Trailer Unit #02 (The Hateful Eight)

Bevor Tarantino Gelegenheit hat, seinen nächsten Film wieder einzustellen, springen wir dazwischen und schnacken über den Trailer zu The Hateful Eight (Amazon-Link*). Eindrücke und Erwartungen gibt es hier! 

Unsere kleine Diskussion bezieht sich explizit auf diesen Trailer:

[YouTube Direktlink]

Dabei sprechen wir ein wenig über den Schnitt und die Location des Trailers, den großartigen Cast und unsere Erwartungen an den fertigen Film. Dabei sind wir ein klitzekleines bisschen skeptisch, warum Tarantino schon wieder einen Western macht. Solange der aber gut wird, also richtig gut wird, sind wir aber ruhig.

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[Download | Länge: 27:59 | Größe: 13,7 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: by Gage Skidmore]

*Amazon-Partner-Links: Über diese Links gekaufte Artikel werfen einen kleinen Obolus für uns ab. Für euch ändert sich nichts, schon gar nicht der Kaufpreis. Wir bedanken uns im Namen unserer Kaffee-Kasse.

  • Heisenberg

    Macht ihr auch eine Sonderfolge zu dem Gerücht, dass angeblich Christopher Nolan die Realverfilmung von AKIRA machen soll? Wolltet ihr den Film eh nicht mal besprechen?

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Sendungen zu Gerüchten haben wir nie gemacht und werden wir auch nie machen. Aber eine Akira-Sendung steht noch immer auf der Liste und wenn es bis dahin substantielle Infos gibt, dann werden die mit Sicherheit zur Sprache kommen ;-)

    • SecondUnitTamino

      Ich hab’ das auch gehört und das wäre natürlich der Hammer. Da würde ja sogar ich als Remake-Muffel mal meine Schnauze halten :-)

      • LaLiLuLeLo

        Live Action Akira? Nein danke und schon gar nicht von Nolan, seit The Dark Knight hat mir nichts mehr gefallen was er gemacht hat.

        • SecondUnitTamino

          Ich fand seine letzten beiden auch auf jeden Fall am schwächsten, aber trotzdem würde ich jetzt nicht sofort alles Zukünftige von ihm verdammen. Mir fällt jedenfalls gerade kein Regisseur ein, den ich lieber damit beauftragt sehen würde. Wenn ich da im Gegenzug höre, dass Bloomkamp einen Alien-Film drehen wird, kommt mir eher die Galle hoch. Natürlich bleibt die übliche Frage bestehen, ob man AKIRA überhaupt remaken sollte, aber wenn, dann bitte von jemandem, der dazu fähig ist, und Nolan ist das sicherlich.

  • http://www.enoughtalk.de jacker

    Ich habe mir den Trailer jetzt mal angesehen – kann ja schließlich keine kostbare Second Unit-Episode ausfallen lassen. Aber irgendwie fand ich DJANGO UNCHAINED (Rewatch steht noch aus) schon so mau, dass mich HATEFUL EIGHT von Anfang der News-Welle an bereits kaum interessiert hat. Dass es den Trailer fast zwei Monate gibt und ich ihn jetzt erst geschaut habe, spricht wohl für sich. Und er ist leider in meinen Augen MAXIMAL uninteressant. Völlig belanglos! Aber wirklich völlig. Das einzige, was mir da überhaupt zu einfällt ist: schön Tim Roth und Michael Madsen mal wieder zu sehen. Das war es aber auch. mal sehen, was ihr dazu zu sagen habt…

    • Familienpapa

      Joa, “maximal uninteressant” wäre auch meine Formulierung gewesen.

