| Artist: | Second Unit Studios |
| Album: | Second Unit |
| Year: | 2026 |
| URL: | http://secondunit-podcast.de/ |
| 0:00 | Intro |
| 0:23 | Begrüßung |
| 3:03 | Danksagung |
| 4:52 | Vorverständnis |
| 9:19 | Plot |
| 33:49 | Cast |
| 37:52 | Film |
| 1:42:40 | Die Benoit-Blanc-Reihe |
| 1:56:19 | Nächste Sendung: Mandalorian & Grogu |
| 1:57:31 | Abmoderation |
| 1:59:39 | Outro |
Christian:
Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe der Second Unit. Mein Name ist Christian Steiner und ich habe bei mir erneut schon wieder, aber sehr, sehr passend zu diesem Thema, Hallo Maria.
Maria:
Hallo.
Christian:
Wir sprechen jetzt mal nicht über die Oscars, da warst du ja zuletzt in der Sendung, sondern wir greifen das Thema von dem davor auf. Wir versuchen, ja was versuchen wir denn? Wir versuchen, einen sehr komplizierten Kriminalfall zu lösen.
Maria:
Allerdings. Er hat viele Schichten, könnte man sagen.
Christian:
Nicht nur das, er hat, ich wollte gar nicht so früh damit anfangen, er hat so viele Twists and Turns, aber das werden wir gleich im Detail, glaube ich, nochmal besprechen. Ja, wir wollen über, und jetzt geht es nämlich schon wieder los, über Glass Onion sprechen. Der zweite Teil der Knives Out-Reihe oder Benoit Blanc-Reihe oder der zweite von diesen Rian Johnson, Whodunit, Daniel Craig Krimi-Fälle.
Maria:
Ich finde Benoit Blanc-Reihe eigentlich ganz gut.
Christian:
Ich glaube, da bist du auch auf der Schiene von Rian Johnson.
Maria:
Ich denke auch, er würde mich dafür mögen.
Christian:
Auf jeden Fall. Der Film hat ja so einen unsäglichen Untertitel A Knives Out Mystery, glaube ich. Aber da werden wir am Ende auch noch mal drauf zu sprechen kommen, warum das eigentlich so heißt, wie es heißt. Ich finde es noch ein bisschen sperrig, weil wir erst langsam da ankommen. Also, who the fuck is Benoit Blanc? Ist auch schwierig, die Filmreihe nach dem Protagonisten zu nennen, der hier das zweite Mal auftaucht. Aber ja, diese Krimi-Geschichten, die mit Knives Out anfingen und jetzt hier mit Glass Onion und vor allen Dingen auch bei Netflix weitergehen. Ganz wichtig, ich mache das an dieser Stelle schon mal, Spoilerwarnung, weil wir werden den wirklich en Detail auseinander nehmen. Du musst ein bisschen nochmal mich an die Hand nehmen, weil ich glaube ich die Hälfte schon wieder vergessen habe, wer eigentlich in Wirklichkeit hinter wem in welcher Szene stand und noch mehr gesehen hat, als beim ersten Mal zu sehen war. Aber wir werden das alles durchgehen. Also wenn ihr nicht wissen wollt, wer es war und wer, wen, wie, vielleicht oder auch nicht, guckt erstmal den Film, der ist bei Netflix und dann könnt ihr hier mit uns hineintauchen. Es lohnt sich auf jeden Fall. Ein ganz großartiger.
Christian:
Krimi-Hudanit-Kandidat. Deswegen, genau, Spoiler-Warnung damit schon erledigt. Ich mache gleich weiter, pass auf.
Christian:
Kleine Runde, weil ich will wirklich rein. Ich reibe mir schon die Hände. Es ist wirklich Arbeit heute Abend. Wie damals der Filmdozent immer gesagt hat, so Ärmel hochkrempeln, jetzt wird gearbeitet.
Maria:
Okay.
Christian:
Damit wir das auch sehr gut hier können an dieser Stelle und damit auch die Lampen anbleiben und wir auch ganz wunderbar weitermachen können zum Thema Knives Out und Benno-Moblonk, könnt ihr diesen Podcast unterstützen. Das geht am allerbesten mit einem Abo. Das nennt sich dann Second Unit Studios Plus. Das ist ein Abo für alle Podcasts, die ich mache und damit bekommt ihr dann auch für alle Podcasts ein bisschen was dazu und zurück. Es gibt die Podcasts früher, es gibt die Podcasts mit Kapitelmarken, es gibt auch Transkripte zu dem Podcast, das könnt ihr dann nochmal nachlesen, falls ihr nochmal irgendwo war, wo war das noch, wo sie über das und das geredet haben, dann könnt ihr da drin suchen. Das ist alles ganz schnick und ganz fein. Und manchmal fallen da auch exklusive Sachen raus. Wir hatten auch schon vor einigen Jahren über Planet der Affen gesprochen. Über den allerallerersten. Wir hatten ja eine Reihe in der Second Unit gemacht zu Planet der Affen, zu diesen neueren Filmen. Und dann sind wir auch einmal da zurückgesprungen und haben uns das angeschaut. Das gibt es zum Beispiel auch in dem Plus-Abo.
Christian:
Also klickt euch da gerne mal rein. Vor allen Dingen ist das die beste Möglichkeit, um diesen Podcast zu unterstützen. Das könnt ihr am aller, allerbesten auf secondunitstudios.plus. Da seht ihr, was so an Goodies rausfällt, was es so gibt. Und da findet ihr auch Banner und Pakete, die ihr klicken könnt und diesen Podcast unterstützen könnt. Das machen einige auch so doll und so sehr, dass ich mich persönlich bei denen bedanke. Und das sind Anne, Sebastian, Christian, Rüdiger, Thomas und Markus. Vielen Dank für die Unterstützung. Und wenn ihr auch hier namentlich erwähnt werden wollt, dann klickt euch da mal in das entsprechende Paket. Vielen Dank an alle, die schon unterstützen und auch an alle, die das noch vorhaben.
Christian:
So, damit ist die Hausmeisterei vorbei. Jetzt kommt die allererste Frage. Maria, wie bist du zu diesem Film gekommen? Wie oft hast du ihn gesehen? Was ist so dein erster Eindruck, dein letzter Eindruck von Glass Onion?
Maria:
Also ich glaube, ich habe den das erste Mal geschaut, als er rausgekommen ist, so ziemlich. Also weil ich denke mal, wie viele andere auch, kannte ich Nice Out, fand den richtig cool und habe mich dann total gefreut, dass es davon anscheinend einen zweiten Teil gibt. Für mich kam es total unerwartet. Ich habe das vorher nicht mitbekommen, dass da irgendwie was passiert und war dann so, huch, was ist denn das? Oh, wie schön. Habe direkt reingeschaut. Ich fand den auch beim ersten Mal richtig cool. Und dann habe ich den jetzt tatsächlich dann nochmal geschaut, neulich, nachdem wir über Nice Out geredet haben, weil ich dann so dachte, ach ja, komm, das war irgendwie so spaßig. Ich gucke jetzt einfach nochmal den Gleis an den auch nochmal an und eben auch ein bisschen eine Vorbereitung dann auf den dritten Teil, der dann letztes Jahr im Dezember, glaube ich, rausgekommen ist.
Maria:
Ich habe ihn also nochmal geschaut. Das ist also noch gar nicht so lange her. Und dann hast du mich gefragt, ob wir jetzt sozusagen den zweiten, also den letzten Mal nochmal besprechen wollen. Und da habe ich gedacht, ich kann mich schon noch so halb erinnern, ach, ich gucke ihn jetzt einfach nochmal. Das heißt, war jetzt halt zweimal hintereinander in relativ kurzer Zeit, was ich tatsächlich jedem empfehlen kann. Also ich fand, das hat jetzt beim dritten Mal so viel Spaß gemacht, weil ich eben noch mich... Einigermaßen erinnern konnte, dass eben so ein bisschen dieses doppelte Spiel von der einen Protagonistin, die ja ihre Schwester ausgibt, das wusste ich alles noch und dass Benoit Blanc ganz genau weiß, was er da eigentlich tut. Also ich kann mich auch an sehr viel erinnern und das hat den ganzen Film so viel besser gemacht. Es hat so viel Spaß gemacht, wenn man dann natürlich die Zeit hatte, um auf alle Gesichtsausdrücke von Benoit Blanc zu achten, die er dann zwischendurch auch schon mal macht und man denkt, aha, hier ist doch schon einfach nicht eine Anspielung auf das, was später kommt und so. Also das hat extrem viel Spaß gemacht. Also ich kann das wirklich nur empfehlen. Das ist vielleicht ein bisschen weird, aber mal innerhalb von so drei, vier Monaten mal hintereinander zu gucken. Oder wenn man ganz wild drauf ist, nächsten Tag gleich nochmal oder sowas in die Richtung. Also von daher, ja, ich habe ihn also jetzt schon dreimal gesehen.
Christian:
Das freut Netflix ganz besonders. Da gehen die Engagementzahlen nach oben hervorragend. Aber ich hätte den Film, glaube ich, auch noch nach der Sichtung gleich nochmal gucken müssen. Also, weil mir fehlte einiges davon. Ich habe den einmal geguckt vor, du sagtest, als er rauskam, wann kam der denn raus? 2022? Ich habe den da glaube ich auch irgendwie auf Netflix geguckt, aber einmal geguckt und hatte den als ein bisschen sperrig auch in Erinnerung. Also ich habe den einmal geguckt und wusste, irgendwie ein bisschen viel den eigentlichen Vorhang zurückgezogen und das Eigentliche hinter dem Nicht-Eigentlichen präsentiert. Das ging mir jetzt bei der wiederholten Sichtung auch so, aber ich hatte dann beim Gucken, da kamen dann wieder so ein paar Sachen, wo ich merkte, ah ja, der Szene, ah ja, okay, das, ja, und es kam aber noch nicht alles wieder zurück, deswegen hat mich der Film, obwohl ich ihn schon gesehen habe, auch wieder überraschen können und naja, da werden wir, glaube ich, gleich im Detail auch nochmal ein bisschen drauf eingehen, aber immer noch, ja, total sehenswert und.
Christian:
Da schwingt auch ganz viel noch so aus dieser Corona-Zeit mit, im Lockdown irgendwie geschrieben und unter Pandemie-Bedingungen gedreht, deswegen auch auf der Insel ist natürlich alles, Inhalt wie Form kommen da sehr gut zusammen. Da können wir gleich auch noch mal ein bisschen drauf eingehen, was da eigentlich hinter den Kulissen auch los war. Aber ja, irgendwie so ein sehr erfrischend anders und doch auch irgendwie ähnlich zu Knives Out. Wir haben jetzt hier nicht so ein altes Herrenhaus irgendwo, sondern sonnendurchflutete griechische Insel, alles mehr so ein Urlaubsflair und Feeling und trotzdem auch ein sehr bissiger Film mit ganz viel Haltung und ganz viel... Ganz viele Dinge, die er jenseits des Mordfalls zu sagen hat, was ich dann auch wieder sehr amüsant und sehr unterhaltsam fand. Da müssen wir, glaube ich, nachher auch noch ein bisschen was rausarbeiten.
Maria:
Ich denke auch, da geht was.
Christian:
Vielleicht kannst du noch mal erzählen, was wirklich ging. Also was passiert ist in dem Film, weil ich könnte den Reminder auch schon wieder gebrauchen. Ich finde ihn zwischendurch sehr kompliziert.
Maria:
Ja, ich kann es gerne versuchen, aber wie du schon richtig sagst, es ist ein bisschen kompliziert. Ich habe sogar das Gefühl, es ist noch komplizierter als Knives Out. Und da habe ich schon so gedacht, oh Gott, ich hoffe, ich kriege das irgendwie hin, das zu erklären. Aber ich gebe mein Bestes. Also, wir befinden uns in einer Pandemie. Ich glaube, direkt am Anfang sieht man Bernon Blanc in der Badewanne. Er ist tödlich gelangweilt von seinem Live, weil er jetzt halt irgendwie nur mit Leuten über Zoom, er findet immer mit coolen Leuten über Zoom, aber er ist trotzdem, ja, er hat nichts zu tun. Sein Hirn ist nicht beschäftigt und das macht ihn sehr unglücklich. Und dann klingelt es an der Tür, dann gibt es einen Schnitt und dann geht es sozusagen so ein bisschen mit den Figuren dieses Films los. Und wir sehen sozusagen, wie verschiedene Personen.
Maria:
Einen großen Holzkasten empfangen. Und zwar haben wir da einen Wissenschaftler, der das geliefert bekommt in sein Lab, der offensichtlich für einen Tech-Milliardär arbeitet. Miles Braun ist der Milliardär und Lionel ist der Wissenschaftler. Und dann haben wir noch die Politikerin oder angehende, irgendwie, ich glaube, Governor oder so, wie sie ja werden. Claire, die bekommt auch so ein Päckchen. Die ist gerade kurz davor, auch über Zoom so ein Interview zu führen. Also alles spricht deutlich die Sprache von Covid. Das ist wirklich ein bisschen witzig. Genau, dann haben wir sie. Dann haben wir eine, ich sag mal, Fashionista-Influencerin, die es nicht so richtig hinbekommt, Birdie, die gerade eine sehr Corona-nichtkonforme Party macht, wo einfach alle rumrennen und sich irgendwie umarmen und sich in den Arm liegen und das ist kein Problem.
Christian:
Und Feuer spucken, aber...
Maria:
Feuer spucken, Feuer machen. Es ist auf jeden Fall eine wilde Party irgendwie. Die bekommt so ein Päckchen. Und dann noch ein... Ja, den würde ich auch vielleicht mal als Influencer bezeichnen. Jemand, der so auf, ich glaube, auf Twitch ist der unterwegs und verbreitet da so eher, ich sage mal, fragwürdige Aussagen, eher so sexistisches Zeug, bisschen weird, so ganz pumped. Genau, das ist, wie heißt der denn?
Christian:
Duke Cody.
Maria:
Duke, exactly. Und genau, und er bekommt auch noch ein Päckchen. Und dann sehen wir quasi halt die alle so ein bisschen in dem Natural Habitat und wir lernen die so ein bisschen kennen, die Figuren, und alle versuchen rauszufinden, was dieser Box auf sich hat und rufen sich so gegenseitig an, bis wir dann irgendwie so einen ganz oft gesplitteten Splitscreen haben, wo alle versuchen gemeinsam rauszufinden, was los ist. Also es ist eine große Puzzle- und Rätselbox und gemeinsam mit ihrem gemeinsamen Hirnschmalz und vor allem dem Hirnschmalz von Dukes Mutter, was ich so witzig fand.
Christian:
Ich auch, ja.
Maria:
Schaffen sie es, die Kiste zu öffnen.
Christian:
Mom! Mom!
Maria:
Das war so geil. Wie auch immer. Jedenfalls schaffen sie es, die Kiste zu öffnen. Nach, ich weiß nicht, wie vielen elaborierten Rätseln. Die werden ja auch ein bisschen abgekürzt dann irgendwann für uns Zuschauer. Aber es sind irgendwie echt viele.
Christian:
Ja, ja.
Maria:
Und da ist dann eine Einladung drin, eben von Miles, zu einem illustren Wochenende auf seiner Privatinsel. Und genau, sie sollen alle vorbeikommen. Und scheinbar ist das ein Ritual, dass diese Freunde, nennen wir sie mal Freunde, regelmäßig machen. Also so einmal im Jahr. Und genau, das... Das soll also passieren. Auch eine, sehen wir das da schon? Ich komme jetzt ein bisschen da rein vorgründet. Aber wir versuchen es mal.
Maria:
Auch die ehemalige Geschäftspartnerin von Miles, Andy, hat wahrscheinlich eine Box erhalten. Aber sie macht sich mit den Rätseln eigentlich keinen Stress. Die zerkloppt das Ding einfach und holt die Einladung raus. Das ist wirklich super. Und dann gibt es quasi einen Schnitt, wo wir dann alle Figuren wieder treffen auf so einem Steg in Griechenland dann schon, also quasi am Ort, wo sie sich alle treffen sollen. Alle kommen mehr oder weniger mit so Masken an. Birdie mit so einer geilen Netzmaske, die quasi gar nichts tut. Ich fand es so witzig. Also man sieht auch schon einfach anhand dieses Eintreffens dort der Figuren und wie die gekleidet sind, was das für Leute so sind. Und alle beäugen sich so ein bisschen seltsam, denn auch Bernot Blanc ist dort. Und die kennen die natürlich überhaupt nicht oder beziehungsweise haben nicht gewusst, dass er zu diesem Freundetreffen kommt, weil er ja eigentlich kein Teil dieser Gruppe ist. Man stellt sich so ein bisschen scheu vor und dann geht es auch schon auf die Insel. Und dann treffen sie dann da auf Miles, der da ganz betont lässig, auf seiner komischen Privatinsel rumhängt und alle, ich sage mal, mit mehr oder weniger spirituellen Gebräuchlichkeiten begrüßt. Alle haben ihrem Chakra zugehörigen Raum zugewiesen bekommen, auf dieser Luxus-Privatinsel, die von Personal so gut wie geräumt ist oder ich glaube komplett geräumt, dass sie da ihre Privatsphäre genießen können.
Christian:
Es gibt nur einen, der da noch rumschlawinert.
Maria:
Nur einen. Es gibt einen, der da irgendwie so rumeiert, aber man weiß nicht so ganz genau, warum eigentlich.
