Second Unit #90 (The Hobbit: The Desolation of Smaug)

Es ist Dezember und das bedeutet: Ab nach Mittelerde! Wir erweitern unser Herr-der-Ringe-Special um eine weitere Episode. Es geht mit The Hobbit: The Desolation of Smaug (Amazon-Link*) in die zweite Runde der neuen Hobbit-Trilogie. 

Zuallererst eine kleine Eigenwerbung. Vielleicht hab ihr es im neuen Banner schon gesehen: Second Best Media ist da! Da werde ich in Zukunft sämtliche (Internet)-Projekte meinerseits sammeln und präsentieren. Wer also auf dem Laufenden bleiben will, was ich (und wir) in Zukunft so anstellen werden, schaut einfach rein.

Natürlich gibt es auch wieder eine kleine Danksagung zu euren fleißigen Flattr-Spenden. Danke danke!

Zu unseren Mittelerde-Episoden trinken wir stets Säfte. So auch in diesem Jahr. Tamino hat uns einen Brombeer-Saft mitgebracht.

[YouTube Direktlink]

Der Cast ist auch in dieser Hobbit-Episode umfangreich. Deshalb nur ein paar Auszüge. Ian McKellen ist als Gandalf zurück, ebenso Martin Freeman als Bilbo und Richard Armitage als Thorin. Orlando Bloom gesellt sich als Legolas zum Cast. Evangeline Lilly spielt Tauriel und Benedict Cumberbatch spricht Smaug und den Necromancer. Luke Evans ist als Bard dabei und Stephen Fry darf kurz als Master of Laketown auftauchen.

Trotz eigentlichem Gefallen am Film, finden wir auch einige Probleme. Zum einen das Ungleichgewicht der CGI-Qualitäten, zum anderen die damit einhergehende unglaubwürdige Action. Die Stärken sind hingegen beim Drachen Smaug und der Musik zu finden. Zum Schluss sprechen wir allgemein und konkret über Cliffhanger, die wir eher aus TV-Serien und Hörspielen kennen.

Für nächste Woche gibt es ausnahmsweise keine Film-Hausaufgabe. Wir schließen das Jahr erneut mit unserem Holiday-Special ab. Dabei gehen wir die letzten zwölf Monate und die vergangenen 52 Filme noch einmal durch. Nicht en Detail, aber mit groben Erinnerungen und vielleicht auch der einen oder anderen Ergänzung. Natürlich schauen wir uns auch an, was aus unseren Film-Vorsätzen wurde und stellen neue für 2014 auf. Wer sich trotzdem auf die Sendung vorbereiten will, darf sich ebenfalls schon mal Gedanken zum persönlichen Film-Jahr 2013 machen. Vielleicht können wir dann ja ein wenig in den Kommentaren drüber diskutieren.

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[Download | Länge: 1:35:15 | Größe: 43,9 MB| @2nd_Unit | Facebook.com/SecondUnit | iTunes]

[Teaser-Bild: by Erik Paterson]

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  • RiSiNGxSuN

    kann man das ohne Spoiler hören??? ^^ kenne das Buch zum glück nicht =D

    • SecondUnitTamino

      Ne, erstmal Film gucken!

