| Artist: | Second Unit Studios |
| Album: | Second Unit |
| Year: | 2026 |
| URL: | http://secondunit-podcast.de/ |
| 0:00 | Intro |
| 0:21 | Begrüßung |
| 1:33 | Danksagung |
| 3:08 | Vorverständnis |
| 9:31 | Plot |
| 13:04 | Cast |
| 21:10 | Film |
| 1:18:59 | Das zweite Film-Kapitel im DCU |
| 1:48:34 | Nächste Sendung: Die Odyssee |
| 1:48:53 | Abmoderation |
| 1:49:34 | Outro |
Christian:
Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Seki-Unit. Mein Name ist Christian Steiner und wenn wir das DCU zusammentrommeln, dann gibt es auch nur zwei Leute hier, die ich dazu trommel. Das ist einmal Lara Keilbart von Polygamia, hallo. Und einmal Patrick Sweet von Die Filmische Begegnung.
Patrick:
Schönen guten Abend, Tag, wann auch immer schaut und hört.
Christian:
Genau. Ja, es ist DCU-Time. Ich will nicht sagen, das zweite Kapitel im DCU, aber das zweite Filmkapitel im DCU. Es ist, finde ich, mit diesen Peacemaker-Staffeln dazwischen. Es ist am Anfang, aber es ist schon kompliziert in diesem DCU. Aber wir haben nach Superman von 2025 den zweiten Film Supergirl vom Sommer 2026. Und über Supergirl wollen wir jetzt auch sprechen. Ich bin sehr gespannt, weil wir uns im Vorfeld nicht weiter ausgetauscht haben über den Film. Ich habe das auch aus gutem Grund ein bisschen offen gelassen. Deswegen wird die Diskussion, glaube ich, für uns genauso überraschend wie für euch da draußen.
Christian:
Ja, und da will ich schnell ankommen. Deswegen. Ganz kurz noch ein Werbeblock, bevor wir in die Diskussion gehen, denn es gibt ja das Abo von Second Unit Studios Plus. Damit könnt ihr diesen Podcast hier unterstützen und da beginnt jetzt auch ab dem 1.7., je nachdem wann und wie ihr diesen Podcast hier hört, ist das auch schon in vollem Gange. Ich habe es genannt die Second Unit Studios Roadshow. Das ist einfach ein Monat lang ein bisschen Rambazamba im Internet machen, um hinzuweisen auf die Plus-Abos. Und das geht natürlich am besten, indem wir einfach mal ein Monat lang die Preise senken für besagte Plus-Abos. Also falls ihr auf der Kippe seid oder wart, ob ihr mal in dieses Plus-Abo reinklicken wollt, da gibt es verschiedene Pakete mit verschiedenen Gegenleistungen, aber im Minimal-Paket gibt es schon Zugang zu Second Unit Studios Plus. Ihr bekommt Podcasts früher, ihr bekommt sie besser und ihr bekommt auch exklusive Podcasts. Da klickt euch jetzt am besten mal durch, denn die Preise sind bis zum 30. Juli gefallen und günstiger. Werden danach dann wieder teurer für neue Abos. Aber sobald ihr innerhalb dieses Aktionsmonats klickt und abonniert, dann bleiben sie auch auf diesem Level. So lange wie euer Abo läuft, klickt euch da mal durch, klickt euch da mal rein. Es gibt auch ein neues Paket und genau also vielen Dank an alle, die das schon tun und.
Christian:
Vielen Dank an alle, die da reinklicken werden, ganz besonderen Dank gehen an Anne, Sebastian, Christian, Rüdiger Thomas und Markus denn die unterstützen im Danke-Paket und deshalb sage ich an dieser Stelle ganz persönlich, danke.
Christian:
Genau, dann kommen wir zum Film und wir kommen vor allen Dingen zum Vorverständnis, so nennen wir das hier ja. Das ist die Frage, wie sind wir in diesen Film gegangen, mit welchen Erwartungen, mit welchem Vorwissen vielleicht auch. Da fange ich einfach mal bei dir an, Patrick. Du bist ja alteingesessener Batman-Fan. Du warst in der Runde ja auch dabei zu Superman jetzt hier im DCU. Wie bist du jetzt in diesen Supergirl gegangen?
Patrick:
Also ich bin vor allem mit diesem Interesse rangegangen, wie wird sich das DCU ohne einen James-Gun-Film entwickeln? Wie kann sich dieser Film auch stilistisch emanzipieren? davon. Ich war neugierig darauf wegen der Comic-Vorlage, die ich selbst noch nicht gelesen habe, die aber sehr viele Empfehlungen von Freundesseiten bekommen hat und die vor allem auch, bei mir so ein Interesse für die Supergirl-Figur geweckt hat, weil ich gar nicht so viel Bezug dazu habe. Ich bin ja eher der Batman-Fan, hast du ja schon gesagt. Und Superman habe ich durch dich ja noch besser kennengelernt und auch mögen gelernt jetzt, vor allem noch zusätzlich mit den James-Gunnen-Filmen. Aber für mich war das ein großes Fragezeichen, wie das funktionieren wird. Den Cast fand ich sehr interessant und Miri Elko hat mir bei HOTD gut gefallen. Und ja, das war so meine Erwartung. Ich war einfach sehr neugierig, wie wird ein Freitabler-Film im DCU auch ankommen in der breiten Masse? Nicht nur bei uns Comic-Nerds oder Leute, die sich damit befassen, sondern wird das eine Relevanz haben? Genau.
Christian:
Ja, da bin ich immer gespannt, ob wir das auch in der Diskussion noch aufgreifen können. Wir sind ja jetzt direkt hier so am Startwochenende, aber genau. Lara, wie ist es bei dir?
Lara:
Naja, also die Fans dieses Podcasts können sich vielleicht daran erinnern, dass wir zusammen den Superman-Film besprochen haben in dieser Konstellation und da am Ende ja auch so ein bisschen auf den Supergirl-Film geguckt haben. Und da habe ich, wenn ich mich richtig erinnere, schon gesagt, dass ich gespannt bin, wie diese neue, andere Version wird.
Lara:
Und jetzt ist sie da. Ich bin jetzt nicht super Hype gewesen. Ich war eher neutral. Also ich war nicht mal besonders neugierig im klassischen Sinne, dass ich gesagt habe, okay, jetzt zeig mal mal, was du kannst oder so. Sondern ich bin einfach in den Film reingegangen und habe gedacht, okay, ich kenne die Comicvorlage. Woman of Tomorrow. Ich bin jetzt mal ganz offen und schau mal, wie das wird. Ich kannte die SchauspielerInnen alle vorher eigentlich gar nicht, weil ich auch House of the Dragon nicht geguckt habe. Und deswegen war ich so sehr unvoreingenommen halt auch. Weil wenn du halt so bekannte Namen hast, gerade irgendwo in der Hauptbesetzung, dann kann es ja manchmal auch ein bisschen schaden, weil du die dann aus anderen Filmen oder Serien vielleicht kennst und die da zu sehr mit in Verbindung bringst. Und das war hier halt überhaupt nicht so. Und dementsprechend war ich ziemlich, ja, also wie so ein weißes Blatt ein bisschen und habe mir einfach gedacht, okay, draußen sind es 38 Grad, ich sitze hier in dem kalten Kino, gib mir jetzt mal eine gute Zeit. Ich hatte Bock auf eine gute Zeit. Das war das Gefühl, mit dem ich reingegangen bin. Und wie gesagt, Vorwissen, Vorverständnis, ich kannte halt den Comic schon, also die Story im Großen und Ganzen war für mich schon bekannt.
Christian:
Ja, das war bei mir ähnlich. Ich habe den leider nicht bis zum Ende gelesen.
Lara:
Immer noch nicht.
Christian:
Nee, was aber auch, glaube ich, echt, das ist nochmal so ein ganz eigenes Kapitel, aber ich merke so in den letzten Monaten ganz verstärkt auch, ich kann sowas nicht digital lesen. Also ich bin jetzt wirklich felsenfest davon überzeugt, dass ich Comics nur in analoger Form, und ich habe den halt nur digital, ich habe nur die quasi, E-Paper-Version von diesem Comic und habe schon beim Anlesen gemerkt, hey, ich brauche das Papier in der Hand. Also auch eine Sache, die wir, glaube ich, auch in der Diskussion aufgreifen werden, das Artwork, die Zeichnungen selbst, die Farbgebung, also das Ding ist in der Comic-Inszenierung halt wahnsinnig stark und bahnbrechend und das hat mir auf diesem Glastablett irgendwie gefehlt. Also irgendwas war da auch, was mich da irgendwie, also da war so eine Distanz auf einmal. Aufgrund dieses Mediums. Aber ein bisschen Vorwissen hatte ich halt auch und mein, ich sag mal, Hype-Level war, du hast es schon angesprochen, Lara, wir sind hier in historischen Hitzewellen schon unterwegs im gerade anbrechenden Sommer 2026. Ich war auch etwas abgelenkt die Tage davor durch besagte Hitze.
Christian:
Und deswegen fehlte mir glaube ich da auch so ein bisschen so der finale Hype, aber ich war auch im Vorfeld so ein bisschen ich sag mal etwas vorsichtiger, also es ist klar, DCU, ich bin im Kino, dann noch irgendwie so ein super Film, super Girl, super Man, super Woman, ich bin dabei, keine Frage Aber die Trailer fand ich ein bisschen...
Christian:
Ja, haben mich ein bisschen ernüchtert. Mal gucken, das wird, glaube ich, auch Teil der Diskussion. Ich habe in den Trailern nichts Neues gesehen. Ich habe für mich auch eine neue Figur gesehen. Ich habe neue Dinge entdeckt, keine Frage. Aber ich habe gerade mit diesem Wissen aus der Comicvorlage, also die einzelnen Bilder sind da teilweise echt bahnbrechend. so. Das hat mir ein bisschen im Trailer auch gefehlt. Der sieht aus, der fühlte sich schon irgendwie sehr bekannt an, der Film. Mal gucken, ob das in der Diskussion auch noch Thema wird, aber das hat mich ein bisschen, ich sag mal so, das hat meinem Hype nicht unbedingt geholfen.
Christian:
Aber ja, da wollen wir gleich mal reingehen. Natürlich an dieser Stelle Spoilerwarnung. Wir nehmen den Film jetzt ordentlich auseinander. Entweder habt ihr ihn schon gesehen und wollt mit uns mal tiefer reingehen in die Diskussion oder euch interessiert der Film gar nicht und ihr habt auch kein Problem mit Spoilern, dann kommt auch mit, aber ihr seid gewarnt. Wir werden den auch besonders, was das Ende angeht, ordentlich auseinandernehmen. Und Lara, du hast die ehrenvolle Aufgabe, den Plot mal kurz und knapp zusammenzufassen.
Lara:
Ja, also anknüpfend an den Superman-Film, ist es so, dass wir Supergirl treffen, wie sie gerade ihren 23. Geburtstag begeht. Supergirl in dieser Fassung ist Kara Zor-El. Zor-El ist der kryptonische Nachname, den Frauen dort nehmen. Das ist meistens der volle Name ihres Vaters. Sie ist die, ich glaube, Cousine von Superman. Und weil die ja in der gelben Sonne, nicht nur Superkräfte haben, sondern auch ihr Metabolismus nicht so funktioniert wie Menschen, sodass sie nicht betrunken werden kann und so weiter, reist sie im Universum zu Planeten oder Sonnensystemen, wo es keine gelbe Sonne gibt. Sondern eine rote Sonne. Und in dieser roten Sonne.
Lara:
Verliert sie alle ihre Kräfte und dadurch kann sie auch betrunken werden und feiert wochenlang mit ihrem Trusty Dog-Krypto ihren Geburtstag. Und als sie an einem Abend wieder mal in einer Bar ist und sich volllaufen lässt, kommt eine junge Frau hinein.
Lara:
Ruthie heißt die und die möchte gerne Rache nehmen an Krem von den gelben Hügeln, glaube ich war es. Und Krem hat ihre Familie abgeschlachtet und sie möchte sich jetzt an ihm rächen, ihn verfolgen, seine Gruppe von Briganten und ihn töten, um Rache zu nehmen. Und Supergirl wird da mehr oder weniger so ein bisschen hineingezogen, weil, sie, also will ihr eigentlich nicht helfen, aber sie hilft ihr dann doch so ein bisschen und dann wird Supergirls, Raumschiff gestohlen und Krypto wird vergiftet von Krem und dann.
Lara:
Muss sie natürlich aufbrechen, um das Gegengift zu finden. Und Ruthie schließt sich ihr dann an, obwohl Supergirl das gar nicht möchte und zusammen versuchen sie dann eben Kram ausfindig zu machen und das Gegengift zu finden und gleichzeitig vielleicht auch auszubaldowern, ob sie jetzt da eine Rache nehmen sollen oder nicht und was da jetzt genau los ist. Wir lernen in dieser Geschichte natürlich auch einiges über den Hintergrund von Kara, also wie sie groß geworden ist, was die Unterschiede zu Clark kennt. Vor allem, oder zu Superman, der ja auf der Erde groß geworden ist. Und in dem Austausch mit Ruthie stellt sich halt schon raus, dass sie schon auch sehr viel gelitten hat in ihrem jungen Leben. Und am Ende müsste ich dann halt rausstellen, ist sie trotzdem irgendwie eine Heldin oder ist sie schon so kaputt, dass sie das eigentlich gar nicht mehr
Lara:
sein kann. Das ist so ein bisschen der Plot.
Christian:
Sehr gut, ja. Wir haben einen Haufen Menschen vor und hinter der Kamera. Wir haben bei der Regie Craig Gillespie. Das Drehbuch ist von Anna Nogura, die jetzt wohl gerade auch an Teen Titans und Wonder Woman schreibt für das DCU. Und die Charaktere basieren natürlich auf Figuren von Jerry Siegel und Joe Schuster, den beiden Superman-Erfindern. Und als Superman dann in den Comics losging, begann auch die Superfamilie sehr schnell rund um Superman zu sprießen. Wir haben in der Hauptrolle, wie schon erwähnt, Millie Alcock als Supergirl oder Kara Zorrell. Wir haben Eve Ridley als Ruthie, Matthias Schönartz als Krem, der große Schurke des Filmes. Wir haben Jason Momoa als Lobo, David Cromholz als Zorrell, das ist der Vater von Kara. Wir haben Emily Beecham als Allura in Z, das ist die Mutter. David Currensworth ist dabei als Superman. Kadif Kewan als Poma Vran, das ist einer derjenigen, der die beiden, also Kara und Ruthie.
Christian:
Im Laufe der Handlung da in so eine Art Hinterhalt lockt. Talisa Texera als Merrick Vran, das ist die Ehefrau, die auch da in diesem Komplott mitbeteiligt ist. Wir haben Ferdinand Kingsley als Elias Knoll, der Vater von Ruthie und Emily Pickford als Delilah Knoll oder Noll. Das ist die Mutter von Ruthie und wir haben einen kleinen Cameo-Auftritt von oder zumindest die Stimme von Seth Rogen als eines dieser beiden Busfahrer-Aliens. Ich weiß nicht, ob ihr ihn erkannt habt. Ich musste ein bisschen genauer hinhören, dann habe ich ihn auch erkannt. Und ja.
