Second Unit #351 – Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes

2023, Second Unit
Second Unit
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Intro

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Begrüßung

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Christian:
[0:27] Einer neuen Ausgabe der Secondunit. Mein Name ist Christian Steiner und ich habe bei mir die wunderbare Miriam. Hallo. Einen wunderschönen guten Abend.

Miriam:
[0:35] Hallo, hello again.

Christian:
[0:37] Ja, da sagst du's ja schon, Hello again. Wir sind hier an dieser Stelle zusammengekommen, wie es der Titel dieses Podcasts schon sagt, dieser sehr sperrige Titel schon sagt, wir sind Again in Panem.

Miriam:
[0:54] Der direkte schönen Schüttelrahmen draus gemacht und gerne in Panem. Ja super gut, endlich wieder Hungergames.

Christian:
[1:02] Endlich wieder Hunger-Games, Hunger-Games im Kino. Wir waren in der Preview. Äh wir haben ich muss das jetzt noch mal hier aufmachen. Die Tribute von Panem, the Ballet of Songbirds and Snakes.
Geschaut. Ähm relativ frische Eindrücke auch. Ich bin gespannt, was wir hier im Laufe dieser Diskussion rausziehen.
Rausziehen werden. Wir werden glaube ich, Also ich muss es auf jeden Fall. Ich muss suchen mit dir. Ich glaube, ich habe sehr gute Begleitung mit dir. Du wirst mit mir versuchen in diesem Film die Figuren, die Motive, all das zu finden, was ich nach der Kinosichtung ein bisschen ähm ja, Ich will nicht sagen, vermisst habe, aber wo mir ein bisschen ähm die Worte fehlten, wie es denn bei dir soweit nach jetzt ein paar Tagen das Wirkenlassens nach diesem.

Miriam:
[1:47] Ja, es sind ja gar nicht so viele Tage. Es sind ja irgendwie nur so drei oder vier, seitdem wir im Kino waren, aber irgendwie ist es schon fast wieder alles so ein bisschen verblasst und ich muss sagen, ich habe vor allem, mega Lust, mir den Film noch mal anzugucken. Also ich war wirklich schon kurz davor auf illegalem Wege jetzt vor unserer Aufnahme zu sagen, äh ich muss den Film noch mal sehen vorher. Aber das ist ja erst mal ein ganz gutes Zeichen, wenn man, paar Tage nachdem man einen Film im Kino gesehen hat, sagt, ich habe eigentlich mega Bock sofort noch mal ins Kino zu gehen und diese ganze Geschichte noch mal von vorne zu Gucken. Also das ist schon mal so ein ein erster Eindruck, wie ich es so fand. Genau.

Christian:
[2:20] Sehr gut. Genau, wir haben ja auch schon in der Vergangenheit über die ähm eigentlich komplette Pandem-Reihe gesprochen. Ähm.

Miriam:
[2:28] Ja, ich muss mal auch ein bisschen lachen. Ich habe jetzt in Vorbereitung noch mal äh unseren letzten Podcast gehört, wo wir Moking J eins und zwei besprochen haben, Und als ich mir den noch mal angehört habe, musste ich so ein bisschen lachen, wie wir beide so zueinander sagen, ja es ist ja jetzt das letzte Mal, dass wir einen Podcast zu der Hunger-Games-Reihe aufnehmen und unser abschließender Podcast zu dem Thema und Na ja, paar Jahre später, also ich glaube, wann haben wir den aufgenommen? 2016 oder siebzehn, glaube ich.

Christian:
[2:50] Ich gucke gerade nach, weil ähm wir haben im Mai 16 angefangen, das ist zum Zeitpunkt dieser Aufnahme sieben Jahre her.

Miriam:
[2:58] Ja, ja, krass.

Christian:
[3:00] Und dann haben wir's beendet. Im Februar 2tausendsiebzehn, also wir haben fast ein Jahr so eben zwischendurch, ne, mit anderen Themen, aber so ein Jahr hat's gedauert fast, dass wir durch diese Reihe irgendwie durch sind und jetzt ähm ja.

Miriam:
[3:13] Sechs, sieben Jahre später ähm sind wir doch.

Christian:
[3:15] Einhalb Jahre später, Aber ich glaube, so wie's uns geht, geht's auch vielen anderen, weil das Ganze ja auf einem Buch basiert und alles so ein bisschen ähm ja so das größere Fass dieser dieser Reihe und dieser Prequelle und dieser ähm, dieses ganzen Teamkomplexes machen wir vielleicht am Ende nochmal ein bisschen ein bisschen weiter auf. Äh ich hüpfe nämlich direkt einfach mal weiter und ähm,

Wir brauchen deine Hilfe!

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[3:39] Mache mal die Hausmeisterei äh in Sachen, denn ihr könnt diesen Podcast bei Steady unterstützen. Ihr lasst ein bisschen Geld da. Ihr bekommt den Podcast früher mit Kapitelmarken. Da könnt ihr euch so ein bisschen durchklicken.
Und äh das machen auch einige Leute und das machen auch einige Leute so sehr, dass ich an dieser Stelle in der Sendung danke dafür sage und das sind Sebastian und Anne. Vielen Dank für diese Unterstützung und, Ja äh wenn ihr euch da durchklicken wollt, guckt einfach am besten bei uns Secondunit Minus Podcast Punkt DE. Da findet ihr alle nötigen Links, wenn ihr diesen Podcast bei unterstützt,

Vorverständnis


[4:12] Genau und dann geht's auch schon gleich weiter wie wir es nennen mit dem Vorverständnis und ich glaube, das ist äh ein bisschen, ja, da kann man vielleicht ein bisschen weiter ausholen.
Wie sind wir irgendwie ins Kino gegangen? Wie sind wir irgendwie mit diesem Film äh na? Also wie sind wir in diesem Film rein und mit welchen Erwartungen und so weiter und so fort und das finde ich ganz besonders spannend, weil du ja eigentlich hier die Wie sagt man, die ähm.

Miriam:
[4:36] Expert.

Christian:
[4:38] Ja, live aus Panem, äh die die äh rasende Reporterin ja quasi bist. Also du bist ja der Sache sehr nahe. Du hast ja das Thema damals auch in die Sendung gebracht. Ich glaube, du hast ja irgendwie äh eine E-Mail geschrieben, hast gesagt, hier, jetzt hör mal auf mit Star Wars und Marvel und so. Jetzt machen wir mal.

Miriam:
[4:52] Du verzehrst schon wieder die Geschichte. Das hast du damals schon gemacht, als wir den Podcast aufgenommen haben. Äh.

Christian:
[4:56] So habe ich das in Erinnerung. Das Geschichtsschreibungen.

Miriam:
[4:58] Aber du hast es falsch in Erinnerung und du hast es auch schon mehrfach falsch in diesem Podcast wiedergegeben und ich muss jedes Mal die Gelegenheit nutzen, die Geschichte wieder zurechtzurücken. Ähm Ich habe mich bei dir eingeladen, habe gesagt, hallo Christian, äh wie wär's, wenn wir Podcast aufnehmen? Und dann habe ich gesagt, hier sind so ein paar Filme, die ich vorschlage. Dann hast du gesagt, ja ganz nett, aber wie wär's mit was anderem, wie wär's mit Hangar Games? Habe ich gesagt, ja okay, können wir auch Hangar Games machen Aber ich habe ich habe Hungergames nicht selber mitgebracht. Das wolltest du machen. Ich habe nur mich mitgebracht, Aber macht ja auch nichts. Wir haben uns am Ende auf Hungergames geeinigt. Ich habe gesagt, können wir gerne drüber reden. Ich finde das eine super Filmreihe. Ich habe die Bücher gelesen. Ähm aber das war jetzt nicht auf der Liste 1bis5 der Filmvorschläge, mit denen ich bei dir das erste Mal, auf der Tischwelle stand sozusagen.

Christian:
[5:38] Dann, dann muss ich zumindest ergänzen, mir ist dieser Satz irgendwie den darfst du gerne korrigieren, wie wir grad festgestellt haben, sieben Jahre sind irgendwie äh fünf Lebensabschnitte äh in der Vergangenheit zurück, aber du hast äh diesen Satz, der in meinem Kopf hängt, du hast gesagt, Hungergames ist mein Star Wars.

Miriam:
[5:57] Wörtlich so gesagt habe, ich weiß, wir haben halt damals, als wir die die an die alten Podcasts aufgenommen haben, das war halt so, dass immer genau, Ähm um Weihnachten rum neuer Star Wars Film rausgekommen ist und neuer Hungergames-Film und ich habe die dann quasi immer am gleichen Wochenende geguckt und deswegen haben wir auch in den alten Podcasts ähm oft viele Vergleiche gezogen zwischen Star Wars und Hungergames und ich habe halt in den In den drei Podcasts, die wir schon zu Hungergames-Reihe aufgenommen haben. Ich habe halt immer sehr lange und ausführlich erklärt, warum ich Hungergames halt viel interessanter und besser und relevanter für unsere Generation finde als Star Wars. Also insofern weiß ich nicht, ob ich den Satz wörtlich gesagt habe, aber sinngemäß würde ich das schon so sagen.

Christian:
[6:31] Sehr gut. Aber um das quasi als Einleitung zu machen, du warst überrascht, Weißt du, ich habe deswegen vielleicht auch diese äh verschrobene Geschichtsschreibung, weil ich habe den ja bei dir angeklopft und habe gesagt, hier lass mal das äh besprechen. Das läuft ja irgendwie jetzt bald im Kino und du hast gesagt, wie, was, wo, wer war denn.

Miriam:
[6:50] Ich bin aus allen Wolken gefallen. Ich war so hä, was laberst du, was für ein was für ein? Ich war so äh ja klar, Christian und so aufm anderen Bildschirm erstmal schnell googeln.
Ähm, ich hatte überhaupt nichts davon mitbekommen, dass es einen neuen Hangar-Games-Film gibt. Ich wusste auch nicht, dass der neue Film auf einem Buch erscheint und dass das Buch wiederum ja schon 2020 rausgekommen ist. Also ich glaube, das ist so ein bisschen diese, Ist das so ein bisschen auch dieser Pandemie-Effekt gewesen, dass ich einfach in der Pandemie so ein bisschen in so einem Loch verschwunden bin und auch, Ich meine, seit zwanzig20, seitdem die Pandemie begonnen hat, war ich jetzt nur viermal im Kino und das vierte Mal war jetzt mit dir vor ein paar Tagen in diesem Film. Also ich war auch echt nicht viel im Kino seit also in den letzten drei Jahren, genau.

Christian:
[7:34] Vor allen Dingen ist das Buch, das hatte ich dann auch in der Recherche gesehen, dass es im Mai 2020 rausgekommen. Also auch.

Miriam:
[7:39] Ja, da waren wir alle mit Sachen beschäftigt. Genau und und vielleicht hätte ich das, wenn nicht irgendwie wir mit anderen Sachen beschäftigt gewesen wären im Mai 20 20. Vielleicht hätte ich das dann auch mitbekommen, Ähm und ich habe jetzt auf jeden Fall vor mir das zu besorgen und dieses Buch auch noch zu lesen, aber es halt interessant war bei den Bei den anderen Filmen war's ja so, dass ich die Bücher zuerst gelesen habe, dann die Filme geguckt habe und mich insgesamt ziemlich gut informiert gefühlt habe. Und jetzt äh dieser Film plötzlich aus allen Wolken auf meinen Kopf gefallen ist oder von dir auf meinen Kopf geworfen wurde und ich war so Okay, wo kommt der denn her? Also ich war Ziemlich überraschend überrollt. Ich habe mich dann aber mega gefreut. Ich habe mir diesen Trailer angeguckt nach so hm kann gut werden, kann auch schlecht werden. Keine Ahnung. Ich habe aber richtig Bock drauf. Cool, dass Christian mich gefragt hat. Ich hatte auch richtig Lust mit dir ins Kino zu gehen, an diesen Film im Kino anzugucken und das war dann Auch ein total cooles Erlebnis und ich habe ja dann mich auch gefragt, wie bist du überhaupt auf diesen Film aufmerksam geworden? Also an mir ist es ja völlig vorbeigegangen, dass der dass der jetzt Kimostart hatte.

Christian:
[8:34] Ähm tatsächlich durch, Ähm also ganz ganz banal, der ist in der Liste aufgeploppt. So, ich habe immer mal äh wieder geguckt, was denn so im Laufe des Jahres irgendwie auch rauskommt an Kinofilmen. Nicht nur für den Podcast, sondern auch für mich einfach so, ne? Und das ist ja ähm, Also solche Sachen filme einer bestehenden Reihe oder die auf irgendwas passieren, die kann man ja relativ leicht eben auch aus sowas rauslesen, ne, so, Geheimtipps, die auf fünf Festivals irgendwie groß werden, die siehst du nicht irgendwie ein dreiviertel Jahr vorher schon in so einer Liste irgendwie aufploppen aber das war so hast ne, ich gucke dann immer am Ende des Jahres, das kommt so nächstes Jahr irgendwie raus und dann habe ich gesehen, aha Hungergames prequill hat man den auf jeden Fall gemerkt, Und ähm bin aber also völlig ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt einen Trailer dazu gesehen habe. So für mich stand irgendwie fest, dass der auch idealerweise hier im Podcast irgendwie stattfindet, weil wir eben die Reihe, die bisherige Reihe ja besprochen hatten, Und ähm, Buch nicht gelesen. Da hatte bei den anderen ja auch die Bücher nicht gelesen. Ich hätte glaube ich die Filme nochmal wieder ein bisschen auffrischen müssen. Also ich war teilweise wirklich ähm ein bisschen lost, was positiv wie negativ ist, weil ähm zum einen.

[9:39] Glaube ich, wie bei dir ein sehr frisches sehr frische Filmerfahrung, ne? So komplett ohne Erwartung, komplett also wir wussten beide nicht im Zeitpunkt, ähm als die Credits gelaufen sind, ob da jetzt irgendwie noch, Zwei, fünf, zehn oder gar keine Filme irgendwie hinterherkommen sollen und wie viele Bücher noch nebenbei schon weitergeschrieben wurden und so. Da war ja nichts irgendwie zumindest bei uns bekannt. Ähm, Und dann habe ich mich eben auch also da können wir vielleicht am Ende auch noch so ein bisschen drüber sprechen. Das ist ja dann immer dieses, Prequels und wende eigentlich abgeschlossene Reihe noch mal wieder aufgemacht wird und du hast es äh recherchiert. Das waren jetzt glaube ich elf Jahre.
Nach Kino.

Miriam:
[10:16] Dem ersten ja.

Christian:
[10:18] Genau, nach dem ersten Film so, ich weiß gar nicht, wann die Bücher, die sind ja dann irgendwie noch, noch älter, also wo man auch so vorsichtig sich fragen kann, ich habe mich gefragt, im Kinosaal sind, Wir sozusagen Generation 1 des fandoms, wenn man so will. Das das des Publikums ist nach uns schon eine also eine die nächste Generation herangewachsen, Die weißt du wie ich meine? Also die halt so ein so ein Generationsunterschied schon hat im Alter einfach, die mit ganz anderen Erwartungen vielleicht irgendwie reingehen, die, ne?
Ähm für wen ist dieser Film eigentlich? Ist der für uns in Anführungszeichen alten Hasen oder für die jetzt Zwanzigjährigen, die vielleicht gar nicht wissen, dass es da irgendwie vor weiß ich nicht, 15 Jahren Bücher gab oder so was, weil.

Miriam:
[11:02] Ich weiß natürlich nicht, für wen der Film ist, aber als wir im Kino waren, habe ich mich ja umgeguckt und zu dir gesagt, ich habe das Gefühl, alle Leute, die hier sind, sind ungefähr so alt wie wir. Also es waren halt Ich hatte nicht das Gefühl, dass da irgendjemand war, der jünger war, als sagen wir mal fünfundzwanzig. Also ich glaube, das war so das vom Alters altersmäßig war, dass das untere Ende fünfundzwanzig oder so ja Mitte Ende 20 und dann halt viele Leute, so wie wir, die so irgendwo zwischen 30 und Mitte Ende 30 sind Also so, dass, ich glaube, das war schon alles ziemlich genau unsere Alterskohorte und ich vermute, dass das schon die Leute waren, die auch die ersten Filme aus der Reihe geil fanden und dann gesagt haben Ein bisschen so wie wir. Hey, im Prequelle ganz interessant eigentlich. Fand er die alten Filme auch cool. Also da hätte ich schon Bock drauf. Mal gucken, wie das wie der Film geworden ist. Und ich hatte das Gefühl, dass die alle mit so einem ähnlichen Gefühl da reingespült worden sind in den Kinosaal wie wir.

Christian:
[11:51] Ja? Wir werden dir über den Film sehr intensiv sprechen. Wir werden ihn spoilern. Wir, die Idee von diesem Podcast ist, dass ihr den Film schon gesehen habt und danach mit uns durch diesen Film durchwollt oder ihr, kein Problem mit Spoilern habt und äh vielleicht auch gar nicht äh den Film gesehen habt oder das Interesse irgendwie anders gelagert ist, aber äh Spoilerwarnung an dieser Stelle. Das alles wird.

Miriam:
[12:17] Ja und äh die äh ich muss auch sagen, mir ist die Spoilerwarnung dieses Mal tatsächlich auch ziemlich wichtig. Ähm der Film hat ja gar nicht jetzt so Ein Mega-Twist, wo man am Ende merkt, alles ist ganz anders oder irgendwie, weiß ich nicht, der Mörder war doch der Gärtner oder so. Manche Filme basieren ja so auf allem dramatischen Twist, so ist es hier nicht. Ich finde, es gibt eine Menge kleine, interessante Twists.
Ich bin normalerweise jemand, mir einen Spoiler komplett egal, ja? Also meine Schwester hat irgendwie schon gescherzt, als ich ihr gesagt habe, hier, ich habe Hungergames geguckt, den neuen Film. Ich mache jetzt einen Podcast und meint sie ja und hast du schon dreißig andere Podcasts dazu gehört, weil ganz häufig ziehe ich mir halt vorher schon ganz viel so, so aus zweiter Hand irgendwie Besprechung, YouTube, Podcast, Reviews. Also ich ziehe mir schon ganz viel so Meta-Informationen rein, bevor ich mir ein Werk selber angucke und es ist mir eigentlich immer total egal, Ich hatte das Gefühl, dass hier wirklich mein Filmerlebnis auch deswegen so megaintensiv war, weil ich gar nichts darüber wusste und dass ich in keiner Szene wusste, was als nächstes passiert, Und ich fand das so intensiv und interessant und aufregend und spannend, dass ich euch allen wirklich auch nur empfehlen kann wenn ihr irgendwie interessiert seid und Lust habt, dann guckt euch echt erst den Film an Und wenn ihr dann mit so Ideen und Gedanken ausm Film rauskommt, ähm dann hört euch an, was wir so dazu denken und könnt mit uns zusammen noch mal ein bisschen im Rückblick über den Film nachdenken, Ich finde, hier lohnt es sich wirklich erstmal so ganz nackig und unbedarft in den Film reinzugehen, weil dann einfach das Filmerlebnis nochmal besonders cool ist.

Plot


Christian:
[13:44] Perfekte Überleitung. Dann kannst du nämlich mal den Film, den Plot, den Inhalt äh erinnern, so intensiv und so äh detailliert, wie du willst.

Miriam:
[13:56] Genau, also wir sind ja wieder in der Welt von Panem, die wir auch schon aus den ersten vier Hanger Games Filmen kennen. Wir sind aber 64 Jahre vor der Geschichte von Katnis und Peter und Gale und, Also wir die Zeit, in der das spielt, da finden gerade erst die zehnten Hunger-Games statt. Das heißt, die Hunger-Games, sind ja eine Art, um an eine eine Rebellion, einen Aufstand, an einen Krieg zu erinnern, wo die verschiedenen die dreizehn, Die in dieser Welt von Panem, die es gibt, gegen die Hauptstadt einen Aufstand gemacht haben. Der wurde von der Hauptstadt, vom vom Captain niedergeschlagen. Irgendwann war dieser Krieg vorbei und im Nachgang wurden diese Hungergames eingerichtet, um die Distrikte jedes Jahr, daran zu erinnern und immer wieder aufs Neue äh zu demütigen und zu entmutigen und niederzuwerfen und ihnen halt immer zwei Jugendliche, zu entreißen und auszuwählen, die dann in der Arena, in den Hangar Games äh bis auf den Tod gegeneinander kämpfen müssen, bis halt am Ende also 24 Jugendliche jedes Jahr bis nur noch eine ein Jugendlicher übrig bleibt von denen und, Genauer in dem Jahr, wo Katnis und Peter und das erste Mal dabei sind in dem ersten Film, da sind es, glaube ich, die Vierundsiebzigsten.
Genau, ja es kommt dann die 74. und hier sind wir eben 64 Jahre Feuer und es sind erst die zehnten Hagelgames. Und die Hauptfigur Korea Koreolin is snow.

[15:19] Ist die Figur, die wir aus den späteren Filmen kennen, ist nämlich später Präsident Snow, den man als den bösen Antagonisten kennt, der gerne seine Gegner vergiftet und immer seine Rosen in seinem Rosengarten beschneidet und im Prinzip der Hauptgegenspieler von Kenntnis Evelyn ist.
Und in diesem Film ist der aber gerade erst 18 Jahre alt und äh geht äh auf so eine Schule, auf so einer Akademie und.

[15:42] Ist äh entstammt einer alten, ehrwürdigen Familie, die aber sehr verarmt ist. Also die hatten irgendwie eine Waffenfabrik, den District dreizehn, die aber im Zuge dieses Krieges vernichtet wurde, ist eben auch sehr ärmlich und hungernd aufgewachsen. Er lebt zusammen mit seiner Cousine.
Tief bei seiner Großmutter und geht auf diese Schule, wo im Wesentlichen die High Society vom vom Capital geht und er geht da auch hin, aber er passt nicht so richtig rein, weil er halt aus so einer verarmten, altehrwürdigen Familie, ist verarmter Adel könnte man so ein bisschen sagen und es finden halt wieder die statt und äh eigentlich dachte er, dass er jetzt gute Gute Chancen hat so ein Stipendium zu bekommen, was er eben braucht, weil er kein Geld hat und das Stipendium braucht, um auf die Uni zu gehen. Er hat eigentlich die besten Noten, aber genau in dem Jahr kommt alles anders. Ähm und zwar wird das erste Mal eingeführt, dass die Tribute, die aus den Distrikten ausgewählt werden, Jugendlichen die Mentoren bekommen. Also wir wir erlernen in dem Film so ein bisschen, dass die Hungergames nicht immer so funktioniert haben, wie wir sie im ersten Hangar Games Film kennenlernen, sondern dass sich einige Elemente davon erst über die Jahre entwickelt haben und in dem Jahr wird halt, wo wir jetzt in den Filmen eingeworfen sind, wird halt das erste Mal, Werden Mentoren äh ausgesucht zu den Tributen und Coriona Snow wird Mentor ähm einer jungen Frau.

