt gerade. Aber also, Kino gehen, da die Filme gucken, große Leinwand, fettes Spektakel und dann so wie hier gerne nochmal mehr auf die Charaktere, gerne nochmal, die eine oder andere Lektion hiervon mitnehmen, ins größere MCU, nach dem Reboot, nach Secret Wars, nach dem großen Mega-Spektakel.

Christian:
[1:31:06] Und so dann auch die nächsten Sachen irgendwie einweben, einbauen und mal wieder mehr zu Ende bringen, anstatt fünf Versprechen und, anderthalb werden vielleicht mal eingehalten, so mehr Fokus. Und ich habe das Gefühl, das war ja die Doktrin seit ein paar Jahren, mehr Fokus. Und ich habe das Gefühl, das kommt jetzt so langsam durch, das kommt langsam an.

Lara:
[1:31:31] Ich hoffe es, ich habe halt gemerkt durch sowas wie, Thunderbolts, New Avengers und jetzt vor allem durch Spider-Man wenn sie es gut machen, dann unterhält es mich auch gut und dann habe ich Spaß damit und dann kriegen sie mich auch und dann kann ich auch über die Kritikpunkte so ein bisschen hinwegsehen, die wir angesprochen haben, aber wenn sie es halt nicht gut machen dann nervt es mich einfach nur und sowas wie der Captain America Brave New World zum Beispiel der war halt einfach nicht gut, Und der wäre vielleicht auch nicht produziert worden, wenn sie gesagt hätten, wir fokussieren uns auf mehr Qualität und weniger auf Quantität. Dann hätte der vielleicht noch ein Jahr gebraucht und dann wäre das Drehbuch vielleicht auch besser geworden. Oder er wäre gar nicht erschienen, weil sie gesagt haben, die Geschichte, die da erzählt wird, ist sowieso egal.

Christian:
[1:32:18] Ja, das ist auch noch so ein Punkt, auf dem habe ich auch noch umgegrübelt. Die Art und Weise, wie Marvel halt Filme macht. Das ist ja mittlerweile auch recht bekannt und war lange Zeit das Erfolgsmodell. Da wird ja wirklich bis kurz vor Kinostart noch dran rumgedoktert. Also der Film ist halt fertig, wenn er quasi im Kino läuft und auf dem Weg dahin, legendär, da wird teilweise drei Monate nachgedreht und dann wird noch nachgearbeitet und dann hast du halt eben Filme wie auch den Brave New World, wo du einfach deutlich erkennen kannst, welche Szenen sehr spät, weil die Hintergründe, die Effekte und so weiter und dieses, ich sag mal rumdoktern an diesen Materialien, an diesen Stoffen bis zum geht nicht mehr. Da bin ich mittlerweile auch echt drüber. Und umso interessanter finde ich das, wenn ich das richtig gesehen habe, hier, wie heißt der noch, der Regisseur von Black Panther?

Lara:
[1:33:15] Ryan Kugler?

Christian:
[1:33:16] Genau, Kugler hat auf der Bühne nämlich einen Zelluloid-Streifen aus der Tasche gezogen und meinte irgendwie sowas wie wir machen den auf 70 mm auf analogem Film. Das hat mein Interesse geschürt, wo ich dachte, aha, heißt das, wir haben diese Rumdruckterei auch gar nicht aus physikalischer, technischer Ebene geht das gar nicht so sehr, wenn der Film, analoger ist, weil du halt eben nicht dann am Ende noch mal fünfmal drüber gehen kannst, sondern vielmehr die Gedanken im Vorfeld machen musst. Das wäre halt cool. Also, dass Marvel da auch irgendwie ein bisschen ähm, ich sag mal, für sich neue Wege geht. Viele andere Studios haben das ja. Das war mal eine Erkenntnis, die man schon längst hatte, die dann aber durch Marvel ein bisschen in Vergessenheit geraten ist. Finde ich stark.