Christian:
Ein sehr runder Cast, wie ich finde, da können wir auch schon mal vielleicht auf die ein oder andere Besetzung eingehen. Allen voran finde ich es Millie Alcock halt ziemlich gut und ziemlich perfekt besetzt und mir ging es ähnlich wie dir, Lara. Ich hatte da auch keine, wie heißt es, House of the Dragons, diese Fantasy-Geschichten da mit den komischen Drachen und so. Da habe ich ja auch nichts mit am Hut, deswegen war das für mich auch eine eher unbekannte Besetzung. Wie war das für euch, wie war das für dich, Patrick, mit der Besetzung? Wie hast du da wen in den Rollen wahrgenommen und gesehen?
Patrick:
Also natürlich seit Jahren blökt schon Jason Memore als.
Patrick:
Lobo-Wunsch schon herum. Das war natürlich eine Auffälligkeit für mich. Millie Elcock fand ich auch sehr passend besetzt als Supergirl. Das hat mich da ziemlich begeistert. Und Matthias Schönartz hat mich dahingehend überrascht, weil er ja wirklich die Independent-Filme sonst dreht, die kleineren Filme. Und ich den irgendwie leider als Fehlbesetzung sehe. Man kann natürlich viel am Schnitt und Drehbuch kritisieren, aber ich empfand ihn nicht als besonders charismatisch. Das war für mich, glaube ich, auch einer der größten Kritikpunkte in der ersten Hälfte des Filmes, ist, dass ich es ein bisschen Augenrollen fand, dass der Gag ist, dass er halt irgendwie sehr gerne Süßigkeiten isst und das soll ihn irgendwie weird, glaube ich, machen. Also, oder soll dem Bösewicht irgendwie eine Kante geben, die ich aber sehr künstlich fand, weil er dann wirklich bei jeder Szene irgendeine, Flüssigkeit oder irgendeine Speise gegessen, getrunken hat und, das war tatsächlich für mich auch, Eine Fehlbesetzung. Also das hat mich sehr am Film gestört und die zwei Leuchttürmer sind für mich ganz klar Jason Momoa und Millie Alcock.
Christian:
Lara, wie war das für dich mit der Besetzung?
Lara:
Also für mich gab es weder eine totale Fehlbesetzung noch so eine Perfektbesetzung, muss ich sagen. Also insgesamt waren das alles okaye Leistungen. Millie Alcock hat es schon ganz gut gemacht. Aber mein Problem, und das kommt auch in den restlichen Bereichen, wenn wir über den Film sprechen, immer wieder durch ist, dass es mich emotional einfach nicht abgeholt hat. Und das muss dann auch an den SchauspielerInnen liegen irgendwo.
Lara:
Ich habe das irgendwie, ich habe es nicht gefühlt. Und das hat natürlich auch, mit Millie Alcock und mit Graham und wie sie alle an Ruthie zu tun. Ich bin mir nicht sicher, ob das vor allem an dem Skript liegt oder an den SchauspielerInnen oder an beidem. Aber irgendwie hat es nicht gezündet bei mir. Und ich hatte selten irgendwie so einen Moment, wo ich dann gesagt habe, ja, genau, so ist das cool. Oder yes, jetzt geht es rund oder sonst irgendwas. Ich meine, sie spielt das schon. Das hat sie ja so ganz leicht schon in ihrem, Auftritt in Superman angedeutet. Vor allem am Anfang spielt sie diese schäbige, sardonische, ich gebe eigentlich gar keinen Fick auf nichts mehr und bin einfach nur die ganze Zeit irgendwie, traurig, melancholisch drauf und will meine Gedanken vergessen, Art und Weise. Das kann sie schon ganz gut spielen, aber irgendwie über den ganzen Film hat sie mir zu wenig Varianz in ihrer schauspielerischen Leistung gebracht. Also mir fehlte dann irgendwie doch zu sehr.
Lara:
Dieses gewisse Etwas. Ich kann es halt nicht genau feststellen, weil ich habe, das war ja das erste Mal, dass ich die Schauspieler habe sehen. Also ich weiß eben nicht, ob das an ihr liegt oder an der Rolle. Aber irgendwie hat es mich nicht gepackt. Auch sie als Figur nicht. Ich meine, ich bin jetzt auch nicht so der riesen Supergirl-Fan. Ich habe ein paar Sachen gelesen, aber ich bin nicht so, also im Vergleich zum Beispiel zu Wonder Woman oder so, stecke ich nicht so tief in ihrer Comic-Historie drin oder ist sie so tief in meinem Herzen verankert. Deswegen, vielleicht hat es auch damit zu tun, dass ich diesen Effekt nicht hatte.
Lara:
Aber irgendwie hat mir zum Beispiel damals der Captain Marvel-Film, Da hatte ich viel mehr diese Momente, wo ich gesagt habe, ja geil, genau, perfekt gemacht, perfekt besetzt. Oder bei Wonder Woman, dem ersten Wonder Woman-Film, den wir in der letzten Ära hatten, da war ich auch begeistert. Hier wollte sich einfach keine Begeisterung einstellen. Und deswegen, hm, das weiß ich nicht. Was ich über den Cast an sich gerne noch sagen möchte, ist, dass es dadurch, dass es nicht so ein großer Cast im Maincast ist. Also du hast zwar schon natürlich viele, viele verschiedene Figuren, die auftreten, aber die meisten sind halt nur Nebenrollen. Also es dreht sich halt eigentlich im Großen und Ganzen um drei bis maximal vier Figuren. Und das ist sehr, sehr angenehm. Das ist auch besser als bei dem Superman-Film, wo du halt noch diese ganze Justice-Gang-Geschichte dabei hast und dann noch irgendwelche politischen Führer und was weiß ich nicht noch alles. Du hast hier halt sie, ihre Begleiterin, und dann den Antagonisten und mehr brauchst du halt auch nicht. Und das fand ich ganz angenehm, weil dadurch war der Film in der Richtung zumindest relativ straight forward und man musste nicht die ganze Zeit überlegen, wer war das jetzt nochmal oder ist das jetzt ein wichtiger Charakter, der da auftritt, weil das waren halt alles Nebenfiguren und deswegen, das war schon ganz gut gemacht, aber...
Christian:
Ich will, bevor wir in den Film eintauchen, eine kleine Lanze für Matthias Schönarz brechen. Ich fand es in manchen Momenten nämlich schön drüber. Ich bin ja Fan davon, wenn gerade bei diesen Bösewichten die Leute wissen, wo sie sind und was sie geben und was sie da spielen und das Ganze halt so ein bisschen nicht zu naturalistisch irgendwie machen zu wollen und auch nicht zu schwer und nicht zu voll, sondern irgendwie auch so ein bisschen, ja gerne so ein bisschen drüber.
Christian:
Das fand ich irgendwie auch ganz gut, aber ich nehme das gerne als Sprungbrett, für die Filmdiskussion und greife auch das auf, was du gesagt hast, Lara, denn... Dieses, ja, der fehlende Funke, der überspringt, den habe ich auch wahrgenommen bei dem Film. Und ich glaube, dass der, vielleicht suchen wir den mal so ein bisschen, weil meine, ich weiß nicht, Patrick, ob es dir ähnlich ging, da kannst du gleich nochmal kurz einhaken, aber wenn wir diesen Funken suchen, wo hätte er sein müssen, wo hat er vielleicht gefehlt? Und ich finde das besonders im Drehbuch, besonders aber auch irgendwo in der Inszenierung, Im Schnitt.
Christian:
Die Action-Momente, also da hatte ich erstaunliche Probleme, teilweise der Action zu folgen. Die Kamera war zu dicht, die Schnitte waren zu verwirrend. Ich erinnere mich zum Beispiel an diese Szene da im Bus, wo sie auf einmal, also wo Kara auf einmal außerhalb des Busses gelandet ist. Das war dieses komische, Device, was sie da hatte und konnte sich durch diesen Bus so rumzappen, wie so ein Teleportationsding. Und ich hatte das Gefühl, ich habe in einer falschen Sekunde geblinzelt, weil ich habe nicht verstanden, warum sie auf einmal irgendwie in dieser Luftschleuse oder was es da war. Also ich war räumlich total verwirrt in diesem Moment, und das habe ich halt selten, egal welchen modern geschnittenen Action-Blockbuster ich gucke, ich kann mich immer gut bewegen irgendwie dabei, weiß wo ich bin, wo ich herkomme, wo es als nächstes hingeht und das hat dieser Film aber erstaunlich, oft mit mir gemacht, dass ich echt in den Action-Momenten Schwierigkeiten hatte, der eigentlich recht simplen Action auch wirklich folgen zu können. Ich weiß nicht, Patrick, ging es dir da ähnlich? Hast du auch diesen fehlenden Funken in diesem Film?
Patrick:
Also, ich empfinde schon, dass der Film ein großes, großes Schnittproblem hat. Und man merkt auch, ohne da jetzt Hintergrundinfos gelesen zu haben, dass der Film kaputt geschnitten ist. Also, ich finde, der Film braucht lange, um einen Rhythmus zu bekommen. Und das bekommt er vielleicht erst im letzten Drittel. Ich hatte jetzt im Nachhinein gelesen, dass er, glaube ich, drei Reshoots hatte, wovon zwei ungeplant waren, weil sie auch nicht so ganz wussten, nach dem ersten schlechten Test-Screening, wo sie da hinwollen. Ich habe auch...
Patrick:
Bis auf die eine Szene, wo Kara und Superman aufeinandertreffen, fand ich zum Beispiel die Superman-Szenen sehr künstlich aufgetragen. Diese Videocall-Szenen hatten mir nicht so gefallen. Passt natürlich schon irgendwie in die Narrative, aber ich weiß nicht, ob ich das so häufig gebraucht hätte. Dann empfand ich auch ein bisschen die Schwierigkeit, eine emotionale Verankerung mit der Figur zu bekommen, eine Identifikation, weil sie sich ja kaputt getrunken hat. Und wenn ich jetzt mal ganz naiv rangehe, weiß ich nicht, warum sie so schlecht drauf ist am Anfang des Filmes. Und das wird viel zu spät erst in der Mitte des Filmes. Klar, wenn man jetzt so ein bisschen naiv drauf schaut und wenn man nicht so mit der Lore von Superman und halt so vertraut ist.
Patrick:
Meine Begleitung zum Beispiel, die hat mich am Anfang so nach 20 Minuten gesagt, warum ist sie denn so schlecht drauf? Warum ist sie so frustriert? Das wird zwar einmal im Nebensatz gesagt, aber wenn man nicht so drin ist, dann versteht man das nicht. Und das ist immerhin der erste Film in dieser Welt, wo wir Supergirl erleben. Und da finde ich, da hat man, deswegen tue ich mich schwer, auch zum Beispiel das Drehbuch zu kritisieren, weil ich finde zum Beispiel am Ende des Filmes, war ich erstaunt, wie emotional ich gewisse.
Patrick:
Kerne, also Kernpunkte genommen habe und zwar wenn am Ende Supergirl zu Rufy oder Ruthie halt sagt, nee, du sollst ihn nicht töten, du bist besser als das und ihn dann aber tötest, also Kreml und das fand ich eine sehr bewegende Szene und da war ich plötzlich überrascht, Oh, irgendwie steckt da ja vielleicht doch ein interessantes Clip drin, nur es wurde irgendwie kaputt geschnitten.
Patrick:
Und ich habe auch so ein bisschen das Gefühl, dass zwischendurch Action-Sequenzen reingekommen sind. Ich hätte zum Beispiel, auch wenn ich diese Idee eigentlich ganz cool finde, dass halt so Teleportationen so in Action-Szenen vorkommen, sehr kreative Idee, habe ich so ein bisschen das Gefühl gehabt, die wurde noch eingebaut, weil vielleicht zu wenig Action im Film war. Irgendwie wirkt sie auf mich nicht ganz natürlich. Vielleicht war sie in der Vorlage schon da. Aber ich muss sagen, ich habe irgendwie nicht das Gefühl gehabt, dass ich eine Geschichte sehe, sondern so ein Flickenteppich. Und ich habe sehr krass das Gefühl gehabt, und das finde ich etwas enttäuschend, das ist meine große Enttäuschung bei dem Film, dass man schon beim zweiten, das dürfen wir ja nicht vergessen, das ist jetzt nicht irgendwie der fünfte oder zehnte oder fünfte Film, der zweite Film erst in DCO, und dass wir da schon so ein Flickenteppich bekommen, hat mich tatsächlich ein bisschen negativ jetzt dargelassen, obwohl ich eigentlich den Film ganz okay fand, ja.
Christian:
Ich habe da eine sehr schöne Antwort zu gelesen. Ein bisschen, ich glaube auch augenzwinkernd gemeint. Ich meine, das MCU ist auch mit Incredible Hulk in die zweite Runde gegangen. Also wer weiß, ob das vielleicht Teil der Film-Universen-Mechanismen irgendwie ist, dass der zweite halt dabei irgendwie problematisch ist oder so. Ich finde das ein ganz toller Punkt, den du gerade aufgemacht hast, den würde ich gerne mal an Lara weitergeben, weil Lara, du hast ja auch dieses Vorwissen, so für mich war Supergirl halt auch schon bekannt her, das war ja auch schon das, was ich, auch beim Superman-Film halt schon gesehen habe und wusste, warum sie da halt, volltrunken irgendwie in die Festung der Einsamkeit, stürzt, so dieses Trauma dieses, hey, sie hat halt sie hat halt nicht das Glück gehabt wie Superman als Baby unwissend Clean Slate, Neustart, oh liebevolle Eltern auf der Erde und lass mal irgendwie in die Kamera zwinkern, und die Welt retten. Das ist sie halt nicht. Dieses Glück hatte sie halt nicht. Aber gute Beobachtung, mir ist das gar nicht aufgefallen. Ich habe mir diese Frage gar nicht gestellt, aber ich kann mir das sehr gut vorstellen, dass der Film.
Christian:
Ich sag mal, stolpert das auch einem breiteren Publikum irgendwie näher zu bringen, weil das stimmt schon. Die ersten 20, 30 Minuten kann man vielleicht auch irgendwie ein bisschen verloren sein, wenn man dieses Vorwissen nicht hat. Weil ich finde, der macht das auch nicht so gut zu zeigen, dass da viel unter der Oberfläche blubbert, sondern ich finde, das bleibt auch am Anfang alles ein bisschen an der Oberfläche, wenn sie halt so Popcrawl-mäßig durchs Universum zieht und von einem Bierglas zum nächsten. Kannst du dich da so ein bisschen reindenken? Hast du das auch irgendwie gesehen oder ist das für dich auch ein neuer Gedanke, dass der Film Schwierigkeiten hat, diese Prämisse erstmal irgendwie auszubreiten?
