Second Unit #339 – Der Leuchtturm (#Filmvorschlag)

2021, Second Unit
Second Unit
http://secondunit-podcast.de/

Website: http://secondunit-podcast.de Steady: https://steadyhq.com/de/secondunit Shop: https://secondunit.bandcamp.com/ iTunes: http://itunes.apple.com/de/podcast/second-unit/id534950196?mt=2 Spotify: https://open.spotify.com/show/4Zgl4qWwfpVQ3YhvFy4lbl?si=s4gCNjwESDOjf30mDOaJ4A Twitter: https://twitter.com/2nd_Unit Instagram: https://www.instagram.com/second_unit/

Intro

Soundboard

Begrüßung

https://twitter.com/vanilla_chief?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor

Christian:
[0:26] Einer neuen Ausgabe der Second Unit, mein Name ist Christian Steiner und ich hab bei mir den Christopher von den Kulturpessimistinnen hallo.

Christopher:
[0:35] Hallo Christian.

Christian:
[0:37] Jetzt haben wir uns hier vorher gar nicht irgendwie abgesprochen, also wie viele äh wie viele Seefahrtswitze lassen wir hier durchgehen in der Sendung?

Christopher:
[0:47] Ähm kein, weil einer hat sich quergestellt.

Christian:
[0:51] Gut, sehr gut. Der ist Case Closed. Wir können die Sendung zumachen äh.
Besser wird's nicht mehr. Ähm.

Christopher:
[1:00] Der der Witz altert auch gar nicht, also der der verstehen auch Leute in zwanzig Jahren.

Christian:
[1:05] Ich wollte grad sagen, also ähm ich glaube schon, dass man den auch nächste Woche vielleicht noch verstehen kann, je nachdem, wie sich die Nachrichtenlage da entwickelt aber ähm ja gut äh.

Christopher:
[1:17] Ich hatte mich jetzt schon darauf vorbereitet, dass ich ähm Shanty singen muss. So, wenn The Tanging ist, dann take mail leave and go.

Christian:
[1:26] Weißt du, das ist ja, du musst es ja nicht, aber du darfst es sehr gerne.

Christopher:
[1:29] Ja, das sparen wir uns dann für die nächste Fol.

Christian:
[1:33] Sehr gut. Äh ja, was machen wir hier eigentlich? Vielleicht äh sollten wir nochmal ganz kurz haha zurückrudern.

Christopher:
[1:40] Ja

Christian:
[1:43] Denn wir wollen ein bisschen ja, was was machen wir hier eigentlich? Wir sprechen über einen Film.
Wir sprechen über der Leuchtturm oder auch unser Lighthouse und ähm ja, was ist das für ein Film? Also äh ich habe schon irgendwie sowas gelesen wie Horror, Thriller.
Hab mich da auch so ein bisschen am Kopf gekratzt, ähm, Daniela war so ein bisschen,
Sagen wir mal angepixt als wir den zusammengeguckt haben, weil beim Stichwort Horror sie nicht ganz so mitgeht und da ein bisschen äh sehr vorsichtig war. Ähm mir fällt es sehr, sehr schwer, diesen Film irgendwie zu greifen und einzuordnen und überhaupt in irgendwelche Genre.
Schubladen zu packen, aber wir werden das ein bisschen versuchen. Wie würdest du den Film beschreiben.

Christopher:
[2:29] Ähm ja, also Horror trifft es,
Würde ich sagen schon. Ich glaube, ähm man hat oft ein falsches Bild von.
Alles Horror umfasst, weil man sage ich mal,
gleich im Kopf hat. Ähm
Ich ich würde mich so ein bisschen von dieser äh Definition des Allowated Horrors äh distanzieren.

Christian:
[2:52] Was ist das, was, was ist.

Christopher:
[2:55] Naja, das ist jetzt so die Definition, um sich quasi abzugrenzen vor dem in Anführungsstrichen Schund, den man ja sonst als Horror kennt, weil das ist ja jetzt Horror für Leute mit Anspruch.
Ähm und äh deswegen würde ich mich davon distanzieren, weil das so ein bisschen sowas klassistisches hat. Ähm ich würde einfach sagen, dass das ähm das ist ein sehr atmosphärischer, wenig erschreckender Horrorfilm.

Christian:
[3:18] Ja, ich äh würde auf jeden Fall sagen, es ist ein sehr stimmungsvoller Film. Also ich finde.

Christopher:
[3:26] Ja, ich glaube, das meine ich mit Atmosphä.

Christian:
[3:27] Genau, also also ähm ich also das ist bei mir jetzt eine Woche her, dass ich ihn gesehen habe, aber das erste, was mir einfällt ist Wind, Möwen.
Ähm das Horn, Regen, also so die Atmosphäre dieses Filmes ist sehr, sehr äh.
Hängengeblieben bei mir. Ähm aber klar, wir müssen auch über einiges äh Weiteres sprechen, über die Geschichte, wir werden über die Charaktere, glaube ich, auch sehr intensiv sprechen, ähm.
Der Film ist mittlerweile äh gut zwei Jahre alt, ähm Spoilerwarnung ist vielleicht angebracht, aber eigentlich auch nicht, weil wir Spoilern hier sowieso,
Also ohne,
finde ich können wir hier gar nicht arbeiten. Deswegen seid vielleicht gewarnt, falls ihr noch nicht gesehen habt. Ähm, ist auf jeden Fall klare Empfehlung, weil das ein sehr ähm.
Eigener Film ist und es zu bewerten, aber so einen Film habe ich äh vorher auch noch nicht gesehen.
Und ähm das ist eigentlich immer eine, eine sehr, sehr gute Sache.
Christopher, ich hab schon erwähnt, du bist bei den Kulturpessimistinnen dabei, ähm, ihr hattet ja auch eine Elternzeitvertretung hier bei uns in der Second Unit übernommen, deswegen kennt man dich da vielleicht aus der Ausgabe, aber du hast ja auch noch äh
den einen oder die fünf anderen Podcasts zum Start vielleicht magst ja noch ein bisschen was äh berichten, was du sonst so machst.

Christopher:
[4:49] Ja und jetzt kommt Achtung, jetzt kommt wieder ein Seefahrerwitz, dass andere Dickschiff.
Meiner Podcast-Projekte ist ja der Countdown Podcast, wo ich ähm mich mit meinem mit Podcaster Frank über
Wie der Name schon sagte, Raumfahrt unterhalte ähm der Countdown Podcast ähm es geht hauptsächlich um,
technische Seite und dann auch oft was damit zusammenhängt, nämlich die wirtschaftliche Seite ähm und ja, wir besprechen einfach alles Neues aus der Raumfahrt
und es geht weniger oft um Space X, als man oft annehmen würde, wenn man sich das von außen anschaut
Ähm dann gibt es noch so ein kleines Spin-off, der Kulturpessimist innen, nämlich Klassiker der Filmgeschichte,
aber komm auf jeden Fall wieder, da besprechen wir ältere Filme
oder auch einfach Filme, über die wir mal reden wollten, die unsere Gästinnen mitbringen. Dann mache ich noch so ein kleines Projekt Zeitspeise wo es um die Geschichte von Essen geht.

[5:45] Und dort besprechen wir alles von Fürst Pücklereis bis zu Luculus und Pfeffer und äh Pommes und was es alles gibt
und ein Projekt na ja sage ich mal so, was gerade so ein bisschen auf Eis liegt, aber was hoffentlich auch mal wieder kommen wird. Das Projekt Wandschauer, wo ich alleine erstmal ähm
äh komplett von vorne bis hinten die Bücher von Szisern, Lio,
bespreche, nämlich ähm die trisolares Triologie, ähm ein Scifi-Epost, der mich sehr begeistert hat und äh dem ich mich in diesem Podcast äh Kapitel für Kapitel widmen möchte, weil ich das äh in aller Tiefe
erschöpfend besprechen möchte. Ja das sind so meine aktuell,
oder auch weniger gut laufenden, aber auf jeden Fall aktiven Podcast Projekte.

Christian:
[6:29] Sehr gut, werden wir auch noch verlinken in den Shownotes. Also wenn ihr euch da schon mal durchklicken wollt, parallel und äh den einen oder den äh anderen Podcast schon abonnieren wollt, dann äh klickt euch einfach ein bisschen bei uns durch die Shownotes. Ähm bevor wir in den Film rein

Wir Brauchen Deine Hilfe!

https://steadyhq.com/de/secondunit/about

[6:43] tauchen. Ich irgendwie ich will's noch nicht mal, aber irgendwie kommt's von alleine. Bevor wir weitermachen mit dem Film äh gibt's natürlich auch noch einen kleinen Hinweis,
eigener Sache, denn ihr könnt diesen Podcast bei Stadty unterstützen. Das tun auch schon. Einige Leute und es könnten auch noch einige Leute mehr dies tun und ähm dieser ganze Film hier, den wir besprechen, äh.
Auch mit äh Steddy verbandelt. Ähm deswegen seht ihr auch hier dieses Hashtag Filmvorschlag. Das haben wir früher auch öfter gemacht und das will ich jetzt eigentlich ein bisschen reaktivieren und zwar eben
über Stadty, also in ähm.

[7:19] In Verbindung mit Stadion. Und zwar Leute, die uns da unterstützen und die da
Paket der Regisseur in klicken
die können äh ja Filme vorschlagen und das haben wir jetzt auch gemacht. Das war in diesem Fall der Niklas. Den habe ich mal angehauen, der unterstützt die Sendung auch schon sehr sehr lange. Vielen Dank an dieser Stelle.
Und hab ihn mal nach drei Vorschlägen gefragt und hab gesagt hier was sind denn deiner Meinung nach Filme die wir unbedingt mal besprechen sollten hier im Podcast und er hat uns unter anderem
vorgeschlagen. Ich glaube, was war noch dabei? Äh der Sonic Film und der letzte King Kong. Also die drei Filme hat er,
vorgeschlagen und die habe ich dann auf Twitter für alle quasi zur Abstimmung gestellt und äh das Ergebnis war dann eben der Leithaus. Also wenn ihr auch ähm das Programm mitgestalten wollt.

[8:07] Dann können sie das sehr, sehr gut über Steddy machen, den könnt ihr euch da reinklicken, den könnt ihr euch dieses Paket klicken, das kostet acht Euro im Monat, wenn ihr ein ganzes Jahr unterstützt und was auch in diesem Paket teil.
Sein kann, wenn ihr das möchtet, wenn ihr ein halbes Jahr durchhaltet in diesem Paket, dann äh könnt ihr auch hier in die Sendung direkt kommen, dann könnt ihr nicht nur einen Film vorschlagen, ihr könnt auch diesen Film.
Mit mir dann diskutieren. Niklas hatte weniger Lust dazu, er hat gesagt, ich höre lieber zu, aber,
Auch das ist möglich. Deswegen äh klickt euch da gerne mal rein, unterstützt das Ganze
und ähm ja, halte die Augen und vor allen Dingen auch die äh Twitter äh
Knöpfe offen für weitere Filmvorschläge, die so in den nächsten Monaten immer mal wieder eintrudeln werden und dort zur Abstimmung gemacht werden.

[8:56] Ja, dann ist wie immer die erste Frage, so was den Film angeht, den wir besprechen wollen, was wussten wir denn im Vorfeld.

Vorverständnis

[9:06] Von diesem Film haben wir den schon mal gesehen, ist das jetzt eine Wiederholungssichtung? Kennen wir weitere Werke von Beteiligten? Äh hatten wir irgendwelche Erwartungen
Da stelle ich gleich mal die Frage an dich weiter, wie, also ich wusste von dir, dass du den Film schon mal geschaut hast, weil äh ich hatte bei Letterbox ein bisschen gestöbert und äh da hat der Film von dir ein Herzchen bekommen und ähm da hattest du auch schon ein paar sehr interessante Sachen in deinem Review ähm
angedeutet zu dem Film und ähm ja wie, wie bist du denn jetzt so in diese zwei Sichtungen von Lighthouse gegangen?

Christopher:
[9:44] Ja also ähm ich äh Nighthouse war tatsächlich einer der wenigen Filme, die ich letztes Jahr im Kino gesehen habe. Äh nämlich im Open Air Kino
mit Abstand und es war auch Sommer und äh da war alles noch äh vergleichsweise normal und ähm äh davor hatte ich noch gar nichts von Robert Eggers gesehen, hatte mich auch nicht sehr groß mit ihm beschäftigt
Jetzt in die Zweitsichtung ähm bin ich so ein bisschen mit dem äh Ding reingegangen, ähm weil ich
seit ich den Film im Sommer gesehen hatte, gar nicht mehr so viel über ihn nachgedacht hatte
Aber natürlich in der Tabak Treview gesagt habe, oh, da steckt da so viel drin und jetzt musste ich mir so ein bisschen das das Wissen wieder reaktivieren. Was ich denn da so toll fand und ähm.
So bin ich da reingegangen und ähm ja das es kam dann auch wieder sehr schnell zu mir, nachdem ich den Film dann gesehen habe oder während des Schauens,
man kann sich dann beim zweiten Mal schauen doch auf nochmal andere Sachen konzentrieren
und ähm ich habe jetzt äh ich hab's im Sommer auch auf Deutsch gesehen, äh weil's leider nur in Synchron angeboten wurde. Hatte jetzt natürlich die Gelegenheit, ihn im Originalton zu sehen und vor allem äh William The Force
Ähm äh wirklich sehr spezifischen Main-Akzent wertzuschätzen, den er dort ähm auf die Bühne bringt.