Christian:
Das ist nur Daryl.
Maria:
Er stolpert auf und zu mal durchs Bild, das ist Daryl. Wir wissen nicht, was er da macht, aber es ist irgendwie sehr witzig. Und genau, der quasi die Die Idee ist, dass sie auf dieser Insel halt dieses Wochenende verbringen. Und es gibt einen auch bereits in der Einladung angekündigten... Mordfall, also so ein Krimi-Dinner soll das irgendwie sein und alle sollen gemeinsam den Mord, also in Anführungsstrichen, den Mord an Miles untersuchen und genau, und da passt natürlich Bernhard Blau ganz fantastisch dazu. Auch wie dann rauskommt, er ist eigentlich gar nicht eingeladen, also er hat dann so ein kurzes Gespräch mit Miles in der Glass Onion, das, wie gesagt, wie man das sich vorstellt, so eine große Glaskuppel ist, die schrecklich eingereicht, egal, wir reden recht darüber, wie die aussieht, aber es ist auf jeden Fall sehr interessant, Da haben sie dann ein Gespräch, wo Miles ihm halt sagt, ja, ich habe dich überhaupt nicht eingeladen, was machst du denn hier? Und dass es ganz große Verwirrung gibt. Aber dann halt doch tatsächlich beschließt es eigentlich total super, dass er dann bei seinem Hudander dabei ist. Und warum nicht? Soll er doch einfach bleiben? It's fine. So hat er sich also quasi auf diese Party geschlichen, wenn man so will. Und dann geht es so ein bisschen los.
Maria:
Die haben da eben so ein bisschen ihre nette Zeit da so am Pool und so. Ach, ich habe natürlich vollkommen vergessen, dass Andy auch da ist natürlich. Also das war für alle so ein bisschen ein Schock an diesem Steg, weil eigentlich gibt es da so ein bisschen böses Blut, weil Andy hat erst vor kurzem ihre Anteile an der gemeinsam mit Mais geründeten Firma verloren, weil alle Freunde gemeinsam oder nicht mehr Freunde gegen sie ausgesagt haben, beziehungsweise nicht für sie ausgesagt haben. Deswegen hat sie ihre ganze Firma verloren. Alle haben gedacht, die kommt da jetzt bestimmt nicht, aber sie ist doch da. Also es ist ein bisschen eine angespannte Atmosphäre, sagen wir es mal so. Und wir lernen eigentlich auch dann alle Figuren so ein bisschen kennen, die da so den Tag verbringen und stellen auch fest, alle haben irgendwie so ein bisschen ihr Problem mit Miles, also alle sind so von ihm abhängig in irgendeiner Form und reden ihm so ein bisschen nach dem Mund und ja, sind so ein bisschen eigentlich keine Freunde, sondern irgendwie so, naja, eingespannt in seinen Intrigen oder was auch immer er für krasse Pläne hat, das, ja, genau. Und genau, wir nähern uns also dann auch schon relativ rasant dem Abendessen, wo dann eben das Krimi-Länder starten soll. Vorher wird den Freunden noch das unglaubliche luxuriöse Leben in diesem Raum da präsentiert. Überall hängt auch krasse Kunst und irgendwie stehen da so Statuen rum und alles sieht aus wie ein Museum und die Krönung ist dann das Ganze ist dann, dass die echte Mona Lisa da im Esszimmer hängt.
Maria:
Geschützt oder nicht geschützt, also geschützt von so einer krassen Glaswand, die bei irgendwie jeder Erschütterung und jedem Geräusch runterfährt, um das Gemälde zu schützen.
Maria:
Aber natürlich hat unser Milliardär da so einen Knopf eingebaut, dass er da einfach drüber weg das wieder aufmachen kann, damit er der, wie er gesagt, direkt in die Augen schauen kann. Also er ist auf jeden Fall ein total toller Typ. Und er erklärt dann eben auch in dem Sinn, also quasi dann nochmal seinen Gästen, dass er sein Forschungsprojekt Clear, das ist irgendwie so ein Kristall, der irgendwie extrem krass Energie erzeugt. Der wird irgendwie aus Meerwasser gewonnen. Und den zeigt er denen dann und sagt, in ganz kurzer Zeit wird dieses Produkt auf den Markt kommen. Leine, der in seinem Forschungsprojekt mitarbeitet, sagt, das geht auf keinen Fall, das ist viel zu instabil. Also da gibt es direkt die ersten Querelen so ein bisschen. Aber ja, also Miles will das unbedingt rausbringen und er öffnet dann auch allen, dass sein eigenes krasses Haus und die ganze Insel bereits von Clear quasi gepowert wird. Wird später wichtig, aber darüber reden wir gleich nochmal. Genau, und dann geht es da eigentlich so ein bisschen los, dass sie eben dieses Krimispiel da anfangen wollen. Benoit Blanc fragt dann noch so ganz unschuldig, ob man dann auch was gewinnt, wenn man das schafft.
Maria:
Und Miles ist ein bisschen verwirrt und sagt dann so, ja, nee, eigentlich nicht. Und dann sagt Benoit Blanc so, na ja, ich dachte ja nur vielleicht ein iPad oder so. Und dann sagt er so, ja, okay, der Gewinn kriegt ein iPad. Das war so geil. Na gut, wie auch immer. Jedenfalls, ja, Überraschung, Überraschung. Blanc löst den Fall sofort, bevor irgendwas losgegangen ist. Also sofort, bevor auch nur irgendwie eine Sache passiert ist, zeigt er auf all mögliche Gegenstände im Raum. Entloved die Mörderin. Birdie soll das dann gewesen sein. Und auch die Mordwaffern einfach alles. und macht quasi dieses Wochenende komplett obsolet, also zumindest das Spiel. Und wird natürlich dementsprechend dann von Miles mal kurz in die Glass Onion geführt, um das mal zu erklären, was das jetzt gerade sollte. Er kriegt dann sein iPad, was er gerade gewonnen hat.
Maria:
Und sie sprechen kurz darüber und Blanc sagt dann, hey, ich habe absichtlich jetzt gerade kaputt gemacht dein Game, weil ich glaube, jemand will dich umbringen. Also, weil alle haben so Stress mit dir, ich habe das alles so am Tag beobachtet und du hast quasi jetzt hier allen so eine Idee in den Kopf gesetzt mit deiner Mörderparty und ich glaube, du könntest echte Probleme mit Sicherheit hier haben. Deswegen sollten wir doch vielleicht mal gucken, was wir da so tun können. Miles ist dann auch kurz darüber so ein bisschen bestürzt, aber auch nicht ernsthaft. Sie gehen also zurück dann zu den anderen und...
Maria:
Ich glaube, ist dann Blond dabei. Ich glaube schon. Oder kommt er erst dazu? Es ist echt immer so ein bisschen verwirrend, wer alles da war. Aber ich glaube, er ist dabei. Jedenfalls trinkt, also die anderen sind dann so ein bisschen am Trinken und am Party machen und so, um die Stimmung wieder aufzuhalten, nachdem jetzt gerade dieses coole Mörderspiel im Grunde ins Wasser gefallen ist. Und trinken was. Und plötzlich geht es Duke gar nicht gut. Er fängt so an zu würgen und zu röcheln. Er hat anscheinend irgendwie Probleme mit dem Atmen und kippt dann um und ist tatsächlich tot. Also wir haben tatsächlich eine echte Leiche auf einmal bei diesem ja eben noch ganz spielerischen Spiel. Und alle bekommen sofort Panik, natürlich. Man muss dazu auch noch sagen, es gab davor noch mehrere Auseinandersetzungen mit Andy. Also es gab schon mehrere, ja, so Fights und auch sehr kurz bevor Duke umfällt, hatte er auch nochmal mit, also Andy so relativ doll fertig gemacht und sie ist dann gut entbrannt weggestürmt und genau, dann ist er tot.
Maria:
Und in einer dramatischen Wendung der Geschichte geht auch noch plötzlich das Licht aus. Und alle wissen aber, dass Duke eine Waffe hat. Es bricht die Panik aus und alle rennen weg. Es ist alles ein bisschen kompliziert und unübersichtlich, sage ich jetzt mal. Und Miles hat einfach echte Todesangst, weil er halt denkt, er sollte vergiftet werden mit diesem Drink, den Duke getrunken hat. Und dann wird es auch noch dunkel. und also es ist wirklich der komplette Chaos. Und dann gibt es den Schnitt nach draußen, wo sich gerade Blanc mit Andy unterhält, ein bisschen rätselhaft, aber wir finden gleich raus, wieso. Und dann plötzlich aber aus dem Hinterhalt erschossen wird, also Andy. Und dann gibt es eine große Rückblende, in der wir erfahren, dass Blanc und Andy, also es ist gar nicht Andy, sondern ihre Zwillingsschwester Helen. Da-da! Das ist so witzig. Also ja, das ist ganz interessant. Also Helen hat eigentlich Blanc engagiert, denn Andy ist einige Tage vorher gestorben, angeblich offiziell an Suizid, aber das glaubt natürlich wieder mal keiner, zu Recht.
Maria:
Und genau, das ging nämlich darum, dass sozusagen eben um diesen ganzen Gerichtsfall und wer hat eigentlich wirklich die Idee damals für das große Unternehmen gehabt und Andy hat anscheinend den Beweis gefunden, nämlich eine Serviette, wo sie damals ihre Idee drauf notiert hatte, in der gemeinsamen Stammkneipe der Glass Onion, Und sie hatte diesen Beweis eben beim Kriegsprozess nicht, konnte den nicht vorlegen und hat deswegen verloren und hat ihn aber jetzt doch gefunden und schickt allen ihren Ex-Freunden und Ex-Kollegen eine E-Mail mit einem Foto von sich und einem Umschlag, in dem eben die Sabette drin ist, um zu sagen, hey, ihr könnt jetzt noch euren Fehler wieder gut machen und zu mir stehen, aber ich werde das jetzt hier rausbringen. Also die Sache hat sich jetzt bald erledigt sozusagen, wohin sie offensichtlich umgebracht wurde.
Maria:
Und Blancs gute Idee ist, dass dann einfach Helen Andys Platz einnehmen soll auf diesem Wochenende. Denn noch weiß niemand über den Tod von Andy. Und es soll auch noch zurückgehalten werden, diese Information. Sodass sie eben gemeinsam das machen können, ohne dass die anderen was darüber wissen. Außer natürlich der Mörder oder die Mörderin, die ja unter den Gästen wahrscheinlich weilt. Und das ist quasi so ein bisschen der doppelte Boden, den wir vorher nicht kannten und jetzt uns eben eröffnet wird über diese Rückblende. Und die Idee ist sozusagen, dass Helen dann eben während Benoit Blanc alle ablenkt, da so ein bisschen rumschnüffelt und rauszufinden versucht, wer jetzt diese Servette hat, weil die natürlich nicht mehr da, als dann Andy's Leiche gefunden wird, ist die weg und also der Mörder muss die quasi haben. Genau, und dann haben sie halt diesen Eloriliten Plan, sind auf der Insel und suchen dann herum, da wie gesagt das Chaos bricht aus und genau, also es passiert eine ganze Menge Zufälle und Dinge und alles mögliche, und genau, sie kann aber diese Wette nicht finden also die Idee ist quasi ja gewesen, sie durchsucht alles immer mal und sie beobachten alles ganz genau und versuchen den Mörder rauszufinden Helen hat sogar so einen kleinen, Zettel, der wie bei Clue aussieht, damit sie da so ein bisschen sich Motiv und Tatort und Tatzeit so ein bisschen notieren kann. Und sie finden dann eigentlich auch raus, dass alle Anwesenden auch am Tag des Todes bei Andy waren.
Maria:
Angeblich, um nach ihr zu sehen, ob alles in Ordnung ist, aber sie war anscheinend nicht da und hat auch nicht auf alle Anrufe und so weiter reagiert. Also es ist ein bisschen unklar, aber einer von denen könnte es halt gewesen sein.
Maria:
Genau, also es kommt so ein bisschen dann so durch dieses Erschießen von Helen, also dann kommt ja so ein geheimer Schuss im Dunkel und, Unbelievable. Er trifft, also das weiß ich aber nur Blanc, er trifft dieses Lennon-Notizbuch, was sie in der Hemdtasche hat und sie stirbt nicht, sondern wird nur umgeworfen und dann faken sie ihren Tod, um quasi zu tun so, als ob alle von den Gästen, als wäre das wirklich passiert. Sie legt sich dann so dahin und kriegt das mit so scharfer Soße übergossen.
Christian:
Jeremy Renner's Hot Sauce.
Maria:
Jeremy Renner's Hot Sauce, exactly. Kleines Cameo, eins von vielen. Und sie wollen dann sozusagen da eben noch ein bisschen mehr Verwirrung stiften und auch die Möglichkeit bieten, dass Helen in der Glass Onion suchen kann. Also da war sie noch nicht. Und wenn aber alle wieder sozusagen zurück in dem Esszimmer sind und den Schock über diesen zweiten Tod jetzt noch verkraften müssen, dass sie dann genug Zeit hat und eben auch logischerweise, weil sie eigentlich eine Leiche ist, keiner auf sie achtet, dann in aller Ruhe dann suchen kann. Tatsächlich findet sie dann den Umschlag auch. Also das ist Gott sei Dank endlich. Und dann kann Bernon Blanc eigentlich dann in diesem Esszimmer sein großes Feuerwerk abfackeln und halt sozusagen erklären, was alles passiert ist und im Grunde auch den Mord an Andy aufklären. Und er erklärt dann eben, dass es Miles war.
Christian:
Ein riesengroßer Idiot.
Maria:
Genau, der zudem nicht mal ansatzweise das Genie ist, für den ihn alle halten, sondern ein riesengroßer Idiot. Das ist auch eine wunderschöne Rede, wie er sich ausdrückt und was ist kein Wort und alles, was ja der ganze Mord ist, komplett geschlammt und dass er es vorher nicht gesehen hat, das ist ihm unklar. Also es ist wirklich extrem witzig. Also er macht ihn tatsächlich ziemlich zur Sau. Und auch der Mord an Duke ist sozusagen, das war auch Miles, und zwar mit Ananassaft, auf den dieser extrem allergisch reagiert, also kein Gift oder irgendwie sowas Elaboriertes, sondern einfach nur Ananassaft. Und er hat es eben auch sehr, sehr ungeschickt vertuscht, dass er das war. Also es wird dann alles ein bisschen klar. Also Miles ist der Mörder, aber sie haben ja irgendwie Servette als Beweisstück und können das sozusagen, das wäre ja perfekt. Aber natürlich kommt dann Miles, tritt forward und verbrennt die mit seinem supercoolen, ich weiß nicht, was das für ein Feuerzeug ist, so ein ganz krasses, und macht so wusch und das Ding geht in Flammen auf und damit haben sie keinen einzigen Beweis mehr.
Christian:
Es war ja auch so großartig, weil glaube ich noch jemand aus diesem Freundeskreis irgendwie auch sagt, hä, Miles, warum hast du die Servierte nicht verbrannt? Und das ist auch großartig gekastet, wenn wir gleich auch noch darauf zu sprechen kommen, Edward Norton, bei dem du einfach im Gesicht siehst, so, verdammt, das wäre viel besser gewesen, das Ding zu verbrennen und eine Minute später mit dem Feuerzeug, was er in der Hand hat, verbrennt er das Ding einfach. Bei einem Blog, der sich die ganze Zeit darüber aufregt, ey, du machst die ganze Zeit, hast du immer nur das getan, was man zuletzt zu dir gesagt hat. Also die Art und Weise, wie du deine Spuren verwischt hast, das war maximal dumm einfach die ganze Zeit. Aber wir haben es alle nicht geschnallt und gesehen. Das war auch so das Paradebeispiel. Und dann halt danach so viel Sand. Ihr habt keine Beweismittel mehr. Und dann kommt es ja zum eigentlich großen Finale des Films.
Maria:
Genau, wie du schon sagst. Also dann ist das Beweismittel weg. Und, Genau, und alle, und sozusagen Helen sagt dann, aber ihr habt doch alle diese Wette gesehen, ich habe die euch doch gerade gezeigt. Und ihr könnt doch jetzt im Grunde alle für mich aussagen und sagen, dass es wirklich so war und dass er eben auch der Mörder von Andy ist, dass wir das jetzt rausgefunden haben. Und alle Anwesenden wenden sich erneut gegen sie. Also sie sind wieder alle zu feige und haben zu viel sozusagen eigenes, ja, ihr eigenes.
Christian:
Abhängigkeiten auch.
Maria:
Ja, ihre Abhängigkeiten, aber auch, was sie erreichen wollen. Also die eine möchte eben Gouverneurin werden, die will da jetzt eben auch nicht das aufgeben und so weiter. Also es ist halt wirklich, ja, alle knicken wieder so um und stehen nicht zu ihr. Und ja, und Blanc geht so zu Hellen und gibt ihr irgendwas Geheimnisvolles und sagt so, du weißt schon, was du zu tun hast und geht raus, und dann daraufhin geht das Großfinale los und sie fängt so an nach und nach alle Kunstwerke, die aus irgendwelchen Gründen alle aus Glas sind, so ganz viele so Glasfiguren, die alle so runterzuwerfen und zu zerteppern und dass alle anderen stimmen irgendwann so ein, weil sie es irgendwie cool finden und was auch, naja, macht ja auch Spaß und der ist ja auch echt so ein Arsch, dieser Meyers. Und alle lassen so ein bisschen da die Sau raus und dann, Und dann geht Helen aber quasi immer weiter und weiter und steckt dann irgendwann da irgendwie, ich glaube, sie verschüttet dann so ganz viel von dieser Bar, also ganz viel Alkohol überall. Und dann lässt sie das Feuerzeug fallen, zündet dann sozusagen den Alkohol an und alles geht in Flammen auf. Und der ganze Raum fängt so an zu brennen, durch auch, mit dem Clear, passiert das dann direkt schon? Ich glaube schon.