      • http://www.enoughtalk.de jacker

        Hab mir die Sendung jetzt angehört und bin doch recht überrascht, wie positiv vor allem Tamino dem ganzen gegenüber steht, weil ich (persönlich!) den Trailer wie gesagt einfach nur völlig belanglos empfinde. Spricht für mich auch einfach kein starker Tarantino-Geist draus – ein paar Typen in Verkleidungen hängen in ‘ner Hütte ab und reiten durch die Wüste. Hmm.. Da scheidet sich wahrscheinlich der Tarantino-Fan von jemandem wie mir, der auch einige seiner Filme sehr gut findet (andere wie DEATH PROOF, JACKIE BROWN und DJANGO nicht), aber zig Sachen in der persönlichen Präferenz höher ansiedelt.

        • SecondUnitTamino

          Wenn dieser Trailer “MAXIMAL uninteressant” ist, was sagst du denn dann zu JEDEM anderen Trailer?^^ Guckst du den neuen James Bond Trailer – keinen Plan wie der Film heißt – und denkst dir “yeah, das wird sooo geil!!!”? Oder DEADPOOL? Oder BATMAN VS SUPERMAN? Oder THE MARTIAN? Ich ticke da wohl anders, denn von diesen Trailern macht mir jetzt wirklich nichts Bock auf den Film.

          Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mal erinnern, wann mich ein Trailer zum letzten Mal wirklich auf einen Film heiß gemacht hat. Ein bisschen war es vielleicht beim zweiten EPISODE VII Trailer so, aber ansonsten denke ich eigentlich bei so ziemlich jedem einzigem Exemplar, dass mich der Film nicht so wirklich interessiert. Selbst bei FURY ROAD war ich ja beim Trailer noch sehr skeptisch, obwohl ich den Film dann natürlich großartig fand. Ich hab’ definitiv mehr Bock auf HATEFUL EIGHT als ich es damals auf DJANGO UNCHAINED hatte, obwohl der ja sogar eine mittelmäßige Enttäuschung war und man jetzt mehr Grund zur Besorgnis haben könnte. Dieser Trailer versprüht für mich den Eindruck, dass der Film ein “gewisses Etwas” haben könnte. Es kann natürlich auch trotzdem nur nettes Mittelmaß bei rauskommen – kann man natürlich nie wissen – aber wie dieser trailer nicht zumindest Interesse wekcen sollte, verstehe ich nicht.

          Im Grunde check ich’s mal wieder gar nicht, woher dein Gefühl hier rühren sollte. Vor allem bräuchte ich jetzt schon eine etwas ausführliche Erklärung dazu, was du denn genau so unendlich uninteressant am Trailer findest. Wie willst du einen Trailer denn haben? Was muss er dir denn alles zeigen, damit du Bock auf den Film kriegst. Ich sehe hier Schauspieler, bei denen mir das Wasser im Mund zusammen läuft, allesamt in coolen Western-Mänteln, die sich in einem besonderen, etwas Western-untypischen Setting hoffentlich meisterhafte Dialoge liefern. Ist PULP FICTION denn viel mehr als das (in anderer Form natürlich), was ich gerade aufgezählt habe? Ich erwarte jetzt, wie auch in der Episode gesagt, von der Qualität her keinen neuen PULP FICTION oder IB, aber ein möglicherweise zu minimalistischer Plot ist eigentlich die einzige wirkliche Gefahr, die ich hier verspüre. Ansonsten habe ich einfach nur Lust auf den Film. Da du KILL BILL 1+2 als Lieblingsfilme bezeichnest und sie für mich höchstens ne 8 sind, haben wir allerdings sicherlich leicht unterschiedliche Präferenzen was den Herrn Quentin angeht. Für mich ist KILL BILL einfach zu verspielt, um mich völlig zu überzeugen. Klar macht der ne Menge Spaß und hat seine einprägsamen Szenen (ne 7-8 kommt ja auch nicht von nirgendwo), aber gerade für einen Zweiteiler gibt der dann doch nicht so wirklich genug her find’ ich. DEATH PROOF hat mir damalsgenau wiue dir auch nicht viel gegeben, aber ich werde denn jetzt nach Jahren nochmal aufaurbeiten

