| Artist: | Second Unit Studios |
| Album: | Second Unit |
| Year: | 2024 |
| URL: | http://secondunit-podcast.de/ |
| 0:00 | Intro |
| 0:22 | Begrüßung |
| 3:32 | Danksagung |
| 4:17 | Vorverständnis |
| 16:12 | Plot |
| 18:59 | Cast |
| 24:12 | Film |
| 57:43 | 3D-Filme und das 3D-Heimkino |
| 1:42:34 | Nächste Sendung: Stromberg – Der Film |
| 1:43:45 | Abmoderation |
| 1:46:59 | Outro |
Christian:
Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe der Second Unit. Mein Name ist Christian Steiner und ich habe bei mir den Thomas, a.k.a. TJ Jaspers. Wir kommen heute in 3D zu euch und wollen darüber sprechen. Hallo Thomas.
Thomas:
Ja, Christian, das freut mich, wieder mal hier sein zu dürfen und auch natürlich einen herzlichen Gruß, hallo, muss ja beinahe schon sagen, so stereoskopische Grüße, da hätten wir ein Kunstkopf-Stereo mal produzieren sollen, ich weiß nicht, ob das der eine oder andere oder du auch noch kennst, für diese maximale Räumlichkeit.
Christian:
Ich habe gerade überlegt, was das in Audio wäre. Es gibt ja dieses Spatial Audio, was jetzt so ein bisschen gepusht wird. Oder einfach mal so von links nach rechts oder irgendwie so mal gucken.
Thomas:
Wunderbar. Ja, also vielen Dank. Ich freue mich, hier zu sein und ich kenne ja sogar noch alte Intro-Musik. Für mich klingt diese ja immer noch so halbwegs, darf man gar nicht mehr sagen, verwendet ihr auch schon seit Jahren so neu und so frisch. Ich wollte aber noch darauf hinweisen, ihr hattet auch mal eine ältere Version.
Christian:
Das stimmt, das ist schon das Update. Die aber, glaube ich, auch schon zehn Jahre alt ist oder so.
Thomas:
Wie die Zeit vergeht, was? Also vielen Dank, dass ich hier sein darf. Ich habe voll Lust, diese Sendung jetzt hier tatsächlich anzugehen und ja, also von daher schön, dass ich da sein darf.
Christian:
Ja, du bist auch schon öfter da gewesen, in der Regel zum Thema Kaiju, Godzilla und du bist ja auch Teil des Kaiju Land Podcasts und heute geht es ein, Bisschen größer daher, aber wir sind nicht im Kaiju-Genre unterwegs. Die Navi sind ja ein kleines bisschen größer als die Menschen.
Thomas:
Also es ist interessant, ob es da tatsächlich Parallelen gibt, irgendwo zu dem Film, den wir uns jetzt vorgehen. Darf ich den Titel schon mal verraten?
Christian:
Ja, unbedingt, die Leute wissen es ja eh schon.
Thomas:
Ja, das wollte ich gerade sagen. Das ist ja kein geringerer als einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Die Rede kann nur von was Blauem sein, das jetzt gerade daherkommt und Avatar, Aufbruch nach Pandora heißt. Ein Film, der immer noch als großer Blockbuster-Film in die cineastische Geschichte eingegangen ist. Und ja, man könnte jetzt beinahe sagen, du hattest das Thema Kaiju jetzt dankenswerterweise angerissen. Jetzt übernehme ich und kaper deine Sendung einfach mal. Ich mache natürlich nichts daraus. Ihr könnt dranbleiben, wenn wir ja doch was anderes brauchen. Aber es gibt doch so subtile Parallelen von Avatar in diese Kaiju-Welt. Sei es jetzt an Themen geknüpft vor allem, die da so verhandelt werden, wo man dann sagen könnte, direkt inspiriert wurde offensichtlich der gute James Cameron, ist ja der Regisseur von Avatar, nicht, wenn es um Thema Kaiju, Godzilla, Gamera und Co. Geht, aber vielleicht hat er doch mal so bei der einen oder anderen Drehbuchskizze, ich glaube auf Seite 119 war das, oben links, also ganz klein das Wort Godzilla geschrieben, als er dann sich Gedanken um die Konzeption von Avatar gemacht hat. Aber tiefer wollte ich jetzt auch hier nicht einsteigen, sonst laden wir dich irgendwann wieder zu uns sein.
Christian:
Auf jeden Fall. Und das tiefer einsteigen wollen.
Thomas:
Das war mein Werbeblock jetzt. Sehr gut.
Christian:
Ich mache aber noch eine ganz kurze, kleine Runde, bevor wir richtig einsteigen. Ich sage natürlich mal wieder Danke. Ihr könnt diesen Podcast nämlich unterstützen. Das geht bei Steady. Da könnt ihr ein Abo dalassen. Das machen auch viele, viele Leute. Vielen, vielen Dank an dieser Stelle, an alle, die das tun. Und ganz besonders an Anne und Sebastian, für die ich mich namentlich an dieser Stelle bedanke. Und ja, ihr könnt das auch tun, also klickt euch gerne durch, schaut bei uns in den Shownotes nach, da sind Links zu Steady auf der Website bei uns, secondunit-podcast.de, da findet ihr auch Banner und Links und könnt den Podcast nachhaltig bei Steady unterstützen und dafür sorgen, dass die Lichter nicht nur angehen, sondern auch wunderbar hier leuchten. Vielen Dank an dieser Stelle.
Christian:
So, wir machen das ja immer so, dass wir uns dem Film selbst nähern, den wir besprechen, über das Stichwort Vorverständnis. Also wie stehen wir zu dem Thema, was wir hier besprechen? Was sind da also unsere Seherfahrungen? Thomas, ich fange einfach mal mit dir an. Wie oft, wie hast du Avatar das erste Mal gesehen? Wie bist du mit diesem, wie du gesagt hast, Blockbuster und auch schon wieder der erfolgreichste Film aller Zeiten, wie bist du mit dem Film, mit dem Hype, mit dem Ding in Kontakt gekommen?
Thomas:
Ich wusste, glaube ich, ehrlich gesagt, gute Frage. Ich habe auch so drüber nachgedacht. Es klingt irgendwie noch nicht so lange her, ist aber doch wieder sehr lange her, wenn man sich überlegt, was bis dahin so alles dann an Filmen noch so ins Kino gekommen ist, was wir geguckt und worüber wir auch schon mal so gemeinsam, und auch in separaten Podcasts gesprochen haben, dass es ja mittlerweile schon wieder 14 Jahre her ist. Und ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass ich irgendwie nicht aus der Perspektive heraus ins Kino gegangen bin. Mich erwartet jetzt der nächste große Blockbuster, den ich unbedingt gucken musste. Und auch nicht so aus dieser Perspektive heraus, ey Mann, der ist in 3D, wenigstens das. und da werden wir, das wird ja auch noch so ein Schwerpunkt sein, da werden wir nachher ein bisschen ausführlicher drüber reden, sondern es war halt erstmal der nächste James-Cameron-Film. Und mein Vorverständnis kam über James Cameron, kam über natürlich Aliens, ja, so, den ich als einer seiner herausragenden, weil ich sowieso, diese Alien-Thematik an sich einfach auch sehr, sehr gerne mag, weil ich sie immer als etwas, auch nach Prometheus beispielsweise, noch immer als etwas Eigenständiges gesehen habe, als eine Science-Fiction-Welt, die so eine große Daseinsberechtigung hatte. Auf der anderen Seite hat James Cameron aber ansonsten nie so eine große Rolle in meiner Wahrnehmung gespielt. Ja, es gab natürlich Titanic noch, klar.
Thomas:
Titanic hat, glaube ich, wie viele andere draußen irgendwann mal genervt, weil man im Radio nur noch My Heart Will Go On gehört hatte, du konntest eine Viertelstunde das Radio anhaben damals, das UKW Radio, und es wurde irgendwie dreimal dieser Song gespielt, weil nur, und irgendwie, da hat man diesen, und es war ja auch mehr so ein Film für die Damenwelt vielleicht auch so, die so mitgewehrt, aber das, so und dann gab es halt diesen James Cameron Film Avatar, und ich bin mir ziemlich sicher, dass, ich glaube so, Mein Vorverständnis war, ich hatte kein Vorverständnis, was Avatar eigentlich bedeutet.
Thomas:
Weil dieser Begriff eigentlich noch gar nicht erzählt war damals. Der war noch gar nicht irgendwie geprägt. Der war halt da und man konnte irgendwo im Internet schon nachschlagen, was bedeutet eigentlich Avatar? Ist das ein Alias, ein Arka, ein alter Ego oder was auch immer? Und na ja, gut, dann gucken wir uns das mal halt irgendwie an. Und natürlich habe ich dann irgendwie mitgekriegt, der ist ziemlich erfolgreich, der Film. Und der macht jetzt auch was in 3D. Und da kam eben halt so das eine oder andere zu, da habe ich gesagt, okay, gut, dann gucken wir halt einen James Cameron-Film. Der Avatar heißt, von dem ich überhaupt nicht weiß, wie war es wo, von dem ich auch nicht weiß, wie er in 3D umgesetzt ist, wie die Science-Fiction-Geschichte sein will oder das ist Science-Fiction-Rustlicher. Und das darf ich gleich schon mal vorwegnehmen und war eigentlich irgendwie nicht so besonders vom Film jedenfalls groß beeindruckt, als ich rausgegangen bin. Also ich hatte nicht gleich das Gefühl, ich löse mir jetzt nochmal drei Eintrittskarten oder mache gleich eine Dauerkarte. Das war so ein bisschen mein Vorverständnis. Er war erstmal irgendwie geguckt.
Christian:
Spannend, weil das deckt sich bei uns ein wenig. Also der letzte Part, der Filmpart, Ich erinnere mich ganz dunkel, dass ich das erste Mal, glaube ich, mit dem Film in Berührung kam, im Rahmen, deswegen spannend, dass du sagst, James Cameron Film, dass ich den...
Christian:
Einem Seminar im Studium, glaube ich, als Beispiel gezogen habe und zwar ging das um das Thema, das Seminar war zum Thema Marketing, halt für GeisteswissenschaftlerInnen und da habe ich, glaube ich, irgendwie was schon damals irgendwie versucht, glaube ich, so zum Thema Filmmarketing oder so zu machen. Also so eine kleine Präsentation, dass wir uns irgendwie alle, nee, wir kamen ja alle in diesem Seminar eben nicht aus klassischen BWL-Studiengängen, sondern so. Und dann war das, ich glaube, ich habe mir irgendwie das Thema Filmmarketing rausgesucht. Wie vermarktet man eigentlich Filme? Was sind so die Dinge, mit denen du ja irgendwie einen Film an Leute bringst? Und ich kann mich halt eben noch daran erinnern, dass ich auch das Poster von Avatar gezeigt habe und das war halt noch bevor der Film rauskam. Und wie du sagst, da ist so ein blaues Katzending drauf und da steht Avatar drauf und irgendwie, was soll das sein? Aber der Film damals war ja schon vom Regisseur von Titanic. Das war ja das Stichwort, wo, glaube ich, auch die Marketingabteilung von Fox auch gesagt hat, immerhin das können wir draufschreiben. Also James sagt, das muss das blaue Katzenwesen sein und wir dürfen nicht viel erklären auf den Postern, aber wenigstens das können wir draufschreiben, weil Titanic war ja bis dahin noch ein vorkreisster Film aller Zeiten.
Christian:
Und das ist mir irgendwie diese Anekdote, dieses Ding von ich stehe da in einem Seminar und erzähle 20 Leuten vom nächsten James Cameron Film der halt mit irgendwelchen blauen Katzenwesen und irgendwie drei Monate später war das der erfolgreichste Film der Welt, so das war irgendwie skurril, aber das war das erste so eben auch, ne, über James Cameron der mir damals auch, also natürlich war der mir auch ein Begriff, so, aber jetzt eben nicht, also.
Christian:
10, als Titanic rauskam, für mich war James Cameron dann halt der Typ, der Titanic gemacht hat, irgendwann dann, je älter ich wurde, so, ah, der Rückgriff auf die alten Filme von ihm, so vor meiner Lebenszeit teilweise, ah, okay, Terminator, alles klar, hab ich verstanden und dann kommt er halt mit diesem neuen Science-Fiction-Ding und den hab ich dann 2009, auf 2010 ist der herausgekommen, Dezember 2009, das muss so um Weihnachten gewesen sein, die Zeit, wo ich dann in Husum war, vom Studium in Kiel, Urlaub zu Hause bei den Eltern, Weihnachten so und dann, na klar, wir gucken auch Avatar im Provinzkino in Husum in 3D. Das war dann auch das große Ding.
Thomas:
Ja, genau.
Christian:
Also selbst das kleine 20.000 Seelen-Städtchen Husum hatte dann auch zu Avatar den 3D-Projektor am Start.
Thomas:
Sie hatten investiert entsprechend in die Technik.
Christian:
Und das war die Zeit.
Thomas:
Das ist ja nochmal ein anderer Aspekt.
Christian:
Land auf, Land ab sind die Dinger hochgefahren worden.
Thomas:
Oh ja.
Christian:
Und ich bin genauso raus wie du. Ich bin da raus und hab gesagt, okay, jetzt hab ich den auch gesehen und also das 3D und diese Brille auf der Nase und das war ja interessant und spannend und wow und ich, auch bis heute noch, lege ich meine Hand für den Film ins Feuer und sage, dass ich bin wirklich raus aus dem Film und habe gesagt, das ist mir noch nie in meinem filmischen Schauen passiert. Ich habe, glaube ich, 20 Minuten lang diesen Film irgendwo mittendrin geguckt und habe 20 Minuten vergessen, dass alles, was ich sehe, seit 20 Minuten aus dem Computer kommt. Ja, also das war wirklich, und das war bahnbrechend für mich, dieses Gefühl von, hups, hab ich ja gar nicht gemerkt. Ich bin sozusagen in die Falle getappt, er hat's geschafft, der Trick funktioniert so, aber filmisch bin ich auch rausgegangen und hab gesagt, ja, hat halt wenig Ecken und Kanten, da ist schon der Holzhammer ordentlich drauf. Hätte ich an manchen Stellen vielleicht nicht so gemacht, aber technisch beeindruckend.
Thomas:
Ja, und das war natürlich dann auch so ein Element, was so in der ... Also, ich sag mal, Avatar war die Welle, die sich aufgebaut hat, die ihn auf einmal brandete einfach. In Bezug auf ... Das wurde mir aber auch erst ein bisschen später bewusst. Ich vergleiche ihn jetzt mal so in dieser technischen ...
Thomas:
Diese Tür, die er aufgestoßen hat, so ein bisschen mit Jurassic Park auch. Bei Jurassic Park hattest du diese Transition langsam von der Animatronik und dann das erste Mal CGI. Ich mache ein bisschen Werbung für Second Unit. Ihr habt zweimal ja wunderbar über diesen Film gesprochen. Also unbedingt anhören, wenn ihr da nochmal echt ein gutes Gespräch, auch wirklich die wichtigsten Elemente zusammengefasst hören wollt. Avatar hat diese Tür eben dann wirklich in diese neue Immersionsebene aufgestoßen durch diese Technik. Nun will ich Jurassic Park, das ist auch gar nicht Thema, was das angeht, filmisch und cineastisch nicht mit Avatar vergleichen, weil Jurassic Park einfach als Film ganz anders funktioniert. Für mich auch, als das Avatar der Fall ist. Nur, worauf ich hinaus wollte, ist, als mir aber so nach und nach bewusst wurde, was für eine Pionierarbeit letztendlich James Cameron, der diesen Film viele, viele Jahre, ich kann jetzt nicht genau sagen, wie viel, aber vorbereitet hat überhaupt. Also nicht nur von der Idee, aber überhaupt Technik entwickelt hat, um diesen Film entsprechend nach seinen Vorstellungen auch dann in 3D ins Kino zu bringen. Ich kann mich erinnern, dass er ja irgendwo gesagt hatte, er hatte diese Idee zu Avatar schon viel früher.