Christian:
[10:59] Ich habe den im ähm auch englischen Original mit deutschen Untertiteln geguckt, äh die ich an mancher Stelle doch wirklich auch gut gebraucht habe. Also das ist äh sehr, sehr spannend auch wieder mit Sprache gearbeitet wird in dem Film. Also ähm ja
Genau, ähm.
Da muss ich gleich mal nachfragen. Ähm hast du denn jetzt irgendwie, also es klingt jetzt nicht so, aber hast du denn jetzt irgendwie einen Grund nochmal bei der zweiten Blätterbox Review, deine erste irgendwie zu widersprechen? Ähm, wird das Herzchen wieder rausgenommen oder äh bist du stimmungsmäßig ähnlich.

Christopher:
[11:29] Nee, definitiv nicht. Also ich habe ja äh ein Herz und glaube ich auch viereinhalb Sterne gegeben
da können wir vielleicht vielleicht noch später nochmal drauf eingehen, warum es jetzt nicht fünf sind, ähm, aber ich finde ihn immer noch sehr ähm.
Es ist ein Film, der sehr viel zum Nachdenken anregt, der so ein bisschen das Gehirn kitzelt
Ähm und deswegen kann ich ihn auch bestimmt nochmal ein drittes, viertes oder sogar fünftes Mal sehen.

Christian:
[11:56] Ich find's ein bisschen schade, ich habe ihn jetzt einmal geguckt, ist auch schon eine Woche her wieder bei mir. Ähm also ich
ich kannte vorher, also ich ich habe von dem Film gehört, von The Lighthouse, der hat ja glaube ich auch
ich weiß gar nicht wann das war. Es ist Jahre verschwimmen, aber irgendwie als der so raus kam
gab's so ein bisschen Oscar, Bars auch um den Film herum, ich glaub irgendwie die Kameraarbeit wurde nominiert. Dann gab's ein bisschen so, warum sind die beiden ähm hier äh William the Food und und Robert Pattonson als Schauspieler nicht irgendwie nominiert. Da gab's so ein bisschen Diskussion um den Film.

[12:30] Das habe ich so äh wahrgenommen. Äh ich wusste auch von einem Robert
von dem Namen und ich weiß, dass wir diesen Film Rich vorgemacht hat, von dem ich auch damals ähm bisschen was aufgeschnappt habe, als da raus kam und das habe ich alles so irgendwo ins Hinterköpfchen abgespeichert für ähm.
Zu äh so ein, so ein so ein Pin reingesetzt und das, das sollte ich mir nochmal anschauen. Die die beiden Filme, besonders der Lighthouse und eben auch, was das für ein, für ein Mensch ist, dieser Robert Aggers, was der da so macht für Filme. Äh deswegen bin ich sehr dankbar, dass es jetzt mit dem Filmvorschlag auch geklappt hat
aber eigentlich, also je länger es herrscht, dass ich den gesehen habe, desto mehr reift er in mir, the Lighthouse,
Und ein bisschen schade, ich hätte ihn eigentlich ganz gern irgendwie,
vielleicht nochmal ein zweites Mal gucken wollen, können auch für die Diskussion, weil ich glaub das ist zum Film, der wächst mit dem Jahn, der wächst mit den eigenen Erfahrungen, der wächst mit dem wiederholten, wie du sagst, nachdenken über den Film, weil man da auch 'ne ganze Menge.
Rausholen kann. Ähm das macht ihn für mich auch ein bisschen besonders.

[13:35] Gut ähm.

Plot

[13:39] Ein bisschen Vorverständnis war also da, wie sieht's denn aus äh auch für die Leute, die ihn vielleicht nicht gesehen haben oder die tatsächlich irgendwie auch schon vor einem Jahr gesehen haben, als sie irgendwie im äh Open Air Kino lief. Ähm.
Worum geht's? Was passiert? Was ist da los? Da kannst du vielleicht nochmal ein bisschen äh zusammenfassen, was bei Lighthouse passiert.

Christopher:
[14:00] Also im Zentrum äh steht definitiv das Namensgebende Leithaus, das auf einer sehr, sehr kleinen Insel vor der Küste äh
USA, also vor allem vor der Küste Neu Englands steht, aber im Grunde könnte es auch mitten im Meer stehen ist, man sieht kein Land, es ist einfach eine Inselchen inmitten von nirgendwo,
dort landen am Anfang des Filmes die zwei Leuchtturmwerte einmal African Winzlow als ein junger.
Junger Mann und der andere Thomas Wake gespielt von William Davo, als der alte Seebär.
Und beide sollen jetzt die nächsten vier Wochen glaube ich waren's diesen Leit diesen dieses Leuchthaus,
Leuchtturm so heiß. Diesen Leuchtturm,
betreuen und natürlich dafür sorgen, dass er weiterhin leuchtet und es bildet sich ganz schnell eine Dynamik heraus, dass ähm äh Thomas Wake ähm den Everem so ein bisschen kleinhalten möchte, ihn für allerlei Schuftereien anstellt und so die Knute.

[15:04] Ihn unter der Knute hält und Every
möchte da begehrter so ein bisschen auf, möchte auch mal den das Licht an sich betreuen, aber da lässt natürlich Thomas niemanden ran, weil das ist sein Heiligtum
und ja wir leben den Film hauptsächlich aus der Sicht von Eferem, Eveream und ähm
er hat dann allerlei merkwürdiger Begegnungen, er findet dann eine Meerjungfrau am Strand, ähm die dann auf einmal wieder verschwindet.

[15:34] Und irgendwann soll dann auch das Boot kommen, was sie zurückholt,
Das kommt dann aber nie und auf einmal sagt dann Thomas Weg. Ja, wir sind ja schon ganze Wochen jetzt oder Monate hier und der Film driftet so eine äh eine eher abstrakte,
Richtung ab und ähm die beiden geraten noch immer stärker aneinander. Man könnte auch sagen, sie treiben sich gegenseitig in den Wahnsinn. Ähm es gibt
Alkoholexzesse ähm es gibt Verwandlungen, dass äh Thomas Werk auf einmal zu einem Seegott wird. Und äh ja, am Schluss kommt es äh fast schon, wie es kommen muss. Every
bringt Thomas um und schnappt sich die Schlüssel zum Heiligtum, zum Licht, blickt in das Licht, wird wahnsinnig
äh sieht irgendwas, was ihn komplett den Verstand verlieren lässt und er stürzt die Treppe hinab und am Schluss liegt der Tod vor dem Leuchtturm und äh Möwenpicken an sein Eingeweiden, also ein ziemlich brutales Ende
und ja
Dann ist der Film vorbei, beide sind tot, beide haben sich mehr oder weniger gegenseitig umgebracht, gegenseitig in den Wahnsinn getrieben und ähm,
Das ist im Grunde so ganz nüchtern erklärt der Film.

Christian:
[16:42] Und der Leuchtturm steht und leuchtet.

Christopher:
[16:45] Der Leuchtturm ist von dem allen sehr unbeeindru.

Christian:
[16:49] Ja ähm das Ganze spielt, ich glaube so in den achtzehnhundertneunzigern ähm.

Christopher:
[16:58] Ich glaube sogar ziemlich genau achtzehnhundert.

Christian:
[16:59] Ah ja und ist auch in schwarz-weiß gehalten. Es gibt so eine so eine ähm,
fast vier zu drei ähm Bildausschnitt, also ähm ähm der Film ist stilistisch auch sehr stark in, also versucht an diese Zeit zu erinnern, in der er spielt und verschafft damit auch nochmal einen ganz eigenen Look und den ganz eigene.
Ja, diese Atmosphäre, die wir am Anfang auch schon ein bisschen erwähnt hatten, die äh bringt ja eben auch dadurch ähm sehr, sehr gut rüber, aber da müssen wir gleich auch nochmal ein bisschen ins Detail gehen.
Du hast schon.

Christopher:
[17:32] Und basiert anscheinend auch auf einer wahren Begebenheit. Also das sagte für mich
ähm aber äh um diese Zeit also um achtzehnhundertneunzig soll es einen Vorfall gegeben haben, wo äh dann die beiden Leuchtturmwerte, die auch beide Tomas hießen, weil Aferim heißt ja gar nicht Afrim, sondern eigentlich auch Thomas
die beide dann tot auf ihrem Leuchtturm aufgefunden wurden, auch weil das Schiff nicht kommen konnte. Und das war damals so ein Vorfall, den der hat auch dann ähm Miville und ähm Edge Ellenpo und
zu ganz vielen Geschichten bewegt, aber quasi dieser Leuchtturm, beide heißen Thomas, beide bringen sich gegenseitig um. Das ist anscheinend mal so um diese Zeit passiert. Und da ist auch die Inspiration hergekommen für Robert Eggers.

Christian:
[18:16] Mhm,
Ja, ich glaube auch irgendwie fing das nicht sogar an mit mit einer Verfilmung irgendwie von einem äh Atgalanpo-Text glaube ich, der sich dann immer mehr in was eigenes entwickelt hat. Das hatte ich irgendwie auch gelesen. Ähm,
Ja, aber ähm
Du hast schon ein paar Namen erwähnt, die wir auch äh erwähnen äh weiter erwähnen wollen und weiter erwähnen müssen. Wir haben halt Robert Aggers als sowohl Drehbuch mit Drehbuchautor und eben als Regisseur, der vorher diesen Film Dough

Cast

https://www.imdb.com/title/tt7984734/

[18:46] gemacht hat und ähm du hast zum Biss, also du hast ihn jetzt in Vorbereitung für den Podcast, hast du auch nochmal vorich geguckt oder das erste Mal geguckt. Ähm.
Was was ist dieser Ärgersverein? Was was macht er da für Filme? Also ist das vergleichbar mit Lighthouse ähm,
oder ist das was komplett anderes, was komplett eigen ist.

Christopher:
[19:08] Ähm also was ich extrem spannend finde ist, dass ähm Robert Eggers und auch sein Bruder Max Eggers, mit dem er ja das Drehbuch geschrieben hat, ähm dass die schon vor The Wich on the Lighthouse gearbeitet haben, so in der ganz frühen Phase,
also dass man vielleicht sogar sagen könnte, beide Filme sind parallel entstanden und man wüsste jetzt so gar nicht, was der erste Film von Robert Eggers ist. Ähm ich glaube, Robert Eckers ist jemand, der sehr stark von.
Vollklorore, so als große Überbegriff fasziniert ist, wahrscheinlich auch schon sehr als Kind. Also er hat zu The Rich gesagt, dass das Thema
quasi der der Hexen ähm ihn schon als Kind fasziniert hat und ähm dass er schon daran ganz lange gearbeitet hat, deswegen war es dann wahrscheinlich auch der erste Film, den er dann umgesetzt hat
Ähm und äh er nimmt sich Stoffe und verfilmt sie ziemlich straight vor Wort, also,
Es ist niemand, der jetzt etwas nimmt, etwas Klassisches nimmt und da so ein Twist draufsetzt. Also jetzt nicht.
Get Out, so der klassische ähm Horrorfilm, wo dann der Twist ist, na ja es geht eigentlich um Rassismus, sondern,
Bei the Witch, es ist einfach eine Familie, zieht an den Waldrand, da ist eine Hexe.

[20:16] Und die Hexe macht wirklich, also sind die wirklich klassischen Beats, die Hexe klaut die Kinder, damit sie jung bleibt.
Der schwarze Bock ist eigentlich der Teufel und es gibt ein Buch, wo dann ein Pakt mit dem Teufel geschlossen werden muss, also wirklich die ganz klassischen Beats, da wird auch nichts groß dran verändert
Aber es ist halt die Detailverliebtheit, also wirklich dieser Wunsch, dass so
Detail verliebt zu inszenieren, wie nur möglich. Also bei The Rich hat er dann mit so Museen zusammengearbeitet, um wirklich diesen dieses Feeling von äh Mitte des siebzehnten Jahrhunderts in Neueng.