  • http://roempke.me/ Niklas

    Soo, wir haben den Film gestern gesehen und heute hab ich mir dann direkt dir Folge angehört.
    Mir geht es so ziemlich genau wie Tamino, ich fand den Film genau so gut oder schlecht wie den ersten Teil. Ich war sehr unterhalten und mich haben in beiden Filme einige Sachen gestört. Sehr schade, dass die ganze Story mit Beorn so kurz und total öde abgehandelt wurde hat mich extrem gestört, ist es doch eine der besten Szenen im Buch (bzw. Hörspiel), aber nunja, Die Hobbit-Trilogie ist halt kein Kinderfilm. Und genau das ist eigentlich sein größtes Problem, er nimmt sich zu groß. Das hier komplett alles auf “Vorgeschichte zum Herr der Ringe” gezwungen wird ist irgendwie schade. Man könnte sagen, Jackson versucht auf Krampf aus der Hobbit-Trilogie Episode I – III zu machen (wie bei Star Wars).
    Noch so ein Punkt, der mich sehr störte:
    Ich kann mir nicht vorstellen, wie die wirklich toll gemachten Zwerge in den Höhlen und Hallen wirklich gelebt haben. Oder wie sie in den Schmelzen wirklich gearbeitet haben. Das kam mir alles extrem unpraktisch vor. Alleine der merkwürdige Hebel, den Bilbo ziehen muss um das Wasser zu aktivieren. Es kam mir vor, als wäre es der einzige Hebel weit und breit und dann auch noch so merkwürdig platziert.
    Außerdem werden die Zwerge auch immer als gemütliche Wesen dargestellt, die gerne essen und feiern, aber das kann ich mir in diesen merkwürdigen leeren Hallen nicht vorstellen. Ich nahm deshalb den Zwergen nicht ab, dass es hier um die Rückeroberung ihrer Heimat geht.
    Die Seestadt hingegen war wirklich toll und fühlte sich extrem organisch an, dort leben wirklich Menschen und arbeiten und haben Sorgen.
    Smaug ist natürlich einfach toll, genau so stelle ich mir einen Drachen vor. Und Martin Freeman als Bilbo ist eine brillante Besetzung, gerade in den Dialogen mit Smaug.
    Legolas fand ich auch recht sinnlos und überflüssig, halt nur ein Fan-service. Und vor allem, dass Legolas seine Matrix-moves in den Jahren bis zum Herr der Ringe komplett zu verlernen scheint, nunja. Auch, dass in einer Szene noch mal explizit erwähnt wird, dass Glóin Gimlis Vater ist, nunja. Grundsätzlich hätte für mich Tauriel alleine vollkommen gereicht. Die fand ich eigentlich ganz cool, nur die Love-Story, nunja.

    Ich freue mich aber trotzdem auf den dritten Teil, vor allem, weil ich gespannt bin womit dieser noch so gefüllt wird.

    Liebe Grüße und Danke für die tolle Folge

  • Deekin

    Sehr schöner Podcast. Ihr habt wirklich viele gute Punkte über den Film gesagt, denen ich weitestgehend auch zustimme.

    Ich selbst scheine allerdings weniger kritisch diesem Film gegenüberzustehen. Selbst nach Tagen des Nachdenkens komme ich immer noch zu der Erkenntnis, dass mich der Film durchaus begeistert hat, auch wenn er eine Reihe von Schwächen besitzt, wo auch ich mich gefragt habe, was das denn jetzt soll.

    Weit weniger störend sind mir die CGI-Effekte und die Over-the-Top-Action-Sequenzen aufgefallen. Mittlerweile bin ich es relativ leid, mich immer wieder über unnötige Computer-Effekte im Film aufzuregen. Erst einmal ist der Film in dieser Hinsicht mit dem ersten Teil recht konsistent und wir bekommen immer wieder allerlei abgefahrene Kampfszenen geliefert, in denen das CGI recht gut erkennbar ist, und ab einem bestimmten Punkt gewöhnt man sich schlichtweg daran, das Unechte und das Übertriebene einfach zu akzeptieren. Auch passen zumindest die übertriebenen Actionszenen besser in die kleinere, auf Abenteuer getrimmte Geschichte. In der Herr der Ringe Trilogie machen derartige Szenen angesichts der riesigen Schlachten wenig Sinn. Dort war das Thema Krieg vordergründiger. In einem Roadmovie mit heimwehgeplagten Zwergen hingegen, die allerlei skurille Abenteuer und Situationen durchlaufen, ist es zumindest erlaubt, wenn die Action ein wenig über die Stränge schlägt.

    Weiterhin fand ich, dass der Ton des Films weitaus einheitlicher ist und mehr in die düstere Richtung geht. Selbst während der völlig übertriebenen Wildwassfahrt hatte ich durchaus den Eindruck, dass die Zwerge in den Fässern, sowohl aufgrund der Orks und Elben sowie der Stromschnellen, durchaus in Gefahr sind. Ich sehe euren Punkt zwar, aber mich hat diese Szene trotzdem recht mitgerissen, und das eben nicht nur, weil sie völlig abgefahren und lustig ist. Auch fand ich das Gespräch zwischen Bilbo and Smaug nicht notwendig als kinderbuchmäßig einzuschätzen; es passt zum Rest des weitaus düstereren Tons des Films. Ein Drache, der auf seinem Hort sitzt und von all den Reichtümern umgeben ist, ist schlicht ein altes Fantasy-Klischee, welches Peter Jackson durchaus liebevoll umgesetzt hat. Auch sonst fand ich den zweiten Teil weitaus konsistenter in seinem Ton. Zwar gibt es immer wieder den einen oder anderen Comical Relief durch die Zwerge, aber das zerstört diesen grundsätzlicheren Eindruck nicht.