Lara:
[1:34:04] Ich finde, weil du Black Panther jetzt nochmal ansprichst, das ist halt auch so ein Sonderfall im MCU. Weil du zum einen ist es auch eine sehr self-contained Welt gewesen, beide Filme. Der kam zwar dann in den anderen Filmen mal vor, aber, da hast du auch viel Zeit für Figuren gehabt und für Charaktere, dann hattest du dieses unglaubliche Unglück mit dem Tod des Hauptdarstellers und da bin ich zum Beispiel jetzt sehr daran interessiert, wie sie das jetzt weitermachen werden. Ob sie das hinkriegen, dieses Momentum nochmal auf, diese Fahrt nochmal aufzunehmen, mit vielleicht frischen Casts, aber trotzdem das bisher Geschaffene nicht komplett zu vergessen. Also, das ist, ich meine, klar ist ja auch einfach ein wichtiger Beitrag für die schwarze Community in den USA, aber generell bin ich, da bin ich investiert in die Figuren, und die Welt und da bin, deswegen, das ist sowas, da bin ich gespannt, wie sich das, ob Kugler da vielleicht auch ein bisschen einen anderen Stand hat als so die anderen Marvel Cinematic Universe RegisseurInnen und DrehbuchautorInnen, weil er da doch auch sehr viel von sich drin hat und das ist selten im MCU.

Christian:
[1:35:17] Naja, und das sind alles so die Sachen, hoffentlich mehr so davon, auch was Cretton hier geschafft hat. Das ist jetzt immer noch sehr Blockbuster-y, aber wir haben es ja im Vorfeld auch gesagt, irgendwo sind da diese Nuancen, irgendwo sind da, können wir nicht direkt drauf zeigen. Ist es die Regie? Ist da irgendwas beim Drehbuch nochmal anders gewesen? Aber das fühlt sich nochmal anders an.

Lara:
[1:35:40] Das war ja auch tatsächlich bei Shang-Chi schon so, dass der sich anders angefühlt hat. Und jetzt denke ich mir, eigentlich hätte man noch einen zweiten Shang-Chi drehen müssen, vielleicht wäre das auch interessant gewesen, aber er kommt ja auch in Doomsday vor, die Frage ist halt, wird der da auch weggevibed oder behalten wir die Figur, weil Shang-Chi ist in den Comics keine große Figur. Deswegen, mal sehen, aber vielleicht, wenn der jetzt auch mit Spider-Man andere Helden so verfilmt, dass sie interessant sind, weil er den Shang-Chi Vibe mitnehmen kann, bin ich auch nicht böse drum.

Christian:
[1:36:14] Ja, genau. Ich bin auf jeden Fall wieder ein bisschen zuversichtlicher, was das angeht. Also egal, was da wie passiert ist, es passt alles sehr, sehr gut. Ob das nun Glück oder die perfekte Kalkulation war, aber so mit diesem Spider-Man, mit diesem Mega-Erfolg, der da glaube ich jetzt gerade so über uns hereinbricht, ist das ja eigentlich ein sehr guter, Schwung, um dann im Dezember in Doomsday zu gehen. Und auch da, was du gesagt hast, Fallhöhe. Ich bin da erstmal, ich bin neugierig, sagen wir es mal so. Und ich sehe die Probleme auch, die du da ansprichst. Ich hoffe, sie halt im Kino nicht zu sehen, sagen wir es mal so. Aber ich glaube auch, ich glaube, wir sind alle irgendwie auf so einer, weiß ich nicht, auf so einer sportlichen Übung, bei der wir irgendwie noch so diese doppelten Stufen barren und dann danach können wir endlich landen, ausatmen und nochmal irgendwie neu starten. Wenn die beiden Filme durch sind, dann können wir, glaube ich, alle irgendwie zurückblicken und sagen, das war es mit dem Multiversum. Ist vielleicht auch ganz gut so. Let's go.

