Second Unit #121 (Star Wars: Episode V – The Empire Strikes Back)

Die Macht ist stark in uns! Und euch! In dieser Ausgabe widmen wir uns dem wohl besten Star-Wars-Streifen. Auch Tamino kann zugeben, dass The Empire Strikes Back (Amazon-Link*) der beste der Trilogie ist. Außerdem in dieser Ausgabe: Eure Audiokommentare zu Star Wars und den 80ern! 

Im Laufe der Diskussion spielen wir eure Audiokommentare ein. Wir haben Einsendungen von Daniel (Spätfilm), Dennis (Lichtspielcast), Jacker (jacker’s 2Cents), Florian (Florian Priemel Podcast), Hendrick, Thomas M. und Thomas L. (SchönerDenken Podcast) erhalten. Der SchönerDenken-Podcast wird außerdem Ende August mit “Verfluchtes Amsterdam” ebenfalls einen Streifen aus den 80ern besprechen. Vielen Dank für eure schönen Beiträge!

[YouTube Direktlink]

Muss man bei diesem Film eigentlich noch vor Spoilern warnen? Vermutlich.

Zu der altbekannten Schauspieler-Garde gesellen sich in dieser Fortsetzung Frank Oz als Master Yoda (sowohl als Puppenspieler, als auch als Stimme) und Billy Dee Williams als Lando Calrissian. But you can call him Billy Dee. Spannend wird es aber bei der Besetzung hinter der Kamera. Die Geschichte stammt zwar wieder von George Lucas, das Screenplay aber von Leigh Brackett und Lawrence Kasdan. Irvin Kershner ist außerdem der Director.

Wir diskutieren über die Schlacht-Szene auf Hoth, Master Yoda, Lukes Training und schlussendlich über die grandiose Kampf-Szene mit Vader. Zum Schluss sammelt Tamino ein paar Plotholes. Wir reden außerdem über die (wenigen) Änderungen in den späteren Veröffentlichungen; über Empire als Fortsetzung und versuchen einen kleinen Abschluss unserer 80er-Diskussion zu finden.

Nächste Woche liefern wir mit The Raid 2 (Amazon-Link*) einen Quasi-Prolog zu unserem 80er-Jahre-Schwerpunkt.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

[Download | Länge: 1:59:42 | Größe: 55,1 MB | @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: by Kory Westerhold]

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  • Gormenghast

    Yoda ist der weiseste Kerl im STAR WARS Universum?

    Warum schafft er es mit seinen 800 gelebten Jahren nicht ein einziges Mal einen ordentlichen Satzbau in der nicht soooo schrecklich komplizierten englischen Sprache hinzukriegen???

    Nicht wissen ich es tu.

  • http://www.privatsprache.de/ Privatsprache

    Ich (Daniel) melde mich dann noch einmal, wie eingefordert, zu Wort: Ich habe nicht ohne Grund (meine und) Hans Geschichte erzählt, weil er für mich klar der Held des Films war. Dieser Showdown zwischen Luke und dem komischen Mann mit der Maske hat mich damals nicht sonderlich berührt …

    Allerdings haben die Szenen mit Luke und Yoda für mich gut funktioniert. Für mich war halt Han der “Krieger” und Luke der “Magier” und ich hatte schon immer eine Vorliebe für Magier… Das hat viel zur Atmosphäre des Films beigetragen und dafür gesorgt, dass ich später nie so viel mit Obi-Wan anfangen konnte. Wer will schon so einen Weihnachtsmann für Arme als Lehrer, wenn er auch Yoda haben kann!

    @Tamino: Auf den Öffentlich-Rechtlichen lief mehr als nur Tatort! Ich hab zum Beispiel im Grundschulalter mit meiner Oma (die das mit der FSK nicht so ernst genommen hat) “Vom Winde verweht” gesehen und hatte daraufhin Jahre lang Angst, dass es Krieg gibt, wenn ich gerade allein in meinem Bett liege. Denn so wird das ja in dem Film dargestellt: Krieg kommt einfach von einem auf den anderen Moment und dann sind alle tot…

  • http://www.wiederauffuehrung.de MMeXX

    Ui, ziemlich steile Thesen zu den 50ern, 60ern und 70ern. Geile, weil so beinahe völlig losgelöste, Kameraarbeit gibt es ja bspw. schon bei “Der Letzte Mann”, wobei der ja noch deutlich älter ist. Oder einfach mal Film Noir (speziell auch “Der Dritte Mann” – mensch, die ganzen Männertitel) zur Diskussion gestellt. Und gerade die Phase der Spät-60er + Anfang 70er geht ja bei New Hollywood auch ordentlich ab. Thema Tempo ist natürlich auch bei Screwball-Komödien (kenne ich auch nicht so wirklich viel, aber Billy Wilder + Frank Capra nenne ich hier mal) ein ganz großer Faktor. Und da ich vor einiger Zeit “Die Reifeprüfung” im Kino sehen konnte, nenne ich den mal auch noch in der Kategorie “geile Kameraarbeit, exzellenter Schnitt, Spitzenschauspieler”. Also da gibt es in meinen Augen auch im “Mainstream” genug, um eure These zu entkräften. Was nicht heißt, dass es auch genug Filme mit ganz anderem Tempo und schwacher Inszenierung gibt. Aber es sind auf jeden Fall ein paar interessante – und ehrliche – Aussagen eurerseits.

