| Artist: | Second Unit Studios |
| Album: | Second Unit |
| Year: | 2024 |
| URL: | http://secondunit-podcast.de/ |
| 0:00 | Intro |
| 0:20 | Begrüßung |
| 2:19 | Danksagung |
| 2:48 | Vorverständnis |
| 12:26 | Plot |
| 15:48 | Cast |
| 20:44 | Film |
| 1:17:46 | Was ist die Matrix (noch)? |
| 1:45:53 | Nächste Sendung: Deadpool & Wolverine |
| 1:47:15 | Abmoderation |
| 1:49:47 | Outro |
Christian:
Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Second Unit. Mein Name ist auch in dieser Runde Christian Steiner und bei mir ist die wunderbare Becci von den KulturpessimistInnen. Hallo.
Becci:
Bonjour in die Runde.
Christian:
Ich habe jetzt einfach mal ein Medium rausgegriffen. Du bist ja sehr umtriebig.
Becci:
Na klar. Sehr gut.
Christian:
Ja, wir haben da mal was vor. Wir wollen über den vierten Matrix-Film sprechen. Matrix Resurrections. Ein, ja, ein Film?
Becci:
Ein Film.
Christian:
Ein Film oder sagen wir es mal so, eine Diskussion, die glaube ich Arbeit bedeuten wird, auf die ich mich sehr, sehr freue, weil ich habe mich auch auf diesen Film schon sehr, sehr doll gefreut und auch damals sehr gefreut, als der rauskam und ja eben dann zu Pandemiezeiten auch zumindest in den USA sofort im Streaming gelandet ist. Das ist alles eine sehr turbulente Zeit gewesen. Da werden wir vielleicht auch noch ein bisschen drüber sprechen müssen.
Christian:
Aber ein Film, der ja irgendwie 20 Jahre in the making war, wenn man so will, dann endlich rauskam und mal wieder das Publikum und vor allem die Fans ordentlich vor den Kopf gestoßen hat. Wenn die Wachowskis Filme ins Kino bringen, dann, ich will nicht sagen kontrovers, aber dann artet das gerne mal in Arbeit aus. Und das ist ja auch erstmal etwas sehr Positives. Wir wollen diesen Film ordentlich auseinandernehmen und vor allen Dingen ihn verstehen, ihn deuten, Fragen stellen und das kann man natürlich auch nur, wenn man das mit Spoilern macht. Also wenn ihr jetzt irgendwie in diesem Podcast gestolpert seid, das Format gar nicht kennt, herzlich willkommen, setzt euch, nehmt eine Cola, hört uns gerne zu, denkt gerne mit, aber das geht hier ordentlich zur Sache. Also ihr habt den Film geschaut oder ihr habt keine Angst vor Spoilern. Ganz genau.
Christian:
Bevor wir das tun, ich mache mal gleich hier die Runde zu Ende, gibt es auch noch eine kleine Eigenwerbung. Ihr könnt nämlich diesen Podcast, auch wenn ihr über diesen Podcast erst gestolpert seid, ihn sofort unterstützen bei Steady. Könnt ein Abo dalassen, könnt diesen Podcast tatkräftig unterstützen. Da findet ihr bei uns auf secondunit-podcast.de alle Links und alle Möglichkeiten, euch da durchzuklicken. Das machen auch einige Leute. Vielen, vielen Dank dafür und ganz besonderen Dank gehen raus an Sebastian und Anne, die das tatkräftig tun.
Christian:
So, Becky, ich krempel die Arme hoch, es ist ein T-Shirt, es ist egal, aber es geht zur Sache. Wie ist denn so dein Vorverständnis zu dem Film, zu den Matrix Resurrections, aber eben auch zur gesamten Matrix Trilogie?
Becci:
Ja, also das ist schon so einer der Filme für mich. Also Matrix gewesen und die ganze Trilogie insgesamt gewesen und hat, glaube ich, super viel damit gemacht.
Becci:
Wie ich auf Filme gucke, dass ich mich überhaupt für Filme interessiere, dass ich mich für Actionfilme interessiere. Dass ich keine Ahnung, dass das für mich was bedeutet, dass man Filme auf unterschiedliche Arten auslegen kann und dass das in Ordnung ist, dass das so ist. Und natürlich auch, weil es meine große Liebe für das Werk der Wachowskis gestartet hat, die also für mich eine der wenigen Regie-Personas, also die beiden gemeinsam sind, die keinen schlechten Film gemacht haben in ihrer Filmografie. Da werden jetzt wahrscheinlich viele Leute aufschreien und Speed Racer oder so in den Raum werfen, aber der ist ja bekanntlich auch ein Meisterwerk. Von daher, nee, also ich finde wirklich alles, was die gemacht haben, in unterschiedlichen Abstufungen und so, aber sehr, sehr, sehr gut und es gibt mir alles sehr viel und ich kann immer sehr viel daraus lesen und so für mich mitnehmen. Und so war es auch bei Matrix 4. Also du hast es schon angedeutet vorhin in der Anmoderation, als der Film rauskam. Wir waren so mitten in Pandemiezeiten. Die Kinos hatten gerade wieder auf und ich habe echt so drei Wochen darauf hingefiebert, dass ich bloß nicht krank werde, dass niemand um mich herum krank wird.
Becci:
Dass ich mich traue, aufgrund der Inzidenzen trotzdem irgendwie ins Kino zu gehen und habe mir die besten Masken besorgt. Und die Plätze ganz links im Saal und so. Aber ich musste das machen. Also alles in mir sehnte sich in diesem Moment danach, diesen Film zu gucken. So schlimm war es.
Christian:
Fühle ich irgendwie. Ja, also ist mir nämlich jetzt auch noch mal so in der Auseinandersetzung hier mit dem Podcast aufgefallen. Ich habe ihn halt nicht im Kino gesehen. Das ist der einzige Matrix-Film, den ich nicht im Kino gesehen habe. Den ersten habe ich damals so im Heimkino, da war ich halt irgendwie zwölf oder dreizehn oder so, als der rauskam. Und das weiß ich auch noch. Ich weiß nicht, ob ich die Anekdote mal hier im Podcast schon erzählt habe. hab. Wir haben ja auch die anderen drei Matrix-Filme schon verpodcastet, so, hier im Archiv. Ich kann mich erinnern, dass auf einer Klassenfahrt ein Mitschüler mir von diesem Film erzählt hat. Und das muss so die Zeit irgendwie gewesen sein. Zwölf, dreizehn, irgendwie so.
Christian:
Und, also, ich glaub eigentlich auch noch einen Tick zu jung eigentlich so für den Film, ne? Weil der ist ja, glaub ich, irgendwie auch ab 16 oder sowas. Auf jeden Fall. Aber auch in einem Alter, wo, der hat mir das alles haargenau durcherzählt, diesen Film. So. Und das hat in meinem Kopf einfach, Das hat nicht funktioniert. Also ich habe verstanden, was er gesagt hat. Ich habe aber nicht verstanden, was das für ein Film sein soll. Und das ist das Geile bei dem, gerade bei dem ersten Matrix-Film. Du kannst Leuten erzählen, was das, du kannst das Buch lesen, das Drehbuch lesen oder die Wikipedia-Artikel durchlesen, aber du hast den Film halt noch nicht gesehen. Und das ist wirklich ein absolutes Erlebnis und den habe ich auch vor ein paar Jahren dann mal hier in Berlin auch wirklich in analoger 35mm-Form im Kino nochmal nachgeholt und hatte wirklich auch Tränen in den Augen beim ersten Film. Das ist für mich eigentlich einer der besten Filme überhaupt. Das ist eigentlich die beste, klarste, schönste Heldenreise, die es gibt. Ich bin wirklich absolut begeistert von allem, was den ersten Film auszeichnet. Es hat das Kino nachhaltig verändert, klar, die Special Effects, die...
Christian:
Die Tatsache, dass auch im großen Blockbuster-Kino man irgendwie so ein bisschen bei der Stange gehalten werden kann über Ideen, Konzepte. Man muss nicht alles verstehen, um den Film zu genießen. Man darf, vielleicht soll man sogar auch danach über den Film sprechen, um ihn zu verstehen, um sich selbst zu verstehen, um zu verstehen, was man gesehen hat und warum und wie das wirkt. Also das ist irgendwie ein Paradebeispiel auch für das, was wir hier irgendwie im Podcast machen. Dieses Überfilmen sich ja selbst auch irgendwie zu verstehen und Filme eben auch, also die Filme sind halt dann auch sehr platt philosophisch auseinandergenommen worden, aber das hat ja trotzdem sehr viel losgetreten.
Becci:
Und gleichzeitig muss man es aber auch nicht. Also gerade dieses Philosophische zum Beispiel. Man kann sich ja das Drehbuch vom ersten Film quasi vornehmen und bei jedem zweiten Satz der Dialoge raussuchen, zu welcher philosophischen Strömung, zu welchem Philosophen das jetzt irgendwie gehört. Aber der Film funktioniert auch wunderbar, wenn man überhaupt keine Ahnung von irgendwas davon hat. Und das finde ich faszinierend.
Christian:
Ja, die Andeutung macht der vierte ja auch. Also wenn du Bock auf geile Action hast, dann guckst du dir den Film an. Wenn du Bock darauf hast, über die coole Action hinweg auch noch über die Inhalte irgendwie nachzudenken, dann kannst du dir den auch angucken. Also es gibt natürlich viele Ebenen. Und ich weiß das halt auch noch, dann die Fortsetzung damals im Kino, dann 2003 auch geguckt. Ich war richtig sauer, als der dritte Film dann zu Ende war. Damals dann irgendwie tatsächlich mit 16 oder so. Weil ich das halt alles total scheiße fand und also gerade Matrix Revolutions ist für mich so ein, also der hat für mich immer noch einen Stein im Brett, über die Jahre und je älter ich geworden bin und je mehr ich mich auch damit beschäftigt habe, je öfter ich den Film gesehen habe und je mehr sich eben auch so meine Ebene verschoben hat, desto.
Christian:
Großartiger finde ich diesen Film, je mehr ich auch sehe wie mutig, Der Film erzählt und was er eigentlich auch als große Message uns ja erzählen will, also dass Konflikte vielleicht auch einfach das falsche Paradigma sind, so dass die Auflösung eines Konfliktes vielleicht eben nicht darin besteht, dass eine Seite über die andere Seite gewinnt und so weiter und so fort. Das finde ich halt, also deswegen haben also auch beide Fortsetzungen haben mich dann halt über die Jahre beschäftigt und begleitet und sind in mir und mit mir gewachsen so und das tun auch wenige Filme und ich wäre gerne so wie du Becky, ich wäre gerne ein größerer Fan der Wachowskis ich bin es aber nicht ich habe dann wieder mit Cloud Atlas fast zehn Jahre später ein ähnliches Erlebnis im Kino gehabt, also da haben wir auch hier den Den Podcast damals mit Tamino aus dem Kino, der hat ihnen ja auch wahnsinnig gut gefallen.
Christian:
Diese wahnsinnig emotionale Art der Wachowskis, dann auch vielleicht später, vielleicht schon immer, aber diese emotionale Ebene, auf denen sie erzählen, das hat mich bei Cloud Atlas total abgeholt. Also da war wirklich, da haben sie wirklich so Millimeter genau in mein Herz gezielt und exakt den Punkt getroffen, dass halt wieder alles funktioniert bei diesem Film. Dieses über Zeiten und Ebenen und Kulturkreise hinweg zu lieben und zu leben und zu leiden und zu teilen. Großartige Geschichte über das Menschsein irgendwie. Ich hätte zum Beispiel Sense8 auch lieber, gerne lieber gemocht, als sie es tat. Ich weiß.
Becci:
Ich glaube, das musst du noch mal gucken.
Christian:
Und ich bin mir auch ziemlich sicher, so Déjà-vu hier läuft gerade die Katze an mir vorbei, weil ich bin mir ziemlich sicher, dass wir jedes Mal, wenn wir über die Warowskis sprechen, auch da wieder ankommen, dass ich sage, ich muss Sense8 nochmal nachholen. Und du sagst, ja, das solltest du tun.
Becci:
Auf jeden Fall. Sense8 ist Hausaufgabenmaterial für die Warowskis, würde ich sagen. Weil es wirklich, also da steckt alles drin für mich, was sich in den anderen Filmen von ihnen auch finden lässt. Aber man merkt, dass sie dort wirklich, also komplett wahrscheinlich nicht, wir sind immer noch in wirtschaftlichen Zwängen und so, aber die größte künstlerische Freiheit hatten, das umzusetzen, was sie machen wollten in ihrer ganzen Karriere. Das hatten sie in Sense8. Und haben vielleicht auch gemerkt, dass so serielles Erzählen für die Art von Geschichten, die sie erzählen wollen, teilweise sogar besser funktioniert als filmisches Erzählen. Weil zum Beispiel Cloud Atlas, über den du gesprochen hast, vielen ist der ja einfach viel zu lang und zu üppig so für das, was er ist. Und wer weiß, vielleicht hätte das als Serie auch noch besser funktionieren können. Und deshalb glaube ich wirklich, dass sie bei bei.
Becci:
Bei Sense8, bei ihrem Peak angekommen sind und ja eigentlich damals auch gesagt haben danach, jetzt hören wir auf, weil wir haben gemerkt, Netflix hat dann die Serie abgesetzt und wir haben gemerkt, das, was wir machen wollen, lässt sich in den wirtschaftlichen Zwängen, in denen wir sind in Hollywood und drumrum nicht umsetzen. Studios werden uns niemals genug Geld geben, um das zu machen, wie wir es machen wollen. Dann hören wir jetzt auf und lassen es. Das war ja so ein bisschen nach Sense8 die Schlussfolgerung, mit der sie da rausgegangen sind. Und dann kam Matrix 4.
Christian:
Ja, ach. Ich hab Bock. Ich glaube, du bist als nächstes dran, uns nochmal an den Plot zu erinnern. Hast du da was vorbereitet? Kriegst du das hin?
Becci:
Ich hab nichts vorbereitet, aber das krieg ich auf jeden Fall trotzdem hin. Also, der Film beginnt ein bisschen mysteriös damit, dass wir, also, kleine Einstiegsszene, aber dann sehen sehen wir vor allem, dass es Neo wieder als Thomas Anderson in einer ganz normalen Welt gibt, wo er als Entwickler ein besonders tolles Computerspiel geschrieben hat, was die Menschen begeistert hat, nämlich Matrix. Also wir begeben uns auf eine große Meta-Ebene und stellen fest, alles, was wir in Teil 1 bis 3 über die Matrix gelernt haben, könnte nur ein Videospiel gewesen sein, was ein gewisser Thomas Anderson geschrieben und gefühlt hat, sozusagen.
