Weitere Gedanken zu Superman, James Gunn und dem neuen DCU

Artist: Second Unit
Album: Second Unit
Year: 2025
URL: http://secondunit-podcast.de/

Transcript

[0:00] Einen wunderschönen guten Tag, liebe Leute. Christian mal wieder hier mit einer Bonus-Geschichte hier bei den Studios Plus. Seit dem Superman-Film lebe ich nämlich momentan mietfrei im DCU und komme da auch nur ganz schwer wieder raus. Und deswegen versuche ich mal an dieser Stelle meine Gedanken, die immer noch da sind, zum Film, zu James Gunn, zum DCU, nochmal an dieser Stelle ein bisschen zu sortieren und rauszulassen, damit Familie und der Freundeskreis ein bisschen weniger genervt wird, weil ich kann nicht anders. Ich habe so viele Gedanken noch dazu, nach der Second Unit und auch im Austausch mit ganz vielen anderen Leuten zu dem Film, aber eben auch zum DCU. Die will ich mal ein bisschen hier sortieren für mich, für euch und vielleicht habt ihr da ja auch, genauso wie ich, noch ein bisschen Bock drauf rumzukrauen. Natürlich werde ich den Superman-Film explizit spoilern. Ich meine, das haben wir bei der Second Unit auch gemacht.

[1:04] Aber auch an dieser Stelle der Spoiler-Alarm ist gesetzt. Ich habe mir sogar hier Papier ausgedruckt. Ich versuche, mich einigermaßen zu sortieren. Ich habe auch einen Text für Moviepilot geschrieben. Wenn das hier rausgeht, sollte der auch online sein. Da durfte ich das auch noch mal tun, was ich hier auch tun will. Ein bisschen anders. Da habe ich ein paar Überraschungen für mich mal aufgeschrieben, was mich an dem Film wirklich nachhaltig überraschen konnte. Dürft ihr euch gerne mal durchlesen. werde ich nochmal verlinken. Oder ihr guckt einfach mal bei Moviepilot nach Superman. Da werdet ihr auch einen Text von mir finden. Und auch an dieser Stelle Shoutout an die KulturpessimistInnen. Während ich das Jahr aufnehme, ist gerade die Episode rausgekommen zu Superman. Da arbeite ich mich auch noch durch. Und ja, da sind auch ganz wundervolle Gedanken drin. Da könnt ihr auch gerne mal reinhören. Ich verlinke das mal.

[1:55] Ich sag ja, ich komme aus der ganzen Nummer nur sehr schwer wieder raus. Ich suhle mich noch etwas weiter in dem Thema und in dem Film. Eine Beobachtung, die jetzt wirklich so mit dem Film startet und mit dem Podcast und mit ganz vielen Interviews gucken und je mehr ich mich damit beschäftige, was jetzt dieser Film ist und was jetzt mit dem DCU passiert. Also ein Gefühl, was sich bei mir so breit gemacht hat, ist ein Gefühl der Trauer. Also das ist auch ganz überraschend. Also ich merke, wie sehr ich jetzt auch nochmal anders auf das DCEU schaue, auf das, was so die letzten zehn Jahre da versucht wurde, eben auch um Superman herum. Das ist ja dann auch so, man blickt zurück, das ist zehn Jahre, zwölf Jahre im Rücken, zehn Jahre lang war dieses DCEU da. Ich habe mittlerweile fast alle Filme gesehen, ich habe noch zwei offen, ich muss noch den zweiten Shazam gucken und Blue Beetle will ich auch noch gucken. Aber sonst habe ich ganz viel nachgeholt, viel auch ertragen müssen. Ich weiß auch damals den, ich meine, das haben wir ja verpodcastet, Man of Steel, da weiß ich auch, wie ich das zweite Mal im Kino war und den versucht habe, irgendwie nochmal zu packen. Und da gucke ich jetzt auch zurück, wie unterschiedlich die Gefühle im Kinosessel waren, weil das konnte ich wieder abrufen. Das zweite Mal Man of Steel war ein ganz anderes Gefühl, als das zweite Mal diesen James Gunn-Superman zu gucken.

[3:22] Und dann, Batman wie Superman haben wir verpodcastet, aber Justice League hat mich schon null interessiert. Diese ganzen Geschichten, die da dann auch wieder rauskommen, die ich teilweise auch schon vergessen und verdrängt habe. Erinnert euch an Henry Cavills Schnurrbart, der bei den Dreharbeiten und Justice League musste ja rauskommen, weil Firmenübernahme und das obere Management wollte Bonuszahlungen haben. Und dafür musste der Film aber seinen Starttermin halten. Und wie viel und lange rumgedoktert wurde, wo du bis zuletzt The Rock gesagt hast, ich krall mir das DCU und versuch mit Black Adam.

[3:58] Versuch da so ähnlich wie bei Fast and the Furious, mich da in so eine laufende Serie irgendwie reinzuballern und das zu übernehmen und hol Henrik Hevel zurück, während James Gunn da eigentlich schon einen anderen Vertrag ausarbeitet. Also das ist ja echt ein Haufen Chaos gewesen. Aber halt auch so eine verpasste Zeit, so eine verschenkte Zeit. Und das merke ich jetzt einfach bei Superman und beim DCU und bei allem, was da noch so kommt und kommen könnte. Also ja klar, das ist alles total unwichtig, weil Superheldenfilme sind mit das Unwichtigste auf der Welt. Aber ich habe einfach gemerkt, ich glaube, so fühlt sich das irgendwie an, wenn jemand Fußballfan ist und in eine neue Stadt zieht. Und der Fußballklub der neuen Stadt ist irgendwie permanent dabei, deutscher Meister zu werden. Und man sagt so, na ja, so ein gewisser Lokalpatriotismus, ja, ist natürlich schon schön. Aber mein eigentlicher Fußballklub, den ich schon seit immer nahe bin, der dümpelt in der Regionalliga rum und, naja, Aufstieg schon wieder verpasst, aber was soll man machen und wir lieben unsere Gurkentruppe und so fühle ich mich halt jetzt rückblickend, was DC und Marvel angeht.