[16:51] Einer Jugendlichen aus District Twelve, wo ja auch Kenntnis herkommt und, Die sozusagen die Person von dieser Akademie, die es äh am besten schafft, aus dem äh dem Tribut, der ihnen zugeordnet wurde, eine coole Show zu machen, bekommt dann am Ende dieses Stipendium und er hat eben eine hohe Motivation, dieses Stipendium zu kriegen und erst denkt er, sie kann das gar nicht schaffen, aber dann merkt er, sie ist eigentlich ziemlich charismatisch und sie kann gut singen und er hat irgendwie ein ganz gutes Gespür dafür, was die Leute interessant finden und hat so ein paar Vorschläge auch, wie man die Games noch interessanter machen könnte Na ja und dann finden eben diese Games statt und er versucht dafür zu sorgen, dass die die seine äh seine Mentie sozusagen die Tribute ihm zugeordnet ist daher durchzubringen. Es passieren jede Menge super aufregende und dramatische Dinge. Am Ende überlebt sie tatsächlich auch und da könnte man sagen ist so ein bisschen der erste Teil des Films vorbei. Sie hat es also geschafft, die Hunger-Games zu überleben, aber es kommt raus, dass er eben.

[17:43] Bisschen nachgeholfen hat, dass sie gewonnen hat und deswegen bekommt er nicht das Stipendium, sondern wird quasi strafversetzt und muss jetzt als Soldat, als Peace Caper äh in District zwölf, arbeiten wird quasi in die Strafkolonie versetzt als Soldat da trifft er dann Lucy Grey wieder, da passieren wieder jede Menge dramatische Sachen.
Und sie versuchen im Prinzip in ziemlich schwierigen Umständen eine, Eine Beziehung vielleicht aufzubauen oder zu führen, also schon in dem ersten Teil, wo er versucht, sie da Leben durch die Hungergames durchzubringen, merkt man, sie entwickeln so ein bisschen Gefühle füreinander und ja, dann passieren wieder jede Menge dramatische Sachen, Und ganz am Ende des Films, Ist im Prinzip die Heldenreise der Hauptfigur von Core Elainas nur abgeschlossen und wir können vielleicht so ein bisschen besser verstehen, wie er die Figur geworden ist, die 64 Jahre später President Snow ist. Und der dann dagegen Spieler von Kenntnis Everdeen ist.

Christian:
[18:36] Ja, klassische, wenn man mal so will, äh ne, Prequel-Vorgeschichte, wir sehen ähm wie es zum Fall, Zur moralischen Fall Fragezeichen von äh Snow kommt. Ne, wie aus dem jungen, Unbedarften ist vielleicht auch falsch, aber, persönlich motivierten am Anfang des Filmes ein ein sehr ähm ja also welche welche Schicksalsschläge ihn in diesen relativ frühen Jahren so ereignen, dass, der Weg in die spätere Geschichte, in die spätere Erzählung und in in diesen späteren Verlauf eingeschlagen wird, also der Film.

Miriam:
[19:18] Genau. Die Prämisse, ja, die Prämisse oder die Frage ist ja im Prinzip, wie es eigentlich President Snow so geworden wie er geworden ist. Also wo ist er losgegangen und was ist passiert, dass er da angekommen ist, wo er angekommen ist, wo wir ihn dann später her kennenlernen.

Christian:
[19:31] Ja und und äh also zumindest diese diese Wegweisung irgendwie stattfindet, ne. Also da ist ja immer noch Großer Sprungzeitlicher Sprung zwischen diesen Filmen, ne, also die Parallelen zu Star Wars precret sind vielleicht irgendwie auch naheliegend, aber ähm also die die die Lücke zwischen diesen Erzählungen ist halt noch ein weswegen wir eben auch nach dem Kino ähm Abend auch äh uns gefragt hatten, ob da irgendwie noch Was kommt, ob da noch Möglichkeiten für weitere, Geschichten, die jetzt quasi nach diesem Film spielen, noch noch übrig sind. Genau. Ähm ja, ein Haufen Leute sind dabei, ein Haufen Leute vor und hinter der Kamera.

Cast

https://www.imdb.com/title/tt10545296/


[20:10] Die auch großteils ähm also zumindest hinter der Kamera in irgendeiner Form schon mal dabei waren. Wir haben als Regisseur Francis Laurence, der auch, drei der vier Hangar Games Filme gemacht hat.

Miriam:
[20:25] Und 1 und zwei, ja.

Christian:
[20:27] Genau, also die die letzten äh Filme gemacht hat. Wir haben Michael Lesley, der das Drehbuch geschrieben hat, ähm da hast du rausgefunden, dass er er aus dem Theater kommt und ähm ich sage mal Shakespeare in seiner Feder äh hat.

Miriam:
[20:42] Steckt, ja ja. Ich habe gesehen, dass er verschiedene Sachen mit mit Shakespeare, Theaterstücken und Shakespeare Themen und so äh gemacht hat und Shakespeare Motiven und das hat mich dann nicht gewundert.
Dann dachte ich so ah, dann habe ich jetzt äh einen Verdacht, wo diese ganzen Shakespeare-Motive in diesem Film herkommen. Also ich vermute mal, dass das an ihm gelegen hat.

Christian:
[20:58] Dann äh hat Michael Arndt auch am Drehbuch mitgeschrieben, der auch schon bei Catching Fire geschrieben hat und Star Wars, ne, wenn wir schon diese Vergleiche machen, bevor's Awakens mitgeschrieben hat und, Das Drehbuch basiert auf äh dem Roman von Susann Collins, die ja eben die Hunger-Games alle geschrieben hat und ich glaube, dass dich jetzt so ein bisschen in der Recherche gehört, da Kann ich meine Hand nicht ins Feuer verlegen, dass sie auch am Drehbuch irgendwie wohl oder also sehr involviert war in der ganzen Produktion.

Miriam:
[21:26] Ja, ich habe irgendwie gelesen, dass sie, glaube ich, ein Skript geschrieben hat, was auf der Basis von dem Buch war und dass dann noch die Drehbuchautoren, also es ist quasi es hat mehrere Schleifen durchlaufen, wo sie aber auch noch mal eine relevante Rolle gespielt hat.
Also sie war jetzt nicht einfach nur die Buchautorin, dann hat sie in das Buch hingelegt und hat gesagt, bitteschön, viel Spaß, jetzt schreib mal ein Drehbuch ähm, sondern dass sie da eben auch noch in dem Prozess dieses Step des Drehbuchschreibens auch involviert gewesen ist, ja.

Christian:
[21:50] Und dann habe ich noch äh gelesen, dass sie auch das Buch, was ja 220 rausgekommen ist, mit dem Wissen, also erstmals in den Hangar-Games Büchern mit dem Wissen eines späteren Filmes geschrieben hatte Also da gab's dann irgendwie zwischen den Filmen äh äh Produktion, also zwischen dem Abschluss von den Hangargames Filmen und diesem Film, Hatte ich auch in der Recherche gelesen so ja, wie das bei allen Dingen heutzutage so ist, ähm Filmstudio, Medien, Studio, setzt sich hin und sagt, so wir wollen jetzt, Mehr. Wir wollen die Welt vergrößern. Wir wollen wie man so äh schön sagt, auf Neudeutsch ähm ein Franchise aufbauen und, mit diesem Wissen oder mit diesem Hintergrund hat sie dann eben auch gesagt, gut Ich schreibe ein Prequel und natürlich soll das auch verfilmt werden. Also ähm anders als bei den Hungergames, die glaube ich erst irgendwie geschrieben waren und dann in die, genommen.

Miriam:
[22:42] Genau, ich hatte das auch gelesen, dass zu dem Zeitpunkt, wo sie das Buch geschrieben hat, schon klar war, dass wenn's fertig ist, dass die Filmrechte auch schon verteilt sind und dass es auf jeden Fall werden soll.

Christian:
[22:50] Also was ja auch den den äh schnellen äh die schnelle Veröffentlichung, ne? Buch 220 sozusagen äh zu Beginn der.

Miriam:
[22:56] Und da ging die Produktion im Prinzip direkt los.

Christian:
[22:58] Genau und im im Rahmen der Pandemie wahrscheinlich dann irgendwie noch mal ein bisschen äh langsamer war als eigentlich gedacht, aber das wäre wahrscheinlich relativ schnell, also noch schneller gewesen. Wir sind jetzt drei Jahre später im Kino gewesen, ne?

Miriam:
[23:09] Und vielleicht noch ein letzter Punkt zu diesem zu dieser Drehbuchvorgeschichte. Ich hatte auch noch gelesen, dass es Überlegungen gab, den Film in zwei Teile aufzuteilen, so wie das bei Mocking Jay auch war, Dann habe ich mich köstlich amüsiert, als ich gelesen habe. Ja Studio und haben dadrüber nachgedacht zu machen, aber dann ist ihnen eingefallen, dass das bei Mocking J eins und zwei auf ziemlich schlechte Resonanz beim beim Publikum gestoßen ist, dass eigentlich alles ziemlich scheiße fanden. Also wir ja auch. Wir haben das ja auch sehr kritisch im Podcast besprochen hier bei dir. Und haben gesagt, es gibt eigentlich keinen Sinn. Sie haben aus einer Geschichte, die einen perfekten Bogen macht. Haben sie versucht zwei Bögen zu machen und Wäre besser gewesen, sie hätten's nicht gemacht und dann haben sie zum Glück auch von dieser Idee Abstand genommen und ich finde, dass der Film, so wie er ist, Also ich meine, man kann sich streiten, ob er vollgestopft oder überladen ist oder ob er am Ende zu schnell ist. Da reden wir ja später noch drüber. Aber ich finde, das ist ein guter Bogen. Und ich muss sagen, wenn Sie den in zwei Teile aufgeteilt hätten Hätte ich mir auch schön bedankt, dann hätte ich ja auch ganz schön geschimpft wieder.

Christian:
[24:02] Ja? Dann haben wir äh einen Haufen Leute im Cast. Wir haben Rachel Segler als Lucy Gray Bird. Wir haben.

Miriam:
[24:09] Übrigens kannst du ganz kurz zu ihr, ich hatte gelesen, dass sie eigentlich die Rolle erst gar nicht haben wollte. Sie hatte irgendwie gerade die Dreharbeiten zu Snow White abgeschlossen, wo sie irgendwie ein halbes Jahr dran rumgedreht hat.
Was ich auch interessant finde, weil ich das richtig sehe, kommt Snow White jetzt erst nach diesem Film raus. Also da waren die.

Christian:
[24:24] Ich glaube irgendwie in also zweitausendfünfundzwanzig oder so kommt da glaube ich.

Miriam:
[24:27] Ja, da waren die Dreharbeiten sozusagen vorher abgeschlossen, aber kommt später raus und sie hatte eigentlich keine Lust direkt schon wieder für ein halbes Jahr äh von ihrer Familie getrennt zu sein, aber weil sie mit dem Schauspieler ähm Franz Lenos Plinz, nämlich Josh Andrez Rivera, befreundet ist, hat sie dann gesagt, na gut, sie macht's doch also.

Christian:
[24:42] Und die beiden haben auch vorher in Story äh gespielt. Das war, glaube ich, so ihr ähm ähm, Filmdebüt, den habe ich auch noch, also das Spielberg Remake von Story, was ja irgendwie vor zwei Jahren oder so rauskam. Muss ich auch noch mal nachholen, aber genau das, da ist auch die Verbindung. Wir haben Tom.

Miriam:
[25:01] Ich weiß es auch nicht.

Christian:
[25:04] Als als Snow. Wir haben Hunter Schäfer als als, die.

Miriam:
[25:08] Wo ich übrigens die ganze Zeit nicht wusste, wer sie ist. Ich habe die ganze Zeit im Film. Ich dachte, ich habe immer ihr Gesicht gesehen. Oh, ich weiß gar nicht, welches Pronomen auf Deutsch richtig zu verwenden ist. Weißt du das zufällig?
Weibliches Produkt, they I don't know. Also äh wir nehmen mal auf Verdacht weibliches Pronomen, aber jedenfalls ähm ich Ich habe ihr Gesicht gesehen und dachte die ganze Zeit so, ah, das kennst du doch! Und wer ist sie denn noch mal? Und hm, hm, hm! Und ich bin nicht auf den Trichter gekommen und erst hinterher habe ich nachgeguckt, meistens habe ich mir so mit der Hand vor die Stirn gepackt. Ich meine so, ja klar, Hunter Schäfer, stimmt ja!
Sie hat ja schon ein sehr besonderes Gesicht, finde ich.

Christian:
[25:38] Hast du sie denn irgendwie wiedererkannt? Also war da irgendwas.

Miriam:
[25:41] Ich habe sie noch nie in irgendwas gesehen. Also ich habe jetzt zum Beispiel nicht die Serie gesehen, wo sie mitgespielt hat, aber sie ist mir so als Person bekannt oder also ich habe halt oft Fotos gesehen auf Social Media oder so und deswegen, Also meine Gesichtserkennung hat Klingeling gemacht, ähm aber mir ist der Name dazu nicht eingefallen, aber ich hatte jetzt, glaube ich, noch keine anderen Filme oder Siriam mit ihr.

Christian:
[25:59] Ich habe jetzt ich habe äh neulich aus einem ganz anderen Bogen bin ich bin ich über sie gestolpert, nämlich die äh Produktion von dem Legend of Zelda.
Film, der jetzt angekündigt wurde und da kam ihr Name irgendwie auf und äh beziehungsweise hat sie, glaube ich, auch gesagt, so ja, ja, ja, würde ich machen.
Also Hauptrolle als als Link. Ähm, Genau, dann haben wir noch ein paar äh ja, ich will nicht sagen, bekanntere Namen, aber so ein bisschen alteingesessenere Namen. Wir haben Viola Davis als äh Doktor Call die Spiel, Leiterin oder die die, genau die genau Game Acerin Peter Dinklage als Dean Haibatom, der.

Miriam:
[26:42] Die Schule leitet.

Christian:
[26:43] Der die Schule leitet und der ja.

Miriam:
[26:47] Erfinder der.

Christian:
[26:47] Ich wollte sagen, der eigentliche Erfinder der Hangar Games ist, ne? Das ist ja auch schon ein Teil der der, Also das entfaltet sich ja im Laufe des Filmes, dass er da eigentliche Erfinder der Angäng nimmt. Das ist der, wenn wir bestimmt auch noch drüber sprechen. Wir haben Jason Schwarzman als Lucky Flickerman. Der hat dir, glaube ich, sehr gut gefallen als Moderat.

Miriam:
[27:03] Alle wahnsinnig gefallen. Also ich muss sagen, ich war von den jungen Schauspielerinnen megaüberzeugt. Ich fand, die haben alle richtig krass abgeliefert, aber dass die zwischendurch mit diesen, wahnsinnig guten älteren schauspielenden zusammengewirkt haben auf der Leinwand. Das war auch eine coole Mischung. Also Firelot Davis war so krass und Peter Dinklagen, Jason Schwarzmann, ich finde, die haben alle mega abgeliefert und diese Rollen, richtig krass mit Leben ausgefüllt. Fand ich total.

Christian:
[27:28] Dann haben wir noch zu guter Letzt äh FIO Nola Flann Again als Grandma. Die äh Großmutter von eben, Snow one. Ähm ja und dieser dieser also vielleicht können wir noch so ein paar ähm, Worte zum gesamten Cast noch loswerden und dann äh tauchen wir glaube ich nochmal tiefer in die Figur ein. Ich war ich war auch sehr begeistert ähm von den den äh älteren Semestern, also gerade Viola Davis und Peter Dinklitsch waren, unfassbar stark in diesem Film, weil sie mit so viel Freude in diesen Rollen gespielt haben, dass diese Freude einfach rübergeschwappt ist und das ist halt gerade bei so einem bei so einem Franchise-Ding und gerade bei bei, Diesen wie soll man's beschreiben? Bei diesen bei diesen Rollen, die, Eher auf der dunkleren Seite stehen, aber eben auch etwas theatralisches irgendwie an sich haben, ja? Also grad äh Doktor Gal als diese Spielleiterin, die in diesen abgefahrenen Kostümen unterwegs ist, das Make-up und halt.

Miriam:
[28:29] In diesem Labor und irgendwie eine Mischung aus Chemie und Wahnsinn.

Christian:
[28:34] Ja und und halt also auch beide schaffen das auf ihre Art diesen schmalen Grad zwischen drunter und drüber halt perfekt, Die sind sich nicht zu fein für die Rolle. Die übertreiben's jetzt aber auch nicht und und grad auch Peter Dinklage mit dieser sehr tragischen Figur und diesem äh tragischen Verlauf auch und je mehr wir von ihm wissen, desto tragischer wird er Das hat mir halt wunderbar gefallen. Also das.

Miriam:
[28:59] Mir hat's auch mega gefallen. Ich habe ja vorhin schon gesagt, dass ich im Prinzip jetzt die letzten Tage, ähm nachdem wir aus dem Kino gekommen sind, schon mega Bock hatte, den Film nochmal zu gucken. Und in der Mangelung der der Möglichkeit den Film noch mal zu gucken, habe ich einfach den Trailer noch ungefähr 20 Mal gesehen, seitdem wir ausm Kino wiedergekommen sind, weil das so die die nächstbeste Variante war, irgendwie in diesen Film noch mal zurückzukehren und den alleine dem Trailer gibt er so zwei total coole Sätze von Violla, Davis und Peter Dinkloch, wo Viyolla ihn ankündigt und sagt, ay a present to you, und dann kommt irgendwie Peter Dinklage, der am Ende noch sagt so hier that boy?
Sound of Snow folling und es ist so, da habe ich auch gedacht so, ich stelle mir dann in solchen Momenten immer vor, wie die Leute, also wie die Schauspielenden, die einzelnen Zeilen im Drehbuch sehen, Und dann musst du ja irgendwie, da kommt ja das Genie her, dass du diesen Satz halt nicht einfach nur auswendig lernst und sagst, sondern dass du da so viele Nuancen, Allein in das in das wie du dich aussprichst, wie du's spielst mit reinigst. Also ich war auch sehr begeistert von denen, würde ich sagen. Sind wir uns einig.

Christian:
[30:03] Ja und dann würde ich sagen krempeln wir die Ärmel hoch und äh setzen uns mal an die Analyse. Ähm,

Film


[30:12] Vor allen Dingen an die Figuren und ich würde sagen, dass wir da ähm natürlich mit ähm, Da geht's schon los mit dem Protagonisten anfangen und ich würde sagen, das ist no. Also er ist die Nummer eins, er ist die wichtigste Figur. Es ist seine Geschichte, auch wenn Lucy Gray sehr, sehr wichtig in dieser Geschichte ist, aber er ist ja.

Miriam:
[30:31] Es geht um seine Reise.

Christian:
[30:32] Es geht um seine Reise und das fängt ja auch mit ihm schon in äh Kindestagen irgendwie an.
Nach diesem äh nach diesem Krieg und die Armut, in der er da aufwächst und so ähm ja ich weiß gar nicht, wo wir da irgendwie anfangen sollen. Ähm.

Miriam:
[30:47] Ich ich habe ja du hast ja vorhin gesagt, du hast viele Fragen und ich muss sagen, ich habe auch viele Fragen. Also irgendwie ist jetzt nicht so, dass ich alle deine Fragen beantworten kann. Ich kann im Prinzip meine eigenen Fragen mit auf den Tisch werfen, auf den Haufen, wo schon deine Fragen liegen. Und dann können wir die zusammen angucken. Also, Die Frage des Films habe ich ja vorhin schon gesagt, ist ja so ein bisschen, wie ist ja eigentlich zu dem geworden, der dann später ist. Also was waren so die prägenden, Momente, die dazu geführt haben, dass wir ihn später als den alten President Snow kennenlernen, der da Gegenspieler von Kenntnis ist. Und ich habe ja noch mal unseren letzten Podcast auch gehört, wo wir Moking J eins und zwei geredet haben.
Und da habe ich mich selber noch mal äh schimpfen hören, dass ich gesagt habe, dass ich eine Sache, die schlecht gemacht fand an Mocking Jay eins und zwei fand, dass irgendwie nicht so richtig klar ist, was eigentlich die Motivation von President Snow ist. So was will der eigentlich und warum verhält der sich nicht anders und warum, kümmert er sich nicht stärker um seinen Machterhalt und warum sieht er zwar die ganze Zeit, was Kenntnis macht, aber er greift nicht ein und da war mir irgendwie immer nicht so richtig klar, was eigentlich seine Motivation ist.
Und ich habe dann so ein bisschen drüber nachgedacht, jetzt muss so ein paar Tagen Abstand, Ob mir eigentlich jetzt seine Motivation so richtig klar ist, also ob ich eigentlich irgendwie korrent wiedergeben kann warum, Ganz genau er jetzt eigentlich am Ende der Bösewicht ist oder warum er auf der bösen Seite landet sozusagen am Ende oder habe ich verschiedene Gedanken dazu, aber so richtig, hundertprozentig sicher bin ich mir nicht. Ich weiß noch, dass ich, als ich im Kino saß und und auch kurz danach, dass ich irgendwie.

[32:13] Ich hatte so das Gefühl, die erste Hälfte des Films empfindet man ihn ja als eine eine positive Figur.
Also irgendwie einer, der präsentiert wird als irgendwie, der ist sympathisch, ähm der ist cute, der hat immer wieder so Szenen, wo man so das Gefühl hat, der hat ein moralisches Gespür irgendwie, der der will das Richtige tun und wir wollen auch, dass er das Richtige tut ähm und wir routen für ihn.
Und dann ist so die Hälfte des Films vorbei und ich dachte mir so, ja gut, jetzt habt ihr irgendwie eine also einen halben Film lang habe ich ihn irgendwie gesehen, Wie ein sympathischer Typ ist, wie wollt ihr das jetzt schaffen bis zum Ende des Films ihn zu verwandeln in den Bösewicht? Wie wie wollt ihr da eigentlich ankommen genauso?

Christian:
[32:52] Aber vielleicht Vielleicht fangen wir da ein bisschen erstmal auch an. Also das das ähm es ist eine Geschichte, es ist eine Reise. Du sagst, er wird uns da sympathisch präsentiert und ähm da gehe ich auch voll mit.
Also, Ähm ich habe da ich habe da auch mitgefiebert und das geht natürlich gleich die erste Szene als Kind in dieser in dieser in dieser äh grausamen Welt nach dem Ende des Krieges in diesen in diesen Armutsverhältnissen, da schwing gleich schon mal so eine gewisse Portion Mitleid natürlich irgendwie mit. Also er ist er der Underdog. Er er fängt ja ne also das so so die klassischen ja ähm, Attribute, die man ja auch irgendwie so einen Protagonisten irgendwie auch gönnt. Ja, so die uns helfen, da reinzukommen.

Miriam:
[33:32] Und als wir ihn dann auch das erste Mal in der Schule sehen, dann merkt man ja auch, da ist er auch total der Underdog irgendwie. Die anderen sind alle so reiche, verzogene Gören und er ist so derjenige, der sich irgendwie sein.

Christian:
[33:41] Außenseiter, ja.

Miriam:
[33:43] Seite irgendwie, es war der Beste in der Schule, aber sein Outfit ist halt irgendwie so zusammengeglaubt, um nicht völlig schäbig auszusehen, aber eigentlich durchschauen alle seine Fassade und wissen, dass er zu Hause nicht genug zu essen hat und so und er versucht, die Fassade aufrecht zu halten, also, Man man rootet wirklich für ihn. Man fiebert mit und man hat man wird so an ihn herangeführt, dass Zumindest mir ging das so, dass ich die ganze Zeit dachte, ich will, dass er es schafft. Ich will, dass er es den anderen zeigt und ich will, dass er Erfolg hat und dann später wird er der Mentor und dann habe ich auch die ganze Zeit gesagt, ich will auch, dass er Erfolg hat, Lucy Graider durchzuführen und ich will, Beziehung klappt und ich wollte einfach, ich wollte, dass er Erfolg hat und dass alles gut ausgeht für ihn.