Becci:
Und damit begibt sich dieser Film auf so eine Ebene, die wir auch schon aus dem Ersten kennen, nämlich der, wir Zuschauenden sind erstmal ein bisschen verunsichert. Was ist jetzt da gerade los? Irgendwie kann das alles nicht stimmen. Wir suchen nach Dingen, die uns zeigen, was da nicht stimmen kann. Und tatsächlich, wir haben auch vorher schon andere ProtagonistInnen des Films getroffen, Unter anderem Bugs und einen neuen Morpheus, die uns zeigen, dass es scheinbar wir uns auch jetzt wieder nur in einer Matrix befinden und es eine neue Gefahr sozusagen gibt, die es zu bekämpfen gilt. Und dafür braucht man jetzt Neo und eigentlich auch Trinity wieder, denn, Überraschung, auch Trinity lebt in dieser Matrix unter einem anderen Namen, nämlich Tiffany, verheiratet mit Chad, gespielt von, ja, Tiffany. Kommen wir noch zu, aber von sozusagen dem alten Stunt-Double von Keanu Reeves.
Becci:
Und genau, also dann spielt sich sozusagen alles so ein bisschen darin ab, dass Neo aus dieser Matrix wieder rausgelöst wird über die Zeit, anfängt. Also er will erst die rote Pille nicht schlucken, aber tut es dann irgendwann doch. Und ja, in dieser neuen Matrix ist alles ein bisschen anders gelagert, denn es gibt einen neuen großen Gegenspieler, den Analysten, der diese Matrix gebaut hat, um die Menschen das meiste an Produktivität aus ihnen rauszuholen, was man so rausholen kann aus Lebewesen. Und ein bisschen Spaß wollte er, glaube ich, dabei auch haben. So spielt Neil Patrick Harris das auf jeden Fall. Und dann geht es quasi auf den großen Shouldern zu. Werden Neo und Trinity wieder zusammenfinden? Werden sie gemeinsam gegen das große Böse kämpfen? Was ist eigentlich ihre Macht? Was macht sie zu denen, die dem Ganzen jetzt gerade helfen können?
Christian:
Ja, gut zusammengefasst, ja. Also der Film beginnt, also ich fand es charmant, als du gesagt hast, kurze Intro, da passiert noch was, da passiert der erste Matrix-Film irgendwie, aber irgendwie auch nicht und gute Beobachtung auch. Der ist verwirrender und versucht einen an der Nase herumzuführen, der Film.
Christian:
Aber da werden wir ja auch noch ordentlich drauf eingehen. Wir haben ein paar Namen, die wir noch erwähnen wollen. Wir haben in der Regie Lana Wachowski. Und auch nur Lana. Wir haben im Drehbuch Lana und wir haben David Mitchell, der, glaube ich, auch der Autor von Cloud Atlas ist und Mitbegründer, glaube ich, oder war auch irgendwie, hat mitgemischt, glaube ich, auch bei Sense8, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Und Alexander Hammond, der ebenfalls so Teil der Crew irgendwie ist und auch, glaube ich, bei Sense8 den einen oder anderen Credit in der Produktion, ich glaube auch mal in der Regie oder im Drehbuch irgendwie hat, was ich auch sehr charmant finde bei den Wachowskis. Ich glaube, die sitzen mittlerweile auch hier in Berlin. Ich glaube, die sind auch komplett umgesiedelt so aus Hollywood raus. Und die haben einfach so ihre Crew, da kannst du auch gerne nochmal kurz erzählen. Im Cast hast du nämlich den halben Sense8-Cast entdeckt. Ich habe zwei entdeckt, aber vielleicht kannst du kurz mal durchgehen, wer da alles aus Sense8 auch irgendwie in einer Rolle mitspielt.
Becci:
Ja, also wenn man Sense8 geguckt hat, dann läuft man die ganze Zeit wie Leonardo DiCaprio in diesem Meme durch den Film und macht so hier, ah, ah, ah, kenn ich doch, kenn ich doch. Also wir haben die beiden Deutschen aus Sense8, also Max Riemel, der da den Wolfgang spielt und Max Mauf, der den Felix spielt. Die sind beide in Io, der neuen Stadt von Niobe, dabei. Einer als Sicherheitschef und einer als so ein Synthian-Biologe. Also, wenn man nicht genau weiß, wer er ist, erkennt man es vielleicht gar nicht, dass er es ist, aber er ist es. Dann haben wir von den Haupt-Sense8-Leuten noch den Caffius, Tobi Onhumere, der den Sequoia spielt, also den Operator von Bugs. Und bei Bugs in der Crew gibt es außerdem noch Burke, der Will aus Sense8 ist, also Brian J. Smith. und dann gibt es noch einige von den Nebenfiguren aus Sense8 auch, also hier der Burke ist ja immer mit Lexi unterwegs, das ist Daniela aus.
Becci:
Sense8, also Indira Ibarra, dann haben wir Mumbin Bene, das ist die Sakya aus Sense8, die spielt hier die Elster, also damit haben wir quasi die gesamte Crew von Bugs, die da auf ihrem Schiff mit sind, weil sie ist ja Kapitänin, sind eigentlich alte Sense8-Leute und dann haben wir noch in so sehr kleinen Rollen sehen wir einmal Freeman Eggman und Kurab Kohli als, Programmierer in der Crew von Thomas Anderson sozusagen, in dieser Firma, die das Spiel geschrieben haben. Und wir haben Michael X. Summers, der den Scrooge einmal kurz, der ist so, Drei Sekunden im Bild und es ist, glaube ich, so eine Reminiscenz an eine echte Person, die an der Matrix-Produktion beteiligt war und das ist sozusagen der Bug aus Sense8. Also es ist wirklich, wenn ich jetzt durchzähle, eins, zwei, drei, vier, sieben, sieben Leute aus Sense8 nur vor der Kamera und hinter der Kamera waren auch einige. Also ich glaube, das zeichnet die Joachim Hauskis auch wirklich aus, dass die so ihre Leute mitnehmen. Ach Quatsch, sieben. Ich habe hier Max Riemelt und Max Mauch vergessen. Neun sogar. Die nehmen einfach ihre Leute mit, wenn man einmal merkt, dass man gemeinsam die Art Geschichten erzählen kann, die man erzählen will, dann arbeitet man noch weiter zusammen.
Christian:
Ja, und Top-Besetzung natürlich Keanu Reeves als Neo, Thomas Anderson, Carrie-Anne Moss als Trinity oder Tiffany, je nachdem in welcher Ebene. Die beiden haben es ja auch immer gesagt, also ohne Wachowskis machen wir keinen Matrix. Das geht nicht, das wollen wir nicht. Und das war ja eben auch schon immer sehr, sehr, sehr wichtig. Wir haben noch Jaja Abdul-Martin II. Als neuen Morpheus-Agent Smith. Da geht es auch schon wieder los. Dieser ganze Film fühlt sich auch irgendwie an wie so ein Remix. Also er hätte auch Matrix-Remix irgendwie heißen können, weil da werden schon mal so Aspekte von zwei bekannten Figuren so zusammengeworfen. Wir haben Jonathan Groff, der sich im Laufe der Zeit eben auch als Reinkarnation von Smith herausstellt, der ja den Chef von Thomas Anderson da in der Spieleentwicklerfirma spielt. Wir haben Jessica Henwick als Bugs dabei, Neil Patrick Harris ist der neue Analyst, der, wie du schon erwähnt hast, so eine ähnliche Rolle hat wie der Architekt in der alten Trilogie, also er hat diese neue Matrix-Inkarnation gebaut. Wir haben Jada Pinkett-Smith als Nayobi dabei, die ja auch eine der wichtigsten Brücken zur Trilogie spielt, weil sie eben diese 60 Jahre, die diese Filme eigentlich auseinander sind, ja auch irgendwie symbolisiert.
Becci:
Und sie ist alt geworden, im Gegensatz zu Keanu Reeves und Carrie Ann Moss, beziehungsweise ihren Charakteren, die überraschenderweise nicht 60 Jahre gealtert sind.
Christian:
Ganz genau.
Christian:
Worum geht es hier eigentlich? Nicht nur was ist die Matrix, aber auch was ist der Kern dieser Geschichte? Was will mir in dem Fall oder will uns in dem Fall vor allen Dingen Lana Wachowski sagen? Was ist da der Kern der ganzen Sache? Und das ist halt natürlich schon gleich als erstes auffällig, wie stark der Film mit bekannten Momenten und Motiven arbeitet und spielt. Also die Trilogie hatte ja diesen, also der erste Film, muss man vielleicht auch nochmal so ein bisschen isolierter betrachten, der erste Film, wie wir schon im Intro gesagt haben, so der hat ja einfach, der kam ja aus dem Nichts. Der war ja wirklich dieses absolut überraschende, originelle Ding, das also mit so einer Explosion in diesen zwei Stunden Spielzeit einfach vor uns passiert ist. Und dann gab es halt Fortsetzungen, die sich zur Aufgabe gemacht haben, das, was der erste Film etabliert, ja auch schon wieder in Frage zu stellen. Also Machtverhältnisse in Frage zu stellen, Figuren in Frage zu stellen, unsere Deutungsweisen oder unsere vermeintliche Kenntnis dieser Welten, der Matrix-Welt, der realen Welt, all das haben die Fortsetzungen ja auch schon in Frage gestellt. Und das macht der vierte halt auch wieder, wie du sagst, über die verschiedensten Dinge und Ideen. Da gibt es eine Matrix-Computer-Spielreihe, da geht es ja auch um die Frage, erneut die Frage, was ist real, was ist nicht real, aber in einer völlig….
Christian:
Anderen Ebene, in so einer persönlichen Ebene, so es geht auf einmal um Thomas Anderson, der halt irgendwie in Behandlung ist, ja, der leidet unter diesen Erinnerungen, wie wir wissen, aber vielleicht auch Vorstellungen, also der Film ist halt randvoll mit Ebenen, mit Motiven und das Spannende finde ich hier, ist, dass er sich halt mit sich selbst auseinandersetzt. Der erste Matrix-Film, der sich mit der Matrix als Matrix in unserer Welt auseinandersetzen kann und es auch tut. Und da geht's halt schon los. Also Lana ist da alles andere als einfache Wege gegangen mit diesem Film. Hast du vielleicht noch ein paar Beobachtungen oder Motive oder einfach Dinge, die dir so aufgefallen sind?
Becci:
Also dieses sich mit sich selbst beschäftigen, das ist was, was ich wirklich sehr, sehr schätze an diesem Film, weil ich weiß nicht, es gibt so viele Kunstwerke, auf die wir heute gucken, wo wir sagen, da gibt es Leute, die haben das vielleicht anders verstanden, als die Künstler das gemeint haben. Ich finde, so typische Beispiele sind zum Beispiel Fight Club und was sich da so für Leute anzieht. Oder sowas wie American Psycho. Und mir ist jetzt nicht bekannt, dass David Fincher eine große Rückeroberung seines eigenen Stoffes angestrebt hat, um ihn quasi zu befreien von dem, was er damit angezogen hat. Wohingegen Lana Wachowski in diesem Film, Glaube ich, genau das tut. Also sie übernimmt Verantwortung für das, was mit ihren Ideen aus Matrix 1 passiert ist. Also ich spreche natürlich von Red Pilling, davon, dass gerade in diesem Internet irgendwie das eine rote Pille oder die rote Pille nehmen und dann erleuchtet zu sein und wirklich zu verstehen, was hinter den ganzen Verschwörungen der Politik und so weiter steckt, dass das ja quasi eine Welle ist, die angezogen wurde irgendwie von diesem Film.
Christian:
Vor allen Dingen auch von der politischen Rechten. Da gibt es doch auch diesen legendären Screenshot, dass irgendwie, glaube ich, Ivanka Trump irgendwie twittert, die Leute sollten mehr rote Pillen einwerfen und ich glaube Elon Musk sagt, ja, schon längst eingeworfen und Lana antwortet, go fuck yourself.
Becci:
Fuck you both.
Christian:
Ja, also dieses Vereinnahmen von Fiktion, von Geschichte.
Becci:
Und, also ich glaube, das ist sozusagen das, was jetzt hier unter anderem, neben, wie du gesagt hast, vielen anderen Sachen passiert. Also zu sagen, ich muss, also der einzige Weg, wie man sich Kunst als Künstler zurückerobern kann, nachdem man es unter die Menschen geworfen hat und die durften dann quasi ab da machen, was sie wollen, weil so funktioniert irgendwie Kunst. Jeder kann das daraus ziehen, was er möchte. Und das ist sozusagen jetzt der einzige Weg nochmal selber das Ganze füllen zu können. Und das tut sie mit diesem Film und damit, wie sie hier genau das inszeniert, dass die rote Pille nicht bedeutet, die Verschwörung der Welt zu durchschauen, sondern ja, auch eine ganze Menge mehr.
Christian:
Also erstmal ganz viele Sachen schon wieder. Und ich merke schon so, je mehr wir diskutieren, der Respekt für den Film steigt immer mehr. Ich will aber auch noch über Probleme sprechen. Also so ganz kommt Milana da auch nicht weg. Aber ganz, ganz wichtig, mir ist das auch schon aufgefallen, da wird ja wirklich auch, also da wird ja das eigene Zentrale oder eines der zentralen Bilder wird halt aktiv zerstört in diesem Film. Ja, also diese, auch da super gemacht, auch schon im Trailer super gemacht, Thomas Anderson, der da in seinem Medizinschrank einen Haufen blauer Pillen hat und die halt irgendwie im Rahmen seiner täglichen Behandlung irgendwie einwirft und dann der neue Morpheus, der kommt und ihm die rote hinhält und.
Christian:
Ikonisches Bild, ja, dieses blaue Pille, rote Pille, absolut ikonisch, wie du sagst, die politische Rechte vor allen Dingen hat sich das zu eigen gemacht, ähm, weil sie halt irgendwie meint, damit, äh, sich selbst von was auch immer zu befreien und Lana kommt jetzt und will auch dieses Bild zerstören, also will dieses Motiv auch, ablegen, so, das ist ja einer der Sätze in diesem Film, The Choice is an Illusion, also das, was der erste Film aufgemacht hat, diese, diese Wahl, ja, komm mit mir, hier in den Rabbit Hole oder bleib in deiner heilen Welt, bei der du weißt, da stimmt was nicht, das halt schon mal aktiv zu untergraben und damit zu spielen, aber eigentlich auch so hätte ich das Gefühl, sagt der Film ja auch, also geht ja noch mal eine Ebene drüber und sagt, es geht nicht um die Beantwortung der Frage, es geht nicht um die Auswahl, es geht darum, die Frage schon.
