Second Unit #340 – The Danish Girl

2021, Second Unit
Second Unit
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Große Warnung vor diesem Film! Wir erklären warum. Website: http://secondunit-podcast.de Shop: https://secondunit.bandcamp.com/ Steady: https://steadyhq.com/de/secondunit Patreon: https://www.patreon.com/secondunit iTunes: http://itunes.apple.com/de/podcast/second-unit/id534950196?mt=2 Spotify: https://open.spotify.com/show/4Zgl4qWwfpVQ3YhvFy4lbl?si=s4gCNjwESDOjf30mDOaJ4A Twitter: https://twitter.com/2nd_Unit Instagram: https://www.instagram.com/second_unit/

Intro

Soundboard

Begrüßung

http://lili-elbe.de/

Christian:
[0:24] Einer neuen Ausgabe der Second Tuned. Mein Name ist Christian Steiner und ich bin auch in dieser Ausgabe nicht allein. Ich habe bei mir die wunderbare Klara. Hallo.

Clara:
[0:33] Einen schönen guten Abend, hier ist die Klara.

Christian:
[0:35] Du hast ähm etwas getan, was ich immer ganz toll finde, wenn Leute das machen,
Du hast nämlich gesagt, helfe bin ich und ich möchte gerne mitmachen. Und das hast du auf Twitter gemacht und hast gesagt, hey, ich hätte sehr, sehr große Lust, äh
Bei euch beim Podcast mitzumachen und dann äh ging das alles relativ schnell und äh schon sind wir zusammen und,
Sprechen über einen Film, den ich auch so ein bisschen mit ausgesucht habe. Da müssen wir gleich nochmal ein bisschen drüber sprechen. Wir sprechen über. Genau,
Du bist aber auch ähm,
nicht nur auf Twitter unterwegs, du bist auch im Internet unterwegs, du hast nämlich ein sehr, sehr spannendes und ein sehr interessantes Projekt, ähm mit dem du auch auf Twitter unterwegs bist, das ist die Lily Elbe Bibliothek, vielleicht magst du dazu ein kleines bisschen was erzählen. Was ist das denn, was du da machst?

Clara:
[1:26] Ja, eigentlich gibt's das schon viel länger, als es mich im Internet gibt,
ich hab vielleicht vor zwanzig Jahren angefangen Transbücher zu sammeln oder erstmal am Anfang einfach aus Interesse welche gekauft weil es mich ja auch selbst betrifft
und dann wurden das immer mehr und wurden immer mehr und irgendwann kam der Punkt, wo ich dachte, das kann ich nicht für mich behalten,
ich würde das gern sichtbar machen oder nach außen teilen und dann habe ich so verschiedene kleine Websites gehabt und hab dann vor.
Anderthalb Jahren ungefähr der Sache den Namen Lily Elbe Bibliothek gegeben. Äh warum Lilly Elbe? Das erzählen wir glaube ich gleich und habe da auch,
immer weiter gesammelt, also ich glaube da recht umfängliche Sammlungs- und deutschsprachiger Transliteratur und äh Transfilmen, inklusive wahrscheinlich, fast aller
Klassiker, ganz viel von der historischen Literatur, also ich vermute, das wird eine der besten Sammlungen sein, was den deutschsprachigen Bestand angeht.

Christian:
[2:26] Und ich habe das neulich auf, ich glaube Instagram oder auf Twitter, ich glaube Instagram, da hast du heute da äh veröffentlichst du ja auch Bilder. Also das ist ja wirklich, das ist eine physische Bibliothek. Das sind wirklich Regal.

Clara:
[2:37] Eine Privatbibliothek sozusagen, genau.

Christian:
[2:40] Genau, du sammelst nicht nur irgendwie online äh Kataloge oder oder Literaturverzeichnisse, sondern du hast die Bücher dann wirklich im Regal stehen.

Clara:
[2:47] Sind hier wirklich ungefähr achthundertfünfzig Bücher und zweihundert Filme äh und die die Bücher sind wirklich alle physisch im Regal.

Christian:
[2:55] Hm? Und äh wie wie gehst du da vor? Also ähm,
Du sammelst die ja tatsächlich, aber sind das denn irgendwie da musst du ja mittlerweile
weil du schon so viel hast, wahrscheinlich ja sehr gezielt nach Ausgaben suchen, recherchieren oder oder nimmst du da auf Flohmärkten irgendwie auch was mit? Wie hast du diese Sammlung aufgebaut.

Clara:
[3:18] Als ich glaube, es fing an, äh vor.
Über zwanzig Jahren gab es noch so schwul-lesbische Buchläden, wo man äh Dinge gefunden hat, die sind ja heute fast völlig verschwunden,
Ähm aber schon damals habe ich Bücher, über die ich gestolpert bin, die ich aus der Community kannte, dann auch online gekauft. Ähm.
Und dann habe ich äh doch über viele Jahre Bücher, von denen ich gehört, habe mir auf eine Liste gesetzt und sehr, sehr, sehr viel Antiquarisch gekauft, auf echten Flohmärkten, echten Bücherflohmärkten
und so weiter in physischen Antiquariaten ist es fast unmöglich, was zu finden. Das Thema ist einfach zu speziell.
Aber ich kenne mich sehr gut aus wie man Buchexemplare die man kaufen kann im Internet findet da habe ich eine langjährige Erfahrung. Und,
Ja, zunächst waren das so die, die Dinge, über die man überall stolpert. Äh es gab immer Bücherlisten schon, auch vor zwanzig Jahren gab's ja eine transparente Bücherlisten,
ähm und dann habe ich aber immer wieder selber recherchiert und äh immer mehr Sachen auch ausgebuddelt, äh auch immer wieder das Glück gehabt,
so seltene Klassiker auch zu treiben, inzwischen auch für einige Bücher richtig viel Geld bezahlt, ähm und so ist das immer mehr geworden.

Christian:
[4:33] Und jetzt, du hast es schon erwähnt, ähm das Thema Film ist im Laufe der Zeit auch dazu gekommen.

Clara:
[4:39] Genau. Ähm ich habe immer gesehen, das hat mehr.
Mehr Popularität, wenn man über äh also auf den Websites sich früher hatte, waren die die Filme immer mehr gefragt. Und natürlich lässt sich's auch so ein Film schneller und leichter konsumieren in Anführungszeichen, als als ein Buch,
ähm sich für ein Buch die Zeit zu nehmen, ist vielleicht schwerer, als sich mal hinzusetzen, einen Film zu schauen und,
Ja, auch dann habe ich da angefangen, welche Filme gibt es alles, die das Thema Trans am Rand oder im Kern behandeln und äh ausgehend von einer immer weiterwachsenden Liste,
immer mal wieder gekauft. Also ich hab mir quasi,
Ich glaube nicht, dass ich das wirklich mache. Aber versucht's, sondern ich setze mir ein monatliches Budget und so viel Geld versuche ich äh oder nicht mehr, als das auszugeben dafür. Ähm und das Lustige ist, dass eigentlich das Backlock, also die Liste der Bücher.
Ich kaufen möchte und der Filme wächst schneller als ich kaufe. Und und ich gebe trotz, ich glaube, ich gebe schon relativ viel Geld aus dafür. Äh.
Und es ich entdecke zum einen immer und immer und immer wieder Neues, das ist so spannend,
äh wo man denkt, man kennt doch schon alles und dann entdecke ich immer wieder was und es erscheinen halt auch immer mehr neue Bücher. Das Thema ist in den letzten Jahren doch populärer oder in äh,
geworden, beziehungsweise sichtbarer geworden. Und dadurch erscheinen immer mehr Bücher.

[6:02] Es nicht komplett ausufern zu lassen, habe ich mir das Limit gesetzt, dass ich äh mich auf deutschsprachige Literatur beschränke. Also ich habe auch ein paar englische Bücher, aber da hat strebe ich keine Vollständigkeit an, was die deutschsprachigen Bücher angeht, ist mein Ziel schon,
ähm die verfügbare Literatur vollständig zu sammeln,
Das ist für die aktuelleren Sache nicht so der Fall, aber ich glaube, je weiter es in die Vergangenheit geht, umso mehr erreiche ich das.

Christian:
[6:27] Und das sind ja nicht nur wissenschaftliche Abhandlungen, das sind auch humane, ähm also das ist ja sehr breit gefächert, was du da sammelst, oder?

Clara:
[6:35] Ja, es ist wirklich querbeet. Es geht,
äh eine ganze Reihe an wissenschaftlicher Literatur. Es gibt sehr viel Selbstzeugnisse in Form von Autobiografien, fiktionale Verarbeitung, wie Romane
und dann natürlich
Menge sind auch eine ganze Menge Bücher dabei, äh wo das Thema mal am Rand erwähnt wird. Wo das im eindeutigen Fachbuch über Psychologie und dann gibt's mal ein Kapitel
sich dem Thema Transwidmet oder äh ein ein Film, wo einfach eine Transnebenfigur auftaucht,
Sowas ist natürlich auch äh dabei und das ist eine ganze Menge äh wenn man das jetzt ähm.
Das Verhältnis jetzt zu den Sachen, wo das im Kern ein Thema ist, das Trans sein.

Christian:
[7:19] Und ähm wir hatten im Vorgespräch auch schon so ein bisschen äh drüber gesprochen. Du hast gesagt, das ist jetzt, glaube ich, dein dritter Podcast, den du machst.

Clara:
[7:29] Genau es fing an zum Jahresende zwanzig zwanzig
mit einem Gastauftritt zusammen mit einer guten Freundin, der Jola im Film
ein ein ganz krasser Podcast, der den Matrix Film Minute für Minute ausführlich bespricht in insgesamt fünfundsechzig Stunden oder so. Den habe ich mir auch angehört,
weil da eben im letzten Jahr
Also zum einen bei der Regisseurinnen, äh Transfrauen sind. Und dann gab's auch eine Aussage letztes Jahr, dass sie sagen, das ist auch ein Transfilm und dann habe ich das Team mal angeschrieben, wollte denn darum eigentlich reden. Und dann haben sie mich eingeladen dazu.
Das war so die Podcast-Premiere,
und auch über Twitter bin ich in Kontakt gekommen mit der Anne vom Podcast Kostüm Faible und mit ihr habe ich vor einigen Wochen gesprochen,
über Viktor und Viktoria von neunzehnhundertdreiunddreißig und Viktor Viktoria von neunzehnhundertzweiundachtzig und ich glaube in einer Woche,
erscheint diese Folge bei ihr im Podcast. Und das ist jetzt Nummer drei, wo wir sind, genau.

Christian:
[8:32] Und das müsste eigentlich, wenn das hier rauskommt, müsste der von äh Anne, der der Kostümfabel müsste dann auch schon, glaube ich, parallel sogar da sein. Ich bin jetzt gar nicht sicher, ob wir sogar auf den Tag genau, aber Chancen sind gut, wenn ihr das hier hört, dann könnt ihr auch Kostüm Fable ähm,
nicht parallel, nicht parallel hören, aber danach oder davor, also.

Clara:
[8:51] Ich glaube, es gibt ein Double Feature, ja.

Christian:
[8:53] Genau, genau. Das Double Feature, das äh das trifft sehr gut. Ja, Anne äh Freundin des Hauses, deswegen äh ganz liebe Grüße auch an alle.
Und genau, also dritter äh dritter Podcast Auftritt an dieser Stelle. Und dann wolltest du am Anfang auch noch ähm einen kleinen einen kleinen Disclaimer machen, bevor wir in die Sendung starten.

Clara:
[9:12] Dass ich neu bin beim Thema Podcasting, haben wir ja jetzt schon erzählt. Ähm ich bin auch keine Filmexpertin. Ähm,
Ich komme eher auf jeden Fall in der Transseite, da habe ich eine Expertise, was Transfilme, Transbücher und Transgeschichte angeht, ähm aber ich glaube, da haben wir eine gute Arbeitsteilung, weil du bist hier der Experte für die Filme.

Christian:
[9:34] Das äh danke, das nehme ich als Kompliment an. Ähm ich ich hadere auch mit diesem Expertentum.

Clara:
[9:42] Na ja, dann nennen wir's halt nicht Experte, aber du hast, glaube ich, sehr viel mehr Erfahrung, über Filme zu sprechen und bestimmte Ziele, sehr viel besseren analytischen Blick. Ich ich gucke Filme gerne so in Anführungszeichen naiv. Also ich lasse die einfach auf mich wirken und
kann kann das gar nicht gut die analytisch zu gucken.

Christian:
[9:58] Hm? Ja, ich glaube aber, dass wir da, dass wir da äh wie du sagst, sehr gut zusammenkommen werden und ähm wir haben ja auch noch ein paar.
Werden wir gleich auch noch ein bisschen ein bisschen weiter erwähnen, wir haben ein paar Diskussionsgrundlagen, auch ein paar äh,
Texte so, mit denen wir arbeiten, besonders ein Review auf, auf Letterbox, hat uns beide da sehr gut ähm auch geholfen, aber da kommen wir gleich noch ähm im Detail drauf. Äh zu sprechen.
Aber genau, bevor das losgeht, äh natürlich auch noch an dieser Stelle der Hinweis in eigener Sache. Ihr könnt diesen Podcast unterstützen,

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[10:33] tut es auch sehr, sehr gerne. Vielen Dank an alle, die es schon tun. Ihr könnt über Steady ein Abo abschließen, unter anderem könnt ihr dann diesen Podcast früher hören, ihr bekommt Kapitelmarken zu dem Podcast
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Vor allen Dingen könnt ihr diesen Podcast unterstützen. Das Ganze geht über Steady, über einen kostenpflichtiges Abo. Das fängt an bei zwei Euro fünfzig im Monat.

[11:02] Und staffelt sich dann weiter auf. Ihr könnt aber auch, wenn ihr sagt, äh finde ich gut, aber so ein monatliches
Abo ist mir zu viel, ihr könnt auch einzelne Zahlung machen über PayPal oder über Banküberweisung. Das ist am allerbesten, weil's einfach keine Gebühren dann gibt. Dann landet alles irgendwie,
direkt hier äh bei mir und äh macht keine Umwege über PayPal oder andere Institute, die da irgendwie Geld abzwacken. Deswegen Banküberweisung super
PayPal, auch super, geht auch mit Dauerauftrag oder über Steady, dann äh schaffen wir es auch hoffentlich bald, dass dieser Podcast monatlich läuft,
wenn ihr bei Steddy fleißig unterstützt. Vielen Dank an alle, die es tun, falls ihr unterstützen wollt, guckt in die Shownotes zu diesem Podcast oder guckt einfach mal bei uns auf Second Tuned Minus Podcast Punkt DE,
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Vorverständnis

[11:56] Dann geht Richtung Film. Ähm,
Da ist natürlich ganz, ganz spannend ähm die Frage erstmal zu klären, warum wir diesen Film jetzt überhaupt besprechen, also wie wir auf diesen Film gekommen sind, wie diese ganze Konstellation auch äh zustande gekommen ist und was wir auch vorher von dem Film schon,
wussten, gesehen haben, mehrmals gesehen haben. Das ist ja durchaus recht recht bunt gemischt. Ähm.
Clara, du hast den Film ähm jetzt oh ich weiß gar nicht, zum wievielten Mal? Geguckt?

Clara:
[12:26] Kürzlich in Vorbereitung auf diesen Podcast eigentlich erst zum zweiten Mal und aber dafür jetzt glaube ich zwei oder drei Mal sogar.

Christian:
[12:34] Oui
Äh genau, also ähm du hast ihn auf jeden Fall damals, als er rauskam, geguckt, da hast du auch ein Review auf auf der Website bei dir. Ähm.
Vielleicht am Ende auch nochmal ein bisschen ein bisschen drüber sprechen. Ähm wie war das denn jetzt so für dich, diesen Film, wie du gesagt hast, jetzt auch analytischer nochmal zu gucken, wie war so das Filmerlebnis damals im Vergleich zu jetzt und sechs Jahre.

Clara:
[12:59] Wenn das okay ist, wenn das okay ist, würde ich gern noch ein bisschen ausholen, weil ich habe eine längere Lilly Elbe Geschichte, also eine ganz persönliche. Ähm.
Es gibt ja den Roman, auf dem das, wer wir nachher drauf zu sprechen kommen, auf dem dieser Film basiert, der aus dem Jahr zweitausend stammt. Äh und der basiert auf eine Lebensgeschichte äh aus den zwanziger, dreißiger Jahren. Von der echten Lilly Elbe. Ähm.
Hat damals ihre äh wesentliche Schritte ihrer Tradition in Dresden gemacht und ich habe in Dresden studiert zweitausend,
und entdeckte diesen diesen Stoff, dieses diesen Roman und dann war ich in der großen Bibliothek dort und habe das Originalbuch gefunden von neunzehnhunderteinunddreißig.
Und das hat mich total fasziniert und das ist auch durchaus so der Kernpunkt meiner Sammlung, deswegen habe ich auch hier benannt,
die echte Lilly Elbe war so die die erste der breiten Öffentlichkeit bekannt gewordene Transfrau in den dreißiger Jahren. So das war.

Christian:
[14:03] Da will ich ganz kurz mal nachfragen. Ähm.
Weil ich das in der Recherche auch nicht so ganz durchblickt hab. Ist das denn tatsächlich, weißt du das, ist das tatsächlich von ihr selbst geschrieben? Ist das 'ne also wirklich 'ne Autobiografie oder sind das,
Texte, ähm über sie aus der Zeit.

Clara:
[14:22] Das ist eine komplexe Entstehungsgeschichte zu diesem Buch allein schon. Also es ist man kann sagen halb eine Autobiographie.
Es sind wahrscheinlich mehrere Personen beteiligt, die die dieses Buch geschrieben haben
Es gibt auf jeden Fall Tagebuchaufzeichnung von ihr, äh aber auch ihre Frau, die Gerda Wegner hat Teile geschrieben, eine Bekannte,
ich glaube Logopulsen oder Paulsen hieß die, hat äh daran mitgeschrieben, die war Journalistin und später lernte sie dann den Schriftsteller Nils Heuer kennen,
ähm der schließt sich das Buch herausgegeben hat. Und er wiederum hat alles, was es an, was er an Quellen kannte, also äh und Gespräche mit ihr geführt hat zu diesem Buch äh verarbeitet. Ähm er sagt zwar selbst,
ähm dass dieses Buch möglichst nah am echten Leben ist, aber es lässt sich wirklich kaum auseinandernehmen, was davon
real ist und was davon literarisch verarbeitet ist oder überformt ist. Also das ist eine eine durchaus komplexe.