          • http://www.enoughtalk.de jacker

            Ob du es glaubst oder nicht, aber zu jedem anderen Trailer sage ich in der Regel auch dass er “maximal uninteressant” ist. James Bond? Alle sind seit Wochen ausgeflippt, ich hab ihn noch nicht mal gesehen. Deadpool? Alle flippen aus, aber ich hab ihn auch noch nicht gesehen. Batman V Superman? Episch im Sinne der Definition. Aber wie ich zu Man Of Steel stehe, weißt du ja ;) The Martian? Again: alle sind ausgeflippt, aber dreimal darfst du raten, ich habe ihn ebenfalls noch nicht gesehen. Diese drei Filme sind, sind nun gerade Beispiele für kram, der bei mir auch maximal semi-Interesse hervor ruft.

            Ich bin einfach generell überhaupt kein Freund von Trailern, zum einen weil heute die Tendenz besteht immer gesamte Filme nachzuerzählen, aber doch im Grunde genommen nichts zu vermitteln, oder wirklich schmackhaft zu machen. Zum anderen, weil ständig falsche Versprechungen gemacht werden, die die Filme dann nicht oder nur bedingt einlösen können. Ich treffe meine Film-Auswahl mittlerweile eigentlich nur noch über das Personal
            und evtl. ne extrem Kurze Synopsis.

            Nun konkret zu diesem hier: dieses gewisse Etwas, was du darin anscheinend siehst (und ich freue mich für dich dass es so ist, denn wie du schon schreibst, eigentlich kommt es ja so gut wie nie vor, dass du Interesse an einem neuen Film hast), sehe ich da einfach kein bisschen drin. Ich sehe ein paar Typen in einer Hütte, mit aufgeklebten Bärten und dicken Mänteln. Wenn ich mich jetzt aus der Richtung meiner generellen Trailer-Kritik
            nähere, macht dieser hier, der ja offiziell nur ein Teaser ist, per Definition alles richtig, also was ein ETASEr tun sollte: Er will vermutlich ein Gefühl für den Vibe schaffen, quasi nichts inhaltlich veraten und den Geist des Filmes irgendwie transportieren. Das Ding ist nur, dass bei mir emotional schlicht überhaupt nichts ankommt. Was gesprochen wird empfinde ich als banal, von Tarantino-Coolness oder der gewohnten Lässigkeit ist nichts zu spüren, Tim Roth, der hier anscheinend (den typischen) englischen Gentleman geben soll, wirkt irgendwie wie ein Waltz-Verschnitt, oder typischer Typecast, und generell kann ich nicht anderes sagen als: es vermittelt mir schlicht nichts! Ich hab den Trailer gesehen und ahtte im Kopf: So what? Atmosphäre kommt für mich (persönlich) auch nicht auf – vielleicht bin ich einfach zu sehr anti und vollkommen immun gegen jegliche Art von
            Westernromantik oder -Begeisterung? Das Genre gibt mir eben fast nie etwas und so ist es nun mal auch mit den Außenaufnahmen in diesem Teaser. Kutsche, Pferde, Schnee – again: so what? Da kann sich der gute
            Tarantino auch noch so oft einen auf seine 70 mm runterholen, bei der Totale am Ende regt sich nichts, da denke ich einzig, dass ich derartige Natur-Aufnahmen (digital gefilmt) in einer beliebigen BBC Doku schon ähnlich oder sogar eindrucksvoller gefilmt gesehen habe.