Christian:
Angeblich in den 90ern schon.
Thomas:
In den 90ern schon, aber er sagte, die Technik war nicht so weit, um das, was er sich vorgestellt hat in diesem Film, tatsächlich auch umsetzen zu können. Also er hat buchstäblich noch nicht mal so lange gewartet, aber er ist so am Puls der Zeit gewesen, dass er die Entwicklung der Technologie dafür einfach beschleunigt hat, um zu sagen, gut, was brauche ich, um diesen Film und meine Vision so zu realisieren, wie ich es gerne haben möchte. Und das große Risiko war natürlich, jetzt sind wir schon wieder fast, ich will auch nicht zu sehr gerade in die Technik reinigen, aber um das noch ganz kurz abzuschließen ist, er ist ja nur die eine Seite, er produziert nur den Film, aber es muss ja auch die andere, die Verwertungsseite, die Kinos, all das, die Studis, die müssen ja auch mitmachen und sagen, du kannst den tollsten 3D-Film oder technisch, welche Technik auch immer verwendet haben, aber wenn wir keine Möglichkeit haben, das abzuspielen oder wenn einfach die Kinos da nicht mitgehen, dieses in diesen Investor tätigen.
Thomas:
Dann würde ich sagen, mach dir ein paar schöne Stunden mit deinem Film alleine zu Hause oder produzier ihn einfach nicht. Das war jetzt ein bisschen flapsig gesagt. Das jetzt wieder zurück, das kam erst so nach und nach bei mir mit rein. Gehört ein bisschen vielleicht noch zum Vorverständnis. Nein, das gehört schon zum Nachverständnis. Und da wurde sozusagen, da bekam der Film bei mir auf einmal dann nochmal wieder so eine andere Gewichtung bei mir. Da habe ich gesagt, okay, vielleicht habe ich auf die falschen... Schwerpunkte geguckt oder vielleicht habe ich das einfach nicht so wahrgenommen, warum auch immer, aber dann merkte ich halt schon, okay, dieser Film.
Thomas:
Der ist vielleicht nicht nur aufgrund seiner Handlung oder aufgrund der 3D-Technik interessant, aber ich glaube, den muss man so als, da muss man so viele Elemente zusammenkommen lassen, um diesen Film besser verstehen oder würdigen zu können.
Christian:
Ja, da erinnert mich Cameron gerade, was du so schön geschildert hast, auch an George Lucas, der ja dann auch irgendwann die Schnauze voll hatte und gesagt hat, damit der Sound in jedem Kino, ich hebe sozusagen die technischen Standards, ich führe TRX ein als Zertifikat, um zu sagen, damit ist ein Mindestmaß der Präsentation gesichert, damit halt eben alle was oder die meisten was davon haben. Da ist Cameron auch jemand, der nicht nur hinter der Kamera Maßstäbe setzt, sondern eben auch in den Kinoseelen ja, aktiv ist. Also auch spannende Ebene, die auch nicht viele, ich meine, Nolan fällt auch noch ein mit seinem IMAX und Analog-Thema, aber da gibt es nicht mehr viele von, die auch so etwas noch können oder überhaupt könnten, was Film angeht.
Christian:
Lass uns gern nochmal weiterspringen. Ja, ich glaube, alle haben Avatar gesehen. Vielleicht haben ihn auch schon die meisten wieder vergessen nach 15 Jahren. Kannst du uns nochmal an die Handlung von Avatar erinnern?
Thomas:
Ich will mich nicht mit fremden Fehlern schmücken, das kann ich nicht, aber ich bin ja so schlecht da drin. Ich meine, wer schon mal uns zugehört oder drüben in unserem Podcast, ich lasse das meistens machen und ich war jetzt auch so faul, habe es auch machen lassen.
Christian:
Chat CPT oder?
Thomas:
Ja, nicht, der Co-Pilot war es in dem Fall. Aber ich habe gesagt, er soll mal eine frische und eine lustige Zusammenfassung in aller Kürze von dem Film machen. Ich lese euch mal kurz vor in diesen sieben, acht Sätzen, was da aber rumgekommen ist.
Christian:
Da bist du ja technisch auch auf der Höhe der Zeit. Da bist du ja im Thema drin. Hervorragend.
Thomas:
Ich habe jetzt gesagt, ich lasse mir diese Arbeit, diese hochgeistige Arbeit der Zusammenfassung von Avatar einfach mal abnehmen, dass hier, wenn Fehler sind, dann...
Christian:
Das war es die Maschine, ja.
Thomas:
Also er hat gesagt, also ich zitiere jetzt den Co-Piloten von Nordnahmittag, stell dir vor, du bist ein Ex-Marine, der plötzlich in einem blauen, zwei Meter großen Alienkörper aufwacht. Jack Sully, unser Held, wird auf den wunderschönen, aber gefährlichen Planeten Pandora geschickt. Dort soll er die Ureinwohner, die Navi davon überzeugen, ihre Heimat für ein seltenes Mineral namens Onobatium aufzugeben. Klingt einfach, oder? Nicht ganz. Jake verliebt sich in die mutige Navi, Kriegerin Jetieri und muss sich entscheiden. Bleibt er bei den Menschen oder kämpft er für seine neue blaue Familie? Ein episches Abenteuer voller fliegender Berge, leuchtender Pflanzen und riesiger Kampfroboter beginnt. In Klammern in 3D. Das habe ich jetzt dazu gedichtet. Also, das ist das, was mir Co-Pilot ausgewürfelt hat.
Christian:
Ich weiß nicht, ob der Co-Pilot das Element, ich kenne es nur im Englischen als Anoptanium.
Thomas:
Ja, genau, habe ich das vielleicht falsch ausgesprochen.
Christian:
Okay, dann, ja, aber erstaunlich gut.
Thomas:
Und habe ich Unoptanium wieder, ich habe das so typisch, genau, Unoptanium. Ja, so steht es hier.
Christian:
Aber großartig, also das hat besser geklappt, als ich dachte. Vielleicht sollten wir das öfter mal hier einführen, mal gucken. Ist ja auch immer gut.
Thomas:
Meine schönste Sprecherstimme versucht aufzusetzen jetzt hier.
Christian:
Das Schöne ist ja auch immer noch so, man kann ja dann durch das eigene Wissen der Filmerfahrung auch sehen, wo so die Grenzen der Maschinen an der Stelle sind.
Thomas:
Naja, aber. Ich übe da jetzt mal keine Kritik, sondern ich sage, ich bin froh, dass ich diesen Part jetzt hinter mir habe. Vielen Dank an den Co-Piloten.
Christian:
Sehr gut. Ja, dann lass uns auch noch über die Menschen vor allen Dingen hinter der Kamera, vor der Kamera noch sprechen. Manche sieht man ja auch gar nicht, aber sie sind trotzdem da. Oder wir haben ja auch schon ganz stark den Namen James Cameron erwähnt, der Regie geführt hat, Drehbuch geschrieben hat und dem sein Baby diese Avatar-Geschichte ist, der Film ist, das Universum ist, der hat sich da ja wirklich, was ich auch immer noch hoch im Anrechnen und anerkenne, der hat ja wirklich vom Linguisten beauftragt, der die Sprache erfunden hat, der diese Navi-Sprache komplett selbst kreiert hat, bis hin zu allen möglichen Designs und Planeten. Wie funktioniert der Planet? Wie ist die Flora? Wie ist die Fauna? Wie sind die Mechs? Wie sind die Spaceships, die da benutzt werden und so? Und da ist Cameron ja durchaus in seinem Element, was das angeht. Also dieses Welten kreieren, was auch wahrscheinlich ein paar Jahre in Anspruch genommen hat. Und was ja eben auch so auf dieser technischen Seite, also die haben sich ja wirklich über alles Gedanken gemacht. Von der Farbgebung, wie du sagst, von der Beleuchtung der Pflanzenwelt des Planeten, da ist wirklich sehr, sehr viel passiert.
Thomas:
Ja, da kann ich dir natürlich nur recht geben. Also das Ding ist halt durchdesignt und auch hier muss man natürlich einfach wieder zugutehalten. Man muss die Dimensionen dieser Gestaltung einfach mal, also wir sind oft beim Wort Dimensionen heute, verzeiht uns da draußen, aber es liegt so locker auf der Zunge. Also diese Dimension muss man sich mal ein Stück weit verdeutlichen, weil zu dieser 3D-Technologie kam ja auch Motion Capturing das erste Mal. Also wirklich die Schauspieler zu virtualisieren und das irgendwie alles so zusammenzubringen, dass es halt ein stimmiges Ganzes gibt. Und da hast du die Perspektiven, du hast die Beleuchtung angesprochen, die Designs und ich glaube, da kann man, es gibt ja auch so umfangreiches Material, wo man sich das alles eben halt entsprechend anschauen kann, aber da kann man ungefähr, glaube ich, erahnen, weil vieles gab es damals einfach noch nicht, dass das so zusammengekommen ist, wie es dann, also das ist wirklich wie in einem Gusswerk. Das erreicht so, dass du zu Anfang ja mit deiner Beobachtung, deiner Erstsichtung so ein bisschen erläutert oder erzählt hattest, diese Immersion nach 20 Minuten eigentlich im Grunde genommen schon zu vergessen, dass das Ding aus dem Computer kommt.
Thomas:
Das muss man einfach anerkennen. Das gab es so noch nicht. Und es muss ein wahnsinniger Aufwand gewesen sein und wahnsinnig viele Experimente und einfach auch sicher Fehlschüsse, wo man einfach sagen kann, so geht es halt nicht. gerade beim Perfektionismus, den Cameron an den Tag legen wollte. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es immer wieder Phasen gab, wo er verzweifelt am Setform sagte, ich möchte zurück zu Titanic und mit dir untergehen und nicht mit diesem Film weitermachen. Naja, okay, er hat es halt hingekriegt und er wurde auch zu Recht dafür, das darf man vielleicht einfach sagen, er wurde ja einfach auch zu Recht entsprechend mit Auszeichnungen dann auch versehen und war zu Recht auch erfolgreich und hat diese, hat Kinogeschichte und auch Kinotechnik weitergeschrieben wieder, hat dem ein Kapitel hinzugefügt und das ist so eine Beobachtung.
Christian:
Wo für mich auch schon so die Kritik dann wieder ansetzen könnte, weil, Und das wird wahrscheinlich die Form des gesamten Gesprächs eigentlich sein, dass so diese, also auf der technischen Ebene ist das unfassbar beeindruckend, was er da gemacht hat und auch ein Riesenkraftakt und eine Rieseninnovationskraft dahinter. Aber ich finde halt auf inhaltlicher Ebene, also bestes Beispiel sind diese Navi, die er da designt hat, die sind halt so, also wirklich auf verschiedener Ebene so glatt designt, so perfekt designt, so effektiv designt, so frei von Ecken und Kanten im Design, in der Optik, in ihrem Wesen, in der Handlung. Da werden wir auch noch drauf eingehen. Das ist so ein bisschen dann das Enttäuschende für mich, zu sagen, okay, also wow über alles, was er getan hat, aber dann so ein bisschen über das, was da rausgekommen ist bei der ganzen Sache. Aber da können wir, glaube ich, gleich nochmal tiefer reingehen. Ich habe noch ein paar Namen, die ich nämlich erwähnen möchte. Ist ja nicht nur James Cameron gewesen. Sam Worthington spielt die Hauptrolle als Jake Sully, als dieser Marine. Zoe Saldana als Netiri.
Christian:
Sigourney Weaver als Dr. Grace Augustine. Stephen Lang, der große Bösewicht, als Colonel Miles Queridge. Michelle Rodriguez ist dabei als Trudy Chasson, die sich von den Menschen zu dieser Forschungstruppe oder von den Marines zu der Forschungstruppe da so ein bisschen rüberwandert. Und wir haben Giovanni Ribisi als Parker Selfridge, der fiese CEO, Wirtschaftsboss, der sagt, wir brauchen das Anoptanium. Scheißegal, was mit den Bäumen und mit den anderen passiert.
Christian:
Und auch da schon sehr klare, gut-böse Strukturen. Aber ja, aber vielleicht steigen wir damit auch mal einfach direkter ein. Ich will definitiv über die Story, über die Handlung sprechen als erstes und die.
Christian:
Weil das ist ja auch so das Ding, wir werden auch noch über 3D sprechen und darüber diskutieren, aber die erste Frage oder das erste Phänomen, was man auch an Avatar irgendwie stellen kann ist, was bleibt denn, wenn das nicht mehr da ist? Was bleibt denn, wenn eben dieser Kinobesuch, also die Erstsichtung 2009, wenn wir eben nicht im Winter 2009, 2010 aus dem Kino kommen und sagen, wow, das haben wir alles ja noch nicht erlebt, sondern wenn wir zu Hause sitzen, 15 Jahre später bei Disney Plus den Film anmachen, fast zwei, fast drei Stunden halt auf Pandora unterwegs sind und sagen, ja, ist halt auch ein Film wie jeder andere dann. Was bleibt denn da noch? Was hat er zu erzählen? Was hat er zu zeigen? Und ich finde, da ist der halt leider so dünn einfach. Ich weiß nicht, wie es dir geht.
Thomas:
Ja, ist er. Natürlich verhandelt der Film, essenzielle, wichtige Themen, so Kolonialismus und Ausbeutung, Umweltzerstörung, kulturelle Identität, Integration letztendlich, das alles sind so Punkte, die ich mir so notiert habe, die man dann natürlich rausziehen kann. Große Themen.
Christian:
Bitte? Große Themen.
Thomas:
Große Themen, ja. Und deshalb ist es, die Frage, die du gerade, oder andersrum, das, was du gerade sagst, dann drängt sich mir sofort die Frage auf, bei diesen großen Themen, die drin sind, also ich sage mal, allein das Thema Umweltzerstörung oder Integrations, da kannst du Filme selber machen, nur über dieses eine Thema. Jetzt haben wir hier wirklich mehrere Themen, die wir identifizieren können, die große Themen sind. Warum ist denn da nichts von hängen geblieben. Folglich muss die Antwort doch ein Stück weit darin zu finden sein, dass man sagt, dann wurden diese Themen offensichtlich nicht so in diesem Film dargestellt, verhandelt, so ausstaffiert gestaltet, dass sie etwas in dir, in mir, in dem Kinogänger außerhalb von der Unterhaltungsebene zum Nachdenken angestoßen haben. Sie sind nicht hängen geblieben. Sie sind als Unterhaltungselement eventuell hängen geblieben. Dass wir dann sagen, gut, also wenn ich so drüber nachdenke, ja, Integration, wo war das nochmal in welcher Szene? Oder wo läuft der Faden dieser Integrationsgeschichte und mit dieser Ausbeutung auch? Vielleicht liegt ein Element zum Verständnis, warum das so ist, im Grunde genommen auch schon wieder in dieser visuellen Opulenz. Denn ich weiß nicht, wie es dir geht, aber Filme, die intimer sind, ich.