Christian:
[34:18] Ja und dann da geht's ja dann auch weiter so dieses dieses ähm wir können ihm den Erfolg, weil er ja auch fähig ist, ja? Er er kann sich da so durch, Der Supersmarter kann sich da so durch durchwuseln, also wie genauso wie die wie die wie die Tribute und und und wie die ähm, Menschen in den Distrikten ist er ja auch in so eine Welt reingeworfen, äh die er nicht irgendwie verursacht hat, die eher nicht irgendwie, also in der er sich irgendwie zurechtbewegen muss. Ja, also.

Miriam:
[34:49] Zu kommen, ja.

Christian:
[34:50] Vielleicht kann man ja jetzt auch schon sehr platt und sehr groß sagen so seine fangen ja also sind halt außerhalb der Arena, ne. Er muss sich in dieser Welt der der Hauptstadt äh auf seine Art und Weise bewähren und bewahren und halt sein Spiel spielen.
Dass ihm ja auch von außen so aufgedrückt wird, ne. Er hat ja den.

Miriam:
[35:06] Ja auch durchsetzen. Es wird ja dann auch immer wieder angedeutet, dass er irgendwie, dass ihm extra Steine in den Weg gelegt werden, dass er dieses Stipendium nicht bekommt, obwohl er eindeutig der Beste ist, aber äh es wird immer wieder angedeutet, dass die ein also der Schulleiter sozusagen, dass der ihn aus irgendeinem Grund gefressen hat und nicht leiden kann und dass der sich immer irgendwas ausdenken wird, damit er dieses Stipendium nicht kriegt.

Christian:
[35:27] Das Thema Familie ist wichtig, sein Name, sein Vater, seine Vor.

Miriam:
[35:31] Das Vermächtnis.

Christian:
[35:32] Ja, die, die, die, ne, der der einst glorreiche Familienname, der gefallen ist, aber diese, äh, wie sagst du, diese Fassade versucht aufrecht zu halten? So, das schwingt da ja auch noch mit.
Ja, was ich auch ganz ganz spannend irgendwie fand, das ähm ja, können wir mal gucken, ob der Film da irgendwie viel draus macht im Sinne von ähm das ist jetzt Teil seines Weges sich auch von diesem Namen irgendwie zu lösen oder von diesem, Ähm aber genau, so, so, so, so fängt er ja an, so werden wir da mit ihm reingeworfen und das ähm wenn er den Nachname irgendwie nicht hätte, so, der am Anfang ja auch noch gar nicht so das das Thema ist, alle sprechen die mit Vornamen an, also da haben wir ja noch so diesen diesen ähm, ähm also ne, wenn wir nicht wüssten, wer er wird, dann würden wir sagen so netter Bursche und äh, Auch da wieder so das Thema Heldenreise, so wo wo geht's denn hin? Ne so man auch dieses Out-Smarten der Hungar-Games, das Schummeln auch sofort irgendwie, er er checkt halt auch Ebenen dieser die anderen ja noch nicht irgendwie schnallen, ne? Also dieses.

Miriam:
[36:37] Er ist mutig, er hat er traut sich was.

Christian:
[36:41] Genau und und auch diesen Schritt weiterzugehen, er ist der Einzige, der seine ähm ähm wie sagt man, seine seine ähm.

Miriam:
[36:48] Sagen wir.

Christian:
[36:49] Genau äh am Bahnhof da irgendwie empfängt und schon von vornherein versucht sie irgendwie kennenzulernen und auch diese Distanz gar nicht aufbaut, die viele andere ja dann Wie wird auch in der späteren Szene sehen äh mit tödlichen Folgen irgendwie aufbauen und versuchen da auch diese Zweiklassengesellschaft. Ist ihm alles erst mal egal. Ihm geht's ja eben darum ähm, Durch diese Hindernisse auch irgendwie durchzukommen. Durch sich weiterhin durch diese Welt zu bewegen, was er auch gut kann, was er bewiesen hat, dass er dieses, rumwurschteln, dieses durchwuseln. Das hat also dieses Street Smartnes irgendwie mit sich bringt und ihr jetzt da in den Spielen und in diesem Kontext äh in seinem Spiel um das Stipendium ja jetzt auch anwenden will.

Miriam:
[37:29] Hm und aber das Ding ist, dass ich halt, Am Ende, als der Film zu Ende ist und ich so ein bisschen zurückgucke und obwohl ich natürlich wusste, wie diese also ich meine, man weiß ja vorher schon, wie die Heldenreise ist. Also deswegen man weiß ja vorher schon, Am Ende wird er sich in den bösen President Snow verwandeln und irgendwie muss er da ja ankommen ähm und trotzdem habe ich mich so ein bisschen, von ihm enttäuscht und verarscht gefühlt und gedacht, so warum hast du uns so hängen lassen? Ich habe so an dich geglaubt, also insofern funktioniert der Film für mich, an der Stelle emotional schon, weil ich wie gesagt in der ersten Hälfte, Routen wir für ihn. Wir wollen, dass er es scharfe Denken guter Bursche. Wir gönnen ihm den Erfolg.
Und am Ende denke ich so, Mensch, Junge, wie bist du so geworden? Und ich habe mich dann auch gefragt, ob manche Sachen, die ich ihm am Anfang, in der ersten Hälfte, unterstellt habe, wo ich dachte, Er ist einer von den Guten, dass ich da vielleicht auch Sachen in den Reihen projiziert habe, die da gar nicht waren. Also das Zum Beispiel diese Szenen, die du gerade angesprochen hast, dass er am Anfang schon sie am Bahnhof abholt und versucht, diese Distanz gar nicht erst aufkommen zu lassen und eine persönliche Beziehung zu seiner Kandidatin aufzubauen und so.
Ich habe natürlich ihm die ganze Zeit irgendwie da so hohe ähm moralische Motive unterstellt und immer gedacht, dass er so jemand ist, der.

[38:45] Ja versucht im Schweinesystem sich durchzuwursteln, aber der dessen moralischer Kompass eigentlich gut funktioniert, also der halt irgendwie versucht in einem Schweinesystem immer das richtige zu tun, das moralisch Richtige zu tun, Im Rahmen seiner Möglichkeiten, Und später habe ich mich aber dann gefragt und ich glaube, das ist auch einer der Gründe, warum ich so wahnsinnig viel Lust habe, diesen Film so schnell wie möglich noch mal zu gucken, um all das noch mal zu überprüfen, um sozusagen mit dem, was ich am Ende des Films weiß, den Film noch mal ganz von vorne zu gucken und jede einzelne Szene, wo er drin ist, ihn Ihn noch mal ganz genau unter die Lupe zu nehmen und zu gucken, habe ich das in den Reihen projiziert, dass er da eigentlich ein guter Mensch ist und aus guten Motiven heraus handelt oder geht's ihm eigentlich die ganze Zeit nur darum, er sich durchwurschteln will, dass er seinen Ehrgeiz befriedigen will, dass er das Stipendium kriegen will, dass er seine Ziele erreichen will und zufällig passt das halt gut auf dem Weg, um diese Ziele zu erreichen, Sich wie ein anständiger Typ zu benehmen. Aber das heißt nicht, dass er so den total ganz klaren inneren moralischen Kompass hat, den ich ihm unterstelle und, also ja.

Christian:
[39:49] Mhm aber da ähm ja, Gute Frage. Ich glaube, dass bei ihm, Also ich glaube, das sind so also zwei Gedanken, die mir da kommen. Zum einen würde ich gerne antworten und sagen, ja, er hat ja das Potenzial zum Guten. Das ist ja, glaube ich, auch so ein bisschen eine der Kernfragen in diesem in diesem Film.
Das hat Lucy Craya glaube ich irgendwie so zu ihm. Sie ist ja ein.

Miriam:
[40:16] In jedem steckt gutes und schlechtes.

Christian:
[40:18] Ja ja und äh das also.

Miriam:
[40:19] That's good and evl and everyone, sagt sie.

Christian:
[40:23] Genau so und also vielleicht ist das auch schon so die Frage, ja also ist er die ganze Zeit auf dieser auf diesem auf dieser Gradwanderung irgendwie zwischen Gut und Böse, so beschwingt da das Pendel bei ihm irgendwie hin und her oder ist auch das Noah, opportunistisch, weil ihm das irgendwie ein Vorteil verschafft, der guten Seite zu stehen, weil das der zweite Gedanke, mit dem ich das irgendwie beantworten würde und das ist ähm sein Freund Sedaines, der ja einen größeren moralischen Kompass hat, weil er immer wieder zeigt, dass er, Mit diesem Schweinesystem brechen will und das macht's neu, nicht also kein einzige.

Miriam:
[41:01] Die werden.

Christian:
[41:01] Alles mit, was ihm da vor die Füße geworfen wird und vielleicht müsste man sagen, ja der einzige moralische Weg in diesem System ist, einem System zugrunde zu gehen, so wie es.
Der hält es nicht mehr aus und der der der spricht dagegen, der rebelliert dagegen und geht am Ende zugrunde.

Miriam:
[41:18] Ja das stimmt. Die werden sehr gut gegeneinander kontrastiert und da sieht man so ein bisschen, was die andere Variante ist. Also wenn man wirklich den starken moralischen Kompass hat, wie das dann aussieht, nämlich so wie bei The Janes und ich noch mal auf diesen Punkt zurückzukommen, dass ich mir am Ende so enttäuscht und von ihm von Snow auch getäuscht gefühlt habe. Ich glaube, dass es nur deswegen, dieses Enttäuschte oder Getäuschte oder auch dieses Verwirrte, ich verstehe deine Motivation nicht.
Du warst doch am Anfang des Filmes gut. Warum bist du jetzt böse? Ich habe irgendwie ich habe zwar die ganze Zeit gesehen, was du gemacht hast, aber irgendwie habe ich den Punkt nicht richtig mitgekriegt, wo das Pendel umgeschwungen ist von einer Seite auf die anderen. Ich glaube, das funktioniert für mich besser.
Wenn ich entweder den Film nochmal gucke und sage Das Pendel ist nicht von rechts nach links geschwungen, sondern das Pendel war die ganze Zeit in der Mitte ähm und es war die ganze Zeit offen und am Ende ist es halt aufgrund einer Verkettung von zufälligen Ereignissen, Auf der bösen Seite gelandet sozusagen oder vielleicht war das schon die ganze Zeit so, dass Snow immer schon, Von Anfang an eigentlich ein Opportunist war und sich gar nicht so stark verändert hat von Anfang bis Ende, nur, Der Kontext um ihn herum verändert sich und in der ersten Hälfte des Filmes ist der Kontext halt so, dass es opportunistisch für ihn ist, Wie ein anständiger Kerl aufzutreten und ich deswegen denke so, du bist einer von den Guten, aber eigentlich ist er in jeder Szene opportunistisch. Also, ne

Christian:
[42:35] Und ich glaube, wenn ich jetzt auch so drüber nachdenke, ich glaube, dass also auch wieder äh als Empfehlung für die nächste Runde, für die nächste Filmsichtung. Ich glaube, sein Ziel ist eigentlich immer gleich. Ich glaube, sein Ziel, er will eigentlich zu, Ähm ich weiß nicht, ob das Wort dem Deutschen so gut funktioniert macht.

[43:01] Ja, er versucht ja auch immer seine Situation oder er versucht einen Aufstieg. Er versucht ja immer wieder aus seiner Situation, in der er gerade ist, den nächsten Aufstiegspunkt zu schaffen, aus der Armut raus mit dem Stipendium und das Stipendium und diese ganze Hochschule ist ja auch noch mal, Also ein weiterer Sprung nach oben. Also er will, er will ja schon die ganze Zeit, also klar, er ist halt sehr weit unten, aber er ist auch nicht in den Distrikten irgendwo unten im Schlamm und muss da irgendwie um sein Leben kämpfen, sondern er ist äh, sozusagen in der oberen Klasse, aber sehr weit unten und er will eigentlich die ganze Zeit weiter aufsteigen, Und das das ist eigentlich auch also die logischste Konsequenz davon ist Präsident zu werden am Ende des Tages?
Das ist der höchste Punkt. Weiter nach oben geht's nicht in dieser Welt und da kommt er ja auch an und vielleicht ist so dieses, Ist so dieser Weg auch durch den Film sagte er selber dann auch so diese ne, die fragt sich ja, wo sind die Schlüsselmomente, ne also, Schlüsselmomente sind die Momente, in denen er tötet, in denen er mordet.

[44:06] Das erste Mal vielleicht noch aus einer gewissen ähm ähm Selbstverteidigung heraus. Beim zweiten Mal geht's ja auch darum, dass seinen, wie sagt man, seinen, dass der Abstieg droht, wenn er jetzt nicht eingreift, Und beim dritten Mal, wo er dann eben seinen Freund The Janes tötet, ist das ja auch so eine so eine Plotti-Geschichte. Also es wird halt immer intriganter, es wird halt immer raffinierter, aber es sind immer die Momente, in denen's darum geht, so, in Richtung mehr Power und er sagt ja selber, das erste Mal zu töten war halt so ein so ein so ein, ich will nicht sagen Erweckungsmoment, aber es hat ja was mit ihm gemacht, wo er dann, Äh gemerkt hat, was auch in ihm steckt und wo er denn vielleicht einfach zu anderen Mitteln gegriffen hat in Zukunft. Das Ziel bleibt gleich, der Weg dahin wird aber immer, Brutaler tyrannischer äh äh intriganter ähm weißt du? Und dass das eher die Schlüsselmomente sind.

Miriam:
[45:07] Ja ja. Also du hast auf jeden Fall recht, dass dein Ziel immer das Gleiche ist. Das sehe ich auch so. Das hast du ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Er sagt ja, glaube ich, auch am ganz am Ende diesen Satz äh in dieser letzten Szene mit Dian Heibotta. Da sagt er nochmal, Snow always Lands on top und das ist ja im Prinzip Von der ersten bis zur letzten Szene ist es sein Ziel on top zu landen. Also halt sich vom Underdog zu demjenigen zu entwickeln, der die Ansagen macht und die Entscheidung trifft.
Ich weiß, ich wollte erst widersprechen und sagen, die Szenen, in denen er tötet, sind nicht die Schlüsselmomente, weil ich schon das Gefühl habe, dass diese erste, Szene, wo er da aus Selbstverteidigung tötet und in gewisser Hinsicht auch diese zweite Szene, wo er diesen einen Typen erschießt oder erschießt der den Typen oder die Frau? Ich weiß es gerade gar nicht mehr, aber, Das ist ja auch so eine so eine hektische, stressige äh unübersichtliche Szene und das ist ja schon auch irgendwie im Affekt ähm also jetzt nichts Geplottetes und überlegtes, Ähm du hast natürlich recht, dass das jeweils was mit ihm macht, aber ich habe das Gefühl, die Schlüsselmomente sind die.

[46:05] Wo er für sich entscheidet, wie er damit umgeht, was er daraus macht, äh sozusagen das Töten selber ist es nicht, sondern eigentlich seine Reaktion darauf. Und dass er dann immer entscheidet, ich kehre das untern Teppich oder ich gucke jetzt, wie ich da wieder meinen Vorteil draus mache, Und äh eine also ich glaube zwei Schlüsselmomente, die ich besonders krass fand, Waren die, wo er da zu Janes im Prinzip in die Pfanne haut, wo er die Aufnahme macht, wo der von seinen gerade von seinen ganzen Revolutionsplot-Geschichten erzählt und ich Das war, glaube ich, so ein Moment, wo ich mich wirklich total verraten gefühlt habe von Snow, weil ich bis zu dem Zeitpunkt ihm immer noch unterstellt habe, dass er eigentlich Guter Junge ist, der versucht, im Schweinesystem irgendwie durchzukommen und in dem Moment dachte ich so, warum machst du das denn? Aber du hast Recht Weil er ein Opportunist ist, weil er versucht, oben rauszukommen und das war für ihn eine Gelegenheit, oben rauszukommen, seinen Freund in die Pfanne zu hauen und das war ihm halt auch wichtiger als sein Freund. Und der zweite Schlüsselmoment, den ich so krass fand, war der, Wo er halt mit Lucy Gray nicht ehrlich ist und halt seinen Beitrag an dem Tod von zu Janos nicht offenlegt. Also dass er das nicht ehrlich zu ihr sagt, dass er das dass er nicht aufrichtig ist und dass er seinen Anteil versucht unter den Teppich zu kehren und immer der Umgang, mit dem, was er getan hat, ob er sich, ob er da die Verantwortung übernimmt oder nicht, ob er sich dem stellt. Ich finde, das sind die Schlüsselmomente, die dann auch charakterformend für ihn sind.

Christian:
[47:20] Ja und ich glaube, dass Moral in diesen Momenten einfach nie ein Faktor irgendwie für ihn ist. Also moralische Figuren würden, Ganz anders mit diesen Momenten rumgehen, ganz anders in diesem Moment noch irgendwie handeln oder wenn sie so handeln halt anders rausgehen aus diesen Momenten. Und klar, es ist eine Welt, in der, Mord und Tod Teil der alljährlichen Unterhaltung ist, äh ne, also ist Teil des Schweinesystems, wie du es so schön nennst, aber er hat ja, Also das das ist irgendwie auch das Ding. Er hat ja, ich glaube, er fühlt sich ein bisschen zu wohl in diesem in diesem Schweinesystem. Ich finde das auch also da müssen wir auch noch mal drüber sprechen so dieses ganze Ding nachher mit Lucie Grey. Wir müssen, glaube ich, über sie erstmal bis wir dahin kommen, aber das, was da so am Ende auch passiert, also er ist ja bereit, ein viertes Mal zu töten, Ähm rein aus Kalkül dann. Also das ist ja also Moral spielt ja gar keine Rolle und Liebe schon gar nicht mehr, sondern das ist halt wirklich so ein ähm also so ein so ein so ein, dass da.

Miriam:
[48:17] Alle alle, die mir was an den Karren, ja, alle, die mir an den Karren können müssen, aus dem Weg geräumt werden. Ja, ja.

Christian:
[48:21] Genau. Genau. So und und ähm.

Miriam:
[48:24] Ist auch ein guter Punkt, was du gerade gesagt hast, dass er sich in dem Schweinesystem wohlfühlt, kurz bevor du das gesagt hast, habe ich nämlich gedacht, ähm, Das eine Sache, die jetzt so darüber reden, mir auch noch auffällt, ich finde ihn schon, ich nehme ihn als sehr enthaltelt wahr. Also er kommt ein bisschen rüber wie einer, das Gefühl hat, dass ihm das eigentlich alles zusteht, dass er on top ist, weil er hat die besten Noten und deswegen steht ihm auch dieses Stipendium zu. Und weil er so davon eingenommen ist, von dieser Überzeugung, dass ihm das alles irgendwie zusteht, dass er da Anrecht drauf hat, Kommt der überhaupt nicht auf den Gedanken, das Schweinesystem zu hinterfragen, so wie das sein Freund zu Janes macht, weil er halt immer innerhalb dieses Systems denkt Sich gar nicht was anderes vorstellen kann, aber sich auch gar nichts anderes vorstellen will Weil das System ja am Ende 1 ist, wo er sagt, das kommt mir schon gelegen, wenn ich das schaffe, hier innerhalb der Regeln dieses Systems mich nach oben zu spielen von Runde zu Runde und am Ende Präsident bin. Ich habe eigentlich gar keinen Grund und keine Motivation, Das grundsätzliche, unmenschliche System in Frage zu stellen, Und dieses Entheitlement, das kommt schon an vielen Stellen raus, so dass irgendwie er ist der Sohn dieses berühmten Vaters. Er kommt aus diesem, ich hab's jetzt vorhin so in Anführungszeichen verarmten Adel genannt, ne? Aber irgendwie sein Vater war irgendwie der große Kriegsheld und ein wichtiger General und sie leben da irgendwie immer noch in diesem riesigen Apartment und sie sind zwar verarmt, aber sein Name ist immer noch sein Nachname ist immer noch einer, den alle kennen im ganzen Land und, Er wirkt wie einer, der das Gefühl hat, er hat ja eigentlich ein Anrecht darauf und äh alle, die ihm im Weg stehen, tun ihm im Prinzip Unrecht so, dass sie ihn, dass sie ihm das vorenthalten auf eine Art und Weise und so verhält er sich ja dann auch. Und.

Christian:
[49:53] Auch eine gewisse Wiederherstellung der alten Verhältnisse, ne? Ein ein ein anknüpfen an die alten glorreichen Zeiten, so dass Wiederaufbauen, was zwischendurch verloren gegangen ist.

Miriam:
[50:02] Steht mir eigentlich zu, weil ich eigentlich das Erbe meines Vaters ja antrete und deswegen äh müsste ich hier eigentlich auch Chef und das Ganze sein.

Christian:
[50:09] Genau und, Er sagt auch im Gespräch mit Lucy Grey, das war irgendwie so als die da so ihre Honeymoon Phase da draußen in der Natur, District zwölf, am, am, am See, im Wald und so.
Da da, verrutschte ihm das, glaube ich, auch alles so ein bisschen raus, so nach dem Motto, na ja, wenn uns Umstände jetzt hier nicht hingezogen hätten, uns beide, dann würden wir natürlich in der Hauptstadt, also da ist alles geordnet und da ist alles irgendwie also diese diese ne, Recht und Ordnung, so dieses äh kein Schweinesystem, sondern ist der Normalzustand, während Lucic Ray ja die äh Freigeistin, dem Wald und aus der Natur und äh die ist in der Lage, ne, so viele Fisch nehmen wie wir brauchen, aber auch nicht mehr und sie ist ja das komplette Gegenteil von ihm und da glaube ich eben auch also da zeigt sich halt eben auch, wie, Ähm wie sehr diese diese Geschichte mit den beiden ja zum Scheitern verurteilt ist. Also da kommen wir glaube ich auch nochmal gleich drauf, aber ja.

Miriam:
[51:03] Noch eine Sache, du hattest ja vorhin ihn auch schon sehr stark kontrastiert mit seinem Freund zu Janes Plinth, der da ja einen ganz anderen Ansatz hat und ganz anders über dieses Schweinesystem nachdenkt und im Prinzip die ganze Zeit sagt, dass es alles, Das ist alles Quatsch hier, das ist alles unerträglich, was ihr macht. Ähm könnt ihr euch eigentlich noch selber in den Spiegel gucken.
Und eine Sache, über die ich auch viel nachgedacht habe, äh um so ein bisschen zu verstehen, was eigentlich das Ding mit Snow ist. Also, Es gibt ja so ein großes Spektrum bei den Figuren, die wir sehen, ob sie eigentlich in der Lage sind, in anderen.

[51:35] Figuren und anderen Personen die Menschlichkeit zu sehen. Und ich nehme mal zwei Beispiele. Auf der einen Seite ähm ist diese eine Mitschülerin von Snow, die da irgendwie außerhalb des Affenzaunes ist und irgendwie in dem in dem Zoo Und mit der Person, die sie eigentlich Mentoren soll, äh die im Prinzip behandelt wie ein Haustier und sagt, na, hast du Durst? Hier, nimm dir die Flasche, wo ich was zu trinken für dich habe und die immer so zwischen den Stäben hinhält und dann sagt, nee, da musste ich aber ein bisschen mehr für anstrengen. Also eigentlich so Komplette Unmenschlichkeit, also die andere Person gar nicht in ihr Menschsein erkennt und auf der anderen Seite ist der irgendwie alle in ihrer Menschlichkeit anerkennt und der nicht, Obwohl der ja auch aus einer wahnsinnig reichen Familie kommt, also irgendwie sein Vater ist, glaube ich, auch Waffenhändler aus District zwei oder so. Also James Splint ist im Prinzip mit einem, goldenen Löffel im Mund geboren worden.

