Second Unit #54 (Serpico)

Das zweite Jahr bricht für uns an. Deshalb probieren wir wieder einmal etwas Neues aus. Wir rufen den Al-pril aus und widmen uns in den nächsten drei Sendungen der Schauspiel-Legende Al Pacino. Den Anfang macht Serpico (Amazon-Link*), ein eher unbekannter und früher Film in Pacinos Werk.

Zu Beginn der Sendung bedanken wir uns mal wieder. Wir holen Danksagungen an den Stromstock, die Hörsuppe, unseren Logo-Bastler PlayStar und die Intro-Musiker Abstract Crystal Alien nach. Vielen Dank auch an eure flattr-Spenden und die lieben Glückwünsche zur letzten Sendung bzw. unserem Jubiläum. Danke, danke, danke!

Mit der Verköstigung versuchen wir sowohl die Cop-Thematik des Filmes und Pacinos energetisches Schauspiel einzufangen. Deshalb gibt es einen Energy Drink mit Kaffee-Geschmack. Yipp, sowas gibt’s.

[YouTube Direktlink]

Serpico steht und fällt mit Al Pacino. Der Regisseur ist Sidney Lumet, der für Tamino kein unbekanntes Blatt ist. Wir greifen ein paar Beobachtungen zur Geschichte des Filmes und der Inszenierung auf. Dabei vergleichen wir vor allem mit Filmen wie Zodiac und Seven.

Natürlich sprechen wir auch über Al Pacino. Sein Schauspiel, seine Körpersprache und besonders sein Präsenz stehen dabei im Vordergrund. Dabei versuchen wir eine Grundlage für die nächsten Sendungen und Pacino-Filme zu legen. Tamino erwähnt dabei den Film People I Know, kommt aber nicht auf den Titel. Außerdem spielt er auf diese Szene mit Nicolas Cage an.

Nächste Woche machen wir einen großen Sprung in der Pacino-Filmographie. Mit Insomnia (Amazon-Link*) gibt es einen eher späten Film in dessen Gesamtwerk.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

[Download | Länge: 01:15:52 | Größe: 34,9 MB| @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: cc by sol revolver]

*Amazon-Partner-Links: Über diese Links gekaufte Artikel werfen einen kleinen Obolus für uns ab. Für euch ändert sich nichts, schon gar nicht der Kaufpreis. Wir bedanken uns im Namen unserer Kaffee-Kasse.

  • http://twitter.com/CloseUpCast Close Up Cast

    Hi Tamino und Christian

    Der Al Pacino Monat interessiert mich sehr. Ich freue mich besonders auf Insomnia, ein sehr guter Film von Nolan.
    ich habe euren echt tollen podcast erst neu entdeckt und finde euer Format echt gut und höre mir nun auch ältere Folgen an.

    Ich habe mich vor 3 Wochen mit einem Freudn auch dazu entschieden einen
    Podcast zu machen um unsere Gespräche aufzuzeichnen und zu teilen,
    dadurch habe ich mal nach anderen Film-Podcasts gesucht. Ich finde euer
    Podcast hebt sich etwas ab dadurch das ihr einen Film intensiv bewertet
    und bespricht. Ich werde Second-Unit weiterempfehlen.

    Ich und mein guter Filmfreund reden über die Filme die wir in einer Woche
    gesehen haben. Wenn wir beide zusammen einen Film gesehen haben machne
    wir eine Langkritik und wenn nur einer von uns einen Film gesehen hat
    dann nur eine Kurzkritik um uns nicht gegenseitig zu spoilern. Im Moment
    nehmen wir einfach auf und die erste Folge war 2 Stunden und 40Min und
    die zweite 3 Stunden. Dank Kapitelmarken kann man aber überspringen was
    einen nicht interessiert. In der aktuellen Folge haben wir am Ende die
    Kinobilanzen 2012 im Vergleich zu den Vorjahren. Vielleicht kann man ja
    mal irgendwann kooperieren.