[5:18] MCU, Infinity Saga, Legendär, Endgame, weiß ich auch noch, habe ich alles gefeiert, was war das für ein genialer Run im Kino, diese 10, 11 Jahre lang, aber es war halt nie meine Heimat, das merke ich jetzt halt eben auch jetzt, wo ich endlich mal einen vernünftigen Superman im Kino sehen kann und die Chance habe, auch eine Welt drumherum zu bekommen mit diesen Figuren, da merke ich einfach so, wie sehr eigentlich auch die letzten Jahre hart abgegangen sind, dass ich das eigentlich nur bei Marvel gefunden habe, was ich immer bei DC gesucht habe. Aber nun denn. Noch ein paar Beobachtungen zum Film, die auch gar nicht in den Podcast gepasst haben. Ich werde mich, glaube ich, auch noch mal mit zum Audiokommentar, wenn der im Heimkino ist, auch mal durch den ganzen Film durcharbeiten, weil der ist so voll und so reichhaltig. Ich kau immer noch auf diesem Streit rum, diese wirklich zwölf Minuten Dialogszene, James Gunn sagt im Interview, das größte Risiko war diese Szene für ihn.

[6:18] Ihr erinnert euch, wo Lois und Clark, oder ja, wer ist er denn gerade? Er ist eigentlich diese dritte Persona, diese Symbiose aus allem ist er ja gerade. Er ist ja nicht Clark Kent mit der Brille und tut so, sondern er ist ja genau der, er ist im Beisein von Lois, weil sie weiß, dass er Superman ist. Aber diese ganze Szene, ich kann euch so viel anhand dieser einen Szene, wie viel Charakterisierung da drin steckt. Es beginnt schon damit, dass Lois in ihr Apartment kommt, hört wieder jemand, rumrödelt und das Erste, was sie tut, ist zu einem Baseballschläger zu greifen, der direkt neben der Tür steht. Wie sehr charakterisiert das bitte schön Lois Lane, die allen misstraut, die eine ganz andere Erfahrung und Weltsicht hat, als eben klar kennt. Weil sie kommt nicht auf die Idee, dass ihr Boyfriend seit drei Monaten in ihrer Küche steht, um sie zu überraschen, weil sie ein Jubiläum haben, sondern sie denkt natürlich, hier ist ein Einbrecher.

[7:13] Da haben wir schon ganz viel Charakterisierung. Dann treffen die beiden aufeinander. Und ich liebe diese Szene auch einfach so sehr, weil die auch so nachvollziehbar ist. Es ist so fantastisch. Der Clark, der da in der Küche steht und eigentlich ja versucht, wahrscheinlich hatten die vorher schon gestritten. Wahrscheinlich, die sind seit drei Monaten zusammen. Wir wissen nicht viel, aber da ist was in der Luft auf jeden Fall. Deswegen entfaltet sich diese Szene auch. Das spüre ich einfach total, weil man merkt, wie klamm sie, er versucht ja eigentlich wieder irgendwie eine Brücke zu ihr zu schlagen, indem er dieses Essen kocht, was eigentlich sein Lieblingsessen ist. Und naja, wer mag es denn nicht? Everybody loves Breakfast. Da geht es schon los. Und dann ist das einfach so großartig, wie sie ihn zu diesem Interview bringt, weil man merkt, wie er eigentlich nur so einen halben Schritt immer zulässt. Also die Art und Weise, wie es auch geschrieben ist, aber wie er das auch spielt. Ihr kennt es vielleicht alle, wenn ihr mal in einer Beziehung seid und euch zu einem Filmabend überreden lasst und die Partnerin sucht einen Film aus, bei dem ihr sagt, das ist nun überhaupt nicht My Cup of Tea. Und dann sitzt ihr zwei Stunden mit auf der Couch und sagt, hätten wir mal doch was anderes gepickt so ungefähr. Und so gerät Clark auch in diese Situation.

[8:37] Er verplappert sich da ja so halb. Also er macht das Fenster auf und sagt, naja, wie wir uns da gestritten haben und so, das war ja wirklich super gespielt. Sie sagt, naja, das war gar nicht gespielt, klack, du musst da wirklich mal aufhören mit diesen ganzen auch ethisch sehr fragwürdigen Geschichten, wenn du dich selber interviewst. Und er haut das ja nur so, ja, dann kannst du mich ja mal interviewen, so ganz beiläufig. Und sie, also sie zerfleischt ja diesen Brocken, den er ja da hinwirft und sagt, ja, dann aber sofort und lass mal machen. Und es ist so fantastisch auch gespielt, wo er auch, also sie fragt ihn ja auch nach, bist du sicher? Und er sagt, ja, klar. Und schon ist er in dieser Nummer drin, aus der er nicht mehr rauskommt. Und ich glaube ganz stark, dass die beiden diesen Streit, der sich da so entbrennt, den haben die schon ein paar Mal geführt. Dieser Konflikt, dass Superman in diesen Kriegskonflikt eingegriffen hat, der schwebt zwischen den beiden garantiert. Die werden permanent, da gibt es Andeutungen auch in einem Streit, wo die beiden ja immer auf Stopp drücken, weil sie sagen, naja, Moment mal, das ist jetzt hier off the record und da haben wir ja schon mal drüber gesprochen. Da ist ganz viel drin, was zeigt.