            Wie du schon richtig festgestellt hast, ich empfinde Tarantino immer dann am stärksten, wenn er vollkommen irre agiert. Davon sehe ich hier leider wenig bis nichts. Was du als coole Westernmäntel bezeichnest, langweilt mich im Setting her – da sind wir wieder bei der Western Aversion – zutiefst. Jackie Brown ist in meinen Augen nicht sein schlechtester, aber sein ödster und ich finde den anscheinend tatsächlich noch ein kleines (bis grosses) Stückchen schwächer als du. Deine 7 könnte wahrscheinlich meine Acht sein (bei mir heißt 7: ein Film, der mir
            gerade so noch so viel Spaß macht, dass ich ihn irgendwann noch mal gucken will, bzw. würde), Jackie Brown habe ich aber mit Mühe und Not noch eine 6 gegeben und eigentlich kein Bedürfnis ihn irgendwann noch
            mal zu sehen. Einfach weil ich ihn beim letzten Durchlauf wesentlich weniger interessant, als noch vor Jahren fand. Da fehlt mir das irre, was in Reservoir Dogs, oder den abgedrehten Szenen zwischendurch in Pulp Fiction und I.B. finden lässt und von QT in KILL BILL perfektioniert wurde. Ich habe mittlerweile das gefühl QT ist einfach nur so gut, wie das Material was er recyclet. Im Falle von KILL BILL sind das Eastern und abgedrehte Japan-Fun-Splatter-Streifen, beides gibt mir so viel mehr als Western. Ich bleibe dabei, der Trailer ist maximal uninteressant. Mal sehen was noch so kommt, aber bei dem hier würde ich nicht aktiv ins Kino rennen..

          • SecondUnitTamino

            Wow, das ist ja geradezu Tamino-haftes Ge-rante, widerlich!

            Ich stimme deiner generellen Einstellung zu Trailern zu, denn auch ich schaue sie eigentlich fast nur im Kino. Bei manchen Filmen wie STAR WARS, dem ersten Hobbit damals oder einem neuen Tarantino- oder Nolanprojekt bin ich manchmal allerdings schon sehr neugierig auf den Film, sodass ich dann ausnahmsweise mal reinschnuppere. Die Gefahr des Gespoilertwerdens besteht dabei natürlich immer und das macht das gleichzeitig natürlich immer zu einem zwiespältigen Genuss. Sonst schaue ich Trailer echt nur, wenn ich mir nicht sicher bin, ob der Film was für mich sein könnte. ne Plot-Synopsis gibt ja den Feel eines Films nicht wieder. Aber jedenfalls wird es auch nicht so häufig Trailer-Units mit mir geben, da ich einfach nicht so in der Materie drinstecke und alle Trailer eh “the same” sind:

            https://www.youtube.com/watch?v=Pc71YvWG0GQ

            Das was bei dir eine 7 zu sein scheint, ist für mich übrigens eher eine 4-5. Das erklärt unsere häufig so unterschiedlichen Wertungen wohl ganz gut. Filme wie PAN’S LABYRINTH, ELYSIUM, GRAVITY, SPRING BREAKERS oder den gerade geschauten GAMER fallen mir da als Beispiele ein. Die mag ich nicht so wirklich, finde sie aber auch nicht richtig schlecht und kann sie daher gerade noch anschauen mit mäßiger bis geringer Unterhaltung. Ne 7 ist eigentlich schon ein Film, der mich recht stark überzeugt hat, aber entweder einige schwer zu leugnende Schwächen hat – so wie DOG DAY AFTERNOON, SUNSHINE, EX MACHINA, FALLING DOWN oder SHAME – , oder Werke wie die BEFORE Filme oder TWELVE ANGRY MEN, denen ich eigentlich nur sehr wenig vorwerfen kann, die aber dennoch einfach nicht so völlig meinen Geschmack treffen; hier aufgrund von Minimalismus, aber oft auch wegen des Genres.

            Über deine Western-Aversion sollten wir dann bald mal persönlich sprechen, wenn wir einen gewissen Film zusammen schauen :-) ONCE UPON A TIME und vor allem THE WILD BUNCH kann ich persönlich ohne mit der Wimper zu zucken als einige der besten Filme bezeichnen, die ich je gesehen habe. Die anderen Leones mag ich auch alle gerne und meist kann ich andere Western wie dem alten DJANGO oder IL GRANDE SILENCIO aufgrund des Settings und des Tones eigentlich immer genug abgewinnen, dass sie mir zumindest gefallen (nur bei John Wayne habe ich so meine Probleme, da mir diese Dinger einfach zu “amerikanisch” sind). So richtig begeistert war ich jetzt auch eher selten in dem Genre (mit einigen wenigen Ausnahmen eben), aber ich habe auch noch bei weitem nicht genug der alten Werke gesehen. Für mich ist Western aber ein Genre, in das ich sicherlich immer gerne wieder reinschauen werde.