Christian:
Abzulehnen, es geht schon darum, noch eine Ebene höher zu gehen, was ja dann eben auch in meinen Augen die Fortsetzung gemacht haben. Es ging niemals um, die Menschen müssen über die Maschinen gewinnen, sondern es geht um eine Symbiose, es geht um eigentlich eine Ebene drüber, auch dieses, was ich halt eben so ein geiles Motiv einfach finde, zu sagen, in dem Moment, wo dir jemand eine Wahl von A oder B stellt, gibt es immer den dritten Weg, diese Auswahl schon in Frage zu stellen und da hinzukommen, auch diese Art von, also diese eigentliche Art von Aufklärung zu erlangen, auch im philosophischen Sinne zu erlangen, Und das ist die eigentliche Stärke der Sache. Und eben nicht wie die politische Rechte mittlerweile zu sagen, wir müssen die Rote schlucken, damit wir irgendwie zu den Guten gehören oder so, sondern einfach zu sagen, die ganze Auswahl, die ganze Prämisse ist schon falsch.
Becci:
Und da dann auch wieder das Freiheitsmotiv drin erobern zu können sozusagen, dass Freiheit eben nicht bedeuten muss, die Rote Pille zu schlucken oder sich aus einem…, einem dualen Binary von Entscheidungsmöglichkeiten den einen Weg zu gehen, sondern vielleicht auch einen ganz anderen Weg einzuschlagen, den die vermeintliche Entscheidung erstmal gar nicht vorgibt sozusagen.
Christian:
Genau, also der eigentlich freie Wille ist nicht eine Auswahl zu treffen, sondern die Auswahl schon in Frage zu stellen.
Becci:
Weil es ist ja immer die Frage, wer stellt eigentlich die Auswahl? Also wer stellt sie mir? Was haben wir in diesem Film für Momente? Also sowohl der Morpheus spricht das an einer Stelle im ersten Akt auch ganz konkret an und sagt so, sorry, das soll jetzt eine Entscheidung sein, was du mir da gerade hinlegst? Das geht doch nicht, Leute. Und natürlich, es passiert auf so einer ganz literal way, dass es irgendwie wirklich ausgesprochen wird, aber es passiert über den ganzen Film halt auch super stark auf der Meta-Ebene. Und ich glaube, deshalb war es auch so wichtig, was ja viele an dem Film nicht mögen, dass er so viel aus dem ersten Teil oder aus der Trilogie wieder drin hat, wieder aufgreift, dass er diese Hypermeta-Ebene im ersten Akt einnimmt und wirklich, dass da so Sätze fallen wie, Warner hat gesagt, entweder machen wir es mit dir oder ohne dich und deshalb kannst du jetzt entscheiden, machen wir es mit dir oder ohne dich und das ist die einzige Entscheidung, die du hast. Also, dass all diese Sachen so klar in diesem Film drin sein mussten. Wenn ich mir angucke, was in meinen Augen wahrscheinlich Lana mit dem Film auch erreichen wollte, dann musste sie das so machen. Dann war das der Weg, um das jetzt zurückzuerobern.
Christian:
Und da, das weiß ich nicht. Das weiß ich nicht. Ich bin, das geht mir so oft so bei den Wachowskis generell, dass ich die Ideen wirklich absolut feiern will. So eben auch bei Sense8. Ich habe, glaube ich, damals die, also als sie rauskamen, habe ich auch angefangen zu gucken. Ich weiß nicht, ob ich die erste Staffel, ich glaube, ich habe sogar die erste Staffel zu Ende geguckt und bin dann irgendwie so rausgefallen. Und, Also dieses, also an Ideen mangelt es den beiden ja eigentlich auch nicht. Und auch dieser Film hier steckt halt wirklich voller Ideen. Und ich weiß immer noch nicht, ob das wirklich auch auf diese Umsetzungsebene genauso hätte sein müssen. Dass Lana Wachowski mit einem vierten Matrix-Film alle drei Matrix-Filme infrage stellt, das hätte ich halt auch wissen müssen. Ja, also dass es nicht einfach wird, dass es eben nicht genügsam ist, dass es eben nicht darum geht, mit schönen Schleifchen alles nochmal zu umrunden und mir ein wohliges Gefühl in meinem Popcornbauch zu geben und zu sagen, ach, die Welt vor 20 Jahren, so das, also, weil das haben die Fortsetzungen halt auch schon gemacht, ja, die waren halt auch alles andere als genügsame Fortsetzungen.
Christian:
Und da reiht sich dieser Film, der vierte Film ja eben auch in dieses Phänomen des Legacy-Sequels ein, also diese, teilweise ja eben mit diesen großen Zeitsprüngen dazwischen, diese Sequels, die 20 Jahre später kommen, 30 Jahre später kommen die Generationen übergreifend im Publikum aber eben auch irgendwie filmisch verbinden sollen, auch die Jurassic World Trilogie, die ja dann auch immer mehr an die.
Christian:
Basics der Jurassic Park Trilogie angeknüpft hat, Figuren rübergeholt hat. Das ist ja eben auch absolut gang und gäbe mittlerweile in Hollywood. Force Awakens hat das ja auch gezeigt, dass das halt eben auch sehr gut an der Kinokasse funktioniert. Und wir sind in einer Zeit, wo Nostalgie und alles, was irgendwie an früher erinnert, halt so die Währung generell irgendwie gerade ist. Und da reiht sich dieser Film halt eben auch ein und natürlich, ähm, Also, dann auch wieder absolut großartig, damit zu spielen und eben nicht, also niemals den einfachen und genügsamen Weg zu gehen. Und da sage ich ja, also ich habe da einen Riesenrespekt vor und auf den Ebenen, auf diesen Entscheidungen und auf den Ideen bin ich auch voll dabei und sage, so muss ein Legacy-Sequel aussehen. So muss ein Film 20 Jahre später aussehen. Der muss es sich schwer machen. Der muss es mir im Kinopublikum schwer machen. Es reicht nicht, wie du sagst, das DiCaprio-Meme reicht nicht, im Kinosessel mit dem Finger auf die Leinwand zu zeigen und zu sagen, das kenne ich doch und das Gesicht kenne ich und das Logo kenne ich. Ja, hast du gesehen, die rote Pille. Wenn du nichts weißt von Matrix, aber die rote Pille kennst du. So, das ist absolut großartig. Aber ich weiß immer noch nicht, ob es die einzige Möglichkeit war, ob es da nicht auch noch andere Möglichkeiten gegeben hätte.
Christian:
Aber wer weiß, vielleicht kommen wir am Ende auch noch so zu dem ein oder anderen Problem.
Becci:
Aber gibt es nicht immer noch andere Möglichkeiten? Und man sollte viel eher quasi kritisieren, was man vorliegen hat, als das, was hätte sein können und nicht geworden ist.
Christian:
Voll, voll, voll, voll. Deswegen, also zum Beispiel auch da so dieses, was du gesagt hast mit dem Warner-Ding, also das ist natürlich auch großartig zu sagen, also Metaebene ist ja schon das falsche Wort. Das ist so der Metaellenbogen, der da wirklich einem in die Rippen gehauen wird und gesagt wird. Also als ich das auch im Trailer, im Film gesehen habe, dachte ich so, war das die Mutprobe von Lana Wachowski? Hat sie den Satz ins Drehbuch reingeschrieben, um zu gucken, ob es gelesen wird im Studio? So nach dem Motto, also wenn keine Notizen zurückkommen zu dem Satz, dann weiß ich, dass wirklich niemand das Drehbuch gelesen hat. Also Hut ab davor. Aber auch da, das ist natürlich, also subtiler wäre auch gegangen.
Becci:
Das meine ich halt noch. Auf jeden Fall. Es wäre, also dass das nicht subtil ist, ich glaube, da können wir einen Haken dran machen. Also das ist das Gegenteil von subtil, so dieser Film. Aber ich finde halt gleichzeitig so spannend, dass zum Beispiel Leute, die jetzt das daran kritisieren, Die sagen, es ist mir nicht subtil genug, es ist so plakativ, es greift diese ganzen Sachen vom alten Film viel zu doll auf und zeigt da teilweise die gleichen Bilder sozusagen. Leute sagen dann, ich fühle mich nicht ernst genommen, weil mir alles so vorgekaut wird oder so. Aber die gleichen Leute, also auch wieder nicht alle, aber teilweise die gleichen Leute sagen dann, wie kann man denn Morpheus recasten? Oder wie kann man denn diesen neuen Morpheus nur zu so einem ganz kleinen Baustein in diesem neuen Film machen und ihm...
Becci:
Und da stimme ich zu, ihm so ein bisschen seine eigene Agency wegnehmen. Und dann sage ich, ja natürlich, weil er eben nicht mehr der alte Morpheus ist, sondern es ist ein Morpheus, der wurde quasi geschrieben von Neo. Er wurde geschrieben, er wurde von ihm in diesem Model eingebaut, als die Person, die ihn vielleicht mal retten soll. Und er wurde kombiniert von ihm aus den beiden wichtigen Personen, die ihn zu dem gemacht haben, was er ist, nämlich aus Morpheus und aus Agent Smith. Das hast du vorhin ja auch schon angedeutet, dass er so ein bisschen von beidem sein soll und dass das ja, also das ohne Smith, das haben wir ja glaube ich spätestens in Revolutions so irgendwie gelernt, hätte es Neo, wie er ist, nicht gegeben, weil er diesen Gegenspieler gebraucht hat und weil sie eben vielleicht nicht nur Gegenspieler waren. Und all das hat er selber in dieses Programm, was Morpheus in diesem neuen Film ist, reingeschrieben. Und das ist für mich alles so logisch. Ich verstehe viel, was Leute an dem Film kritisieren, aber das kann ich nicht verstehen, weil das für mich ist die Art von Remix, die ich gerne hätte in so einem Film.
Christian:
Also da bin ich halt auch voll dabei. Also Morpheus ist, also viele der Figuren sind für mich halt, obwohl ich sie kenne, immer noch schwer zu packen. Also genauso Neo, genauso Trinity, genauso ihre Beziehung und ihr, all das, was dieser Film ja auch aus diesen Figuren macht, ist halt eben nicht gefällig. Ist halt eben nicht einfach nur nochmal eine Ehrenrunde drehen und nochmal so ein Greatest Hits, sondern da passiert halt sehr, sehr viel. Das nimmt auch völlig, völlig neue Ebenen, völlig neue Schichten. Auch der Architekt ist ja auch, nicht der Architekt, der Analyst, ist halt genauso schwer irgendwie zu packen wie der Architekt damals so. Äh, ähnlich, ähm, ähnlich, ähm, ähnlich großspurige Worte, die er da wählt. Und auch da wieder trotzdem irgendwie schwer zu begreifen, wie die alle untereinander in Beziehung stehen, so. Ähm, aber, ähm, ähm, wo wollte ich noch drauf hinaus? Ach so, ja, genau, also dieses, dieses, also diese, diese, dieser Remix-Charakter, ähm.
Christian:
Also ich verstehe das auch, ich verstehe nur manchmal, und da kommen dann so ein paar Ebenen, glaube ich, auch dazu, die es halt dann auch wieder ein bisschen schwieriger machen, wo ich mich halt auch zum Beispiel dann bei manchen Sachen, bei manchen Entscheidungen im Casting dann, ja, auch hinter den Kulissen. Ich glaube, die haben während der Produktion, also der Film ist 2020 gedreht worden. Sie haben im März 2020 in Babelsberg angefangen zu drehen. Und falls wir uns erinnern, shitty Timing, weil sie, glaube ich, zwei Wochen gedreht haben und dann ging die Corona-Pandemie halt so richtig los. Lockdowns, Shutdowns, das ganze Programm. Und der Film war, glaube ich, ein halbes Jahr lang brach. Also da ist halt einfach nichts dran passiert. Babelsberg hat ja auch dicht gemacht und alle wieder zurück in die USA. Und es ging auch so weit, was ich gelesen habe, dass Lana zwischendurch auch gesagt hat, ja gut, dann lasse ich es. Also da waren schon Szenen gedreht und natürlich alle Vorproduktionsebenen und so. Hat sich dann überreden lassen, so auch im guten Freundeskreis weiterzumachen. Aber sie haben zum Beispiel dann danach mit einem anderen Kameramenschen weitergearbeitet. So und das sind glaube ich so ein paar Faktoren also das Timing des Filmes war glaube ich oder ist glaube ich auch einfach ein Faktor der.
Christian:
Der den Film, glaube ich, wie sagt man, unabsichtlich verändert hat. Ich glaube, mit dem ursprünglichen Kameramenschen wäre es vielleicht anders gewesen. Ich weiß auch nicht, ob sie, also klar, die Pandemie war jetzt beim Casting nicht entscheidend, aber ich habe eben auch irgendwie gelesen, also für mich persönlich geht es einfach nicht ohne Hugo Weaving. Es gibt nur ein Smith. Es gibt, also ja, so wie alles in Matrix, da werden wir vielleicht am Ende auch drüber sprechen, Es ist halt unendlich rebootbar per se, per eigener Fiktion. Aber ich habe halt gemerkt, so ein Hugo Weaving ist halt einfach sehr fantastisch. Und Morpheus vielleicht eben nicht mit Laurence Fishburne neu zu besetzen, okay, ich finde, das Casting ist da absolut gelungen, aber ich finde es halt in dem Fall von dem eigentlichen Smith einfach ein bisschen blass. Und da sind einfach so ein paar Faktoren, wo ich mich dann auch frage, oder was ich zumindest schade finde, was für mich halt auch problematisch ist. Auch die Inszenierung der Action ist teilweise für mich problematisch, weil es eben weniger ikonisch ist als das, was die Trilogie geleistet hat. Und ein bisschen zu modern ist, ein bisschen zu viel geschnitten, zu viel shaky cam. Da war Matrix früher einfach besser.