Lara:
[1:37:35] Ja, ich meine, wenn man das von außen betrachtet, klingt das total absurd, über Filme und sowas so zu denken, aber so sind wir halt momentan, an dem Punkt sind wir halt momentan jetzt auch, was die Filmwirtschaft in den USA vor allem angeht. Also, Ich glaube, wenn das jemand so um die 2000er, wenn wir das jemandem gesagt hätten, dann hätte der auch so ein bisschen, hä, wie ihr seid dann, man lässt dann Dinge hinter sich und ist doch alles sowieso, jeder Film ist neu und man kann alles neu machen. Also diese Denke, dass das halt auch alles immer so eng verbunden ist, dass es auch irgendwie zusammenhalten muss, wenn man das mal von außen betrachtet, ist das schon ein bisschen absurd auch, oder?

Christian:
[1:38:24] Ja, natürlich. Das ist ja, also das MCU ist halt so ein rollender Zug, den kriegst du halt nicht. Also das hat die Pandemie selbst gezeigt. Das Ding stoppt nicht, während andere harte Bremsen ziehen und sagen, wir machen hier und nochmal ganz neu und kompletter Neustart und neue Besetzung und so. Das Ding rollt unausweichlich und du kannst dann mal versuchen, so langsam die Kurve ein bisschen schärfer zu legen, um zu sagen, wir kommen früher an diesem einen Punkt an und das ist ja auch total abgefahren. Und ich weiß gar nicht mehr, ich hatte mir noch einen Podcast angehört dazu. Sind wir jetzt schon irgendwie in den 40ern? Der wievielte MCU-Film ist das?

Lara:
[1:39:08] 38.

Christian:
[1:39:09] Okay, aber mir sind die Kopfhörer aus den Ohren gefallen, als ich das gehört habe.

Lara:
[1:39:12] War ich Ich musste auch zweimal nachgucken, weil ich nicht geglaubt habe.

Christian:
[1:39:16] Ich habe lange nicht mehr mitgezählt. Deswegen, ja, aber gut.

Lara:
[1:39:20] Der letzte Stand, den ich irgendwie hatte, war irgendwas um die 20, so 25, 26. Und jetzt sind wir plötzlich bei 38. Wenn das wirklich stimmt, ich kann es immer noch nicht so ganz glauben.

Christian:
[1:39:31] Ja, ich auch nicht. Aber du sagst Anfang der 2000er. Die Antwort wäre, ja, aber wir sind bei MCU-Film Nummer 38. So, what the fuck? Also, wir haben ja irgendwie gerade mal zwei Spider-Man hinter uns. Das ist wie 38.

Lara:
[1:39:45] Ja.

Christian:
[1:39:48] Na gut. Dann nehmen wir mal so ein bisschen die gute Laune mit, sage ich mal. Damit gehen wir dann später im Jahr noch ins Kino. Und ja.

Lara:
[1:39:59] Lassen Sie uns dann verderben.

Christian:
[1:40:00] Nein, nein, nein, nein. Wir werden ja wieder mit einem wahnsinnigen Cliffhanger aus dem Kino gespült.

Lara:
[1:40:06] Oh ja, und dann...

Christian:
[1:40:08] Genau. Robert, Dr. Doom nimmt die Maske ab und dann gibt's aber den Black Screen und die Credits und niemand weiß, wer unter der Maske steckt. Und das erfahren wir erst im nächsten Film. So ungefähr, ja.

Lara:
[1:40:20] Nun.

Christian:
[1:40:21] Ich sag ja, ich habe Hoffnung. Na gut.

Lara:
[1:40:24] Okay.

Christian:
[1:40:25] Dann, ja, erstmal vielen, vielen Dank, Lara, für mal wieder diesen Check-In im MCU. Das machen wir jetzt ja auch schon öfter.

Lara:
[1:40:33] Immer gerne, immer gerne.