    Der Cliffhanger am Ende des Films hat mich allerdings auch sehr gestört. Die gesamte finale Actionsequenz, so cool sie durch Jacksons handwerkliches Können auch anzuschauen ist, war Plot-Technisch nahezu überflüssig und der Film endet mitten im Geschehen. Ich hätte mir ebenfalls einen Abschluss im Stil von “Die Zwei Türme” gewünscht, wo man als Zuschauer das Gefühl erhält, dass die Protagonisten in diesem Film wirklich etwas erreicht haben. Aber scheinbar ist das wohl Teil der Art, wie diese Trilogie geplant worden ist. Der erste Teil handelte mehr oder weniger darum, dass erste Bedrohungen angedeutet werden, dass die Welt und die Charaktere vorgestellt werden, und dass Bilbo seinen Platz in der Gruppe der Zwerge findet (und natürlich auch den Ring, der ihm eine einzigartige Handlungsmacht verleiht). Der zweite Teil ist dann im Grunde ein einziges Build-up. Die Bedrohung, die im Vorgänger noch so vage war, ist nun sehr scharf umrissen, wir als Zuschauer wissen, was auf dem Spiel steht und sämtliche Hebel für ein großes Finale wurden in Bewegung gesetzt. Im dritten Teil soll dann wohl alles konvergieren und zu einem riesigen Höhepunkt führen; die einzige Angst, die mich umtreibt, ist, dass Peter Jackson hier extrem übertreibt, zu sehr auf die Tränendrüse drückt oder irgendeine Form von neuem Superlativ begründet. Hingegen hoffe ich, dass er, im Rahmen und im Stil der bisherigen Filme, relativ am Boden bleibt und sein Finale nicht zu sehr ausarten lässt.

    So, warum fand ich Smaugs Einöde dennoch so großartig? Vermutlich liegt es daran, dass ich wohl seit der Herr der Ringe-Trilogie einfach keinen so guten Fantasyfilm mehr gesehen habe. Was Peter Jackson besser versteht als alle anderen Verfilmungen in den letzten 10 Jahren (wovon es zahlreiche gibt) ist, sich dafür Zeit zu lassen, eine zum Anfassen lebendige Welt zu kreieren. Das ist natürlich auch eine kollektive Anstrengung der Setdesigner, Zimmermänner, Künstler, Köstumbildner etc., die alle an der Arbeit dieses Filmes involviert waren. Aber bei keinem Regisseur in letzter Zeit hatte ich wirklich den Eindruck, in die auf die Leinwand geworfene Welt wirklich eintauchen zu können. Das liegt zum Teil wohl auch daran, dass andere Fantasy-Filme nicht die Zeit haben, ausuferndes Worldbuilding zu betreiben und dieser Kunstwelt daraufhin noch Leben einzuhauchen. Zum Teil, denke ich, liegt es aber auch daran, dass Jackson die eher als generisch betrachteten Elemente des Genres (Kampf Gut-gegen-Böse, Drachen, Zauberer, Zwerge, Elben und Orks, grüne Landschaften, weite Wälder etc.) mit einer regelrechten Inbrunst umarmt. Andere Genrevertreter wollen sich ja mittlerweile weitaus ‘erwachsener’ und ‘grittier’ präsentieren (“Die Tribute von Panem” “Game of Thrones”); ‘Der Hobbit’, auch wenn er vom Ton schrittweise immer düsterer wird, scheint weitaus verspielter daherzukommen und es einfach zu lieben, ein Fantasy Film im klassischen Gewand zu sein. Anders formuliert: Während andere Vertreter wohl eher versuchen, diesen Vorwurf des Eskapismus, das dem Genre stets anhaftet, irgendwie von sich zu schütteln, scheint Jackson gerade darin aufzugehen und das regelrecht zu genießen.

