| Artist: | Second Unit Studios |
| Album: | Second Unit |
| Year: | 2026 |
| URL: | http://secondunit-podcast.de/ |
| 0:00 | Intro |
| 0:24 | Begrüßung |
| 7:34 | Danksagung |
| 9:11 | Vorverständnis |
| 19:12 | Plot |
| 21:25 | Cast |
| 24:10 | Film |
| 1:13:34 | Mit 3D den Raum erfahren |
| 1:39:51 | Nächste Sendung: Glass Onion |
| 1:41:21 | Abmoderation |
| 1:46:28 | Outro |
Christian:
Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Second Unit. Mein Name ist Christian Steiner und ich habe bei mir den Thomas TJ Jaspers. Hallo.
TeeJay:
Moin, moin Christian, moin ihr da draußen. Und es ist denn schon wieder 3D-Unit-Zeit?
Christian:
Yes, ich gucke auf meine Uhr und es ist so weit, 3D-Unit-Zeit.
TeeJay:
Du hast nur noch ein Ziffernblatt, wo 3D draufsteht, oder?
Christian:
Ja, da steht eine Zahl oder ein Buchstaben drauf und es ergibt 3D, genau.
TeeJay:
Und wir sind guter Dinge heute, weil du hast mir auch versprochen, du hast deine Ballerinas ausgezogen, denn das Motto heißt ja heute einfach nur tanzt. Tanzt, sonst sind wir verloren.
Christian:
In meinem Fall sitze ich in der Wuppertaler Schwebebahn und schaue aus dem Fenster raus und genieße die Wuppe in 3D. Was hältst du davon?
TeeJay:
Ich sehe dich sowieso vor meinem geistigen Auge, seitdem wir den Film Pina, über den wir heute reden wollen. Ein wunderbares Wim Wender, sein erstes 3D-Werk, da schließen sich wieder ganz viele Kreise. Da sehe ich dich vor meinem geistigen Auge auch nur noch durch Wuppertal tanzen. Ob dem so ist, das wirst du wahrscheinlich irgendwann mal nach hinten aufklären, oder?
Christian:
Ja, also ich kann auf jeden Fall nicht so tanzen, wie wir es hier im Film gesehen haben. Aber es gibt auch den einen oder anderen Moment im Alltag, an dem ich auch durch Wuppertal tanze. Aber dazu vielleicht später noch.
TeeJay:
Und der Frühling kommt gerade, also zum Zeitpunkt dieser Aufnahme irgendwie. Von daher, da mag sich ein jeder jetzt draußen vorstellen, wie Christian tanzend durch Wuppertal. Die Menschen animiert mitzutanzen, kostenlose Ballerinas verteilt. Ich glaube, du wolltest ganz woanders hin, bevor ich jetzt wieder abbiege.
Christian:
Ganz genau. Ich wollte nämlich nochmal eine halbe Rolle rückwärts machen in tänzerischer Manier. Und du hast es schon erwähnt. Jetzt ist es noch nicht los. Einfach mal vielleicht ein bisschen noch Kontext schnüren, denn es passiert sehr viel in dieser Ausgabe. Wir sind jetzt erst einmal in der 3D-Unit wieder unterwegs. Das ist ja hier unser Projekt, bei dem ich immer wieder sage, das ist für all die Dutzenden da draußen, sehr gut, du setzt die 3D-Brille auf, das ist auch noch so eine.
TeeJay:
Guck mal, so eine Arte, die Leute sehen das hier, das ist eine echte Arte Pappbrille, also kulturell sehr bedeutsam.
Christian:
Ich spreche ja immer von Method-Podcasting, aber in diesem Fall trifft es zu. Also, wir besprechen ja in loser Reihenfolge hier, das ist ja quasi das Format im Format, wir sprechen über das Thema 3D-Film vor allen Dingen im Heimkino. Du hast bei dir eine Leinwand, du hast tatsächlich ein kleines Heimkino dir ins Haus gebaut und kannst da 3D-Filme mit Brille schauen und ich stülpe mir hier für diese Anlässe eine VR-Brille über die Augen und tauche virtuell in das 3D-Kino ein und kann darüber auch Filme in 3D dann schauen. Und das besprechen wir. Das werden wir in der zweiten Hälfte dieser Auseinandersetzung dann auch konzentrierter zu dem Thema 3D machen. Also wir werden diesen Film, den wir hier besprechen, auch in Sachen 3D besprechen. Das wird auch noch mal sehr, sehr intensiv. Aber in der ersten Hälfte wollen wir über den Film Pina, ich sag mal, etwas losgelöster von 3D sprechen. Das Thema 3D ist sehr wichtig bei dem Film, aber wir wollen erst mal über den Film selbst sprechen. Wir werden auch über zumindest ein paar Sätze versuchen. Wir sind beide keine, wir kommen nicht aus dem Tanztheater. Wir kommen aus den Lichtspielhäusern. Da sind wir zu Hause und geboren. Oder ist es bei dir anders? Hast du Berührung vorher mit Tanztheater oder mit Ballett?
TeeJay:
Nein, nein, nein. So elegant bin ich nicht. Also tatsächlich auch nur in den Lichtspielhäusern hast du vollkommen recht. Und in der einen oder anderen Filmbesprechung, da mache ich jetzt mal gerade Werbung. Ihr habt ja West Side Story so schön besprochen damals. Was ja auch doch, oder La La Land als Beispiel. Da können wir uns sehr viel begeistern. Ich liebe ja persönlich auch noch so die älteren Filme mit Fred Astaire, Ginger Rogers und Rita Hayworth und so. Also auf dieser Ebene bin ich durchaus für Tanz zu begeistern und seitdem ich, da kommen wir gleich zu, genau Pina geguckt habe, auch noch eine, jetzt willst du es hören, Christian, und ihr da draußen auch eine Dimension extra.
Christian:
Ja, das stimmt. Aber, ich sag mal, analogen im physischen Kontext, im tatsächlichen Theater, im Ballett oder so, da sind wir auch, also ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals eine Ballettvorführung gesehen habe, Theater schon, durch die Theaterkritikerin an meiner Seite, die mich des Öfteren mal mitgenommen hat, aber gerade auch Tanztheater, und ich sitze hier in Wuppertal, das ist auch noch eine große Lücke, da kommen wir aber auch noch drauf zu sprechen. Ja, die Zustände hier sind gerade, glaube ich, nicht ganz so ideal, was das Thema angeht. Aber da kommen wir später noch ein bisschen weiter zu sprechen.
TeeJay:
Bin ich gespannt.
Christian:
Genau, aber wir nähern uns dem Thema dann eben durch und durch filmisch. Wim Wenders hat uns hier im Jahr 2011 diesen Film präsentiert und ist damit auch... Ich glaube, das war sein erster Berührungspunkt in Sachen 3D-Film, oder?
TeeJay:
Das war sein erster Berührungspunkt. Und es ist ja so überliefert, dass er ursprünglich ja, also er war immer, also Wim Wenders als einer der deutschen Filmemacher für das Autorenkino, für das größere Kino. Also man kommt eigentlich gar nicht drin vorbei, wenn man sagt, deutscher Film, deutsche Filmschaffende, die eine lange Karriere schon haben, dann Wim Wenders auch sich genauer anzuschauen, Paris, Texas natürlich, der Himmel über Berlin um mal so zwei größere Sachen von ihm wirklich zu nennen und da sieht man auch schon, er hat halt einen sehr speziellen Blick im Film auf die Welt.
TeeJay:
Und auch auf die Kunstform in der Welt so wie dann eben und ich glaube, wenn man, Tanztheater sagt, dann kam man nicht an Pina Bausch vorbei, an das Wuppertaler Tanztheater, an die weltberühmte Choreografin, die auch die Welt aus einer ganz bestimmten, aus ihrer kreativen Sicht sah. Also da haben sich zwei kreative Geister auf einer Ebene erstmal gefunden, die aber nicht zusammenkamen filmisch, weil Wilhelm Wenders der Meinung war, er kann einen Tanzfilm nicht inszenieren, er kann eigentlich keinen Tanzfilm produzieren, weil das nicht vermittelbar, weil das filmisch nicht umsetzbar gilt. Und erst, und jetzt dann der Verweis auf das Dreidimensionale und erst mit Einzug der neuen 3D-Welle 2009, 2010, als die Technik auf einmal da war, auch die Projektionstechnik da, erkannte er die Möglichkeit, tatsächlich diesen Tanzfilm über Pina Bausch dann auch zu produzieren und zu machen. Und das tat er dann und das war auch sein erster. Vielleicht gab es auch vorher irgendwelche Experimente, die ich nicht rausgefunden habe oder so. Das wird mit Sicherheit so gewesen sein, aber das war so sein Eintritt in die stereoskopische 3D-Welt. Genau.
Christian:
Ja, da wollen wir gleich auch noch ordentlich drüber sprechen. Bevor wir das tun, ich mache nochmal eine kleine Danksagung und einen Hinweis natürlich in eigener Sache. Ihr könnt diesen Podcast nämlich unterstützen und zwar mit einem Abo. Nicht nur den Podcast selbst abonnieren, sondern ihr könnt auch mit einem kostenpflichtigen Abo. Diesen Podcast tatkräftig unterstützen und auch alle anderen. Das Ganze geht bei Second Unit Studios Plus. Das ist ein Abo, das schließt ihr ab und dann bekommt ihr auch einiges an Goodies. Zum Beispiel bekommt ihr diesen Podcast mit Kapitelmarken, ihr bekommt einen Transkript dazu, ihr bekommt den Podcast auch früher und das betrifft auch andere Podcaste. Ich mache die Superhero Unit und weitere Formate erhaltet ihr auch früher und erhaltet ihr auch mit diesen Kapitelmarken, mit Transkripten und es gibt auch exklusive Inhalte in diesem Plus-Abo. Klickt euch da gerne mal durch. Das Ganze findet ihr auf secondunitstudios.plus. Da klickt ihr euch einfach durch die Banner oder ganz unten auf der Website könnt ihr euch auch ein Paket des Abos aussuchen und vor allen Dingen unterstützt ihr damit den Podcast. Das finde ich ganz besonders gut und ganz besonders wichtig, denn naja, so bringt ihr Dinge wie diesen Podcast nachhaltig in die Welt und das ist doch auch eine ganz wunderbare Sache. Das tun auch Leute und bei denen bedanke ich mich persönlich. Das sind Anne, Sebastian, Christian, Rüdiger, Thomas, danke, und Markus.
Christian:
Vielen, vielen Dank, dass ihr das tut. Wenn ihr auch Danksagungen erhalten wollt, hier und auf den Homepages dieser Podcast, dann klickt euch doch gerne mal in das Abo und auch in das entsprechende Paket. Vielen Dank an alle, die es schon tun und auch vielen Dank an alle, die es jetzt tun werden.
Christian:
Ja, TJ, wie war dann dein erster Berührungspunkt mit diesem Film? Bist du als 3D-Fan damit in Berührung gekommen oder vielleicht auch davor?
TeeJay:
Naja, ja, eigentlich als 3D-Fan schon. Die Auswahl an 3D-Filmen, die war ja damals nach Avatar sehr begrenzt. Wir haben ja schon öfter in älteren Juni darüber gesprochen. Übrigens gestatte mir nochmal auch, eine Tanzrolle rückwärts zu machen. Nochmal so als Impuls da draußen für euch Leute drüber nachzudenken, auch mal den ein oder anderen Euro in dieses wunderbare Projekt, das über so viele Jahre uns schon wirklich aus so vielen verschiedenen Blickwinkeln, Blickwinkeln, Perspektiven, Themen, Gästen, Film, Specials, ja, mit diesen Informationen, mit Reviews und so weiter versorgt, nicht nur aufgrund von Aktualität und von Plus- und Zusatzgeschichte, aber was ich persönlich auch noch feststelle ist, aus Dankbarkeit vor diesem großen Archiv, was sich über die Jahre aufgebaut hat. Wir sind jetzt bei Folge 384, 85, irgendwo da hinten, also 400 ist mal in Sicht, nicht mehr so weit weg, aber auch noch die ganzen anderen Produktionen, die da so mit einfließen und ich finde, diese Archivarbeit darf einfach auch mal entsprechend nicht nur so wie jetzt löblich erwähnt werden, aber es sollte euch vielleicht auch mal motivieren, einen kleinen Taler in den Hut zu werfen oder was auch immer ihr da gerade so ein bisschen übrig habt, um euer Herz für dieses wunderbare Archiv zu zeigen, das sich über die Jahre, Jahrzehnte, muss man ja weinah schon sagen jetzt, ich will Christian nicht älter machen, als er nicht ist, aufgebaut hat. So, das ist nochmal so ein Buch.
TeeJay:
Kannst du kommentieren, musst du gar nicht. Das ist mein Appell jetzt nochmal draußen für das Echtlieb.
Christian:
Ich sag nur Dankeschön. Ich lass das so stehen.
TeeJay:
Also genau, ja, das war richtig. Das Angebot damals an 3D-Filmen war ja einfach sehr begrenzt. Und es war so meine Sichtweise, das geht euch da draußen sicherlich auch nicht großartig anders, war natürlich erstmal so auf dieses... Auf die, kann man schon sagen, Blockbuster, so auf das große Kino gerichtet. Ich habe ja auch ganz ehrlich, Wim Wenders lief bei mir lange Zeit so nebenbei, so deutsches Kino, Autorenkino, Arthouse. Also ich bin ja durchaus auch mal für andere Strömungen als wirklich für nur das traditionelle große Kino zu begeistern. Aber ja, es war immer so punktuell. Und ich bin dann eigentlich, wenn ich mich so richtig zurückerinnere.
TeeJay:
Nicht in der ersten 3D-Welle, aber so in der zweiten, wo ich so sagte, was gibt es denn eventuell nochmal so an interessanten 3D-Produktionen, als man dann auch endlich, das wurde ich vorhin noch gesagt, im Zuhause 3D sich anschauen konnte. Da fing ich dann auch nochmal so zu gucken, welche Titel gibt es denn da auch noch und was kann ich mir jetzt mal zu Hause angucken, was ich im Kino einfach verpasst habe. Gepaart mit der Tatsache, das ging ja leider relativ schnell, nachdem man gemerkt hatte, dass die Produktionen, die im Kielwasser von Avatar, wir haben auch drüber gesprochen, als 3D-Produktion in Kinos kamen, dass die natürlich bei Weitem nicht das Qualitätsversprechen, das Qualitätsniveau eines Avatars halten konnten, wie denn auch, wenn man, könnt ihr euch die Folge gerne nochmal anhören über Avatar, wenn man so hört, was James Cameron dort alles hat.