[52:23] Und trotzdem hat er nicht im Gegensatz zu Snow hat er nicht das Gefühl, dass er auf irgendwas Anspruch hat oder dass er irgendwie besser ist als die anderen oder dass ihm mehr zusteht als den anderen und er findet das alles ungerecht, dass andere weniger haben als er und er sieht halt die Menschlichkeit in den anderen und fühlt sich den anderen dadurch glaube ich auch also zum Beispiel den Menschen in District zwölf oder so oder auch den den Tribiots, den den Kandidierenden ähm fühlt er sich ja irgendwie nahe, weil er das Gefühl hat, die sind im Prinzip wie ich, die haben einfach nur mehr Pech gehabt. Also ich bin halt zufällig in die reiche Familie geboren worden und die irgendwie in anderen in armen District, Ich habe das Gefühl, dass Snow, So in der Mitte zwischen diesen beiden extremen Polen ist und weil wir ihnen ja dann zwischendurch immer so sehen, wie er zum Beispiel diese Beziehung zu Lucy Gray aufbaut, um sie dann da auch heil und lebend durch die Hungergames durchzubringen, habe ich immer also und ich glaube, das ist der Punkt, wo ich mich dann immer getäuscht habe, habe ich halt immer gedacht Ja, er sieht auch die Menschlichkeit in ihr und den anderen.

[53:17] Und auch als er dann in District 12 kommt als Peacekeeper, habe ich gedacht, oh nein, der Arme, das muss ja jetzt ganz schrecklich für ihn sein, dass er jetzt hier quasi so als als SS-Mann im Ghetto äh sich da irgendwie kümmern muss.
Aber eigentlich gibt's immer wieder so kleine Szenen, wo man merkt so, Eigentlich sind dem die anderen Menschen auch nicht wichtig. Die sind ihm eigentlich egal. Also ist jetzt nicht so krass, dass er das Gefühl hat, die sind irgendwie wie Tiere, also er ist nicht so krass wie seine anderen class mades, Aber er ist auch nicht so wie Cindus, dass er die anderen Menschen anguckt und sagt, sie sind wie ich. Wir haben eigentlich mehr gemeinsam als uns trennt. Also, äh ist ja dann du hattest das ja gerade schon angesprochen, er spricht mit Lucy Grey irgendwie darüber, wie jetzt die Zukunft aussieht und ein bisschen hat man ja das Gefühl, dass er sich vorstellt, er klemmt sie sich irgendwie untern Arm und dann macht er da erfolgreich seine Offiziersausbildung und dann geht er mit ihr zurück in die Hauptstadt und dann wird alles gut und dann ist irgendwie Happy End und alles andere und auch alle anderen Leute sind ihm ja total egal, auch sein bester Freund, wie man am Ende rausfindet. Also dieses er steht da so, bisschen dazwischen. Er kann menschlich zu den anderen sein und Beziehungen und Connections aufbauen, aber nur, wenn's jemand in den Kram passt, nicht weil er es fühlt, so.

Christian:
[54:24] Das ist die Kernfrage, weil ich also ja, das ähm frage ich mich dann auch wieder, weil, ne, bringt er ihr das Essen, damit sie überlebt, damit sie die Spiele überlebt und ihm da irgendwie zum Stipendium verhilft oder weil er weiß, was es heißt, zu hungern?
Ne, also sieht der sich in ihr oder ist das wieder nur Mittel zum Zweck für das nächste Ziel? Und also.

Miriam:
[54:47] Beides. Ich glaube beides und diese Ambivalenz ist ja auch das, was äh sowohl Ihnen als auch ihre Beziehung so interessant und verwirrend macht dass diese krasse Ambivalenz, dass man immer nicht so richtig weiß, wer von den beiden Welt sich jetzt eigentlich, warum, wie? Was ist jetzt eigentlich echt? Welcher Satz von den beiden, den sie zu anderen oder zueinander sagen, ist jetzt eigentlich wahr und aufrichtig gewesen und das ist so, Ich finde, du hast das gerade perfekt gesagt. Man weiß nicht, gibt da eher das Brot, weil er irgendwie sich in ihr selber wiedersieht, weil er eine Connection zu viel äh spürt, weil er will, dass sie Vertrauen zu ihm aufbaut, äh weil er will, dass sie gewinnt?
Man weiß es nicht.

Christian:
[55:24] Mhm ähm aber da sind wir eigentlich auch schon bei ihr. Da sind wir bei Lucy Gray. Ähm die zweitwichtigste äh Figur auch in Bezug zu Snow. Ähm, Ja, da hast du auch schon gesagt, man weiß bei ihr eigentlich auch gar nicht ähm, Wie viel Hintergedanken und wie viele Ebenen sie irgendwie einnimmt und was so ihr Plan ist. Also erstmal ähm, wird sie ja eingeführt, als sie da aus den aus diesen ähm ähm.

Miriam:
[55:57] Den Jugendlichen.

Christian:
[55:58] Genau aus den Tributen, also sie ist noch nicht drin, also hat sie da so gepickt wird und auch da, sie ist ähm, Clever, sie ist äh sie schmeißt da irgendwie ihrer ihrer Kontrahentin da irgendwelche äh Schlangen halt erst mal gleich so unter, sinkt auf der offenen Bühne, ähm weiß sich zu inszenieren, also ich glaube, Inszenierung ist auch noch mal wieder so eine Ebene, wenn wir in dieser Welt der Hunger-Games sind, in der ständig alles irgendwie Inszenierung ist und ganz besonders die Spiele selbst. Ähm, dass ich da eben auch zeigt, sie besitzt auf ihre Art und Weise ähm.

[56:33] Cleverness-Fähigkeiten, Handlungsfähigkeiten, ähm, Mittel in diesem begrenzten System und bei ihr ist das Schweinesystem eben auch im Kontext der Hangargames natürlich zu sehen. Also sie ist in der Arena unterwegs. Äh er wirkt von außen und sie ist da drin.
Beide ähm also sie kann sich sie kann sich auch durchwurschteln. Sie kann auch ähm, Also sie ist ja, glaube ich, die sie sagt doch zu ihm, genau, das war doch der Moment, da irgendwie in diesem in diesem in diesem Käfig, ja, als sie da irgendwie äh am Bahnhof äh ähm abgeholt werden und dann müssen die irgendwie weitergebracht werden und er springt ja auch in diesem Moment spontan mit in den Wagen aus Na ja, Kalkül oder aus Interesse oder was auch immer, aber er sitzt mit denen auf einmal im Käfig. Die Kamera sind auf alle gerichtet und sie nimmt ihn zur Seite und sagt zu ihm, ohne. Also Sie bringt ihm ja eigentlich bei in dem Moment, Zu performen und dass das also sie sie weist auf eine Ebene hin, die ihm noch gar nicht so bewusst ist wie. Also sie ist da schon einen Moment weiter. Also sie zeigt ja auch, dass sie ähm fähig einfach ist. Sie ist fähig, andere Art und Weise mit anderen Erfahrungen, mit einem anderen Background, aber sie kann sie kann auch.

Miriam:
[57:50] Ja und weißt du, was ich so interessant finde? Ich habe halt das Gefühl, wenn ich so zurückgucke auf diesen ganzen Film, dass wir sie eigentlich, nie richtig kennenlernen. Also sie ist wahnsinnig interessant. Sie ist super charming, Ähm sie ist total schillernd und ich habe das Gefühl, dieses Schillernde führt dazu, dass man nie hinter ihre, Kulisse sozusagen gucken kann oder hinter ihre Fassade oder ihr hinter Maske, weil sie eigentlich die ganze Zeit von dem ersten bis zum letzten Moment, Wo wir mit ihr irgendwie unterwegs sind in diesem Film, in dieser Geschichte, ist sie am Performen. Es geht in der ersten Moment los. Der erste Moment, wo wir sie sehen Da ist sie auf dem Weg zu dieser Bühne, weil sie aufgewählt ist und man merkt schon an ihrem Gang, dass sie sich total bewusst ist, dass alle Augen und alle Kameras auf sie gerichtet sind und dass sie jetzt grade performt und das macht sie ja dann auch dann performt sie da irgendwie die Schlange bei ihrer Kontrahentin in den ins Kleid reinzuwerfen Dann springt sie auf die Bühne, dann kriegt sie da erstmal eine Ohrfeige, dann steht sie auf, dann singt sie ihr Lied. Und bis zum letzten Moment, zu den letzten Dialogen, die sie mit äh Snow hat, Hat man das Gefühl, dass sie irgendwelche Sachen performt, um durchzukommen, genau wie du sagst, um irgendwie einfach auch in diesem System nicht unter die Räder zu kommen? Aber wer sie so ganz, Ganz ehrlich und ganz genau und hinter dieser ganzen schillernden Supercharming-Fassade ist, Das erfahren wir eigentlich nie so richtig. Und eigentlich erfahren wir das bei Snow halt auch nicht so richtig. Also ich meine, ich habe das Gefühl, wir haben jetzt so ein bisschen uns ihm angenähert, dass er einfach so ein krasser Opportunist ist, Ähm.

[59:20] Aber was dahinter noch so wirklich ist an an Persönlichkeit hinter dem Opportunismus. Richtig viel erfahren wir davon auch nicht und das finde ich so spannend, dass die dass die beiden Hauptfiguren so, so interessant sind und ich denen so gerne zugucke und ich denke so, ah, krass, was macht ihr als Nächstes und was passierte, was erzählt ihr euch jetzt so, aber eigentlich wissen wir nicht, wer sie sind und sie wissen's voneinander eigentlich auch nicht. Und dadurch sind sie irgendwie so Sie sind sowohl für uns als die Kinozuschauenden, aber auch für die Leute in der Welt, Sind Sie natürlich ein superinteressantes Paar, das einfach toll zusammen performt, wo man gerne hinguckt, was total spannend ist, bisschen so wie Katnes und Peter. Ich habe das Gefühl, da wiederholt sich dieses Motiv so ein bisschen. Also sowohl in der Welt sagen die Leute so, oh krass, was wohl bei den beiden als nächstes passiert und liegt da nicht auch was in der Luft und so?
Und und auch wir denken und fühlen es auch so, aber wir wissen eben nicht, wer sie wirklich sind. Wir sehen eben auch immer nur die Performance.

Christian:
[1:00:11] Ja und auch da wieder.

Miriam:
[1:00:14] Beziehung.

Christian:
[1:00:15] Für die nächste Sicht haben wir auch noch mal spannend, ob wir eigentlich jemals einen Moment, mit ihr ohne ihn haben, Gibt es eigentlich Momente, in der wir erzählerisch rein in ihrer subjektiven Perspektive unterwegs sind?

Miriam:
[1:00:34] Na ja, in der Arena, aber da guckt er ja halt zu, ne, über.

Christian:
[1:00:36] Ich wollte grad sagen, ich wollte grad sagen, äh und auch schon da, als sie gepickt wird, ist er derjenige, der ja dem Moment auch zuschaut, weil dieses Performende da damit reinkommt, ne. Also.

Miriam:
[1:00:46] Und als er im District zwölf wieder kommt, steht sie auf der Bühne, aber relativ kurz danach entdeckt sie ihn ja auch und sieht, dass er ihr.

Christian:
[1:00:52] Bühne ist ja auch Performance. Also wir haben ja eben kein Backstage-Moment, wo man mal irgendwie weiß, was denkt sie, was redet sie, was fühlt sie, das sind ja immer nur in Bezug zu ihm.

Miriam:
[1:01:00] Man sieht sie immer nur entweder im Dialog mit ihm oder in einer Szene, wo er sie gerade beobachtet, via Bildschirm oder so, oder wo sie halt immer gerade so auf Sendung ist.

Christian:
[1:01:10] Weil weil ich so den Eindruck habe, dass Sie als Figur, Ebenso stark auf ihn wirkt. Also auch erzählerisch ist sie eigentlich, in gewisser Weise dazu da, um ihn irgendwie zu erzählen, als Gegenstück zu fungieren, als Sehnsuchtsobjekt, als Puzzleteil im, Ziel des Stipendiums als ähm Liebesobjekt vielleicht, keine Ahnung, können wir drüber diskutieren, aber immer in Bezug auf ihn und ich finde das halt so, Äh das wird so deutlich, als wir da am Ende in den Wäldern unterwegs sind und eben so die beiden Versuchen ne, also dieses ähm.

[1:01:51] Die junge wilde Liebe, die durchbrennt und die sich da ja eigentlich äh freimachen will vom Schweinesystem untertauchen will und wir halt schon irgendwie in den ersten paar Metern im Wald merken, das funktioniert halt überhaupt nicht, weil, Ja erzählt, äh er erzählt unbedarft die äh Zahl seiner Morde irgendwie auf und sie wird stutzig und er versucht mit einer sehr schlechten Lüge darüber hinwegzugehen. Sie wird misstrauisch, bleibt misstrauisch und diese ganze Szene kippt dann ja eben auch bildlich am Ende so stark, dass er ähm.

[1:02:27] Kalkuliert Schrägstrich emotional wütend einfach nur in den Himmel schießt in der Hoffnung, vielleicht irgendwie noch sie zu treffen. Also dieser Weg von, Die vermeintlich wilde Liebe brennt durch, hin zu äh, Weder durchgebrannt noch verliebt noch und in dem Moment, weil sie das ja eben auch so deutlich sagt, wo ich schon dachte, ey, das wirkt auf mich grad schon fast also das wirkt auf mich wie eine super subjektive Perspektive von ihm.
Also das, was Sie da gerade zu ihm sagt, da habe ich mich schon gefragt, sagt sie das gerade wirklich oder sind das seine Gedanken, die jetzt nur grad, Sozusagen für uns als zuschauende bildlich gemacht werden. Also Sie Sie erzählt ihm ja gerade so, hey, du bist ja supergut aus der ganzen Sache rausgekommen. Das einzige Problem, Bin ich, also wenn du, Also du müsstest mich loswerden und tschüss, ich gehe mal kurz so wo ich wo ich mir dachte, was ist das für ein crazy Moment?
Aber den fand ich halt so geil, weil ich mir da schon dachte, okay, das ist also das ist halt so, auf also das ist so aus ihm herausgeredet, wo ich mir schon dachte, okay, gleich wacht er irgendwie auf, also so ein Traum von ihm und sie liegt noch daneben, also dieses ne, so das, was sie da zu ihm sagt, das das klingt wie seine rohen Gedanken in dem Moment.
Und das fand ich halt sehr spannend. Denn dann ist das so hängen geblieben, dass ich dachte, hat sie überhaupt irgendein wir als Zuschauern, die sie überhaupt irgendwann mal, Sozusagen aus ihrer Subjektivität wahrgenommen oder immer über irgendwelche anderen Leute. So.

Miriam:
[1:03:54] Also ich meine, es gibt ja dann noch diese Szene, wo sie irgendwie auf dem Stein sitzt und das Lied vom Hanging Tree singt, wo er von hinten sich an sie anschleicht.
Aber das ist halt auch wieder so zwei Sekunden, bevor er ins Bild tritt und wo man jetzt nicht weiß, ob sie nicht vielleicht doch schon wusste, dass er gerade kommt und sie schon wieder auf Sendung ist.
Aber noch zwei Sachen, also das eine hängt mir noch so ein bisschen nach, was du vorhin gesagt hast, dass sie nur da ist, um ihn zu erzählen. Und da habe ich gedacht, das stimmt, das ist sehr guter Punkt, Weil wir haben ja vorhin drüber geredet, dass er niemals das System in Frage stellt, ne, dass er irgendwie immer innerhalb des Systems überlegt, was sind die nächsten Schritte, die er vollziehen muss, damit er eine Stufe höher kommt. Aber es ist ja auch schon so, Habe ich vorhin schon überlegt, wie das da eigentlich reinpasst. Es gibt ja schon einen Moment, wo er kurz mit dem Gedanken spielt, aus dem System auszusteigen, nämlich da, wo er im Prinzip mit ihr fliehen will.
Also ich meine, da sagt er ja, ich scheiße auf meine Offiziersausbildung und ich muss jetzt, wir müssen, weil du bist jetzt der Bürgermeister verdächtigt dich, dass du das Mädel erschossen hast, dass ich erschossen habe und deswegen musst du fliehen und du bist meine große Liebe und natürlich komme ich mit und jetzt verabschieden wir uns beide aus dem System und Und äh schlagen uns durch die Wälder und leben oft und verlassen diese Gesellschaft.

[1:05:05] Und insofern und da habe ich mich vorhin die ganze Zeit gefragt, wie passt das denn jetzt zusammen, dass er eigentlich ja nie außerhalb des Systems denkt, Und insofern ist sie vielleicht auch so ein bisschen die ähm die biblische Versuchung für ihn so, ne? Also so der der Apfel der Versuchung, könnte man sagen, Und so stellt das ja dann seine Mentorin Doktor am Ende auch da, dass das halt die Gelegenheit war für ihn, um noch mal so.

[1:05:29] Sich seine Position noch mal neu zu bestimmen. Und dadurch, dass dieser dass sie halt die Versuchung war, Lucy Gray, dass im Prinzip der das einzige, was ihn jemals auch nur, bisschen in die Richtung gebracht hat zu überlegen, ob es vielleicht was anderes als dieses System gibt und ob's vielleicht cooles irgendwas anderes als dieses System zu machen und irgendwo anders zu nehmen als in diesem System. Das Einzige, was ihn jeder hingebracht hat, war Lucy Grey Und dann haben wir aber genau diese Szene, die du gerade beschrieben hast, wo sie durch den Wald gehen und wo wir schon die ganze Zeit als zuschauende, schlechte Vibes haben und merken, Die vertrauen sich nicht, die sind nicht aufrichtig miteinander. Diese Beziehung und diese Liebesgeschichte steht auf total hölzernen Beinen. Das kann überhaupt nicht funktionieren. Man ist ja auch die ganze Zeit so So angespannt. Also ich weiß noch, ich war in dieser Szene so, ich hatte wirklich die ganze Zeit Angst, dass es gleich explodiert.
Also ich hatte so ganz ganz hohes Anspannungslevel. Das war jetzt nicht so händchenhaltend, so jupi, Freiheit, wir beide in den Sonnenuntergang. Endlich können wir mal zu zweit ohne uns Sorgen machen, unserer Zukunft entgegenhüpfen, sondern ich war so Oh, Scheiße, shit ist going down zwischen den beiden so, die trauen sich nicht über den Weg und die Frage ist eigentlich nur, wer von den beiden als erstes irgendwie ausflippt und äh, Ja, die Maske fallen lässt sozusagen und dass er am Ende sich von ihr betrogen fühlt, vielleicht ist das ja auch, Vielleicht ist das am Ende der eine Schlüsselmoment, der halt uns erklären soll, warum er Präsident Snow wird, weil der einzige Moment, wo er je überlegt hat, ob es was in Erwägung gezogen hat, ob es was anderes gibt als das Schweinesystem, das ihm bis dahin ja immer nach oben gespürt hat.

[1:06:55] Das eine Element, das in Versuchung geführt hat, hat ihn betrogen. Und dann kann er sich sozusagen von diesem Gedanken auszusteigen, wieder abwenden und kann sagen, Der war eh Quatsch, Und die hat mich betrogen und sozusagen eigentlich mein mein Glück und mein Erfolg und alles, was mir, was mich voranbringt, findet halt innerhalb des Systems statt und nicht außerhalb des Systems. Und dass dieser dieser persönliche Verrat, den er da verspürt, dieses Betrogensein von Lucy Gray, Dass das für ihn sagt, so ja, der Ausstieg, der bringt's nicht. Ähm, Der der führt nur zum Betrug und zum Verrat und äh hier ich bin mir selbst der Nächste und ich muss mich um mein eigenes Fortkommen äh kümmern. Snow always lands on top.
Da dreht er ja wieder um und geht auf die macht erstmal die Offiziersausbildung.

Christian:
[1:07:37] Und was mir dazu noch einfällt, ist, ähm dass er ja nicht nur, Aufgrund seiner unendlichen Liebe? Flieht, sondern eigentlich die beiden ja auf eine gewisse Art und Weise also da kommt bei ihm wieder so eine Zweckmäßigkeit durch.
Weil er ja zum Zeitpunkt als er sich ja für die Flucht entscheidet.

Miriam:
[1:08:03] Immer noch Angst hat, dass er geschnappt werden könnte, weil diese Waffen gefunden werden könnten, auf denen seine DNA ist und er denkt, äh jeden Moment könnten sie ihn schnappen und dann ist er dran.

Christian:
[1:08:11] Die wortwörtliche Smoking Gun ist da draußen und ähm sie haut ja eh ab, weil sie gesucht wird. Sie ist die Verdächtige, aber er ist der Täter.
Dann äh sagt er, ich komme mal mit. So, weil und und das ist ja auch so bezeichnend. Er Versucht ja, also diese dieses Versuchungsding, das finde ich gut. Sie ist so ein bisschen der Test auch, weil er ist ja derjenige, der aus seiner Welt ausbricht. Sie taucht ab in ihrer Welt. Sie, Will eigentlich nur dahin, wo sie herkommt. Sie will ja sowas ähm So was ganzheitliches. Sie will ja eigentlich nur eine Klammer schließen und er will ja ein komplett neues Kapitel aufmachen. Er will die große radikale Veränderung seiner selbst, wie du sagst Er will weg von von Stipendien, vom System, von Macht, von von all dem was er eben vorher mitgespielt hat und merkt einfach sehr, sehr schnell, dass das halt alles nicht seine Welt. Ich finde auch allein die Kostüme, wie er da mit diesen, Und mit diesem weißen Shirt, mit diesen blondierten Haaren und mit diesem dieser Jeansoptik da im Wald rumstampft mit seinen Boots, wo ich mir denke, Junge, Geh nach Hause so, da haste nix verloren, was also ernsthaft so, Weißt du, also das ist ja noch nicht mal, das ist ja noch nicht mal irgendwie Cosplay im Wald. Das ist halt einfach so Also weißt du und siehst diejenige, die irgendwie weiß, wie man sich da bewegt.
Das ist ihre Welt. Sie kennt die Pflanzen, sie kennt die Bäume, sie kennt die Vögel, sie kennt die Hütte. Sie kennt den See, sie kennt die Natur und er denkt so, ja, bisschen Instagram Weichzeichner auf alles legen und ich bin zu Hause und das halt so nicht. So und.

Miriam:
[1:09:39] Ist total gut, was du gesagt hast mit dieser Zweckmäßigkeit, weil dadurch ergibt diese ganze Szene, dieser ganze dieser ganze Teil, wo er da versucht, mit ihr in den Wald zu fliehen und dann aber wieder umkehrt. Er gibt halt total Sinn einfach in dem Moment, wo er die Waffen entdeck Wie du gesagt hast, sie spricht das ja auch aus und sagt, du musst jetzt eigentlich nur noch die Waffen loswerden, dann hast du wieder ähm eine weiße Weste und kannst zurück in das System gehen, aber für mich geht das halt nicht. Ich kann nicht zurück in das System und ich bin übrigens auch noch die Einzige, die weiß, dass Die Einzige, die lebendig ist, die weiß, dass du der Täter bist. Ähm und in dem Moment, wo er sieht, er hat äh da sind die Waffen. Er muss sie nur noch loswerden.
Macht er das ja dann auch. Und dann sagt er, stimmt, jetzt gibt's eigentlich keinen Grund mehr, warum ich hier ausbrechen muss. Das kann ich ja zurück in das System. Und dann macht er das ja auch.