    Ja, der Film hat seine Schwächen und seine irritierenden Over-the-Top-Momente; allerdings empfand ich ihn weit weniger wankelmütig in seinem Ton, als dies noch in “Eine unerwartete Reise” der Fall war. Es war höchstens noch ein bisschen der Fall. Und ja, man kann den Film dafür kritisieren. Für mich verschleiert das jedoch den Eindruck, dass dies ein mit sehr viel Liebe zum Detail aufgebauter Film ist, in dem ich mich nach einem recht skeptischen Anfang dann doch ganz gern verloren habe.

    Was neben den von euch bereits gesagten Kritikpunkten die Zuschauer wohl am meisten gestört haben könnte, so vermute ich, ist die Tatsache, dass der Film einfach keinen vernünftigen Abschluss findet, dass die Auflösung sämtlicher Erzählstränge im Film in den dritten Teil verlagert wird. Insofern scheint es auch schwierig, jetzt zu einem finalen Urteil zu kommen, da wir erst im finalen Teil sehen, wie all das endet, wofür “Smaugs Einöde” gearbeitet hat. Mich hingegen hat das ebenfalls nicht gestört, da ich mir gerne nicht nur den Höhepunkt einer Geschichte anschaue, sondern auch, wie der Film diesen Höhepunkt im Mittelteil vorbereitet. Und im Falle von “Der Hobbit” nahm dieses Vorbereiten im Grunde einen Ganzen Film ein.

  • Heisenberg

    Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Folge und der wichtigste Vorsatz fürs nächste Jahr: Ihr müsst euch ganz dringend das Kill Bill Werk angucken und in der Sendung besprechen.

    Zum Film: Gestern gesehen und jetzt schon wieder die Hälfte vergessen. Der Drache hat gerockt, ansonsten ein belangloses Filmchen.

    Freu mich sehr auf die Holiday-Special Folge … aber schade, dass es keinen Vorausblick gibt. Es wäre auch sehr cool wenn ihr über Filme redet die ihr dieses Jahr gesehen habt aber nicht in der Sendung besprochen habt.

    • Heisenberg

      Ach ja und ich habe den Film natürlich in 3D ATMOS HFR gesehen … kann man sie wie üblich (außer bei Gravity) alles sparen.
      HFR ist immer noch ultrakacke. Ich brauch GZSZ nicht im Kino .

    • SecondUnitTamino

      Ich musste selber in der Sendung erstaunt feststellen, dass sich bei KILL BILL doch einige Lücken in der Erinnerung aufgetan haben. Ich weiß zwar noch was in den Filmen passiert, aber echt nicht mehr so genau, wann denn genau. Ich fänd’s ja auch echt cool, wenn Tarantino da noch den dritten Teil dranhängen würde.

  • EXITNOW

    Ein Film fürs nächste Jahr: http://www.youtube.com/watch?v=Y7efwyy6Ic4

    • SecondUnitTamino

      Danke für die Empfehlung. Sieht mir persönlich etwas zu abgefahren aus, aber den werden wir sicher gucken, allein schon weil Nolan’s Kameramann den halt macht.

  • Roy

    Ich freu mich schon so auf die Holidayfolge … das wird mein schönstes Weihnachtsgeschenk!

  • RiSiNGxSuN

    So ich habe nun auch Den Film gesehn und bin Technisch von ihm doch sehr enttäuscht das CGI is in keiner weise annährend auf dem Level des 1. Filmes… dennoch hat mich der Inhalt überzeugt, in folge dessen habe ich mir das Hobbit Hörspiel angehört und finde es grauenhaft…(version von 2001) die Sprecher machen einen guten Job aber die handlung wie sie im “Buch´´ widergegen wird finde ich sehr langweilig und seltsam erzählt was natürlich daran liegt das das Buch 80 Jahre alt ist vielleicht darf man den film auch nicht davor sehn… als Gandalfs beschreibung kamm wollte ich eigentlich schon ausmachen ein Kleiner Zauberer mit blauem Hut…. naja egal ein Kind seiner zeit halt, allerdings Muss ich Tamino zustimmen der Dialog zwischen Gandalf und Beorn ist Fantastisch und fehlt im film ganz klar aber erstmal den extendet Cut abwarten vieleicht ist er einfach nur der Schere zum Opfer gefallen. Zu dem Film möchte ich eigentlich gar nicht soviel sagen jeder weiss das hier Kein Herr der Ringe geboten wird ein Epos wie HDR ist einfach nicht zu vergleichen mit einem Abenteur eines Hobbits und dennoch finde ich die Hobbit Filme gelungen auch wenn EIne unbekannte Reise für mich der eindeutig bessere Film ist freue ich mich sehr Auf Hin und Zurück… besonderst auf Gandalf und den Nekromancer…(Spoileeeer !!!!!!S–A—U—-R—O—N). Achja und Tamino ich finde dich Super und ich genieße es wenn du deine Monologe hältst aber irgentwie scheinst du bei dem Film geschlafen zu haben das du das ende so überhauptnicht verstanden hast hatt mich ehrlich gesagt geschockt…

