Second Unit #218 – Die Tribute von Panem – Mockingjay (Teil 1 & 2)

Wir strecken drei Finger in den Himmel und pfeifen nach dem Aufstand. Ein letztes Mal. Mit Miriam geht es im Double Feature zu Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1 & 2 (Amazon-Link*). 

Richtig gelesen. Wir machen es besser als die Filme und stückeln unseren Diskussion nicht unnötig in zwei Teile auf!

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Zum ohnehin schon umfangreichen und talentierten Cast gesellen sich zum Abschluss weitere Stars hinzu: Julianne Moore als President Alma Coin, Mahershala Ali als Boggs und Elden Henson als Pollux.

Unsere Diskussion deckt ein weites Feld ab. Wir besprechen Katniss Everdeen, ihre Rolle als Symbol der Revolution, ihre eigentlichen Absichten und Bedürfnisse und natürlich schließen wir dabei auch wieder Bögen zum Beginn der Filmreihe. Dabei geht es natürlich auch um die Revolution selbst, unsere eigenen aktuellen Ängste zum Zustand der Welt und warum wir jeweils unterschiedlichen Heldentypen als Inspiration verspüren. Viel Stoff, viel zu besprechen und vor allem: viel zu lernen!

In der nächsten Ausgabe drehen wir die Größe der Thematik ein wenig herunter. Es wird kleiner, bodenständiger, aber nicht weniger intensiv: Mit Dennis vom Lichtspielcast geht es um John Wick (Amazon-Link*) und Keanu Reeves.

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[Download | Länge: 2:35:18 | Größe: 74,8 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes | Unterstützt uns bei Patreon!]

[Teaser-Bild: cc by 2.0 Bernhard Hanakam]

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  • TheMiddlist

    Eure Discussion über Politik ist sehr nuanciert – gefällt mir sehr gut bis jetzt (eigentlich redet ihr bisher gar nicht soviel über den Film was aber auch ok ist). Nur eine Sache – die Grünen versuchen mit Fakten zu argumentieren? Also also als jemand der sich in Skeptikerkreisen bewegt und eine Naturwissenschaft studiert, definitiv NEIN! Die Grünen argumentieren auch mit jede Menge emotionalem Unsinn z.B. zum Thema Energie, Gentechnik und generell Landwirtschaft. Sie sind im Grunde ein perfektes Beispiel für etwas, was in eurer Diskussion durchaus angesprochen wird: Beide Seiten (oder, da das Links-Rechtsspektrum ja etwas klein ist sollte ich sagen) Alle Seiten benutzen Emotionalität und picken sich ihre Fakten heraus, verdrehen Dinge, suchen sich ihre Stories und die Bilder zu ihren Stories, bedienen Ängste. Die Grünen bedienen massiv Ängste über unreine Lebensmittel und böse moderne Techniken, die der Mensch ja eigentlich gar nicht kontrollieren kann und soll und arbeiten mit emotional aufgeladenen Bildern von einem reinen Leben, das es so nicht gibt und nie gab, meiner Meinung nach deutlich mehr als die anderen beiden linken Parteien Deutschlands, wenn man die SPD jetzt mal zählt. Für mich sind sie in Deutschland das Paradebeispiel von einer linken/progressiven Partei die Erfolg hat in dem sie die Herzen von Menschen anspricht und deren Sehnsüchte bedient teilweise ziemlich unabhängig von Fakten.