[9:42] Wahrscheinlich ist das seit Wochen, seitdem das passiert ist, liegt das zwischen den beiden und jedes Mal, wenn sie auf dieses Thema kommen, dann explodiert da irgendetwas zwischen den beiden und sie kriegen das einfach nicht gelöst und dadurch, dass die Beziehung auch noch so frisch ist, ist das, glaube ich, auf sehr, sehr wackeligen Beinen. Ich glaube, da geht es nicht nur um dieses, also wahrscheinlich sind das die Erkenntnisse, die Lois daraus zieht, zu sagen, naja, wenn ich mit jemandem zusammen bin, der so etwas tut, was er getan hat, vielleicht passen wir einfach gar nicht zusammen, vielleicht sind wir einfach zu unterschiedlich. Also es ist eine ganz, ganz wunderbare Szene über die Figuren, über die Beziehungen, über die Vorgeschichten, die Art und Weise, wie sie argumentieren.

[10:18] Ich finde das auch total großartig, wie nahbar James Gunn diesen Superman gemacht hat. Also das ist auch eine der großen Überraschungen für mich, weil ich hätte nie gedacht, dass ich mal in einem Superman-Film sitze und auch mich mit ihm identifizieren kann in vielen Punkten. Also Also ich war auch immer damit zufrieden, mit der Deutungsart zu sagen, das ist eine, die DC-Figuren sind Lichtgestalten, sind griechische Götter, sind Meta-Wesen. Da geht es nicht darum, dass wir uns mit denen identifizieren. Also ich bin nicht Superman, aber es geht darum, dass man wie Superman sein will oder dass man das als Inspiration für sich runterzieht und sagt, okay, was würde Superman tun für diese Nummer. Aber zu sagen, also ich liebe das nämlich auch an diesem Streit, Weil wie oft habe ich schon mit irgendwelchen Pappnasen genau diese Diskussion führen müssen? Ja, aber was würde Superman denn tun, wenn gleichzeitig die Gondel runterfällt und wenn dann die Pistolenkugel auf dem anderen Ende der Welt? Dann erklär mal, wie kann Superman sowas denn lösen? Also immer dieses Trolley-Problem, was halt total bescheuert ist. Auf den Gleisen, da ist eine Weiche und auf dem einen Gleis werden 300 Kinder getötet getötet und auf dem anderen Gleis der amerikanische Präsident oder ein schlechtes Beispiel wird vielleicht irgendwie, weiß ich nicht, werden irgendwie...

[11:42] Keine Ahnung, 300 schwangere Frauen, so die Nummer. Wen rettest du jetzt? Du musst die Weiche stellen und sagen, der Zug rollt über die 300 Kinder oder rollt über die 300 schwangeren Frauen. Und jetzt muss man sich entscheiden. Und du musst dafür verantworten, dass die einen leben und die anderen sterben müssen. Und diese philosophische Diskussion, die wird halt immer gerne an Superman rangezogen und gesagt, na, erklär mir mal bitte, was Superman denn an der Stelle machen würde. Und ich werde genauso ungeduldig dabei, so wie Superman in dieser Szene, Und will eigentlich sagen, ja, aber Moment mal, die Poesie dieser Figur besteht doch darin, dass der immer beides kann. Wir haben, das ist unrealistisch und das kann nicht funktionieren, aber dafür haben wir ja diese Fiktion entwickelt, um dann auch mal sagen zu können, wir stellen uns jetzt mit dieser Fiktion vor, dass es gehen könnte. Und es gibt nur eine Figur, die sowas könnte und das ist Superman. Und wenn der im Zweifel ins Weltall fliegt, rückwärts um die Erde fliegt, damit sie sich in der Zeit zurückdreht, damit die Gleise nicht erst gebaut werden, dann gibt es diese eine Figur, die genau das kann und nur diese.

[12:46] Und deswegen fand ich das halt so großartig, wie ungeduldig er in dieser Diskussion wird und sagt, Moment mal, Lois, Leute wären gestorben. Können wir mal bitte darüber sprechen? Also großartig in dieser Szene, aber auch in vielen anderen Szenen und auch am Ende finde ich ganz fantastisch. ist mir jetzt auch nochmal aufgefallen, als ich ihn neulich gesehen habe, dieser Monolog, dieser Dialog mit Lex Luthor, wo die sich da ihre eigenen Motivationen um die Ohren hauen. Wo man sagen kann, ja, mein Gott, das ist vielleicht irgendwie ein bisschen holprig geschrieben. Aber was ich wieder so großartig finde und auch wieder so glaubhaft finde, zumindest auf Supermans Seite, wo ich jetzt drauf geguckt habe, ist diese Ungeduld, ist diese, also wie ihm da die Synapsen durchbrechen und auch da für mich komplett nachvollziehbar und so menschlich nahbar ist, wie Luther, der sagt, seitdem du auf der Erde bist, du blödes Alien.