    Wir heißen “Close Up Cast”

    Unsere Client Seiten. Auf denen habt ihr geordneten Zugriff auf die Podcast-Folgen. Dort bitte kommentieren und bewerten.

    https://www.facebook.com/CloseUpCast
    https://itunes.apple.com/de/podcast/close-up-cast/id631504200?mt=2&ign-mpt=uo%3D4
    https://twitter.com/CloseUpCast
    http://www.podcast.de/podcast/162577/
    http://podster.de/view/13440

    ich wünsche euch noch viel Spaß und Erfolg mit Second Unit und ein weiteres unterhaltsames jahr.Ihr habt nun zwei Fans mehr ;)

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Danke für das Lob und den Kommentar. Werbung ist hier immer willkommen. Euer Podcast ist schon mal abonniert, bin gespannt :-)

    • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

      Da werde ich auch mal reinhören. 2:40h ist schon ne Nummer ;)

  • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

    Habe SERPICO nun auch gesehen, dann euren Podcast gehört und teile mal wieder größtenteils eure Meinung :)

    Zeitweise ist der Film mir wirklich ZU dokumentarisch (auch wenn ich das von Lumet schon so kenne) und hat echt Probleme gehabt mich zu halten. Pacino rettet den noch..
    Da ich zu faul zum doppelt formulieren bin hier meine Meinung dazu in Kopie (eigentlich für Moviepilot geschrieben):

    “Ein waschechter Lumet – geradlinig, frei von Bombast, Story-fixiert und natürlich shot on Location in NYC.

    Ich mag diesen unaufgeregten, quasi-dokumentarischen Stil sehr – spärliche Filmmusik, reale Schauplätze, straighte Narration – hier jedoch liegt, vor allem weil eine wahre Geschichte in dieser Art verfilmt wurde, zwischen Film und Doku nur noch ein maßgeblicher Unterschied:
    Al Pacino!

    Der liefert, wie so oft, eine stattliche Performance ab und holt aus dem wenig facettenreichen Skript das mögliche Maximum raus. Angst, Wut, Hilflosigkeit – Pacino’s Mimik und Körpersprache sitzen, die Wanderung am Rande des Abgrundes entfaltet ihre Wirkung. Soweit das denn geht, denn inhaltlich fällt es schwer der über Jahre verlaufenden Geschichte immer die nötige Dichte zu verleihen:

    Es gibt Momente in denen Frank Serpico nervlich völlig am Ende ist, zerfressen von Misstrauen, cholerisch, ein Überdruckventil kurz vor der Explosion. In diesen Momenten meint man die Last auf seiner Schultern fast körperlich zu spüren.

    Und dann sind da die langen Strecken in denen sein Charakter zu oberflächlich bleibt – sein sozialer Verfall, seine Verbitterung, sein Kampf gegen die allumfassende Übermacht, das alles ist da, teils angedeutet, teils ausformuliert, doch es berührt nicht so sehr wie es könnte.
    Wohl weil das Drehbuch und die Inszenierung weniger an einem hochemotionalen Charakterdrama interessiert, sondern klar auf die Fakten fokussiert sind: Was ist passiert in den Jahren die Frank Serpico im NYPD war?

    Und genau das wird gezeigt. Unzählige Versetzungen, viele Zeitsprünge, die überwiegend über Serpico’s Bart- und Haustierwuchs veranschaulicht werden, zahlreiche Anfeindungen seiner Kollegen, etliche gescheiterte Versuche mit dem Unrecht aufzuräumen.

    Jahre aus dem Leben eines Menschen in einem durch und durch feindlichen Umfeld. Und wenn dann der Abspann läuft, bleibt weniger ein Gefühl für diesen Film von Sidney Lumet zurück, viel mehr eine tiefe und ehrliche Bewunderung für den Menschen, der diese Jahre wirklich durchlebt hat – ein Mensch der nie aufgehört hat an seine Prinzipien zu glauben und für sie alles andere aufgegeben hat. Den der Kampf gegen Goliath die Freude am Leben gekostet hat.”