Christian:
[1:10:21] Und dann kommt auch da so bezeichnet äh findet den Schal seiner Mutter, den er ihr gegeben hat. Der liegt im Wald rum und als er ihn aufhebt, wird er von der Stange gebissen.

Miriam:
[1:10:32] Ja

Christian:
[1:10:33] Also der würde, der wird auch keine, der wird auch keine fünf Minuten im Wald überleben ohne Sie.

Miriam:
[1:10:37] Aber saulustig, ich habe da noch gar nicht drüber nachgedacht. Ich habe jetzt vorhin ja das gesagt, dass sie die die biblische Versuchung ist, die sozusagen sein ihn testen soll, äh ob er wie systemtreuer ist und das ist natürlich noch mal doppelt lustig, ähm dass er dann von der Schlange gebissen wird, also In dem Moment, wo er den Test bestanden hat, könnte man sagen, auf eine Art und Weise. Also aus Sicht des Systems.

Christian:
[1:10:59] Ja. Ja.

Miriam:
[1:11:02] Ich habe schon das Gefühl, wir haben die Figuren ein bisschen besser jetzt verstanden. Also Paar Sachen haben sich für mich jetzt doch mehr aufgeräumt und geklärt, die mich nach dem Film doch noch mit vielen Fragezeichen zurückgelassen haben. Also ich finde, dass diese Figuren superinteressant dargestellt sind, super vielschichtig, dass man die ganze Zeit nicht so richtig weiß, wo man mit ihnen dran ist.
Hatte ich schon sehr erfrischend. Also das sind halt keine super Stereotypen, einen dimensionalen Figuren, die ganz klar ganz gut oder ganz böse sind, sondern die irgendwie so, ganz viele Facetten haben und wo man auch immer nicht so richtig weiß, so was ist ihre richtige Motivation und was findet hinter der Fassade statt und was wollen sie? Und, Wer spielt jetzt hier welches Spiel? Das macht das schon auch alles mega spannend, das anzugucken, finde.

Christian:
[1:11:41] Ich glaube auch, dass der Film, ich habe jetzt so ein bisschen versucht, mich in Kritik noch einzulesen und die sind doch gespaltener, als ich ursprünglich dachte, so der Film kommt ähm, Mal so, mal so weg und ich habe auch den Eindruck, dass also so ging mir das schon, als ich aus dem Kino rauskam. Ich habe gemerkt, okay, der ist irgendwie anders der Film. Also, In vielen Punkten erfüllt hat er meine Erwartungen nicht erfüllt, spielt auch mit so ein paar Klischees, also es ist ja schon noch irgendwie eine Ansage, in so einen Film, Eine Liebesgeschichte einzubauen, bei der wir jetzt ja beide irgendwie feststellen, dass es gar nicht um Liebe geht.
Also eine eine eine nicht nur dysfunktionale Liebesgeschichte, sondern wenn man irgendwie glaube ich, nicht aufmerksam bei der Sache ist, dann gehst du raus ausm Kind und sagst, ist halt scheiße.
Schlecht geschrieben, so funktioniert der gar nicht mit den beiden. Aber ich glaube halt, dass was wir jetzt aber auch besprochen hatten. So, ich glaube, dass der Film ein bisschen tiefer geht und da eben bisschen mit den Konventionen bricht, weil es Es ging halt nie um eine Liebesgeschichte. Es ging auch nie um eine tragische, aber auch was du irgendwie da meintest ist aus dem Kinohäuschen so, ja klar, da sind Shakespeare Elemente drin, aber es ist nicht Romy und Julia, es ist nicht die tragische Liebesgeschichte, ähm, die irgendwie im im Tod endet oder so was, sondern wie wir beide ja festgestellt haben. Eigentlich wissen wir noch gar nicht mal, was ihre Motivation so richtig. Ich glaube, das ist, ich glaube, da ist viel Absicht, was man dem Film als Fahrlässigkeit unterstellen könnte.

Miriam:
[1:13:07] Hm Ja und Andi, ich hatte ja auch gesagt, dass ich mich eben auch so ein bisschen verarsche oder nicht verarscht, aber so ein bisschen ähm aufs Glatteis geführt gefühlt habe als Zuschauerin, dass ich halt irgendwie rausgegangen bin und war so aber Snow, ich habe für dich gerootet. Wie konntest du mich Nicht so hängen lassen und auch bei der Liebesgeschichte, dass ich dachte so, aber ich fand euch so süß, warum habt ihr's so verkackt? Und in gewisser Hinsicht nehmen wir da natürlich auch die Rolle, Also der Zuschauernden aus der Welt ein, ne, die ja auch irgendwie denken, dass zwischen den beiden was Echtes ist und es ist gar nicht echt ähm, Ich finde das total interessant. Also ich fand das eine sehr interessante Viewing-Experience.

Christian:
[1:13:43] Ja, ich auch und auch dieser dieser ganze Aufbau, also der Plot ist relativ, Ich weiß nicht, was das richtige Wort ist, aber also auch da unkonventionell irgendwie, ne? Also es ist glaube ich eine Dreiaktstruktur drei oder 4 Akte. Ich glaube, drei sind es dann doch.
Die aber irgendwie ganz eigen funktionieren. Also da da ging mir aber auch so im Kino, dass ich dachte so okay, also gerade das Ende, gerade der letzte Akt, der dann auch diesen diesen Sprung da irgendwie macht und ne, also eigentlich was du auch beschrieben hattest so als er da in District zwölf irgendwie ankommt und der findet sie wieder, so wo man dann denken könnte, ja gut, äh ich hole schon mal den Wagen aus der Tiefgarage, weil das Kino ist jetzt gleich vorbei so ungefähr, weißt du so kommen gleich. Ich kann aufs Klo gehen, aber dann kommt da halt noch was.
Das halt alles untergräbt und in ganz andere Richtung bringt und ne? Aus der Liebesgeschichte aus der aus der ähm, Also ich sage ja, wenn das Ding da an einem an einem See geendet hätte so, dann, Zu Ende Klischee holt. Genau, also dann hättest du die die Liebesgeschichte an der Netze sagen können, ja wenn man noch drei Fortsetzungen und dann sieht man, wie er fällt, aber nee, nee, das ist so, also da, da, Da passiert auf jeden Fall. Also ich für mich überraschend viel. Ähm und eben auch überraschend viel eher unkonventionell ist. Ich fand das Ende dann doch auch irgendwie ein bisschen, Ja, ich weiß nicht, überhastet ist vielleicht falsch, also grad so die letzten Momente, da ging's dann vielleicht doch bisschen, zu sehr noch darum, ein paar Schleifchen irgendwie zu binden.

Miriam:
[1:15:11] Aber was genau meinst du, weil du hattest das schon zu mir gesagt und ich habe das jetzt auch gelesen, dass einige äh Kritikerinnen fanden, dass der ganze dritte Akt so ein bisschen gerusht war oder dass sie den zu komprimiert fanden und ich fand halt, Ich habe das halt nicht so empfunden. Ich hatte halt das Gefühl, dass der ganze Film total voll war. Also ich hatte irgendwie das Gefühl, Von der ersten bis zur letzten Minute war jede Szene für mich total vollgepackt und ich dachte echt die ganze Zeit so, Ich muss eigentlich aufs Klo, aber ich kann jetzt nicht in dieser Szene oder in der nächsten auch nicht oder in der übernächsten auch nicht, weil ich muss das alles mitschneiden und in jeder Szene steckt so viel drin und es ist alles so, so mega, Spannend und es sind so viele Easter-Acts da drin und so viele Ebenen und so viele Schichten und so viel Doppelbödigkeit in den Dialogen und so. Und ich hatte da gar nicht das Gefühl, dass jetzt irgendwie der dritte Akt sich da, vom Tempo her oder irgendwie nochmal also das ich habe den nicht anders wahrgenommen als die davorliegenden Akte. Deswegen würde mich mal interessieren, was du daran jetzt genau.

Christian:
[1:16:06] Ich würd's auch ich ich würd's ich würd's gar nicht auf den dritten Akt irgendwie festmachen. Ich würd's eher vielleicht so auf die letzten zehn, 15 Minuten nur festmachen. Also als der dritte Akt eigentlich auch vorbei ist und wir nochmal zurück in die Hauptstadt springen und nochmal hier Doktor Goal irgendwie so und dann eher noch irgendwie dem Hayboton noch irgendwie also wo denn so so, relativ viele Loos-Ends noch irgendwie zugemacht werden, wo ich mir auch dachte, also das fühlte sich auf einmal so ein bisschen ähm.

[1:16:38] Holprig an, weil vielleicht war das auch irgendwie so der Punkt also gut im Kino wusste ich auch nicht, kommen da noch mehr Filme oder nicht, also gibt irgendwie weiter weil wieder andere in dem Film also offene offene Enten auch offen bleiben. Wir wissen nicht was mit Lucy Gray passiert. Also eigentlich ähm, Das hattest du merkwürdig für mich gemacht, dass ich mir dachte, okay, entweder du lässt so die letzten äh letzten Momente auf, wie er denn da in in dem was ist das hier in Berlin, äh Stroßberger Platz, Genau, wie er da im Kreisel steht, den wir hier aus Berlin kennen und nochmal so ganz grimmig in die Kamera guckt, so nach dem Motto, ah ja, jetzt bist du der Snow, den wir kennen. Da dachte ich so, ja, okay, das hätte man sich ja irgendwie auch noch mindestens für einen weiteren Film irgendwie, also das hat mich irgendwie so überrascht, dass der Film sich so lange so viel Zeit nimmt um dann am Ende doch noch schnell so diese Türen zuzumachen und zu sagen, Weißt du, so diese letzten Bilder, die übrig bleiben, wo ich mir dachte, na ja, es hätte auch irgendwie ein bisschen mehr Raum zum Atmen, aber dann wärst du wahrscheinlich bei drei Stunden irgendwie angekommen und dann wär's auch wirklich zu lang gewesen, also.

Miriam:
[1:17:41] Ich habe das nicht so empfunden. Ich fand diese letzten Szenen irgendwie superknackig und ähm auch.

[1:17:50] Irgendwie total befriedigend auf eine Art und Weise. Also vor allem diese Szene mit DIN Heibom, die er dann da noch hatte, ähm wo man ja schon dann ganz viele Motive sieht, Die später für President Snow auch eine Rolle spielen, dass er eben doch, Ein bisschen smarter ist als die anderen und ihre Schwächen gegen sie auszuspielen weiß und er ist ja dann auch später in den späteren Filmen jemand, der sehr gerne seine Gegner vergiftet und das nimmt er hier auch weiter, das ist ja Motiv, was hier mehrfach vorkommt, dass er Gegner vergiftet und diesen Dialog, den er da noch mit hat, ähm das fand ich noch mal eine total, Knackige Szene, um einfach darzustellen, dass er am Ende dieser Reise ist, am Ende dieser Transformation. Wenn es überhaupt eine Transformation war, weil du ja, wie am Anfang schon gesagt hast, deine Ziele haben sich eigentlich nicht geändert, aber vielleicht könnte man sagen Seine Ziele waren die ganze Zeit die gleichen, aber er ist zwischendurch in Versuchung geführt worden von Lucy Gray und diese Versuchung ist halt abgeschlossen. Er hat sich halt kurz der Versuchung hingewendet Das ist irgendwie komplett gescheitert und vor die Wand gefahren und dann dreht er sich wieder zurück und sagt, okay, das habe ich ausprobiert. Das war nix. Und jetzt äh, Voll voll aufs Gas getreten, volle Fahrt voraus. Äh jetzt will ich hier in diesem System nach ganz oben kommen. Snow alreads Lands on top und dann sagt er und da dann drücke ich jetzt hier voll durch ähm volle Fahrt voraus und als erstes wird hier erst mal die ausm Weg geräumt Und dass das so jetzt der erste Schritt auf seinem Weg nach ganz oben ist. Also ich fand das schon rund. Ich ich fand's rund.

Christian:
[1:19:16] Rund ist es aber. Ich habe das Gefühl, dass der Film irgendwie so, Sich halt genug Zeit lässt, so oft so mit Tempo 30 halt wirklich auch so aus dem Fenster guckt und sich Zeit nimmt, um alles zu und dann am Ende nochmal so mit 180 in die Zielgerade irgendwie, weil er sagt, ich muss aber rechtzeitig ankommen. So, weißt du, was ich meine? Also das ist so.

Miriam:
[1:19:35] Also in der Theorie ja, aber ich habe das nicht so empfunden. Ich hatte das Gefühl, dass der Film eigentlich die ganze Zeit eher so, mit 70, achtzig KMH gefahren ist, weil ich eigentlich ich fand den, ich fand zum Beispiel auch nicht, ich habe ich habe irgendwie gelesen, dass manche den Film auch lang fanden. Du hast ja eben gesagt, wenn man das noch den den letzten die letzten zehn noch mehr hätte atmen lassen, dann wäre er 3 Stunden gewesen. Wie lange war der insgesamt? Zweiein.

Christian:
[1:19:56] Zweieinhalb. Mhm. Zweieinhalb.

Miriam:
[1:19:58] Ich habe das nicht gefühlt, dass das zweieinhalb Stunden waren. Also ich habe die ganzen für mich war das so 90 Minüter und aber sehr knackig und ich saß die ganze Zeit an The Edge of My Ceed und ähm, Ich war von äh für mich war komplette Geschwindigkeit von der ersten bis zur letzten Szene. Also deswegen frech habe ich diese, Diese Szenen, wo du das Gefühl hattest, jetzt ist gerade Tempo 30 und wir gucken gemütlich ausm Fenster. Vielleicht war da einfach kontinuierlich so mein Adrenalinlevel so hoch und ich war so oh krass, was passiert als nächstes? Alles ist so aufregend. Wuh!
Dass das für mich so alles auf einer relativ hohen Geschwindigkeit War, dass ich das halt alles so ja in einem Schwung empfunden habe.

Christian:
[1:20:34] Ja, dann würde ich sagen, haben wir ja schon die beiden Hauptfiguren sehr, sehr stark und sehr intensiv besprochen. Ich meine, es sind auch.

Miriam:
[1:20:41] Weil er ja ähm.

Christian:
[1:20:44] Hm? Wie sieht's denn mit den mit den anderen Figuren aus? Gerade die, die das Schweinesystem auf ihre Art und Weise verkörpern.

Miriam:
[1:20:52] Ja dies, da haben wir ja auch zwei, die sehr stark eigentlich miteinander kontrastiert werden, von denen man das Gefühl hat, sie sind eigentlich aus dem gleichen Holz geschnitzt, so wie man das Gefühl hat, dass Snow und The Janes eigentlich äh, im Prinzip Brüder sein könnten, aber komplett unterschiedlich drauf sind, was ihren moralischen Kompass angeht und ein bisschen so ähnlich ist es ja mit Doktor, also der der Head Gamemakerin und Dean Bottom, dem Schulleiter auch, Dass man so das Gefühl hat, sie sind eigentlich auf dem gleichen Pfad unterwegs, Weil sie beide Teil des Schweinesystems sind und sie sind ja auch so ungefähr auf einer Hierarchiebene hat man das Gefühl. Und Doktor Goal ist ja im Prinzip die sadistische Mentorin von Snow Die eben also die sich halt irgendwie sehr über die Art freut, wie er denkt und so ein bisschen outside of the box, aber inside of the system. Und äh.

Christian:
[1:21:36] The Games auch vor allen Ding.

Miriam:
[1:21:37] Genau inside of the game und so sich halt sehr viele perfide Sachen rausdenkt, wie man das das die Spiele irgendwie noch perfider machen kann und noch erfolgreicher aus Sicht äh der Gamemaker?
Und äh sie zieht ihn ja so heran und dann hat man auf der anderen Seite die in Heilbrot, um von dem man das Gefühl hat, der ist eigentlich genauso unterwegs. Der mag halt einfach Snow nicht. Und vielleicht denkt man am Anfang immer, er mag's nur nicht, weil er in ihm so einen Konkurrenten sieht.

[1:22:01] Weil er also Ich glaube, man hat so das Gefühl, dass Snow das denkt und wir denken das dann auch so ein bisschen, vielleicht ist die ein Heilbot, um so ein bisschen abgehalftert.
Seine besten Tage sind hinter ihm und Snow ist halt so im Aufstieg begriffen in diesem System und DIN Haybot und denkt so, ja jetzt werde ich hier von dem entthront oder so. Und ganz am Ende findet man ja dann so ein bisschen raus, was das eigentlich die Hintergründe sind, dass, er halt, dass sein bester Freund, also der beste Freund von, der Vater von Snow war, dass die zusammen zur Schule gegangen sind, dass sie die beiden ehrgeizigen Schüler waren, sowie Snow und diese andere äh Schülerin und zu Janes und so und das die Spiele erfunden hat, aber eher so als er betrunken war und dann am nächsten Tag erschrocken ist, dass er diesen Gedanken überhaupt hatte und eigentlich das dann sein seine Pläne zerreißen wollte und dass der Vater von Snowboard zu dem Zeitpunkt Dass Paper schon eingereicht hatte in der Schule und das deswegen, Als der Erfinder der Spiele in die Geschichte eingegangen ist, obwohl er das nicht wollte und jetzt jahrelang daran gearbeitet hat, die eigentlich so unerfolgreich zu machen, dass sie abgeschafft werden und dass ihm das aber nicht gelungen ist und dann kommt's nur um die Ecke und führt dazu, dass sie wieder richtig erfolgreich werden und das im Prinzip ja die Nybothem.

[1:23:09] Ja als als der Erfinder der Spiele in die Geschichte eingeht und Snow halt als der, der ihnen dann den neuen Twist gegeben hat, aber die in Haybot und wäre halt auch gern derjenige gewesen, der sie auch wieder zu Grabe trägt.
Ist ja auch sehr stark. Man denkt immer, er ist damit beschäftigt im Wesentlichen Snow zu hassen, aber man erfährt dann, dass er halt eigentlich noch mehr Energie darauf verwendet, sich selbst zu hassen. Dafür, dass er die Spiele erfunden hat, Und dann ist halt auch so jemand, der eigentlich nicht im Schweinesystem sein will, aber nicht so aber auch keinen richtig ernsthaften Versuch unternimmt, daraus auszubrechen.
Also er ist anders als nur, weil er äh er sieht, dass das Schweinesystem ein Schweinesystem ist und Snow sieht das ja gar nicht. Also der der setzt sich ja gar nicht diese Brille erst auf. Tina hat diese Brille zwar auf, aber er ist nicht so, Konsequent wie zum Beispiel zu Janes oder so, wirklich zu sagen, unter Einsatz seines eigenen Lebens lädt er sich jetzt dagegen auf, Und was ja interessant ist, ich habe ja so ein bisschen das Gefühl, dadurch, dass die in Heilbottom so diesen Hass, den er ja auf seinen ehemaligen besten Freund, den Vater von Snow hat, dass er den so auf Snow überträgt weil er wahrscheinlich dessen Vater ihn ihm sieht, dadurch entsteht ja so eine gewisse Dynamik zwischen denen, die vielleicht auch den Ehrgeiz von Snow immer so ein bisschen anfacht, dass er halt sagt, aber ich bin hier der beste Schüler und ich habe die besten Ideen und meine Vorschläge werden von Doktor Gall in die Games eingebaut und so und das führt ja am Ende auch ein bisschen dazu, dass Snow doch so wird wie sein Vater.

[1:24:26] Gar nicht unbedingt vorhatte und in gewisser Hinsicht könnte man sagen, die in Heilbronn hat durch seinen Hass, den er aufs Neue übertragen hat, hat er ihn tatsächlich auch, zu seinem Vater auch wieder gemacht. So. Ein bisschen, es fühlt sich für mich an, wie in so einer griechischen Tragödie, wo man versucht irgendwie, das unaufhaltsame Ende aufzuhalten und nur durch die Dinge, die man tut, um es aufzuhalten, führt einen trägt man dazu bei, dass es tatsächlich passiert.

Christian:
[1:24:47] Ich glaube, dass ähm also eigentlich, Wir haben jetzt super viel über die Figuren gesprochen, aber eigentlich kaum über die Hangargames, kaum über die Spiele.
Ich glaube, das ist ein guter Punkt, weil alle Figuren ähm besonders in diesem Film, Ja in wie sagt man, Beziehung zu den Hungergames stehen. In Relation zu den Hangargen Und Doktor Gall stellt ja auch eine der Kernfragen des Filmes wiederholt an Snow und fragt, wofür stehen die Spieler eigentlich, Und dann gibt's halt irgendwie die Textbook-Antwort, ja, die sind erfunden, weil man halt irgendwie die Unterlegenen im Krieg weiterhin demütigen in ihrer Rolle festigen und dass sie sich nicht auflehnen, bla, aber das sagt sie ja auch so, das ist Quatsch so.
Tiefer graben. Wofür stehen die? Und am Ende liefert's nur ja auch die Antwort und sagt so was sinngemäß wie die Spiele sind dazu da, um uns zu zeigen, wer wir wirklich sind.
Und ich finde so als, wie soll man sagen, als Lupe oder als Spiegel ähm kann man die Spiele eben an äh ganz besonders Doktor Gall und die anlegen. Beide sind vereint, Durch die Spiele, aber die Spiele spiegeln auf beide Figuren höchst unterschiedlich zurück, denn Doktor Gorl ist diejenige, die beim, beim sozusagen Vorschlag der Spiele große Augen bekommt, die Finger spitzt und sagt.

Miriam:
[1:26:13] Weil sie halt im Herzen eine Sadistin ist.

Christian:
[1:26:15] Ja und weil sie vielleicht auch also weil die Spiele, Weil sie das ist so, weil die Spiele das in ihr Anfachen entfachen, dich reinlegen. Das ist alles da, aber ähm aufdecken. Und bei den Heibatten ist es genau das Gegenteil. Bei dem.

Miriam:
[1:26:32] Er ist eigentlich davon angewidert.

Christian:
[1:26:33] Genau, bei.

Miriam:
[1:26:34] Er ist von sich selbst angewidert, dass er überhaupt den Gedanken hatte, dass er überhaupt in der Lage war, die Hangar Games zu erdenken, das widert ihn eigentlich an.

Christian:
[1:26:40] Dass er das ist, die Hangar Games haben auch ihm gezeigt, was er eigentlich wirklich ist. Er ist in der Lage zu diesen wenn auch angetrunken und in einem nicht, zurechnungsfähigen Moment, wie ihr vielleicht sich verteidigen würde, aber ist in der Lage, das zu denken, er ist in der Lage, das, Das zu kreieren und das wieder den an, das strahlt die ganze Zeit auf ihn zurück und bei ihm gehen die Augen eben nicht auf, Sondern zu. Er ist derjenige, der es ablehnt, er ist derjenige, der diesen Gedanken ursprünglich geäußert hat und für den Rest seines Lebens bezahlt und sich eben auch und da sind wir wieder bei dieser moralischen Geschichte.

