Second Unit #337 – Lara

2021, Second Unit
Second Unit
http://secondunit-podcast.de/

Der Start ins neue Jahr ist auch der Start in eine neue Podcast-Reihe! Website: http://secondunit-podcast.de Steady: https://steadyhq.com/de/secondunit Shop: https://secondunit.bandcamp.com/ iTunes: http://itunes.apple.com/de/podcast/second-unit/id534950196?mt=2 Spotify: https://open.spotify.com/show/4Zgl4qWwfpVQ3YhvFy4lbl?si=s4gCNjwESDOjf30mDOaJ4A Twitter: https://twitter.com/2nd_Unit Instagram: https://www.instagram.com/second_unit/

Intro

https://secondunit-podcast.de/


Christian:
[0:30] Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe der Second Unit, mein Name ist Christian Steiner und bei mir ist die wunderbare Daniela Ishorst.

Daniela:
[0:33] Hallo. Einen wunderschönen guten Abend.

Christian:
[0:34] Einen wunderschönen guten Abend. Ja, ich weiß gar nicht, wie wir anfangen sollen. Frohes neues Jahr. Die erste Ausgabe im neuen Jahr.

Begrüßung

https://twitter.com/die_horst

Daniela:
[0:43] Ach so, ja, rock dann frohes Neues, natürlich kann man ja auch sagen.

Christian:
[0:46] Kann man ja auch egal wann, aber wenn man sich das erste Mal im neuen Jahr sieht und froher Start zu einer neuen Themenreihe.

Daniela:
[0:58] Vielleicht, ich weiß nicht, es ist dein Podcast.

Christian:
[1:02] Hoffentlich, wir sind hier zusammengekommen,
erst einmal über den Film Lara zu sprechen von Jan Ole Gerste aus dem Jahr zweitausendneunzehn. Und,
Film ist mich auch sein Vorgängerfilm, sein vorheriges Werk oh Boy,
nicht zu verwechseln mit,
ob heißt der Film mit Tom Schilling in der Hauptrolle. Auch ein Film, also Lara und Obräu sind beides für mit ihnen Berlin spielen. Mhm. Und auch sehr zentral in Berlin spielen.
Schon mal als kleine Arbeitsthese in den Raum geworfen, das wollen wir hier ja auch noch ein bisschen ausdiskutieren, aber wir haben uns gedacht, du hast hier gedacht, dass diese wunderbare Stadt, in der wir auch äh leben und trotz Umzug immer noch leben.

Daniela:
[1:51] Wir haben's ja nicht so weit geschafft, wir haben noch nicht mal äh den Bezirk verlassen.

Christian:
[1:54] Das stimmt. Äh ich habe mir sagen lassen, in Berlin macht man das auch so. Man verlässt nie den Bezirk. Also, man verlässt den jeden Kiez,
Aber es geht nicht um unseren Umzug, es geht um die Stadt und wir wollen diese Stadt filmisch mal ein bisschen,
Abklappern, mal ein bisschen ähm was ist so dieses Bild, wenn du so mit der Zehenspitze ins Wasser gehst? So äh,
fühlen. Leicht die Temperatur mal fühlen,
weil äh da kannst du ja vielleicht noch ein bisschen mehr erzählen, du hast ja da im letzten Jahr ein bisschen äh Gedanken gemacht, ein bisschen recherchiert, du bist dich da so ein bisschen verloren in das Thema, das ist ja sehr, sehr, sehr, sehr, sehr umfangreich.

Daniela:
[2:36] Sehr, sehr, sehr, sehr umfangreich. Genau. Ähm
Ja, ich habe ähm ja eh eine große Liebe fürs deutschsprachige Kino oder Filme, die in Deutschland spielen. Und Berlin ist natürlich eine Stadt, in der viele Filme spielen, in der viel gedreht wird, ähm
und Berlin ist eine Stadt, die sehr, also alles ist Geschichte, aber ich finde, in Berlin sieht man sie heute noch sehr offen,
und natürlich dadurch, dass hier so viel gedreht wurde und wird, ähm, kann man auch so die einzelnen Epochen ganz gut ab
lesen, also Berlin vor dem ersten Weltkrieg, dann die ersten Filme, die nach dem Weltkrieg noch in Trümmern spielten, dann die Teilung der Stadt, ähm,
es gab in Ostberlin viele Filme in Westberlin
viel gedreht, ich hab den Eindruck, es wurde noch mehr von der DVA produziert,
in Berlin als äh von den Westproduktionsfirmen
und dann natürlich die Wiedervereinigung. Und jetzt das, was wir jetzt alles so im Kino sehen in Berlin, ähm,
fand das Thema einfach wahnsinnig interessant, weil man halt auch so eine richtige Entwicklung sehen kann,
und sich auch in den letzten Jahren natürlich im deutschen Kino unfassbar viel auch getan hat. Also Leute, die immer noch unten rufen, der deutsche Film kann nichts, ähm die verpassen einiges.

Christian:
[3:50] Da gehörte ich mal dazu und habe mich dann auch eines besseren belehren lassen. Ähm aber da muss man halt tatsächlich äh drauf schauen und äh hingucken. Und das wollen wir auch ein bisschen äh.

Daniela:
[4:03] Genau, ich habe auf Letterbox, das kannst du vielleicht verlinken, wenn du magst.
Eine letztes Jahr äh auf Twitter mal rumgefragt, was so der Berlin-Film für die Leute ist und da kamen ganz tolle spannende Sachen bei raus, weil jeder natürlich so eine andere Prämisse hat. Ähm
Rochus Wolf zum Beispiel hat ein äh Kinderfilm Emil und die Detektive aus den dreißiger Jahren vorgeschlagen. Und das fand ich total spannend, weil jeder so einen anderen Film irgendwie. Es gab viele Überschneidungen
aber es gab auch viele unterschiedliche Filme und da ist jetzt eine Liste mit so siebzig Filmen ähm
ich auch richtig Bock habe, mich durchzugucken. Also ein Großteil davon habe ich schon gesehen, aber viele halt auch noch nicht. Gerade die Defa, da habe ich jetzt vielleicht zwei, drei Filme von geguck.

Christian:
[4:38] Genau und die Idee ist grob, äh dass wir uns den ein oder anderen Film mal rauspicken und auch hier besprechen werden, das äh ganze hängt ein kleines bisschen ja auch äh von den weiteren Plänen über Steddy,
was sich auf Steddy noch so entwickelt, ähm, aber da kommen wir ja auch noch zu. Also,
Jetzt. Ihr könnt diese Sendung nämlich tatkräftig unterstützen und zwar auf Stedy. Ihr könnt euch da ein paar,

Wir Brauchen Deine Hilfe!

https://secondunit-podcast.de/bundle/

[5:07] Abo-Pakete klicken, unter anderem bekommt ihr die Sendung früher, wenn unser Internet wieder funktioniert, gibt's auch Livestreams,
Kapitelmarken. Ihr bekommt in verschiedenen Paketen einfach ein bisschen mehr, ein bisschen drum herum, ein bisschen besser und,
Es gibt auch ein paar Neuigkeiten, was ich glaube ich schon in einer der letzten Sendungen erzählt habe. Äh es gibt jetzt eine dreißig Tage Testphase,
Also wenn ihr sagt, oh, das klingt aber sehr interessant, aber bevor ich jetzt hier mein Bankkonto belasten möchte, kann ich da vielleicht nicht mal reinschnuppern, dann sage ich, ja, kannste,
erstmal klicken, kannst jetzt erstmal einen Monat reinschauen, es gibt eben auch zu den.

Daniela:
[5:46] Reinhören, ne.

Christian:
[5:48] Ja, schön, sehr pott.

Daniela:
[5:49] Na ja, weil ich weiß nicht, hier irgendwie deine Shownotes und so, die muss man schon gucken.

Christian:
[5:54] Das stimmt, die muss man lesen.

Daniela:
[5:55] Ja. Du hast natürlich Recht.

Christian:
[5:57] Also ja schon, also wir werden ja drüber es ist kompliziert, aber es ist auch eigentlich ganz einfach. Ihr könnt auf jeden Fall äh einen Monat mal schauen, was dort bei Stelly eigentlich so,
passiert und was auch schon passiert, ist anhand vorhandener äh,
Ausgaben und ihr könnt unter anderem ein äh also das höchste Paket, was er da abschließen könnt, das nennt sich Produzent oder Produzentin
Was ihr denn Wert für diese Sendung, liebe Kunden, Eintrag auf der Website, ihr bekommt namentliche Danksagungen und das ist jetzt der Oberknaller, weil ich habe doch mal wieder ein bisschen was weiter äh gemacht. Ihr könnt jetzt auch mit diesem Paket.
Dieses Paket an eine andere Person zusätzlich noch verschenken.

Daniela:
[6:38] Was kostet so ein Produzentinnenpaket.

Christian:
[6:40] Das kommt ein bisschen drauf an, wie du's äh bezahlst. Äh zwanzig Euro im Monat oder fünfzehn Euro im Jahr.

Daniela:
[6:47] Wenn ich das jetzt verschenken kann, dann kostet mich das ja eigentlich nur noch zehn Euro, weil die andere Person kann dann auch zehn Euro zahlen.

Christian:
[6:53] Wir sind ja nicht bei Netflix,
das ist nicht die Idee, dass man Accounts teilt, aber das ist natürlich,
eine Möglichkeit, der eigentliche Gedanke ist natürlich, dass du sagst, ich finde diesen Podcast richtig klasse und möchte den ganz tatkräftig unterstützen und dann möchte ich auch noch einen anderen Person was Gutes tun und die davon überzeugen, wie toll dieser Podc.

Daniela:
[7:12] Ah

Christian:
[7:13] Diese Person die beste Variante dieses Podcasts sozusagen.

Daniela:
[7:16] Nicht schlecht.

Christian:
[7:18] Na ja, ihr könnt euch aber auch Accounts teilen, was was wer bin ich schon? Ähm.

Daniela:
[7:21] Na ja, aber noch besser wäre es ja, wenn die Person dir's geschenkt bekommen hat, gesagt hat, boah, das ist ja so geil. Jetzt kriege ich mir auch so einen zwanzig Euro Ding.

Christian:
[7:29] Ja und dann so äh hier äh wie heißt das? So Schneeballeffektmäßig. Wenn alle das jetzt klicken und alle weiteren Fische perfekte Ideen ist,
Ja. Äh und du bist äh eingestellt fürs Marketing auf jeden Fall. Ähm aber es gibt noch ein weiteres Goodie, also auch eine weitere Sache, die die Steddy betrifft,
Ihr könnt jetzt nämlich auch von der Second Unit aus, die Super You Unit quasi mitunterstützen. Ich habe da mal ähm
ein bisschen was zusammen geklickt, sodass
ihr, wenn ihr schon die Second United unterstützt und die super Unit, was ihr ein Nebenprojekt ist äh von mir und dem guten Arne Geider zusammen, wo wir eben einmal im Monat über Superhelden und Superheldinnen Filme sprechen wollen,
Da gibt's auch eine Statting Kampagne für, wenn ihr beides unterstützen wollt, dann müsst ihr quasi nicht zweimal das Gleiche zahlen.

Daniela:
[8:18] Könnt ihr natürlich. Könnt ihr natürlich.

Christian:
[8:20] Klar, aber ich dachte mir, es wäre schon cool, wenn ihr die Second United unterstützt, dann gibt's einen Rabatt, wenn ihr die Super Yoga Yourned unterstützt, ihr bekommt die Pakete der Super Juli Unit einen Tick billiger,
Wenn ihr schon die Second Union unterstützt, das ist äh
Ich finde eigentlich eine schöne Idee und eine schöne Sache und ihr seid natürlich herzlich dazu eingeladen, das zu tun, um an diese super geheimen und super ähm coolen Upgradepakete zu kommen, müsst ihr allerdings über unsere Website gehen. Das macht ihr auf Second Hunit Minus Podcast P,
DE Slash Bundle, B U N D LE,
ein Buntler. Es gibt ein Bundle dieser beiden Steddy Kampagnen und,
findet ihr die Möglichkeit, wenn ihr schon,
die ähm Second Unity über Stery unterstützt, könnt ihr euch da einloggen, dann seht ihr die Pakete, könnt euch da auswählen, welches ihr haben wollt,
und klickt euch da denn durch und bekommt die Pakete, die es bei der Super Yogi United ohnehin schon gibt,
einen Tick günstiger.
Könnte die Kampagne und dieses Projekt eben auch unterstützen. Also äh Upgradepreise, Bandelpreise, wie man's auch nennen will. Auch das gibt's jetzt. So,

Vorverständnis

https://letterboxd.com/die_horst/list/berlin-filme/

[9:29] und damit zum Film. Zum eigentlichen Thema. Ja. Ja.

Daniela:
[9:36] Ja, wir sprechen über Lara, haben wir schon gesagt.

Christian:
[9:39] Haben wir schon gesagt und da interessiert äh mich ja immer am meisten wie man zu diesem Film, also wie wir zu diesem Film auch kommen, wie du zu diesem Film gekommen bist. Und wir müssen da glaube ich den Bogen ein bisschen spannend zu oh Boy.

Daniela:
[9:53] Jein, denn ich bin auf diesem Film gekommen. Ich wollte ihn eigentlich im Kino gucken. Ich kann mich nämlich erinnern, dass wir im, wie heißt das, Film? Theater am Friedrichshain.

Christian:
[10:05] Kommt jetzt drauf an, ob du das filmst Pferd am Friedrichshain Mainz.

Daniela:
[10:08] Hochsteine.

Christian:
[10:10] Welches Thilo wei.

Daniela:
[10:11] Meine ich das Kino. Ich wusste jetzt nicht mehr genau, wie es heißt. Also, dass da im Friedrichshain.

Christian:
[10:16] Ja, das ist das für ein Theater im.

Daniela:
[10:17] Filmtheater auf jeden Fall. Genau. Da ich weiß nicht mehr, was wir geguckt haben, wir sind an dem Parlacat vorbeigelaufen und das erste, was ich gesehen habe, war Corinna Hafuch im roten Mantel und da habe ich gedacht, das ist mein Film.

Christian:
[10:29] Den muss ich sehen.

Daniela:
[10:30] Und dann äh habe ich gesehen, dass er von Jan Ole Gerster ist, der auch Rohboy gemacht hat, weiß natürlich,
ich habe wir haben ihn jetzt vorher nochmal geguckt. Ich liebe diesen Film einfach über alle Maßen. Es gibt so zwei, drei, zehn und Sätze, wo ich jedes Mal denke, ja ich äh,
Ich weiß gar nicht was, aber ich bin dann so immer wieder,
wo ich den Film schon öfter gesehen habe. Ähm ja und ich,
Bin Corinna Hafofan. Tatsächlich find's eine ganz tolle Schau,
darin, ich hab's auch schon hier am deutschen Theater gesehen. Ähm, ich glaub beim letzten,
Zweitausendneunzehn das Theatertreffen. Zweitausendzwanzig gab's ja keins wegen Corona. Ich muss jetzt immer überlegen, weil zweitausendzwanzig ist eigentlich so aus meinem Kopf geflogen.

Christian:
[11:12] Das verlorene Jahr ein.

Daniela:
[11:13] Genau. Ähm genau und dann haben wir den zum ersten Mal im letzten Jahr dann aber erst zu Hause geguckt. Ich habe ihn dann gar nicht im Kino mehr geguckt.

Christian:
[11:22] Genau, stimmt, das das stand ein bisschen irgendwie auf dem.

Daniela:
[11:27] Der stand schon seit Kino, also noch vor Kinostart so auf meiner Watchlist, aber wir haben's tatsächlich oder ich hab's erst im letzten Jahr, auch Ende letzten Jahres haben wir den erst gesehen, ich habe jetzt gar nicht nachgeguckt, wann, aber.

Christian:
[11:34] Genau, da habe ich nachgeguckt, aber genau.

Daniela:
[11:37] War dann irgendwann, glaube ich, bei Amazon Prime und ähm also es war halt so ein Film, wenn man den wenn ich habe den jetzt nicht im Kino gesehen und musste den dann jetzt nicht unbedingt äh sofort leihen oder so.

Christian:
[11:47] Na ja, ich meine, für uns kamen dann ja auch also.

Daniela:
[11:50] Kam auch kam noch ein Kind dazwischen, da ist man ja, manchmal ist man ja auch mit anderen Sachen beschäftigt. Ja, aber es wäre jetzt auch keiner gewesen, wo ich irgendwie Druck gehabt hätte zu sagen. Ich muss ihn jetzt unbedingt gucken, aber ich wollte ihn halt gerne sehen.

Christian:
[12:02] Aber eben auch durch durch die durch die große Liebe zu Oboy. Also so, so ist so ist der auch irgendwie bei mir so ein bisschen aufgeschlagen. Der nächste Film von Jan Ole Gerster,
der interessanterweise in der Zwischenzeit auch gar nicht so viel gemacht hat, zumindest laut,
laute IMDB der hat muss ich kurz überlegen, ich glaube kam irgendwie zweitausendzwölf raus und das sind ja dann doch so sieben Jahre dazwischen.

Daniela:
[12:31] Was hast du denn in den sieben Jahren gemacht? Ich habe nachgedacht. Vielleicht hat er sieben Jahre nachgedacht.

Christian:
[12:36] Ich kann dir sagen, was der gemacht hat. Ähm also das ist meine Vermutung, was der gemacht hat.

Daniela:
[12:41] Das Geld gezählt, was er mir durch.

Christian:
[12:44] Jeden Tag persönlich zur Sparkasse an den Schalter und hat sich sein Bankkonto angeguckt und hat gesagt.

Daniela:
[12:48] Guter Start.

Christian:
[12:49] Stimmt immer noch. Ja. Also ähm der Film Oboy war ja durchaus ein ein kleiner Überraschungshit.

Daniela:
[12:57] Zwar sein Abschlussfilm, oder?

Christian:
[13:00] Bin ich mir jetzt grad auch nicht so sicher, das habe ich irgendwie auch immer so gehört, das war auf jeden Fall hätte ich jetzt nochmal nachgucken können müssen. Ähm auf jeden Fall so eine so eine eher,
Low Budget Geschichte tatsächlich. Ähm,
Also Verhältnis bißig Lupatschet und der hatte glaube ich irgendwie damals im Kino mit dreihunderttausend Zuschauern oder so, was für einen deutschen Film schon echt viel ist und,
Das hatten wir jetzt auch, wir hätten, glaube ich, auch in der eigenen DB oder so irgendwie was gelesen. Halt so ein paar Millionen,
US-Dollar, also aus US-Perspektive halt äh äh beschrieben, aber der hat halt echt äh gutes Geld gemacht und ich kann mir halt vorstellen, dass aufgrund der Produktionsbedingungen, also das jetzt ein Abschlussfilm war oder ein,
Lopatschip-Film, der den er so gedreht hat, aber es gab, glaube ich, also ich kann mir vorstellen, dass er relativ viel,
Von diesem Film zu verantworten hatte und dadurch auch ähm.

Daniela:
[13:52] Ja, die hat das Drehbuch geschrieben.

Christian:
[13:53] Finanzielle finanzielle ähm wie sagt man? Also finanziell auch einiges rausholen konnte aus diesem Kassenerfolg.

Daniela:
[14:01] Es war jetzt auch kein nichts pompöses dabei, ne? Also kein riesen Kostüm, kein riesen Maske, kein riesen Auf.

Christian:
[14:06] Genau und ich glaube auch die Leute, die da mitgespielt haben, hatten auch eher Bock drauf, als jetzt irgendwie reich zu werden und das ist halt eben auch keine Auftragsarbeit gewesen oder sowas. Das war jetzt kein, kein also das war ja schon sein Film, der hat das Drehbuch geschrieben, das war sein Ding und das.

Daniela:
[14:17] Fabe hat er sie auch gespart.