          • http://www.enoughtalk.de jacker

            Ich selbst finde es sogar spannend im Vorfeld nicht mal den Feel eines Films wirklich zu kennen. So lasse ich mich automatisch auch mal auf Sachen ein, die ich sonst gemieden hätte, lerne meinen Geschmack (und die Bandbreite des Kinos) besser kennen, werde ab und an heftig überrascht und kann mir eine Meinung bilden. Deswegen gehe ich auch gerne mal in Sneak-Previews.

            Deine 4-5 klingt eigentlich genau wie meine 4-5. Filme eben, die mich im Ganzen relativ (bis ziemlich) kalt lassen, kaum begeistern, aber auch noch nicht aktiv verärgern (für letztere sind die Nuancen der 0-3 reserviert). Die ich eben recht banal, aber noch nicht offensive finde. Unsere häufig verschiedenen Wertungen, rühren glaube ich eher daher, dass ich sehr vielen Sachen die an einer Stelle kränkeln, aufgrund anderer Qualitäten trotzdem noch einiges abgewinnen kann. 7 bedeutet bei mir nämlich genau so: Auf jeden Fall ein guter Film, nur eben mit einigen Abstrichen, oder halt einfach nicht so mein Ding, trotz offensichtlicher Qualität.

            Und die Western: Ich bin zumindest willig. Im Gegensatz zu Musicals habe ich mich dem Western noch nicht völlig verschlossen, aber bleibe, sofern ich mich nicht zwinge, einfach etwas auf Distanz. Da brauch ich mal nen Arschtritt, denn ich will mich bald wirklich mal dran wagen. Ich glaube im Bereich dreckiger-Italo-Western könnte schon einiges für mich dabei sein, auch dein Tipp WILD BUNCH wurde mir schon oft vorgeschlagen. Ich mag ja DJANGO und die ersten zwei teile der Dollar-Trilogie. TGTBATU finde ich ja einfach nur VIEL zu lang. In meinen Augen wäre das auch in 100 Minuten gegangen. Dann würde ich den vielleicht auch so gern wie den zweiten mögen.. Naja, hätte, hätte, Fahrradkette – wenn du am Start bist, gucken wir den. Hab bei Zavvi schon mehrfach gute Angebote gesehen, die Trilogie auf BD zu schießen, das werd ich vorher mal tun, damit auch die Quali stimmt. Selbst bei alten, staubigen Western ist die Qualität mir nämlich wichtig.

      • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

        Sorry, aber das Label ist allein durch Tarantinos Namen ein wenig übertrieben. Selbst die nicht-so-wirklichen Knaller wie Django oder Death Proof sind alles andere als “maximal uninteressant” ;-P

        • http://www.enoughtalk.de jacker

          DEATH PROOF ist sogar ganz sicher “maximal uninteressant”. Und was jemand gemacht hat, ist mir eigentlich egal – ich stufe ein, was er mir in jedem Fall wieder vorlegt. AVATAR 2 ist auch “maximal uninteressant”, obwohl Cameron ALIENS und TERMINATOR gedreht hat. Zu diesem Trailer fällt mir nun mal nichts anderes ein. DAS WIRD MAN JA WOHL NOCH SAGEN DÜRFEN!!!!!!!!!!!!!!!!

          • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

            ARMES TEUTSCHLANDT11111111!111

          • http://www.enoughtalk.de jacker

            TARANTINOS TRAILER IST UNINTERESSANT. WANN WACHT IHR ENDLICH AUF UND ERKENNT DAS????!!!!!