Thomas:
Nur mal so wirklich ein Beispiel. Ich habe seit Jahren vor ein paar Tagen das erste Mal wieder, ich komme mich eigentlich gar nicht daran erinnern, ich habe das Gefühl, ich habe das erste Mal gesehen, ganz anders, als ich mir den Club der Toten Dichter angeschaut. So, ganz, also was ganz anderes jetzt, um Gottes willen sagen, worüber geht es jetzt? Aber ich will damit einfach nur sagen, da sind natürlich auch viele Themen drin, ein, zwei Schlüsselthemen oder ein Thema, zwei Schlüsselthemen.
Thomas:
Wo ich aber jetzt noch genau weiß, was mich da angetriggert hat und wo ich abends im Bett lag und gesagt habe, auch über mein eigenes Leben nochmal wieder nachgedacht habe, dieser Perspektivwechsel, wo ich so gedacht habe, Und jetzt wieder zurück zu Avatar. Da habe ich gerade diese Brecher an Themen genannt. Und eigentlich kann ich dir gar nicht genau sagen, was am Thema gesehen in der Gestaltung des Films wirklich hängen geblieben ist. Sie waren halt drin und dann ging es halt weiter zur nächsten visuellen Opulenz. Dann kam das Reiten, dann kamen die schönen Landschaften, dann kamen ein paar Dialoge und so weiter. Ich springe jetzt so ein bisschen. Aber also ein Schlüssel für mich vielleicht genau zur Antwort auf diese Frage, warum ist so wenig hängen geblieben von diesem Film? Weil der Film diese Themen, er brauchte etwas, wo er eine verständliche Handlung einbettete in diese Art neuer Seherfahrung und weil vielleicht ich wie viele andere Leute einfach da erst einmal abgelenkt waren, erst einmal gesagt, ich muss mich erst einmal zurechtfinden in dieser neuen Seherfahrung. Mein Gehirn braucht erstmal jede Menge Energie, um überhaupt mit dieser Perspektive zurechtzukommen.
Thomas:
Und spätestens natürlich, wenn man ihn das zweite Mal im Kino in 2D sieht oder im Fernsehen sieht, wenn dann immer noch nichts da ist an diesem großen Thema, was einen Anträger hat, dann kann man einfach nur sagen, dass James Cameron da das Ziel nicht erreicht hat. Jedenfalls nicht bei Leuten wie uns vielleicht, die einfach sagen, wir möchten den Dingen mehr auf den Grund gehen, wir möchten uns angetriggert fühlen, wir möchten das Gefühl haben, nicht nur visuell einen beeindruckenden Film erlebt zu haben, aber er sollte halt innerlich auch so viel rübergebracht haben, dass das irgendwo an einer Balance steht. Das ist vielleicht so ein bisschen so ein langgezogener Erklärungsansatz von mir jetzt, aber wo ich so gerade meine Gedanken kreisen lasse.
Christian:
Der Film soll was mit uns machen, der soll uns zum Nachdenken anregen, Der soll was in uns bewegen, gerade wenn das solche Themen sind. Und das sind alles sehr löbliche Themen. Ich glaube, James Cameron hat auch grundsätzlich das Herz am rechten Fleck, was das angeht. Er haut nur mit dem größten Hammer drauf. Und auch, was ich so schade finde, auch so... Ich weiß nicht, ob das, also ich habe so ein bisschen spekuliert über den Film. Angeblich so irgendwie seit den 90ern, wie du gesagt hast, er hat wohl auch 93 Jurassic Park gesehen und hat gesagt, okay, jetzt ist hier was Neues möglich und ich habe diese Vision, dieser Science-Fiction-Story und ich brauche die Aliens aus dem Computer und ich sehe die Technik dafür aber noch nicht. Ich sehe noch nicht, wie wir das glaubwürdig zeigen können. Ich muss, wie du sagst, am Ball bleiben, aber ich kann das noch nicht machen. Und er wollte doch ja direkt nach Titanic machen und hat auch da schon 97, 98, 99 gesehen, es ist noch nicht so weit, schaffen wir noch nicht. Und das stimmt auch in gewissem Maße. Er selbst hat sich auch irgendwie, was ich gelesen habe, in einem Interview auch als Treehugger bezeichnet. Also er selbst ist ja sozusagen auch, also Sigourney Weaver hat wohl ihre Rolle auch auf ihn basiert, so, auf seinen Typ und auf seinen Typ Mensch und das ist auch alles also ich glaube nur, dass er halt, also Punkt 1.
Christian:
Sich auch noch mal inhaltlich seit den 90ern damit auseinander hätte setzen müssen, weil ich glaube, wenn das Ding irgendwie 95 ins Kino gekommen wäre oder meinetwegen auch 99 ins Kino gekommen wäre, dann wäre das inhaltlich in einer Zeit, also 10 Jahre früher, 15 Jahre früher, hätte das vielleicht auch gar nicht so vielschichtig sein müssen. Aber ich glaube, im Jahr 2009 haben wir alle die Grundmessage dieses Filmes so verstanden, weil wir sie schon gesehen und gelebt haben. Und natürlich 2024 sind wir, was das Thema Zerstörung der Umwelt angeht, auch nochmal ganz sensibler unterwegs. Das macht es so schwach an der Stelle, weil der Film halt nicht mehr als diese sehr meinungsstarke Prämisse hat. Der schafft es nicht, in dieser Prämisse auch mit Nuancen zu arbeiten und eben auch Dinge zu erzählen, Vielschichtigkeiten zu erzählen, weil das ist ja auch, um auch ein bisschen auf die Handlung einzugehen, es ist halt so platt auch, dass Mensch-Maschine gleich böse, Alien gleich Ureinwohnte gleich gut, ja, das ist zu wenig. Da willst du doch viel Schichtigkeit irgendwie sehen und die Lösung kann halt nicht sein.
Christian:
Lass dein Spaceship irgendwie da liegen und jetzt fangen an, die Bäume zu umarmen, weil ich musste ganz oft bei der Sichtung an die Matrix-Trilogie denken, die halt dieses verworrene, verwachsene von Mensch und Maschine und beide bedingen sich gegenseitig und du kannst halt nicht alle Leute aus der Matrix rausholen und alle Maschinen damit irgendwie zerstören. Du kannst aber auch nicht alle Maschinen zerstören und dann alle Leute aus der Matrix holen. Du bist halt in so einem blöden Konflikt gefangen, aus dem es halt keine einfachen Auswege gibt. Also würde ich sagen, allein auch das Thema Umweltzerstörung, allein auch das Thema Integration, allein auch das Thema Technik.
Christian:
Optimismus versus Pessimismus, also wo sind wir da, da sind halt alles Themen, so große Themen, die kannst du halt nicht mit so einfachen Mechanismen wie bei Avatar beantworten und sagen, naja, du musst halt nur irgendwie dein Handy wegschmeißen und deine Armeeuniform ausziehen und irgendwie blau werden und dann bist du mit A-WAR dabei und alles ist gelöst, so, das ist halt auch so schade an dem Film, dass der halt irgendwie zumindest auf der Oberfläche bleibt und irgendwie das suggerieren will, so, dass, dass er damit halt diese eigentlichen, ja wirklich auch großen und interessanten und auch für Science-Fiction immer schon relevant gewesenen Themen halt so runterbricht und so verkürzt, finde ich.
Thomas:
Ja, da hake ich gerne ein und ergänze einfach. Ich hatte ja vorhin schon so als einer meiner Lieblings-Cameron, weil auch dieses Alien-Franchise sehr gerne mag, da referenziere ich mal ein bisschen auf Aliens. Da spielt er genauso mit den Stereotypen. Du hast auch die Marines einfach, die einfach cool sind und mit ihren Sturmgewehren einfach rumballern. Aber das ist auf so einer, wie soll ich sagen, so einer dreckigen Art und Weise irgendwie. Da hat jeder Charakter an sich irgendwie noch so eine Ausprägung. Sei es Vaskis, die die Frau da spielt, oder sei es der, der den Anführer spielt. Ich kriege jetzt den Namen auch nicht mehr. Sorry, da draußen alle zusammen. aber ist auch egal, das wollen wir nicht so, aber ich finde, er traut sich da einfach auch mehr und das finde ich so schade, weil ich glaube auch, dass James Cameron als Potenzial eine angemessene bis gute Geschichte zu erzählen.
Thomas:
Wo er diese sowieso schon sehr CGI-glatte, manchmal sogar bis hin zum Uncanny Valley reichende Grafik dadurch auszugleichen, dass er zumindest den menschlichen Charakteren so ein bisschen so eine, diese Ecken und Kanten gibt. Ich weiß nicht, wie es bei euch da draußen geht, bei dir, Christian, ich hatte nirgends das Gefühl, sobald ein Charakterzug auf ein Gleis gesetzt worden ist, auf eine Strecke, dass es irgendwo eine interessante Abzweigung geben würde. Ich dachte, der ist da drauf gesetzt und dieser Zug fährt hier los und kommt genau am Ende des Films da an. Und ist durch eine langsame.
Christian:
Langsame... Gutes Gute, ja, genau.
Thomas:
Das war so, und das hat mich ein bisschen so, ich sagte, ja, das ist toll, aber wenn das auch noch gekommen wäre, dass das sich ein bisschen mehr vielleicht lag es auch wirklich an diesem wahnsinnigen Production Value, das auch irgendwo mal Angst vor sich selber gekriegt hat und gesagt hat, Moment, nicht zu viel, also wir haben jetzt hier 80% der Faszination des Films sind über die Technik laufen, und 20% vielleicht über eine Handlung, die nachvollziehbar sein soll, nochmal, weil wir den Zuschauer erstmal nicht überfordern wollen, ich will ein Werder, hat er auch vor, viel schneller die Nachfolger zu machen, also für euch da draußen, ich kann noch nichts sagen zu Way of Water. Tatsächlich habe ich ihn noch nicht gesehen, obwohl hier schon mal rumliegt. Ja, nein, ich habe ihn, nur mal so jetzt, da konnte ich wenigstens sagen, da hatte er es dann vielleicht ein bisschen so eine andere Kurve gekriegt. Hat er wohl auch, wie ich es gehört habe, aber gesehen habe ich ihn noch nicht. Aber vielleicht war das zurück zu Aufbruch nach Pandora.
Thomas:
Das fällt mir auch gerade an, wo ich den Titel sage, es war ja gar keine Aufbruchsgeschichte. Das kommt ja noch mal so dazu. Das war ja so ein bisschen, sie waren halt schon da, das Setting war gesetzt. So, und es war für Jake Sully war es ein Aufbruch, ja, noch am ehesten durch das, was mit seinem Bruder passiert ist. Ich habe auch nicht die Extended Edition gesehen, weil ich kenne halt nur die 3D-Version, da ist ja noch ein bisschen Vorgeschichte offensichtlich drin. Macht nichts. Unterm Strich kann man trotzdem sagen, er war sehr, sehr gleichförmig, sehr langweilig, uniform, wenn es darum ging. Genau wo ich die größte Potenziale gesehen hätte, wenn er den menschlichen Charakteren, die in diesem Film tatsächlich keine Avatar gespielt haben, sondern als Menschen vor der Kamera standen, wenn er denen einfach interessantere, Charakterzüge mitgegeben hätte. Mal etwas Unvorhergesehenes zu machen, mal irgendetwas, wie du hattest Matrix angesprochen hier, wie Tank, glaube ich, der doch in die Matrix ging und kollaborierte mit Agent Smith so. Er sagte, ich will gar nicht mehr zurück, dieses Fleisch schmeckt mir hier so gut. Weißt du, irgendwie sowas.
Christian:
War so eine These, die er in den Raum stellt. Und schon fängst du an, drüber nachzudenken und sagst, will ich das überhaupt wissen?
Thomas:
Ja, weil du dich ein Stück weit damit identifizieren kannst, weil ich sage, ich habe auch Ecken und Kanten und will auch gar nicht so gestreamlinen, das kann nicht sein, das ist also künstliches Schauspiel in einer auch noch sehr, sehr künstlichen Umgebung und das war etwas, wo logischerweise diese Themen wie Integration, das sind menschliche Themen, Integration, Kolonialismus und so, aber wenn wir uns nicht mit tatsächlich mit den menschlichen Eigenschaften der Schauspieler ein Stück weit identifizieren, können, dann bleibt es ein Kunstprodukt durch und durch.
Christian:
Ich muss auch an Titanic denken, den hatten wir hier, glaube ich, so im Frühjahr auch im Podcast besprochen, also die Sichtung bei mir ist noch gar nicht so lange her.
Thomas:
Meine auch nicht.
Christian:
Da muss ich sagen, also klar, auch Cameron, da haut er natürlich auch ordentlich auf den Putz und lässt da eine fast originalgetreue Titanic im Wasser teilwetter gehen und so. Aber ich glaube, also auch schon sehr glatt und streamlined, was so das Storytelling anging, aber ich hatte so das Gefühl, dass er da zumindest noch ein bisschen, also dass er zu Avatar noch ein bisschen glatter wieder geworden ist, weil Avatar hätte hier auch schon die eine oder andere Figur, oder die Figuren, die wir haben, die hätten halt, vielschichtiger sein können, dass die halt, wie du sagst, das ist ein tolles Bild, dass die halt auch mal Abzweigung gehen dürfen auf diesen Gleisen, aber sie bleiben halt immer gleich und im Grunde genommen bei Jake Sully ist halt auch so...
Christian:
Wie du sagst, du kannst schon in den ersten 20 Minuten erkennen, wo der am Ende irgendwie hinfährt. Das ist so ein bisschen, ja, das ist schade, das ist verschenktes Potenzial und das ist irgendwie, ich sag ja, das wird, glaube ich, auch seiner Intention nicht so ganz gerecht, weil vielleicht können wir da auch noch drüber sprechen, weil das ja auch eigentlich so ein Riesenthema ist, was diesen Film so in der Popkultur, so in der Metadiskussion irgendwie auch seit Jahren beschäftigt. Ist ja so die Frage nach dem kulturellen Impact, den der erste Avatar überhaupt hatte. Der erfolgreichste Film aller Zeiten, ganz kurz für irgendwie ein halbes Jahr von, Avengers Endgame entthront worden und gerade im Vorfeld des zweiten Teils The Way of Water Ende 2022 gab es ja riesengroße Diskussionen, dass die Leute gesagt haben, was sollen wir jetzt 13 Jahre später, so fast eine ganze Generation später? Funktioniert Avatar noch? Was ist denn überhaupt hängen geblieben?
Christian:
Wo ist der Film sozusagen popkulturell verankert? Gibt es da draußen Kids, die mit T-Shirts rumlaufen? Wer ist in der Lage aus dem Stehgreif irgendwie ein Zitat des Filmes zu rezipieren, wie man das vielleicht aus Matrix und so könnte? Was ist hängen geblieben von der ganzen Sache? Ja, vielleicht können wir über die Diskussion auch so ein bisschen weitermachen, weil ich glaube schon, dass halt wenig hängen geblieben ist durch diese inhaltliche ... Durch das Fehlen von inhaltlicher Substanz. Wie du sagst, der Schaueffekt war da, aber danach hat man nicht mehr viel zu Verdauung gehabt.