Christian:
Ja, diese Abzugshaube, also die Belüftung arbeitet dann.
Maria:
Genau, also uns wurde halt vorher erklärt, dass halt dieses Clear extrem brennbar ist und halt so, dass es halt irgendwie super gefährlich ist, das irgendwie da durch die Leitungen im Haus zu leiten, was natürlich Miles trotzdem getan hat, weil er ein Idiot ist. Und dann genau, passiert da sozusagen, was passieren muss. Sie steckt alles in Brand.
Maria:
Die ganze Sache da geht irgendwie in Flammen auf. Dann gibt es noch so einen hervorragenden Slow-Mo-Wettrennen, zu diesem Knopf, der die Mona Lisa wieder freigibt. Die ist natürlich jetzt hinter Glas. Also ihr kann jetzt gerade nichts passieren. Aber das auch Helen will jetzt das auch noch zerstören. Sie möchte jetzt die Mona Lisa kaputt machen. Und es gibt sozusagen zwischen Miles und Helen diesen supergeilen Slow-Mo-Wettkampf. Wer da zuerst ankommt und sie schafft es. Und wir sehen so in einer ganz krassen Detailaufnahme, wie so dieses Bild in Flammen aufgeht. Und ich glaube, erst dann kommt die Explosion. Also genau, Dann geht alles in Flammen auf und alles explodiert. Diese ganze Glass Onion fliegt in die Luft. Sein super krasse, was ist das, Ferrari, Porsche, irgend so ein krasses Auto fliegt durch die Decke, weil das Feuer so bekloppt da so draußen aus so einer komischen Terrasse stand. Das fliegt dann also auch noch in diesen Raum da rein. Alles brennt und ist zerstört, was er so an, ich sag mal, so Fickimickie-Gegenständen hatte. Status und eben auch seine coole Glass Onion Villa da und alle Servetten und so weiter. Ja. Und alle retten sich aber nach draußen tatsächlich. Alle übernehmen die Explosion, was ich überraschend fand, aber okay. Und retten sich dann sozusagen nach draußen und sitzen auf den Stufen.
Maria:
Und Helen ist mit sich, glaube ich, ziemlich zufrieden mit ihrer Situation. Und Miles lässt dann auch mal so eine Rede auf sie los. Und ja, sie hat gar nichts erreicht. Und der hat so viel Geld. Der kann sich da alles neu kaufen und ist alles komplett egal. Und sie hat ja auch keine Beweise für den Mord und so.
Maria:
Und dann sagt sie ihm halt eigentlich, was für ein totaler Idiot er ist, weil er hat halt die Mona Lisa zerstört, also in seinem Besitz ist das Ding jetzt kaputt gegangen und alle werden ihn dafür hassen und sein ganzes, außerdem auch noch mit diesem Clear, was er ja quasi selbst entwickelt hat, er sich quasi also selbst zerstört und mit seinem Produkt die Mona Lisa zerstört, also so quasi die PR, das ist für immer verloren und er kann nie wieder irgendwas tun, was ihm dann quasi auch klar wird, dem Trottel, also es dauert dann kurz ein bisschen und tatsächlich sind dann alle anderen Gäste, erschließen sich also dann doch das Richtige zu tun und sagen dann ja, sie haben ja diese Wette doch gesehen und sie haben ja doch gesehen, wie, Miles beim Haus war von Andy und so weiter, also sie wenden sich sozusagen am Ende alle komplett gegen ihn und dann ist der Film zu Ende. So, das war eine lange Zusammenfassung, aber es ist halt echt viel passiert.
Christian:
Oder um den Film zu zitieren, Disruption. Fucking A. Das war der beste Moment, wo Benoit Blanc auf diese Explosion einfach nur guckt und Miles mit seinen eigenen neunmal klugen Bullshit-Bingo-Business-Slogans nochmal so pointiert eigentlich widerlegt. Also absolut großartig.
Christian:
Ja, da gehen wir gleich nochmal ein bisschen weiter rein und durch. Noch ein paar Namen, die wir mitnehmen müssen, damit wir sie gleich auch noch weiter besprechen können. Natürlich an allererster Stelle Regie und Drehbuch wieder von Rian Johnson. Der hat ja auch Knives Out geschrieben und Regie geführt. Und natürlich Daniel Craig als Benoit Blanc, die Hauptperson der Ermittler, der auch hier in dieser Geschichte ermittelt. Aber wie bei Knives Out eben auch jetzt ein neuer Ensemble-Cast. Und wir haben so in diesem Insel-Setting, in diesem Freundeskreis, haben wir eben Edward Norton als Miles Brown. Das ist dieser vermeintlich geniale Geschäftsmann. Erfinder. Wir haben Janelle Monae als Andy Brand und Helen, also diese Doppelrolle. Wir haben Catherine Hahn als Claire DeBella, diese Politikerin. Wir haben Leslie Odom Jr. als Lionel Toussaint, der Wissenschaftler. Kate Hudson als Birdie J, die Influencerin. Dave Bautista als Stu Cody, das Gegenstück, der Twitch Streamer, der Mansplainer, Manosphere-Influencer. Wir haben Jessica Henwick als Peg. Das ist die Assistentin von Birdie. Wir haben Madeline Klein als Whisky. Das ist die Partnerin, Freundin, schrägstrich ebenfalls Influencerin, glaube ich, von Duke.
Christian:
Und wir haben Noah Sagan als Daryl, der einfach irgendwie auf der Insel abhängt.
Christian:
Sich immer mal irgendwie was gönnt und einfach durch die Szenerie stolpert. Lustigerweise im ersten Knives Out, den zweiten Ermittler gespielt hat, den zweiten Detective.
Maria:
Stimmt.
Christian:
Also auch da so drei, vier Sätze glaube ich irgendwie sagen durfte und ich glaube irgendwie auch im dritten wieder auftaucht, aber in einer ganz anderen Rolle, also das ist so der Running Gag, dass Noah Sagan, der irgendwie, auch Kumpel von Rian Johnson ist, halt immer wieder auftaucht in diesem Film, aber immer in einer anderen Rolle.
Christian:
Wir haben Jackie Hoffman als die Mutter von Duke großartig besetzt und gespielt, die halt auch so schon vorbegnimmt, wie banal eigentlich Miles ist, wenn sie das so im Vorbeigehen da seine cleveren Rätsel alle lösen kann. Das fand ich auch immer gut. Und wir haben einen Haufen Cameos in dem Film. Also fantastisch. Das macht eine große Freude und da sieht man, glaube ich, auch, wie gut der erste Knives Out ankam bei allen Beteiligten, die jetzt hier zu sehen sind. Wir haben Ethan Hawke als Efficient Man, als Assistent am Steg in Griechenland vor dieser Überfahrt auf die Insel. Kommt er da so als Man in Black oder Man in White irgendwie dazu und impft erstmal alle mit irgendeinem magischen Ein Corona-Impfstoff, der dafür sorgt, dass so die, wie sagt man, die Bubble existieren kann und man sich dann eben nicht mehr Gedanken über Corona machen muss. Wir haben Hugh Grant als Philipp, der Lebenspartner von Benoit Blanc. Die beiden wohnen zusammen, Stephen Sondheim als er selbst, Natasha Lyonne ebenfalls als sie selbst, Angela Lansbury ebenfalls als sie selbst und Kareem Abdul-Jabbar ebenfalls als er selbst, die, glaube ich, alle vier auf dem Zoom-Screen von Benoit Blanc waren, die, glaube ich, da in so einer Fünfer-Truppe Among Us während der Pandemie gespielt haben.
Maria:
Mein Hut, also es war so nachvollziehbar.
Christian:
Ja, großartig. Wir haben Serena Williams, die halt auch so ein Cameo hat, als Video-Personal-Trainerin. Jojo Ma, der auch auf der Party von Birdie rumhängt und ein bisschen was zu klassischer Musik erzählen kann. Und wir haben Joseph Gordon-Levitt, der ja auch so immer bei Rian Johnson irgendwelche kleinen Cameos mittlerweile hat, also immer in den Filmen auftaucht. Der hat hier immer zur vollen Stunde den Dong von sich gegeben.
Maria:
Das war auch so absurd. Ja, klasse.
Christian:
Ja, und damit sind wir erstmal durch hier mit dieser ganzen Liste und tauchen mal tiefer ein in den Film. Du hast den Plot, die Handlung so verstrickt, wie sie ist, erstmal sehr gut wiedergegeben. Aber ich will mir da so ein paar Stücke mal rausgreifen. Also erstmal... Finde ich den Film großartig in seiner Eröffnung. Das hattest du auch schon erwähnt. Also wie der Film uns in diese, ja jetzt nun andere Welt eintauchen lässt. Ja, wir haben Benoit Blanc wieder als Ermittler, aber der kommt ja auch wieder von außen in ein Setting rein, in eine Personenkonstellation rein. Und die müssen wir ja auch erstmal so ein bisschen verstehen. Und das geht ja gleich am Anfang da los mit diesen Paketen, die da ausgeliefert werden und da haben wir dann auch gleich die Einblendung 13. Mai 2020 und wir wissen alle, ah, hier mitten im ersten Corona-Lockdown, die ganze Welt ist im Corona-Lockdown oder die westliche Welt ist im Corona-Lockdown und damit spielt der Film ja auch erstmal, ne, also der verortet sich erstmal so zeitlich, indem er sagt, ja.
Christian:
Während dieser Corona-Pandemie findet das statt und gleichzeitig präsentiert er uns damit, wie du ja auch gesagt hast, so die Figuren schon mal alle höchst unterschiedlich. Die Politikerin, die die CNN-Interview-Schalte aus ihrem eigenen Schlafzimmer macht, während die Kinder noch irgendwie durch die Gegend rennen und der Partner, glaube ich, im Schlafanzug und so wie Corona halt war, dann springt es zu Birdie, die, wie du sagst, die absolut nicht Corona-Lockdown-konforme Party feiert. Und wo wir dann auch schon gleich sehen mit der Assistentin das Gefälle von sehr viel Geld und sehr wenig Geld und wer arbeitet eigentlich für wen und wer hat viel mehr Ahnung, aber in was für einer Welt bewegen die sich da. Und so springen wir mit diesen Kisten, die ankommen, erstmal durch diese Leute und haben auch gleich mit diesem Telefonat, was aufgemacht wird, mit dieser, wie du sagst, Splitscreen-Gruppen-Anruf, wissen wir ja gleich, Ah, die stehen alle in Beziehung zueinander und man kennt sich und man, also da passiert einfach schon so wahnsinnig viel. Ja, die sind alle irgendwie auf ihre Art clever und die einen wissen dies und die anderen wissen das und so ist der nächste Schalter und ah, jetzt kommt die nächste Person in die Telefonschalter und man merkt, die kennen sich, die mögen sich erstmal. Also da ist schon sowas Verbindendes.
Christian:
Und das ist halt super effektiv wie ich finde, also man sieht gleich wer die Leute sind, man sieht sie zu Hause, man sieht sie in ihrem in ihrem, Die haben Lockdown, so individuell wie dieses Lockdown-Szenario für alle irgendwie war, aber diese Gemeinsamkeit, alle sind im Lockdown irgendwie und dann sehen wir auch, wie sie zueinander irgendwie schon stehen und das ist so super effektiv. Also gerade diese Houdanit-Geschichten und gerade auch, wir haben ja kein, außer Benoit Blanc, aber auch da, wir haben ja nichts, es ist ja keine klassische Fortsetzung. Wir knüpfen ja nicht direkt an Knives Out an, wir sind ja nicht, es ist ja keine Fortführung. Da muss der Film gerade am Anfang erstmal super viel leisten und ich finde, das ist wahnsinnig effektiv gemacht, wie wir mit diesen Kisten und dann auch dieser Bruch auf Andy, die gar nicht Teil der Telefonkonferenz ist, die gar nicht irgendwie größer verortet wird und in diese Gruppe eingefügt wird und dann noch anstatt rumzurätseln mit dem Hammer raufhaut und das charakterisiert, sie hat keinen Satz gesagt und es ist so viel über sie gesagt worden in dieser Einführung. Und hat mir alle schon mal sehr gut gefallen. Fantastisch.
Maria:
Fand ich auch. Und was ich jetzt auch noch, weil du gerade meintest, auch wie die dann alle versuchen, diese Rätsel zu lösen. Das ist auch eine Menge, über die Aussage. Und es sagt auch eine Menge, über die Aussage, dass halt manche von denen, die die Rätsel überhaupt nicht lösen. Also Birdie, ich glaube, ist ja gar nicht hilfreich. Also eigentlich ist ihre Assistentin ja die Person, die da ernsthaft mitmacht bei diesem Rätsel lösen. Und Birdie ist eigentlich immer nur so im Hintergrund, also auch vor allem in dieser Musikszene. Und da versucht er dann, glaube ich, auch so, ja, ich schazam das jetzt und so.
Christian:
Ja, ja, stimmt.
Maria:
Und dann kommt so aus der Seite, kommt dann so dieser Typ auf der Party und sagt, ah ja, das ist so eine Bachfuge, das ist voll spannend. Und dann klettert so voll, was da los ist. Und Birdie so, ja, ja, sag mal ruhig, ich will das jetzt hier schazam und so. Also sie ist halt komplett nutzlos. Oder zum Beispiel auch, was ich auch so witzig fand, bei unserem großen Über-Alpha-Männchen Duke ist halt die Mutter, die Person, die halt die ganze Rätsel löst. Und man merkt halt auch sofort so ein bisschen... Man kriegt ja wirklich nur ganz kurz mit, in was im Umfeld leben die und wie sind die so miteinander auch. Also wir sehen ja dann auch gleich, Whisky ist ja glaube ich auch da dann bei Duke da irgendwie, aber die sagt auch nicht viel, aber man sieht halt, okay, das sind wie ein Paar und seine Mutter, ich glaube, die haut ihm auch eine rüber, weil er mit seiner Mutter ja nicht so reden kann, das kann ja wohl nicht sein und so. Also es ist halt, weil ich glaube, sie die Kiste schon aufgemacht hat oder so und er sagt so, das kannst du nicht machen, das ist meine Post. Ich bin hier Livestream.
Christian:
Da kannst du dich nicht irgendwie...
Maria:
Und sie langt ihm so ein und sagt so, ich bin in der Mutter, aber ich rede mit ihr und er ist ganz klein läuft immer so, ja, ja, nee, alles gut, Mutter.
Christian:
Und so ist etwas so.
Maria:
Ja, also ich fand das einfach auch, mal abgesehen davon, ob die jetzt das lösen oder nicht, aber auch in welcher Form lösen sie das, mit wem zusammen. Claire hat ja dann ihren Mann dabei und ihr Mann ist auch nur, sie ist auch immer so ein bisschen so, ja, ja, jetzt mach mal still hier, ich mach das ja mit meinen Freunden so, jetzt geh mal weg so. Aber er immer so, ja, ja, Schatz, aber ich will auch mitmachen und so. Also weil er ja auch zu diesem Wochenende nicht mitgeht. Also man erfährt so ganz viel davon, wer die so sind. Und in welchen Beziehungen die zueinander stehen und so. Also ich fand das auch, das war ein super cooler Kniff, die Figuren so einzuführen mit dieser, ja doch auch irgendwie spaßigen Box. Man denkt ja dann selber auch so ein bisschen mit, ah, was ist denn das und was könnte denn das sein und so. Und was ich aber auch wirklich witzig fand, war dann halt irgendwann, gibt es ja dann halt nochmal so eine zweite Ebene mit so Rätseln und das wurde dann uns überhaupt nicht mehr gezeigt. Dann sieht man ja nur noch, wie sie irgendwelche Kugeln rumschieben, wie sie dann irgendwie, keine Ahnung, noch irgendeinen Knopf drücken oder so. Aber was genau es gerade war, erfahren wir gar nicht mehr, weil es ist halt, Schon wieder so übertrieben und so viel. Und das sagt uns natürlich auch eine ganze Menge über den Absender dieses Pakets.
Christian:
Das wollte ich gerade sagen.
Maria:
Für wie unglaublich schlau er sich hält und für was, wie verwegen. Aber der Film sagt uns auch gerade so ein bisschen, ja, ist eigentlich auch ein bisschen egal. Die haben das jetzt einfach alle gelöst. Jetzt hier die 38-Rätsel war ein bisschen übertrieben, aber haben sie jetzt, ist egal.
Christian:
Ja, und man erfährt ganz viel über Miles, über den Abwesenden, über den nur geredet wird. Oh, Miles hat ja auch ein Paket. Ja, Miles hat mir das Paket. Und auch als wir da zu dem Wissenschaftler springen, der dieses Paket empfängt, während er in einem ganz anderen Zoom-Call-Meeting ist und sich über Miles und ja, und der Chef und der hat schon wieder eine Idee und so. Das finde ich halt auch total clever. Also, dass wir halt, ja bis wir auf der Insel sind und dann mit allen bei Miles ankommen, ja nur von ihm vom Hörensagen erfahren. Und auch immer nur über die Person, die halt schon in irgendeiner Beziehung zu ihm stehen. Da kommt ja auch niemand Externes und sagt, also bietet mal ein anderes Statement als halt der Fanclub so ein bisschen, der von ihm Abhängige oder mit ihm in Beziehung stehende, so viel wissen wir an der Stelle ja erstmal nur. Superspannend, super spannend, super effektiv gemacht und, wie du sagst, gleichzeitig auch schon.