[15:25] Es gibt ein Buch, was ich ein akademisches Buch, äh was ich dem relativ gründlich widmet. Ähm,
Das ist aber schon anspruchsvolles Fließen, das ist eine Dissertation von der Sabine Meier wie Lilly zu einem richtigen Mädchen wurde. Das äh.
Ähm dröselt das ganz genau auf, wie,
dieses Buch entstanden ist. Aber es ist eine historische Person, die tatsächlich gelebt hat, ihr Leben ist zwar schon mehr oder weniger das, was in diesem Buch steht. Äh im Detail gibt's sicherlich eine ganze Reihe von Punkten, wo man dann diskutieren kann.
Ähm auf diesem Buch basierte dann wiederum ein Roman von David äh Ebersoft oder Ebersow, wie die Amerikaner sagen, von zwotausend und darauf basiert der Film, über den wir sprechen.
So und.

Christian:
[16:13] Ja, ganz kurz noch, also es gibt diesen.
Ähm also es gibt diese nennen wir es mal Autobiographie, also diesen historischen Text, dann gibt es einen Roman, der heißt und jetzt noch den Film, der sich auf den Roman bezieht und
bestimmt auch irgendwie noch mit der Autobiografie in Verbindung steht. Also es ist ja schon mal eine sehr komplexe ein sehr komplexer Aufbau eigentlich des Geschichtenerzählens.

Clara:
[16:39] Also das Originalbuch hieß, äh ein Mensch wechselt sein Geschlecht. Ähm,
Auch wiederum sind die vier Ausgaben, die es damals gab, unterschiedlich. Es gab ein deutsches Manuskript, der Nils Heuer war ein Deutscher. Äh auf dem basierend erschien aber zuerst neunzehnhunderteinundneunzig.
Dreißig, ein dänisches Buch,
weil sie waren ja denen, die Lilly Elbe, dann erschien in Deutsch das Buch und dann erschien neunzehnhundertzweiunddreißig noch eine britische und eine amerikanische Variante, die sich auch unterschieden. Ähm
Also schon schon die historischen Stoffe sind unterschiedlich schon da ist es spannend. Ähm.
Diesen Stoff hat der Schriftsteller dann irgendwann entdeckt, in den Neunzigern nehme ich an, der war auch zu großen Teilen vergessen, also er wurde wirklich kaum noch irgendwie rezipiert. Ähm
Und dieses Buch fand dann aber breite Öffentlichkeit, also es hat, ich glaube, der hat auch Preise äh gewonnen dafür. Äh und das war ein Bestseller. Und,
den Stoffwandel viel interessant und haben gab's da eine längere Geschichte äh bis dieser Film entstanden ist.

[17:44] Und ich habe diesen, dieses, diesen Roman heute im Jahr zweitausend entdeckt äh und fand das total spannend und dann gab's so die ersten Gerüchte, dass das eine Verfilmung geben soll. Äh es gab aber immer und immer und immer wieder Verzögerungen und erst fünfzehn Jahre später ist dann der Film erschienen,
Also ich glaube Ende zwanzig fünfzehn wurde der Film in USA veröffentlicht und Anfang zwotausendsechzehn in Deutschland. Und ich war Anfang zwotausendsechzehn dann in Frankfurt im Kino,
'ne Freundin zusammen und hab mir den angeschaut.

Christian:
[18:12] Hm?
Ja, ich habe, glaube ich, von dem Film, oh, guck mal, wann war's denn jetzt, wenn du sagst, zweitausendsechzehn Ende fünfzehn bin ich nach Berlin gekommen,
und ich habe, glaube ich, nur, ich habe, glaube ich, in von dem Film eher so im Oscar-Kontext ein bisschen mitbekommen. Das war noch so, bevor ich mich intensiver mit den Oscars als Institution und Verleihung auseinandergesetzt habe. Eigentlich war dann so nach,
ein Jahr später, ich glaube zweitausendsiebzehn habe ich dann angefangen ähm.
Also mich auch mit dem Podcast mehr, mit den Oscars auseinanderzusetzen und hat dann angefangen, äh alle Best Picture Kandidaten irgendwie auch zu gucken und habe das dann immer so ein bisschen als Anlass genommen, also.
Oscars ist ja auch eine sehr, sehr schwierige Veranstaltung ähm und.
Wie ich finde, nicht äh zwangsläufig was mit Qualität zu tun, sondern äh ich benutze diese diese ähm Verleihung eigentlich ganz gerne, um einfach ähm
Also als Inspiration, um Filme zu,
So und ich ähm hatte dann immer so diesen Ehrgeiz, so diese diese Best Picture Filme, so innerhalb von einem Monat dann nach der nach der Nominierung. Hatten ja ungefähr einen Monat Zeit, bis die Verleihung ist und ich wollte halt immer so die Best Picture-Kandidaten gesehen haben.
War dann halt.

Clara:
[19:26] Da warst du wahrscheinlich ein Jahr zu spät und.

Christian:
[19:27] Genau, das war ein tatsächlich ein Jahr zu spät, da werde ich ein Jahr vorher schon damit angefangen, obwohl war der auch für Best Picture nominiert, aber auf jeden Fall, ich habe den, ich habe den, ich habe den damals nur so im Augenwinkel irgendwie mitbekommen.
Ich kann mich an das Plakat erinnern, wie das wie das hier in Berlin bei so kleineren Programmkinos hing, dass ich da öfter mal vorbeigelaufen bin, aber ich habe den Film,
Bis jetzt, also bis zu diesem Podcast halt noch gar nicht geguckt. Und wir sind da so ein bisschen also wir wollten zusammen einen Podcast und dann war ja so ein bisschen die Frage, über welchen Film äh
Also welchen Film wollen wir besprechen? Den Film wollen wir behandeln und da ähm,
Sind wir dann so ein bisschen auf auf den gekommen, weil ich die Hoffnung hatte, dass der ähm.
Durch diese Oscar-Nominierung, also der ist halt breiter, der ist bekannter, breiter verfügbar und äh ich hatte ein bisschen Hoffnung irgendwie, die dann beim Schauen ja ich weiß nicht,
irgendwie hm hm hm.

Clara:
[20:32] Es ist, es ist schon wahrscheinlich einer der bekanntesten Transfilme überhaupt. Äh es gibt zwar gar nicht so wenig, aber es gibt sehr wenige, die eine gewisse Popularität erreicht haben.

Christian:
[20:45] Aber leider halt nicht gut. Also,
wollen wir auch noch sehr intensiv besprechen, ich glaub wir müssen da wir müssen so oder so auch nochmal mindestens ein zweites Mal podcast und dann nochmal besseren, besseren Film glaube ich auch besprechen, aber ähm.
Ja, bisschen schade, finde ich, so. Ähm.

Clara:
[21:07] Ich find's anderer, andererseits äh gut, weil ich mich dadurch mit dem Film jetzt nochmal intensiv auseinandergesetzt hat. Äh ist, auch wenn es mir den Film verdorben hat,
ich habe den vor fünf Jahren oder vor sechs Jahren, vor fünf Jahren nicht so kritisch gesehen wie jetzt,
ähm aber das ist mir trotzdem äh lieb so, dass ich jetzt so sehr gründlich drauf geschaut habe und sehr viel besser verstehe, was an dem Film schwierig ist und ähm sehr viel mehr dazu sagen kann.

Christian:
[21:35] Und ähm hoffen wir mal, dass die Diskussion vielleicht auch äh ein bisschen ein bisschen ähm ich will nicht sagen, was rausholen kann, aber zumindest besser durchleuchten kann und vielleicht doch dann Leute sagen, ah, da muss ich den Film ja selber gar nicht mehr gucken. Ähm.
Weil ich weiß, was da was da los ist und vor allen Dingen auch, was was für Probleme dieser Film äh hat, also.
Wie der Film mit dem Thema umgeht und wie unsensibel oder wie schwierig,
Aber da wollen wir ja gleich noch ein bisschen ähm einsteigen. Ich glaube, wir wollten, du wolltest ein bisschen auch noch was zur zu den ähm Personen Lilly Elbe und Gerda Wegener, glaube ich, erzählen.

Clara:
[22:16] Genau also wenn das äh ich würde gern äh bisschen was von der realen Lily Elbe erzählen. Also ich habe mich mit ihrem Leben schon relativ viel beschäftigt, weil sie.

Plot

[22:26] Finde ich eine faszinierende Person. Äh unabhängig von diesem Film jetzt.
Und äh bin schon sehr tief in die wenigen verfügbaren Quellen hineingetaucht und beschäftige mich sehr, also meine Bibliothek ist nach hier benannt, das ist natürlich ein Grund. Mir sieht doch möglichst genau anzuschauen.

[22:45] Du musst mich bisschen stoppen, wenn ich vielleicht zu sehr abschweife, aber ich versuch mal in in ein paar Punkten ähm durch das Leben durchzugehen. Äh der historischen Person.
Ähm ich werd's jetzt einmal sagen. Äh ich hoffe, dass ich dann immer bei Lilly bleibe. Also ich wurde geboren als einer Wegener.
Achtzehnhundertzweiundachtzig in das ist irgendwo ein in Dänemark und.
Ist dann im mit neunzehn Jahren auf die Kunstakademie nach Kopenhagen gegangen,
Also das hat so der Vater wollte gerne irgendwelche so ein ein guten Beruf, aber nein, Lilly interessierte sich für Kunst und ist dann,
praktische Beruf war nicht, ist auf die Kunstakademie gegangen, hat dann dort die Gerda Wegner kennengelernt oder damals die Gerta Gottlieb, eine Pfarrerstochter, die war vier Jahre jünger und die haben nach,
Abschluss relativ jung geheiratet. Also die Gerda war neunzehn, glaube ich und die Lilly äh einundzwanzig oder so.
Ähm das war neunzehnhundertvier und neunzehnhundertsieben äh hat dann die Lilly auch einen Preis bekommen für ihre Kunst, also so ein dänischen Kunstpreis ähm und mit dem Geld, was sie bekommen haben, haben sie sich dann auf äh,
Wie nennt man das? Die Reisendalerunternehmen. Äh Studienreisen.

Christian:
[24:03] Hm, ja, ich ich kenne mich zu wenig mit Kunst aus, aber ja.

Clara:
[24:07] Also sie, sie sind dann nach Südfrankreich, nach nach Italien und so weiter gereist ähm und und waren unterwegs und lebten in Kopenhagen dann.
Ähm und schon in dieser Zeit tauchte zum ersten Mal tatsächlich die die Lily auf und auch so kommt gleich später dazu, wie es in dem Film erzählt wird. Äh,
Wurde sie zum ersten Mal sichtbar, auch wenn die Geschichte sich ja weiter in die Vergangenheit zurückreicht, dass eben die Lilly zum ersten Mal als Modellgesessenheit, weil,
ein eigenes Modell nicht auftauchte die im Original Anna Larsen heißt und so ist dann der Mann einer als Lilly.
Ähm das Modell gewesen und Lilly wurde dann recht schnell auch zum zum häufigen Modell von Gerda Wegner.

[24:52] Die beiden waren unterschiedliche Künstler, die Lilly war Landschaftsmalerin, die Gerda Bar eher so Personen oder Portrait Malerinnen,
ähm haben aber durchaus beide ihren sehr eigenen Stil entwickelt. Zunehmend war dann die
die sehr viel aktivere und erfolgreichere und Lilly hat sich auch in den Dienst in Anführungszeichen gestellt von von Gerda, also hat sich darum gekümmert im Hintergrund, sich um die Farben und das Material zu beschaffen, sodass die,
sich komplett auf die Kunst konzentrieren konnte. Ähm und neunzehnhundert,
elf oder zwölf sind die nach Paris gezogen. Das war ja zu der Zeit auch, ich glaube, was die Kunst anging, das Zentrum der Welt. Ähm also ganz viele berühmte Künstler lebten zu dieser Zeit auch in Paris. Ähm,
und,
Ja, da waren sie dann über äh über viele Jahre äh künstlerisch vermutet, das war der erste, die zweite oder die dritte Reihe. Äh also jetzt nicht die die ganz großen Namen, aber sie,
sie lebten dann in in Paris, haben sich als Künstler etabliert, hatten waren in so Ausstellungen auch für moderne Künstler vertreten.

[25:58] Ähm,
So und das ging dann über Jahre und haben dann verschiedene äh Studienreisen unternommen in verschiedene Orte und da wo dann auch dieser Film einsetzt und und das äh was dann Lilli so besonders macht, Ende der Zwanzigerjahre,
fängt es dann eben an, dass Lilly sagt, ich kann so nicht mehr weiterleben und im Prinzip heute würden wir sagen, eine Transition anstrebt. Ähm.
Mit verschiedenen Schritten ähm und Dinge, die der Film auch erzählt, basierend zum großen Teil auf den auf den echten Erlebnissen. Ähm,
und dann tatsächlich kommt ihr Kontakt mit einem äh Dresdner Arzt, dem Kurt Warnecross,
der war dort ein sehr bekannter Frauenarzt zu der Zeit. Das war neunzehnhundertneunundzwanzig glaube ich oder neunzehnhundertdreißig schon,
ähm und dann ist die Lilly nach erst nach äh Berlin gereist zu zu einigen Untersuchungen, war auch unter anderem dort,
Ähm zur Untersuchung bei Magnus Hirschfeld, was damals einer der wichtigsten Sexualforscher war seiner Zeit und in Berlin äh mit seinem Institut Institut für Sexualwissenschaft weltweit führend war, was äh Sexualwissenschaften angeht.

[27:09] Ähm dort war sie zu einem Vorgespräch und hatte dann bei jemand anderen.
Ich glaube, das war war Aussicht ein ein Erbin-Gorband, äh eine erste kleine Operation. Ähm und.
Danach, kurz danach ging's weiter nach Dresden.
Und in Dresden gab's dann das, was wir heute wahrscheinlich als äh was Nahes einer Geschlechtsangleichenden Operation und.
Die Gerda war da auch schon mit dabei, also die hat,
hat sie begleitet und äh unterstützt äh über über längere Zeit. Ähm,
Und als sie sich dann davon erholt hatte, sind sie wieder zurück erstmal nach äh Dänemark für eine Zeit. Dort fing Lilly dann an.

[27:55] Tagebuch zu führen und das war so die Idee, die die Lebensgeschichte zu Papier zu bringen. Ähm,
und sie hattet aber den Wunsch noch nach einer weiteren Operation,
also sie wollte sich wohl 'ne Gebärmutter einsetzen lassen, dass sie etwa ein Jahr nach der anderen Operation in Dresden dann hat machen lassen,
und kurze Nachricht ist ja dann aber verstorben. Es ist ein bisschen unklar, ob es äh an einer Abstoßungsreaktion war, ob es Krebs war, ob es eine Folge der Operation selber war, äh das sind die Quellen nicht eindeutig.
Aber äh so hat sie ein bisschen tragisches Ende dann gefunden und es sonst hat.
Muss ich gerade nachgucken, wann das genau war neunzehnhunderteinunddreißig im September äh in Dresden verstorben.
Ich glaube achtundvierzig Jahre alt zu dem Zeitpunkt, äh ist dann auch in Dresden beigesetzt worden,
und kurz danach erschien dann das erste Buch in in Dänemark äh und dann, wie vorhin schon erwähnt, kurz danach das deutsche Buch und die beiden englischsprachigen Bücher ähm,
und ja, ich glaube, zumindest, was die deutsche Sprachige Rezension äh Rezension des Stoffs anging, war neunzehnhundertdreiunddreißig erst mal Schluss. Ähm,
das Thema oder sie es wurde nochmal aufgegriffen in den Fünfziger Jahren, da gab's ja ganz bekannt in in den USA die Christine Joggenson als äh Transfrau, die weltweit Schlagzeilen machte. In der Zeit,
Wurde ihr Buch auch sowohl in den USA als auch in Deutschland nochmal neu herausgegeben.

[29:24] Ähm aber ich glaube dann ist ist äh ihr Leben doch relativ in Vergessenheit geraten, eben erst durch den Debit äh Eberschaft.
Ist es wieder bekannter geworden. Äh dann gab's den Film zwotausendfünfzehn und zwotausendsechzehn wurde in Dresden dann auch ähm ihre Grabstätte wieder errichtet.
Die durch den Krieg kaputt äh zerstört worden war.
So, das kurzer Abriss durch durch die Lebensgeschichte von Lilly. Die Gerda, noch drei Worte dazu.
Ähm also nach der ersten Operation äh von der Lilly gab's da eine eher Annullierung.
Ähm und die Gerda hat hatte dann einen anderen Mann kennengelernt äh und ist nach dem Tod von Lilly mit ihm nach ich glaube Marokko gezogen,
der hatte dort äh Militär oder so gearbeitet. Ähm lebt da ein paar Jahre, aber äh,
So wie ich das richtig verstanden habe, hat er sich finanziell doch ziemlich ausgenommen. Äh die hat sich dann von ihm wieder scheiden lassen und ist dann nochmal zurück nach äh,
Paris, äh ist dann aber auch relativ jung verstorben. Ich glaube, neunzehnhundertzweiundvierzig oder so ist sie verstorben, also sie ist auch nicht so furchtbar alt geworden.

Christian:
[30:33] Hm? Und ja, der Film versucht diese Geschichte zu erzählen.

Clara:
[30:42] Genau in in einer gekürzten und etwas fiktionalisierten Fassung, also das das Buch vom Debatte äh ähm kürzt die diese Traditionsgeschichte deutlich ein und siedelt die auch zu einem anderen Zeitpunkt im Leben an.
Also im Film ist sie so in den späten zwanzigern glaube ich, in Wirklichkeit war sie in den späten vierzigern, als das passiert ist und die waren schon weit über zwanzig Jahre verheiratet. Ähm,
aber ansonsten es gibt natürlich noch mehr Unterschiede im Detail, aber der Film versucht, diese Geschichte nachzuerzählen, ja.

Christian:
[31:13] Genau und und ähm ich glaube auch, dass das der also das hatte ich in der Recherche gesehen, dass der Roman, glaube ich, sogar noch freier erzielt. Ähm also dass da ja, glaube ich, irgendwie,
Gerda äh irgendwie umgeschrieben wurde zu einer US ähm ähm Amerikanerin.

Clara:
[31:31] Amerikanische Malerin genauer. Also nachdem was ich gehört habe, äh die Drehbuchautorin äh des Films,
kannte das Buch vom David Ebershof und hat dann versucht fiktionale Elemente ein bisschen rauszustreichen wiederum, äh um das zu reduzieren auf die historischen Sachen, soweit es möglich ist. Das möchte ich vielleicht auch noch dazu sagen. Es ist sehr schwer,
die reale Geschichte überhaupt noch aufzuspüren, weil ein Großteil der Quellen einfach nicht mehr existieren,
ähm sowohl die Aufzeichnungen, die es aus Berlin gibt, als auch die Aufzeichnung, die es aus Dresden gibt, die sind alle durch den Krieg zerstört worden.

Christian:
[32:09] Ja, damit haben wir den den Inhalt des Filmes eigentlich auch schon mehr oder weniger äh beschrieben oder willst du der Sache noch was hinzufügen.