[20:47] Sahen die Leute aus, wie haben sie gelebt, was haben wir haben sie gesp.
Ähm also dadurch recherchiert er extrem viel und das Gleiche ist jetzt auch bei der Lighthouse passiert ähm äh hat die Leithaus äh auf dieser Insel fast komplett nachgebaut oder neu gebaut
Ähm, also das existiert so nicht, aber sie haben da wirklich eine riesige Kulisse für gebaut, haben auch unter den härtesten Wetterbindungen gedreht, also wenn's da regnet, das ist keine Regenmaschine
Ähm und auch was man natürlich jetzt nochmal an der an den ähm der schwarz-weiß Verfilmung sieht, sie versuchen auch mal den Look und viel der Zeit.

[21:24] Stellen. Also achtzehnhundertneunzig war es mit Filmen natürlich noch nicht so weit, aber ähm die Linse, die hier verwendet wird, ist eine Baltalinse. Ähm aus den neunzehnhundertdreißiger Jahren. Der Kameramann Jarin Blaschke, der auch schon bei Bowic Kameramann war. Ähm,
wirklich recherchiert, welche Linsen wurden zu dieser Zeit verwendet, weil er wollte so einen Film machen wie der sich so anfühlt wie so ein Fritz,
also er hat gesagt, er hat sich davor M angeschaut und hat gesagt, sowas will ich haben, so ein M-Film. So das Feeling, wie das aussieht, dieser, dass die Highlights und also die hellen Stellen im Bild so ein bisschen leuchten ähm und dann nimmt man halt diese Baltalinsen
dann hat er nochmal so einen sich einen Custom Filter vor diese Linse bauen lassen, der alles so Rotlicht ausblockt, sodass alles rote komplett schwarz ist, sodass die die Mimik, das Gesicht möglichst prägnant ist
Und ähm ja, also man merkt halt, sie äh das ganze Team um Robert Eggers versucht sich wirklich in diese Zeit
fast schon reinzugraben und wirklich es so nachzustellen, wie es damals war, mittelmitteln, also mit meinem Lighthouse neunzehnhundertdreißig machen würde, wie würde es dann ausse.

[22:29] Und ähm ich glaube, das macht Robert Eggers Firma aus, also wenig, dass er sich irgendwie was großartig Neues ausdenkt, sondern dass sowas sehr klassisches nimmt und einfach mit sehr, sehr viel Detailverliebtheit neu darstellt, sodass es dann trotzdem spannend ist.
Dass die Geschichte trotzdem spannend ist, dass es einfach jetzt zwanzig einundzwanzig spannend ist zu sehen.

Christian:
[22:48] Du hast auch von Frau Klore gesprochen. Ich finde der, der, das habe ich dann auch
eher noch gesehen in der in der Recherche danach, dass der Leithaus ja auch sehr stark parallel zur griechischen Mythologie hat, also sich da eben auch ähm ähm einiger bekannter Motive, also.

[23:05] Inhaltlicher Motive wie sogar tatsächlich bildhafter Motive äh bedient und ähm das finde ich auch ganz,
Ganz stark, also das das diese, weil du jetzt sagst, so die sind jetzt vielleicht inhaltlich nicht innovativ, die Filme, aber ich find's auch ich find's interessant, dass er sich halt eben diesem, diesem.
Also mir ist das Wort Märchen eingefallen und das trifft's nicht so ganz, aber es ist irgendwie es fühlt sich an.
Lighthouse fühlt sich für mich an, wirklich wie so eine.
Wie so ein Seefahrtsmärchen, das sich wahrscheinlich um diese Zeit oder meinetwegen auch noch neunzehnhundertdreißig
ne, weil du gesagt hast, diese Kameralinsen aus dieser Zeit,
Was ich vielleicht auf hoher See neunzehnhundertdreißig erzählt wurde von diesen beiden Leuchtturmwärtern
auf der Insel waren und wahnsinnig wurden und äh der eine das Licht gesehen, also da das ist so,
So fühlt sich dieser Film für mich einfach an. Und das ist eine sehr, sehr spannende und schöne Verbindung aus Bildern, aus Inhalt,
aber eben auch aus Motiven und das macht ihn für mich auch so, das lässt ihn für mich auch im Nachhinein so reifen. Je länger es her ist, dass ich über den, also dass dass ich den Film gesehen habe, desto mehr er irgendwie zur Erinnerung in mir wird, desto
desto mehr festigt sich irgendwie auch der Eindruck von dem Film. Und ja.

Christopher:
[24:31] Ich finde
er schafft auch sehr gut, ähm! Das übergreifende Motiv in verschiedenen folklorischen Quellen zu finden. Also wenn man sich überlegt, okay, wir haben mit sehr viel griechischen Mythologie, mit Ölipus, mit Prometois,
Wir haben aber auch sehr viel sag ich mal softcraftmäßiges mit Verwandlung und dass man irgendwie beim Anblick von etwas ähm äh so.
Den Verstand verliert, wenn man das so sagen möchte, ähm aber auch, dass man dieses altestermetarische vom
vom Alttest testamentarischen Gott hat. Ähm also ich finde diese Beziehung, die die beiden haben, das hat auch so ein bisschen was von Abraham und und Gott.
Also dass das eher so ihn ständig,
auf ihn draufhaut, aber er trotzdem noch weiterhin zu ihm aufschaut. Und ich finde, er er schafft es einfach so dieses äh ich habe das in meinem Sitzen als Amagan beschrieben. Also er schafft es wirklich ähm das übergreifende Motiv aus vielen verschiedenen Quellen
herauszuarbeiten, weil das ist natürlich auch da drin, weil natürlich alles aufeinander aufbaut. Also äh griechische Mythologie hat äh christliche Mythologie inspiriert, hat
die die Mythologie des achtzehnten neunzehnten Jahrhunderts, wenn man so nennen mag, inspiriert. Ähm, also natürlich sind da Verbindungen drin und ich finde, er schafft es sehr gut, diese Verbindung wieder herauszuarbeiten.

Christian:
[25:50] Ja und das er bedient sich da ja auch auch ähm Motiven und Geschichten.
Die sehr viel Zeit schon überdauert haben und damit auch irgendwie zeitlos sind.
Also diese ganzen, wie du gesagt hast, das das Christliche, das diese griechische Mythologie, das sind ja sehr, sehr alte Stoffe, sehr sehr alte Motive, sehr, sehr alte Geschichten und das ist irgendwie das interessant, die nimmt er.
Arbeitet er heraus, die steckt er in seine Filme rein und gleichzeitig du hast jetzt von Rich gesprochen, irgendwie siebzehntes Jahrhundert oder sowas, Hexengeschichte, aus, aus, aus, also so, so sieht der Film ja irgendwie aus, wie aus dieser Zeit und.
Zeitlosen,
Quellen oder diese zeitlosen Stoffe nimmt er dann, um sie aber in eine sehr sehr bestimmte, aber von uns sehr weit entfernte Zeit wieder zu stecken,
Also er macht ja jetzt nicht irgendwie äh so ein, so ein, so ein, so eine Nummer draus und sagt, ja, das hole ich jetzt alles in die Gegenwart, ne? Und erzähle jetzt irgendwie mal, wie mit Smartphones und Social Media jetzt irgendwie hier äh Ödipus,
und Prometos erzählt wird so, sondern er entscheidet sich ja trotzdem wieder, dass in eine sehr sehr bestimmte, aber eben ja.
Ich will auch sagen für uns fremde Zeit wieder zu packen, um quasi diesen dieses, also die Betonung des Zeitlosen auf so einem doppelten Weg irgendwie zu gehen.
Und das finde ich auch sehr, sehr, sehr, sehr spannend, weil The Lighthouse ist zeitlos, sehr konkret, zeitlich verankert und.

[27:18] Und überliefert uns darüber.
Wieder etwas Zeitloses ähm oder etwas auch für die Gegenwart gültiges und das.

Christopher:
[27:28] Es wirkt halt, es wirkt halt nicht wie ein Piri-Pierce. Es wirkt jetzt nicht wie dauernd ein Abby, wo äh man merkt, okay, sie
hat sich sehr viel Mühe gegeben das so aussehen zu lassen wie keine Ahnung Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts ähm aber es ist halt alles in HD und sechzehn zu neun und was weiß ich,
Derbys Around, sondern es glaube, es fühlt sich auch dadurch zeitlos an, dass es eben auch mit diesen alten Methoden gefilmt wurde.
Also äh hier the Wich ist ja auch nicht äh sechzehn zu neun, das hat ja auch ein anderes Bildformat und ähm es wurde auch sehr viel mit natürlichem Licht gearbeitet, also alle Innenaufnahmen in the Bridge sind nur mit Kerzenlicht ausgeleuchtet
Ähm was extrem schwer ist, glaube ich, äh für einen Film. Ähm
Und äh ich glaube, dadurch wird es zeitlos, weil man halt nicht diesen Disconnect zwischen moderner Aufnahmetechnologie und alten Bildern hat.

Christian:
[28:20] Ich habe wirklich ähm.
Also mir ist klar, was ich da gesehen habe, ein Film von zweitausendneunzehn mit äh sehr hochkarätiger Besetzung, da werden wir gleich auch noch drüber sprechen, aber ich habe so so, ich sage ja, dieser Film reifte meine Erinnerung, wenn ich mich an den Film zurückerinnere, dann dann muss ich mich auch sehr aktiv dran erinnern, dass ich da keine Dokumentation gesehen habe
Also da hat ja niemand ein,
mal so quasi achtzehnhundertneunzig 'ne Kamera nebenbei laufen lassen, sondern das ist halt alles nachträglich gemacht und inszeniert aber dieser Eindruck.
Aus der Zeit, ähm, es also hat für mich halt so gut funktioniert und das war auch gleich in den ersten paar Minuten so.

[28:55] Als vielleicht erinnerst du dich an an dieses Bild. Die beiden, also Robert Petanson als ähm,
Winslow und William the Foat als Thomas Wake. Diese beiden Leuchtturmwerte schauen direkt in die Kameralinse,
und positionieren sich so als ob ein Foto von ihnen gemacht wird. Ähm
Vielleicht kannst du dich an einem Moment erinnern, weil ich fand das, ich fand das da da ist für mich schon alles zusammengekommen. Da hatte ich da hatte ich sofort ein Gefühl dafür, was das jetzt hier wird, weil ja, der Film baut sich so ein bisschen auf, die Logos, aha, schwarz weiß, vier zu drei oder
Punkt eins neun zu eins, also so so Quadratisches Bild. So ähm okay, sehr stimmungsvoll alles und dann kam aber so dieser dieser diese eine Kameraeinstellung, diese beiden.
Dann ja eben Menschen die in die Kamera schauen und ich ich kannte diesen diesen diesen dieses.
Dieses Bild, vielleicht hast du den gesehen, ähm diese Dokumentation von Peter Jackson aus dem ersten Weltkrieg.
Oder so heißt der, glaub.

Christopher:
[30:04] Yeah, ich hab davon gehört, aber ich hab das nie gesehen.

Christian:
[30:06] Okay, es ist halt ähm tatsächlich eine ein dokumentarischer Versuch, weil man
auch spannend das jetzt zu vergleichen, weil man tatsächlich original Filmaufnahmen aus dem ersten Welt,
genommen hat, Archivmaterial, auch mit ganz viel mit Museen zusammengearbeitet hat. Und Peter Jackson, der große Techniker hat das Ganze dann ähm also am Anfang ist es auch schwarz-weiß und mit so stockenden Bildern, Framedrops und sowas.

[30:31] Nachher, also so im zur Hälfte des Filmes
werden die Computer angeworfen und dann wird da wirklich mit ganz viel äh äh Rechenpower, wird über dieses Quellmaterial gegangen und dann wird's halt nachträglich koloriert und es werden neue Bilder berichtet oder das ist alles flüssiger wird und ich
glaub auch, dass ich das Bild sogar aufzieht von vier zu drei auf sechzehn zu neun und Peter Jackson hatte halt sehr stark
quasi das Gegenteil versucht hat, nämlich versucht, diese Bilder so modern wie möglich aussehen zu lassen? Interessant,
Um es mal so abzukürzen, aber diese Art, wie die Menschen.
Neunzehnhundertachtzehn, neunzehnhundertvierzehn auf eine Kamera reagiert haben, nämlich ähm da war man noch nicht gewohnt.
Mit einer Videokamera, mit einer Filmkamera dokumentiert zu werden und hat ganz anders auf diese auf dieses Kamera,
Objektiv auf dieses, auf dieses äh auf diesen physischen Gegenstand reagiert. Und die Art und Weise, wie die Männer an der Front oder als sie eingezogen wurden, da im ersten Weltkrieg auf.