Lara:
Ich glaube, die Prämisse auszubreiten wäre gar nicht so das Problem, wenn vorher in der ganzen Promo und in dem Cameo-Auftritt bei Superman nicht der Eindruck gemacht worden wäre, dass es hier wirklich um einen locker leichten Partyfilm geht. Also ich hatte das Gefühl, durch die Trailer und so weiter, ist Supergirl einfach so ein, ja, weiß ich nicht. Wie heißt dieser Film, wo die vier Typen sich irgendwie zulaufen lassen und dann alle halt irgendwas trip? Keine Ahnung.
Christian:
Ich glaube, ich weiß, was du meinst. Aber das beschreibt, glaube ich, 20 Filme gleichzeitig.
Lara:
Ja, ja, genau. Und ich glaube, der Eindruck, dass dieser Film in die Richtung geht, den konnte man halt haben durch die Trailer und den kurzen Auftritt. Und dann wird das aber halt nicht eingelöst. Du hast das Ganze am Anfang dann in der Eröffnungsszene, relativ in dieser, weiß ich nicht, so eine Montage, wo man immer wieder sieht, wie sie morgens aufwacht und Hangover hat und dann zur nächsten Bar und so weiter, aber dann macht der Film halt relativ schnell, diesen Cut rüber zu Ruthie kommt und dann wird es halt anders.
Lara:
Dann gibt es auch diesen Tone-Shift schon. Ich meine, der fängt ja schon anders an durch die Ermordung der Familie, aber dann kommt das halt zusammen. Und ich glaube, das ist so ein bisschen das Problem, dass man vielleicht eher erwartet hat, dass ein angenehm leichterer Unterhaltungsfilm wird, der so ein bisschen fremdschämig und so weiter ist. Und dann geht es aber in eine ganz andere Richtung. Und man fragt sich halt dann wirklich, warum ist die denn so drauf? Ich finde das eigentlich ganz interessant, wenn man dann in einem Film das nicht sofort erklärt. Dass nicht sofort erklärt wird, was die Origin ist, sondern dass es sich erst mal wie ein Puzzlestück zusammensetzt. Weil das ist für mich ein bisschen reizvoller, als es in einer Montage nach 15 Minuten direkt zu erklären und dann muss es dem Rest des Films aufgelöst werden oder gedreht werden. Ich fand das eigentlich schon ganz spannend. Aber wenn das natürlich anderen Leuten zu spät kommt oder sie sich fragen. Aber ich meine, dieses Fragen ist ja eigentlich eine gute Sache, weil das zeugt ja für mich, dass die Leute schon auch Interesse an dieser Figur haben. Die Figur ist, ja.
Christian:
Ja, du darfst sie halt nicht verlieren bei der Frage. Das ist, glaube ich, so diese...
Lara:
Genau, das meinte ich. Also das ist halt genau das Ding. Ja, genau. Und wir hatten halt bisher in den letzten Jahren, Supergirl-Inkarnationen, die anders waren. Also ich weiß nicht, wie es mit der... Also bei dem Flash-Film gab es, den lasse ich mal außen vor. Aber zum Beispiel auch da wieder die CW-Serie. Die Cara dort, die war halt nicht so. Die war halt eher so gut drauf immer. Die war so wirklich eine weibliche Version von Superman, die eigentlich immer das Richtige macht und immer in die Kamera grinst und so. Das war ja so ein bisschen, auch ihr Ding. Und dadurch war sie halt sympathisch. Und das ist sie halt jetzt gar nicht. Und dadurch wirkt sie auch weniger sympathisch, weil man natürlich denkt, was ist mit ihr eigentlich los? Jetzt reiß dich doch mal zusammen. Und ich finde das aber eigentlich ganz gut, dass man das hat, dass dann der Film das nicht hinkriegt, das in einer guten Linie zu erklären. Das ist ja dann vielleicht ein bisschen anders gelagert. Aber das hat vielleicht auch dann andere Gründe. Also ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass es zu spät kommt. Ich glaube nur, der Weg dorthin und der Weg danach, der ist so ein bisschen, wir haben es schon gesagt, Schnitte und alles drumherum. Da gibt es, glaube ich, eher die Probleme.
Patrick:
Ja, da würde ich mal kurz was zu sagen. Ich bin auch ein Fan davon, wenn ein Film sich, also wenn eine zuschauernde Person sich etwas erarbeiten muss und vielleicht am Anfang gar nicht so klar ist, was Phase ist. Aber dafür finde ich dann wieder, da muss ich vielleicht dann doch etwas den Inhalt kritisieren. Da finde ich einfach den Inhalt ein bisschen zu langweilig. Also, weil es wird dann nicht so viel mit erzählt, am Anfang zumindest. Und wenn du, so ich bin der Auffassung, wenn man schon so eine Hürde einbaut, sollte sie eine Funktion haben und eine Strategie, mir was anderes erzählen zu können. Und ich habe jetzt nicht das Gefühl gehabt, dass zum Beispiel groß Trauma oder groß Trauma, psychologische Analysen, eines Verlusts so gut erklärt wurden. Dafür war mir der Inhalt einfach in dem ersten Rittel ein bisschen zu dünn.
Lara:
Ja gut, aber da muss man jetzt auch einfach sagen, ich würde mein größtes Trauma über den Verlust meiner ganzen Spezies jetzt auch nicht jedem dahergelaufenen Menschen in den Pub erzählen. Also muss man auch ganz ehrlich sagen. Ich verstehe, was du meinst, aber, da muss man auch aufpassen, dass es da nicht ein bisschen sehr krass unrealistisch in dem Sinne wird.
Christian:
Ich bring da gerne noch mal.
Patrick:
Ja, aber einen Moment, da würde ich einhacken. Es gibt ja nicht nur die Lösung, dass man das jetzt im Pub erzählt. Man könnte das ja trotzdem ein bisschen anders erzählen und diese Rute gehen, dass man zum Beispiel erstmal, ich hätte es zum Beispiel interessanter gefunden, wenn der Film angefangen hätte, wie sie eine Szene mit Superman wirklich hat und sie dann verschwindet. Wenn sie dann verschwindet von ihm, weil sie sich so unwohl fühlt. Und das fand ich zum Beispiel sehr schade, dass wir nicht diesen Moment gesehen haben, wo sie sich getrennt haben. Am Anfang des Films zumindest. Weil dadurch waren mir diese Videocalls von Superman nicht so wichtig, einfach immer zu machen.
Lara:
Ja, also diese Szene, die man später sieht, wo sie auf der Erde ankommt und dann irgendwann in einem Apartment steht und nach draußen und alles hört und so weiter. Und man merkt halt, dass es ihr einfach überhaupt nicht gut geht dabei. Das wäre eine Szene gewesen, die man vielleicht früher hätte bringen können. Was ich noch einwerfen möchte und ich glaube, das erklärt es vielleicht noch so ein bisschen. Dann kannst du wieder Christian. Aber ich mag das ja eigentlich nicht so gerne, immer diesen Vergleich mit der Comicvorlage. Aber in dem Fall ist die Vorlage, ist es halt schon sehr nah an dieser einen Geschichte, während sich andere Filme ja oft an ein, zwei Grundstrecken orientieren, aber das dann doch deutlich davon abweichen. Aber was halt bei den Comics deswegen auch das alles besser funktioniert ist, der ganze Comic wird aus der Sicht von Ruthie erzählt. Also so wie ein bisschen wie auch so ein Tagebuch eintragen. Und das ergibt natürlich dann auch viel mehr Sinn, dass die das alles nicht weiß. Und ich verstehe leider, also ich kann nicht so ganz nachvollziehen, warum sie das nicht in dem Film auch gemacht haben, weil das wäre eine filmische Technik, die gibt's ja und das hätte ich auch sehr spannend gefunden.
Lara:
So eine super Person von außen zu betrachten. Und das wäre das auch, dann hätte man dieses Unverständnis, so warum ist die eigentlich so scheiße drauf und warum will die niemandem helfen und was ist mit ihr, hätte man in einem Charakter im Film gehabt. Und das ist so ein großes Problem, was ich mit dem Film zum Beispiel habe. Diese Entscheidung, ich weiß nicht, ob die in den anderen Schnittfassungen vielleicht drin war, aber das ist echt schade. Das ist echt schade.
Christian:
Ich will auch noch den Begriff Momentum mit reinwerfen, weil das hat mir auch gefehlt. Und das geht vielleicht auch in diese Richtung, weil ich finde Caras Weg, den wir mit ihr gehen, der durch Ruthie so angestoßen wird ... Der erfüllt viele Meilensteine so einer Heldinnenreise. Aber ich finde, dieser Weg und auch dieser gesamte Film schafft nie so einen eigenen Rhythmus, so ein richtiges Tempo dabei aufzubauen. Und mir war irgendwie auch nicht so ganz klar im Laufe des Filmes. Dass, also wir haben ja dieses sehr konkrete Ziel bei Ruthie, dieses persönlich angetriebene Ziel. Und eigentlich ist das ja auch so ein leichter Struggle so um ihre Seele. Das ist ja irgendwie so ein Ding. Aber was ist so dieser Weg, dieses Ziel, dieser Struggle, den Kara irgendwie hat? Was ist ihre Hürde, die sie überwinden muss? Das finde ich ist für mich, also das ist alles drin, ja. Aber das ist nicht, also das treibt irgendwie gar nicht so stark nach vorne und so stark an, wie es eigentlich müsste. Da vermute ich auch, dass hier was rausgenommen und da was umgeschrieben und da von vorne nach hinten und hinten nach vorne geschaffelt.
Christian:
Aber der Film leidet für mich daran irgendwie, dass der nicht so richtig in Fahrt kommt. Also der tuckert so ein bisschen vor sich hin und ich meine, ich bin einer der größten, also ich sag ja, du knall mir das S-Symbol irgendwo drauf, ich bin dabei, alles klar, erste Reihe, let's go. Aber auch mir war das dann irgendwie ein bisschen zu genügsam. Ich bin halt mitgegangen, aber so richtig, ich sag mal, Feuer und Tempo habe ich da auch nicht verspürt. Klammer auf, es gab auch trotzdem einige Highlights in Bildern, in Momenten, in Dialogen, in Dingen, über die ich auch noch sprechen will. Aber ich finde so im Großen und Ganzen, im Bogen, im Film, im Verlauf, hat mich der jetzt nicht so... Ich weiß nicht, nicht so mitreißen können irgendwie. Der ist in meinem Kopf auch ein bisschen geblieben und ich kau gerne noch drauf rum, aber irgendwie fehlte mir so der Antrieb in diesem Film.
Lara:
Also die Motivation ist ja ihr Hund. Und das ist ja so ein bisschen die John Wick-Sache an dem Film, an der Geschichte.
Christian:
Plot device aber, ne?
Lara:
Naja, weil der Hund ist ja wie bei John Wick nicht nur ein Hund. Der steht ja für was. Bei John Wick ist es das letzte von seiner Frau und hier ist es quasi das letzte von ihrer Heimat. Wenn Krypto stirbt, stirbt ihre letzte Sache, die sie irgendwie noch hat von, dem Planeten, beziehungsweise von Argo. Und deswegen ist es für sie halt auch so wichtig, dass der nicht sterben darf. Aber das finde ich dann so ein bisschen also ja, das kann man so machen, aber das kam mir dann auch wieder so ein bisschen also sie lässt dann auch zu, oft nach, also sie erinnert sich ja immer wieder und es gibt immer diese Hinschnitte auch wie Krupto irgendwo, jaulend irgendwo in der Ecke liegt aber.
Lara:
Zwischendurch ist sie dann halt auch wieder so ein bisschen zu nachsichtig, zu weiß ich nicht, also die hat da nicht diesen Drive so krass also das ist vielleicht das, was das dann fehlt. Also das Motiv ist da, aber ich glaube, das ist das auch, was du so ein bisschen meintest, ihr eigener Antrieb, ist kein echter Antrieb. Also sie lässt sich dann viel Zeit, lässt sich dann auch rechts, links mal ablenken oder sonst irgendwas, ist auch sehr naiv teilweise. Und das ist halt auch was, was so ein bisschen das Problem ist. Also ja, dadurch, ich meine, der Film hat ja einige Action-Szenen. Das ist ja nicht so, dass der, du hast gesagt, der tuckert so vor sich hin. Aber eigentlich tuckert er ja nicht. Eigentlich ist er ja schon ziemlich vollgasig. Also der hat immer Gas. Nicht immer Vollgas, aber er gibt immer Gas. Er bleibt eigentlich selten mal vollkommen stehen. Aber so richtig mitgerissen wird man trotzdem nicht. Und das ist so ein bisschen das Problem, was ich auch meinte mit, ich fühle es nicht so richtig. Also ich kann da auch da wieder so nicht die Beziehung zu der ganzen Sache aufbauen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass mich im Gegensatz zu euch Krypto halt einfach nicht so emotional berührt hat im Superman-Film und jetzt auch in dem nicht. Mir ist der Hund halt nicht so wichtig. Aber ich verstehe halt, warum er ihr wichtig ist. Aber das wird auch nicht so gut erzählt irgendwie.
Christian:
Ja, genau. Und das meine ich so ein bisschen mit Tempo. Also der durchläuft halt so diese Schritte. Auch der große Triumph am Ende. Also als sie das Kostüm anzieht, das Symbol ihrer Herkunft. Und wir haben es schon ganz oft bei Superman gesehen. Und dass er das anzieht, um ...
Christian:
Um der Welt etwas zu zeigen und etwas auszusagen und sie aber gar keinen Bock darauf hat und so, das fand ich alles auch total super, aber ich habe das am Ende auch gar nicht so sehr gespürt zu sagen, aha, jetzt haben wir den Moment überschritten und jetzt kommt die Versöhnung von Herkunft und Schmerz und Zukunft und weißt du, das wofür es eigentlich hätte stehen müssen, das habe ich vielleicht gesehen, aber ich habe es auch schlussendlich nicht gespürt. Und das geht so die ganze Zeit irgendwie durch den Film, weil du sagst, Krypto, natürlich, er ist so das Vehikel, das sie in Action bringt, das sie in die Handlung bringt, aber das finde ich ist halt so im Gegensatz zu Ruthie auch so, bei ihr, also bei Kyra ist das so mechanisch Plot-Device und ja, es ist ein Symbol, keine Frage, aber ich finde das bei Ruthie ist ja eigentlich der Struggle um diese unschuldige Seele, sag ich mal, schon per se irgendwie deeper als zu sagen, oh, die Traumaüberwindung, also das Symbol steht für Trauma und die Traumaüberwindung. Überwindung und weißt du, das ist mir einfach irgendwie die tickende Uhr, drei Tage und das ist für mich irgendwie zu mechanisch die ganze Zeit. Das fühle ich auch nicht so richtig. Ich fühle da nicht so richtig den Schmerz und die ganze Metaphorik, die so überbordend werden müsste oder so. Ich fühle das alles nicht so sehr. Ich fühle das bei Ruthie ein bisschen mehr. Auch nicht viel mehr, aber ein bisschen mehr, dass ich mir denke, ah und dann die Kommentare von Lobo noch dazu und dieses ja, also es könnte eben sein, dass Ruthie in so etwas.