Becci:
Ich glaube, da brauchen wir nicht drüber reden. Also optisch macht dieser Film nicht die großen Würfe, die der erste gemacht hat. Zum Beispiel auch, es gibt ja diese Szene mit dem, wie ich ihn nenne und ich glaube ein paar andere, die das analysieren, auch diesen Reverse-Bullet-Time-Effekt. Dass das nicht gut aussieht, ich glaube, da können wir uns fast alle drauf einigen. Konzeptuell finde ich es trotzdem eine sehr gute Idee, für was dieser Film erzählt. Wir sind wieder auf Meta-Ebene 4 oder 5. Quasi der Effekt, der nicht erfunden wurde mit Matrix, aber mit Matrix groß wurde und glaube ich alle damit verbinden und danach, keine Ahnung, gab es ein Videospiel danach, was das nicht gemacht hat? Ich weiß es nicht. Also Bullet Time war the thing damals so. Und jetzt zu sagen, da ist jemand, der setzt quasi das, was mit Matrix erfunden wurde, gegen Neo ein, das finde ich konzeptuell schon sehr gut gemacht.
Christian:
Ja, sieht nicht gut aus. Bin ich wieder voll bei dir. Das ist genau das, was ich habe. Die Ideen sitzen eigentlich immer und oft ist es, oder nicht oft, aber dann ist es manchmal die Umsetzung, bei der ich sage, die Idee kann ich immer noch feiern, der Respekt ist da, aber der Geschmack fehlt mir denn so dieses, also das Herz, die Emotionen dazu, das fehlt mir denn so ein bisschen dabei. Und das ist halt ein sehr gutes Beispiel. Das ging mir halt auch so. Klar, das ist halt einfach nicht so, Das ist nicht so ikonisch wie Bullet Time, es sieht halt nicht so gut aus. Und da ist dann auch wieder so das Ding, hättest du denn sowas irgendwie gebraucht? Weiß ich auch nicht, aber es ist so ein bisschen, da merke ich halt, ah, schade, da fehlt irgendwie was. Da gibt es ein paar Momente, wo ich auch so dachte, ja, schade.
Christian:
Auch am Ende des großen Finale, auch da tolle Ideen, teilweise richtig großartige Bilder. Wenn sich die ganzen Zombies da aus den Fenstern schmeißen, war ich sofort da, Also ich dachte, ja, genau so, Matrix neu kontextualisiert, neues Bild, neu, also für mich, also klar, Zombies sind schon durchgelutscht, aber in diesem Matrix-Setting auch in diesem, wie der Rückschluss auf uns, Gesellschaft, auf so eine Metapher für die Gesellschaft, also diese ganzen Right-Wing, Red-Pill-Guys, die sich halt genauso metaphorisch irgendwie aus dem Fenster schmeißen, um dafür ihre große Sache irgendwie in den Krieg zu ziehen. So ungefähr. Also da ist ganz, ganz, ganz viel los. Dann aber auch wieder ein bisschen schade, dass Neo halt nicht mehr kann, als einfach nur so ein bisschen äh Ja.
Becci:
Du Er hat doch so ein, so ein, er kann doch dann so Sachen.
Christian:
Perfektes Geräusch. Ich habe mich gerade gefragt, wie bringe ich dieses Bild des stillhaltenden Keanu Reeves, der die Hände hochreißt, wie kann ich das irgendwie, aber wusch, ist das perfekte Geräusch dafür, so. Und, ähm so, so macht es dann halt irgendwie im großen Finale ein paar Mal.
Becci:
Ja, wobei beim großen Außenfinale wiederum ist ja, würde ich behaupten, eine der Hauptsachen, die der Film sagen will, auch, dass es eben nicht Neo ist als der Auserwählte, der jetzt hier mit seinen großen Kräften und allem Möglichen.
Becci:
Die Situation lösen kann, sondern, dass der Film uns sagt, Neo war nie der Auserwählte, sondern der Auserwählte ist die Kombination aus Neo und Trinity. Und du hast vorhin schon dieses mit den Binarys angesprochen, das ist etwas, was der Film an hundert verschiedenen Orten aufmacht. Wir hatten hier Morpheus, der gleichzeitig Morpheus und Agent Smith ist.
Becci:
Und wir haben, das steht sogar, das neue Spiel, was er eigentlich programmieren soll, bevor Warner sagt, mach jetzt bitte ein neues Matrix-Spiel in diesem ersten Akt. Soll auch Binarys heißen. Also es wird uns wieder mit dem Holzhammer hingelegt und es funktioniert dann aber auch. Und das ist ja schon, finde ich, also ich glaube, das ist das, was mich am meisten berührt und bewegt hat an dem Film. Das ist die Art, wie diese Metapher des Auserwählten, die sehr viele Leute sehr gehasst haben im zweiten und dritten Matrix-Film und die selbst Leute wie ich, die die Filme mögen, – also das war mir schon sehr viel zu christlich an vielen Stellen, das kann ich nicht anders sagen – und dass sie es schaffen, daraus irgendwie was Neues zu kombinieren und das zu verknüpfen mit ihrem, in meinen Augen ihr Werk durchziehenden, absoluten Blick auf so Liebe ohne Bedingungen, bedingungslose Liebe, unconditional love. Ja, also das große Finale von Sense8 heißt Amor Winket Omnia. Liebe besiegt alles.
Becci:
Und ich glaube fest daran, dass das ist, was die Wachowskis immer erzählen wollen, in allen Sachen, die sie geschrieben haben. Und dass sie das hier jetzt eingebaut kriegen, nachdem, also habe ich nie so gesehen, aber viele früher immer gesagt haben, ja, ist schon ein guter Actionfilm, aber diese Liebesgeschichte, ich weiß ja nicht, ob die so eine Chemie miteinander haben, Und diese Carrie Ann Moss, die ist ja auch immer so kühl. All diese Sachen haben wir alle gehört über die alten Matrix-Filme. Und jetzt setzen wir einfach Keanu Reeves und Carrie Ann Moss in einen Coffeeshop. Und lassen sie nicht wissen, wer sie gegenseitig sind und erleben die zärtlichste Szene überhaupt dabei, wie sie einen Cappuccino trinken. So, da kriegst du wieder Gänsehaut, wenn ich nur dran denke. Und was daraus dann im Laufe des Films erwächst, das ist wirklich für mich der Kern dieses Films.
Christian:
Und da bin ich auch wieder voll bei dir. Also das ist Punkt 1 natürlich eine absolut logische oder mögliche Fortführung aus der Trilogie.
Christian:
Also genau wie du das beschrieben hast, das ist ja auch das, was ich so toll auch am ersten Film finde. Und ja, im ersten Film ist das halt noch relativ stark, auch in dieser männlich-weiblichen Konnotation. Er ist der Held. Sie ist zwar nicht Demsel in Distress und muss gerettet werden, aber sie, das ist ja die große Szene, sie sagt ihm ja, ey, du musst der Auserwählte sein, weil ich dich liebe und ich soll den Auserwählten lieben und das erweckt ihn wieder zum Leben. Und das ist großartig, aber da sind noch so ein paar, sage ich mal, Altlasten dieser alten Heldenreise, dieser jahrtausende währenden Heldenreise, die wir als Menschen immer wieder neu erzählen und die da halt so in Perfektion in Diamantenform runterdestilliert ist. So. Und das greifen die Fortsetzungen ja auch auf. Das sagt Neo ja auch immer wieder zu ihr. Er sagt immer wieder zu ihr, lass mal den ganzen Mist da außen weg. Ich brauch dich. So, was in der Prophezeiung steht und wer ich eigentlich bin und ist alles egal, aber ich brauch dich halt. So und da anzuknüpfen und da auch dieses, da das Pendel vielleicht doch jetzt in die andere Richtung schwingen zu lassen und zu sagen, okay, vielleicht ist es jetzt und das ist dann auch wieder eine sehr schöne Spiegelung zum ersten Film zu sagen, Neo ist jetzt derjenige, der Trinity da rausholen muss, der ihr helfen muss, der sie befreit, wenn man so will.
Becci:
Aber sie hat die Entscheidung. Der Moment an den Resurrection Pods, wenn Bugs zu ihm sagt oder zu der Tochter von dem Architekten oder andersrum, the most important choice in his life is not his to make. Und das sieht er, das versteht er. Es sieht ja kurz so aus, als würde sich Tiffany slash Trinity dafür entscheiden, nicht den Schritt zu gehen aus der Matrix raus sozusagen, sondern zurück in ihr Leben mit Chad, dem Literal. Literally Keanu Reeves Double, den sie geheiratet hat und ihren Kindern und er sagt, ich verstehe es so, es ist in Ordnung, sagt er kurz und er weiß, it's not his to make.
Christian:
Ich fand es ja auch, ich fand es ja auch richtig, also, ich fand bei der Szene, fand ich es halt auch richtig hart, jetzt nochmal so in der Wiederholungssichtung, dass das Ganze auch so familiär aufgeladen ist. Das Tiffany, Also es ist ja innerhalb dieser Matrix-Welt, dieser rekonstruierten Matrix, ist sie ja nicht nur wieder da, sondern aus Trinity wurde Tiffany, die halt Familie hat, die eigentlich ihren Alten in den Wind schießen will. Wie sich herausstellt, ist er jetzt auch nicht der Beste, aber dieses, also wirklich einfach auf dieser Ebene zu sagen, holy shit, was ist das eigentlich für eine fiese Entscheidung in dieser Fiktion, ihr, Also eben auch Kinder zu geben, in diesem Moment ihre eigenen, also ich saß da wirklich so mit Kind vor dem Fernseher jetzt das erste Mal und dachte, holy shit.
Becci:
Und ich glaube, dass der Moment hätte sogar noch mehr sein können, wenn, das haben wir bei den Filmlöwen schon mal so ein bisschen andiskutiert, wo wir auch schon mal über den Film gesprochen haben, Wenn noch ein bisschen klarer gewesen wäre, dass diese durchaus auch sehr heteronormative Rolle, die sie da eben dann hat in der Matrix als Mutter von zwei Kindern, die zu hören hat, wenn ihr Mann sagt, jetzt komm, wir gehen jetzt nach Hause, das Kind hatte einen Unfall, wir müssen jetzt und so all dieses, dass diese Heteronormativität auch zur Matrix gehört. Ich finde, das hätte man auch noch erzählen können und dass es dieses sich dagegen entscheiden, auch ein Entscheiden gegen dieses heteronormative Moment von dieser ganzen Geschichte ist.
Christian:
Auch, aber ich fand es halt auch so krass, also ich habe jetzt auch nochmal so drüber nachgedacht, wenn zu mir jetzt jemand kommen würde und sagen würde, all das, was dich umgibt, ist nicht real, inklusive deiner Familie und vor allem deines Kindes, das erschwert diese Entscheidung, sich dagegen zu stellen. Weil ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob ich dann sagen würde, ja gut, dann hol mich heraus oder ob ich mit diesem Wissen nicht auch sagen würde, nee, weil, also dann lieber in der Lüge leben, bei der ich also diese emotionale Beziehung habe, als hier rausgeholt zu werden und wer weiß, was da draußen, egal wie real das ist. Es war ja auch schon im ersten Film die Nummer mit dem Steak, zu sagen, manchmal ist das vielleicht, also man muss das auch können, das auszuhalten, die Wahrheit auch auszuhalten. Und ich fand einfach diese Entscheidung und diesen Moment so, ja klar, der Mann zieht an ihr und sagt, wir müssen jetzt so, so, okay, ne.
Christian:
Scheiß drauf, so, den Typen kannst du, aber einfach so dieses, dieses, dieses Familien-Ding und dieses Kinder-Ding und deswegen fand ich das halt so großartig, dass sie am Ende dem Architekten echt eine reinhaut und sagt, so, das war dafür, dass du halt Kinder mit in die Gleichung reingeholt hast. Also, das war nun wirklich, das hättest du nicht machen müssen, so, das war wirklich absolut gegen die Regeln, so, an der Stelle, das fand ich echt, großartig und auch da was du gesagt hast dieses bild bin ich auch voll bei dir und das ist das ist.
Christian:
Also diese Cheesiness, wenn man so will. Ja, das ist kitsch. Das ist halt nicht Ledermantel-Bullet-Time-Bang-Bang-Bang, sondern wie du sagst, die Unconditional Love ist halt das Gegenteil irgendwie davon. Und das finde ich halt auch irgendwie so großartig, dass auch an der Stelle Lana halt sagt so, das ist für mich die Matrix. Ja, wir haben diese Szene ja auch gehabt in dem Film und die werden wir hier wahrscheinlich auch nochmal irgendwie durchspielen. Aber was ist eigentlich die Matrix? Matrix, so. Und du hast ein Konglomerat, was sich da im Meetingraum hinsetzt und halt alle haben was anderes als Antwort. Es ist die Motivebene, es ist die Transebene, es ist die Bullet Time, es ist die coole Action. All das ist irgendwie Matrix.
Becci:
In der Post-Credit-Scene sagen sie ja sogar, eigentlich könnte man auch aus Katzenvideos eine Matrix zusammenschneiden und Catrix nennen. Auch das würde funktionieren. Oder? Würde es den Kern der Matrix erhalten? So.
Christian:
Und dann halt zu sagen, also wie du sagst, diese eigene Kreation zu versuchen, sich wieder eigen zu machen. Die Autorin, die sich halt versucht, über ihr Werk ihr Werk wieder zurückzuholen, die sagt, okay, fair game, alles okay, aber für mich ist das der Kern dieser ganzen Auseinandersetzung. Und für mich ist diese Liebesgeschichte und dann eben auch, ich finde es halt auch super, ich finde es halt fantastisch zu sagen, also auch da wieder der Mut, der Mut auch sich selbst das eigene Werk komplett in Frage zu stellen und zu sagen, was habe ich da geschaffen und was, also was ist das noch, was steckt da noch drin? Und dann eben zu sagen, der Auserwählte ist halt diese Doppelrolle. Also auch diese Bilder sind halt fantastisch, wo diese beiden Pods auch so nebeneinander sind. Auch der Analyst, der das ja am Ende auch sagt, seine große Erfindung in dieser neuen Runde der Matrix ist, die beiden so nah wie möglich zusammenzubringen, ohne sie zu verbinden. Also dass das die größte Energie erschafft. Was für ein Arschloch.
Becci:
Aber auch was für ein geiles Bild. Ja, na klar, total. Und da kommt der Kapitalismus. Also der Analyst in meinen Augen ist der Kapitalismus in diesem Film, der quasi, wie du jetzt beschrieben hast, Neo und Trinity dafür benutzt, seine neue, sehr produktive Matrix zu erschaffen, die die Menschen produktiv macht. Wir haben dieses Zitat von, was glaube ich sehr so in der aktuellen Zeit verankert ist, das Zitat von, es sind nicht Fakten, sondern Gefühle, mit denen man die Menschen am besten manipulieren kann. Und damit arbeite ich in dieser neuen Iteration der Matrix ganz besonders.