[13:38] Und Superman reißt die Hutschnur und er sagt, Moment mal, Lex, das ist totaler Quatsch. Du hast mich nie verstanden. Und das hat mich so erinnert an so eine Schulhof-Bully-Situation, wo halt der eine den anderen ärgert, und das Mobbing-Opfer sozusagen auf den Tisch haut und sagt, jetzt hör doch mal auf mit der Scheiße, weil das stimmt überhaupt nicht, Weil ich habe noch nie in meinem Leben irgendwie, weiß ich nicht, einen grünen Rucksack getragen. Warum machst du mich fertig für einen grünen Rucksack, den ich nie besessen habe? Also jetzt nicht nur zu sagen, hör mal auf, du Arschloch, du ärgerst mich, sondern einfach mal zu sagen, ey, können wir mal bitte über die Prämissen sprechen, mit der du jetzt hier versuchst, mich fertig zu machen, weil das ist schon mal totaler Quatsch, was du hier gerade tust. Und das finde ich so großartig, weil das auch wieder so typisch Superman an der Stelle ist. Dem ist kackegal, was Lex Luthor ihm da an den Kopf wirft. Aber der ist halt enttäuscht von ihm. Der ist menschlich zutiefst enttäuscht von Lex Luthor, dass er sagt, man, kannst du nicht mal, auf eine blöde Art und Weise, können wir nicht Freunde sein? Also, wenn du mal aufhörst, unter diesen völlig falschen Prämissen über mich nachzudenken, sondern mich einfach mal so nimmst, wie ich gerade vor dir stehe. Verletzlich und menschlich und ich bin genauso, jeden Morgen muss ich einen Fuß nach dem anderen auf den Boden legen und mich fragen, wie komme ich durch den Tag und wie schaffe ich, was ich schaffen will und wie halte ich das alles aus und.

[15:04] Diese Gefühle ihm halt um die Ohren zu sagen und wenn du das mal sehen würdest an mir, dann würdest du auch nicht genauso als gleich erkennen, wie du alle anderen als gleich erkennst und geht ja nicht, weil der Hass bei Lex Luthor und so, aber ich fand den Moment einfach so großartig Auch da dieses, das finde ich so nachvollziehbar, das kennen wir ja alle, wenn man irgendwie so das Gefühl hat, man wird einfach ungerecht behandelt von Leuten. Also man ist in so einen Streit verwickelt oder man muss sich für eine Sache rechtfertigen, für den grünen Rucksack, den man nie besessen hat oder für eine Sache, die man so nie gesagt hat oder gar nicht gemeint hat. Also was für ein großartiger Streit auch da zwischen den beiden entbrennt, was ich halt auch einfach überhaupt nicht in einem Superman-Film erwartet habe, dass dieser Superman, der halt haut und macht und tut und Laserstrahlen und durch die Gegend fliegt und einen tollen Hund hat und all diese Schaueffekte mit sich bringt, die ich im Trailer gesehen habe und bei denen ich wusste, dass das irgendwie alles was sein kann.

[16:05] Aber dass ich da in solchen Momenten irgendwie eine ganz neue Beziehung auch zu der Figur aufbaue, bei der ich einfach merke, oh wow, ich kann mich auch anstellen. Also je menschlicher Superman ist, desto mehr kann ich mich auf der Ebene mit ihm identifizieren. Ich weiß nicht, wie sich das anfühlt, so ein Hochhaus irgendwie festzuhalten, während es zusammenkracht. Aber ich weiß, wie sich diese Momente anfühlen, wenn man das Gefühl hat, man explodiert gleich, weil man diese Anschuldigung oder diesen Streit gerade nicht aushält. Also Superman in Streits, das hat mich total überrascht und total gepackt. Also da könnte ich immer noch ewige Vorträge halten. Eine Beobachtung, die ich auch noch hatte, die mir jetzt auch erst vor kurzem kam, je mehr ich mich auch da für den Moviepilot-Text und so mit auseinandergesetzt habe, diese große Kontroverse um die Eltern, kryptonischen Eltern, bla bla bla, erstmal alles geschenkt. Ist euch mal aufgefallen, dass wir nichts von Krypton wissen? Also wir haben das erste Mal einen Superman-Film oder eine Superman-Figur im Film, die...

[17:14] Also, die selber natürlich nicht viel weiß. Also wir wissen eigentlich nicht, wie viel sozusagen Clark Superman tatsächlich weiß. Kennt er nur die Botschaft. Weiß er um die Symboliken, woher kommt das S auf seiner Brust und so. Das ist alles ein bisschen wischiwaschi. Aber wir wissen definitiv nichts über Krypton. Denkt an Richard Donners Film, denkt auch an Man of Steel, da war es sogar noch mehr. Wir haben keine Szene auf Krypton. Wir haben nichts von Krypton. Wir wissen nicht, warum der Planet explodiert. Wir wissen nicht, wie die Gesellschaft da aussieht. Wir wissen auch nicht, wie die Familie, die L-Familie, aus der er stammt, wie die überhaupt unterwegs ist auf dem Planeten. Wir wissen nicht, warum der Planet kaputt gegangen ist. Wir wissen nicht, wie er kaputt gegangen ist. Wir wissen nicht, was drumherum passiert ist. Wir wissen gar nichts und sind zum ersten Mal auf dem gleichen Level wie Superman selbst. Ich sage ja, vielleicht weiß er sogar noch einen Tick mehr als wir.