Christian:
Abdriftet, was sie eigentlich gar nicht werden sollte oder will und so. Also da ist ein bisschen mehr, ich sag mal, ein bisschen mehr Salz in der ganzen Sache. Aber bei Kara ist mir das ein bisschen, obwohl ich halt auch noch viel über, das nachdenke, aber ich fühle das halt leider auch nicht so sehr. Und das, ich finde den Vergleich zu Captain Marvel auch sehr spannend, weil da war ich wirklich, da habe ich das Gefühl, also diese großen Triumph, dieses, wie sagt man auf Deutsch, Also dieses Ausfüllen, ja, also das, was ihr irgendwie von außen und sie muss ja und sie darf nicht und aber irgendwie so diese, diese sich selbst anzuerkennen und diese Stärke aus sich selbst zu ziehen und dann eben auch in diesem, Triumphalen, ich fliege hier durchs Universum und ich punch mich hier sozusagen, in Symbolik irgendwie auch selbst zu relevant, so let's fucking go, da war ich sofort dabei und das fehlte mir hier so ein bisschen, so die Schläge blieben so ein bisschen leer. Ja, die waren...
Lara:
Ja, genau. Ich habe noch einen Gedanken kurz dazu, Patrick, dann kannst du auch gerne das dazu sagen. Und zwar die Sache mit, nochmal zu Cara zurück. Moment, jetzt muss ich den Gedanken sortieren, sorry. Ähm fuck, gerade hatte ich ah ja genau, was mir halt bei ihr, was da gefehlt hat und ich glaube, das ist so ein bisschen das auch wieder ich weiß nicht, ob das am Schnitt ist hängt oder ob das an dem Drehbuch nochmal ein bisschen gefehlt hat, ich weiß es nicht ähm, sie ist halt auf der einen Seite wird die ganze Zeit irgendwie auf irgendeine Art und Weise künstlich die Kräfte geraubt mal ist sie auf der roten Sonne, dann wird sie vergiftet Nie kann sie ihr volles Potenzial so richtig entfallen. Und dadurch hat sie aber halt auch nicht den, also dadurch ist sie die ganze Zeit so ein bisschen gebremst und gebrochen, aber dadurch hat sie halt auch nie diesen einen Moment, wo sie mal so komplett zusammenbricht. Und ich glaube, das ist einer dieser Momente, den es aber braucht, wenn wir über Trauma-Aufarbeitung reden, dass man halt einmal von diesem Trauma, komplett überrollt wird. Dass sie einfach so mal in sich zusammensackt und das völlig, aber sie trauert so im Stillen so vor sich hin und dann, übertünzt sie das mit Alkohol und Drogen und was weiß ich nicht alles. Aber es bricht nie über sie her. Und ich glaube, den Moment hätte es halt mal gebraucht.
Christian:
Und ich glaube, und dann zu Patrick, ich glaube aber, wenn ich mich recht erinnere, dass das im Comic dieser Moment ist, wo sie da so zusammenbricht, wo sie da in diesem Kryptonit, ich glaube, hier ist es diese grüne Sonne, da habe ich das auch erwartet. Als ich diese Szene gesehen habe und sie in so eine Art Koma fällt, dachte ich, okay, und jetzt springen wir in ihren Kopf. Jetzt sind wir hier im Kryptonit-induzierten Fiebertraum, aus dem puncht sie sich jetzt raus und kommt zu sich selbst und überwindet ihr Traum und jetzt kriegen wir hier irgendwelche Space Dragons und so richtig, abgefahrenes Fantasy Scheißding, so wo ich sag let's fucking go, aber das gab's halt nicht und das war für mich auch so ein Moment, wo ich dachte ah ja, ist vielleicht beim Testscreening nicht so cool angekommen und deshalb also ich war völlig perplex dass sie dann irgendwie, ja die Sonne die gelbe geht wieder auf und dann ist sie wieder stark und kann fliegen und alles ist erledigt, wo ich so dachte, das war ein bisschen cheap. Da hätte ich mir mehr erwünscht. Aber Patrick, wie ging es dir?
Patrick:
Ja, also haben wir ja noch über Krypto gesprochen. Also der Hund hat mir tatsächlich in diesem Film gar nichts gegeben. Das muss ich auch mal hier notieren, weil ich das letzte Mal ja sehr begeistert war und in diesem Mechanik, Krypto, Baby Yoda, whatever, einfach so als ganz einfachen Grund zu nehmen, warum dann.
Patrick:
Supergirl halt, also Kara dann doch diese Mission antritt, fand ich ein bisschen schade, weil das Problem für mich ist, dass dadurch Rufy und Karas Strang separat läuft. Eigentlich hätte ich gerne gesehen, dass Kara, obwohl sie gerade sich besäuft und alles, trotzdem einen Grund findet, Rufy zu helfen. Und da fand ich diesen Grund mit der Uhr einfach sehr künstlich, also, das haben wir ja auch gerade gesagt, dass das irgendwie gar nicht funktioniert hat und ich muss aber euch bei einem Punkt, bei einem zweiten Punkt jetzt mal widersprechen, und zwar, obwohl der Film für mich zu großen Teilen nicht emotional funktioniert hat war ich als sie das.
Patrick:
Outfit anhatte hatte ich Gänsehaut und Die letzten Minuten haben emotional für mich gut funktioniert. Irgendwie war ich dann sehr überrascht. Wäre das nicht vorhanden, hätte ich den Film wirklich sehr schlecht bewertet für mich. Hier habe ich aber doch etwas gespürt. Einerseits diese Mission, die Kinder zu retten, also diese, was ja so ein bisschen versteckt immer wird, weil das ja, glaube ich, auch kein R-Rated-Film ist, die Sexsklavinnen, die dann für die Vermehrung da sind. Das Thema ist ja irgendwie drin, aber auch irgendwie sehr seicht, ohne irgendwie, dass es weitere Konsequenzen hat.
Patrick:
Da hätte ich auch vielleicht eine weitere Abhandlung auch interessant gefunden oder mutiger. Ich glaube, das ist auch ein Thema, was man so auch...
Patrick:
Was es halt noch nicht so häufig gab in Mainstream-Medien. Und es wäre eigentlich eine gute Chance gewesen, von einer Autorin gut behandelt zu werden. Da fand ich das schade. Ich weiß nicht, wie das im Comic ist. Das würde mich sehr interessieren leider. Aber noch ein Punkt. Ich finde es tatsächlich sehr interessant, dass am Ende auch Lobo nochmal vorkommt, weil er dann für mich auch neben eben Krypto, einfach ein Charakter war, der auch sehr viel drin war fürs Marketing, für eher eine Außenwahrnehmung als eine Notwendigkeit für den Film, für die Geschichte. Weil als er dann am Ende da diesen Off-Kommentar macht zu uns Zuschauern, halt, ach ja, okay, töte ihn, oder was er da sagt, fand ich das auch so drüber, das hat für mich eigentlich aus dieser emotionalen Szene, die bei mir emotional ganz gut funktioniert hat, dann wieder ein bisschen rausgeholt. Wie ist das in der, Geschichte der Kinder? Das würde mich mal interessieren.
Lara:
Also, es ist jetzt schon ein bisschen her, dass ich den gelesen habe und ich habe es leider nicht geschafft, den vorher nochmal gelesen, aber ich meine, dass das da gar nicht so ein großes Thema ist. Ich weiß nicht, Christian, kannst du dich, soweit du es noch gelesen hast, noch erinnern? Aber meiner Meinung nach spielen die leider im Comic auch keine große Rolle, weil es einfach viel mehr...
Lara:
Geht es viel mehr um diese Rache-Sache. Also das Ding ist halt, und das finde ich halt interessant.
Lara:
Der Film erinnert mich, also der hat ja so zwei, mindestens zwei filmische, ich will jetzt nicht sagen Vorbilder, aber Einflüsse und eins davon ist definitiv Mad Max Fury Road und da geht es genau ja darum. Das ist ja genau der Punkt, da geht es ja um die Sexsklaven von dem Anführer, vom Immorten Joe, die dann befreit werden und das ist ja das ist genau das, was du gerade dir gewünscht hast. Das ist Mad Max Fury Road. Und der andere Film, oder die zwei Filme gibt es ja davon, das gibt es ja das Original und ein Remake, True Grit, ist ein Western, da geht es ja auch meistens um eine junge Frau oder ein Mädchen, die halt Rache für den Tod an ihrer Familie will. Und im Western ist es ein alteingesessener Revolverheld, der sie begleitet, aber am Ende eben auch geht es genau darum, sie davor zu beschützen, da jetzt in eine Richtung zu gehen, was sie vielleicht, später dann bereut oder was sie auf einen schlechten Pfad bringt. Und genau, diese Sexsklavinnen-Sache, Ich weiß nicht, das ist vielleicht auch ein Element, das hättest nicht unbedingt gebraucht, sage ich mal. Das gibt natürlich ihr nochmal eine extra Motivation gegen diese Briganten vorzugehen. Aber da hätte ich mir dann auch gewünscht, entscheidet euch doch für eins von beiden. Also dann macht doch die Sexsklavinnen und den Missbrauch und die Vergewaltigung und all das. Macht doch das als ihre Motivation zu helfen und lasst die Kryptosache weg.
Lara:
Oder lasst die Sexsklavinnen weg und sucht euch irgendwas, was mit Ruthie zusammenhängt oder von mir aus macht das mit Krypto aber das war.
Lara:
Wieder so ein bisschen die Krankheit die ich bei Superman schon gesehen habe so zu viele kleine Nebenplots, die auch noch aufgemacht werden aber dann nicht so richtig, weiter verfolgt werden und zum Schluss diese Szene auf dem Planeten das ist ja wirklich sehr Mad Max gewesen wo die dann mit irgendwelchen Space Motorrädern und so um sie rumfahren und der Sand wird aufgewirbelt und so weiter. Das war ja auch eine ganz eindeutige Referenz, glaube ich. Aber ja, also ja, ich glaube im Comic, wenn es überhaupt vorkommt, spielt es auch keine große Rolle, um die Frage zu beantworten.
Christian:
Ich will noch mal einen Satz aufgreifen, den ich mir rausgeschrieben habe, der ja so, glaube ich, eigentlich der zentrale Satz des Filmes ist. Ich müsste jetzt auch noch mal kurz überlegen, wer den zu wem sagt. Ich glaube, das sagt Supergirl zu Ruthie am Ende. Your life will be your revenge. Also dein Leben ist die gelebte Rache. Du musst dir niemanden töten, um zu zeigen, dass du Rache übst. Was für mich halt so die Quintessenz dieses Filmes ist. Das ist ja eigentlich, in dem Moment sagt Supergirl, das ist ja eigentlich auch schon fast zu sich selber. Also das ist ja eigentlich der Moment, wo beide anfangen, über ihr Trauma hinwegzukommen. Oder ihr Trauma, ich sag mal, mitzunehmen. Irgendwie zu vereinnehmen und nicht dagegen anzukämpfen und es nicht irgendwie ablegen zu wollen oder so.
Christian:
Das ist für mich der Satz des Filmes und auch da, also das ist, das, funktioniert für mich in Theorie besser als in der Praxis, weil dann greift halt Kara am Ende zum Schwert, um Graham irgendwie umzulegen und, tötet und tut das, was Superman halt nicht kann und ich habe da auch eine ganze Menge Ideen zu und Gedanken noch zu und das beschäftigt mich auch alles, überhaupt die Figur Supergirl, aber erstmal zu diesem zentralen Satz und das ist für mich halt eben ja fast schon sinnbildlich. Ich habe das Gefühl, dass der Film, das meinte ich mit fehlendem Momentum und auch mit diesem zerstückelten, zerschnittenen, ich habe das Gefühl, der Film schafft es gar nicht, zu seiner eigenen Quintessenz irgendwie zu kommen, die wirklich auszubreiten und.
Christian:
Zu, ich weiß nicht, zu zelebrieren. Ich habe das Gefühl, das ist so ein Satz, der wird halt irgendwie gesagt und der ist vielleicht auch irgendwie wichtig, aber der haut irgendwie nicht so richtig rein in einem Film. Der ist nicht so richtig, ich glaube, das soll dann so der Wendepunkt sein. Das soll auch das sein, was Supergirls Motto eigentlich so ist. Truth, Justice in the American Way ist vielleicht Superman, aber Supergirl ist halt das. Dein Leben ist Rache genug. Aber irgendwie ja, es bleibt für mich sperrig, das ist nicht rund genug das sitzt nicht so richtig, ich weiß nicht, wie das euch ginge, ich weiß nicht, wie ihr vielleicht auch diesen Satz einordnen würdet was ihr damit irgendwie macht, was für euch überhaupt so die Quintessenz des Filmes und vielleicht auch der Figur Supergirl irgendwie ist, was nehmt ihr jetzt raus aus diesem Film, Patrick, vielleicht du was ist so, dein Gefühl oder was Was würdest du sagen, hat dir dieser Film jetzt über Supergirl näher gebracht? Was denkst du jetzt über diese Figuren? Was denkst du eben auch so im weiteren Kontext von DCU? Wofür steht Supergirl jetzt für dich?
Patrick:
Also erst mal dieser Satz hat mich schon ziemlich bewegt. Das ist auch so einer dieser Punkte, wo ich dachte, wow, okay, dieser Film hat irgendeine Tiefe, die er nicht ganz ausspielt, aber die ist irgendwie da oder zumindest einen emotionalen Kern. Die Tiefe ist vielleicht ein bisschen zu viel gesagt. Aber der Satz hat mir schon ein bisschen Gänsehaut verweitet und das finde ich schon erstaunlich, weil ich das vorher nicht hatte. Zu deiner konkreten Frage. Ich finde es sehr interessant und gut, dass wir die Spiegelung haben von Cara mit, klar kennt, sage ich jetzt mal ganz bewusst, weil wir natürlich dieses amerikanische Modell haben bei Superman.
Patrick:
Ich fände es langweilig, wenn wir eine zweite Superfigur hätten, nenne ich das jetzt einfach mal, oder eine weibliche Figur in dieser Abfolge. Und die wäre sehr ähnlich. Das macht für mich einfach keinen logischen Sinn aus Drehbuchperspektive, sie muss einen gewissen Kontrast haben, damit wir mehr Themen erzählen können und, Konflikte bergen. Ich kann mir zum Beispiel aber vorstellen, das kann ich mir schon vorstellen, dass wir vielleicht in einem nächsten, also zum Beispiel Man of Tomorrow, sehen, dass sie dann etwas etwas positiver auftritt, weil sie nicht so viel trinkt, weil sie, nicht so ganz abgefuckt ist, sondern eher zynische Kommentare macht, aber in ihrem Kern dann Superheldentaten hat. Es wird ja am Ende so einen Ausblick gegeben, wo sie ankommt.