TeeJay:
In die Welt setzen müssen erstmal, damit überhaupt dieser 3D-Film diese Wirkung entfalten kann, die er uns allen dann auch tatsächlich oder in vielen von uns dann auch zur Entfaltung bringen konnte und gebracht hat und begeistern konnte. Ja, und im Zuge dessen die Frage war, wie ich da so zu Pina hingekommen bin, war tatsächlich Pina etwas, das ich zu Hause bei mir ich hatte ja relativ früh schon einen 3D-fähigen Projektor, weil ich schon gemerkt habe 3D braucht schon eine gewisse Fläche, um zu wirken.
TeeJay:
Und Großbildprojektion und Leinwand war ja schon immer so. Das Ding bei mir, um Filme zu gucken, Und da bin ich dann über Pina gestolpert und muss ganz ehrlich sagen und habe den geguckt und Ernüchterung. Ich habe ihn einfach erst einmal geschaut und gesagt, so ja, Tanztheater wird nie so mein Ding sein irgendwie. Gut, dass ich den nicht extra nach Wuppertal gefahren bin, um mir jetzt irgendein Bühnenstück anzugucken. Und habe den einfach zur Kenntnis genommen erst mal. Das klingt jetzt sehr neutral, war auch so. Also es war nicht so, dass ich um Gottes Willen jetzt irgendwie knapp zwei Stunden vergeudete Lebenszeit, das nicht, ich habe das gewürdigt und ich fand das gut. Aber dieses Besondere, also das, was wir jetzt so langsam rauspellen, wo wir so unsere, die Dimension sich eröffnen lassen im Gespräch, das ist mir im Zuge anderer Entwicklungen und Sichtweisen auf das Perspektive und auf das Thema das wäre krass in Perspektive und 3D, das ging zu abgedroschen ist mir dann eigentlich erst so richtig bewusst geworden.
Christian:
Ich hatte im Vorfeld gar keine Berührungspunkte mit dem Film, den hast du in unserem Backchannel mir immer mal wieder so ans Herz gelegt da warst du, glaube ich, ein bisschen wie sagt man.
Christian:
Also du warst mehr dahinter her, dass wir eben auch nochmal andere Flanken aufmachen. Ich bin ja mehr so der Action und Blockbuster und haut rauf und groß und die Nummer und da haben wir ja auch schon ein bisschen was besprochen. Zwei Avatars und schon Legacy und wir haben auch noch ein paar Sachen vor uns, die in die Richtung gehen, aber da hast du natürlich auch gesagt, ja, es gibt halt eben ja auch noch anderes 3D, andere Filme, andere Themen, andere Inhalte, die auch dreidimensional funktionieren und klar, Tanztheater, Piener Bausch ist mir durch den Umzug vor jetzt auch schon fast zwei Jahren hier in Wuppertal, nach Wuppertal auch ein Begriff, also das Piener Bausch Zentrum, Da fährt eben auch die Schwebebahn regelmäßig dran vorbei, da bin ich auch immer mal wieder so.
Christian:
Dass ich dran vorbeifahre, aber ich habe da auch keine direkten Berührungspunkte mit und das ist auch gerade, also das ist vielleicht nur so als Randnotiz, aber es ist halt, ich habe da auch nochmal ein bisschen versucht querzulesen, also wir werden auch gleich nochmal ein paar Sachen über Pienerbau schon über dieses Tanztheater verlieren, Aber es ist halt so, dass jetzt auch schon seit sehr vielen Jahren, glaube ich, also wir sind da quasi in die Diskussion auch hierher gezogen, dass dieses Pina Bausch Zentrum, die Bühnen, ihr Tanztheater, auch ihre Räumlichkeiten vor allen Dingen, die sind irgendwie seit Jahren dabei, nicht nur renoviert zu werden, sondern das soll ein Multimillionenprojekt werden. Ein riesengroßes, also inklusive Anbau und komplett neu gedacht und auch die Konzeptbilder, das sieht alles ganz toll und ganz interessant aus, aber wie das so ist.
Christian:
Großbauprojekt, Millionenförderung, die Fördertöpfe, die Anträge, wer ist jetzt gerade mit wem im Gespräch, das zieht sich alles noch sehr stark in die Länge, aber hier soll Pina Bausch eben auch ein, Und sozusagen ein Denkmal ist vielleicht zu viel gesagt, aber vor allen Dingen soll ihre Bühne auch nochmal größer und neuer gemacht werden mit diesem Piener Bausch Zentrum. So, dass dann eben auch Aufführungen wieder möglich sind, dass das eben auch völlig neue Räumlichkeiten werden. Also das sieht alles sehr spannend aus, aber das ist so ein Politikum, das sich hier eben schon seit Jahren durchzieht und ich glaube aber sich voran bewegt.
TeeJay:
Kurze Frage dazu, ist das dann wirklich so, dass wenn ich momentan vor dem Tanztheater Wuppertal stehe, dass ich mir das als Baustelle vorstellen muss tatsächlich?
Christian:
Noch nicht mal das. Also so wie ich das verstehe, ist das Pienerbausch Zentrum, so ist das mittlerweile genannt. Das war halt eben, ich glaube, das ist ein Bau aus den 50er, 60er Jahren, das ehemalige Balletthaus. Sie hat es dann ja zum Tanztheater auch umfunktioniert. Aber das Gebäude ist denkmalgeschützt und das muss auch irgendwie saniert werden. Und das ist seit Jahren zu. Ich glaube, die spielen da auch gar nicht. Wenn, dann gehen sie, glaube ich, auf die Opernbühne, haben ausweichende Spielstätten. Und das ist natürlich auch, aber das sprengt jetzt den Rahmen. Ich meine, das sollte natürlich jetzt auch mal, finde ich, ein bisschen vorankommen. Sollte auch wieder, also nicht nur wieder eröffnet, sondern sollte auch diesen Neubau auch bekommen. Weil ich habe so das Gefühl, dass dadurch Pina Bausch gerade in ihrer Wirkungsstätte Wuppertal auch so ein bisschen, ich will nicht sagen, untergeht. Aber es ist natürlich schon irgendwie auch ein, Also ein Bild, so eine Metapher zu sagen, ja, wir haben das Piener Bausch Zentrum, aber das ist seit Jahren ein sanierungsbedürftiger, denkmalgeschützter Bau.
TeeJay:
Also ein Tipp für die Leute draußen, wenn die jetzt auf einmal Interesse bekommen, Wuppertal extra wegen dieser Einrichtung, wegen dem Pina Bausch-Standum zu suchen, vorher bitte einen Blick ins Internet werfen, was da irgendwie wann los ist. Nicht, dass ihr vor verschlossenen Türen ganz enttäuscht steht und alle bei dir nachher an der Haustür klopfen und sagen, ja, ihr habt so einen wunderbaren Podcast gemacht, wir wollten jetzt das Pina Bausch-Standum besuchen, ist geschlossen, jetzt müssen wir wohl eine Studiotour bei den Second Unit Studios buchen, oder?
Christian:
Ja, die haben ja noch keine eigenen Räumlichkeiten. Das ist auch noch gar nicht möglich. Wer weiß. Ich würde mir auch ein kleines Büro im Piener Bausch Zentrum gönnen. Das ist gar nicht das Thema.
TeeJay:
Also ihr Wuppertaler und um zu hört, hört. Ja, da ist jemand auf der Suche nach.
Christian:
Es dauert auf jeden Fall noch mit dem Piener Bausch Zentrum. Aber so wie ich das verstehe, es geht voran. Es wird da auch wirklich die Trommel gerührt. Es müssen aber, glaube ich, auch noch ein paar Gelder gesichert werden. Aber ich sehe das Ganze schon als, also es geht voran, das ist glaube ich so das Positivste dabei. Aber bevor wir uns aufhängen mit Piena Rausch, mit dem Bauwerk,
Christian:
kannst du nochmal, ja, ich will nicht sagen den Plot, aber kannst du nochmal an den Inhalt des Filmes erinnern? Was haben wir hier eigentlich für einen Film vor uns?
TeeJay:
Ja, das mache ich ja immer gerne, aber das habe ich ja einfach vorbereitet, weil sowas, ich meine, auch wenn wir wirklich in der glücklichen Lage sind, was für ein Narrativ, was für eine Geschichte erzählt der Film. Ich fasse das mal wie folgt zusammen.
TeeJay:
Ja, Mark my word, hört mir zu. Und zwar stell dir vor, du sitzt im Kino und plötzlich bist du nicht mehr Zuschauer, sondern Teil einer Bewegung. Pina beginnt nicht mit Worten, sondern mit Körpern, die durch den Raum schneiden, als würden sie dich direkt berühren. Wem, wenn das nimmt uns mit. in die Welt von Pina Bausch, aber nicht als klassische Biografie. Stattdessen entfaltet sich ein Mosaik aus vier ikonischen Stücken. Le Socre du Printemps, da ist mein Französisch wieder, Printemps, das Frühlingsopfer auf Deutsch, Café Müller, Kontakthof und Vollmund. Und jedes davon erzählt eine Geschichte, nicht über die Handlung, sondern über Emotionen, Beziehungen und die Art, wie Menschen sich im Raum bewegen. Wir sehen Tänzer, die durch die Erde stapfen, durch Stuhlreihen taumeln, über Wasserflächen springen. Wir hören ihre Atemzügel, spüren die Spannung zwischen ihnen, die durch das 3D wirkt, als stünden wir mitten auf der Bühne. Zwischen den Choreografien tauchen die Tänzer an realen Orten in Wuppertal auf, in der Schwebebahn, in Fabrikhallen, in Parks und erzählen ohne Worte, wer Pina für sie war. Pina ist kein Film, der erklärt, er zeigt. Er lässt uns fühlen, wie Pina Bausch die Welt sah. als ein Geflecht aus Körpern, Räumen und Sehnsüchten. Und genau das macht ihn zu einem der wenigen Filme, in denen 3D nicht Effekt ist, sondern Essenz.
Christian:
Eins plus mit Sternchen. Ich habe ganz viel genickt, das wird man immer so schlecht im Podcast, aber ich bin da vollkommen bei dir.
TeeJay:
Das ist so meine, genau, so ein bisschen das Zusammenfassende und der Ersatz dafür, dass wir nicht über eine klassische Handlung im eigentlichen Spielfilm jetzt in diesem Film reden, sondern dass es eben halt tatsächlich Tanztheater ist, das wir hier sehen.
Christian:
Wir haben, wie schon erwähnt, Wim Wenders, dass der Drehbuch geschrieben hat, Regie geführt hat. Du hast, glaube ich, noch ein paar Namen recherchiert, die dann für die Stereoskopie zuständig waren, weil das ist ja auch ein eigener Bereich, über den man sich Gedanken machen muss.
TeeJay:
Ja, das ist immer interessant, weil ich mich tatsächlich gerade, wir hatten im Vorgespräch schon ein bisschen darüber unterhalten und werden das sicherlich immer mal wieder vertiefen. Und gerade diese Filme oder ein Film wie Pina stößt diese Tür in die kreative Stereografie auf. Denn es wurde sich ganz viel Gedanken gemacht, schon mal angerissen für unsere Diskussion später, wie überhaupt jetzt dieser Raum, diese Raumerfahrung dazu beitragen soll, diese Emotionen, das, was ich gerade so ein bisschen in der Zusammenfassung versucht habe, schon mal darzustellen, wie das einfach transportiert wird. Und da gibt es tatsächlich, wenn man sich den Abspann des Films anschaut, auch öfter, nicht nur in diesem, aber in Filmen, die ähnlich kreativ mit dieser Technologie umgehen, den Begriff des Stereografen. Und das ist hier konkret verknüpft, dieser ist verknüpft mit dem Namen Alain de Robe. Und es gab auch einen 3D-Supervisor, der das Ganze, das stelle ich mir so als Schnittstelle zwischen Wim Wenders und dem Regisseur und dem Stereografen vor, der das Ganze also nochmal einen Schritt zurück, an der totalen sozusagen so betrachtet als Brücke, ist François Gagné.
TeeJay:
Die sagen mir jetzt nichts im Einzelnen, da müsste ich selber nochmal ein bisschen nachgucken, wo die denn eventuell noch so ihre Finger mit im Spiel hatten, wenn es um diese 3D-Stereografie geht. Aber das Wichtige, glaube ich, was wir erstmal mitnehmen können jetzt, wenn wir so ein bisschen über diesen Film an sich reden, ist, offensichtlich wurde hier nicht 3D mal ebenso als Mittel zum Zweck eingesetzt, sondern ganz, ganz gezielt. Ich glaube, das haben wir jetzt schon genug herausgearbeitet und deshalb gibt es tatsächlich diesen Stereografen und das macht auch Sinn und das sieht man auch in jeder Phase dieses Films, dass 3D hier Essenz ist.
Christian:
Genau, da werden wir am Ende auch noch ein bisschen darauf zu sprechen kommen. Ich versuche mich nochmal ein bisschen an dem Ensemble des Pina Bausch Tanztheaters. Wir haben Regina Advento, Malou Airaudo, Ruth Amarante, Pina Bausche selbst, die in Archivaufnahmen hier auch zu sehen ist, Roche Puerta, Mechthild Großmann, Rainer Bär, André Berezin, Josefin Ann Endicott, Helena Picon, Barbara Kaufmann, Lutz Förster, Dominique Merciet, Kortland und Jean-Laurent Sassports.
Christian:
Unter anderem, da ist, glaube ich, noch der eigentliche Cast viel, viel größer, aber das sind zumindest die Namen, die mir die TMDB ausgespuckt hat.
Christian:
Genau, und damit würde ich sagen, versuchen wir uns auch erst einmal dem Film und auch den Stücken, den Tänzen und auch dem Thema Tanztheater vielleicht zu nähern. Ich versuche das Ganze nochmal zu unterfüttern mit einer Definition aus der Wikipedia. Man merkt, wir haben uns ein paar Ausaufgaben gemacht. Also, weil ich habe mich das halt auch gefragt, warum Tanztheater, was ist das eigentlich? Und die Wikipedia sagt, das moderne Tanztheater in Deutschland bezeichnet eine Kunstform des Tanzes, die sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts herausbildte. Im Gegensatz zum klassischen Ballett mit seiner hochstilisierten traditionellen Bewegungssprache arbeitet das Tanztheater mit experimentellen Bewegungselementen und sucht nach genreübergreifenden neuen Formen für die tänzerische Darstellung. Dabei wird das theatralische Aspekt stark betont.