Thomas:
Ich weiß nicht, wie es euch da draußen geht, dir Christian geht, aber hängenbleiben tut natürlich zum ... Also, ich sag mal, das momentane Hängenbleiben im Film funktioniert bei mir natürlich über emotionale Szenen am besten. Wenn ich auf einmal durchgeschüttelt werde, auf einmal zu Tränen gerührt werde. Das ist das, was so Kino zur Leidenschaft war, so ein Kino-Trailer, so ein Kino für die große Leinwand gemacht und da sind große Gefühle, gleich großes Kino. Das hatte ich bei Avatar in den Szenen beispielsweise, wo es visuell sehr opulent wurde, wenn der Lebensbaum zum Beispiel auf brutale Art und Weise von den Militärs zerstört wurde. Eben halt aber nicht über die kleinen Szenen. Es hat mich irgendwie relativ kalt gelassen so als, Shagone Weavers Charakter, das nahm ich jetzt, aber du hast ja, glaube ich, die Namensliste.
Christian:
Grace.
Thomas:
Ja, Grace, sie starb jedenfalls, diese Szene und dann sich so verbunden hatte irgendwie und so. Das war für, ich habe die Bilder, so zu sagen, Transhumanismus ist mir nicht ganz unbekannt, auch in seinen Spielarten ein bisschen Ausprägung, aber das war mir trotzdem irgendwie einfach sehr weit weg so. Ich habe das, wenn sich da so Nervenstränge miteinander verbinden über irgendetwas und dann denke ich, ja, aber das ist irgendwie so fremd, sich das irgendwie so vorzustellen. Aber gut, es sind ja auch keine Menschen mehr in dem Sinne gewesen. Also, das sind sicherlich nicht die, das ist eine sehr, sehr gute Frage, weil du diesen großen Begriff der Kultur jetzt gerade reinbringst. Also, wenn du das so differenziert meinst oder beziehungsweise in dieser Richtung meinst, Was ist so hängen geblieben im kollektiven Verständnis der Leute, die damals, und es waren ja viele Millionen, die Avatar tatsächlich natürlich gesehen haben und darüber diskutiert haben, weil es halt der erfolgreichste Firma war, hat entsprechend ein breites Publikum erreicht.
Thomas:
Unterm Strich haben die Leute, auch da muss ich wieder diese Parallele ziehen einfach, weil er eben auch so ein Vorreiter für diese Sachen war, Jurassic Park. Ich glaube, die Leute haben mehr über, wird es wieder Dinosaurier geben können mit dieser coolen Gentechnik, die da vorgestellt worden ist, was ja immer noch teilweise auch so diskutiert wird. Jetzt haben wir ja wieder irgendwie so, man hat einen Mammut wieder gefunden und überlegt und wie kann man das sequenzieren und da wird immer wieder auf Jurassic Park referenziert und auf das, was die Leute da gesehen haben. Avatar? Ich meine, jetzt haben wir Exoplaneten, die gefunden werden, auch Ozeanplaneten, von denen man davon ausgeht, das ist so eine Wasserwelt oder so. Aber Avatar wird da nicht referenziert, so in diesem Zusammenhang.
Christian:
Auch popkulturell, also auch filmkulturell. Ich habe jetzt irgendwie neulich erst mit dem Nachwuchs irgendeine Cartoon-Serie, völlig egal welche, gesehen, aber natürlich gab es da dann irgendwie auch die Wasserschale, wo du die Wellen in der Wasserschale gesehen hast und das große stampfende Wesen. Also das ist ja absolut ikonisch bei Jurassic Park.
Thomas:
Ja, ja. Das hatten wir bei den 200.
Christian:
Sendungen. Bei Jurassic Park hast du die Dinosaurier.
Thomas:
Entschuldige, das ist nun mal immer Thema irgendwie oder so. Aber trotzdem.
Christian:
Ja, aber diese Filmszenen, diese Filmzitate, also die Wellen im Wasserglas sind halt absolut in die Filmgeschichte eingegangen und werden bis heute noch zitiert und referenziert. Und auch ganz viel aus Jurassic Park. Allein dieses, ich sag ja, da kommt das nächste Zitat in den Sinn, sinngemäß dieses, eure Wissenschaftler waren so lange mit der Frage beschäftigt, ob sie es können, dass sie nicht einmal gefragt haben, ob sie es tun sollten. Das fällt mir sofort ein, wenn ich an sowas denke. Bei Avatar, ich sehe natürlich die blauen Katzenwesen vor mir, die blauen Navi als Bild, aber ich konnte vorher nicht sagen, wer wie heißt, ich kann nichts aus dem Ding irgendwie zitieren. Ich kann, und das trifft sich dann vielleicht auch so auf deine These, ich habe eher Bilder, die in meinem inneren Auge irgendwie wieder ablaufen. Wie du sagst, diese Nervenverbindung da mit den anderen Wesen, das habe ich vielleicht noch irgendwie vor Augen oder die fliegenden Berge, aber das sind ja alles nur visuelle Elemente, das sind alles die Dinge, die über die 3D-Brille in meine Netzhaut sich eingebrannt haben und vielleicht nochmal 15 Jahre später auf Knopfdruck so wieder reproduziert werden können, aber nichts, was halt irgendwie…, so zitierbar ist, zitiert wird und irgendwie hängen bleibt und wie du auch sagst, so für uns als Vehikel zur Verständnis der Welt irgendwie noch funktionieren kann.
Thomas:
Ich glaube, unsere Diskussion zeigt eigentlich auch schon das Grundproblem, was wir haben. Wir reden doch relativ wenig über den Inhalt gerade. Ich meine, den habe ich von zusammenfassen lassen von Co-Pilot. Wenn es ein seriöser Film wäre, so wenn das jetzt Club der Toten Dichter wieder gewesen wäre, dann hätten wir wahrscheinlich nicht irgendwie Beschwerden bekommen, sondern wie könnt ihr den so zusammen, und hier ist es irgendwie so okay, weißt du, da kann man ein bisschen drüber schmunzeln. Was ich einfach nur damit sagen will, ist, wir tun uns einfach wirklich so schwer, inhaltlich das Ding auf eine Ebene zu heben, weil sie einfach nicht da ist. Ja, und das ist so dieser, trotz dieser schweren, oder dieser wirklich bedeutungsvollen Begriffe, die wir zu Anfang so ein Stück definiert haben, wo wir wirklich sagen können, Du kannst diesen Film aus der Perspektive der Integrationsproblematik sehen, der Ausdruck, du wirst es finden. Diese Themen sind definitiv enthalten, aber sie sind nicht so verarbeitet, sie werden dort nicht so mit einem Kontext ausgestattet.
Thomas:
Sie werden nicht so über menschliche Charaktere und über nochmal wieder eine menschliche Nachvollziehbarkeit, Identifikation erzählt, dass sie ankommen, dass sie uns intellektuell berühren und einen normalen Kinogänger, der das vielleicht gar nicht will oder eine andere Ausrichtung, Ausprägung hat, noch nicht mal emotional berühren an der Stelle. Ja, den natürlich berührt ihn in dem Moment vielleicht wirklich, wenn jemand stirbt oder wenn es dort einen großen Konflikt gibt, wenn der Lebensraum kaputt gemacht wird, wenn es später dann tatsächlich auch diese Rache-Geschichte kommt, dass sie die Natur, die Navi rächen, dass man sagt, hier schließt sich der Kreis wieder, aber das ist halt x-beliebig, das ist halt irgendwie x-beliebig und austauschbar, du kannst nicht sagen, ich gehe jetzt raus und sage, wow, Jurassic Park, der zweite Teil, wie könnte was, hier gehe ich nicht raus und sage, ich habe jetzt lange auf Way of Water gewahrt, wie du schon sagtest vorhin. Irgendwie, er kommt dann jetzt dann und dann ist er doch da, aber so, ja, war halt viele Jahre nicht da und dann war er wieder angegangen und so weiter.
Christian:
Für mich ist das auch, James Cameron, ich habe die ganze Zeit so ein Bild vor Augen, wie Cameron in so einer verrauchten Kneipe sitzt und immer wieder auf den Tisch haut und immer wieder nur so mit und ich kenne solche Menschen auch, die halt, die von sich behaupten, sie wären diskussionsfähig, sie würden gerne diskutieren, sie würden gerne streiten, aber eigentlich nichts, nicht mehr können, als auf den Tisch zu hauen und zu sagen, so pass mal auf. So ist es und es kann nicht anders sein, weil ich habe verstanden, wie es ist und es ist so. Und dann kommst du dazu und sagst, ja, aber man muss das ja mal aus der Seite und was ist denn für die und hast du schon mal drüber nachgedacht und was, lass mal das Gedankenexperiment und wenn man es vielleicht noch so denkt und für die Leute, die andere, denn nein, es ist einfach so. Es ist einfach immer so, dass die Maschine schlecht für die Natur ist. Das ist Punkt, aus, Ende, fertig. und dann hast du halt auch nicht viel Bock, da in eine Diskussion zu gehen, weil keine existieren kann und so ist für mich Cameron, der sagt, ich weiß, das Umwelt muss geschützt werden und da sind wir uns auch alle einig an dem Tisch, aber James, wie können wir es denn tun und was können wir anders machen und wie gehen wir mit diesen Konflikten und mit diesen ganzen Sachen um?
Christian:
Wir machen einfach und das ist die Lösung und das ist dann irgendwie schwer, also Große Literatur kann sich eben auch in andere Sphären diskutieren und ist in der Lage, Perspektiven einzunehmen und auszuloten. Und das tut er mit dem Film einfach nicht.
Thomas:
Ich glaube sofort, wenn du damit andeuten willst, dass Cameroon so eine Art Opportunist in Personalunion ist, dass er sich selber so sein ...
Christian:
Ich glaube, er ist ein von sich selbst überzeugter und meinungsstarker Mensch.
Thomas:
Vielleicht liegt eine weitere Überlegung aber auch in der Tatsache, dass außerhalb von Cameroon seine ganzen Mitgestalter in dem Film, die sicherlich auch, ich weiß es, ich kann es nicht runterbrechen, aber er wird sich ein gutes, namhaftes Team zusammengesucht haben an Leuten. Auch wenn er sehr große nach wie vor Studio-Freiheiten an sich wohl genießt, nach dem Erfolg von Titanic und weil die Erwartungshaltung natürlich nach wie vor immens, der nächste Blockbuster sollte halt nicht nur ein Blockbuster sein, sondern wieder der erfolgreichste Film aller Zeiten. Alleine mal mit dieser Erwartungshaltung umzugehen, nur mal so reingestreut. Vielleicht meinst du, Christian, dass in seiner Vision, die er hatte, dass ihm da eigentlich niemand so richtig folgen konnte, selbst als sie die Stills gesehen hatten, das Drehbuch erstmal, das soll jetzt nicht drüber hinweg sein, die Handlung, aber dass man tatsächlich erst einmal so sehr gefangen war in dieser, in dieser, wir wollen überhaupt verstehen, was will er denn jetzt eigentlich auch damit? Ja, dass man im Grunde genommen ihm einfach nur noch gefolgt ist, weil man gar keine andere mögliche ich erinnere so ein bisschen an ganz kurz an den ersten tron 82 steven leesburger.
Thomas:
Der ja auch einen visuellen Pfad beschrieben hat in dem Film, den es vorher noch gar nicht gab. Und wenn man sich da so dieses Making-of anhört, dann sagen die Schauspieler alle durch die Bank, sogar die Produzenten, ehrlich gesagt, wir haben überhaupt gar nicht gewusst, was machen wir denn da eigentlich? Warum stehen wir denn jetzt auf dem Set und warum sind wir jetzt hier irgendwie mit komischen Leuchten, Leuchtstreif waren es halt nicht, aber mit Klebebändern ausgestattet und alles ist so weiß und überstrahlt. Und was einfach an der Tatsache daran lag, dass Leesburger halt eine Vision, vor allem auch eine technische Vision hatte, die es so noch nicht gab und die niemand verstanden hat. Und deshalb war so diese Neigung zu sagen, der wird das schon wissen, der macht das schon. War wohl irgendwie sehr, sehr ausgeprägt. Obwohl er, so wie er sagt, also ganz normaler Regisseur war, der offen für, ich meine, nicht wie Cameron, Leesburger war damals ja wirklich Debutant. Das ist noch was anderes. Cameron hatte ja schon einen Namen. Und trotzdem hat man Leesburger in vielen Sachen einfach nicht widersprochen, auch weil die Leute es einfach nicht verstanden haben. Und da denke ich mir, ist das so ein Aspekt vielleicht?
Christian:
Voll. Und ich glaube auch, dass das, was ich so gerade an ihm beschrieben habe, dazu führt, dass er in der Lage ist, dieses unmögliche Unterfangen dieses Filmes in die Existenz zu bringen, um mal so ganz philosophisch zu werden. Weil ohne diesen von sich, also wenn Cameron nicht von sich selbst und seiner Vision überzeugt gewesen wäre, dann hätte er ja gar nicht erst angefangen an diesem Mammutwerk auch zu arbeiten, wie du sagst der wird auch sehr viel, hat er selber auch gesagt als ich so gelesen habe dass er das auch genossen hat ganz oft ins absolut Ungewisse zu springen und ja dabei war, also der Zug fährt und er ist noch dabei die Schienen zu legen weil die Technik gab es nicht um das Motion Capture so zu machen wie er es machen wollte Und also solche Aspekte da ... Dieser Überzeugungskraft auch hervorzubringen, keine Frage. Und natürlich auch als jemand, der glaube ich am Set, was man ja auch so hört, jemand ist, der da auch sehr.
Christian:
Direkt auch sehr anstrengend, sehr fordernd, sehr visionär, vielleicht auch für viele wie ein Arschloch auftritt und da wirklich seinen Stiefel durchzieht. Ich glaube, dass das ein Aspekt ist, der unter Umständen oder eine Art von Regisseur auch irgendwie hervorbringt und er ist glaube ich so jemand. Es gibt wahrscheinlich die, die alles anzweifeln und in kompletter Kollaboration aufgehen und in dieser Gemeinschaft ihren Film schaffen und Cameron ist so ein Visionär, der aber ich glaube, dass halt dieser, Typ Mensch, für diese Thematik nicht passend ist, weil das sind so, also um es vielleicht nochmal platter oder Verschwurbelte auszudrücken. Eigentlich sind das sehr hochphilosophische Themen, mit denen sich Cameron auseinandersetzt, die er aber unter einem absoluten Dogma behandelt. Und beides geht nicht. Du kannst nicht unter einem Dogma, unter einer, ne, Dogma ist ja, du kannst nicht an Gott zweifeln, es ist gesetzt. Das Dogma ist gesetzt und kann nicht hinterfragt werden. Und so kannst du halt nicht Hinterfragung betreiben. Und ich glaube, bei Cameron ist das irgendwie so ein, Und das ist dieser Widerspruch, der da irgendwie da ist. Da ist er einfach nicht der richtige Typ, um solche philosophischen Themen zu verhandeln.