Patrick:
Und er, also Superman, sagt ja, ich hätte dich beim letzten Job gebrauchen können. Ich glaube, wir werden am Anfang von Man of Tomorrow, das ist meine Vermutung zumindest, am Anfang sehen, wie die beiden sehr gut funktionieren und sehr eingespielt sind, damit wir so ein bisschen Progress innerhalb der Filmwelt sehen. Und für mich ist sie eine Figur, die ein Trauma erlebt hat. Und in einem Trauma kann es ja, den Punkt geben, dass man dieses Taubheitsgefühl hat und Sachen ignoriert und dann einfach das auf andere Weise verarbeitet. In dem Fall mit Alkohol, Gefühle, Lahmlegen, damit man sich nicht damit beschäftigt oder versucht, sich damit nicht zu beschäftigen.
Patrick:
Und das auf Coping-Mechanismen benutzt. und ich glaube, dieser Film hat uns ja jetzt am Ende eigentlich schon ein bisschen erzählt, dass sie das jetzt nicht vielleicht überwunden hat, aber sie versucht, ich finde, das ist ein sehr wichtiger Punkt, wenn man so einen Therapieprozess zum Beispiel sieht, da kann ich auch aus eigener Erfahrung sprechen, dass man am Ende doch versucht, was zu ändern, indem man doch dann zur Familie geht und dann doch, versucht, die eigentlichen Muster, die man hat, eben von um Planet zu Planet zu trinken zu gehen und dann eigentlich auch nichts Gutes zu machen. Das ist ja auch etwas, was Rufy ihr ja auch klar macht. Hey, du hast eigentlich was Gutes getan. Das nimmt Carol ja am Anfang gar nicht so wahr, sondern einfach, ja, der hatte halt das Schwert, deswegen habe ich geholfen. Aber sie macht ja die Tat, also die gute Tat, am Anfang ja auch kleiner. Und daher finde ich schon, dass mir erzählt wurde, dass eine Figur, die sehr verletzt ist, aber damit nicht richtig umgeht, Jetzt am Ende gibt es einen Ausblick und ich weiß nicht, ob das weitererzählt wird in diesem DC oder habe ich vielleicht nicht so optimistische Aussichten, aber dass zumindest wir eine Entwicklung dann sehen, die dann eine andere Figur zeigt und das ist dann wiederum was Interessantes.
Christian:
Lara, wie ging dir das? Wer ist für dich Supergirl?
Lara:
Ja, das ist genau die Frage, die mir der Film nicht so recht beantwortet, leider. Ich finde, er macht natürlich das, was Patrick gesagt hat, alles richtig. Und am Ende geht es genau darum, dass sie anhand von Ruth sie erkennt, dass das...
Lara:
Dass das Leben nach vorne zu gucken, dass das wichtiger ist, als sich von der Last der Vergangenheit erdrücken zu lassen. Das ist auch so ein bisschen das, was in einem Comic passiert. Was aber ein entscheidender Unterschied übrigens ist, um noch ein letztes Mal auf den Comic zu kommen, ist nämlich das Ende. Wie die Sache mit Krem ausgeht. Und zwar ist es so, dass im Film ist es ja so, dass sie Ruthie wegschickt und ihn dann tötet. Und das passiert auch wirklich. Also man sieht ja auch, das Lobo steht oben und sieht es. In dem Comic ist es so, dass sie Ruthie wegschickt und Ruthie denkt, dass sie ihn getötet hat. Aber in Wirklichkeit schickt sie ihn in die Phantom Zone. Und dann gibt es ein Epilog im Comic, hunderte Jahre später. Ruthie ist mittlerweile eine alte Frau und wird von Supergirl, die kaum gealtert ist, besucht. Und dann reden sie nochmal drüber und dann holt sie ein Prisma raus und holt den gealterten Krem aus der Phantomzone zurück und zeigt ihr, dass er nicht tot ist und dass er in den jahrelangen Gefangenschaften, dass er seine Fehler eingesehen hat und der Krem sitzt dann auch da auf den Knien und bittet sie um Verzeihung und alles was Ruthie macht, ist, dass sie mit ihrem alten.
Lara:
Gehstock ihm einen auf den Kopf haut und dann einfach ihn stehen lässt, aber sie lässt ihn leben. Und ich finde, das ist ein essentieller Unterschied zu dem, was im Film passiert. Und ich finde, also wir sollten schon noch mal darüber reden, dass es eine enorme Sache ist, dass sie ihn einfach tötet. Weil das ist ja auch ein Riesenunterschied zu das, was Superman ist. Und das hat natürlich viel mit ihrem Trauma und ihrer Vergangenheit zu tun. Aber was hat sie denn dann nun jetzt gelernt in dem Film? Dass sie die Bürde, dass sie schon korrumpiert ist und die unschuldige Ruthie aber dadurch schützen kann, dass sie diese unglaublich fiese Tat, einen Menschen, eine Kreatur zu ermorden, dann für sie übernimmt. Aber das würde ja für sie selber nicht wirklich, was ist dann der Endpunkt von ihrer Entwicklungsreise also warum muss Krenn da sterben, warum macht sie das das passt nicht zu dem.
Christian:
Satz davor your life will be your revenge.
Lara:
Genau und ich bin mir ziemlich sicher das ist naja, weil sag du, Naja, weil, dass sie lebt, ist ja nur der halbe Teil der Rache. Er muss es ja mitkriegen, dass sie lebt. Und dass sie trotz dieser krassen Verbrechen, trotz dieses unglaublichen Unrechts, das er ihr angetan hat, dass sie nicht darunter zerbricht, sondern dass sie ein erfülltes und positives Leben führen kann. Das ist ja das, was ihn bricht, weil er steht ja für das Böse, das sich einfach alles nimmt, was möchte und ungestraft davonkommt und sagt, this is the way of the universe. Nur der Stärkste überlebt und der Stärkste darf alles machen, was er will. Und dass sie aber ihm quasi sich da widersetzt und sagt, mein Lebensziel ist nicht die Rache. Ich bin nicht so wie du. Ich bin nicht einfach nur stärker oder besser oder was auch immer, hab die besseren Freunde oder so, sondern ich entscheide mich dagegen. Das ist die beste Rache, weil er dann vorgeführt bekommt, dass sein Lebensmotto, seine ganze Identität falsch ist, weil er sagt, das geht ja nicht anders und ich glaube, das funktioniert halt nicht, wenn er tot ist. Also man könnte halt sagen, er sieht es vorher ganz cool.
Patrick:
Jetzt check ich es, ja.
Christian:
Es ist für mich auch eigentlich die moralische Überhöhung. Es ist zu sagen, der größere Kraftakt in dem Moment ist es, sich auch höher zu stellen und zu sagen, ich halte diese Widersprüchlichkeit jetzt aus. Und ich überwinde... Sozusagen das Schlechte in dem Moment, in dem ich aktiv daran arbeite und selbst, also meine Kraft, nicht meine Superkraft mit Space Lasern und Fliegen, sondern meine moralische und meine persönliche Kraft bedeutet, eben nicht diesen einfachen Weg zu gehen. Aber das kann Cara nicht leisten.
Patrick:
Das kann Cara nicht leisten. Das hat mir der Film nicht erzählt. Das kann jemand aus Amerika leisten, der in einer guten Familie aufgewachsen ist. Ich finde, genau das wird im Film erzählt.
Christian:
Genau, und da möchte ich auch noch mal drauf hinaus. Also wenn wir das jetzt erstmal so hinnehmen, dass Kara diejenige ist, die halt eben dann ihn mit mehreren Schwertstichen, auch tötet, das hat mich auch sehr stark so drüber nachdenken lassen, was das halt eben, also das macht für mich diesen Unterschied zu Superman auch nochmal sehr deutlich auf. Da kaue ich halt immer noch drauf rum. Kara kann das halt auch, während Kal-El, Clark, Superman das überhaupt nicht kann. Durch seine Erdbezogenheit. Also klar, es ist die Herkunft, es ist diese Aufzucht von Carl L. als Clark Kent in dieser Familie und unter irdischen Bedingungen bla bla bla. Aber Cara ist auch, also Superman. Cara ist zwar in diesem Kostüm, aber das Symbol Supergirl, würde ich sagen, ist ja eigentlich, kann man schon darüber streiten, ob das überhaupt in diesem Film vorkommt. Ob diese Symbol, diese, ich sag jetzt mal Feuerwehrfrau Supergirl, wie es halt der Feuerwehrmann Superman ist, das ist Das ist ja auch eine Metapher, ein Symbol. Also du, Patrick, bist auf dem Weg zur Arbeit und in dem Moment fliegt Superman an dir vorbei. Dann ist das sofort ein Gefühl von, egal was passiert, mir geht's gut, ich bin sicher. Wenn du irgendwo Feuerwehrleute siehst, weißt du zumindest, hier sind Leute am Werk, die haben Ahnung, die sind kompetent.
Christian:
Ich werde beschützt. Das ist das Symbol von Superman. Und deshalb kann er auch niemals so auftreten, wie Kara am Ende dieses Filmes. Er kann es nicht, er darf es nicht, weil in dem Moment, wo er so etwas tun würde, würde er sofort zu Bedrohungen werden. Der Deal zwischen der Menschheit und Superman ist, dass Superman nicht tötet und wir ihn deshalb auch nicht fürchten müssen. Und deshalb geht er halt immer noch die 500 extra Meilen und rettet das Eichhörnchen und will das Kaiju-Wesen retten und er wird alle retten. Auf den, den er eine reinhaut. Und das finde ich halt so spannend, dass wir eben hier dann eben Kara als Gegenstück haben, die sagt, ich habe diesen Deal mit niemandem gemacht. Es gibt für mich dieses, ich bin nicht die Feuerwehrfrau, ich bin nicht das Symbol Supergirl, das hier irgendein Vertrag mit irgendwelcher Bevölkerung abgeschlossen hat. Ich bin ich. Und ich habe hier meine Space Odyssey im Weltall und ich bin fucked up ohne Ende. Ich habe hier mein Trauma zu tragen und am Ende schaffe ich es, dieses Kostüm irgendwie zu tragen und fülle es selber aus, nicht als das, was mein Cousin von mir will und was Erwartungen von außen an mich herantragen und irgendwelche Rollenbilder, die ich irgendwie, irgendwem recht machen muss, sondern aus mir selbst heraus und ich fülle dieses Symbol zaghaft damit auf, indem ich sage.
Christian:
Ich kann auch zur Bedrohung werden. Ich kann auch, ich kann auch anders. So, und das nicht als, als, ne, also in diesem Raum, und das finde ich halt erstmal super, super, super spannend, dass sie mehr so eine Wildcard ist, aber eben auch nicht aus so einem, ich weiß nicht, nicht aus so einer Attitüde heraus oder so, nicht um mit irgendwas zu kokettieren oder zu spielen, sondern ganz klar sie auch, also das finde ich halt in dem Moment eben so bedeutsam. Krem ist in diesem Film halt eben auch beyond, wie sagt man?
Lara:
Saving?
Christian:
Ja.
Lara:
Beyond Redemption?
Christian:
Beyond Redemption. Den kriegst du nicht mehr in irgendwas zurück. Ja, den kannst du in der Phantomzone für immer irgendwie rumschimmeln lassen. Aber es gibt keinen Moment der Versöhnung und der Vergebung, die dieses Wesen irgendwie gerecht wird. Und Kara ist denn diejenige, die sagt, und dann kann ich das auch noch auf mich nehmen, diejenige zu sein, die das hier beendet. Das finde ich als Gedankenexperiment erstmal sehr, sehr spannend. Ich weiß auch nicht, ob ich das schlussendlich alles schlüssig finde und ob das auch die Figur für mich irgendwie auszeichnet oder auszeichnen soll. Aber darüber habe ich ganz viel nachgedacht, wie Kara, wie Supergirl eben niemals mit irgendwem irgendwelche gesellschaftlichen Verträge geschlossen hat, die irgendwas zugrunde liegen. Und das finde ich sehr, sehr interessant erst mal.
Lara:
Das will ich auch alles gar nicht abspielen.
Patrick:
Man könnte dazu sagen, dass wir aber jetzt, jetzt die Geschichte ja weitergeht mit ihr. Ich finde, da darf man nicht so den Deckel drauf machen, weil ich finde es einen sehr starken erzählerischen Aspekt, dass wir eine Figur haben, die ganz anders funktioniert.
Patrick:
Und dass es halt eben vielleicht auch etwas atypischer als in der klassischen Erzählung ist, dass halt die Frau die klassische Gute ist und der Mann so da raufrollt. Ich finde es richtig gut, dass wir einen Charakter haben, der Schmerz erleidet und dadurch eine Reise macht und nicht immer das Richtige macht. Und plötzlich auch dieses Symbol, was ja sehr modern, zumindest interpretiere ich das als sehr modernen Ansatz, dieses Es und diese Hoffnungsfigur, dass sie plötzlich so ganz anders funktioniert und dann eben doch den Stich setzt, um zu töten. Ich bin aber jetzt sehr gespannt, wie diese Weise weitergeht mit dieser Figur.
Patrick:
Wie gesagt, ich bin da nicht so ganz hoffnungsvoll, aber ich möchte trotzdem das weiterspinnen und sagen, vielleicht macht sie jetzt bald Erfahrungen mit, ihrem Onkel oder was war das nochmal? Also mit eben Superman. Und vielleicht kommt sie dann in diese Sphäre, dass sie dann sowas in zwei, drei Filmen nicht mehr machen würde. Und das ist doch eine spannende Weitererzählung. Und das finde ich total, die Stärke, weil das reibt ja auch irgendwie so eine Diskussion an mit der Figur Superman. Eigentlich eine Figur, die so alt schon ist. Eigentlich, wo viele sagen, zumindest im deutschsprachigen Raum, das ist so eine langweilige Figur. Und dass man das eben auf ein inhaltliches Level bekommt, wo es ein Familienmitglied ist, was zwar gute Taten vollbringt, aber eben auch Taten, die böseartig sind für das Gute sozusagen. Das finde ich halt sehr spannend.
Christian:
Ich musste auch gerade an Batman denken. Ich habe das Gefühl, das war für mich immer das Spannendste, was ich auch in den Comics gelesen habe. Superman ist der Optimist, Batman ist so der Pessimist und vielleicht ist Supergirl jetzt in dieser Konstellation so die Realistin dazwischen. Superman sieht immer das halbvolle Glas und Batman sieht immer das halbleere Glas und sie ist vielleicht eine, die mal auf der Seite steht und mal auf der Seite steht und halt bereit ist, die Argumente zu hören, die zwischen Batman und Superman, die jeweils andere Seite gar nicht wahrhaben will. Das finde ich irgendwie schon mal interessant und das ist für mich eigentlich auch so die größte Stärke, um den Bogen zurück auf den Film zu schlagen, die dieser Film halt für mich als großer Fan dieser Superman-Figur eben auch macht. Es ist für mich eben.
