Second Unit #237 – Das Leben der Anderen (Gast: Miriam)

Wir reisen durch die Zeit! Miriam ist zu Gast und bringt einen ihrer Lieblingsfilme mit. Das Leben der Anderen (Amazon-Link*) bringt uns zurück in die DDR und direkt in das Stasigeschehen. 

Miriam hat sich außerdem drüben bei kleinerdrei ausführlich mit Wonder Woman beschäftigt und erklärt uns hier, warum wir alle den Film National Bird schauen sollten.

[YouTube Direktlink]

Geschrieben und inszeniert hat Florian Henckel von Donnersmarck. In den Hauptrollen spielen Martina Gedeck als Christa-Maria Sieland, Ulrich Mühe als Hauptmann Gerd Wiesler, Sebastian Koch als Georg Dreyman und Ulrich Tukur als Oberstleutnant Anton Grubitz.

Wir hangeln uns mit verschiedenen Stichworten durch den Film und Podcast. Es geht um die Inszenierung; um Motive wie Beobachtung, Kunst und die Rolle der Frau in dieser Geschichte; bis wir schlussendlich bei dem Thema der DDR-Erzählungen ankommen.

Zum Schluss liefern wir noch einige Serien- und Film-Tipps zu dem Thema. Wir empfehlen vor allem die Spielfilme Der Tunnel und Der Turm sowie die TV-Serien Deutschland 83 und Weißensee. Und dann gibt’s auch noch Reisetipps für Berlin, nämlich Stasi- und Mauergedenkstätten hier in der Hauptstadt. Vor allem: Normannenstraße – Gedenkstätte, Gedenkstätte Hohenschönhausen, Gedenkstätte Berliner Mauer Bernauer Straße. Darüber hinaus sind wir natürlich brennend an euren Hinweisen zu filmischen Verarbeitungen von Geschichte und der DDR interessiert! Also her damit!

In der nächsten Woche geht es drüben bei der Superhero Unit mit Steel (Amazon-Link*) weiter, während wir mal wieder ins Kino gehen und dann in zwei Wochen mit Dunkirk (Amazon-Link*) weitermachen.

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[Download | Länge: 02:37:12 | Größe: 75,7 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes | Unterstützt uns bei Patreon!]

[Teaser-Bild: cc by 2.0 Seth Schoen]

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  • TheMiddlist

    Ich habe diesen Film auch gesehen wann auch immer er rauskam. Damals war ich grade in Frankreich was auch interessant war – Die Rezeption meiner Gastfamilie war ungefähr so “Wie lieben deutsche Filme, so wie “Der Untergang” oder “Das Leben der Anderen”, es ist soooo toll dass die Deutschen sich damit auseinandersetzen, wie schlimm ihre Geschichte doch war. Das war ja alles ganz furchtbar. Wir schauen ganz viele Filme über Nazis” Ich weiß nicht ob das die Art Auseinandersetzung ist, die der Film oder andere Filme hervorrufen wollen xD. Vergangenheitsbewältigung außerhalb von Deutschland ist auch nicht immer gelungen.

    Ich hatte glaube ich beim letzten Podcast mit Miriam geschrieben, dass es mir da zuviel um die Geschichte an sich ging und zuwenig um den Film, das hat hier meiner Meinung viel besser funktioniert. Ich fand die Folge ausgesprochen ausgewogen und vielseitig. Ich hatte schon total vergessen wie lustig, verschachtelt (wer weiß wann ob wer zuhört) und klug dieser Film ist, aber ihr habt das toll erklärt, warum der Film so gut funktioniert und wie er die Geschichte erzählt. Ich fand es auch sehr spannend was Miriam über ihre eigene Familiengeschichte erzählt hat – ich komme auch ziemlich aus dem Westen, aus Hessen, und kenne die DDR nur aus der Schule und über das was man über diesen Staat lernt wenn man Jahrzehnte später in Erfurt studiert. Mein Wissen über die Stasi kommt quasi nur aus ein paar Schulstunden, einem Besuch in Hohenschönhausen und diesem Film. Hohenschönhausen ist definitiv sehr zu empfehlen.

    Mir sind beim Hören des Podcasts ein paar Filme eingefallen, die irgendwie ähnliche Themen behandeln auf andere Art allerdings, die vielleicht auch interessant sein könnten. Miriam hat ja das Labyrinth des Schweigens erwähnt, ich habe “Der Staat gegen Fritz Bauer” gesehen in dem es auch um Fritz Bauer geht, logischerweise. Der Film spiel hauptsächlich in Frankfurt was auch ganz cool und mal ein anderer Schauplatz als Berlin ist und der damalige hessische Ministerpräsident kommt vor (yay Lokalpatriotismus) und es geht auch recht viel um Homosexualität in der BDR in den 50gern. Ansonsten gibt es noch einen sehr kleinen Monologfilm “Ein ganz gewöhnlicher Jude” der meiner Meinung nach den Finger in einige Wunden legt (aber eben wirklich nur eine Person mit einer Perspektive ist, die einen Monolog hält). Das soll jetzt keine Aufforderung zum podcasten sein, aber ich mochte beide Filme und vielleicht laufen die ja auch mal im Fernsehen.