[1:27:14] Er hat diese Moral in sich, dass er auch an den Spielen zugrunde geht. Genauso wie zu Janes, auf andere Art und Weise, äh der kann sich lauter ähm der kann sein, sein weil das in ihm steckt. Der kann lauter sein, der kann sein sein wie sagt man, Sein angewidert sein von den Spielen kann er laut äußern, das kann Heibad nicht, der kann das verborgen werden. Also der kann das nur an sich selbst auslassen. Der kann sich halt selbst schädigen, ist aber gar nicht in der Lage, Sozusagen das System, was er kreiert hat zu anzuklagen und ähm, Da funktionieren die Spieler, obwohl die beiden ja selber gar nicht spielen. Und sind ja niemals in der wortwörtlichen Arena, aber auch da wirken die Spiele zurück. Die Spiele ähm, Ja, sind halt ein Brennglas, was einfach nur vergrößert, was da ist und äh da, wie du sagst, da sind die beiden halt eben so diametral, gegenüberstehend und auch da eine Möglichkeit für Snow, für Snows weiteren Weg.

Miriam:
[1:28:16] Er könnte so oder so abbiegen. Er könnte Doktor folgen oder könnte die in Heilbutton folgen und das ist halt eigentlich der Moment, dass er sich er wird deswegen der, der er wird durch die Entscheidung, die er trifft und die Entscheidung, die er trifft, ist halt Doktor Goal zu folgen, aber er hätte auch anders abbiegen können, ja.

Christian:
[1:28:29] Und und auch da wieder so durch das, was er ist und er ist derjenige, der angetrieben ist von Power und Macht und Aufstieg und er kann halt nicht zu Grunde gehen. Er kann sich selbst nicht schädigen. Er kann nicht zu Grunde gehen, das liegt nicht in seiner Natur, wenn man vielleicht so will.

Miriam:
[1:28:43] Er nimmt das, was da ist und was da ist, sind die Games und damit arbeitet er und wenn das seinem Aufstieg dient, dann sagt er danke schön.

Christian:
[1:28:49] Ganz genau und so so geht der an die Games auch ran. Also ich glaube eben nicht, dass er per se der sadistische so wie Gal. Ich glaube schon, dass die dass die ähm, ähm aufblüht damit so, Mit diesen Spielen und dass da auch ihre Fähigkeiten liegen, da in fantastischen Kostümen in elaborierten Laboren mit weiß ich nicht äh äh irgendwelchen Schlangen und sonst was für Gefäßen und das ist sie halt voll und, beide Wege, beide, beide Möglichkeiten tun sich da ja auch für Snow, Aber er geht halt den Weg von von ihr.

Miriam:
[1:29:27] Hm, das stimmt. Das ist eigentlich interessant, weil der steht ja ja auch wieder zwischen den beiden Extremen, ne? Er ist nicht so sadistisch wie Goal, also sozusagen, er braucht das nicht, um sich gut zu fühlen, den Sadismus.
Er braucht auch grundsätzlich die Spiele nicht, also wenn's die nicht gäbe, würde er irgendwelche anderen Wege wählen, um in diesem System nach oben zu kommen. Ähm also ihm liegt jetzt nicht an dem liegt jetzt nicht an den Spielen selber so, ähm aber er hat halt auch kein moralisches Problem mit ihnen, wie DIN Heilbotting.
Er ist halt da so dazwischen, zwischen diesen beiden Polen und insofern kann man sagen, am Ende ist dieser Film eigentlich die Geschichte eines Opportunisten, dem halt eigentlich egal ist, was da passiert, solange es ihm selber dient, Und wenn es unmenschlich ist, dann sagt er, ja gut, dann dann ist das halt, Muss man's halt machen und so äh ähm ein Technokrat auch auf eine Art und Weise. Da sage ich, ich arbeite mit dem, was hier ist und ich denke mich da so rein und weil ich ein schlaues Köpfchen bin, gucke ich, wie kann ich das irgendwie noch so ein bisschen auf eleven drehen, ähm damit ich hier der Staus im Raum bin, aber ja, das ist echt interessant.

Christian:
[1:30:23] Und Doktor Gorl ist ohne die Spiele ja auch nichts. Das das das also wo also klar, Es gibt wahrscheinlich noch andere Möglichkeiten, diesen Sadismus irgendwie auszuleben, aber das ist ja auch ihre höchste Position, die sie damit eigentlich einnehmen kann. Und das ist bei Snow ja nicht der Fall. So Also das ist nicht sein sein Endpunkt oder sein sein, Ziel in den Spielen aufzugehen. Sein Ziel ist halt noch drüber. Sein Ziel ist wirklich die allerhöchste Stufe zu erreichen und er braucht oder er nimmt die Spiele als wie sagt man äh Stepping Stone als als.

Miriam:
[1:30:55] Als Aufstiegsmöglichkeit. Ja.

Christian:
[1:30:57] Möglichkeit, genau.

Miriam:
[1:30:58] Und was mir auch noch eingefallen ist, wo ihr ja auch zwischen zwei Polen steht, ähm Doktor Gal sagt ja zwischendurch, die was du vorhin auch schon ausgeführt hast, die Spiele zeigen, wie dünn die Zivilisationsdecke ist und wie schnell jeder von uns zum Monster wird, wenn er sozusagen, Wenn die Umstände nur stimmen und das zeigt, dass alle Menschen im Prinzip schlecht sind, dass alle Menschen Monster sind das ist die Welt, in der wir leben. Da muss man, den muss man einfach ins Auge schauen. Und das ist ja so diese Philosophie von der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, dass man eben davon ausgeht Dass die Zivilisationsdeckel dünn ist und dass die Menschen in sich eigentlich nicht sich gegenseitig Gutes tun wollen, sondern dass eigentlich jeder Mensch im Wesentlichen am Selbsterhalt und am persönlichen Fortkommen interessiert ist. Das ist ja Ihre Philosophie und auf der anderen Seite haben wir Lucy Grey durch den Wald geht und halt den Satz sagt, der auch so ein bisschen naiv klingt so.
Ich glaube, dass in jedem Menschen Gutes schlummert und dass die Menschen eigentlich Gutes tun wollen und ein bisschen so dazwischen ist ja auch Snow habe ich so das Gefühl. Ähm.

[1:31:55] Beziehungsweise ja, dass er sich dann eben so ein bisschen an dieser Philosophie von Doktor Gollach orientiert.
Und übrigens eine Sache, über die ich schon die ganze Zeit nachdenke, ich kriege das noch nicht hundertprozentig zusammen und wir müssen das jetzt auch nicht äh final lösen. Aber wir hatten ja vorhin schon so ein bisschen angeteasert, dass da viele so Shakespeare-Elemente in diesem Film versteckt sind.
Und es gibt eben ein Shakes für Stück, das heißt Choreoanus und ähm ich hatte mir erst irgendwie nicht ganz so viel gedacht, weil auch schon, als ich jetzt noch mal Guckt aber auch in den in den anderen, Büchern und Filmen die Figuren ganz häufig so römisch angehauchte Vornamen haben. Die heißen Krasses und Plutage und Cato und Seneka und wenn man da mal für anfängt, drauf zu achten, dann merkt man so, okay superviele von diesen Leuten haben so römische Namen irgendwie, Ist nicht so verrückt, aber es sind ein paar aus diesen Shakes bestückt auch da drin versteckt Und das ist mir aufgefallen in dem Moment, wo er da diese Aufnahme von an Doktor Gal schickt, die er mit dem Moking Jay gemacht hat und da hatte er so eine Box, die er irgendwie auf den Lastwagen stellt und da sieht man ihren Namen, Und auch ihren Vornamen und da steht Doktor Volumia goal und in dem Shakespeare Coreanus ist auch Coreanus die Hauptfigur.
General in Rom, ähm der sehr erfolgreich ist, aber im Prinzip die Gesellschaft hasst in der er lebt und alle Leute ihm zuwider sind und seine Mutter heißt Volumia.
Das heißt, da habe ich schon gedacht, so da hat jemand irgendwie so ein bisschen an Shakespeare gedacht und den Zuschauernden zugezwinkert, dass sie auch eine Mutterrolle quasi für ihn ist, dass sie ihn dass sie ihn macht, dass sie ihn auch erschafft auf eine Art und Weise, dass sie ihn formt.

[1:33:23] Und dieser Satz, als sie ihn dann auch eben am Ende noch mal fragt, wo du sagtest, äh sie fragt ihn ja noch mal, wofür sind die Hungergames da und wo er dann die in Anführungszeichen für Doktor Goll richtige Antwort gibt. Da sagte er, The whole world is in arena, Also sozusagen wir alle spielen die ganze Zeit und jeder guckt zu und jeder spielt seine Rolle und ähm das ist so ein bisschen eine leichte Verdrehung eines ähm eines ganz berühmten Satzes ausm Shakespeisonette Wo es irgendwie oder vielleicht ist es auch aus dem Stück, ich weiß nicht, vielleicht kommt's an mehreren Stellen vor, aber ist auch so ein Gedanke, den Shakespeare immer super fand, all the world the stage, Also so und wir sind alle nur Spieler. Wir spielen alle nur unsere Rollen in dieser Welt. Also da hat mein Herz schon auch sehr gesungen an der Stelle, Aber da habe ich halt noch viel drüber nachgedacht. Ich werde da auch noch mehr drüber nachdenken, wie eigentlich genau die Beziehung zwischen Doktor Gal und Snows und inwiefern sie eigentlich, wie er eigentlich zu ihr steht, weil das das ist jetzt vielleicht der Wahnsinn. Ist vielleicht das Fass ist ein bisschen tiefer, da müssen wir jetzt nicht ganz so tief reingucken. Äh das schaue ich mir bei Gelegenheit noch mal genauer an, aber wie sie ihn genau prägt und wie er sich eigentlich zu ihr fühlt, weil er ist ja auch von ihrem Sadismus nicht abgestoßen zum Beispiel.

Christian:
[1:34:30] Und das wäre glaube ich auch das das meine ich so ein bisschen. Das sind äh die, Möglichkeiten auch für weitere Erzählungen noch. Ne, wo man sagt, ja klar, so seinen Weg und seinen Pfad steht fest. Aber da sind halt immer noch Kapitel dazwischen, wo ich mir auch denke so, ja, was was passiert mit ihr, was macht er mit ihr? Wann, Hört sie auf, für ihn nützlich zu sein, wann ist er ihr, Also wann ist er über sie hinweg gestiegen und wie verhält also da sind da sind auf jeden Fall noch noch Kapitel glaube ich auch, die man erzählen könnte, die man nicht erzählen muss, aber ich habe so das Gefühl, da da bleibt noch ein bisschen was offen. Ähm.

Miriam:
[1:35:07] Wollen wir noch durch so ein paar Motive.

Christian:
[1:35:09] Sehr gerne. Sehr gerne.

Miriam:
[1:35:11] Ja. Also abgesehen von diesen Shakespeare, die mir eben so ein bisschen aufgefallen sind und als ich dann einmal da so ein bisschen auf der Spur war, habe ich natürlich so ein bisschen weiter geguckt und und versucht, ich ich kenne dieses Shakespeare sehr gut, dieses kuriolanes Shakespearestück. Da ähm, Da geht's eben darum, dass diese römische General ausm Krieg nach Hause kommt und merkt irgendwie alle Leute auf den Sack und er kann da irgendwie zu niemandem relaten und er fühlt sich irgendwie nicht zu Hause und er fühlt sich nicht gesehen und er hat das Gefühl, dass die alle sein Genie nicht erkannt haben und dass er auch nicht das kriegt, was ihm zusteht und am Ende, begibt der sich auch so ein nicht selbst also nicht selbst der Trip, aber er zerstört im Prinzip die Stadt.
Er verbindet sich mit den mit den Feinden Roms, die er eigentlich am Anfang bekämpft hat. Er verbindet sich mit seinen Feinden, weil er das Gefühl hat, das sind die einzigen, die eigentlich sein Genie erkennen und die ihn wirklich sehen. Und da habe ich auch schon viel drüber nachgedacht und bin aber noch nicht ganz am Ende, Inwiefern sich das auch auf Snow übertragen lässt, dass er eigentlich das Gefühl hat, Die Leute aus der aus der aus der Revolution, aus der Rebellion in den alle anderen, die Leute mit dem moralischen Kompass die sehen ja gar nicht sein Genie und die können ihm auch nicht dabei helfen, das zu kriegen, wovon er das Gefühl hat, dass es ihm zusteht und deswegen, verbündet er sich mit dem Schweinesystem sozusagen, aber da muss ich auch noch mal ein bisschen mehr drüber nachdenken. Und so ein.

[1:36:24] Ein anderes Motiv, das mir doch sehr krass auch immer ins Auge gesprungen ist, haben wir uns ja auch kurz nach dem nachdem wir ausm Kino kam, noch ein bisschen mehr drüber unterhalten. Es sind schon sehr viele Stellen, wo sehr offensichtlich auf den Holocaust verwiesen wird. Also ich bin das erste Mal so richtig krass zusammengezuckt, als die Tributes da am Bahnhof ankommen und halt ob Viewagons ausgeladen werden und auf so einer Bahnsteigrampe stehen.
Und ich dachte so okay, diese Ikonografie ist sehr eindeutig. Da gibt's jetzt keine Zweifel, In den anderen Hungergames-Filmen fahren die ja in so schicken Zügen dann aus den Districts in die Hauptstadt, aber hier werden die halt aus Fibergons ausgeladen, dann werden die da mit 'nem auf 'n Lastwagen geladen und im Zoo aus dem Lastwagen wieder rausgeworfen und werden im Prinzip als, Untermenschen in diesem Zoo allen anderen zur Belustigung präsentiert, was einen ja auch so ein bisschen erinnert an ähm.

[1:37:11] Zeit aus der aus der Weimarer Republik oder so als hier Menschen aus den Kolonien, schwarze Menschen oder ja Menschen aus Übersee oder so, auch hier in Berlin und in Hamburg und so in den Zoos präsentiert wurden, Haha, guck mal die oder halt zu sehen, dass das auch Menschen sind, so wie wir ohne ihre Menschlichkeit so anzuerkennen und dann in diesem dritten Akt, wo sie da in District zwölf reinkommen, dachte ich so, boah das sieht ja hier alles aus wie in so einem Ghetto oder in so einem KZ, also inklusive Immer dieses Eingangstor, wo da dieser dieser Schriftzug, dieser Bogen irgendwie, dieser Messing-Schriftzubogen drüber ist, wo sie mal drunter durchfahren. Also es hätte echt nur noch gefehlt, dass da irgendwie drübersteht, jedem das seine oder Arbeit macht frei. Ich weiß nicht genau, was da steht. Steht da einfach nur District zwölf, weißt du.

Christian:
[1:37:51] Ich weiß es auch nicht mehr, aber.

Miriam:
[1:37:52] Aber jedenfalls diese Ökonographie ist megadeutlich und dass da halt alles so alles ist irgendwie dreckig und schäbig und die Leute leben auf engem Raum und dazwischen diese Peace-Keeper, die halt alle angezogen sind wie SS-Leute, die, das Ghetto bewachen und immer wenn irgendwas wenn irgendwo irgendwas passiert, was so nicht vorgesehen ist, werden die Leute einfach direkt auf der Stelle erschossen oder aufgehängt äh öffentlich.
Ja, das fand ich alles sehr, Sehr krass und ich habe auch schon drüber nachgedacht, als äh Lucy Gray das erste Mal erzählt, was eigentlich ihre Herkunft ist und dass sie ja zu den covi gehört, was irgendwie so Traveling, Musiker offenbar sind, die so, glaube ich, so ein bisschen an an Sinti und Roma oder so erinnern sollen, die eigentlich gar nicht genau zu einem District zugeordnet worden sind, aber dann eben nach dem nach dem Krieg gezwungen wurden, in District zwölf zu nehmen, obwohl sie halt eigentlich wanderndes Volk sind so nicht zu einem District genau gehören und da habe ich eben auch gedacht, okay, das das erinnert mich jetzt so ein bisschen an ja an Sinti und Roma im im Kontext vom Holocaust. Also das, Das fand ich ganz interessant, Du ich hatte so ein bisschen den Eindruck, dass du so ein bisschen gesagt hast, du hättest das nicht so dringend gebraucht oder vielleicht nicht ganz so dick aufgetragen oder dass vielleicht sie noch was anderes damit hätten, machen oder erzählen sollen.

Christian:
[1:39:02] Ja also ja dass ich als Frage formuliert, Ich habe da auch kein kein keine abschließende Meinung dazu. Ich habe jetzt auch einfach ähm.

[1:39:13] Mich nochmal über Dokumentationen auch aus der Zeit ähm filmische Dokumentation aus der Zeit hier im deutschen historischen Museum. Da gab's heute eine Filmreihe oder gibt's glaube ich noch, die halt hier ähm, Filme zeigen, die 45 nach Kriegsende hier in Berlin, Von den Alliierten und da waren eben auch also da war so ein Filmabend dabei, wo sie dann eben Bilder aus dem befreiten Konzentrationslagern gezeigt Haben, dass ähm ähm sozusagen filmische Originalmaterial zu dem, was jetzt hier filmisch äh zählerisch verarbeitet wurde und ich das zu dicht beieinander geguckt. Ich habe mich halt hier gefragt, ob sie auch ob sie's nur zeigen, ob das halt so ein bisschen Set-Dressing ist, wie man so schön sagt, oder ob das auch den Bildern erzählerisch in irgendeiner Form gerecht wird. Also ob auch diese Ebene, die, Wie du ja auch sagst, also das ist sehr deutlich erkennbar, ähm ob die irgendwie auch sozusagen ein inhaltliches Playoff hat oder ob das einfach nur so ein bisschen drüber gelegt, drübergeschmiert wurde, vielleicht eben auch weil bei den, Hungergames Film, die 64 Jahre später spielen, ein bisschen mehr, glaube ich, so der Science-Fiction, wie sagt man, äh Zuckerguss so ein bisschen drüber gelegt wurde. So klar, das ist thematisch immer noch alles veranlagt, aber wie du sagst so, also hier sind halt selbst die Uniformen aus der Zeit geschnitten, also ähm ähm da habe ich mich einfach nur gefragt, ob das jetzt nicht vielleicht ein bisschen zu ähm.

[1:40:42] Also ob das ob das gerechtfertigt ist, sich dieser Ikonografie zu bedienen, weil man eine Aussage damit trifft, weil man das thematisch verarbeitet oder ob's einfach in Anführungszeichen nur, reproduzieren bekannter Bilder ist, ohne sich in irgendeiner Form damit zählerisch auseinanderzusetzen.

Miriam:
[1:41:01] Ich hatte.

Christian:
[1:41:02] Ich kann dich nicht beantworten. Ist wirklich.

Miriam:
[1:41:04] Ich hatte schon das Gefühl, dass es gut in in das sich einfügt, was uns der Film erzählt, weil wir ja in dem Moment, wo wir in Distrique zwölf kommen, auch das erste Mal überhaupt irgendwo anders als im Capitol sind. Also die ersten beiden Akte spielen ja komplett in der Hauptstadt Und man kriegt schon so ein Gefühl, dass das ein Schweinesystem ist, weil wenn es kein Schweinesystem wäre, dann wären die Tributes nicht in Fiebergons angekommen in der Hauptstadt und direkt in den Zug geworfen worden, aber man sieht ja schon, die Die Interaktionen zwischen den ganzen Klassenkameradinnen von Snow und wie die mit den Tributes umgehen und dass die, die gar nicht wie echte Menschen behandeln und Sondern eher wie so, ja, Untermenschen, Menschen, zweiter Klasse, ähm wenn es kein Schweinesystem wäre, würde es auch die Hungergames nicht geben, aber man befindet sich trotzdem im Setting immer die ganze Zeit im Capitol und man hat irgendwie so wunderschöne Shots wie Leute in tollen Kostümen auf das alte Museum zugehen, was halt die Academy ist, wo's nur zur Schule geht.
Ähm und ich fand schon interessant an diesem Bruch, dass man das Schweinesystem eben nochmal aus der anderen Perspektive gesieht, also in den ersten beiden Akten sieht man das Schweinesystem aus der Perspektive der Hauptstadt und dann im dritten Akt ist man eben, 12 und sieht das, wie das da eigentlich genau aussieht und wie es aus der Perspektive der Menschen von da ist und das fand ich schon interessant, weil das diese Beklemmung und so Unterdrückung.

[1:42:15] Und der Faschismus sich eben noch mal ganz anders anfühlt, als wenn man in der Hauptstadt ist, wo man sich so eine High Society befindet, wo's einem ja auch viel leichter fällt, es auszublenden. Also man könnte ja auch sagen, Wenn man in den ersten beiden Akten hat man das auch Gefühl, dass oder hatte ich ja das Gefühl, dass nur ein guter Junge ist. Und das könnte man ja auch sagen, Vielleicht hat er das Schweinesystem ja auch übersehen oder vielleicht war das sozusagen hat sich ihm nicht so aufgedrängt, weil er eben in einem ganz anderen Kontext unterwegs war, weil er irgendwie, Bei dem das halt normal alles irgendwie vorkam und das halt seine Welt ist und er war halt in der Hauptstadt und so Aber dann ist er eben in District 12 und sieht, was da los ist und dass die Leute halt jederzeit on the spot erschossen werden können, wie halt in einem KZ oder in einem Ghetto.

[1:42:54] Ähm und ich fand es schon nochmal interessant und nochmal ganz anders beklemmend zu sehen, dass eben die alle Figuren, die sich da bewegen, wahnsinnig enge Handlungsspielräume haben, also dass eigentlich alle, unterdrückt sind Ich bin auch angespannt gewesen und ich ich war auch total gestresst ehrlich gesagt für Snow one zu Janes, weil die sah zwar als die Peace-Keeper und im Prinzip die KZ-Wächter hingeschickt werden, aber man ja die ganze Zeit spürt so, ja, die haben eigentlich auch quasi keine Handlungsspielräume. Also sie sind zu einer Hierarchie über den Menschen, die da arbeiten in District zwölf in den Bienen. Ähm aber so richtig viel, Widerstand können sie eigentlich auch nicht leisten, weil dann sind sie als nächstes dran zu Janes wird ja dann auch gehängt. Ähm aber ich fand das noch mal interessant, umso, Die Steaks zu zeigen und wie krass das ist und wie wie stark die Leute unterdrückt sind und wie, Präsent der Faschismus ist und wie eng ihre Handlungsspielräume sind und das fand ich gut als Backdrop, um dann in diesen ganzen vielen kleinen Szenen und Momenten zu zeigen.

[1:43:47] Wie die Menschen, jeder für sich versuchen, diese minimalen kleinen Handlungsspielräume, die sie haben, zu nutzen, um sich selber ihre Menschlichkeit zu bewahren. Und anderen Leuten gegenüber, im Prinzip Menschlichkeit und und Zuneigung auszudrücken und für andere Leute da zu sein und ich fand das dass das da ganz gut miteinander ähm, Ja, dass das ganz gut im Dialog miteinander war. Ich habe da so ein bisschen dran gedacht, im ersten Hangar Games Film gibt's doch diese Szene, wo Rouge stirbt und wo Kenntnis dann für sie dieses Blumengrab macht und so.
Und solche Szenen gibt's ja ganz ganz viele in diesem Film. Also ich glaube, da hätte ich, wenn ich so eine Bingokarte gehabt hätte, wäre die schnell voll gewesen, also auch schon den ersten ein, zwei Akten, weil man ja auch sieht, wie die wie die Tributes in der Arena versuchen, irgendwie doch, wenn's nochmal geht zueinander, Die Menschlichkeit zu bewahren und sich und und und in kleinen Akten, in kleinen Handlungen sich gegenseitig zu zeigen. Ich habe dich als Mensch anerkannt und nicht nur als Gegner oder als Untermensch oder so. Versucht da irgendwie dieses Begräbnisritual zu machen. Der eine Trip legt dann alle Toten auf einen Haufen und bedeckt die mit dieser Fahne und.