Christian:
Es ist etwas ganz anderes. Es ist ein ganz anderer Film, es ist eine ganz andere Figur, es ist eine ganz andere Geschichte und da bin ich sehr, sehr dankbar, dass das eben nicht einfach nur ein Superman irgendwie im roten Rock und mit blonden Haaren irgendwie ist, die hier irgendwie durch den Film fliegt, sondern dass dieser Film in seiner Laufzeit es für mich geschafft hat, eine ganz eigene Figur und Reise und Geschichte aufzuzeigen. Und ich glaube, dass die Comicfigur Supergirl tendenziell, da hole ich jetzt weit aus, ich habe nicht so viele Comics gelesen, aber ich glaube halt auch immer ein bisschen Schwierigkeiten hatte, etwas Eigenes zu sein, für etwas Eigenes zu stehen und eben nicht nur so ein weiblicher Abklatsch irgendwie von Superman zu sein. Ich meine, so wurden die halt gerade in den 40ern auch extrem schnell aus der Retorte halt produziert. Da hast du ja, als dieser Boom auch aufkam, einfach alle möglichen Konstellationen irgendwie mal durchgespielt.
Christian:
Und das finde ich hier erstmal sehr, sehr, sehr, sehr toll, trotz aller Probleme. Und ist das jetzt nun sauber im Skript und humpelt der Film irgendwie vor sich hin und ist die Action irgendwie, aber so in diesem ganzen Kern, ich habe überhaupt nicht bereut, aus dem Film rausgegangen zu sein, sondern hatte dieses Gefühl von, ah, das ist was ganz Eigenes und anderes und hat auch nicht so eine, ich sag mal, krampfhafte, es ist kein krampfhafter Gegenentwurf zu irgendetwas. Es ist nicht der Anti, die Anti-Superman. Es ist nicht, es ist nicht so ein, so ein, so ein, ja, man muss sich nicht von irgendetwas quasi distanzieren, sondern es passt sehr gut zu Superman, wie ich diese Szenen auch fand. Superman ist irgendwie der, was sagt es immer so, der, Superman sieht irgendwie immer das Gute und ich sehe immer das Realistische oder so. Das funktioniert alles. Auch die Szenen mit Superman haben für mich super gut funktioniert, weil er immer, zu begeistert von allem ist und zu sehr ihr dieses Kostüm überstülpen will, mit allen Bedeutungen, die er da drin sieht und findet und das ist ja völlig klar, das ist doch alles, etwas Tolles, etwas Gutes und du bist ja auf der Erde und das ist der beste Ort der Welt und, aber sie sieht das alles nicht und sie muss ihren eigenen Weg finden, ihren eigenen Weg gehen und eben auch den eigenen Weg in dieses Kostüm finden. Das finde ich insgesamt sehr, sehr, sehr schön und hat mir als Fan sehr, sehr gut getan, um vielleicht auch schon mal ein vorsichtiges Fazit zu schließen.
Lara:
Ich weiß nicht, Lara.
Christian:
Wie war das so für dich?
Lara:
Naja, der Gedanke, dass sie so ein grauer Jedi ist quasi, den finde ich natürlich schon sehr interessant und spannend, weil er natürlich genau dann, diese Lücke füllt, die du schon aufgemacht hast und die halt auch irgendwie, einen Mittelweg findet zwischen dark and gritty Snyderverse und super bunt und poppy irgendwas.
Lara:
Ich will auch noch mal klarstellen, ich finde es jetzt per se nicht falsch oder schlimm, dass sie am Ende den Krem getötet hat. Ich wollte nur noch mal den Unterschied rausarbeiten und ich finde, es macht schon einen Unterschied, aber ich finde es jetzt nicht falsch. Also klar, es passt zu ihr und zu der Charakterisierung, die sie in dem Film, macht, also die man sieht von ihr, auf jeden Fall. Und ich denke auch, dass das gerade in der Zukunft, wenn sie dann eben auf der Erde jetzt ist, durchaus auch zu Reibungspunkten mit Clark führen wird. Und vielleicht aber, und das ist meine Hoffnung, aber, eben eher im positiven Sinne auf ihn abfärbt, als dass es dann so als Bruch mit ihm inszeniert wird, sodass er dass er durch sie halt feststellt, dass es eben schwarz-weiß-Denken auch nicht mehr funktioniert auf der Erde so. Und vielleicht kann er das durch sie lernen, aber ich bin mir nicht sicher.
Lara:
Was ich halt schade finde, ist, dass die Figur, die hier aufgemacht wird und die Figur, die in dieser Comic-Vorlage auch passiert, die leidet halt sehr stark durch die ganzen filmischen Schwächen, die dieser Film hat. Und deswegen bin ich, ich finde das so schade und ich glaube, das ist auch der Grund, warum, der emotional für mich nicht so gut funktioniert, weil ich glaube, wenn man genau das besser inszeniert hätte, dann hätte mich auch dieser Moment emotional abgeholt, so wie es bei dir anscheinend funktioniert hat, Patrick. Bei mir hat das halt eben nicht funktioniert. Allein schon deswegen, weil dieser letzte Kampf vorher, der war optisch und visuell einfach so stark.
Lara:
Unbefriedigend, möchte ich jetzt mal sagen. Also der ganze Film ist ja sehr viel verwaschen und grau und dreckig und so. Und an manchen Stellen mag das gut passen, aber wenn die da von Planet zu Planet hüpfen, hätte man ein bisschen mehr Abwechslung machen können, finde ich. Was im Comic halt leider auch ist und gerade das Finale da auf diesem Planeten mit der grünen Sonne ist auch noch alles wieder so, da fühle ich mich da auch wieder schlecht erinnert an die Finale, in der letzten Ära die halt immer irgendwie im Dunkeln CGI schlachtfest waren und deswegen, das hat dem Film echt oder der Figur einfach sehr geschadet leider und, das ist auf jeden Fall ein Punkt den kann ich nicht rauslassen Denn der ist für mich ein essentieller Punkt der Kritik, dass der hätte auch gerne nochmal ein bisschen mehr Farbe vertragen können. Es muss nicht immer poppig und hell und alles super bunt sein, aber ein bisschen mehr Abwechslung wäre kleiner Meinung nach schön gewesen. Aber ich lasse es erstmal dabei. Wir reden ja wahrscheinlich schon nochmal über Lobo gleich, weil ich glaube, da gehen unsere Meinungen krass auseinander.
Christian:
Den würde ich gleich, wenn wir über das weitere DCU noch sprechen, den würde ich da gerne ein bisschen mit reinholen. Patrick, hast du vielleicht, ein knackiges Fazit zu dem Film?
Patrick:
Der Supergirl verdient einen besseren Film als diesen Film. Der Film ist absolut hässlich. Das habe ich noch gar nicht erwähnt. Ich finde, das ist einer der schlimmsten Filme, die ich die letzten Jahre aus ästhetischer Sicht gesehen habe. Ich finde, man merkt am Schnitt sehr stark, dass, immer wieder irgendwie neue Ideen reingebracht wurden, ich hätte gerne mal einfach einen Rough Cut von dem ersten Entwurf ich glaube, das wäre sogar, egal wie schlecht, das wäre irgendwie homogener, nicht besser, aber homogener, ich finde tatsächlich dass Millie Alcock eine großartige Performance abliefert, und aus sehr wenig, sehr viel rausholt. Das Skript auch an sich hat für mich am Ende dann doch irgendwie funktioniert, weil diese emotionale Ebene bei mir im letzten Drittel funktioniert hat. Was ich noch gar nicht erwähnt habe, das möchte ich mal kurz nur erwähnen. Ich finde diese Idee, dass es eine Kryptonit-Sonne gibt, einfach, sorry, mega cringe. Also ich habe wirklich stark mit den Augen gerollt, weil das ist für mich immer diese lahmste.
Patrick:
Dieses langweiligste Trope generell bei Superman auch, dass immer Kryptonit rausgeholt wird, wenn damit es spannend wäre, ich hätte mir da ein bisschen Kreativität gewünscht, auch wenn es wahrscheinlich in der Vorlage vorkommt, beziehungsweise, dass man vielleicht, dass sie dann doch plötzlich wegen der aufkommenden anderen Sonne dann doch wieder stark ist, dass man das irgendwie interessanter erzählt, also, dass sie vielleicht auch emotional was durchmachen muss oder was, erleben muss, damit die Sonne vielleicht, die andere Sonne aufgeht oder die, Kryptonit-Sonne irgendwie verschwindet oder abgedunkelt wird, weil.
Patrick:
Das hat für mich irgendwie gar nicht funktioniert. Vielleicht bin ich da auch ein bisschen zu oberflächlich und zu streng mit Kryptonit, aber das ist etwas, wo ich denke, wenn man keine Idee hat, dann holt man nochmal das grüne Leuchtende etwas raus und, das hat vielleicht in den 70ern funktioniert, hier funktioniert das für mich gar nicht, weil ich eigentlich dachte so, oh, ich bin jetzt gespannt auf das Finale, oh, okay, sie holen den Komponit raus, uninteressant. Ich finde halt, der Film und das ist für mich ein sehr schlechtes Zeichen fürs DCU, vielleicht um da so rüber zu leiten, ist für mich tatsächlich, dass sehr viel auch draufgepoppt wirkt. Wir müssen wieder einen Hund, weil der im vorherigen Teil irgendwie eine Rolle gespielt hat, reinbringen. Wir müssen Lobo reinbringen, der mit Jason Momoa bei Interviews sitzen kann. Wir müssen irgendwie auch Superman häufig zeigen, damit wir sagen, hey, wir sind im gleichen Universum. Das war für mich überhaupt nicht glücklich und ist nach meiner Meinung sehr enttäuschend, weil James Gunn ja angeblich ja auch sehr viel bei Marvel mitgeholfen hat, neben seinen Filmen und alles wirkt sehr unelegant auf mich. Also eigentlich ein nicht so guter Film, der aber durch seine letzten Szenen und durch die Performance von Millie Alcock und auch ein bisschen von Jason Momoa mir Spaß bereitet hat und ein okayer Film ist keine Vollkatastrophe.
Christian:
Ich nehme das mal als Überleitung, weil du jetzt James Gunn mit reingeholt hast in die Diskussion und über den musste ich auch viel nachdenken. Als Mastermind jetzt von diesem DC-Universum. Und wir haben ja schon, wenn man so will, einen Marker, einen Meilenstein hier, weil es ist das erste Mal im DC-Universum, in diesem neuen, dass James Gunn lediglich produziert. Er war ja sonst, ne, Creature Commandos, diese Animationsserie, die hat er komplett geschrieben. Peacemaker, die zweite Staffel die definitiv im DC-Universum auch verankert ist, auch selbst geschrieben komplett und natürlich den Superman-Film geschrieben und Regie geführt und hier eben weder das Drehbuch geschrieben noch Regie gemacht, und deswegen finde ich das umso überraschender, dass dieser Film wie ein, ich sag jetzt mal ganz platt, Möchtegern-James-Gun-Film daherkommt, von Needle Drops von einer Protagonistin, die mit einem iPod und Kopfhörern unterwegs ist, bis hin auch zu teilweise, Stilmittel ist zu viel gesagt, aber ich musste schon ein bisschen.
Christian:
Mit den Augen rollen, als wir hier schon wieder so einen Action-Moment haben, wo um eine Kernfigur die Kamera schwenkend die Action um sie herum und von ihr abgehalten wird. Im vorherigen Film bei Superman war es Lois Lane unter dieser Bubble von Mr. Terrific Und hier haben wir so eine Szene, wo Ruthie auch irgendwie von allen Seiten bedroht wird, aber Supergirl diejenige ist, die immer in der richtigen Sekunde dann dazukommt und zurückschlägt. Und das fand ich irgendwie alles, also auch schon vorher, das hat mich sehr irritiert, dass die Trailer auch, so eine Mischung aus irgendwie ja immer noch und schon wieder Guardians of the Galaxy, Space Adventure, Road Movie, aber halt eben jetzt mit Supergirl, wo ich auch dachte, also wenn das irgendwie alles ist, was euch einfällt, um diesen Film, auch irgendwie zu präsentieren und zu vermarkten und den Leuten schmackhaft zu machen. Na, dann hoffe ich, dass da aber noch viel, viel mehr drin steckt. Und ich habe da auch nicht viel mehr drin gesehen. Also wir haben einiges jetzt rausgearbeitet, aber so, ich sage mal, die plakative Ansage des Filmes ist irgendwie ein James-Gun-Film, der aber nicht von James Gunn ist. Und das finde ich irgendwie so als erstes, also als ersten Marker, der James Gunn eigentlich am stärksten in den Hintergrund stellen sollte, irritierend, um es mal so zu sagen. Und dann geht schon wieder gleich mein verschwörerischer Kopf irgendwie los, wo ich mir auch denke.
Christian:
War vielleicht auch der Regisseur der falsche Pick für diesen Film? Hat der sich übernommen mit so einem Blockbuster und musste dann irgendwie so im Nebenbei-Modus Gun nochmal irgendwie drauf gucken? Oder die CGI-Abteilung hat ein bisschen mehr bei der Action übernommen und deswegen ist die kaputt geschnitten und man hatte nicht mehr genug Zeit und war dieser Film hinter den Kulissen viel problematischer, als der nach außen hin sich gibt.
Christian:
Das hat mich irgendwie alles ein bisschen irritiert. eben auch in diesem DCU-Kontext, wo ich so dachte, naja, eigentlich sollte das doch jetzt der Moment sein, wo wir die Türen weit aufmachen und, das nächste Ding irgendwie auch spüren, aber es fühlt sich viel zu gleich an, auch zu dem, was wofür James Gunn steht, was mich ein bisschen besorgt. Lara, wie geht es dir?
Lara:
Naja, da möchte ich nochmal auch auf unseren Superman-Cast zurückgreifen, weil da haben wir über zwei Dinge haben wir gesprochen. Zum einen habe ich gesagt, dass ich James Gunn nicht mehr so gerne sehe, weil es immer James-Gunn-Filme sind, die er macht. Und jetzt einen Film zu sehen, der wie ein James-Gunn-Film wirkt, aber nicht von ihm ist, macht es nicht unbedingt besser für mich. Und das zweite ist, und das fand ich interessant, das habt ihr beide nämlich damals gesagt, ihr findet das so super, dass DC und Warner den, einzelnen RegisseurInnen und so weiter freie Hand lässt und dass da jeder sein eigenes Ding machen kann, dass die Filme für sich stehen sollen und auch einen eigenen Charakter haben und eben nicht diese Marvel-Formel und immer alles gleich und so. Und jetzt haben wir den ersten richtig großen Film abseits von dem Eröffnungsfilm und das ist genau das Gegenteil. Also, das ist alles nicht eingetreten und das ist auf jeden Fall bedenklich und wenn jetzt jeder Film im Gunniverse so wird, Also, wenn der Wonder Woman... Manni, was ist ein geiler Name?