        • Familienpapa

          Stimmt schon. Tarantino ist definitiv ein Name und vollkommen desinteressiert ist man als Filmliebhaber diesbezüglich nie. Aber momentan auch eigentlich nur, weil gefühlt jeder andere Regisseur aus den Staaten am laufenden Band Kacke dreht. Was war denn der letzte wirklich gute Film aus den USA? Für mich zumindest war das Take Shelter und das ist auch schon wieder 4 Jahre her.

          • SecondUnitTamino

            TAKE SHELTER sagte mir bis eben gar nichts. Mag ich den? :-) Ich würde Michael Shannon gerne mal in einem Film mit etwas weniger Häuserschlachten sehen, daher wär der Film in der Hinischt schon mal ganz interessant.

            Auf deine Frage nach dem letzten wirklich guten Film aus den USA musste ich natürlich ganz fix meine IMDb stats bis 2010 zurück checken. Ab wann ist ein Film “richtig gut”? Ich würde jetzt mal sagen ab einer 8/10. Da wäre natürlich erstmal FURY ROAD (9/10) aus diesem Jahr und BIRDMAN und GONE GIRL (jeweils 8/10) aus 2014 (THE RAID 2 scheidet natürlich aus, auch wenn der neben FURY ROAD das beste ist, was ich aus dem besagten Zeitraum gesehen habe). Für 2012 habe ich CLOUD ATLAS (9/10) und MOONRISE KINGDOM (8/10) (DIE JAGD (8/10) fällt raus). In 2011 hab ich nix über 7/10 und für 2010 nur THE FIGHTER (8/10). Das war’s auch schon. Also gibt es für mich schon einige Filme aus den letzten Jahren, die ich wirklich sehr mochte, aber sonderlich viel ist das echt nicht. Es gibt natürlich noch eine gesunde Anzahl an soliden 7/10-Filmen, aber insgesamt kann ich persönlich schon festhalten, dass meine filmische Zeit nicht die Gegenwart ist. Magst du denn die genannten Filme alle nicht sonderlich oder ist das nicht so dein Beuteschema?

            Man sieht an meinem Rating-Spiegel echt, dass ich prinzipiell neuere Filme deutlich weniger mag (daher liebe ich mein olles Ge-rate auch so^^). Ich schaue natürlich auch viel weniger Neuerscheinungen, aber INGLOURIOUS BASTERDS von 2009 ist der einzige Film dem ich eine 10 gegeben habe bis zurück ins Jahr 2006 (!) mit CHILDREN OF MEN. Dann kommt wieder lange nix bis bis 2001, in dem es DONNIE DARKO und LotR gab (OLDBOY aus 2003 hat noch ne 10, aber der ist natürlich nicht aus Hollywood).

            So, ich hoffe das hat dich auch in der Ausführlichkeit interessiert^^. Seit Anfang der 2000er Jahre kam eigentlich relativ wenig, dass mich echt begeistert hätte. Ich bin also filmischer Kulturpessimisst der Gegenwart mit einigen wenigen Ausnahmen.

          • Familienpapa

            Ich kenne dich jetzt nicht gut genug, würde aber sagen, dass Take Shelter dir nicht übermäßig viel gibt. Ist halt ein Film über Verlustängste, Vertrauen und familiäre Bindungen. Um das voll auszukosten, sollte man in seinem Leben schon einmal in irgendeiner Form dafür sensibilisiert worden sein. Ich finde den Film jedenfalls sehr weise, durchdacht und kraftvoll in seiner Art und Shannon spielt wirklich großartig. Es ist halt sonst eher selten, dass ich die Beweggründe/Motivationen aller Charaktere nachvollziehen kann, man mir die Probleme glaubwürdig schildert und ich das Dilemma auch als solches anerkenne.
            Die meisten Probleme in Ami-Filmen sind ja doch meistens recht erzwungener (Bösewicht will aus irgendeinem Grund, der entweder unklar oder albern ist, die Welt erobern) oder dekadenter Natur (Ich liebe noch Brittany, will aber Tiphany daten…). Mal ein bisschen pauschalisierend dahergeredet. In diese Sparte fällt für mich dann auch Birdman so ein bisschen. Nach dem Moto “Awwww, der Broadway Schauspieler steckt in einer Sinnkrise.”
            Kann er ja zu Malick in Therapie gehen oder so.