Becci:
Und mit Neon Trinity sind sozusagen das erste Beispiel dafür, aber bei allen anderen Menschen ist es irgendwie genauso. Und ich glaube, Kapitalismuskritik hat ja auch in der Matrix schon immer eine große Rolle gespielt und hier wird es vielleicht nicht so ausdiskutiert und philosophisch aufgebaut, wie das in den anderen Filmen der Fall war, aber fast auf der Handlungsebene ist es sehr deutlich. Also auch das Ganze aus dem ersten Akt, dass jetzt Thomas Anderson gezwungen wird, eine neue Iteration von seinem Matrix-Spiel zu machen, obwohl er Überlebender eines Suizidversuchs ist, der sicher auch damit zu tun hatte, also selbst wenn wir in der Logik der Matrix bleiben, dass er zu viel von sich selbst in diesem Spiel verarbeitet hat. Und jetzt zwingt ihn das System aber dazu, das wieder zu machen und damit seine eigene mentale Gesundheit infrage zu stellen und so. Also es ist, daher kommt der Kapitalismus wirklich mit dem Holzhammer.
Christian:
Alles unter diesem Wertschöpfungsgedanken. Ja. Die, die, die, ähm. Also du sagst, diese Unconditional Love, aber auch diese metaphysische Liebe, dieses Nichtgreifbare, dieses Schicksalshafte, was Neo und Trinity halt verbindet, dann aber mit so einer Käseglocke des Kapitalismus zu überstülpen und zu sagen, ist alles scheißegal, solange es keinen messbaren Wert hervorbringt.
Becci:
Und wir sind jetzt sogar soweit, ja, also in dieser Iteration, ja, selbst die Maschinen sind jetzt eben kampfgegen das System dabei. Also auch da haben sich wieder die Binaritäten aufgelöst. Es war ja auch schon am Ende von Revolution so ein bisschen zu sehen, aber wir alle wissen, eine Revolution ist immer nur der Anfang der Arbeit sozusagen. Und das ist ja so ein bisschen das, was uns sozusagen der zweite Akt des Films, glaube ich, vor allem erzählen will, was für Arbeit quasi nach der Revolution kommt und dass jetzt da die Maschinen und die Programme und die Menschen irgendwie versuchen, gemeinsam gegen das System zu arbeiten und sich aber auch, und das ist ja so ein bisschen Niobe's Rolle, gleichzeitig den Menschen oder den Menschen, den Programmen und den Maschinen ein gutes Leben zu ermöglichen. Also, dass das Leben auch nicht immer nur der Kampf gegen das System sein kann und dass es auch wichtig ist, da irgendwie eine Balance zu finden. Also, das ist ja so ein bisschen der Konflikt in Niobe, die nur eine ganz kleine Nebenrolle irgendwie jetzt in diesem vierten Teil ist, aber das ist der Konflikt, der sie durchzieht. Und ich habe auch schon immer gesagt, wenn wir jetzt schon ganz kapitalistisch rangehen, dann könnte aus dem Franchise-Matrix für mich als nächstes ein Videospiel gemacht werden, was alles, was in diesem zweiten Akt stattfindet, mich nochmal mehr explorieren lässt. Also alles, was da jetzt Maschinenprogramme und Menschen zusammen aufbauen und wie sie die Welt schaffen, neu.
Christian:
Also das eigentliche Utopia, was nie daraus bestand, die Maschinen komplett zu zerstören, sondern immer in einem Miteinander, wie Revolutions ja gesagt hat, so sehr versöhnlich halt zur Ende geht. Es gab ein Videospiel, es gab ja, fällt mir auch gerade noch mal ein zu dieser ganzen Morpheus-Debatte, weil ich hab das, also es gab ja dann irgendwie Mitte der 2000er dieses Matrix-Online-Spiel, was die Wachowskis ja auch irgendwie mitverantwortet und geschrieben haben und glaube ich auch als kanonisch quasi ansehen. Und ich glaube, dass Morpheus da in dem Spiel irgendwie stirbt und das haben sie, glaube ich, versucht so stehen zu lassen, um da irgendwie, ich bin da aber wirklich nicht so versiert, was das angeht. Ich auch nicht. Ich habe nur die beiden PS2-Spiele damals gespielt. Ja.
Christian:
Was halt auch wieder großartig war in dem einen Spiel, was waren das noch? Ich weiß gar nicht mehr, das war, glaube ich, in dem Path of Neo, wo du wirklich Neos Reise so ein bisschen, also so die Szenen aus dem Film nachspielst. Auch da wieder, das erste Videospiel, Enter the Matrix, war eine Nebenhandlung zu Matrix Reloaded. Also auch da haben sie schon wieder komplett verweigert, dem Publikum vermeintlich das zu geben, was es will. Das war dann das zweite Spiel, was dich Neo spielen lässt. Und das war so großartig, weil im großen Finale treten so Bit-Versionen der Wachowskis auf, die sagen Hey, im Film ist jetzt hier irgendwie folgendes und die große philosophische Auseinandersetzung, das ist ein Videospiel, wir wissen, das geht nicht. Hier ist ein Riesenmonster, bekämpft das mal. Also die wussten schon immer sich gut in Medien zu bewegen.
Christian:
Ähm, weswegen halt so dieses, vielleicht kommen wir da am Ende auch nochmal so ein bisschen drauf zu sprechen, so, was, was, was könnte auch noch kommen und was ist vielleicht auch, dass die Matrix-Welt ohne die Wachowskis irgendwie wert.
Christian:
Aber, genau, jetzt weiß ich schon gar nicht mehr, wo wir waren, aber ich wollte nochmal ein bisschen versuchen, auf diese, auf diese, eigentlich den ersten Akt nochmal ein bisschen zu sprechen zu kommen, weil der ist für mich auch so, so eine Verdichtung irgendwie auch des gesamten Filmes, weil den fand ich halt absolut spannend, großartig, genial, frustrierend, falsch und richtig. Und alles gleichzeitig, weil ich hab das dann auch jetzt bei der Wiederholungssichtung gemerkt, je mehr der Film sich dagegen wehrt, ein Matrix-Film zu sein, desto besser fand ich ihn und je mehr er dann wieder in die Matrix sag ich mal Tropes übergegangen ist, also gerade als dieser ganze Befreiungskampf dann losging.
Christian:
Desto weniger spannend fand ich ihn. Weil gerade diese ganzen Aspekte da innerhalb der Matrix, also auch Auch dieses Spiel mit Erwartungen, mit einem Thomas Anderson, der gar nicht weiß, also mit dieser depressiven Geschichte, die da verhandelt wird, die Bilder natürlich auch. Aber überhaupt so dieses Spiel auch mit Realitäten, das hat mir eigentlich am besten gefallen. Also gerade auch er, der ja eigentlich die ganze Zeit nicht raus will, der ja eigentlich die ganze Zeit unter der Kontrolle des Analysten steht, versteht, weil er sich nicht traut, weil er nicht wahrhaben will, was wahr sein könnte, weil ihm eben auch von außen erzählt wird, dass das ja so nicht sein kann. Das fand ich halt irgendwie auch ein großartiges Bild als Demontage des großen Auserwählten, der da durch die Gegend fliegt und alles irgendwie Jesus-like verändert und neu starten kann. Das fand ich irgendwie sehr, sehr fantastisch. Je frischer, je neuer die Ideen waren, desto besser fand ich den Film eigentlich.
Becci:
Ich fand auch den Analysten im ersten Akt sehr viel besser als dann später. Einfach auch, weil, keine Ahnung, also ich glaube, wer mal eine Therapie gemacht hat, der weiß, der sagt da einfach Dinge, die ein Therapeut genauso sagen würde in solchen Momenten, ja. Und ich glaube nicht, also wirklich nicht, dass Lana Wachowski damit sagen will, Therapie ist scheiße, ja, im Gegenteil so. Aber sie zeigt damit einfach, wie gut sich quasi diese neue Matrix um Neo und seine Gefühle sozusagen rumgebaut hat. Dass selbst der Analyst, der Schöpfer dieser neuen Matrix sich selbst da rein begibt, um genau mit diesen Gefühlen sozusagen zu spielen als sein Therapeut. Also ich meine, wie übergriffig kann etwas, also kann etwas übergriffiger sein, als jemandem vorzuspielen, sein Therapeut zu sein und sowas wie eine Depression und Suizidgedanken mit ihm bekämpfen zu wollen. Also das ist ja wirklich, übergriffiger geht es eigentlich nicht vom Bild. Und das finde ich, also da ist Neil Patrick Harris wirklich am Glänzen in einer Tour in diesen Szenen. So später, wenn er da so ein bisschen Größenwahnsinnig ist, habe ich das Gefühl, das haben wir alles schon mal von ihm gesehen.
Becci:
Aber so dieses, wo wir so viele Grautöne irgendwie haben und mit Neo nicht so richtig wissen, was da eigentlich gerade los ist und wem man jetzt eigentlich glauben kann und wem nicht und so. Das ist auch mein, ich mag auch den ersten Akt am liebsten. Ich finde aber auch sehr spannend, wenn man sich die Rezeption so anguckt, dass es sehr große Unterschiede gibt. Also ich habe gefühlt, gibt es für jeden der drei Akte ein Lager, was ähnlich groß ist, was den am besten findet und die anderen nicht so gut oder gar nicht gut oder was auch immer. Für mich ist es der dritte Akt, der so ein bisschen abfällt, aber der erste Akt, wirklich bin ich bei dir, ist auch mein absoluter Favorit. Aber das hat sicher, und das haben wir, glaube ich, jetzt schon ganz gut herausgearbeitet, damit zu tun, wie wir beide auch auf Matrix blicken und dass wir Matrix erlauben, sich für uns zu verändern. So, das tun vielleicht andere nicht so, weil es für sie was anderes bedeutet in ihrem Leben.
Christian:
Überhaupt auch diese ganze Montage mit diesem Titelsong aus dem Trailer.
Becci:
Ja, aus dem Trailer.
Christian:
Also der Trailer ist wirklich fantastisch, der erste, wenn man den jetzt nochmal fünfmal wieder geguckt, weil die Musik auch so gut hat.
Becci:
Das ist ja fast ein Airplane-Song, ja.
Christian:
Genau. Und den halt auch so in Gänze, glaube ich, auch in den Film zu setzen und dabei halt diese Alltagsmontage von Thomas Anderson zu zeigen, fand ich halt großartig. Und auch was du gerade nochmal beschrieben hast mit dem Analysten, ist mir jetzt auch erst klar geworden, wie, ich sag mal, rechenintensiv die Kontrollmechanismen um Thomas Anderson, um Neo herum gestrickt sind, damit er ja nicht aus diesem Bahn ausbrechen kann. Also dieses, der Chef, die ganze Arbeit, dieses ganze alles, was irgendwie an Erinnerungen aus ihm heraus, sprudeln könnte, wird sofort auf dieser fiktionalen Ebene wieder versucht zu entschärfen. Du hast ja alles, was wir wissen, was Erinnerung ist, hast du als Fiktion in dieses Spiel getan, deswegen kann das nicht echt sein, um dann aber auch den Analysten, wie du sagst, also so unmittelbar daneben zu setzen, dass in jedem Moment, es gibt ja den Moment, wo Morpheus kommt, Smith wieder erweckt wird, wir haben den Schnitt und auf einmal sitzt er vor dem Analysten, der wahrscheinlich sofort, zur Sache ist, der wahrscheinlich rund um die Uhr Neo überwacht, um zu merken, sobald da auch nur der Hauch eines Widerstandes auftaucht, ist er sofort zur Stelle, um die Sitzung zu eröffnen und zu sagen, also diese Kontrollinstanz ist krass.
Becci:
Und krasse, also alle Gaslighting-Strategien, die man so kennt, werden angewandt. Von wegen, ah, du hast meine Katze gesehen in deiner Vision, weil das ist bestimmt, weil du weil du sie so wenig magst und selbst diese Abneigung zu der Katze baust du ein irgendwie in deine Geschichten und so weiter. Und natürlich heißt die Katze Déjà-vu und so. Ja, also das ist wirklich so, wie man Gaslighting-Strategien von irgendwie so abusiven Beziehungen kennt, wo der Partner einen glauben lässt, dass man seinen eigenen Erinnerungen nicht trauen kann. Das haben sie schon sehr gut aufgebaut an der Stelle.
Christian:
Ja, vielleicht, wir haben schon, wir haben sehr viel über Lana geredet. Ich würde gerne versuchen, sie auch noch mal ein bisschen so, als wenn wir es, ja, sie ist die Autorin, ja, das Drehbuch haben noch zwei weitere Leute mitgeschrieben, aber die Geschichte ist ja eben auch, dass, das hat sie auch mal in einem Interview erzählt, also auch da wieder ein Heidenrespekt und Hut ab vor der ganzen Sache, dass die halt irgendwie fast 20 Jahre lang einen Anruf bekommen haben von Warner, jedes Jahr. Ja, wie sieht's aus? Matrix 4, habt ihr Bock? Ich weiß auch nicht, wie damals, also auch da Hut ab, gute Anwältinnen und Anwälte gehabt vor diesen Verträgen, weil ich weiß nicht, wie das möglich ist, dass wir nicht schon den 20. Matrix gesehen haben, so, das erinnert mich ein bisschen an Zurück in die Zukunft, der eigentlich auch schon dreimal hätte rebooted werden müssen. Aber in dem Interview hat sie gesagt, jedes Jahr kam halt das Angebot und die Summe wurde größer und größer und wir hätten uns steinreich machen können, aber wir hatten halt einfach keinen Bock drauf. Deswegen immer abgelehnt. Und dann ähm, Dann gab es, ich weiß gar nicht mehr genau, wann das war, aber dann gab es halt, ich glaube innerhalb von einem Jahr gab es drei Todesfälle für die Wachowskis.
Becci:
Unter anderem die Eltern.
