| Artist: | Second Unit |
| Album: | Second Unit |
| Year: | 2025 |
| URL: | http://secondunit-podcast.de/ |
Herzlich Willkommen zu einer kleinen Mini-Unit, frisch aus dem Kino geworfen. Ich komme aus Superman, ich komme aus dem neuen DCU, ich komme aus einer großartigen Zeit, um das schon mal vorwegzunehmen. Es gibt hier keine Spoiler, ich mache wirklich nur einen kurzen frischen Eindruck direkt nach der Kinosichtung. Die lange Ausgabe, die lange Second Unit, die wird noch ein bisschen auf sich warten lassen. Damit ihr in Ruhe ins Kino gehen könnt. Ich werde auch nochmal ins Kino gehen und sehr viel auf diesem Film herumkauen und mit wunderbaren Gästen en Detail drüber sprechen. Aber das hier ist wirklich ein ganz frischer, spoilerfreier Eindruck direkt nach dem Kino und vielleicht eben auch als Snack für euch vor dem Kino, vor dem Kinobesuch.
Wie ihr wisst, ich bin ein riesengroßer Superman-Fan. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, aber ich glaube, das ist schon mal ein Statement mit dem ich starten sollte. Ich befasse mich ja seitdem es die Second Unit gibt, eigentlich intensiv und leidenschaftlich mit dieser mir wirklich sehr wichtigen Figur. Jetzt haben wir zehn Jahre DCEU hinter uns. Wir haben vor zwölf Jahren, müssten noch zwölf Jahre sein oder? Jetzt komme ich schon wieder ins Ziel. Ja zwölf Jahre ist es her, dass wir Man of Steel bekommen haben, Sex Snyders Version, Sex Snyders Reboot und der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt. Zehn Jahre später haben wir ein turbulentes Filmuniversum. Das zu Ende gegangen ist, das ins Archiv gestellt wird und James Gunn übernimmt. James Gunn übernimmt mit Peter Suffren zusammen die DC Studios. Es ist ein kompletter Neustart, es ist ein kompletter Reboot. Nichts von dem oder fast nichts von dem, was war, wird sein und bleiben.
Ich bin mit sehr gemischten Gefühlen ins Kino gegangen, mit großer Aufregung, mit großen Erwartungen. Ich hatte schon Albträume ohne Ende, dass ich es nicht ins Kino schaffe, dass Dinge dazwischen kommen. Und wirklich, ich habe das, als ich im Kinosaal saß, wirklich so die letzten Minuten der Ungeduld habe ich sehr intensiv gespürt. Aber ich war wirklich im ersten, also wirklich in den ersten drei Sekunden war ich schon zu Hause. Also das geht schon mit den ersten Bildern der ersten Logos schon los. Und die Musik, ich wusste, das kann nur gut werden. Und es ist auch gut geworden. Es ist ein sehr, sehr, sehr schönes Ding geworden. James Gunn und Tim haben das Herz am rechten Fleck. Ich habe endlich wieder einen Superman im Kino oder überhaupt mal im Kino.
Der mir aus der Seele spricht, der mein Held ist, der meine Figur ist. Ja die Grundprämisse mit der Zack Snyder sich der Figur vor zwölf Jahren genähert hat war falsch Superman ist keine Figur die man ich sag mal brechen muss um sie neu zu erschaffen Superman ist schon sehr sehr gut so wie er ist man muss sie nur verstehen, Und wenn ich in den letzten Jahren und in dem letzten Jahrzehnt dieser Mission zumindest hinterhergelaufen bin, ich weiß nicht, ob ich ihn wirklich verstehe, aber das ist ja das Gute bei solchen Figuren und bei solchen Mythen, die wird man wahrscheinlich nie komplett verstehen und es wird immer wieder Aspekte geben, die einen auch neu darüber nachdenken lassen. Stichwort an dieser Stelle, ich bin seit fünf Jahren Vater und denke mittlerweile auch ganz neu und ganz frisch über diese Sachen, natürlich auch aus dieser väterlichen Perspektive nach.
Soweit ich weiß, hat James Gunn keine Kinder. Aber auch diesen Aspekt hat er verdammt gut verstanden. Superman ist eine Figur, die nicht im dunkeldüsteren, geerdeten Zynismus und entzweifelnd, suchend durch die Welt stolpert, sondern Superman ist dazu da, um ganz besonders auch Kindern zu sprechen. Und für Kinder auch eine Lichtgestalt zu sein.
Und das ist auch sein Superman. Das hat er alles verstanden. Also ich könnte jetzt noch ewig weitermachen und einzelne Aspekte rausgreifen. Das werde ich in einer langen Fassung, in einer langen Ausgabe wirklich im Detail dann machen. Ich muss den Film auch nochmal wieder gucken. Aber ich kann sagen, James Gunn hat Superman verstanden. David Corrensworth als Clark Kent, als Superman, hat ihn auch verstanden. Und zwar fantastisch. Sein Superman, sein Clark Kent, sein Porträt ist wirklich großartig. Es ist genau die Figur der Superman, wie er sein muss, wie er ihn trägt, wie er ihn verkörpert, wie er diese ganzen ehrlichen, liebevollen, vorbildhaften, aber auch humorvollen Momente in diesem Kostüm, in diesem wirklich albernen Kostüm, aber mit einem Verständnis rüberbringt, ist super. Ich glaube sogar noch besser hat mir Rachel Brosnahan als Lois Lane gefallen, in die ich mich ein kleines bisschen verliebt habe in diesem Film, weil sie auch gut geschrieben ist.