Christian:
[14:19] Ja, da sparst wahrscheinlich viel, wenn du denn so ganz wahrscheinlich ordentlich sparen, ja.
Genau, aber oh Boy ist bei uns beiden so ein Film, den wir, den wir sehr schätzen, der,
den ein oder anderen Platz in dem ein oder anderen Herzen von uns hat.

Daniela:
[14:35] Du hast auch eine Podcastfolge dazu gemacht.

Christian:
[14:37] Genau, ich habe eine Podcastfolge gemacht mit Arne von Inaf Talk, eine der wenigen Second Units, die wir zusammen gemacht hatten, war kurz danach die Super United entstanden.

Daniela:
[14:46] Ja, interessant.

Christian:
[14:47] Es war halt der erste Podcast äh nach meinem Umzug nach Berlin, weil dieser Film auch so ein bisschen äh,
Irgendwie damit in Verbindung steht, kennst ja so ein bisschen die Ecken und so, das war halt das war, glaube ich, der letzte Film, den ich in Kiel geguckt habe, bevor ich nach Berlin gezogen bin,
Und dann merke ich so das erste Mal den Film irgendwie drei Wochen später in Berlin zu gucken, denke ich äh.

Daniela:
[15:12] Das ist ja direkt bei mir. Aber irgendwie cool ist. Mhm.

Christian:
[15:13] Dass er direkt hier ums Eck, also wie gruselig, aber irgendwie cool ist das auch und ähm genau da gibt's halt eine eine Second-United Ausgabe, so muss ich nochmal raussuchen, welcher das war, irgendwie Herbst zweitausendfünfzehn auf jeden Fall.

Daniela:
[15:26] Ich glaube, die höre ich mir nochmal an. Also was heißt nochmal? Ich habe sie noch gar nicht gehört.

Christian:
[15:30] Ja, ich hoffe, ich äh also ja.

Daniela:
[15:33] Ja, es war so traurig, wurde mich mal gefragt, dass über welchen Film ich gerne mit dir sprechen würde, da habe ich gesagt, oh boin, hast du gesagt, nein, den hatte ich schon, ich gehe Missverdame,
Ja, aber das ist ja auch interessant an Berlin Filmen. Ich weiß gar nicht, ob ich das schon gesagt habe, aber so ein paar, ich habe ähm die,
Äh der der Himmel über Berlin habe ich hier eine Minikino geguckt und ähm Berlin-Ecke Schönhauser habe ich hier äh in Babylon geguckt. Und das ist so toll, wenn man
Berlin filmet, so gerade ältere dann jetzt hier im Kino guckt und ja, irgendwie gibt's dann immer so einen persönlichen Bezug dazu,
ist sehr spannend. Das macht es noch interessanter das Thema für mich. Ich finde das Thema auch interessant, ohne dass man in Berlin leb,
Aber wenn man so wie du immer noch so eine persönliche Anekdote damit verbindet oder
kommen wir auch später bei Lara zu, was so die Drehorte angeht ähm oder was mir auch,
hier der Gerhard Richterfilm, der kein Gerhard Richter ist Film,
Berg ohne Autor. Es fallen einem dann manchmal so Sachen ein, die mir im Leben nie auffallen würden, wenn ich manche Orte nicht täglich besuchen würde, dass er zum Beispiel,
bin niemand, der auf Fehler achtet, aber er kommt die Treppe hoch und fährt äh,
In die falsche Richtung, eigentlich verlässt er gerade in dem Film, in der Geschichte, will er in den Westen fliehen, steigt aber auf der falschen S-Bahn-Seite ein. Warum fällt mir das auf? Weil ich seit fünf Jahren jeden Tag an diesem S-Bahnhof stehe. So und das macht's halt total interessant auch.
Da haben wir auch so ein paar Momente bei Lara, wo ich gedacht habe, hey, das ist aber jetzt komisch, wieso sieht denn das Gebäude von außen so aus und von innen ist es das? Also.

Christian:
[16:58] Und gleichzeitig ist aber auch irgendwie so ein,
So ein, ich meine über Boy werden wir vielleicht am Ende dann auch noch ein bisschen sprechen, wir wollen net über Berlin sprechen und über Berlin Filme und äh äh vielleicht ist das so die, die äh,
Ähm inoffizielle Möglichkeit auch nochmal über Oboy zu sprechen, dass wir den also mit reinhol.

Daniela:
[17:13] So durch die Hintertür.

Christian:
[17:15] Ah, es ist ja eben auch ganz toll, eben auch jetzt hier bei Lara ähm und bei Obori, also diese Filme finde ich,
passen auch gut zusammen. Also dass die beide vom gleichen Regisseur sind,
Spürt man, finde ich, obwohl jetzt nicht, vielleicht können wir da auch nochmal drüber streiten, aber es ist jetzt ja kein kein,
Also er macht jetzt ja nicht zweimal den gleichen Film, er macht jetzt nicht irgendwie eine Fortsetzung. Er macht jetzt kein Remake zu seinem eigenen Film, aber er schafft es irgendwie in beiden Filmen zwei,
Figuren in diese Stadt zu versetzen und auf ganz tolle Art und Weise,
Die Stadt mit der Figur zu erzählen und die Figur über die Stadt zu erzählen. Also das ist so ineinander verwoben, das ist nicht irgendwie nur mal so ein bisschen mit dem Kameraschwenk auf dem Fernsehturm und ah ja, wir sind in Berlin und
irgendwie noch 'n Pop Song von irgendeiner Berliner Band oder so da drunter legen, sondern das ist viel feinfühliger und eben auch viel,
spannender, weil's auch nicht so vielleicht die die plakativsten Berlin-Orte irgendwie sind, aber,
erzeugt eine Stimmung in beiden Filmen, passend zu den sehr unterschiedlichen Figuren,
aber jede Figur hat so sein oder ihr eigenes Berlin.

Daniela:
[18:41] Das stimmt, der eine Film spielt halt auch in der Ost. Berlin, der andere in West, Berlin.

Christian:
[18:46] Ein N20er vielleicht,
Ende zwanzig, Anfang dreißig, der so durch Berlin schwimmt und eine Frau, die eben, wie wir lernen, im Laufe des Filmes sechzig wird.

Daniela:
[18:57] Die hat dann am Tag Geburtstag.

Christian:
[18:58] Geburtst.

Daniela:
[18:59] Beide Filme eilt ist natürlich, dass wir so einen Tag im Leben dieser Person sehen, aber ich finde, es gibt halt viel mehr Unterschiede in den Filmen, als dass sie.
Gleich, wie heißt es dann? Gleichheiten ist das sie. Gemeinsam. Gemeinsamkeiten. Genau. Oh Gott, ist das die Gemeinsamkeiten haben. Ähm sowohl in Form als auch in Inhalt.

Christian:
[19:20] Aber ja, ich bin vielleicht eher im Team äh Gemeinsamkeiten, aber ähm da äh können wir dann ja auch nochmal ein bisschen äh drüber,
ins Detail gehen. Ähm, wenn's soweit ist,
Wir wollen natürlich aber auch nochmal ein bisschen an äh Inhalt, sagen wir mal, erinnern, spoilern, ähm,

Plot

[19:42] ja ein relativ aktueller Film, aber wie eigentlich alles, was wir hier besprechen, sollte man vorher gesehen haben. Und der ist bei Primers doch auch schon gesagt. Also äh tut euch allen den Gefallen, guckt ihn,
bisschen hören, jetzt schnell gucken.

Daniela:
[19:56] Außer ihr seid für meine Freundin, Michi, die immer gerne gespoilert wird, dann könnt ihr weiterhören und danach den Film Co.

Christian:
[20:01] Ihr könnt es auch wie Michi machen und euch lassen, aber ich finde, ich, also ich.

Daniela:
[20:03] Ich finde, es gibt jetzt auch nicht so viel zu spoilern an diesem Film. Doch. Findest du.

Christian:
[20:08] Doch der ganze Film absolut, ich habe ja überhaupt nicht gewusst, wo der Film hin will, beim ersten Mal.

Daniela:
[20:14] Auch nicht, aber es ist jetzt nicht so, dass man denkt, oh Gott, wieso habe ich das jetzt vorher gewusst, jetzt ist keine Ganze bricht hier, das ganze Filmding.

Christian:
[20:20] Sind jetzt nicht hier bei den Avengers, wo am Ende von den das halbe Universum weggeschnipst wird. Das meine ich jetzt nicht.

Daniela:
[20:24] Ach so, ja das ist natürlich für jemanden wie dich, ich war das hier in der Li.

Christian:
[20:29] Also ich finde also tatsächlich, da geht's schon los. Ich dachte nicht, dass wir jetzt hier schon diskutieren, aber ähm also wir werden jetzt gleich zum Plot noch kommen, keine Frage, aber ich finde das halt ganz klasse, wie der Film, wie der Film erzählt, indem er halt eben,
Figuren, über Situationen, über Momente.

Daniela:
[20:44] Fand das Ende auch so geil. Ich habe jetzt die letzten Minuten liefen, habe ich gedacht, oh Gott, hoffentlich kriegt sie dieses Ende, was ich mir gerade vorstelle, dass sie das kriegt und dann hat sie das bekommen und ich habe gedacht, oh mein Gott, dank.

Christian:
[20:55] Deswegen nochmal die Erinnerung jetzt schnell rüber klicken und gucken und dann kommt ihr wieder zurück, falls ihr nicht gespoilert werden wollt. Äh.

Daniela:
[21:03] Go, okay, also wir begleiten in Lara. Lara einen Tag lang durch Berlin an ihrem Geburtstag
Ähm Lara ist eine Frau, die gerade sechzig geworden ist an diesem Tag und die erste Szene ist äh sehr interessant, denn sie steht auf im Sonne, geht geradeauf in Berlin. Sie schiebt ihren Stuhl ans Fenster und steigt
öffnet das Fenster, schiebt ihren Stuhl ans Fenster, steigt auf den Stuhl und es klingelt an der Tür,
Denn Lara soll zu einer Hausdurchsuchung, sie war äh Beamtin, was ist man denn dann eigentlich in welchem Amt? Steuerfahndungen.

[21:39] Einfach nur, wenn man verbeamtet ist. Auf jeden Fall soll sie dabei sein und dann hinterher was unterschreiben, weil die Polizei jetzt diese Haustür,
Aber es ist nicht nur Laras sechzigster Geburtstag, sondern auch das erste Konzert ihres Sohnes Viktor, gespielt von Tom Schilling. Haben wir jetzt gedacht ähm der seine eigene Komposition an dem Abend spielen,
Soll. Lara versucht ihn zu erreichen, erreicht ihn nicht und jetzt geht sie durch Berlin
und erlebt so, ich find's schon fast episodenmäßig verschiedene Dinge, trifft auf unterschiedlich,
Leute, kauft sich ein neues Kleid, holt alles ihr Geld ab von der Bank und,
trifft immer mal wieder auf ihren Nachbarn, der sie anscheinend sehr nett findet, aber irgendwie ist Lara, ich weiß nicht. Ähm es ist eine Person, die sowas von unsympathisch ist und zeitgleich aber so viel,
Ja ich kann Lara gar nicht richtig beschreiben, was sie für eine Person ist.

Christian:
[22:34] Das wollen wir gleich noch.

Daniela:
[22:35] Ähm auf jeden Fall geht sie dann hinterher. Viktor meldet sich nicht. Es wird lange sehen wie Viktor auch gar nicht und dann fährt sie zu ihrer Mutter, bringt Kuchen mit, denen ihre Mutter aufs fieseste ablehnt und sagt, ich habe Kuchen gebacken, also die Mutter hat selber Kuchen geback
den sie dann ihrer Tochter anbietet und dann kommt nämlich Viktor und ähm,
Lara und Viktor unterhalten sich aber auch nicht so richtig und am Ende sitzt sie dann irgendwann mit mehreren Leuten, die sie so im Laufe des Films irgendwo immer getroffen hat, sie kauft sich zweiundzwanzig Karten im Theater ähm,
dann wahllos für uns an Leute verteilt, ehemalige Kolleginnen den Nachbarn und sitzen mit diesen Menschen hinterher,
in dem Konzert und hört Viktor zu, wie er spielt. Ja und dann ist das Konzert vorbei,
Lara kriegt sie ihren sechzigsten Geburtstag von ihrem Sohn ein sehr geschmacklos Präsentkorb geschenkt und mit dem fährt sie wieder nach Hause,
um das Ende solches Ende auszahlen.

[23:33] Es gefällt auf jeden Fall nach Hause, ähm hat sich noch mit ihren mit Zufallsbekanntschaften, wo auch ein ihr ehemaliger Klavierprofessor mit bei ist. Sie hat selber nämlich auch Klavier gelernt. Ähm,
Kommt er nach Hause, nach diesem Treffen schon völlig betrunken eigentlich. Man sieht, Sarah Zaffela, Sarah. Lara zerfällt immer mehr, finde ich auch so ein bisschen in diesem Film. Er ist,
sich ganz schön und dann wird's wieder wie ein bisschen zerpflückt also gerade ihre Frisur und ähm ja fährt dann nach Hause und ist
Dosenkonserven, die ihr Sohn hier geschenkt hat und halt noch irgendwie eine Flasche Champagne oder irgendwas dabei
und mit Viktor ist auch das Klavier aus ihrem Haushalt ausgezogen. Das heißt, sie hat auch diese Lücke in dieser Wohnung und diese Lücke in ihrem Herzen, weil der Sohn weg ist und der Nachbar hat aber auch ein Klavier und dann klingelt sie beim Herrn Scherni und gibt den Champagner ab und ähm,
Er fängt an in der Küche zu erzählen, kocht den beiden einen Tee und sie geht an das Klavier, klappt die Klappe hoch und fängt an zu spielen. Und der letzte,
Allerletzte, der allerletzte Moment ist, Lara hört auf zu spielen und guckt in die Kamera und der Film ist zu Ende,
das klingt jetzt so blöd, aber es war ein wundervolles Ende.

Christian:
[24:38] Ja, es war erst auch die Ortise ist vorbei, der Tag ist vorbei,
und ähm die Frage, wer Lara eigentlich ist und was wir da eigentlich auch sehen und ähm das,
finde ich ja gerade so reizvoll an dem Film, an der Art und Weise, wie er erzählt, weil er ganz, ganz, ganz viel erzählt ohne uns zuzuquatschen dabei,
und ähm genau diese Fragen auch so,
offen lässt, wer ist diese Lara? Warum ist sie so, wie sie ist, ist sie so geworden, ist sie so gemacht worden, ist sie,
Überzeugung so und dann eben auch das Entfalten dieser Geschichte. Wer ist dieser Viktor, ah? Wer ist dieser Sohn? Der Sohn ist der Viktor und warum ist der weg
und warum meldet der sich nicht und in welchem Verhältnis stehen die eigentlich zueinander und diese ganzen Figurenkonstellationen, auch die,
Leute im Leben, um um Lahrer herum erfahren wir aus diesen Situationen heraus. Also im Grunde genommen eigentlich immer alle Figuren, besonders Lara,
uns gegenüber einen Informationsvorsprung, weil sie weiß ja, dass ihr Sohn,
warum ihr Sohn ausgezogen ist. Sie weiß, warum ihr Sohn sich nicht meldet, sie weiß, warum sie auf dem Fensterbrett am Anfang des Filmes steht, um eigentlich aus dem Fenster zu springen, aber wir wissen das alles gar nicht. Und der Film macht das auf sehr, sehr,
interessante und schöne Art uns zu gerade eben genug mitzugeben, um dabei zu bleiben.

Daniela:
[26:04] Er erzählt gerade genug, genau, ich finde, es gibt eine Szene in dem Abend, wo sie gearbeitet hat, wo sie von ihrer ehemaligen,
Untergebenen gefragt wird und Kitz ihn wieder besser und du hast gestern, glaube ich, haben wir so über den Film gesprochen, hast gesagt, ja, aber sie ist ja auch in Rente und dann habe ich gesagt, ja, aber das wissen wir gar nicht,
arbeitet nicht mehr, aber hat sie jetzt aufgehört, weil sie eh in Rent gegangen ist oder hat sie aufgehört, weil sie vielleicht schon länger krank ist oder also der Film lässt vieles offen und gibt einem immer genau den Happen, den man gerade braucht.

Christian:
[26:33] Und erklärt dann eben auch solche Sätze nicht. Genau. Die fallen, die sind dann da und das war's. Und das finde ich sehr, sehr, sehr, sehr klasse. Also.

Daniela:
[26:43] Es auch mutig finde ich, dass der Film nicht jedes äh einzelne Detail auch aus ihrem Leben erstmal ausdiskutiert.

Christian:
[26:50] Und das erinnert mich auch ein bisschen an Oboy, den ich auch schon,
sehr mutig fand ähm weil die,
andere Figur, anderer Lebensabschnitt, anderes Berlin, was dort gezeigt wird, erzählt wird, aber auch da, wenn wir nicht so zugetextet mit,
Hintergründen, da kommt niemand irgendwie zur Tür rein, gesprungen und schreit. Hallo, ich bin krebskrank und deshalb traurig, sondern,
Wir müssen immer, auch da gibt's finde ich so diesen Informationsvorsprung, den wir halt,
Also den die Figuren vor uns irgendwie haben. Und das finde ich schon sehr sehr stark so auch zu erzählen und Lara fängt finde ich noch mehr mit so einem Puppenschlag irgendwie an, weil.

Daniela:
[27:34] Hört aber auch mit einem auf, finde ich.

Christian:
[27:36] Ja? Aber halt, also den Film zu starten,
der wie wir sehr schnell merken, Hauptfigur, die am Fensterbrett steht und dann aber, weil's eine Tür klingelt und so geht der Film los, ist schon auch sehr interessant. Also das ähm,
Ja, also der Film lässt viel weg und zeigt Mut in den Lücken. Und äh das macht halt großen Spaß,
diese Lücken auch irgendwie zu spüren. Wir haben den Namen schon ein paar Mal erwähnt.

Cast

https://www.imdb.com/title/tt7275830/

Daniela:
[28:06] Corinna Hafuch, Hafuch.

Christian:
[28:10] Nicht zu verwechseln mit Caroline Herfurth.

Daniela:
[28:12] Ja, das stimmt, das passiert dir öfter. Ja, das kann doch gut laufen.

Christian:
[28:14] Ja, das kann auch im Laufe dieser Sendung passieren. Ich wollte aber eigentlich nochmal, also ja, Corinna H.

Daniela:
[28:19] Ach so, du möchtest jetzt über den Regisseur sprechen? Entschuldigung.

Christian:
[28:22] Genau. Äh Janole Gerster. Ja. Ja.

Daniela:
[28:29] Ja

Christian:
[28:32] Ja, ich bin jetzt mal überfordert, weil ich weiß gar nicht, wo wir anfangen sollen. Ähm,
Weil da eigentlich schon vieles auch gesagt haben, deswegen äh aber interessant, dass er, dass er so lange Pause gemacht hat zwischen diesem Film,
und was mich tatsächlich, wir haben ihn halt ähm zweitausendzwanzig, Anfang des Jahres zum ersten Mal geguckt und wir wussten, dass es der zweite Film von Janoli Gerster und.

Daniela:
[28:56] Du meinst, wir haben so oh Boy, wir haben erst Lara geguckt und dann noch Boy zusammengeguckt. Als wir das erste Mal leider gehen. Ach so.

Christian:
[28:59] Nee, genau, ich meinte Lara, als wir das erste Mal Lara geguckt haben, ähm weil,
zweiter Film von Jano Legersta und Korner Hafuch in der Hauptrolle und wir waren ja gespannt und wir haben ihn geguckt und wir waren begeistert und ich bin am Ende als der Abspann kam und,
Da stand dann Regisseur Jan Ole Gerster. Alles klar. Dann stand da aber Drehbuch und ich hoffe, ich spreche es jetzt richtig aus. Äh Blas,
Q-Team. Ich glaube ein, also ein nichtdeutscher Name auf jeden Fall, der nicht deutsche Autor. Ähm.
Und da war ich, da bin ich fast von der Couch gefallen, als ich das gelesen habe, dachte ich, was? Hä? Weil,
Ich felsenfest davon ausgegangen war, dass Janole Käster diesen Film noch geschrieben hat, weil ich in der absoluten Überzeugung war, während dieser Film vor mir lief,
Ein Film aus der Feder von Jan Oligiesta zu sehen, weil der sich halt so krass ähm wie,
angefühlt hat für mich. Also mit so einem.