Christian:
Die beiden Eltern, die innerhalb von drei Monaten gestorben sind. Und dann war in diesem Trauerprozess, in der Verarbeitung, hat Lana dann Neo und Trinity wiederentdeckt für sich und hat gesagt, also wie sie selber auch sagt, das ist jetzt keine große Deutung, wenn ich meine Eltern nicht schon haben kann, dann wenigstens meine größten Kreationen. Und das sind halt Neo und Trinity, das wissen die beiden auch, dass die halt mit den beiden eigentlich so ihr größtes Werk irgendwie auch geschaffen haben. Und dann ging das halt los, dass da wieder mit den beiden, ja, Grund war zu ergründen in der Matrix, zu überlegen und zu schreiben und zu experimentieren. Und dann ging es halt los. Also mit dieser sehr persönlichen Geschichte, mit diesen sehr persönlichen Erfahrungen war der Stein wieder ins Rollen gekommen. Und natürlich ist das ein persönlicher Film. Und natürlich ist die Matrix-Trilogie, sind die Matrix-Filme, ist alles rund um die Matrix eine sehr, sehr persönliche Sache der Wachowski-Geschwister, aber in dem Fall eben jetzt beim vierten Teil mit Lana, weil Lilly hat gesagt, nicht mein Ding gerade.
Becci:
Die hat auch damals die Serie gemacht hier, wie hieß denn das, mit Abby Dingens, Work in Progress. Also die hat quasi gerade eine Serie geschrieben und war damit so, also hat quasi gesagt, ich kann das nicht beides gleichzeitig machen. Genau.
Christian:
Und natürlich ist dann eben auch da die Frage, also wir sollten auch über die Person Lana Wachowski sprechen und auch vielleicht sie auch nochmal in diesem Film suchen und auch ihre, du hast es ja auch schon erwähnt, aber auch so ihre Beziehung dazu, die Auseinandersetzung dazu. Dazu, ja, der Stein des Anstoßes oder eines der Gefühle war mit Sicherheit auch dieses sich wiederholen, die eigene Fiktion irgendwie wiederholen, die vielleicht andere weggenommen haben. So, ich will nicht sagen umgedeutet haben oder sich zu eigen gemacht haben. Das war auf jeden Fall auch ein Aspekt bei der ganzen Sache. Aber siehst du sie in dem Film, siehst du sie in Figuren? Was tut sie da auch mit der ganzen Geschichte für dich?
Becci:
Also erst mal, ich sehe, glaube ich, auch gerade in dem ersten Akt ... Einfach auch viel Verlust als Motiv, so, in dem, wie Thomas Anderson nicht verstehen kann, was ihm fehlt im Leben gerade, bis er rausfindet irgendwann, was es ist. Das ist ja gute Beobachtung.
Christian:
Ja.
Becci:
Und also, ich glaube durchaus, dass das da mit eingeflossen ist, so, als Motiv, sage ich jetzt mal.
Christian:
Also ganz kurz, also ich finde das total super, weil ja, Thomas Anderson trauert, ohne zu wissen, was er betrauert. Das ist Teil dieser, wie der Film zeigt, in dieser depressiven Lebensphase. Absolut.
Becci:
Genau. Also das sehe ich auf jeden Fall. Und, also das andere habe ich ja schon, glaube ich, so ein bisschen elaboriert. Also dass ich glaube, dass ganz viel in diesem Film, dass sie ganz viel versucht hat, es diesmal so zu machen, dass es sich vielleicht nicht so schnell wieder wegreißen lässt von anderen. Also zum Beispiel den Film viel stärker in seiner Zeit zu verankern und ihn nicht so zeitlos zu machen wie den ersten Matrix, weil dann vielleicht manche Interpretationen ein bisschen festgelegt sind sie wahrscheinlich nie, aber ein bisschen mehr in bestimmte Richtungen geschoben werden. Mit dem Swarm-Mode, den es jetzt gibt in der neuen Matrix und das, also das sind ja sehr offensichtlich Parallelen zu irgendwelchen Mobs im Internet und darüber hinaus, die sich sehr gut in der heutigen Zeit irgendwie aufstacheln lassen und so weiter. Diese ganze Geschichte, die wir schon hatten mit den Gefühlen statt Fakten, also Desinformation irgendwie eines der großen Themen unserer Zeit, was irgendwie da, glaube ich, eine große Rolle spielen soll und so. Ich glaube, dass sie versucht hat, weniger.
Becci:
Also natürlich ist der Film weiterhin sehr auslegbar irgendwie, aber dass sie versucht hat, ein paar Fallschnüre einzubauen für den Fall, dass wieder irgendwo eine rechte Lesart kommt und versuchen will, irgendwas anderes daraus zu machen.
Becci:
Aber weil du so konkret nach einer Figur gefragt hast, siehst du sie in einer der Figuren?
Christian:
In vielen, in fast allen tatsächlich. Also irgendwie, ich weiß gar nicht mehr genau, warum. Im Laufe des Filmes habe ich sie in Bugs gesehen. Vielleicht auch mit dieser Produktionsgeschichte so im Rücken. Die Autorin, also Bugs ist ja diejenige, die den weißen Hasen auf dem Arm trägt und ja irgendwie versucht, Neo als erstes da irgendwie rauszuholen. Die ja eben auch... Die sich den ersten Matrix, die Eröffnungssequenz ja quasi anschaut und sagt, Moment mal, da stimmt irgendwas nicht. Also auch dieses, also dass Lana vielleicht durch Bugs auf ihr Werk schaut und ihr da eben so ein paar Momente mit reingibt, die sie vielleicht erlebt hat. So dieses, also wir sagen jetzt es ist ein Remix, aber vielleicht ist das eben genau diese Beobachtung zu sagen, da sieht jemand oder da tut jemand etwas mit meiner Fiktion, was irgendwie nicht stimmt, so dieses Moment, dann halt eben, wie du es auch gerade gesagt hast so schön dass Neo trauert, also der betrauernde Neo, so diese da habe ich sie halt auch drin gesehen so.
Christian:
Achso genau was bei Bugs auch noch da war, da ist mir das glaube ich auch aufgefallen, weil weil, also ne, die Wachowskis sind ja nicht besonders subtil. Im ersten Matrix-Film sind die beiden die Fensterputzenden, die in der Szene, wo Neo mit dem Chef spricht. Das ist Easter Egg, aber vielleicht auch so darüber hinaus irgendwie so ein bisschen, vielleicht auch ein bisschen bekannter. Und genau diesen Moment greift der vierte Matrix hier auch auf. Also Bugs wird durch Neo erweckt, weil Bugs in diesem Ding, in so einem Fensterputz-Moment irgendwie sieht, wie er sich da, also da habe ich einfach nur in diesen Bildern gedacht, okay, krass, da findet irgendwie so eine Spiegelung statt oder eine Verbindung könnte man da knüpfen, wenn man dieses, dieses Easter Egg sozusagen, sozusagen kennt.
Christian:
Und dann geht es halt natürlich weiter also ich weiß nicht, ob sie sich vielleicht auch irgendwie in Trinity in Tiffany irgendwie sieht, also das hat ja auch etwas sehr ich sag mal, eskapistisches und auch sehr bestärkendes, wie sich Trinity befreien kann aus dieser Matrix, also sie ist ja diejenige, die jetzt diese mehr oder weniger auch Heldinnenreise irgendwie hier durchleben kann. Ja, also auch da die, die, ähm, jetzt fehlt mir das richtige Wort, aber auch zu diesem, diesem positiven Eskapismus zu sehen. Also wie Trinity denn ja wirklich nachher die Übermächtige ist, die dem Analysten auch noch irgendwie eine reinhaut, die die neuen Spielregeln so ein bisschen aufschreibt, wo ich auch dachte so, ja, der große Triumph, der Moment des Triumphs, so, den sich der Film verdient hat, den sich Larnov, also ne, Als große Autorin von Fiktion kannst du dich ja auch oder kannst du dir die Fiktion ja auch so schreiben, wie du sie gerne irgendwie hättest und kannst vielleicht auch Momente erleben, die du gerne erleben würdest. Also diese Ebene.
Christian:
Ja, und dann, also wenn wir sie vielleicht auch so ein bisschen darin sehen, dann sehen wir vielleicht ja auch andere Momente oder eben auch andere Konstellationen oder andere Kontrollmechanismen, die sie selbst nicht sind, aber die auf sie eingewirkt haben, wie eben der Chef, der Smith, der da sitzt und sagt, Warner will Teil 4. Hier, so, also, ne, deswegen vielleicht da auch Neo als Lana Wachowski, weil beide diese, diese, diese, äh, diese Meetings vielleicht kennen oder diese, ne, diese Momente kennen und vielleicht auch ähnlich drauf reagieren und denken, oh, fuck, nein, bloß nicht, alles andere als das.
Becci:
Passt vielleicht sogar auch sehr gut zum Ende, also, weil da ist es ja dann auch so, dass der Analyst noch in, also, dass es die Matrix noch gibt und der Analyst noch darin ist und sagt, naja, die Leute wollen halt, dass es das gibt, weil ich bin der Einzige, der weiß, wie das hier alles läuft und fühlt sich ja so ein bisschen oben auf. Und Neo und Trinity, die dann sagen, naja, wir werden halt hier ein paar Veränderungen vornehmen und dann kannst du ja mal gucken, wo du damit bleibst. Und dann malen sie den Himmel in Regenbogen an. Und das würde ich sagen, passt auch wieder sehr gut in die Theorie, die du gerade hattest. Dass man das das jetzt wieder auch auf das Matrix-Franchise auslegen kann. Und wir machen jetzt mit diesem Film ein paar Veränderungen und eigentlich, ich sage eigentlich, eigentlich kann es jetzt keinen weiteren Matrix-Film geben.
Christian:
Das auch. Also ich habe auch schon wirklich die Theorie gehört, also von Leuten, die halt sagen, der Film ist halt scheiße. Und die Theorie, die dahinter kommt, die sagt, aber er ist mit Absicht scheiße. Damit halt Warner einfach nichts mehr machen kann aus dem Ding. So, so weit würde ich nicht gehen aber ich glaube, dass auch da also gerade auch wie der Film endet, ich kann mir schon vorstellen, dass Lana da auch so ein paar, Knüppel da reingeschrieben hat. Ich muss übrigens bei Analyst auch immer an Börsenanalysten denken. Also damit setze ich das halt immer gleich. Deswegen ist der Analyst für mich auch derjenige, der eigentlich lustigerweise ist ja hier derjenige, der die Matrix baut, aber also gerade so Analysten und Hollywood sind in so einer seltsamen Symbiose, wo halt eben dann so, also Film nur noch Produkt irgendwie geworden ist, wogegen sich Lana ja auch stetig gewehrt hat. Und da halt irgendwie Analysten mit reinzuschreiben, finde ich halt auch spannend, so als die neuen, die halt die Matrix kontrollieren, also da auch die Börse vielleicht irgendwie mitzudenken und das auch als Kapitalismuskritik damit reinzunehmen, auf jeden Fall.
Christian:
Ja, vielleicht kommen wir dann auch zu der Frage, was ist die Matrix eigentlich noch? Also was ist der vierte Film? Was ist die Matrix? Vielleicht kommen wir damit auch weiter zu weiteren Beobachtungen, zu dem, was noch kommen kann. Aber ich finde das irgendwie auch, wir haben schon in der Diskussion erwähnt, man kann darüber streiten, ob eine Verschiebung, eine Veränderung, eine Umdeutung oder eine Fortführung, aber der Film macht ja was damit. Der macht was mit seiner eigenen Legende, mit seinem eigenen Mythos und mit seinem eigenen Stoff. Und vielleicht können wir darüber auch noch so ein bisschen sprechen, wie der, diesen Begriff Matrix, der jetzt diese Welt bezeichnen kann, aber die Filme auch bezeichnen kann, dieses Multimedia-Franchise. Was, was macht der vierte Teil eigentlich aus dem, was wir vorher kannten?
Becci:
Also spontan würde ich sagen eine Sache, die er macht und das ist auch ein Zitat, was einmal in dem Film fällt, an der Stelle hier wo diese ganze Crew darüber brainstormt was die Matrix für sie ist und der eine sagt halt so, Matrix ist Mayhem, also es ist so, eine Art von Chaos Faktor, der jetzt reingesetzt wurde der.
Becci:
Alles und nichts damit mit möglich macht in der Zukunft, so ungefähr. Also, wie gesagt, meine Meinung wäre eigentlich, nach diesem Film kann es keine Fortsetzung mehr geben, so. Also ich, das, ich würde es mir bestimmt anschauen und mal gucken, was damit so passiert ist, aber ich kann mir aktuell auf dem Stand, den dieser Film für mich daraus gemacht hat, ich kann mir nichts vorstellen, was da jetzt noch erzählt wird, was noch noch kluge Gedanken hinzufügt, was nicht literally the same stuff again ist. Es funktioniert nicht in meinem Kopf. Und gleichzeitig glaube ich, und deshalb so ein bisschen das Chaos-Moment, wahrscheinlich kann man mittlerweile jede Geschichte in der Matrix erzählen, wenn man das möchte, so ungefähr. Und diese Art von Beliebigkeit, Kann eigentlich niemand wollen, daraus zu machen. Aber wenn man damit Geld verdienen kann, vielleicht schon. Also ich jetzt nicht, aber Warner vielleicht.
Becci:
Deshalb glaube ich, dass man so ein bisschen für sich selber festlegen muss, was das Ganze für einen ist und welche Bedeutung man dem Ganzen einräumen will in seinem Leben. Weil seien wir mal ehrlich, es ist ja auch nicht so gesund, sich total an irgendwelche, Franchises zu hängen und seine Glückseligkeit davon abhängig zu machen, wie da jetzt der neueste Film wird oder so.
Christian:
Aber Dinge und Kaufen und Konsum, das ist doch so, das macht einen so wohlig im Bauch.
Becci:
Genau.
Christian:
Nicht lang, aber dann kann man ja wieder was kaufen. Das Problem kann man ja lösen mit Geld.
Becci:
Ja. Ich meine, wir sitzen hier als zwei Personen, die sehr viele Superheld in den Filmen, glaube ich, konsumiert haben in den letzten Jahren und auch mit einem gewissen Wohlwollen, sage ich mal so. Und das ist ja eine ähnliche, also es sind natürlich ganz andere Franchises von dem, was man irgendwie drin finden kann und was für einen selbst irgendwie drinsteckt. Aber die Mechanismen unterscheiden sich am Ende doch nicht so sehr.
Christian:
Also den Begriff Franchise, da müssen wir gleich auch nochmal drüber sprechen.
Becci:
Sehr gerne.
Christian:
Ich will die Szene nochmal rausgreifen, weil die so wichtig ist in dem Film. Und weil ich die auch so... Also die ist ja auch in einem Trailer drin. Die ist wirklich...