[1:44:50] Ähm ich habe auch erst Snowyard dazu gezählt, dass er Lucy Gray was zu Essen mitbringt äh da in den Zoo und so. Das habe ich da auch mit dazu gezählt. Das sind ja alles so Momente, wo man sagen könnte, da hat jemand versucht, Menschlichkeit auszudrücken und zu zeigen.
Dann sieht man wieder andere Szenen, wo genau das nicht passiert, wo Leute sich genau für das Gegenteil entscheiden, Ja, also ich ich hatte deswegen ja auch das Gefühl, als ich ausm Kino kam, habe ich ja zu dir gesagt, irgendwie das Hauptthema dieses Films ist die Humanity. Wie kann man in einem Schweinesystem die Menschlichkeit für sich bewahren?
Wie kann man in einem unter faschistischen Unterdrückersystem Handlungsspielräume nutzen und irgendwie Widerstand leisten und auch wenn's nur im ganz ganz Kleinen ist.
Jetzt wo wir drüber geredet haben, habe ich das Gefühl, es geht irgendwie auch ganz viel um um Opportunismus. Ähm ja vielleicht geht's um beides. Vielleicht sind das die beiden großen Themen.
Also die die Humanity und der Opportunismus als zwei Wege, die man einschlagen kann.

Christian:
[1:45:39] Ja Ja und dann würde ich sagen versuchen wir noch ein bisschen diesen Film in die größere Reihe einzuordnen.

Die Hunger-Games-Reihe

https://secondunit-podcast.de/panem/


[1:45:51] Auch den ein oder anderen Vergleich zu ziehen oder eben auch so als Kapitel in einer größeren Erzählung irgendwie einzuordnen ähm, Vielleicht fangen wir da erst mal an mit dieser ganzen.

[1:46:06] Problematik, wenn man so will, dieses dieses also das ist ja eine Entscheidung zu sagen, Wir machen eine Vorgeschichte und wir machen diese Vorgeschichte, also wir spielen 64 Jahre oder wir zählen 64 Jahre vor dem Kapitel, das wir kennen. Ähm, Und gleichzeitig ähm erzählen wir eine uns bekannte Person, Also das sind ja das das sind eigentlich so die die zwei Entscheidungen, die ich da erstmal so sehe, weil man hätte auch irgendwie eine Geschichte später erzählen können und oder völlig unabhängig von, Uns bekannten Figuren vielleicht mal hier irgendwie so ein Nachname wie hier bei dem Kommentator Moderator, dem dem wir, Flickerman, ja der, glaube ich, der Vorfahrer von dem späteren halt ist so. Ne, hier so ein Augenzwinkern, aber es ist ja schon, also es ist ja eben die Geschichte von Snow, ähm die Vorgeschichte von Snow, Ähm, Wie wie stehst du dazu? Ist das jetzt ein Angebot, was du ähm so grundsätzlich irgendwie äh gerne annimmst, Vorgeschichten, Prequel-Geschichten, ähm funktioniert das eher für dich als eine, Ähm wie sagt man Charakterstudie? Bist du froh um das World Building, was damit ja auch getan wird, um einen größeren Kontext für diese Welt noch irgendwie zu liefern? Wie sind da so deine deine Gedanken?

Miriam:
[1:47:33] Ich war ja am Anfang, als ich gesehen habe, okay, es gibt jetzt einen prickel, nachdem ich das von dir gehört habe. Ich war ja so verhalten. Also ich war jetzt weder komplett ablehnend, noch habe ich gesagt, äh da habe ich schon seitdem der letzte Film gelaufen, seitdem die Credits gelaufen sind, habe ich nur darauf gewartet Und ich habe halt gedacht, das kann gut werden, es kann Scheiße werden. So ist es halt mit Prequets, ne. Ähm Ich habe jetzt gerade eine meiner Lieblings-Fantasy-Autorinnen, habe ich noch mal alles durchgelesen und die hat immer so so Trilogien oder Quadrologien, so Bücher geschrieben und die sind dann eben auch mal, die spielen immer in der gleichen Welt, aber dann halt häufig mit paar Jahren Abstand und dann halt immer mit komplett anderen Hauptfiguren, aber die Figuren aus den früheren Büchern oder Geschichten tauchen dann am Rande schon noch mal auf, aber es steht dann halt jemand anders im Fokus und es ist dann halt irgendwie 20 Jahre später oder 20 Jahre früher oder so und da finde ich das schon cool, weil Ich glaube, was für mich halt wichtig ist, finde ich die Welt interessant, will ich in diese Welt zurückkehren und hat die Person, die diese Geschichte erzählt, noch was zu sagen, was mich interessiert.

[1:48:28] Und wenn diese beiden Fragen mit ja beantwortet werden, dann habe ich da Bock drauf. Egal, ob es irgendwie um zusätzliche Bücher gibt, die eine Geschichte 20 Jahre früher oder zweieinhalb Jahre später oder so erzählen ähm oder ob's ein Prequal Film geht, und oft genug geht das halt auch total in die Hose und fährt komplett vor die Wand, wenn irgendjemand sagt, da muss jetzt hier dringend nochmal mehr Geld verdient werden und die Leute sind beim letzten Mal auch ins Kino gekommen und dann ziehen wir uns jetzt hier noch irgend so eine, lauwarm nochmal aufgewärmte Geschichte ausm Arsch und wird schon funktionieren, die Leute werden schon bezahlen und dann ist es halt, einfach nichts Interessantes, was irgendwie was man hätte wissen wollen.

[1:49:03] Und deswegen war ich vorher ambivalent und dachte so ja mal gucken. Also ich hätte schon grundsätzlich Bock. Ich fand die alten Filme gut. Mal gucken wie's wird. Ich wasche ich, Ich habe auch damit gerechnet, dass es ein langweiliger und interessanter Film wird Also ich hatte so eine, ich glaube, ich bin mit so einem fifty-fifty-Gefühl da reingegangen, dass ich dachte, es fifty-fifty Chance, dass das jetzt hier eine Enttäuschung ist, dass ich das Gefühl habe, dass es so ein easy cash grab oder dass ich's interessant finde. Und das ist ja dann für mich eindeutig auf der Seite gefallen, wo ich gedacht habe, so wow, ich find's mega interessant. Ich bin super. Ich fand's mir total spannend zu keinem Zeitpunkt irgendwie im Film habe ich gewusst, wie diese Szene ausgeht. In jedem Moment, wo ich immer dachte, so, ja, aber vielleicht kommt gleich raus, dass die ganze Zeit das und das war oder ich hatte immer so fünf mögliche Varianten im Kopf, was als Nächstes passieren könnte und was dann tatsächlich passiert ist, war keine von diesen fünf Varianten. Also ich war total drin, Es hat mir mega Spaß gemacht. Ich fand's interessant. Ich habe währenddessen ganz viel nachgedacht. Ich habe seitdem ganz viel nachgedacht. Ich habe den Bock, den Film noch viermal anzugucken und insofern, Habe ich vorher nicht eindeutig gesagt, ob ich das brauche oder nicht brauche, sondern ich habe gesagt, es hängt davon ab, wie's ist. Und für mich war's am Ende gut. Aber das kann ich nicht grundsätzlich über precret sagen. Es hängt wie gesagt ne, davon ab.

Christian:
[1:50:14] Ich ich fand diese Frage ganz toll, die du gestellt hast. Ähm, hat die Person, die erzählt, was zu erzählen. Das ist ja auch oft so das Problem, dass dann bei solchen Franchise-Building, Excessizes, wo gesagt wird, irgendwie hier ist die Excel-Tabelle und hier ist das Whiteboard und wir müssen.

Miriam:
[1:50:32] Jetzt bauen wir den Todesstern noch mal.

Christian:
[1:50:34] Übels Baum an den Todesständen nochmal. Jetzt müssen wir die Aktionäre irgendwie zufriedenstellen.
Wir brauchen einen Fünfjahresplan und wir müssen drei Milliarden umsetzen und äh dann kommt er oder wir müssen unseren Streaming-Service aufbauen und dann kommt halt so ein Mist raus wie viele Sachen, die halt irgendwie auch da bei Star Wars zum Beispiel bei Disney Plus passieren, so wo wo es halt nur noch um so ein internes weißt du, so so ähm Selten geht's darum, etwas zu erzählen und die Dinge, die was zu erzählen haben, sind denn die Sachen, die so ein bisschen positiv herausstechen?
Ich war auch positiv überrascht. Also die Ebene, ich merke das also, Ich habe jetzt lange nicht mehr über die Hangargames nachgedacht und ich habe so ein bisschen noch mal quer gelesen, wo auch was so mein meine Einschätzung so damals so ein bisschen waren und ich glaube auch, mich zu erinnern, dass ich, Die Welt uninteressanter finde als die Erzählung, als die Protagonistin besonders. Die Heldinnenreise von.

Miriam:
[1:51:29] Hast du damals immer gesagt, na ja, du hast immer gesagt irgendwie World Building und Geschichte fandst du alles ein bisschen weird, aber die Figuren fandst du eigentlich sehr interessant oder ich konnte dir die Figuren schmackhaft machen, hast du immer in dem Podcast erzählt, ja.

Christian:
[1:51:39] So und da da bin ich jetzt in einem Deja-View angekommen, wo ich auch sage, ich also alles, was irgendwie, Also seit es kommt noch mal eine komplett andere Ecke irgendwie. Aber alles, was so die Welt erzählt, ist für mich so ein bisschen uninteressanter. Ja, also was du auch grad gesagt hast, so gibt's einen Grund, also möchte ich in die Welt zurück. Da sage ich erst mal nö.
Ganz ehrlich ähm aber ich bin sehr positiv überrascht, weil ich das Gefühl habe, dass die Susanne Collins, Die Hausaufgabe ist, glaube ich, von außen an sie herangetragen worden, um es mal so zu formulieren. Aber ich finde, sie hat das halt sehr, sehr spannend gelöst, weil ich schon finde, dass das ähm, Dass sie da was zu erzählen hat und dass sie sich da sehr, sehr ähm, Schöne, interessante, spannende Gedanken gemacht hat, die dann auch wieder in diesem größeren Konstrukt, glaube ich, ganz interessant funktionieren. Ist ja auch dann oft das Problem oder die Frage, was bietet das prequele, Als Kapitel der gesamten Erzählung. Ja, also.

Miriam:
[1:52:41] Und es ist schon was Neues, finde ich. Ich habe ja, wie gesagt, auch unsere alten Podcast noch mal gehört in 1 und zwei geht's irgendwie ganz viel um Propaganda und um Rebellion und heilig der Zweck die Mittel und da gibt's ja so ganz große Motive und die kommen hier nicht vor.
Hier geht's um ganz andere Sachen und ich finde auch noch Auch noch interessant.

Christian:
[1:52:57] Es ist nicht der zweite Todestern, der da aufgebaut wird, ne.

Miriam:
[1:52:59] Nicht der zweite Fotostart und ich habe das Ich habe schon drüber nachgedacht, du hast ja jetzt auch gesagt, so die Welt ist es eigentlich nicht, die dich interessiert und der Plot auch nicht. Eigentlich sind es die Figuren. Also der Grund, warum du diesen Film gut findest, ist, Dass es Susanne Collins gelungen ist, uns total interessante Figuren zu präsentieren, wo wir uns die ganze Zeit fragen, was machen die als nächstes? Was motiviert die eigentlich? Die sind super mehrdimensional, sie sind spannend, die sind schillernd, das ist irgendwie interessant, denen zuzugucken.

Christian:
[1:53:23] Und darüber hinausgehend auch in diesem, also in dieser in dieser Erzählung, also was also wie ist die Erzählung, in mir aufgebaut? Worum geht es? Und es geht halt hier eben nicht um die klassische Heldenreise.
Es wird uns am Anfang so verkauft, was wir ja auch schon alles herausgearbeitet haben. Der, Underdog, der kann, aber nicht darf und diese Welt und die Regeln und er versucht irgendwie, das sind ja alle, wie du gesagt hast so. Wir wir wir sind ja erstmal auf seiner Seite.
Eine andere Erzählung, ein anderer Film. Also wir kennen das Klischee aus der ganzen Geschichte und dieser Film ist nicht das Klischee dieser Geschichte. Zumindest hatte ich nicht den Eindruck, sondern, äh das ist jetzt auch keine Revolution des Erzählens oder so, aber es ist eine sehr interessante.

[1:54:04] Bewegung durch diesen Weg des fallenden Helden Fragezeichen, weil wir ja auch schon gesagt haben, war jemals irgendwie so, aber, Das ist genau also das ist das ist das das eine Menge Stoff drin, Mit dem wir irgendwie jetzt uns hier auch auseinandergesetzt haben und da muss ich wirklich sagen, das finde ich, das finde ich interessant und da bin ich also weil das nämlich auch noch der Rückgriff auf die Fragen, auf die ich gestellt habe. Ich bin nämlich.

[1:54:29] Oft. Ich ich finde es oft schwierig, wenn die uns bekannten Personen auch benutzt werden, um, Weiter zu erzählen. Also ich finde diesen Fresh Start, was du erzählt hast von deiner äh Autorin da ähm ganz spannend eigentlich, weil das nicht nur irgendwie World Building ist, sondern halt eben auch, Es darf sich ja auch an den anderen Figuren und anderen Erzählungen irgendwie reiben, indem man sagt, ah, guck mal, aus den bekannten Geschichten würdest du das jetzt erwarten, aber wir machen jetzt eine andere Richtung und so. Aber ich habe immer ein bisschen Schwierigkeiten, Männer, die ganzen Leute rumrennen, von denen ich schon weiß, was nachher aussehen wird. Eben nicht aus diesem, oh, ich weiß ja, dass dem nichts passieren kann, sondern eher dieses, Ah, jetzt muss ich aber auf einmal anfangen, dieses Kapitel mit in der gesamten Erzählung irgendwie reinzudenken und ganz oft bricht es dann auseinander, weil man sich irgendwie denkt, ähm, Also ne, diese Frage, was macht das mit der Person, die wir aus späteren Erzählungen kennen? Ist das stimmig mit dem, was uns die neue Vorgeschichte erzählt? Und ganz oft geht das in meinen Augen irgendwie nicht so wirklich auf, Ich finde das hier aber so spannend, Weil die nächsten Fragen, die man sich ja hier auch stellen könnte, die wir jetzt glaube ich auch zu dieser Zeit, also die ich wirklich nicht mehr in antworten kann äh aufgrund von Müdigkeit, aber auch weil ich alles noch mal wieder gucken müsste, aber dieses jetzt haben wir Snow durch dieses prequill als.

[1:55:47] Als eine Art ähm Mittelpunkt auch der Erzählung, das war ja in den Hangargames ja nicht, Wie du selber gesagt hast, dir fehlt die Motivation, dir fehlt auch ein bisschen ähm dir fehlten Ebenen, die dieses jetzt aufmacht, Ähm was ich auch spannend finde und jetzt können wir diese ganze Erzählung um ihn herum auf einmal neu deuten, Können uns natürlich so Sachen oder Fragen stellen, so welche Erfahrungen aus diesem Film nimmt der mit in die Hangar-Games-Geschichten und ich habe das Gefühl, dass Susanne Collins da auch interessante Verknüpfung, andeutet, die, glaube ich, Spaß machen, auch weiterzudenken. Weil jetzt können wir ja so Fragen stellen wie es Kätnis, Also das habe ich auch in einem in einem in der Recherche, in einem in einem ganz tollen in einer ganz tollen Auseinandersetzung mit diesen Büchern, glaube ich, sogar noch. Es eigentlich nichts anderes als der Geist von Lucy Gray. Es ist, ist also Lucy Gray ist abgetaucht, taucht nie wieder auf, ist verschwunden, aber eigentlich muss Snow, sie ja die ganze Zeit irgendwie noch mit sich tragen. Und wenn's auch nur die Möglichkeit ist, dass da jeder.

Miriam:
[1:56:58] Ah, du meinst, dass er dann später so ein Deja-Vu hat. Er ist irgendwie der alte Präsident Snow und Catnes tritt auf die Bühne und äh.

Christian:
[1:57:05] Zwölf bricht.

Miriam:
[1:57:07] Ganz viele Sachen. Das äh das könnte, das wäre eine gute Erklärungsansatz äh wo ich mich ja mal aufgeregt habe und gesagt habe, so warum ist er so fasziniert von ihr und warum nimmt er sie aber als Schachfigur nicht vom Brett. Das ergibt alles keinen Sinn. Und deswegen eigentlich, kann man jetzt wirklich und ich habe ja auch schon damit angefangen, ich habe gestern den ersten Film noch mal geguckt. Ich glaube, ich werde mich jetzt durch die ganze Reihe noch mal von vorne gucken und einfach die ganze Zeit auf Snow achten mit dem Winden aus diesem Film und alles nochmal komplett neu interpretieren mit dem Snow, den wir jetzt kennen. Das finde ich eine interessante These von dir, ja?

Christian:
[1:57:36] Also das sind Fragen, die ich jetzt an die ganze Erzählung stellen würde. Immer wieder dieses was macht das mit Snow? Was macht sie mit Snow? Was macht auch die Geschichte von ihr und Peter? Mit Snow.

Miriam:
[1:57:45] Was triggert das in ihm vielleicht? Ja.

Christian:
[1:57:47] Und das finde, das ich finde das auch clever gebaut, erzählerisch, so Legosteinprinzip mäßig. Sie baut damit, finde ich, also zu den Collins baut damit etwas Interessantes auf, ohne auch da so, naheliegende Klischees irgendwie zu bedienen, weil natürlich hätte Lucy Gray auch die Vorfahren von Kettnitz sein können und dann ziehst du wieder alles klein und machst wieder alles auf so einer, Auf so einer, in so einem Ministammbaum auf, ja und alles ist so konventiond ineinander verwoben und eigentlich geht's nur so um drei Leute, die alle nebeneinander gewohnt haben, die selben Namen tragen und nee nee, das bleibt schon etwas Größeres und das finde ich halt eben auch so spannend, dass das halt nur so, Zum Nachklang ist, das hat so etwas Poetisches, dass da etwas zurückkommt, was von dem.

Miriam:
[1:58:31] Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.

Christian:
[1:58:34] Ja, das genau. Genau, wie so ein wie so ein Reim, der da stattfindet, weil eigentlich dachte er Lucy, Gray entkommen zu sein, Und das, was wie du sagst, diese diese Versuchung, die da stattgefunden hat in den Wäldern.

Miriam:
[1:58:48] Ihn wieder ein in der Form.

Christian:
[1:58:50] Sie kommt aus den Wäldern von District zwölf. Sie sitzt mit mit ihrem, ich weiß nicht mehr wie er hieß, aber sie will ja dahin, No Mid Lucy Grace schon saß und ohne, dass es auch dann in einem späteren Dialog darum geht, Ne, konnte er damals noch nicht irgendwie von seiner Jugend erzählen, aber mit dem Wissen kann man jetzt da reingehen. Es ist auch ein Angebot, was dieses Prequel macht, ohne dass jetzt irgendwas dadurch in sich zusammenfällt oder, Ich sage ja, kleiner wirkt als es ist oder konstruierter wirkt, als es eigentlich ist.

Miriam:
[1:59:21] Angebot, die alte Reihe noch mal mit frischen Augen anzugucken.

Christian:
[1:59:24] Ja und auch da eine Verbindung zu sehen. Die brauchst du nicht, die musst du nicht. Das ne auch da war ja so das Riesenproblem, Von äh äh vielen Star Wars Precults. Das ist ja nicht nur bei George Lukas so gewesen, die man braucht, niemand muss wissen, warum Han Solo Han Solo heißt, aber es gibt Filme, die sowas beantworten und ich saß im Kino und habe mir gedacht, wollt ihr mich jetzt hier veralbern oder was? Muss jetzt Wirklich jedes Kleinste, Jeder kleinste Gegenstand mit Bedeutung aufgeladen werden und jedes kleinste Fitzelchen mit einer Fußnote versehen werden, damit Fans in einem Wiki 5 neue Links setzen können und sagen können, es war schon immer alles miteinander verbunden. Das Collins hier nicht, sondern ich finde das auch so schön, wie das wie du es formulierst. Das hat was Poetisches an sich. Das, So, deswegen auch da so dieses Ding so ja wir können noch fünf weitere Filme und zwei Miniserien und drei Bücher und noch fünf Multimedia-Projekte.

Miriam:
[2:00:15] Aber müssen wir auch mich.

Christian:
[2:00:16] Brauchen wir alles nicht und wir brauchen.

Miriam:
[2:00:17] Alles immer so im Kopf stattfinden.

Christian:
[2:00:19] Und wir brauchen noch dieses prekree nicht, aber es bereichert das, was wir kennen, ohne finde ich, Dem etwas wegzunehmen oder zu entwerten oder zu verbessern oder aufzuweichen, was aber leider glaube ich vielen anderen oder Weitererzählungen oder so.
Passiert. Also cleveres Franchise Building, ohne dass es sich wie Franchise Building anfühlt, finde ich.

Miriam:
[2:00:44] Und ohne billig zu sein oder platt, ja. Ich finde.

Christian:
[2:00:47] Zwei Stellen, ein zwei Stellen fand ich so ein bisschen, Ja komm, okay. Ja, die Wurzeln heißen Kettnis. Okay.

Miriam:
[2:00:53] Ja, okay, das stimmt. Das fand ich, das fand ich auch so ein bisschen holsamermäßig. Das hätte nicht zwingend sein müssen, aber das hat mich jetzt auch nicht mega gestört. Also ich finde das einen total guten Punkt von dir, vor allem so diese, dieser Interpretationsansatz, was in in Snow ausgelöst wird, wenn Kenntnisse auf die Bühne tritt und ob er in ihr den den Geist von Lucie Gray sieht. Ich habe aber noch mal zwei Punkte und das Der eine Punkt ist ein bisschen, Eine Gegentheorie, zu der die du aufgemacht hast, weil ich, bevor du das gesagt hast, die ganze Zeit nicht dachte, Catnes ist der Geist von Music Grey, sondern ich dachte, Catnes ist eigentlich, eine neue Version von Snow eigentlich, weil ich habe ich habe schon gedacht, ähm, Das ist mein zweiter Punkt, den ich machen wollte. Ich habe ja vorhin gesagt, so ja und immer noch mal frisch und ganz neu und interessante Figuren, die Susanne Collins erzählt.
Ich habe aber schon im Nachhinein gedacht, ziemlich viele Figuren, die da auftreten sind so von dem Typ her kennen wir eigentlich schon aus den anderen Hunger-Games. Und diese Art von Person, ist uns schon begegnet und das ist bei dieser Autorin, von der ich erzählt habe übrigens auch so.
Die Geschichten spielen dann seit 20 Jahre früher oder zweieinhalb Jahre später, aber es treten dann ganz häufig Typen auf, wo ich sage so, ah diese Art von, weiß ich, eine schusseligen Zauberer, die hatten wir doch da in einer also es ist zwar eine andere Figur, aber die ist schon ein bisschen so ähnlich gestrickt so. Das ist so ein bisschen eine ähnliche Mischung und hier ist das auch so, also dass ich dass ich äh mir eine Liste gemacht habe und geguckt habe, okay, welche von den Figuren, die wir in diesem Film kennen, haben wir eigentlich so vom Vibe her auch schon in den alten Hangar Games gehabt, Ähm.