            Und doch, abgesehen davon sind die genannten Filme alle nicht schlecht. Am besten davon finde ich wohl den neuen (wirklich astrein durchkomponierten) Mad Max (~7/10), obwohl du Rest hast damit, dass das alles nicht so mein Beuteschema ist.
            Kulturpessimist bin ich dann vermutlich auch. Aber es wird ja auch mit jedem weiteren Film immer schwieriger, den Zuschauer noch zu überzeugen. Momentan schaue ich sowieso nur noch selten Filme und es wird immer seltener, weil es in der momentanen Monokultur fast nichts mehr gibt, das mich noch interessiert. Selbst die südkoreanischen Thriller werden immer dämlicher und platter und aus Frankreich kommen nur noch politisch korrekte Migrationskomödien, sodass die kleinen Programmkinos zu reinsten Wohlfühl-Oasen mutieren (man darf ja auch nichts mehr sagen und über nichts mehr lachen). Nur das österreichische Kino hat mich bisher noch nie enttäuscht. Der Hader Josef beispielsweise ist ne echt coole Socke und generell die ‘Brenner Filme’ durch die Bank geil. Nur halt leider kein Lieblingsfilm-Material und kein Kosmos, in dem man sich zuhause fühlt. So etwas ist irgendwie verloren gegangen über die Jahre. Ist auch nicht ganz so tragisch, aber ein bisschen besser darfs generell schon sein.

          • http://www.enoughtalk.de jacker

            Die Aussagen zu TAKE SHELTER unterschreibe ich blind. Top Film, aber wohl eher nichts für Tamino. Wobei – den einfach nur unter dem Gesichtspunkt zu gucken FANTASTISCHES Schauspiel von Shannon zu bekommen, kann doch eigentlich nur funktionieren.

            Zur These aus USA kommt nix gescheites

            2015: LOST RIVER
            2014: BOYHOOD, HER, THE ONE I LOVE, BLUE RUIN
            2013: UPSTREAM COLOUR (!!!), SPRING BREAKERS, ONLY LOVERS LEFT ALIVE, ZERO DARK THIRTY, THE MASTER, THE PLACE BEYOND THE PINES, BEFORE MIDNIGHT, PRISONERS
            2012: DRIVE, SHAME, MOONRISE KINGOM, COSMOPOLIS, THE PERKS OF BEING A WALLFLOWER, WRONG, SEEKING A FRIEND FOR THE END OF THE WORLD
            2011: TREE OF LIFE, BLACK SWAN, JACK GOES BOATING, MARGIN CALL
            2010: FANTASTIC MR FOX, CRAZY HEART
            2009: THE WRESTLER, WATCHMEN, GRAN TORINO
            2008: SYNECDOCHE NEW YORK, BEFORE TEH DEVIL KNOWS YOU’RE DEAD

            Und so weiter.
            Das sind jetzt Filme, die ich mit 8P aufwärts bewertet habe ;)

          • SecondUnitTamino

            Und wo ist INGLOURIOUS BASTERDS, du unrühmlicher Bastard?

          • http://www.enoughtalk.de jacker

            Ich wollte nur nennen, was du noch nicht genannt hast, du überhypendes, skalpiertes Wurst-, nein, Kraut-Gesicht ^^
            (geglückt ist es mir anscheinend nicht, weil MONNRISE KINGDOM mit da steht, haha)

          • Familienpapa

            Kenne das Meiste davon gar nicht und werde mal ein bisschen meine Watchlist vergrößern. Vielen Dank dafür.