Christian:
Also mein größtes Problem mit dem Film ist ein bisschen die Struktur, ist so der Plot oder das Drehbuch irgendwo auf dieser Textebene und da finde ich, merkt man das auch schon so ein bisschen, dass der Film wie so ein Fernsehmagier, der Mann in der schwarzen Maske, der immer die ganzen Zaubertricks erklärt hat, ja, und der immer so, aber wie so eine Siegfried und Roy Nummer, die halt irgendwie vor der Kamera so rumwedeln und deine Aufmerksamkeit so, uh, jetzt kommt der große Trick. Und das macht der Film halt da auch schon so ein bisschen, wie du sagst, mit diesen Kisten. Es geht ja schon gleich los, dass diese Kisten, und wir sind jetzt geübte Houdanit-Schauer, wir sind Fans von Rian Johnson, wir sind das zweite Mal mit ihm und Benoit Blanc, wir sind dabei, wir krempeln die Ärmel hoch und sagen, alles klar, ich weiß Bescheid, ich weiß, wie es läuft. Ja, da sind diese magischen Kisten. Jetzt müssen wir natürlich auf jedes Detail achten. Und wie funktioniert jeder Schalter und jedes Ding? Weil wir wollen ja wissen, wie wir wissen ja, das ist eine Mysterybox. Der ganze Film ist ein Mystery. Und dann kommt Rian Johnson und sagt, Arschlecken, ich mach mal hier was ganz anderes und tue so, als ob das hier super wichtig ist, weil die ersten zehn Minuten dreht sich alles nur um diese bescheuerte Kiste. Und dann eben mit Andy zu zeigen, ja, ein fetter Hammer hat's auch getan. Also Also ist nichts mit Mystery. Und das macht er, finde ich.
Christian:
Dann im Laufe des Filmes leider zu oft für meinen Geschmack dieses, also den Vorhang noch mal ein Stück weiter aufziehen und sagen, ja, haha, das Eigentliche, worum es hier gehen sollte, der eigentliche Mordfall, der eigentliche Trick ist in Wirklichkeit viel größer, anders, weiter, hinten, weiter. Also das hat mich ein bisschen... Verloren im Laufe des Filmes. Und ich finde, das kann man hier vielleicht auch schon exemplarisch an diesen Kisten irgendwie sehen, dass er da so ein bisschen zu sehr, abrakadabra mit den Händen versucht, meine Aufmerksamkeit abzulenken auf vermeintlich Unwichtiges, um den eigentlichen Trick irgendwie vorzubereiten. Und das macht der Film leider im Laufe der Handlung zu oft für meinen Geschmack.
Maria:
Hm. Also maybe. Also ich finde das auf jeden Fall eine spannende These mit den Kisten und das so ein bisschen zu verzaubern. Aber was ich auf jeden Fall so verstanden habe, und das ist, glaube ich, auch die Idee, ist, dass man denkt ja dann erst mal, als man diese Kisten, elaborierten Kisten sieht, und man denkt so, boah, das ist ja voll krass. Das muss ja voll das Genie sein. Und alle sind ja auch so, oh ja, oh mein Gott, der hat mir diese Kiste geschickt, ich bin für mich so geehrt. Und dann sind ja diese Rätsel da jetzt auch nicht, also zumindest für mich waren die jetzt nicht sofort erkenntlich, was da jetzt die Lösung war. Ich habe auch so ein bisschen gedacht, oh mein Gott, ich bin aber jetzt doof, ich wollte es gar nicht hinbekommen alleine und so. Man denkt ja dann tatsächlich, oh Geist, wirklich total schlau. Also, oh mein Gott. Es wird da direkt so ein Bild aufgebaut, was ich total spannend und auch lustig fand, dass man auch das erstmal so abnickt und so denkt, ja, also der muss ja wirklich ein ganz toller Typ sein. Und dann kommt eben Andy und da kloppt das Ding. Das war tatsächlich auch meine Idee. Ich habe auch gedacht, ja, mach es doch einfach kaputt und dann ist es gut. Dann müsst ihr jetzt nicht rumrätseln. Also würde ich wahrscheinlich so machen, weil ich würde die ganzen Rätsel wahrscheinlich nicht lösen können. Und das spricht halt auch so krass gut für ihren Charakter. Das hat so gut funktioniert, weil alle waren natürlich so, oh mein Gott, ganz starstruck und oh mein Gott, er hat mir das geschickt und es ist alles so cool und so viele tolle Rätsel und sie ist halt so, was für ein Wichser. Ja, was für eine Scheiße, ich mach's einfach kaputt jetzt, ist mir egal. Also, das war ja dann schon, das war ja dann schon, war das schon Helen? Nee, das war Andy noch. Nee, warte mal, das war, das war Helen. Das war Helen, ich glaub, das war Helen.
Christian:
Ich glaub, das war auch Helen.
Maria:
Nee, warte mal, dann würde er denen ja das geschickt haben.
Christian:
Siehst du, genau das ist ein bisschen das Problem für mich, dass der Film zu oft den Gang wechselt und sagt, nee, eigentlich geht es um was ganz anderes. Weil auch da in der Einführung war ich erstmal noch, als dieser Umschlag kam, wo dann drinsteht, oh, kommt auf meine Insel und wir erleben wieder ein Wochenende und klärt den Mord an mir auf. Wo ich auch schon dachte, ah, also auch bei der wiederholten Sichtung hatte ich völlig vergessen, dass es ja gar nicht um ihn und seinen Mordfall geht. Aber das hatte erstmal eine Einführung sowas von, der weiß schon, dass der ermordet wird.
Christian:
Also wusste, er hatte die Kisten losgeschickt, weil er davon ausging, dass er schon sterben wird und die Kisten kommen an und dann ist er tot. Und was ist da schon wieder irgendwie los? Und die ganze Zeit geht es aber um was komplett anderes. Und leider macht der Film das für mich ein bisschen zu oft, dass er versucht, diesen Gang zu wechseln und zu sagen, überraschend ist ja der Mordfall an Duke, um den geht es jetzt auf einmal. Aber eigentlich geht es ja auch gar nicht um den, sondern es geht um einen Mordfall von einer Person, die gar nicht anwesend ist, die viel früher als die Filmhandlung passiert ist und die dann noch durch ihre eigene Schwester ersetzt wird. Und da sitze ich davor und denke mir, ja, also sorry, aber das hätte ich ja nie erahnen können. Also da zieht der Film wirklich so ein Kaninchen aus dem Hut und hat mich im ersten Moment verloren, dass ich sage, sorry, ich komme ja gar nicht mit, weil, also das hätte ich gar nicht wissen können. Ja, ich habe ja versucht mitzuretseln und mitzugehen, aber wenn der Film dann so hart auf die Bremse tritt und sagt hey, die Person, die wir hier eingeführt haben ist gar nicht die Person und dann auch so ein Klischee von Zwillingsschwester also weißt du ein bisschen worauf ich hinaus will, also das war so eine Ebene, ich konnte dann wieder sehr gut mitgehen, als es an die Auflösung ging und der Film auch gesagt hat im Endeffekt eigentlich nicht so wichtig wäre jetzt hier was wie, sondern der Stinkefinger in Richtung in Richtung äh.
Christian:
Und kapitalistischer Egomane ist halt absolut vollzüglich. Also da habe ich mir die Finger nachgeleckt. Aber was den Fall selbst angeht, war mir das irgendwie zu viel, weißt du, zu oft die Kamera in der gleichen Szene nochmal ein Stück weiter nach rechts geschwenkt und wir sehen, ah, da ist ja noch jemand in der Szenerie. Und die Szene hat eigentlich früher angefangen und später aufgehört. Und da bin ich nicht so der Fan von. Ich weiß nicht, ich weiß nicht.
Maria:
Du meinst, weil das dann für dich das Gefühl ergibt, dass du nicht mehr miträtseln kannst, ausreichend?
Christian:
Genau, also ich bewege mich in einem Regelwerk auf einem Spielfeld, das sich dann aber so weit öffnet und sagt, ja, aber in Wirklichkeit gibt es hier noch Regeln und Aspekte und Abteilungen, die du gar nicht kennst. Weißt du?
Maria:
Ja, ich weiß, was du meinst.
Christian:
Ich habe ein Riesenproblem zum Beispiel bei ganz anderer Filmspoiler an der Stelle bis heute noch ein Problem mit The Prestige von Christopher Nolan.
Maria:
Es ist witzig, dass du das sagst. Ich habe vorhin erst gelesen, dass das einer der Lieblingsfilme von Rian Johnson ist.
Christian:
Dann muss ich den Herrn Johnson aber nochmal richtig auf den Pot setzen, weil das Problem bei dem Film ist für mich auch, dass der am Ende eine Auflösung liefert, die der Film für mich nicht vorbereitet. Das ist wirklich dieses Deus Ex Machina-mäßige hey, wir haben ja auf einmal in dieser Welt, die wir sehr detailliert vorbereitet haben, sind auf einmal Dinge möglich, weil wir das jetzt an dieser Stelle brauchen, um dich überraschen zu können. Und ich sitze davor und sage, das kaufe ich dem Film einfach nicht ab. Das ist für mich ganz, ganz billiges, ganz billige, ganz billige Trickserei an der Stelle. Und so ging mir das ein bisschen bei Glass Onion auch, dass ich mir dachte, ja, woher hätte ich denn wissen können sollen, dass da irgendwie, und ja, vielleicht ist da irgendwo schon was vorbereitet, wenn man es weiß und wieder guckt. Ja, ich habe gesehen, dass, Benoit sie als Helen angesprochen hat an der Stelle, kurz bevor es da diese Auflösung gibt, wo ich schon gemerkt habe, wieso nennt er sie gerade Helen? Und dann fiel mir ein, ach ja, da war ja diese Zwillings, hatte ich wieder völlig vergessen. Ich bin da einfach kein allzu großer Fan von, bei sowas, wo ich das Gefühl habe, hey, man soll ja irgendwie miträtseln können, man soll ja irgendwie mitdenken können. Und dann gibt es da auf einmal so eine Ebene, die aufgemacht wird, wo ich mir denke, ey, auf die wäre ich selber nie gekommen, weil das zu billig ist.
Maria:
Also ja slash maybe ich kann es auf jeden Fall verstehen ich habe auch als ich, ich kann mich noch gut an, dass ich den Film das erste Mal gesehen habe, Und eigentlich vor allem beim zweiten Mal, als ich natürlich so viel vergessen hatte und dann nochmal geguckt habe, also im Grunde da, wo du jetzt bist oder weißt du was, da hat es mir auch nicht mehr so gefallen. Und da fand ich das auch alles viel zu kompliziert und irgendwie über so einfach eine Schraube zu weit gedreht so ein bisschen. Das ging mir irgendwie auch ein bisschen so. Also, ich finde es jetzt offengestanden, also ich, ich weiß nicht, wie ich das sagen soll, aber ich finde es nicht so schlimm, wenn es quasi in Anführungsstrichen unfair ist, weil mir nicht gelingert gegeben wird, das zu lösen, weil ich denke, das macht wahrscheinlich keinen Hut da nicht so richtig, weil sie wollen ja nicht, dass man es vorher lösen kann. Also ich glaube, das ist ja nicht die Idee. Also auch, wenn ich jetzt ein Meisterdetektiv wäre vielleicht, aber da bin ich ja nicht. Das heißt, das würde mir den Film ja kaputt machen, wenn ich jetzt das irgendwie schon gesehen habe, oh, die waren Zwillinge und das habe ich alle schon gesehen. Oder ich hätte es ahnen können. Ich denke, das maybe. Aber ich verstehe schon, was du meinst, dass ich ein bisschen betrogen fühle und so denke, aber ich will ja, ich habe ja nicht mal die Chance gehabt.
Christian:
Das ist der Punkt, das Gefühl ist auch so entscheidend. Nach dem ersten Knives Out war es für mich auch alles überraschend, aber ich hatte die ganze Zeit das Gefühl von, ich hätte es sehen können. Also, weißt du, so dieses sich an der einen Stelle nicht so aufmerksam. Ich habe aber das Detail, Es ist mir bestimmt aufgefallen und ich habe es schon wieder vergessen, dieses Gefühl von, ich hätte es schaffen können, aber hier kann sich dieses Gefühl nicht einstellen, in dem Moment, wo es heißt, aha, in Wirklichkeit gibt es eine Zwillingsschwester und hier gab es den Mordfall schon davor. Da hätte ich ja nie drauf kommen können. Also das Gefühl stellt sich nicht ein bei mir, dass ich sage, ah ja, da hätte ich selber drauf kommen können und dann wäre ich irgendwie genauso clever wie unser Benoit Blanc gewesen. Das war mir ein bisschen... Das ist für mich das größte Problem bei dem Film. Das ist ein bisschen auch der Mittelteil, plus auch so vom Flow her. Ich habe auf die Uhr geguckt und ich glaube, die eigentliche Geschichte rund um Miles auf der Insel, also der Mord an Duke, ich glaube, der passiert nach anderthalb Stunden oder so von zweieinhalb.
Maria:
Ja, das stimmt.
Christian:
Das ist eine Menge Zeit. Ja, da passiert vorher so viel, was ja per se jetzt nicht so viel mit dem eigentlichen Fall da zu tun hat.
Maria:
Naja, ich denke schon trotzdem. Also ich glaube, mit dem eigentlichen Fall, da hast du natürlich recht. Also der eigentliche Fall ist natürlich der Mord an Andy. Aber was wir ja vorher alles schon lernen, ist ja die Figuren. Also wir lernen ja die Figuren kennen. Wie sind die, was haben die für Probleme mit Miles? Und erstmal weiß man ja nicht, okay, was bringt uns jetzt die Information? Man denkt ja erst, okay, es geht vielleicht wirklich um Miles, also vielleicht wirklich jemand Miles umbringen.
Maria:
Und das ist ja dann nicht der Fall, aber ich finde, es hätte durchaus auch passieren können. Also das wurde halt sehr, sehr deutlich quasi gemacht. Aber ich fand das dann eigentlich also jetzt vor allem beim dritten Mal, als ich die zweite Sichtung noch ganz gut präsent hatte hat es super viel Spaß gemacht, eben genau das doch zu versuchen, zu schauen, okay, wo waren denn die Anhaltspunkte, wo haben sie uns denn vielleicht, schon was in die Hand gegeben und da gibt es tatsächlich, fand ich, schon mehrere Stellen, wo man das so ein bisschen gemerkt hat oder also jetzt nicht perfekt, aber so ein bisschen, wo Sachen angeteasert wurden oder eigentlich macht es vor allem Spaß, Blanc zu beobachten Also wenn man einfach ganz halt bei Blanc bleibt und guckt, wenn man mit dem Wissen, dass er diesen ganzen Leute da schon recherchiert hat, dass er die alle kennt, dass er ganz genau weiß, was er da tut und auch, dass er natürlich in einer ganz anderen Mission unterwegs ist, als die anderen denken, dann macht der Film so viel Spaß und man sofort merkt, wie er mit denen spielt und wie er auch wieder so ein bisschen wie bei Knives Out so ein bisschen den dummen Südstadtler so gibt und so ein bisschen so tut, als wäre er die Unschuld vom Lande und alle nehmen ihn ja so gar nicht ernst und so. Und dann aber eben dann doch plötzlich dann da auspackt und dann merkt man so, oh, ach so. Und das fand ich eigentlich wirklich alles dann dadurch irgendwie dann ziemlich cool, hat auch echt Spaß gemacht.
Maria:
Und im Grunde genommen hast du aber schon recht, der echte Mordfall geht eigentlich erst los mit der Rückblende mit auf Helen und auf diese ganze Geschichte. Und dann kann man, ich finde, ab dann hat man doch wieder die Chance, In irgendeiner Form quasi auch das Wissen von vorher mit einzubeziehen, weil uns wird ja schon vorher auch gesagt, also tatsächlich gibt es das schon, dass dann, ich vergesse immer seinen Namen, um Gottes Willen, warte mal kurz, Duke, auch dann irgendwie sowas sagt wie, ja, und hier, Miles, hast mich doch neulich fast mit dem Auto erwischt und so. Also uns wird jetzt alles gezeigt, was sie schon am Anfang gesagt haben. Und dann merkt man, ich hätte das schon hier und da, hätte ich das verknüpfen können und so. Aber es ist sozusagen, wenn man das erste Mal schaut oder halt sozusagen jetzt noch nicht, oder alles vergessen hat, dann ist es natürlich extrem schwierig, darauf zu achten, weil man ja nicht weiß, worauf man achten muss, weil man ja den Mord an Andy nicht kennt. Aber wenn man das dann wusste, dass es diesen Mordfall gibt und das mit den Schwestern und all diesen Kram, dann kann man auch quasi in der ersten Hälfte des Films, ohne dass man diese Rückblende hatte, schon danach suchen und findet auch da Indizien. Also das ist tatsächlich eigentlich, finde ich, im Nachhinein ziemlich cool gemacht. Und ich finde.