Lara:
Dann, wenn der Wonder Woman Film auch so wird, ich meine, du hättest hier überhaupt nicht das machen müssen. Du hast hier keine Misfit-Crew. Du hast hier zwei junge Frauen. Da hättest du in eine völlig andere Richtung gehen können. Und allein, wie oft Cara einfach irgendwie dauern muss, sie kotzen oder ist irgendwie fertig und so weiter. Das ist so, das muss ich nicht mehr sehen. Und warum die Interaktion zwischen Wuthi und Cara sind halt leider auch nicht so besonders gut gemacht gewesen. Und das hat auch was damit zu tun. Wir haben nämlich auch damals gesagt, kann James Gunn irgendwie nicht so richtig gut Frauenfiguren. Und wenn er da jetzt so viel Macht wieder drauf hatte, dann könnte ich mir halt vorstellen, ich weiß nicht, ob Gillespie auch keine Frauenfiguren kann, das glaube ich nicht, weil Aitonia war ja ein relativ guter Film, was das angeht. Aber ich weiß es nicht also da wäre einfach viel mehr drin gewesen und da jetzt eben den Schwenk auch noch mal zu Lobo, weil.
Lara:
Für mich war Lobo in dem Film, reiner Fanservice, hätte man komplett weglassen können, hat nichts dazu beigetragen und die Zeit, die er eingenommen hätte, hätte man viel mehr Ruthie bringen müssen. Viel, viel mehr Ruthie bringen müssen. Auch wenn man zum Beispiel sowas sagt wie, das lehnt sich an Filme wie True Grit an. Die Beziehung zwischen Kara und Ruthie, die wäre enorm wichtig gewesen, auch gerade für den finalen Payoff, was wir vorhin angesprochen haben. Und das kommt mir hier viel, viel zu kurz. Es tut mir wirklich leid, um Eve Ridley, die hier kaum irgendwie mal was machen darf. Und wenn sie irgendwo mal im Mittelpunkt steht, dann genau in den Momenten, die du sagst, wo sie einfach nur da steht und nicht mal sich selber verteidigen darf, sondern Supergirl um sie herumfliegt und jede noch so kleine Bedrohung wegboxt. Und sie darf sich nicht mal selber beweisen. Immer wenn sie es probiert, wenn sie irgendwo hinläuft oder so, dann wird sie gefangen genommen oder sonst irgendwas und also diese Kombination und das ist auch was, was ich sehr gannisch finde. Und ich weiß nicht, ich finde das sehr bedenklich auch, also du hast schon gesagt bedenklich und ich finde das auch sehr bedenklich und ich bin mal gespannt, ich traue es der Autorin durchaus zu, dass sie einen Wonder Woman Film schreiben kann, der besser ist als.
Lara:
Das, was vielleicht ein James Gunn daraus machen würde, wenn er das Drehbuch, schreiben würde, aber die Frage wird da auch sein, wer führt Regie und wie viel, Einfluss wird James Gunn darauf haben, weil wir haben ja jetzt gerade schon gesagt, hier waren ja auch Test-Screenings und Nachdrehs und das war vielleicht nicht so, und Nachdrehs gibt es ja immer, aber vielleicht waren es doch ein paar zu viele und da ist vielleicht auch hinter den Kulissen ein bisschen viel passiert, das wissen wir aber natürlich jetzt alles nicht und deswegen...
Christian:
So riecht der Film für mich, so schmeckt der so ein bisschen, dass halt irgendwo ...
Christian:
Vielleicht auch viel zu früh irgendwas so schiefgegangen ist, dass man gesagt hat, naja, Kapitel 2 im DCU steht und wir brauchen Kara und dann hier bei Man of Tomorrow all das, was James Gunn ja auch angekündigt hat, was sie eigentlich nicht machen wollten, aber dass hier so ein bisschen die Maschinerie dann eben das Ganze auch überrollt. Und dass es dann eben heißt, ja, wir müssen aber abliefern und schnell abliefern und dann wird halt nachträglich rumgedoktert. Und da weiß ich halt auch nicht. Und für mich ist eben das Entscheidende, dass das, also als jemand, der eben den Superman und auch eigentlich die Sachen aus James Gunn's, ich sag mal, erster Hand auch gerne mitgeht, dass das hier eben auch gefehlt hat. Also ich fand das eben auch so schwierig, dass, also mit diesem Film kann ich eben noch viel mehr erkennen, was James Gunn ausmacht, weil hier hat man es irgendwie versucht, aber nicht hinbekommen. Ja, also so ein Mr. Terrific ist ja irgendwie in einer ähnlichen Rolle wie Lobo hier bei Supergirl, aber irgendwie geht es mit Mr. Terrific in Superman viel runder und viel besser auf als bei Lobo in Supergirl. Also irgendwas scheint James Gunn dann ja eben, wenn er selbst anpackt, auch irgendwie noch anders zu machen und obendrauf zu packen. Das fehlt hier. Und dann ist aber wieder auch so diese, ich sag mal, ketzerische Frage auch so früh, glaube ich, nötig.
Christian:
Was du auch angedeutet hast, wie sieht dann die Rolle von James Gunn, sag ich mal, als Manager aus und nicht als Macher?
Christian:
Ist der zu stark in seinem eigenen Ding unterwegs, dass er nur feiert, wenn Leute sozusagen daran anknüpfen? Also ist sein Geschmack so eng, dass er nur Drehbücher feiert, die von ihm hätten geschrieben sein können und nur Filme irgendwie feiert, die er so ähnlich auch hätte machen können? Was halt auch schwierig dann ist in dieser ... Weil wir werden jetzt in den nächsten Ausführungen sehen, wie James Gunn als Mastermind eines Filmuniversums funktioniert. Das haben wir bisher nicht gesehen. Also das war so der, ich sag mal.
Christian:
Das ist so nebenbei passiert. Da ging es vielmehr um den Drehbuchautor James Gunn, um den Regisseur James Gunn, aber nicht um den Mastermind-Architekten James Gunn. Das war so ein Nebeneffekt. Aber hier geht es ja ganz stark genau darum. Und ist das, ich sag mal, ist das eine Rolle, in der er sich noch viel mehr beweisen muss? weil man kann schon echt hier so ein paar, besorgniserregende Dinge ablesen. Klar, die nächste, also der Clayface-Film, der nächste Film, der eben nicht von ihm stammt, wird das auch nochmal irgendwie untermauern. Vielleicht war es jetzt einfach nur ein Reinfall oder ein Missfire oder wie man es auch nennen will. Aber da gucke ich jetzt am stärksten drauf. Auf dieses Phänomen von Moment mal, James Gunn segnet hier Projekte ab, die gefühlt er selber hätte machen können. Das macht mich ein bisschen nervös gerade. Patrick, wie geht's dir?
Patrick:
Also ich bin tatsächlich auch vollkommen bei euch und kann da gar nicht so viel hinzufügen. So eine Mischung aus Lada und Christian meiner Meinung. Ich habe da auch sehr viel Besorgnis, habt ihr ja das benannt. Ich würde auch sagen, ich bin ein bisschen gelangweilt mittlerweile, was James Gunn angeht. Das war ich bei Man of Tomorrow ja noch nicht. Aber jetzt, weil ich so viel James Gunn da drin spüre, bin ich auch was man... Nicht Man of Tomorrow, sondern Superman. Ich bin zumindest, was Man of Tomorrow angeht, auch nicht mehr so gespannt, weil dann wird es eben dieser Film, den man sich irgendwie schon zusammenbasteln kann, weil man so viel Formelhaftigkeit bei James Gunn hat. Es wird natürlich dieses Swamp Thing und natürlich The Batman Game, der gerade Part 2 gedreht wird. Nur da frage ich mich auch so, die beiden Filme scheinen ja wirklich, auch wenn Swamp Thing, glaube ich, in der Welt spielt vom DCU.
Patrick:
Wirklich sehr fernab davon zu sein. Und dann finde ich wiederum schade, dass wir halt einerseits diese Filme haben, die sehr anders sind, und dann wieder alle sind sehr James-Gun-mäßig. Ich hoffe wirklich, dass wir, wenn jetzt nicht durch den Merger, das ist ja natürlich auch ein Thema, wo wir vielleicht nach Man of Tomorrow auch, vielleicht gar keinen weiteren James-Gun-Film mehr bekommen oder James-Gun-Leitung mehr bekommen, weil er natürlich, das weiß man so, aus diversen Variety- und Deadline-Artikeln als einer der wenigen bei Warner, beziehungsweise beim DC-Studio eine Verlängerung bekommen hat seines Arbeitsvertrags beziehungsweise er, glaube ich, sogar selber nicht verlängern wollte wegen der neuen Führung und vielleicht wird das dann ein kurzes Intermezzo gewesen sein.
Patrick:
Ich bin sehr gespannt, wie wir in zwei Jahren nochmal über James Gunn reden, ob sich daran was geändert hat ob wir dann doch vielleicht irgendwie eine Note bekommen haben und dass Supergirl vielleicht ein Ausrutscher war, der erste Ausrutscher. Das Schöne ist ja auch, jetzt wenn man es ganz positiv formuliert, weil wir ja auch gerade über Marvel ja gesprochen haben, dass es da auch dieses zweite Projekt gab, was nicht so ganz funktioniert hat. Wenn man so früh einen Ausrutscher hat, kann man natürlich auch viel lernen und hoffentlich auch dadurch besser werden. Aber wenn diese Fehler System werden und ich habe zum Beispiel keine Lust, einen Wonder Woman-Film zu sehen, der sich nach James Gunn anfühlt. Ich möchte da gerne eine weibliche Regisseurin, die komplett ihren eigenen Stil hat und auch nicht diese hässliche Optik, die jetzt einen Supergirl-Film auch bekommen hat, weil der Regisseur in diesem Fall, es auch nicht hinbekommen hat, eine eigene Ästhetik aufzubauen. Sehr, sehr schade auf jeden Fall.
Christian:
Ja, wir bleiben, glaube ich, ein bisschen besorgt, ein bisschen, ich weiß nicht, ich habe so das Gefühl, wie sagt man, James Gunn, du stehst jetzt unter Beobachtung.
Lara:
Das hast du beim letzten Mal auch schon gesagt.
Christian:
Ja, dann ist es jetzt der zweite Strike. Ich bin ja ein Superman-Fan, ich bin ja sehr optimistisch.
Lara:
Verstehst du?
Christian:
Ich glaube ja immer noch an das Gute in James Gunn.
Lara:
Ja, da bin ich der Batman heute wieder mal, Bad Woman. Es gibt noch ein Metathema so ein bisschen was ich noch ganz kurz ansprechen wollte, weil es, Macht mich halt traurig, dass es jetzt ausgerechnet wieder ein Woman-Lad-Action-Film ist, der wieder so in diese Richtung abkackt. Weil immer wenn ein Action-Film, der von einer Frau oder von Frau N. Angeführt wird, schlecht wegkommt, dann wird ja immer gleich die Existenz, oder das wird ja gleich grundsätzlich in Frage gestellt, ob das funktionieren kann. Ja, es war ja eine Frau, das kann ja nicht funktionieren. Ah, es hat eine Frau das Rehbuch geschrieben. Natürlich ist das scheiße.
Lara:
Ich habe schon auch das Gefühl, dass da oft mit zweierlei Maß gemessen wird. Mein Freund Steffen hat mich da jetzt auch nochmal so ein bisschen drauf gestoßen mit dem Gedanken. Ich weiß nicht, weil ich habe mir halt angeguckt, wie bisher so ein bisschen die Kritiken so sind und es ist ja wirklich sehr, sehr schlecht. Also Meta-Kritik-Score nach über 50 Kritiken bei 49 und auch die ZuschauerInnen nur mit 4,6. Das ist schon echt mies. Und ja, der Film ist nicht super gut und so, aber so schlecht weiß ich jetzt auch nicht. Im Vergleich dazu der Superman-Film 68, Kritiken auch nur so mittel, aber 7,2 bei den Fans. Also ich frage mich schon so ein bisschen, wird der Supergirl-Film zu hart abgestraft und was für eine Auswirkung könnte es genau auf sowas wie einen Wonder-Woman-Film haben, ob die jetzt nicht dann doch plötzlich sagen, ah, der Supergirl-Film kam jetzt nicht so gut an, dann verschieben wir den doch und geben den vielleicht doch einer anderen Autorin oder einem anderen Autor, nehmen einen erfahrenen Regisseur oder sonst irgendwas. Also ich habe da so ein bisschen Angst, dass das jetzt so negativ abstrahlt, auch über das DC-Superhelden-Ding hinaus, dass auch wieder andere Filmverleihe und andere Produktionshäuser sagen, ah, Action mit Frauen, das funktioniert einfach nicht, das sehen wir jetzt an Supergirl wieder. Ich weiß nicht, wie eure Gedanken dazu sind, weil das kam mir jetzt schon auch noch mal so ein bisschen durch den Kopf.
Christian:
Sehr gute Beobachtung. Ich bin da auch voll bei dir. Ich verstehe diese harte Abstrafung nicht. Ich glaube auch, dass da wieder im Hintergrund der ein oder andere Kulturkampf ausgetragen wird mit dem Film, auf jeden Fall. Mein Gedanke geht vor allen Dingen in die Richtung, dass der Film, also der scheint ja irgendwo auch so ein bisschen am Zeitgeist vorbeizugehen. Und dann, ich will eigentlich diese ganze Diskussion gar nicht wieder aufmachen, ob SuperheldInnen jetzt durch sind und haben wir da schon überwunden, bla bla bla. Ich ziele eher so auf den Punkt, dass dieser Film und eben auch die Trailer, was ich am Anfang so ein bisschen meinte, der Film ist auch irgendwie nicht originell genug. Und ich glaube, das ist so das, was mich am meisten auch, also was mir am meisten eigentlich auch wehtut an dem Film, dass der, ähm.
Christian:
Der hätte viel frischer sein müssen. Der hätte sich viel frischer anfühlen müssen, als vielleicht eben das, was so ein James Gunn abnickt und so ein Craig Gillespie irgendwie inszenieren mag. Und weißt du ein bisschen, worauf ich hinaus will? Also ich habe auch irgendwie gelesen, dass der Regisseur wohl irgendwie auch so ein bisschen mit dem Pitch von Ich-mach-das-alles-ein-bisschen-dark-and-gritty wohl auch irgendwie gewonnen hat. Wo ich mir auch dachte so, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein. Und jetzt stehen wir gerade im Jahr 2026 und was so in den letzten Wochen auch im Kino passiert ist und die, YouTuberInnen oder die YouTuber, das sind schon eher Typen gewesen, aber.