[30:03] Sag ich ja also mit mit so einer Verbindung, ich hab die, ich hab die, ich hab die Verbindung dieser beiden Filme ähm,
Nicht nur gespürt, sondern das hat für mich alles durchzogen und das meine ich jetzt nicht nur ähm in der Regie, sondern in dieser Geschichte, also in der Art und Weise,
Also was wir auch schon gesagt hatten, ein Film, ein Tag lang, eine Figur, eine Person. Wir bekommen,
Infos in Momenten in Situationen und und zur Lücke und all solche Geschichten, wo ich dachte, das hätte ich, also das hat mich einfach überrascht, dass der Film mich von dem selber geschrieben war.

Daniela:
[30:38] Ich hab mir da nicht so viel Gedanken drüber gemacht, weil ich mich damit noch nicht so viel beschäftigt hab mit die Drehb.

Christian:
[30:43] Du warst immer noch von Korinarfuchs so verzaubert.

Daniela:
[30:45] Ja, natürlich und von Rainer Bock äh der ihren Ex-Mann spielt und
Ferner Bock, Rainer Bock, ich habe eine große Liebe für Rainer Bock, das liegt aber daran, dass an dem ersten Theaterstück, was ich in meinem Leben, also als erwachsene Person gesehen habe, keiner Bock hatte, den äh König von Dänemark, Hamletz Vater gespielt hat. Ein großartiger Schauspieler wirklich,
Ich habe im letzten Jahr mit ihm, der hatte die erste Hauptrolle im Kinofilm überhaupt,
Rainer Bock ist auch über sechzig. Spätstarter sozusagen. Ähm Atlas heißt der Film, kann ich auch nur jedem empfehlen
Ich weiß gar nicht, ob der in Berlin spielt, aber da spielt er ein Möbelpacker. Ähm wahnsinnig,
Bin ein großer Fan von ihm und ich bin auch ein großer Fan von Corinna Hafuch und ich bin auch ein großer Fan von Tom Ski, also da kommt halt wirklich ähm,
alles zusammen, ja. Die drei sind einfach toll, wirklich.

Christian:
[31:38] Ja, vielleicht sollten wir nochmal ein bisschen äh konkreter über die Familie Jankens,
sprechen und vor allen Dingen über die Protagonistin, über Lara, Lara Jenkens gespielt von äh Corinna Harfuch, die ja,
den Film komplett trägt. Ähm auch wirklich, wirklich ähm.
Ist nicht wirklich, also ihr wird es nicht leicht gemacht, diesen Film zu tragen, das mal so zu formulieren.

Daniela:
[32:14] Das stimmt, aber was ich total spannend finde dafür, dass ein Mann Regie geführt hat und einen Mann Drehbuch geschrieben hat. Man lässt sie nicht leiden,
Also diese Rolle Lara, sie bleibt absolut autark in sich selbst. So und ich finde das jetzt Corinna Harfur auch perfekt um.

Christian:
[32:31] Mhm. Was aber was meinst du mit Leiden.

Daniela:
[32:33] Na ja, es ist ja so gerne ich meine, wir sehen eine Frau, die sechzig wird an dem Tag und die anscheinend dabei ist, gerade aus dem Fenster zu springen
Und man hätte sich ja auch entscheiden können eine sehr leidende Lara zu zeigen, aber das tut man eben nicht. Also
Sowohl das Drehbuch als auch der Regisseur haben sich hierfür entschieden, eine sehr ich mag das Wort gar nicht sagen, aber eine sehr starke Frau eben zu zeigen, obwohl sie dabei ist, sich gerade umzubringen, meinen so, man hätte sie auch äh,
Alkohol trinkend äh weinend in der Ecke sitzen. Mein Sohn ist ausgezogen und was habe ich als Mutter nur falsch gemacht und mein Mann hat sich von mir getrennt, aber nichts davon. Also, finde dieser,
Dieser Film bedient keins dieser so typisch Klischees, welche fallender Männer ständig reintappen, dass ich meine Fettnäpfchen sind so groß, dass sie da überhaupt noch,
Na ja, sie fallen halt trotzdem rein immer gut und das macht der Film halt nicht und da ist so eine Person wie Corinna Haff, auch die perfekte Besetzung für.
Es ist halt eine sehr ausgeprägte Persönlichkeit, die sie da spielt und,
Captain auch so ein bisschen das Gefühl, dass ihr für solche Rollen auch wirklich prädestiniert ist, die zu spielen.

Christian:
[33:40] Sie ist ähm also wir wollen noch an anderer Stelle noch intensiver über die Figur sprechen, aber es ist ähm ähm gehört ja auch zum Spiel dazu. Also sie ist halt sehr,
sie ist sehr kontrolliert.
Aber ich finde, das ist irgendwie auch, mir fehlen die Worte, um sie richtig zu beschreiben, aber das Spiel ist halt so es so bedacht, also es ist so.

Daniela:
[34:07] Eigentlich ist Lara eine Person, über die man keinen Film sehen möchte, weil sie so unsympathisch ist.

Christian:
[34:12] Ja und dabei ist sie aber auch nicht irgendwie äh äh weiß ich nicht ähm,
bricht nicht zu Türer hinein und und kotzt allen Leuten auf den Teppich, also so ist sie ja auch nicht. Aber sie ist so, also erstmal du hast Recht, sie ist erstmal keine klassische Protagonistin. Anders als Nico?
Ja, den den sagen wir mal Quarter Life Crisis im Berliner im Berlin Prenzlauer Berg. Da.

Daniela:
[34:40] Wenn man sich schon mal gut gehen lassen, wenn der Papa Anwalt ist, ne.

Christian:
[34:43] Ja, aber das, da habe ich auch das Gefühl, ohne unter dem Film zu nahezutreten, weil ich mag ihn ja gerne, aber das ist jetzt für mich nicht die innovativste Art äh zu erzählen,
hat Obor jetzt vielleicht nicht erfunden, hat er jetzt vielleicht auch nicht irgendwie äh totgetrampeltes Thema, aber ist jetzt so, ja, das,
Die Figur, die haben wir schon. Also die haben wir irgendwie gefühlt auch durch alle möglichen Städte, Jahrzehnte und Geschmacksrichtungen. Aber diese Lara ist halt,
irgendwie anders, wie du sagst, sie leidet nicht, sie wird eigentlich auf dem Tiefpunkt, auf auf irgendein in irgendeinem Tiefpunkt, finde ich gezeigt und,
Auch da wieder das Spiel versucht das Ganze mit Würde und Haltung,
Das ist vielleicht der Punkt. Das ist vielleicht das Wort. Ich finde, sie bewahrt immer Haltung.
Es gibt so ein, zwei, drei Momente, wo sie so ein bisschen da rausbricht, wo es nicht eben nicht, also Haltung, so im Sinne auch Körperspannung, so dieses das sind so die Sachen, die man zuerst irgendwie einfallen, wie wahnsinnig,
ähm angespannt, wenn sie auch ist und spielt, spielen muss, weil Lara halt so.

Daniela:
[35:54] Kontrollfreaks ist der absolute Kontrollfree.

Christian:
[35:59] Ja ja aber es ist ja eben auch so interessant, weil wir sie finde ich so oft so alleine sehen. Sie kann nicht andere kontroll.

Daniela:
[36:08] Total entglitten ist glaube ich. Also sie kann ihren Sohn nicht mehr kontrollieren, sie kann sein Spiel nicht mehr kontrollieren, sein Klavierspiel nicht mehr konnte,
sein Leben, ja, ich weiß gar nicht, ob sie das unbedingt so kontrollieren will, aber sie kann eben auch seine Karriere nicht mehr kontrollieren. Ihr ist ja das Wichtigste quasi weggebrochen,
ähm ja Korina Huf wird ja hier demnächst äh Berlin Tatortkommissarin, ne? Was ja total schade ist, dass sie mir Rebecca ausgerechnet ersetzt. Ich weiß, wir alle wollen Marc Wasch gesehen, den schönen Markt, den du nicht lei.

Christian:
[36:38] Gerade auf Tatort um. Ich muss, das sind so Namen, so ja, Tatorte, ja, Berlin, ja.

Daniela:
[36:43] Aber sehr Mädel Becker tritt ab, ich glaub dieses oder nächstes Jahr und dann.

Christian:
[36:46] Moment. Sie spielt dann neben Marquar.

Daniela:
[36:50] Ja, ist das nicht toll, eine Traumbesitzer? Oh, Christi.

Christian:
[36:54] Ich weiß nicht, ob das jetzt das wäre, was mir da einfällt, aber ich hoffe ja schon, dass sie auch eine entsprechende Haltung.

Daniela:
[37:01] Die wird dem arroganten Kommissar, wie heißt er dann? Caro, ne? Ja. Nein, in der Rolle.
Sowie Tom Schilling. Habe ich dir schon mal erzählt, dass sich Tom Schilling an der Waldbühne gesehen habe? Er stand vor mir, als es Konzert beginnt, was ich besucht habe
ähm Nick Kave and the bet sieht. Und das Konzert geht los. Ich stehe da so und trinke mein Bierchen und wer steht vor mir, Tom Schilling hält zwei Bier in der Hand und guckt in den Himmel und da habe ich gedacht, ja, so stelle ich mir Nico vor,
wirklich. Und ich habe mal ein Konzert mit ihm gesehen. Ähm Tom Schilling and the Jets, Kids, ich sehe Parallelen, Ne Cave and Bett zie,
Tom Shiding and the Jazz Kids. Ja, der macht richtig gute Musik mit der Band, hat mir richtig gefallen.

Christian:
[37:43] Richtig gute Musik machte auch hier, also nicht selber, aber er hat irgendwie den Anfang von dem von dem Auftritt von einem Klavierstück tatsächlich selber gespielt. Das habe ich auch nochmal gelesen. Ähm also spielt den den Viktor Viktor Jenken.

Daniela:
[37:56] Auch Namen, ne? Viktor muss man auch wollen, so für sein Kind.

Christian:
[38:03] Also meine ähm äh Abiturkentnisse, Deutsch-Leistungskurs, äh, hier Textanalyse, Viktor,
Victory ist ja der Sieg.

Daniela:
[38:16] Aha.

Christian:
[38:18] Das heißt Lara will natürlich einen Siegertyp mal zu haben, ne?

Daniela:
[38:22] Aber ohne Ü hoffentlich.

Christian:
[38:24] Ja, aber so erzieht sie ihn wahrscheinlich auch oder hat.

Daniela:
[38:26] Nein. Nein. Na ja, ist jetzt nicht der der Mann. Das meine ich mit Typ.

Christian:
[38:32] Nein. Nein, äh das stimmt, das ist ja nicht. Aber er ist doch von Lara zu, sagen wir mal,
Zieht es das falsche Wort, weil beim Klavier kannst du nicht gewinnen. Du spielst halt gut oder du spielst halt nicht gut, aber er ist doch zu mehr erzogen worden oder nicht. Ey, ist doch er ist doch zum Wirthosen gemacht worden du,
also ähm.

Daniela:
[38:59] Mit sanften Druck.

Christian:
[39:01] Wie sie's selber gelernt hat, wie wir erfahren, ne? Aber ja, also das da so, dass da ähm,
aber gleich. Ich teaser das die ganze Zeit, aber ich versuche ja eher noch bei den Schauspielern hinzu.

Daniela:
[39:15] Ja beim Cast bleiben.

Christian:
[39:16] Fand ich total super, also ist nicht äh ähm ist für mich so ein Art Augenzwinkern, Tom Schilling da irgendwie nochmal zu besetz,
Glaub die da haben sich einfach zwei gefunden ja und und der Regisseur aber hat mir gut gefallen. Also das war jetzt für mich nicht einfach nur so ein Gimmick weil er in einem anderen Film Hit,
mitgespielt hat, sondern er passt halt wirklich gut in die Rolle, so. Und.

Daniela:
[39:42] Ich finde die beiden paar Spielen passen auch gut zusammen. Also Corinna, Forum Tom Schilling. Es hat mir gut gefallen, wenn die beiden zusammen gespielt haben.
Ja, Herr Cherny, nee, doch der Nachbar, ne?

Christian:
[39:53] Ja, er ist noch reiner Bock, als Paul Jenkens, aber da hattest du ja auch schon äh große Liebe für Rainer.

Daniela:
[39:56] Mhm.

Christian:
[39:58] Genau, wir haben noch den Nachbarn von Lara, Andre Jung.

Daniela:
[40:05] Irgendwie kommt mir die Stimme so bekannt vor. Ich wollte nochmal googeln, ob der vielleicht sonst äh eher auch als Synchronsprecher arbeitet.

Christian:
[40:12] Ich habe jetzt nicht nochmal recherchiert, aber irgendwie hat er eine sehr warme, weiche Stimme. Mhm. Passt auch. Also gut besetzt in dieser Rolle in dieser.

Daniela:
[40:23] 'n sehr warmen Mann neben diese sehr,
zu stellen. Das stimmt. Es ist äh ja. Ja, ja, das hat gut gepasst, das stimmt. Interessant, jetzt habe ich noch so.

Christian:
[40:33] Auch so erst vor allen Dingen das, was sie mich ist. Mhm. So und das besonders auf so einer auf so einer feinfühligen, menschlichen Art irgendwie. Ich fand das zum Beispiel ganz klasse.

Daniela:
[40:47] Aber auch da wieder ohne Mitleid.

Christian:
[40:49] Ja

Daniela:
[40:51] Interessiert sich für sie als Person, aber er hat kein Mitleid mit dir.

Christian:
[40:55] Ja und ähm diese Szene im vor dem Konzertsaal im Foyer.

Daniela:
[41:03] Ach so, ja.

Christian:
[41:05] Also weil weil also auch ich sage ja diese ganzen Momente der Film ist einfach so so klasse äh auch im Detail, weil,
dieser Nachbar fängt irgendwie mit dem Nachbarn an, aber dann gibt's halt wir sehen den halt öfter, wir sehen den zwischendurch als Taxifahrer und dann,
eine Situation, die ihr total unangenehm ist und eigentlich fühlt sie gar nichts mit dem Typen zu tun haben, aber er hat Interesse an ihr und dann lässt sie sich von ihm halt im Taxi irgendwie durch die Gegend fahren, da wo sie irgendwie hin will, weil sie kommt da kam ich, gerade wie von ihrer eigenen Mutter.

Daniela:
[41:33] Nee, sie will dahin und er entdeckt sie, als sie da irgendwie rumrennt.

Christian:
[41:37] Und äh dann sitzt sie da auf der Rückbank und ist total unfreundlich zu ihm, aber auf so eine auf so eine.
Ablehnung,
Und dann will sie eben halt noch so eine so eine Konzertkarte irgendwie zuwerfen, so nach dem Motto hier, von ihren dreiundzwanzig gekauften äh vorletzten Reihe Konzertkarten, weil eigentlich wollte sie den Tag wahrscheinlich gar nicht mitbekommen und so. Ähm,
Und dann sagte er, nee, die hätte ich ja schon, ich habe ja schon lange eine Karte gekauft.

Daniela:
[42:13] Gesehen habt, dass ihr Sohn spielt, da habe ich mir natürlich sofort eine Karte gekauft.

Christian:
[42:17] Und dann kommen sie im Foyer was zusammen und eigentlich will sie gar nichts mit ihm und er ist aber wieder so.

Daniela:
[42:23] Warm und Freundin sagt Frau äh Frau Jenken, sie haben ihr Glück gebracht, ich hatte den ganzen Tag nur Langstreckenfahrten und keine Fahrten mehr zurück und na la und sie ist es auch so schön, weil er steht mit dem Gesicht zu ihr und sie mit seiner Schulter so seitlich,
sehen quasi aus wie so ein Tee.
Dann kommt Rainer Bock, als ihr Ex-Mann auf Lara zu und dann dreht sie sich. Das ist Corinna, wo einfach sie kann es dann auch sofort. Sie dreht
zu den Herrn, zu den Nachbarn und muss so und wirft so den Kopf in den in den Nacken und dass sie sich nicht noch anfängt, so an den Haaren zu zwirbeln, ist auch alles so. Also ja, weil
dann ihren Mann, ihrem Ex-Mann zeigen will, dass sie sich doch jetzt unterhält und,
da vorher auch vielleicht einen kleinen Vogel abgeschossen, wo man dann auch sagen könnte, ja, kann man verstehen, dass ihr Ex-Mann das jetzt wirklich nicht so toll fand. Ähm aber wie sie in dieser Rolle dann auch so umswitcht, sofort von dieser kalten Schulter, die sie ihm bildlich auch zeigt,
hin, sich zu ihm hinwendet und dann direkt so dieses
warme spielt und diese Weiblichkeit auch so rauslässt. Das fand ich richtig gut. Also das, ich sage ja, da füllt sich diese Rolle einfach perfekt aus.

Christian:
[43:33] Und dann kommt der besagte Ex-Mann mit so einer ziemlich dicken Krawatte und versucht sie zur Rede zu stellen und der Nachbar steht halt immer noch da.

Daniela:
[43:40] Die ist das total unangeneh.

Christian:
[43:42] Und ihr wisst es so unangenehm, weil sie ihn halt auch nicht gehen lässt,
und es ist aber auch so klasse wie er. Also auch da, also zu stark besetzt und so toll gespielt in diesen kleinen, feinfühligen Momenten von allen dreien in dem Moment, weil,
Rainer Bock, dicke Krawatte, will sie zur Rede stellen. Äh, Korinarfuch, Lara,
zwischen den beiden Männern und versucht da irgendwie ein bisschen zu spielen, also ne, so ein bisschen von.

Daniela:
[44:08] Ja und es geht dir ja gar nicht um die Männer. Sie will ja eigentlich die ganze Zeit, will sie nur ihre Ruhe haben, habe ich das Gefühl, eigentlich will sie nur ihren Sohn sehen.

Christian:
[44:14] Da so so kalkuliert und so ein bisschen irgendwie und der arme arme Herrni daneben so diese gute Seele wie er die ganze Zeit irgendwie ist, der merkt ähm,
eine sehr unangenehme Situation und ich möchte eigentlich gehen und er verabschiedet sich dann ja auch versucht sich zu verabschieden, nein nein bleiben sie hier. Anscheinend erzählen sie doch mal, hören sie auch klassische,
Ähm ja äh eigentlich, also ich glaube, ich gehe dann mal lieber und,
auch also also auch wie er so diese Haltung irgendwie bewahrt und das ist irgendwie eher so.

Daniela:
[44:45] Ja, es ist eine grandiose Szene auch, das stimmt.

Christian:
[44:48] Und da zeigt sich, wie gut dieser Film einfach besetzt bis bis ins Kleinste. Ähm wir haben noch Guthundritter als Laras Mutter, die so ein, zwei Momente hat, also es gibt diese eine Szene, wo Lare eben ähm auch ein bisschen weiter rausfährt zu ihrer Mutter.

Daniela:
[45:02] Die wohnt bestimmt in Grün, aber Kronewald.

Christian:
[45:04] Dachte ich auch, ja, dachte ich auch. Und auch da so erfahren wir wieder eine ganze Menge, aber ähm die haut ihr halt auch so ein paar Sachen um die Ohren,
lässt sich da, also die kennt ihre Tochter halt auch und lässt sich da auch nicht großartig in die Irre führ.

Daniela:
[45:18] Obwohl bei der Mutter, also na ja, war auch schon, war schon, also das war schon, dass ich zwischendurch echt geschluckt habe, wie ich dachte, okay, wie geht die denn jetzt mit ihrer eigenen Tochter um so?