Maria:
Ich denke, dass ich hätte jetzt am meisten Spaß, als ich schon wusste, was los ist. Also das hat für mich den ganzen Film so viel besser gemacht. Ich habe jetzt auch noch mal geschaut, wie ich den bewertet hatte bei Letterboxd. Beim zweiten Mal drei Sterne, beim dritten Mal jetzt vier Sterne. Weil ich hatte so viel mehr Spaß daran, weil ich einfach schon ein bisschen wusste, worauf ich gucken muss. Ich hatte, wie gesagt, am Blanc hatte ich mega viel Spaß. Also ich konnte mich einfach auf andere Sachen konzentrieren, als zu versuchen, diesen Fall zu lösen. Und vielleicht ist das auch ein bisschen die Idee gewesen. Also weil ich habe das Gefühl auch, dass bei Knives Out wurden ja super viele Klischees bedient. Also dieses Herrenhaus, die Familie, das Erbe, die Haushälterin. Und hier jetzt eigentlich auch. Also im Grunde genommen ist das ja auch alles extrem klischeebehaftet. Und der reiche Gönner lädt hierzu in die private Insel. Ich meine, in einem älteren Houdanets wäre es wahrscheinlich das private Schloss oder so gewesen, auf den einsam verschneiten Berghängen ein. Und dann passiert ein Mord, das Licht geht aus und so weiter. Also es gab ja so, so viele Klischees aus anderen Houdanets oder aus solchen Geschichten, aus solchen Krimi-Geschichten. Auch das mit den Zwillingen und so. Aber irgendwie habe ich das Gefühl gehabt, er wollte halt alle diese Dinge nehmen und dann halt nochmal so einen Twist draufpacken und dann wirklich zu sagen, ich erzähle jetzt da trotzdem nochmal was Neues damit und ich probiere da jetzt wirklich dann doch nochmal euch zu überraschen. Und wie du schon sagst, es ist vielleicht ein bisschen sehr gewollt und ein bisschen zu sehr konstruiert und gibt uns wenig Chancen.
Maria:
Aber wenn man dann sozusagen die Konstruktion schon kennt und dann sich darauf einlassen kann und dann nochmal gucken kann und dann das so ein bisschen analysieren kann auf so einer ganz anderen Ebene, dann macht der Film, fand ich, auf jeden Fall so, so viel mehr Spaß nochmal. Ähm... Weil man dann das eben einfach so ein bisschen besser durchschauen kann, was da eigentlich auf so einer erzählerischen Ebene quasi passiert. Aber ich kann die Verwirrung verstehen. Ich war auch total verwirrt und fand es auch, und das finde ich auch immer noch ein bisschen, dass die Struktur ist doch ein kleines bisschen unklar. Oder es ist ein bisschen, ich sage mal, nicht ganz so stringent. Also es war jetzt einfach ein bisschen, ich will nicht sagen unfokussiert, aber schon so ein kleines bisschen unfokussiert. Also es war einfach so, die Erzählenreihe-Folge ist halt sehr ungewöhnlich und dass man dann das erste in der Mitte erfährt oder im zweiten Drittel oder so mit Helen und dieser ganzen Vertauschungsgeschichte und so. Aber dann fand ich auch eigentlich unterhaltsam wiederum dann zu sehen, diese Vorbereitung, die sie dann treffen und wie sie dann versucht, wie Rich Bitch zu spielen, also ihre eigene Schwester und so. Das war dann auch alles wieder total cool, unterhaltsam.
Maria:
Und es gibt ja sogar in diesem Film eine Cliffhanger, sie wird erschossen, dann gibt es erst die Rückblende. Also wir wissen ja auch gar nicht, ist die jetzt tot? Was ist da jetzt los? Also ist jetzt Helen auch tot oder was passiert da jetzt? Und dann steht sie erst nach dieser ganzen Rückblende wieder auf und holt das Buch raus. Also auch das, ich weiß nicht. Also ich verstehe dich total und kann da auch mitgehen, aber ich war dann jetzt auch wieder so begeistert, dass ich so denke, nee, es ist ein geiler Film.
Christian:
Das ist auch Jammern auf hohem Niveau, für mich ist das einfach so, dass der Film so ein zwei Ideen Schrägstrich Twists zu viel einfach hat, also der ist mir ein kleines bisschen zu clever für sich selbst auch dieses also zu gewollt dabei, ein, zwei weniger und dann wäre ich glaube ich auch mehr dabei gewesen, weil ich hatte das auch gesehen dieses das, Mir ist aufgefallen, wie Miles Duke total abgewürgt hat in dem Moment, als er als Duke davon erzählt, dass er ja neulich fast überfahren wurde bei Andy und Miles macht raus Anderson Coopers Party und das ist mir schon aufgefallen, ohne dass ich wusste, worauf es abzielt, das hatte ich alles wieder vergessen. Aber der Moment war mir aufgefallen und deswegen war ich dann so ein bisschen, ich sag mal, enttäuscht, dass ich das halt nicht, weißt du, ich hab's gesehen, aber ich hätte damit nichts anfangen können.
Maria:
Ja.
Christian:
Und ich glaube, für mich fühlt sich das echt an wie im Lockdown geschrieben und einfach zu viel Zeit und zu viel Kopf und zu viel mit sich selbst beschäftigt. Also ein Rian Johnson, der wahrscheinlich auch den 48. Tag in derselben Jogginghose verbracht hat beim Schreiben dieses Drehbuchs und einfach ein bisschen zu tief ins Rabbit Hole gefallen ist. Und dann zeigt er das allen und alle sagen, macht hinten und vorne keinen Sinn, aber dein Knives Out war so genial, das wird schon richtig sein, was du da aufgeschrieben hast. Und, weißt du, so ein bisschen, ich sag mal, ein bisschen Kind der Umstände vielleicht auch so, dieses Drehbuch. Aber, und damit will ich auch von dieser Kritik so ein bisschen weg, weil ich will diesen Film auch sehr, sehr loben, was du nämlich auch gesagt hast, dieses doppelte Schauspiel von Monet in diesen Doppelrollen, einfach fantastisch.
Christian:
Und dann eben auch wieder, wo wir ja auch beim ersten Knives Out waren, das ist ja auch hier wieder ein Vehikel für eine ich weiß nicht, für zumindest für ein Statement, Was dieser Film macht, was Knives Out ja auch gemacht hat. Da geht es eher ums Motivische als um den eigentlichen Fall, als um den eigentlichen Krimi. Das ist ein Aufhänger, das ist eine Struktur, das ist ein Vehikel. Und dann ist ja eben diese fantastische Finalszene, wo der Krimi halt einfach komplett in den Hintergrund tritt. Wir wissen, was passiert ist und was los ist. Und dann kommt ja wirklich diese wortwörtliche Explosion der Motive. Und das ist für mich einfach auch fantastisch.
Maria:
Und wo man auch sagen muss, ganz anders als bei üblichen Houdanits oder bei früheren, also der Mörder wird jetzt auch nicht von der Polizei abgeholt. Also er kommt jetzt nicht ins Gefängnis, das wissen wir schon. Also wir wissen ja schon, es gibt keine Beweise, die wir ihm zeigen können. Die anderen sagen zwar alle, ja, wir machen jetzt Zeugenaussagen, aber das weiß man nicht. Und ich meine, er ist ja trotzdem noch so ein Tech-Millionär. Was weiß man schon? Keine Ahnung. Also es ist jetzt nicht so, dass dann halt wie jetzt auch bei Nights Out, die Polizei kommt und dann den Mörder abführt und das Gute hat gesiegt und so. Also es ist halt nicht so, es ist nicht so ein klassischer Sieg, sondern sie haben ihm jetzt halt schon das genommen, sie haben ihm was anderes genommen, aber jetzt im Grunde ist es jetzt nicht, er kommt jetzt in den Knast und dann erfährt er seine gerechte Strafe und das Recht hat gesiegt, sondern es ist jetzt halt, es ist eher so ein moralischer Sieg. Es ist so ein, irgendwie, der Anstand hat gewonnen oder was auch immer man jetzt sagen will. Also es ist halt so ein bisschen ein Klassenkampf und dann am Ende hat er den Milliardär verloren. Aber er ist halt nicht in das Freiheit los, weil er ist immer noch ein Milliardär. Also ich meine, da muss man ganz ehrlich sein.
Christian:
Das lasst man gerne auseinanderdröseln. Also wir dürfen zum einen nicht den Fehler machen. Wir sitzen jetzt im Jahr 2026. Und da hat die Realität diesen Film sehr schnell sehr eingeholt. Also im Jahr 2022 war es zumindest noch so, dass an so Konzepten wie Wahrheit und eine allgemeine Realität eher noch, also das bestand eher noch als vier Jahre später im Jahr 2026. Also ich glaube auch ein Elon Musk könnte die Mona Lisa irgendwie verbrennen und die Welt würde mit den Schultern zucken, weil wahrscheinlich drei Minuten später schon wieder fünf andere Schlagzeilen wichtiger geworden sind vermeintlich und das Thema ist erledigt. Ich glaube aber schon, dass damals in dieser Filmwelt das noch funktioniert hat, dass dieser Miles Braun für die Zerstörung an der Mona Lisa zumindest irgendwie haftbar gemacht werden kann, was ja der Film dann auch nochmal auch wirklich ausspricht. Er sagt ja immer wieder, sein Ego, er will genau im selben Atemzug genannt werden wie die Mona Lisa, so genial, so gut.
Christian:
Bedeutsam. am fehlenden, am zerstörten Beweismittel, dieser Servierte, scheitert. Also wir gehen ja alles so durch und das ist ja die Erzählung und auch der Klassiker, das Trope, Benoit Blanc löst den Fall auf und in Wirklichkeit war das so und vorher da und der hat den und dann so. Und wir sehen das alles in Rückblenden und Bildern und wir sehen auch die Reaktion der Leute vor Ort und alle wissen, wie es ist. Alle in dieser Bubble, auf dieser Insel, in dieser zusammengewürfelten Zusammenkunft.
Christian:
Sieht, was wir sehen, aber alle zucken mit den Schultern und Miles sagt es ja auch, er ist ja alles schön und gut, es gibt aber keinen Beweis dafür. Und wir haben gesehen, wie das eine Beweismittel zerstört wurde. So. Und dann finde ich das so fantastisch, dass Benoit Blanc das auch erkennt und sich aus seinem eigenen Film zurückzieht und Helen, etwas in die Hand drückt und sagt, ich weiß gar nicht mehr genau, was da der Wortlaut war, aber so im Sinne von, du weißt, was als nächstes zu tun ist und ich gebe dir das letzte Puzzlestück, um zu tun, was zu tun ist. Und dass Benoit Blanc, Als Stellvertreter für System, für Justiz, für diese Form von Gerechtigkeit, das, was im Recht steht, was rechtens ist, du sollst nicht töten, um jetzt auch nochmal das biblische Gebot zu bringen, dafür steht er ja. Und er sieht, dass auf dieser Ebene nichts mehr zu holen ist. Weil alle wissen, was passiert ist und wer der Schuldige ist. Aber in dem Moment, wo am nächsten Tag die Polizei irgendwie kommt, ist halt nichts beweisbar.
Maria:
Zumal ja auch alle Gäste gesagt haben, ich werde das halt nicht aussagen. Also ich habe hier nichts gesehen. Also was ja auch noch dazu kommt, dass wenn nicht mal die Zeugen aussagen, würden jetzt was bringen.
Christian:
Genau, die Zeugen, die auch, genau, die sich, genau. Und auch da, da ist das Thema Geld. Also auch das, was wir schon in dem ersten hatten, aber hier nochmal anders. So, dass das Geld, das über allem steht und damit der Einfluss und die Relevanz, die Miles vermeintlich ja damit hat. Also Macht, Geld als Machtinstrument. Und Benoit Bloch sieht, dass er auf dieser Ebene, dass er mit seinen Methoden und Mitteln halt nichts mehr machen kann. Das Gesetz, das Recht wird in dem Moment einfach ausgehebelt durch die Macht des Geldes. Und das wird dann, um auch in dieser Metapher zu sein, Disruption, das wird dann durcheinandergebracht, eben nicht mehr mit Recht und Ordnung, sondern in dem Fall halt mit, ja.
Christian:
Zerstörung. Es werden die eigenen Waffen benutzt, die gegen Miles gerichtet werden. Seine eigene Erfindung oder die Erfindung seiner Leute, dieses Clear. Seine eigene ... Amoral, weil alle zu ihm sagen, das kannst du nicht machen, das kannst du nicht einsetzen. Der Wissenschaftler, der Lionel, der sagt, das ist nicht sicher. Die Politikerin Claire, die sagt, das ist auch nicht, wie sagt man, politisch sicher. Also das ist auch nicht staatlich abgesichert. Es ist nicht durchgetestet worden. Also auch da weiß man halt um die Unsicherheit dieses Dings. Und da wird er halt mit seinen eigenen Waffen geschlagen. Und dann finde ich das halt so großartig. Benoit Blanc zieht sich zurück, weil er weiß, Justiz hat hier nichts mehr zu sagen. Jetzt geht es um poetische Gerechtigkeit. Jetzt geht es darum, dass das Arschloch auch bekommt. Also der hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht und jetzt wird aber abgerechnet.
Maria:
Ja, vor allem, das, was ich auch spannend finde, ist, dass er nicht mitmacht. Genau, kann er auch nicht. Er überlässt jetzt auch einfach halt dann einfach hell in die Bühne, weil ich glaube halt, also mal abgesehen davon, ich meine, er würde wahrscheinlich, also an sich hätte er vielleicht schon Bock, aber ich glaube, sie hat ja auch den viel größeren Grund, also mal abgesehen, also halt ihre Schwester, sie will ihre Schwester rächen, sie hat da diese ganzen anderen Charaktere kennengelernt, die alle gegen ihre Schwester waren und gegen sie ausgesagt haben, also oder beziehungsweise nicht für sie ausgesagt haben. Und er erkennt ja quasi ihre unglaubliche Wut, die sie halt auf diesen ganzen Clan da hat, diesen ganzen, wie nennen sie die immer? Die haben doch auch mal, sie sagt auch mal was. Nee, nee, aber sie sagt doch immer, das sind die ganzen Dumpasses. Nee, was sagt sie dann immer? Scheiße, hab ich was vergessen. Aber sie nennt die auch immer irgendwie, also ihre ganzen Freunde da, die nennt sie immer so irgendwie, hat immer so abhängigen Briffe, die und so und das ist, ähm, und Und ich hatte das Gefühl, er macht jetzt halt auch Platz für diese Frau. Also ein bisschen muss man auch sagen, er geht aus dem Bild, um ihr jetzt halt da diesen Raum zu geben, sich da jetzt auszudrücken und halt ihren eigenen Kampf da zu kämpfen, sozusagen.
Christian:
Und vor allen Dingen, Also, er ist ja das Symbol der Justiz. Er ist Teil des Justizsystems. Und Helen verübt ja jetzt auch ein, wenn man so will, ein Verbrechen. Sie betreibt Sachbeschädigung und das kann Benoit Blanc einfach nicht tun. Das ist ein Werkzeug, was er nicht zur Verfügung hat. Er kann nicht Unrecht mit Unrecht bestrafen, um Gerechtigkeit wiederherzustellen. Das sind nicht seine Werkzeuge.
Maria:
Ist ein klassischer Whitehead-Cowboy. Er kann es nicht.
Christian:
Ja, genau. Also damit würde er sich halt selbst ad absurdum führen, weil im nächsten Fall kann er sich nicht wieder da hinstellen und sagen, ich habe jetzt hier irgendwie den Verbrecher irgendwie ertappt, weil er ist selber einer geworden. Aber Helen kann das und deswegen diese poetische Gerechtigkeit. Das ist ja Gerechtigkeit in Fiktion, die eben sowas kann. Die kann Unrecht mit Unrecht strafen, weil das eine ist das kleinere Unrecht und das kann das größere Unrecht bestrafen. Und ich glaube, da sind wir uns irgendwie auch als Zuschauende in dem Moment alle einig.
Christian:
Let it rip, also hau das Ding hier in die Luft, diese Kackglas-Onion, weil dieser blöde Penner Miles es einfach verdient hat. Niemand trauert der Sachbeschädigung hinterher und sagt, die arme Mona Lisa und die schönen Skulpturen und das ganze Geld, was sich dieser wirklich ehrenwürdige Mann da zusammengesammelt hat, das kann man doch jetzt nicht tun, sondern wir sagen alle, das ist ein Mörder, das ist ein mehrfacher Mörder. Also der ist moralisch einfach viel viel tiefer als Helen in dem Moment, die halt auch zu unsauberen Mitteln greift, aber es in ihrer Verzweiflung muss um schlussendlich diese Gerechtigkeit herzustellen und ich finde es halt auch wieder so so, also das ist so dieses Sadehäubchen, das, eigentlich ist nachher und das sagt sie mir auch, es ist eigentlich auch recht egal, wofür er dingfest gemacht wird, weil für die Welt da draußen ist es wahrscheinlich noch das viel größere Übel dass er mit seinem Misterfindungsding, er kann sich hinstellen und sagen, es war alles nur ein Unfall, aber selbst dann hat er sich, er hat die Mona Lisa zerstört mit seinem Scheiß.
Maria:
Ja, und vor allem hat er die Mona Lisa ausgeborgt und dann nicht auf die aufgepasst.
Christian:
Genau.
Maria:
Das ist das eigentliche Problem.