Christian:
Und ich fand das so gut, als ich das gelesen habe, dass ich dachte, das will ich auch im Podcast drin haben, denn diese ganzen, also wir haben schon die Umdeutung oder der Gegensatz zum klassischen Ballett, das war auch das, was ich zu Pina Bausch so gelesen habe, die ja dann, ich glaube in den 60ern hier die Verantwortlichkeit über die Ballettbühne Wuppertals bekommen hat und aus dem Ballett hier das Tanztheater gemacht hat. Und weil sie auch gesagt hat, ich interessiere mich nicht für das klassische Ballett. Ich will ja kein technisches Tanzen irgendwie präsentieren. Ich will dieses Tanztheater voranbringen. Ich will die Bewegung und den Tanz als eine Ausdrucksform, das sehen wir ja auch in dem Film, das hören wir in dem Film immer wieder, wie da auch immer gesprochen wird, wie dann versucht wird, Gefühlen eine Bewegung zu geben und wie dieses Ensemble sucht und wie Pina Bausch anscheinend ja auch ihrem Ensemble immer wieder fast unmögliche Aufgaben mitgegeben hat und ganz viele Fragen um die Ecke gestellt hat, um aus dem Ensemble, aus den einzelnen Leuten.
Christian:
Bewegung herauszukitzeln. Die immer auf der Suche nach, ich glaube Pina hat das auch irgendwie in so einem Zitat, sie sagte, glaube ich, irgendwie auch mal, mich interessiert nicht, wie sich die Leute bewegen, sondern was sie bewegt. Und das sind alles ganz, ganz spannende Aspekte, die der Film auch so herauskitzelt oder spürbar macht, dass sich das hier auch um was anderes als Ballett handelt und auch diese Arbeitsmethoden, also das wird ja dann gerne so aus dem Off irgendwie kommentiert oder gesagt und wir sehen diese Bewegungsabläufe. Das ist auf jeden Fall, Eine eigene Kunstform oder eine dem Theater und dem Ballett verwandte Kunstform, aber es versucht, da etwas Eigenes draus zu machen. Und das finde ich schon mal ganz bemerkenswert an dieser Stelle.
TeeJay:
Also ich bin diesmal auch, um deine Gedanken auch wieder aufzunehmen, wo jetzt einfach auch so die Stärke liegen und was einfach so dieser Film trägt. Du hattest das Ensemble ja auch schon mal genannt und du hattest ja auch schon mal so ein bisschen, als wir über diese Struktur des Films gesprochen haben, das auch schon mal erwähnt. Die Struktur des Films ist ja einfach auch erstmal die und das finde ich ein wahnsinnig schöner Einstieg. ist, man sieht erst einfach mal, dieser Film macht in 3D genau das, was ich sage, was man richtig macht. Und zwar, er baut diesen Raum sanft auf. Du wirst nicht reingeworfen in den Raum auf einmal.
TeeJay:
Sondern vielleicht erinnerst du sich zu der Anfangssequenz, das ist erstmal das leere Theater und dann auf einmal gibt es so eine ganz sanfte Überblendung, wo auf der Bühne was passiert, wo die Zuschauer da sitzen. So als wenn man selber jetzt auch gerade da Platz genommen hat und die Vorstellung dann wirklich so ganz leicht und sanft erstmal beginnt und man sich erstmal, erst mal orientieren kann. Einfach erst einmal guckt und wie es so auch ist, wenn man, sag ich mal, so neu das erste Mal in so einem Theater ist, wie orientiere ich mich überhaupt im Raum, wo ist die Bühne, wo sitze ich, wer sitzt vor mir, sitze ich bequem, alles gut und ich finde, dieser Film macht einem, gibt einem so dieses bequeme Gefühl, jetzt bin ich irgendwie wirklich angekommen und das ist jetzt das Theater, da vorne ist die Leinwand und so ganz klasse, weil das passt ja auch prima, Es ist ja auch, wenn du im Theater Platz nimmst, dann ist es ja, du guckst halt in eine Richtung, du guckst nach vorne, guckst auf die Bühne. Man guckt auf die Bühne. Was ich aber auch so stark, dann hat man, das wollte ich noch sagen, da hat man ja vier Stücke, die in diesem Film immer wieder auch abschnittsweise dargestellt werden. Das ist einmal dieses Le Cirque du Printon, das Frühlingsopfer, dann Kaffee Müller, dann der Kontakthof und dann Vollmond.
TeeJay:
Und ich muss ganz ehrlich sagen, mein Einstieg war erst einmal, wenn ich so zurückdenke, dass ich versucht habe, was wahrscheinlich jeder versucht, der erstmal so ein bisschen kopfgesteuert ist und so überhaupt nicht in der Welt des Tanztheaters, außer so ein bisschen, wir hatten gerade darüber gesprochen, so Musical und dieses leichte Tanzen, so will ich das mal nennen, ohne natürlich das irgendwie despektierlich zu meinen, weil wir wissen ja, was für ein Weltklasse-Tänzer so ein Fred Astaire beispielsweise war. Aber ich habe erst mal verkopft versucht, irgendwie zurechtzukommen mit dem, was ich da überhaupt sehe. Ja, also warum jetzt ein rotes Truch und warum sind die im Park auf einmal? Und ich glaube, dass ich sehe dann immer so ein bisschen so wahrscheinlich Pina links von mir und Wim rechts von mir sitzen und sagen, nee, Junge.
TeeJay:
Mach mal nochmal, fang nochmal von vorn, mach mal den Kopf aus und lass mal, mach mal das Herz auf und lass das mal, lass wirklich diese Emotionen fließen und Und der Schlüssel dazu, der war gar nicht so sehr in den Bühnenstücken, sondern der war, den Hinweis hattest du schon gegeben, es werden ja ausgewählte Ensemble-Mitglieder, die werden ja dann dargestellt oder die werden porträtiert kurz, sie sitzen halt da. Und das finde ich, ich weiß nicht, ich habe dafür jetzt was übrig, vielleicht weil ich älter werde, aber ich finde das ein unheimlich starkes Ausdrucksmittel. Es wird nur aus dem Off erzählt, was sie gerade zu erzählen haben. Also ihr Profil bewegt sich dabei nicht. Sie sitzen einfach da so, als wenn sie sich selber erzählen lassen, was jetzt das ist, was sie dazu bewegt hat, im Tanztheater zu sein, das Besondere mit Pina zusammenzuarbeiten, wie sie sich da reinbegeben, reingearbeitet haben, wie sie mit den Stücken zurechtkommen. Und das war für mich so dieser Punkt, wo ich so gesagt habe, die haben mich narrativ erzählerisch mitgenommen über ihr Gefühl, über ihre Ängste teilweise auch.
TeeJay:
Genügen sie dem Anspruch einer Pina? Verstehen sie dieses Stück überhaupt? Können sie das emotional umsetzen? Wie fühlen sie sich dabei? Die haben mir sehr stark geholfen, einfach den Kopf dann in den Stücken ein Stück weit abzuschalten und mich wirklich so mehr meinem Gefühl hinzugeben, wie geht es mir gerade, wenn ich da was sehe. Und da werden wir sicherlich auch noch so ein bisschen drüber reden, das hat es im Vorgespräch auch gesagt.
TeeJay:
Das ging dir wahrscheinlich bei den einigen oder anderen Dingen auch so. Ich war begeistert und mal war ich auch eher so, wo ich so sage, das fühlt sich für mich irgendwie befremdlich an. Das ist eine unbehagliche Situation, die ich da gerade sehe. Und als mir das so bewusst wurde, da habe ich mich auf einer anderen Ebene. Diesem Film genährt. Und dann habe ich tatsächlich gemerkt, dass da vieles zusammenkommt, was so das Besondere offensichtlich auch ist. Und so dieses, ich kann nicht sagen, dass ich jetzt Tanztheater süchtig oder so geworden bin, aber es ist eine für mich sehr, sehr interessante.
TeeJay:
Emotionale Seherfahrung letztendlich gewesen. Und auf jeden Fall ein Aushängeschild für tatsächlich das, was tanztheaterfähig ist, zu transportieren und im Film auch darzustellen. Und das alleine, das ist für mich so auf jeden Fall ein Alleinstellungsmerkmal. Und das zeichnet ihn nicht nur als besonderen 3D-Film aus, aber ich glaube als eine gelungene Hommage, an das Lebenswerk von Pina Bausch, die, wenn man ein bisschen näher sich noch mit ihr Unterstellung im internationalen Tanztheater auseinandersetzt. Man bemerkt oder bemerken muss, was für eine bemerkenswerte Person sie war und wie sehr sie offensichtlich dieses internationale Tanztheater auch beeinflusst hat. Also alles in allem ein Film für vielleicht ein bisschen für Leute, die offen sind, die Feinschmecker sind, die mal was anderes suchen. Auch vorher, so wie wir mit Tanztheater bis jetzt so überhaupt nicht in Berührung gekommen sind, ist dieser Film sicherlich ein Film, den man guten Gewissens empfehlen kann.
Christian:
Ja, also erstmal vielleicht noch ein paar weitere Einordnungen auch dazu. Also ich unterstreche das alles, was du gesagt hast. Der Werdegang dieses Filmes war ja auch sehr spannend. Also der ist ja auch wichtig für das, was wir jetzt gesehen haben, weil ursprünglich, hattest du ja auch schon gesagt, Wim Wenders war wohl schon lange interessiert an Pina Bausch und an ihrem Tanztheater und wollte da schon lange was machen, aber sah auf der 2D-Leinwand keine Möglichkeiten, das zu machen. Und dann gab es halt, also weil ich das auch noch mal nachgelesen habe, das muss ja noch vor Avatar gewesen sein. Also wir sind im Jahr 2009, wo dieser Film gemacht werden sollte. Also im September 2009 war der Drehbeginn eigentlich geplant. Und Avatar ist, glaube ich, im Dezember 2009 erst in die Kinos gekommen.
Christian:
Auf jeden Fall hatte Wim Wenders dann die Idee das Ganze in 3D zu machen, wie du auch gesagt hast den Raum und die Tanzenden im Raum besser verorten zu können und dann ist Pina Bausch aber im Juni 2009 recht überraschend verstorben ich glaube da war irgendwie eine Krebserkrankung die sehr ja und ich glaube wenige Tage nach der Diagnose auch irgendwie verstorben, das ging alles wahnsinnig schnell und überraschend für alle Beteiligten und, weil ursprünglich sollte das ein Film mit Pina Bausch sein, wie du sagst, jetzt ist es eine Hommage an Pina Bausch geworden, die Crew, das Ensemble, wollte dann auch weitermachen, also wollte diesen Film dann erst recht machen und wenn das dann eben auch und dann ist dieser Film so geworden, wie er jetzt geworden ist, nämlich diese Auszüge aus den Stücken und ja, ein ein.
Christian:
Ein Puzzlestück, eine Collage über Pina Bausch zum Tanztheater in Bewegung, also das ist ja sehr komplex, was da passiert. Es gibt kein durchdringendes Narrativ, das was wir jetzt geliefert haben mit was ist eigentlich Tanztheater und wer ist eigentlich Pina Bausch, das liefert der Film selber ja gar nicht. Also der wirft uns da direkt rein. Die erste Einstellung ist auch vor dem jetzt Piener Bausch Zentrum, vor diesem Altbau. Ich weiß gar nicht, ob das damals auch schon als Piener Bausch Zentrum, wahrscheinlich noch nicht, weil sie war ja erst vor kurzer Zeit verstorben. Auf jeden Fall diese Räumlichkeiten vor dem Gebäude und wie du sagst, dann auf der Bühne. Also der Film wirft uns da rein und konfrontiert uns da auch direkt mit den Stücken. Und das sind ja Auszüge, das sind ja einzelne Szenen aus diesen Stücken. Und wie du sagst, auf einmal gibt es dann eben auch Sprünge, Schnitte außerhalb des Theaters und es wird in Wuppertal im Straßen, ich hätte fast gesagt im Straßenverkehr natürlich nicht, aber es wird an den Straßen getanzt, in der Schwebebahn, in Parksituationen hier auch vor dem Piener Bausch Zentrum. Und auch da wird nichts erklärt. Es wird nicht eingeblendet, oh, das ist irgendwie, weiß ich nicht, die zweite Stunde aus dem Stück so und so und Pina hat das irgendwie in den 60ern entworfen und weißt du, nüscht. Also wir erfahren ja wirklich gar nichts. Und das finde ich auch ...
Christian:
Es ist erstmal bemerkenswert, dass der Film das so macht. Ich habe auch die eine oder andere Kritik gelesen, die damit nicht so d'accord ging und gesagt hat, ich komme in diesen Film nicht rein, ich habe ihn abgebrochen, weil ich zu wenig mitbekomme, wie du vielleicht gerade gesagt hast, weil der Kopf nicht bedient wird, weil der Film für den Kopf erstmal wenig liefert. Und ich fand auch, das ist eine krasse Forderung auch erstmal ins Publikum, weil wie du sagst, wir sind in diesem, wie ist das noch, mit dem französischen Titel, das Frühlingsopfer, ne?
TeeJay:
Ja, genau.
Christian:
Das Frühlingsopfer.
TeeJay:
Le Sacre de Breton, aber ich nicht Frankophon, ich weiß nicht, Le Sacre de Breton, genau.
Christian:
Ist, glaube ich, auch, wenn ich das richtig gelesen habe, irgendwie so ein Ballettklassiker irgendwie aus dem frühen 20. Jahrhundert, glaube ich, eigentlich ursprünglich.
TeeJay:
Ja, das Thema Opferung einer Jungfrau.
Christian:
Genau, und wir sehen das aber auf der Biene mit ganz viel Erde und Dreck und Frauenkörper, die sich bewegen, die sich dann auf einmal in so einer Gruppendynamik bewegen und dann eine einzelne im roten Tuchkleid und die Männer kommen dazu. Und nackte Oberkörper und auf einmal so Männermassen gegen Frauenmassen und das ist alles in Dreck und Erde und dann natürlich auch mit dem Tanztheater, die Art des Tanzens, die Art der Bewegung, die Bewegungsmuster dieser Körper, das ist erstmal, also habe ich auch gelesen, als Pina Bausch in den 60ern dann irgendwie hier ihr Tanztheater auch aufgebaut, eingeführt hat, die Leute haben, es gab Buchrufe, Türenknallen, Das war, also teilweise waren die Leute empört und das hat gedauert über Jahre und Jahrzehnte, bis sich dann auch ein internationaler Ruf aufgebaut hat und das finde ich schon bemerkenswert, dass der Film da ja erstmal gar nicht viel...
Christian:
Also da ist erstmal keine große Handreichung an der Stelle. Wir werden da wirklich und teilweise auch auf die Bühne geworfen. Dann gab es da so einen Shot aus der Perspektive eines der männlichen Tänzer. Also wir wurden quasi in 3D so in die Choreografie ein, also sehr komplex alles. Wie war das so für dich, als du den vielleicht das erste oder auch das wiederholte Mal gesehen hast, dieses Hineingeworfenwerden in das alles?