Christian:
Eine neue Generation von Filmschaffenden prescht nach vorne, prescht auch beim Publikum nach vorne und das Publikum nimmt dankend an, was dort geliefert wird, neue Formen, neue Erzählungen. Und ich sehe das halt auch. Also ich sehe da halt, ich gucke da halt eher drauf und denke mir, nach der Pandemie, nach den letzten Jahren, nach Hollywood Strikes kann eigentlich die Antwort nicht sein, mehr vom Gleichen. Und jeder Superheld in den Filmen, der es nicht schafft, sich von dem, was links und rechts passiert gerade, abzugrenzen, deutlich abzugrenzen und dem Publikum etwas zu bieten, was halt sofort im ersten Trailer sich etabliert als, das hast du so noch nicht gesehen. Ich glaube, das wird auch, also in der realen Welt, nicht nur irgendwie online, sondern in der realen Welt an der Kinokasse, glaube ich, auch abgestraft. Und da bin ich auch ein bisschen gespannt, was mit dem zweiten Superman-Film jetzt bei James Gunn passiert und wie auch die weitere Marschrichtung in dem DC-Universum aussieht. Weil mein Eindruck ist auch, persönlicher, aber ich glaube auch so bei anderen, dass dieser erste Teaser von dem Clayface, also der hat mich halt viel mehr gehuckt als der erste Teaser von Supergirl, weil ich gucke auf den Supergirl-Teaser und sehe Guardians of the Galaxy... Part 12 gefühlt, weil.
Christian:
Die Trailer, also gefühlt 80 Prozent der Filme nach Guardians haben ja versucht, Guardians zu sein. Und jetzt kommt da noch so einer, den ich gefühlt schon fünfmal gesehen habe. Aber dann kommt so ein Clayface, den ich in dem ersten Teaser als frisch irgendwie wahrgenommen habe. Und ich glaube, das ist so ein bisschen das, was auch nicht nur das Superheldinnen-Genre betrifft, sondern viele andere Sachen auch. Und ich glaube, dass da gerade eher also der Kulturkampf, der vom Zaun gebrochen wird, gerade online, der passiert auch. Ich weiß aber gar nicht, ob das auch das ist, was jetzt quasi an der Kinokasse in der realen Welt in den Kinosälen passiert. Ich glaube, dass das wieder ein bisschen losgelöster voneinander irgendwie auch ist. Weil so ein IMDb-Review ist halt schnell geschrieben. Aber ich glaube, dass das Publikum, das jetzt ausbleibt, einfach nicht abgeholt wurde mit den Trailern und mit dem Marketing.
Lara:
Könnte gut sein. Ich meine, wir haben jetzt das Eröffnungswochenende, wir wissen noch gar nicht genau, wie die Einspielergebnisse sind.
Patrick:
Das ist nicht ganz komplex. Ich habe die gerade nachgeschaut. Der Film hat weltweit 70 Millionen eingespielt, was nicht gut ist. Zum Vergleich, Superman hat 220 eingespielt.
Patrick:
Das kann vielleicht um 4-5 Millionen schwanken, Aber das wird jetzt nicht um 100 Millionen schwanken oder sowas. Ich würde nochmal gerne, weil du uns beide ja gefragt hast, Lara, nochmal auf deine Frage eingehen. Ich finde es sehr tragisch, dass häufig Female-led Actionfilme entweder zu Corona oder zu blöden Zeiten kommen und dann, finanzielle Rückschläge erhalten, die sie ja nicht verdient haben. Weil die Filme teilweise sehr viel besser sind, als dann...
Patrick:
Es auf den ersten Blick für die Leute, die Anzugträger, halt wirkt. Das ist ja leider so, dass die Zahlen dann eine Wichtigkeit haben. Kulturkampf ist für mich immer ganz schwer, weil ich halt in Kreisen lebe, mich austausche und selbst auch mittlerweile meine Algorithmen so aufgebaut habe, dass ich wirklich nicht so viel davon mitbekomme. Das ist ein bisschen schwierig für mich, das so nachzuvollziehen mit Review-Bombing und so weiter. Natürlich sehe ich das anhand der Zahlen, aber ich muss auch sagen, ich finde, das, was der Film schlecht macht, ist leider am Anfang Leuten, die nicht so viel über Supergirl wissen oder über diese Superman-Welt generell. Ich finde, der Film macht in der ersten Hälfte keinen guten Job, mir diese Figur näher zu bringen. Meine Begleitung war sehr verwirrt. Sie hat auch nicht so ganz verstanden.
Patrick:
Wie diese ganze Attitude herkommt. Und ich musste ihr sehr viel auch erklären. Und auch das mit der Sonne war für sie sehr irritiert. Also mit der grünen Sonne. Da habe ich ihr das auch nochmal erklärt. Also es war wirklich eine Person, die hat den Trailer gesehen und fand tatsächlich die Figur einfach badass. Sie hat gesagt, cool, dass so eine braffe Frauenfiguren im Superhelden-Genre jetzt mal so da ist, keine Catwoman, die übersexualisiert wird und Halle Berry mäßig, sondern cool, möchte ich mit dir gucken, Patrick. Und dann kommt sie mit, weiß gar nicht so viel über Superman-Welt, über DC-Welt, hat nur die Batman-Filme gesehen.
Patrick:
Und die war wirklich überhaupt nicht abgeholt und das war für mich auch so ein bisschen dieser Test, dass es in der allgemeinen Wahrnehmung, wenn man jetzt mal drei Schritte zurückgeht, wir sind ja sehr vertraut mit Comic-Material, ich bin zwar nicht mit Supergirl vertraut, aber zumindest mit der Superman-Welt. Ich glaube, dieser Film hat es, wie Christian auch schon rausgearbeitet hat, in der Zeit, wo halt YouTuber interessante Konzepte liefern, Horror-Konzepte vor allem, die man vorher nicht gesehen hat oder in dieser Form nicht gesehen hat. Und die große Frage zeichnet hinterlassen und dann rennen die Leute natürlich ins Kino.
Patrick:
Und ich denke, das ist nicht nur ein super Heldinnenproblem, sondern es ist generell ein, Ein Hollywood-Problem bei Hollywood, wie es funktioniert. Ich bin deswegen auch sehr gespannt, wie Avengers laufen wird. Ich glaube, die Leute wollen nicht mehr diese Filme sehen, die eine gewisse Hollywood-Ästhetik mit Greenscreen haben, die einfach nicht gut aussieht. Und die wollen Filme haben in einer Welt von AI, die ihnen was Echtes gibt. Und wenn es nichts Echtes ist, dass es sich echt anfühlt oder neu anfühlt. Und ich bin gespannt, wie Hollywood darauf reagieren wird in ein paar Jahren, weil die Produktionen sind ja abgedreht. Teilweise kann man nicht mehr so schnell interagieren und Sachen ändern. Und ich finde es, wie gesagt, das möchte ich nochmal sagen, super traurig, dass Hollywood oder Wirtschaft lernt die falschen Sachen. Und zwar sagt er, okay, Frauenfiguren funktionieren nicht, es kommen in einer Blödsinnis und das finde ich sehr tragisch und schade. Das ist so der Punkt, den ich dazu mache.
Christian:
Ja, ich glaube, darauf können wir uns, glaube ich, einigen, dass Hollywood definitiv die falschen Lektionen aus diesem Punkt lernen wird, egal welche es sein werden.
Lara:
Aber das finde ich ja nochmal zum Abschluss nochmal so ein bisschen einen Gedanken, den müssen wir jetzt nicht klären, aber vielleicht für unsere Hörerinnen nochmal, drüber nachdenken, weil das, was wir entspannt an der Figur fanden, dass die eben nicht, so ist wie ein weiblicher Superman. Dass sie eben gebrochen ein bisschen ist und dass sie diese graue Figur ist. Vielleicht ist das genau das, was aber für das Mainstream-Publikum wie zum Beispiel deine Begleitung eben nicht das Richtige ist. Vielleicht war das einfach der falsche Supergirl-Film für diese Zeit. Also für diesen Moment. Vielleicht wäre das ja der zweite Supergirl-Film gewesen und der erste hätte vielleicht mal ein bisschen mehr ihre Origin erzählen sollen oder so weiter. Die hätte ja trotzdem irgendwo dann da anders sein können. Aber der Film hat diese Figur halt nicht gut erzählt. Aber vielleicht war der Stoff auch nicht der richtige dafür. Vielleicht war die Storyline aus dem Comic nicht die richtige Vorlage. Ich weiß es nicht. Das ist eine Frage. Ich stelle die ja jetzt nur. Okay.
Christian:
Ich werfe noch die nächste Frage ein oder die nächste These und mit der Prämisse, dass ich mir ja selbst ins eigene Bein schießt, weil ich gerade so, glaube ich, auf dem Höhepunkt meiner Superheld in der Phase bin. Also ich habe einen Superman-Film, gefolgt von einem Supergirl-Film, gefolgt von einem Superman-Film. Ich werde innerhalb von drei Jahren dreimal ins Kino gehen und zu Hause sein. Aber vielleicht war es auch, also es hat mich immer irritiert, dass der zweite Film im DCU schon ein Supergirl-Film ist. Also es ist ja relativ eng auf einmal, anstatt weit aufzugehen und zu sagen, hey, Wir gehen hier in einen komplett anderen Winkel, in eine komplett andere Ecke, in eine ganz andere Figur, ganz anderes Setting, ganz andere Welt, obwohl es dasselbe Universum ist. Vielleicht... Also steile These, kann ich mir gar nicht vorstellen, ist Blasphemie, aber vielleicht sind die Leute da draußen auch, ich kann es gar nicht aussprechen, aber vielleicht sind sie diesem Superman, der Superfamilie auch etwas überdrüssig, nicht zu laut. Aber versteht ihr, worauf ich hinaus will? Ja, ja.
Lara:
Hätte es mehr Pause gebraucht zwischen Superman und Supergirl.
Christian:
Vielleicht war der Mainstream letztes Jahr so auch abgeschöpft und man hat gesagt, danke, reicht erst mal. Und was hast du noch da in der Shop-Latin?
Lara:
Vielleicht wäre der Wonder Woman-Film besser gewesen, weil er halt auch eine weibliche Hauptfigur, aber eben ganz anders. Aber das wissen wir natürlich nicht. Das ist jetzt natürlich Spekulation, da können wir jetzt viel drüber muss machen. Aber es ist ein Gedanke, den man mal im Kopf auch wälzen kann. Zumindest wir können das. Ich glaube, den meisten Hörerinnen ist das wahrscheinlich, nicht so relevant, die jetzt nicht so drin sind. Aber ich glaube, es ist auf jeden Fall ein Gedanke, den wir uns in Zukunft machen werden, so auch rückblickend. Dass Reihenfolgen von Figuren nicht doch auch eine größere Relevanz haben, als wir das vielleicht denken könnten. Also ich meine, in deren Kopf war es bestimmt so, wir haben sie in Superman angeteast und die Leute wollten mehr Super. Also haben wir ihn jetzt Supergirl gegeben, aber dadurch, dass er halt völlig anders ist als Superman, war er halt auch nicht mehr vom Gleichen. Es ist so ein bisschen ein Schlingerkurs, was dieses Denken angeht.
Christian:
Ich muss mich gerade selbst korrigieren, das ist natürlich die völlig falsche Lektion in Hollywood, die Hollywood daraus lernen würde. Also vielleicht einfach drei Superman-Filme oder Superfilme pro Jahr. Mehr ist immer besser, aber ich weiß, wie gesagt, auch, dass das, glaube ich, so die besten drei Jahre meiner Kino... Naja, okay.
Lara:
Noch sind sie nicht vorbei. Jetzt kommt ja erstmal auf jeden Fall wieder was ganz anderes, nämlich diese Serie ihr kommt ja jetzt im August von Lanterns. Stimmt. Ich weiß nicht, ob die eigentlich schon früher kommen sollte, wenn jetzt auf Sommer verschoben wurde, ob das schon immer so war, aber die wird ja wieder in eine ganz andere Richtung gehen. Und die ist ja auch wieder eine Serie. Aber soweit ich das bisher verstanden habe, spielt die halt Gott sei Dank auch wirklich für sich. Und man muss sie auch nicht gesehen haben, so wie bei den MCU-Sachen oder sonst irgendwas, um irgendwas später zu verstehen. Aber das wissen wir natürlich auch noch nicht, weil sie ist ja noch nicht raus. Aber das ist auf jeden Fall mal wieder was ganz anderes. Das spielt auf der Erde, hat eine andere Prämisse mit den Green Lanterns. Man kennt zwar jetzt den einen aus dem Superman-Film, aber die sehen nicht so aus. Und der Trailer wirkt ja so True Detectives-mäßig. Das wird sich zeigen, ob das funktionieren wird. Und der nächste volle Film ist dann Clayface, der ja auch wieder was völlig anderes ist. Also vielleicht erholt sich dadurch ja auch das Gunniverse ein bisschen.
Christian:
Das Gunniverse, ja. Wir schreiten ein bisschen voran. Patrick muss auch gleich weiter, deswegen mache ich den Sack auch schon mal ein bisschen schneller zu an dieser Stelle.
Christian:
Ich will nur ganz kurz noch droppen, in der nächsten Sendung hier werden wir auch wieder ins Kino gehen und zwar die Odyssee besprechen. Christopher Nolan, ich will nicht sagen mehr vom Gleichen, aber es wird auf jeden Fall großbrachial und sehr bildschirmfüllend. Da freue ich mich schon, sehr, sehr, sehr doll drauf.
Christian:
Und ja, vielen Dank erstmal, dass ihr beiden wieder dabei wart. Ich gehe davon aus, dass wir auch das ein oder andere nächste Mal im DCU zusammenkommen. Patrick, wo finden wir dich denn noch im Internet?
Patrick:
Bei Instagram unter Patrick Sued. Ansonsten die filmische Begegnung auf allen Podcast-Plattformen.
Christian:
Sehr gut. Werde ich auch verlinken. Und Lara, wo finden und hören werde ich denn noch?
Lara:
Weiterhin bei Polygamia, dem Polycast dort. Und jetzt auch wieder frisch reaktiviert für mehr Comic-Action. Yay Comics, ein Comic-Podcast. Yeah.
Christian:
Sehr gut, ja. mehr Comic-Podcasts, ganz hervorragend.
Lara:
Wir werden wahrscheinlich weniger über Superhelden sprechen, weil Carlos und ich jetzt nicht unbedingt da so drin sind, aber der ein oder andere Superhelden-Comic kommt vielleicht mal vor, ja.
Christian:
Sehr gut. Ihr findet uns auf jeden Fall auch in diesem Internet, secondunit-podcast.de Ihr findet auch, wenn ihr diesen Podcast hier gerade hört, alle möglichen Links auch zum Abonnieren dieses Podcasts und auch zum weiteren Folgen und Verfolgen. Denkt an die Roadshow, momentan ist das Plus-Abo Angebot, klickt euch da sehr gerne durch, lasst mal ein Abo da. Wenn wir die Summe von schlanken 100 Euro pro Monat voll haben, dann gibt es auch noch einen Audiokommentar zu Superman, zum besagten Film aus dem letzten Jahr. Also klickt euch da gerne mal durch und helft diesem Podcast auch nachhaltig zu unterstützen. Dann hole ich tief Luft, ich freue mich auf alles, was dann noch im DCU auf uns zukommt und sage bis zum nächsten Mal. Vielen Dank fürs Zuhören. Ahoi, ciao.
Patrick:
Ciao.
Lara:
Tschüss. Danke!