Christian:
[45:29] Aber also sie durchschaut halt,
auch die Tochter, ne, sagt halt auch hier, kommst du irgendwie rausgefahren mit einer Oli Torte äh ja und.

Daniela:
[45:38] Kein Nazi. Es ist kein Marzipan.

Christian:
[45:41] Und versuch's jetzt hier irgendwie noch deinen eigenen Sohn äh Kirre zu machen, weil ähm du nicht ertragen kannst, aber,
Na ja, auf jeden Fall auch gut besetzt und wir haben dann noch Volkmar kleinert als Professor Reinhoffer. Ihr ehemaliger Klavierlehrer.

Daniela:
[45:58] Genau. Es gibt halt total viele kleine Rollen in diesem Film, ähm weil sie halt diese vielen Zufallsbekanntschaften macht, ähm,
Und es gibt halt auch ein paar Leute, die wir auch so Boy schon kennen. Ähm,
Die eine, die im Theater spielt, die seine frühere mitspielerschülerin spielt bei Oh Boy, die spielt eine Verkäuferin im KDW, der,
aus dem Improtheater, spielt ein Freund von einer ehemaligen Bekannten von ihr. Also es gibt so ein paar Rollen, die nochmal besetzt worden sind wie Bauer Boy. Muss aber sagen, auch diese ganz kleinen Alltagsbegegnungen, die Lara hat, die Rollen sind wirklich super besetzt,
da ist kein Ausreißer irgendwo mit bei, wo ich sagen würde, hm, hat mir jetzt nicht so gut gefallen, wirklich. So alltäglich, wie der Film sich gibt, so spielen die Leute auch. Und ich glaube, das macht den Film halt wirklich sehr besonders.

Christian:
[46:43] Ich finde halt die drei Leute, also die die Laras Mutter, der Professor und der Nachbarherr Cherny, das sind ja eben auch nochmal ähm.
Wichtigere Figuren in diesen in diesem Ensemble, die ja alle auch was mit Lara,
zu tun haben und äh also ihre Mutter, ihr ehemaliger Klavierlehrer auch ein bisschen aus der Vergangenheit sprechen. Ich glaub die werden wir bestimmt auch noch ein bisschen weiter erwähnen, wenn wir auch über Lara sprechen,
aber du wolltest auch noch etwas loswerden und zwar die Pianistin des Filmes.

Daniela:
[47:18] Also Tom Schilling hat bestimmt den ein oder anderen Akkord selbst ähm Klavier gespielt ähm aber am Anfang spielte er im Konzert ein Stück von Chaupeur. Ich kann's nur für das Shop,
Ähm und die Pianistin, die tatsächlich die Stücke eingespielt hat, heißt.

Christian:
[47:39] Alice Sara.

Daniela:
[47:40] Und ich kenne sie tatsächlich, weil sie zusammen mit Olaf Oanals das äh,
Shopper Project gemacht hat. Also sie hatte mit ihm eingespielt Stücke von Shipper und haben dann aber auch noch zwei, drei Eigenkreationen mit auf die CD gepresst oder bei Spotify mit hochgeladen. Ähm
Und das sind wirklich ganz tolle Sachen. Ich bin ja ein großer Olaf vor Arnolds Fan,
und fand diese Konstellation mit den beiden Alica Sara Ott und ihn sehr gut und fand jetzt auch interessant, dass sie ja Schupe eingespielt hat mit ihm zusammen und dann auch sich in
entschieden worden ist, dass sie Shopping auch wieder spielt.

Christian:
[48:18] Weißt du, dann spielst du da auch am Ende ähm.

Daniela:
[48:21] Weiß ich, also sie wird das Stück spielen, ich weiß aber nicht, was das für ein Stück ist. Das ist wahrscheinlich die Frage, die du jetzt hast.

Christian:
[48:26] Genau, also weil Lara sitzt ja am Klavier und haut in die Tasten und wir sehen dann halt eben auch ein paar Hände, die über die Tasten f.

Daniela:
[48:32] Ja, ja, das wird die Pianistin sein, aber ich weiß halt nicht, ob das auch wieder ein Stück von Schupper ist oder was anderes. Aber von ihr, die Sachen kann man sich auch mal gut anhören.

Christian:
[48:41] Gut, dann äh können wir jetzt auch endlich endlich dreißigtausend mal angeteasert zu der Frage kommen, wer ist diese Lara.

Film

Daniela:
[48:54] Gute Frage.

Christian:
[48:55] Die Protagonistin dieses Films.

Daniela:
[48:57] Also Lara ist auf jeden Fall Jahrgang neunzehnhundertneunundfünfzig,
Sie wird sechzig. Der Film spielt zweitausendneunzehn. Es scheint mir doch ein recht zeitgenössisches, nössisches Stück zu sein. Mhm. Sie ist auf jeden Fall Westberlinerin.

Christian:
[49:13] Das erschließen wir uns vorher.

Daniela:
[49:16] Sie wohnt in Westberlin und fährt zu ihrer Mutter, die sehr wahrscheinlich im Kronewald wohnt.

Christian:
[49:22] Ja, aber so kann's ja ein bisschen vielleicht die Umgebung, also was was sehen wir denn? Wir sehen Plattenbau ist es ja nicht. Aber so.

Daniela:
[49:28] Nein, wir sehen eigentlich finde ich so den,
Beine Berlin Heimatbase. Als ich nach Berlin gekommen bin, bin ich ja äh in Wilmersdorf gelandet und niemand da nach Berlin kommt. Will den Wilmersdorf landen. Ähm Wilmersdorf Charlottenburg so,
der Gegend wohnt. Ich weiß nicht, ich habe jetzt nicht mehr nachgeguckt, wo die ähm Hansaplatz war, die U-Bahn-Station.

Christian:
[49:50] Platz ist die U-Bahn-Station.

Daniela:
[49:51] Sieben.

Christian:
[49:53] Weiß ich jetzt grad nicht aus dem Kopf.

Daniela:
[49:55] Aber es ist auf jeden Fall ähm Westberlin, das sieht man auch relativ deutlich. Sie ist am Kudamm unterwegs, sie ist am KDW unterwegs und sie scheint auch dort zu wohnen, weil sie eben zum Hansaplatz geht und
Ähm, ich würde jetzt mal vermuten, es war eine blaue Tafel auf der U-Bahn, dass das die U sieben ist, die da langfährt. Es ist eigentlich so die U-Bahn, mit der ich lange auch zur Arbeit gefahren bin.

Christian:
[50:16] Ich hab ein bisschen nachgeschaut, es es gibt das sogenannte Hansa-Viertel tatsächlich da irgendwie am Mainzer Platz irgendwie eingeschlossen glaub ich so 'n bisschen da die Ecke Schloss Pelfu und eben auch äh Schlottenburg-Wilmersdorf irgendwie ums Eck
da kann man nochmal ein bisschen, ich glaube in der Wikipedia zum Film oder so ist das glaube ich erwähnt und verlinkt,
da bin ich jetzt nicht ganz so tief eingetaucht, aber das ist halt so die Ecke da in der sie ist.
Was hatten wir denn da noch? Genau, Kudamm ist auf jeden Fall da. Ich finde, ich find's eben auch interessant, ähm dieses,
Hochhaus in dem sie da ist. Also das scheint ja so eine Wohnanlage zu sein. Das ist jetzt eben nicht äh hier äh Niko in seinem Prinzlauer Berg drei Zimmer Wohnung,
Altbau, genau, also eine Gegend, die man, glaube ich, auch zweitausendzwölf sich kaum leisten konnte. Ähm,
Und ähm also das ist es nicht, also es ist schon irgendwie so eine Wohngegendwohnanlage,
Dann frage ich halt, äh frage ich halt weiter, äh weil du das so schön gesagt hast. Niemand will niemand, die nach Berlin kommen, will nach äh Charlottenburg-Wilmersdorf die Ecke.

Daniela:
[51:27] Eigentlich sollte man da hin, weil es ist wirklich sehr charmant.

Christian:
[51:30] Aber dann ist eben so die Frage, ist Lara gebürtige Berlinerin.

Daniela:
[51:34] Ich denke schon, weil sie fährt ja raus zu ihrer Mutter und sie fährt raus, sie fährt mit dem Taxi,
ich würde jetzt wirklich mal vermuten, dass hier Richtung ohne Wald fährt zur zu ihrer Mutter, die in einem freistehenden Haus äh mit großem Garten wohnt. Ähm,
Deswegen glaube ich auch, dass Lara aus gutem Hause kommt. Sie hat schließlich als Kind schon Klavier gespielt, sie ist ein Kind der sechziger Jahre. Ähm,
Ihr Mann ist Bauingenieur wie wir auch, also ihr Ex-Mann ist Bauingenieur, das heißt, sie hat auch.
Also sie hat ja selber diesen Beamtinnenstatus und hat noch einen Mann, Ex-Mann, der anscheinend gut verdient hat. Ähm Nico konnte ja auch sehr früh anscheinend schon Klavierunterricht nehmen.

Christian:
[52:14] Viktor. Was soll ich jetzt sagen? Nico.

Daniela:
[52:15] Was habe ich jetzt gesagt? Niko. Niko. Ach, Niktor, Niko, Tom. Sehen sie nicht alle Gleiche aus? Ähm ja, also ich glaube, dass Lara aus gutem Hause kommt. Jetzt nicht übermäßig, aber schon ziemlich gut situiert ist.

Christian:
[52:28] Glaub ich auch und.

Daniela:
[52:30] Wobei ich dann interessant finde, in was für einem Haus sie wohnt.

Christian:
[52:33] Ja, aber da muss man ja auch sagen, was also was wir denn hier auch erfahren, ähm da gab's ja dann irgendwie auch eine Scheidung, sie mit dem Sohn zusammen ähm,
Deswegen finde ich das halt so interessant in dieser in dieser Wohnanlage. Ähm,
Glaub auch, dass sie aus Berlin kommt, meine Theorie ist ja, das hast du schon widersprochen, aber meine Theorie ist das Niko in Oboy eher nach Berlin zieht,
Außerhalb von Berlin ist das eigentlich auch total irrelevant, ob man in Berlin also gebürtig aus Berlin kommt oder irgendwie nach Berlin gezogen ist. Diese Diskussion ist eigentlich nur in Berlin relevant,
also eigentlich auch nicht, aber sie wird halt hier immer geführt. Ich find's halt nur so interessant, weil da auch schon so ein bisschen dieser Vergleich der beiden Figuren und der beiden Filme. Nico ist derjenige, der im Prinzlauer Berg sich sucht. Dieser tolle Satz,
zum Vater, was hast du jetzt zwei Jahre gemacht.

Daniela:
[53:30] Nico antwortet, ich habe nachgedacht.

Christian:
[53:32] Nachgedacht. So, so ist er und dafür ist die Gegend eigentlich auch vielleicht,
dann schon nicht mehr ganz so gut, weil's zu teuer ist, aber so so historisch gesehen, also so in den Neunzigern, Anfang zweitausender
ist der Prenzlauer Berg perfekt, um sich selber irgendwie zu finden und auch mal so durch die Gegend zu schlingen, so wie Nico das halt tut. Lara, klar, sie ist jetzt ein anderer Jahrgang und
alleinerziehende Mutter irgendwie so, die hat vielleicht nicht ganz so die Zeit und die Möglichkeiten, um sich selber nochmal zu suchen und zu finden oder zumindest nicht so, wie Nikolas macht, so durchs durchs Leben zu schlendern irgendwie.

Daniela:
[54:06] Aber tut sie das nicht auch ein Stück weiter in diesem Film.

Christian:
[54:09] Ja, aber sie tut's, ich find's eben so interessant, sie tut's halt in einer anderen Gegend, in einer anderen Lage und wie du auch gesagt hast, so, wenn sie irgendwie einen Bankschalter geht, dann kommt sie mit der dicken Tasche da raus und sagt, ich haue jetzt alles auf den Kop
äh bei Nico wird die Karte eingezogen, weil Vater ihm das Bankkonto zugedreht hat, also natürlich aufgrund der Altersstufen, aber auch irgendwie sind das andere Lebenssituationen. Auch sie,
Versucht sich irgendwie zu finden, aber auf ganz andere Art und Weise. Also sie zieht das durchaus vorhandene Geld. Wir haben jetzt nicht gesehen, wie viel es war, aber wie du gesagt hast,
also sie hat Mittel, genau, sie hat Mittel und die haut sie dann zum Beispiel auf dem Kudamm äh raus, um sich da das Kleid zu kaufen,
Ja, aber es ist so und dann halt die ganzen äh Konzertkarten und so, also das ist schon das, ich finde es halt so interessant, dass das eben auch was ich am Anfang auch schon meinte, Gersta, der Berlin auch unterschiedlich nutzt, also es ist, es ist ein anderes Berlin bei Lara,
Mensch ist eine andere Person, anderer Punkt, anderes Leben. So und das spiegelt sich in diesen unterschiedlichen Berlins,
wieder.

Daniela:
[55:14] Ich finde auch, dass sie sich irgendwie für eine andere Art der Entwicklung,
des Filmes entschieden hat, weil bei Operi habe ich die ganze Zeit das Gefühl, wir sind sehr in Bewegung mit ähm,
Nico. Ich meine, Lara ist auch die ganze Zeit unterwegs, aber ich habe keine einzige Kamerafahrt in dem ganzen Film gesehen. Es war immer alles sehr, sehr statisch. Ähm auch sehr nach,
Weiß nicht, ob das die richtige Bezeichnung ist, aber damit wenn man sich so ein bisschen was drunter vorstellen kann, nach so einem goldenen Schnitt, also jedes Bild war in sich absolut
Also relativ symmetrisch, ja? Wenn irgendwie fünf, drei Türen äh zum Theater waren, dann waren die links und rechts halb angeschnitten und die in der Mitte voll in der Mitte. Also da gab's kein bisschen,
Also die Bilder über Lara waren so kontrolliert wie Lara selbst. Ja. Und das beschreibt eigentlich auch den ganzen Film so gut. Da,
Geht niemand aus Versehen durchs Bild und Lara ist auch nicht,
Emotional oder bricht aus? Es ist an so ein, zwei Stellen, wo sie vielleicht ein bisschen Emotion zeigt, aber eigentlich ist sie die ganze Zeit genauso kontrolliert wie Jan Ole Gerster, die Bilder in diesem Film kontrolliert,
Da passiert nichts. Also im Grunde passiert nichts. Lara passiert auch nichts. Sie tut die ganze Zeit die Dinge,
Sie kontrolliert die Situation. Sie kontrolliert sogar den Schüler von dem anderen Professor äh beim Klavierspielen äh in in dieser äh Schule, wo er dann der Professor nicht da ist und Lara setzt sich neben den Jungen und.

Christian:
[56:41] Fängt an zu klatschen und.

Daniela:
[56:42] Deine Armeltern sollen die nur bei deinem Auftritt denken.

Christian:
[56:48] Das was glaube ich der Professor damit zu ihr gesagt hat irgendwie, also ähm ganz viele Details auf jeden Fall. Ähm.

Daniela:
[56:55] Das Einzige, was ihr glaube ich an Kleid hat, ist ihr Sohn. Das Einzige, was sie jetzt nicht mehr unter Kontrolle hat,
Und was ich auch, da hab ich was ich so interessant finde, ähm,
Nie Kurs auf der einen Seite so kalt zu seiner Mutter, lässt sie stehen nach dem Konzert, obwohl sie in der gleichen Bar hinterher alle trinken, aber Nico mit sein
Vater und seinen Leuten in einer anderen Ecke als seine Mutter mit den Leuten und trotzdem ist für ihn nichts wichtiger als das Urteil seiner Mutter.

[57:24] Also sie treffen sich ja da in dem Haus, ähm wo er sie dann fragt und was sagst du?
Und sie so wozu und er so du warst in meinem Zimmer, du hast es doch bestimmt gelesen, er hat ein Stück komponiert und dann fängt sie an zu erzählen, sagt sie, ja, mh,
die so kriegt über beschreibt es auch ganz schön eigentlich.
Gibt sich Mühe, was Gutes zu sagen und dann fragt er, wie findest du die Streicher? Sagte sie, ja da kann ich jetzt nicht so viel zu sagen, das ist jetzt nicht mein Spezialgebiet und dann ist die Diskussion eigentlich beendet und dann sagt sie, hm, na ja, also das Hauptthema ist an manchen Stellen vielleicht ein bisschen zum,
musikantisch und er bricht völlig in sich zusammen,
vier Stunden vorm Auftritt, aber es ist ihm trotzdem, er sagt dann hinterher zu seinem Vater, sie ist die einzige, die sich traut, mir das zu sagen. Also
wie er ihr entgleitet, so wichtig ist sie ihm auch. Und ich fand diese Arm vivalent so krass zwischen den beiden. Auf der einen Seite geht er ja aus dem Weg ähm,
gratuliert ihr den ganzen Tag, sie sehnen sich ein paar Mal oder sie ruft ihren Sohn an, an ihrem sechzigsten Geburtstag, er gratuliert ihr irgendwann mittendrin im Film mit diesem unsäglichen Präsentkorb, den er da gekauft hat.

[58:32] Und trotzdem ist sie ihm so wichtig und das finde ich so krass, diese Mutter-Kind-Beziehung, die sich da auch darstellt, wievalent das auch sein kann, ja, wie,
Diese Liebe zwischen den beiden auch so feinfühlig dargestellt wird,
Und dass man sich dann auch manchmal denkt, ey Nico, wieso sprichst du überhaupt noch mit ihr? Und auf der anderen Seite sitze ich dann hier und denke, oh Gott, die arme Mutter. So, das ist totaler Ambivalenz die ganze Zeit zwischen den beiden.

Christian:
[58:58] Bringst vielleicht ein bisschen, aber wir können auch direkt noch weiter einsteigen, weil du sagst die Liebe zwischen Mutter und Sohn, Sohn und Mutter ähm Amivalenz.
Ich weiß nicht, ob mir das alles noch zu freundlich ist.
Ist das nicht, ist das nicht auch irgendwie ist das nicht total verkorkst bei den beiden? Ist das nicht auch irgendwie so ein, so ein, so ein.

Daniela:
[59:25] Ich glaube, das ist eine relativ, also jetzt ist natürlich ein bisschen zugespitzt dargestellt, aber ich glaube, dass das schon eine relativ in Anführungsstrichen sehr große Anführungsstriche, ein normales Verhältnis sein kann.
Abhängigkeit von ihrer Meinung, das Wissen, dass sie auch im Recht ist,
mit dem was sie sagt und trotzdem das Gefühl ihr nicht zu genügen diese emotionale Seite Kopf und Herz gehen irgendwie bei beiden nicht so richtig zusammen ähm aber ich habe schon das Gefühl, dass sie auch immer noch eine Symbiose bilden.
Muss doch er kennt doch seine Mutter. Er kennt sie doch, er ist Anfang Mitte dreißig. Wenn er sie fragt, wie findest du es, weiß er doch, was passiert. Er weiß doch welches Risiko er eingeht.

Christian:
[1:00:09] Und deshalb ist das für mich eher ein kaputtes Verhältnis.

Daniela:
[1:00:15] Ist auch aber nicht über alle Maßen.

Christian:
[1:00:17] Das weiß ich halt eben nicht. Ich hab's glaube ich das erste Mal auch eher so gesehen, dass solche es irgendwie empfunden, dass sie ihm überhaupt nicht gut tut,
dass da vielleicht auch irgendwie wie soll man sagen.
Er sich von ihr deutlich distanzieren muss und das eine Sache ist.
Die er vielleicht erst kürzlich gelernt hat. Und.
Wie wir ja auch schon gesagt hatten, diese diese Protagonistin ist eigentlich eine Person, über die man keine Filme macht, weil,
Also wenn ich's jetzt mal richtig überspitzt formulieren will, es gibt kaum etwas,
Zum Sympatisieren bei dieser Figur. Sie ist konstant dabei Menschen abzuweisen.
Ähm verzweifelt.
Brücken zu suchen, die gar nicht da sind und eigentlich nie da waren.
Sie ist wie so ein Tropen glaube ich. Ich habe manchmal den Eindruck, dass sie mit dieser Stadt sehr gut klarkommen würde, wenn da nicht dreieinhalb Millionen andere Leute wären.