TeeJay:
Also, ich verstehe, was du meinst, genau. Also, das wiederholte Male schauen, das hilft. Aber nur, wenn man tatsächlich, glaube ich, beim ersten Mal durch deine Schilderung nicht so von diesem Film irritiert, eventuell auch abgestoßen wird, dass man sagt, ich kann mir, und das kann ich total akzeptieren, dass die meisten Leute wahrscheinlich da draußen sagen werden, die eigentlich... Ja, das ist auch noch eine Frage. Welche Zielgruppe spricht dieser Film am ehesten an? Ist es der an Tanztheater Interessierte? Sicherlich. War ich nicht. An 3D Interessierte? Ja. Darüber bin ich reingekommen. Aber das ist ja, das war nach Avatar eine größere Gruppe vielleicht zum Thema 3D, Tanztheater wohl nicht, aber mittlerweile so.
TeeJay:
Naja, wahrscheinlich jetzt eher wieder Richtung Tanztheater, weil ich könnte mir vorstellen, dass die Gruppe vielleicht noch größer ist als die 3D interessieren. Die sage ich noch nie, was von dem Film gehört, ich höre es jetzt zum ersten Mal, ich gucke mir den Film an. Also, um deine Frage nochmal zurückzukommen, konkret zu beantworten, wie ging es mir da? Also, ich habe nochmal, ich habe Verständnis dafür, falls Leute beim ersten Mal abgestoßen sind und genau aus den gerade eben genannten Gründen sagen, ich kann mich diesem Film eigentlich nicht mehr widmen. Geht nicht, komm da nicht rein, wie auch immer. Ist auch natürlich immer die Frage, was man selber erwartet. Das war natürlich bei mir, also das war bei mir zuerst ja auch so. Es hat ja auch wieder länger gedauert, bis ich ihn, also wirklich länger gedauere, immer so nachgerechnet, sicherlich sieben, acht Jahre war er bei mir im Archiv und irgendwann habe ich dann so gedacht, als ich so Wim Wenders wieder ein Stück wiederentdeckt habe oder auch neu entdeckt durchaus, weil ich ja so wenig von seinem Gesamtwerk insgesamt noch kenne, ich sage, oh Mann, ich habe doch auch noch mal, warte mal, Wim Wenders Pina 3D, ah, Den hast du ja, dann guck dir den doch noch mal an. Und dann habe ich ihn tatsächlich innerhalb von, sagen wir mal vier Wochen, dreimal geschaut. Nach dem zweiten Mal habe ich dann einfach schon so gemerkt, ich wusste ja schon, wie ein bisschen die Struktur ist, was mir erzählt wurde, was nicht. Bei der Gelegenheit fällt mir ein, wir haben noch gar keine Spoilerwarnung hier abgegeben, auch sehr und, aber ich glaube, was brauchen wir in dem Zusammenhang?
TeeJay:
Auch wunderbar, befreit von jeglicher Spoilerwarnung. Ja, und ehrlich gesagt, der ganz große Mehrwert hat sich mir dann erst erschlossen, auch im Zuge unserer Diskussion über die in der 3D-Unit, wo wir beide schon eine gewisse insgesamt Blockbuster-Müdigkeit festgestellt haben und insgesamt auch festgestellt haben, dass dieses 3D bei modernen Blockbuster-Kino, da haben wir immer so das Gefühl, ich vielleicht noch stärker als du, Aber du merkst das jetzt ja auch so ein ganz klein bisschen, indem sich so seine Einstellung zum Thema 3D ja doch ein klein bisschen differenzierter und auch vielleicht gewandelter bis ein bisschen geläuterter jetzt zum Thema, ist die Heldenreise gerade durch, ja, Thema 3D. Da wurde es mir nochmal deutlich, dass ich sagte, Mensch, das ist was anderes einfach.
TeeJay:
Und was ist das, das dieses Gesamterlebnis Pina für mich jetzt deutlich herausstellt und zugänglicher macht? Nicht im Sinne nochmal von verständlicher, aber nochmal im Sinne von für mich emotional bewegender.
TeeJay:
Und das sind so meine erneuten Zugänge, gepaart mit der Tatsache, dass ich mich konkret natürlich auch auf die Bühnenstücke oder Aufschnitte von Bühnenstücken freue, die mich ganz besonders erfreuen, die ich schön finde, die eine Ästhetik in mir ansprechen. Und die auf der anderen Seite, ja, also beispielsweise das, was du jetzt auch gerade genannt hast, oder was, wo ich diesen, ich glaube, das war im Rahmen des, war das Kontakthof, wo eine Gruppe von Männern dieser Frau sehr nah kommt und sie berühren überall an den Wangen, an der Nasenspitze und dann ist der nächste Mann an ihr dran und berührt sie. Wo ich so sage, wow, das ist auch etwas, das ist mir so das ist mir so das stößt mich so ab, das ist so das geht überhaupt nicht, aber genau von dieser Diskrepanz in einem Film, ja und ich glaube deshalb hat er auch genau diese Stücke als Essenz ausgesucht und präsentiert uns in Pina, das ist das, was diesen Film so lebendig macht, das ist das was so, was wir doch alle suchen und warum wir sowas wie Second Unit zu lieben ist, über Filme nachzudenken, was wirken sie aus, wie schnell sie, und.
TeeJay:
Und das besonders Wertvolle ist immer, wir reden hier nicht über klassische Narrative, wir reden hier über Randerscheinungen dessen, was so im Besondere, das klingt vielleicht einfach ein bisschen netter, Besonderheiten dessen, was man so auf der Kinoleinwand sehen kann. Und das ist das, was ich so stark finde, über diesen Film zu reden, nicht als klassischer Autorenfilm oder als Narrativlos ist er nicht, aber nicht im klassischen Sinne und trotzdem diese Bandbreite, letzter Satz dazu, diese Bandbreite in Emotionen auslösen kann.
Christian:
Ja, also er erzählt wenig, würde ich sagen. Es geht nicht um Erzählung oder um Informationsvermittlung. Es geht, wie du sagst, um das Vermitteln von Gefühlen. Und ich glaube, damit kommt er auch dem Thema sehr nah. Also das Tanztheater und das, was Pina Bausch davor hatte und gemacht hat und was wir jetzt hier sehen in Form ihres Ensembles, in diesen Stücken, in denen sie damals ja selber auch teilweise mitgespielt hat oder am Anfang vor allen Dingen und irgendwie, glaube ich, bis zum Schluss immer noch mitzusehen war. Das ist halt ganz wichtig, dass das, also wenn da jetzt der große, wenn das Erzähler Pina Bausch ist, 1940 in Soling geboren, wenn der Film so losgehen würde, das würde ja dem Inhalt, dem eigentlichen Thema gar nicht gerecht werden. In Pina Bausch ging es immer um die Vermittlung dieser Emotionen. Sie sagt das selber auch irgendwo. Da hatte ich auch so Interviewschnipps. Sie sagt, es geht mir nicht um Kunst, es geht mir ums Leben. Und das auf so eine Art und Weise, also das bin ich jetzt, der es kommentiert, auf so eine Art und Weise, die auch gar nicht so.
Christian:
Sehr überheblich affektiert ist, wie es vielleicht klingen mag. Jeder Künstler behauptet immer, über das Leben was zu machen. Aber die wenigsten schaffen das, glaube ich. Und ich glaube schon, dass das bei Pina Bausch sehr geglückt ist. Weil genau diese Gefühle hatte ich auch an vielen Stellen im Film. Also in der Auseinandersetzung mit diesen Stücken. Auch dieses, was du gerade beschrieben hast, in diesem Stück Kontakthof. Um es jetzt mal so zu beschreiben. Dieser Frauenkörper, der da von einer Horde Männer angekrabbelt wird. Also das war absolut unangenehm, aber selten habe ich mich so stark in die Perspektive einer Frau hineinversetzen können, wie in dieser Szene oder dann auch wieder ganz andere Momente. Klar, es geht auch um Tanz, da ist natürlich auch Technik, es gibt auch Tanzszenen, die einfach technisch, tänzerisch-technisch einfach Wahnsinn sind. Da gibt es diese viel zu kurze Szene, ich glaube nur so 90 Sekunden lang, ein Mann, eine Frau, hier zwischen Solingen, Wuppertal, Remscheid, der Brückenpark, die Münchner Brücke, da ist das aufgenommen, also ich kenne die Ecke.
Christian:
Toller Park, toll einfach. Höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands geht direkt über die Wupper. Es ist wunderschön da. Aber da bewegen sich die beiden. Eine ganz atmosphärische Musik. Ich würde eher sagen, ein poppig angehauchter Song. Und auf einmal fängt die Frau an, kerzengerade gen Boden zu fallen. Wie ein Brett und wird in letzter Sekunde vom Mann aufgefangen, der sie immer wieder so besorgt. Es sind eigentlich nur, also er sucht ihren Blickkontakt und in dem Moment, wo die beiden sich kurz... Erwischen lässt sie sich fallen und er fängt sie immer wieder auf. Das ist ein ganz toller Moment, weil ja, das ist technisch beeindruckend, aber ich fand den emotional auch ganz herausfordernd. Was passiert da eigentlich gerade? Was machen die beiden? Worum geht es da? Und so gibt es immer wieder so kleinere Momente, die mal technisch oder von der Inszenierung her oder eben auch von der Emotionalität her, wie du sagst, mich so herausgefordert haben.
TeeJay:
Ja, ich möchte dann an der Stelle noch hinzufügen, dass ich auch, öfter erstaunt in diesen Szenen mir so diese Frage gestellt habe, vor allem nach dem Moment, nachdem sich dann die Leute aus dem Ensemble so vorgestellt haben, die Tänzerinnen und Tänzer, warum ist es jetzt gerade diese Tänzerin oder warum ist es der Tänzer, der das so zum Ausdruck bringt und der so eine besondere Art der Bewegung hat oder auch, Es ist ja nicht immer nur die Bewegung. Also es ist ja einfach auch die Mimik. Also diese, weil wir das gerade schon als ein Beispiel vorgestellt haben, diese Frau, die von so vielen Männern sich andauernd irgendwo berühren lässt. Also es ist ja, ich sag mal, auch im Schauspiel. Sie verzieht ja einfach keine Miene.
TeeJay:
Es ist eigentlich so etwas so, und das macht es wahrscheinlich auch aus, so etwas absolut Widersprüchliches. Also erst einmal, wer kann sich als, also da werden so viele Tabus gebrochen. Ich will es jetzt auch gar nicht, sonst können wir über diese Szene wahrscheinlich lange reden und über das, was transportiert wird und das, was gebrochen wird. Aber ich glaube, genau darum geht es auch. Und ich glaube, das Interessante ist auch, dass es so ein Aspekt, den du jetzt nochmal mit reinbringst, auch nochmal wieder eine andere Türe, die man gehen kann, das Zeitgeistige in diesem Thema oder insgesamt in den Bühneninszenierungen. Ein schönes Beispiel, dass in den 60er Jahren definitiv eine andere Zeit, als es jetzt ist, wurden diese Stücke von Pina Bausch als nicht aufführbar, also als schlichtweg, wie kann man sowas auf die Bühne bringen, vielleicht interpretiert. Die Leute sind rausgelaufen. Warum? Weil das eine normale Reaktion ist, wenn dich etwas abstößt, wenn du damit nichts anfangen kannst, wenn du dich nicht abgrößt. Also all diese, in diesem Quadranten sozusagen des Unverständnisses. Und trotzdem hat sie ihre Sprache gefunden und die Stücke, die wir jetzt hier so präsentiert bekommen, glaube ich, die haben etwas... Ja, etwas unheimlich Zeitgeistiges, ja, also Frühlingsopfer oder dieser Kontakthof, weil wir das von zwei prominente Szenen waren, die sich die Leute vielleicht auch so ein bisschen schon vorstellen können.
TeeJay:
Wahrscheinlich haben die immer wieder je nachdem in welcher Zeit man lebt, kann man immer wieder sagen sie haben immer, also weil das fast schon universelle Themen sind, aber das macht sie so stark in ihrer Aussage irgendwo und das macht sie auch so, ich glaube jeder der so ein bisschen nicht mehr nur dran gewohnt ist, so ein ganz strenges an die Handlungshand genommen zu werden sondern sich für diese Art von Kultur auch interessiert der entdeckt da irgendetwas drin. Also du bist, oder ich gehe noch ein Stückchen weiter, ich sage, wenn dich gewisse Szenen nicht bewegen.
TeeJay:
Dann ist irgendetwas menschlich nicht ganz ausgeprägt, so, um es mal vorsichtig zu sagen, weil der Film so stark da drin ist, etwas in dir auszulösen, völlig egal, was es einfach erstmal ist. Und seien wir noch mal ganz ehrlich, das ist ja nun eine Low-Budget Produktion eigentlich gewesen, da geht es das ist für mich noch mal so ein Beweis dafür, Ja, keine Special Effects, keine, über das 3D, können wir gleich nochmal, aber ist ja, wie gesagt, das scheint ganz wichtig und ist auch ganz wichtig, aber es ist keine Special Effects, es ist noch nicht mal eine große Narration, aber trotzdem ist es einfach Gefühl und trotzdem ist es irgendwie, ist es etwas, was eine Wertigkeit diesen laufenden Bilder mitgibt, die uns in ganz vielen anderen Produktionen mittlerweile einfach verloren gegangen sind oder die, die mit großem Aufwand versucht werden zu provozieren. Und hier sind wir sehr auf... Auf wenig zurückgeworfen, mitunter minimalistisches Bühnenbild, auf Menschen, die sich bewegen.
Christian:
Ja, fehlende Dialoge.
TeeJay:
Fehlende Dialoge, ja, auf Bewegungsmuster, auf eine Gruppendynastik, also auf wirklich viele, viele rein menschliche Aspekte mit wenig Technik.
Christian:
Das stimmt, ja. Plus, muss man ja auch dazu sagen, da steckt die Technik dann manchmal auch auf der Bühne. Also was da mit Bühnenbild gemacht wird, das Stück Vollmond, da sagte Daniela neulich auch, schade, dass ich keine Tickets hier bekommen habe. Es wird gerade wieder aufgeführt in Wuppertal, aber irgendwie nur an vier Abenden und die sind in zehn Minuten weg, die Karten.
TeeJay:
Kann ich verstehen.