[18:13] Der weiß vielleicht noch eher, wie diese Festung der Einsamkeit funktioniert und warum sie entstanden ist und wie das alles so. Der weiß sogar tendenziell noch einen Tick mehr als wir. Aber wir wissen alle nichts über die Herkunft von ihm oder über diese Vorgeschichte. Und ich gehe auch davon aus, dass da eine Riesenchance für den Supergirl-Film ist, weil sie mehr weiß, weil sie bei der Zerstörung dabei war und weil das wahrscheinlich auch eher so eine Trauma-Verarbeitung wird. Also das Partygirl, was wir hier gesehen haben in dem Film, ist sehr wahrscheinlich eher eine, wie sagt man.

[18:47] Eine Überlebende einer Tragödie und schleppt diese Tragödie, dieses Trauma mit sich herum und ist wahrscheinlich daher eher... Dabei zu flüchten und ist deshalb eher das Partygirl, weil da wahrscheinlich eine ganze Menge Rucksäcke im Rücken sind, mit denen klar, was dann wieder im Gegensatz zu Superman so spannend werden kann, der hat das halt nicht. Also der kann halt der shiny knight in shiny armor sein, weil der eben kein Trauma mit sich herum trägt. Der weiß nicht um seine Herkunft und der hat viele Fragen und das ist auch alles legitim. Aber wenn du vielleicht als Supergirl, als Jugendliche mit ansehen musst, wie irgendwie der ganze Planet zerstört wird und du treibst irgendwie planlichstes Weltall und kannst nichts tun, das ist schon mal eine ganz, ganz andere Prämisse. Also das ist mehr als irgendwie nur Superman in Weiblich. Da steckt ganz viel drin. Und das, finde ich, ist eine Riesen, auch fürs gesamte Universum, ist eine Riesenchance. Also das ist mir auch erst vor kurzem aufgefallen, dass wir zum ersten Mal sogar weniger wissen über Krypton als die Kryptonier, die wir hier in den Zilben sehen. Sonst hatten wir ja immer den Wissensvorsprung und wussten, wer die Eltern sind und wie sie ihn losgeschickt haben und mit welcher Absicht und so. Deswegen funktioniert dieser Twist hier ja auch nur, weil wir so wenig zu sehen bekommen, was ich super interessant finde, eine Riesenchance finde und auch davon ausgehe, dass die da noch eine Menge rausholen.

[20:10] Womit wir auch beim nächsten Thema sind die ganzen Möglichkeiten in DCU und das, was ich vorhin meinte mit dieser Trauerbewältigung, wie großartig jetzt das neue DC und einmal so ein aufgeräumtes DC auch sein wird. Weil wenn die halt wirklich schaffen, sich da auch mit HBO, mit dem Fernsehsender, mit dem Pay-TV-Fernsehsender, der einfach so mit für die besten Serien der letzten 20 Jahre zuständig ist, wenn sie den halt mit da reinholen, was die jetzt ja tun mit dieser Lantern-Serie, wenn es wirklich klappt, dass dieser Clayface-Film so ein verhältnismäßig low- oder mid-budget Horrorfilm wirklich ist, wenn das alles aufgeht, wenn die wirklich...

[20:50] In eine Breite, in eine Genrebreite, in eine Produktionsbreite gehen und eben nicht wie bei Marvel und bei Disney Plus sozusagen lange Filme in Serienform kippen und dann nie wieder anrühren, weil quasi die Serien immer nur Miniserien sind mit zehn Stunden Laufzeit, aber eigentlich ein Film hätten sein können. Und da sehe ich eine Riesenchance drin. Und ich bin auch total fasziniert, wie das jetzt sich schon auch weiter entfaltet. Ich weiß nicht, ob ihr das schon mal mitbekommen habt. Es gibt jetzt diesen Podcast, der heißt DC Showcase, glaube ich. Der ist sehr interessant. Den bringen die auf YouTube, den bringen sie halt als normalen Podcast raus. Den bringen sie auch auf HBO Max in Videoform, also auf der eigenen Streaming-Plattform. Der ist ganz sympathisch gemacht und sehr, sehr locker.

[21:42] Lockerer als in meinen Augen das, was Marvel gemacht hat. Ich konnte den echt nicht hören, den Podcast, den Marvel selber rausbringt, weil der einfach nur total peinlich ist.

[21:51] Das Ding bei DC funktioniert schon mal besser. Jetzt haben sie angekündigt, dass sie so ein Rewatch-Ding machen mit James Gunn zu Peacemaker. Die gucken erst mal noch die erste Staffel und machen zu jeder Folge noch so eine Podcast-Episode mit Making-of-Kram und Geschichten. Und so begleiten sie auch die zweite Staffel. Das wird auch irgendwie dabei bei YouTube laufen. Und bei Max, was ich interessant finde, dass die halt eben sowohl ihre eigene Streaming-Plattform als auch eben die, die das auf YouTube machen, das macht Disney halt nicht, sehe ich halt auch als eine große Chance an zu sagen, naja.