Clara:
[32:21] Ja ich, ich glaube, das passt, was ich vielleicht jetzt noch nicht so viel betont habe ist, dass die Gerda Wegener eben eine recht erfolgreiche Malerin war, hatte ihren sehr eigenen Stil, also irgendwo zwischen Artdeko und Expressionismus. Ähm,
war hat extrem viele Werke gemacht, äh so schon im ersten Weltkrieg mit politischen,
Karikaturen und später dann mit auch in Modezeitschriften hat sich sehr viel illustriert und dann zunehmend eben die Gemälde und die waren waren sehr populär und sind auch heute wenn die in Auktion auftauchen werden die für gutes Geld verkauft. Also da.
Äh äh sie, sie ist keine oder wenn man wenn man die beiden miteinander vergleicht, ist sie die wichtigere Künstlerin rückblickend.
Ich sehe immer ein bisschen, wenn man wenn die Geschichten erzählt werden, das fällt so ein bisschen unter den Tisch, dass das Künstler waren, die
äh eine ganze Menge Bilder gemacht haben und die auch eine gewisse Popularität hatten und das ist eben nicht nur die Traditionsgeschichte, sondern das ist eben auch eine Geschichte von von zwei Künstlern.

Christian:
[33:23] Ja. Dann kommen wir mal zum zur Besetzung und vor allen Dingen auch zu den Leuten, die den Film gemacht haben.

Cast

https://www.imdb.com/title/tt0810819/

[33:32] Ähm die Regie ist von Tom Hooper, der hat auch, ich weiß nicht, ob du den mal gesehen hast, der King Speach gemacht.

Clara:
[33:39] Ich weiß, dass es den gibt, aber geguckt habe ich ihn nicht.

Christian:
[33:41] Ich habe den auch vor Ewigkeiten äh,
Im Kino, glaube ich, irgendwie gesehen, wo man in zweitausendzehn kam dann glaube ich raus, ist auch schon wieder elf Jahre her. Ich glaube, ich habe den sogar irgendwie in einer habe ich den ersten Preview gesehen oder habe ich den,
Habe ich dann sogar geguckt. Auf jeden Fall kenne ich den Film. Ich find's ähm
ganz interessant, einfach so stilistisch, ich habe ah ich wollte mich damit vorher noch noch ein bisschen mehr auseinandersetzen. Ich finde seine Art, wie er manchmal äh so ähm die, die ähm.
Die Bilder einfängt, also wie er filmt, das manchmal so ein bisschen, also in der Szenerie, dass das wie die Person irgendwie stehen, manchmal sind sie irgendwie nur so rechts unten im Bild zu erkennen und der Hintergrund ist aber viel wichtiger und also für mich manchmal sehr
ungewöhnliche Entscheidungen der Inszenierung, die ich hier in dem Film auch gesehen habe, die so ein bisschen also ich bin kein großer Fan,
Würde ich sagen, ähm find's manchmal ein bisschen ein bisschen schwierig so ähm diese Entscheidung, die er da trifft, ähm also in der Bildsprache. Ähm,
manchmal auch so ein bisschen ich fand's manchmal auch so ein bisschen plump irgendwie, also das kann ich mich erinnern am Anfang, ja da steht ja irgendwie in der Ausstellung und,
Gemälde im Hintergrund sind, glaube ich, irgendwie viel.

[34:57] Benannter präsenter irgendwie so in der Art und Weise, wie es eingefangen wird als Gerda im Vordergrund und dabei irgendwie trotzdem alles so sehr,
Ich weiß nicht, das Gegenteil von subtil ist irgendwie so, was mir bei ihm einfällt.

Clara:
[35:11] Okay.

Christian:
[35:13] Werden wir, glaube ich, auf inhaltlicher Ebene noch sehr viel hier über diesen Film äh ähm erwähnen müssen, aber ist mehr ist mehr in der Bildsprache noch so ein bisschen aufgefallen. Ähm,
Genau, wir gehen da einfach mal ein bisschen weiter durch. Du hast es schon erwähnt. Es gibt diesen diese Romanvorlage von David Eber Eberschow. Ähm dann das Drehbuch geschrieben ist von Lucina Coxen. Ähm ja, zwei die wichtigsten Hauptrollen,
Elicia Vikanda als Gerda und Eddie Redman als Lilly.
Ja also die beiden tragen eigentlich den den Film. So, die beiden sind ja so, so, so die wichtigsten. Ich fand's auch äh ist vielleicht eher eine Randnotiz, aber ähm ich habe das Gefühl, das ist irgendwie auch sinnbildlich, wie der Film so mit mit den Figuren umgeht. Ähm.
Ist als beste Nebendarstellerin nominiert gewesen bei den Oscars.
Ich bin mir gar nicht sicher, ich glaube sogar gewonnen, aber das ist ja auch immer so eine, also die Filmproduktion schlagen selber vor für die Kategorien und da wird halt eben auch gerne so ein bisschen rumgepokert. Und also sie ist ja keine Nebendarstellerin in diesem Film,
Also man könnte vielleicht sogar so weit gehen und sagen, sie ist die Hauptperson in diesem Film.

Clara:
[36:24] Ich habe irgendwo gelesen, ich glaube, sie hat neunundvierzig Prozent, entweder alle Dialoge oder der kompletten Screentime.

Christian:
[36:30] Ja und und und ich finde auch, also.
Springen wir da schon zu weit, aber man man könnte sogar auch, man man kann die These vertreten, dass der Film.
Die Geschichte von Gerda Wegener ist und gar nicht die Geschichte von Lilly Elbe, so wie der Film mit Gerda umgeht, wie er mit Lily umgeht, ähm.

Clara:
[36:50] Das könnte man so sehen, ja.

Christian:
[36:51] Ja, also ne, also auf jeden Fall eine sehr, ich will nicht sagen, skurril, das war ja schon sehr überlegt, aber schon auch eine bezeichnende Art und Weise, so.
Ähm sie so in die Nominierung da reinzusetzen und das hat man einfach gemacht, weil man wusste in der Kategorie der besten Hauptdarstellerin wäre es viel schwieriger gewesen, diesen Oscar zu bekommen als in der Kategorie beste Nebendarstellerin und zack.
Ist auch wie eine Nebendarstellerin geworden. Es wird bis heute teilweise noch gemacht, dass Filme ähm so ähm die Nominierung vorschlagen, um die Gewinnchancen zu erhöhen.
Ähm ja. Wie gesagt, vielleicht nur eine Randnotiz, aber ich find's irgendwie ein bisschen bezeichnend ähm wie.
Mit den Figuren umgeht. Ähm aber da kommen wir gleich auch noch ein bisschen ins Detail. Wir haben noch ein paar weitere Namen. Wir haben noch Ben Wisha als dabei. Ähm die mag ich sehr gerne,
der ist mir bei James Bond das erste Mal aufgefallen, der spielt in der neuen James-Bond-Film den Q und,
spricht in Paddington in den englischen Paddington Film. Ich will nicht sagen Kinderfilme aber Filme über diesen sprechenden Bären aus Peru und er spricht diesen Bären im englischen Original.

Clara:
[38:08] Ah, okay.

Christian:
[38:09] Ähm deswegen habe ich auch die Stimme sofort wiedererkannt,
Embarh Heart ist als Ulla dabei, eine eine Freundin des Paares Gerda Lilly, ähm Matthias Schönarz als Hans ist auch dabei, das ist ja dann der im Film des spätere.
Mann Partner von Gerda und dann haben wir noch dabei äh Sebastian Koch als äh Warnekoß als Arzt in Dresden.

Clara:
[38:36] Das ist tatsächlich der einzige von den Schauspielerinnen, die ich kannte, als ich den Film gesehen habe. Ich kenne ihn aus, das Leben der anderen. Äh vor allem, wo er eine Hauptrolle hat.

Christian:
[38:48] Ja. Hat mich ein bisschen an jetzt komme ich schon wieder nicht auf den Titel. Der Film, der danach kam von dem gleichen Regisseur von Das Leben der anderen.

Clara:
[38:58] Florian Henkel von Donnerstag. Ah, okay.

Christian:
[39:01] Werk ohne Autor, das ist dann auch so eine Geschichte irgendwie ähm haben wir auch mal einen Podcast zu gemacht, aber da spielt halt ein Arzt auch in Dresden. Ein bisschen anders, da ist er halt irgendwie so ein
so ein äh so ein Naziarzt, äh so ein so ein so ein so ein auch, ähm war auf jeden Fall sehr skurril, das sozusagen
äh zu sehen, also der der Werk ohne Autor ist halt viel später entstanden, aber so ich habe das Gefühl, diese Rolle eher im Kittel, das ist irgendwie das funktioniert.

Clara:
[39:28] Sehr interessant, weil der Professor tatsächlich Nazi-Sympathisant war, der war in der NSDAP und ja.
Ich fand's interessant, dass die die historisch deutsche Figur auch mit dem deutschsprachigen, äh mit dem deutschen Schauspieler besetzt ist. Weiß nicht, ob da Absicht dahinter steckt.

Christian:
[39:47] Die haben ja, glaube ich, auch in auf jeden Fall in Deutschland gedreht. Ich glaube, in Berlin haben sie einiges gedreht. Ähm ich weiß gar.

Clara:
[39:54] Weiß ich gar nicht, aber die haben natürlich in Dresden auch was was gedreht, äh in in Berlin weiß ich jetzt nicht, aber es kann sein.

Christian:
[40:03] Äh genau, ja, auf jeden Fall, das ist so der der Hauptcast, die Hauptfigur, wichtig, dass wir da vielleicht auch nochmal ein bisschen so die ähm ähm Schauspielenden und die Namen so ein bisschen erwähnt haben, falls wir nachher in der Diskussion immer mal wieder ein bisschen hin und her springen, dass wir so ein bisschen äh die Referenz haben.

Clara:
[40:19] Da muss ich vielleicht noch einen Einschub machen. Das kann sein, wenn ich von den Personen spreche, dass ich bei Namen durcheinander komme, weil ich kenne die historische Figur,
kenne ich die Figurnamen zum Teil aus dem originalen Roman, weil da sind viele Namen verfremdet. Dort gibt es die Namen, die der Roman verwendet und dann gibt's die Schauspieler, die diese Figuren wiederum verkörpern. Also
Gibt es jede Person mit vier verschiedenen Namen, so mehr oder weniger.

Christian:
[40:43] Zweifelsfall kommen wir immer wieder auf die Schauspielenden zurück und äh.

[40:47] Puzzeln uns dann wieder durch, aber genau. Ja, ähm wir hatten so ein bisschen überlegt.

Film

https://letterboxd.com/fuchsiadyke/film/the-danish-girl/

[40:54] Schwierig finde ich über diesen Film zu sprechen, diesen Film irgendwie auch zu zu packen, einfach weil's weil weil sehr viel passiert und sehr viel auch ähm schief läuft und sehr viel ähm.
Also der Film durchaus problematisch ist. Ähm wir hatten jetzt im im in der Recherche eigentlich ein ganz gutes, einen ganz guten Text auf Letterbox ähm gefunden.
Die ist geschrieben von den werden wir auch noch verlinken. Wenn ihr bei Letterbox seid also,
sucht, dann ist das eigentlich auch
das top Review und äh ist auch wirklich ein ganz, ganz großartiger Text, der sehr intensiv und sehr ausführlich auch diesen Film auseinander nimmt und eben auch diese Probleme, über die wir eben auch sprechen wollen, auch sehr gut
englischer Sprache, aber sehr gut ähm ähm ja ausführt und da haben wir uns überlegt, dass wir uns da eben auch so ein paar ähm Kategorien raussuchen werden und das so ein bisschen auch im Detail noch durchgehen. Aber das ist auch so ein bisschen so vielleicht äh
sagt man, äh Fußnote an dieser Stelle, auch nochmal in diesen Text zu gehen.
Und äh ja, da wollen wir uns ein bisschen dran orientieren und vor allen Dingen wollen wir erstmal versuchen, so ganz grundsätzlich ähm.

[42:04] Diesen Film so ein bisschen aus dieser Vogelperspektive. Also was was läuft eigentlich so grundsätzlich schief, bevor wir anfangen über einzelne Szenen zu sprechen und vielleicht einzelne Momente irgendwie rauszugreifen und du hast es so schön, auch äh wir haben ja viel vorher hin und her geschrieben. Du hast es dann irgendwann mal so schön runtergebrochen. Du hast gesagt, das ist ein Cissfilm für Sissmenschen
Ähm.

Clara:
[42:22] Ja, es ist ein, ein Film von Zissmenschen, für Zissmenschen über ihr Cissbild von Trans.

Christian:
[42:27] Ja

Clara:
[42:29] Ist wirklich äh ein ein Blick von außen, der aus meiner Sicht geprägt ist, wirklich von einem groben Unverständnis oder einem grundsätzlichen nicht verstehen, was Trans ist,
Stattdessen greift er eine ganze Menge an an äh Bildern und Narrativen auf, die ich äh im Endeffekt sogar für gefährlich halte.
Also nicht nur für schlecht, sondern wirklich zum Teil für gefährlich.

Christian:
[42:50] Ja und und äh das das waren dann auch so die Momente, wo ich dachte, ah
Ich denke mir immer so, ja, wenn wir irgendwie einen Podcast machen, also es man kann ja auch sehr bewusst über Filme nicht sprechen, ne? Und damit auch irgendwie nicht irgendwie so versuchen, eine Bühne oder einen Scheinwerferfoss zu lenken und das war so ein bisschen so, wo ich dachte, ah, das ist irgendwie
ich bin also zwiegespalten so, weil wir jetzt eben auch über den Film sprechen, aber eigentlich in diesem äh Review of Letterboxer so schön formuliert, so
der Text fängt ja auch an mit einer Warnung und sagt, ey, eigentlich solltet ihr alle diesen Film gar nicht gucken und ich erkläre euch mal warum. Und dann müsst ihr den nicht mehr gucken. Ähm ja, vielleicht schaffen wir das auch, das irgendwie ein bisschen ähm.
Äh zu beschreiben, aber es ist mir auch sofort aufgefallen, dass dieser Film diese, diese ähm.
Also der, der, der, der schafft es für mich als Mensch, schafft er es eben nicht.
Ähm der Person und dem Thema irgendwie nahe zu kommen. Auch das habe ich gemerkt. Der Film bleibt irgendwie immer auf Distanz, der Film.

[43:50] Hat für mich kein kein Verständnis, also auch keine Innenperspektive. Er bleibt irgendwie immer von außen sehr stark beobachtend. Ich finde manchmal fast schon feuristisch irgendwie. Ähm,
und arbeitet sich auch die ganze Zeit an Oberflächlichkeiten ab.
Und das ist mir halt auch aufgefallen und ich habe dann auch nebenbei immer mal wieder versucht, ein bisschen so in die ähm auch Biografie so reinzulesen und der Film ist ja eben auch kontrovers diskutiert worden. Und ich fand das dann auch in vielen Punkten halt ähm,
auch sehr problematisch, wie der Film ähm Dinge.
Weglässt, glatt bügelt, verkürzt, umdeutet, um, wie man merkt dann irgendwie so filmisch was rauszuholen. Und damit äh Thema und Person halt.
Ja
Ähm wie du das gefährlich, also da wirklich auch gefährlich erzählt, um vielleicht irgend so ein filmischen, ich will nicht sagen, Anspruch, aber aus aus so einer.
Aus so einer vermeintlichen äh.
Heraus, äh Dinge irgendwie auch zu machen und zu verkürzen und das finde ich halt alles sehr, sehr, sehr problematisch und ähm.
Ja

Clara:
[45:09] Ich finde, finde die, die Bilder, die dir der Film macht, also rein optisch ist das sehr schön. Also es sind sind viele Aufnahmen, die ich aus optischen Aspekten richtig schön finde, aber was es erzählt, ist das Problematische.

Christian:
[45:23] Ja und und also auch aufwendig produziert, ne. Also das hattest du ja damals auch in deinem in deinem Review, du warst damals ja sehr.
Aber du warst wohlwollender dem dem Film gegenüber und das ähm also der der Film hat auch Schauwerte, ne, also die die ähm
also in Kopenhagen irgendwie auch gedreht und, und, und in Dresden gedreht und dann eben auch versucht, die Zeit einzufangen und aufwendig im Kostüm, in einem Kostümarbeit
und da äh habe ich auch ein paar Sachen gesehen, wo ich dachte, oh, das ist also rein optisch in der Inszenierung, hätte da auch was draus werden können, aber wie gesagt, inhaltlich ähm,
Das ist der Punkt, so ich habe das Gefühl, dass der Film noch nicht mal versucht etwas zu verstehen, sondern halt irgendwie.
Ja sagt, dass es irrelevant ist, verstehen zu wollen, Hauptsache, wir erzählen ihnen wie eine interessante Geschichte für,
Menschen und da gibt's ein paar Beispiele, ähm.
Also ich habe auch so das Gefühl, also diese diese ganze ähm da weißt du wahrscheinlich mehr ähm du du hast dich mehr mit den mit den realen Personen, mit der Literatur, mit der Biografien auseinandergesetzt. Ähm.

[46:32] Ich hatte da so eine Oberfläche irgendwie gelesen, dass das so diese Dramaturgie des Filmes, dass da ja irgendwie auch diese Ehe auseinanderbricht und also Gerda leidet ja unfassbar stark in diesem Film ähm
Beziehung und und an der Tradition und das ist irgendwie was ich am Anfang ja meinte ne? Also der der Film tut ja schon fast als ob es eigentlich nur um Sieg gehen würde bei der ganzen Sache
und das war ja bei den realen Personen gar nicht der Fall, oder? Also ja.

Clara:
[47:01] Also ich ich muss natürlich weder den Einwand machen, wir wissen nicht, wie es tatsächlich tatsächlich war, aber alles, was man kennt, weiß darauf hin, dass die Gerda
wirklich die Lilly die ganze Zeit in der Stützzeit dann an ihrer Seite war. Ähm also die war über mehrere Wochen im Krankenhaus und die Gerda, also Lilli war über mehrere Wochen im Krankenhaus und die Gärtner war fast immer dabei.
Ähm also sie hat sie quasi dann bis zum Tod begleitet ähm sie hat sie immer unterstützt mit allen Maßnahmen und,
ja im Film wird Lilly als Bürde dargestellt und nach dem, was ich äh aus den Originalquellen lesen kann, hat sie das nicht so empfunden damals.

Christian:
[47:41] Und ähm.
Korrigiere mich da auch gerne, aber aber in, in, in, in den, in den Quellen ist es doch irgendwie so oder oder es es gibt die äh Theorien, Interpretationen, dass Gerda ähm lesbisch war.