[2:02:19] Und und ich habe jetzt schon so ein bisschen überlegt, ist Catnes nicht eigentlich die neue Version von Snow? Weil wir haben ja jetzt rausgearbeitet die ganze Zeit Snow ist ein Opportunist. Das macht ihn aus.
Und eigentlich haben wir in den alten Podcast auch immer darüber geredet, dass Kenntnis eine Opportunistin ist. Also dass eigentlich Kenntnis die ganze Zeit sich durchwurschtelt und einfach nur versucht klarzukommen und am Ende noch zu überleben. Aber die macht keine großen Pläne, die will keine Revolution.
Sie will nicht äh im Mittelpunkt stehen. Die will einfach nur irgendwie am Ende noch ähm klarkommen, aber sie geht halt mit einem anderen inneren moralischen Kompass daran als now, aber er sagt dann ja auch, ich erinnere mich, wir haben irgendwie den Podcast darüber gesprochen, dass nur irgendwie über sie sagt, so ja she's not a leader oder so, also dieses.

[2:02:59] Dass sie sich eigentlich nur durchwurschtelt, dass sie aus jeder Situation versucht, das für sich Beste zu machen und ihre Interessen irgendwie zu verteidigen und durchzusetzen.
Ganz anders als no, aber eben doch auch ein bisschen ähnlich und vielleicht sieht er auch nicht nur den Geist von Lucy Gray in Kenntnis, sondern auch sich selber, weil sie ist ja auch smart und sie ist ja auch immer ein bisschen smarter als er und zwei Schritte vor allem und vielleicht ist das auch Präsident Snow schon, 64 Jahre nicht mehr passiert, dass jemand äh auf ihn getroffen, Bisschen schlauer ist als er selber, der ihn intellektuell herausfordert so. Vielleicht ist auch einer der Gründe, warum er es nicht schafft, sie vom als Schachfigur vom Brett zu nehmen, weil er sagt, es ist hier endlich passiert mal was interessantes. Endlich ist mal jemand hier, der irgendwie anderthalb Schritte vor mir ist und sich irgendwas der outside of the box denkt, der das System, herausfordert, der die Regeln des Systems herausfordert und in Frage stellt, weil es hat eigentlich, seitdem ich das gemacht habe, keiner mehr gemacht so. Vielleicht sieht er so Sowohl sich selbst als auch Lucy Grayan Kenntnis hat mich so ein bisschen überlegt.

Christian:
[2:03:51] Sie ist auf jeden Fall die gute Gegenspielerin. Er, der das Spiel durchgespielt hat, Ne und Sie, die jetzt eben auch von außen nochmal kommt. Ich muss dabei auch noch mal dran denken, so Kenntnis ist aber, anders als er, also korrigiere mich da gerne, aber ich habe so eine Erinnerung, dass Sie ja eigentlich, Nicht so zielgerichtet ist wie er, Eigentlich will Kettens doch nur, dass alles so bleibt, wie es ist. Sie will doch einfach nur ihre Ruhe da haben im District zwölf im Wald und will von dem ganzen Mist da draußen eigentlich nicht viel wissen. Oder so ein bisschen wie Lucy Gray, die sagt.

Miriam:
[2:04:22] Das stimmt ja, aber aber.

Christian:
[2:04:24] Herausgeworfen mit der Sehnsucht wieder zurückzukehren, wo sie herkommen. Und bei Snow ist es ja genau anders. Also gut, vielleicht hat auch die Sehnsucht seine Familie wieder zu glorreichem Ruhm zu verhelfen so, okay?
Ne? Zurückkehren, wo ihr herkommt. Aber ich finde, dass er halt eben so.

Miriam:
[2:04:41] Die Ziele und die Motivation.

Christian:
[2:04:42] Ziele ja, doch sie hat auch ein Ziel. Sie will auch.

Miriam:
[2:04:43] Man könnte man könnte sagen man könnte sagen die Ziele und die Motivation sind anders, aber vom Typ her finde ich sind sie sich ähnlich, weil viele so, grade so diese Szenen in der ersten Hälfte des Films, wo man irgendwie sieht, wie wie Snow so blitzschnell reagieren kann und irgendwie auch den Mut und die einfach mal was total Verrücktes zu machen in diesen Bahnhof zu fahren und Lucy Graye abzuholen und dann mit ihr zusammen in den Lastwagen zu springen und alle gucken ihn an und sagen, sonst hast du gerade nicht wirklich gemacht, hat überhaupt noch niemand gemacht. So dann rollt er da irgendwie in diesem Zoo aus dem Lastwagen und vor die laufenden Kameras und alle sind so das das geht doch gar nicht. Das ist irgendwie gar nicht vorgesehen und das ist so diese Art so spontan, Irgendwie, Die eigenen Ziele zu verfolgen und auf Ideen zu kommen, auf die noch kein anderer gekommen ist. Das hat er schon sehr gemeinsam mit Kenntnis, finde ich. Wenn man so überlegt, was was Sie so für Moves-Pult sozusagen.

Christian:
[2:05:36] Beide spielen das Spiel sehr sehr gut. Im Gegensatz zur anderen.

Miriam:
[2:05:41] Testen die Grenzen des Spiels aus oder oder verbiegen die Grenzen in ihrem für ihre eigenen Interessen sozusagen, verbiegen die Regeln des Spiels für sich.

Christian:
[2:05:48] Genau und und ähm ähm verschwenden auch nicht ihre Zeit damit, Das also sie verschwenden nicht die Zeit, damit die Spielregeln irgendwie anzuklagen.
Ja, also wenn ich wirklich spiele als Spielding und äh die beiden sitzen irgendwie am Brett und jemand ließ die Regeln vor, sind die schon dabei zu überlegen, was es heißt, also was die Regeln bedeuten, ja? Alles, was nicht verboten ist, ist ja erlaubt, also Leute spielen ja gerne auch so, Und dann gibt's aber andere Leute, die dazwischen sitzen und sagen, also die die versuchen die Regeln zu diskutieren so, aber ja, aber kann ich nicht auch und so so würden die beiden nicht spielen. Die sind die die hören die ganze Zeit zu und du denkst, habt ihr das überhaupt verstanden und dann, Weißt du mogeln die sich überall so durch und haben das Spiel gewonnen auf Möglichkeiten, die andere Leute gar nicht gesehen haben. So sind die beiden drauf. So.

Miriam:
[2:06:31] Ich finde schon, das ist jetzt interessant, am Ende nochmal zu überlegen, wie die sich schon, also wie diese beiden Hauptfiguren sich ähnlich sind, obwohl Katnes, die moralisch gut ist und Snow der moralisch schlechte, aber wo's doch auch Ähnlichkeiten gibt und deswegen um diesen diesen Punkt an dieser Stelle nochmal zuzumachen, Ich finde, dass Susanne Collins wirklich interessante Charaktere uns präsentiert und die interessant erzählt.
Auch wenn Motive sich wiederholen, aber da gibt's auch noch mal ein Callback zu diesem Shakespeare Ding. Im Prinzip alle Geschichten, die Shakespeare erzählt hat Also großen Teil davon hat er sich auch nicht selber ausgedacht. Das waren Geschichten, die vorher schon rumgewabert haben, die er nur noch mal aufgeschrieben hat und die uns von ihm überliefert sind. Ähm und es gibt ja auch einen Grund, warum diese Shakespeare Geschichten, Eintausend, seitdem erzählt und neu erzählt und noch mal anders erzählt und in einem anderen Setting erzählt und verfilmt und nochmal auf die Bühne und nochmal als Performance und als Performance im Film und als Film im Film erzählt wurden Weil das so universelle Geschichten und Konflikte sind, die man einfach immer wieder gut erzählen kann und insofern nehme ich, dass du seinen Collins auch nicht übel, dass sie einfach die Motive Oder ähnliche Fragen noch mal in anderen Figuren uns neu erzählen, weil es ist ja trotzdem spannend.

Christian:
[2:07:39] Ja ja also.

Miriam:
[2:07:43] So wie man sich eine eine Shakespeare Inszenierung ich mir die auch zum 12. Mal eine neue Shakespeare Inszenierung des gleichen Stückes angucken kann, weil ich sage, die Geschichte finde ich einfach immer noch spannend und wenn ihr einen interessanten Twist findet, diese Geschichte mir noch mal mit anderen und neuen Perspektiven, zu präsentieren. Apropos, das muss ich jetzt noch kurz loswerden. Ich habe schon verschiedene Inszenierungen von diesem Shakes bestückt, Koreolanus gesehen und das ist halt, wie gesagt, so ein römisches Kriegsdrama im Prinzip, wo im Wesentlichen nur Männer vorkommen im Cast und dann noch so zweieinhalb Frauen ähm die Mutter und die Ehefrau von Koreanus und ich glaube, das war's schon, weil sonst kommen nur Männer vor und ich habe das mal hier in Berlin am Deutschen Theater gesehen als Inszenierung, alle Rollen von Frauen besetzt waren und zwar sowohl die Männer als auch die Frauen rollen. Das fand ich mega interessant. Ich war total mindblond. Ich dachte so, ich fand das Stück schon immer interessant.
Und irgendwie gibt's so eine ganz andere, interessante Note, wenn einfach alle Rollen egal, ob sie in der Geschichte Männer oder Frauenrollen sind, von Frauen gespielt werden und deswegen, Wenn du mir das irgendwie mit einem neuen Twist präsentierst, mit neuen Figuren, den neuen Kostüm, dann gucke ich mir das auch noch zum 100. Mal an. Ich finde, Susanne Collins ist es hier sehr gut gelungen.

Christian:
[2:08:44] Das finde ich auch ist das ist das auch schon unser Fazit?

Miriam:
[2:08:47] Also ich glaube, ich habe jetzt darüber hinaus nicht mehr so viel zu erzählen. Also ich meine, ich habe noch ganz viele Sachen zu erzählen, aber ich bin, Sehr begeistert von diesem Film und ich bin sehr zufrieden und ich habe Obwohl ich ihn jetzt gesehen habe und obwohl ich ihn mit dir besprochen habe, ich habe immer noch ganz viel Lust auf diesen Film. Es passiert mir nicht so oft, dass ich wirklich sage so Das war das hat so gebockt, das fand ich so interessant. Ich habe mich so stimuliert gefühlt, ich habe ja dann auch hinterher überlegt, so bin ich jetzt auch deswegen so besonders begeistert, weil das jetzt erst mein viertes Mal seit Anfang 2020 war, dass ich im Kino war, habe ich irgendwie so ein bisschen bin ich jetzt auch einfach noch mal doppelt begeisterungsfähig, aber ich glaube, der Film hat also hier, ich glaube ja, die Antwort ist ja, ich habe einen positiven bei ist und war deswegen nochmal besonders begeistert und habe dieses Kinoerlebnis als besonders intensiv empfunden aber ich finde es auch einfach einen wirklich guten Film. Er hat auch super Bock mir den noch mal anzugucken.

Christian:
[2:09:34] Ja auch ich bin ich bin super gespannt, wie der also wie die Reise von diesem Film weiter aussieht. Ich glaube der ist so mittel, Mittel erfolgreich gerade, also wir sind halt, während wir das aufnehmen, ist so das Startwochenende in den USA und die Zahlen sehen halt so okay aus. Äh ich finde das halt auch super spannend. Das sind noch ganz andere Kapitel und ganz andere Gedanken, aber weil halt, Also dieses dieses Kinojahr 223 ähm sehr viele Überraschungen mit sich gebracht hat und ich glaube, also es.

Miriam:
[2:10:07] Den Untergang von Marvel oder so Sachen auch.

Christian:
[2:10:09] Ja, also und auch Disney und ich glaube auch, dass so also ich frage mich, wie sich der Film in das Kino ja einordnen wird, weil ich das weil ich die Vermutung habe, dass 2023 nochmal so ein, Ein Jahr ist, in dem sich Geschmackskarten neu mischen, in dem auch, glaube ich, ein Paradigmenwechsel, Erkennbar ist, der vielleicht auch schon ein paar Jahre vorher angefangen hat und auch noch später Auswirkungen hat, aber das ist also vielleicht also ein prequelle, weißt du, ein prequelle zu den wo glaube ich Selbst unter Fans achtzig Prozent, 90 Prozent der Leute gesagt hätten, danke brauchen wir nicht, Gibt uns was anderes in einem Jahr, in dem das Kinopublikum zu sehr vielen etablierten Sachen gesagt hat. Danke, reicht.
Wie bei Marvel, wie bei Disney und, In völlig anderen ähm äh Auswüchsen sagt so, ja her damit. Barbie, Oppenheimer, wo man sagt, also ne, Als ich letztes Jahr da saß und mich auf das Kinojahr 20023 vorbereitet habe und mir dieser Film aufgefallen ist, ist mir der Film eher aufgefallen als ein Barbiefilm und ein Oppenheimer-Film.

Miriam:
[2:11:16] Du hattest sie nicht aufm Zettel, ja.

Christian:
[2:11:18] Nicht so aufm Zettel und, Ich frage mich einfach, was für eine Reise dieser Film gehen wird, weil das ist so, ich glaube, ich habe irgendwie gelesen, zweitausendsiebzehn gab's so diese Überlegungen und Entscheidung. Filmstudio sagt, wir hätten gerne mehr und das weißt du Es kann halt auch sein, dass das jetzt bei dem Ding bleibt, weil wir sehen halt, wie viele andere Franchises und auch dabei sind zu scheitern. Also guck dir allein diese ganze Harry Potter Vorgeschichte an, die völlig unabhängig davon, wie unfassbar problematisch ähm JK Rowling geworden ist als Person und ihre Äußerungen und so weiter. Aber auch das Kinopublikum sagt, Danke reicht, Ne, also fünf Vorfilme, Vorgeschichten zu Harry Potter und beim Dritten sagt das Kinopublikum schon so ist okay, weckt uns, wenn ihr durch seid und wir wollen was anderes sehen. Weißt du? Und da ordnet sich jetzt so ein Hangar Games Film ein, den ich halt wirklich, Alles erdenkbar, gute Wünsche, aber glaube, dass dass dieser Film so durchkommt mit einem Plus minus null und vielleicht macht man das Kapitel auch zu und sagt okay, vielleicht, Brauchen wir doch irgendwie andere Dinge, ähm die wir dem Publikum in den nächsten fünf Jahren präsentieren, als jetzt irgendwie das große Franchise World Building rund um eine etablierte Marke, die eigentlich auch schon mindestens zehn Jahre aufm Buckel hat, also.

Miriam:
[2:12:35] Also ich brauche jetzt auch keinen zusätzlichen Nochfolgefilm, ne? Also ich finde, der Film kann total gut für sich stehen und ich fänd's glaube ich auch besser, wenn sie es nicht, wenn sie aufhören, wenn's am schönsten ist und dieses Pferd nicht ganz bis zu Tode reiten so, also bis zum allerletzten das irgendwie auslutschen.

[2:12:50] Hm genau, deswegen von mir aus nicht noch zusätzliche Filme, aber ich glaube, es wird mich schon ein bisschen schmerzen, wenn dieser Film jetzt so underperformt. Weil ich das Gefühl habe, ist ja bei vielen Leuten unterm Radar ist, dass viele Leute, die nicht aufm Zettel hatten, so wie ich, das noch nicht mal mitgekriegt haben, dass da irgendwas ist. Wenn sie das irgendwie sehen im Programm, sagen ja, kann man machen, muss man aber nicht, ich hätte mir den auch nicht angeguckt, wenn du nicht gesagt hättest, ey hier übrigens, es gibt diesen Film und lass uns drüber podcasten und lass uns ins Kino gehen, weil du mir diesen Impuls nicht gegeben hättest, hätte ich das glaube ich auch nicht gemacht, selbst wenn ich zufällig gesehen hätte, es gibt eine hätte ich mich nicht aufgemacht und wäre ins Kino gegangen.
Aber ich find's schade, wenn das den Leuten entgeht, weil ich ich habe auch schon direkt, als ich ausm Kino kam, erstmal superbegeistert auf Mast und dann ganz viel Werbung gemacht, habe so Leute, Ihr glaubt es nicht. Mega, der geile Film, da rechnet man nicht damit, aber ihr müsst euch den alle angucken und ähm ja, also ich habe jetzt schon Pläne, wenn ich irgendwie über Weihnachten meine Schwester besuche, habe ich ihr heute schon geschrien, so zwinky Zwoki, äh ich hätte total Lust, den Film noch mal anzugucken, hast du dich Bock, dass wir dir zusammen gucken und ich Ich wünschte, so wie du es gerade gesagt hast, ich wünsche dir einen Film auch wirklich alles Gute. Also es müssen keine weiteren Filme kommen, aber ich möchte, dass viele Leute diesen Film angucken.
Also nicht nicht nur, damit da irgendwie die Kassen klingeln, sondern damit die Leute sich auch, Mit den Gedanken und den Motiven auseinandersetzen, die da drin stecken, weil das so ein reicher Film ist. Der ist so, Der ist so voll und so schillernd und so. Der kann so stimulierend sein intellektuell und ich wünsche einfach allen Leuten so es ist jetzt.

[2:14:19] Also weißt du so, wie viele Leute gesagt haben, dass sie irgendwie von äh everything, everywhere all it one so stimuliert waren, weil das irgendwie ein Film ist, der so, so viele Gedanken anregt, habe ich das Gefühl, so das ist auch ein Film, der irgendwie einen die Gelegenheit gibt, über ganz viele Sachen nachzudenken und deswegen würde ich's einfach vielen Menschen gönnen, dass sie sich den reinziehen.

Christian:
[2:14:36] Perfektes Fazit, ja. Ähm genau, damit würde ich auch sagen, komm wir

Nächste Sendung: Godzilla Minus One

https://www.imdb.com/title/tt23289160/


[2:14:42] Zum Ende dieser Auseinandersetzung ähm ich versuche jetzt mal wieder in Zukunft und äh starte das an dieser Stelle euch ein bisschen wissen zu lassen, was so die Pläne zumindest für die nächste Ausgabe ist. So das Ziel ist schon, monatlich wieder einen Podcast zu machen und die Vorbereitungen sehen auch ganz gut aus, dass in der nächsten Ausgabe im Dezember, Das ist nochmal ins Kino geht und zwar zu Godzilla Minus one, ein ein, mindestens ebenso furchtbarer Filmtitel wie dieser hier, aber auf andere Art und Weise, aber auch da ein Prequel zum, glaube ich, irgendwie, Äh ich weiß auch so gut wie gar nichts. Auf jeden Fall ein japanischer Godzilla, der äh jetzt gerade in Japan gestartet ist und äh auch den Sprung nach Deutschland und Europa äh sehr ausgewählt ähm versucht und das Ziel ist, den im Kino äh zu schauen und dann eben mit äh Thomas, TJ Jaspers und äh Henning zusammen zu besprechen. Die Planungen sehen gut aus. Ich glaube, das klappt also äh falls ihr den Film auch irgendwie schauen könnt, macht das mal gerne.
Und dann können wir in der nächsten Ausgabe ebenso intensiv äh in die Auseinandersetzung gehen.

Abmoderation

https://keanu-reloaded.podigee.io/33-hardball


[2:15:51] Ja, dann Miriam, darfst du noch ein kleines bisschen Eigenwerbung machen?

Miriam:
[2:15:55] Ja ähm wenn ihr auch in Zukunft sehen wollt, wie ich äh erzähle, welche Filme so richtig geil und sehenswert sind oder was ich sonst so zu erzählen habe, dann folgt mir gerne auf Maston, Da findet ihr mich unter at Ohib social, Also wenn ihr mich schon von Twitter kennt, dann ist es genau wie bei Twitter nur ohne den Unterstrich, also N O JOM, at Ohhe Punkt social und dann habe ich jetzt kürzlich noch in einem anderen Podcast ähm und zwar bei Kiano reloaded, bei Christiane und Julius in der neuen Folge. Da haben wir einen Kiano Reef Film besprochen, wie das bei Kiano reloaded so die Regel ist. Und zwar haben wir über Hardboy gesprochen. Das ist so ein, Ein ein Baseballfilm mit aus dem Jahr 201, ähm den ich da ziemlich gründlich zerrissen habe.
In der Luft. Und wenn ihr mich da lang und ausführlich meckern hören wollt, warum das ein Scheißfilm ist, ähm der am Ende der Besprechung im Podcast von mir nur anderthalb von fünf Sternen bekommen habe, dann hört doch mal bei Piano Reloaded rein.

Christian:
[2:16:53] Sehr gut, das klingt gut, nachdem du hier so voller Liebe.

Miriam:
[2:16:56] Feiert und wenn ihr das Gegenteil, also ich ich habe manchmal starke Gefühle ähm und während ich hier sehr starke, positive Gefühle zu diesem Film hatte, hatte ich sehr starke negative Gefühle. Zu diesem Film und da könnt ihr sozusagen euch das Gegenprogramm abholen.

Christian:
[2:17:09] Sehr gut. Äh findet ihr auch alles verlinkt bei uns in den Shownotes. Da könnt ihr euch dann durchklicken und äh ja, da findet ihr eigentlich auch alle wichtigen Links.
Die uns irgendwie hier in der Second Tuner betreffen. Secondunit Minus Podcast Punkt DE ist die Anlaufstelle im Web, Weiteren Links, da findet ihr vor allen Dingen auch Links zu Apple Podcast, zu Spotify, YouTube. Ihr könnt uns überall abonnieren, macht das sehr, sehr gerne abonniert auch sehr sehr gerne den Newsletter, den ich jetzt auch einmal im Monat schreibe, der ist kostenfrei, falls nämlich auch mal Programmänderung irgendwie stattfinden und wir doch nicht irgendwie den Film besprechen können, den ich hier angekündigt habe. Es ist ja alles ein bisschen problematisch geworden, jetzt, wo dieses Twitter nicht mehr Twitter ist, sondern halt ähm Ja, so ein bisschen vor die Hunde geht. Also ist eine Möglichkeit, den Newsletter zu abonnieren oder ihr abonniert uns, folgt uns Instagram. Das sind eigentlich die beiden wichtigsten Kanäle, wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, Ansonsten sage ich vielen, vielen Dank, Miriam, dass du mit im Kino warst und dass du so Äh ja intensiv mit mir hier durch diesen Film durchgegangen bist.

Miriam:
[2:18:11] Danke für den Anlass. Danke, dass du mich gefragt mitgenommen hast, dass du mir überhaupt äh zur Erkenntnis gebracht hast, dass es diesen Film gibt. Es hat mir mega Spaß gemacht. Es war mega das coole Kinoerlebnis, hat wieder Spaß gemacht mit dir zu Podcast nach so langer Zeit. Mich total gefreut.
Ganz, ganz vielen lieben Dank.

Christian:
[2:18:27] Sehr schön, ja, vielen lieben Dank auch und ja, bis zum nächsten Mal, tschüss und ahoi, schönen Abend noch.

Miriam:
[2:18:32] Macht's gut, bis bald, tschüss.