[22:24] Ob du das jetzt nun bei YouTube guckst, also eigene YouTube-Shows zu machen und die auch in die eigene Streaming-Plattform zu kippen, ist zumindest interessant, weil es jetzt nicht so die Hochniesigkeit der eigenen Plattform irgendwie, ne? Also Disney Plus ist in Anführungszeichen das Qualitätsfernsehen und da kommen solche Shows nicht rein. Aber bei DC scheint das zu funktionieren. Das finde ich zumindest interessant. Interessanter, dass die da auch vielleicht so auch über ihre eigene Streaming-Plattform nachdenken und eben mehr Experimente wagen, eben auch in Richtung HBO-Serien, aber eben auch in, ich sag mal, eher digital. Also, dass das halt viel mehr vermischt, dass man sagt, naja, eine YouTube-Show ist halt, kann genauso gut auf unserer Streaming-Plattform laufen, sodass das da vielleicht auch, ja, wie sagt man, flüssiger so hin und her geht, da bin ich auch gespannt drauf. Es kann ja auch dann vielleicht Kurzfilme geben, die sowohl auf YouTube als auch auf den eigenen Plattformen laufen, bin ich schon mal sehr gespannt drauf. Und dann will ich unbedingt nochmal am Ende über James Gunn sprechen, weil ich das auch absolut faszinierend finde.

[23:28] Wie der so drauf ist, die Interviews, mein YouTube-Algorithmus kippte seit zwei Wochen nur noch in diese Richtung, aus gutem Grunde. Ich bin extrem fasziniert von ihm, jetzt mal unabhängig von seinen Filmen, ob das jetzt nun dem eigenen Filmgeschmack entgegenkommt oder nicht, aber in dieser Rolle als Studiochef, in der er ja auch sich jetzt präsentiert, super interessant. Weil der sitzt in diesem DC-Showcase-Podcast, in einem Set auf dem Warner-Gelände, in einem YouTube-Kanal, in der Show und lobt Marvel. Und spricht über Marvel. Und in Interviews rennt er durch Videotheken und sagt, der beste Superheldenfilm aller Zeiten ist Spider-Man Into the Spider-Verse. Womit er durchaus recht hat. Aber wie cool ist das, jemanden zu haben, und ich hoffe, das bleibt auch so, der halt nicht in so eine Corporate-Bullshit-Linie zurückfällt.

[24:28] Und ein auf, er ist Studio-Chef, ein auf Studio-Chef macht und die ganze Zeit nur seine eigenen Produkte irgendwie fechert und sagt, naja, natürlich ist der beste Film aller Zeiten, The Dark Knight. Und ich habe da mal in der Vergangenheit so andere Filme gemacht. Der sitzt halt da und sagt, naja, so wie ich das halt bei den Guardians gemacht habe und jetzt bei Superman und die Szene hier und mich so inspiriert aus Guardians. Und das finde ich halt schon mal irgendwie sehr spannend, Und dass der so eine entspannter Bodenständigkeit auch hat.

[24:58] Ich fand es super interessant, dass diese vermeintliche Mager-Kontroverse an Superman eher wie so eine Pistolenkugel abprallte. Ich weiß nicht, ob ihr das mitbekommen habt. Wahrscheinlich habt ihr das mitbekommen. James Gunn sitzt halt eben in Interviews und...

[25:18] Was ist passiert? Erstmal ist es so passiert, dass James Gunn in Interviews gesessen hat und erzählt hat, hier, Superman ist natürlich ein Immigrant und das ist eine Immigrationsgeschichte. Er ist von Immigrantenkindern erfunden worden in den 30er Jahren und natürlich ist das auch ein, also das erzählt Amerika, das erzählt uns und ich glaube, sein Bruder sagte auch irgendwie, der hat ein bisschen mehr auf den Tisch gehauen, Sean Gunn, der den Maxwell Lord, glaube ich, spielt ganz kurz, der auch gesagt hat, so ja, und wer das eigentlich, also wer das, so diese Frage Superman woke, so ja, natürlich schon immer gewesen und wer das nicht sehen will, so ist halt auch nicht irgendwie amerikanisch, so, also der hat noch ein bisschen mehr gepöbelt, James Gunn, sehr, sehr straight, sag ich mal, aber hält auch nicht zurück, wenn der sowas gefragt wird, dann fängt er eben nicht in Corporate Bullshit an, sondern sagt halt auch, wie es ist und was macht die amerikanische Rechte, oh, Superman ist woke, was ist hier los, das geht gar nicht und man schießt ja dagegen Und Trump, der dann noch mit so einer bescheuerten Deepfake sich ins Superman-Poster rein photoshoppen lässt. Also totaler Bullshit. Aber was ich so interessant finde, wenn wir mal im Film bleiben wollen, da waren die Affen im Pocket-Universe sehr fleißig, um Social Media und Kontroverse herunterzubrechen. Aber ich fand das halt sehr interessant, weil ich, also ich habe das Gefühl, das ist sehr, sehr schnell verpufft.

[26:47] Diese Kontroverse ist nie zur Kontroverse geworden, sondern die Rechte hat sich da versucht, an einer Sache abzuarbeiten, die aber kein Futter bekommen hat, kein Gegenwind. Also ich weiß nicht genau, was da passiert ist und wie man es gemacht hat, ob es Zufall war oder ob da auch einfach das Team im Hintergrund, Public Relations und Presse und so, dass die irgendwie schon wussten, wie sie sich darauf einstellen. Aber das ist halt in meiner Welt, in meinen Augen, so was ich mitbekommen habe, ist das einfach kein Thema geworden. Und wenn ich eine Sache müde bin in den letzten Jahren, und das geht halt eben auch so in diese politische Ebene, dann sind das die immerwährenden Kulturkämpfe, die vor allen Dingen von rechts hereingebrochen werden. Immer wieder diese vermeintlichen, zu kontroverse gemachten Schnipsel, Aussagen, Inhalte, quere Deutungen, die gemacht werden, Falschdeutungen, die bewusst gemacht werden, um Dinge ins eigene Narrativ und in die eigene Empörung zu schalten, bevor sozusagen das andere Lager in der Lage wäre, eine eigene Kontroverse oder eine eigene Kritik zu formulieren. Und dieser immerwährende Kulturkampf und Kulturkampf.