Die ist einfach die Beziehung zwischen ihr und Clark, Aber auch ihr Job als Journalistin, ich glaube, das habe ich so gut noch nie in einem Superman-Film gesehen, nachvollziehbar, glaubhaft, also das war alles schon sehr, sehr gut.
Ich mag es auch, wie der Film an alte Traditionen anknüpft, wie er... Weiß, dass er Teil einer größeren Mythologie ist. Das haben wir auch schon gehört in den Trailern, wie da auch mit John Williams Musik gearbeitet wird, die halt einfach genauso Teil von Superman mittlerweile ist, wie Schlippis über der Hose tragen, wie ein Cape, wie die Fähigkeit zu fliegen. Also auch da hat James Gunn genau richtig verstanden. So klingt Superman einfach. Das sind Melodien, die gehören mittlerweile zu der Figur dazu. So ganz fantastisch aufgegriffen, ganz fantastisch eingearbeitet. Es ist ein James-Gun-Film, der ist bunt, der ist poppig, ja auch der ein oder andere Track auf dem Soundtrack ist ein poppiger, poppigrockiger Song. Auch das überdreht er nicht. Es ist auch ein Ensemble-Film, viele Figuren drumherum. Wir werden reingeworfen in eine Welt, die einfach da ist, die einfach existiert. Da wird nicht viel erklärt, da muss man mitkommen. Das kann, da bin ich mal gespannt, was ihr auch so dazu sagt, auch wie die weitere Resonanz um den Film ist. Das ist auch nicht leicht, da muss man auch hinterherkommen.
James Gunn hat das auch in einem Interview vorher beschrieben, das hatte ich mir auch nochmal angeschaut. Er sagt, das ist wie ein Comicheft. Wenn ich mir jetzt irgendwie irgendein Comic aus dem Regal greife, da ist ja auch schon alles im Gange. Also es gibt ja kaum noch die Möglichkeit sozusagen bei Null irgendwie einzusteigen. Einfach weil diese Figuren und Geschichten halt seit Jahrzehnten. Superman ist irgendwie, ich weiß schon gar nicht mehr, wie alt er ist, aber der nähert sich ja auch schon fast der 100 an. Also ich glaube, wir haben 90 Jahre, 85 Jahre Superman haben wir.
Da ist viel los. Da ist einfach sehr, sehr viel los. Und genauso ist dieser Film, genauso ist diese Welt. Also auch der Start des DCUs ist ein Start, ein fliegender Start, wie man so schön sagt. Da bin ich mal gespannt drauf, wie das alles auch so ankommt und funktioniert, auch mit weiteren Filmen funktionieren wird. Aber auch das gefällt mir eigentlich erstmal ganz gut, weil ich glaube auch, dass wir in einer Zeit sind, wo sich viele Aspekte dieser Figuren und dieser Geschichten gar nicht mehr so sehr erklären müssen, wie sie das noch vor 15, 20 Jahren vielleicht mussten. In diesem Sinne ist das alles sehr, sehr rund. Der Film ist nicht perfekt. Ich arbeite in mir auch gerade noch so einige Punkte aus, bei denen ich mir auch noch ein bisschen genauer klar werden muss. Ich glaube, er ist sehr voll. Ich glaube...
Aber nach meinem Geschmack hätten die Motive und hätte dieser Superman noch mehr in die Richtung gehen können, die er bereits geht. Vielleicht bin ich da auch einfach schon thematisch ein bisschen weiter unterwegs, weil ich sehr viel über diese Figur nachdenke und mich da sehr gerne natürlich reinhänge. Deswegen kann das vielleicht auch eher an mir liegen. Aber das ist alles auf einem sehr, sehr guten Weg. Wir sind jetzt endlich da angekommen, wo ich immer sein wollte mit Superman. Wir haben, und das ist mehr als nur ein hoffnungsvoller Superman, es ist einfach ein Superman, der sich nicht zu schade ist, der weiß, wer er ist, der sich nicht zu schade ist, das zu sein, was er ist und trotzdem seine Zweifel, seine Fehlbarkeiten hat, ein vollumfänglicher Mensch ist, obwohl er eigentlich ein Außerirdischer ist. Und da merkt man einfach, dass James Gunn da sehr, sehr viele Hausaufgaben sehr richtig beantwortet hat. Und ja, damit mache ich auch mal hier den Sack zu. Die, wie gesagt, lange Ausführung kommt. Die wird wahrscheinlich eher so nächste Woche kommen.
Also abonniert sehr, sehr gerne diesen Podcast, falls ihr jetzt hier reingestolpert seid. Ansonsten freut euch natürlich auf die ausführliche Auseinandersetzung, die ihr dann auch hören solltet, wenn ihr selbst im Kino gewesen seid. Das ist eine klare Empfehlung, den Film zu gucken. Schaut ihn euch im Kino an, wenn ihr auch einfach Interesse an Superheldenfilmen habt, weil das ist ein starker Vertreter, ein zeitgemäßer Vertreter dieser Variante. Habt Spaß damit, ich hatte es. In diesem Sinne, wir hören uns dann bald in der vollen Second Unit wieder. Tschüssi!