Thomas:
Das ist interessant. Also du meinst mit anderen Worten, diese Eindimensionalität in der Behandlung der Themen, die wir im Film sehen, spiegelt so ein bisschen auch das, was hinter den Kulissen abgelaufen ist. Es gab also sozusagen, ich sag mal, keine philosophische Gesprächsrunde, wo man dann gesagt hat, okay, wir identifizieren jetzt einfach wirklich mal diese starken Themen, die da einfach sind. Vielleicht streichen wir sogar irgendwas, weil wir den Schwerpunkt eher auf visuelle Opulenz erst mal legen und aber dafür ein großes Konfliktthema haben, das wir aber dann wirklich mit Ecken und Kanten in diesem Film darstellen wollen. Das gab es halt nicht, sondern hier greift wieder das, was ich gerade so ein bisschen versucht habe, nochmal so darzustellen, zu sagen.
Thomas:
Und auch aufgrund der Stellung, die du beschrieben hast, die Cameron im System und als Mensch selber dort mit einfügt und einbringt, dass das alles dazu geführt hat, das muss man glaube ich festhalten, wenn es ihm um diese Themen gegangen ist, ja, er hat sie dargestellt, aber er ist auch nicht weitergegangen als in der puren Darstellung. Er ist an der Konfliktgestaltung dieser Themen gescheitert in diesem Film. Ganz einfach krackend gescheitert. Da ist nichts hängen geblieben, es ist nichts kulturell hängen geblieben, es hat uns nichts weitergebracht, es hat uns nicht die Augen geöffnet. Sondern es und da fällt mir ein, dass Avatar zumindest auf der Größenordnung ja eigentlich auch der erste richtige Cameroon-Film war, wo er ja sozusagen diese gesamte Welt auch wirklich gestaltet hat. Bei Aliens ist hereingesprungen, diese Welt gab es schon. Bei Terminator ist hereingesprungen, diese Welt gab es auch schon. Titanic, die Geschichte war auch schon erzählt. Jetzt weiß ich gar nicht True Lies, das war glaube ich auch ein Film von ihm, aber das muss man wahrscheinlich irgendwie unter einer anderen Geschichte sehen, das war ja nicht Worldbuilding, an sich, das war auch eine ganz andere Geschichte. Hier war es ja jetzt wirklich eine Welt, eine neue. Und in dieser Dimension ist es das erste Mal, glaube ich, dass Cameron wirklich so vollumfänglich etwas Eigenes, Neues wirklich auf die Leinwand gebracht hat. Und ja, da sind, visuell, aber da sind Sachen zu kurz, also diese Handlungssachen zu kurz gekommen offensichtlich.
Christian:
Und ich frage mich auch so ein bisschen, er ist halt auch nicht mehr der junge Rebell. Er ist nicht mehr der junge Filmemacher, der vielleicht noch irgendwie, weißt du, wo es auch innerlich so brennt, wo die Themen auch innerlich irgendwie brennen, sondern das Paradoxe.
Thomas:
Ja, das ist wichtig.
Christian:
Um den Punkt nämlich auch nochmal zu Ende zu führen und dann springen wir auch in das Thema Technik und 3D. Der Film ist ja auch höchst Paradox, weil er will uns ja oder erzählt uns ja.
Christian:
Wie also was wir da gesehen haben auf inhaltlicher Ebene, ja der Mensch ist das Problem, der Mensch und der Umgang mit der Technik, der Mensch und der Umgang mit diesem immensen Einsatz von Maschinerie und von Zerstörung und von, Ressourcenverschwendung, die da stattfindet, in einem Film, der unter höchstem technischen Aufwand mit Innovation und, Computerleistung, also ich will jetzt nicht sagen, hey Cameron, wenn du irgendwie den Urwald retten willst, hör auf Filme zu machen, soweit gehe ich jetzt nicht, aber ich finde es halt so paradox, dass der Film auf technischer Ebene, also es ist ja eine ganz plakative, dogmatische, Technikkritik, die der Film herausübt, während wir im Kino sitzen, 3D-Brillen aufhaben und eine völlig neue Kinotechnik oder eine, Kinotechnik in neuer Dimension auf uns wirken lassen, das fand ich damals auch schon so paradox, also wie es jemand schaffen kann, uns sozusagen diesen Inhalt in diesem Schlauch zu präsentieren und, das meine ich halt, so dogmatisch dabei vorzugehen, dass er ja offensichtlich den Widerspruch selbst noch gar nicht sieht und das macht es dann wieder so, naja, also ich mache mir so meine Gedanken und sehe diesen Widerspruch, aber derjenige, der ihn irgendwie verursacht hat, erkennt ihn vielleicht noch nicht mal. Was will er mir denn, was für große Erkenntnis kann ich denn da erwarten? So, aus dieser Verhandlung. Ähm.
Christian:
Aber vielleicht ist das auch das Sprungbrett, um über diese paradoxe technische und präsentationstechnische Respekt auch zu sprechen.
Thomas:
Ich glaube, mit diesem Part, den wir jetzt langsam beenden, wo wir so ein bisschen über diesen Film an sich und auch über die Handlung sprechen. Ich bin mal gespannt, wie deine Zuhörerschaft da draußen natürlich jetzt auch so ein bisschen mit uns wieder schon missdiskutiert und welche Standpunkte da aufgemacht werden. Ich bin der Meinung, dass wir schon einige wirklich valide Argumente rausgezogen haben, warum uns es, also Betonung liegt auf uns beiden, wo es so schwer fällt, ja, diesen Film, so gern wir es auch möchten. Und ich möchte es gerne, Christian, um einen kulturellen Status zuzugestehen, der sich widerspiegelt in dem, was er dann tatsächlich auch angestoßen hat auf technischer, finanzieller Ebene und auf den Status, den ein James Cameron natürlich nach wie vor hat. Denn obwohl ich ihn nicht gesehen habe, habe ich schon verstanden, dass er auch, wenn es um Way of Water, um den zweiten Teil geht, sehr viele Freiheiten wieder hatte. Zusätzlich ist noch Avatar, korrigiere mich, drei, vier, fünf bis zehn so ungefähr geplant. Auch das finde ich immer schon mal so ein bisschen so, was will das denn jetzt? Aber das wäre vielleicht Thema für irgendwelche Folgebesprechungen, wenn man überlegt, wo will er mit seinem eigenen Avatar Cinematic Universe oder wie auch immer, wo will er denn gerade damit hin? Ich sollte aber natürlich dann den zweiten erst einmal gucken, das gerne als Vorwurf jetzt schon mal mitgenommen.
Thomas:
Ja, aber diesen müssen wir jetzt erst mal für sich so stehen lassen, wenn es jetzt rein um den Film, um die Handlung und um die Themen geht, die wir gerade aufgemacht haben, weil letztendlich er stand halt 14 Jahre erst einmal da für sich. Ja, und genau. Und das war so der Punkt, genau, auf den wir jetzt geguckt haben, um zu diskutieren, auch ein bisschen eine Rückschau, wie wir ihn damals geschaut haben und was er für uns, für unser Umfeld so ein bisschen für die Filmwelt letztendlich ausgelöst hat. Ja, was er ausgelöst hat.
Thomas:
Wenn du möchtest, dann können wir mal über diese 3D-Brücke gehen. Da sage ich einfach gleich mal, um da auch so ein bisschen, ich hoffe, da die richtige Richtung einschlagen zu können, was Avatar angefangen hat mit der 3D-Technologie, wirklich, also man muss natürlich, wenn man es historisch betrachtet, das wisst ihr daraus natürlich auch, das war ja bei Weitem nicht das erste Mal, das ist plastische Bilder, stereoskopische Bilder, da muss man auch mal gucken, manchmal war es so stereoskopisches 3D, also wir fassen das mal zusammen und sagen, jetzt ist es das 3D, was man so aus dem Kino kennt, einfach so, um nicht zu viel durch die Begriffe zu haben. Es war ja nun nicht die erste Welle, die er angestoßen hat. Und was ich sagen wollte, das nehme ich jetzt schon mal vorweg, es gab dann Filme danach, die diese Kunstform der Perspektive dieser Drei-Dimensionen deutlich besser umgesetzt haben Und wo bei mir persönlich der Schalter erst so richtig umgesprungen ist, wo ich dann so richtig erkannt habe, das ist sozusagen jetzt the power of 3D, das sind jetzt die Fähigkeiten dieser neuen Technologie, als es tatsächlich Avatar geleistet hat. Ich bin ihm total dankbar, weil er war der Türöffner, aber die Landschaft, die sich da nachher aufgetan hat, da war nicht Avatar das Maßgebende für mich, sondern da waren es andere Filme.
Christian:
Muss man ja auch noch mal dazu sagen jetzt ist der Moment wo das Outing passiert, du bist großer Fan von 3D du bist sehr leidenschaftlicher 3D-Filmschauer, sind noch Zuhörer da jetzt es gibt wahrscheinlich Dutzende von dir da draußen, Dutzende, die ähnlich denken, aber, lass uns das vielleicht noch ein bisschen aufrollen, weil du hast vollkommen recht, Avatar, vielleicht um da noch so ein bisschen anzuknüpfen, hat, ich glaube, das ist auch einer der Gründe, warum der Film dann auch so ein Backlash bekommen hat, warum der dann auch so kulturell auch nicht angeschlagen hat und warum auch viele Leute, glaube ich, sehr verärgert irgendwie auch auf den Film schauen, denn der hat, Stichwort 3D, stereokopisches 3D, der hat das 3D-Kino, wie du sagst, diese die jüngste Welle, die letzte Welle halt enorm angetrieben, enorm. Er war nicht der erste auch in dieser Welle, da waren ja auch schon 2009 der ein oder andere Film im Vorfeld. Aber wie du sagst, der hat eine Tür aufgemacht, er hat sich zum erfolgreichsten Film aller Zeiten gemausert. Leute sind wiederholt ins Kino gegangen.
Christian:
Muss man ja auch dazu sagen, haben auch diese Präsentation nur dort bekommen. Also eigentlich ja etwas sehr Positives, auch was das Kino angeht. Zu sagen, 3D ist eine Sache, die klassischerweise im großen Kinosaal stattfindet. Da werden wir gleich auch noch ein bisschen drüber sprechen. Und das sind ja erstmal durchaus positive Sachen. Ich glaube, was für viele Leute dann so Grund für die Kritik wurde, dass halt eben dann wirklich nahezu jeder Blockbuster-Film im Nachgang auch noch in 3D umgewandelt wurde und da eben auch auf technischer Ebene viele, viele Dinge sehr schief gelaufen sind und man dann da verärgert an der Kinokasse stand am Freitagabend und gesagt hat, was, ich muss den jetzt in 3D gucken? Und dann noch 5 Euro mehr zahlen für den Kram. Da hat man, glaube ich, die Leute echt nicht unbedingt abgeholt, sondern sehr schnell verärgert.
Christian:
Man kann hier 12 Jahre in die Vergangenheit sich durch das Archiv bei uns hören und an vielen Stellen habe ich auch drüber geschimpft und gesagt, mache ich nicht mit. Ich habe damals zum Beispiel als Anekdote, den ersten Avengers, den haben wir auch nicht im Podcast zum Kinostart besprochen. Ich habe ins Kinoprogramm geguckt in Kiel, habe gesagt, der läuft hier nur in 3D. Ich gucke den nicht so. Ich will den nicht so sehen. Und habe ihn dann in meinem Kino nachgeholt. Also das gibt es halt auch. Und ich glaube, dass da eben auch dieses, dieser, dieser, dieser Aspekt von 3D-Filmen und 3D-Kino einfach auch viele Jahre so gelitten hat unter dieser wirtschaftlichen Auswertung und auch dieser Verwurstung.
Thomas:
Keine Frage. Also vielleicht ganz kurz noch zum Vorverständnis für euch da draußen auch.
Thomas:
Ich, und das dürft ihr als geneigte Second-Unit-Fans natürlich durchaus erwarten, ich bin alles andere als stereotypisch im Sinne vom 3D unter- oder missionarisch im Sinne bin ich natürlich, ich würde mich natürlich freuen, wenn wir, wenn dieser Diskussionsteil euch da draußen vielleicht nochmal bewegt, über das Thema 3D ein bisschen neu nachzudenken oder vielleicht sich doch mal wieder eine Brille aufzusetzen. Dazu werden wir auch noch so ein bisschen was sagen, was da so auch der Rahmen oder die Abhängigkeit und du hast ja jetzt auch schon konkret so ein bisschen wirklich so diese Schwierigkeiten oder diese Gründe für so diese Diskrepanz, noch nicht mal so diese Abkehr gesprochen. Also ich habe totales Verständnis dafür, weil die Wahrnehmung von 3D ist nun mal einfach grundlegend anders als die von 2D. Ja, ich habe erst einmal eine Brille und wenn ich schon Brillenträger bin, habe ich noch eine zweite Brille, die ich aufsetzen muss. Und dazu kommt, ich glaube, das kann man, ich bin kein, weiß Gott, kein, was heißt eigentlich, kein Neurologe oder physikalisch optisch so geschult, aber zumindest kann man sich gut vorstellen, dass wenn man auf einmal eine neue Perspektive wahrnimmt, auch wenn man im Alltag einfach, also die meisten jedenfalls, wenn man keinen Augenfehler hat, das ist natürlich auch nochmal wieder eine Schwierigkeit, manche Leute sehen einfach keinen 3D.
Thomas:
Ja, dann ist das im Kino immer noch was anderes. Das Gehirn verbraucht mehr Ressourcen, mehr Konzentration, mehr Energie, um einfach dann diese Perspektive zu sehen, damit zurechtzukommen, die Handlung noch zu verfolgen, den Film verfolgen zu können.
Thomas:
Sicherlich auch gerade in den Momenten, wenn man das überhaupt nicht trainiert ist, wenn man einfach mal so gelegentlich die Brille aufsetzt und wir werden zum Thema VR-Brille, da gibt es ja auch diese Effekte zu sagen, ich merke, wie anstrengend das einfach ist. Manche Leute bekommen Kopfschmerzen. Für euch da draußen, das verstehe ich total. Ich verstehe, dass es einen nicht zu unterschätzenden Prozentsatz von Kino-Zausschauern gibt, die sagen, ich kann aus den verschiedensten Gründen damit einfach nichts anfangen. Ein Grund darf es allerdings nicht sein und das ist eine technische Hürde. Wenn es die technische Hürde ist, die euch dazu bewegt, weil das Bild zu dunkel war, weil es Doppelkonturen gab oder einfach nur ihr so einen flauen Eindruck hattet, keine richtigen Perspektiven, dann sind das oftmals leider wirklich bei kleineren Kinos vielleicht noch eher, obwohl auch die will ich nicht jetzt irgendwie.
Thomas:
Ja, da im Vorwurf machen, der nicht gerechtfertigt ist, kann es auch bei großen, aber generell ist das immer so eine Sache, die technischen Anforderungen an die Projektion eines 3D-Films sind einfach andere als an 2D. Also von daher nochmal zurück, da habe ich totales Verständnis dafür. Jetzt zu meinem Vorverständnis kurz, ich bin offensichtlich jemand, der so, wenn man die gaussische Glockenkurve hat, da hast du auf der einen Seite die, die mit 3D aus diversen Gründen eben angesprochen nichts anfangen können, dann hast du dieses große Mittelmaß, okay, ab und zu mal, muss aber nicht sein, wenn er zu teuer zu lang ist, auch nicht. Ich bin so ganz rechts auf der, bei dem 1%, die sagen, eigentlich nichts mehr ohne.