  • TheMiddlist

    So, ich habe jetzt den ganzen Podcast gehört! Vielen Dank für eure megalangen Podcasts!!!!!!
    Das Problem sowohl bei Harry Potter aber noch viel stärker bei den Hunger Games/Panem ist meiner Meinung nach, dass die Welten einfach nicht besonders gut ausgearbeitet sind. Bei Harry Potter funktioniert das noch ein wenig besser, aber im Grunde hat auch da das world building unglaubliche Löcher und es fehlt an vielen Stellen an Sorgfalt. Beim Hunger Games Universum funktioniert es meiner Meinung nach überhaupt nicht und die Welt hat mehr Löcher als Gewebe. Das ist auch mein Problem mit dem ersten Teil des Podcasts – die Motive, die in Hunger Games verhandelt werden sollen sind alle auf jeden Fall gut gemeint, das Problem ist, sowohl die Bücher als auch die Filme sind einfach nicht soooooo gut. Das dritte Buch ist meiner Meinung nach ziemlich unmöglich und es ist bezeichnend, dass Miriam das Buch nicht mal zuende gelesen hat. Meiner Ansicht nach sind die Charactere in Band drei zum Beispiel nicht differenziert sondern einfach nur inkonsistent. Die meisten ihrer Handlungen sind meiner Ansicht nach hauptsächlich davon getrieben, dass Charactere an bestimmten Stellen landen müssen. Das klingt ein bisschen and, wenn ihr über Katniss’ Plan Präsident Snow to töten spricht aber im Grunde ist es im Buch noch öfter so. Es gab mehrere Stellen, wo ihr besprochen habt, dass im Film Dinge unklar bleiben und im Harry Potter-Feuerkelch podcast wurde dann schön darauf eingegangen, warum diese Stellen in Film unklar sind – hier ist oft einfach das Buch schon unklar und macht keinen Sinn. Das kann natürlich auch daran liegen, dass für mich eine gute Geschichte und interessante Charactere deutlich wichtiger sind. Was nützten mir gute Motive, wenn die Geschichte unlogisch ist, die Charactere keinen Tiefgang haben oder sich inkonsistent verhalten und die Welt hinten und vorne nicht funktioniert. Miriam erzählt jede Menge über die Arcs der Figuren und so aber ihr geht kaum darauf ein, wo das Film gezeigt wird und ich welchen Szenen das klar wird – außer “es gibt da eine Szene da reden die drüber”.
    Ich finde auch, dass ein schlechtes Young-Adult-Buch einem wirklich nicht erklären kann, wie man mit Faschismus umgeht. Da geht mir Miriam auch viel zu weit, danke dass du da dagegen gehalten hast. Eine richtige Antwort wie genau Hunger Games das zeigt gibt Miriam ja dann auch nicht. Auch die positiven Dinge, die Miriam anspricht, dass die Helden leiden und nicht alle Wunden heilen und so weiter – das stimmt, aber wenn ich das sehen will, habe ich bei Tolkien zusätzlich noch eine funktionierende Geschichte vorher. Irgendwie kommt der Podcast so ein bisschen rüber wie “Gut gemeinte Motive aber über die Umsetzung reden wir mal lieber nicht so viel”
    Ich habe noch eine Bemerkung zu Helden und welche wann wichtig sind. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich angesichts eines Problems in meinem Leben jemals an einen fiktien Held weder Superman noch Katniss erinnert habe. Es gibt gewisse Zitate, die mir in bestimmten Situationen in den Sinn kommen aber ansonsten spielen fiktive Helden eigentlich kaum eine Rolle dafür wie ich mich in bestimmten Situation entscheide zumindest nicht bewusst – ich fände es auch ehrlich gesagt sehr seltsam, wenn jemand mir sagen würde, dass ihn Katniss zu etwas inspiriert und ihn beeinflusst um gegen irgendwelche Systeme zu kämpfen einfach weil unsere Realität doch deutlich komplizierter und anders ist, als alles was im Hunger Games Universum passiert. Wenn mir jemand sagt, dass ihn Luke Skywalker zu so etwas inspiriert oder Harry Potter hätte ich das gleiche Problem, das ist nicht Hunger-Games spezifisch.
    Sorry – ich schreibe heute viel zu viel xD

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Ich kann aus Zeitgründen leider nicht viel hier mitdiskutieren, aber Danke für diese ausführlichen und zeitnahen Kommentare! Ich bin immer etwas überrascht und schockiert, wie schnell hier manchmal so ausführliche Rückmeldungen aufschlagen. Keep ‘em coming! :D

      • TheMiddlist

        Kein Problem – ich schreibe quasi beim Hören schon mit, was mir einfällt und poste dann sofort, wenn der Podcast aus ist