Christian:
Als ich jetzt den Film gesehen habe, habe ich gesagt, dieses Stück muss ich auch sehen. Das sieht phänomenal aus. Das ist das vierte Stück, glaube ich, von den Vieren. Das ist ganz viel Wasser auf der Bühne, ein großer Felsbrocken als Requisite, also wahrscheinlich so ein künstliches Requisite, aber das ist Wahnsinn, wie da getanzt wird, wie Wasser, fließendes Wasser benutzt wird. Also das ist Wahnsinn. Und alles durch Bewegung, alles durch den menschlichen Körper, der menschliche Körper erzählt, die Bewegung erzählt, die Bühne und dann eben auch der Raum der Bühne erzählt und dann eben auch so diese natürlichen Elemente wie Erde in dem ersten Stück bei diesem Frühlingsopfer, dann das Wasser bei Vollmond, da passiert einfach was.
Christian:
Und wie du sagst, da werden Emotionen erzeugt durch vermeintlich wenige Mittel. Und was auch noch bemerkenswert ist, weil das der Film ja auch erzählt oder die Menschen aus dem Ensemble das irgendwie auch so andeuten.
Christian:
Das habe ich dann auch später noch mal bei der Recherche gelesen, dass Pina Bausch auch gar nicht an vermeintlich normschönen Tänzerinnen und Tänzern interessiert war. Dass da auch die in Anführungszeichen ältere Semester auf der Bühne tanzen. Das ist ja klassisch, irgendwie wahrscheinlich mit 29 bist du durch mit dem Thema Ballett, weil danach geht nicht mehr viel und nur junge Menschen auf die Bühne irgendwie geholt werden. Und bei Pina Bausch ging es halt viel mehr darum, auch Charaktere, auch sagte sie selber ja glaube ich auch irgendwie, dass sie, also dass sie erstmal interessiert sein muss an ihren Tänzenden und dann ja auch so eine Art Sinnsuche, Persönlichkeitssuche in dieser Arbeit stattgefunden hat. Ich erinnere mich an eine Tänzerin, die auch sagte, ich war am Anfang viel zu schüchtern und hatte immer den Eindruck, ich mache irgendwas falsch und Pina ist sauer auf mich. Und dann haben die sich aber irgendwie, und Pina hat das wohl irgendwie mit so einem Satz oder mit einer Frage irgendwie aufgelöst und auf einmal sind da irgendwie die tollsten Bewegungsabläufe entstanden. Das ist also auch eine ganz eigene Art zu arbeiten und eben auch ein ganz.
Christian:
Ein bewusst angelegtes Ensemble und das fand ich halt auch schon so faszinierend zu sehen, dass das halt keine, also das sind alles wirklich beeindruckende Körper, die da auf den Bühnen stattfinden, keine Frage, weil wer auf dem Niveau tanzt und sich bewegt, sieht entsprechend aus, aber es ist, also mir ist das auch aufgefallen, Dass da Menschen tanzen, die in einer klassischen Filmästhetik gar nicht mehr die Hauptrolle bedienen würden. Und das fand ich auch faszinierend.
Christian:
Um da vielleicht den Bogen nochmal so ein bisschen größer zu schließen. Also ich finde den Film sehr stimmig. Also mir ist nur erstmal aufgefallen, der Film liefert selbst wenig Einordnung und nimmt mich, das ist ja oft so das Ding bei Dokumentation, habe ich einen Berührungspunkt mit der Materie, kenne ich mich aus, für wen ist die Doku? Eine gute Doku schafft es ja alle an die Hand zu nehmen und zu sagen, hey, du wusstest noch gar nicht, dass das Thema interessant ist, aber ich zeige dir das in den nächsten 90 Minuten oder in der nächsten Staffel oder wie auch immer. Und ich glaube, dass der Film das durchaus tut, aber wie eben die abwesende Protagonistin, wie eben Pina Bausch, das Ganze versucht, so, ich sag mal, so roh wie möglich zu vermitteln.
Christian:
Und bei mir war es dann so, dass ich dann im Nachgang bei der weiteren Recherche zur Person Pina Bausch und zu den historischen Entwicklungen und zum ganzen Drumherum, was der Film nicht liefert, dann auf einmal, glaube ich, im Kopf gemerkt habe, was der Bauch beim Schauen des Filmes gespürt hat. Also die Intuition habe ich dann in der Recherche sozusagen niedergeschrieben, wiedergefunden. Ja, natürlich, ja. So denkt Pina Bausch über ihre eigene Arbeit. Genau das gleiche Gefühl hatte ich beim Schauen auch, aber ich hätte es selber nicht reproduzieren können. Ich hätte selber nicht diese Worte finden können. Aber wenn sie sagt, mich interessiert nicht, wie sich die Leute bewegen, sondern was sie bewegt, Und das ist auch der Film und das vermittelt auch der Film, aber er vermittelt es eben nicht so, dass du das selber oder dass ich das selber formulieren konnte nach dem Film.
TeeJay:
Und damit finde ich, hat dieser Film vieles richtig gemacht. Jetzt haue ich auch nochmal einen raus, weil du das Ensemble so schön beschrieben hast. Das ist nochmal ein Punkt, den will ich auch nochmal rausstellen, weil ich finde, das ist einfach wert, rausgestellt zu werden. Gerade in Zeiten, wo, ich bin mal vorsichtig, die Diversität an Schauspielern, die so das allgemeine Schauspielerbild bei vielen Kinogängern prägen, sehr zu wünschen übrig lässt. Und was ich sehr schön fand, bei diesen Typen an Schauspielern, das meine ich jetzt auch wieder sehr positiv, aber das werdet ihr gleich merken, weil ich das Folgende sage, ist, ich habe diese Menschen als Schauspieler wahrgenommen, aber ich habe sie auch als Menschen wahrgenommen. Das war für mich so etwas, diesen Klick, den habe ich immer nur sehr selten, wo ich dann einfach sage, ich finde nur mal so als Beispiel, weil da mir gerade nach vorne kommt Ryan Gosling, da ist ja jetzt in einem Film gerade mit ihm wieder der und so weiter, wo ich auch sage, ja, aber ganz anderer Film. Aber wir reden jetzt hier einfach nur mal über das, was Menschen...
TeeJay:
Verkörpern, das, was sie transportieren, wenn die Kamera an ist und das, was wir wahrnehmen, so wie wir sie wahrnehmen, wie wir über Authentizität denken, ja, und was sie uns vermitteln und das fand ich, sehr stark bei diesem Film, vielleicht und ganz bestimmt auch der Tatsache geschuldet, dass der Film so ist, wie er ist und dass er eben halt nicht erzählt und dass halt ein Tanztheaterfilm ist unser, aber das ist doch egal, das ist doch in dem Moment egal, er Naja, es sind auch Schauspieler, er erzählt eine Geschichte, er nimmt uns mit in diese Welt der Geschichte und ist für mich ganz besonders wertvoll und vielleicht ist das auch eine Eigenschaft, die manche Menschen in sich tragen, jeder etwas, vielleicht jeder, nicht mancher, jeder Mensch, aber der eine stärker, weniger stark ausgeprägt ist, selber die Geschichte zu erzählen, die man dort sieht. Also ich wusste lange nicht, dass beispielsweise ein Stück tatsächlich Frühlingsopfer heißt. So, und ich wusste auch lange nicht, dass da irgendwie, und jetzt haben wir es ja verraten, aber das Spannende ist vielleicht auch, dass gar nicht erst einmal.
TeeJay:
Zu wissen, worum es geht, sondern einfach erst einmal sein Gefühl sprechen zu lassen, worüber wir die ganze Zeit geredet haben und vielleicht auch zu erzählen und dann sich vielleicht vorzustellen, worum geht es denn eigentlich in dieser Geschichte. Und dabei glaube ich, es ist gerade Pina und Wim, jetzt hört es sich beinahe so an, als wenn das meine Dudes-Freunde sind, die hier noch so setzen, ja, völlig egal, vielleicht an der Stelle, wie unsere Geschichte, wie die Geschichte heißt, sondern dass wir uns eine ausdenken und dass wir hier sich vielleicht abgleichen mit dem, was wir gesehen haben. Und jetzt bin ich natürlich ziemlich hehren in meinem Gedanken dessen, was so ein Film vielleicht erreichen soll. Aber über uns und über unseren Alltag und auch über unseren Umgang mit Situationen nachdenken, reflektieren, die wir dort vielleicht gesehen haben und die wir hinterfragen dann einfach mal. Ob das in Zukunft, ob wir vielleicht irgendetwas anders sehen, Ob das etwas an uns ausgewirkt hat, wo wir, wo du, wo ich, wo der Filmzuschauer, die Zuschauerin gesagt hat, Mensch, das hat mich reifer gemacht in gewisser Weise.
TeeJay:
Und das sind so Ebenen, da kann man ganz viel, aber das ist doch, ich finde sowas ist in der DNA dieser Filme angelegt. Im Gegensatz zu klassischen Narrativen, du kennst sie selber, diese übliche Handlungsablauffolge von geläuterter Held und Heldenreise und so abbilden, was ein ganz universelles Thema ist, ist es einfach schön zu sehen, dass es offensichtlich Filme gibt, die einen großen Freiraum lassen.
TeeJay:
Und um da mal die Brücke zu schlagen, ist es auch kein Wunder, also wenn so Gedanken zur Meta-Ebene des Films vielleicht, da kannst du dann auch wieder nochmal mit einhaken und dann vielleicht auch so langsam in das Thema 3D an sich nochmal zu gehen und wie du und wie ich uns so gesprochen haben, ist, dass Tanz also eine Sprache des Körpers ist und so 3D ist Vermittler dieser Sprache. Oder wenn das zeigt uns damit, der Film kann natürlich Tanz nicht ersetzen, aber er kann ihn anders erfahrbar machen. Und 3D wird zum Medium der Empathie, Nähe, Distanz, Berührung, Raumspannung. Und das, finde ich, sind so ein paar Punkte, da sind wir jetzt ein bisschen auf der Meta-Ebene, aber die schlagen für mich auch so ein bisschen diese Brücke. Warum es, offene Frage in Richtung Christian wieder, es eine gute Idee war, diesen Film empfohlen zu haben im Rahmen einer 3D-Unit und dass du dir.
TeeJay:
Ich sag das jetzt so im tiefen Abenzug, die Meta-Quest mal wieder herausgekramt hast, so Meta groß geschrieben und die Quest 3 aufgesetzt hast, um meiner Empfehlung Folge zu leisten, Christian.
Christian:
Ja, ich musste auch darüber nachdenken, über den Film erstmal, über den Tanz. Du hast auch schon von Musicals gesprochen, Film-Musicals und da ist mir das ja damals auch schon immer wieder aufgefallen. Also Film erstmal als Medium ist ja nichts anderes als Bewegung. Der Film definiert sich ja, um jetzt mal medienwissenschaftlich irgendwie zu arbeiten, der Film definiert sich ja durch seine Bewegung, um dann filmisch uns auch Bewegung zu zeigen. Und Tanz ist ja nun mal eigentlich die größte Disziplin von Bewegung, würde ich jetzt mal so sagen. Und das hat mir der Film auch schon mal ohne 3D wieder gezeigt, dass das natürlich...
Christian:
Nichts ist naheliegender als Tanz zu filmen, um es als Film zu präsentieren. Das passt, das passt einfach. Der Tanz auch hier jetzt in der Form als Tanztheater, als emotionale Vermittlung, Durchbewegung, das ist Film. So in Essenz verdichtet. Wir können den Dialog weglassen, gut, die Musik vielleicht nicht, weil dann funktioniert es mit dem Tanz nicht mehr so gut, aber vieles von dem, was wir sonst im Film sehen, können wir hier rausreduzieren und das runterdestillieren und dann sind wir beim Tanz und eben auch beim Tanztheater angekommen. Das hat für mich schon mal ganz viel Sinn gemacht, so im Nachgang. Und wie du sagst, dann das Ganze noch, um das Thema 3D zu erweitern, um das Ganze nochmal in einen räumlichen Bezug zu setzen. Das ergänzt sich dann natürlich wieder sehr gut, dass dieser Tanz, der auf einer Bühne stattfindet, Tanz, der ohnehin ja den Raum braucht, um zu funktionieren. Ein zweidimensionaler Tanz ist ja irgendwie auch nicht so wirklich denkbar. Das macht schon alles sehr, sehr viel Sinn. Und da, wie du gesagt hast, saß ich mit meiner VR-Brille auf dem Kopf und kam ins Schwitzen aufgrund des Gewichts. Und ich habe ja auch so meine, ich sage mal, Hürden, die ich da überwinden muss. Also komfortabel ist das auch nicht unbedingt, aber es funktioniert.
Christian:
Und es macht auch Sinn, wie du gesagt hast, dieses Unterfangen in 3D zu vermitteln. Und eben auch, obwohl dieser Film Pina ja so einiges runterreduziert, einiges, wie soll man sagen, subtrahiert, was Film sonst irgendwie ist. Addiert er dann diese dritte Dimension dazu. Und da bin ich auch bei dir. Das unterstreicht das Ganze ganz wunderbar. Das funktioniert ganz toll. Es gab auch ganz tolle 3D-Momente. Es gab den einen oder anderen, wo ich so ein bisschen, da bin ich irgendwie nicht so ganz d'accord mitgegangen. Also was aber auch noch daherkam, das war so am Anfang, was ich schon angedeutet hatte, als die Kamera auf die Bühne quasi springt in einer Einstellung, in diesem Frühlingsopfer. Und die Tänzerin in Rot mit diesem roten Tuch den einen Tänzer ich sag mal anfleht, so habe ich das gedeutet und wir auf einmal mit der Kamera in 3D die Perspektive des Tänzers eingenommen haben. Das war für mich der klassische 3D POV-Shot, wir sind aus den Augen einer eines, ne, einer Figur auf der Leinwand sozusagen. Das fand ich.
Christian:
Auch schwierig, weil ich gerade auch am Anfang des Filmes meine Schwierigkeiten damit hatte, dass Wim Wenders als Regisseur eigene Regieentscheidungen trifft, wie er die Kamera positioniert und wo er uns mitnimmt, anstatt in Anführungszeichen einfach nur eine Bühne abzufilmen. Das fand ich gerade am Anfang, hätte ich das noch besser gefunden, weil ich ja selbst in der Lage bin, mit meinen Augen meine eigenen Regieentscheidungen zu treffen, was ich im Theater ja auch tue. Also wo gucke ich hin? Welche Präferenz sitze ich da im Publikum? Dem hat sich der Film an manchen Stellen auch verweigert. Gut, dann springt er raus. Dann geht es hier in Wuppertal auf den Straßen. Also dann sind das Inszenierungen. Dann sind das auch wieder Regieentscheidungen, die da stattfinden. Okay, fand ich aber so in den ersten paar Minuten noch irgendwie deutlicher und auch schwieriger. Aber in anderen Momenten hat das wieder ganz wunderbar funktioniert mit dem 3D. Es gab die Archivaufnahmen beispielsweise, die in 2D waren, Pina Bausch in Schwarz-Weiß aus der Zeit. Da bricht sozusagen die 3D-Optik. Das macht natürlich ganz viel Sinn.