Clara:
[47:56] Also man kann darüber spekulieren, ob Gerda lesbisch oder bisexuell war. Äh es gibt keine einzige schriftliche Quelle, äh die das irgendwie,
aussagt, man muss natürlich auch sehen, das waren die zwanziger Jahre äh und zunächst in Kopenhagen, konnte man mit sowas überhaupt offen umgehen. Wenn man sich aber ihre Bilder anguckt,
Es wimmelt vor äh lesbische Erotik in diesen Bildern. Es gibt wirklich zahllose Sachen, also nach damaliger Laser wahrscheinlich gehen die Locker in die Pornografie rein,
äh also erotische Darstellung von äh sexuellen Annäherungen zwischen Frauen gibt es reichlich äh und die Figuren in ihren,
Bildern sind auch fast immer Frauen also sie hatte ein sehr.
Ein lesbischer Blick oder ein Blick einer Frau, die vor Frauen steht äh ist, aber wenn man sich ihre Bilder anguckt, äh ist der Verdacht nah, dass sie jetzt nicht einfach nur äh auf Männer stand.

Christian:
[48:54] Und also das, also das das fehlt im Film ja komplett, also da da ähm oder überhaupt irgendwie diese diese,
Diese Möglichkeit
aufzumachen, ne. Also wie du sagst, wenn man das aus den Bildern heraus sieht, wenn's darüber einen Diskurs gibt, habe ich den Eindruck, das ist im Film halt überhaupt nicht wichtig. Diese Möglichkeit aufzutun, weil das würde der eigenen Dramaturgie ja komplett widersprechen
und das meine ich das da geht's schon so los, dass das alles sehr ja äh Hauptsache es ist erstmal irgendwie eine eine also.
Alles irgendwie für diese Geschichte, die da eben auch ähm,
Geschrieben und teilweise umgedichtet und erfunden wird und da leidet dann finde ich der Film halt eben auch sehr stark drunter.

Clara:
[49:41] Es gibt sogar äh Szenen, wo das lesbische ganz bewusst abgelehnt wird im Film. Äh es gibt eine Szene, wo die Gerda, die Lily küsst und wischt ihr vorher den Lippenstift ab.

Christian:
[49:52] Zum Beispiel, ja? Ja.

Clara:
[49:54] Also es wird wirklich auf auf äh eine heteroform äh oder eine hetero Beziehung geglättet.

Christian:
[50:01] Ja. Naja und dann ist natürlich ein, ein, ein, ein riesen Problem bei der ganzen Sache. Ähm die Besetzung von Eddie Redman als Lilly.

Clara:
[50:12] In der Tat, das ist wahrscheinlich das, was am meisten diskutiert wird, inwieweit ist es angemessen, dass eine Transfrau von einem Zissmann dargestellt wird.
Es ist, wenn man in die Filmgeschichte guckt, das absolut häufigste,
das Transfrauen von dargestellt wurden und ich kann mir vorstellen, dass es auch damals hieß, naja, wir kennen ja gar keine Transschauspielerinnen, die das machen könnten, die gibt es sehr wohl, die ist vielleicht nicht so bekannt, aber es gibt,
Reihe. Ähm
Nichtsdestotrotz der Eddi Redman, der spielt diese Rolle ganz fantastisch. Ähm aber was am Ende dabei rauskommt, ist das Bild für die Zuschauerinnen, vor allem für die, die nicht im Thema stehen. Na ja, Transfrauen sind ja nur verkleidete Männer
Und an dem Punkt heißt es halt wieder äh sehr schwierig. Ist auch interessant dabei, äh dass der Tom Huper
der Regisseur hat, hat mit der Trans Community gesprochen, hat sich mit Menschen unterhalten darüber und dann frage ich mich, warum hat er so wenig begriffen? Ist das.
Waren die haben sich die Leute selber nicht so gesehen. Also ich weiß auch aus meiner eigenen Geschichte, dass ich früher viel, viel, viel, viel unkritischer war, hat er es nicht verstanden oder hat das absichtlich so dann.

Christian:
[51:27] Also ich tendiere ja schon zuletzt darum. Also ich ich ähm äh ich ich äh unterstelle Absicht. So ähm aber eben also ne so wie so wie mit Elicia Vikander in der Oscar Nominierung da umgegangen wurde zu sagen.

Clara:
[51:43] Dass es Kalkül ist.

Christian:
[51:44] Ja, also weil Eddie Redman auch aus der Zeit jetzt ähm müsste ich nochmal nachgucken, aber ich glaube, dass er tatsächlich das Jahr davor in Oskar bekommen hat. Ähm,
und dass das halt so ein, ja, Kalkül und auch so ein, so ein wirtschaftlicher Faktor ist, ne? Wir holen uns den größten Star, den wir kriegen können, damit wir schon mal in der Excel-Tabelle ausrechnen können, wie viele
wir verkaufen völlig unabhängig vom filmischen Ergebnis.

Clara:
[52:11] Das kann natürlich sein, eine Transfrau, als Schauspielerin wird wahrscheinlich nie diese Popularität unter dieser Aufmerksamkeit bekommen.

Christian:
[52:18] Es, ist, ist, ist meine Vermutung und ähm.
Da ähm ich weiß nicht, ob du da in der Recherche auch so drüber gestolpert bist. Es gibt halt ähm ich mag diesen Begriff eigentlich gar nicht so gerne. Es gibt dieses sogenannte Oscar-Batting. Ähm oder Oscar Beet, also ein ein Film.
Unterstellt wird ähm.
Auf den Geschmack der Oscar Academy hin zu produzieren, um möglichst viele
Nominierung zu bekommen, um möglichst viele Auszeichnungen zu bekommen und dadurch dann eben auch am an der Kinokasse einfach besser abzugehen. So.

Clara:
[52:57] Das wird auf den ganzen Film durchaus passen. Hey, wir haben ja diese spannende Geschichte und wir
Hollywoodgerecht oder Oscar gerecht, bereiten wir das auch auf und es ist völlig egal, ob das jetzt diese diese Leute betrifft oder nicht, es ist einfach eine tolle Story und äh ja,
So so könnte man das deuten.

Christian:
[53:15] Ich ich habe so ich habe ein bisschen Schwierigkeiten mit mit mit dem Begriff, einfach weil ich auch oft das Gefühl habe, dass der benutzt wird, um
Filme, die einem persönlich irgendwie nicht gefallen in so eine Kategorie abzuwerten und zu sagen, dann muss man sich auch nicht irgendwie mit denen auseinandersetzen. Ähm aber das hat ein bisschen mehr so in dem Film des Kurs. Äh es ist ein bisschen mehr begründet. Ich sehe das hier aber auch. Also ich würde diesen Film
ähm eigentlich dieses Kalkül auch unterstellen. So und nicht, um ihn jetzt irgendwie abzutun, sondern um.
Um das ein bisschen zu verdeutlichen, weil ich glaube schon, dass der also auch die Besetzung von Eddie Redman ähm in der Rolle und ich, also er wurde ja, glaube ich, auch da für den Füllern ausgenominiert und das ist den irgendwie schon sehr,
Ich glaube schon, dass das auch.
Also ich kann mir schon sehr gut vorstellen, wie die Oscar Academy sich mit dieser Nominierung selbst auf die Schulter klopft und sagt, boah, wir haben jetzt ja richtig krass was für die Trans Community getan, weil wir haben jetzt den Edi Redmain in dieser Rolle nominiert und das ist ja.
Ne

Clara:
[54:15] Ich glaube, er wurde auch als bester Hauptdarsteller nominiert. Eigentlich wär's ja die beste Hauptdarstellerin.

Christian:
[54:20] So und da geht's schon wieder los, ne. Also das äh und und gerade die Oscars, die auch in den, also die, die Academy, die Oscar vergibt, so die ist in den letzten Jahren ja wirklich auch sehr, sehr stark in die Kritik geraten. Ähm,
unter anderem auch für solche Aktionen und für solche.
Für so ein Selbstverständnis und ähm ich glaube, da ist auch das Jahr zweitausendfünfzehn sechzehn so, wo der Film rauskam, auch sehr sinnbildlich dafür. Also den Film kannst du so heute nicht mehr machen.
Also den konntest du damals eigentlich so auch nicht machen, aber damals hat sich dann irgendwie die Academy noch gegenseitig auf die Schulter geklopft und heute ist das also heute, heute würde das so gar nicht mehr gehen.

Clara:
[54:59] Glaube, das Jahr zwanzig fünfzehn ist doch ungefähr so ein ein Kipppunkt, was Transvisibility angeht und und die die Lautstärke der Community, dass einfach man sie hat plötzlich eine eigene Stimme gehabt.
Hat viel mehr viel mehr Sichtbarkeit äh bekommen. Also bis dahin äh,
Gab es nicht so dramatische Veränderungen. Äh es gibt furchtbar viele furchtbar schlechte Repräsentationen. Äh sicher auch eine Hand voll guter. Aber seitdem ist sehr viel passiert,
Und da ist wirklich zwanzig fünfzehn so ein bisschen ein ein Kipppunkt. Es gab zwanzig vierzehn äh aufm Time Maga gesehen, damals die Schauspielerin, die Transist, die
Botan drauf stand, also das passt exakt dahin und verschiedene andere Sachen, die zu dem Zeitpunkt,
aber ein Catering war aufm Cover von Benny Fair und irgendein anderes Magazin hat das auch so zum äh,
Thema erhoben für das Jahr waren neue Serien äh die Transthematisierten und,
ist doch viel passiert. Ich weiß nicht, ob der die Tradition der ersten Schwester, ob die auch in der Zeit genau war. Also.
Also seitdem ist ist viel passiert und zwanzig fünfzehn war's halt gerade vielleicht noch noch möglich sowas zu machen.

[56:17] Es gibt immerhin aber äh zwei kleine Transdarsteller innen in Nebenrollen. Die würde ich gern trotzdem erwähnen.
Da haben's dann doch zwei Transporter geschafft, aber es sind wirklich ganz kleine Rollen. Es gibt in der Kunstschaustellung in Paris äh Jake Wolf,
Äh das ist ein Transmann, der dort eine kleine Nebenrolle hat und in Dresden im Krankenhaus gibt es eine Krankenschwester, gespielt von der Rebecca Routh. Das ist ein Transfrau.
Ganz kleine Rollen, aber möchte ich nicht unerwähnt lassen, wenn wir über das Thema sprechen.

Christian:
[56:49] Hm? Ja und äh wir haben uns ja wie gesagt bei diesem Lattox Preview ein bisschen ein bisschen orientiert und da hast du ähm ein paar sehr schöne ähm Stichworte rausgegriffen. Also alles unter diesem Deckmantel ähm.
Du hast es ja auch gesagt, so gefährlich. Der Film hat gefährliche Aspekte, es gibt gefährliche ähm Narrativen in diesem Film, gefährliche Aspekte in der Erzählung und da wollen wir mal so ein bisschen durchgehen, was was.
Was für Momente es da gibt. Ähm vielleicht magst du damit mal anfangen.

Clara:
[57:19] Okay, der der erste und vielleicht ganz grundlegende Punkt ist das Thema Det Namen und Missgenerving. Also zum einen wird ständig der männliche Name benutzt und sie wird auch ständig als Ehre angesprochen von den verschiedensten Figuren,
hat natürlich auch historische Gründe, ähm aber dadurch, dass der Film ständig eben den männlichen Namen verwendet und von ihm spricht, und zwar
Querbeet von allen Beteiligten wird diese falsche Ansprache normalisiert. Äh und eine Transfrau ist eben eine Frau. Das ist kein Mann, der tut als wäre eine Frau oder sich fühlt wie eine Frau oder gern eine Frau, werden wir als eine Frau. Eine Transfrau ist eine Frau. Und ist das Mindeste an Respekt
dann wirklich von ihr zu sprechen und den gewählten Namen verwenden. Stichwort dazu ist Selbstbestimmung.
Es gab jahrhundertelang oder sagen wir ein Jahrhundert lang eine massive Fremdbestimmung äh und eben.
In den letzten Jahren, wo die äh die Kommentare eigene starke Stimme entwickelt hat, ähm.
Ist auch das Thema Selbstbestimmung sehr viel präsenter und lauter geworden.

[58:24] Der nächste wesentliche Punkt ist, es wird einen ganz großen Stil Gateing betrieben. Äh was ist damit gemeint?
Es steht Lilly nicht etwa zu von sich aus zu entscheiden was sie machen möchte und so weiter. Nein sie sie darf nur existieren über jede Menge weil was ist was ist der deutsche Begriff so Torwächter glaube ich.
Und die sind alle, das sind keine Transfiguren dabei,
und das entspricht auch ziemlich genau der der realen Situation. Also Transmenschen dürfen eigentlich nur existieren, wendet sich zahlreichen Regularien unterwerfen. Es gibt keine Selbstbestimmung
Du brauchst Gutachter, du brauchst Ärzte, du brauchst Gerichte äh und Gelegenheit zum Teil sehr strenge, binärer und zum Teil sogar sexistische Kriterien an
Nur dann kann ich diesen Weg beschreiten. Äh.
Noch weiter zugespitzt, muss man fast sagen, gültig und akzeptiert in der Gesellschaft, wird wirklich nur, wer hübsch und überzeugend ist. Also das Stichwort Pacing, was auch ein sehr binäres Konzept ist, äh uneindeutigkeit oder,
selbstbestimmt einfach irgendwas machen ist sehr, sehr schwierig. Und und das macht der Film an vielen Stellen. Der wichtigste Gate-Keeper ist die Gerda.
Lilly, die bremst die Lilly, die sie erlaubt ihr Dinge, sie sie verbietet ihr Dinge, sie verteidigt sie und Lilly ist die, die sich immer zufügt. Ähm.

Christian:
[59:40] Ja also da kommt auch der Punkt, dass ich sage, da, da, da kann man ja schon davon sprechen, das ist eigentlich ein Film über Gerda ist, also die Art und Weise, wie wie
Lilly's Geschichte erzählt wird, ist eigentlich immer irgendwie in Bezug zu Gerda, was macht das mit Gerda? Ist das für Gerda gut, ist es für Gerda schlecht, wie steht sie dazu, erlaubt sie das, erlaubt sie das nicht? Und dieses
dieses Gerangel irgendwie zwischen den beiden und eben aus der Position von Gerda ist halt so der der ja auch der
der erzählerische
null Punkt irgendwie und das finde ich, macht's halt auch total problematisch. Also Lilly wird das so oft an die Seite gedrängt so, also sie ist halt eher die neben jedem Darstellerin in diesem Film, der ja eigentlich ähm.
Der eigentlich ihre Geschichte sein sollte, ihr ihr Film sein sollte. Ich glaube auch, ähm.
Also der Titel wird ja im Film einmal erwähnt.
Und meint tatsächlich Gerda.

Clara:
[1:00:47] Das nee, das denke ich nicht, weil das, das ist der Titel des Romans von David Eberschaft, der heißt auch äh und da wird ja die äh die Gärte als amerikanische Malerin verwendet, also kann nur die Lilly gemeint sein.

Christian:
[1:01:01] Ja, aber im Film gibt's, ich ich muss jetzt nochmal nachgucken. Das war ähm, wie hieß er denn noch? Das war Hans, glaube ich
in einem Büro sitzt,
und Gerda wollte irgendwie, glaube ich, zu ihm irgendwie um, glaube ich, ähm also Hans ist ja ein auch noch ein ein alter äh äh Freund von Lilly aus, aus Kindestagen und da gibt's irgendwie diese diese Verbindung und ich glaube
Kerda geht irgendwie zu ihm
und will mit ihm sprechen und er ist aber noch irgendwie in einer in einem Telefonat. Und ich glaube, er legt das Telefonat auf irgendwie mit ähm also so sinngemäß auf Englisch, äh hier, ich äh kann jetzt nicht mehr weiter telefonieren. Der ist total
und legt halt auf und geht zur Gerde, also.
Kann sein, dass ich das, dass ich das falsch in Erinnerung habe so. Ich will ja meine Hand jetzt nicht für ins Feuer legen, aber ähm äh ich.

Clara:
[1:01:52] Mir ist es nicht bewusst, also wenn's nach mir ginge, könnte man das eigentlich so dänisch Girls nennen, weil.

Christian:
[1:01:57] Noch besser.

Clara:
[1:01:59] Das wäre mein Wunschtitel für den Stoff, glaube ich.

Christian:
[1:02:01] Ja ja noch besser, aber aber genau ja, also Gerda hat auf jeden Fall eine eine Position, eine sehr, sehr mächtige in der Erzählung sehr, sehr mächtige Position. Ähm.

Clara:
[1:02:14] Ja ich ich finde auch, dass der das im Film werden, die Gefühle von Gerda immer über die Gefühle von Lilly gestellt.

Christian:
[1:02:20] Hm, hm.

Clara:
[1:02:21] Ich meine, es ist ja okay, wenn der Film das erzählen will, aber dann soll er nicht so tun, als ob es ein Film ist über Lilly. Ähm.

Christian:
[1:02:31] Äh genau, wir waren aber noch beim beim Gatekeing, also Gerda als als oberste Gate-Keeperin, genau.

Clara:
[1:02:38] Dann gibt's natürlich auch die ganzen Ärzte, äh die dann vor allem alle möglichen pathologischen Konzepte bringen. Äh es basiert durchaus auf der Realität. Äh gerade in dieser Zeit wurde das äh und und
bis ja eigentlich bisschen, bis in die Gegenwart wird das ganze Thema sehr pathologisierend betrachtet. Äh aber der Film greift halt hübsch alles auf, anstatt er das irgendwie normalisierend äh
darstellt, nein, werden hübsch alle Pathologisierungen aufgegriffen, also sie wird als äh ich glaube, Pervers wird genannt und abnormal und und was nicht alles auftaucht,
ähm das ist,
sei, dass es äh irgendein Geisteskrankheit sei und und was nicht alles. Ich glaube, da kommen wir noch auf verschiedene Punkte davon.

[1:03:19] Ähm das das Problem bei diesen Dingen ist, äh dass es Auswirkungen hat, also,
Der Film zeichnet ein Bild und dieses Bild kommt in den Köpfen von Menschen an. Ähm und,
Menschen treffen dann vielleicht Entscheidungen, die wiederum das Leben von Transmenschen beeinflussen. Konkret passieren halt Dinge, dass politische Entscheidungen geschehen,
Transmenschen das Leben schwer machen oder zumindest nicht leichter machen, die haben in der Vergangenheit schon sehr hohe Hürden gehabt, um einfach leben zu dürfen äh und es bis heute zum Teil,
Wird das nicht verbessert? Ähm also wieder das Thema Selbstbestimmung, wird dadurch ausgebremst,
ich greife ganz kurz auf dazu eine Aussage aus der.
Dem Einstieg in der äh äh der Dokumentation Disclosure, die zwanzig zwanzig auf Netflix erschienen, also eine ganz spannende äh Dokumentation
Repräsentation von Transfer und in Hollywood der letzten hundert Jahre ungefähr
Und da ist die Aussage drin, etwa achtzig Prozent aller Menschen sagen, sie kennen keinen Transperson persönlich. Woher holen die sich dann ihr Bild,
Massenmedien und Filme und Bücher. Äh deswegen ist das, was in den Filmen gezeichnet wird, hat dann Auswirkungen, gerade wenn es ein halbwegs populärer Film ist, wie der, über den wir sprechen.