[31:30] Diese dokumentarischen Kameras reagiert haben, das sah genau so aus wie ich hier am Anfang von The Lighthouse,
Ich glaube, die meisten dachten auch, dass da ein Foto von denen gerade gemacht wird. Und in der damaligen Zeit musstest du ja wahrscheinlich irgendwie drei Tage stillstehen, damit das alles irgendwie funktion,
hat und so positionieren sich Willimde Four und Robert Pattonson am Anfang dieses Filmes und für mich ist da sofort hat sofort irgendwie Klick gemacht, ich war drin und hab gesagt.
Was auch immer das hier wird, ich bin schon mal,
Wach dabei. Ich bin schon mal, ich passe schon mal auf, weil das ähm ja, das ist sehr eigen, das ist sehr ähm sehr interessant.

Christopher:
[32:05] Ja, ich ich finde, dass das äh Bild spiegelt sich ja auch nochmal im Verlauf des Filmes, wo sie nämlich auf das Schiff warten, dass sie wieder zurückbringen soll und sie stehen da bei strömendem Regen auf der Klippe.
Also wirklich, wie bestellt und nicht abgeholt, also Liss Release.
Und das spiegelt sich halt quasi dieses Bild vom Anfang wieder. Also sie kommen an und sie stehen einfach nebeneinander, sie reden nicht, sie schauen sich nicht an und,
es soll quasi zurückgehen und sie reden nicht miteinander, sie schauen sich nicht an, sie schauen einfach aufs Meer hinaus und.
Ich finde, das ist ja auch dann dieser Bruchmoment, wo dann auch der Film sehr ins abstrakte abdriftet, wo sie merken, okay,
funktioniert nicht, da kommt kein Schiff und dann beginnt ja so der eigentliche der eigentliche Tanz.
Und äh,
du hast vollkommen recht. Es sieht halt wirklich so aus, als würden sie für ein Foto positionieren. Und ich bin so fasziniert von dem Feeling, was mir einfach die Bilder vermitteln. Ich glaube, ich könnte den Film auch vielleicht ein drittes Mal einfach ohne tun, mir anschauen
Einfach nur mal auf die Bilder zu achten. Also es wäre auch ein sehr schöner Stumpffilm, einfach wenn da so ein Klavier dazuspielen würde,
das wird wahrscheinlich auch sehr gut funktionieren. Release the Stummfilmcut, Robert Eggers.

Christian:
[33:14] Ich glaube, den kannst du dir, den kannst du dir fast selber bauen. Dann machst du.
Ton aus und lässt äh weiß ich nicht ein Klavier auf Spotify nebenbei laufen, aber äh ja, ja, ja, ich habe, ich habe, ich hatte eher das äh gegenteilige ähm
Gefühl, dass ich mal die Audiospuren wieder rausziehen muss, weil diese ganzen
den Sturm peitschen und den Wind hauchen und die Möwen kreischen erinnert mich ein bisschen viel zu sehr an meine Heimat deswegen ist da ein bisschen Heim wie Schrägstrich Fernweh wieder aufgekommen
auch eine sehr interessante Erfahrung. Ähm ja, wir haben schon Robert Pettenson, wolim the Vod als.
Die eigentliche Hauptbesetzung fast schon die einzige Besetzung erwähnt, die beiden äh wuppen diesen Film, tragen diesen Film.
Spielen sich da auch sehr ähm ja äh.
Spielen sich da glaube ich auch in eine eigene Welt, dass ähm äh also ähm da werden wir vielleicht auch noch die ein oder andere Szene rausgreifen, aber ich glaube, das war eine sehr ähm.
Das ich bilde mir ein, zu sehen.
Auf diesen Bildern, die ich da bekomme in dem fertigen Film, dass das auch eine sehr eigene Dreherfahrung gewesen sein muss. Also ähm.

[34:28] Auch mulmendefond, wie du schon gesagt hast mit diesen ganzen Kameralinsen und Filtern und äh Farbe wird irgendwie rausgeblockt und dadurch entsteht ein ganz eigener Look und dann auch noch diesen Willimom in diesem Bart und mit der Pfeife und mit dieser Sprache auch mit dem, wenn man's vielleicht nicht alles versteht, aber dieser Sprachrhythmus
das war immens. Also der Fond.
Als alten Seebären das also da ist für mich auch sehr sehr viel zusammengekommen, dass ähm ich ich mag ihn glaube ich mehr.
Als mir bewusst ist, Olem the Vo, ich ich musste mich auch nochmal mehr durch die Filme von ihm arbeiten, aber das war schon mal eine sehr, sehr große Freude. Ähm.
Eben auch einfach so in diesem Kostüm und in diesem Setting zu sehen. Ähm.
Ja, ich weiß nicht, ich weiß nicht, wie dir das mit der Besetzung ging, Robert Patonson als Frame Winzler, als den den als die jüngere Version des Leuchtturmwerters ähm wie, wie, wie sind die beiden, finde ich.

Christopher:
[35:29] Ich finde, ich finde sie hervorragend, also Wilhelm davor bin ich ganz großer Fan seit the Florida Project, wo er ja auch für einen Oskar nominiert war,
Ähm und ähm es passt einfach,
William davor als alter Sebia erzählt er nie was anderes gemacht, als wäre er schon dreißig Jahre zur See gefahren.
Ähm äh und ich finde Robert Patinson auch sehr gut. Ähm.
Ich ich verstehe nie so ganz, warum er immer noch auf die zwei Leitfilme reduziert wird
weil ähm er hat ja schon jetzt auch einiges anderes gemacht. Er war ja hier auch bei dem Weltraumfilm dabei hier. Ich habe seinen Namen vergessen, hier kläre nie ähm
Die ich leider nicht so gut fand und das ist ja mittlerweile, glaube ich, auch so die klassische Karriere von so einem Star, der so in so einem Franchise groß geworden ist. Also ich meine ähm.

[36:16] Daniel Redglif, was hat der nach Harry Potter gemacht? Erstmal Equos nackt auf der Bühne gestanden und danach Swiss Army Man gemacht.
Und ähm ich äh und Christen Steward, also hat er natürlich wahrscheinlich von allen die beste Post,
hingelegt, die man sich vorstellen kann. Ähm und äh
Ja, ist für den Robert Paddon zeigt hier wirklich, was er kann und das auch richtig schauspielern kann und nicht nur so ein Franchise äh Typi ist. Und die beiden zusammen, ich habe auch so das Gefühl, Robert Patinson, der könnte in zwanzig, dreißig Jahren einfach so wie Wilhelm davor auch aussehen
Ähm und äh beide zusammen echt sehr gutes Duo.
Und ähm ich habe immer so das Gefühl, Robert Eggers hat einen Willem davor sehr viel Gefallen gefunden. Ich habe schon gesehen, er ist auch bei The Northman wieder mit dabei als Heimrier The Ful
und ja ich hoffe, dass da Wilhelm davor nochmal.
Richtig aufblühen darf in der späten Karriere, die er jetzt wahrscheinlich schon hat.

Christian:
[37:11] Ich hab ähm noch so durch Zufall, dass ich mich vorbereitet habe, ein Interview gesehen bei Conan Bryan mit äh William the Food ähm.
Es muss auch aus der Zeit gewesen sein, letzter Film irgendwie raus kam und so den ersten Oskar Bass auch ein bisschen bekommen hat. William the Four hat in diesem gesamten Interview so viel gestrahlt. Ich weiß nicht, ob er einfach so ein,
sehr glücklicher Mensch ist oder ob er es einfach so unfassbar genossen hat diesen Film zu machen. Ich tippe auf eine Mischung aus beiden tatsächlich, weil ähm,
auch auch. Also auch in Bezug auf Pettenson, diese diese viele Szenen, die sie da drehen, die sind ja auch echt unfassbar intensiv, körperlich, aber auch im Zusammenspiel der beiden, auch im physischen Zusammenspiel der beiden. Ähm.
Also da da habe ich schon gesehen, was die beiden, glaube ich, auch schon im Drehbuch an einem Film gefunden haben, weil,
Ich glaube, das ist auch eine ziemliche Chance für die beiden gewesen, weil diese beiden Rollen in so einem Film
kriegst halt auch nicht alle Tage und da kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Rudim davor auch gesagt hat zu äh zu dem Robert Eggers danach so ähm auch wenn er wirklich da einiges einstecken musste da am Ende auch in der in der in der Grube da als er eingebuddelt wird. Ähm
dass er glaube ich zu ihm gesagt hat, du weißt was, äh hier Plankoschek äh nimm mich, egal was du machst, ich bin dabei, so weil ähm.

Christopher:
[38:33] Wenn du auch wenn du mich an der Leine irgendwie als Hund durchführen willst, dass ich mache alles mit.

Christian:
[38:37] Ich mache alles mit, du kannst hier irgendwie eine komplette Sandkiste auf mich verteilen. Ich äh äh ich bin dabei.

Christopher:
[38:44] Spannender Fun Fact äh ist ähm es gibt auch die eine Szene, wo ähm ausnahmsweise mal Afrika kocht.
Diesen Lops da zubereiten soll und der Lopster schmeckt dann nicht, also der Hummer schmeckt nicht und dann verflucht ihn ja äh Thomas Wake, also,
klassisches, schönes Motiv. Äh jemand wird verflucht, ach ganz toll wird viel zu selten gemacht mit Filmen,
Und äh das ist tatsächlich ein One Take und William davon soll angeblich zwei Minuten lang kein einziges Mal geblinzelt hat
geblinzelt haben. Ähm, da war er war einfach so drin in diesem Flug und hat einfach die ganze Zeit die Augen offen gehalten und gleichzeitig ist er in den Interviews immer sehr, sehr äh warm und freuen.
Also ich habe äh einige Interviews zu the Florita Project mit ihm gesehen, wo er ja mit einer sehr jungen Schauspielerin geschauspielert hat und gemeinsam dann auf Pressetour war und die meinte so, naja einen einzigen Film, den ich von dir kenne, ist Spider-Man.

[39:36] Wo er dann meine, ja, das ist das Problem. Also viele Leute, so die jetzt erwachsen sind, die kennen mich halt hauptsächlich als der grüne Gopplin aus Spiderman. Ähm, was für ihn wahrscheinlich so
Ja gut, nehme ich mal den Check mit, ähm kaufe ich mir ein neues Auto von ähm und das ist jetzt so das, was für viele Leute so die definierende Willen the Food
Rolle war und ich finde aber da hat man auch schon gesehen, also er kann diesen diesen Wahn.
Sehr gut darstellen. Ich muss dazu was sagen, also ich verwende jetzt so viel Wahnsinn und Wahn und den Wahnsinn treiben ist natürlich alles Begriffe, die man sage ich mal heute,
nicht verwenden sollte oder nicht ich nicht verwenden würde, wenn nicht wenn's um echte Menschen geht, ähm, weil es natürlich auch sehr zweifelhafte Begriffe sind, aber ich finde in diesem Kontext.
Ähm beschreibt es es ganz gut, äh weil erstens geht's darum,
Leute und zweitens.
Ist es wirklich also wenn man wenn man sich so wie jemand in den Wahnsinn treiben äh und was das bedeutet und was das dann tatsächlich auch ausmacht
also so auch das das Rationale verlieren,
sich einfach nur und da kommen ja vielleicht schon in die Psychoanalyse dem It, dem animalischen Wesen hingeben. Ich finde das wird sehr gut in diesem,
in den Wahnsinn treiben äh äh beschrieben, ähm aber ich wollte betonen, dass dass man das außerhalb, sage ich mal, des filmischen Kontext nicht verwenden sollte.

Christian:
[41:01] Ich und ich wollte auch gerade sagen, das sind doch keine äh äh versuchten medizinischen Diagnosen, äh die du
ausstellen willst, sondern das sind tatsächlich eher ich wollte auch sagen also filmisch als filmische Motive,
tauchen diese Begriffe ja auch hier auf und eben auch dabei mit Rückgriff auf wie du gesagt hast, verklore auf Märchen, auf Sagen, Figuren gestalten und Geschichten und ähm.
Das kann sie vielleicht in dem äh Kontext auch eher zu sehen. Ähm wir haben noch zwei weitere Namen, die
kurz auftauchen, ähm die Valeria Cara
Caraman ist die von dir schon besprochene angesprochene Meerjungfrau, die da, die da kurz zu sehen ist und Logan Hawks als der eigentliche FVM Windslow, der glaube ich auch in so einer kurzen,
Rückblende oder Erzählungen äh äh zu sehen ist. Ähm.
Aber der Film konzentriert sich halt zu neunundneunzig Komma neun Prozent auf Petson und ich weiß auch gar nicht.
Äh wahrscheinlich gibt's da ähm also rein technisch erfüllt das wahrscheinlich nicht, aber ich habe mich auch gefragt, ob man das irgendwie als Kammerspiel ähm einordnen könnte.

Christopher:
[42:12] Inselspiel.