Thomas:
Das hat vielleicht, das hat vielleicht, jetzt während wir übrigens sprechen, ist bei mir gerade auch noch so ein 3D-Film in Umwandlung, aber da hat bei mir damit was zu tun, einfach, dass ich.
Thomas:
Offensichtlich extrem sensibel dafür bin, verführbar dafür bin, wenn es um Perspektive geht. Das fing eigentlich an, jetzt nicht, ich will nicht zu weit nach hinten gehen, 1982 gab es im öffentlich-rechtlichen Fernsehen das erste Mal eine Sendung, ich habe das vom WDR-Zuschauer-Service mir auch die DVDs zuschauen lassen, der hieß, wenn die Bilder plastisch werden, wenn die Fernsehbilder plastisch werden, das waren zweimal 45 Minuten, wo im Grunde genommen mit Rot-Grün an der Glyphen 3D eine Probesendung gemacht worden ist. So ein Zweitaler, zweimal 45 Minuten. Da hat sogar noch eine Ingrid Steger mitgespielt als Beispiel. Und Wilfried Göpfert, der normalerweise Wissenschaftsredakteur war, der hat so ein bisschen erzählt, wie die Technik funktioniert etc. pp. Da gab es dann Pappbrillen beim Optiker zu kaufen.
Thomas:
Dass auf einmal dieses sonst flache Fernsehbild, und du siehst mich gerade wild gestikulieren, das können jetzt deine Zuhörer natürlich nicht, das hat mich so in seinen Bann geschlagen. Und das war eine Qualität, wenn du dir nach heutigem Maßstab, ich kann es auch nicht mehr gucken, dann kriege ich irgendwie gleich unterschiedliche Farbempfindungen, wenn ich die Brille wieder absetze. Aber das hat mich damals als... 13-Jähriger so beeindruckt, dass ich nie wieder von dem Thema 3D weggekommen bin. Das Problem war nur, es gab nichts mehr in Sachen 3D. Ich bin kein Kind der 50er, wo es dann entsprechend schon mal diese Entwicklung hat. Und 3D war ja immer mehr getriggert oder neue Technologie im Kino, um die Leute wieder ins Kino zu locken. Weg vom Fernsehen in den 50er Jahren hin zum Kino.
Thomas:
Ja, und dann gab es höchstens nochmal so 3D auf der Kirmes in diesen, oder Jahrmarkt, sag mal, in diesen Rundum-Kinos, wo man diese Brillen dann aufsetzen konnte, ein ganz anderes, viel besseres 3D als im Fernsehen, weil schon in Farbe und richtig großes Bild. Und dann war nach langen, langen Jahren tatsächlich als erster 3D-Film der Weiße Hai 3D, Teil 3 in 3D im Kino, den ich mit meinem Vater damals angeschaut habe. Und da kam ich das erste Mal mit dieser Polarisations-3D-Technologie in Berührung, farbige Bilder, viel bessere Kanal, linkes, rechtes Auge, Trennung, Stereo-Trennung vom linken und rechten Kanal. Und dann habe ich immer gewartet und gehofft, dass irgendwann mal die Technologie so weit ist, dass eventuell man auch vielleicht zu Hause oder wieder mal im Kino irgendwas in 3D sehen kann.
Christian:
Du hast gesagt, Avatar hat die Tür aufgemacht, aber war es denn gar nicht? Was waren denn danach die Filme? Fällt dir da was ein, wo du sagst, okay.
Thomas:
Das hat funktioniert, das war's?
Thomas:
Ja, ihr habt richtig gehört da draußen, Tron Legacy, jetzt wird es ja, jetzt wird es aber, Avatar und Tron Legacy, aber ich sage euch auch warum. Das, was bei Avatar nicht geklappt hat, also beziehungsweise gesagt haben, visuell opulent Handlung, ihr habt uns ja hoffentlich gut zugehört. Bei Tron Legacy war es ja viel einfacher gestrickt, viel einfacher. Da waren aber die Schwerpunkte, die waren wirklich, der wollte ja nichts anderes sein als die vor, also sowieso, ich war großer Tron-Fan, ich hab Tron 82 ja auch im Kino in der Premiere noch gesehen, war damals schon völlig geflasht, so, hey, ich muss was mit Computergrafik machen, wie cool ist das denn? Ja, irgendwie Computergrafik auf der Leinwand und dann diese Fortsetzung von Tron Legacy mit dieser durchgestylten Optik, die ich sowieso liebe und dieser Soundtrack von Daft Punk.
Thomas:
Ich habe den in Bremen in einem dieser umgebauten IMAX-Säle noch gesehen, war normalerweise im Kino, das ein bisschen aufgemotzt worden ist, projektionstechnisch und als ich da rausgegangen bin, habe ich gedacht, und wenn ich den zu Hause nicht in 3D irgendwann zu sehen bekomme, dann drehe ich durch. Ich muss den jederzeit greifbar haben. Ich muss nachts um drei Uhr wach werden können und sagen können, ich muss den mit dem Soundtrack in dieser visuellen Opulenz, den muss ich normal erleben. Das war der Türöffner für mich zu sagen, verdammt nochmal der hat mit dieser, Perspektive, mit dieser mit diesen technischen Möglichkeiten so perfekt gespielt, das hat sich so übereinander gelegt.
Christian:
Dass.
Thomas:
Ich gesagt, das passt.
Christian:
Den hab ich ja bei dir zu Hause in meinem Kino nachgeholt, ich glaube ich erinnere mich noch dunkel ich glaube du hast ein respektvolles Schweigen in mir erzeugt als du mich danach gefragt hast, weil du wolltest ja 3D und wir haben die Brillen aufgesucht Ich wollte einmal zeigen.
Thomas:
Wie das, ja.
Christian:
Genau, und ich habe danach, also ich habe es nicht bereut. Das war wirklich so ein Punkt, wo ich gesagt habe, ich kannte den, glaube ich, ich weiß gar nicht, ob ich ihn vorher auch schon gesehen hatte, aber ich kannte den Soundtrack in und aus, weil ich den wirklich auch hier zum Arbeiten, zum Schreiben auch gerne rauf und runter höre. Das ist unfassbar. Also die Dramaturgie allein in dem Soundtrack, fantastisch. Und ja, also ich habe das, ich habe den auch gut in Erinnerung in 3D, weil, wie du sagst, also das ging dann ja auch, Doch, das 3D fuhr denn ja auch auf, als wir im Computer waren. Und ich glaube, Avatar hat es so ein bisschen versucht, glaube ich, mit Pandora und nicht Pandora so zu unterscheiden. Aber bei Tron hat das halt auch noch ein bisschen mehr Sinn ergeben. Also erzählerisch, also Form und Inhalt sind da besser zusammengekommen, finde ich, als bei Avatar.
Thomas:
Das war natürlich der Türöffner, aber jetzt nicht missverstehen. Tron Legacy ist, wenn es natürlich um diese Verschmärung, im Grunde genommen ist Tron Legacy ja, wenn man so will, eine Art fast zwei Stunden Musikvideo irgendwo, der wirklich auch mit diesen Stärken einfach spielt und wir wissen ja, Joseph Kaczynski mit Oblivion oder jetzt auch mit Top Gun Maverick, er kann was, wenn es um diese Bildersprache einfach irgendwo geht, so ist. Gut, aber nicht missverstehen, das war halt nur ein Türöffner und dann war ich natürlich so auf Filme gespannt, die das Gegenteil eigentlich sind, die, ähm, wesentlich kleiner, intimer in ihrer Machart sind, die aber die Kunst, also um mal gezielt Kunstform mit Perspektiven zu spielen im Film, die das irgendwie.
Thomas:
Die da eine ganz eigene Art haben, mit diesem 3D umzugehen. Vielleicht ergänzend dazu, ich bin kein großer Fan, wenn mir alle fünf Sekunden was vor die Nase gehalten wird, also dass du immer aus der Leinwand rauskommst Und so nach dem Motto, guck mal, wie dicht wir Objekte im Kinosaal oder wo auch immer du 3D guckst, dir vor die Nase halten können. Mir geht es da eigentlich so um diese Perspektiven. Und ein Film, den ich dabei nennen muss, wo ich sagen kann, ich bin fest davon überzeugt, wenn jemand nur kleiner Fan davon ist, ist natürlich auch wieder visuell sehr opulent, aber ganz anders als Scrum Legacies, beispielsweise in Blade Runner 2049.
Thomas:
Was Danny Villeneuve dort und auch sein Kameramann, Ich vergesse immer wieder den Namen. Ist auch egal, der ist ziemlich renommiert. Man könnte wirklich sagen, jedes Bild, ein Gemälde, every frame a picture. Das ist so wahnsinnig überlegt aus meiner Sicht und nachvollziehbar, wie dort mit Perspektiven gearbeitet wird. Und damit meine ich nicht nur die üblichen Großstadtschluchten, die man hat, aber insgesamt, es ist eine Komposition, ist letztendlich so. Und um noch ein zweites Beispiel zu nennen, und viele andere auch. Zum Beispiel, ich springe einmal zurück in den 50er-Jahren, der eigentlich der einzige Hitchcock-Film, Dial-M for Murder, bei Anruf Mord. Hitchcock wollte nicht gerne 3D drehen, aber auch er war mal gezwungen vom Studio, so nachdem er wusste, aber auch mal 3D, jetzt ist gerade der heiße Scheiß, mach mal. Und Gott sei Dank hat er den nicht in Anaglyphen, sondern es gibt es ihn auch in dem Real 3D, also was man so aus dem Kino halt kennt. Leute, ich kann euch einfach nur sagen, auch gerade diese alten Filme, die nicht schnell geschnitten sind, die euch Zeit geben. Perspektive einzutauchen, wo ihr wirklich mal 20 Sekunden, halbe Minute euch die Objekte anschauen könnt, wie sind die.
Thomas:
Gegeneinander, wie stehen die im Raum, wie sind die Größenverhältnisse, wie tief ist der Raum, wie, das macht wahnsinnig viel, das ist so ein Mehrwert, das macht so viel Sinn und Spaß und man merkt einfach, da wurde nicht dann so irgendwie sinnvoll oder sinnlos der Effekte, 3D gemacht, Wie, und jetzt komme ich zurück, was du sagtest, was oftmals und was ganz maßgeblich zu dem schlechten Image von 3D beigetragen hat, dass die Studios natürlich Geld verdienen wollten mit der neuen Technologie. Und die ersten, die 3D, die Leute hatten eine Erwartungsverhaltung direkt nach Avatar. Die dachten, jeder Film, der das 3D-Logo trägt, ist jetzt so brillant in seiner Perspektive und in seiner 3D-Darstellung, wie es Avatar war. Mitnichten war es das natürlich der Fall. Ja, sondern das war, da war aber lange Zeit sowieso, Tron Legacy ist ja auch mit richtigen 3D-Kameras gedreht worden, aber lange Zeit gab es halt billige Software-Konvertierungen, da konntest du die Ebenen zählen, da gab es vorne eine Ebene, in der Mitte eine und hinter eine, das war es. Fährenschnitt 3D, so würde ich das mal bezeichnen.
Thomas:
Also, was ich damit sagen will, Christian, ist, du siehst, es gibt eine ganze Bandbreite und wir müssen so ein bisschen differenzieren und das frage ich Leute auch immer ganz gerne, die dann so sagen, ach, hör mal auf mit 3D, ist teuer und dann frage ich auch, ja, was war denn so der letzte Film, den ihr so gesehen habt und, was stört dich da besonders und kommt doch immer mehr auch zu diesem Schluss, muss es ja auch kommen, weil 3D im Kino ja eigentlich im Grunde genommen so keine große Rolle mehr spielt. 3D findet zumindest in seiner feinen Art und in der Art, wie man es tatsächlich genießen sollte und wie es sich auch weiterentwickelt hat, nicht mehr unbedingt im Kino stehen.
Christian:
Mhm. Ich erinnere mich noch, wir hatten, den hatten wir noch zusammen besprochen, den, ähm, wie hieß er denn jetzt noch, Godzilla vs. Kong? Godzilla X Kong? Ich kann die beiden.
Thomas:
New Empire.
Christian:
Genau. Und den, den ich im IMAX-Kino noch in Berlin gesehen hatte, auch in 3D. Und da ja auch gesagt hab, so, da nehm ich's mal mit, ne? Da ärgert mich das jetzt nicht, bei der großen Monsterschlacht, große Effekte, große Bilder, große Monster. Das kann man schon mal machen. Aber ich habe das jetzt auch, ich weiß schon gar nicht, ich habe gerade die ganze Zeit überlegt, weil ich jetzt hier so in der Nähe eben auch immer in Wuppertal, Düsseldorf, Köln, so in dem Großraum Essen, hier ist viel los, große Kinokultur und so die letzten Filmstarts, ich weiß nicht mehr, welcher das war, aber auch nur so, durchgescrollt, so im Kinoprogramm so, läuft halt auch nur in 3D. Ne. Der Mechanismus ist immer noch drin.
Christian:
Aber du hast auch, also du hast auch Recht, was so diese Verwertung und Auswertung angeht. Und auch diese, das ist so der Punkt, die Frage ist ja, müsste sich ja eigentlich auch stellen lassen, warum? Also warum und warum in diesem Fall? Und gerade heutzutage im Jahr 2024 liefern eigentlich kaum noch Filme eine Antwort da drauf. Und ich finde das so spannend, wir können da gleich nochmal drauf sprechen, was du so für Erfahrung im Heimkino jetzt machst mit 3D, weil du bist da ja sehr tief drin. Ich habe das jetzt gemacht, den Avatar-Aufbruch nach Pandora habe ich jetzt in meiner neuen Meta-Quest-Brille geschaut.
Thomas:
Habt ihr da draußen gehört, er hat eine Meta-Quest? Jetzt enttäuscht aber die Apple-Leute irgendwie unter deinen Zuhörern.
Christian:
Naja, also erstmal muss man ja auch dazu sagen, ich bin tatsächlich, ich bin ja Technik-Journalist und genauso wie du ein großes Spielkind und lasst mich auch gerne von Technik mit Technik beeindrucken und habe auch schon so seit ein paar Jahren, große Neugier am Thema Virtual Reality und als eben auch klar war, dass Apple da etwas Großes vorhat, habe ich mich auch schon mal da so ein bisschen herangetastet über auch etwas ältere Varianten und ich bin wirklich sehr neugierig, was das angeht, für mich immer aus dem Videospielbereich. Also für mich ist diese VR-Brille eine Konsole, eine Spielkonsole und ich taste mich da jetzt auch so ein bisschen durch und schaue mich da so ein bisschen auch, also spiele und schaue auch, was mit dem Gerät noch so geht. Und.
Christian:
Dann kam das ja auch so zusammen, wir wollen über Avatar sprechen, jetzt habe ich die Brille hier und dachte mir, Mensch mein Gott, das ist ja ein Aspekt, den ich gar nicht auf dem Schirm hatte.
Christian:
Dass ja auch 3D-Filme jetzt ein, ich sag mal, ein neues Ausspielformat haben oder eine neue Plattform, eine neue Möglichkeit haben. Da hast du mich dann ja auch so ein bisschen beraten, die eine oder andere App empfohlen und ich saß jetzt wirklich gestern hier an meinem Schreibtisch mit der Brille auf dem Kopf und habe so gut 20 Minuten, eigentlich sogar noch ein Tick länger von Avatar, also von einem Film in 3D in einem virtuellen Kinosaal geschaut und habe mich auch mit der App ein bisschen natürlich so durchgetestet. Und es geht hier eine Einstellung, da eine Einstellung.