[28:09] Ich hoffe, ich frage mich, ob das auch so ein bisschen aus dem, was James Gunn in der Vergangenheit passiert ist, gewachsen ist, dass der vielleicht auch gesagt hat, also wenn ich jetzt hier den Job als Studiochef mache, dann überlegen wir uns aber auch was, wie wir in dieser Welt eben auch navigieren können. Und damit noch nicht in die sechten Welt. Weil der ist halt von rechts angegangen worden beim zweiten Guardians-Film, als Trump gewählt war und dann sehr offensiv auch gegen Trump gegangen ist schon damals. Und sich sehr aus dem Fenster gelehnt hat und sehr meinungsstark in Social Media unterwegs war. Und daraufhin haben rechte, ich weiß nicht, wie man sie bezeichnet, rechte Medienschaffende seine Tweets ausgegraben und Disney unter die Nase gehalten und gesagt, guckt mal, ihr habt hier einen Pädophilen, ihr habt hier sonst wen in eurem Marvel-Universum, der da unterwegs ist. Und die haben versucht, ihn von rechts mundtot zu machen. Und das hat halt drei Wochen oder drei Monate oder wie lange das war so funktioniert. Dann ist halt diese ganze Geschichte entstanden, dass DC nebenbei angerufen hat, dass er dann da den Job für Suicide Squad hatte. Und drei Tage später hat Marvel ihn zurückgeholt und dann hatte er kurz beide Jobs. Und jetzt ist er bei DC und wir wissen alle, wie es ist.

[29:30] Aber ich finde es halt so interessant, dass Gunn diese Erfahrung halt in den Film reingebracht hat. Also das ist halt durch und durch im Film drin. Der hat sich selber da halt reingeschrieben. Der hat selber seine Erfahrung da reingeschrieben.

[29:43] Und hat dann aber auch in den Medienstatements halt eher seinen Mund gehalten und den Film für sich sprechen lassen. Und wenn er gefragt wurde, hat er durchaus auch diese Antworten gegeben, aber der hat da jetzt keine riesengroße politische Kontroverse aufmachen wollen, sondern der hat den Film für sich sprechen lassen. Und ich sag ja, das ist halt da drin, das muss man da auch nicht reininterpretieren oder so, das trieft ganz tief aus dieser Geschichte drin. Das ist eine Kritik an Marga, das ist eine Kritik an Elon Musk, das ist eine Kritik an dem, was aus dem American Way geworden ist und an allen Zügen, die wir jetzt eben auch in der realen Welt sehen. Deswegen finde ich das A sehr schön und sehr interessant, dass James Gunn eben in der Lage ist, in dieser großen Blockbuster-Projektionsfläche so persönlich auch zu erzählen. Egal, ob es gefällt oder nicht, aber das ist eine sehr persönliche Art, Blockbuster zu machen.

[30:37] Da hoffe ich natürlich, dass das alle anderen auch dürfen, die dann in seinem Universum und für sein Filmstudio arbeiten. Deswegen bin ich da ebenso gespannt drauf. Und ich finde es halt so interessant, wie sie sich dann durch diese Medienwelt navigiert haben und eben auch nicht auf diese Diskussion dann halt irgendwie eingelassen haben. Das ist sehr schnell verpufft und es gibt andere Filme oder Serien oder Fälle, da geht das einfach nicht mehr weg. Das ist ja immer das Ding.

[31:12] Kontroversen lassen sich halt eben auch so konstruieren und dann ist das Narrativ, der Film sei kontrovers, weil immer wieder die gleichen drei Schreihalse von rechts rumpökeln und rumbrüllen. Und so, um jetzt nochmal den Bogen nochmal ganz groß aufzumachen und vielleicht auch zuzumachen, ich will die nicht in einen Top werfen, aber ich sehe Schnittmengen auch zu diesen Snyder-Fans, die halt jetzt auch endlich mal ruhig sind. Wahrscheinlich Review-Bomben die immer noch, aber es ist halt nicht mehr relevant. Der Snyder-Verse ist vorbei und das kommt auch nicht mehr wieder. Und da gibt es auch keine Möglichkeiten und keine Petitionen mehr und dann kann man auch keine Werbebanner in L.A. Kaufen und keine Flugzeuge mit irgendwelchen Schriftzügen durch den Himmel jagen. Das Thema ist einfach durch. Und ich bin so froh, dass dieses Thema einfach erst mal durch ist. Dass wir jetzt eben nicht mehr dieses Hin und Her und The Rock und der Agent castet den Henry Cavill zurück und kriegen wir jetzt noch eine Fortsetzung und dieses Rumgedümpele einer Idee, die eine absolute Totgeburt war, das ist endlich vorbei.

[32:18] Also wir haben diesen Neustart, wir haben dieses Ding, was jetzt neu kommt. Und ich habe auch nicht den Eindruck, dass auch da dieser, ich will nicht sagen Kulturkampf, aber dass dieser, ja, die Hashtags sind vorbei. Release the Ayer Cut ist vorbei. Release the Snyderverse ist vorbei. Das kommt alles nicht mehr. Und es ist auch klar, dass das nicht mehr kommt. Und da muss man jetzt auch keine Energie mehr verschwenden, da in irgendeiner Form drüber nachzudenken oder sich damit auseinanderzusetzen. Und das ist vorbei.