    Zum letzten Punkt, den ihr ansprecht, “Science-Fiction” gibt es doch auch eine etwas ältere Diskussion, ob Star Wars “echte” Science-Fiction ist. Es ist doch eher ein (Fantasy-)Märchen, oder? Geht ja sogar (abgewandelt natürlich) mit “Es war einmal…” los. Ebenso würde ich Alien im Kern als Thriller/Horror bezeichnen, die Science-Fiction-Elemente sind ja eher das Äußere und der Film würde auch ohne sie noch immer funktionieren.

    • SecondUnitTamino

      Klar waren das steile Thesen, aber das habe ich auch in der Episode gleich zugegeben, wenn ich mich richtig erinnere. Und es geht da ja natürlich vor allem um die eigene Wahrnehmung und den speziellen persönlichen Filmhorizont. vielliecht kenne ich aucschlichtweg nicht genug Beispiele für gute Technik aus der Zeit. DER DRITTE MANN ist wirklich ein cooler Film, aber scheint mir dann doch eher die Ausnahme zu sein, was optische Extravaganz angeht. Aber fairerweise mus man natürlich auch sagen, dass es heutzutage immer noch genug Filme gibt, die quasi nur mit Shot/Reverse Shot arbeiten.

  • http://www.florianpriemel.de Florian Priemel

    Danke für die schicke Episode und das Einspielen meiner
    Einsendung :) Noch als Anmerkung: Sehr interessant fand ich die Frage,
    ob dieser positive Blick auf die 80er als Filmjahrzehnt, den ich
    ebenfalls teile, lediglich nostalgisch verklärt ist, oder ob die
    Eigenschaften, die die Filme damals hatten eine eigene Qualität
    darstellen. Wie so oft, trifft -denke ich- beides zu. Auch ich bin etwas
    zu Jung für das Kinojahrzehnt und habe meine filmische Sozialisation
    eher in den 90ern erlebt. Hab grad nochmal nachgeschaut: Mein erster
    Kinobesuch datiert auf das Jahr 1990 ^^

    Trotzdem sehe ich das, was viele 1980er-Filme tun, mit einem
    gewissen Glanz in den Augen, den man durchaus als nostalgische
    Verklärung bezeichnen kann. Allerdings nicht, weil ich mich an meine Jugend erinnert fühe, sondern im Kontrast zum heutigen Kino. Die von
    euch ja auch erwähnte Leichtigkeit der Filme dieses Jahrzehnts finde ich
    einfach extrem angenehm im Vergleich zur permanten Pseudo-Deepness, die
    jeder noch so stumpfe Actionfilm heute an den Tag legt. Es soll nicht
    abwertend klingen, im Gegenteil, aber ich finde, dass sich 80er-Kino
    leichter konsumieren lässt. Ich verlasse das Sofa mit einem
    angenehmeren, weniger angestrengten Gefühl.

    Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel (Blade Runner, Brazil),
    aber das typische Blockbuster funktioniert gemessen an meinen
    persönlichen Rezeptionsvorlieben für mich in den 80ern besser.

    Achja:
    Empire ist natürlich der beste StarWars, Plot-Holes existieren in der
    Original-Triologie nicht und Return of the Jedi beendet die Geschichte
    für alle Tage ;)

  • http://www.nightcrow.de JB

    Wieder eine schöne Diskussion rund um eines der größten Franchises überhaupt.

  • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

    Super Episode und danke für das Hereinnehmen meiner Einsendung, auch wenn ich beim Anhören meines Gefasels das Gefühl hatte, ich habe überhaupt nicht das transportiert, was mir zu den Achtzigern, etc. eigentlich an Gefühl im Bauch herumschwirrt. Aber ich kann ja hier noch senfen, hier kann ich ausschweifen (diese 1min hat mich echt kirre gemacht) :D

    Irgendwie klang meine Meinung, als ob ich die Achtziger fast schon inhaltlich trivial finde. Das ist NICHT so! Ich hatte beim Sprechen einfach nur diese typischen Action-Komödien im Kopf, die halt im Ton nie ernst gewesen sind. Die Plots haben geradlinig ans Ziel geführt und die Figuren waren stimmig, aber selten sehr komplex, erst recht nicht gebrochen. Das alles war charmant, meist bis immer mit ner Prise Humor und hat durch die schönen Ausstattungen und Effekte toll gewirkt.
    Natürlich gab es auch andere Filme und nicht nur Action-Komödien, aber Action war schon (in meiner Wahrnehmung der Epoche) sehr dominant (auch in “ernsteren” Filmen wie z.B. TERMINATOR). Interessant fand ich die Nennung von BLADE RUNNER. Der Film ist für mich nämlich in seinem Geist noch ein typisches Relikt der Siebziger – langsam, deep, existenzialistisch. Das assoziiere ich voll mit den 70er jahren, New Hollywood, etc. Einzig den Score kann man eindeutig in den 80ern verorten und die Effekte sind besser.
    Müsste ich mich entscheiden, wären meine Lieblings-Jahrzente wahrscheinlich die 70er und die 00er Jahre. Bin ja alles andere als Kulturpessimist und finde nicht das “neue” Filme schlechter als die von damals sind. Nur anders. Und auch wenn Blockbuster/Hollywood in den 80ern definiv sehr stark (und teilweise besser) waren, muss ich hier mal ne Lanze brechen, was in den 00er Jahren an Indie-/Arthouse-/internationalem Kino ging! Das macht die Epoche genial!