Christian:
[42:13] Ja, also ist halt eine sehr große Kammer, äh die auch mal nass wird und im Sturm steht, aber dieser, also diese diese also der Ort ist halt auch sehr wichtig, ne? Und äh die Tat
dass die da ja auch nicht wegkommen und eben auf der Insel aber auch in dieser in dieser Hütte und in diesem Leuchtturm unterwegs sind, ähm, sind halt auch alles sehr sehr wichtige.
Sehr wichtige Aspekte.

Film

Christopher:
[42:34] Deswegen sagte ich auch am Anfang meiner Zusammenfassung. Ähm im Zentrum steht wirklich der Leuchtturm. Das ist quasi so der dritte Charakter im Raum,
Also da das Leuchten an sich, also noch nicht mal der Turm, sondern einfach das Leuchten des Leuchtturms ähm ist einfach so,
Einerseits natürlich ein Megafin, aber es ist auch so der der ganze Raum. Man hat auch ein sehr gutes Feeling, also weil ich habe eine sehr gute Vorstellung, ich könnte dir wahrscheinlich blind den Grundriss aufzeichnen,
mit dem quasi
Ich finde das auch so geil, dieser leichte Anstieg zum Leuchtturm hin. Also da hast dann quasi das Wohnhaus und dann ist so ein, so ein, so ein Gang, so wie so fast so ein Kloster,
Also er hat auch wieder Wasserkrales und dann geht's quasi hoch in den Leuchtturm ähm.
Und dieser leichte Anstieg, das ist so schön, das ist so subtil, das ist quasi es, man, wenn man im Leuchtturm ist, ist man immer ein bisschen besser, als wenn man im Wohn,
ist. Und klar wer es im, wer ist quasi ganz oben im Leuchtturm? Da ist natürlich Thomas Wake. Und wer muss unten und quasi noch weiter unten in dem anderen ähm
Leuchtfeuer sozusagen schuften, nämlich im im Maschinenhaus, wo der Kohleoffen steht, der ich vermute, dass äh das Nebelhorn betreibt, ähm.
Da gibt's nämlich auch ein Feuer, aber ein sehr schmutziges Feuer, was immer gefüttert werden will und ähm der der Leuchtturm, das das Feuer will ja gar nicht gefüttert werden, sondern es gibt ja immer nur, es spendet Licht sozusagen.
Das Kohlefeuer, das nimmt immer und diese auch Höhenunterschiede, die auf der Insel hervorragend dargestellt sind, ähm äh also wie einfach mit diesem Raum gearbeitet wird, das ist ganz, ganz toll.

Christian:
[44:04] Ja und auch das Mechanische, ne? Ich habe das auch zu Daniela gesagt, als wir den den Film geguckt haben. Das ist ja eigentlich, also es ist ja auch Wahnsinn, also es ist erstaunlich, ähm.
Was, wie viel Arbeit dieser Leuchtturm.
Braucht. Also wie viele äh also wie wie viel ähm Patson in diesem Film schuften muss
wie viel er tun muss, wie viel er anpacken muss, wie viel er schieben muss, wie viel er schippen muss, wie viel er äh tragen muss, äh sieht man ja auch irgendwie so mittendrin. Ähm ich weiß gar nicht mehr, was es da war. Ich glaube, irgendwie Lampenmühl oder irgendwas bringt der ja nach oben.

Christopher:
[44:43] Ja

Christian:
[44:44] Mühsamster Arbeit sehen wir diese Treppen da, dieses Fass irgendwie hochschleppt und und ähm.
Äh ich muss mal auf die Namen gucken, Thomas Wake, äh wohl im The Four ist ja derjenige, der oben sitzt und sagt hier äh das ist totaler Quatsch und das nichts. Also bring das Tipp fast wieder runter und das nächste Mal kommst du mit so einem kleinen, mit so einem kleinen Öllämmchen irgendwie hoch und ähm.

Christopher:
[45:04] Und ich vermute, es hat er mit Absicht gemacht,
ich das, ich bin hundert Prozent der Meinung, hat mit Absicht.
Die in die Tonne hochschleppen lassen und ihm erst dann gezeigt, dass es auch ein kleines Kämmchen gibt. Das hat er mit pure aus aus purem.
Einfach Arbeits ähm äh Knüppelei gemacht, Arbeitspatscherei und ähm es gibt auch eine andere Szene, die ähnlich sage ich mal schlimm ist, nämlich als er die Nachttöpfe lernen muss.

Christian:
[45:29] Im Sturm Angie, ne.

Christopher:
[45:31] Der Film ist sehr explizit, also man sieht halt wirklich diese Nachthilfe sind bis zum Rand und noch ein bisschen drüber voll
Ähm es gibt da einen Schrott, der das sehr explizit zeigt. Den habe ich heute erstmal auch verpasst, den habe ich erst beim zweiten Mal richtig verstanden, was ich dort sehe. Und dann trägt er ihn wirklich gefühlt Kilometer weit, trägt er diese beiden Nachttöpfe bis an den Rand der Insel
und es schüttelt und es stürmt und es windet und dann will er ihn ins Meer werfen und steht natürlich gegen den Wind. Man könnte sagen, er ist selber Schuld, aber,
Äh er wirft dann quasi die ganze Scheiße und pisse raus und fliegt ihm einfach alles komplett ins Gesicht und.
Er schreit dann auch sehr laut und wahrscheinlich auch ein bisschen befreiend dann in den Wind auch noch hinein.
Und ich glaube, das ist so ein bisschen der Moment, wo er dann auch gebrochen ist. Also, ich glaube, das war so wirklich der letzte Strohhalm, den er dann noch hatte und ich glaube, ab dem Moment hat er einfach aufgegeben. Ähm und das sind beide Szenen, äh die glaube ich sehr schön.
Auch diesen Film ausmachen und da hat es auch das Arbeiten betont und es wird auch wirklich sehr viel gezeigt. Also es gibt keine keine Montage, es ist jetzt hier nicht mit Eye of the Tiger und dann,
sondern es ist einfach minutenlang wird da einfach diese rückenbrechende Arbeit gezeigt, die er dort verrichten muss,
wofür er keinerlei Anerkennung bekommt, sondern es geht nur darum, was er falsch gemacht hat, dass er zu langsam ist. Ähm auch ein Thema, was sich auch durch die Filme zieht, auch was bei The Witch auch ein ganz großes Thema ist. Ähm es muss immer gearbeitet werden. Die Chorce, also.

[46:58] Im Sinne von Aufgaben stehen in beiden Filmen im Fokus und es geht immer darum, dass Leute nicht genug arbeiten, schnell genug arbeiten, nicht gut genug arbeiten,
und ich bin mal gespannt, ob sich das dieses Motiv fortsetzt, weil das könnte so eins dieser Themen sein, die Robert Eggers behandelt, das arbeiten und was Arbeiten mit einem macht und was also Arbeit im Sinne von von Malochen, von.

Christian:
[47:20] Schuften.

Christopher:
[47:21] Heizkessel stehen, schuften, ähm,
Was das mit Leuten macht, da könnte man natürlich jetzt auch ähm wenn man denn so geneigt ist, eine marxistische Lesart rausziehen, also hier der äh der Buschvase her, der quasi die Produktionsmittel
In diesem Sinne besitzt, dass er quasi sich im im äh kalten Licht, im, im sauberen Licht sonnen kann und die Arbeiterklasse, die quasi unten
den Kohlekessel befüllen muss. Ähm also ist auch auf jeden Fall eine Lesart, die dort drin ist.

Christian:
[47:48] Dass ich sowieso bei diesem Film so stark finde, dass der sehr ähm viel.
Liesarten ermöglicht, aber auch sehr selbstbewusst, also das ist jetzt nicht so dieses klassische ich verweigere mich jetzt mal einer eigenen Aussage und
ähm will das Publikum irgendwie animieren und vielleicht habe ich aber mir selber gar keine Gedanken gemacht, sondern tue mal ein bisschen klüger, als ich eigentlich bin, sondern
genau andersrum, also in diesem Film steht zu viel und je mehr du
kennst und weißt, ich habe zum Beispiel auch den Wikipedia, den englischsprachigen Wikipedia-Artikel, den den mir so ein bisschen ähm
angeschaut und durchgelesen und da sind halt ganz wunderbare Verweise auch auf auf ähm bildliche Vorlagen und was du ja auch schon erzählt hast, so der der die beiden Eggers, äh, Brüder haben sich da ja auch sehr tief
reingekniet auch in in sagen und Texte aus aus der Zeit, in der es spielt und je mehr man kennt und weiß.
Desto mehr findet man auch in diesem Film und das finde ich, das finde ich halt sehr, sehr,
sehr sehr schön und da glaube ich da glaube ich dem Robert Eggers auch in in Interviews, wenn er sagt hier ich werd jetzt hier keine großartige Lesart bestätigen oder oder irgendwie.

[49:06] Widerlegen und deswegen, wenn uns das so der marxistische Arbeitskampf, der da, der da irgendwie drinsteckt,
Den habe ich da in Zügen auch schon auch schon drin gesehen und.
So, man, man kann den ganzen Film irgendwie, der aus der Perspektive äh lesen, dann gibt's halt auch einen eigenen Absatz so zu den ähm,
Zu den homoerotischen Subtext in dem Film, also die, die Art und Weise, wie die beiden Männer miteinander umgehen, ganz besonders wie Thomas Wake, mit, mit, also der, der, äh,
ältere Sieber Leuchtturmwerte mit dem jüngeren ähm Efram Winslow umgeht und wie er auch sein Aussehen kommentiert und wie die Beziehung der beiden auch sich entfaltet, so da steckt halt auch 'ne ganze Menge drin und dann.
Alkohol ist ein riesen Thema. Die beiden äh blühen auf, werden warm, Taun auf, aber,
Ähm krachen auch sehr stark aneinander, je mehr Alkohol in diesem Film fließt. Und ähm da gibt's halt auch so ein paar Andeutungen, die der Film macht, ohne.

[50:04] Da eine ganze Geschichte draus zu spinnen, also der, der iPhone Winslow ähm verweigert ja zum Beispiel am Anfang.
Den äh die alkoholischen Getränke, also er bekommt da ja irgendwie immer den
Gin oder rum oder oder was was der äh Thomas Projekte aus seiner aus seiner Schatzkiste zieht, das verweigert er am Anfang, ja. Er will hier die ganze Zeit Wasser trinken, er will gar nicht, er will gar nicht mit anstoßen, nicht
mit Alkohol und das kippt ja auch nach einer Zeit, wenn die da auf der Insel festsitzen äh
und keine keine keine neuen Vorräte bekommen, dann müssen die Alten irgendwie geplündert werden, da ist halt jede Menge Schnaps irgendwie drin, plus das Trinkwasser ist halt wiederholt äh,
unbrauchbar und,
Da steckt halt auch eine ganze Menge im Film und in den Figuren ohne dass das so dass das so krass in den Vordergrund rückt und das finde ich halt das finde ich halt so interessant bei dem Film
dass viel drin ohne so richtig krass äh mit dem mit dem mit dem Holzhammer irgendwie auszuteilen.

Christopher:
[51:05] Ich würde gern nochmal auf dieses diesen homoerotischen Aspekt eingehen, weil ich habe da eine ganz interessante Ader aufgetan, äh weil es gibt ja eine sehr kurze Szene
fast schon mehr ein lebendes Gemälde ist, nämlich wird hier ganz explizit ein bestimmtes Gemälde nachgestellt, nämlich der Titel ist Hypnose von ähm einem deutschen ähm äh Maler und Bildhauer, nämlich Sascha
Schneider
der auch um die Zeit gelebt hat, also er hat von achtzehnhundertsiebzig bis neunzehnhundertsiebenundzwanzig gelebt und ähm hat halt dieses Gemälde gezeichnet, wo ein ähm
älterer Mann äh packt einen jungen, nackten Jungling an der Hand und dann leuchten seine Augen und sie strahlen in sein Gesicht rein.

Christian:
[51:44] Stimmt ja.

Christopher:
[51:46] Wie gesagt, das Gemälde heißt als Hypnose, also jemand wird hypnotisiert und äh wenn man sich die Hintergrundgrundgeschichte von Sascha Schneider anschaut, dann kann man auch ein bisschen verstehen, wo ihr her.
Denn er war schwul und das war auch ein ganz großer Teil seiner Kunst, also wenn man sich seine Werke anschaut, da steht der nackte Mann doch gerne mal im Mittelpunkt.
Und ähm ganz lustige Tangente, er war auch der, der die Bücher von Karl May illustriert hat. Ähm also die ganz frühen Karl-May-Ausgaben, das waren ähm also die Cover-Illustration war von Sascha Schneider, sieht man dann auch, wenn man's vergleicht.
Und.