Christian:
Und ich muss schon sagen, also ich bin jetzt nicht, also es hat mich jetzt, ich bin jetzt nicht konvertiert, um es mal so zu sagen. Aber ich, es halte noch nach, wie überraschend rund das Ganze war. Das war nicht perfekt. Und ich habe zum Beispiel auch das Problem, ich bin Brillenträger, ich habe, meine Sehschwäche ist sehr schwach. Also ich kann auch ohne Brille schauen. aber setz dann auch die VR-Brille, also nimm meine Brille ab, setz die VR-Brille ab, müsste da auch noch mal einen besseren Weg finden. Also hab sozusagen ja schon da, also ich hab auch ungleiche Dioptrien. Also ich merke schon, das ist alles nicht perfekt. Die VR-Brille sitzt noch nicht perfekt auf dem Kopf, ist irgendwie schwer und drückt noch hier. Und dann merke ich, ah, so ganz Probleme mit meinen Augen habe ich dann doch auch ein bisschen in den Dingern. Da gibt es noch ganz viele technische Voraussetzungen zu beackern. Aber ich saß wirklich dann da und...
Christian:
Dann auch den Film so auf mich wirken lassen dann und natürlich auch immer geguckt, wie sieht das aus, okay und da hier und so und aber das hat relativ schnell nachgelassen und ich saß da, hab bestimmt einfach 10 Minuten nur den Film geguckt und hab das Ding dann wieder abgenommen und dachte, das war jetzt überraschend möglich, um es mal so zu formulieren. Also ich dachte wirklich, ich krampfe mir da einen zurecht und schmeiße noch 5 Minuten die Brille in die Ecke und sag so ein Scheiß, wie hat sich das denn gedacht? Ja, aber es war schon nämlich noch ein Faktor, der hinzukommt, zukommt, in meinem Fall, ich habe auch einfach 20 Minuten völlig ungestört und ohne Ablenkung den Film zu Hause geguckt. Eine Erfahrung, die ich halt auch gar nicht mehr so oft habe im Alltag. Und das war dann, also dieses abschottende Element einer VR- Brille auf dem Kopf war in dem Moment ein Feature und kein Bug. Und um noch den nächsten Sprung zu machen, also nein, ich habe halt keine 4000 Euro übrig, um mir so eine Apple-Brille zu kaufen und bin auch, also könnte da noch einen ganzen Podcast füllen.
Thomas:
Was da schief. Jetzt steigt die Spendenbereitschaft da draußen für dich.
Christian:
Ja, so Verweis auf Steady an der Stelle. Aber natürlich gucke ich auch so ein bisschen mit dieser Neugier da drauf und denke mir, okay, also 3D-Filme jetzt in dieser Quest zu gucken, ging erstaunlich gut, was natürlich dann wieder fehlt, auch da, Ausspiel und Vermarktungsproblematiken, weil ich kann da nicht auf einen Knopf drücken und habe für 5 Euro einen 3D-Film ausgeliehen oder für 10 Euro einen 3D-Film gekauft. Also ich habe die Brille gestern abgenommen und habe wirklich gedacht... Also, wenn das jetzt drei Klicks gewesen wären, ich hätte mir Avengers Endgame sofort in 3D gekauft. Also einfach nur, um zu sagen, den habe ich jetzt auch in 3D und kann da jederzeit reinschauen. Wie du sagst, nachts um drei, wenn man gewisse Bedürfnisse hat, kann man die halt auch stillen an der Stelle. Aber es fehlt halt einfach an der Vermarktungskette, was das angeht. Aber es ist möglich. Und da kann man vielleicht so ein bisschen das Spektrum aufmachen. Ich saß jetzt hier mit dieser knapp 400, 500 Euro Brille auf dem Kopf und habe mir einen 3D-Film angeschaut und habe gemerkt, es geht. Und auf der anderen Seite der Skala sitzt du halt mit deinem Heimkino und deiner wirklichen Leidenschaft für das Thema. Also ich habe dich mental immer vor Augen, wie du auch wirklich das letzte vergoldete Kabel noch ganz sauber durchs Heimkino ziehst.
Thomas:
Mental siehst du mich auch immer in 3D wahrscheinlich schon vor dir.
Christian:
Aber weißt du, das geht ja auch. Aber es sind natürlich so Nischenbereiche.
Thomas:
Absolut.
Christian:
Aber vielleicht kannst du noch so ein bisschen was zu deinem Setup erzählen. Also du hast natürlich, du hast wirklich so einen Kinosaal bei dir zu Hause stehen.
Thomas:
Ja, also vielleicht nochmal ganz kurz zurück. Also nachdem die erste Erwartungshaltung, die enttäuscht worden ist bei den Leuten da draußen, nachdem sie gemerkt haben, viele der 3D-Filme, die im Kino anlaufen, die sind eigentlich, zumindest sind sie nicht den Aufpreis wert, den man dafür zahlen muss. Ja, da kam halt vieles zusammen, was, ja, also was wirklich, wo ich den Leuten, wo ich sage, ihr habt total recht, so macht es keinen Spaß, das ist kein gutes 3D, die Vorführung ist nicht gut, ja, vieles ist auch nicht standardisiert gewesen im Kino, das kam eigentlich immer so, aber auch da will ich die Kinos ein Stück weit in Schutz nehmen, die wussten ja auch gar nicht genau, was kommt auf sie zu. Natürlich gab es eine Diskussion zwischen Cameroon, was war das nochmal, das Studio, war das Fox oder so, glaube ich.
Thomas:
Die ja erstmal gesagt haben, okay, da kommt und wie soll die Digitalisierung aussehen, aber dann gab es erstmal keine Standards, dann gab es 2K 3D, dann 4K 3D, dann Doppelprojektion, dann und so weiter und so fort. Mit dem entsprechenden irren Invest, den die Kinos ja erst einmal leisten mussten, ohne zu wissen, wird sich denn die Technik jemals überhaupt amortisieren? Ist es in drei Jahren wieder weg? Oder ist es hier und zu weit? Also alles das ist Riesenthemenkomplex. Und die Leute zu Hause. Das ist die nächste Erwartungshaltung, die auch nicht erfüllt wurde. Kauft euch 3D-Fernseher. Dann sitzt man vier Meter weg von seinem damals 50, das war so 50 Zoll, 55 war schon, ich will nicht sagen, unbezahlbar, aber das war schon so der Bereich, 3, 4, 5.000 Euro schnell, sitzt man 4 Meter weg und dann hat man damals Avatar ja noch nicht mal im freien Handel als 3D-Blu-Ray bekommen können, sondern nur die Käufer eines Panasonic-Blu-Ray-Players bekamen damals als Aktionsgutschein, so eine Postkarte, die man einsenden konnte, um Avatar überhaupt auf 3D-Blu-Ray zu wirken. Das heißt, der beste 3D-Film, den gab es zwei, drei Jahre gar nicht im Handel offiziell zu kaufen.
Christian:
Wahnsinn.
Thomas:
Ja, weil Panasonic sich da die Exklusivrechte gesichert hat und gesagt hat, wir vermarkten den nur, wenn ihr die Hardware dazu kauft. So, kriegt ihr natürlich bei Ebay oder so, aber die Preise waren entsprechend. Also, so, und da haben die Leute ihren 50-Zoll-Fernseher gehabt, die Nachbarschaft eingeladen, wie damals bei der ersten Mikrowelle, was ist denn das für ein tolles Ding auf einmal, ja. Und die saßen dann davor und haben dann noch nicht mal Avatar angemacht, sondern irgendeine Demodist, die da mitgeliefert worden ist, ja, mit, ich sag mal so, mit einer Neonröhre, die oben noch flackerte und hinten noch so im Rücken war dann noch so die Sonne, die so durch ein Fenster schien und dann den Fernseher nochmal sich beleuchtete. Und die mussten das doch auch rechtfertigen. Da waren Frauen, da waren Kinder. Die Männer haben gesagt, wow, wir brauchen einen neuen Fernseher, ich brauche Vielleicht kommt die WM in 3D.
Christian:
Ja, wollte ich gerade sagen. Der Fußball in 3D.
Thomas:
Und auf einmal kam da, nicht nur, dass nichts kam, aber der Effekt war einfach nicht da. Weil 3D braucht einfach diese Bildgröße. Braucht einfach eine gewisse, weil es ist wirklich so, wenn du eine riesige Leinwand siehst und du setzt diese Brille auf, versuch das doch mal nachzuvollziehen oder achtet mal drauf auch da draußen, dann wird das Bild irgendwie kleiner. Die Leinwand verliert diesen großformatigen zweidimensionalen Eindruck. Logisch, es ist ja dann auch eine Perspektive, die dazu kommt. Und da verschieben sich die Größenverhältnisse im Sichtbereich eines Menschen. Und so weiter und so fort. Ja, und dann hattest du eben halt die nächste Pleite. Dann hat im Grunde genommen nur, also Fernseher funktionierten zu Hause nicht, im Kino funktioniert das auch alles nicht so richtig, war teuer, die Brillen waren unbequem. Dann hattest du auch noch passive und aktive, drei, vier Brillen und sagt die eine so, die andere so.
Thomas:
Ja, und im Grunde genommen funktionierte, gab es nur eine Plattform. Die durchgängig gut funktionierte und das ist die, und jetzt komme ich so ein bisschen, das ist jetzt erstmal die der Heimkino-Freunde. Die, die sagen, ich habe zu Hause entsprechend ein großes Bild. Jetzt gibt es ja auch Ultrakurzdistanzprojektoren. Damals waren es vor allem die ganz normalen Heimkinoprojektoren, Distanzprojektoren mit einer normalen Leinwand, 2,20 Meter, 3,50 Meter, schon groß. Und ich kann mir diesen Projektor und mein Umfeld genauso einrichten, wie ich das gerne haben möchte. Ich kann die Bildprogramme des Projektors, die Helligkeit beispielsweise, Kontrast so einstellen, wie ich das gerne haben möchte. Meistens hatten Heimkino-Projektoren für 3D.
Thomas:
Die ersten Generationen der Heimkino-Projektoren waren noch nicht besonders lichtstark. Die haben das dann mit ein paar technischen Tricks ausgeglichen, indem sie Farbräume ein bisschen verändert haben. Dann stimmten die Farben zwar nicht mehr so ganz, aber das Bild wirkte an sich heller. Durch die 3D-Bilden geht sowieso viel Helligkeit verloren und auch die Farben verschieben sich ein bisschen. Egal, etc. pp. Aber du hattest jedenfalls tatsächlich im Grunde genommen eine Plattform, dein Heimkino, in dem du 3D nach den Möglichkeiten, die damals die Projektoren für zu Hause dann eben auch zur Verfügung stellen konnten, so abzustimmen, dass du ganz schnell in einer erheblich besseren 3D-Qualität gelandet bist als zumindest die meisten kleineren Kinos, die die 3D-Filme auf ihrer Leinwand gezeigt haben. Und da hat man dann einfach gemerkt, 3D ist im Grunde genommen für so eine Plattform gemacht. Erst einmal für ein großes Bild und nach Möglichkeit auch, dass der Betrachter, der Zuschauer die Möglichkeit hat, die Bildparameter so abzustimmen, dass er möglichst komfortabel 3D einfach sehen kann. Und dann funktionierte es auch ein, da gibt es zahlreiche auch Gespräche, wo man sagt, wow, wenn ich, also nicht nur bei mir, aber auch bei Bekannten, wenn das Kino so ein gutes 3D hätte wie bei dir zu Hause. Dann würde ich aber nochmal neu drüber nachdenken. Das ist was ganz anderes auf einmal.
Thomas:
Also sowieso keine 50 Zoll mehr, sondern dann eben halt wirklich 100, 120 Zoll, noch größer mitunter und dann eben halt ein Raum, der wirklich keine Streulichter mehr hat, der ein bisschen optimiert ist für ein gutes, also für ein möglichst kontrastreiches großes Bild und dann wirkt das Ganze auch gleich ganz anders. Und das ist, um jetzt nochmal ganz auf das Aktuelle zu kommen, und das ist auch einer der Gründe, warum ich festhalten muss, nach all den Jahren und den Schwierigkeiten, die jetzt nur einfach angeklungen sind, da können wir beliebiger Tiefe noch weiter reingehen, 3D ist lebendiger denn je im Jahre 2024. Denn in der Nische, in der wir uns jetzt bewegen, sind die Leute angekommen, die wirklich.
Thomas:
Überzeugungsarbeit aber dieses Medium wirklich zu schätzen wissen und die nach wie vor auch diese Flamme am Brennen halten und sagen, uns gibt es noch, 3D ist eine valide Technik, wir können vielleicht noch als letzten Aspekt noch diese KI-Geschichten nachher noch mit einbilden, aber wenn jemand beispielsweise wirklich nochmal, ich gehe nochmal so zurück, auch so ein Hitchcock gesehen hat, wie bei Anruf Mord, das ist, ich denke, 3D, was sehr viele Leute einfach genießen können, wo sie wirklich sagen können, wow, wusste ich gar nicht, dass das so gut aussehen kann und dass man eine große Bandbreite an cineastischen Möglichkeiten hat, für die 3D prädestiniert ist einfach. Und wo einem was fehlt, wenn man auf einmal sagt, okay, ich nehme den Effekt weg, ich schalte wieder auf 2D und jetzt sag mir einfach mal, was dir besser gefällt.
Christian:
Ich habe das große Bedürfnis, auf dieser These irgendwie auch zu enden, vielleicht auch als kleinen Cliffhanger, also zu sagen, im Jahr 2024 ist 3D lebendiger denn je, finde ich halt wirklich wunderbar, also einfach wunderbar, weil ich nie gedacht hätte, dass wir dort im Laufe des Gesprächs ankommen. Deswegen habe ich so das Grundbedürfnis, das irgendwie stehen zu lassen. Uns geht auch, glaube ich, so langsam die Zeit ein bisschen aus. Aber ich habe dich im Vorfeld gar nicht involviert. Ich hatte sowieso vor, auch noch mal über den Way of Water mit dir zu sprechen. Also gerade wenn du sagst, du hast ihn selber noch nie gesehen.
Thomas:
Nein, nein, wirklich nicht. Nee, liegt unten, nicht hier im Stapel.
Christian:
Nächsten Dezember, nächstes Jahr soll ja dann auch schon der dritte Teil endlich ins Kino kommen.
Thomas:
Stimmt, also nächstes Jahr schon.
Christian:
Ja, vielleicht bleiben wir der Sache einfach noch ein bisschen näher als gedacht.
Thomas:
Perspektive treu, das ist schön. Sehr, sehr gerne.
Christian:
Heben wir uns das auch noch ein bisschen auf, weil, guck mal, dann habe ich auch noch ein bisschen Zeit, noch mal ein bisschen auch im doppelten Sinne tiefer in diese VR-Brille einzutauchen und vielleicht dann auch noch mal, mich auch mehr damit auseinanderzusetzen.
Thomas:
Watch Party zusammen.
Christian:
Dann treffen wir uns im Meter aus und schauen den nächsten Avatar zusammen.
Thomas:
Ja, sehr, sehr, sehr, sehr gerne. Klar, also ich bin jetzt gerade so im Redefluss, wo ich so sagen könnte, aber also.