Daniela:
[1:01:43] Aber das ist ja das auch irgendwie Valenta in Berlin. Hier sind sehr viele Menschen, aber man kann hier perfekt untergehen.

Christian:
[1:01:48] Das stimmt aber eben auch die Leute, die irgendwie im Kontakt mit dir sind. Sobald der irgendwie die Arbeitskollegen konnten und sagt, oh, geht's dir wieder besser? Habe ich das Gefühl, dass die am liebsten,
ausrasten würde, die die Dilara. Sobald da irgendjemand wahlloses, die von ihr eine Karte geschenkt bekommen hat für diesen tollen Konzert haben, sich bei ihr bedankt, habe ich das Gefühl, steigt,
Irgendwas in ihrem Hals hoch, sie will sich am liebsten irgendwie übergeben, dass da Menschen.

Daniela:
[1:02:11] Nicht, das hast du gesehen. Okay, das hab.

Christian:
[1:02:12] Ja. Ja. So fühlt sich das manchmal an und dann ist da eben dieser Sohn bei dem.
Die beiden haben zumindest, also da können wir uns darauf einigen gehen. Wir haben ein besonderes Verhältnis. Die beiden stehen in einer besonderen Beziehung zueinander. Der Film macht das ja eben ganz toll, diese Beziehung anzudeuten.
Über Bemerkungen. Äh Viktor ist,
Eine erstmal abwesende Person, von der wir nur hören, Frau Henkens, das Klavier, ihr Sohn ist ja ausgezogen, sehr, sehr schade.

Daniela:
[1:02:44] Wir hören ihn gar nicht mehr klimper.

Christian:
[1:02:48] Wir hören gar nicht mehr klimpern so, wir hören ihn auch nicht, wir sehen ihn auch nicht, so wir wissen gar nicht, so west. Wer wer wer ist das jetzt? Also in den ersten zehn Minuten des Filmes ist das jetzt eine wichtige Person, das ist eine wichtige Information oder geht's in Wirklichkeit darum.

Daniela:
[1:03:00] Dass sie aus dem Fenster sp.

Christian:
[1:03:01] Dass die Frauen Banküberfall vorhat,
nie wieder von diesem Sohn zu reden und zu hören ist so. Das das erschließt sich ja alles nur langsam, aber dieser Sohn bekommt eine richtig große Bedeutung, sie ruft wiederholt an, er geht nicht ran, er meldet sich nicht zurück, dann ist er wirklich sehr verzweifelten Versuche, diesen Kontakt aufzubauen,
Fast schon so also ich sage ja, das ist sehr überspitzt, aber ich habe schon fast den Eindruck, dass das ähm,
Dass Viktor irgendwie so eine Art ähm äh wie heißt das im englischen Restraining Order gegenüber seine eigene Mutter hat,
weil die sich irgendwie nicht auf fünfhundert Meter ihm irgendwie nähern darf, so so fühlt sich das irgendwie an. Sie fährt Lara fährt zu ihrer eigenen Mutter.
In den Grunewald wahrscheinlich, als sie weiß
wenn sie den eigenen Sohn erwischen will, das hat sie ja vorher erfahren von der Freundin, Ex-Freundin, von der sie noch nie gehört hat, aber denn
auch in der Situation, ja, ja, ich weiß ganz genau, wer sie sind und mein Sohn erzielt ja ganz viel von ihnen und ja klar, sagen wir mal, wo wohnt er eigentlich gerade? Ah, der ist bei der Oma, alles klar. Also sie ist da ja auch irgendwie so ganz perfide,
Finde ich unterwegs, holt sich da Informationen, damit sie dem Sohn irgendwie näher kommen kann.

Daniela:
[1:04:09] Eben noch denkt, ihr noch den Geigen bohrt.

Christian:
[1:04:11] Doch wirklich was ist denn nun los mit dieser Frau? Aber dein Pferd sieht alt raus zu der eigenen Mutter und die eigene Mutter ist total unbeeindruckt, weil sie sagt,
Alles Gute zum Geburtstag, aber was machst du hier? Dein eigener Sohn ist nicht da. Die weiß ganz genau, was was Lara will. Lara will gar nicht mit ihrer Mutter sprechen, Lara will mit dem Sohn spre.

Daniela:
[1:04:28] Der Mutter würde ich auch nicht sprechen, ich mein die haben wir auch nicht das beste Verhä.

Christian:
[1:04:32] Über die beiden müssen wir auch noch sprechen, damit die beiden Menschen die Lara geprägt haben, die wir in dem Film sehen, ihre Mutter und der Klavierlehrer. Ähm,
Aber der Punkt ist, dass halt dieses Verhältnis zu dem Sohn, das ist so merkwürdig und dann, wie du gesagt hast, dann ist dieser ganz wichtige Moment im Garten.

Daniela:
[1:04:52] Das war eine tolle Szene.

Christian:
[1:04:53] Der Sohn, der so abhängig von dem Urteil dieser Mutter ist und glaube ich selber in der Situation auch völlig,
Wissentlich in diese Falle rennt und genau weiß, dass er irgendwie von ihr abhängig ist und,
falscheste Frage, die er stellen kann, ist natürlich Mama, wie findest du das Stück? So, aber er tut es, er stellt dir diese Frage und dann ist sie nochmal richtig fies.

Daniela:
[1:05:15] Aber er weiß auch, dass sie die Einzige ist, die mit ihm auf Augenhöhe darüber sprechen kann,
Vater ist Ingenieur, die Oma ist wissen wir nicht und Lara ist die Einzige, gerade in seinem Umfeld, die auf diese Frage antworten kann. Die beiden sprechen halt die gleiche Sprache.

Christian:
[1:05:31] Das ist das Wohlwollende. Ich würde sagen, die die Frau hat den armen Kerl jahrzehntelang am Klavier so lange drangsaliert, dass.

Daniela:
[1:05:40] Ich rolle innerlich mit.

Christian:
[1:05:40] Der Meinung, ich weiß, aber dass dass er der Meinung ist, dass diese Frau die einzige ist, die da irgendwie ein, ein, ein,
die das Urteil bilden kann, weil dieses Machtgefälle aufgebaut wurde. Und dann komme ich gleich noch drauf zu sprechen,
Wieso, weshalb, warum? Aber ich fand diesen Moment halt so krass, wo auch Viktor kann ich aus seiner Haut und frage die einzige Person, die er nicht fragen dürfte, zu diesem Stück und was macht diese Person? Sie kann auch nicht aus ihrer Haut und drückt die mal rein.

Daniela:
[1:06:07] Ja, aber hinterher im Konzertsaal, weil er das äh komplett komponierte Stück erstmal nicht spielen will, sitzt äh Viktor mit seinem Vater zusammen und sehr
Vater sagt, was hat diese Frau dir nur angetan? Also ganz
furchtbar. Da fand ich's ganz furchtbar. Und dann sagt er, ja, damals, als ich meine erste Brücke gebaut hatte, bla, bla, bla, wo Viktor dann sagte, ich glaube nicht, dass du das beurteilen kannst, Papa und dann habe ich innerlich so applaudiert, weil ich dachte, ja, deine,
sorry, fucking scheiß Brücke und das selbst komponierte Stück, da kann man jetzt vielleicht auch nicht miteinander vergleichen, das sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe und das fand ich so gut wie Viktor darauf reagiert hat,
Einfach zu sagen, ich glaube nicht, dass du das beurteilen kannst, Papa, das fand ich so,
Kann er auch nicht, weil die einzige, die das jetzt gerade in deinem Umfeld beurteilen kann, ist deine Mutter und die hat leider gesagt, dass dein Stück musikantisch ist. Vielleicht ist es ja auch musikantisch. Ich.

Christian:
[1:06:56] Aber wer hat sich jetzt unabhängig von Mutter, aber welche Person sagt so etwas vier Stunden vor dem Auftritt,
einer Person, die man schätzt und gern hat. Also wirklich.

Daniela:
[1:07:09] Ich sage ja, es ist sehr amiv.

Christian:
[1:07:10] Warum ist auch schon Nico? Warum hat Viktor nicht sagen wir mal ein Monat vorher das Stück zu der Mutter geschickt und gesagt deine Meinung ist mir wichtig,
Ich brauch dein Feedback, ich brauch deine Hilfe, weil ich glaube, da ist ein ganz, ganz schräges, kaputtes Verhältnis. Und dieser Satz, den der Vater sagt,
Der war für mich irgendwie so ein Schlüsselsatz. Weil ich das Gefühl hatte.

Daniela:
[1:07:33] Ganz ehrlich, das so typisches Ex-Mann-Gehabe, vergiss es einfach, wirklich
Also nur weil er sagt, was hat diese Frau dir angetan? Erstmal hat der Vater ja anscheinend selber Jahrzehnte lang daneben gesessen. Wir haben die Frau ihm irgendwas angetan hat.
Dann jetzt zu sagen, was hat dir diese Frau nur angetan, wo ich dachte, ja, das sind so das so ein Satz, den Ex-Männer über ihre Ex-Frauen zu den Kindern sagen,
Wirklich? Nein, da diskutiere ich nicht.

Christian:
[1:07:59] Aber komm in der Sache mal ein bisschen näher, weil wir müssen ja auch noch über Laras äh nicht Feedback, über Laras äh Mentoren, also über den einen Mentor sprechen,
daher kommt für mich halt so ein bisschen auch diese ja dieses gestörte Verhältnis, was sie mit dem Sohn hat.
Durch den Mentor. Ja, absolut.

Daniela:
[1:08:25] Meinst du? Ja, absolut.

Christian:
[1:08:27] Und ich kann dir auch sagen, warum. Ähm auch da wieder eine Schlüsselszene, wie sie, genauso wie Viktor vorher,
Also diese Situation da sitzt,
eine Mentorfigur vor einem Schüler einer Schülerin und es geht knallhart um das Urteil dieser,
Respektspersonen oder dieser,
ähm ja Personen, die drüber steht, also dieses drüber und drunter. Lara steht über Viktor, weil sie ja die Lehrerin ist und die Mutter ist und Viktor fragt, ich brauche deine Meinung,
und die gibt sie und genau diese Situation sehen wir dann am Ende des Filmes gespiegelt als Lara vor ihrem eigenen Lehrer sitzt und sagt jetzt müssen sie mir erzählen.

Daniela:
[1:09:18] Also sagst du mal Lehrer, aber er ist Musikprofessor an der U.

Christian:
[1:09:20] Ja, der Herr Professor, das kommt auch noch hinzu. Der Große, Herr Professor, der große Herr Professor, der muss jetzt sagen, ob Laras
Mission als Mutter geglückt ist, hat sie das musikalische Genie hervorgebracht, dass ihr verwehrt war. So,
Bedeutungsschwer ist ja diese ganze Situation,
So scheint ja auch dieser Konzertabend aus Lara Sicht zu sein. Da geht's ja nicht darum, ob ihr Sohn ein,
einen einen erfolgreichen Abend auf der Bühne hat, sondern es geht um das Urteil. Es geht ja ganz klar darum, das muss gut sein. Das darf nicht einfach nur passieren. Das muss schon sehr gut sein. Und.

[1:10:01] Also das ist ja ganz wichtig, wie sie diesen Mentor gegenüber sitzt und erstmal überhaupt,
sie sucht ihn ja auch, er ist irgendwie weg, dann kommt sie nochmal wieder äh oder die treffen sich da oder sie verfolgt in der er irgendwie in so ein in so einem Café, schiebt ihm da irgendwie die Karte rüber und flieht ihn ja noch halbwegs an, dass er äh,
Ja, bitte, bitte bitte, bitte, die Qualität dieses Sohnes als Komponist und Pianist irgendwie beurteilen soll und ähm,
Das ist ja auch schon total schräg. Und dann erfahren wir ja, dass,
dieser Herr Professor dafür verantwortlich ist, dass Laras,
Traum geplatzt ist, selber Pianistin zu werden. Wir wissen von der Mutter, die sagt Ditke Klimper, das hat mich noch nie interessiert, also scheint da jetzt nicht der Große, zumindest bei der Mutter, nicht der große Drive gewesen zu sein, dass die.

Daniela:
[1:10:51] Laras Vater ist, vielleicht fand er das ganz gut.

Christian:
[1:10:53] Genau, aber irgendjemand hat sie ja mal ans Klavier gesetzt und gesagt, mach das mal und dann hat sie das auch gemacht und dann ist sie bei dem Herrn Professor gelandet und der scheint sie ja so,
gebrochen zu haben, dass sie nie wieder zum Klavier spielen gegangen ist, weil er zu ihr gesagt hat, das Gleiche, was sie zu diesem anderen Schüler in dieser einen Anekdoten,
Szene sagt, deine armen Eltern und das ist ja eine total duper Marge, wenn du das erste Mal vor Leuten Klavier spielst. Und ich glaube schon, dass da.

Daniela:
[1:11:20] Linke Hand, ihre anale Hand hatte vor.

Christian:
[1:11:24] Und auch da diese Szene, das und daran hat daran hänge ich mich halt so auf, als sie das denn dem Herrn Professor erzählt,
er sich nicht so richtig erinnern kann, aber dann so langsam erinnern, kann auch denn der Grins zu fies, als sie ihm das erzählt? Der grinst zu fies als Lara,
diese und auf mich wirkte, dass wie ein Trauma, diese Demütigung, die sie durch den Herrn Professor,
erlitten hat als Jugendliche, als Kind, vielleicht genauso zwölf wie der Junge, der da vorher am Klavier irgendwie saß und Klavier spielen musste oder so, keine Ahnung, in welchem Alter das war, aber,
Das hat ja das vorher im Bleiben, das hat sie ja nie vergessen, während der Herr Professor Sie schon längst vergessen hat, hat sie das nie vergessen, was er jetzt hier gesagt hat. Und danach ist sie nie wieder gekommen. Und hätte sie ihm diese Situation und diese Anekdote erzählt? Da kritzt der so fies,
Ekelhaft fies mit so einem Wissen von, ja, das habe ich allen so an. Also so wie ich das gedeutet habe gesagt.

Daniela:
[1:12:16] Der ja auch, das habe ich.

Christian:
[1:12:17] Das habe ich mit allen so gemacht und die Schwachen sind nie wieder geko.

Daniela:
[1:12:20] Genau, ja. So. Und Lara äh checkt jetzt, weil er irgendwie sagt, sie waren sehr talentiert. Ich erinnere mich sehr genau an dich.

Christian:
[1:12:28] Und das hat sie jahrzehntelang mit sich rumgeschleppt. Die hat gedacht, die ist schlecht,
Ich habe gedacht, die kann kein Klavier spielen. Die ist nicht gut in dem, was sie da tut. Und hat dann und das finde ich halt dann auch wieder so schräg. Und daher glaube ich, dass dieses Verhältnis zu dem Sohn auch so kaputt ist, hat dieses Traum einfach weitergegeben,
hat den Sohn vors Klavier gesetzt, mit den gleichen Parolen wahrscheinlich. Du eine armen Eltern, wenn du das erste Mal und so wird hier gar nichts und dieser sanfte Druck, der da ausgeübt wurde, wahrscheinlich auch jahrzehntelang an den Sohn, der jetzt völlig,
kopflos, planlos ähm eingeschüchtert,
Tag seiner Konzertpremiere durch die Gegend rennt und nicht weiß, ob er gut genug ist für die Nummer.

Daniela:
[1:13:14] Ich muss bei einem Mal ein bisschen widersprechen, also ich verstehe, dass du sagst,
Der Professor war dominant und ist aus seinen Schülern gegenüber dieses Dominanzgehabe, das kann ich mir schon vorstellen
Und ich sehe auch, dass Lara wahrscheinlich dem geplatzten Traum, den sie nicht leben konnte an ihren Sohn weitergegeben hat. Aber was man ganz eindeutig sagen muss und damit kommen wahrscheinlich jetzt so meine eigenen Lebensrealitäten auf,
Der Vater glänzt durch Abwesenheit auch in unserer Diskussion. Also wenn sie wirklich so schlimm zu ihrem Sohn war, wie der Film oder wie du sagst, da hast du das im Film gesehen, muss dich ganz ehrlich fragen, was hat denn der Vater die dreißig Jahre gemacht.

Christian:
[1:13:48] Ich kann's nur sagen.

Daniela:
[1:13:49] Sich jetzt in den Konzertsaal dahin. Ja, du findest das jetzt lustig, aber ich muss ganz ehrlich sagen, so ein Vaterbild kotzt mich einfach an
weil jetzt sitzen wir beide hier und diskutieren darüber, wie schlimm die Lara als Mutter zu ihrem Sohn war, während der Vater wahrscheinlich AJD äh irgendwo J
Brücken gebaut hat und jetzt im Theatersitz und zu seinem armen Sohn sagt, ja was hat denn diese Frau nur mit dir gemacht? Dann würde ich sagen, weißt du was? Du bist als Vater voll gescheitert. Entweder hast dich daneben gesetzt und die Fresse gehalten, oder du warst nicht da
Wirklich bei solchen Rollenbildern platzt mir der Kragen, weil wir jetzt genau das in unserer Diskussion reproduzieren, was ich so nicht mehr sehen will. Also,
Du wirst ihr jetzt vor, sie hätte ihren Sohn drangsaliert? Und wir diskutieren aber gar nicht darüber, dass der Vater dich da war.

Christian:
[1:14:35] Ich werfe das nicht vor.

Daniela:
[1:14:36] Na ja, aber du sagst doch, sie hat sie hat ihr Trauma an ihren Sohn weitergegeben. Was ja durchaus sein kann, es ist ja gar nicht so abwegig, aber dass wir nicht darüber sprechen, dass der Vater nicht eingeschritten ist.

Christian:
[1:14:48] Ich würde mal ganz, ich würde mal ganz eiskalt sagen, um den also um den Vater geht's doch gar nicht. Mir geht's. Weil der hat auch keine Ahnung von Kunst. Der hat halt Brücken gebaut. Der ist halt irgendwie Handwerker.

Daniela:
[1:14:58] Sorry, ich bin aber sowas regt mich einfach auf, weil das so.

Christian:
[1:15:02] Ich ich verstehe das voll.

Daniela:
[1:15:03] Wir diskutieren in solchen, wenn solche Filme aufkommen oder auch solche Vater, Mutterfiguren, diskutieren wir immer über das Verhältnis von Mutter zu Kind,
Die Väter sind immer abwesend, die sind immer abwesend und sind dann so mit schlauen Sprüchen hinter der Bühne und sagen, ach mein armer Junge
ja hier, ich tätschle dir dreimal den Kopf, aber jetzt gehst du auch bitte mit mir in die Bar, ja und Viktor geht mit ihm in die Bar, weil wir es alle so gewohnt sind, dass der Vater dann plötzlich der Retter ist, nachdem er sich verdrückt hat.
Ich muss das einmal sagen ich prangere, dass dem Film tatsächlich nicht an, weil ich wie du glaube, dass es überhaupt nicht um deinen Vater geht. Aber wenn wir jetzt so sehr darüber diskutieren, dass,
Der Junge so sehr unter seiner Mutter gelitten hat, muss man sich auch fragen, was hat der Vater mit durch Abwesenheit geglänzt? Also ich will's zumindest mal erwähnt haben.