Christian:
Und dann gab es noch so ein richtig, ich weiß gar nicht, wie das, also es ist nur so hängen geblieben. Es gab so ein Diorama, vor dem zwei aus dem Ensemble irgendwie standen und per Tricktechnik ist irgendwie die Bühne in dieses Diorama so gesetzt worden, dass dann quasi in Miniaturform die anderen aus dem Ensemble auf der Bühne getanzt und gespielt haben. Und das war in 3D dann nochmal wirklich so ein Sahnehäubchen zu sehen. Also die beiden standen quasi so gebeugt vor diesem Diorama und ah ja, hier die Bühne Kaffee Müller und weißt du noch, und wie wir die Requisite und der Appiner wollte erst, dass da viel weniger oder viel mehr auf der Bühne stattfinden. Und du siehst diese kleinen Figürchen da tanzen. Das war wirklich großartig.
TeeJay:
Da wollte Wim eine Hommage wahrscheinlich an James Cameron von Wim Wenders. Ich kann auch mal ein Special Effect einbauen.
Christian:
Aber es war wirklich gut.
TeeJay:
Nein, das ist auch so.
Christian:
Ein starker Moment. Also die Bühne eben auch so als dieses Diorama mit diesem quasi göttlichen Blick von oben. Es war wirklich sehr, sehr stark. Sehr, sehr gut. Ja, und dann natürlich so noch andere Momente. Also diese Fahrt in der Schwebebahn in 3D ist natürlich fantastisch. Also nur echte Schwebebahn ist noch besser. Das war auch klasse. Überhaupt natürlich auch diese Räumlichkeiten außerhalb des Theaters, also die Stadt auch irgendwie einzufangen. Damit natürlich auch Pina Bausch und ihr Tanztheater auch nochmal zu verorten. Also die Wirkungsstätte nicht nur als Dispensier, Bretter der Bühne zu definieren, sondern auch vor den Toren dieses Theaters. Was passiert da? Ja, da fahren die Autos auf der Straße und die Schwebebahn schwebt hinüber und davor wird getanzt, da drinnen wird getanzt, dahinter, daneben wird getanzt. Das war alles sehr, sehr, sehr großartig. Und dann eben auch so diese Stücke in den Parkanlagen und so, das war alles sehr... Sehr, sehr, sehr stark. Und ja, auch da dann wieder, wenn das der da inszeniert, der das Ganze aus dem Theater rausholt, das fand ich dann wieder eine starke Entscheidung.
TeeJay:
Ja, damit sagt er ja im Grunde genommen auch Tanz in die Welt. Also Tanz ist etwas, was unter Menschen, unter Leute kommen muss. Das findet nicht isoliert nur auf der Bühne statt. Das hat eine Berechtigung, ja, mitten in uns zu sein und hat seinen Raum und Platz und will halt gesehen werden auch. Und das finde ich eben halt auch so, wie du gerade sagtest, auch ein Aspekt. Und ich glaube, ganz zuletzt gab es diese Szene auf einem dieser Abraumhalden, wo du dir nicht sicher warst, ob das jetzt in Wuppertal war oder nicht. Aber das ist auch egal, weil ansonsten spielt der Film wirklich in Wuppertal, ist eine Liebeserklärung in diese Stadt und nimmt also auch da den Bogen mit. Ja, spielt nicht in irgendeiner Metropole. Pina Bausch hätte ja auch sagen können, die Außenaufnahmen, die machen wir schicker irgendwo. Ja, irgendwo eine angesagte Location.
Christian:
Und dann Eiffelturm.
TeeJay:
Was auch immer, ja, genau. Und einfach nochmal so dieses kosmopolitische Event heraus, hat sie gar nicht nötig, sondern sie sagt, das ist etwas, womit sie sich definitiv verbindet. Und was dich vielleicht auch, ich sage ja nicht, dass du jetzt jeden Tag meditierend vor dem Pina Bausch-Tanzzentrum da jetzt sein musst, aber was, glaube ich, einfach sehr gut für die Identifikation, ja, und auch für die, das hat halt einen gewissen kulturellen Stellenwert und den darf es haben und den soll es auch haben und der ist verankert in diesem Film auch und deshalb ist es auch für mich so, zwei Punkte, warum halt dieser Film Pina bleibt, warum der einfach bleibt und nicht nur, weil das eine Hommage an Pina ist, sondern es ist halt kein Film über Tanz und das ist mir nochmal aufgefallen, wenn ich jetzt diesen ganzen Film einfach mal nehme, den ganzen Film als Charakter, als Schauspieler, als eigene Person, dann ist mir irgendwie aufgefallen, der ganze Film tanzt mit mir. Es sind nicht nur die Stücke, Das ist nicht nur ein Ausschnitt, natürlich die Stücke in den Stücken tanzen und so weiter, haben wir drüber gesprochen. Aber der Film an sich ist eine einzigartige, und das 3D in diesem Film macht ihn zu einer richtigen körperlichen Erfahrung.
TeeJay:
Und das ist für mich vielleicht dieses Fazit in diesem Film, der in idealer Weise dieses technische Thema, der warum 3D, warum Brille, das Kritische auch und dieses, warum wir hier den gleichen Begriff verwenden, nämlich stereoskopisches 3D, aber in zwei völlig unterschiedlichen Ausprägungen. Einmal das Mainstream-Blockbuster-behaftete 3D und jetzt einmal wirklich das mit Pina durch diese Tür gehen und sagen, was vermag uns 3D künstlerisch tatsächlich zu vermitteln. Und da komme ich dann wirklich so für mich zu dieser Aussage, dass dieser Raum, diese Tiefe, dass all die Aspekte, über die wir jetzt in der letzten knapp anderthalb Stunden gesprochen haben, dass das 3D das Fundament ist, das den Film zum Drehen, zum Tanzen, zum Bewegen bringt, als solches. Und die einzelnen Szenen, der Inhalt des Films sind natürlich die Bausteine. Aber das Fundament ist wie eine große 3D-Drehbühne.
TeeJay:
Der diesen Film im Grunde genommen erst bewegt. Und das ist etwas sehr Wertvolles und das ist auch für mich ein Argument für die Bedeutung und für das Merkmal der Sinnhaftigkeit für Stereoskopie im Film.
Christian:
Es wäre so spannend, den auch nochmal in 2D irgendwie zu gucken. Ich weiß nicht, ob du das mal gemacht hast.
TeeJay:
Hatte Daniela schon im Vorgespräch, da wollte ich nochmal drauf, sie hat ja so ein bisschen auch, dir auch mal so den Tipp gegeben, knuffig in die Seite, ich hab den mal gesehen irgendwie und sie hat den in 2D gesehen.
Christian:
Oder? Sie hat den in 2D gesehen, ja, sie fand den auch in 2D stark, so keine Frage, aber, ich hab jetzt selber gar nicht den direkten Vergleich, das wär auch nochmal ein spannender Gegensatz, aber genau, du warst gerade auch dabei, diese Brücke zu schlagen, 3D und da wollten wir auch ein bisschen nochmal drüber sprechen, Da hast du auch ein bisschen mehr Seherfahrung, aber 3D nicht nur, oder 3D-Film, 3D-Kino, 3D-Heimkino, nicht nur für klassische Narrative irgendwie zu sehen, sondern da bietet sich ja auch noch ein großes Feld. Vielleicht, das war auch so ein bisschen meine Frage, meine Überlegung, wenn wir jetzt wieder so ein bisschen die Tür aufmachen, in welchem Zustand befindet sich das 3D-Kino, das 3D-Heimkino. Also Kino und Heimkino sind ja, sag ich mal, zwei Orte, wo 3D-Film stattfinden kann. Aber wenn wir jetzt, ich weiß nicht, ob Dokumentation das richtige Wort ist, aber... Quasi der Gegenraum, die Gegenbewegung zum Blockbuster, zum Erzählen den Film, zum Zeigen den Film, um es vielleicht mal so blumig zu formulieren. Da gibt es ja auch noch eine ganze Menge. Da hast du, glaube ich, auch noch ein paar Sachen gesehen. Ich habe auch noch mal ein bisschen recherchiert, was gibt es denn so im eher dokumentarischen Bereich in Sachen 3D. Aber du hättest mir mal erzählt von ich muss mich konzentrieren von Kraftwerk nicht Kraftklub, Kraftwerk die haben es ja auch noch.
Christian:
So eine ganz unbedeutende Randerscheinung der Musikszene so ein lokales Phänomen hier stimmt, kann man nicht aus Wuppertal aber ja.
Christian:
Nee, natürlich Kraftwerk, die, und jetzt korrigiere mich da gerne, ein Konzert glaube ich auch schon live irgendwie in 3D vermittelt haben.
TeeJay:
Du hast das eigentlich auf den Punkt gebracht. Ja, also Kraftwerk, wir sind die Roboter, also die genau, wir reden jetzt über, was wird auch mal Superlative bei Kraftwerk, wenn es um die deutsche Band geht, die im Grunde genommen ein ganzes Genre, oftmals sagt man das Genre der Tech, der elektronischen, der Techno-Music initiiert haben. So die, ich glaube auch mit immer, jetzt musst du mich vielleicht korrigieren, aber immer wieder gerne als die bekannteste deutsche Band mit im Ausland, vor allem in den USA genannt werden und offensichtlich von ihrer Strahlkraft nichts verloren haben, sind ja mit ihrer, mit ihrem sogenannten 3D-Katalog, die Herren, die ja mittlerweile auch etwas in die Jahre gekommen sind und auch ja nicht mehr in Erstbesetzung, aber egal, Kraftwerk ist ja auch mehr ein Projekt, als dass es tatsächlich eine feste Gruppe ist, wie wir vielen Gruppen die Jahrzehnte irgendwie so aktiv sind, wo man dann sagt, die hatten zwar schon die Werte, also Gruppenmitglieder, aber, Grafweck ist auch, es gibt so eine wunderschöne Art der Dokumentation, da sieht man, sind eigentlich mehr ein Kunstwerk mittlerweile auch für sich. Da sind wir wieder beim Thema kulturelle Bedeutsamkeit und Kunstwerk. Ja, und die haben tatsächlich eine, sind immer noch auf Tour, auf Welttour, auf Deutschlandtour, regelmäßig mit ihrem 3D-Katalog und die haben sich als.
TeeJay:
Besonderen visuellen, als besonderen visuellen Stilelement überlegt, dass sie, das passt ja eigentlich auch zu ihren Musikvideos und Clips und ihrer wahnsinnigen Soundanlage, ich habe es nie live gesehen leider, da haben sie eine große Leinwand und dort laufen dann ihre Musikclips unterlegt mit Animation, mit all dem als 3D-Performance ab. Das heißt, sie selber sind auf der Bühne und dann hast du eine große Leinwand, so das ganz Klassische oberhalb der Bühne. Dann bekommt jeder seine, die habe ich auch noch nicht in meiner Sammlung, ich habe nur eine Arte-Pappbrille gerade hier liegen, aber nicht die Kraftwerk-Pappbrille. Die bekommt dann der Zuschauer auf und kann dann parallel zu der Musik diese entsprechenden Musikclips, diese Ausstaffierung der ganz unterschiedlichen Clips, die da einfach ablaufen, Sequenzen dann in 3D anschauen. und genau.
TeeJay:
Und dieses Konzert, das ist wohl ein Mitschnitt mehrerer Konzertorte gewesen. Ich glaube, unter anderem die Tate-Galerie war das auch. Sie sind ja wirklich auch kulturell sehr, sehr, es war, glaube ich, die erste Band, wenn ich das richtig aus der Dokumentation erinnere, die in der Tate-Galerie in London, war das London, glaube ich, aber dort aufgetreten ist. Das wurde halt mitgeschnitten und im Rahmen einer schönen Collector's Box dann tatsächlich auf 3D Blu-ray veröffentlicht. Also du hast zwei Versionen in 3D, einmal sozusagen, wo man hin und wieder Kraftwerk auf der Bühne performen sieht, also aus dem Zuschauerraum heraus und dann Schnitte in den Clip hinein. Oder du hast auch die Version, wo du Kraftwerk nicht siehst, sondern wirklich nur immer die entsprechend zu den Musikstücken gestalteten, inszenierten Clips. Da sind wir natürlich auch wieder bei dem Thema, das war ja das, was du gerade so ein bisschen angesprochen hattest.
TeeJay:
3D im Mainstream-Kino ist eigentlich mehr die Konsequenz aus der Tatsache, dass auch in den 80er, 90er das 3D in Präsentationsform niemals verschwunden war, sondern es wandelte sich immer und es wurde irgendwann im Grunde genommen, Hört euch den Avatar-Podcast gerne nochmal an, durch die technische Innovation, getrieben auch von James Cameron, war die Zeit mal wieder reif, es einem breiteren Publikum als Plattform Kino zu transportieren. Aber er stand im Grunde genommen nur auf den Schultern von Riesen, wenn man so will, weil 3D-Zeit, ich müsste mal gucken, ich habe so ein schönes Buch, da sind auch die Anfänge drin, die erste Stereofotografie schon weit zurückliegt im Ende des 19. Jahrhunderts. Also diese Sehnsucht des Menschen offensichtlich, die 3D-Welt, die sie draußen täglich umgibt, auch innerhalb von Kunstformen, von Fotografie, von denk-an-perspektivischer Malerei erlebbar zu machen und abbildbar zu machen, ist offensichtlich eine Art Urbedürfnis in der Kunst. Und deshalb gab es ganz viele Ausprägungen. Kraftwerk war jetzt eins, was ich auch total gelungen finde. Also wenn man so dieses Zusammenspiel wieder hat, zwischen Performance, zwischen Art, zwischen Musik und das Ganze dann auch noch umhüllend irgendwie, wer kann mal mit Dolby Atmos, mit allem drum und dran, dann bist du halt in einem Erlebnisraum drin.
Christian:
Ja.
TeeJay:
Und das sind natürlich so Formate, wollen wir es vielleicht einfach mal so nennen, ja, die Ausprägung dieses 3Ds, wo, also zumindest wenn ich, sehr selten, dass ich mal so Besuch dann auch habe, aber wo wir so drüber reden und ich mal sowas zeige und sage, das ist schon etwas, was dieser Performance, was diesen Inhalten einfach wirklich etwas hinzufügt. Das dann, wenn man es nicht mehr sieht, wohl vermisst. Und was dann so eine ganz starke, immersive.