Christian:
Ist auch wieder so ein Wachowski-Film. Da sitzen halt in diesem Meeting-Raum, ja, also die Entscheidung von oben ist getroffen, Warner will einen vierten Matrix und dann muss man liefern. Und dann sitzt da so eine Truppe von wahrscheinlich ManagerInnen, ja, noch nicht mal die Leute, die es programmieren, sondern das ist ja noch die Ebene drüber und so. Die sitzen da mit unserem Thomas Anderson mit dem Mastermind hinter der Matrix-Trilogie in diesem Raum. Und ich glaube, da ist dann auch noch, wie hieß sie denn noch, Christina Ritchie oder wie hieß sie noch, habe ich gar nicht aufgeschrieben, die war ja dann auch irgendwie dabei, die glaube ich auch nochmal so ein bisschen für die Firma gesprochen hat, so man muss ja irgendwie auch liefern und dann geht die Diskussion ja los und das ist ja auch in dieser Montage verankert von dieser, also diese Musikmontage von diesem betrauenden, depressiven Thomas Anderson, der gar nicht weiß, was er da betrauert, aber wir haben da immer so Bruchstücke drin. Und eine der Fragen ist eben, was ist die Matrix eigentlich? Und alle antworten was anderes. Ich habe noch mal versucht, ein bisschen darauf zu achten. Es ist halt sehr interessant, wer da was sagt. Ich hatte nämlich das Gefühl, dass die Leute, die man eher männlich lesen würde in dieser Konstellation, halt auch eher auf dieser Action, Mayhem, just one word, bullet time. Ja, es waren zwei, aber egal. So die Ebene, also Inszenierung, Aussehen.
Christian:
Vielleicht auch Oberfläche, also auch so den, wenn wir auch in diesem, wir sind ja in der Matrix-Metapher, also auch dieses Augenscheinliche, also nicht hinter den Code gucken, sondern einfach nur das, was einem präsentiert wird, wiedergeben.
Christian:
Und da muss man sagen, das ist auch erstmal legitim. Das ist ja auch Matrix, das war auch immer Matrix. Voll. Und die eher weiblich lesbaren Leute in diesem Meeting sind die Leute, die halt hinter diese Ebene gucken und halt mit Motiven kommen. So, da geht es um Metaphern, um Deutung. Es war schon immer eine Transgeschichte. Es ist eine Liebesgeschichte. Ja, also die halt kommen und, also man diskutiert auf verschiedenen Ebenen und ich glaube, das ist auch das Frustrierende, was Thomas Anderson dann in diesen Meetings halt hat, weil genauso wie Lana, wäre jetzt so meine These zu sagen, also es ist halt alles, also es ist halt zu wenig, sich auch auf eine Sache zu beziehen und zu sagen, hier ist der eine Punkt und das ist Matrix. So ja, wir haben jetzt vielleicht diese, wie du so schön gesagt hast, transzendentale Liebesgeschichte so als diesen vereinbaren Kern so. Aber ich glaube, dass eben der Schlüssel auch ist, das alles mitzunehmen und eben nicht nur eine Ebene und alle anderen wegzuwerfen, weil dann kommst du halt schnell in so Schieflagen. Und das ist halt eben, wie ich finde, auch das Faszinierende am vierten Teil. Je nachdem, was dir wichtiger ist und näher ist.
Christian:
Desto glücklicher oder frustrierter bist du auch mit dem vierten Film, der alles immer noch liefert, was die Matrix ausmacht, aber halt auf verschiedenen, ich sag mal, in einer anderen Kombination dieser Versatzstücke als vielleicht noch wie zum Beispiel der erste Film. Aber deswegen finde ich diese Szene halt auch so spannend, weil da ganz klar die Autorin zu uns spricht. So. Du hast auch noch aufgeschrieben, dass das halt eben auch das, wie hast du so schön gesagt, das Sprengen von Genre-Grenzen. Genau.
Becci:
Also ich sehe da ein unfassbares emanzipatorisches Potenzial drin, gerade wenn wir uns in Genres wie Action und Sci-Fi bewegen, die doch von, also wenn wir jetzt schon bei Geschlechterrollen zum Beispiel sind, die sehr männliche Genres traditionell sind und in denen sehr viel für Männer inszeniert wird, selbst wenn Frauen darin vorkommen. so, ja. Und da einfach zu sagen, hey, unser Film ist ein Actionfilm, aber der ist halt gleichzeitig die größte Liebesgeschichte des Universums. Und das geht! Und das ist beides gleichzeitig und nicht nur das eine und deshalb ist es das andere nicht mehr. Das finde ich ultra emanzipatorisch an der Stelle.
Christian:
Jetzt fällt mir auch das Wort ein, was mir vorhin gefehlt hat bei Trinity und bei Lana. Es ist die Power Fantasy. Und Und also das ist auch nochmal so ein neuer Aspekt, so Power-Fantasy. Und diese Power-Fantasy hat sich halt im Laufe eines jeden Filmes auch verschoben. Auch aus diesen, also was ist denn die Power dahinter? Im ersten Film halt noch sehr stark Bullet Time, Ledermäntel, Lots of Guns und dann geht es zur Sache und der Auserwählte sein. Und dann... Also die Power-Fantasy hier im vierten Teil ist halt auf einmal diese Liebes, oder nicht auf einmal, aber es ist diese Liebesgeschichte. Das ist das Power-Element. Deshalb hat der Analyst die beiden Potts aneinandergeballt.
Becci:
Es ist literally Power.
Christian:
Es ist Power, was die hervorbringt. Und das finde ich halt so stark an der ganzen Sache, dass ich glaube, diese Power-Fantasy verschiebt sich immer wieder. Wie du sagst, der dritte Film, weswegen ich das irgendwie auch ganz geil finde, ich weiß nicht warum, aber diese wirklich hardcore christlich konnotierte Geschichte, bei denen wir alle mit den Augen rollen. Aber ich finde es halt irgendwie dann wieder so großartig zu sagen, hier, Big Hollywood Franchise. Und ich glaube, die Schnittmenge im Matrix-Publikum von Leuten, die eine christlich konnotierte Power-Fantasy im dritten Film gewünscht haben, die war sehr, sehr, sehr klein. Und das war auch einer der Gründe, warum ich aus dem Kino damals bin, als Jugendlicher gesagt habe, scheiße. Wenn ich was von Jesus hören will, dann gehe ich in die Kirche und deswegen gehe ich da nicht hin, so, aber dass vielleicht auch da gewisse Power Fantasys, ja wertvoll genug sind, um als Kultur und als.
Christian:
Mythos erzählt zu werden, hat halt ein paar Jahre bei mir gedauert, bis ich das auch verstanden habe, aber dieses Power Fantasy diese Verschiebung auch oder die, Umdeutung einer Power Fantasy Neudeutung, Auslegung einer Power Fantasy Und das muss man halt eben ganz klar sagen, so die, wie wir auch gesagt haben, das äußert sich hier im vierten Film auch einfach anders. Ja, die Power, die wirkliche Powerkraft, die der Film halt Neo auch gibt und zeigt, ist halt auch nicht mehr so ikonisch wie im ersten Film. Um vielleicht auch zu sagen, so was ist denn mit der Power, die da zwischen den beiden stattfindet? Und ihr auch die Power-Fantasy am Ende da mitzugeben und zu sagen, sie ist diejenige, die dem Analysten da einmal durchs Gesicht zieht mit dem langen Bein, so, um sich bei ihm zu bedanken.
Becci:
Und sie ist die, die ganz am Ende beim Sprung vom Dach ihn hält. Genau. Ja.
Christian:
Ja, und auch da, großartige Bilder, fantastische Ideen. Ja. Ich will ganz kurz noch, bevor wir dann auch so über die, was noch kommt, sollten wir auch noch ganz kurz über den Merovinger sprechen. Auch da nicht so subtil, aber Old Man Yeltsin Cloud geht auch da los. Also der, der, ich glaube Lana war sich da so ein bisschen, fast schon der Rezeption auch des vierten Filmes bewusst und hat gesagt, Leute, ihr braucht nicht in die Tasten hauen in den YouTube-Kommentaren, ich übernehme das für euch.
Becci:
Ja, also ich meine, der ist ja, früher war alles besser als Person. So, ne?
Christian:
Genau.
Becci:
Wie er hier auftritt. Nur, dass er es noch verbindet mit, also der verwendet so Wörter, die glaube ich eine Mischung aus allen möglichen Internet, Dingen, die heutzutage so da sind, also irgendwie Facebook Zuckerberg taucht irgendwie in Wortteilen auf und Wiki, also ob es jetzt da wirklich um Wikipedia geht, keine Ahnung, aber auf jeden Fall hat er halt irgendwie so einen Hypermonolog da, der einfach, ja, also für mich, also man kann ja diesen Film, glaube ich, nicht gucken und denken, ach, der Merowinger, das ist jetzt der, also der spiegelt so meine Meinung wieder von dem, was in dem Film passiert, irgendwie und deshalb eigentlich ganz ganz geschickt da, so jemanden, der so wenig Identifikationspotenzial hat, wie den Mehrowinger, hinzusetzen mit dieser Haltung und dann, wie du gesagt hast, so ein bisschen schon vorauszunehmen, was die Leute halt sagen werden. Aber das passt ja auch nur zu allem, was wir jetzt schon gesagt haben darüber, wie die Wachowskis selber auf ihr Werk gucken. Und dass es halt nicht im Ansatz darum geht, irgendwie Dinge von früher zu glorifizieren und so, sondern dass es ihnen immer darum geht, was man noch daraus machen kann, wie Dinge ausgelegt werden können und so weiter.
Christian:
Ja, auch das Ewiggestrige, auch das, das... Konservative im Sinne von das Bewahrende. Konservieren will ja das, was da war, weiter bewahren. Und ich glaube, die Wachowskis und besonders Lana, ich glaube, das liegt denen halt wahnsinnig fremd.
Becci:
Ja.
Christian:
Immer nur zu bewahren und nicht herauszufordern oder zu verändern.
Becci:
Und gleichzeitig, also das sage ich ja auch immer, mal, niemand wird den Leuten jemals Matrix 1 wieder wegnehmen können. Lasst diesen Film für euch sein, was er für euch ist. Ihr müsst euch ja auch gar nicht groß mit Matrix 4 beschäftigen, wenn das jetzt nicht das ist, was für euch das Ganze richtig weiterentwickelt hat in die Richtung, was es für euch war. Dinge gehen nicht kaputt dadurch, dass es Fortsetzungen gibt, die nicht das sind, was wir davon wollten. Wir können immer das andere haben.
Christian:
Gutes Stichwort. Ich glaube, das sollte auch das, ich glaube, das Soundbite hole ich mir in fünf Jahren raus, wenn der fünfte Matrix kommt. Aber ja, also über diese ganze Entwicklung. Deswegen das Wort Franchise finde ich eigentlich schon falsch. Ja, hast du recht. Also ich weiß, was du sagst, aber es ist für mich halt so technisch. Das ist für mich so ein Wort, das der Analyst benutzen würde. Das ist so ein technisch, bürokratisch, also wir haben uns das ja auch irgendwie zu eigen gemacht, so reden wir über Filme, aber was ist ein Franchise? Das ist halt ein Marketingbegriff. So. Und wir leben halt in einem Paradigma der Franchises. Also gerade der erste Matrix-Film ist eigentlich noch so, würde ich schon fast sagen, noch so ein Überbleibsel. Das ist, der ist 99 rausgekommen. Der hat vielleicht nochmal ….
Christian:
Wie so ein, ich will nicht sagen Nachzügler, aber der hat so, der hat auch so eine Ära beendet. Der ist so ein Übergang zwischen den Paradigmen, zwischen zwei verschiedenen Ären und hat halt nochmal die Ära, die er, also er beendet eine und er fängt eine neue an und die Ära, die er beendet, hat er nochmal so in Perfektion auch destilliert. Nämlich das AutorInnen getriebene Blockbuster Kino, bei dem wir heute sagen, also es gibt zwei anderthalb bis zwei Namen die dem vielleicht noch gerecht werden das ist Nolan und das ist vielleicht Rene so, also Rene der so langsam auch darf der auch da die bei dem langsam die Zahlen stimmen, um es vielleicht mal so zu sagen aber wo haben wir das noch? Alles was danach irgendwie kam, waren Franchises wurden Franchises Mhm.
Christian:
Zu merken, dass Star Wars, also es gibt das Star Wars mit George, es gibt das Star Wars ohne George und das Star Wars ohne George ist halt zu einem Franchise geworden, in meinen Augen. Es ist halt, also für mich ist George noch gleichbedeutend hier mit den Wachowskis als einer der Letzten, der halt sich da sein Imperium aufgebaut hat, der aber, warum auch immer, durfte, was er wollte und aus sich heraus etwas zu erzählen hatte. Und seine Sprache halt nun mal 120 Millionen Dollar teure Blockbuster-Filme sind, wie bei den Wachowskis oftmals eben auch.
Christian:
Und wie sie es auch mit Matrix ja vor allen Dingen dann auch durften und konnten. Also da haben sie sich ja selbst die Tür aufgesprengt. So, das können und das dürfen wenige, aber so, die sind da eben sehr, also George Lucas und eben die Wachowskis spielen auf diesem, auf diesem Feld und das macht es für mich halt so spannend und so reizvoll, dass da so viel Persönlichkeit drin steckt. Das ist eben nicht nur ein Versatzstück, ein Teil eines Franchises und übermorgen der nächste Teil hier der Serienableger und das Spin-Off kommt hinterher und ja, also so sehr wie ich Marvel mag und so sehr wie das halt eben auch unter der Person Kevin Feige vielleicht vereinbar ist, aber das ist halt etwas ganz anderes. Und wie wunderbar ist das, dass eben Matrix so eng verknüpft ist mit den Wachowskis, dass das ein Vehikel ist, mit dem Autorinnen zu uns sprechen und eben nicht einfach nur ein, weißt du, was ich meine? Also nicht einfach nur eins von vielen irgendwie ist und dann lässt man mal die Person ran und dann schreibt hier nochmal jemand und aus der Serie wird ein Film und aus dem Film wird der Serie. Das ist ja alles Absicht, was hier passiert. Und das haben wir halt super selten heutzutage.
Becci:
Ja, voll. Ich glaube, ich sehe es bei Star Wars ein bisschen anders, aber ich glaube, es könnte auch einfach daran liegen, dass vielleicht jetzt für mich eben Matrix das ist, was so persönlich für mich ist und für dich Star Wars das ist, was so persönlich für dich ist und dass deshalb das Persönliche daran dir so, wichtig ist, was mir bei Matrix natürlich ist. Ich würde halt sagen, Star Wars hat auch nach George Lucas Lukas, noch sehr viele sehr gute Sachen hervorgebracht, die mir sehr viel bedeuten.