Christian:
Und die ganze Welt wird über ihn herfallen. Die ganze Welt wird... Wird ihm das vorwerfen. Also auch da ist dieses moralische Gefälle einfach intakt, was schlussendlich intakt, also was hergestellt werden müsste. Und es konnte aber nicht mehr auf rechtmäßige Art und Weise hergestellt werden.
Maria:
Ja, ja. Also ich fand dabei jetzt auch nochmal, er hatte der Welt ja auch was, also ich meine, das wurde ja alles gerade das Lockdown und so und keiner kann in den Louvre. Aber eigentlich hat er ja auch etwas genommen, was ihm nicht gehört, sondern was allen Menschen gehört. Also halt dieses Kunstwerk, auf was ja alle Leute Anrecht haben, sozusagen. Und ich finde, das ist ja auch ein Kommentar auf das, was ja wahrscheinlich viele Milliardäre tun, nämlich sich super teure Kunst zu kaufen und dann mal sich auf dem Gästeklo hinzuhängen. Das heißt, niemand kann das mehr sehen. Das ist für niemanden mehr zugänglich und du hast das bei dir zu Hause. Herzlichen Glückwunsch. Das ist halt voll der Arschmove. Das macht man halt nicht. Und das kommt ja auch noch dazu. Also es ist halt so eine Kritik daran, halt sozusagen so ein Gemeingut zu nehmen und das für sich aber selbst zu beanspruchen und es auch noch zu verkacken und das halt kaputt zu machen.
Christian:
Mit der eigenen Hybris, mit dem eigenen Ego. Er hört nicht auf die Leute, die es besser wissen und sagen, das Ding ist nicht sicher. Er musste diese Kack-Mona-Lisa da irgendwie bei sich in seiner scheiß Glas-Onion stehen haben. Warum? Damit er da mit seinen Freunden drauf gucken kann. Und dann auch noch die Hybris, diesen scheiß Schalter da einzubauen. Die Versicherung hat gesagt, wir müssen das hier machen, aber guck mal, ich hab den da irgendwie noch. Und das ist halt dann wieder so großartig und auch so effektiv, und das ist dann auch wieder Rian Johnson, das meine ich so mit Haltung, aber dann die ganze Zeit, sämtliche Werkzeuge der Fiktion in einem Drehbuch zu benutzen, um aus Miles das größtmögliche Arschloch zu machen. Also wer am Ende dieses Filmes da sitzt und sagt, der arme, reiche Mann, hat diesen Film halt nicht verstanden, weil auch da, wie er mit der Assistentin von Birdie die ganze Zeit umgeht, ne, das ist so der Widerhall aus dem ersten Knives Out, so natürlich steht er über ihr. Er kennt den Namen der Assistentin nicht. Die Assistentin fleht ihn ja an und sagt, ey, ich weiß... Birdie hat hier irgendwie so eine Pressemitteilung vor und sie will hier irgendwie den kompletten Schaden der Aktion auf sich nehmen, aber wenn sie irgendwie untergeht, dann gehe ich mit ihr unter und kannst du mir nicht irgendwie einen Gefallen tun? Und er hört ihr gar nicht zu. Er geht genauso mit ihr um, wie die Reichen mit der Haushälterin im ersten Knives-Out umgegangen sind.
Christian:
Also ignorieren wir schon wohlwollender als das, was er mit ihr da macht. Und die ganze Zeit, also wirklich die ganze Zeit, dann hat er da sein scheiß Auto auf dieser Insel, auf dieser Plattform steht. Und Benoit Blok fragt ihn ja auch, warum? Und er sagt, naja, das Auto ist halt überall da, wo ich bin. Ja, aber warum auf dieser Plattform so? Es gibt ja gar keine Straßen hier auf der Insel, ist doch klar. Und man sitzt halt auch davor und denkt sich, hä? Und das macht der Film ja die ganze Zeit in diesen Kleinigkeiten. Und das ist auch so großartig einfach auch mit Edward Norton besetzt, von dem man ja so sagt, dass der oft, sag ich mal, Überschneidungen mit seinen Rollen hat, die er so spielt.
Maria:
Wirklich?
Christian:
Ja, ich erinnere noch an Birdman. an Birdman, den haben wir neulich erst in der Superhero-Unit, besprochen. Da spielt er doch den, den Schauspieler, der in das Theaterstück dazugecastet wird und das erste, in der ersten Szene, was er macht auf der Bühne, ist das Theaterstück umschreiben und der Inarito hat gesagt, so, das war das Erste, was mir passiert ist, als ich Edward Norton ein Set geholt habe. Der hat angefangen, mein Drehbuch rumzuschreiben. Also ich, dann fand ich es halt wieder so großartig, dass Norton halt auch so viel Spaß in der Rolle hat. Also der einfach versteht, was er da tun muss und das ist, absolut großartig und dann eben, ne, auch dieser größere Kommentar so in die Welt und in die Gesellschaft, der da irgendwie auch mitgemacht wird, so dieses, naja, wen himmeln wir an und warum himmeln wir diese Leute an und ganz oft sind das halt Leute mit sehr viel Geld, die, so viel Unsinn von sich geben, dass, sehr viele Auszüge sehr genial klingen könnten, aber im Endeffekt eigentlich das Gegenteil davon sind. Und so viele Details, auch in der Rückblende, sieht Miles an der einen Szene komplett aus wie Steve Jobs. Also dieses Cosplay von vermeintlich großen Geschäftsmännern.
Maria:
Ja, das fand ich auch super. Und ich finde einfach auch, wenn man jetzt noch mal sesslich-politisch überlegt, Wer dann diese Zerstörungsgeschichte anfängt ist halt nicht zum Beispiel nicht Dave Bautista oder so halt irgendwie so ein weißer Muskelkehr sondern es ist eine kleine schwarze Frau, deren Schwester gestorben ist die die geniale Idee hatte, die ihr gestohlen wurde also es ist halt auch so ich finde da kommt auch so ganz viel irgendwie.
Maria:
Ganz viele verschiedene sag ich mal werden da alle auf einmal sozusagen zerstört oder quasi jemand schlägt da zurück, der immer marginalisiert wurde, also in jeder sozusagen Lebenssituation und die halt in allen Belangen gegen diesen weißen.
Maria:
Blöden, heteronormativen Vollidioten verloren hat, die ganze verdammte Zeit und jetzt sozusagen hier die ultimative Rache macht und eben ganz genau ihn nicht umbringt oder so, sondern seine Reputation zerstört. Also zu sagen, nee, das ist hier nicht der große Held, von dem ihr alle denkt, dass das der große Held und das Genie wäre, weil Genie ist ja zum Beispiel auch so ein Begriff, der für Frauen niemals verwendet wird, sondern immer nur für weiße Dudes. Und das ist halt, das hat einfach so, so viele auch politische Ebenen und soziale Ebenen, dieser Film halt mit dieser Szene irgendwie uns auch, uns gibt. Und deswegen finde ich es auch besonders bemerkenswert, dass eben auch, wie gesagt, Bernon Blanc zur Seite tritt und halt sagt, ich bin hier, ich bin ein weißer Dude, ich kann hier, ich kann hier nicht, ich kann den Kampf hier gerade nicht führen, ich kann aber dir das, ich kann dir das ermöglichen. Ich gebe dir jetzt hier das Werkzeug and now go for it. So, und das war einfach auch so, so interessant und so cool. Also das hat mir richtig, richtig gut gefallen, halt einfach dieser Aspekt, dass das eben so viele, ja, so viele Ebenen einfach auch hatte, was da passiert.
Maria:
Und Miles ist ja, wie du schon sagst, todeshassenswert. Also er macht, also genau, Edward Morton macht das fantastisch. Also man hasst ihn ja eigentlich ab der ersten Sekunde. Es ist schon wie die da auch ankommen mit dem Boot. Und er sitzt dann da so und spielt Blackbird von den Beatles und man denkt so, Eww. Ich habe schon so direkt so, ich fand es schon richtig cringe und auch so ein bisschen creepy, weil ich fand, er wirkt wie so ein Hippie-Dude, dass er am Lagerfeuer sitzt und mit seinen klampfenden, schrecklichen Gitarren-Rhythmen irgendeine Lady rumkriegen will. Ich finde, exakt so hat das gewirkt. Und dann sagt er auch noch so was Beklopptes wie, ja, auf dem Spiel, auf der Gitarre, auf der der Song auch geschrieben wurde. Und oh mein Gott, guck mich an, mein coolen Statussymbole. Und man denkt so, ich will einfach nur reinhauen. Ich kann nicht. Es ist so, so anstrengend.
Maria:
Und das ist mir tatsächlich auch schon aufgefallen, bevor Blondes sagt, aber das hätte ich noch mal geiler als Blondes und später noch mal aufzählt, diese ganzen Wörter, die keine Wörter sind. Also es fängt ja schon gleich so damit an und das ist jetzt hier irgendwie, ich weiß nicht, was er sagt, aber ein Sanktorium der Kreativität oder irgendein Quatsch. Also er quatscht ja immer, er erzählt ja immer so diesen ganzen, dieses komische einerseits, dieses komische, ja so.
Maria:
Wie kann man so geschäftsmäßige, so New Business Slang Quatsch und wir haben eine große Idee, die die Welt verändern wird, bla bla. Aber auch so ein bisschen diese esoterische Quatsch, also das kommt so geil zusammen bei ihm auch und irgendwie er ist der größte Künstler und er hat total die Welt verstanden, aber er ist auch mit sich selbst ganz im Reinen und so, und ist einfach so ein Riesenidiot also es ist halt wirklich so, so bezeichnend auch in jeder in jeder Phase seines Seins ist er halt so ein Riesenidiot und es kommt halt die ganze Zeit so krass raus und ich finde es ich fand es wirklich so fantastisch und halt auch wirklich dann auch diese, Begrüßung mit Whisky Es war auch so super, wie er sie direkt so irgendwie ... Also ich sag das mal, er begrapscht sie ja nicht, aber er nimmt sie gleich so ganz gut in den Arm und so ganz viel zu intim und alle gucken schon so ein bisschen gegen so Side-Eyes und dann so ein bisschen so. Also er ist halt auch so unangenehm mit Frauen und auch so mit den anderen Männern und das ist, also er ist so mit allen so furchtbar unangenehm und halt so.
Maria:
Ja man denkt, ich hab immer das Gefühl gehabt, er hat so ganz viele Aspekte von unangenehmen Typen, die man schon mal irgendwie gesehen hat oder die man in seinem eigenen Leben schon mal kennengelernt hat. und der Körper hat so alles davon. Es ist alles so eine Einheit aus so unangenehmen Typen sozusagen. Und da kommt auch noch dazu, dass er auch steinreich und viel zu einflussreich ist. Also man so denkt, genau dieser Typ sollte auf jeden Fall keinen Einfluss haben auf irgendetwas. Und es kommt ja dann eben auch raus, dass er den halt auch nur geklaut hat, dass er niemals in seinem ganzen Leben auch eine einzige Original Idea hatte. Also das ist halt, wirklich großartig und fantastisch.
Christian:
Was sich dann halt eben genau damit so unterfüttert. Diese schiefen Metaphern, die nicht aufgehen, aber irgendwie blumig klingen. Und wie du sagst, diese falsch genutzten Wörter, die Kostümierung da in den Flashbacks. Ich glaube, du hättest da auch irgendwie was noch recherchiert, dass irgendwie Edward Norton sich.
Maria:
Glaube ich, das Kostüm in einer Kneipe... Ich hatte während des Films aufgefallen, dass er wie Tom Cruise in Magnolia aussieht. Das ist mir quasi direkt schon aufgefallen. Ich dachte, irgendwie kommt mir dieser Look total bekannt vor und das ist so weird. Und dann habe ich das vorhin nochmal recherchiert, dass das von Edward Norton kam und dass er gedacht hat, ich mache das so und hat halt Rian Johnson das vorher nicht gesagt, sondern ist einfach so aufgetaucht. Und ist natürlich auch ein geiler Move. Also muss man wirklich mal sagen, fand ich richtig, richtig witzig. Um halt nochmal zu unterstreichen, halt dass Miles halt noch nie jemals eine eigene Idee hatte. Also nicht mal dieses Outfit, was er eine eigene Idee hat. Oder dieser Look, den er da hat.
Christian:
So wie halt auch dieses Steve Jobs Outfit, als er da in diesem Tech-Konzern dann da irgendwie ankommt. In dem Konzern von Andy.
Maria:
Das war so witzig, wie er da aussah. Ich konnte nicht mehr. Ich fand aber auch diesen Magnolia-Look so witzig. Also überhaupt in den ganzen Looks und auch wie, also im Grunde, wie alle kostümiert waren, aber auch wirklich vor allem eher auch dieses Barfuß und ich bin so bodenständig und ich weiß voll. Und dann hat er aber, der mir kloppt das Auto da in seiner Glass Onion. Also man denkt so, hä?
Christian:
Ich habe versucht herauszufinden, was auf der Serviette steht. Ich glaube jetzt aber, dass das vielleicht auch nochmal so eine eigene Sichtung wert wäre, weil ich glaube, dass wir die Serviette ein, zwei, dreimal im Vollbild haben und vielleicht der Kontext nochmal wichtig ist, wer uns gerade die Rückblende erzählt, in der diese Serviette gezeigt wird. Also das ist gleich die erste Frage. Ist immer das Gleiche auf der Serviette drauf? Oder gibt es da auch schon so einen Hinweis von, das eine ist die echte, das andere ist irgendwie das, was Miles dann in der Rückblende meint, selber aufgeschrieben zu haben? Weil auf der einen Serviette, also ich habe dann mal angehalten, ich weiß aber leider nicht mehr genau, in welchem Kontext das war. Ich glaube, das war eine, die Andy gezeigt hatte. Also ich glaube, das war irgendwie Andy zugeordnet. Es war nur Mist drauf. Es war reines Bullshit-Bingo. Es waren alle möglichen Business- irgendwie Tech-Begriffe in irgendwelchen Routes.
Christian:
Da ein Kreis drum und der Pfeil von irgendwie erst die App, dann Disruption und dann, also nur Blödsinn. Also da war, aber das war ja die große Geschäftsidee, die ja dazu geführt hat, dass dieser Konzern irgendwie existieren konnte, der dann ja eben…, Beide eigentlich so unfassbar reich gemacht hat, aber ihr dann wieder weggenommen wurde. Da müsste man oder könnte man glaube ich so bei der nächsten Sichtung nochmal genauer raufschauen, ob da irgendwie auch schon so ein Kommentar irgendwie drauf ist. Also ob die Version, die Miles erzählt und in seiner Rückblende ist das die Bullshit-Variante und wenn die echte Rückblende kommt und die echte Servierte von Andy gezeigt wird, vielleicht was anderes, was weniger Bullshit-Bingo ist. Also da müsste man auch noch mal genauer drauf gucken. Aber das fand ich auf jeden Fall interessant.
Maria:
Das stimmt, das ist ja wirklich spannend. Und ich habe mich auch die ganze Zeit gefragt, was ist denn deren Firma überhaupt? Das wurde ja überhaupt nicht erzählt. Also ja, man konnte sich irgendwie vorstellen, ja, es ist vielleicht irgendeine Tech-Firma, vielleicht irgendwas Internet-mäßiges, Social Media, maybe. Es war so ganz unklar, was die überhaupt machen, was ich auch super witzig fand. Weil irgendwie, ich weiß auch nicht, er hat sich halt quasi nicht festgelegt. Also Rian Johnson hat sich quasi nicht festgelegt, was das sein könnte. Und jetzt kann man da alles Mögliche einfüllen. Ist es so eine Art Twitter? Ist es eine Suchmaschine? Ist es eine App? Ist es was ganz anderes? Und dann hat er ja dann sozusagen später diesen Kraftstoff dann da irgendwie entwickelt, dieses Clear. Also im Grunde ja auch so ein bisschen wie heute, so mit diesen Tech-Milliardären, die ja so überall ihre Finger im Spiel haben, also die halt quasi ihr Ursprungsprodukt haben, mit dem sie reich geworden sind und jetzt machen sie halt, bauen sie sich Raketen und so, mit denen sie ins All fliegen, was auch immer. Aber das war nicht irgendwie halt auch so interessant. Also es war halt so, weil ich hab auch ganz oft mich gefragt, ja, aber was machen die denn eigentlich? Also was ist denn überhaupt deren Deal? Und genau, was auf der Seite steht, hab ich auch versucht rauszufinden, aber ich hab's auch überhaupt nicht lesen können. Aber das fand ich irgendwie eine sehr, sehr, ja, fand ich eine sehr gute Entscheidung, dass man das eben gerade nicht erfährt. Also das ist sozusagen.
Christian:
Ja, ja. Und auch da, so wie in der Wirklichkeit, wie du sagst, also irgendwo hat man dann einmal Geld gemacht, so, was sich dann halt einfach nur noch vermehrt. Und das war ja, also Miles hat dieses Geld in dieses Clear-Projekt gesteckt, wo ja Andy schon wusste, das ist totaler Mist. Also das ist eine Sackgasse. Er hat sich aber weiter darin verrannt, weil er halt eben auch diese Hybris einfach hat zu sagen, wenn jemand die nächste Energiequelle findet, dann bin ich das und dann ist das die hier. Und alle, die sagen, das ist gefährlich, das funktioniert nicht, das kann nicht, die haben halt keine Ahnung, weil ich habe ja das Geld und damit muss ich ja auch die Ahnung haben. Und das sehen wir ja auch. Da wurde Rian Johnson ja damals schon irgendwie 2022 gefragt, wie sehr er an Elon Musk irgendwie gedacht hat. Und da ging es noch darum, dass der gerade Twitter gekauft hat.