Christian:
[1:15:49] Ja
Also ich wollte ja das gar nicht vorwerfen, sondern ich wollte halt auch noch weitergehen. Also oder der Versuch ist halt eben auch zu fragen, wie ist Klara denn so geworden, wie sie ge,
und ich glaub halt eben und da können wir den Bogen eigentlich wieder wieder spannen dass halt eben dieser Professor,
also die Vaterfigur, also auch als Vaterfigur, der der Herr Professor, der große Herr Professor, wir wissen nichts über Lares Vater, aber wir können halt davon ausgehen, dass dieser,
Klavierlehrende, Herr Professor eine wichtige Rolle für Lara hatte, also sie auch zumindest in dieser Funktion geprägt hat. Mhm. Und,
Ich glaube, da kommen wir eben, also ich glaube, da kommen wir der Sache halt am nächsten. Dieser Mann.
Ich weiß jetzt auch nicht, was für ein Jahrgang das war, aber der ist ja nochmal eine Runde älter als Lara. Der war ja auch eigentlich kurz davor auseinanderzufallen, so alt wie der da durch den Film äh geklettert ist.
Der ist derjenige, der es richtig geil findet, wenn da mal so ein paar Kinder vor ihm völlig zusammenbrechen und nie wiederkommen.

Daniela:
[1:16:56] Na ja, also rein theoretisch müsste er, wenn Lara in dem Film sechzig ist und er war dann schon Klavierlehrer, müsste er jetzt schon Mitte achtzig sein. Lass uns mal zurückrechnen, also da wird er ja mal
neunundfünfzig neunundvierzig neunzehn neununddreißig, also wir können uns ja ungefähr überlegen, welche Erziehung,
Auch der Professor wahrscheinlich von seinen Eltern bekommen hat und welche Erziehung auch Lara von ihren Eltern bekommen hat.

Christian:
[1:17:18] Und welche Erziehung ihr auch sehr gerne weitergegeben hat. Das sage ich ja in diesem Moment, wo der mit seinem breiten Grinsen vor Lara sitzt und sagt, oh, ich bin so mit allen meinen Schülerinnen und Schülern umgegangen.
Da habe ich gefühlt sozusagen die komplette Lebensgeschichte dieses Lehrers, dieses herben Professors äh äh schon gesehen, der halt genauso drangsaliert wurde, wahrscheinlich noch mehr. Und,
Diese Kette, also da wird ja eine Menge weitergegeben. Wir wissen, der Herr Professor ist derjenige, der schon fast,
Faszisch damit sein, mit seinen mit seinen Leuten umgeht. Ähm, das hat ziemlich ziemlich geil findet, die da irgendwie zu brechen. Lara wird gebrochen von ihm,
Und gibt es wahrscheinlich und gibt es wahrscheinlich weiter.

Daniela:
[1:18:01] Ja, aber ich habe den Eindruck, die Dosen lassen nach
Ich meine damit, dass man ähm das soll nichts entschuldigen. Man kann es nur durchbrechen, indem man es durchbricht, die Dinge nicht reproduziert. Aber ich habe so den
Das Gefühl der Film zeigt's auch ganz schön, dass es während man früher vielleicht noch Kindern auf dem Klavier mit einem Rohrstock auf die Finger gekloppt hat, macht man's heute halt anders. Also,
weiß nicht, wie ich's jetzt genau beschreiben soll, aber es verändert sich ja schon auch irgendwie.

Christian:
[1:18:25] Da ist, obwohl du am Anfang gesagt hast, Lara wird hier nicht leidend äh dargestellt und das stimmt ja auch. Also ähm aber da glaube ich halt eben schon, dass es der Unterschied zu dem Professor, der Herr Professor geht durch die Welt und hat wahrscheinlich jedes Jahr Dutzende dieser dieser Leute, die er bricht und geht nach Hause und find's gut.
Lara hat das aber mit ihrem Sohn gemacht und sieht ja, spürt ja jetzt eben so die, sagen wir mal, die Folgen davon,
und die sind persönlich, die sind nicht irgendjemand, sondern die sind persönlich und da glaube ich schon, dass das,
auf 'ne gewisse Art und Weise, dass wir sehen können wie sie, wie sie entweder drunter leidet, sie leidet dadrunter, dass Ihr eigener Traum damals so geplatzt wurde, sie leidet wahrscheinlich auch dadrunter.
Das, also ich vermute auch, dass da eine Menge ähm,
Background in Sachen auch Geschlechterrollen irgendwie dabei ist. So als als junges Mädchen
wenn du nicht die Wirtosin am Piano bist, äh dein dein Herr Professor hat's bestätigt, du bist maximal Mittelfeld ungefähr. Ähm dann dann lass es doch.

Daniela:
[1:19:31] Sie lässt es ja dann auch, ne? Das ist übrigens die einzige Szene, wenn sie da in dieser Bar sitzen, wo sie tatsächlich mal kurz davor ist zu weinen und auch danach dann sich auf der Toilette einsperrt und eine Zigarette nach der anderen raucht. Es ist tatsächlich so der einzige Moment, wo ich das Gefühl habe, jetzt bröckelt alles,
weg, aber auch da bleibt sie bei sich. Also.
Wenn das jetzt auch nach so einer schlimmen Kritik an dem Film klang mit den Vaterrollen, ähm finde ich gibt der Film Lara eine absolut gute.
Ein absolut gutes Standing so in sich selber, auch wenn sie eine unsympathische Person ist, aber wie oft muss ich mir Filme über unsympathische Typen angucken, wo dann hinterher das noch klatscht, weil der Film so gut war
finde ich ist Lara schon eine außergewöhnliche Entscheidung, auch so einen Film zu machen. Weil Lara ist halt auch keine Mittzwanziger äh Person, sondern sechzig,
wir sehen einen Film über in Anführungsstrichen eine alte Frau. Und ich frage dich, wann hast du das letzte Mal einen Film über die Lebensgeschichte einer alten Frau gesehen, wo da nicht in rückblenden zwanzigtausend mal erzählt worden ist, wie sie als junge Frau dieses jenes oder welches gemacht hat,
Also ich fand das, finde, das ist eine äh filmischen spannende Entscheidung auch zu sagen, ich mache einen Film über eine Frau, die ja heute ihren sechzigsten Geburtstag hat und die äh gefühlt erstmal absolut planlos, erstmal überlegt sie sich aus dem Fenster zu springen und dann aber doch nicht.

Christian:
[1:20:50] Ist gleich auch noch drauf zu sprechen kommen, ja?

Daniela:
[1:20:51] Absolut planlos für uns erstmal durch diese Stadt geht.

Christian:
[1:20:56] Genau, aber also das macht's für mich dann halt auch wieder zum,
zum Ende hin und das finde ich also toll, dass dieser Film so momentan das entwickelt sich halt alles so sehr
und erst mit dem Ende und mit dem gesamten Film, denn auch mit dieser tollen Szene ganz am Ende, wie sie da am Klavier sitzt, da kann man halt auch sagen, wie, wie.
Unsympathisch ist sie da eigentlich mit dem liebevollen Nachbarn, der ja diese herzensgute Seele ist und sie kommt da halb angetrunken irgendwie vor der Tür an und er bietet ihr noch einen Tee an und sie will nur an sein Klavier so
aber eigentlich ist das halt die tragische Schleife um diese ganze Geschichte, also und so sehe ich sie halt, dass sie halt,
Als junger Mensch so, also dieser dieser dieser Traum, der sie hat.
Den sie hatte, der ihr so weggenommen wurde von diesem Klavier äh Lehrer von dem Professor. Dann auch noch zu sehen, wie der eigene Sohn diesen Traum ausleben kann,
und da, also das schafft, was sie nicht geschafft hat, nämlich über die eigenen Zweifel hinaus,
es trotzdem irgendwie zu tun. Ja, ihr war das ja irgendwie verwehrt. So und ich glaube eben auch auf aufgrund auch äußerer Umstände so. Und dass sie das dann mit ansehen muss, auch irgendwie.

[1:22:21] Dass,
Ja, dass ihr Sohn, also das hätte sie selber sein können. Das durfte sie aber nicht sein. Das konnte sie nicht sein, das durfte sie nicht sein und dann sitzt sie am Ende am Klavier und ich glaube, sie sitzt deshalb am Klavier, um sich selber,
Das, was sie im Laufe des Filmes gelernt hat, nämlich sie hat Talent und es, es lag nie an ihr. Das musste sich selber nochmal, da musste sich selber nochmal von überzeugen. Und so ist für mich diese Szene im Klavier, dass sie sich selbst,
auch auch dieses dieses,
Diesen, diesen alten Ballast loswerden und vor allen Dingen diesen Herrn Professor loswerden, der ihr wahrscheinlich jahrzehntelang im Nacken saß und vielleicht,
Darüber hinaus, also die Manifestierung ihrer Zweifel auch vielleicht geworden ist. Immer dieses Gefühl von, du bist nicht gut genug für das, was du gerade tust. Du hast es ja auch angedeutet, so. Bei der Arbeit irgendwie wieder gesund, was war da los? Ich kann mir schon vorstellen, dass sie,
Dass sie ähm dass sie das halt so gezeichnet hat fürs Leben, wie der Typ mit ihr umgegangen ist.

Daniela:
[1:23:22] Aber es ist ja so, dass Lara ihren Sohn unterrichtet hat und immerhin war sie zwar streng, aber anscheinend nicht so streng, dass ihr Sohn gesagt hat, ich spiele nicht mehr. Ja, sitze jetzt im äh Konzertsaal und spiele sein eigenes Stück.

Christian:
[1:23:33] Und das macht's halt und das sage ich ja, da kommen dann auch wieder eine Menge Sympathien hinterher, wo ich sage, da muss man sich auch irgendwie mal so reinversetzen, weil das ist halt auch so.
Das ist ja auch so ambivalent, dann wahrscheinlich sie sitzt da mit Sicherheit und das habe ich auch in den Szenen gesehen. Natürlich findet sie das gut und toll und ist irgendwie auch so bei ihrem Sohn dabei. Aber es ist halt eben,
Es ist halt eben auch so ein Rückbezug auf sich.

Daniela:
[1:23:59] Es war halt auch so schön, als es ein Konzert zu Ende ist. Sie erlebte das Ende ja gar nicht mehr. Das Konzert ist, sie rennt ja mitten in seine Einkommenposition raus, weil sie diese
dieses diese sehr erträgt das alles nicht mehr und ich glaube es ist ein ein positives, ich ertrage das nicht mehr. Ich habe nicht das Gefühl, dass es viel mit ihr zu tun hat. Also natürlich hat es was mit ihr zu tun, aber ich habe nicht das Gefühl, dass es in dem Moment so ein mein geplatzter Traum und jetzt muss ich meinem Sohn dabei zu
sondern sie erträgt das
Dieser Raum ist so, also ich habe das auch gespürt, wie der ganze Raum ist so gefüllt von diesen Noten, die ihr Sohn spielt, die Streicher setzen ein und plötzlich ist alles wuff und der ganze Raum ist gefüllt und Lara sitzt und man merkt richtig und da ist Corinna Hafuch wieder grandios
Sie sitzt einfach nur da und ich habe gespürt, wie sie das nicht mehr aushält. Diesen ganzen Druck, alles sitzt in ihr,
und sie geht raus und das ist so krass, wir hören diese Streiche und dann geht sie aus der Tür in irgendein Speti und da läuft dann so komische Technomusik und die Licht
röhren, auch wieder absolut in Form dieses ganze Bild streifen so an ihr vorbei und dann ist sie in Westberlin und holt sich eine Schachtel West und dann geht sie wieder zurück ins Theater und steht auf den Fluren, das Konzert ist vorbei und da ist so eine Millisekunde und dann applaudieren alle und
merkst richtig an ihrer Körperhaltung wie
alles aus ihr rausfließt, die ganze Anspannung, der ganze Stress, die ganze Angst auch davor, dass der Sohn versagen könnte, die wird sie ja auch gespürt haben. Seine eigene Kompos.

[1:25:20] Vor Hunderten von Leuten und das fand ich schon und sie er bedankt sich ja auch. Viktor steht denn auf der Bühne und sagt ich möchte mit diesem Abend meiner Mutter widmen, die heute Geburtstag,
ohne meine Mutter, alles was ich über Musik weiß, habe ich von meiner Mutter gelernt. Und das meine ich halt, das ist dieses ambivalente Verhältnis, was diese beiden haben. Sie hält es nicht aus.

[1:25:39] Wie er spielt, aber auf so eine ich kann das gar nicht beschreiben, aus was für einer Art, aber ich habe nicht das Gefühl, aus dass sie sich denkt, wieso bin ich das nicht
sondern dass sie bei ihm ist, sie ist bei ihm und fühlt alles und hält es nicht aus,
Und er bedankt sich am Ende mit dir und das meine ich so dieses ambivalente Verhältnis zwischen den beiden.

Christian:
[1:26:01] Interessant und für mich war das eher wirklich so ein ich habe das eher so gedeutet, dass sie nicht aushalten kann, was sie jetzt gerade fühlen soll. Weil einerseits ist, wenn wenn der Sohn das schafft, was sie nicht schafft, ist es eine.
Also ist das ja irgendwie also ist das der Gegenbeweis, dass sie nicht genug ist,
Weil immerhin hat sie es geschafft, ihren Sohn zu einem guten Pianisten und Komponisten irgendwie zu bringen so. Ähm,
Wenn er es aber nicht schafft, wenn er scheitert,
Dann ist das ja der Beweis, dass also dann hat alles sozusagen die Ordnung, dann ist das die Selbstbestätigung, weil sie nicht gut genug war, als Pianistin. Es ist klar, dass sie auch ihren Sohn nicht gut genug machen konnte als Pianisten. Und,
So so habe ich das, so habe ich das gesehen, das hält egal,
In welche Richtung sie fiebert und fühlt, es ist irgendwie ein Scheitern, es ist mit deinem Scheitern verbunden. Wer scheitert jetzt er oder sie? Und ich hatte den Eindruck, dass er triumphiert, dass er sich auch mit seinem Klavierstück,
Befreien kann und auch so diese Zweifel ablegen kann, die er davor noch hatte. Und sie sieht die Bestätigung und das ist vielleicht noch, also da fängt's glaube ich an bei ihr zu bröckeln und zu sagen,
Also da fangen dann wieder quasi die Zweifel über ihre eigenen Zweifel an, dass sie sagt, aber vielleicht war ich ja doch gut genug.

Daniela:
[1:27:25] Das habe ich, ich habe gesehen, dass er es also klar,
Befreiung befreit ist, ich weiß sie nicht. Halb schon gefühlt natürlich, diese Anspannung fällt vor ihm ab. Aber ich hatte Rederecht, das Gefühl, Lara sitzt in dem Konzert, sondern kann nicht atmen,
so wie so ein Fisch auf dem Wasser, so sieht ein bisschen aus. Ähm
Ja, aber ich habe das nicht so gesehen, dass sie ähm mit Scheitern beschäftigt ist. Ich habe eigentlich eine Mutter gesehen, die,
Diese ganzen Gefühle, die ihr so auf sie eingeprasselt sind, einfach nicht mehr ausgehalten hat. Das war ja so mein Eindruck. Ich habe aber nicht gesehen, dass sie Angst davor hat, dass es bestätigt werden könnte, dass sie eine schlechte Pianistin ist oder
dass sie nicht gut genug ist für das, was Viktor gerade tut. Das habe ich nicht gesehen.

Christian:
[1:28:06] Die große Frage ist ja auch noch warum steht sie am Anfang des Filmes am Fenster,
Das Erste, was wir sehen, ist, wie sie aus dem Fenster springen will und es nicht tut,
Haufen Abschiedsbriefe, die zusammengeknüllt irgendwie rumliegen. Auch das so ganz toll, wie du gesagt hast in diesen starren Bildern, Schnitt, Schnitt, Schnitt, Schnitt und diese ganze Situation puzzelt sich irgendwie zusammen und ähm,
Da wollte ich halt auch nochmal ein bisschen drüber sprechen, weil das das ist ja eigentlich das zentrale Ding in dem Film,
Also die Frage muss man sich ja stellen. Der Film fängt damit an, dass deine Person sich umbringen will, um sofort ein,
wieso denn das? Kennen die Personen? Zehn Sekunden und äh es klingelt an der Tür und wir fragen uns wieso? Warum? Und ich frag dich, warum.

Daniela:
[1:28:52] Ich weiß es nicht und interessanterweise stelle ich mir die Frage auch nicht.
Ich stelle mir die Frage deshalb nicht, weil der Film mir nicht genug Informationen liefert, um darüber zu spekulieren.

Christian:
[1:29:04] Ja, aber dafür sind wir jetzt hier. Das müssen wir jetzt.

Daniela:
[1:29:05] Und ich weiß auch nicht.
Die Frage ist, warum springt sie, warum will sie aus dem Fenster springen, sondern die Antwort viel eher ist, sie springt nicht aus dem Fenster. Und.
Dass sie in dem Moment daran gehindert wird, aus dem Fenster zu springen, bringt sie ihr an dem Abend zu dem Moment, an dem sie beim Herrn Cherny am Klavier sitzen kann und sich befreit,
Und klar könnten wir jetzt spekulieren, warum springt sie nicht aus dem Fenster? Ehrlich gesagt, interessiert mich das nicht. Also äh nein, die Frage stellen, warum will sie aus dem Fenster springen? So. Das weiß ich nicht. Dafür ist so,
Es kann alles sein. Ich glaube nicht, dass es reicht, weil der Sohn ausgezogen ist. So
Vielleicht wollte sie auch gar nicht aus dem Fenster springen. Vielleicht ist sie auch einfach, dass sie da gesessen hat und hat äh
eine Liste geschrieben an Dingen, die sie in ihrem Leben schon mal immer machen wollte und steht am Fenster, steigt auf dem Stuhl und denkt sich, ja ich könnte jetzt auch springen. Ich meine, mein Gott, man macht manchmal, wenn man verzweifelt ist, die seltsamsten Dinge,
aber will sie wirklich springen? Wir wissen's nicht. Wir gehen davon aus, dass sie das will.

Christian:
[1:30:10] Aber ich sage ja, das ist ja, das ist ja so geil bei dem Film. Wir wir kriegen ja immer weitere Häppchen,
Und das ist wie so ein Bogen, den wir immer zurück äh spannen müssen. Also der Film hat,
und die Figuren nehmen uns ja immer diesen Informationsvorsprung und wir kriegen dann so ein Häppchen und müssen quasi den Bogen wieder zurückschlagen und sagen ah das galt ja auch schon in den Szenen, die wir vor einer halben Stunde gesehen haben und so ein paar Häppchen können wir vielleicht zusammenkratzen und dann einfach,
Für die Spekulation, weil eine Antwort finden wir nicht so, aber für die Spekulationen gibt's ja vielleicht so ein paar Indizien, die interessant bei der ganzen Sache sind. Ein Punkt,
Was du auch erwähnt hast, ah, dann geht's ihnen ja wieder besser.

Daniela:
[1:30:49] Auf der Arbeit die Frage, die jeder. Mh.

Christian:
[1:30:50] Der Arbeit ein oder zwei Leute aus dem Arbeitskontext, also frag ich mich, okay, ist da irgendwo,
Also wir sehen jetzt diesen isolierten Moment. Für uns beginnt ja der Film am Fenster, weil wir kennen die Vorgeschichte nicht. Wir kriegen einmal diese Andeutung, also frage ich mich auch,
zu isoliert. Ist das vielleicht gar nicht, wie es für uns wirkt? Also so isoliert ist es nicht für sie, weil,
sie war vorher schon bei sich dabei und irgendwas muss da vorher auch schon gewesen sein.

Daniela:
[1:31:22] Kollegin fragt sie auch, die jetzt ihren Posten eingenommen haben. Wie haben sie's eigentlich geschafft, äh dass sie hier alle ernst nehmen ähm wie haben sie es eigentlich ausgehalten, dass sie niemand leiten kann, irgendwie sowas? Also scheint sie auch auf der Arbeit nicht den besten Stand gehabt zu haben.

Christian:
[1:31:33] Mhm. Scheint sie auch auf der Arbeit. Stimmt. Stimmt, ja genau. Dann kriegen wir diesen Informationshäppchen, dass der Sohn ausgezogen ist.

Daniela:
[1:31:43] Der Mann hat sich von ihr getrennt wegen der anderen Frau.