Christian:
[1:04:37] Mhm. Der Film, der Film ist da ja selber auch wie so ein wie so ein wie so ein Gatekeeper, ne. Also der Film
äh vermittelt oder ja, Streitthema, aber der Film thematisiert Lilly Elbe und tritt dabei ja selber wie ein Gate so für den Mainstream auf. Und das ist ja auch sehr, also ist sich dieser Gate-Keepingrolle vielleicht selber auch gar nicht,
oder überhebt sich so.

Clara:
[1:04:58] Grade mit dem Abspanntext, der hinten am Ende kommt, wirkt das so ein bisschen. Guckt mal, wir zeigen euch, wie die Geschichte war und jetzt hier, wir haben was für die Trans Community.

Christian:
[1:05:05] Wo ist unser Oskar? Ja.

Clara:
[1:05:07] So
Es gibt eine einzige Sache, wo Lilly selbst bestimmt entscheidet, wo sie nicht macht. Und das ist nämlich die Entscheidung zu der zweiten Operation, die sie macht. Und dafür muss man mit dem Tod bezahlen,
Was was für eine Erzählung. Das ist aber auch wieder ein klassisches Narrativ in in vielen so aus queeren Kontexten.
Äh gibt's zwar als Stichwort dazu für diesen oder dieses Narrativ? Äh das Quere Figuren ganz oft äh sterben müssen in Filmen und Serien und so weiter. Und genau das wird hier auch bedient.

Christian:
[1:05:40] Hm, ja und, und, und wieder aus Last, ne, so, der, der Tod als Bestrafung, also, ähm.
Damit kommentiert der Film ja eben, wie du sagst, diese einzige freie Entscheidung äh und das ist ja eben auch sehr ähm ja, sehr problematisch.
Ja, dann hast du noch die, die, das Stichwort Trans als Performance.

Clara:
[1:06:02] Genau, äh denn äh finden im Film wird so getan, als es Trans sein eine Sache von Performance, von Inszenierung, von Spiel, von irgendwelche,
und auch so wird Lilly dargestellt, also wird als Lilly ist nur eine Inszenierung. Es geht nicht darum, dass sie das ist, dass es ihr Sein ist, sondern dass es nur ein Spiel ist. Und das spricht eben Transmenschen ab, dass das ihre Identität ist, dass sie das sind.
Natürlich gibt es eine Performance, äh natürlich ist das ein Teil unseres Lebens, dass wir uns inszenieren und darstellen, aber das hat nichts mit der Identität zu tun. Das ist eine Sache, die oben drauf oder außen herum kommt.
Selbst wenn jetzt Lilly komplett allein für sich wäre, völlig unabhängig davon, wie sie gerade aussieht und was für ein Kleid sie an hat oder eben was sie nicht anhat und wie sie sich verhält, sie ist immer noch.
Und der Film ähm.
Legt er auch großen Wert auf die Kostüme und das ist auch ein Aspekt, der dann diesen Performance äh diese Darstellung als Performance sehr betont.

Christian:
[1:06:58] Das macht er ja auch irgendwie so eine so eine Montage, wo es eben darum geht, wie sich Lilly zu bewegen lernt und äh mit mit entsprechenden Mode-Accessoires umgeht und was dir auch gesagt hat, der Lippenstift immer auch wieder als Symbol und
ähm ja.

Clara:
[1:07:17] Mein Geschlecht, das ist ein vielschichtiger Begriff und das hat viele Ebenen oder viele Dimensionen und
Die Performance oder die Inszenierung ist natürlich ein Teil davon. Ich inszeniere mich in meiner Rolle. Aber das ist nicht, was Trans ausmacht.
Es ist eine Frage der der Identität oder meines so seins. Äh vielleicht ist das was vergleichbares, was auf einer Bühne passiert im äh Stichwort Drag. Äh aber es ist auch Inszenierung, wenn sich ein Tagesschausprecher vor die Kamera setzt,
also
einer den der Bekannten, der ist dann aber auch zum Beispiel ein Triathlet. Äh und das ist eine andere Inszenierung von ihm, wenn der auf seinem Fahrrad, auf seinem Triathlon-Fahrrad sitzt, äh,
Inszeniert er sich sozusagen als Sportler und ist trotzdem der gleiche Mensch.
Oder ist es auch Inszenierung, wenn die Chefin ins Büro geht, wie sie sich dann kleidet und und gibt oder wenn der Feuerwehrmann äh unterwegs ist und so weiter. Das das sind alles auch Inszenierungen, aber
Das ist nicht die Identität.
Es ist ein komplexes Konstruktgeschlecht. Es hat wirklich viele Ebenen. Äh das würde jetzt auch zu weit führen, glaube ich, dass das Auseinander zu nehmen. Bin ich vielleicht auch nicht die Expertin dafür.

Christian:
[1:08:24] Also auf jeden Fall aber ein Aspekt äh hier in diesem Film, also.

Clara:
[1:08:29] Und und es halten eben nicht die Kleidung, es ist nicht die Gestik und es ist nicht die Stimme, die das Geschlecht ausmachen. Das sind Attribute, äh die man verwendet oder mit denen man spielen kann,
aber das sind halt Dinge, die die obendrauf kommen, auch auch eine Transfrau mit einer sehr tiefen Stimme, weil das einfach die die Biologie halt so,
kaputt gemacht hat, wenn nicht bösartig das sagen mag, äh ist trotzdem eine Frau. Äh.

Christian:
[1:08:53] Hm. Ja, das ist das ist also der Film spricht das ja teilweise auch so laut aus. Ähm gerade in dem Streit
ähm ähm spricht da auch irgendwie von dem Spiel, wirft es Lilly vor und sagt das Spiel ist vorbei äh.
Diese Vokabeln fallen da ja auch ähm.
Fallen da ja auch direkt und und ähm dass also der Film ist da ja, das mache ich auch mit der Oberflächlichkeit, der Film ähm.
Suhlsicher irgendwie auch schon fast in Kleidung, also reduziert das alles auf so eine körperliche
Ebene und und und das fand ich auch sehr, sehr unangenehm und das hat mir auch echt ähm also da fehlt es dann
Also der Film bleibt auf diesen oberflächlichen, äußerlichen Ebenen und schafft es halt nicht.
Zu gehen und tiefer zu schauen und auch ausdehnen, also auch aus Lillys Personen heraus.
Zu erzählen und zu zeigen und auch Gefühlswelten näher zu bringen, weil immer alles an der Oberflächlichkeit ähm abprallt und.
Das ähm ja, dass das fand ich halt eben auch, also ich fand schon fast eine Leistung, das nicht zu tun. Also,
Das ist schon echt bemerkenswert, wie viel Anstrengung eigentlich gemacht wird, ähm diese Arbeit zu verweigern in diesem Film. Und sich eben nur auf diese Oberflächlichkeiten zu reduzieren. Also das ähm das fand ich halt auch schon krass.

Clara:
[1:10:23] Ich meine, es es sind hübsche Kleider und äh hübsche äh die Perücke und und das Make-Up und und so weiter. Es ist es ist schön gemacht und schön dargestellt, aber wie du so schön sagst, es bleibt alles auf der Oberfläche.

Christian:
[1:10:37] Ja, also das ähm.
Und das ist auch die Aufgabe von Filmen. Also tiefer, tiefer zu schauen und eben nicht nur an diesen Oberflächen irgendwie zu bleiben. Also das das bei allen anderen Geschichten und bei allen anderen ähm,
Persönlichkeiten und eben auch so diese diese historische Komponente ist, dass also gehört das einfach auch dazu. So und das ist halt
Wenn ich so drüber nachdenke, so so andere Biopics, die die scheitern auch oft einfach daran. So, dann geht's irgendwie darum, die drei großen Hits des bekannten Musikers irgendwie einzubauen und dann gibt's vielleicht irgendwie noch den einen äh bekannten Auftritt äh im Stadion, der dann irgendwie gezeigt wird und zack haben wir das Biopic, aber
ähm wer dieser Mensch dahinter war, ähm das bleibt halt einfach oft,
außen vor, so ja.

Clara:
[1:11:27] Ich habe mir noch noch eine Notiz gemacht zu diesem Thema Trans als Performance. Ähm es wird ja hier eingeführt, dass Lilly entsteht in dem Moment, wo sie Modell sitzt.
Ähm interessanterweise im im Film ist es immerhin,
nachher so aufgebrochen, dass es eine Verbindung in die Vergangenheit gibt, dass es da schon mal einzelne Erlebnisse gab, die zeigen, dass äh das wohl schon länger da ist. Ähm im historischen Roman, interessanterweise,
tut das Buch tatsächlich so, als ist Lilly da erst entstanden,
was ich immer wieder auch sehe sind Interpretationen ihres Lebens auf Basiszeit des Originalbuches, dass die Lilly erst dadurch entstanden ist,
Also das machen vielleicht nicht Transmenschen, aber Zwissmenschen haben da den Eindruck, ja Trans entsteht dann halt durch solche Erlebnisse. Man man wird nicht Transfer, man sich mal ein Kleid anzieht.
Äh äh man wird nicht zur Frau, also ein ein äh jemand, der biologisch männlich ist, wird jetzt nicht äh zu einer Frau, nur weil er sich mal ein Kleid anzieht. Das äh ist ein sehr schwieriges Narrativ an dieser Stelle. Im Film ist das ein bisschen.
Ein bisschen entschärft würde ich sagen aber ich ich sehe immer wieder, dass das so interpretiert wird, also ist auch ich habe ja vorhin gesagt, es sind Filmen.

Christian:
[1:12:44] Mhm.

Clara:
[1:12:45] Ähm was ich ansonsten auch an Literaturkenne darüber. Das ist alles von Sissmenschen gemacht.
Also sowohl die akademischen Auseinandersetzungen als auch Texte, die darüber sind und so weiter. Und ich habe manchmal den Eindruck, sie verstehen's einfach nicht. Die sind der Meinung, so so ist sie zur Transfrau geworden, weil dann die Frau gesagt hat, komm, zieh das Kleid mal an, ich brauche ja ein Modell und.
Das ist grob falsch.

Christian:
[1:13:10] Ja und das das ähm das meinte ich auch vorhin schon so, dass dass,
reduziert Komplexität, um einen filmischen Moment zu erschaffen,
also grad so so glatte Hollywoodfilm narrative funktionieren ja oft über den Wind des Schicksals
und aus einem Zufall entsteht dann eine ganz mächtige Geschichte und ist eine Verkettung von Ereignissen und wäre jetzt dieser eine
eine Moment nicht passiert, dann wäre ja die ganze Geschichte nicht passiert und so wird das ja hier auch äh
runtergebrochen und runter reduziert, ne? Also wenn jetzt dieses Modell an dem einen Tag
Gekommen wäre, einfach nur zwei Minuten später, so wäre dann diese ganze Geschichte sich so myste Gerda dann so leiden, als die Ehefrau und ähm das ist halt eben auch sehr.

Clara:
[1:14:03] Es gibt zwei oder drei Zwischentöne, wo man merkt, das geht in die Vergangenheit eigentlich zurück, aber es ist schon erstmal plakativ so dargestellt, dass Lilly entsteht in dem Moment, wo sie da Modell sitzt. Ich weiß nicht, wie du das wahrgenommen.

Christian:
[1:14:15] Also
also filmisch also der Film liegt da ja sehr großen Wert auf auf diesen Moment und was ich tatsächlich auch dem Film dann wieder vorwerfe, also du du ähm betonst zwar, dass es diesen Rückgriff auf die Vergangenheit gibt, aber ich glaube, wir sehen das ja kein einziges Mal.

Clara:
[1:14:31] Es hat erwähnt hier und da.

Christian:
[1:14:33] Genau, es wird über Figuren erwähnt, die dann aus der Vergangenheit kommen und sagen, ah ja, da gab's früher, ich erinnere mich an eine Geschichte, da hast du irgendwie die Schürze deiner Mutter getragen und ähm,
Also da müsste man halt auch sagen, ja, dann zeig uns das. Also gib uns auch die Bilder dafür und nicht nur also weil ich als Zuschauer ähm.
Also, das will ich ja sehen. Also das ist darum geht's ja in einem Film, ich will ja die Bilder sehen der Geschichte, die ich da erlebe und nicht nur irgendwelche ähm
Anekdoten aus zweiter Hand äh erzählt bekommen. So und das also verstehe ich auch nicht, warum man da nicht irgendwie mit Rückblenden gearbeitet hat, weil also das machen Filme ja ständig.

Clara:
[1:15:13] Es ist, glaube ich, was die Quellen angeht, gar nicht so leicht, das rauszubekommen,
da weiß ich jetzt auch nicht, inwieweit die die Drehbuchautoren Zugang zu zu Materialien hat,
äh denn tatsächlich in dem in der, ich sage mal Autobiographie, es steht mehr oder weniger drin, äh genau diese Szene, also die äh die Analysten, das war eine prima Ballerina, glaube ich,
konnte an die oder eine Stadtschauspielerin, die konnte nicht und dann hat die Lilly Modell gesessen und so entstand sie und sie hat das auch
U so widerwillig gemacht und so weiter und äh es gibt einen einzigen Bericht von einer Freundin, der Familie, äh also die war mit mit äh,
befreundeten Ehepaar, die hießeni und die Frau, die Elen Allahtini, hat neunzehnhundertneununddreißig Lebenserinnerungen geschrieben und ein Kapitel in dem Buch äh beschäftigt sich mit mit der Geschichte von Lilly.
Glaube ich, fast die einzige Sekundärquelle aus der Zeit, die existiert. Und die erzählt,
dass nach einem ganz kurzen Moment die Lilly großen Gefallen daran hatte, das zu machen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit dann.
Das wiederholt hat, was sehr viel deutlicher zeigt, das war was, was in in Lilly als schon da war,
Und in dem Moment, wo es eine Möglichkeit gab, das auszuleben, hat sie sofort die Chance ergriffen. Das ist,
relativ bald, nachdem geheiratet haben in jungen Jahren und das entspricht sehr viel mehr einer typischen Transbiographie, wo man das das Thema ist schon sehr früh angelegt.

[1:16:42] Äh man versucht es zu verbergen und das wahrscheinlich vor achtzig, neunzig Jahren war das noch viel, viel krasser, als heute oder hundert Jahre sind's eigentlich ja nur das zurückgeht. Ähm,
und wenn's dann aber doch eine Gelegenheit gibt, dann muss ich das bahnbrechen kann, dann entwickelt das eine Dynamik, die du kaum noch aufhalten kannst.

Christian:
[1:16:59] Hm?

Clara:
[1:17:00] Dass es viele plausible als das was das die Autobiographie erzählt und und was dann auch so halb der Film erzählt.

Christian:
[1:17:07] Hm. Ja, dann hast du noch das Thema Trans als Fetisch in der Liste.

Clara:
[1:17:14] Richtig. Wir haben wir haben ja schon darüber gesprochen, dass der Film viel Wert auf Kostüme legt, äh aber es geht noch darüber hinaus
finde ich. Es gibt etliche Szenen, in denen sehr explizit der Blick auf einzelne Kleidungsstücke gerichtet wird. Oft in Nahaufnahmen. Da gibt's so so mit Schärfen und Schärfen
mit,
auch von Lilly selbst, blicke auf auf das Kleid, auf die Strümpfe, auf die Stiefel, auf das Top äh und so weiter. Äh und ich finde, das bedient ein bisschen das Narrativ, dass es zum einen um verkleiden geht,
Also es ist wieder die Kleidungsstücke im Vordergrund stehen und auch ein bisschen um den erotischen Aspekt geht. Äh,
und äh das sorry, das delegitimiert das Dransein ein Stückchen, indem man das halt so tut, das ist ein Fetisch, da geht's um die Kleidungsstücke und so weiter und,
sagt, es geht darum, dass sie eine Frau ist und einfach äh vielleicht ein bisschen neidisch darauf schaut oder so. Also da ist die Darstellung ein bisschen schwierig, finde ich.

Christian:
[1:18:08] Hm
Das meine ich ja auch, dass der Film da so an der Oberfläche irgendwie also sich an Oberflächlichkeiten eben auch einfach nur äh abarbeitet und eben auch nicht
Keine Fragen daran irgendwie stellt, also kein ernstes, kein ernstes Versuch des Verstehens macht, finde ich, sondern eben ja.
An Oberflächlichkeiten auch hier bleibt. So. Ja.

Clara:
[1:18:35] Würde mal weitergehen zum zum nächsten Punkt, äh der auch.

Christian:
[1:18:37] Ja, ich habe das Gefühl, es wird hier immer schlimmer, aber ja.

Clara:
[1:18:41] Nee, ich glaube, nach dem nächsten ist es dann kommen noch zwei, die da nicht mehr so so krass sind, aber der nächste Punkt ist nochmal ein sehr ein sehr schlimmer oder ein sehr gefährlicher Snap-Matie. Weil Trans wird den ganzen Föhn dargestellt, als sei es über eine Form von Krankheit, etwas pathologisches,
und es gibt ganz verschiedene Variationen wie das dargestellt wird, dass Trans, was was krankes ist oder.
Wie eine Krankheit ist. Es wird dargestellt wie eine Dissoziation, also dass zwischen einer und Lilly, äh dass das gespaltene Persönlichkeiten sind, also eine,
Dessoziationen. Ähm dann gibt es den den Aspekt des Nasenblutens und der Bauchschmerzen ähm,
Also es wird mit mit Schmerzen und mit Blut verbunden. Äh übrigens, das sind aber Dinge auch, die im Originalbuch auftauchen, aber ähm trotzdem ist eben so ein so das ist so ein Narrativ.
Von den Ärzten wird es als Verrücktheit, als pervers, nee, ich glaube, Verrücktheit macht auch, sagt auch die Gerda selber. Also, es wird als Verrücktheit dargestellt, als eine Perversion, es werden die Begriffe abnorm und absurd verwendet. Ja, und schließlich muss die Lily sterben, dafür, dass sie Trans ist.
Dran sein, eine tödliche Krankheit. Also das ist, das ist ganz krasses Bild, äh.