Maria:
Ja, das war alles noch brav quasi.
Christian:
Genau, da war es noch irgendwie schmunzelig. Aber jetzt ist es halt gefährlich.
Maria:
Aber ich fand es trotzdem spannend, weil man hat ja dann irgendwie, was es mir sozusagen auch so ein bisschen überlegt hatte, ist ja auch, mit welchen Leuten sich jetzt dieser Tech-Millager umgeben hat. Also ich meine, das war einmal dieser Wissenschaftler, der im Endeffekt halt so ein bisschen The Brains ist, der ganzen Operation.
Christian:
Stimmt.
Maria:
Aber eigentlich sehr genau weiß, dass das gefährlich ist. und das eigentlich lieber noch mal länger testen wollte, aber am Ende dann eben hat er eben die Erfindung für das Unternehmen gemacht. Das heißt, die können am Ende darüber verfügen, wie sie wollen. Also der war im Grunde ja nur so eine Marionette, aber der war im Grunde ja auch der, der das entwickelt hat. Und dann gab es halt diesen irgendwie so rechten Manosphere-Titel, Dude-Influencer, der irgendwie seinen Followern, was war das, irgendwie irgendein Potenzmittel aus Nashorn, ich weiß nicht was, verkaufen wollte.
Christian:
Man hat nie Nashorn-Elemente gefunden, nachweislich. Da bestand er ja ganz wichtig. Das wurde nie im Nashorn drin gefunden.
Maria:
Ja, genau, aber ich fand das irgendwie so. Und dann halt diese Politikerin, die halt anscheinend ja irgendwie was Gutes will, aber halt, naja, irgendwie dahin kommen will und das eben über nicht so gute Wege wiederum. Also es war halt so, ich fand das alles so nachvollziehbar. Also auch so nachvollziehbar, welche Personen sich an so jemanden kleben, also die so an dieser Person so hängen bleiben. Leute mit eigenen Ambitionen, Leute, die in die Forschung wollen, aber haben kein Geld für die Forschung. Leute, die irgendwie sich ihre Meinungen ganz laut kundtun wollen und so weiter. Also das war so, diese Gruppe war so total nachvollziehbar. Und ich habe halt so gedacht, es macht so viel Sinn, dass diese Leute alle an ihm dranhängen. Also es wurde ja dann nochmal so erklärt, dass sie halt alle schon in dieser Bar rumgehangen haben, als sie noch alle unbekannt waren. Aber ich habe auch gedacht, die hätten schon auch noch dazukommen können, als er schon reich war. Das wäre auch möglich gewesen. Also halt so Leute, die sich an so eine reiche Person ranhängen.
Christian:
Das fand ich auch alles spannend. Also da gab es ja dann noch diesen Monolog der Disruptors, was ja auch im Silicon Valley Sprech ist. Also allein die Tatsache, dass du wie er das ja auch erklärt, du nimmst dir diese eine Sache, bei der irgendwie alle schon sagen, naja, das könnte sich mal ändern und dann nimmst du die Brechstange und, bewirkst diese Veränderungen in der Welt und kriegst damit sozusagen nachträglich die Erlaubnis, mit der Brechstange auch vorzugehen. Da musst du sofort auch zu Geschichten wie Uber denken. Alle schimpfen über Taxis oder kommt die Uber-App, die dafür sorgt, dass ich mit einem Knopfdruck sofort ein Taxi bekomme.
Maria:
Und billiger?
Christian:
Zumindest am Anfang, weil man vollgepumpt ist mit Investorengeld und alle freuen sich. Und dann hast du damit schon mal den Hebel in die Welt, also die Brechstange ist schon mal angesetzt und den ersten Hebel, den kannst du noch, den darfst du noch. Und dann haben wir eben so Geschichten wie die später passierende Entschittification und alle stöhnen nur und sagen, Moment mal, die Preise bei Uber sind astronomisch hoch geworden, die Investoren müssen zurückbezahlt werden und nebenbei haben wir eine kompletten Taxi, eine Taxi-Industrie irgendwie in die Pleite getrieben. Und die Leute, die da arbeiten, sind keine Angestellten, aber freischaffend. Das heißt, wir haben ein komplettes Sozialsystem nebenbei noch zerstört, weil da gibt es halt keine Gehälter und keine Renten. Also was haben wir eigentlich geschaffen am Ende, außer viel mehr Schaden als die eigentlich vielleicht geniale Idee? so, das kommentiert er ja auch so direkt. Und er hat ja auch gesagt, das sind halt hier alles irgendwie Disruptors. Wir sind ja alle Disruptors. Wir sind ja alle irgendwie gleich. So. Und ich finde das so interessant, weil das ist ja genau das, was du, wo du auch gerade so hingezielt hast. Alle in diesem Freundeskreis sind ja etwas, was Miles nicht ist, aber gerne wäre. Er wäre gerne so einflussreich wie eine Politikerin. Er wäre gerne so genial wie ein Wissenschaftler. Er wäre gerne so beliebt wie die beiden Influencer und Influencerinnen. Also.
Christian:
Die bedienen etwas indirekt für Miles, was er selber nicht ist und was er gerne mit seinem Geld und mit seinem Einfluss irgendwie befeuert. Ich fand es irgendwie auch so bezeichnend, dass er ja eigentlich, Er hat ja irgendwie immer vermittelt, das war doch dann irgendwie diese Rückblende, dass die alle irgendwie so in ihren kleinen Existenzen unterwegs waren und ihre großen Träume hatten, aber Miles war dann der erste entscheidende Schritt für die größeren Schritte. Der hat Leute irgendwie zusammengeführt, also hat er vielleicht auch irgendeine Art von Talent oder Fähigkeit, aber die besteht viel eher darin, andere zusammenzubringen, als selbst die geniale Idee zu haben, als selbst den Einfluss zu schaffen.
Maria:
Ich bin nicht sicher, weil ich glaube nicht mal das. Also ich glaube, dann wurde doch, das wurde doch auch erst so ein bisschen so hingestellt, aber dann wurde doch gesagt, nee, nee, eigentlich kannte Andy alle diese Leute schon. Und sie hat diese Disruptors zusammengebracht. Und sie hat diese auch so genannt und so. Und dann kam Miles dazu und sie hat den quasi mit in die Gruppe gebracht, weil sie dachte, weil sie hat es, glaube ich, davon so ein bisschen blenden lassen von seinem irgendwie, seinem Gequatsche und so und hat ihn dann quasi mit reingeholt ins Boot. Und eigentlich war das aber ihr Freundeskreis. Also ich glaube, nicht mal das hat er irgendwie alleine getan.
Christian:
Also das stimmt, aber ich hätte, müsste ich aber auch nochmal nachgucken, ich dachte, dass er so diese Vermittlung irgendwie geschafft hatte, aber muss man vielleicht auch nochmal genauer drauf gucken.
Maria:
Ich habe auch das Gefühl, der hat sich halt wie so ein Blutegel einfach so halt an Andy, gesaugt und dann so festgeklebt und hat sich halt sozusagen in diese Firma irgendwie so eingeschlichen, im Sinne als so Co-Founder und vielleicht konnte er, glaube ich, besonders gut so Bullshit reden und hat so vielleicht auch Leute motivieren und sagen, das ist eine ganz tolle Idee und das machen wir jetzt zusammen und das klingt doch total super, wenn wir das jetzt anfangen. Aber eigentlich dazu außer groß zu reden, nichts beizutragen. Ich hatte das Gefühl, das war eigentlich sein Ding. Er hat sich da irgendwie so reingewuselt und war dann irgendwie so Teil dieser Gruppe. aber eigentlich hat er nichts dazu beigetragen, außer allen zu sagen, wie toll sie, glaube ich, sind. Also ich glaube, da war so einer, der so ein bisschen so ein, Ich weiß nicht, so halt rumschmeichelt und dann ist er so ein bisschen dabei und alle denken, oh ja, netter Kerl.
Christian:
Ja, auf jeden Fall. Und vor allen Dingen ist er all das eben nicht, was die anderen sind. Also diese Fähigkeiten auf jeden Fall, die hat er nicht, aber von denen hat er dann profitiert durch Abhängigkeit und Geld und damit Macht. Und damit hat sich das dann alles so verselbstständigt. Und das finde ich irgendwie auch so, das ist ja dann eben auch so der große Kommentar dann schlussendlich, dass halt Geld zwar viel Macht sich erkaufen kann, aber eben keine Substanz dahinter, was Benoit Blanc ihm dann ja auch um die Ohren haut und sagt, du bist der größte Idiot überhaupt, weil du hast keine Ahnung von dem, was du da redest. Du hast keine Ahnung von dem, was du dir da kaufst und du hast auch keine Ahnung, wie das alles hier irgendwie ausgeht. Und ja, da ist für mich das alles dann auch wieder sehr rund geworden. Die ganzen Probleme, die ich so im Mittelteil hatte mit welcher Fall ist jetzt eigentlich der Fall und welche Vorgeschichte steht vor der Vorgeschichte, das war dann alles erledigt, weil am Ende explodiert dem Arschloch halt sein Status unterm Hintern weg. Wunderbar.
Maria:
Ich hatte auch das Gefühl, es war mit so viel Freude auch gemacht, diese Zerstörungsorgie da. Ich habe auch gedacht, es macht bestimmt so viel Spaß gemacht, das zu drehen auch. Also wo sie dann da eben alles umschmeißen, die ganzen Glasfiguren und dann wie am Ende noch das Auto runterkracht. Also das war auch, das hat mich auch, zumindest mich, auch sehr befriedigt. Also weil ich halt, man sieht ja vor diesen ganzen Reichtum und diesen ganzen total halbe Kloppenüberfluss und dieses Ansammeln, dieses komische, angehäufte, weirdes Ammissorium auch aus diesen Dingen, die er auch geschmacklosen Dingen, die er besessen hat und dann geht es alles so in Flammen auf und man fühlt sich so.
Maria:
Und denkst so, oh Gott sei Dank, ist das ein ganzer Quatsch jetzt weg. Und diese ganze Hässlichkeiten, die da irgendwie drin waren. Da wollte ich auch noch mal ganz kurz auf das, wo wir gerade dabei sind, auf das Production Design eingehen, was ich einfach so, so gut fand. Ich fand das extrem beeindruckend, wie gut das getroffen wurde. Also so diese, alleine die Glass Onion. Wenn man da reingekommen, also als man da reingekommen ist mit Blanc, das war eigentlich am Anfang. Und er ist ja sogar noch, ich weiß, das war so witzig, Und er ist ja dann sogar noch so ganz begeistert. Er kommt da so rein und sagt, oh, was ist denn das für ein toller Gegenstand? Und das ist dieses eigenartige, wie kann man das nennen, dieses Prisma-Dings, wo dann da irgendwie ganz viele Ebenen so drinnen aussehen, so spiegelig oder so. Oh, das ist ja, und dann guckt er so rein und sagt, oh, das ist ja ein ganz großes Kunstwerk. Und so ergibt sich ja noch so richtig als so ein Hinterwender-Typ irgendwie. Ja, und ist so ganz beeindruckt von diesem komplett bescheuerten Gegenstand, wo man so denkt, ja, weiß ich nicht, warum.
Maria:
Und guckt sich alles auch so ganz interessiert irgendwie auch an und man wird ja dann so mitgenommen und also zumindest, ich weiß nicht, wie es dir ging, aber ich habe die ganze Zeit so gedacht, das sind die schlimmsten Möbel, die ich jemals in meinem Leben gesehen habe. Also diese, die ganze Zeit dieses, irgendwie so ein Tisch mit Stühlen, alles so aus Glas oder so, wo ich dachte so, eww, das ist doch, da will niemand drauf sitzen, das ist ja wirklich ein reines Statussymbol, im Sinne von, das war bestimmt ganz, ganz teuer und ist aus Swarovski-Kristallen oder so ein Quatsch. Also es ist halt irgendwie so ein, einfach nur so ein Ding, was man halt so hat und auch wirklich alle anderen Objekte in dieser Glass Onion, fand ich einfach so gut ausgewählt, weil jedes Einzelne so sagt, hier wohnt ein ganz großer Duschberg. Und dann irgendwie auch später in diesem Esszimmer mit dieser ganzen Kunst, die ja da so ein bisschen wahllos an die Wände geklatscht war, also auch so komplett durcheinander und auch das Gefühl, ich hatte das Gefühl, da steckt kein Konzept dahinter oder irgendeine Form von Geschmack, sondern es war nur so ein, Es ist halt teuer und es ist halt, der hat mir gesagt, das ist gut und das kaufe ich jetzt und das hänge ich mir jetzt hier in mein Esszimmer rein. Und auch diese ganzen Stählen mit diesen Glasfiguren da drauf, das sah doch total bekloppt aus, wie stand ich da alle so mitten im Raum. Also es war so ganz weird auch angeordnet, also gar nicht wie so ein normales Zimmer, sondern alles war so in der Mitte, wo man ja auch schon so dachte, wenn einer stolpert, ist alles kaputt. Also ich bin nicht sicher, ob das eine gute Idee ist, das da alles so hinzustellen.
Maria:
Und ich musste irgendwie so voll doll an so einen Drachen denken, der auf seinem Geldberg so hockt und alles so hortet und alles so in der Höhle und keiner darf da ran und es ist alles seins. Und als er dann auch die Mona Lisa auch noch rausholt, das ist natürlich ja komplett vorbei. Wo man so denkt, Digga, ernsthaft, das ist eine echte Mona Lisa, die hätte jetzt da hingehangen. Und dann hält er auch noch diese komplett bescheuerte Rede darüber, die Mona Lisa und wie krass die ihn beeinflusst hat und oh mein Gott und sie ist so vielschichtig und lächelt sie oder nicht, wo man so denkt, also diese Rede habe ich schon, also das ist ja das, was alle sagen. Also es ist kein origineller Gedanke gerade gewesen. Es war ja so, als wäre es ein Erweckungsgedanke und so ein krasser Moment für ihn gewesen und lächelt sie oder lächelt sie nicht, wo man so denkt, ja das that's the thing, my man. Also darum geht's bei den Gemäldern. Ich weiß nicht, wovon du redest gerade.
Christian:
Das ist fantastisch aber immerhin ist der Bootssteg ein echter Banksy.
Maria:
Das war auch so Bescheid.
Christian:
Wo sich dann am Ende herausstellt ja das ist halt nur ein Tiefwasser ein Hochwasseranleger bei Tiefwasser geht es irgendwie nicht und deswegen kann die Polizei nicht kommen und das ist halt alles was sagt.
Maria:
Ich glaube der Kapitän sagt doch irgendwie auch sowas wie that's shit oder that's, bullshit oder irgendwie sowas Ja.
Christian:
Die wissen schon alle, wie es läuft. Ja, herrlich.
Christian:
Vielleicht ist das auch der perfekte Moment, um rüberzuspringen zur abschließenden Frage. Was macht eigentlich jetzt diese Reihe aus, die hier mit dem zweiten Film ja erst zu einer Reihe wird? Der zweite Teil, der, wie wir am Anfang ja schon so ein bisschen rumgewitzelt haben, der Benoit Blanc-Filme oder der Knives Out-Filme. Da war Rian Johnson nicht so der große Fan von, dass jetzt Knives Out in einem Untertitel irgendwie noch vorkommt. Aber gleichzeitig, ich weiß nicht, ob das jetzt eine reine Netflix-Erfindung war oder ob nicht jeder andere Filmverleih auch gesagt hätte, Digga, da muss Knives Out irgendwo im Titel drin vorkommen.
Maria:
Auf jeden Fall, 100 Prozent.
Christian:
Sorry, aber nach dem Riesenerfolg des ersten Films und Überraschungserfolg und Indie-Erfolg und der hat ja solche Wellen geschlagen, damit machst du es dem Publikum auch weitaus einfacher, drauf zu zeigen. Sorry, bei dem Titel Glass Onion, Also hätte ich vielleicht irgendwie an den James Bond oder so gedacht, auch bei dem Poster da mit dieser Insel und der Glass Onion oben drauf, das sieht ja alles aus wie bei so einem Bond-Bösewicht, der da irgendwie seine Geheimbasis irgendwie hat. Also da halt irgendwie noch ranzuschreiben, irgendwas mit Knives Out, es halt nicht Knives Out 2 zu nennen, macht ja auch Sinn, weil Johnson wollte halt immer, also inhaltlich wie eben auch formal, unabhängige, aber Teile einer Reihe machen, wie bei Agatha Christie eben auch, dass du halt sagen kannst, hey, du kannst ja jederzeit rausgreifen und musst da nicht viel vorher gesehen oder gelesen haben. Die stehen für sich, aber sie gehören zusammen, das zeichnet die ja schon auch irgendwie aus. Aber was sehen wir denn vielleicht jetzt hier, was uns an Knives Out erinnert, was vielleicht so eben das Zusammenhängende ist, was das Ganze zu so einer zusammengehörigen Reihe machen könnte, deiner Meinung nach?