Christian:
[1:31:46] Stimmt. Stimmt, ja? Ja. Dann ist das ja auch so kurios, wer,
also kann man ja fragen, ob das, ob das einen direkten Zusammenhang hat. Äh ich glaube, das ist ja dann eine der nächsten Infos, die wir bekommen. Der sechzigste Geburtstag. Auf den Tag, genau am sechzigsten Geburtstag, Lyse aus dem Fensterspring.

Daniela:
[1:32:05] Du gehst davon aus, dass sie aus dem Fenster springen will, vielleicht will sie ja gar nicht aus dem Fenster springen.

Christian:
[1:32:10] Ich gehe davon aus, dass sie aus dem Fenster springen wird,
Ich gehe davon aus, dass ich aus dem Fenster springen will und das ist ja eben auch das, das äh äh besondere an dem Film. Wir sehen diesen Tag,
dem Moment, dass sie springen will, also sie wird ja unterbrochen von der Tür klingelt und dann da irgendwie zurückgeholt ins Leben. Eigentlich wandelt sie wie eine Untote durch den Film. Eigentlich.

Daniela:
[1:32:29] Eigentlich.

Christian:
[1:32:31] Dürfte sie jetzt gar nicht da sein, wo sie ist? Das ist meine These. Eigentlich, sie hat keine Karte fürs Konzert gekauft, weil sie wusste, dass sie da eh nicht hingehen wird, sondern,
Unten auf dem Bürgersteig liegt. Während des Konzeptes und das erfahren wir dann ja auch im Laufe des Filmes noch, dass dieses Konzert.

Daniela:
[1:32:48] Meinst du, sie wollte sich aus Rache an ihrem Sohn, aus dem Fenster stürzen?

Christian:
[1:32:55] Es gibt vielleicht ein bisschen weit, aber.

Daniela:
[1:32:57] Na ja, aber warum warum ist es dann ausgerechnet der Tag? Ja, ich weiß nicht, ich fand, ich fand eigentlich so dies, es hat so eine, so eine ganz komisch, tragisch, komische Situation, wie sie da auf dem Stuhl steht vor dem geöffneten Fenster und es klingelt an der Tür und sie macht auch noch auf,
Also ich meine, sie hat ja klar springt sie nicht, weil sie filmt zu Ende.

Christian:
[1:33:15] Wir müssen kurzfilmen, ja.

Daniela:
[1:33:16] Aber sie macht auch noch auf. So. Warum macht sie denn auf?

Christian:
[1:33:22] Also klar, weil sie eigentlich keine springen will. Also sie steht ja nicht mit der felsenfesten Überzeugung und sagt, äh das ist jetzt alles hier wasserdicht geplant und und getan. So.

Daniela:
[1:33:34] Auch jeden Morgen Yogaübung auf dem Stuhl.

Christian:
[1:33:36] Dass wir immer ein bisschen gefährlich mit offenem Fenster da eben, weil sie nicht, zehnten Stock oder so. Ähm,
ja ich ich also und ich vermute schon, dass das irgendwie auch was mit diesem Konzert ist, hat eher was mit dem Konzert zu tun als mit dem sechzigsten Geburtstag. Ich glaube nicht, dass sie jetzt sagt, oh, bis sechzig schaffe ich noch und dann aber nicht mehr, sondern.

Daniela:
[1:33:55] Weiß nicht, ich weiß nicht, ich weiß nicht. Ich frage mich, ob der Film vielleicht einfach nur will, dass wir denken, dass sie aus dem Fenster springt,
Springen will, weil eigentlich gibt es die Geschichte, hm, ich weiß nicht, mein Gott, wie verhält sich jemand aus dem Fenster springen will,
keine Ahnung, aber ja ich weiß nicht, ob das so relevant ist tatsächlich. Also natürlich können wir darüber spekulieren, was so die kleinen Bausteine sind, die die sie dahin gebracht haben.
Weiß nicht.

Christian:
[1:34:25] Es ist für mich halt halt auch ein Indiz ähm dafür, dass sie,
Also ja, das es ihr natürlich nicht gut geht, wie sie halt da immer angedeutet haben auf der Arbeit, aber dass die halt,
Also daher komme ich, glaube ich, auch ein bisschen zu dieser Deutung, dass dass sie dieses Trauma, dass sie so gebrochen ist irgendwie und dass auch der Sohn da so ein Indikator irgendwie für ist, für dieses,
für diese Vergangenheit, für für das, was ihr da passiert ist in der Vergangenheit so. Und das ist glaube ich.
Ähm also da das geht jetzt noch ein bisschen drüber hinaus über das, was wir sehen, aber ich kann mir schon vorstellen, dass sie auch.
Also das halt dieses Erlebnis mit dem Klavierspiel so,
Einschneidendes Ding war, dass ihr vielleicht auch öfter passiert ist,
so dieses Gebogenwerden von außen ähm oder auch gebrochen werden irgendwie von außen,
dass das so 'ne Sache ist, die Sie vielleicht auch so 'n bisschen so du nimmst immer kontrolliert, zu kontrolliert hat werden lassen.

Daniela:
[1:35:37] Ich glaube, mir fällt gerade der einzige Grund ein, warum sie vielleicht doch springen wollen würde in dem Moment und das ist, dass sie sich jetzt wohl nicht weg ist, auch in so einer eine absolute Einsamkeit rein manövriert hat,
aus der sie nicht mehr rauskommt. Das könnte ich mir vorstellen, aber,
Auch das wäre wieder ein Puzzlestein von vielen, scheint mir aber so der einzige Grund, der mir jetzt irgendwie so ein bisschen plausibel erscheint tatsächlich. Also, dass sie diese Einsamkeit auch nicht mehr aushält. Und ich fand, das hat der Film auch gut dort dargestellt, die Lücke, die das Klavier hinterlassen hat, ist halt auch,
das Klavier stand halt noch in der Wohnung,
Also früher stand es in der Wohnung. Jetzt ist da so ein Lehrraum, was quasi so ein Bücherregal links und rechts und drüber und dann ist da so ein Loch, wo früher das Klavier stand, was mit Viktor ausgezogen ist und wie sie am Ende versucht, um da eine Pflanze und einen Sessel hinstellt, um die Lücke wieder zu füllen.
Das zeigt so ein bisschen vielleicht, was Viktor auch für eine Lücke in ihr hinterlassen hat. So, das könnte ich mir vorstellen.
Dass sie diese Lücke, dieses, die wir bildlich in diesem Klavier sehen, versucht irgendwie zu füllen. Was ihr dann am Abend auch schafft, sie stellt da Sachen hin und geht dann zu ihrem Nachbarn und spielt bei ihm Klavier. So, sie hat sie diesen Moment vielleicht auch überwunden.

Christian:
[1:36:46] Ich fand diese Szene so klasse, wie sie da diesen Präsentkorb äh killt.

Daniela:
[1:36:51] Am Tisch. Ja.

Christian:
[1:36:52] Wie sie da völlig also nicht besoffen, aber wie sie da schon, ne, so die.

Daniela:
[1:36:55] Angetrunken, da die Bohnen aus der Dose pickt oder was hinein ist.

Christian:
[1:36:59] Und also auch da wieder großartig gespielt, aber das ist für mich Sinn wirklich Vereinsamkeit. Oder also ja Vereinsamkeit, also irgendwie nachts um drei oder vier kalte Dosenbohnen in sich reinschaufeln und.

Daniela:
[1:37:11] Aber immerhin waren sie von irgendeinem Feinkost gelang.

Christian:
[1:37:14] Ja, aber es war auch so so also das ist ihr halt dann geblieben. Dieser olle Präsentkorb und den da pflückt sie sich noch das Beste raus und sitzt aber glaube ich irgendwie im Bademantel und äh.

Daniela:
[1:37:26] Pflücken, ne? Ich musste so ein bisschen, da ist es mir die Nacht eingefallen, so ein bisschen an Claudia Tiedemann aus Dark denken, weil ich das überlegt habe, weil ich das letzte Mal.

Christian:
[1:37:35] Wow, das ist jetzt aber ein Sprung.

Daniela:
[1:37:37] Ja, ich kann ja sagen, ich versuche ja gerade zu sagen, warum, weil ähm,
Corinna Hafuch, er soll sich ganz schön macht und dann immer zerpflückter wird und Claudia Tiedemann bei Dark hat so eine ähnliche Rolle in der achtziger Jahre Rolle, ist immer diese ganz schicke, schöne,
Gott, ich liebe diese Rolle so sehr in den Achtzigern, sie hat immer die geilsten Klamotten so. Aber je länger die Staffeln laufen, umso zerpflückter wird Claudia Tiedemann und das ist so ein bisschen auch Corinna Hafuch. In so in ganz Kleinen. Aber das fand ich sehr schön gemacht,
Zuerst dieses erstes Lied zerpflückte die am Fenster steht, dann kauft sie sich im KDW dieses tolle Kleid, das sie dann.

Christian:
[1:38:09] Ja. Ja.

Daniela:
[1:38:10] Dann zieht sie es aber wieder aus und am Ende ist sie wieder die zerpflückte mit den Zazhausen Haaren am Tisch. Das fand ich richtig schön gemacht.

Christian:
[1:38:18] Ja, ja. Ja, ja, stimmt, dass sie da am Anfang sie muss sich ja irgendwie erst fertig machen, als sie da äh rausgeklingelt wird, ja. Ja, ja. Ja, sind wir jetzt der Lara ein bisschen näher gekommen.

Daniela:
[1:38:32] Ja, ich mag sie immer noch sehr, auch wenn es eine Person ist, die man nicht mag.

Christian:
[1:38:37] Mhm. Ach so, eine Frage vielleicht noch, die ich dich äh stellen will. Ähm um auch den Bogen zu beui äh zu schlagen. Würdest du sagen, Laras gescheitert?

Daniela:
[1:38:54] Nee, Lara ist nicht gescheitert. Ich meine, sie sitzt am Abend dann noch spät nachts da und spielt Klavier.

[1:39:05] Ich empfinde sie nicht als gescheiterte Person.

Christian:
[1:39:08] Gescheitert jetzt auch gar nicht so so riesengroß, sondern,
Das ist irgendwie für mich. Also sie ist für mich irgendwie schon. Ich kann dir nicht sagen, wo drin? Ich kann ihnen sagen, ob jetzt das Klavierspiel oder die Lebensträume oder die Beziehung zu ihrem Sohn. Aber ich habe so das Gefühl, dass sie irgendwie,
Einen Punkt des Scheiterns irgendwie ist, der sich vielleicht auch da an an das Fenster gebracht hat und Nico scheitert in Oboy auch.
Beide scheitern aber ganz unterschiedlich. Irgendwie so an diesem großgeschrieben einem Leben so,
das finde ich, also das ist für mich irgendwie auch dieser Jan Ole Gerster, der ganz wunderbare Portraits des Scheiterns in Berlin irgendwie zeigt,
Und umso schockiert er weicher, dass dieser Film gar nicht von ihm geschrieben ist, weil ich dachte, das ist alles seine hier, das und das und Scheitern und Beziehungen und in Berlin und alles, das ist ein perfekter. Und dann hat er nicht mehr das Drehbuch geschrieben, aber.

Daniela:
[1:40:01] Aber Herz perfekt umgesetzt.

Christian:
[1:40:03] Ich glaube schon, dass es irgendwie so Geschichten, also auch mit den positiven Aspekten dabei, also Scheitern kann ja auch was sehr befreiendes sein.

Daniela:
[1:40:10] Nicht sagen, dass Nico scheitert, er kriegt doch am Ende seinen Kaffee. Und Lara kriegt am Ende ihr Klavierspiel.

Christian:
[1:40:19] Das heißt ja nicht, dass sie komplett scheitern. Das heißt ja nicht, dass alles scheitert, aber ich habe schon den Eindruck, dass wir in beiden Filmen den Figuren beim Scheitern zuschauen und am Ende gibt's diesen kleinen Triumph, den sie irgendwie haben.

Daniela:
[1:40:34] Oder Klavier.

Christian:
[1:40:35] Kaffee und Klavier und das ist halt eben wie ich meine Nico Scheiter hat ja auch schon daran so einen Ulen Kaffee zu bestellen.
So und das also unterscheidet natürlich diesen ganzen Film irgendwie hindurch. So, aber also Scheitern ist ja auch etwas sehr fruchtbares,
Im Moment ist aus dem Moment des Scheiterns heraus, kannst du ja auch wieder wachsen und kann ja auch was was entstehen, kann ja auch was was Neues äh,
passieren. Also Scheitern ist ja auch was Produktives, wenn du realisierst, oh ich bin gescheitert, vielleicht muss ich was anderes tun in meinem Leben mit mir,
nachdenken, zwei Jahre in Berlin nachdenken und da merkst du, wie gescheitert du bist.

Daniela:
[1:41:12] Eltern, ich wünsche jedem Eltern, dass man zwei Jahre Zeit hat in Berlin nachzudenken. Wirklich, ich bin so neidisch, ich hab beim Gucken jedes Mal denke ich mir, ey, ich möchte auch gerne zwei Jahre einfach nur mal hier sitzen und nachdenken,
wieso überweist mir mein Vater nicht jeden Monat tausend Euro.

Christian:
[1:41:29] Einfach mal so, wenn ich regelmäßig solche Golfspiele hinlegen musste, wie Nico, nur Boy, dann würde ich die tausend Euro auch in den Wind schießen, dann würde ich sagen, komm, dann äh kann ich auch auf Kaffee verzichten, also das war ja auch sehr brutal diese diese,
Aber da ist auch der Vater, dass der Vater tatsächlich. Na ja, ich glaube, das ist erstmal ähm klarer.

Berlin Im Film

https://letterboxd.com/die_horst/list/berlin-filme/

[1:41:52] Und dann ist natürlich noch das Thema Berlin. Ja. Was wir noch ein bisschen aufmachen wollen. Wir wollen über Berlin den Film sprechen. Ähm,
eben auch,
Konkret natürlich hier bei Lara, vielleicht nehmen wir Oboy auch ein bisschen mit rein, aber ähm können hier nochmal durchgehen, was wir so äh gesehen hatten an Orten.
Oder anders anders gefragt, weil das auch wieder so finde ich so toll ist bei bei Gerster. Woran hast du Berlin erkannt? Im Film,
Also du wusstest wahrscheinlich schon, dass er in Berlin spielt, aber was war so der Moment, wo du gesagt hast Berlin.

Daniela:
[1:42:30] Ich versuche jetzt gerade mal die Szenen durchzugehen. Ja, natürlich, als sie an die U-Bahn-Station geht. Genau.

Christian:
[1:42:35] Genau. Das war bei mir exakt der Moment. Ähm ich weiß auch nicht, ob's einfach daran liegt, dass äh Berlin wahnsinnig ikonische U-Bahn-Station Schriftzücker hat.

Daniela:
[1:42:47] Das weiß ich gar nicht, aber dieser Hansaplatz ist da, ich wenn ich mich jetzt richtig erinnere, auch so ein Mosaik von Arossen an der ähm
U-Bahn-Station oben und es gibt in Wilmersdorf ein, zwei Stationen, die so ähnlich aussehen. Andere Farbe dann, da fährt auch die U sieben lang, ist blöd, dass ich jetzt vorher nicht mehr nachgeguckt habe, ähm was das für eine Haltestelle ist,
mal, hätte ich, hätte, hätte verackerte, aber ja, die U-Bahn-Station war's tatsächlich.

Christian:
[1:43:11] Aber es war sehr lustig, als wir den jetzt das zweite Mal geguckt haben, hast du noch ein paar Orte mehr erkannt,
Also wir können ja, also wir haben einen Hansaplatz. Sie ist am Kudamm unterwegs, das habe ich dann auch noch gesehen so.

Daniela:
[1:43:22] Genau, sie geht ja über den Kudamm.

Christian:
[1:43:22] Habe ich erkannt, also Kurfürstendamm, so die noblere Shoppingmeile hier in Berlin.

Daniela:
[1:43:28] Ist auch eine schöne Straße, finde ich, kann man mal ganz gut langflanieren. Ähm KDW.

Christian:
[1:43:33] Das hast du erkannt.

Daniela:
[1:43:35] Ich gehe davon aus, dass das KDW war, weil diese goldenen Handgriffe da an den Rolltreppen und so viele Rolltreppen rauf und runter und.

Christian:
[1:43:41] Ich dachte es irgendein Karstadt haben, hier haben wir einen Platz oder sowas, das hätte alles sein.

Daniela:
[1:43:43] Gehe da so gerne durch tatsächlich. Ich habe ja zwei Jahre oder ein bisschen länger in Wilmersdorf gewohnt und war auch fußläufig vom Kuhfürsten dann weg,
ähm ich bin immer gerne samstags ins KTW gegangen, auch oben, wo dann die ähm Fressmeile ist, da geht sie ja dann auch hin hinterher. Ist so lustig in dem Film. Sie ist erst im KDW, dann geht sie über den Kuhdamm und dann ist sie wieder im KDW und ist oben,
Also dieses Hin und Her, was man was wahrscheinlich für den Film überhaupt keine Rolle spielt. Ähm.

Christian:
[1:44:12] Du hast die Theater, also das ist ja so dein Mittel, die hast du irgendwie noch noch erkannt, dass es irgendwie zusammen.

Daniela:
[1:44:17] Ja eins, ich habe äh irgendwann gedacht, komisch, wieso steht sie denn jetzt im Berliner Ensemble im Flur? Im Foyer.

Christian:
[1:44:23] Also das der Konzert in dem Konzertkontext, also ist, man sieht ja irgendwie das Gebäude von.

Daniela:
[1:44:28] Außen ist wohl, ich hatte nochmal auf Twitter nachgefragt, das Theater von außen ist wohl das Theater des Westens, das Foyer ist das Berliner Ensemble und der Innenraum wahrscheinlich, das Havel am Ufer,
ho. Ähm ich weiß nur, dass ich so irritiert war, weil ich gedacht habe, hey, die Außenfassade passt überhaupt nicht zum Berliner Ensemble, aber klar, sie ist ja in Westberlin, also wird man wahrscheinlich auch ein Haus aus Westberlin,
haben. Ähm klar wurde mir immer wieder klar, wie geil Film auch ist,
Also diese Illusion, das ist ein Theater oder ein Konzerthaus gibt, was so aussieht wie das Theater am besten von außen, als Berliner Ensemble im Foyer und das Hau im Saal. Das fand ich einfach großartig, habe ich gedacht, wie cool ist das denn? Ähm.
Da

Christian:
[1:45:09] Einmal im Zoo vorbei.

Daniela:
[1:45:11] Ah ja, stimmt an dem Aquarium, das äh.

Christian:
[1:45:14] Aber halt wie schon gesagt, alle.

Daniela:
[1:45:18] Ah ja und auch ein kleiner ich ein bisschen habe ich ja, also ich war freudig aus Wilmersdorf zum Prenzlauer Berg gezogen bin, aber so ein bisschen habe ich mein Herz an Wilmersdorf auch verloren. Und,
Wenn Leute mal in Berlin zu Besuch sind, gebt doch Wilmersdorf Charlottenburg echt mal eine Chance. Also es ist, sind schöne Viertel
Fahrt mal bis Savenie Platz, steigt dann aus Richtung Bleibtreustraße und geht mal die Bleibtreustraße rauf und drunter. Ich glaube nämlich, dass auch diese Bars, die sie da besuchen. Das sind so ein, zwei Bars, wo ich zu dir alle auch gesagt habe, alles schreit nach Westberlin in diesem Bars,
total vermessen ist, dass ich das behaupte, ich wohne erst vier, fünf Jahre hier, aber es hat mich halt alles so an Wilmersdorf erinnert. Ähm und die Bleibtreustraße ist so wie so ich denke, ja, so so wie die Bleibtreustraße aussteht, so so ist auch Lara unterwegs irgendwie,
Das fand ich sehr charmant alles. Wilmersdorf, Charlottenburg, da wohnt man. Da wohnt man. Das war's dann auch. Man wohnt da halt. Und ähm,
was ganz anderes als dass man's, dass man so touristisch auch aus oder was man sich so vorstellt, wo man sagt, ich ziehe nach Berlin, dann denken ja ganz viele sofort an Kreuzberg und Prenzlauer Berg und Friedrichshain. Es ist natürlich völlig jetzt auch noch Ost und Westteile. Ähm,
Aber totaler Unterschied zu dem, was wir jetzt in diesem Film da sehen.