Nächste Sendung: Wake Up Dead Man

Christian:
[1:40:36] In der nächsten Sendung haben wir mal wieder ein ganz anderes Thema, aber wie ich finde auch sehr schön, denn wir machen weiter und vielleicht schließen wir es auch ab, zumindest vorerst mit unserer klitzekleinen, Knives Out Benoit Blanc Reihe, denn wir besprechen dann, also Maria ist wieder mit dabei, die war ja auch schon in den anderen beiden Episoden dabei und ich, wir besprechen Wake Up Dead Man, der dritte Knives Out, der ja vor einem guten Dreivierteljahr, knapp ein Jahr, auch kurz in den Kinos war. Da habe ich ihn sogar schon gesehen und der dann ja auch bei Netflix rauskam. Da haben wir dann begonnen, uns mit Knives Out und Glass Onion auch zu beschäftigen. Und in der nächsten Ausgabe machen wir das Trio perfekt und sprechen über Wake Up Dead Man. Ich freue mich schon sehr.

Christian:
[1:41:24] Ich habe den sehr gut im Kino genossen. Lara, wo finden wir dich denn in diesem Internet, wenn wir noch mehr von dir lesen oder vielleicht auch hören wollen?

Abmoderation

Lara:
[1:41:34] Ihr findet mich auf BlueSky Lara K. Oder auf Mastodon Lara at Metalhead.club.

Christian:
[1:41:44] Genau. Und machst du noch weitere Podcasts, Polygamia oder Yay Comics, irgendwie zu dem Spider-Man jetzt auch?

Lara:
[1:41:51] Zu Polygamia sollte jetzt, wenn ihr diesen hört, schon unserer raus sein.

Christian:
[1:41:57] Perfekt.

Lara:
[1:41:58] Und ob wir nochmal ein Spider-Man-Special oder so machen, ich glaub's eher nicht, weil mein Podcast-Kollege Carlos ist jetzt nicht so der Superhelpen-Fan. Deswegen, es gibt so viel, also wenn ihr abseits von Superhelden mal noch andere Comics decken wollt, gerade vielleicht auch aus der deutschen und europäischen Szene, dann hört euch doch mal Yay Comics an. Die Folgen sind alle kostenlos. Es gibt Folgen, die könnt ihr nur hören, wenn ihr euch kostenlos registriert. Macht ihr ja ganz schnell in drei Sekunden mit einer E-Mail-Adresse. Und die freien Folgen könnt ihr einfach so hören. Wir wechseln das immer so ein bisschen ab, die mit Gastfolgen und nur wir zwei folgen und, eine davon könnt ihr immer so hören, eine könnt ihr nur registriert hören, aber wenn euch es interessiert, wenn ihr jetzt ein bisschen ins Comic-Game einsteigen wollt, weil euch Film oder Gaming zu viel nervt oder zu teuer ist, dann hört doch mal rein, yaycomics.de.

Christian:
[1:42:52] Sehr schön. Verlinken wir auch alles, könnt ihr direkt durchklicken. Uns findet ihr auf secondunit-podcast.de Da findet ihr einen Beitrag hierzu. Gerne auch Kommentare zu Spidey zum MCU auch da lassen. Vielleicht auch die ein oder andere Spekulation, wenn ihr wollt. Denkt dran an das Plus-Abo secondunitstudios.plus oder ihr folgt den Links im Beitrag zu diesem Podcast. Egal wo ihr das gerade hört, Apple Podcasts, Spotify, YouTube, könnt ihr auch abonnieren. Da könnt ihr euch auch durchklicken. Und ja, alles Weitere würde ich sagen, machen wir dann in diesem Internet aus. Secondunit-podcast.de und da lesen und da hören wir uns dann weiter.

Outro

Christian:
[1:43:30] Lara, vielen, vielen Dank und bis zum nächsten Mal an dieser Stelle.

Lara:
[1:43:34] Danke, ciao.

Christian:
[1:43:35] Tschüss.