[52:21] Wenn man quasi weiß, okay, aber schöner Mann, er musste das auch verstecken, weil es war ja immer noch strafbar, er wurde dann auch von einem seiner ähm Liebhaber danach erpresst, der quasi gesagt hat, äh wenn du jetzt nicht äh mir Geld gibst, dann verrate ich dich an die Polizei
Und ähm ich glaube, diese Beziehung zwischen zwei Männern, gerade wenn der altere äh äh der eine älter ist und dich so in der Hand hat,
Also tatsächlich hat er ihn ja in der Hand, also packt ihn an der Hand und dich so in sein Band zieht, ich glaube
dieses diese Nachstellung des Gemähdes ist wirklich sehr bewusst hier drin, weil das wahrscheinlich so auch so der Dreh und Angelpunkt der Beziehung zwischen zwischen den beiden Thomason ist.
Was er auch von Robert Eggers so gesagt wird. Er sagt jetzt nicht, die sind beide schwul und das war's und dann sagt er, sie sind nicht.
Nicht schwul. Ähm äh das ist natürlich ein bisschen offen, äh weil er natürlich da auch keine Lesart verdecken möchte. Ähm und ich glaube, es, wenn man sich überlegt, okay
älterer Mann, der der jünger Mann ist so fast bisschen fasziniert von ihm, ist natürlich auch in Ehrfurcht, ähm, wird auch ganz schlimm misshandelt, aber er kriegt auch immer auch so ein bisschen vor ihm und,
Will ihn will auch seine Anerkennung haben und ähm ich glaube, dass es dann auch so eine Form von Hypnose als dass dass diese Autorität ich glaube Autorität ist ja auch ein ganz wicht.

Christian:
[53:35] Ja

Christopher:
[53:36] Des Filmes. Diese Autorität, die einerseits was Faszinierendes, was anziehendes hat,
also es gibt ja so bestimmte Situationen, wo man ähm,
Wenn man eine Autorität gegenüber steht,
sich auch zu ihr hingezogen fühlt, so als Schutzfigur, aber gleichzeitig auch von den abgestoßen fühlt, weil die Figur, wenn sie ihre Autorität ausübt, auch die sehr stark misshandeln kann. Und ich glaube,
all das, was dieser Film über diese beiden Personen erzählt und wie sie miteinander umgehen, steckt quasi nochmal als
Jetzt verwende ich hierteinisches Buzzword, Past Prototo, also als als Repräsentanz für alles, steckt in dieser Nachstellung das Gemäldes drin. Deswegen ist es es sind ja auch nicht wirklich angeknüpft an andere Szenen, sondern
Szene taucht einfach mal auf und dann ist sie auch ganz schnell wieder weg.
Aber es ist so ein bisschen alles, was in diesem Film davor und danach passiert. Und ähm ich finde, das ist halt auch in der Verbindung, wenn man weiß, okay, dass er ein schwuler Künstler, der das gemacht hat, der ähnliche Probleme mit seinen eigenen Liebhabern, mit seinen eigenen Beziehungen hatte, ähm.
Dann finde ich das wirklich eine ganz spannende Lesart des Filmes.

Christian:
[54:42] Ja und das das also das ist auch ein ganz krasses Bild im Film gewesen. Ähm als ich den Film geguckt habe, kannte ich diese diese ähm ähm kunsthistorische Vorlage gar nicht, aber
dieses Bild ist auch hängengeblieben, also da da ähm arbeitet der Film erstmal äh sehr, sehr gut und das meine ich halt, dann liest man sich halt irgendwie weiter ein und das in der englischen Wikipedia ist auch das das Originalbild
ähm von Sascha Schneider da drin und.
Sowohl das Bild im Film, wie auch der gesamte Film als auch dieses dieses Bild von Sascha Schneider hat so eine ganz eigene Stimmung und Atmosphäre und
Das ist mitten in der kompatibel und dann wie du sagst, so liest man sich irgendwie weiter ein und das ist so ein so ein Puzzle, so ein fragmentarisches Puzzleerlebnis, was dieser Film auch auch äh macht und dann gibt's halt eben auch diesen diesen Moment.
Ich glaube auch als die beiden dann ähm also sie sind da schon ähm
Auf der Insel stecken da fest und dann fließt der Alkohol immer mehr und immer mehr und die die beiden Männer wissen auch irgendwie mit sich, mit der anderen Person nicht immer so viel anzufangen und der Alkohol ist so, das verbindende Element und man trinkt und man feiert und man singt und,
tanzt und es wird auch langsam körperlicher und ich glaube die beiden fallen sich auch irgendwie um die Arme und ich glaube.
Ich glaube, ähm William the Fuß.
Thomas Wake ist der ist der erste der glaube ich so 'n Kuss andeutet das wird auf einmal ganz kurz.

[56:11] Sehr zärtlich zwischen den beiden, was was der.
Ja? Äh Thomas Howard, äh für ein Windslore, das ist ja auch noch ein bisschen komplizierter. Können wir vielleicht auch noch ein bisschen drüber sprechen, aber was Robert Pettensons Figur dann halt sehr stark ab.
Ablehnt und abschmettert und.
Das meine ich halt, das ist dann auch wieder so ein Indiz für die Geschichte, für die Motive, aber auch für diese beiden Charaktere. Das erzählt.
Ganze Menge über beide ohne Wort zu nehmen, ohne ein Wort benutzen zu müssen, also ähm.
Das hat das hat das hat mir auch, das hat mir wahnsinnig gut gefallen. Also wenn man den Film nur mit so einem halben wach im Auge guckt, dann äh übersieht man eine ganze Menge. Ähm.

Christopher:
[56:56] Ich denke, deswegen war es auch von Vorteil, dass ich den den erst äh das erste Mal im Kino gesehen habe. Ähm weil ich glaube, wenn ich wenn man da nicht so richtig drauf achtet, dann kann das auch so ein bisschen an einem vorbeiziehen.
Und es ist halt ein Film, der.
Ja, der halt zum zum Entdecken einlädt, äh auch ein schönes, äh, schönes Passwort. Ähm und äh der
wie du schon sagtest, sehr faktal ist. Also umso näher man ranschaut, umso mehr ähm Fältchen erkennt man und umso äh tiefer äh also jede jede Ecke, die man aufmacht, macht gleich wieder dreißig anrecken.
Die man reingehen könnte und ähm das ist natürlich ein bisschen schwierig, ähm wenn man sich jetzt nicht so intensiv damit beschäftigt, da gibt's andere Filme, die viel ähm das muss ja auch nicht schlecht sein, aber die viel plakative Arbeiten.
Und ich glaube dieser Film wäre, wenn eins nicht ist, dann plakretiv.
Also ist sehr episch und sehr sehr stark inszeniert, aber seine Ideen sind dann doch ein bisschen versteckt.
Beim Kulturpessimissinnen würden wir sagen, ist ein Hausaufgabenfilm.

Christian:
[57:58] Ja

Christopher:
[58:01] Weil ich hatte mir auch im Vorhinein ein paar andere Podcasts angehört, die in den Film besprochen haben, unter anderem auch äh die Brainflix-Folge dazu. Wir haben nur ganz kurz in ihrem Jahresrückblick drüber gesprochen, aber Christiane, die auch hier schon mal zu Gast waren
Grüße an dieser Stelle, meinte dann auch, sie hat das Gefühl, ohne Vorwissen,
Kann man diesen Film nicht ganz fassen und das stimmt natürlich. Ähm wenn man jetzt nicht so ein griechischer Mythologie-Nerd ist, wie ich,
keine Ahnung, nicht ständig sich tausend Wikipedia-Artikel zu filmen durchliest und das nicht schon vorher drin hat, dann ähm.

[58:35] Erschließt einem das auch nicht. Dann also der Film begibt sich auch keine Mühe, äh das quasi einem einem Laienpublikum zu erschließen, sondern fordert äh Leute dazu auf, ähm sich nochmal weiter damit zu beschäftigen.
Und auch 'ne interessante Frage, die dann Christiane bei sich im Podcast gestellt hat ist, was erzählt uns dieser Film denn über Menschlichkeit.
Weil sie hatte so das Gefühl, sie sie ihr konnte.
Nicht so erschließen, was jetzt quasi über so das Menschsein an sich erzählt, was er im Grunde alle Filme tun. Jeder Film sagt etwas über die, die das Leben aus, also ganz allgemein gesprochen. Und für mich
ist die diese Aussage über die Menschlichkeit,
ist das Thema Autorität in allen ihren Formen. Und das war auch schon bei The Whitch so und ich glaube, das ist so das, was über allem steht bei Robert Eggers. Also wie gehen wir mit Autorität um.
Entweder als Menschen die Autorität haben über andere Menschen oder als jemand der quasi Autorität empfängt.
Und vor allem jemand der Autorität empfängt, weil ich glaube das ist auch so eine Situation in der man sich öfters befindet im Leben
Also man ist eher autoritämpfänger im Leben als Autoritätsgeber.
Wirklich gibt, aber ich hab sie jetzt einfach mal erfunden. Ähm.

[59:47] Da leiten sich ja dann nochmal ganz viele andere Sachen aus. Da kommen wir wieder zu diesen Fraktaren, da können wir jetzt wieder in zwanzig andere Richtung gehen,
überlegen, okay, ist das eine Vater-Sohn-Beziehung? Ist das eine homoerotische Beziehung? Ist das eine Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer? Also sind wir wieder bei der marxistischen Lesart. Aber bei allem steht immer das Thema Autorität.
Und wie sie behandelt wird, benutzt wird, missbraucht wird.

[1:00:12] Und ähm wie auch Leute aus äh quasi versuchen, die Autorität zu brechen oder zu unterlaufen oder zu ignorieren.
Und ähm da finde ich auch ganz entscheidend diese eine Szene, wo dann ähm Effeream oder dann Thomas äh Thomas Wake dann an der an der Leine führt wie ein Hund.
Dann lebend begräbt, was eine totale Autoritätsumkehr ist in dem Moment
Ähm und dann natürlich auch wieder umspringt. Also danach ist dann wieder Thomas Week, der der die Autorität hat. Aber es gibt diesen einen Moment, wo er sich quasi dieser Autorität von, vom anderen Thomas hingibt
und ähm da sind wir auch wieder bei intimitiert und erotischem. Also in der Intimität hat ja quasi dieses Spiel mit Autoritäten ähm.
Auch ganz viel Einfluss. Also sind wir vielleicht auch fast schon im BDSM Bereich, aber auch außerhalb von diesen extremeren Ausformungen ähm gibt es ja auch immer
allgemein gesprochen ein Geben und nehmen in Intimitäten. Und äh dass die beiden miteinander sehr intim sind.
Ohne dass es zwingend erotisch ist, das ist klar, sie leben auf engstem Raum,
ähm sie scheißen, pupsen und pissen voreinand.
Ähm und äh da ist es zwangsläufig, dass man sich sehr, sehr nahe kommt. Ob man das jetzt möchte oder nicht ähm und wie dann.

Christian:
[1:01:31] Auch das wirft auch Pettenson auch auch ähm also der der Thomas Hauert wirft uns ja dem Thomas Weig irgendwie auch vor, so dein ganzer Gestank und dein Geruch und
kommen hier nicht voneinander weg und alles, ich habe dich in der Nase, ich habe dich überall, ich komme von dir einfach nicht weg. So, dass da dein Print äh also über die über die Gerüche entbrennt ja auch noch ein Streit.

Christopher:
[1:01:51] Genau und äh das äh finde ich äh sehr spannend. Also wie Autorität dann auch mit Intimität und und äh dann auf vielleicht Erotik in einem gewissen Maße zusammenspielen kann. Ich glaube, das ist so, dass
Meterüberthema, wenn man, wenn man das finden möchte, ähm was über diesem Film steht.

Christian:
[1:02:10] Und das das macht es so interessant, also du, du ähm ähm,
arbeitest das jetzt äh so stark aus, hast du auch gesagt, so du bist in der ganzen griechischen Mythologie auch äh ein bisschen fitter, so. Ich habe zum Beispiel den ganzen, also
Na ja, wenn es am Ende des Tages äh dann ja auch ein bisschen äh äh leicht ermüdet, aber ich habe diesen ganzen Prometo ist Aspekt zum Beispiel beim Gucken überhaupt
gesehen, bis ich dann halt auch irgendwie Wikipedia so wirklich irgendwie das erste Ding, so Promitas hat, ja, ja, natürlich, jetzt sehe ich's auch. Ähm so, also diese ganzen ähm
ähm mythologischen Figuren und und Lesarten, die wir nun sind. Ich hatte aber beim beim Schauen bin ich bin ich sehr ähm.
Ähm aufmerksam geworden, also
ich kannte eigentlich nichts von einem Film, ich ich wusste überhaupt nicht wo es hingeht. Wir haben auch so ein bisschen uns tatsächlich auf den ein oder anderen Twist irgendwie so speku.
Ist es vielleicht doch irgendwie eine Einbildung, sitzt da in Wirklichkeit einer der beiden wahrscheinlich eher der der jüngere Thomas.