Christian:
[1:19:51] Ich glaube, dass Gerda sogar ähm also Lilly macht ja sogar irgendwie eine Strahlentherapie.
Im Laufe des Filmes
und ja, da spricht er, glaube ich, auch irgendwie so, also die schlägt das halt vor, das zu tun und ich glaube, sie sagt auch irgendwie sowas wie, ja, das machen wir jetzt mit dir, damit das Schlechte aus dir verschwindet oder irgendwie sowas. Also
Es ist also es ist enorm auch wie der Film das nicht nur zeigt andeutet, suggeriert, mit Bildern spricht, sondern dass teilweise ja wirklich den Leuten in den Mund legt
Also wirklich laut ausspricht und auch eben auch über Gerda, auch dazu dieses, so diese Rolle von Gerda im Bezug zu Lilly und dann sagt sie, als solche Sachen, ne? Und das ist schon
Nicht, echt heftig und echt übel.

Clara:
[1:20:45] Also auch da muss ich wiederum dazu sagen, das ist entsprechend realen Ereignissen äh,
Lilly hat sich damals verschieden Behandlungen unterzogen, weil man halt dachte, man kann es irgendwie äh beseitigen oder heilen oder und so weiter. Und einer der Wege war Strahlenbehandlung, die zu dieser Zeit,
also eine Bestrahlung mit mit Röntgenstrahlen, eine Art von Behandlung für verschiedene Krankheiten war. Man hat halt erst später begriffen, äh dass das eigentlich krank macht,
aber in den zwanziger Jahren meinte man halt damit gewisse Krankheiten behandeln zu können.
Möglicherweise hat aber auch das zum Beispiel ein Krebs ausgelöst, äh an dem sie dann später gestorben ist. Und das wissen wir aber einfach nicht. Da haben wir keine Unterlagen. Das ist reine Spekulation. Ähm aber es wird halt einfach dargestellt und dann halt,
so thematisiert, dass möge aus ihr verschwinden und das nicht irgendwie in den Kontext gestellt oder erklärt oder oder relativiert und so weiter.

Christian:
[1:21:45] Hm. Ja, dann geht's ganz, ganz viel um Körper in diesem Film.

Clara:
[1:21:53] Genau, äh wir haben ja vorhin schon ein bisschen gesagt, dass Geschlecht viele Dimensionen hat und natürlich ist so das das äh.
Einfachsten fast die Gang am einfachsten fassbare Dimension sind ist das körperliche und darum wiederum die Genitalien, denn selbst das körperliche Geschlecht hat ja viele Ebenen, äh was im Körper alles stattfindet, was nachher,
zum Geschlecht schürt. Ich meine bei bei.
Fünfundneunzig, neunundneunzig, achtundneunzig brutal der Menschen ist es so, dass das recht eindeutig ist, aber es ist ein komplexer Prozess bei äh bei der Entwicklung des des Menschen oder des des des des Babys.
Ähm dass das richtige Geschlecht oder das eindeutige Geschlecht äh Geschlecht herauskommt. Also da gibt's sieben oder acht verschiedene Ebenen, die das schon mal auf körperlicher,
Seite stattfinden und auf allen können Dinge passieren, wo es dann uneindeutigkeiten entstehen und so weiter. Aber das, was am sichtbarsten ist, sind natürlich die Genitalien
und darauf wird in dem Film das Geschlecht auch eigentlich reduziert. Ähm.
Krass ist diese Tackingsszene, also Tacking nennt man diese Praxis, dass der Penis dazwischen die Beine gelegt.

[1:23:03] Dazu kommt auch eine ganz dramatische Musik, die so richtig in your Face ist.
Äh finde ich, finde ich sehr problematisch und und dadurch, dass das äh Geschlecht auf die Genialen reduziert wird, wird halt so getan,
oder wird zementiert eigentlich der Blick darauf, dass Transmänner und Transfrauen Menschen zweiter Klasse sind, dass sie eben keine richtigen Männer oder richtigen Frauen sind.

Christian:
[1:23:26] Da gibt's am Anfang auch eine Szene zwischen Gerda und Lilly im Bett und Gerda ist komplett nackt und ähm Lilly eben nicht. Und das ist so, das ist auch also.
Der Film betont da halt auch in der in der in der Bildsprache sehr ja.

Clara:
[1:23:45] Ist ja sie hat, ist natürlich eine Frau und die andere ist nur nur Qua Verhüllung vielleicht deine Frau.

Christian:
[1:23:53] Ja und und also auch also total plump und total ähm wie du sagst, also das das ähm.
Also mir fehlen da die Worte, weil das weil weil der Film einfach so, das meine ich auch am Anfang so ein bisschen in der Inszenierung. Das ist halt das Gegenteil von subtil
Also ganz viele Aspekte in diesem Film, auch in der Bildsprache, äh sind halt überhaupt nicht subtil oder überhaupt nicht ähm ähm also
Der Film kennt auch keine Zwischentöne irgendwie oder oder keine keine, ja,
im filmischen irgendwie keine Komplexität, sondern reduziert halt auf ganz krasse, einfache Bilder ähm und erzählt damit dann eben sehr, sehr problematische Aspekte.

Clara:
[1:24:38] Ich meine, wenn man in die Filmgeschichte guckt, ist es oft vorher noch viel schlimmer gewesen. Äh also vielleicht bin ich auch abgestuft, was das angeht, weil ich schon so viel noch viel schlimmere Sachen gesehen habe,
äh also es gibt viele historische Filme, also mit historisch meine ich einfach älter als dieser Film.
Ähm wo wo halt eine Frau ist und dann stellt sich raus, eine Transfrau und dann alle bezeichnen sie plötzlich in dem Moment, als Mann, wo klar ist, die gehen in Italien sind männlich. Also es.
In dem Vergleich dazu ist das hier total subtil.

Christian:
[1:25:08] Ja

Clara:
[1:25:10] Ähm ja und es gibt noch einen zweiten Aspekt, wo Geschlecht auf Körper reduziert wird und das ist nämlich das Thema der Operation,
das ist interessanterweise auch etwas, was in der Trans Community ganz stark vertreten, vielleicht vor einem vertreten wurde. Ich kenne ja nun sehr viele Autobiografien auch,
Ähm die erzählen, was auch dieser Film macht,
Die Frau entsteht in dem Moment, wo die Operation stattfindet. Erst dann wird die Weiblichkeit möglich. Also es wird immer so als als der,
Höhepunkt oder der nee der der Wendepunkt des Lebens dargestellt. In dem Moment, wo sie operiert ist, ist sie eine Frau. Bis dahin war sie ein Mann. Äh,
und das machen auch viele Transpersonen oder haben's zumindest früher gemacht.
Und es ist halt hochproblematisch, wenn Trans auf diese eine Operation reduziert wird.

Christian:
[1:26:02] Es macht der Film ja eigentlich auch.

Clara:
[1:26:04] Eben, das will ich ja sagen.

Christian:
[1:26:06] Ja, also aber
also um dann, das fällt mir jetzt auch noch erst mal auf, um dann ja eben auch durch die letzte Operation, also der, da, da kommt ja eben auch noch mal so dieses bestrafende Element halt irgendwie rein, ne, also das verweigert dann ja in der eigenen Logik
ähm.
Auch auch also noch deutlicher geht's eigentlich, es verweigert ja eigentlich die die Weiblichkeit bei Lilly, weil diese Operation halt nicht funktioniert, also weil sie danach ja stirbt.

Clara:
[1:26:33] Also ich glaube bei der zweiten Operation ging es eben um die äh Implantierung von einem Uterus. Ähm.
Wenn man das Originalbuch liest, kommt das äh ist es auch sehr stark gefangen in in Rollen, Erwartungen, Rollenvorstellungen der Zeit,
die die Operation ist glaube ich schon die erste im Film. Äh interessanterweise ist aber auch dann erst der Punkt, wo alle plötzlich,
sie zu Lilly sagen, so vorher sagt zwar wie auch der Arzt immer ich kenne Männer wie sie.
So weiter. Hinterher ist dann plötzlich sie. Also das ist ein ein Kipppunkt äh wie überlegig gesprochen wird,
Und interessanterweise auch, das ist aber in der unterschiedlichen in verschiedenen Ausgaben, in den Originalbüchern. Ähm nach der Operation ist es auf einmal sie und vorher ist es eher.
Und auch die gesamte oder fast die gesamte historische Presselandschaft über Transpersonen äh macht das genau daran fest.
Zur Frau wird man, wenn man die Operation macht oder halt auch umgekehrt bei Transmännern, aber die waren selten äh in dem Ausmaß thematisiert
ähm aber ich denke, es ist so zum Beispiel an die Sensationsberichterstattung damals über die Christine Joggenson in den Fünfzigern, da war genau das Gleiche und äh.
Andere.

Christian:
[1:27:52] Ja und dann ist da noch der Aspekt, den hat mir auch so ein bisschen ähm schon erwähnt, die heteromative, ja, also das das Glätten Auslöschung hast du es genannt.

Clara:
[1:28:05] Es wird ausgelöscht äh der der Aspekt, dass der da vielleicht äh lesbisch oder wie sein könnte.
Ähm also es wird eben zu einer hetero-normativen Liebesgeschichte oder auch auf so eine Geschichte reduziert, diese Erzählungen, die.

Christian:
[1:28:20] Und und und ich habe auch das Gefühl und darüber wird versucht, eine Dramatik zu erzeugen.
Ne, also ich, also das, das ähm ja und da das, das werfe ich dem Film halt vor, dass da irgendwie so diese eigenen,
dramaturgischen ähm der eigene dramaturgische Wunsch über.
Irgendwie gesetzt wird. So und,
dadurch, dass es halt reale Personen waren und da ja auch eine eine reale Geschichte. Ähm ich glaube, da gab's auch ein bisschen Kontroverse, wie der Film das auch vermarktet hat. Äh das habe ich aber nur am Rande irgendwie gesehen. Das ist, glaube ich, sehr ähm explizit,
als biographischer Film irgendwie dargestellt wird und und ich glaube, da gab's dann irgendwie auch immer so ein, zwei Poster oder so, die gesagt haben, Basetone und das sind aber, glaube ich, sehr schnell wieder verschwinden musste. Ähm.
Bin mir da jetzt aber auch gar nicht sicher, ich bin äh ich ich habe mich damit nicht intensiver noch auseinandergesetzt, aber ich finde das schon, ich finde das schon sehr, sehr schwierig ähm,
überhaupt da irgendwie von einer biographischen Geschichte äh zu sprechen. Du hast es ja am Anfang auch so schön aufgemacht über also das ist ja ein sehr komplexer Weg, den dieser Film äh über die Vorlagen gegangen ist und ich glaube, dass man auch auf diese Komplexität halt hinweisen muss. So also ja
es passiert auf einem Roman, aber selbst die Übertragung von Roman auf Filmen ist schon sehr ähm also es also.

Clara:
[1:29:47] Es ist fünffach gebrochen oder so dieser Stoff,
es gab das, es gab das tatsächliche Leben der Lilly Elbe, es gab ihre Autobiographie, die eben keineswegs einfach nur ein, eine Autobiografie ist, sondern das ist eine literarisches Werk von mehreren Autorinnen,
Ähm es gibt darauf basierend äh ein Roman, der von sich aus schon sagt, ich bin ein fiktionalisierter Stoff, ich bin nicht das Originalleben, es gibt darauf basierend ein Drehbuch und es gibt darauf basierend einen Film,
Also wir haben wirklich eine vielfache Verarbeitung des original Lebens und also ich weiß nicht, ich ich kenne jetzt diese Plakate nicht, die du erwähnt hast, wann immer ich das jetzt gesehen habe, es steht auch auf der Blu-ray hier drauf, inspiriert von einer,
Geschichte. Das ist, glaube ich, äh der die Phrase, auf die sie sich dann zurückgezogen haben. Wir, das ist inspiriert davon.

Christian:
[1:30:36] Ja und ich.

Clara:
[1:30:38] Aber gleichzeitig tut der Film ja so, als wäre es historisch authentisch oder äh es ist da kann sich der Film auch nicht entscheiden.

Christian:
[1:30:44] Ja und wie du gesagt hast, die Texttafel am Ende und, und, und, äh, die, die, die, in der Inszenierung wird ja sehr großer Wert darauf gelegt, so die Schauplätze einzufangen über Kostüme zu arbeiten. Das könnte auch, das könnte auch weit
äh also da könnte man filmisch auch ganz anders mit umgehen. Ich muss jetzt gerade ähm an den Film über van Gogh
Ähm boah, es ist zu spät, da komme ich jetzt auch schon wieder nicht auf den Titel.
Ist auf jeden Fall der Film mit William, der so vor ein, zwei Jahren rauskam. Ähm da hatten wir hier auch mal einen Podcast zugemacht und das ist zum Beispiel auch ein Film, der filmisch.

[1:31:24] Ganz, ganz alten arbeitet und eben ja auch das Problem hat, also die reale Person, aber ja auch den,
Blick auf die Welt dieser realen Person und eben diesen künstlerischen Aspekt versucht filmisch zu verarbeiten und da eben mit ganz krassen Farben arbeitet und auch,
sehr stimmungsvolle Momente versucht zu schaffen, wo es darum geht, zu malen und wie man sich eben den Motiven nähert und wie van Gogh da wahrscheinlich Dinge gesehen hat, worauf er Wert gelegt hat und dieser Film hat einfach filmisch versucht
ähm etwas, etwas etwas daraus zu machen und nicht einfach nur irgendwas abzubilden und zu sagen, zack, so war's, sondern
über filmische Mittel auch versuchen, in diese Innenwelt hineinzukommen. Irgendwie fällt er mir jetzt gerade spontan ein, weil ich das Gefühl habe, da fiel eher über Emotionen und über Inszenierungen,
dieser realen Person näher gekommen zu sein, also auf einer emotionalen Ebene, gar nicht auf so einer faktenbasierten, ich kann da jetzt, ich habe den Film gesehen und ich kann mich an einzelne Stimmungsmomente erinnern. Ich kann mich aber nicht mehr erinnern, an welchem Jahr das war, an welchem Ort das war, aber,
Der Film hat versucht, mir diese Gefühlswelt von van Gogh näher zu bringen. Und das ist genau das, was mit dänisch Girl halt nicht schafft, mir diese Gefühlswelt irgendwie näher zu bringen, sondern bleibt auf so einer.

[1:32:43] Ja, wie ich finde, sehr konstruierten, auch selbst ausgewählten und konstruierten Ebene ähm,
also auf so einer narrativen Ebene und versucht halt, mir einfach eine Geschichte, habe ich auch fast den Eindruck, dass diese Geschichte schon feststand, bevor man sich irgendwie mit den realen Personen beschäftigt hat
dass man wusste, wohin diese Geschichte erzählen soll und dann hat man das versucht so ein bisschen wie du sagst, die Inspiration nachträglich dann aus dem Biografien irgendwie zu holen und zu sagen, ah, dann machen wir in dem Moment, in dem Moment, in dem Moment und kommen dann bei der
an dem Ende raus, dass wir uns im Vorfeld schon irgendwie überlegt haben. So ähm.

Clara:
[1:33:19] Andererseits äh wimmelt dieser Film vor historischen oder historischen Zitaten, oder weiß nicht, wie es ausdrücken soll, Dinge, die tatsächlich übereinstimmen mit der, mit der Autobiographie, das ist das ist ganz spannend.
Ähm dass eben eine Geschichte erzählt wird, die kein wirkliches Verständnis für Dilly hat und gleichzeitig jede Menge äh mehr oder weniger authentische Details aufgegriffen werden.
Es geht los mit den, mit den Bildern zu Beginn, diese Pappeln, tatsächlich gibt es zahllose Bilder von Lilly mit diesen Pappeln, äh,
Es ist die die Szene äh als eben die äh ähm original heißt sie heißt sie Anna, dann heißt glaube ich Ulla, die Schauspielerin
Amber, also ähm wo sie Modellsitz, das ist genau so passiert. Ähm
dass sie nach Dresden fährt zur Operation und dass die dass der historische Name verwendet wird, dass sie erst in Kopenhagen waren, denn in Paris und äh dass es dort eine Ausstellung gab, dass die Lilly-Modell war und,
ähm.
Dass ein anderer Mann aufgetaucht, dass das die auf so einer ähm auf so einem Ball waren. Es es gibt zahllose Momente, die sich auch wirklich wiederfinden in den, in den Originaltexten.

Christian:
[1:34:34] Mhm. Ja. Ja, ich habe auch, ich habe auch viel drüber nachgedacht beim Schauen.
Es gab so ein paar Momente, wo ich wo ich
durchaus auch Potential gesehen hab so in der Erzählung und auch in in der Erzählung aus der Zeit heraus, also da gibt's ja dann
den Moment, wo Lilly das erste Mal glaube ich in in Gesellschaft ähm auftritt
und der ähm da muss ich jetzt auch wieder nachschauen, also gespielt von Ben Wischer, der Hendrik ja auf sie aufmerksam wird und wie ich finde halt total.
Übergriffig ihr Gegenüber wird, so ähm und das war für mich ein.

Clara:
[1:35:16] Sie hörte an so eine ganz passive Rolle reingedrängt.

Christian:
[1:35:18] Genau und das fand ich halt total interessant. Da dachte ich, ah, versucht der Film, also ich fand diese Szene sehr unangenehm, wie wie er mit Lilly umgegangen ist. Ähm.
Aber habe da Potential gesehen, zu sagen, ah ja, das ist ja eigentlich ähm also Lilly, die sich als Frau in der Zeit bewegt, ähm.
In der Männer halt noch dominanter waren als jetzt und vor allen Dingen auch gesellschaftlich gefestigt, dominant war. Das wird, ich,
ich fand die Szene total unangenehm, fand's aber fand's aber, also dachte, dass der Film mir da auch was zeigen, was erzählen, will, was näher bringen will, wie es war, als Frau in der Zeit, sich zu bewegen und das hatte dann wieder komplett fallen gelassen. Ähm.
Und das fand ich halt auch, ja, sehr ähm sehr schade. Ich glaube, am Anfang.
Da sitzt, ich glaube die, die allererste Szene ist doch Gerda, die, glaube ich, ein Mann malt.

Clara:
[1:36:11] Ja, das ist das einzige Mal, das war ich auch ganz erstaunt, wo wo genau das kurz diskutiert wird, ähm dass.
Dass sie äh thematisiert, dass es für einen Mann ganz ungewohnt sei, sich einen Blick der Frau zu unterwerfen.
Ähm da dieser ältere Herr, den sie da malt. Ähm aber das ist das einzige Mal, dass sowas mal thematisiert wird.