Christian:
Das will ich nicht sagen. Mir auch, da sind auch noch Sachen drin. Aber für mich war Star Wars eben auch, jetzt wird es auf einmal eine Star Wars Diskussion, aber, ich merke halt über diese Auseinandersetzung, dass George Lucas hat sich, glaube ich, eben nicht hingesetzt und gesagt, ich kreiere eine Welt und ich kreiere ein Universum. Der wollte eine Geschichte erzählen in diesem Universum Und das war ihm das Wichtige. Und natürlich war das alles learning by doing und going as you go along und so. Aber halt diesen, das meine ich so mit persönlichem Kern, also zu.
Christian:
Zu spüren, den Autoren in dem Fall dahinter zu spüren, den ich auch erst entdecken musste da drin. Der jetzt nicht wie bei Matrix, also im vierten Matrix ist die Autorin für mich am stärksten auch zu spüren, während die Trilogie das irgendwie noch ein bisschen, zurückhaltender vielleicht auch gemacht hat. Aber das halt zu merken und das wäre halt so wenig, ich meine selbst Nolan, der halt der völlige Autor ist, ist auch sehr schwer in seinen Werken zu spüren. Der ist ja nicht ganz so der emotionale Kern da drin.
Becci:
Und das ist vielleicht genau das, was es an der Stelle so von Persönlichkeit wirklich durchzogen macht.
Christian:
Und das macht es so besonders. Das ist für mich das Ding. Jetzt merke ich auch gerade, wenn wir in diesem Meeting sitzen würden, würde ich das glaube ich auch in den Hut werfen und sagen, Matrix ist, sind die Wachowskis.
Becci:
Ja.
Christian:
So, und wenn jetzt die Rede wieder davon ist, genauso wie halt vor dem vierten Teil, dass da irgendwer irgendeine Idee hat und das aus dem Reboot, das ist halt eben das Paradoxe, wie ich auch finde. Ich mag die Matrix sehr. Ich mag das, was die Wachowskis da erschaffen haben als Fiktion sehr. Ich mag die Figuren sehr, ich mag diese Welt sehr, ich mag die Heldenreise sehr, ich mag sehr viel sehr gerne. Das Paradoxe ist, dass es eigentlich perfekt in der eigenen Erzählung auf ewig erzählt zu werden. Das Neuerzählen, das Neustarten, das Reboot ist in der Welt, ist in den Mechanismen dieser Welt halt verankert. Weil die Matrix ja ständig neu gestartet wird mit jeder Inkarnation eines Auserwählten, die da durchgelaufen wird, wird ja wieder alles zurückgedreht, damit das halt irgendwie, das könntest du halt unendlich erzählen. Jedes andere Multimedia, Franchise, würde sich, glaube ich, die Finger danach lecken und sagen, ey, was die da vor 20 Jahren sich da reingebaut haben, ist eigentlich perfekt. Das brauchen wir eigentlich alle.
Becci:
Da müssen wir ja gar nicht diese ganzen Multiversumstheorien aufmachen.
Christian:
Exakt, das Einzige, wir können, weißt du, wir können den Leuten in drei Sätzen im Intro erzählen, was los ist. Matrix neu gestartet. Wer ist jetzt wer? Und wie geht's hier weiter? Also, ich weiß nicht, ob du damals Bioshock gespielt hast, ob dir das was sagt?
Becci:
Nee.
Christian:
Ähm, Ich weiß nicht, ob ich da groß was spoilern kann, aber auch interessant eigentlich, weil der erste Teil erzählt etwas, dann wird dem Hauptentwickler der zweite Teil so eigentlich weggenommen und einem anderen Studio hingestellt und dann kommt er zurück mit dem dritten Teil, der eigentlich sagt, es ist ja alles unendlich erzählbar. Ja, also so nach dem Motto, selbst den zweiten Teil, den ich nicht gemacht habe, der mich nicht interessiert, also so dieses, hier hat man mir eigentlich mein Baby weggenommen, aber ich setze jetzt dem Ganzen so eine Glocke drüber und sage, ist egal, weil ich habe immer noch die Deutungshoheit über alles, so über diese Erzählung. Selbst das ist ja hier in dem Matrix-Ding auch irgendwie möglich, ja diese unendliche Erzählmöglichkeit, die alles zulässt ja, die jetzt auch Spin-Offs zulassen würde und so weiter und so fort und trotzdem habe ich eigentlich keinen Bock drauf.
Becci:
Also ich habe, glaube ich, dieses Jahr, außer zur Europawahl noch nicht einmal so Eye-Roll gehabt wie bei der Verkündung, dass es einen Matrix 5 geben soll und dass es ihn deshalb gibt, weil Drew Goddard zu zu Warner gegangen ist und gesagt hat, ich habe die Idee, die man jetzt erzählen muss in dieser Welt. Und wie ich schon gesagt habe, für mich ist Matrix 4 so sehr auch ein Ende des Ganzen, dass es mir sehr schwer fällt, mir vorzustellen, was es jetzt noch an neuen Geschichten braucht. Dass es welche geben kann, wie du gesagt hast, weil die Welt es anbietet, geschenkt. Aber brauchen wir sie? Brauchen wir wirklich die nächste Geschichte in der Matrix? I don't know. Ich glaube ich nicht. Aber wie ich vorhin auch schon gesagt habe, es wird mir auch mein Matrix nicht wegnehmen. Deshalb, sollen sie es meinetwegen machen. Ich glaube, dass es wenige in der Zielgruppe gibt, die damit, also in den unterschiedlichen Zielgruppen, die bisher von Matrix begeistert sind, die man damit zufriedenstellen wird. Aber vielleicht werde ich auch überrascht.
Christian:
Ich hab, also, es gibt ja immer so dieses, diese Fußnot, dieses Sternchen, was man setzen muss. Die Möglichkeit, ja, wir haben damals einen Mad Max Fury Road bekommen, ja, ein Film, der halt auf dem Papier, wenn du die mathematischen Gleichungen daneben schreibst, ist der halt unmöglich in dem Ergebnis, was da am Ende rauskommt. Das geht halt nicht. 40 Jahre später, der gleiche Typ irgendwie in seinen 70ern. No fucking way. Und dann ist das noch viel besser als alles, was jemals. Maybe. Ja, also überrascht werden können wir immer.
Becci:
Weil er seine Frau auch hat mitschneiden lassen.
Christian:
Ich gebe der Sache so einen Restprozent Zweifel, aber ich bin auch 99 Prozent sicher, dass wir die Variante bekommen, die wir da in dem Meetingraum gesehen haben, nämlich Mayhem, Action, Bullet Time, also dass auch die Fraktion übernimmt und sagt, Hauptsache es sieht aus wie Matrix.
Becci:
Und dann habe ich halt gar keinen Bock drauf. Also wenn das ist, was bei rauskommt.
Christian:
Also wenn, also gerade so dieses Legacy-Sequel-Ding, was dieser Film ja wirklich mit aller Macht nicht sein will, dass wir das nochmal über die Hintertür bekommen.
Becci:
Also weil dann kann ich mir auch John Wick angucken, das sind fantastische Filme, aber die gucke ich halt, weil die gut aussehen so und weil da die Action perfekt choreografiert ist und alles, ja. Super, aber also da brauche ich Matrix nicht für.
Christian:
Und deswegen sage ich ja so, diese persönliche Verbindung ist halt so einfach das Entscheidende, weil was bleibt denn noch? Also ja, ich sage ja, in diesem Filmkanon, in dieser kanonischen Welt gibt es wahrscheinlich noch ganz viele Lücken und Ecken und Ideen und kreative Remix-Varianten und so weiter und so fort. Aber wenn es halt nicht diesen Stein des Anstoßes gibt, der sagt, wir wollen hier was erzählen und auch diesen Mut zu haben. Das ist für mich halt auch so ein bisschen das Ding, vielleicht da auch diese Star Wars Parallele. So George Lucas, so scheiße wie die Prequels sind, George Lucas hat sich halt hingestellt und hat gesagt, ich weiß, was die Fans wollen und ich gebe es ihnen nicht. Und jetzt kriegen wir, glaube ich, das ist genauso wie Lana Wachowski sich hingestellt hat und sagt, ich weiß, was die Fans wollen. Wollen, aber ne, so und ich glaube das, ich glaube das ist so dieses, ich glaube darum wird es jetzt in dem nächsten Film gehen, das wird so ne, so ne, gibt, gibt den Leuten was sie wollen Nummer und dann.
Becci:
Du sagst es.
Christian:
Dann ja weiß ich nicht, Weiß ich nicht. Und deswegen bin ich, also Franchise, ja, war es auch schon immer mit Videospielen und Ablegern und so, aber halt immer noch mit den Wachowskis und auch, glaube ich, immer auf so einer Ebene, die sagt, immer den schweren Weg gehen, immer den Weg gehen, der die größten Hürden, aber die besten Optionen irgendwie hat. Und da weiß ich nicht, ob so ein Hollywood-Matrix das halt kann.
Becci:
Ja, nee, da hoffe ich eher für die Zukunft dann darauf, dass doch nochmal irgendwann ein Studio den Wachowskis das Geld gibt, ihre vielen anderen uniken Ideen noch weiter zu erzählen, wie sie das gerne wollen und dass wir dann eher nochmal einen ganz unabhängigen neuen Film kriegen, in dem sie ihre Themen wieder unterbringen können und auf diese besondere Art und Weise, die irgendwie nur sie schaffen.
Christian:
Ja. Und auch da, ich muss mir Sense8 endlich mal anschauen.
Becci:
Mach es. Ja.
Christian:
Ich weiß gar nicht, ob wir noch irgendwie ein Fazit machen sollen. Ich glaube, wir haben das Fazit schon gemacht.
Christian:
Dann versuche ich einfach mal auf die nächste Sendung vorzubereiten. Es wird nämlich ein bisschen komplizierter hier bei uns. Denn auch hier gibt es ein großes Reloading und Rebooting in Form eines Umzugs. Das heißt, der nächste Monat, wenn ihr das hier zeitnah hört, dann ist das der Juli 2024. Da gibt es erstmal eine Pause. Da werden Kartons gepackt, Möbel auseinandergebaut und quer durch Deutschland kutschiert. Und hoffentlich, das ist das, was ich hier setzen kann, hoffentlich machen wir im August weiter, nämlich mit ähnlichen oder mit genau dem, was wir hier so kritisiert haben. Beides geht. Deadpool und Wolverine, der 35. Teil der Marvel MCU und dritte hier Deadpool und so, geht auch. Den hoffe ich dann im August besprechen zu können. Und ich hoffe, dass dann Kino möglich ist und dass wir dann ein bisschen im MCU auch wieder weitermachen, was auch so seine diskussionswürdigen Punkte im Jahr 2024 hat. Genau.
Becci:
Ich freue mich drauf. Du weißt ja, Superhero Unit ist mein Herzprojekt hier.
Christian:
Das höre ich gerne. Ja, bis wir da bei der Superhero Unit ankommen, vergehen auch noch zwölf Jahre. aber, ja.
Becci:
Kannst du dann vergleichen, was du dazu jetzt sagst und dann in der Superhero-Unit.
Christian:
So mache ich das, genau. Becky, wo finden wir dich im Internet?
Becci:
Ich heiße atgenderbeitrag in so gut wie allen sozialen Netzwerken. Ich bin vor allem auf Blue Sky und auf Instagram glaube ich am meisten unterwegs und natürlich auf Letterboxd, wo ich auch ab und zu mal was schreibe zu dem einen oder anderen Film. Hören könnt ihr mich vor allem, glaube ich, bei den KulturpessimistInnen aktuell. Wir haben zuletzt Star Trek Discovery die letzte Staffel besprochen. Also Star Trek hat ja hier in diesem Podcast auch schon eine große Rolle gespielt. Vielleicht gibt es da eine Schnittmenge von Leuten, die mal reinhören wollen.
Christian:
Genau. Verlinken wir alles bei uns. Da könnt ihr euch auch direkt durchklicken. Genauso wie zu allen möglichen Links und Plattformen, die uns betreffen. Wir sind bei secondunit-podcast.de zu finden. Und wenn ihr das jetzt hier hört, dann tut mir mal einen Gefallen und abonniert mal wirklich den Newsletter. Ganz einfach, weil wenn jetzt hier irgendwie Umzug und bis da die Welt wieder quasi sich aufbaut bei uns, die Matrix, dann erfahrt ihr das am besten auch über den Newsletter. Einmal im Monat verschicke ich da so einen Blick hinter die Kulissen, Status Quo, was haben wir gemacht, wo geht's hin, was haben wir vor, was steht an, was ist auch passiert. Den einen oder anderen Link-Tipp, Medientipp gebe ich euch auch. Und ich kann euch jetzt schon sagen, dass in der nächsten Newsletter-Ausgabe auch ein paar Matrix-relevante Links drin sein werden, weil ich viel gelesen, gehört, geguckt habe. Also abonniert das Ganze einfach mal. Klickt ihr auch am besten in den Shownotes durch oder auf newsletter.secondunit-podcast.de. Und ihr könnt uns als Second Unit Studios folgen bei BlueSkyMastodon Instagram Threads. Da findet ihr uns unter dem großen Dach-Label-Account und da könnt ihr auch einfach am Ball bleiben, wenn es hier nach der Umzugspause wieder weitergeht. Genau. So, jetzt hole ich noch einmal tief Luft, sage vielen Dank, Becky, dass du den Film hier mit uns besprochen hast und dass du hier mal wieder dabei warst.
Becci:
Sehr gerne. Wozu, wenn nicht zu Matrix? Also das war mir eine große Freude.
Christian:
Sehr gut. Ja, und dann spätestens zum nächsten Matrix-Film, Matrix Rebooted, sind wir dann wieder dabei.
Becci:
Yes. Nein, auf keinen Fall. Aber ich sollte nicht sagen auf keinen Fall. Vielleicht passiert noch irgendwas, was mich überzeugt, aber nein.
Christian:
Ich sag mal so, diskussionswürdig wäre es. Egal, was da kommt.
Becci:
Das stimmt, das stimmt.
Christian:
Schauen wir mal. In diesem Sinne, kommt gut nach Hause und bis zum nächsten Mal. Ahoi. Tschüssi.