      • SecondUnitTamino

        please elaborate

        • Familienpapa

          Here you go:

          Zum einen finde ich Hochglanz-Western grundsätzlich falsch. In einem Western will ich echten Dreck, Staub und die hässlichsten und fiesesten Visagen, die man überhaupt auftreiben kann in schön körnigem Bild. Hollywood Hampelmänner schön edel in 70 mm gefilmt, wie sie in verlumpten Verkleidungen und aufgepinseltem Schmutz ‘coole’ Skript-Dialoge sprechen -inklusive Rap-Musik – ist so ziemlich das Gegenteil davon. Man spürt imTrailer schon förmlich, wie sie danach alle gemütlich zusammen sitzen und ihre Cola schlürfen am Set. Ich bin da auch sehr konservativ, zugegeben, aber meine Art von Western dreht Tarantino nicht. Schon sein Django hat im Prinzip alles falsch gemacht. Western sind Männerfilme mit wortkargen und knallharten Typen. Zumindest waren sie das mal. Schauspiel findet fast ausschließlich über die Augen statt und die Geschichte wird von Leichen, Blut und Geld erzählt. Das, was Tarantino mit dem Genre macht, ist halt seichte und lustige Kost für jedermann. Zum Mitlachen und für die ganze Familie. Milchbubi-Western sozusagen. (Mir fällt gerade leider keine bessere Umschreibung ein)

          Und zum anderen macht Samuel L. Jackson für mich absolut jeden Film schlechter. Ich finde es halt nicht witzig, wenn jemand ständig Motherfucker sagt. Und cool auch nicht. Harte Typen müssen nicht ständig harte Sachen sagen und generell hat Jackson eine Aura so bedrohlich wie ein Murmeltier. Auch die “I’m taking this woman to hang”-Szene, in der Daisy dann den Strick mimt, hat mir schon gelangt. Ich will es halt hart, derbe, dreckig und geschmacklos. Nicht durchstilisiert, ironisch und abgedreht, auch wenn er das gut kann. Das funktioniert für mich nur beim Eastern… weswegen ich ihn bei so Sachen wie Kill Bill 1 weitaus besser aufgehoben sehe.

          • SecondUnitTamino

            Diese Ansicht kann ich schon verstehen. Ich persönlich bin einfach nicht so ein knallharter Western-Fan, dass ich Tarantino nicht sein Ding mit dem Genre machen lassen könnte. Ich mag sonst auch sehr gerne die Attribute, die du im Western schätzt, – meine Favoriten sind WILD BUNCH, ONCE UPON A TIME und TGTBATU – aber es muss für mich nicht zwingend genau in die Richtung gehen. Gegen den Tone von DJANGO UNCHAINED hatte ich prinzipiell nichts, nur waren mir die Tarantino-Qualitäten, also in erster Linie die Charaktere und Dialoge – einfach nicht stark genug. Die Splatter-Orgie am Ende hätte durchaus funktionieren können, wenn sich dieser Abschluss der Geschichte verdient angefühlt hätte. So kam es mir etwas gewollt vor, fast schon wie an-Service. Das Gefühl hatte ich zuvor noch nie bei einem seiner Filme gehabt, was mich jetzt in der Erinnerung daran schon wieder etwas beunruhigt.

            Im Gegensatz zu dir bin ich allerdings schon ein Freund vom Herrn Jackson. Er hat sicherlich auch einige falsche Rollen gespielt – allen voran natürlich in den Star Wars Prequels – und er ist jetzt auch nicht gerade der vielseitigste Schauspieler, aber in PULP FICTION, JACKIE BROWN oder auch in besagtem DJANGO UNCHAINED finde ich ihn spitze. Sein Gefluche wirkt da auf mich in Bezug auf die jeweiligen filmischen Welten sogar irgendwie stimmig und nicht erzwungen.