Christian:
[1:36:33] Und also rückwirkend, also rückblickend auf den Film so der Film spricht da ja also,
Das dachte ich schon in einem Moment, als ich das gesehen habe. Da dachte ich, ah, das ist ein Versprechen, was der Film ja jetzt hier aufmacht. Ne, also darum kann's ja auch gehen in dem Film. Ähm könnte es gehen in dem Film, wenn der schon gleich so eröffnet? Aber wie du sagst, das,
sofort fallen gelassen und wahrscheinlich war das irgendwie gut für den Trailer, weil du da vielleicht Leute mit ins Kino locken kannst mit solchen Sätzen so, weil das halt viel interessanter klingt und aussieht, als der Film dann selber ist. Ähm,
ja. Na ja,
Ja, ach, wir könnten, glaube ich, noch sehr, sehr viel sehr äh detaillierter, sehr, sehr viel ähm ausufern dann noch weiter über den Film sprechen. Ähm.
Es können auch noch so viele Szenen raus, aber eigentlich,
bin dabei, so viel zu vergessen von dem Film und bin da irgendwie auch ganz äh ich glaube, ich tue das auch ganz bewusst. Deswegen würde ich sagen, lass uns vielleicht schon mal langsam übergehen zu dem nächsten Punkt. Ähm wir wollten nämlich auch noch versuchen, über ja bessere Beispiele zu sprechen.

Clara:
[1:37:42] Ich würde gerne so zur Produktion noch zwei, drei Sachen sagen.
Bevor wir dahin gehen, weil weiß ja nicht, ob du dazu was sagen kannst, was deine Erfahrung heraus, was mir Manns ganz massiv aufgefallen ist, ist die Verwendung von Farben in dem Film.
Der gesamte Film ist in Blau und Ocker eigentlich immer dargestellt,
Requisiten haben diese Farben, die Kleidung hat diese Farben, die Gebäude, sogar der Himmel hat, diese Farben. Also ist gerade die die ersten zwei Drittel des Filmes sind immer morgen oder Abendaufnahmen, wo der Himmel solche Farben hat. Äh,
es gibt mein Eindruck ist, dass im Laufe des Films es so ganz allmählich das Blau nachlässt und das Ocker immer mehr wird. So, als wären das so ein bisschen Codes für männlich weiblich.

Christian:
[1:38:27] Interessant, ja.

Clara:
[1:38:29] Es gibt eine einzige Ausnahme zu Beginn. Äh das ist die Ulla, die die Ballerina, die bunt herumläuft. Das fällt auf.
Und äh ganz am Ende fällt es mir noch aufgefallen, in dem Moment, wo die Lilly nach Dresden kommt, taucht plötzlich grün als neue Farbe auf, die in den gesamten Film vorher nicht gab,
einer Szene, wo sie in Paris mit ihrem Professor sprechen, wo es bleibt sich Pflanzen im Hintergrund gibt, die grün sind.

Christian:
[1:38:53] Sehr, sehr, sehr, sehr spannend. Ich kann mich nur dran erinnern, dass der Film und das habe ich auch nur in den Anfängen äh sehr deutlich gesehen, dass das ja kalt war. Also dieses blaue das die erste Farbe, an die ich.

Clara:
[1:39:06] Wiederum ist sehr warm.

Christian:
[1:39:07] Genau.

Clara:
[1:39:09] Ist das halt so gedacht als Code, dass einem immer ähnlich, das andere weiblich und das ist es äh es gibt so eine ganz allmähliche Veränderung in in den Farben. Das ist immer immer mehr Ocker oder immer gelber wird.
Ähm ganz, ganz kleiner Fun Fact, äh ein ein, ich glaube, die vorletzte Szene und so weiter oder so, äh gibt's einen ganz kleinen Color-Greating-Fehler,
Da ist so ein an dem Felsen, der eigentlich so bläulich wirkt, ganz kurz ist der hell, das ist mir nur beim beim Gucken aufgefallen, wo man halt sieht, wie das wie das äh Blau da drüber gelegt wurde.

Christian:
[1:39:43] Spannend.

Clara:
[1:39:44] Aber ansonsten finde ich's auch zum Teil, also visuell spannend,
was für Gebäude die gefunden haben und was wir für Locations, die genau dieses Farbmuster bedienen. Also sicherlich ist da eine Menge an, an, an auch passiert, aber ich kann mir auch vorstellen, dass viele Sachen wirklich exakt in diesen Farben,
ausgewählt worden als als Drehort, ja. Das finde ich schon sehr spannend. Äh und was mir auch aufgefallen ist, dass ganz viel totale oder so Weitwinkel verwendet werden,
so ganz breite Sichten sowohl von Gebäuden oder von Landschaften, zum Teil sogar so krass dann so ist, dass da so stützende Linien dann auftauchen, also weil's einfach so so ein starker Weitwinkel ist, dass dann die.
In der Höhe stoßen die Linien entstehen.

Christian:
[1:40:29] Ich glaube, das ist auch so ein Ding von von diesem Tomuper, von dem von dem Regisseur, was ich auch am Anfang so ein bisschen meinte, dass der manchmal auch einfach ganz komische
sich für Linsen entscheidet und damit eben so die Bilder irgendwie ganz komisch auch bricht. Also ich habe da nur so die ein oder das ein oder andere Bild noch im Kopf aus King Speach, wo wo der König irgendwie nur so vor so einer Wand steht und das alles sehr
Also ich kann nicht genau, ich habe zu wenig gesehen so von von ihm, aber es ist irgendwie sehr eigen auf jeden Fall, wie der,
zeigt, also wie er seine Bilder konstruiert, ja. Ja.

Clara:
[1:41:06] Was die Drehorte äh angeht, sind noch so zwei Funfacts oder Dinge, die mir aufgefallen sind, weil ich vielleicht auch, weil ich mich mit den mit den realen Orten ein bisschen beschäftigt habe und weil ich Dresden kenne.
Ich habe da studiert und ihr habt ein paar Jahre gelebt. Ähm ganz zu Beginn und ganz zum Ende des Films äh werden ja diese Pappeln gezeigt und äh Lilly kommt ja aus, diese so eine kleine Stadt,
in Dänemark und wo das aber tatsächlich aufgenommen wurde, ist in Norwegen da ist so ein großer Fjord und viel höher, also ich glaube in der Realität ist es alles viel weniger dramatisch und viel, viel flacher alles,
das wird einfach nicht diesen optischen Effekt erzeugen landschaftlich ist das schon beeindruckend diese Stellen,
und dann fand ich's lustig in dem Moment, wo die Lilly nach Dresden mit dem Zug reinfährt.
Das ist eine Brücke weiter aufgenommen auf dieser Brücke, die auf der Augustusbrücke wo sie drüber fährt, wo man so direkt schön auf die katholische Hofkirche gucken kann. Ähm fährt normalerweise nur die Straßenbahn. Ich vielleicht nicht mal mehr die. Ja, in den letzten Jahren wurde die die Brücke,
umgebaut. Das ist so die historische berühmte Brücke von Dresden über die Elbe. Äh und eigentlich ist die Bahn eine Brücke weiter östlich,
Äh also ich bin der Opa schon drüber gefahren mit der Bahn. Deswegen fand ich einfach lustig, dass die da drüber fährt, wo eigentlich früher zumindest die Straßenbahn nur drüber fuhr.

Christian:
[1:42:27] Mhm. Ja, spannend. Die, die, die Geschichte mit Norwegen, das hatte ich ja auch irgendwie gelesen und das das finde ich halt so.
Das ist für mich auch so sinnbildlich zu sagen, wir opfern,
für ein Bild, nämlich damit das, wie du sagst, alles ein bisschen schön dramatisch aussieht. Dafür opfern wir jetzt hier irgendwie etwas Authentisches und das habe ich irgendwie auch gelesen, dass so ähm,
Menschen aus Dänemark halt irgendwie sich auch sofort beschwert haben und der Regisseur sich dann wohl da irgendwie auch entschuldigt haben soll und das finde ich halt irgendwie so ein bisschen so ja ich weiß nicht.

Clara:
[1:43:01] Also da da ist die historische Figur, die historische Personen faszinierend finde, ich würde mir gern im Original diese Pappeln mal irgendwo angucken, also weil die so oft auch ein Motiv von ihr waren, ähm,
Aber ich vermute, dass es halt bei weitem nicht so dramatisch wird, also in diesem Film gemacht ist,
ähm ist viel unspektakulärer, auch wenn das tatsächlich für äh Szenen sind, die äh sind vier oder fünf Pappeln nebeneinander und dann gehen so leichte Anstiege links und rechts hoch und es gibt Wasser im Hintergrund,
Das ist auch auch ein kleiner Fjord an, den das äh wähle, liegt, aber halt wahrscheinlich fünf Nummern kleiner als da in Norwegen.

Christian:
[1:43:35] Hm. Ja, aber weißt du so, da da wird halt einfach dann Hauptsache, das Bild stimmt so ungefähr, egal wie, wie,
wie weitsgetreu wir da jetzt irgendwie sind und sich dann irgendwie danach zu entschuldigen, wo ich mir so denke, ich weiß ich nicht. Ich weiß nicht, ob er sich jemals bei der Trans Community für den Film entschuldigt hat, aber irgendwie, wenn drei Leute aus Dänemark sagen, ey hier gibt's keine Berge, dann äh ist man so, also na ja.

Clara:
[1:43:58] Ja, ist nervös. Ich ich verstehe mal, was du meinst, ja. Wenn die komischen Transleute was sagen, deswegen kümmert das schon, aber wenn die denen, das sind ja normale Leute, da muss man halt was entgegennehmen.

Christian:
[1:44:08] So ungefähr so wie.

Clara:
[1:44:09] Bisschen gehässig gesagt jetzt.

Allgemeines Thema

https://twitter.com/lilielbe/status/1384474416390737920

Christian:
[1:44:11] Aber ich ähm eigentlich will ich gar nicht gehessig werden. Ich will äh tatsächlich nochmal aufgreifen.
Äh was wir eben auch vorhatten, nämlich ähm über äh weitere Filme zu sprechen. Filme, ich ich glaube dir wurden auch ein paar Serien empfohlen. Äh hast ja auch schon ein bisschen was erwähnt. Ähm,
das Thema ja ähm also Transfilme, Transmedien, äh Transferien, die ähm,
besser arbeiten und die tatsächliche Empfehlung sind. Also wer soweit gehört hat und sich hier äh mit uns durch den Film äh gearbeitet hat, so
was was lohnt sich denn viel mehr auch wirklich selber zu erleben und zu schauen da hattest du die Tage auf Twitter nochmal rumgefragt ich hab im Augenwinkel so ein bisschen gesehen dass da auch ein paar Empfehlungen dabei waren die ich auch schon kannte
Da hast du, glaube ich, ein bisschen, also können, können wir auch nochmal verlinken so auf den Twitter-Track, aber ähm ist natürlich auch sehr sinnig, hier in der Sendung nochmal ein bisschen drüber zu sprechen, was dir da empfohlen wurde und was du selber auch empfehlen würdest.

Clara:
[1:45:08] Also grundsätzlich fällt es mir wahnsinnig schwer, Empfehlungen überhaupt zu geben, äh weil.
Ich weiß nicht, wie mich das neulich auch gesagt habe, ich kenne über zwohundert Filme, wo Transen, Haupt oder Nebenthema ist, die Hälfte davon habe ich vielleicht auch geguckt und ich kenne so gut überhaupt keine, die ich mag oder die ich finde, dass sie gelungen sind.
Es gibt ein paar Eltern, wo ich denke, Mensch für ihre Zeit, sind die ganz gut. Aber auch die sind aus heutiger Sicht sehr schwierig. Was ich immer empfehlen kann, aber das ist auch wiederum eher schwerer Stoff, ist die schon erwähnte Dokumentation des Closia,
von Netflix letztes Jahr als erschienen,
die sich eben mit äh der der Geschichte, der Transrepräsentation in Hollywood beschäftigt. Die die öffnet sehr die Augen und erzählt auch oder gibt ganz viele filmische Beispiele für für diese ganzen fürchterlichen Narrative.

Christian:
[1:45:58] Hm. Die habe ich auch gesehen. Die die hat mir wirklich sehr, sehr gut gefallen. Ich weiß jetzt aber nicht mehr. Ich habe auch beim beim Schauen von der Dänisch Girl gegrübelt. Vielleicht weißt du das noch, wie der Film in der Doku.
Auftaucht.

Clara:
[1:46:15] Das weiß ich auch grade nicht mehr. Der wird kurz erwähnt, aber weiß ich auch jetzt nicht mehr.
Den ich ich brauchte auch glaube ich drei Anläufe, um den zu gucken, weil ich einfach nur gesagt habe, das ist mir jetzt zu anstrengend, das,
weil bei mir kommt vielleicht auch noch dazu.
Ich glaube, ich habe schon ein gehöriges Maß an, von den Emotionen, die sowas auslösen kann. Aber manche Sachen kann ich halt nicht komplett von mir wegfähren lassen und man, wenn man ein problematisches Bild nach dem anderen sieht, das tut natürlich auch weh irgendwo
Deswegen kann ich sowas nicht locker flockig mal gucken, weil es trifft mich zum Teil,
Also das sieht aber trotzdem ist diese Dokumentation wirklich die ist wirklich empfehlenswert. Äh übrigens die Regisseurin ist eine Transfrau, nämlich Delegation Cox äh.

[1:47:02] Die hat das auch initiiert. Es gibt zwei Sachen, die ich mag, die jetzt äh vielleicht auch schon ein paar Jahre alt sind, ähm die nicht ganz so problematisch sind. Es gibt eine Miniserie, die heißt Hit und Miss.
Oder so wo eine Transfrau eine Auftragsmörderin spielt und dann aber dazu kommt, dass die ehemalige Frau verstorben ist und sie muss sich jetzt um die Kinder kümmern, die erstmal total gegen sie sind.

[1:47:28] Das finde ich ganz spannend und da wird halt das übliche Narrativ, das Transpersonen als Mörder oder als Opfer auftauchen, so hübsch umgedreht.
Äh weil sie ansonsten eine sehr sympathische Person ist ähm und dann gibt noch einen Film, der heißt Kinky Boots ähm.
Da geht es darum, dass.
In der altehrwürdigen britischen Schuhfabrik ist der der Inhaber verstorben und sein Sohn, der hat das gar nicht machen wollte, übernimmt das jetzt und der der dieses ist aber das Sortiment völlig veraltet und dann treffen die auf eine Dragqueen, die das Problem hat,
Schuhe nix taugen oder die Stiefel und.
Ähm hat auch ein paar problematische Aspekte, aber ich mag an diesem Film die Warmherzigkeit und und das die Würde der Leute erhalten bleibt.
Der der Transperson, da gibt's einige den über den spreche ich glaube ich übrigens auch in Kürze,
Äh ansonsten äh der Verweis, wie du gesagt auf den Twitter-Fread ich muss zugeben, dass ich
den Dingen der letzten Jahre nicht so am Ball bin. Also ich kenne jetzt äh eine Reihe davon gar nicht oder ich habe mal ein paar Folgen nur geguckt. Deswegen kann ich dazu inhaltlich gar nichts Neues dafür sagen, aber vielleicht kannst du ja, da du gesagt hast, dass du einiges kennst
ein paar Dinge davon nennen.

Christian:
[1:48:42] Ja, also ich habe ähm mit ich sehe auch gerade, dass es glaube ich eher so im Serienbereich tatsächlich auch ist. Ähm.
Da bin ich auch nicht so ganz Firmen, ich habe äh Sens Aid auf Netflix, da habe ich tatsächlich mal reingeschaut. Ähm ist ja auch von den Wachowskis. Boah, ich weiß nicht, ob von beiden.

Clara:
[1:49:05] Ich glaube, von beiden wird schon, ja?

Christian:
[1:49:06] Ja ähm und ich bin, also ich ich find's immer sehr, sehr äh spannend, was die machen, weil ich habe das Gefühl, selbst wenn sie mit dem ein oder anderen Projekt scheitern. Ich mag zum Beispiel die beiden Matrix-Fortsetzungen.
Sehr gerne, ich bin einer der wenigen Menschen, die grad den dritten und auch das Ende von Matrix, von der Triologie mittlerweile sehr ins Herz geschlossen hat. So, dieser Mut.

[1:49:34] So
Ich sage mal, offenherzig auch zu erzählen und damit vielleicht auch sehr viele Leute vor dem Kopf zu stoßen. Da habe ich sehr großen Respekt vor. Ich habe Sens-Aid nie zu Ende geguckt. Ähm.
Einfach weil ich weil weil ich aus diesem.
Ich hatte mir ein bisschen mehr erhofft bei dem Science-Fiction, bei der Science Fiction Prämisse, aber an die Serie kann ich mich halt auch erinnern, also äh da spielt halt eben auch eine Transfrau eine sehr zentrale Rolle,
so eine, so eine Achtergruppe von Menschen, die irgendwie über, ich weiß gar nicht, warum, aber die halt irgendwie so ähm
emotional miteinander verbunden sind und sich dann irgendwie über Raum und Zeit irgendwie austauschen können und da ist halt so ein bisschen Mystery
was das für Menschen sind und wieso und warum und ähm alles sehr.
Sehr spannend, ich glaube ein bisschen zu früh von Netflix auch abgesetzt. Ähm auf jeden Fall auch eine eine krass aufwendige Produktion, weil die, glaube ich, echt irgendwie auf weiß ich nicht, fünf Kontinenten oder so gedreht haben. Ähm.
Müsste ich müsste ich wirklich nochmal nochmal wieder reinschauen. Ähm dann hatte ich gesehen, dass Patches vom El Sware ist ähm.
Also da spielt halt auch eine Transfrau mit.

[1:50:42] Und es ist sehr, sehr schön mit anzusehen, dass das so ähm kein großes Thema ist in der in der Serie. Also sie ist halt.
Der von dem von der Hauptfigur so, ohne dass es da irgendwie so ähm.
Ohne dass es halt irgendwie äh thematisiert wird oder eben auch nicht, also das hat keine dramaturgischen.
Auswirkungen so und das das ist war sehr schön mit anzusehen die Serie die ist halt auch sehr abgedreht in der Erzählung also da würde ich auch sagen je weniger.
Man weiß, desto besser eigentlich.

Clara:
[1:51:21] Okay.

Christian:
[1:51:22] Ähm weil wir da auch sehr, ich glaube, da gibt's auch nur eine Staffel von. Ähm auf Amazon Prime und.
Also ich sage ja, je weniger, desto besser. Also wir sind da auch so rein äh rutscht und dann äh wird's halt wird's halt immer äh interessanter und das Ende ist halt eben auch sehr überraschend und sehr, sehr schön auf jeden Fall.
Ähm ja die Netflix-Serie das Closia, das das äh hätte ich auch noch erwähnt. Ähm.

Clara:
[1:51:55] Film, das ist keine, keine Serie.

Christian:
[1:51:56] Ach, das war, das war ein Doku-Film.

Clara:
[1:51:58] Dokumentarfilm, ja.

Christian:
[1:51:59] Ich dachte, es war eine Doku-Serie mit mit mehreren Episoden, aber äh genau. Ähm.