    Zu STAR WARS:
    Nun bin ich ja wirklich gespannt. Ich habe mal etwas gegraben und bemerkt, dass meine letzte STAR WARS Sichtung (beide Trilogien) nun schon fast 10 (!) Jahre her ist. Wow. Ich vermute nach dem was ihr so gesagt habt, dass die Filme in meiner Erinnerung überhaupt nicht mehr ausreichend präsent sind, um etwas gehaltvolles darüber zu sagen. Shame on me! Die Erinnerungen haben nämlich wirklich ganz laut 80er gerufen, weswegen das Wort “typisch” fiel. Wenn ich an STAR WARS denke, sehe ich coole Schlachten im Weltraum und Han Solo, der lockere Sprüche kloppt. Diese deepe Ebene hab ich zumindest als Kind (und wohl beim letzten Durchgang auch) nicht bemerkt.
    Hatte gerade Urlaub und hab gedacht ich frische die jetzt mal auf. Auf die Prequels hatte ich keinen Bock, also wollte ich mit EP. IV anfangen. Bin aber leider eingeschlafen als sie auf dem Todesstern angekommen waren. Was mir aufgefallen ist (und Tamino hatte ja drum gebeten das auch mal zu beschreiben): Obwohl ich diese coolen (allerdings filmisch sehr unkonkreten) Kindheitserinnerungen damit verbinde, ist in der ersten Hälfte die ich jetzt nochmal geschaut hatte erschreckend wenig (um nicht zu sagen keine) Magie aufgekommen. Vielleicht war ich einfach nur zu müde, aber (gehe schon mal in Deckung vor Tamino’s Rage) ich fand es fast langweilig. Wird aber im wacheren Zustand nochmal geprüft.
    Ich glaube außerdem, dass ich (auch wenn das filmisch gesehen vielleicht absurd ist) die größte Bindung an EP. VI habe. Den hab ich (glaube ich) früher einfach mit Abstand am häufigsten gesehen (und es war eine der wenigen VHS die ich recht spät hatte) und hab da vielleicht die meiste Nostalgie.

    Nostalgie war ja sowieso noch so ein Punkt:
    Ich glaube da spielt ganz viel von mit rein! “Objektiv” sind doch auch aus den 80ern ne Menge Filme gequirlter Schrott. Dreh mal heute ein 1:1 COMMANDO Remake :D Da sind aber 0P von Tamino (und mir) sicher :D
    Als ich aufwuchs liefen im TV viele 80er Streifen, demnach hat der Look davon mich sicher (mit)geprägt. Wie das ohne diese Sozialisation wäre, werde ich zum Glück nie erfahren.
    So viel dazu, ich melde mich noch mal, wenn STAR WARS komplett ge-Rewatcht ist (vielleicht kann ich dann ja den Prequel-Hass noch besser verstehen ;)

    • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

      Hab nun Episode IV zu Ende geschaut und bin wieder besänftigt ;)
      Ist wahrscheinlich auch nicht die beste Herangehensweise (auch wenn es unfreiwillig war) von nen Film im müden Zustand nur das langsame build-up zu gucken und genau wenn es rasant wird aus zu machen :D
      Allerdings ist mir echt aufgefallen, dass man einige Skript-Faktoren hier wirklich nur mit Nostalgie übersehen kann – was ich aber völlig okay finde. Sämtliche Soldaten auf dem Todesstern verhalten sich z.B. so unfassbar dämlich… Auf der gesamten Basis werden Han, Luke und co. gesucht. Soldat 1 guckt aus dem Fenster: “Da fliegt eine Rettungskapsel”. Antwort von Soldat 2: “Ach, ist sicher nur eine Fehlfunktion”. Genau :D

  • http://www.nightcrow.de JB

    Also es wäre schön wenn ihr euch mal Highlander vornehmen würdet.

    • SecondUnitTamino

      Hätte ich auf jeden Fall Lust zu, aber wir hatten gerade 80er Wochen und ich glaube auch nicht, dass der so Christians Ding ist.^^

      • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

        Dann solltest du Christian mit dem Schwerte dazu zwingen. Es kann nur eine Second Unit Episode geben!

  • Hannes

    Meine Kindheitserinnerung von “Das Imperium Schlägt Zurück”:
    Ich schaue bis zum Ende der Schlacht von Hoth, spule zurück, schaue die Schlacht erneut, spule zurück etc.
    Der Rest hat mich nicht interessiert.
    Frage an Tamino: Darf ich dir auf dem Scheiterhaufen Gesellschaft leisten? :)