TeeJay:
So ein ganz starkes Immersives Momentum in sich trägt und unheimlich dazu beitragen kann, dass mehr transportiert wird als vielleicht das beste Beispiel, wenn man Musik in Stereo oder einen Film in Stereo hört und auf einmal hat man so einen Surround, immersiven Klang um sich herum und sagt, wow, Das ist ja gar nicht so, das klingt ja cool irgendwie. So jetzt kommt hinten was und ich habe so die Atmo über mir und you name it. So und das sind natürlich einfach Stilmittel. Bestes Beispiel der gerade in Produktion befindliche neue Film von Wim Wenders ist ja über den Architekten Peter Zumthur. Da geht es um Architektur. Auch wieder natürlich sehr prädestiniert und ganz viele Beispiele, weil wir heute ja wirklich so, wir haben ja so einen kleinen Tanzfilm besprochen eben gerade. Das war ja Pina irgendwie. Also wir sind offensichtlich in einem Bereich jetzt angekommen, wo wir wirklich 3D als...
TeeJay:
Das muss man, glaube ich, gar nicht so sehr über den, ich glaube, nicht über den grünen Klee loben, sondern 3D ist ein ganz natürliches Element, das in Performance, in die Gesamtdarstellung, ja, das, was es zeigen will, einfach mit dazugehört, Punkt, aus. Und wenn du mal ein Auge zumachst, der 3D-Effekt fällt dann weg, dann merkt man auf einmal, nee, da fällt eine komplette Bedeutungsebene, Wahrnehmungsebene wirklich weg. Und ich merke einfach, jetzt wird es irgendwie flach.
Christian:
Ja, du hast auch gerade von Erlebnisräumen gesprochen. Ich hatte jetzt gerade eben nochmal ein bisschen recherchiert, was gibt es denn noch unter dem Stichwort Dokumentation? Welche 3D-Dokumentation? Was ist da denn so los? Und dann habe ich mich nochmal ein bisschen so durch die IMDb, da waren dann die ein oder anderen Top-Listen irgendwie und Pina dann irgendwie auf Platz drei oder zwei oder vier und hier von Werner Herzog, von der hattest du mir auch erzählt, die Höhle der vergessenen Träume. Wohl auch ein ganz starkes 3D-Dokumentationsprojekt, aber in dieser Liste tauchten einfach auch viele, ich glaube zeitlich auch so Anfang der 2000er, so die Nullerjahre als Jahrzehnt von so, ich sag mal so Space-Dokus, Tier-Dokus, Natur-Dokus. Und da musste ich mich auch gerade daran erinnern, als ich zum Beispiel in den USA unterwegs war, in Washington DC im Technikmuseum. Da lief auch.
Christian:
Also da liefen so ein paar IMAX-Space-Dokus so in, ich will nicht sagen in Dauerschleife, aber so im Rahmen des Museums hast du auch so dein kleines Kino. Ich habe es da nicht reingeschafft, da fehlte ein bisschen die Zeit, würde mich aber auch nicht wundern, wenn das auch in 3D erlebbar ist. Dass man sagt, ja, so im Rahmen von Museen, von Ausstellung, von Wissensvermittlung und da komme ich jetzt wieder ein bisschen mehr über die Flanke von VR, das ist ja so ein bisschen mein Bereich, in dem ich auch unterwegs bin.
Christian:
Halt eher aus dem Gaming-Bereich kommend, wo aber auch da spannende Dokumentationsprojekte, die versuchen einfach Räume über VR erlebbar zu machen. Wo dann auch so die ganzen Grenzen verschwimmen, wo es halt so wunderbar transmedial irgendwie auch wird, wo du nicht mehr weißt, ob du jetzt spielst oder lernst oder erlebst oder siehst, ist egal, ist alles irgendwie so ein Ding, also was im Raum sich dann erlebbar macht. Und das, finde ich, sind alles sehr, sehr spannende Bereiche. Da geht es dann auch weniger um klassische Erzählung. Da ist auch eine ganze Menge rauszuholen. Das Stichwort Konzertfilme ist, glaube ich, auch sehr spannend, was du jetzt gesagt hattest mit Kraftwerk. Ich erinnere mich, ich habe selber noch keine Apple Vision Pro aufgehabt, habe es auch nicht vor, aufgrund von, also da.
TeeJay:
Gab es einen Sturz irgendwie, von dem wir nichts mitgekriegt haben? Ist die jetzt bezahlbar für uns? Ich wollte gerade sagen.
Christian:
Also so viele Einnahmen über das Plus-Abo kann ich hier gar nicht generieren, damit sich das lohnt. Also das ist ja wirklich Wahnsinn. Aber ich verfolge das natürlich als Technikjournalist, der ganz stark im Apple-Bereich unterwegs ist. Und ich finde das so spannend, weil in dem Bereich, also Apple versucht ja dieses Immersive, ein immersives Format voranzubringen. Und da sind eigentlich genau die Dinge, die wir schon erwähnt haben, die ist Apple da auch so ein bisschen durchgegangen. Einer der ersten, ich glaube, so Demo-Bereiche war ein, naja, Konzertmitschnitt ist es nicht, aber ich glaube, so ein Kurzfilm mit Alicia Keys, die einem quasi ins Gesicht sinkt. Und dann gab es vor ein paar Monaten oder vor einem Jahr oder so zwischendurch auch mal so ein Metallica-Konzertmitschnitt. Ich glaube, so 30 Minuten lang, zwei, drei, vier, fünf Tracks oder so, die aber auch in diesem, Und das ist nochmal was anderes als 3D-Film, weil in dem Bereich kannst du wirklich deinen Kopf drehen, der Edward Berger.
Christian:
Der im Westen nichts Neues für Netflix gemacht hat. Hier Conclavo zuletzt, glaube ich, auch bei den Oscars. Ich weiß gar nicht, ob der jetzt noch wieder was Neueres hatte. Aber der hatte zwischendurch auch einen mittellangen Film, so der erste Spielfilm in diesem Immersive-Format mit und für Apple produziert. Irgendwie so ein Action-Titel, U-Boot-Setting und das U-Boot geht irgendwie unter. Und ich habe nur Diskussionen gehört von Leuten, die das geschaut haben und fand es so bezeichnend. Da ist nämlich auch wieder der Bogen, jetzt zurück zu Pina zu schlagen, von jemandem, der das, also der sich das angeschaut hat und dann auch im Podcast darüber gesprochen hat, der gesagt hat, hey, mich erinnert das ans Theater. Dieses Immersive Format, ja, also immersives Filmemachen, ja, wo du wirklich deinen Kopf drehen kannst, hochgucken kannst, das arbeitet dieser Film, dieser Kurzfilm von Edward Berger oder mittellange Film, der geht glaube ich 30 Minuten oder so, der arbeitet auch mit einer festen Kamera. Das ist auch eine der ersten Feststellungen so in diesem Bereich. Wenig Kamerabewegung. Und das haben wir hier ja, glaube ich, auch. Wir haben ja auch bei Pina eigentlich wenig Kamera, glaube ich, die sich mitbewegt. Klar, wir haben Schnitte so, aber gerade dieses neue immersive Format lebt auch von diesem Theaterfeeling, bei dem du jederzeit deinen Blick ändern kannst und eben auch nicht von einer.
Christian:
Zu starken Kameraarbeit noch beeinflusst wirst. Was das Ganze wieder eher wie ein Theaterstück im Raum erlebbar macht. Und das fand ich sehr, sehr spannend, weil das war ja auch immer wieder mein Punkt in diesen Auseinandersetzungen, dass ich glaube, dass.
Christian:
Eine der möglichen zaghaften Weiterentwicklungen, Neuentwicklungen in diesem Bereich eben dieses immersive Filmformat sein könnte. Was eben über die Apple Vision Pro gerade versucht wird, so ein bisschen anzustoßen. Und ja, es fehlen die Ausspielräume, es fehlen die Geräte, es ist die Nische in der Nische in der Nische, also noch kleiner geht es fast gar nicht, aber es ist natürlich spannend zu sehen, was da versucht wird in dem Bereich und wo sich das hin entwickelt und das sehe ich dann auch wieder so als Fortführung von, also da kommen irgendwie 3D und VR so ein bisschen zusammen, so aus beiden Seiten und das ist so ein bisschen so eine neue Schnittmenge, die sich da irgendwie auftun könnte. Also aus dem 3D-Film und aus VR-Erlebnissen so einen immersiven Film irgendwie zu schaffen, dieses immersive Format zu schaffen.
Christian:
Das ist auf jeden Fall auch sehr, sehr spannend. Und alles oder besonders stark im, ich sag mal eher zeigenden statt erzählenden Formaten, das finde ich auch bemerkenswert. Dass da, ja, also da könnten wir nochmal wieder die nächsten drei Stunden aufmachen. In welchen Orten findet das denn statt? In welchen Medien kann das ausgespielt werden? Wo findet das wie statt? Aber es ist, finde ich, nochmal eine ganz wichtige Flanke mitzudenken bei dem ganzen 3D-Thema, dass eben nicht nur James Cameron als großer Action-Blockbuster-Feuerwerker, sondern dass das Ganze eben auch, so wie hier bei Pina in so einem, ja, ich sage jetzt mal, in so einem dokumentarischen, zeigenden, erlebbaren, fühlenden Kino irgendwie auch möglich ist. Das finde ich ganz spannend.
TeeJay:
Also ja, ich kann ganz viele Sachen, und ich glaube, wir werden heute bei Weitem nicht, wunderbar, wir werden jetzt bei Weitem nicht alles wieder ausdiskutieren, besprechen können, aber lass mich nochmal ganz kurz da hinzufügen. Ich wäre auch sehr enttäuscht, lieber Christian, und ich hoffe, ihr da draußen auch, Auch wenn jetzt die sogenannten, hört, hört, ich habe mir mal so einen interessanten Begriff gemerkt, weil ich ihn interessant urteile selber. Also wenn die sogenannten Verticals ja jetzt so das letzte Unterhaltungsmedium-Format sind. Ich muss wirklich ein bisschen zu abhängen, das sind ja diese, also für euch da draußen so Verticals, Christian, ich weiß nicht, was ich gut erkläre, das sind einfach, ich nenne es nochmal Experimente, die in den USA, zum Beispiel Disney oder auch andere Staaten, die dafür ausgelegt sind, dass man das Handy, sein Smartphone vertikal hält. Also nicht mehr horizontal, so in einem 16 zu 9, 16 zu 10 Format, wie man es kennt, wenn man vor seinem Computermonitor im Kino sitzt oder meinetwegen das Handy halt richtig rumhält, wenn man einen Film anschaut, sondern eben um 90 Grad gedreht vertikal.
TeeJay:
Dann denke ich mal, okay, also wenn solche Formate nicht nur eine Daseinsberechtigung, aber auch offensichtlich eine erfolgreiche Daseinsberechtigung anfangen zu bekommen, dann wäre ich sehr enttäuscht, wenn jetzt das traditionelle 3D im Kino, was ja aus der Steinzeit mittlerweile kommt. Ich erinnere an den Standard 2009 oder für das Heimkino 2010, 2011. Da war mal was.
TeeJay:
Da war die Welt eine andere. Da ging es dann nochmal los mit der 3D-Welle halt. Wenn das die letzte Iteration zum Thema 3D wäre, die uns tatsächlich die Technologie beschert. Aber du hast gerade sehr viele Beispiele genannt, gerade diese Immersiv-Formate. Wo man 3D sicherlich neu denken muss. Für die Leute, die schon Probleme haben, eine leichte 3D-Kinobrille aufzusetzen, ist natürlich so diese Einstiegshürde mit einer VR-Brille. Und wir wissen ja selber auch aus eigener Erfahrung, du hast es schon mal geschildert, jetzt hier und auch schon in den vergangenen Episoden. Das ist immer erst einmal ein bisschen, bis man sich da wohlfühlt und in der Brille angekommen ist und auch länger da verweilen möchte, sind sicherlich lange Spielfilmformate erst einmal mit dieser Brillengeneration eher mehr als super. Ich freue mich wieder drauf, verständlicherweise. Hinzu kommt auch noch ein Aspekt, aber da, glaube ich, reicht die Zeit heute wirklich nicht mehr, den ich so vorbereitet habe. Aber weil es ja so ein schöner Dialog bei uns ist, ich Heimkino, du 3D-VR-Kino.
TeeJay:
Was gibt es denn da generell für Unterschiede, wenn man einfach als Prämisse mal feststellen muss, dass 3D-Filme fürs Kino für eine Leinwand gemacht sind. Und ob man es glaubt oder nicht, 3D hat ja auch viel mit irgendwie so etwas wie Geometrie zu tun und auch so mit physikalischer Abbildung, wie ein Raum dargestellt wird, wie beispielsweise Divergenz, Konvergenzebenen. Ich will nicht zu technisch werden, sonst wollen wir auch mal langsam aussteigen, sonst verlieren wir hier wirklich noch die Leute. Aber das sind alles so Sachen, was ich damit nur sagen will, da gibt es offensichtlich Unterschiede, die dazu beitragen können, dass du, lieber Christian Piener, stereoskopisch anders wahrgenommen hast als ich beispielsweise. Da kann man sich natürlich die interessante Frage stellen.
TeeJay:
Wie hast du das wahrgenommen wie ich? Und liegt ein Teil dessen, weil er auf dich so gewirkt hat, vielleicht in der Tatsache begründet, dass du keine Leinwand hattest, sondern eben halt eine VR-Brille. Aber das nimmt nicht weg, Bogen noch einmal wieder zurück. Ja, dass es doch ganz besonders spannend ist, haben wir auch schon mal so ein bisschen in den Episoden vorher angefangen zu beleuchten. Und das wird uns immer begleiten, weil das etwas ist, was sich entwickelt Und was natürlich auch im Fluss ist, weil die Brillen im Fluss sind, vielleicht weniger VR, wieder mehr AR, dann kommen AR-Brillen mit VR-Qualitäten, die können wieder 3D und so weiter und Disney Plus endlich auch auf der Meta-Quest in 3D ihre Filme mal anbietet und nicht da, egal, so, ja, könntet ihr also auch mal den von dir sehr geliebten James Gunn Superman hier auf Disney Plus in der VR-Belle in 3D sehen, wer weiß. Also, da ist ja sehr, sehr viel im Fluss und was wir hier versuchen und ich auch immer wieder mal vielleicht technisch ein bisschen ausgefeilter, jetzt einfach nur mal so ein bisschen in so einer Übersicht und in so einer Diskussion mit dir.