Christopher:
[1:03:11] Das könnte auch alles sein. Also.

Christian:
[1:03:12] Die ganze Zeit mit sich selbst und genauso, aber wo ich sehr hellhörig wurde war, als es um das sich selbst erzählt,
erzählen ging. Das fängt so ein bisschen mit mit dem da noch Windslow an
Thomas Wake, der Ältere, der Erfahrenere, der glaube ich auch schon öfter in diesem Leuchtturm war, der da so ein bisschen, ja, wie du sagst, diese Autorität auch ein bisschen ausstrahlt und ist, fragt ja,
seinen Kollegen.
Wer bist du eigentlich? Was machst du eigentlich hier? Was ist der Grund für dich? Ich bin hier der alte Seebär, ich bin seit dreißig Jahren hier irgendwie mit Holzbein und kann ja gar nicht mehr. Äh aber warum warum bist du jetzt hier und willst Leuchtturmwerter werden? Und dann kommt
Robert Pettensons Figur, die da noch Frame Winslow ist und sagt, na ja ich will hier irgendwie auch, ne?
Fast schon so dieses kapitalistische irgendwie mich neu erfinden und die Bezahlung ist gut und ich habe hier gute Arbeit und,
begründet das ja und da da bin ich schon gleich in der Art wie Petonson, das spielt in einer Art, die wie der zuhört, da wusste ich schon gleich.

[1:04:20] Das das kann's hier irgendwie nicht sein. Irgendwie ist das irgendwie fühlt sich das an wie so eine Geschichte, die ein bisschen eingeübt ist, die vielleicht auch schon zu oft erzählt wurde, um dann auch wieder noch wahr zu sein. Ja, so dieser dieser dieser sprunghafte Mensch
der dieser Windslow zu sein scheint, so irgendwas irgendwie habe ich diese Geschichte nicht abgekauft und dann kommt ja im Laufe des
weiteren Filmen, es wird ja klar, es ist noch, also diese Geschichte stimmt so erstmal gar nicht direkt, es ist gar nicht Afri im Winslow, sondern es ist eigentlich Thomas Howard, also ist da schon eine Lüge erzählt worden, schon eine eine.

[1:04:58] Die eigene persönliche Geschichte wird schon mal verändert, um sich jemand anders vorzutragen und dann gibt's einen Streit, der entbrennt und ähm.
Pensens, Thomas Hauert wirft es denn ja, dem Thomas Wake auch von, sagte mal, wer bist du eigentlich, ja? Hier diese ganze Nummer mit dem Holzbein, äh was hast du, warum sollte ich dir deine Lebensgeschichte eigentlich glauben.
So und das fand ich halt so interessant, weil das ist es halt und das dann sind wir wieder so ein bisschen auch bei dem Kammerspiel. Wir kennen die beiden gar nicht. Wir kennen die beiden nur,
miteinander und wie sie sich voreinander und miteinander präsentieren geben und vielleicht auch inszenieren. Und das fand ich so interessant, wie diese beiden.

[1:05:36] Geschichten, diese beiden Männer aufeinanderprallen und.
Das macht es für mich dann auch wieder so menschlich, wie sie sich eben auch voreinander und gegeneinander präsentieren und da fand ich dann diese auch diese diese Momente mit dem mit dem zaghaften,
Mit der zackhaften Kussandeutung dann auch wieder so interessant, weil ich habe das Gefühl, je weiter der Film auch läuft, je enger sie aufeinander rücken, je,
Eingesperrt da sie da sind auf dieser Insel, desto mehr fallen auch diese Schichten, diese diese Zwiebelringe
die man um sich selber irgendwie aufbaut, die fallen dann auch langsam in sich zusammen, weil sie vielleicht auch diese Inszenierung gar nicht mehr so aufrecht erhalten können und immer mehr auch rauskommt.
Wer die beiden eigentlich sind und ähm.
Also so so hab ich diese erste dieses dieses erste Filmerlebnis irgendwie auch ähm.
Wahrgenommen. Also ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wer sind die beiden eigentlich? Was soll das? Kann ich den beiden eigentlich glauben, weil ich bin ja auch dazu verdammt.
Sehr viel erzählt zu bekommen. Äh und dann haben wir ja eben auch Pensensfigur, die ja anscheinend träumt ähm fantasiert
also Bilder sieht, die wir sehen, die ja gar nicht der Wirklichkeit entsprechend entsprechen können. Also da ist ganz, ganz viel
finde ich in diesem, in diesem, in diesem Feld der Erzählung und dann sind wir auch schon wieder bei dem, was du gesagt hast, Vollklore, Märchen, das sind ja auch alles Erzählungen, das sind das das passiert übers Erzählen und das fand ich halt auch total spannend in dem Film.

Christopher:
[1:07:04] Und ähm es ist ja auch klar, dass
Dass quasi diese Forclore durchs Erzählen entsteht, also selbst the Lighthouse ist ja jetzt wieder ein Eintrag in dieser Folkore. Ähm also in in ein paar zehnhundert Jahren
wird der Lighthouse quasi Teil dieser Foklore-Erzählung sein und Leute werden sich auf ähm Elemente berufen, die quasi der Lighthouse weitererzählt hat. Und ich glaube, das ist äh auch ganz spannend, also quasi, dass das ähm
der Erzähler auch immer Teil des Erzählten wird und.
Dass ja also diese Lügen, die auch erzählt werden, dass es äh auch ganz spannend, also wie viel, wie viel einfach in diesem Film gelogen wird und dass man sich dann auch fragen kann, okay, was stimmt denn wirklich? Also,
man kann zum Beispiel hinterfragen
ist, also ist William The Four oder also Thomas Rake, dann dieser Sebia, den er vorgegeben hat, äh also vorgibt, ist er hier zu See gefahren, äh war er je auf einem Schiff.
Als Captain oder als Matrose,
weil das das wird ja in diesem Film nicht belegt und wir wissen ja, dass beide ähm alles erfinden, was sie uns erzählt haben und ähm.

[1:08:11] Dann könnte man ja auch überlegen, ist überhaupt der ganze Film echt,
dann sind wir wieder ganz schnell bei dieser ist das überhaupt wirklich so passiert oder es gibt ja auch sehr viele Lesarten die sagen na ja das ist quasi der der innere Kampf von ähm F, äh von Thomas ähm Howard
der quasi Afrikan Winzler umgebracht hat
und ähm äh Willen davon präsentiert quasi so, dass über ich ähm und ähm äh
äh und äh der der wir hier sehen, ist quasi nur eine Repräsentation, dass dass ich's in quasi diesen mentalen Raum
ist das überhaupt tatsächlich hier ein Leuchtturm? Und nicht eigentlich ein Penis.
Dass es gibt ein eins wahrscheinlich der besten Debetezins, die wir nie sehen werden. Es gab anscheinend ein Matchcut von Robert Patinson irrigierten Penis auf diesen Leuchtturm. Äh was dann rausgeschnitten wurde aus der Finalenfassung
Ähm wahrscheinlich weil das in keinem Land der Welt als nicht pornografisch äh pornografisches Element durchgegangen wäre.

Christian:
[1:09:12] Also viel Erfolg diesen fast vier zu drei schwarz weiß fast schon Stumpf psychologischen Horror-Striller Kammerspiel äh also
So wie der Film ist, ist der glaube ich schon nicht leicht, irgendwie zu verkaufen und in die Kinos zu bringen und äh äh in äh also auf die Couch ist der Heimkinos der Leute zu bringen. Ich glaube mit der Szene wäre es halt noch um einiges schwieriger geworden, ausreihen
formalen Gründen so.
Ich fand auch noch, also dass das ähm der Begriff Schuld ist mir auch ähm beim Schauen äh in den Sinn gekommen. Also gerade weil der der.
Je weiter sich diese Geschichte entfaltet und je mehr wir erfahren, ja, er hat ja diesen diesen echten Freund Windslow äh umgebracht oder war zumindest irgendwie dabei, als der gestorben ist. Ich fand.
Der hat auf mich die ganze Zeit, also auch im Spiel in dieser Geschichte, hat dieser Thomas Howard, wie er eigentlich heißt irgendwie etwas Schuldiges.
Oder auch nur das Gefühl von Schuld irgendwie vermittelt. Und so habe ich zum Beispiel auch sehr viel seine seine Arbeit gesehen. Schuldbüßen ähm.
Ne, so und und auch, dass dass ähm Olympiafaust Thomas Wake auch so eine gewisse du hast von Autorität gesprochen, aber auch so eine.

[1:10:37] Eine Instanz ist, die ihm vielleicht doch die Schuld nehmen,
soll, also dieses Schuldgefühl vielleicht doch irgendwie von ihm überehrliche Arbeit, über harte Arbeit, über das Schuftende.
So das ist ja Tour Tourbüße so ungefähr. Ähm das fand ich halt auch sehr, sehr interessant, dass irgendwie dieses Thema Schuld.
Ich hatte das Gefühl, dass dass Thomas Howard.
So in den Film eingeführt wird irgendwie, das deswegen meine ich das so, als er seine eigene Lebensgeschichte erzählt, ne? Da dachte ich schon, das stimmt doch irgendwas nicht. Irgendwas fehlt jedoch, das deckt sich nicht mit der Art und Weise, wie du dich hier gibst, ich habe das Gefühl, du schleppst eigentlich viel größere Pakete mit dir rum
Die bekommen wir dann präsentiert und dann ähm.
Dann flippt er das ja auch so ein bisschen um, indem er ja eben auch Thomas Wake vorwirft, so hey, du gibst dich hier als der Klischee beladene Seebär mit Holzbein und hast aber was von Familie erzählt, die du anscheinend auch irgendwie Jahrzehnte nicht gesehen hast und,
du hast doch auch deine Päckchen zu tragen, du kannst dich doch hier nicht als schuldfrei präsentieren als und dann sind wir auch wieder bei deinen Bildern, als der reingewaschene, der sich da oben in dem sauberen Licht
ähm ähm fast schon belohnen darf und ich bin hier der der schuldhafte, der im Dreck und im im dreckigen Licht schuften muss
das funktioniert doch nicht, wir sind doch entweder beide schuldig oder wir können uns beide gegenseitig die Schuld nehmen aber
Also Schuld ist für mich halt auch ein ganz zentrales zentraler Begriff irgendwie in diesem Film. Auch da, ohne dass der Film das jetzt wahnsinnig groß aufmacht. Ähm.

[1:12:05] Aber ähm ja, also auch vielleicht aus so einem aus so einem christlich religiösen äh Aspekt irgendwie auch gesehen, ne? Also er äh ersündigt ja so die Sünde, ne? So Schuld
also Sünder als Schuld so irgendwie irgendwie so in dieser Richtung habe ich das auch gesehen. Ähm ja und auch viel, wie gesagt, viel so im Schauspiel.
Der beiden Beteiligten.
Ja, meine Güte, wir haben echt einen Haufen Motive schon hier irgendwie äh aber das habe ich mir schon fast gedacht, dass wir da sehr, sehr viel zu erzählen haben, weil's einfach sehr, sehr viel gibt. Und wie gesagt, ja auch verschiedene Perspektiven, verschiedene Dinge äh in dem Film sehen. Ähm,
Vielleicht noch ein kleines bisschen was zur Inszenierung. Wir haben's ja immer wieder schon gesagt, die Art und Weise wie der, wie der Film gemacht wurde, die Art, wie er aussieht. Ähm ich fand auch diesen diesen Sea Shanty, den sie dann glaube ich zwischendurch singen. Ähm.
Ich ich hab's nicht mehr so ganz auf dem Zettel, aber ich hatte so zwischendurch die Beobachtung. Es gab so einige Szenen, die einfach ohne Musik auskamen. Ähm lange.

Christopher:
[1:13:03] Generell sehr wenig Musik.

Christian:
[1:13:05] Genau und dann aber diese dieser Seesang, den die beiden da dann auch irgendwie äh abliefern, so dass dass also das hat dann so aufgedreht in Sachen Musik, aber auch dann diese diese.
Sagt man diese diese innerszenische Musik, die die beiden singen, das war schon alles sehr sehr stimmungsvoll.

Christopher:
[1:13:26] Ja, also also die das Shanty Singen und und Tanzen und das war schon einfach eine ganz große Szene. Und äh wird ja glaube ich am im Abspann gibt's ja auch nochmal ein schönes Shanty.

Christian:
[1:13:38] Mhm. Genau. Ja, gibt's auch noch was zu den Charakteren. Hier haben wir eigentlich auch schon ziemlich gut, glaube ich, rausgearbeitet. Ähm.
Du hast auch noch aufgeschrieben, dass das äh das Tagebuch führen von äh Thomas Week. Ja auch ein ganz wichtiges, ein ganz wichtiger Aspekt der Figur ist, ne? So der autoritäre Klassenbucher sozusagen.