[32:48] Und das ist gerade sehr erlösend und das tut mir gerade sehr, sehr gut, dass das alles vorbei ist. Und genau so ist halt eben auch diese vermeintliche Kontroverse von rechts um diesen Film. Auch das ist vorbei. Wir müssen nicht ewig in 20 YouTube-Videos darüber diskutieren, ob Superman jetzt nun woke ist und ob James Gunn ihn woke gemacht hat und ob jetzt nun das DC-Universe zum Scheitern verurteilt ist, weil die Left-Wing-Propaganda bla bla bla bla bla. Aber ich habe den Eindruck, dass das alles gerade nicht tonangebend ist, dass man sich da von rechts wahrscheinlich auch gerade mit anderen Dingen auseinandersetzen muss und dass die ganze Propaganda-Media, sage ich ja, die Affen im Pocket-Universe, die sind jetzt, glaube ich, gerade eher mit anderen Dingen beschäftigt, als ich an diesem auch sehr offensichtlich und auch sehr absurden, also als ich die Screenshots auch gesehen habe, Fox News, weiß ich nicht. Also mager ist halt auch nichts heilig. Also das muss man ja auch dazu sagen.

[33:49] Wer sich jetzt darüber wundert, dass Superman eine Geschichte, eine Immigrantengeschichte ist, hat halt nichts verstanden. Also weißt du, das ist so, weiß ich nicht. Also wenn man denn jetzt noch erzählt, dass sich Jesus für die Armen und für die Kranken eingesetzt hat, dann würden die wahrscheinlich auch rückwärts runterfallen von ihren Stühlen. Also so absurd ist das irgendwie. Und ich bin irgendwie so froh, dass das jetzt auch, wie gesagt, nicht, zumindest ist das mein Eindruck, einfach jetzt nicht Teil dieses Diskurses ist. Und dass wir jetzt irgendwie, also die Diskussionen, die um den Film geführt werden, die Resonanz auf den Film, Kritik ist da, das hatten wir ja auch bei uns im Podcast, das ist alles valide, aber gerade in den USA habe ich das Gefühl, dass das Narrativ um den Film, ey, der ist echt gut und der ist sehr frisch und sehr neu und die Mundpropaganda sagt eher so, So, ey Leute, verschlaf den nicht so, wacht mal auf und guckt mal, was da passiert. So, und dass das eigentlich so...

[34:48] Das ist für mich sehr erleichternd und sehr ermutigend, dass der Film auf dieser Ebene gerade funktioniert und nicht von irgendwelchen anderen Dingen irgendwie auch runtergezogen wird oder so. Das ist gerade sehr, ich glaube, sehr gut und sehr gesund. Und ich glaube, ein sehr guter Start für dieses DCU. Und ich sage ja, ich bin da gerade auch sehr tief drin, freue mich da sehr. Ich glaube, das wird auch die nächsten Jahre für mich sehr fruchtbar alles. Und ich freue mich da sehr darauf, dass das alles funktioniert Und dass, wie gesagt, so ein James Gunn da auch an der Spitze sitzt, der, glaube ich, sehr bodenstimmig ist. Diese ganze Erfahrung, die er da rund um diese Disney-Nummer auch hatte, das hat ihm, glaube ich, auch echt einiges mitgegeben und auch einiges an Fähigkeiten und Stärke und auch Cleverness und auch Möglichkeiten mitgegeben, mit Sachen umzugehen. Und ich bin da sehr neugierig, sehr glücklich wie das gerade so ist und, habe da sehr große Hoffnung auch in die Person James Gunn, und bin mal gespannt, wie es so die nächsten Jahre dann weitergeht ich meine, das nächste große Ding wird wahrscheinlich so wirklich dann in fünf Jahren sein ob wir an einem ähnlichen Punkt sind wie bei Marvel also da, der Make-or-Break-Moment wird glaube ich erst noch kommen, ob wir dann auch irgendwann dastehen und sagen, naja, da musst du aber drei Serien und fünf Filme und glaube ich nicht unbedingt. Ich sehe da ganz viel Potenzial, dass genau diese.

[36:15] Fallstricke nicht greifen werden, aber wir müssen natürlich noch ein bisschen abwarten. Ich freue mich drauf. Ich hoffe auch, dass wir hier bald auch im Plusfeed nochmal über Creature Commandos sprechen. Das hatte ich mit Patrick ja schon mal abgemacht, auch schon in einem Superman-Podcast erwähnt. Da müssen wir jetzt nur in der Sommerzeit und Ferienzeit und Urlaubszeit nochmal einen guten Termin finden und dann können wir da auch mit dem DCU weitermachen. Kommt gerne mit, wenn euch das interessiert. Also ich glaube, da seid ihr hier an einer sehr guten Stelle. Ich glaube, ich werde mich weiterhin in dieser Welt suhlen und ausbreiten und, sollten mal wieder so Gedanken in meinen Kopf ploppen, dann werde ich die auf jeden Fall mitteilen. Also, vielen Dank fürs Zuhören, falls ihr es soweit geschafft habt. Ich konnte was loswerden. Vielleicht schaffe ich jetzt auch mal wieder über andere Dinge nachzudenken als über James Gunn, Superman und über das DCU. Aber, tja, who am I kidding? Bis dahin. Tschüssi!