TeeJay:
In so einer Lockerin, ist auszuloten, was das Ganze einfach bedeutet. Denn, das habe ich, glaube ich, schon öfter zum Schluss hin gesagt, ich will nicht das letzte Wort, aber was uns letztendlich verbindet, ist die Liebe zum Film oder die Liebe zu einer, also ja, Pina zu einer großen Bandbreite an Erzählmöglichkeiten, an Darstellungsmöglichkeiten. Und ob es Pina ist, ob es ein Avengers ist, ob es der 3D-Katalog von Kraftwerk ist oder ob es ein immersives Format ist, das ist etwas, was uns...
TeeJay:
Ich sage mal, im besten Fall, im ungünstigen Fall, so muss ich anfangen, unterhalten will und im besten Fall unterhalten und uns mitnehmen will, uns was Neues zeigen will. Und ich freue mich immer einfach wieder, dass wir eine Technologie haben, die uns in die Lage versetzt, Bildwelten zu präsentieren, die uns beschäftigen einfach, die wunderbar, die ästhetisch sein können, also die uns einfach abstoßen, bewegend sein können. Wir haben mit Pina, glaube ich, die Bandbreite dessen, was möglich ist, ganz gut besprochen. Und da würde ich sagen, oder das sage ich nicht, ich würde sagen, das ist wunderbar, dass wir 3D im Kino haben und 3D mit VR-Brill, mit immersiven Räumen, mit Interaktionen, die da möglich sind, in der Dokumentation, in einer ganz großen Bandbreite an Möglichkeiten, dass die zur Verfügung stehen, dass wir die weiterdenken können und dass die 3D-Unit ein klein bisschen den Beitrag dazu leisten kann, sich dieses gar nicht so nischige Format, aber dieses Multilayer-Phänomen 3D, dass wir uns dem nähern und das besprechen können.
Christian:
Ja, das ist ein großes Geschenk, dieses Experiment, was wir hier machen, um auch noch mal Film anders wahrzunehmen. Und ich sag ja auch, ich grübel halt ganz viel über diese, also für mich ist eben auch so das Spannende, wo das alles so verschwimmt, wo der Film aufhört und das Spiel anfängt und wie du sagst, aus AR, VR und diese ganzen Begrifflichkeiten irgendwie so anfangen, sich aufzulösen, weil irgendwie ist so, irgendwie ist da sowas, was irgendwie auch bleibt, also was in einem irgendwie auch hängen bleibt und dann, Also um den Bogen auch zu schlagen, das hat Pina auch geschafft. Also da sind einfach Momente gewesen, die berührt haben, die mich berührt haben. Und das, obwohl ich halt irgendwie eine viel zu schwere Plastikhülle um meinen Kopf geschnallt habe und den Lüfter schon habe, Röhren hören und Akku und weißt du, das ist halt alles egal dann in dem Moment.
TeeJay:
Du hast nicht an den Konzern an sich gedacht. Das konntest du Gott sei Dank noch gerade so aus. Das dürfen wir ja mal hier sagen, hinten raus irgendwie, dass das wirklich auch einer der Gründe ist, warum uns das, darf ich das, uns so zögern lässt und so weiter. Okay, gut.
Christian:
Den Konzern blende ich genauso aus wie die Umwelt für die zwei Stunden, die ich das Ding aufhabe. Das ist aber auch nochmal ein eigenes Thema. Ich wollte aber auch noch, wo wir dabei sind, den Sack hier zuzumachen. Du hast ja schon gesagt, dass... Dass wir da auch nochmal so drüber sprechen können, der Unterschied zwischen der 3D-Projektion auf Leinwand und der Wiedergabe in so einer VR-Brille, das könnten wir, finde ich, glaube ich, hoffe ich, auch gut machen in der nächsten Auseinandersetzung, die wir als 3D-Unit vorhaben. Da steht jetzt noch kein fester Termin dahinter, aber wir werden auf jeden Fall in der zweiten Jahreshälfte uns über Hugo und über Scorsese auseinandersetzen, der zumindest, glaube ich, vom US-Starttermin dieses Jahr 15 wird, der Film. Ich bin ja auch schon 15, sag mal. 2011.
TeeJay:
Ich gucke ja immer gerne, ganz kurz Zwischenrufe, ich bin ja jemand, der bis zum Abspann im Film bleibt. Ich liebe das ja. Das ist für mich so, der Film ist durch und ein paar Mal durchatmen, womöglich noch schöne Musik. Aber was mir manchmal echt schwer fällt, wenn ich so sehe, bestes Beispiel Jurassic Park und der rollt durch. Ich habe so starke Erinnerungen an den Film im Kino damals. Öfter gesehen, die Multiplexwelle und so weiter und ich sehe 93. Und wir haben jetzt, dann denke ich immer wieder so zu lief. Das ist bei mir so, manche sehen das so bei alten Familienalben, weißt du, oh, guck mal, Konfirmationswohnung. Ich habe sowas beim Abspann von einem Film, also bin ich ziemlich, da denke ich immer, 93, jetzt haben wir 2000, zuletzt geguckt, was war 24, 25, egal. Weil du jetzt gerade sagst, 15 oder die Filme werden so langsam 30 oder 40 oder so, Jahre, die sie, Ach, schön. Irgendwie schön, aber irgendwie auch irgendwie so. Aber sie begleiten mich immer noch so wie am ersten, wenn ich die Szene, jetzt sind wir bei Jurassic Park, mach den Sack zu langsam, okay, aber die Szene immer noch so.
Christian:
Ich wollte gerade sagen, der erste Avatar ist bald volljährig, aber das springt den Rahmen auch an dieser Stelle.
Christian:
Genau, also wir kommen das nächste Mal zusammen, um über Scorsese zu sprechen und über Hugo, da bin ich auch sehr gespannt. Da sind wir denn wieder im Hollywood und erzählendem Kino und ich kenne den Film noch gar nicht, aber ich bin ja auch nach Bahnhof Mord sehr interessiert, als Scorsese doch da diese Einführung.
Christian:
Über Hitchcock und 3D, also Scorsese und 3D, da muss ich auch nochmal genauer entscheiden, deswegen machen wir das auch. Aber hier nach dieser Sendung in der nächsten Ausgabe im nächsten Monat, Das direkt anschließende nächste Thema, also wieder ein kompletter Gangwechsel, aber auch eine Fortführung einer kleinen Serie, denn es soll hier weitergehen mit Glass Onion. Das ist ja der zweite Knives Out Film. Da haben wir den ersten ja schon, ich glaube, haben wir den noch im Dezember? Ich weiß gar nicht mehr, November, Dezember? Vor kurzem haben wir ihn besprochen. Und meine Hoffnung ist ja irgendwie noch im Laufe des Jahres diese Knives Out bisher Trilogie noch durchzusprechen. Wir machen auf jeden Fall weiter in der nächsten Sendung der zweite Knives Out Film. Rian Johnson, Daniel Craig in der Hauptrolle. Wir machen da mal weiter. Ich habe den auch damals, als es da rauskam, während der Pandemie, habe ich den auf Netflix natürlich gesehen. Jetzt sind es ja Netflix-Eigenproduktionen. Das wird auf jeden Fall sehr, sehr spannend und ich freue mich. Ich freue mich, weil ich diese Filmreihe und das, was Rian Johnson da macht, sehr, sehr schätze und sehr, sehr mag.
Christian:
Genau. So, TJ, jetzt hole ich noch erstmal Luft. Ich sage erstmal vielen, vielen Dank weiterhin für die Geduld und für das, ja.
TeeJay:
Das ist mir doch ein Vergnügen, das weißt du doch.
Christian:
Immer wieder schmackhaft machen hier, diese Thematik.
TeeJay:
Und ich wollte den Leuten, ich wollte, ich habe doch zu Anfang was so, da war doch was mit Archivarbeit und Wertschätzung gesagt und ich möchte zum Schluss nochmal wieder darauf zurückkommen. Allerdings dies schon mit einer kleinen Warnung, liebe Leute da draußen. Es kann sein, dass wenn ihr euch durch das, mal eben nebenbei, das Archiv der Second Unit bewegt und ihr ältere Folgen hört, dass es dort zwei Folgen, Der eine hieß, glaube ich, irgendwie Tamino und der andere Christian. Kann das sein? Also so zwei Posts hört.
Christian:
Das war noch vor meiner Zeit.
TeeJay:
Das war vor deiner Zeit.
Christian:
Vor der Christian, vor der 3D-Christian-Zeit.
TeeJay:
Da verstehst du ja, wenn ich sage, liebe Leute, gebt Acht, da wird dann öfter mal gesagt, hey, hast du den Film schon in 3D im Kino gesehen? Und wer Tamino kennt, ist auch nicht der allergrößte 3D-Befürworter. Da habe ich mich auch schon so das eine oder andere Mal, ist leider schon ein bisschen länger her ausgetauscht. Aber auch Christian war da. Ach, ach nö, ach. Das war noch so ein schmaler Tag, also war ja noch teuer und du warst, glaube ich, noch so halb Student zu der Zeit und da war dann natürlich der 3D-Zuschlag, das war schon etwas, entweder Eiscreme oder 3D, dann wahrscheinlich lieber Eiscreme oder Popcorn, keine Ahnung.
Christian:
Ich erinnere mich noch, der erste Avengers, den habe ich neben Kino gesehen, weil ich damals gesagt habe, der läuft hier in Kiel nur in 3D. Also nur in 3D. Und ich sehe das nicht ein. Also ich will das nicht.
TeeJay:
Und in solchen Momenten, Leute, stellt euch den jetzt, Christian, einfach mal vor, die so ein paar 3D-Units hinter euch hat. Und da wäre es interessant, da draußen auch halt noch nicht abschalten, sondern kommentiert und diskutiert gerne mit uns mit. Das ist mir noch viel zu leer. Da kann gerne noch mal so ein bisschen was passieren. Wenn ihr Fragen, Anregungen, wünsche, Kritik habt oder ... Wollen wir die Arte-Pappbrille vielleicht irgendwann mal verlosen, die ich ja habe? Nee, damit ist auch keinem Gefallen getan. Es fehlt ja die Leinwand noch.
TeeJay:
Also, würde mich mal interessieren, ob ihr auch so eine 3D-Reise hinter euch habt und jetzt vielleicht sagt, oh, Pina, es ist ziemlich teuer, wenn man den jetzt nochmal so als antiquarisch bestellt. Muss man vielleicht ein bisschen gucken, dass man immer günstiger bekommt. Also von daher, ja, großes Lob an euch da draußen, dass ihr euch diesem Thema 3D immer wieder widmet, vor allem auch, der Unit, der Second Unit hier mit all diesen Formaten, das ist toll, klasse, man kann nicht alles hören, aber das sollt ihr auch gar nicht, ihr sollt ihr nur Second Unit hören, damit seid ihr, glaube ich, gut bedient, wenn es ums Thema, oh mein Gott, das hast du mir nicht geskriptet jetzt, das habe ich einfach mal nochmal so, ich bin heute richtig warm geredet, das ist doch jetzt erst gerade, nein, alles gut, haben mir riesig Freude gemacht und ich glaube mit Hugo und Scorsese, Habe ich einen guten Tipp gegeben und das ist wieder etwas, da kann ich nur sagen, erste Fahrt zum Mond, vielleicht als Vorbereitung mal gucken. Das ist wirklich eine Liebeserklärung an die Anfänge des Kinos, des Stummfilmkinos an sich. Und da kommt auch wieder so viel Tolles und Schönes zusammen, dass du, Christian, aber auch ihr da draußen es gar nicht mehr erwarten könnt, wieder mal die 3D-Unit einzuschalten. Dankeschön, Christian, dass ich hier sein durfte. Du darfst die Ballerinas wieder anziehen, wenn du noch ein bisschen Luft hast. Daniela mitnehmen, ihr tanzt noch einmal vorbei.
Christian:
Einmal durch die Puppe, genau.
TeeJay:
Und so stellen wir uns dich jetzt noch mal vor und mit ganz viel Freude sind wir auch beim nächsten Mal wieder dabei, wenn es Second Unit Time ist und bei 3D natürlich insbesondere. Dankeschön.
Christian:
Genau, und ich greife das auch gleich wieder auf, was du schon gesagt hast. Also wer die Archivarbeit, wie du so schön sagst, noch huldigen möchte und das Ganze eben auch mit dem einen oder anderen Euro, klickt euch gerne durch auf secondunitstudios.plus. Findet ihr auch alles verlinkt in den Shownotes zu dieser Sendung. Also ihr müsst noch nicht mal was in irgendein Browser eingeben, aber könnt ihr auch. Und ihr könnt auch sehr gerne secondunit-podcast.de eingeben oder durchklicken, denn da findet ihr einen Beitrag zu diesem Podcast und da könnt ihr auch sehr, sehr gerne einen Kommentar da lassen. Das ist der beste Ort, weil alles, was in Social Media passiert oder auf anderen Plattformen, das verpufft halt immer. Aber wir haben einen zentralen Ort, wenn ihr da euch weiter austauschen wollt, auch weitere Filmempfehlungen, auch 3D-Empfehlungen oder auch ganz viel Kritik loswerden wollt, warum 3D gar nichts für euch ist. Das ist der perfekte Ort, da können wir alle sehen und können wir auch alle ins Gespräch kommen. Alles ein bisschen oldschool, aber das hat schon so seinen Sinn, dass wir damals in Kommentarspalten auf Blogs diskutiert haben und nicht nur auf irgendwelchen Meta-zugehörigen Plattformen. Aber ich schweife ab. Also, wenn ihr dabei seid, sehr, sehr gut. Klickt euch auch gerne durch, abonniert diesen Podcast, egal wo ihr ihn gerade hört, egal wie ihr ihn gerade hört, unterstützt ihn sehr gerne und folgt uns auch sehr gerne auf Mastodon und oder Blue Sky und abonniert unseren Newsletter. Dann verpasst ihr auch gar nichts und bekommt auch den ein oder anderen Einblick hier hinter die Kulissen. So.
Christian:
Jetzt hole ich tief Luft. Jetzt gehe ich überhaupt nicht mehr tanzen. Jetzt falle ich nur noch todmüde rückwärts in die Schwebebahn und ab nach Hause ins Bett. Es war mir eine Freude. Vielen Dank TJ und wir hören uns dann ja eben auch hoffentlich
Christian:
bald schon wieder. Bis dahin.
TeeJay:
Mit der besten Pfeffelgie. Vielen Dank euch. Tschüss, bis zum nächsten Mal. Danke.
Christian:
Tschüss.
TeeJay:
Tschüss.