Christopher:
[1:14:01] Ja, hier kommen auch wieder äh verschiedene Motive rein. Also wir haben natürlich einerseits das Logbuch als nautisches Motiv, äh wo alles eingetragen wird.
Ich vermute mal, das war wahrscheinlich auch tatsächlich so, dass auch auf Leuchtturm.
Bücher geführt wurden, diese Tagebücher geführt wurden. Es hat aber auch sehr was poritanisches, also in der protestantisch-pultanischen.
Arbeitsethik, in der ja die Idee ist, wenn es mir gut geht, dann.
Bin ich auch quasi in Gottes Gnaden, also Gott zeigt es, dadurch, dass er es mir gut gehen lässt, also wenn ich reich bin, wenn ich Erfolg habe,
um das quasi zu protokollieren, also als eine Form von Gebet, schreibt man halt alles auf, was man an dem Tag gemacht hat.
Und da gibt's ganz große Tagebuchwände, also äh das bekannteste ist wahrscheinlich, dass die Tagebücher von Samir Pieps, ähm, der im Mitte des äh siebzehnten Jahrhunderts gelebt hat und über zehn Jahre lang sehr akribisch Tagebuch geführt hat,
erkenne ich das auch, wenn ich mal einen Unikurs dazu gemacht habe und ähm.

[1:15:03] Das ist auch einfach Teil dieser poretanischen Arbeitsethik, die sich ja auch hier widerspiegelt in,
wie ähm den anderen Thomas schuften lässt.
Und ihn immer an seine Pflichten erinnert, weil das natürlich auch etwas Gottesfürchtiges ist und ähm dieses Tagebuch, was ja dann auch ein ganz großes McGuffhin ist, weil es ähm ständig,
referenziert wird und am Schluss bricht ja quasi auch,
Thomas äh Howard in dieses Tagebuch ein, um dann zu entdecken, was mit äh seinem Vorgänger passiert ist. Ähm also das es hier im Mittelpunkt steht. Ich das fügt sich auch sehr, sehr gut ein, einfach in die anderen Motive des Films. Aus wie gesagt, verschieden.
Quellen sogar.

Christian:
[1:15:43] Auch auch wieder so Machtgefälle, ne, ne? Also ein Machtinstrument dieses Tagebuch führt da ja auch
Tagebuch über über seinen Untergebenen. Ich glaube auch irgendwie mitzusitzen, wie er hier irgendwie Arbeit ist nicht gut, äh nicht ausreichend und äh äh wir empfehlen hier irgendwie kein Gehalt zu zahlen, weil das alles nicht äh äh dem Standard entspricht. Ähm.
Daraufhin brennt ja auch der Streit, ne? So, wie, wie, wie, wie kannst du mich dann auch noch um meinen wohlverdienten Lohn bringen mit solchen Kommentaren im im Logbuch.

Christopher:
[1:16:13] Genau und der Global sagt an einer Stelle sogar äh ähm es gibt hier nur ein Buch und das ist meins,
was ja fast schon gleich kommt mit der Bibel. Also wenn man,
es gibt das eine Buch ist ganz oft einfach die Bibel gemeint. Bibel ist ja auch einfach ein Buch als Wort
Und äh da haben wir auch wieder was Göttliches. Also ähm äh was ist das eine Buch, was es in dieser Welt der beiden auf dem Leuchtturm gibt, das ist quasi das Logbuch von Thomas, was dann quasi gleichgesetzt ist mit der Bibel, also mit dem Wort Gottes. Ähm und da sind wir wieder bei bei so einem sehr alltestamentarischen Motiv.

Christian:
[1:16:46] Mhm. Ach ja, ich kann mich auch noch stundenlang weiter über diesen Film unterhalten, das äh ich glaube, wir würden auch immer noch mehr, mehr herausarbeiten. Ähm eigentlich wollte.

Abschließende Gedanken

Christopher:
[1:16:58] Gar nicht über Masturbation geredet, auch weil das so viel hier macht.

Christian:
[1:17:02] Stimmt. Äh ich wollte auch gerade fragen, ob wir noch über die patrichale Autorität noch weiter sprechen sollen. Da hatten wir überlegt, ob wir das ein bisschen allgemeiner noch aufziehen. Ähm Masturbation ist auch ein Thema in diesem Film. Ähm ja.
Ich muss erstmal einen Schluck Wasser trinken hier. Ich muss erstmal tief durchatmen.

Christopher:
[1:17:21] Ja, ich trinke auch mal hier ein Schlückle.

Christian:
[1:17:25] Ich glaube nämlich, dass wir auch eher vielleicht langsam zum Ende kommen.

Christopher:
[1:17:28] Mhm.

Christian:
[1:17:29] Das sind alle Sachen, über die wir auch noch sprechen könnten, die der Film auf jeden Fall ähm auch noch auch noch hergibt, aber äh ja, ich glaube äh.
Ich glaube wir machen ein bisschen ein bisschen zu. Sonst äh sind wir in drei Stunden, glaube ich, immer noch nicht durch und ich muss auf jeden Fall auch noch.
Zeitlich ins Bett. Aber ähm ja, eine sehr, sehr schöne, sehr, sehr schöne Diskussion, also ähm.
Ein schöner Film. Wie gesagt, ich finde ein sehr ähm ein sehr reichhaltiger Film und auch sehr ähm.
Mir gefällt das sehr sehr gut wie dieser Film, diese ganzen Motive.

[1:18:09] Nutzt und eben Einarbeitet dieses.
Dieses diese diese Jahr, ich will nicht sagen eigene Welt, aber dieses diesen diesen dieses dieses Märchen uns da irgendwie präsentiert, diese diese Sage diese Legende.
Von diesen beiden Thomassen in diesem Leuchtturm und damit auch so auch.
Falls ich auch noch unbedingt loswerden wollte. Ich finde das auch ganz toll, dass der Film sich eben auch nicht also der beobachtet so viel. Der.
Positioniert sich, finde ich an keiner Stelle, der versucht nicht also ich hab das Gefühl dass der Film sich selbst oder seine Figuren nicht bewertet.
Ich habe nicht das Gefühl, gut und böse eindeutig verhandelt zu sehen, ich habe nicht das Gefühl, äh dass der Film mir sagt, wer Recht hat und wer Unrecht hat oder wer ähm.
Wichtiger oder unwichtiger ist, also das ist einfach eine diese Perspektive, aus der der Film erzählt und auf die Figuren blickt, finde ich so.
Also es, also es ist sehr, sehr, sehr stark, also sehr selbstbewusst, sehr ähm also das muss man auch irgendwie schaffen und das mit dem anscheinend zweiten langen Film schon so.
Verdichtet und so selbstbewusst auch irgendwie zu tun, das beeindruckt mich sehr.

Christopher:
[1:19:30] Ja, also das ist äh auch etwas, was mich jetzt äh sehr ähm hyped auf äh den nächsten Film The Northmen, wo wir uns dann,
Wie der Name schon sagt, sie hat stark in die nordische Mythologie wahrscheinlich auch bewegen. Ähm und ähm wo ich denke, wenn man beim Zeitenfilm, also man merkt ganz deutlich, wie wie sehr er auch gewachsen ist, im Vergleich zu The Vich, The Witch, finde ich so im Großen und Ganzen
leider nur etwas besser als mittelmäßig, weil ähm also schon sehr gut, aber,
gerade wenn man wahrscheinlich mit äh von The Leiters kommt äh fällt Rich Show von von allem so ein bisschen ab, weil es einfach man merkt hier bei den Leiters hat er nochmal viel straffer gezogen und poliert und nochmal ausgearbeitet,
konnte wahrscheinlich einfach und wahrscheinlich eben auch die Mittel gefehlt haben. Ähm.
Und wenn er sich jetzt bei The North Man nochmal steigert, dann denke ich, dann wird's auch irgendwann mal mit dem Oscar klappen.

Christian:
[1:20:30] Ja. Ja, ich bin auch sehr sehr gespannt. Ich glaube, ich gucke jetzt gerade mal nach äh haben jetzt irgendwie auch noch letztes Jahr.
Drehen wollen und dann gedreht und äh ja ich hoffe, dass der dass der bald irgendwie auch noch äh.
Irgendwie zu uns kommt, auf sicherem Wege.

Christopher:
[1:20:51] Ich habe erst heute äh über ihn gelesen. Äh ich habe gelesen, wie Alexander Scascard äh richtig äh ähm muskulös geworden ist für den Film. Das äh das heißt, er wurde zu einem Monster, hat sich in ein Monster verwandelt für diesen Film, was es auch immer heißen mag.

Christian:
[1:21:04] Ja, guck mal, da geht schon, da geht schon die Legendenbildung los. Diesmal schon im Vorfeld.

Christopher:
[1:21:08] Wenn jetzt hier mein mein lieber Freund Jan Zwangsdemokrat zuhören würde, würde sofort sagen Biowolf, Biowolf, weil,
Biowolf ist ja quasi der Held und das Monster, fast schon eine Person. Ähm und äh vielleicht wird das auch im Bio-Wohlfilm. Äh ihr könnt nicht mehr über Robert Eggers auch gut vorstellen.

Christian:
[1:21:28] Sehr gut. Ja, ich bin auch sehr, sehr äh gehypt und sehr interessiert. Würde ich trotzdem auch nochmal gerne nachholen. Ähm.

Christopher:
[1:21:37] Definitiv, also ist wirklich auch lohnt sich, auch wenn jetzt kein Lighthouse ist.

Christian:
[1:21:41] Ja, aber äh ja, also äh mehr davon. Mehr davon.
Ja, wer mehr von dir noch hören möchte,

Abmoderation

[1:21:53] kann das wie schon erwähnt in den anderen Podcasts die du machst was ist denn so aktuell das Programm bei euch? Kulturpessimistinnen ist glaube ich so ein bisschen die die Heimatbasis bei dir.

Christopher:
[1:22:05] Genau, Kulturpessimistinnen äh machen wir gerade einen Wechsel mit unserer neuen Show äh die Outtakeshow
quasi die Outtex bei den Kulturpessimistinnen, die ja schon immer sehr lang waren, jetzt als eigener Podcast äh immer im Wechsel. Also im gleichen Feed. Von dem her ist es fast also nicht ein neuer Podcast, aber weniger konzentriert bei den Kulturpessimistinnen.
Reden wir eigentlich immer über das, was gerade so ansteht, äh so aktuelle Sachen. Ähm haben wir jetzt für die nächste Sendung noch gar nicht entschieden. Ähm aber ähm,
Wir wir versuchen immer eine gute Mischung zwischen Serien und Filmen zu schaffen. Bei uns stehen auch ganz viele Animationsserien im Fokus. Also wer informiert bleiben möchte über Animationsserien, äh die für alle Altersklassen sehr, sehr gut sind,
Glaube, der ist bei uns gut aufgehoben.

Christian:
[1:22:54] Sehr gut. Äh werden wir wie gesagt auch noch verlinken, äh Kulturpessimistinnen findet ihr aber auch da, wo ihr Podcast hört, ne? Also äh.

Christopher:
[1:23:03] In jedem gut sortierten Podcasthandel und auch auf MC und äh.

Christian:
[1:23:07] Versprich ihr nichts, was du nicht halten kannst, ne? Jetzt musst du gleich anfangen und noch irgendwelche äh Tapes überspielen, also das äh.
Aber ich habe mich da echt, also das ist das nächste Thema. Ich äh habe mich da ja auch mal gefragt, was ist eigentlich, was wäre eigentlich ein cooles Medium für ein Podcast? Also die sind ja immer so.
Digital schon immer gewesen, äh wie cool wäre das so ein Podcast tatsächlich auf Kassette oder Schallplatte irgendwie mal zu haben,
so am besten noch mit zurückspulen und so Haptik.
Na ja, ein haptischer Podcast.

Christopher:
[1:23:37] Podcast zum Anfassen.

Christian:
[1:23:39] Podcast zum Anfassen, ja. Aber das äh sind alles äh weitere Projekte, die noch äh ja vor uns stehen.
Gut, dann würde ich sagen, machen wir hier langsam zu, wir verlassen äh die Insel, wir verlassen den Leuchtturm. Wir äh ja, sagen vielen Dank fürs
zuhören. Ich sage auf jeden Fall auch vielen Dank fürs Mitmachen, Christopher, das hat,
mir sehr viel Spaß gemacht, war eine sehr schöne Runde und wer weiß, vielleicht werden wir dann schon bald mit the North Man nochmal zueinander kommen.
Bis dahin, vielen Dank, einen wunderschönen Abend und tschüss, bis zum nächsten Mal.

Outro

Soundboard

Christopher:
[1:24:19] Ahoi.