Christian:
Pass auf, pass auf. Ich mache noch einen Kompromiss, weil du gehst mit einer steilen These raus. Ich wollte eigentlich auch noch eine steile These reinbringen. Ich glaube, ich habe das Gefühl, ich könnte mir vorstellen, dass das 3D, wie wir es jetzt kennen, ein Zwischenschritt sein könnte zu dem, was gerade da so bei Apple los ist und was sie als immersive Inhalte bezeichnen. Die sind ja sehr langsam dabei und sehr ausgewählt dabei, die ein oder andere Sportveranstaltungen, so fünf Minuten Zusammenschnitten nochmal zu featuren. Die haben jetzt, also Zeitpunkt dieser Aufnahme, einen Kurzfilm, einen Mittelkurzfilm, mittellangen Film von Edward Berger, der nichts Neues im Westen, All Quiet on the Western Front gemacht hat. Den haben die sich da richtig reingeholt und der hat so einen Film, glaube ich so einen U-Boot-Film, wo so ein U-Boot irgendwie, untergeht und irgendwie auch so ein Spektakel, ich glaube so 15, 20 Minuten lang, der jetzt gerade für die Apple Vision Pro rausgekommen ist und wo ich ein paar Schilderungen gehört habe über diese Erfahrung und wo die Leute auch sagen oh, das ist was, da könnte was sein, also dieses ja, nicht nur zu sagen, das ist ein klassischer Film auf einer Leinwand, die Dreidimensionalität hat, sondern vielleicht geht es um diese.
Christian:
Mehr so in VR-Richtung gehende 180-Grad-Fläche. Und man kann die Perspektive auch irgendwie verändern und vielleicht sich auch bewegen. Also da verschwimmt schon was. Da passiert was zwischen Videospiel und Film. Dass da vielleicht auch etwas Neues entstehen könnte, wenn auch da viele technische und wirtschaftliche Faktoren noch zusammenkommen. Wer weiß. Aber das wäre so meine These zu sagen, vielleicht ist das, was wir als 3D-Kino kennen, einfach nur ein Zwischenschritt, nicht das nächste Ding, nicht die nächste Entwicklung, sondern eine Zwischentechnologie, die uns noch zur nächsten Entwicklung bringen wird und die sieht dann halt nochmal ein bisschen anders aus.
Thomas:
Zweifelsohne gebe ich dir da recht. Ich meine, wir besitzen ja die gleiche Plattform. Ich habe ja auch eine MetaQuest 3 hier. Ich hatte auch schon die 2.
Thomas:
Und wenn ich da beispielsweise auch an Erfahrungen denke, wir haben uns ja mal so kurz ausgetauscht und als ich das erste Mal Google Earth VR mir beispielsweise angeschaut habe und es hat sich dann, was war das, Singapur und ich glaube Hongkong, ja, in einem dreidimensionalen Modell vor mir aufgebaut oder der Grand Canyon. Ja, oder ich bin mal mit dem Microsoft Flight Simulator mal vom, ich bin ja ein bisschen, hab ja schon mitgekriegt vom Anfang, so ein bisschen Japan-affin und bin dann mal so von Tokio nach Noto geflogen. Ja, ich muss ganz ehrlich sagen, dass das ist dass ich das erleben darf einfach noch. Das ist natürlich etwas, wo 3D neu gedacht wird, wo Interaktion, Interaktivität vielmehr mit Einzug hält. Und ich glaube unterm Strich, 3D ist ein zusätziger Freiheitsgrad. Was du damit, der Filmemacher, der Kreative, was er damit macht, Das ist seine Geschichte. Das ist etwas, was in seiner Verantwortung steht. Genauso wie im Grunde genommen auch das ist ja eine Verschmelzung, die Hand in Hand geht. Ich will nicht wieder dieses Fass aufmachen, weil wir jetzt langsam ausschwingend sind. Aber es gibt ja wirklich dieser große Bereich der künstlichen Intelligenz.
Thomas:
Bildgenerierung, Videokurzfilme, die auch wieder... Letztendlich geht es eigentlich darum, um Immersion, aber auch um das Geschichtenerzählen nach wie vor. Und warum sollte das nicht dazugehen? Welche Logik wäre das, zu sagen, eine gute Geschichte kann nur in 2D erzählt werden, kann nie in 3D erzählt werden? Das ist nicht meine Logik, weil ich denke, eine gute Geschichte kann genauso mit ihren eigenen Elementen so in 3D erzählt werden, wie sie nicht in 2D erzählt werden können oder wie sie anders wirkt oder jedenfalls anders. Und ich denke, das werden wir mehr sehen, je mehr Plattformen wir wieder haben, Gott sei Dank, deshalb ist es auch eine kleine Bestätigung, jetzt schon mal vorweggenommen für meine These, lebendiger denn je.
Thomas:
Desto interessanter, desto vielleicht nach wie vor nischiger, aber das ist ja auch nichts Schlimmes an sich, Ja, aber desto kreativer kann man auch mit dieser Technologie-Immersion 360 Grad, 3D und all das, was damit im Zusammenhang steht, umgehen, um letztendlich, und ich glaube, das ist immer eine Entwicklungsrichtung, wir gehen nicht mehr zurück von Farbe auf Schwarz-Weiß, wir gehen nicht mehr zurück dann von, sagen wir einfach mal ganz platt von 3D auf nur noch 2D, sondern wir gehen von 3D, um von dort aus weiterzugehen. Und deshalb ist die Technologie wieder hier bestens aufgehoben im digitalen Zeitalter, um nicht mehr wegzugehen.
Christian:
Ja, ich will das unbedingt weiter diskutieren und wir werden das auch weiter diskutieren.
Thomas:
Wir sind dabei.
Christian:
Ja, es ist spannend. Also sieht man ja auch im Jahr 2024 und wir diskutieren hier nach zwölf Jahren in der Second Unit, glaube ich, das erste Mal so richtig über 3D. Also das ist ja vielleicht auch bezeichnend.
Thomas:
Ich bin so froh, Teil gewesen zu sein dieser Diskussion.
Christian:
Wir machen das gerne. Ich merke das bei mir ja auch. Das ist ja durch diese VR-Brille und durch dieses, ich merke das so aus diesem Videospielbereich, ich habe da auch auf der PSVR 1, auf der PlayStation 4, da hatte ich auch schon erwähnt, in der Titanic, in dem Titanic-Podcast, da war auch so eine, Spieldoku, so eine Mischung aus Dokumentation und Videospiel, da bin ich mit der Brille halt auch da zu der Titanic runtergetaucht und das hat halt auch was in mir ausgelöst. Das ist alles rudimentär und grude gewesen, von der Technik bis zur Grafik, bis zur Erzählung, aber da ist so etwas und ich glaube, wenn wir Glück haben, so auch in diesem ganzen, Mixed Reality, Virtual Reality, Augmented Reality, wie auch wo immer wir da landen werden, aber da ist gerade ein bisschen was los. Mehr los als die letzten paar Jahre. Vielleicht auch mit ein bisschen Schwung auch für die nächsten paar Jahre noch was los. Und lass uns das gerne mal so festhalten. Lass uns da gerne mal über den zweiten Avatar sprechen. Ich habe den auch, ich habe den einmal gesehen halt bei Disney Plus. Da wäre jetzt der nächste Sprung, den auch irgendwie in 3D dann vielleicht tatsächlich komplett mal auf der Quest zu gucken, so, dass es halt nicht irgendwie auf der Stirn drückt und die Augen schief gucken. Das kriege ich auch noch hin bis dahin und ich finde das gut.
Thomas:
Und ich schicke dir nochmal ein Beispiel, wie gut KI-generierte 3D sein kann. Dann können wir da auch nochmal das nächste Mal drüber sprechen, weil das wirklich ein ganz, ganz großes Ding ist, gerade für uns, die in dieser Nische unterwegs sind. Also ich denke, wir haben einiges, was wir diesem Thema noch gerne hinzufügen können. Und von daher freue ich mich wahnsinnig drauf. Und mein Wunsch an euch da draußen ist natürlich, das nehme ich jetzt vielleicht schon mal ein bisschen vorweg, bevor Christian sicherlich gleich dann die Verabschiedung macht, ist, dass ich insbesondere mit meinem Enthusiasmus euch nicht überfordert habe, aber dass ihr vielleicht so ein ganz klein bisschen erkannt habt, dass es doch wirklich Leute gibt. Und da bin ich kein Einzelfall, der für dieses Thema 3D brennt. Und gerne erzähle ich euch, wie euch, ein bisschen mehr beim nächsten Mal auch über die Community und über so links und rechts, warum ich der Meinung bin und ich versuche das auch gerne mal ein bisschen zu belegen, was es da noch an interessanten Strömungen gibt. So ein paar Sachen habe ich gerade schon mal angeteasert und angedeutet, aber ich fand es halt wahnsinnig, jetzt mal hier eine Plattform gehabt zu haben, um über Avatar in dieses für mich immer reizvolle Thema einsteigen zu dürfen und so ein bisschen darüber zu diskutieren, wie ich die Technologie gerade einschätze und warum sie für mich einfach eine elementare Bedeutung hat in meinen Sehgewohnheiten. einen ganz besonderen Platz.
Christian:
Sehr schön.
Christian:
Sehr schön. Ja, dann verbleiben wir erstmal damit, dass wir da weitermachen. Hier geht es weiter in der nächsten Sendung mit einem komplett anderen Thema und komplett und 3D. Auch da werde ich nochmal jemanden überrumpeln müssen, denn die konkreten Pläne sind noch gar nicht ausgesprochen. Aber ich würde sehr gerne im November dann mit dem guten Max Snyder über den Stromberg-Film nochmal sprechen. Da war ich nämlich auch vor einiger Zeit schon im Podcast zu Gast. Da haben wir über die Serie gesprochen, über eine Folge von Stromberg gesprochen und im Jahr 2024 hat der Stromberg-Film sein zehnjähriges Jubiläum. Das hatte er schon im Frühjahr, ich bin ein bisschen spät dran, aber ich dachte mir, wir machen 2024, bevor wir es zu Ende bringen, das Jahr, würde ich ganz gerne über Stromberg, über den Film sprechen. Da kann man auch noch mal ein paar Seitenhiebe auf die Serie machen. Ich glaube, das können wir sehr gut in der nächsten Sendung dann mit Max Snyder machen. Falls du zuhörst an der Stelle, wir müssen mal uns in Kontakt setzen und machen mal einen Termin. Also, das ist hoffentlich in der nächsten Sendung dann Thema.
Christian:
TJ, wo können wir dich denn noch finden, wenn wir auch vielleicht die eine oder andere Frage in Richtung 3D haben?
Thomas:
Am besten, glaube ich, kommt ihr einfach mal zu uns rüber, wenn ich sage uns. Wir veröffentlichen in der Regel auch bei YouTube unser Kaijoland-Podcast. Wie der Name es schon vermutet, wir sind da sehr japanophil, sagt man das, oder japanzentriert unterwegs. Unser Untertitel heißt auch nicht umsonst japanische Riesenmonson Popkultur. Da gab es auch schon mal das eine oder andere nette Crossover zwischen uns und das wird auch nicht das letzte gewesen sein. Das heißt, da findet man nicht. Wir veröffentlichen, wir sind nicht so weit, noch nicht so weit, jedenfalls für die Second Unit mit eigener Homepage. Das heißt, wir sind, wenn es um Kommentarfunktionsmöglichkeiten geht, auch bei Soundcloud noch zu finden. Und ja, da ich persönlich nicht mehr so im Social-Media-Umfeld unterwegs bin, das machen die beiden Mitgestalter des Kaijuland-Podcasts, könnt ihr mich am besten, wie gesagt, über Soundcloud oder über YouTube Kaijuland-Podcast erreichen. Und eine letzte Bitte habe ich noch an Christian, weil wir kurz drüber gesprochen hatten. Solltest du irgendwann mal, meine ich will auch gleich heute Nacht um drei Uhr deine Quest 3 aufsetzen, schick mir wenigstens eine kurze Nachricht, dass ich mich mitfreuen kann und sagen kann, jetzt ist er angekommen. Aber nach und halb vier sein, also es ist auch okay.
Christian:
Ich wollte gerade sagen, ich rufe dich da an und sage, wie bekomme ich jetzt noch Tron Legacy in die Brille rein? Ich brauche den direkten Download. Genau, so machen wir das.
Thomas:
Da brauchst du ein bisschen mehr Platz im Bett. Das könnte dann der Nebeneffekt sein. Aber okay, da musst du dein Umfeld einfach Rechnung halten und ein bisschen tolerant sein. Man kann nur das ein oder andere.
Christian:
Ganz genau, ja.
Thomas:
Prima, okay.
Christian:
Genau, und ich wollte nämlich auch aufgreifen, was du gesagt hast, so ... In Richtung Social Media, in Richtung Kontaktaufnahme. Ihr dürft nämlich auch sehr, sehr gerne bei uns im Blog auf secondunit-podcast.de kommentieren, auch gerne in einen Dialog gehen mit uns, mit dir, mit dem Thema 3D. Also auch wenn ihr da Fragen habt, haut es in die Kommentare. Das lesen wir, da können wir uns gerne weiter.
Thomas:
Ja, das würde mich total interessieren. Also weil das so ein kontroverses Thema ist, ihr dürft gerne. Wäre super interessant, was war eure Top-Flops, was stört euch immer da die Technologie? Also wirklich, das wäre super. Macht das bald. Genau, ich gucke auch mit rein. Wunderbar.
Christian:
Da haben wir so die Plattform für den weiteren Austausch. Wir sind in Sachen Social Media auch sehr stark unterwegs. Also ihr findet uns bei Blue Sky, bei Mastodon, bei Instagram, bei Threads. Da findet ihr uns als Second Unit Studios. Das Das ist so der Dachverband hier drüber. Da gibt es ja auch noch weitere Formate. Ihr könnt den Podcast abonnieren. Apple Podcast, Spotify, YouTube, Podcast App, eurer Wahl, egal wo. Ihr könnt uns da in der Regel finden, abonnieren und euch da auch durch die Links klicken und sehr, sehr gerne auch dann in das Blog zurückfinden und mit uns kommentieren.
Christian:
Ja, dann, lieber TJ, bleibt mir nicht mehr viel zu sagen, außer vielen Dank, dass du hier auch irgendwie Rede und Antwort stehst und uns mal so ein Thema auch sehr leidenschaftlich näher bringst, was, glaube ich, für viele sehr schnell sehr abgetan wird. Deswegen freue ich mich schon mal sehr darüber und auch, dass wir da noch weitermachen können.
Thomas:
Da freut sich mein Umfeld, dass ich die mal nicht mit dem Thema 3D genervt habe, sondern jetzt mal gezielt hier ein bisschen was loswerden konnte. Wie gesagt, nochmal herzlichen Dank an euch da draußen und vor allem dir, Christian, für diese Einladung. Es ist immer eine Freude und ich bin davon überzeugt, dass das nicht unser letztes gemeinsames Gespräch auf welcher Plattform, wo auch immer sein wird. Und da freue ich mich einfach immer drüber, mit dir über was auch immer sich unterhalten zu können. Ja, also von daher noch einmal herzlichen Dank und stereoskopische Grüße.
Christian:
In diesem Sinne habt noch einen schönen Abend, guten Tag, gute Nacht, bis dahin, ciao.