Clara:
[1:52:08] Werden hier noch ein paar Stoffe erwähnt wo halt Transfiguren einfach wie selbstverständlich dargestellt werden,
natürlich sehr angenehm ist, wenn eine Transfigur bei einer Transschauspielerin oder einem Transschauspieler einfach da ist und das nicht groß thematisiert wird, was aber in Anführungszeichen echte Transfilme angeht
Ich glaube, da ist es schwierig. Wobei es werden zwei, drei genannt hier. Ähm.
Ich weiß nicht, hier Lola und das Meer empfiehlt jemand. Ähm.

Christian:
[1:52:37] Tanjurin ist es, glaube ich, auch so ein so ein so ein äh.

Clara:
[1:52:41] Das habe ich auch gelesen, ja. Ich glaube, den habe ich auch hier stehen, aber noch nicht geguckt.

Christian:
[1:52:45] Ich, ich, ich habe den auch in Erinnerung, ich meine, das war einer der ersten Filme, der irgendwie auch komplett über über iPhones gedreht wurde. Ähm und.

Clara:
[1:52:56] Also am besten einfach in diesen Sweat reinschauen und sich inspirieren lassen, dass wir für Ihre meine Empfehlung.

Christian:
[1:53:01] Absolut und also werden wir auch noch auch noch verlinken. Ähm ich find's aber ganz interessant. Ich meine, äh du bist da ein bisschen mehr auch in der in der äh.
Bibliothek Forschung äh unterwegs, aber ich ich frage mich jetzt auch gerade, ob das eher so ein Serienthema auch tatsächlich ist. So, weil ich also Filme fallen mir jetzt auch tatsächlich,
so viele ein.

Clara:
[1:53:23] Das eher so sehen, dass das Thema wirklich erst in den letzten fünf Jahren größer geworden ist und Serien sind natürlich in den letzten Jahren seit dem Streaming sehr viel populärer geworden oder die haben sehr viel, sehr viel größeres Gewicht erhalten,
ist einfach eine Serie viel besser eine viel besserer Raum, um so was auszuprobieren und so was umzusetzen.
Oder vielleicht ist ist ein Serienumfeld. Ich ich kenne mich von so was überhaupt nicht aus, aber vielleicht ist das Umfeld in dem Serien produziert werden, ein offeneres als das Umfeld, in dem Filme produziert werden.
Das weiß ich aber nicht.

Christian:
[1:53:56] Wäre auch so ein bisschen meine Theorie, dass einfach im Serienbereich, wie du gesagt hast, auch über die Streaming-Plattform ähm tja einfach, also Filme sind, sind mittlerweile.
Also Filmfinanzierung von.
Zum mittelgroßen Produktion und da sage ich jetzt mal so was wie zwanzig Millionen bis fünfzig Millionen, was jetzt viel klingt, aber ich glaube, der Dänisch-Girl ist auch bestimmt irgendwie in dieser Größenordnung. So
das ist generell einfach in den letzten Jahren schwieriger geworden, so diese diese Schere sind wir weiter auseinander, entweder du machst wirklich mit
selbstgekauften iPhones komplett irgendwie dein eigenes Ding und das kostet irgendwie mehr oder weniger gar nichts oder du hast im Kino die Blockbuster für zweihundertfünfzig Millionen, die dann fünfhundert Millionen einspielen müssen und also das ist halt, ich glaube, das Kino ist auch weniger
weniger Experimentierfeld in den letzten Jahren geworden, wie tatsächlich Serien beziehungsweise ganz besonders halt Streaming-Dienste und die eben
nochmal stärker auf Serien auch setzen als auf Filme. Ähm.

Clara:
[1:54:53] Das das kann gut guten Grund sein, auch auch liegt genau in dem Bereich, den du genannt hast, also die hat ein Budget von fünfzehn Millionen.
Soweit ich das verstanden habe, war es sehr schwer, überhaupt eine Finanzierung morgen zu erreichen, bis deswegen hat das ja so viele Jahre gedauert, bis das realisiert wurde.

Christian:
[1:55:10] Mhm. Ja, aber da haben wir ja doch noch ein paar Empfehlungen äh ausgesprochen und äh wie gesagt, wir verlinken da auch nochmal. Und ähm ja, genau.

Clara:
[1:55:22] Es gibt noch was ganz Frisches, das habe ich heute tatsächlich äh äh ging das,
Durch die Nachrichten bei mir oder durch mein, durch meine Timeline. Es ist geplant, im Musical basierend auf dem Stoff Hanse Dänisch Girl äh mit einer Transschauspielerin in der Hauptrolle,
wenn ich das richtig verstanden habe, planen die durchaus Dinge besser zu machen als der Film,
Ich habe das noch nicht gründlich gelesen, aber das ist so ganz frisch von heute. Es soll ein Musical geben oder es ist zumindest geplant.

Christian:
[1:55:49] Weißt du wo? Hast du das äh in einem Tweet irgendwie noch noch mitgesehen? Das würde mich jetzt einfach.

Clara:
[1:55:56] Und zwar und zwar.
Wo auch immer das ist. Newsletter. Ich ich bin jetzt hier grad live und gucke nach. Ich hoffe, dass das nicht stört. Äh wo ist denn das?

Christian:
[1:56:13] Ist jetzt die Frage Dänemark, England? USA.

Clara:
[1:56:19] Wo ist denn Peter Börr? Äh England.

[1:56:32] Das ist ganz frisch.

Christian:
[1:56:34] Ja, spannend. Spannend. Ich meine, das ist eine gute Techline eigentlich fürs Musical. Wir versuchen es besser zu machen als zu filmen. Das kannst du so auf die Plakate, auf die auf die Leinwände drucken.

Clara:
[1:56:45] Ich bin mir ähm ich bin mir nicht so sicher, wie viel Leuten überhaupt bewusst ist, was ein problematischer Film sie dänisch girl ist.
Also sicherlich unter Filmenthusiastinnen und in der Transcommunity ist das ein diskutiertes Thema. Aber es gibt auch viele Fans von diesem Film, die sagen, oh, so ein schöner Film und das wird so schön dargestellt und ach die schönen Kostüme und
Bilder und guck mal hier dran, es wird wird auf die große Bühne gebracht.
Bin mir nicht bewusst, wie vielen Leuten das klar äh ich bin mir nicht klar, wie vielen Leuten das bewusst ist. Die die Schwierigkeiten des Films. Ich habe ja auch erst jetzt das so richtig begriffen.

Christian:
[1:57:23] Ja stimmt, du warst am Anfang, du warst in einem in einem Review so von zweitausendsechzehn, da warst du erstmal noch ähm ja, sehr, sehr positiv auch erstmal der dem Film eingestellt.

Clara:
[1:57:36] Als ich den Film damals geguckt habe, habe ich gedacht, naja, der Film, den finde ich jetzt nicht toll,
aber hey, es ist ein Transfilm, der im Mainstream ankommt. Das Thema wird in der Breite rezipiert, das finde ich.
Ich hatte überhaupt also das Problematik ist mir nicht aufgefallen und ich,
Inhalt auch nicht gut in dieser Analytik. Äh ich brauche so jemanden, der mir sagt, guck mal, da sind da keine Probleme. Und dann, dann verstehe ich's auch. Also ich glaube, dieses äh ich habe,
zwei, drei Bücher,
äh in zwei, drei Büchern gelesen, die die zu diesem Film was sagen, ähm aber eigentlich war erst diese Rezension, die wir zu Beginn erwähnt haben, die war für mich der Augenöffner. Die da habe ich dann verstanden, was wie problematisch dieser Film eigentlich ist.

Christian:
[1:58:20] Ja, die hat mich hat mir auch auf jeden Fall ähm geholfen und ähm ich glaube, das ist auch es ist halt auch spannend zu sehen, wie sich dann im Laufe der Zeit.
Auch die Wahrnehmung verändert, aber eben auch der Diskurs um den Film herum. Ähm so also.
Ich kenne das halt auch, aus dem Kino zu kommen und dann auch erstmal so von den, von dem von dem Kinoerlebnis äh beeindruckt zu sein und dann so im Nachklang und eben auch über andere Beobachtungen
den Film dann nachträglich nochmal ein bisschen anders einzuordnen und eben auch im Laufe der Jahre, ne? Es ist ja eben auch das, je intensiver.

[1:58:59] Auch ein Film von weiteren Augen gesehen wird und diskutiert wird und eingeordnet wird, so dann entwickelt sich ja auch erst so ein so ein größerer Diskurs, um den um den Film herum. Und ähm da kann sich
Da kann sich schnell auch mal was verändern und auch wie du gesagt hast so, wenn dann parallel dazu ähm auch andere.
Stoffe, also zum gleichen Thema, aber andere Stoffe oder eben auch andere ein anderer Umgang äh aufgezeigt wird, so dass nimmst du dann ja auch wieder mit in dem Film.
Dich mal irgendwie bewegt hat und merkst, ah krass, das geht auf jeden Fall noch viel, viel besser und zwei Jahre später habe ich dann irgendwie was gesehen, was diesen Film dann wieder ganz anders einordnet, ne. Und ähm.
Ich glaube auch, dass in den letzten Jahren echt einiges ähm sich getan hat.
In der Darstellung auch von ja Transgeschichten im Film, in Serien.

Clara:
[1:59:53] Ich ich denke auch, dass da viel passiert ist, weil weil äh das äh die Sensibilität für solche Themen ist doch deutlich gewachsen. Also die Sensibilität, dass man eben nicht jeden Scheiß machen kann.
Ähm,
der früher noch äh komplett durchging. Das ist ja jetzt Trans ist ja nur ein Thema von von diesen. Es geht ja auch um viele viele andere Themen wie wie werden äh People of Color dargestellt? Wie werden Leute mit Behinderungen dargestellt? Äh.
Dass ähm es geht halt weg davon, dass nur hetero, weiße Stoffe.
Heteroweiße Stoffe gültig sind und alles andere irgendwie aus diesem Blickwinkel verzerrern dargestellt wird.

Christian:
[2:00:36] Ja
Ja und ich glaube, dass da auch noch der der Schlüssel so ist ähm und ich glaube, da sehen wir die meiste Bewegung auch in den letzten Jahren. Ähm diese Stoffe auch, ähm das hattest du vorhin noch in der Diskussion unter dem Stichwort Selbstbestimmung, ne, dass diese Stoffe auch selbstbestimmt
ähm erzählt werden und eben nicht, also von,
betroffenen Personen auch erzählt werden können und dürfen und sollen und eben nicht nur über sie erzählt wird. Und das finde ich ist hier ja eben auch so ein, ein, ein, ein riesengroßes Problem, dass da eben auch hinter der Kamera.
Also ich finde man sieht an dem Film.
Alle Beteiligten von außen auf etwas geguckt haben und eigentlich also dadurch halt schon eine Hürde hatten, ins Thema auch wirklich eintauchen zu können. So und das,
Geht heute glaube ich so nicht mehr.

Clara:
[2:01:27] Die nennt man das, glaube ich, ist sehr viel stärker geworden. Und es gibt eben Transmenschen,
die auch äh viel stärker als Beteiligte dabei sind. Also äh auch wenn es ein sehr bitteres Ende gefunden hat, war Transparent da eine ganz spannende Serie. Da waren wirklich oft ganz viele Ebenen Transpersonen beteiligt
so viele Momente, die sich aus meiner
persönlichen Perspektive als Transfrau total authentisch anfühlen und wo ich mich reinfühlen kann oder habe ich Szenen gesehen, die habe ich mein ganzes Leben noch nie gesehen, die haben mich total berührt, weil ich noch niemals was gesehen habe, wollte
genauso habe ich das erlebt oder das entspricht genau dem äh wie ich das empfunden habe und das habe ich noch nie vorher aufm aufm Bildschirm gesehen oder auf der Leinwand,
ähm und das ist, was es früher nicht gab.

Christian:
[2:02:19] Ich glaube aber auch, dass sich da noch viel in den nächsten Jahren tun kann und auch tun muss. Also da sind wir noch lange nicht nicht am Ende am Ziel angekommen. Ähm.
Ja.
Ja, aber ähm ich glaube, das ist erstmal so der der äh der Stand der Dinge für uns in Sachen. Ähm der Ausblick ist da. Wir haben auf jeden Fall noch äh.

Abmoderation

[2:02:47] Mindestens einmal die Notwendigkeit auch über ein ein empfehlenswerten Vertreter zu sprechen, finde ich. Ich weiß nicht, wie's dir geht.

Clara:
[2:02:55] Ich muss erst einen finden, dann dann können wir darüber nachdenken.

Christian:
[2:03:00] Also äh ja, Hausaufgaben sind gemacht, äh sind gestellt. Ähm du hast, was hast du gesagt? Zweihundert Filme in der Bibliothek.

Clara:
[2:03:08] Also ich habe ähm ähm im tatsächlichen Bestand äh vielleicht zweihundertzwanzig, zweihundertdreißig,
also die ich entweder als Datenträger oder in Dateiform habe oder Zugriff habe als Streaming. Zwohunderteinundvierzig sagt meine Datenbank,
Ähm in meinem meiner Liste in Letterbox äh sind das, glaube ich, schon über zweihundertsechzig, weil ich da mal noch ein paar entdecke. Ähm.

Christian:
[2:03:33] Spannende Idee, die können wir auch gut verlinken, die Liste.

Clara:
[2:03:36] Genau da habe ich habe ich, habe ich eine Liste angelegt, mal alles wo Trans irgendwie auftaucht, auch wenn das noch so marginal ist und wenn es noch so fürchterlich ist, aber kürzlich habe ich auch eine Liste begonnen mit äh die habe ich genannt echte Transfilme,
Also wirklich, dass wo Trans sein ein Hauptthema ist äh und.
Ja, das es gibt am Anfang ein paar, die sind ganz okay und dann lässt es doch deutlich nach.
Also ich habe die sortiert nach äh wie gut finde ich die Transrepräsentation.

Christian:
[2:04:06] Aber ja, ich bin da eigentlich ganz zuversichtlich, dass wir nochmal ähm vielleicht auch irgendwie in den nächsten Jahren, also vielleicht müssen wir noch ein bisschen warten.

Clara:
[2:04:12] Sehr gerne. Vielleicht kommt ja was Neues oder ich gucke noch mal ein bisschen genau. Ich habe ja auch noch genug Filme, äh die wo die ich dem Namen noch weiß, die ich zum Teil auch hier stehen habe, die ich aber einfach noch nicht geguckt habe. Vielleicht entdecke ich ja dann irgendwas, wo ich sage, Mensch, der ist aber gut.

Christian:
[2:04:27] Vielleicht gibt's da draußen ja auch noch ähm Empfehlungen. Also wenn ihr das hier hört und wenn ihr ähm selber noch äh Filmtipps habt, äh sehr, sehr gerne, entweder
Über Twitter äh an uns irgendwie weiterleiten oder auch auf Second Unit minus Podcast Punkt DE im Kommentarbereich. Äh da habe ich das am allerliebsten, weil dann ist das ein bisschen
äh näher auch am Podcast, weil dann eben auch andere Leute, die vielleicht übers Blog stolpern, auch die Empfehlung sehen können und eben nicht nur irgendwie auf Twitter mal so ähm kurz aufploppen.
Ähm genau, also ihr seid herzlich eingeladen, äh verewigt euch mit euren Empfehlungen
vielleicht auch noch mit eigenen weiteren Eindrücken hier zu wir haben gefühlt habe ich ja
also wir hätten, glaube ich, noch fünf Stunden weitermachen können, weil ich hatte das Gefühl, wir sind gerade erst so richtig warm geworden, aber ähm haben vielleicht so ein bisschen diese etwas gröbere Einordnung zumindest äh geschafft.
Und ähm ja, vielleicht sollten wir noch ein bisschen Werbung machen für ähm deine Bibliothek, also für deine Website.

Clara:
[2:05:29] Ähm ja, also unter dem Namen Lilly Elbe Bibliothek bin ich an verschiedenen Stellen im Internet sichtbar, es gibt die Website, die heißt einfach Lilly Elbe DE mit
Bindestrich. Allerdings ist die jetzt nicht toll gepflegt. Ähm ich würde eher empfehlen, äh guckt mal in Social Media, also ich bin bei äh Twitter, bei Instagram
auch bei Facebook mit einer Seite und seit kurzem auch bei Letterbox.
Bin bin außerdem mich würde sehr interessieren mich über Lily Elbe zu unterhalten und Gerda Wegner, weil da habe ich eigentlich Themen, die mich interessieren, wo ich kein Gesprächspartnerin habe, äh zu verschiedenen Aspekten, ähm.
Und bin auch immer interessiert an Empfehlungen für Bücher und für Filme oder an äh Gesprächen
über diese Sachen. Und was mich auch sehr interessiert ist, Transgeschichte. Äh ich bin find's immer wieder spannend, wenn ich aus den zwanzigern irgendein Buch ausbuddele, äh von dem ich vorher nichts gehört habe oder nachdem ich fünfzehn Jahre gesucht habe oder so. Ähm,
sind. Das sind so die Dinge, die mich da beschäftigen und zu denen ich dann poste.

Christian:
[2:06:36] Ich glaube, die die beste Anlaufstelle ist tatsächlich dann Twitter, oder? Ad Lilly Elbe, ähm.

Clara:
[2:06:42] Da bin ich im Moment aktiver. Eine Zeit lang war ich in Instagram aktiver. Äh ich habe so ein Projekt dreihundertsechsundsechzig Transbücher. Da wollte ich eigentlich letztes Jahr jeden Tag ein Buch vorstellen. Äh die Energie hat da nicht ganz gehalten. Ich bin so bei hundertneunzig oder so
Äh mein Ziel war zu zeigen, guckt mal, es gibt derartig viele Bücher, die Transthematisieren. Es gibt nicht nur die zehn oder zwanzig, von denen man hört, es gibt hunderte. Äh und
Das werde ich auch weiter fortsetzen. Ja, aber in Twitter bin ich zur Zeit tatsächlich am aktivsten, ja. Würde mich freuen, wenn ihr mir da folgt oder wir ins Gespräch kommen.

Christian:
[2:07:14] Genau, die Einladung, äh, teile ich, also meldet euch sehr, sehr gerne zum Podcast, zum Thema, zum Film und, äh, genau, lasst es sehr, sehr gerne auch Empfehlung da.
Gut, dann äh würde ich sagen, äh machen wir hier langsam zu. Und äh vielen Dank für ja.
Fürs Dabeisein. Ich wollte gerade sagen, für den Film, ich sage ja, wir finden nochmal einen besseren Film, wir holen es nochmal in positive Ausführung nach, aber sehr, sehr vielen Dank, dass du ähm dabei warst und dass du ähm,
Ich auch selber vorgeschlagen hast und dich in die Sendung eingebracht hast. Vielen Dank dafür. Und äh ja, wir äh hören uns dann äh bald wieder hier in Podcastform. Ahoi, bis zum nächsten Mal,
Tschüss.

Soundboard

Outro

Clara:
[2:08:03] Tschüss und vielen Dank für die Einladung.