Maria:
Also ich meine natürlich, offensichtlich ist natürlich Benoit Blanc, deswegen meinte ich ja auch, ich würde die Reihe auch so nennen, was man natürlich auch von anderen Houdanit oder Krimi-Reihen hat. Hercule Poirot, man kennt halt den Namen, dass der Detektiv ist quasi das Verbindenelement und der tocht immer wieder auf und wir begleiten seine Fälle. Das ist ja jetzt hier auch ein bisschen so. Und ich finde es auch total fair von Ryan Ronson zu sagen, nee, ich will aber jetzt halt immer ein neues, ich will immer ein ganz neues Szenario aufmachen und ich möchte Möglichkeiten haben und ich möchte alles ändern können, bis auf meinen Ermittler vielleicht.
Maria:
Und das wäre ja auch sonst stinklangweilig, wenn wir jetzt einfach fünfmal Knives out machen und immer es ist eine Familie oder die gleiche Familie sogar. Das ist ja mega blöd. Also das würde ja niemand tun. Deswegen im Grunde ist es ja bedienter sich einer langen Tradition. Also wer würde das nicht machen? Ja. Aber ich denke, was wir jetzt vielleicht hier, und das ist natürlich auch etwas, was andere Krimiereihen auch schon gemacht haben, aber ich würde sagen, die jetzt vielleicht nochmal ganz besonders stark, ist halt auch der soziale Kommentar. Darüber haben wir auch schon geredet, dass, wie du sagst, Filme mit Haltung, das finde ich eigentlich einen schönen Begriff. Man kann halt eine Menge noch rausziehen über die moderne Gesellschaft und ihre Ungerechtigkeiten oder ihre Mechanismen. Und wir hatten ja beim letzten Mal eben diese Familienkonstellation und eben diese Klassenunterschiede, die kommen ja jetzt hier auch zum Tragen, aber auf eine ganz andere Art und Weise. Und da war eben, da war halt vorher gab es halt diese Familienkonstellation, jetzt haben wir so eine, ja, ich denke mal unternehmerische Abhängigkeit, also Freunde sind die ja irgendwie auch nicht wirklich, also es ist so ein bisschen schwierig.
Christian:
Da würde ich aber auch, da würde ich schon gleich reingehen und sagen, vielleicht nicht mehr, also sowas wie Wahlfamilie oder also ich musste auch an das Wort Familie denken, das passt hier ja nicht so ganz, aber vielleicht Gemeinschaft, um das nochmal ein bisschen größer zu machen, auch ein bisschen so mit dem Wissen, was wir ja schon tatsächlich haben, aber zu dem Zeitpunkt noch nicht hatten, so auf den dritten Film, so dieses, es geht ja schon irgendwie immer um eine Gruppe und nicht nur irgendwie eine zufällig zusammengefügte, also irgendwie eine Gruppe mit Bindung, die irgendwie zueinander steht, die in Beziehung miteinander steht. Das ist mal eine Familie, ein Freundeskreis oder ein ehemaliger Freundeskreis, wie wir den lernen, aber schon so diese, ne, also... Benoit Blanc geht ja nicht einfach in den Supermarkt und ups, auf einmal sind alle 20, die sich in diesem gleichen Markt zur gleichen Zeit befinden, Teil dieser Handlung, sondern es gibt ja irgendwie Verbindungen. Und ich glaube, das ist auch so wichtig, dass er von außen kommt, die nicht hat, aber immer in so eine Verbindung irgendwie auch so einbrechen muss auf so eine gewisse Art und Weise. Oder die aufbrechen muss, diese Verbindung, die schon da ist.
Maria:
Ja, nee, das macht für mich auch total Sinn. Aber ich denke, dass wir auf jeden Fall mit diesem Sozialkommentar halt eine Verbindekomponente haben, denen wir jetzt vielleicht, wie gesagt, ich glaube, das ist auch in älteren Filmen immer schon angelegt, da geht es ja auch ganz oft um die Reichen und der Gärtner war es oder der Butler war es oder was auch immer, also das ist jetzt auch, gab es da schon auch. Und natürlich, das ist jetzt vielleicht Rian Johnson nochmal spezifisch, Cher ist halt, die dann doch nochmal weitere oder doppelter Boden, in nochmal eine weitere Schleife zu machen in der Erzählung, um eben sich abzuheben von den klassischen Mudanets, die wir ja schon kennen. Es ist ja logisch, dass man das Publikum von heute nochmal ganz anders abholen muss und dann vielleicht wirklich auch nochmal eine Kapriole mehr schlagen muss, um die zu überraschen, als das Publikum von vor 50 oder 60 Jahren. Also das macht schon Sinn, dass man da eben sehr viel cleverer sein muss und da anders rangehen muss, um die Leute irgendwie noch bei der Stange zu halten.
Christian:
Jetzt überlege ich auch gerade, ja, so dieses Spiel mit der Form, natürlich. Weil wir haben im ersten Film, Hatten wir doch diesen Twist auf eine gewisse Art und Weise, dass der Buchautor, da gab es doch die Verwechslung und der doch gesagt hat, hey, ich habe nur noch zehn Minuten zu leben und eigentlich diese zehn Minuten, also in diesen zehn Minuten ja diesen Plan geschmiedet hat. Also das Opfer ja eigentlich der Schöpfer dieses Plans ist. Ja. Also auf eine gewisse Art und Weise da irgendwie zum Täter, ist das falsche Wort, aber zum Agierenden der Welt. Also das war ja auch ein großes Spiel mit der Form. Und hier haben wir halt diesen Twist mit der eigentlichen Vorgeschichte und dieser Doppelrolle und dann auch dieses Aushebeln, Ja, das ist schon, ja, habe ich so vorher auch gar nicht drüber nachgedacht. Aber klar, es ist irgendwie auch so ein größeres Formspiel hier bei der Battle Royale.
Maria:
Also ich denke halt, dass auch dem, was du kritisiert hattest, ist eben nur dieses noch mal Twisten, noch mal anders. Es gibt noch weniger Anhaltspunkte, an denen wir uns am Anfang langhangeln können. Aber ich denke, das muss er auch machen. Ich glaube, wenn du jetzt mit irgendwie so einer Tod auf die Niergeschichte kommst, ist es boring, das kennen wir ja schon. Also das haben wir halt schon alles gesehen. Ich glaube halt, man muss dann sozusagen weitergehen und das weiterentwickeln und dann eben noch eine größere Fallhöhe aufbauen und noch ein komplizierteres Rätsel, damit man den Zuschauer besser fesseln kann. Und was ich jetzt halt auch dadurch, also vielleicht auch durch meine eigene Erfahrung jetzt mit der dritten Sichtung des Films, ich glaube halt, was hier auch nochmal wichtig ist, weil wir jetzt in einem Zeitalter leben, in dem wir alles so oft gucken können, wie wir wollen, ist einen hohen Wiederschauwert. Das stimmt. Dass es halt immer noch Spaß macht, den Film ein zweites, drittes, viertes Mal zu schauen, was natürlich auch Netflix gerne sieht. Also wie du schon am Anfang gesagt hast, Netflix freut sich, dass ich den Film schon dreimal geguckt habe. Aber das kann ich halt auch, auch weil es beim dritten Mal sogar noch mehr Spaß macht als bei den ersten zwei Malen.
Christian:
Ja, das stimmt.
Maria:
Ich glaube, das können tatsächlich alle diese Filme ganz gut, jetzt von Rian Johnson. Ich glaube, ich könnte den Live-Office jetzt noch mal gucken und hätte jetzt noch mal Spaß daran, obwohl ich ihn jetzt gerade erst vor einem halben Jahr gesehen habe. Aber ich glaube, dass das auch so eine Sache ist, die, ich denke, das gehört auch zum Who Don't It dazu. Aber früher hatten, glaube ich, die Leute halt nicht die Möglichkeit, den jetzt irgendwie hundertmal zu sehen. also vor Zeiten des Fernsehens. Ich meine, dann kam man halt im Fernsehen, da konnte man natürlich öfter mal schauen, aber nicht so oft, wie man jetzt den Zugriff hätte. Ich glaube, das ist einfach nochmal so eine andere Geschichte, wie jetzt konsumiert wird.
Christian:
Ich würde das auch nochmal unterstreichen, dass ... Also dieses über den Fall hinausgehende, also dieses, ich glaube, das sagte Johnson ja auch, das hat man, glaube ich, auch letztes Mal besprochen beim ersten Knives Out, dass es ja für ihn auch nur so ein Aufhänger ist, der Fall. Also ja, der ist wichtig und das ist das Gerüst für alles, aber da drumherum eben diese, was ich so mit Haltung beschrieben habe, also eigentlich darüber hinausgehend noch etwas anderes zu verhandeln und zu erzählen. Und ich glaube, in beiden Fällen ist das ja auch irgendwie das Thema Familie, Gemeinschaft, aber auch Macht und Geld. Also Geld ist schon irgendwie in beiden Fällen, in beiden Filmen schon auch ein wichtiges Motiv. Also Geld spielt da eine Rolle. Da geht es in beiden jetzt gar nicht so sehr um diese niederen Triebe, dass man sagt, oh, es sind immer Rache-Geschichten oder irgendwelche Betrugsgeschichten.
Christian:
Die betrogene Ehefrau rächt sich an ihrem Mann oder andersrum oder umgekehrt. Es ist Geld, es ist das Thema Geld. Und die Machtgefälle, die daraus resultieren, Dass es Leute gibt, die mehr haben und Leute gibt, die deutlich weniger haben. Das würde ich so vielleicht auch nochmal mitnehmen, auch mit dem, was mir noch aus dem dritten Film so in Erinnerung ist, so ganz dunkel. Über den werden wir ja auch nochmal sprechen, aber ich glaube, das ist irgendwie auch ganz, ganz bezeichnend. Und klar, dann natürlich auch so, wie du sagst, so die Houdanet-Klassiker, so elaborierte Figuren erschaffen, das hat er hier ja auch schon wieder geschafft, so wunderbar exzentrische Figuren, es macht Spaß.
Christian:
Dem Cast zuzuschauen. Das Casting ist super, das Spiel ist super und dann eben auch auf Drehbuchebene ist es fantastisch, diese absurden Momente irgendwie zu erleben, die da geschaffen werden und so. Das würde ich auch irgendwie noch mitnehmen. Also das hat ja auch sowas Frisches irgendwie, sowas Augenzwinkerndes. Das ist ja keine todernste Angelegenheit, weil Duke ist derjenige, der mit seinem Revolver irgendwie baden geht und danach, als er aus dem Pool steigt, verfreut er irgendwie noch ein paar Schüsse ab. Also okay. Aber so einer ist das.
Maria:
Ja, das stimmt. Und auch vielleicht, wenn man über die Figuren redet und halt die, wie farbenfroh die sind, auch die, das Cast an sich, das Casting, also die hohe Stardichte, sage ich jetzt mal. Das ist, glaube ich, auch noch was, was diese Filme zusammenbindet. Also, dass da halt ein großes Staraufgebot ist, mal abgesehen von Daniel Craig, der ohnehin ein Riesenstar ist, aber die anderen sind ja dann auch eigentlich alle, das war beim ersten Teil schon so, jetzt hier auch wieder, also das sind ja alles doch echt große Stars auch, die da jetzt mitmachen und, was natürlich auch ein bisschen cute ist halt, was wir jetzt ja noch besprochen haben, die ganzen, Cameos, die Rian Johnson-Freunde, ich sag mal Freunde und Familie hier, die da irgendwie auch noch mitmachen dürfen, das ist irgendwie auch ich finde, das finde ich auch wirklich sehr, sehr hübsch, also freue ich mich immer ein bisschen drüber, wenn ich da mal, wenn man dann wieder irgendwie so ein bisschen Funfacts liest und sagt, ach, Joseph Garnett ist diesmal die Stimme hier und dann, das ist schon irgendwie ganz, ganz cool und das hält die auch zusammen, die Filme, würde ich sagen. Also das kommt auch nochmal dazu, dass Rian Johnson engagiert seine Buddies in seinen Filmen mitzumachen.
Christian:
Ja, das sind so die kleinen Streusel, die noch so obendrauf kommen, die das Ganze nochmal so ein bisschen abrunden, ja. Ja, ich bin gespannt. Also wir werden den dritten auf jeden Fall besprechen. Das steht schon mal fest. Steht nur nicht fest, wann und wie und in welcher Form. Aber wir wollen das auf jeden Fall auch noch Stand jetzt. Es gibt drei Filme. Ich habe auch geguckt. Es gibt wohl zaghafte Ideen, aber jetzt noch nichts Konkretes. Und ich glaube auch, dass ja eigentlich der Netflix-Deal damit auch erst mal erfüllt ist. Also wahrscheinlich muss da auch neu verhandelt werden. Und haben jetzt gar nicht so viel über diesen Deal noch gesprochen. Gesprochen, können wir vielleicht dann beim zweiten Film noch mal ein bisschen intensiver machen.
Maria:
Ja, aber der Deal ist auf jeden Fall durch und ich habe jetzt ein Interview mit Ryan Johnson gelesen, wo er auch gesagt hat, er macht jetzt erstmal was anderes.
Christian:
Ja, okay.
Maria:
Von daher werden wir wohl jetzt ein bisschen länger warten müssen.
Christian:
Ja.
Maria:
Und wenn? Wenn noch einer kommt. Also er meinte irgendwie, er hat jetzt erstmal Bock auf einen anderen Original-Stoff und jetzt nicht noch eine Fortsetzung. Was ja auch, es ist fair, würde ich mal sagen.
Christian:
Ich wollte gerade sagen, und wenn der jetzt wahrscheinlich auch auf seiner griechischen Insel sitzt und das Netflix-Geld en detail zählt und sich damit irgendwie frischen Wind zufächert. Ich meine, das hat er sich jetzt an der Stelle auch verdient. Ja. Genau.
Christian:
Gut, ja dann, also wir machen auf jeden Fall weiter mit Wake Up Deadman, allerdings nicht in der nächsten Sendung. In der nächsten Sendung geht es hier mal wieder ins Kino. Ich habe mir jetzt schon in Vorbereitung den guten Basti geschnappt, mit dem ich ja nebenbei auch dieses kleine Star Wars Rewatch Projekt mache. Da werden wir euch ganz viel dann auch noch in der nächsten Sendung zu erzählen, aber wir wollen ins Kino gehen und Mandalorian and Grogu schauen, fällt mir jetzt erst auf, was für ein sperriger Titel das eigentlich ist und höchst ungewöhnlich für Star Wars aber ja, Star Wars ist nach, lass mich kurz nachrechnen sieben Jahren, sechseinhalb Jahren zurück im Kino, und da fühle ich mich ein bisschen dazu verpflichtet ins Kino zu gehen und das auch zu verpodcasten Mal sehen. Ich bin höchst skeptisch, aber ich lasse mich gerne überraschen und überzeugen. Mal gucken, ob das so wird und mal gucken, steht noch nicht hundertprozentig fest, einen letzten Restzweifel gibt es noch, ob das klappt, aber ich bin eigentlich ganz guter Ding und dann wird das hier Thema in der nächsten Sendung.
Christian:
Ja, in diesem Sinne, Maria, mir fallen die Augen jetzt auch schon gleich zu. Wir haben wieder Überstunden gemacht, aber es macht einfach eine große Freude, durch diese Filme von Rian Johnson durchzugehen, durch diese Benoit Blanc.
Maria:
Ja, sie sind auch wirklich, sind ja auch sehr ergiebig, sage ich jetzt mal. Da geht wirklich sehr viel.
Christian:
Ja, und auch da hat er, glaube ich, in Fortführung vom ersten Knives Out auch gar nicht viel eingebußt, was so diese Qualitäten angeht. Also das Netflix-Geld hat ihn da nicht komplett versaut. Um es mal so zu sagen. Aber ich wollte eigentlich den Sack hier langsam zumachen. Ich könnte schon wieder drei Stunden weiter aufmachen. Aber nein, wir machen hier langsam zu. Maria, wo finden wir dich dann in diesem Internet? Wo können wir von dir noch was lesen?
Maria:
Also man findet mich eigentlich noch bei Blue Sky. Unter die Filmguckerin bin ich da unterwegs. Und sonst bei Letterboxd, auch als die Filmguckerin. Wenn man wissen will, was ich die ganze Zeit so schaue, und es ist wirklich ziemlich viel, dann geht es da.
Christian:
Hervorragend. Verlinken wir auch, findet ihr alles auch hier in den Shownotes. Dann könnt ihr Maria folgen. Und dann könnt ihr auch uns sehr, sehr gerne folgen. am allerbesten auch auf secondunit-podcast.de nachschauen. Da gibt es einen Beitrag zu diesem Podcast, da dürft ihr sehr gerne auch kommentieren und auch gerne noch weiter diskutieren. Zum Film, zur Reihe, zu Rian Johnson, zu Benoit Blanc und auch zu unseren Ausführungen hier im Podcast. Wie gesagt, secondunit-podcast.de findet ihr alles. Da findet ihr auch Links zu allen möglichen Podcast-Plattformen, auf denen wir sind. Da dürft ihr uns sehr gerne abonnieren. Ihr findet die Links zu dem Plus-Abo und auch zu Mastodon, Blue Sky, Letterboxd, all diesen wunderbaren Netzwerken, wo wir auch mit dem Podcast zu finden sind. Ja, Maria, jetzt fallen mir hier wirklich gleich ein bisschen die Augen zu. Es war ganz, ganz wunderbar und nächstes Mal dann in dieser Konstellation zu Wake Up Deadman. Das passt doch. Dann wache ich auch.
Maria:
Ja, ich auch.
Christian:
Ganz wunderbar. In diesem Sinne, habt noch einen schönen Abend und Und bis zum nächsten Mal. Tschüss.
Maria:
Tschüss.