    Ps: Tamino ich finde unsere Moviepilot übereinstimmung was Filme angeht echt erstaunlich ^^ aber Hobbit 1 7.5 Punkte??? echt so schlecht für mich ne klare 8.5 (Hobbit1) (Hobbit2)8.0 Der Herr Der Ringe durchgehend 10 !!!!

    kleiner nachtrag zur gewahlt und FSK 12… war Herr Der Ringe auch schon =)

  • http://weltamdraht.blogsport.de/ jacker

    Super Episode, hat Spaß gemacht zu hören – und so hat der HOBBIT mir wenigstens noch etwas Unterhaltung gebracht :(
    Habe ihn jetzt im Kino gesehen, nicht weil ich den ersten besonders fand, sonder mehr aus technischer Neugier. Wollte HFR mal auschecken. Also nen Monatslohn für die Karte bezahlt und die volle Dröhnung mitgenommen: HFR, 4K (glaube ich) und 3D. HFR fand ich (als einer der absoluten Minderheit) ziemlich cool, weil ich mir denke: Warum sollen Kameraschwenks stottern, wenn es scheinbar auch möglich ist sie fließend darzustellen?!

    Aber ansonsten?
    Tjoa, was soll ich sagen.. Der Film hat mich wirklich krass angeödet. Im gegensatz zu euch (bzw. Tamino) kann ich sehr gut verstehen, dass der Film einem weniger gut gefällt als der erste – einfach weil es bei mir so ist!

    Ich glaube ein großes Problem ist, dass es Jackson hier schwerer fällt zu überspielen, dass er im Grunde nichts von großer Substanz zu erzählen hat. Nichts mit dem man auch nur zwei überlange Filme sinnvoll hätte füllen können. Der erste Film war auch schon relativ langatmig und überzogen (genauere Meinung meinerseits hier: http://weltamdraht.blogsport.de/2013/10/02/der-hobbit-eine-unerwartete-reise-2012), konnte aber durch die ständigen Kulissenwechsel und deshalb diesem abenteuerlichen Gefühl ‘auf der Reise zu sein’, die Flamme immer noch am Lodern halten. Zwischendurch gab es dann diese übertriebene Action und so kam ein leerer, aber bedingt unterhaltsamer Film dabei raus.

    Hier jetzt sind die Aufenthaltsorte der Zwergenbande (Bilbo rückt ja mehr in den Hintergrund. Leider!) statischer und weniger im Wechsel, ab der Hälfte dann nur noch Berg und See. Da müsste mehr an echten Momenten kommen, mehr Blicke in die Figuren. Stattdessen gibt es auf einem Bay’schen Maß übertriebene Action und zwischendurch sich ziehende Dialoge. BEIDES hat mich sehr ermüdet! Die Action ging gar nicht. Man hatte nie das Gefühl die Protagonisten seien in Bedrohung, weil Orks wie Fallobst zu Boden gingen. Auch scheint jackson sich kein Bißchen für das Innenleben seiner Figuren zu interessieren – wann kann man sagen wem es mal irgendwie gut oder schlecht geht? Ich hatte gehofft man lernt die einzelnen Zwerge mal näher kennen aber Pustekuchen, sie bleiben eine gesichtslose Masse.

    Wirklich ärgerlich sind die heraus- bzw. umgeschriebenen Szenen. Ankunft bei Beorn.. Verirren im Düsterwald.. Grrr!

    Unterdurchschnittlich ist noch nett gesagt. State-Of-The-Art CGI hin oder her, an dem Film hat mich ausser Jackson’s Megalomanie nichts beeindruckt :(