Christian:
[1:46:31] Es ist halt nicht hip, ist nicht das Hippe Berlin, wo sie unterwegs.

Daniela:
[1:46:34] Schon auch schön, es ist schön, ich sag doch man wohnt da, es ist schön.

Christian:
[1:46:38] Ja, aber da wohnt halt genau, das ist gediegen. Das ist nicht Hip, das ist hier nicht der ranzige Geschick irgendwie, wie zum Beispiel bei,
Obeu, also da diese Ecke ähm Eberswalder Straße, die Jungen Stationen, äh so da die Ecke Tanzinger Straße, wo wo Nico ja irgendwie wohnt, ähm,
Also da da ging mir das ja so, dass ich da wirklich so die Ecke und nochmal okay, jetzt guckt er aus dem Fenster. Okay, das die Blickachse, ja okay, das muss in der Straße und da oben ungefähr so, das konnte ich alles sehr gut zuordnen, aber,
Nicos Berlin ist schon eher so ein hipperes Berlin. Er hängt, den wir an einem Filmset rum,
ähm ist da ja auch irgendwie was was war denn das also auch irgendwie dieses ähm.

[1:47:21] Theaterstück da, was die sich da glaube ich angucken, was auch an irgend so einem Stück, das auch eher noch so ein Club,
Kontext irgendwie aussieht, die kommen irgendwie raus, äh rauchen irgendwie draußen und überall die,
so die die Konzertdinger irgendwie die da kleben, dass sie Balari ja gar nicht. Also das ist ja alles schick aufgeräumt, glatt,
piegen, wie du so schön gesagt hast und,
passt natürlich beides auf diese Figuren sehr gut und das ist ja eben auch das, was was bei Gerster so toll ist, dass er eben dieses,
also ähm ich will nicht sagen, sei in Berlin, weil das das ist das Berlin dieser Figuren, was er uns immer zeigt und das ist jetzt eben auch das Tolle bei Lara, dass er eben,
finde ich für meinen Blick irgendwie zeigt, dass er nicht einfach nur sein Berlin präsentieren kann, sondern dass er,
dass er das Berlin für seine Figuren präsentieren kann.

Daniela:
[1:48:14] Apropos sein Berlin. Mir fällt gerade ein, wir haben schon mal über einen Berlin-Film gesprochen hier in der Second June.

Christian:
[1:48:20] Ja. Ja. Das ist zu Schweiger.

Daniela:
[1:48:21] Keinorhasen. Da ist nämlich Till Schweigers Bett. Da sieht man immer hier die Kolze und die Straße des siebzehnten Junis und dann kommt auch der Förderverein hier deutsche Filmförderung. Sagt, ja, hier Touristenboom, hier bitte.

Christian:
[1:48:35] Genau, ganz genau, ganz genau, das ist der komplette Gegenentwurf dazu. Ähm weil's halt, also ja, ja.

Daniela:
[1:48:43] Ich fand halt noch krasser als bei oh Boy, sind bei Lara, die, aber es liegt halt auch an dieser tollen Aufteilung für die Gäste, sich entscheidet für diese kontrollierten Bilder. Ähm,
Er hat wirklich tolle Drehorte ausgesucht,
oder aussuchen lassen. Wer immer die Ausgesucht hat, perfekt, wie Lara da vor diesem Aquarium steht, das ist einfach der Oberhammer. Und das sind so ein paar Dinge mit bei, wo Anla einfach nur von links nach rechts irgendwo hin läuft, also es sieht immer toll aus. Oder wie die
Freundin von ähm Viktor äh hinter ihr her läuft. Lara geht und Viktor's Freundin erkennt sie und fängt sie dann im Café ab und beide bleiben so,
Perfekt mittig vor dem Schaufenster stehen. Also es sind so ein paar Szenen, wo ich mir denke, mein Gott, wir aus Gold gegossen, wirklich.

Christian:
[1:49:26] Da gab's so einen YouTube.

Daniela:
[1:49:28] Das war auch in der Szene, wo Nick, ach, Viktor und Lara in dem Garten bei der Mutter von Lara sitzen.
Jan Ole Gerste hat den Hintergrund so hinbekommen, die sitzen im Garten, es ist nur grün, warum alles Biber, Bub, aber hinter, man sieht auch immer nur Lara und Viktor getrennt voneinander. Es
dir dann aufgefallen und ich habe jedes Mal gesitzen, die da vorne im gemalten Monet oder was ist das hinter denen? Also das sah aus wie ein Gemälde. Ich weiß nicht, wie ihr das mit Tiefe und
Schärfe hinbekommen, hatte was da immer aus, als würde Lara in ihrem eigenen Porträt sitzen.

Christian:
[1:49:57] Und auch da äh beide Filme haben auch irgendwie diesen kleinen Ausbruchsmoment. Es gibt bei beiden Filmen gibt's ja diesen Moment, wo es nur so kurz ins Grüne geht. Bei oh Boy ist es irgendwie dieser Golfplatz, der irgendwo außerhalb ist.

Daniela:
[1:50:10] Stimmt, aber sieht man das Grün ehrlich jetzt.

Christian:
[1:50:12] Aber aber ich finde das, ich finde das, es fällt mir nur gerade so ein, das ist interessant, also das so so aus dem ausm äh äh aus dem AB Bereich einmal kurz rausfahren, sondern muss nochmal die Langstrecke gezogen werden in beiden Filmen,
oder halt mit dem Taxi äh äh umsonst gefahren werden, aber das ist so, also auch das ist Till schweigert der, der klebt irgendwie am Fernsehturm und der Rest ist egal so und bei der ist das selbst so dieser kleine, dieser kleine Sprung.

Daniela:
[1:50:38] Muss man den Finger mal so rausstrecken.

Christian:
[1:50:40] Genau und das ist ja schon sehr fortschrittlich für für Berlin muss man sagen, weil man bleibt ja eigentlich nur im Kiez. Also das sind ja Weltreisen, die da in dem Fall dann gemacht werden, wenn man mal irgendwie in Grunewald fährt oder so.

Daniela:
[1:50:49] Total Berlin und T.

Christian:
[1:50:50] Es ähm ja, aber,
irgendwie, also das da fährt ja auch noch irgendwie so den den Sinn irgendwie sozusagen, ja, ich muss meine Figur nochmal ganz kurz ins ab ins Grüne, so nicht irgendwo hier am Mauerpark rumhängen und ein Bier trinken, sondern so nochmal ein bisschen bisschen raus so.

Daniela:
[1:51:06] Finde halt, es stimmt bei Robo hatte auch diese Stummszenen, wo man ähm einfach nur Berlin mal sieht, ne. Da sieht man zum Beispiel auch mal den ähm Mauerpark mit dem,
Friedrich Hahn Stadion. Ähm ja, ich finde Berlin ist in beiden Filmen einfach perfekt eingefangen ähm bei Lara wie gesagt, gefällt's mir eigentlich doch ein bisschen besser, weil's nicht so das ist, was viele oder was ich mir immer so auch unter Berlin vorgest.

Christian:
[1:51:29] Nochmal ein anderes Berlin.

Daniela:
[1:51:30] Diese Eberswalder Straße, das ist schon so die U-Bahn, die über der Erde fährt, das ist so.
Weiß nicht, das Bild hat sich so ein bisschen abgenutzt in meinem Kopf. Obwohl ich auch immer an dieser Ecke wohnen wollte und ja jetzt auch eine Zeit lang an dieser Ecke gewohnt habe. Aber dieses Bild hat sich so ein bisschen abgenutzt in meinem Kopf.

Christian:
[1:51:47] Stimmt ja nicht, da fällt mir gerade ein, den haben wir hier auch im Regal stehen, den wollen wir eigentlich auch nochmal gucken, das ist ja die Ecke Schönhauser.

Daniela:
[1:51:53] Ja auf den.
Den würde ich auch gerne, wenn wir es irgendwie schaffen in diesem Jahr noch machen. Ich ähm.

Christian:
[1:52:01] Juckt man auch in den Fingern den mal zu gucken, weil das ja irgendwie ähm.

Daniela:
[1:52:06] Glaub der ist von achtundfünfzig oder neunundfünfzig und da gibt's halt auch diese Verbindung von Ost interessanterweise von Ost nach West, dann geht's nämlich nach Westen in den Bahnhof Zoo.

Christian:
[1:52:15] In einem Film. Ja. Ah interessant. Aber ich ich meine auch irgendwie, dass diese Ecke, also die heißt halt in die Ecke Schönhauser
dass die auch nicht, also der Film ist nicht nur in den Filmtitel, sondern das hat man also das tatsächlich der Name für diese Ecke irgendwie gewesen. Also da halt irgendwie rumzuhängen, abzuhängen, so ein bisschen Lebensgefühl, sodass was bei Nico so ein bisschen vielleicht dieses,
etwas melancholisches, aber Lebensgefühl,
Das war wohl irgendwie auch damals äh so Lebensgefühl, was denn dieser Film glaube ich da eingefangen hat, dass man da so ein bisschen, wie man heute sagen würde, rumkornert und ein bisschen so äh,
ja, zur da brudelt das Leben so ein bisschen. Das ist heute auch noch tatsächlich an dieser Ecke tut ganz anders, ganz ganz anders irgendwie, aber ja,
Ecke.

Daniela:
[1:53:02] Sich so Berlin Filme anzugucken. Also für mich zu diesen Wandel von Ecken zu erkennen oder wir haben ja im letzten Jahr auch zum ersten Mal M eine Stadt sucht einen Mörder gesehen,
Was auch in Berlin spielt, aber man erkennt es eigentlich gar nicht. Also es ist auch ganz interessant, wie unterschiedlich man sich auch also man kann sich ja entscheiden, dass diese Stadt eine Rolle spielt oder dass sie einfach nur da ist. So und bei Jan Ole Gerster würde ich sagen, die Stadt spielt eine sehr große Rolle
Deswegen entscheidet er sich auch eben für die Bilder, die er zeigt. Aber man kann es auch ganz anders machen.

Christian:
[1:53:31] Bei ihm ist Berlin also das ähm Wechselspiel zwischen äh Figur und Stadt,
Also irgendwie ich würde ich würde zum Beispiel eben nicht sagen, dass Berlin,
eine Figur in seinem Film ist oder ein ein weitere Figur, ein weiter Charakter irgendwie in den Film, sondern das ist so das ist Teil der Figur, der Hauptfiguren. So darum geht's halt irgendwie, dass diese Figuren über,
diese Ecken, in denen sie sich bewegen,
ganz viel über sich selber aussagen, aber auch zu verorten sind und Nico und und Lara laufen sich, also würden sich nie über den Weg laufen,
in dieser Stadt. So.
Weil das einfach völlig unterschiedliche Welten sind und das völlig unterschiedliche Menschen sind. Also äh Nico können sich da gut am erst recht keinen Kaffee leisten und Lara wüsste gar nicht, wo sie da irgendwie im Prinzelberg ja gut vielleicht an manchen Ecken können sie da auch shoppen, aber es ist so.

Daniela:
[1:54:27] Aber am Kudamm gibt's bestimmt noch Filterkaffee.

Christian:
[1:54:31] Ja, aber viel zu teuer.

Daniela:
[1:54:32] Bestimmt billiger als das, was er da gerne im Kaffee kauf.

Christian:
[1:54:36] Der gute Arabica.

Daniela:
[1:54:37] Oh Gott, ja wirklich, ja, schade. Wir sprechen über Lara und nicht über Op,
Ah interessant, ist für mich jetzt auch noch ein Michael Guistek spielt ja in äh U-Boy mit an die beste Szene überhaupt. Wirklich die allerbeste Szene. Ich habe noch nie so einen wundervollen Monolog in einem Film. Ich liebe dich. Ich habe so große Liebe für diese Szene
Ähm der war mit Corona Hafucher mal verheiratet,
Also da schließt sich auch wieder so ein bisschen der kleine Bogen. Es ist interessant, wo Jan Ole Gerste auch die Verbindung dann so zieht. Kann Zufall sein, aber ich weiß jetzt einfach so, das kleine Gosset Anetote noch ganz interessant.

Christian:
[1:55:13] Ja. Ja, dann würde ich sagen, das sind so erstmal die ersten Beobachtungen vielleicht zu Berlin im Film. Ähm.

Daniela:
[1:55:21] Die auch interessant, wenn wir weitere Filme gucken, wie man die miteinander in Kontext setzt oder auch nicht.

Christian:
[1:55:26] Ja, das ist natürlich dann so ein bisschen puzzelhaft so, also Anekdotenhüf.

Daniela:
[1:55:29] Bei den beiden Filmen sehr an, weil sie vom gleichen Regisseur sind, weil sie in der gleichen Stadt spielen, aber ganz unterschiedlich sind. Wenn wir jetzt zum Beispiel Berlin Ecke Schönhausen mal besprechen sollten, kann man vielleicht auch den Bogen wieder zu Boy schlagen. Weil eben diese Ecke da auch eine zentrale Rolle spielt.

Christian:
[1:55:44] Ja, das werden wir mit Sicherheit auch tun. Ich bin sehr, sehr gespannt. Ich hoffe ja, dass es auch ein bisschen Feedback so auf diese Sendung gibt auf dieses Unterfangen, was wir vorhaben. Also Filmempfehlung, du hast ja schon einen Haufen gesammelt in deiner Letterbox Liste. Ähm.

Abmoderation

https://projektkaktus.de/

Daniela:
[1:55:57] Aber ich nehme gerne weitere entgegen.

Christian:
[1:55:59] Und genau und auch auch also mich würde auch interessieren.

Daniela:
[1:56:02] Die Lispe ein bisschen weiterzuführen. Entschuldigung.

Christian:
[1:56:05] Ähm aber auch wenn Leute ähm,
selber Beobachtung haben, also jetzt nicht nur zu den beiden Filmen, Solara und Doboy, aber ganz besonders zu anderen Berlinfilmen,
Ähm vielleicht auch zu den gleichen Ecken, die wir gesehen haben, aber in anderen Filmen, so wie man da irgendwie verweisen kann. Aber mich interessiert natürlich auch,
Es ist ja auch immer eine sehr persönliche, also man sagt ja auch mal was über sich aus, so wir haben, wie du gesagt hast, so Wilmersdorf da die Ecke so dein Hut äh hier Ecke Schönhauser, mehr so meine Hut. Man hat ja irgendwie einen persönlichen Bezug dazu. Vielleicht gibt's Leute da draußen, die sagen, ähm,
nicht in Berlin, aber dieser eine Berlinfilm mit der einen tollen Szene, die,
Was weiß ich, wo spielt äh auch eine Ecke, die man sonst nicht sieht. Das ist aber ganz wichtig, weil damals, als ich auf Klassenfahrt da war, dann und so weiter und so fort. Also das interessiert mich halt auch, was für persönliche Geschichten da vielleicht irgendwie auch ähm,
mit dieser Stadt und vielleicht auch mit Filmen in dieser Stadt äh zu verbinden sind. So ähm,
Genau, also wenn ihr Feedback habt, äh, in irgendeiner Form gerne an uns herantragen, ähm am einfachsten geht's glaube ich für dich auf Twitter.

Daniela:
[1:57:15] Ja, vielleicht mittlerweile auf Instagram.

Christian:
[1:57:17] Ach, das gibt's ja auch noch.

Daniela:
[1:57:19] Durften mir hat heute eine frühere Arbeitskollege geschrieben. Ich mache ja immer meine Türmchenbilder,
heute habe ich vom Berliner Ensemble aus auf den Turm fotografiert über die Spree drüber weg, Adminalsbrücke und dann schrieb meine Arbeitskollegin ach was für ein schöner Blick vorm letzten Jahr oder vorletztes Jahr habe ich da eine Ecke mit meinem Mann Urlaub gemacht und wir haben auf den Fernsehturm gebli,
danke für das Foto und ich hoffe, es geht euch allen gut und habt eine gute Zeit. Habe ich gedacht, ach wie schön auch. Also nach Berlin kommen halt auch immer viele.

Christian:
[1:57:45] Siehst du, genau das meine ich nur jetzt mit Filmen. Also wenn Leute solche solch.

Daniela:
[1:57:49] Folgt mir auf Instagram, äh die Unterstrich Horst ja dann auch gleich Feedback da lassen und dann gibt's auch einmal Türmchenbilder. Also hier.

Christian:
[1:57:57] Genau, irgendwie irgendwie hat sich das so entwickelt. Ja. Du und der Fernsehturm.

Daniela:
[1:58:00] Ja. Ja. Ist ja auch ein schöner, ne? Ähm.

Christian:
[1:58:03] Der gute Telespargel. Ähm genau, wir beide sind auch noch bei Projekt Kaktus äh unterwegs. Einmal im Monat, Podcast haben wir so, so ähnlich, aber ganz anders.

Daniela:
[1:58:14] Genau, über Kinder, also über uns, also über unser Elternsein.

Christian:
[1:58:19] Genau, äh wir und Kind. Das dürft ihr auch sehr gerne hören, das werde ich auch alles verlinken. Äh der Podcast heißt Projektkaktus und ja, gibt's sonst noch irgendwie was, was wir äh pluggen wollen,
ansonsten.

Daniela:
[1:58:35] Ja Lara gucken auf jeden Fall, ne?

Christian:
[1:58:37] Ja, also spätestens jetzt ähm oh Boy auch. Boy ist sehr, sehr gute Filme. Ähm lieber Herr Gerster, falls sie zuhören, äh wir sind sehr gespannt, was da noch kommt.

Daniela:
[1:58:47] Freuen uns zweitausendsechsundzwanzig auf die nächste Zeit. Ach Gott ja.

Christian:
[1:58:51] Vielleicht können wir den noch endlich mal im Kino gucken. Vielleicht können wir dann wieder na ja, bin ich mal gespannt, vielleicht so eine Berlin-Trilogie, das wäre ja auch interessant, wenn.

Daniela:
[1:58:59] Traum. Wir haben ja sehr viel darüber gesprochen, dass man so nach der Pandemie und was man alles machen könnte. Mein Traum ist er absolut. Aber mein Traum ist ja ein Riesentraumschloss, so ein ein Kino zu besitzen, wo nur Berlin Filme laufen,
dann so ein Berlin Filmfestival zu machen. Also nur mit Berlin Film, nicht hier wie Berlinale, so, ne?

Christian:
[1:59:18] Und auch dafür weise ich nochmal ein Steddy. Ihr könnt diesen Podcast unterstützen. Ich hab's noch nicht irgendwie in die äh Auflistung mit äh mit aufgenommen, aber also,
Ich mein das Ziel ist jetzt erstmal so ungefähr vierhundert Euro im Monat zusammen zu kriegen um ja,
ein oder andere Rechnung zu bezahlen? Ich kann ja auch mal irgendwie ein Ziel mit, weiß ich nicht, so hunderttausend oder so aufmachen, was kostet so ein Kino, aber ähm,
ich schraube nochmal dran, in der Zwischenzeit dürft ihr alle schon mal bei Steddy unterstützen. Stedy Age Q Punkt com Slash Second Unit oder bei uns im Blog Second Junit Minus Podcast Punkt DE,
Da gibt's Shownotes, da gibt's Links, da gibt es äh
Verweise auf die Letterbox Liste auf Stadty, auf viele schöne Dinge in diesem schönen Internet. Gut, äh, wir äh müssen uns vielleicht jetzt gleich tatsächlich wieder an den Kaktus kümmern,
ähm durch die Nacht begleitet werden möchte. Äh vielen Dank fürs Zuhören, fürs Dabeisein und äh lasst uns über Berlin Filme sprechen.

Outro

https://secondunit-podcast.de/

Christian:
[2:00:18] Tschüss.